8 Mai 189? Der -irhener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montag-. Die Gießener As«mikienkkälter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Meßener Anzeiger General-Anzeiger. Vierteljähriger Avonncmeutspreirr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition, und Druckerei: Kchukstraße Ar.7. Fernsprecher E>1. Amts- und Anzeigeblntt für den Ttveis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Jamitienötätter. Alle Annoncen-Bureaux dcS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Tdeit. Bekanntmachung. Mittwoch bett 586. Mai d. I., Vormittags IO Uhr, findet im RegieruugSgebäude dahier eine öffentliche Sitzung des ProvinzialtageS der Provinz Oberheffen mit felgender Tagesordnung statt: 1) Prüfung von.ErgänzungSwahlen für den Provinztaltag. 2) Prüfung der Rechnung der Proviuzialkaffe und Erstattung deS Rechenschaftsberichts für 1895/96. 8) Feststellung des Voranschlags der Provinzialkaffe für 1897/98. 4) Antrag des Großh. KreiSamtS Büdingen auf Befreiung der Gemeinde Alt-WiedermuS von dem Beitrag zu den Kosten des Neubaues der Kreisstraße Eckartöhaufen— Alt-WiedermuS in Gemarkung Oberwald. Gießen, den 8. Mai 1897. Der Vorfitzende des ProvtnzialtageS der Provinz Oberheffen. v. Gagern. Gießen, den 14. Mai 1897. Betr.: Die Einführung des Turnunterrichts au den Volksschulen. Die Grvtzh. KretS-SchtüeommWoa Gießen an die Schulvostäude deS Kreises. Wir beauftragen Sie, da, wo es bis jetzt noch nicht geschehen ist, dafür Sorge zu tragen, daß die Turnplätze ordnungsmäßig geebnet und mit gutem Kies (womöglich mit LahnkteS) überfahren werden. Auch für die Anschaffung der noch fehlenden und die Reparatur der schadhaften Turn- geräthe ist baldigst zu sorgen. v. Gagern. Nr. 22 deS ReichS-GesetzblattS, auSgegeben den 13. d. M., enthält: (Nr. 2386.) Verordnung zur Verhütung des Zusammen- ftoßens der Schiffe auf See. Vom 9. Mai 1897. (Nr. 2387.) Verordnung, betreffend die Lichter- und Signalführung der Ftscherfahrzeuge und der Lootsendampf- fahrzeuge. Vom 10. Mat 1897. Gießen, den 1L Mai 1897. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. An die Abhaltung der auf den 19. Mai d. I. in der Stadt Wetzlar und auf den 26. Mai in Schmalbach anstehenden Bi eh markte werden zur Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche folgende Bedingungen geknüpft: 1. Für den Auf- und Abtrieb der Thiere ist je eine bestimmte Stelle zu schaffen. Die Benutzung anderer Stellen für den Auf und Abtrieb, ebenso das Handeln mit Vieh außerhalb des Marktplatzes ist verboten. Der Auftrieb beginnt in der Stadt Wetzlar um 8«/z Uhr Vormittag- und in Schmalbach um 9 Uhr Vormittags. 2. Auf den Markt dürfen nur Thiere aus seuchefreteo Orten, deren Führer mit gültigen behördlichen UrsprungSzeugotffen versehen find, aufgetrieben werden, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn in jene« UrsprungSzeugntffen weiter bescheinigt ist, daß die Thiere sich die letzten sieben Tage in un- verseuchtem Zustand in sruchenfreien Orten befunden haben. Im Uebrtgen gift für die Einführung von Händlervieh in den KretS Wetzlar die in Nr. 109 deS Wetzlarer Anzeigers vom 11. Mat d. I. veröffent- llichte polizeiliche Anordnung des Herrn Regierungs- Präsidenten zu Coblenz vom 13. April d. I. 3. Aus dem Großherzogthum Hrffen dürfen Rindvieh, Schweine und Schafe überhaupt nicht aufgetrieben werden. Ferner ist das Durchtreiben von Thieren dieser Arten durch die Stadt Braunfels und den Ort Oberndorf des hiesigen Kreises verboten. 4. Bei dem Auftrieb der Thiere hat der Eigenthümer oder Führer dem anwesenden Polizetbeamten das unter Nr. 2 erwähnte UrfprungSzeugniß vorzuzeigen. Außer von der Controle der UrfprungSzeugotffe ist der Auftrieb von der vorherigen Besichtigung und Nichtbeanstanduug der Thiere durch den Kreis- thterarzt abhängig. Wetzlar, den 14. Mai 1897. Der Königliche Landrath G o e d e ck e. Deutsches Reich. Berlin, 15. Mai. Die nationalliberale Fraktion des Reichstages hat es abgelehnt, als solche au der Unterstützung des Antrages Rickert und Genossen betr. Erlaß eines sogenannten Noth-Bereinsrechtes sich zu betheiligeu. Die Nattonalltberalen werden aber, soweit die „Nat.-Ztg." unterrichtet ist, für den Antrag ebenso stimmen, wie sie eS im Juni v. I. gethan haben. Berlin, 15. Mai. Der Kaiser hat heute Mittag auf der Fahrt von Straßburg nach Wiesbaden den Vortrag des Chefs des Mtlttär-EabivetS, von Hahnke, entgegen genommen. Berlin, 15. Mat. Im Abgeordnetenhause wurden heute verschiedene Vorlagen erledigt, darunter gelangte die Nachtragsforderung für den Dortmund-EmS-Canal in Höhe von F/i Millionen Mark in zweiter Lesung zur Annahme. Auf der Tagesordnung der Sitzung vom Montag steht die erste Lesung der BereinSgesetznovelle. Berlin, 15. Mat. Der Vorstand des Vereins Berliner Getreide- und Productenhändler hat heute Vormittag eine Sitzung abgehalten, in welcher einstimmig beschloffen wurde: 1. gegen die Verfügung deS Oberpräfidenteu vom 11. d. M. Klage beim Oberverwaltungsgericht sofort eiuzuleiten, 2. den Oberpräfidenten von der Einleitung der Klage in geeigneter Weise in Kenntniß zu setzen. Berlin, 15. Mat. Die Budgetcommission des Reichstages erledigte heute die Vorlage über die GehaltS- aufbefferungen und wandte sich darauf der Berathung des zweiten Nachtragsetats zu. Die geforderten 100,000 Mk. zur Durchführung der Vorarbeiten für die Betheiligung des Reiches an der Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 wurden ebenfalls bewilligt, ferner die fortdauernden Ausgaben in Höhe von 71,210 Mk. zur Vermehrung des Personals des ReichSvecficherungSamtS. Am Montag erfolgt die Vornahme der Finanzirung des Etats. Berlin, 15. Mot. Der Kaiser trifft am 24. Mat, auS Schlefien kommend, tn Schlobitten bei dem Grafen zu Dohna ein und wird sich nach eintägigem Aufenthalt von dort per Wagen nach Prökelwitz zur Rehbockjagd begeben. Nach vorläufiger Bestimmung wird der Aufenthalt des Kaisers tn Prökelwitz bis Ende der Himmelfahrtswoche währen. Berlin, 15. Mat. Das große Looö der preußischen Klaffeulotterie im Betrage von 500,000 Mk. fiel tn der heutigen Bormittagziehung auf Nr. 208,461 und zwar tu eine Eollecte nach Neisse. Betheiltgt find daran viele kleine Leute. Retz, 15. Mat. Das Katserpaar und die Prinzen begaben fich gestern Mittag 1 Uhr 20 Miu. per Sonderzug nach MouliuS. Dort stieg der Kaiser zu Pferde, während die Kaiserin und die Prinzen Hof-Equtpagen bestiegen. Die allerhöchsten Herrschaften unternahmen sodann einen Besuch der westlichen Schlachtfelder. Die Rückfahrt erfolgte von Amauwetler mit der Eisenbahn. Heute Morgen 7 Uhr 45 Mtn. ist das Kaiserpaar nach Straßburg abgeretst, wo die Ankunft um 10 Uhr 15 Min. erfolgt. Dort begiebt fich das Katserpaar nach dem Palais des Statthalters. Auf dem Wege dorthin bilden Truppen Spalter. Straßb«rg, 15. Mat. Das Kaiserpaar traf um 10Vi Uhr ein und wurde am Bahnhofe vom Statthalter Fürsten Hohenlohe-Langenburg und andern Persönlichkeiten empfangen. Die Truppentheile bildeten vom Bahnhöfe bis zum Statthalter-Palais Spalter, ebenso eine coloffale Menschenmenge, welche tn lebhafte Hochrufe ausbrach, als das Katserpaar die Straßen pasfirte. Dem Wagen der Kaiserin folgte derjenige mit dem Kaiser, derselbe wurde von einer EScadron Husaren begleitet. Nachdem das Kaiserpaar im Statthalter-PalaiS das Frühstück eingenommen hatte, erfolgte um 11^ Uhr die Abreise nach Wiesbaden. Wiesbaden, 15. Mai. DaS Kaiserpaar ist mittelst Sonderzuges Punkt 4 Uhr auf dem htefigen TaunuS-Bahn- Hofe eingetroffen. Zum Empfange hatten sich etngefundeu: Die hier zur Kur weilende Erbgroßherzogin von Mecklenburg- Strehlitz, die Prinzessin von Schaumburg-Lippe, der Vorstand des Hofstaates der Prinzessin Louise von Preußen, der Chef des Marine-CabinetS, Frhr. v. Senden-Btbran, Graf Mirbach, Polizei-Präsident Prinz Ratibor und Intendant Kammerherr v. Hülsen. Der Kaiser trug Generals-Interims-Uniform mit dem Helme der Garde-Kürassiere, die Kaiserin eine schwarz- seidene Robe. Die Begrüßung der zum Empfang erschienene« Personen war äußerst herzlich. Die Majestäten fuhren üi zweispänntger Hof-Equipage zum königlichen Schloß, von der zahlreichen Menschenmenge jubelnd begrüßt. Die Grüße wurden aufs Freundlichste erwidert. Um 5 Uhr nahm das Kaiserpaar mit Gefolge beim Oberhofmarschall z. D. v.Ltebenau das Diner ein. Abends wird der Kaiser der Generalprobe der Lauff'schen Premiäre ,Der Burggraf" beiwohnen. Bastei«, 15. Mai. An die hiesige Kurlettung ist die Weisung ergangen, daß Fürst Bismarck tu diesem Jahre zum Kurgebrauche hier eiutreffen wird. Dreux, 15. Mai. Heute Mittag wurde unter große« Andrang des Publikums die Herzogin von Alen§on Inder Familiengruft beigesetzt. Die Herzogin von Orleans und der Fürst und die Fürstin Radztwtll waren anwesend. Der Fürst von Bulgarien war in Paris geblieben. Die Ordnung wurde vom Militär ohne Seitengewehr aufrecht erhalten. Wolff« telegraphisches rorresponvenz-Bmeaa. Wiesbaden, 16. Mai. Seine Majestät der Kaiser wohnte der gestrigen Generalprobe zum „Burggrafen" im Hoftheater bis gegen 11 Uhr Abends bet und kehrte sodann in da« königliche Schloß zurück. Die theilweise nach Zeichnungen Sr. Majestät angefertigten prachtvollen Sceuertev, sowie die farbenreichen mittelalterlichen Trachten des Drama» bieten herrliche Bühnenbilder dar. Wiesbaden, 16. Mat. Ihre Majestät dte Katseri« erschien heute Nachmittag um 2 Uhr bet dem Kinderfeste, da» im Garte« der Freiherrlich v. Kvoop'scheu Billa zum Besten der Augusta - Victoria - Stiftung Veranstalter wurde. Ihn Majestät wurde beim Eintritt in den Garten jubelnd begrüßt und unter Ueberretchuug eines prächtigen Rosenstraußes mit einer poetischen Ansprache empfaugeu. Ehalons-sur-Marne, 16. Mat. In den Weingärten der Champagne wurde durch Frostwetter großer Schaden au- gerichtet. Trapani, 16. Mai. Gestern Nachmittag 3 Uhr wurde hier ein Erdbeben verspürt. Palermo, 16. Mai. Gestern Nachmittag 2 Uhr 44 Mirr. ereignete sich hier ein heftiger Erdstoß. Dte Erschütterung währte 10 Secundeu, es folgte sodann noch ein Stoß, der aber schwächer war. Petersburg, 16. Mat. Eine Anzahl der infolge der Entgleisung deS Militärzuges bet Dorpat schwer verletzten Personen ist ihren Wunden erlegen. Man zählt daher jetzt 56 Soldaten und 2 Schaffner tobt, 43 Soldaten und 1 Schaffner schwer verwundet, 3 Offiziere und 37 Soldaten leicht verwundet. Die Katastrophe ereignete fich infolge eines furchtbaren Wolkenbruches, der den Bahndam« überschwemmt und beschädigt hatte. 25 Minuten vorher hatte ein Postzug dte Stelle anstandslos pasfirt. Depeschen deS Bureau „Herold.' Berlin, 16. Mai. Am nächsten Donnerstag finden hier eine Anzahl soctalisttscher Versammlungen als Protest gegen das neue VeretnSgesetz statt. Auch für dte Umgebung Berlins find Versammlungen seitens der Social- demokraten geplant. Wiesbaden, 16. Mai. Der Kaiser hatte bet der gestrigen Generalprobe der Lauff'schen Premiere „Der Burggraf", welcher er im königlichen Hoftheater beiwohnte, in der Mitte deS Parkets Platz genommen und unterhielt fich tn den Pausen aufs Lebhafteste mit dem Verfaffer und de« Intendanten v. Hülsen. Die Generalprobe währte von 6 bis ®/lll Uhr. Dte Kaiserin verblieb während dieser Zeit im königlichen Schlöffe. Nach der Generalprobe fand im königlichen Schlöffe ein Bierabend in kleinem Kreise statt. Die städttschen Gebäude, das Kurhaus, sowie viele Privat- Häuser hatten gestern Abend festlich illuminirt. Heute Vormittag 10 Uhr wohnte das Katserpaar dem Gottesdienste in der Marktkirche bet. Nach Beendigung desselben, um HVe Uhr, stattete das Kaiserpaar der Prinzessin Louise von Preußen, der Erbgroßherzogin von MecklenburgStrelitz und der Prinzessin Elisabeth von Schaumburg-Lippe Besuche ab. Um 12 Uhr fand im königlichen Schlöffe Frühstückstafel statt, zu welcher u. a. auch der Dresdener Hoftheater-Jmendaut, Graf Sebach, geladen war. Um halb 4 Uhr trifft das hessische GroßherzogS-Paar per Wagen von Mainz aus ein und wird an dem um halb 6 Uhr im königlichen Schlöffe stattfindenden Diner theilnehmeo, sowie vorauSfichtlich auch der Erst-Aufführung bei „Burggrafen" beiwohueu. Paris, 16. Mai. Die gesammte Subscript ion bei „Figaro" beträgt 1,218,015 Frei, und wirb folgendermaßen vertheili: 1,078,435 Franc» für WohlthLtigkeitl Vereine, 84,887 FrcS. für bie Retter, 41,006 für die Familie Julian und 13,687 für die Familie Davib. Die Tubscription bei ,,Rappel" für bie Retter beträgt 14,980 Frcl. Pari!, 17. Mai. Mabame und Mademoiselle Belaume find gestern ihren bei der Branbkatastrophe erlittenen Wunde» erlegen. Pari!, 17. Mat. Der Erzbischof von Paris legte in allen katholischen Kirchen eine Subfcriptionlliste -um Ankauf bei Platzei ber Brand-Katastrophe auf. Paris, 17. Mat. Die offtctelle Zahl ber bei bem Untergang bei französischen Dampferi „Batllant" umgekommenen Fischer beträgt 62, nur acht find gerettet. Paris, 17. Mat. AuS türkisch officteller Quelle wirb gemeldet, baß die Division Oiman Pascha den Griechen vor Arta eine Niederlage betgebracht hat. Kvnßa»ti»ope1, 17. Mai. Die Pforte erklärt in der gestern den Botschaftern überreichten Antwortnote, nicht eher in eine Einstellung ber Feindseligkeiten zu willigen, dti ber Waffensttllstanb in regulärer Weise auf ber Basil j ber von ber Türkei aufgestellten Frtebenlbebtngungen adge- | Woffen fei, welche in ber Herstellung ber früheren Grenzen, einer Entfchäbigung von 270 Millionen Francs, ber Revision aller Verträge unb in ber Auslieferung aller Verbrecher bestehen. Cfrceks w*b prootwjktU#. Gieße», ben 17. Mai. • * Zweite Kammer bet Landftande. Die auf ben 18. b. M. festgesetzte Sitzung ber Kammer finbet auf Wunsch der Herren ReichStaglabgeorbneten, welche zu einer wichtigen Sitzung an diesem Tag in Berlin fein müssen, nicht statt. • • Parlamentarisches. Folgende Anträge find beider Zweiten Kammer der Stände eingegangen: 1. Des Abg. del Inhalts, Großh. Regierung zu ersuchen, dahingehende Bestimmungen zu treffen, daß auch in solchen un- suchten Orten, in welchen sich Thterärzte befinden, durch die Großherzogltchen Bürgermeister ober Ortlviehbeschauer Ursprunglzeugntste ertheilt werden können, und daß diese Ursprungszeuguisie auch zum Austrieb aus den Btehmärkten Güiltigkeit haben — insofern es sich um Landwtrthe handelt, welche ihre eigenen Thtere verkaufen wollen, nicht um Händler — ohne daß jedes einzelne Thier nochmals gegen Zahlung von Gebühren durch den Thierarzt befichtigt wird. 2. Der Abg. Erk und Genossen, die Großh. Regierung zu er» 'uchen, die Subvention der Bienenzüchtervereine bei Groß- herzogthums aus jährlich 2000 Mk. zu erhöhen. 3. Der Abgg. Pitthan und Genossen, bie Kammer wolle Großh. Regierung ersuchen, dem Lanbtag eine Vorlage, ben Bau »tner «ahn von Wendellheim über Stetv-Bockenheim, Wonl- beim unb Sieserlheim nach Wöllstein betreffend thunlichst bald -»gehen laffen. 4. Der Abgg. Ulrich unb Genossen, bie Kammer wolle beschließe», bie Großh. Regierung zu er- suchen, den Ständen eine Vorlage aus Beseitigung der Polizei- stunde zu machen oder dieselbe eventl. auf dem Berordnungl- wege aufzuheben. 5. Des Abg. Köhler, die Holzbezugs- berechttgung der Gemeinde Gleimenhain aus dem dortigen Großherzogltchen Domaoial-Wald und die Verwaltung ber Großherzogltchen Domantal-Wälder überhaupt betreffend 6. Der Abgg. Köhler unb Bähr, ben Verkehr von Mtt- gltedern bei Reichstages in ben Wanbelgängen und Geschäfts- zimmern ber Zweiten Kammer betreffend 7) Ein Antrag bei Abg. Köhler, ber bie genossenschaftliche Organisation bei Bauernstanbes int Großherzogthum Hessen zum Gegenstand hat. * * Ehrenmitglied. Die belgische Soci6t6 de m^decine mentale in Brüssel wählte den Professor der Psychiatrie in G^ben, vr. R. Sommer, zum Ehrenmitglied. In den betreffenden Fachkreisen Belgiens wird zur Zeit die Frage des psychiatrischen Unterrichte! ber Aerzte erörtert. Die leiben Prüfung!. Concerte ber Musikschule bei Fraulein Minna Körner sind am vergangenen Samltag unb Sonntag in schönster Weise verlaufen. Am ersten Tage zeigten die Anfänger ihr Können, am zweiten bie Fortgeschritteneren unb bie auf höherer Stufe sich bereit! Befindlichen. El war eine Freude zu hören, mit welchem Eifer Groß und Klein ihre gestellte» Aufgaben absolvirten, die strenge Schule, in der die Lehrerin selbst gebildet, hatte sich in glücklichster Weise aus die Zöglinge übertragen. Niemals wurde ber Hörer durch Flüchtigkeiten oder Unacht- lamkeit gestört, dal, was geboten wurde, war eben fertig unb nicht nur von ben Fingern, sondern auch von dem Geist de! Schülers erfaßt worden. Ueberrascht waren wir, daß alle Aufgaben auswendig gelöst wurden und zwar von Alle» ausnahmslos, da! ist ein Erziehungsresultat, auf welche! Frl. Körner mit besonderem Stolz blicken kann und ein Beweis für die Vorzüglichkeit ihrer Lehrmethode. Hinzuzufügen haben wir noch, baß bie Klavier-Soli angenehm durch andere Vorträge unterbrochen wurden, bei denen eine junge Sängerin sehr beachtenlwerthe Leistungen bot unb einige kleine Instrumentalisten sehr brav ihren Part ausführten. * • Fußball-Sport. Zahlreich hatten fich gestern auf dem Trieb die Zuschauer eingefunben, nm bem Fußball-Match Marburg gegen Gießen beizuwohnen. Die Mannschaft der Marburger freien studentischen Spielvereiaigung hielt fich ganz vorzüglich. Die Gießener Mannschaft, welche sich gegen bo« vergangene Jahr sehr gemacht, wehrte mit Bravour ben Angriff der Gegner ab, so daß e! ihr gelang, das Feld zu behaupten und der Match resultatloS verlief, obgleich die übliche Spielzeit um 15 Minuten verlängert wurde. • • 25 Jahr zur Mielhe. Der Werkmeister Ludwig Haubach wohnt fett 25 Jahren im Hause Wetzsteinstraße 25 | zur Miethe. Seit 22 Jahren ist ber Braueretbesitzer Förtsch Elgenthümer bei Hauses. So sehr fich ber Mtether gegen einen Auszug au» den ihm lieb geworbenen Räumen bisher wehrte, jetzt nach einem Vierteljahrhunbert muß er doch an einen Umzug benfen, weil seine Arbeitgeber eine Wohnung für ihn im Fabrikgebäude Herrichten ließen. • * Unfall Gestern Paffirte aus der Rennbahn ein I Unfall. Eia achtjähriger Knabe versuchte die Bahn zu I queren, obgleich er sah, baß mehrere Rennfahrer biese benutzten. Der Vorwitzige würbe umgefahren und im Gesicht I verletzt, aber auch der Fahrer kam zu Fall und verletzte fich | die Hand. • • Ans der Internationale» H»nde.«»sfteü»»g in Frank- I fnrt a. 8L erhielt Herr Metzzermeister Fritz Schreiner hier für seine deutsche kurzhaarige Vorstehhündtn „Betty" I den zweiten und dritten Preis. Ein brahthaariger Foxterrier I des Herrn stud. vet Reis- Gießen bekam einen zweiten Preis. • • Znr Warnung. Wir erhielte» folgenbe Zuschrift: Am gestrigen Sonntag-Abenb wurden auf der Heimfahrt von Ltch nach Gießen zwei Wagen, welche in der friedlichsten »»d ruhigsten Weise ben Ort Steinbach pasfirten, von Bewohnern'genannten Ortes ohne irgenb welche Veranlassung mit Steinen bombarbirt. Glücklicherweise verlief bie Attacke ohne nachtheilige Folgen für die Betheiligten, was nicht der Ungeschicklichkeit der Steinwerfer zu danken ist, sondern einzig und allein dem Umstand, daß der zuletzt fahrende Wagen Decke und Jalousien hatte, welche die Wurfgeschosse auf- fingen. Nicht unerwähnt möge bleiben, daß der Polizei- diener des Ortes dem Vorfall zusah, ohne bem Unfug zu steuern. Man sollte boch meinen, baß in unserem aufgeklärten Zeitalter berartige Vorfälle fich nicht mehr ereignen könnten ober doch Mittel unb Wege gefunben werden könnten, um einem solchen Gebühren zu steuern. Anzeige bei ber zuständigen Behörde wird nicht unterlassen werben. • • Verkehr,nattz. Der 9 Uhr 14 Min. AbenbS in Gießen abgehenbe v-Zug 74 soll versuchsweise vom 26. Mai ab um 9 Uhr 50 Min. auch in Friedberg anhalten. Bisher hielt er nur in Bad-Rauheim. * • Platzkarte» in v-ZLgen für Bayer». Nun hat fich das Ministerium für Verkehr in Bayern doch entschlossen, facultative und obligatorische Platzkarten in den Schnellzügen (gewöhnlichen und V-Zügen) etnznführen. ES ist dies ein Act besonderen Entgegenkommens des Ministers v. Erailshetm gegen ben preußischen Etsenbahnmlnister to. Thielen, der seinen bayerischen Collegen besonders ersucht hatte, eS möge in dieser für die preußischen StaatSbahurn wichtigen Sache endlich größeres Entgegenkommen gezeigt werden. Dies geschieht jetzt, indem ab 1. Juli für ben Innerbayerischen Verkehr facultative Platzkarten eingeführt und auf vorherige Anmeldung den Passagieren die von ihnen gewüllschten Plätze gegen Zahlung einer ZufchlagSgebühr reservirt werden. Für die durchgehenden Schnellzüge (V-Züge), die Anschluß au die preußischen Bahnen haben, wird die Lösung von Platzkarten auch für die bayerische Srrecke obli- gatorisch. In gleicher Weise werden die sächfischen Staats- bahnen Vorgehen. In Bayern kommen für obligatorische Platzkarten die Schnellzüge nach unb von Berlin Über Regensburg- Hof und Rümberg-Probstzella in Betracht. Schülerkarte» für Erwachsene. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat genehmigt, daß im ganzen Bereiche der preußischen Staatsbahnen auch solchen Besuchern von Gewerbe-, FortbilduvgS- unb Fachschulen, bie bereits In vorgerücktem Alter stehen oder sich ihren Lebensunterhalt selbstständig erwerben, Schülerkarten verabfslgt werden können, wenn die sonst für die Ausführung von dergleichen Fahrten gelten- den tariflichen Bedingungen erfüllt find. Auf nach Bidinge»! Der bereit! mttgetheilte, namentlich von den älteren Herren, welche da! Gymnasium in Büdingen besucht haben, mit Freuden begrüßte und seit 25 Jahren gehegte Plan, in 1897 — Ablauf von 75 Jahren feit Erhebung dieser Lehranstalt zum Staatsgymnafium — ein zwanglose! Zusammenkommen zu veranstalten, soll nun In der Pfingftwoche am 10. und 11. Juni zur Aul- führung kommen, welche Tage auf vielseitig geäußerten Wunsch (Geistliche) unb wegen bei Bübingener Schützenfestes am 8. und 9. Juni gewählt werden mußten. Es handelt sich dabei nicht um eine eigentliche Schulfeier, wie sie im Jahre 1872 festlich begangen wurde, sondern vor Allem um ein Zusammensein mit alten und jungen Kameraden in dem lieben Büdingen, welche! längere oder kürzere Zeit ihnen eine Heimstätte gewesen ist, inmitten hoher Gönner, treuer Freunde und der werthen Bürger ber Stadt, die bereit ftnb, die Gäste (auch Damen) herzlich zu empfangen. El wird für Diele ein frohe! Wiedersehen sein im lieblichen Thal, im sonnigen Glanze, auf Bergeihöhen, im Waldesgrün, unb alte Bekannte werden in gemüthllcher Welse bie Tage verleben. Vorgesehen find ein festlicher Zug durch die Stadt, Festessen, Spaziergänge über den Wilden Stein in» Jägerthal 2c., nach der Schützenhalle auf dem Hammer, sowie in den Thiergarten, gesellige Zusammenkunft im Rathhaussaal mit Freunden und Freundinnen der Stadt u. s. w., worüber ein Programm noch aufgestellt werden wird, welches am 1., 2. ober 3. Juni in der „Darmstädter Zeitung" steht. Wir laden nun alle ehemaligen Angehörigen des Büdinger Gymnasiums zur Betheiligung an der Feier ein und bitten dieselben, bis spätestens zum 1. Juni durch Postkarten an die Adresse der Herren A. Baist, Offenbach a. M., Löwenstraße 2 ober „Schatzmeister" Münch, Apotheker, Nidda (Oberhessen), ihre deSfallfige Absicht nebst Angabe ihre! Schul- jahrgang! zu erkennen zu geben. Dies ist wegen des sehr zahlreichen Besuche! nothwendig, damit da! Wohnungscomits für etwa gewünschte Logi! sorgen kann und für Speise und Trank auf den Spaziergängen Vorkehrungen getroffen werden. Auf Wunsch wird Wagen besorgt. Die Sckützrngesellschaft ist sehr erfreut, daß einige frühere Gymnasiasten an dem Schützenfest theilnehmen wollen. Die ia letzter Zett täglich einlaufenden Anfragen hiermit beantwortend mit sreunblicher Begrüßung unb ber Hoffnung auf frohe! Wiedersehen! Warnung vor Gelddarleiher» in Lmtbo». Eine Firmer W. Gunther u. Eo. in London WC., 10 Featherstone Bmldiogs, Holborn, versendet nach Deutschland gebrückte Prospecte in deutscher Sprache, wonach sie „große, zu ihrer Verfügung stehende Kapitalien" an Personen, die fich in Geldverlegenheit befinden, gegen einfache Unterschrift und I 6 pEt- Ztose» bei vorheriger (Stnfenbimg einer Provision oon 2 Mk. anlzuleihen sucht. Form und Inhalt bei Pro- spectS, in dem fich zahlreiche Sprach- und Schreibfehler finbeu, lassen keinen Zweifel barüber bestehe», baß es lediglich daraus abgesehen ist, leichtgläubige Personen um die Proviflon von 2 Mk. zu schädige». Da fich immer wieder Leute finden, die sich durch solche handgreiflichen Betrügereien bethören lassen, so kann vor Anerbietungen dieser Art nicht dringend genug gewarnt werden. M 3" ®*etift verstorbene Hesse». In Wheeling, W. Da. l A« 5. April Satharina Schnell, 74 I., aus Hessen-Darm- stabt. In PittSburg, Pa.: Am 4. April Peter Lohnes- 52 I., aus König- Heinrich Rahn, 61 I., aus Hessen, Darmstadt. In Black Hawk Lounth, WtS.: Carolina Peter, 93 I., aus Sellnrod. In Baltimore, Md.: Johann Heinrich Diehl, 68 I. aus Gedern. In Highlandtown: Heinrich Frank, 71 I., aus Heffen-Darmstadt. In Brooklin, R.-B.: Ernestine Schäfer, 69 I., au! Grüniugeu. In St. Paul, Minn: Georg Seibert, 51 I., aul Kleinzimmern. Ja Johvltown, Pa.: Heinrich Troß, 84 I., au» Geiß- Nidda- Conrad Pro deck, 76 I., au» Heffen-Darmstadt. In Mc Ker»port, Pa.: Heinrich Ehrhardt, 33 I., au» Heffen-Darmstadt. In West Sand Lake, N.-y.. Johann Scheer, 85 I., aus Oberglenz. In Perry, Jll.: Martin Jacob Schaffnit, 79 I., au» Bern»burg. • • «» Wechselstempelfieuer gingen im Oberpostbirectioo». bezirk Darmstabt im April b.I. Mk. 14,025.30 (Mk.692.20 mehr als im April v. I.) ein. * * Wetterbericht. Das barometrische Maximum hat von Norben her an Intensität gewonnen unb erstreckt fich heute von seinem Kerne über Skandinavien ein breiter Rücke» hohen Druckes südwärts über die britischen Inseln unb über Frank- reich bis zum Biskaya-See. Im Südosten hat ficy aber die Haupt-Depression wieder Dertieft unb gleichzeitig bildete sich am Südabhange der Alpen ei» Theil-Minimum aus. In- folgebeffen ist das LuftbruckgefSlle von unserem Gebiete gegen Süden über die Alpen hin sehr beträchlich und ist das Wetter in Süddeutschland trüb unb kühl mit Regen unb Schnee- fällen. — Voraussichtliche Witterung: Meist unbe- ständiges Wetter. E. Echzell, 14. Mai. Fünfzig Jahre find verstriche», seit der hiesige ältere Gesangverein „Liedertafel" seine Fahne erhielt. Das ehrwürdige SäNgerpanier hat unter- dessen manchen Sturm erlebt und ist kaum noch transportabel. Darum hat liniere wackere Sängerschaar beschlossen, eine neue Fahne zu beschaffen und setzte zu diesem Zwecke eine Sammelliste in Umlauf. Binnen kurzer Zeit brachten unsere opferwilligen Mitbürger die ansehnliche Summe von 300 Mk. zusammen. Die „Liedertafel" hatte 150 Mk. nach unb nach gesammelt, so baß ein prächtiges neues Panier bestellt »erben konnte, dessen Weihe am Sonntag nach Pfingsten mit bet Feier des goldenen BereinSjublläumS vorgenommen werden soll. Etliche fünfzig Einladungen find an die Sängerverbänbe und -Vereine ergangen und einige dreißig Zusagen liefen bereits ein. Weitere werden erwartet. Eine besondere Ehrung ist für diejenigen Mitglieder vorgesehen, die 6er fünfzig Jahren bei Einweihung der ersten Fahne mitfangeo. Nidda, 12. Mai. Eine wunderbare Bewahrung bei einem Sturze aus beträchtlicher Höhe erfuhr hier ein elfjähriger Knabe. Er lehnte auf der Brüstung eines Mansardenfenster» im dritten Stock, al» dieselbe wich. Der Knabe stürzte hinab, überschlug sich in ber Luft unb kam, an einem halboffenen Fenfterlaben unb einem Schellenzuge vorüberfallenb und zwischen an Pfähle gebundenen Rosen- stöcken hindurchfallend, in einen Kasten mit Blumenpflanzen zu fitzen, dessen Rückleifte er durchschlug. Außer einigen Quetschungen am unteren Rücken, die schon am zweiten Tage schmerzlos wurden, trug der Knabe weder eine Verletzung noch eine Erschütterung davon. Die Höhe, von ber er herab- gestürzt, beträgt 9,5 Meter. 4~ Nidda, 16. Mai. Gestern Abend wurde von einem Anhänger der Stolze'schen Schule au» Gießen ein Unter- richtScursuS dahier begonnen, zu welchem fich eine Anzahl junger Leute von hier al» Schüler eingefunben haben. Der Unterricht erfolgt gratis. H. Ans ben Horloffthale. 16. Mai. Mehrere Fuhrleute brachten allerlei Ladung nach Friedberg. Der eine stürzte von feinem Wagen unb da» Rad ging über beide Oberschenkel. Entsetzt schrieen die anderen Fuhrleute ben Pferden des Gestürzten Oha! Oha! zu und augenblicklich standen die Thtere still. Aber das Rad blieb gerade über dem Beine de! Gestürzten stehen. Vorfichtig fuhren die Fuhrleute den Wagen einen Schritt weiter, hoben ben Ueberfahrenen auf und brachten ihn zum nächsten Arzte nach R. Der lieber- fahret» hatte große Schmerzen unb er, sowie seine Begleiter glaubten, bie Knochen müßten kurzkrümmelklein gefahren sein. Der Arzt untersuchte ben Abgestürzten unb erklärte schließlich : efl ist nicht» caput k Nur eine Quetschung und Schürfung hat stattgefunden, das wirb aber bald wieder heilen. Der verletzte und die Begleiter waren hoch erfreut unb außerordentlich erstaunt und glaubten kaum, baß e» so gut abgegangen fein könnte, weil da» Wagenrad noch auf bem Beine stand. „O!" sprach ber erfahrene Arzt, „da» bout all naut! ES geht nicht» über gesunde Wetterauer Knochen." * Frankfurt a. M, 14. Mai. Die beiden Küfergeselle» Schulz und Zitzmann, welche in ber Osternacht in betrunkenem Zustande dem Denkmal Karl» de» Großen auf der alten Sachsenhäuser Brücke die rechte Hand mit den Reich»- schwerte abschlugen, stauben heute vor ber Strafkammer und wurde« wegen roher Sachbeschädigung jeder zu eine« Jahr vefLngniß verurthetlt. • Berlin, 16. Mat. Eine für kaufmännische Kreise in- tereffante Klage wegen unlauteren Wettbewerbs Hst kürzlich das hiesige Schöffengericht beschäftigt. Der Fabri- kant künstlicher Blumen, Blairon, hatte gegen den Kaufmann Jausou in Firma Hamburger Engro-Lager A. Jandorf u. Lo. Klage angestrengt wegen folgenden ThatbestandS: Der Angeklagte hatte in den Schaufenstern feines Geschäfts fast einen Monat hindurch Placate angebracht, auf welchen mit großen Buchstaben augezeigt war, daß ein Dutzend Veilchen 1 Pfennig koste. Nun kostet die Herstellung künstlicher Veilchen schon 2 Pfg. pro Dutzend, Jandorf selbst hat für die Veilchen seinen Lieferanten auch diesen Preis bezahlen müssen. Der Angeklagte behauptete nun zwar mit Recht, daß ihm Niemand verwehren könne, seine Waare zur Hälfte des Einkaufspreises zu verkaufen- der Prtvatkläger behauptete aber, daß der Angeklagte in diesem Falle gar nicht die Absicht hatte, wirklich zu diesem Preise zu verkaufen, sondern die billige PretSavkündigung nur als Mittel benutzen wollte, um Säufer für andere Sachen anzulocken. Der billige Preis der Veilchen zog denn auch viele Kauflustige heran. Der Angeklagte soll nun aber höchstens 12 Dutzend, d. h. ein Gros zu dem angezeigten Preise von 12 Psg. verkauft haben- verlangte dagegen Jemand 15 Dtzd., so wurde die Waare nicht zu dem angezeigten Preise, sondern zu dem Preise von 25 Pfg. abgelassen. Ebenso sollen Leute, die Vormittags 1 Gros für 12 Pfg. gekauft hatten, zurückgewiesen worden sein, wenn sie am Nachmittage wieder ein GroS für denselben Preis verlangten. In diesem Verfahren liege ein Verstoß gegen § 4 des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes. Der Angeklagte habe in der Absicht, den Anschein eines besonder- günstigen Angebot- Hervorzurusen, in Mittheilungen, welche für einen größeren Kreis von Personen bestimmt find, bezw. fn einer öffentlichen Bekanntmachung über die Preis- bemeffuug von Maaren wissentlich unwahre und zur Irreführung geeignete Angaben thatsächlicher Art gemacht. Wenn ein Kaufmann im Schaufenster Preise für Maaren ankündige, so gelte eS als selbstverständlich, daß er jede- verlangte Quantum zu diesem Preise verkaufe. In der Verhandlung wurde au-geführt, daß durch da- Verfahren des Beschuldigten der ganze Zweig der Fabrikation künstlicher Blumen schwer geschädigt worden sei. Sowohl die EngroS-, wie die Detail- Kunden wollten die üblichen Preise nicht mehr bewilligen, und infolge der Preisankündigung des Angeklagten hätten auch andere große Waarenhäuser den Preis für künstliche Veilchen auf 12 Pfg. pro GroS ermäßigen müssen. Diese hätten aber im Gegensatz zu dem Beschuldigten wirklich jedes gewünschte Quantum zu diesem Preise verkauft. Auf Grund der Beweisaufnahme und deS Gutachtens des gerichtlichen Sachverständigen, Blumenfabrikaut F. LouiS, welcher bekundete, daß der dem reellen Blumenverkäufer zugefügte Schaden ein sehr bedeutender ist, und der Prtvatkläger zu den am meisten Geschädigten gehört, erachtete der Gerichtshof den Beschuldigten des Vergehens gegen § 4 des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs schuldig und der- urtheilte ihn zu einer Geldstrafe von 100 Mk. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Corl LooS und I. M. Schulhof. Bremen,', 15 Mai. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Prinz-Regent Luitpold, Capitän H. Walter, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyor- angekommen. Bremen, 15. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Aachen, Capitän H. HaShagen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Baltimore »«gekommen. Unterhaltungen in Bad-Nauheim. Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7 7, bis 8 Vs Uhr an dem Kurbrunnen, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr auf der Terrasse, bei weniger als 10° R. Wärme im großen Spetsesaale des Kurhauses. DienStag den 18. Mat, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Mittwoch den 19. Mat, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Ein Rabenvater. Donnerstag den 20. Mat: Wie Dienstag. (Solistenconcert.) Freitag den 21. Mai, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kuicapelle. Der Stabstrompeter. Samstag den 22. Mat, Nachmittags von 3 bis 6 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Die Anna-Liese. Vorläufige Anzeige: Sonntag den 22. Mat, Nachmittags von 47, bis 7 und von 8 bis 87, Uhr: Doppelconcert des 60 Mann starken Männergesangvereins Germania aus Griesheim a. M und der Kurcapelle. -pichln Str «nüchta Fratftrter LtNtttzrrtn. Opernhaus. Dienstag den 18. Mat: Der Ring des Nibelungen. Zweiter Tag: Siegfried. Mittwoch den 19. Mai geschlossen. Donnerstag den 20. Mai: Der Ring deS Nibelungen. Dritter Tag: Götterdämmerung. Freitag den 21. Mai: Die Königskinder. Samstag den 22. Mat: Tristan und Isolde. Sonntag den 23. Mai: Nachtlager. Bajazzo. Montaa den 24. Mat geschlossen. Dienstag den 25. Mai. Die lustigen Weiber. Mittwoch den 26. Mai: Die Meistersinger. Schauspiel-«»-. DienStag den 18. Mai: Madame Mongodin. Mittwoch den 19. Mai: Bocksprünge. Donnerstag den 20. Mai: Di« ver- ssunkene Glocke. Frettag den 21. Mai: Die offtctelle Frau. SamStag den 22. Mai: Der Raub der Sabinertnnen. Sonntag dm 23.Mai: Der Raub der Sabinertnnen. Montag dm 24. Mai: Madame Mongodtn. Brodpreise vom 16. Mai bis 30. Mai 1897. Der hiesige« Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......27 Pfg. 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......54 , 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot»......25 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot»......50 , 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot»......23 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod.....46 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......69 , Der auswärtigen Bäcker. 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot» bet L. Schmidt, Gr. Linden 42 „ L. Steinmauer, Gr.-Lindm 42 „ W. Stetnmüller v. L.-GönS, 42 „ G. Jacoby v. Altm-Buseck 44 Ps W. Weitzel von Lang-GönS 46 „ Aug. Deibel von Wieseck 50 „ Wtlh. Fabel von Wieseck 50 „ 2 Kg. f4 Psd.) Schwarzbrod bet L. Schmidt, Gr.-Lindm 40 „ L. Steinmaller, Gr.-Lindm 40 „ Joh. Kd. Belte o. Kirch-GönS 40 „ W. Weitzel von Lang-Göns 42 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Ernst Christ von Wieseck 66 „ W. Fabel von Wieseck 66 , Der Brodverkänfer. Dieselben Preise wie bei dm hiesigen Bäckern. Gießen, den 15. Mai 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Verkehr, fxmfc* tmfc Vokk»wi^thschaft Gründers, 15. Mai. Fruchtpretfe. Weizen X\ 16.00, Korn X 13,76, Gerste X 14,00, Hafer X 13,52, Erbsm X 19,00, Linsen X 66,00, Wicken X 00,00, Lein X 00.00, Kartoffeln X 5,72, Samen X 00,00, Fonlard-Seide 95 Pf- chinesische rc. in den neuestm DesstnS u.Farbm, sowie schwarze, weiße imb farbige Henneberg Seid« von 60 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. - glatt, gestreift, karrtrt, gee mustert, Damaste rc. (ca. 240 verfch. Qual, und 2000 versch. Farbm, Dessins rc.). Porto- und steuerfrei Ins Haus. Muster umgehend. Durchschnitt!. Lager: ca. 2 MIL Meter. 16 Seiden-Fabriken G. Henneberg (k. k. Ho«.), Zürich. Kölnische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft. Grundkapital (Voll begeben) 9,000,000 Mark Baar-Einzahlung..... 1,800,000 Mark Augefammelte Reserven . . 1,922,892 Mark Einnahme an Prämien, Kosten n. Zinsen im Jahre 1896 1,884,557 Mark Wirksamkeit der Gesellschaft seit 1854: Gesammt Versicherungs-Summe 5,821,806,861 Mark Gesammt-Entschädiguugs Summe 41,077,119 Mark Oesammtzahl der abgeschl. Policen 786,742 Stück Gesammtzahl der vergüteten Schäden 88,078 Stück Die Gesellschaft versichert Boden-Erzeugnisse aller Art, sowie Glasscheiben gegen Hagelschaden zu billigen, fesie« Prämien, wobei Nachschußzahlungen ««bedingt ausOeschwsie« sind. Sie garantirt bet loyaler Regulirung der Schäden und schleunigster Auszahlung der Entschädigungsgelder ihren Versicherten vollm Schadenersatz und zwar unter Gewährung aller mit einem soliden Geschäfts-Betriebe zu vereinbarenden Erletchterungm und Vortheile. Bei Heineren Versicherungen werden Policekosten Nicht berechnet Die Kölnische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft wirkt ununterbrochen seit 43 Jahren; ihre Wirksamkeit ist in landwirthschastlichen Kreisen überall vortheilhaft bekannt und ihre Einrichtungen erfreuen sich ungetheilten Beifalls. Zur wefterm Auskunft und zur Aufnahme von Versicherungs-Anträgen find die unterzeichneten Agenten gern Bereit H Mischer in Gießen, W. Trapp in Friedberg, ch. Weimer in Alsfeld, ©. Leiderer in Alsfeld, ch. «0001t in Altenstadt, I Stet« in Bobenhausen II., W. Baiser in Büdingen, <♦ Bolz in Burggräfenrode, E. Spiro in Butzbach, B. chäeeser in Garbenteich, I. Schneidemüller in Gießen, I. ». «ißseller in Groß-Felda, ch. Linker in Grünberg, ch. Schmalbach in Hartmannshain, Gebr. Lamm in Homberg a. Ohm, 3» Ph. Schröder in Hungen, ft. ftit in Kloppenheim, O. Steller in Laubach, A. Stöpler in Lauterbach, I. Schneider in Lich. «. Reuning II. in Nidda, I. ». Staudt in Rieder-Wöllstadt, «. Nicolai in Ockstadt, Lh. Dieri«0 IH. in Rainrod, Kreis Alsfeld, #. ft. Ohly in Reichelsheim i W , A. Guntram U. in Schlitz. W. Wolfschmidt in Schotten, O. Billi0mau« in Stockheim, I. Adler in Storndorf, L. Waldbau« in Wohnbach. 4899 jBehödlicheAnzeigen| Aufgebot. Für die Ehefrau des Johannes Schneider, Anna Katharina geborene Peter von Mainzlar, geboren am 28. März 1807, als Tochter der Johannes Peter und der Katharina geborene Strack, lange Jahre unbekannt wo, abwesend, wird bei dem unterzeichneten Amtsgericht eine jetzt 147,77 Mk. betragende Sparkasseneinlage curatorisch verwaltet. Auf Antrag des Wilhelm Damm I. von Reiskirchen werden diese oder etwaige Leibeserben derselben, sowie alle sonstigen Personen, die Ansprüche an das fragliche Vermögen bllden zu können glauben, aufgefordert, sich bezw. ihre Ansprüche und Rechte spätestens im Aufgebotstermin, Montag, den 20. September 1897, Borm. 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden, widrigenfalls die Ehefrau des Johannes Schneider für todt erklärt und das fragliche Vermögen den gemeldeten und dem Gericht bekannten nächsten Erbberechtigten überwiesen werden wird. Gießen, den 12. Mai 1897. Großherzogliches Amtsgericht. Schmidt.4901 Mittwoch den 19. Mai l. A, Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale: SophaS, Commoden, Kleiderschränke, Waschconsole, 1 vollst. Bett, 1 Nähmaschine, 1 Schreibtisch, 1 Bücherregal, 1 Linoleumteppich, 1 !AuSzteh- ttich, 1 Derticow, eine Partie Stahlstiche und Oelbilder, 1 Hobelbank, verfch. Werkholz, eine Partie Wollgarn u. A. m. versteigert. 4900 Geißler, Gerichtsvollzieher. Empfehlungen. | BAD E M S. Hotel Stadt »ms, Lahnstraße 42. Vollst.Penfion incL Zimmer v Mk 3,50 an. Ruhige gesunde Lage. Bestens empfohlen. 4583 W. 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Alles Nähere beim Kassier Fr. Kühn, Seltersweg 36, zu erfahren.4897 [Vermischte Anzeigen. 4904] Eine Frau bat noch Tage frei im Waschen. Krofdorfersir. 9« TuchtMsendreher bei gutem Lohn für dauernde Arbeit gesucht. 4769 H. Schaffstaedt, _________Metallwaarenfabrik._______ Spengler auf Blecharbeit und auf Brenner und einige Jungen finden Arbeit bei 4795 Kauffmann & Co. Alicestraße und Schiffenbergerweg. Tüchtige Spengler bei dauernder Beschäftigung sofort gesucht. 4875 Fried. Habenicht. Brennerfabrtk, Wiesenstraße. Ein Schreinergeselle gesucht. 4912 S Müller, Dampffchreinerei. Möbel-Schreiner finden sofort dauernde Arbeit bet gutem Lohn und Umzugsvergütung. Favrik Stolzenberg, Salmünsier-Sode« 4837____________(Heffen-Naffau). 4821] ein Schreinergeselle und ein Lehrling sofort gesucht von Schreiner Schäfer, Wallthorstr. 53. I Hohenlohesche HafenFloek^i Ärztlich empfohlene, vorzüglichste Hafer-Nahrung, nur echt in gelben, plombirten racketen,— Niederlagen d. Plakate kenntlich. Giessener Concertverein Gredächtnisa-Feier für Johannes Brahms Statt jeder besonderen Anzeige Elise Schmidt, geb. Georg Um stille Theilnahme bittet Giessen, Die Beerdigung findet Dienstag den 18. d. M., Nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, Marktstrasse Nr. 1, aus statt. 4902 schweren Leiden' und Tante Heute Nachmittag 5^2 Uhr entschlief nach langem, im 68. Lebensjahre unsere liebe, gute Mutter, Grossmutter Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen Otto Schmidt. den 15. Mai 1897 ••••••••••••••••••••••••••••••••••••• • • • Wir beabsichtigen, den Alleinverkauf der patentirten hohlen • i sscksdMkm.iiilmiiniff i Sfür den Bezirk Gießen an eine prima Firma der Bau- G materialien-Branche ;u vergeben. Erforderlich Raum zur • 5 ständigen Unterhaltung eines Lagers. 5 • Meyer & Hellenthal, Köln. $ •••«•••••••••••••••••••••••••••••••es Mädchen können das Weißzeug • Nähen (Hand- u. Mafchineu-Naheu), sowie Znschueideu gründlich erlernen. 3662 Magdal. Räuber, ___________Neuenweg 36.________ Sofort gesucht: MLdchen für Alles, bas gut bürgerlich kochen kann. Anmeldung am 19. und 20 Mat Nachmittags 3 bis 4 Uhr bei Frau .Dr. Richter, Steins Garten. 4667 47681 Anständige» Laufmädchen zu alleinstehender Dame gesucht. Lvdwtgstr. 20, II 4914] Suche eine Stelle zur selbst- ständigen Führung der Haushaltung bei einzelnem Herrn oder Dame, auf 1. Juni, auch später. Wo? zu erfragen in der @rpeb. d. Bl. 4893] Eine ältere Person, welche einem bürgerlichen Haushalt vorftehen kann, sucht Stelle. Zu erfragen in der Expedition d. Bl. Verloren zw.Ostanl.-Südanlage eine Radfahrer-Gabel. Gest abzug. Exped-d Bl. Cafe Leib. Heute Montag Abend 8 bis 10 Uhr Erste Demonstration. 75 der brillantesten Experimente Vortrag von 4828 W. Finn. Morgen Dienstag: Letzter Vortrag. Sechstes Concert Mittwoch den 26. Mai 1897, Abende 6 ühr, im Festsaale (Wallthorstrasse) unter Leitung dee Grossh. Universität» - Musikdirectore Herrn Gustav Trautman«. Mitwirkende: Fräulein Emma Hiller, Kammersängerin aus Stuttgart (Sopran), Herr Adolf Müller aus Frankfurt (Baas), Acadeetecher Gesangverein und das durch auswärtige Künstler verstärkte Vereins-Orchester. P r o g r a m m: Sämmtliche ComPositionen von Johannes Brahms. Nr. 1. Gesänge für Frauenchor mit zwei Hörnern und Harfe op. 17. Nr. 2. Lieder für Sopran mit Klavierbegleitung. a) 0 wüsst ich doch den Weg zurück op. 63 Nr. 8 b) Feldeinsamkeit op. 86 Nr. 2. c) Die Mainacht op. 43 Nr. 2. Nr. 3. Ein deutsches Requiem für Soli, Chor und Orchester op. 45. Der Flügel ist aus dem Pianoforte- Lager des Herrn Wilh. Rudolph in Giessen. Hauptprobe Dienstag den *5. Mai 1897, Abende 6 Uhr. Eintrittekarten zum Conoert für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsita Mk. 3.50) sind in der Musikalienhandlung von Herrn EfBSt Challler (Rudolphs Nachfolger) , für Studirende auch bei Herrn Hausverwalter Stark zu ermässigtem Preise zu haben. Zur Hauptprobe nur im Vorverkauf Mk. 1.—, Schülerkarten 50 Pfg. Texte 10 Pfg. 4VOS Die wesentlich veränderte Platzordnung des Festsaales liegt bei Herrn Ernst Challier zur Kenntnissnahme aus. Geselligkeitsverein Gleiberg. Einladung zur Generalverfammlung 4,63 Harten-Htestauration Schöne Aussicht. — Thierpark. — Schönster, gesunder und schattiger Auseuthaltsort sür Vereine, Gesellschaften und Familien. Prächtige Fernsicht. Für Kaffeegesellschaften vorzügl. Obftgelee stets oorräthig. Aäckerei-Hröffmmg. Einem unehrlichen Publikum, sowie der geschätzten Nachbarschaft die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen Ludwigsplatz 3 eine Brod und Feinbäckerei eröffnet habe und halte mich unter Versicherung der Abgabe feinster, schmackhafter Waare und guter Bedienung bestens empfohlen. 4887 Hochachtungsvoll Conrad Müller. In einem hiesigen Getreidegeschäft findet ein 4832 Arbeiter, welcher mit Säcketragen umgehen kann, dauernde Beschäftigung. Näheres in der Exped. d. Bl. »en Kraft. Arbeiter rt 4905 Hermann Thiele, Asphalt- u. Eementgeschäst, Brandgasse 5. Junger Hausbursche gesucht 4880 G. Herbordt, Marktplatz 18. Ein gewandter, anständiger Hausbursche gesucht. 4520 H. F. Nassauer. 4877] Lehrling gesucht von Lackirer Vogel, Dammstr. 8. am 19. Mai d. Js. Nachmittags 4 Uhr auf der Burg Gleiberg. Tagesordnung: Wahl des Vorstandes. Feststellung des Etats pro 1897/98. Rechnungsablage pro 1896/97. Geschäftsbericht pro 1896/97. Der Vorsitzende: 4452__von Gagern.__________________ General-V er Sammlung* des hiesigen Thierschutzvereins Dien »tag den 1. Juni l. 38., Abends 87, Uhr, in „tzetel Schütz". Tages-Ordnung: 1. Vorlage der geprüften Rechnung und Entlastung de» Rechner». 2. Rechenschaftsbericht. 3. Vorstandswahl. 4903_________________________H. Curschmana, Vorsitzender. (Chur Ausführung von Asphalt-, Cemeut- und Terrazzoarbeiten empfiehlt sich 3585 Hermann Thiele, «ra»«.»-»-?- « Coursbericht von Conrad Dietz, Bankgeschäft, Gießen, Schulstratze 10. m<öactisn; Ä. 64cn*>c. — Druck uub Verlag Orr Brübl'lchen Nniventtär« Buch. und Sinnbrudcm B,er|ch & Echevda» in Gietzen. Die veutifie Tynunuer umfaßt 6 Seite« L «surfe vom 15./5. | 8., 5 •=■ 1 Ä •dtttft vom 15./5. 8./5. S F-b Tonrfe vom 15./5. | 8./5. D Tourfe vom 15./5. i 8./5. 11 Tonrse vom 15./5. I 8./5. Ä «mtrfe 00m 15 /5. | 8. 5. 4 Ltniopapikre. Trutfdi« D. Reich» Aul. 103.90 103.90 5 4 3 Rum. am. Rte. Ruff.Obl. v.80 Schweb. Obl. . 100.85 103.— 102.50 100.25 102.70 102 80 4 4 47, Lissabon. . . . Rom II—VIII Buenos - Aires 65.20 91.80 65.30 91.10 4 3 4 Prag-Dux 1891 Raab-Oed.v.91 Rubolfb. Golb 89.05 81.20 103.50 89- 81.20 103.10 4 4 87, Pr.H.-Acl. alte Pr.H.-Aet.neue bo....... 100.80 102.20 101.— 100.80 102.40 101.— bo.Sübb.(Lb). Oest.Rbw.Ut.A. Gotcharbbahn. 67 7, 229.— 158.40 68 86 228.l/4 160.— ■7, 8 4 »'/. 8 4 4 8", 8*/, 87, 4 87, do....... do...... Preuß.ConsolS do....... do....... Bad. St.-Obl. 0.1886. . Bapr.St Obl. do. Eisb. Dbl. Brem.St.-Anl. v.1892 . . . Hamb.St. Re. v. 1893 . . . Hess. St. Obl do...... 104.— 97.95 103 90 104.10 98 102 70 102.70 101.70 101.60 102.70 102.70 104.05 98.- 103.95 104 1( 98.20 102.20 104.40 103.05 101.70 101.7u 102.40 102.70 87, 5 5 4 5 1 1 4 4 47, 5 4*/, 5*1 4 do....... Serb.Gld.-Rte. do. Tab.-Rte. Spanische Rte. Türk.Zoll-Obl. bo.coroJjit.C. do. Lit.D. Ung. Gld.-Rte. do.Kron.-Rte. bo.E.B.Golb v. 1889 . . . Arg. mn. Anl. do. auh.v.1888 ChinesischeAnl. Egpptischeunif. 100.91 62.80 92.75 21.05 20.40 104.05 100.70 104.40 71.80 58 20 105.- 107.25 101.10 61.20 91 — 20.85 19.95 104.10 100.65 104.30 70.50 58.- 104.9' 107.10 37, 37, 37, 37, 4 4 i 37, 4V, v. 1888 . . . Standes hrl.Aul. do.S.-Braunf. do. Solms-Lich do.Jsnb.-Birst. Grfl. S.-Laub. liseub.-ßrisrit. Deutsch«. Heff. Ludw. v. 1868/69 . . do.v.1874 . . bo. 0.1875 78 bo....... Homburger I. . 72.50 100.- 100.— 87.50 100.— 100.15 gekd. 100.25 74.20 100.10 100.- 87.80 100.- 100.25 gekd 100.15 3 3 4 5 4 4 5 <*/, 3 3 4 4 »7, 4 8V, 4 4 87, 47, 4 4 3* , Ital. gar.E.B. Livorneser. . . Sicil. v. 1891 ToScanische. . Ruff. Südwest Rjäsan: UralSk Anatolische B. Portug. v. 89 . bo. v. 1886 . . Salon.«Mon. . Ifiitirritft. D.Grnbschulb- bank V—VI bo. I II 57.60 59.15 92.60 93.50 102.90 102.60 88.75 33.— 55.80 104.- 100.80 57.05 58.75 91.50 93.10 102.30 102.— 85.60 33.- 54.50 104.- 100.BO 100.80 101 75 101 4 5 < Goch.unk. 1903 Itmfe »bl. Buberus E.W. Eisenb. Rtenbk. luk-Xrliti. DtscheReichsbk. Frankftr. Bank Berl.HblSges.. Darmst. Bank. Deutsche Bank Disct.-Comm. DreSbner Bank M'ttelb. Er.Bk. Oest.Crb.-Lnft. 103.— 102.80 101.50 160.60 182.50 161.60 156.30 198.70 200.90 157.80 113.30 307.»/4 102.40 101.50 160.90 182.45 159.40 154.80 194 50 197.30 154.50 113.10 3067, 4 -7, 5 3 Schwz. Central Schwz.Rorbost Jll.Rittelmeer Pr.Henri(Lxb.) In Qrocentca. »ab. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Reg. . Cöln-Minben. Th. 100 Madrib .... Mein. Th. 100 Cdlen.n.1860 Oldenb. Th. 40 136.50 115.— 95 70 96.30 146.20 161.90 120.20 139.70 136^— 129.— 130.— 134.26 111.90 96.25 95.— 145.30 159 40 129 50 138.80 136 30 128.50 130 20 5 «I.iiansifd)«. Grtech.E. B v 6 5 Mexic. v. 1890 do. Eisend. . do. Silber. . -tidie-MI. Franki. v. 1893 Darmst. 88 94 Gießen .... Mainz..... 95.25 87.60 95.85 88.50 4 Pfälzer Rorbb. «uOlLudtsch« 102.— Fkf.Hyp-Bk.M 101*65 99.70 )ibitrik')ttini Rorbb. Lloyb . 109.20 109.60 27, 3 Raab-Graz 100 Türk. fr«. 400 93.30 33.25 93 60 32.96 4 6 8 4 <7. 1890 .... do. Mon -Anl. Ital. Rte. St. 1000—4000 do....... Oest. Gold Rte. Oest.Silb.-Rte. 23.50 26.75 91.80 55.95 104.50 86.95 21.80 23.40 91.60 55.25 104.5t 86.80 3 37, 37, 37, 3l , 25.15 101.— 100.90 102 — 100.70 25.15 101.4t 102.- 100.60 4 4 4 3 5 4 Elisab.-B. fifr. Kaschau-Oderb. v. 1891 . . . Lombarbische . Lombardische . Oest. StaatSb. bo....... 1(3.50 100.80 75.70 116.55 104.— 103.40 102.— 102.10 75.45 116.55 103.95 bo. Hyp.-Creb. b.l905unkS27 S 29 ... Lbw.Creb.-Bk. Hamburg. Hyp. bo.unk. b.1900 bo....... 99.70 103.50 99.70 102.50 100.50 101.75 101.— 99 7t 103.50 99.70 102.50 100.60 101.90 101.- HüchsterFarbw. Bochumer Guß Dortm. Union. Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. Ber. König»- u. Laura . . . 441.80 156.30 171.— 183.30 161.30 441.20 152.30 46.— 170.- 180.50 158.20 JiiqiiiL lieh Pie liriervoir! »itastrop ebeaio di w Somali Dieselbe Priazesfla de« Fürs Herzogin l ftriJ nulbnng t -ischs lot «djllg ja Lut, deßistzea i jll Sanft Aha Stellung a O.t Salpnri bes Segnnvetti tM Mnb »ix ittta irischmelk Lchweini Fckhsah, caß Pag 40 bl< l bai Vao »nrbtn i Ichbeioe hfr logen 28. Janl ichvei», z Der Sl'v Ruhl fteh gnade tu Durch de, Füllung t Dnletzavg *1« Der h Stioibtn i «JjrWt ? *«• 61, I Ä - SS* Hub .1.^1 Ib«» ” alle r-L