ben, * "b mit fou6tunbe* - Äjg i*“*k *1, d|,t" ktt »ihn hach. ixtract tot. 91 Der Menet Anzeiger erscheint täglich, eit Ausnahme bei Montags Die Gießener /««ttienvtüller »erden dem Anzeiger »öchmtlich dreimal beigtlegL MnftEBlatt. Sonniaa den 18. AMl 18»? Gießener Anzeiger vierteljähriger Akounemeulspreis 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlobn. Durch die Post bezöge/ 2 Mark 50 Pfg. Kedaction, Lxpedtti», und Druckerei: Kenerat-Mnzeiger. Zch»tstr«he Ar.l Fernsprecher 51. Amts- unb Zlnzrigeblatt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den (titGettfrY t'fcflllttftttt AIVtffe*r Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen felgenbm Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Mittel, Stenden und ?n Glanz, e*all nicht an wie Putzpomade! utachten von eideten Chemikern i8t 1714 itz-Extract soffen in • Eigenschaften! 'fy überall zu haben. de Weme i eher Mte tm- Mäml, gstee Preise. ir Rothweine FeiMt anischen wie nach ihen Cognac. ainweine i MwR*1 \mt W*«' and selwM w i M«d. - emalO Ei*"' vnzivttt «waillirit W" Sarckttktt»/ Vaf««a«^' ß, wodurch das Verständniß der ganzen Materie wesentlich erleichtert und sonstige Nachschlagebücher überflüssig gemacht werden. — Die wahre Emaueipation der Frauen beginnt sich endlich Bahn zu brechen, — die Emancipation von der Tyrannei der Mode. In früherer Zeit — wir erinnern an Reifrock, Schleppe und Tournüre — durfte keine Frau es wagen, sich einer autzge- gebenen Parole zu entziehen; heute steht sie mit kritischem Blick der Mode gegenüber und wählt selbstständig, was ihrer Persönlichkeit und ihren Verhältnissen angemessen ist. Unsere Damen zu dieser Freiheit erzogen zu haben, ist entschieden das Verdienst der Mo'oen- roelf. Ihrem hohen auf Hunderitausende sich erstreckenden Einfluß dürfte es zu danken fein, wenn die ängstlich eingeschnürten Taillen, die Schleppe am Straßenkleide, die lebensgefährlichen Hackenschuhe und andere U.beltreibungen allmählich verschwunden sind. Wir sind glücklich so weit gekommen, daß eine unnatürlich dünne Taille mißbilligendes Aufsehen erregt, daß eine Dome, die tu ihrer Erscheinung bte Sucht ver> äth nach Neuem und Auffallendem ä tont prix, sich der Gefahr aussetzt, falsch beurthellt zu werden. Und das sind Resultate, welche „Die Modenwelt" weit über das Niveau derartiger Zeitungen hinautzheben und sie zur wahren Führerin auf dem Gebiete der Mode machen. Sc^iffsnac^ric^iett* Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 15. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Crefeld, Capt. H. Bruns, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen. Kunst-Ausstellung, nähme des SamStags, von 11 vis 1 Uhr, am Mittwoch auck noch von 3 bis 5 Uhr. EoimtagS ununterbrochen von 11 bis 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmttglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. Arbeit noch schwieriger gemacht. So muß z. B. der Eierleser jedes aufgehobene Et in eine ihm nachgetragene, mit Spreu gefüllte Wanne werfen. Für jedes dabei zerbrechende Stück wird ihm ein neues zum Auflesen hingelegt, und fliegt mal ein durch die Lust geworfenes Et anstatt in das Gefäß an den Kopf eines der zahlreichen Zuschauer, um hier wie eine Bombe zu zerschmettern und das Gesicht mit dottergelbem Entsetzen zu färben, dann bestraft ihn unSauslöschltches Gelächter und beißender Spott der gaffenden Menge. Hier und da, besonders in Schwaben, liest der laufende „Held des Tages" auf einmal immer so viel Eier auf, als er fassen oder „klauben" kann, weßhalb man dort auch da- österliche Lustspiel mit der Bezeichnung „Eierklauben" belegt. Bei dem am Osterdtenstag stattfindenden „Eterklauben" in ländlichen Ortschaften Tirols werden eine bestimmte Wegstrecke entlang 170 bis 175 Eier derart hingelegt, daß ein Et von dem anderen etwa 5 Schuh entfernt ist und daß auf je zehn weiße Eier ein gefärbtes kommt. Nach dem Abschluß der Verhandlungen begibt sich die Feftgesellschaft ins WtrthshauS, wo aus den Eiern ein riesiger Kuchen bereitet und gemeinschaftlich verzehrt wird, abgesehen noch von dem nachfolgenden „Rammelball". Wenn Zingerle in seinen „Sitten, Bräuchen und Meinungen deS Tiroler Volkes" mit- theilt, daß sich die bei jenem eigenartigen FrühltngSspiele betheiligten Burschen tu der Mehrzahl auffälltgerwetse costümirt hätten, indem fie phantastische Gestalten der Sagenwelt, als Fangen, Hexen, wilde Männer verkörperten, auch wohl Zigeuner, Mohren und Türken darstellten, so werden wir erinnert an die in Ritter- und Junkertracht auftretenden Läufer, welche in dem Eifeler Flecken Schönecken am ersten Ostertage daS „Eierlegen" vornehmen. Als eigentliche Veranlassung zur Entstehung dieser dem Eierlesen völlig ähn- I ltchen Belustigung wird folgende sagenhafte Begebenheit an- gesehen: Zur Zeit, al- die Herrscher von Schönecken ihr unfern des Fleckens auf steiler BergeShöhe gelegenes Schloß bewohnten, fanden fich in Schönecken 14 Junker (Rittergutsbesitzer), welche nach damaliger Sitte der Vornehmen und Edlen außer ihrer gewöhnlichen Bedienung noch einige Leute zur Besorgung ihrer Commissionen hielten, die sie Läufer nannten. Wie es nun bei Rittern und Junkern keine Seltenheit war, daß sie wegen Geringfügigkeit in Zank und Fehde geriethen, so entstanden auch unter diesen bei ihren Zechgelagen oft Neckereien und Streitigkeiten ihrer Läufer wegen, da jeder den schnellfüßigsten haben wollte. Diese- führte meist zu W tten, in Folge deren die Tüchtigkeit der Läufer erprobt wurde. Dieses Wettlaufen wurde so allmählich zu einer Belustigung für die Junker und das Volk und fand dann regelmäßig an bestimmten Tagen und meistens zu Ostern statt." Diese „historische Grundlage" klingt aber etwas fabelhaft. DaS Eierlesen ist weiter nichts als ein symbolischer Wettstreit zwischen dem erwünschten Frühlinge und dem ungern gesehenen Winter. Bet allen solchen Jahrzeitkämpfen trugen die beteiligten Personen gewisse Costüme, um den persönlich dargestellten Sommer und Winter zu characte« risiren, und w