a> ® ® hteAnzeigen. c 3 ® ? '®nt Weit i Chicago«, SillerV jnuttfl, iubthlx, w «mMm > Wohlllmz, 2 Ztmwü i ormirthen. rteS ßfmmeriu oenntetfr loioflttr 6teinML_ ttrö Zimmer mitCad^- ne Zimmer t°°«Kch e§ VaMorür^S. „ «d. "«wl 9-7 Tage. Jjj ein611 . :: stz.' ■Essenz Dosen. Hr ü11 »' laffee-Zasab, 1 T°rrithig. £?ep w. gewarnt llt AW ^nbouSöShmtn, ZllbehSr, per fisch' Licherstr, l.^ i(6t Wohnung an nur rmiethen, etlittlteH u, .8 eine Wohnung im ' Zinnnn nebst Zu, M. per 1. October, 1«, zu vermiethen. Otte. 6, IL etnereS Logis sosort, : August ju vrrmiethem r-ll, Markistr. 32. ches FamtltenlogiS zu SapUm-gasie 18. eine Wohnung zu ver- Archstr. t denwohmng, 3 Zimmer istnlritung, per 1. Äug. ftttttttttittfe. 48. eitenbmi meines houjes, allem ZubehSr, ist zum m ruhige Leute zu ver, . Vloch, Ssterweg S. K. IS ist die Mmsmde und allem Zubehör nebst ;r 1. August a. c. zu tritt, Steinstr. 11. ÄS -SU'1 SS«" tiie*ee”’ lu|ia8 Karl. |f FriedbergJ ^dt <6 O <0 ® ® o y 3 t» o Kr. 166 Erstes Blatt Sonntag den 18. JuU Der fieftetttr Anzeiger erschnrit täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamikieuvkäller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal brigelegU Meßener Anzeiger Kenerat-'Mnzeiger. 18»» Bierteljähriger Avonncmeutspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: KchnkstratzeNr.7. Fernsprecher 51. Aints- und ÄnzeiAeblntt füt den Äveis Gieren. Hratisöeitage: Hießener Aamikienötätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaox de- In« und Au-lcmde» nehm« i Anzeigen für den ^Gießener Anzeiger" entgey*. Amtlicher TKeil. Bekanntmachung. Die unterm 21. Mai l. I. angeordnete Sperre der Kirchstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 16. JuU 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. $.: Roth._________________ Gefunden: 1 Geldbeutel und 1 Portemonnaie mit Inhalt, 2 Broschen, 1 gold. Ring, 2 Taschenmesser, 2 Spazierstöcke, 2 Schirme, 1 Hosenträger, 1 Kinderschubkarren, 1 Griff von einer Kurbel und 1 Wagenkapsel. Gießen, den 17. Juli 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ___________v. Bechtold.__ Die Verhandlungen im Orient. Wenn Alles, was lange braucht, gut würde, dann müßte bei den Verhandlungen in Tophane wirklich daS Meisterstück eine- Vertragswertes zu Stande kommen- eß gewinnt aber immer mehr den Anschein, als ob es trotz aller optimistisch gehaltenen Artikel nur ein armseliges Flickwerk werden sollte, so recht geeignet, der Nährboden für künftige Verwickelungen zu werden. DaS Einzige, was feststeht, ist, daß man eigentlich immer noch nichts Sicheres weiß, daß es vielmehr wahrscheinlich ist, daß wir immer noch nicht am Ende angelangt sind. Die hoffnungsvollen Zeitungsnotizen, die in gewiffen Blättern ihre Verbreitung finden, die aber in Wirklichkeit zur Hälfte auf keiner gesunden BafiS ruhen, da die meisten unzutreffend find, dienen nur dazu, die europäische Meinung irre zu führen und find nichts weniger als eine Ueberein- stimmung der Anschauungen zwischen der europäischen und türkischen Diplomatie. Selbst heute, nachdem aus Konstantinopel die officielle Meldung eingegangen sei, daß die Türkei die Vorschläge der Mächte annehme, ist man in diplomatischen Kreisen noch immer schwankend, ob nunmehr auch thatsächlich der Frieden zum Abschluß gelangen wird, da man immer noch befürchtet, daß ein Festhalten der Türkei an der PeneioS- ünie neue Schwierigkeiten zu bereiten im Stande ist. Was die Person des Sultans betrifft, so besitzt er trotz seiner vielen Fehler unter Anderem jedoch die große Gabe, mit bewunderungswürdiger Genauigkeit die Winke des politischen Himmels rechtzeitig za erkennen. Er hat für eine Zeit lang feinen eigenen Weg verfolgt, wenn auch nicht ein sekr beneidenswerther, er hat mit anderen Worten mit nicht geringem Erfolg mit der gegenseitig herrschenden Eifersucht der Mächte gespielt, gegenwärtig ist er jedoch an dem Zeitpunkte angelangt, wo er wahrnimmt, daß deren Geduld auch ihre Grenzen hat. Die letzte von den Vertretern der Mächte an ihn gerichtete Note war in einem Ton abgesaßt, der in diplomatischen Vorschlägen ein keineswegs gebräuchlicher zu n nncn ist. Damit der Sultan sich keinen illusionären Hoff- nungen hingebe, war ein Brief vom Kaiser von Oesterreich, deffen Hauptbestrebungen bekanntlich auch darauf hinausgehen, den atatus quo ante bellum beizubehalten, veröffentlicht worden. Der Effect ist nicht auSgeblieben und hat ficd dadurch kundgegebeu, daß der Sultan in heller Verzweiflung an die verschiedenen Herrscher Telegramme laucirt hat und um nochmalige Betrachtung der von den verschiedenen Der- tretern gemachten Bedingungen gebeten hat. Ju jedem Fall ist jedoch die Antwort identisch gewesen, selbst die zuletzt an den Zaren gerichtete Appellation hat keinen Erfolg erzielt. Die seit Wochen betriebene Annexionspolitik ist mit anderen Worten ihrem Ende nahe, eine Thatsache, die der Sultan nun nicht mehr ignorirt. Ein Punkt, der den Mächten nun weitere Kopfschmerzen machen wird, ist die Frage, in welcher Weise gegebenen Falls sich Zwangsmaßregeln gegen die Türkei anwenden ließen, obschon es gegenwärtig, wenn die Pforte von dem ernsten Entschluß der Mächte überzeugt wäre, zu einem solchen Schritte nicht zu kommen brauchte. Ein solcher Fall kann jec och eintreten, wenn die in Armeekreisen herrschende An- schauung, daß man eS lieber auf einen neuen Kampf an- kommen laffen wolle, als da» eroberte Land zurückzugeben, wider Erwarten doch noch von der türkischen Diplomatie ge- thrilt wäre. Als verfrüht wäre jedoch augenblicklich noch jede Muthmaßung anzusehen, die darüber Aufklärung geben wollte, von welcher Art diese ZwangSmaßregeln sein würden. Rußland, England und Oesterreich würden jedenfalls dazu berufen fein, letztere auSzuüben, Rußland, indem eS den Eingang am Schwarzen Meer nach dem Bosporus blockirte, England in gleicher Weile in den Dardanellen daS nämliche besorgte, Frankreich es sich zur Aufgabe machte, Smyrna zu besetzen, um dort die Einnahmen von einer der wenigen Provinzen der Türkei zu beschlagnahmen, und Oesterreich schließlich noch die Linie von Salonichi belegte, auf diese Weise würde die Lage der Theffalien besetzenden türkischen Armee eine sehr schwierige und bedenkliche werden und der Sultan dazu getrieben werden, um endgilttgen Friedensschluß zu bitten. Es ist jedoch noch sehr fraglich, ob eS je zu solchen Maßregeln kommen wird- einerseits ist eS jedoch klar, daß der Sultan nicht eher eine Position verlassen wird, ehe er überzeugt ist, daß seine persönliche Sicherheit nicht darunter leidet, wie er andererseits auch im Stande ist, den Moment vorauSsehen zu können, wo eine solche Stellung nicht mehr als haltbar anzusehen ist. Das türkische Volk steht in diesem Kampfe vollständig auf Seiten des sonst nicht beliebten Ministeriums, während der Sultan täglich an Popularität verliert und sich fast nur mehr auf seine Garden verlaffen kann. Er weiß indeffen, und dies scheint sein Volk zu ignoriren, daß, obgleich die vereinigte Stimme von Europa bis jetzt nur zu tauben Ohren gesprochen hat, deffen gesammte Action als absolut sicher anzusehen ist und der Türkei nöthigeu Falls schon bald genug einen kleinen Beweis geben könnte. Wie nun in Frankreich z. B. die Theilnahme Deutsch, lands an den Verhandlungen auSgelegt wird, dies beweist so recht ein Artikel im „Soleil", in welchem der Verfaffer seine Unzufriedenheit über die europäische, vor Allem aber natürlicherweise über die französische Diplomatie wegen ihres Verhaltens in der orientalischen Angelegenheit Ausdruck giebt. Er wirst ihr vor, daß sie sich blindlings von zwei gleich verderblichen Mächten, von Deutschland und der Großfinanz, habe leiten laffen. Jru Berliner Eabine: wie an den Börsen von Berlin und Wien, von Parts und London habe man nichts sosehr erhofft, wie den militärischen Erfolg der Türkei, und nichts so sehr gefürchtet, wie den Sieg der griechischen Waffen. „Eine Niederlage der Türkei bedeutete für beide, für Deutschland wie für die internationale Finanz, für die Börse, das Unbekannte mit all seinen Gefahren, die Zermalmung Griechenlands hingegen stellte eine Fülle vortheil- Hafter Operationen in Aussicht." Deutschland habe seinen Vortheil schon gefunden, eS habe sich den politischen und militärischen Einfluß in Constantinopel gesichert und in der Türkei ein neues Absatzgebiet für feine Industrie geschaffen, und die Großfinanz werde nach dem Abschluß des Friedens ihren Profit ebenfalls einheimfen. „Deutschland", so schließt der monarchistische Publicist seinen giftgeschwollenen Artikel, „hat einen Hauptstreich ausgeführt, indem es, ohne einen Thaler oder die Knochen eines einzigen pommerschen Grenadiers daran zu wagen, den ersten Platz unter den Großmächten in Constantinopel errang. Deutschland und die Finanz haben ihren Jntereffen gemäß gehandelt. Unerklärlich aber ist eß, daß der Wille dieser zwei Großmächte bei den Cabinetten Europas auf keinen Widerstand stieß." — Hier kann man auch sagen: ES geht doch nichts über eine gute Einbildungskraft und VerfaffungSgade, ein Punkt, in dem die Franzosen Großes leisten. Wolff» telegraphisches Correfpondenz-Bureau. Stettin, 16. Juli. Heute Vormittag trafen aus Berlin mehrere hohe chinesische Würdenträger hier ein, um der Werft des „Vulkan" einen Besuch abzustatten, wo sich zur Zeit drei chinesische Kriegsschiffe im Bau befinden. Gleich nach der Ankunft begaben sich dieselben per Dampfer zum „Vulkan", wo sie die im Bau befindlichen Schiffe besichtigten. Magdeburg, 16. Juli. Der Kaiser übersandte heute dem Commandeur des 4. Armeecorpß v. Hänisch zu deffen 50jährigem Dienstjubiläum ein Schreiben, in welchem er dem Jubilar seinen Glückwunsch ausspricht und ihm für die während dieses langen Zeitraums in Krieg und Frieden dem Könige und dem Vaterlande geleisteten Dienste warmen Dank und volle Anerkennung ausspricht. Der Kaiser übersandte dem Jubilar gleichzeitig die Brillanten zum Schwarzen Adlerorden. Barmeu, 16. Juli. Die „Barmer Zeitung" meldet auß Solingen: In seiner gestrigen Rede beim Festmahl sagte der Vizepräsident des König!. Staatsministeriums, Finanzminister Dr. v. Miquel unter Anderem: Unser deutsches Land fei weder ein reiner Industriestaat, noch ein reiner Agrarftaat. Wenn der Staat gedeihen solle, müffen Industrie, Landwirth- schäft und der solide Handel, der beide verbinden solle, da sein. Diese großen Berufsstände find aufeinander angewiesen. Die Industrie Deutschlands sei so stark, daß der Export und der Wettbewerb nothwendig sind. Aber auch der innere Absatz müsse nicht vergeffen sein. Die Staatsverwaltung dürfe nun unmöglich einseitige Jntereffen vertreten. ES sei der alte Ruhm der Hohenzollern, ebenso tote Über den Parteien, so auch über den Jntereffen zu stehen. Die Regierung müffe eine DarchschnittSlinie festhalten, alle Kräfte müffe sie vereinigen. Die Bekämpfung der einzelnen Berufsstände unter einander bedeutet, eß dahin bringen, daß der dritte lacht. Gegenwärtig litten am Meisten die Landwirthschaft und die Mittelklaffen. Die Fürsorge für die einzelnen Be- rufSklaffen dürfe nie so weit gehen, die Lebenskräfte der anderen Klaffen zu unterbinden. Unsere Zukunft hänge aber auch von der Landwirthschaft ab. Manche Verstimmung, mancher Mißmuth und mancher Mangel an Vertrauen werde jetzt genährt. „Wir Alten aber, welche die traurigen Zustände vor 1870 erlebt haben, wissen, waS die Wiedererrich- tung des Reiche» gebracht hat." ES sei erst eine kurze Spanne Zeit seit damals verfloffen. Aber hier hätte man am allerwenigsten Ursache, unzufrieden zu fein. (Bravo.) Der Minister toastete auf Kaiser und Reich, auf Macht und Ehre, aus Wohlstand und intellectuellen Fortschritt im Reiche. Leipzig, 16. Juli. DaS „Leipziger Tageblatt" meldet: 8 1 6 öffentliche Professoren der deutschen Universitäten erlaffen folgende Kundgebung: In dem großen und schweren Kampfe, den heute die Deutschen Oesterreichs um ihre nationale Erziehung und ihre berechtigte Stellung in der alten, von ihnen geschaffenen und in erster Linie durch ihre Kraft erhaltenen Habsburger Monarchie zu kämpfen gezwungen find, hat die Prager Universität, die älteste deutscher Zunge, mannhaft daß Wort ergriffen, um auf gesetzlichem Wege die großen Gefahren zu betonen, welche ihr, der uralten Glätte deutscher Wissenschaft, und dem ganzen deutschen VolkSthum in Böhmen und Mähren drohen. Die unterzeichueten öffentlichen Profefforen der Universitäten beß Deutschen Reiches drücken den College« der ehrwürdigen österreichischen Schwester- Universität ihre wärmsten und lebhaftesten Sympathien zu dem Vorgehen auß und geben der Ueberzeugung Anßdruck, daß Millionen national-gesinnter Bürger de» Deutschen Reiches mit ihnen in diesen Gefühlen sich vereinigen. Depeschen deß Bureau „Herold." Berlin, 16. Juli. Profeffor Dr. Koch ist am 15. dsß. in Dar eß Salam eingetroffen. Berlin, 16. Juli. Der „Nordd. Allgem. Ztg." wird auß Wien telegraphirt: Gegenüber einer Londoner Meldung, in Wien oder Berlin solle eine Conferenz zur Stellungnahme der europäischen Staaten zum amertkantschea Zolltarif stattfinden, wird versichert, daß biefeß nicht zu- treffenb und baß davon auch keine Rebe gewesen fei. Zwischen einzelnen Mächten habe allerbingß ein Meinungsaußtausch über gegen den amerikanischen Zolltarif zu ergreifende Maßregeln stattgefunden, ober ohne Resultat. Berlin, 16. Juli. Wie dem „Localanzeiger" aas Friedrichßruh telegraphirt wird, ist daß Befinden beß Fürsten Bismarck gut. Der Fürst macht täglich Ausfahrten, bei denen er von vielen Verehrern erwartet wird. Allgemein fällt das frische und gesunde Aussehen deß Fürsten auf. Graf Herbert BiSmarck wird mit seiner Familie zu längerem Aufenthalt in Friedrichßruh erwartet. Wiesbaden, 16. Juli. Der frühere Landtagsabgeordnete für den Landkreis Wiesbaden, Bürgermeister Schneider aus Maffenheim, Mitglied der freisinnigen VolkSpartei, ist gestorben. Bozen, 16. Juli. Der (Sabotier Ferrari auß Rom stürzte von dem 2400 Meter hohen Cancello und erlitt schwere innere Verletzungen. Turin, 16. Juli. Nach einer Meldung der „Gazzeta Piemontese" begibt sich Prinz Danilo von Montenegro Mitte August nach Peterßburg, um sich mit der Schwester deß Zaren, Großfürstin Olga Alexan- drowna, zu verloben. ES soll sich um eine LiebeSheirath handeln. »rüffel, 16. Jnli. Gestern hat hier der internationale Congreß zur Bekämpfung b er öffentlichea Sittenlosigkeit begonnen. Die meisten Theilnehmer gehören dem weiblichen Geschlecht an. Die Regierung ist durch mehrere Minister vertreten. Den Vorsitz führt Kammer- Präsident Bernaert. AuS Deutschland wohnt die Gräfin Hagendorff der Sitzung bei. MouS, 16. Juli. Gestern Abend nahmen wieder mehrere Hundert Arbeiter die Arbeit auf. Die Grubendirectoren erklären jetzt, sie würden weiter nichts an dem Reglement ändern, da die Arbeiter sich geweigert hätten, schriftlich über event. Aenderungen einzukommen. Havre, 16.Juli. Der Luftballon, der am National« Festtage nach der See getrieben wurde, ist in Balogne glücklich oiedergegaugeu. Die drei Insassen find unverletzt. Warschau, 16. Juli. Nach vorhergegangenen Haussuchungen find in den letzten Tagen zahlreiche Der Haftungen polnischer und russischer Studenten erfolgt. Man bringt dieselben in Verbindung mit den vor Kurzem in Charlottenburg stattgefundeuen Verhaftungen russischer Studenten. ___________ Hamburg, 17. Juli. Hier haben große Müssender Haftungen von Personen ftattgefunden, die es auf eine systematische Beraubung von KaufmannSschiffeu abgesehen hatten. Bisher wurden 31 Personen verhaftet. Wettere Verhaftungen stehen bevor. Rom, 17. Juli. Ja Ferrara ist erneut ein B au ero- auSstand ausgebrochen. Viele Orte wußten militärisch besetzt werden. Stockholm, 17. Juli. Der am Sonntag Nachmittag augetretene Flug Andrer- nach dem Nordpol hat hier ungeheure Erregung hervorgerufeu. Alle Blätter bringen Extra-Au-gaben, worin derselbe als wichtige- nationale- Er- rtgntß besprochen wird. WB. Tegernsee, 17. Juli. Die Kaiserin hat infolge der aus Bergen eingetroffeuen günstigen Nachrichten über daß Befinden des Kaiser- ihre Abreise aufgegeben; sie bleibt in Tegernsee. CotaWs rrn- provinzielles. Gieße», den 17. Juli 1897. • • Bon der Universität. Herr Profeffor vr. Löh lein, Director der hiesigen Fraueukltoik, erhielt Seiten- des kgl. preußischen CultuSmiuisteriumS einen besonder- ehrenvolleu Ruf als Profeffor der Gynäkologie und Director der Frauen« kltnik in Königsberg. Herr Profeffor Löhleiu hat sich indeß entfchloffen, der Univerfität Gießen treu zu bleiben. * • Parlamentarisches. Eine Eingabe der Gemeinden Ulfa, Rabertshausen mit Riugelshausen, die Errichtung einer Ein- und Ausladestelle für Stückgüter bet Station Borsdorf betreffend, ist der Zweiten Ständekammer vom Abgeordneten Weidner al- Antrag überreicht worden. * • DaS Infaulerie«Regiment „Kaiser Wilhelm" wird vom 21. Juli bi- 5. August in Darmstadt und Umgegend Quartier beziehen. Stab und dritte- Bataillon werden mit Verpflegung in Darmstadt eivquartiert. • • Vorbereitung zum Kaiser-Mauöver. Die Capelle de- Marburger Jäger-Bataillons traf heute Morgen hier ein, um in Gemeinschaft mit der hiesigen Regiment-- muftC und den Spielleuten diejenigen Musikstücke etnzuüben, welche bei der Kaiserparade und dem Zapfenstreich gespielt werden. * * Verhäuguißvoll endete vorgestern Abend ein Wirth-hau-spaß. In einem Restaurant der Bahnhofstraße kehrte ein Mühlenbesitzer aus Großen-Buseck ein. Als derselbe sich auf kurze Zeit entfernt hatte, war ihm von einem Gaste Bier auf den Stuhl, auf dem er sich uiederlaffen wollte, geschüttet worden. Er machte seinem Verdruß darüber in derben Worten Luft und fragte, wer ihm den Schabernack gespielt habe. Scherzweise wurde ihm al- Thäter der Cigarren« und Weinhändler K. Brühl bezeichnet. Das darauf entstandene Wortgefecht artete in Thätlichkeiten aus, während der Balgerei flog Brühl so unglücklich an die Thür, daß ihm der Klemmer zerbrach und Theile deffelben ins Auge drangen. Er wurde in die Klinik gebracht, woselbst er am andern Morgen au den erhaltenen" schweren Verletzungen gestorben ist. **F. Gießener Rudergesellschaft. Noch acht Tage trennen unS von der diesjährigen Regatta. Heiße Kämpfe werden sich am 25. Juli auf unserer Idyllischen Lahn abwickeln, find doch die gemeldeten Mannschaften Bürge dafür. Unsere Gießener Ruderer werden einer derartigen Concurrenz gegenüber einen schweren Stand haben, wollen wir hoffen und wünschen, daß fie trotzdem mit Ehren bestehen. Im Rennen um den städtischen Wanderpreis muß unsere Mannschaft den Kampf aufnehmen gegen die vorzüglichen, auch bet unS bestens bekannten Mannschaften des Mainzer RuderveretnS und Frankfurter Ruderclubs, während fie im Achterrennen um den Wanderpreis Sr. König!. Hoheit des Großherzogs die Vereine aus Frankfurt a. M., Sachsenhausen und Oberrad al- Gegner haben wird. Albert Rübsameu wird eS leider nicht möglich sein, im Einer zu starten, da er auf ärztlichen Rath jede rudersportliche Thätigkeit für dtese- Jahr aufgebeu mußte. Die übrigen Rennen find sämmtlich gut besetzt, waS schon darau- hervorgeht, daß nicht weniger al- 16 Borrennen nöthig sein werden. Dieselben finden am Sonntag Vormittag statt und ist der Besuch auch dieser aufs Wärmste zu empfehlen, da fie ebenso guten Sport bieten werden, wie die Entscheidungsläufe am Nachmittag. — Die Eintheiluug de- FeftplatzeS und die Eintrittskarten find — wie au- dem Jnferatentheil der heutigen Nummer hervorgeht — gleichwie im vorigen Jahre belasten worden, da dieselben die Zufriedenheit aller Betheiligten gefunden hatten. DaS Ehrenpräsidium haben in bereitwilligster Weise wiederum die Herren Geh. Kirchenrath Rector Profestor Dr. Stade, Provinzialdirector Geh. Rath Freiherr von Gagern, Oberst und RegimentS-Commandeur v. Madai, Oberbürgermeister Gnauth, Landgerichts Präsident Freiherr von Ricou und Jean Kirch übernommen. Ebenso setzen sich die einzelnen CowitöS und Ausschüsse auS altbewährten Kräften zusammen, so daß auch in dieser Hinsicht ein gute- Gelingen der Regatta verbürgt ist. Nur ein- bleibt noch zu wünschen übrig: möge der Regatta«Tag vom Wetter recht begünstigt sein, damit einerseits die aufgewevdeten Mühen belohnt werden und andererseits dem Publikum ein glatter und schöner Sport geboten werden kann. ** Ermäßigung der Fernsprechgebühren im Verkehr mit Württemberg. Es werden im Verkehr mit Württemberg fortan erhoben: 1. Im Sprechverkehr zwischen Orten, deren HanptvermittelungSanftalten in der Luftlinie nicht mehr al- 50 Kilometer von einander entfernt find, für das Gespräch bi- zu drei Minuten 25 Pfg. 2) Auf alle weiteren Entfernungen 1 Mk. ** Briefe nach Luxemburg werden neuerdings vielfach unrichtig mit 10 Pfg. francirt, während das richtige Franco für derartige Briefe 20 Pfg. für je 15 Gramm beträgt. •• Die Republik Peru ist der Wiener Uebereinkunft, betreffend den Austausch von Postpacketen und Postanweisungen, beigetreten. Demgemäß können nunmehr bet den Postanstalten Postpackete bis zu 5 Kilogramm nach Peru aufgeliefert werden, desgleichen Postanweisungen bis zum Betrage von 400 Mk., gleich 195 Sol de Plata. Die Gebühr für die Postpackete beträgt 3 Mk. 80 Pfg., für Postanweisungen 20 Pfg. für je 20 Mk. Für die Richtung auS Deutschland nach Peru kommt zunächst daS Umwand- lungSverhältniß von 1 Sol de Plata gleich 2 Mk. 5 Pfg. in Anwendung. E. Echzell, 16. Juli. Der am 12. d. M. bei dem Etsenbahnunfall beschädigte Zugführer ist soweit hergestellt, daß er seinen Posten wieder ausfüllen kann. Schrffsnevchvichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 16 Juni. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Doppelschraubenpostdampfer Barbarossa, Cap. R. Nterich, oomNordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 16. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Crefeld, Capitän H. Bruns, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. Nrrszug an» -en ftan^oainimgifters brr Stadt •itfo. Anfgeboee- Juli: 10. Balthaser Misker, Ranglrmeister dahier, mit Gertrude Juliane Fuchs bierselbst. 12. Heinrich Karl Schmitt, Sergeant zu Butzbach, mit Karoline Margarethe Wilhelmine Volk hterselbst. 13. Lippmann Weil, Generalagent dahier, mit Rosa Faßbender zu Limburg. 14. Johannes Gottlieb Wolff, Großh. Beigeordneter dahier, mit Karoline Klara Haberkorn Hierselbst. 14. Friedrich Joh?. Jacob Mylius, Kaufmann zu Wetzlar, mit Wilhelmine Margarethe Schüler daselbst. 16. Karl Frensdorf, Kaufmann dahier, mit Hedwig Ledermann zu Heidelberg 16. Johann Heinrich Philipp Rauch, Fabrikarbeiter zu Betlstein, mit Christine Elifabethe Hofheinz daselbst. Gp et Gl Utmiira« Juli: 10. Peter Johann Maria Stammel, Bremser dahier, mit Ann» Maria Sattler bierselbst. 10. Georg Carl Haupt, Sergeant dahier, mit Margarethe Henriette Volk hterselbst. 12. Carl Martin Allgeier, Schneider dahier, mit Anna Margaretha Bebling hterselbst. 14 Johannes Engel, Pfarrverwalter zu Obbornhofen, mtt Anna Elisabeth Maria Albach hterselbst. 15. Ernst Albert Rahnefeld, Wirth dahter, mit Kathartne Dieter hterselbst. Jult: 6. Dem Schlosser Ludwig Sert ein Sohn. 6. Dem Taglshner Heinrich Lynker eine Tochter. 7. Dem Stattons-Asststent Johannes Letztng eine Tochter. 7. Dem Schmied Ernst Döll eine Tochter, Katharine Margarethe Marie Lina. 7. Dem Hilfsbremser Johann Karl Brasch ein Sohn, Ernst Ludwig. 9. Dem Wirth Eduard Kasparbauer eine Tochter, Magdalena Franziska. 9. Dem Bandagist Friedrich Wilhelm Hose ein Sohn. 10. Dem Maschinist Justus Haas ein Sohn, Wilhelm Heinrich. 10. Dem Chemiker Carl Felsing ein Sohn. 10. Dem Kutscher Ludwig Lepper ein Sohn, Carl Heinrich Christian. 11. Dem Bremser Konrad Karl Gorr ein Sohn, August 11. Dem Kaufmann Wilhelm Ockel ein Sohn. 11. Dem Metallgießer Franz Warmbrunn ein Sohn, Adolf Han- August. 11. Dem Wirth Anton Koch ein Sohn. 12. Dem Schneider Heinrich Müller ein Sohn. 13. Dem Heizer Karl Becker eine Tochter, Lina. 13. Dem Zimmermeister Georg Schudecker eine Tochter, Gertrud Mathilde. 13. Dem Kaufmann Otto Hochstätter ein Sohn, Otto Hans Karl. 14. Dem Profestor Dr. Karl Elb» ein Sohn, Carl. 14. Dem Schreiner Karl Ostermann eine Tochter, Charlotte Margarethe Elisabeth. Jult: 9. Karl Maier, 1 Monat alt, Sohn von Dachdecker Hermann Mater dahier. 11. Mathilde Eise, 1 Jahr alt, Tochter von Schneidermeister Hermann Philipp Eise dahter. 11 Ernst Friedrich Helferich, 3 Jahre alt, Sohn von Knecht Martin Helserich dahter. 12. Marie Sttef, geb. Bischoff, '69 Jahre alt, Wittwe von Stadtbaumeister Johannes Sttef dahier. 13. Heinrich Steinwüller, 4 Monate alt, Sohn von Maurer Wilhelm Steinmüller dahier. 13. Ttllt Etßfeller, 1 Monat alt, Tochter von Schubmachermetster Theodor Etßfeller dahter. 13. Valentin Erzgräber, 72 Jahre alt. Arbeiter dahter. 14. Peter Eduard Georg Grimm, 23 Jahre alt, Maurer von Jügesheim, Kreis Offenbach, Mu-ketter im hiesiger» Regiment. 15. Carl Heinrich Appel, 1 Jahr alt, Sohn von Spengler- meister Georg Appel dahier. 15. Carl Elbs, 9 Stunden alt, Sohn von Profestor Dr. Carl Elbs dahier. 16. Carl Brühl, 23 Jahre alt, Kaufmann dahier. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemesten am 17. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag-: Master 16'/,°, Luft 18’. Rübfamen'fche Badeanstalt. verkehr, Ls»-- rrn- volkSwirthfthaft» •Utm, 17. Jult. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,90—1,00, Hühnerein pr. St. 6 4. 2 St. 13-00 4, Enteneier 2 St 11-12 4, Gänse eicr pr. St. 00—114, Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte pr. St. 3 *, Erbsen pr. Liter 18 4. Linsen pr. LUer 27 4, Tauben pr. Paar X 0,70 biS 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bi- 1,30, Hahnen pr. Stück' X 1,20—1,50, Enten pr. Stück X 1,60—1,80, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60—66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 70 4, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 74 4, Kalbfleisch pr. Dfd. 56—60 4. Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,(0 bift 7,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr Centn« X 8,00—9,00, Milch pr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfd. 12-15 4, Gurken per 100 Stück 3—5 X F. Friedberg, 16. Juli. Unser Schweinemarkt war gut befahren, aber auch von Kauflustigen gut besucht, so daß sich ein reger Verkehr entwickelte. Die Ferkelpreise hielten sich auf der seitherigen Höhe von 30blS45Mk.; die übrigen Sortimente schwankten nach Alter und Güte bis zu 100 Mk. da- Paar. Die Nachfrage hat sich noch nicht gemindert. Die Reiten-AnSstellu«- in der Allgemeinen Rosen-, Blumen- und Pflanzen - Ausstellung zu Frankfurt 0. M. ist nunmehr als officiell eröffnet zu betrachten. DaS Preisgericht hat außer den Nelken noch eine ganze Reihe anderer Florblumen zu werthen, die in reicher Sortenzahl inzwischen neu angekommen sind. Wir erwähnen u. A.: Malven und Gladiolen, Geranien und Hortensien, Pelargonien und Petunien, Begonien, Canna und Fuchsien. Die Nelken selbst find sehr reichhaltig vertreten; und zwar al« Topfchor- und Remontant-Nelken, desgleichen in abgeschnittenen Blumen. Auch die Cacteen sind in das PrämiirungS Programm der Preisrichter ausgenommen. Der Communallandtag bat der Ausstellung dreihundert Mark Überwiesen; ein erfreulicher Beweis für die Anerkennung, welche die Bestrebungen des Ausstel- lungSvorstandes auch bei den Behörden finden. 2343 Wegen Ranmmangel mvtzte« verschiedene Artikel für die nächste Nummer zurückgepellt werden. In dem Concursverfahren über den Nachlaß des Kaufmanns Wilhelm Seuling von Gießen berufen wir aus Anlaß des Ablebens des Concursverwalterö Hoffmann eine Gläubigerversammlung zur Wahl1 eines anderen Verwalters auf Freitag den 23. Juli l. IS., Bormittags 9 Uhr. Gießen, den 15. Juli 1897. Grobherzogliches Amtsgericht. gez. Neuenhagen. Bekannt gemacht: «833 Orth, Gerichtsschreiber. In dem Concursversayren über den Nachlaß der dahier am 7. April 1896 verstorbenen Ehefrau des Joh. Peter Sahlfeld in Gießen berufen wir aus Anlaß des Ablebens des Concur-verwalters Hoffmann eine Gläubigerversammlung zur Wahl eines anderen Verwalters auf Freitag den 23. Juli l. IS., Bormittags 9‘/a Uhr. Gießen, den 15. Juli 1897. Großherzogliches Amtsgericht. gez. Neuenhagen. 6832 Bekannt gemacht: Orth, Gerichtsschreiber. Aus Anlaß des Ablebens des Concursverwalterö Hoffmann wird in dem Concursverfahren über das Vermögen des Spenglers Theodor Waldschmidt in Gießen eine Gläubigerversammlung zur Wahl eines anderen Verwalters auf Freitag den 23. Juli l. Js., Bormittags IO Uhr, berufen. Gießen, den 15. Juli 1897. Großherzogliches Amtsgericht, gez. Neuenhagen. Bekannt gemacht: 6835 Orth, Gerichtsschreiber. In dem Concursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Heinrich Wallach in Gießen berufen wir aus Anlaß des Ablebens des ConcurSverwalterS Hoffmann eine Gläubigerversammlung zur Wahl eines anderen Verwalters auf Freitag den 23. Juli l. IS., Vormittags 1074 Uhr. Gießen, den 15. Juli 1897. Großherzogliches Amtsgericht. gez. Neuenhagen. 6834 Bekannt gemacht: Orth, Gerichtsschreiber. Niddaer Herbst-Markt. Gelegentlich des Niddaer Herbst-Marktes — 6. September 1897 — soll eine Berloosuug von Bieh, landwirthschaftlichen Gerätheu und Gebrauchsgegeuftändeu, verbunden mit einer Prämiirung von Kalbinnen und Bullen, letztere im Alter bis zu zwei Jahren, wovon jedoch Gemeindebullen, sowie bereit» im laufenden Jahre prämiirte» Vieh ausgeschlossen find, statlfinden. Bei Ausgabe von 8000 Stück Loosen bestehen die Hauptgewinne in 12 Stück auf dem Markte angekaustem Bieh. 6868 Loos 50 Pfg. 240 Treffer. Loos 50 Pfg. Der Generalvertrieb der Loose wurde dem Herrn Philipp Forster dahier übertragen. Wiederverkäufer erhalten 10 Procent Rabatt. Nidda.______________________Das Markt-Comit6. 1 ■ 1 ■ 1 m jeder beliebigen Schriftart und Kartonierte werden lllOllV QrtOn ,a PreUen angefertigt in der VlullRdl lull BrähPschenünij.-Druckerei(Pietsch4Scheyde) Sohulitrasie 7. Versteigerung. Dirnstag, den 20. Juli l. I., Nachmittags 2 Ubr, versteigere ich im Bteker'schen Saale (Neustadt 55) dahier gegen Baarzahlung: 1. 7 Regulateure, 15 silberne und andere Taschenuhren, 5 Wanduhren, 1 Standuhr, 1 Dutzend Uhrketten und circa 140 Dutzend Fläschchen Crystalltn (GlaSreinigungSmittel). 2. 1 Pferd, 1 Möbelwagen, 8 Mille Cigarren, 2 Sophas, 2 Kleider- schränke, 1 Bett, 1 Commode, eine Waschkommode und sonst Verschiedenes. Die Versteigerung ad. 1 findet bestimmt, die ad. 2 theilweife statt. 6855 vor«, Gerichtsvollzieher Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Garteuftraste 2. Arrgebot der Arbeitnehmer» 1 Drechsler, 1 Zeichner, 1 Metzaer, 1 Schlosser, 1 Schreiner, 2 Lauffrauen, 1 Taglöhnrr, 2 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, 1 Nähsrau. Na UM 12Uhl Mittags a'slhe Badeanstalt. krwirchschast. t. Sus dm heutigen 0,90-1,00, hühnercki 2 St 11-124 0Wt , Mnnatte pr. Et. 3 4 XI tiuben pr. Pu 61,30, Hahnen pr. Stfif -1,80, W pr. Pswl 4, M- und RtndßtiiL 60 big 704 StweiV sch pr. 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