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Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag^erfcheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Gratisbeilage; Gießener Kamitienölätter Alle Annoucen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Abonnements^Einla-ung. Zum Bezug des „Gietzener Xnseiget" für das 2. Vierteljahr 1897 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrich- ten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Laufenden. Unterstütztdurch an allen Orten der Provinz Oberhessen ansässig e Berichterstatter, ist der „ Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück- sichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und hetteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die Famittenblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliäte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärttge Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. April den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postftei zu versenden. Den &fern in hiesiger Stadt werden wir, wie setther, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch u. Steindmckerei (Pietsch & Scheyda). Amtlicher Lhe-l. Bekanntmachung. Nachstehende Bekanntmachung des Köntgl. Preußischen KriegSministertumS, RemontirungS-Abtheilung, bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, den 16. März 1897. GroßherzogltcheS KretSamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung, den Ankauf van Remanten für 1897 im Gratzherjagihum Hessen betreffend. Zum Ankäufe von Remonten im Alter von drei und ausnahmsweise vier Jahren find im Bereiche des Großherzog. thumS Hessen für dieses Jahr nachstehende Markte anberaumt Morden und zwar: _ , , am 17. Mai, Vorm. 9 Uhr, in Gernsheim, „ 18. „ „ 9 „ „ Groß Gerau, „ 19. „ „ 8 ,, ,, Reinheim, ;; 20. ,; , s , , Nm«. Die von der Remonte-AnkaufS: Commission e, kauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und sofort gegen Quittung baar bezahlt. Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Lanües- gesetzen den Kauf rückgängig machen, find vom Verkäufer gegen Erstattung deS Kaufpreise« und der Unkosten zurück- zuuehmen, ebenso Krippensetzer und Klophengste, sowie Wallache mit ausgeprägter Hengstmanter, welche fich in den ersten zehn bezw. achtundzwanztg Tagen nach Einlieferung in den Depots als solche erweisen. Pferde, welche den Verkäufern nicht eigentümlich gehören, oder durch einen nicht legitimirten Bevollmächtigten der Commisfion vorgestellt werden, find vom Kauf ausgeschlossen. Die Verkäufer find verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und eine neue Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit zwei mindestens 2 Meter laugen Stricken ohne besondere Vergütung mitzugebrn. Um die Abstammung der vorgesührten Pferde feststellen zu können, find die Deckscheine resp. Füllenschetne mttzu- bringen, auch werden die Verkäufer ersucht, die Schweife der Pferde nicht zu coupiren oder übermäßig zu verkürzen. Ferner ist es dringend erwünscht, daß ein zu massiger oder zu weicher Futterzustand bet den zum Verkauf zu stellenden Remonten nicht stattfindet, weil dadurch die in den Remonte- Depots vorkommeuden Krankheiten sehr viel schwerer zu überstehen find, als dies bei rationell und nicht übermäßig gefütterten Remonten der Fall ist. Die auf den Märkten vorzustellenden Remonten müssen daher in solcher Verfassung sein, daß fie durch mangelhafte Ernährung nicht gelitten haben und bet der Musterung ihrem Alter entsprechend in Knochen und Muskulatur ausgebildet find. Berlin, den 3. März 1897. Königlich Preußisches Kriegsminifterium, RemontirungS- Abtheilung. (gez.) Hoffmann-S choltz. Bekanntmachung, betr.: Feldberetnigung in der Gemarkung Staufenberg. Am Dienstag, den ÄS. März 1897 findet die Ueberweisung der neuen Grundstücke und die Versteigerung der Massegrundstücke im 1. und 2. Bereinigungsfeld statt. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr am Gemeindehaus, wo auch die Versteigerungsbedingungen bekannt gegeben werden. Die Ueberwetfung der neuen Grundstücke erfolgt unter dem Vorbehalt, daß 1) Meliorationsarbeiten auf den überwiesenen Grund« stücken auch fernerhin vorgenommen werden können, 2) da, wo fich die Nothwendigkett kleinerer EigenthumS- Veränderungen infolge von Wege- und Graben- Anlagen u. dgl. ergibt, die neuen Eigeuthümer solche zu dulden haben. Friedberg, den 13. März 1897. Der Bereintgungs - Commissär: 2555 Dr. Göttelmann, Großh. KreiSamtmann. Deutschem 192. Sitzung. Dienstag de« 16. März 1897. Der Auslieferungsoertrag mit den Niederlanden wird nach kurzer Debatte, in welcher Abg. Spahn (Ctr.), von Mar- quardsen (nl.) und v. Buchka (cons.) den Vertrag kurz befürworten, in erster und zweiter Lesung angenommen. Es folgt die erste Berathung des Auswanderungsgesetzes. Director im Auswärtiger: Amte Reichardt begründet die Vorlage, die keineswegs überflüssig sei, wenn auch die Einzelfragen des Ueberfahrtsstadiums durch die Hamburger und Bremer Gesetzgebung hinreichend geregelt seien. Für das Reich bleibe im nationalen Interesse noch das vorbereitende Stadium zu regeln, sowie die Lenkung von gewissen Zielen ab und nach anderen Zielen hin, je nach der Geeignetheit. Eine Besiedelung der Schutzgebiete werde von Reichswegen erst zu fördern sein, wenn dazu die Voraussetzungen gegeben sein würden. In naher Zeit sei das aber noch nicht zu erwarten. Abg. Dr. Hasse (nl.) erkennt an, daß die Vorlage alldeutschen Wünschen entspreche, namentlich der Anschauung, daß das Interesse deS Reiches nicht aufhöre, wenn Jemand die Grenzen des Reiches überschreite. Der Entwurf entspreche auch colonialpolitisch den berechtigten Wünschen; zu bedauern sei nur, daß ein ähnlicher Entwurf nicht schon 1880 vorgelegt worden sei. In ganz unberechtigter Weise treten die Motive dem entgegen, welche angeblich ganz Südamerika Nordamerika gegenüberstellten. Bisher habe noch Niemand in solcher Weise generalisirt. Wünschenswerth bleibe eine Regelung der Rechte und Pflichten der Ausgewanderten im Sinne der Erleichterung der Ableistung der Wehrpflicht. In anerkennenswerth sorgfältiger Weise stelle der Entwurf die Grundsätze über das Be- sörderungswefln fest, wobei die Einzelheiten der Ausführung sehr richt'g den Einzelstaaten überlassen würden. Jedoch werde zwischen den einzelnen Unternehmern und den Rhedereigesellschaften nicht reinlich genug geschieden. Bei den eigenthümlichen Verbältnissen in unserem Westen und Südwesten sei auch den ausländischen Gesellschaften in dem Grsitz mebr Rechnung zu tragen. Die völlige Ausschließung der sogenannten indirecten Beförderung sei zu erwägen, ebenso die Ausstattung des Beiraths des Reichskanzlers mit weiteren Rechten, als fie der Entwurf vorfiebt. Einem besonderen Gesetz über die Auswanderung nach unseren Schutzgebieten werde man sich auf ' die Dauer nicht entziehen können. Ebenso bedürfe es eines Gesetzes über die Einwanderung. Redner beantragt die Verweisung der Vorlage an eine Commission. Abg. Spahn (Ctr.) stimmt der Commissionsverweisung zu. Einer Regelung bedürfe auch die Rückwanderung in die Heimath. Die Bestimmungen über das Concessionswesen bedürfe sorgfältigster Prüsung. Redner begrüßt die Einrichiung des Beiraths, vermißt aber eine Vorschrift, daß Unternehmer, welche Auswanderer bei sich ausnehmen, entsprechend sorgfältige Einrichtungen, die der Controle unterstehen, zu treffen haben. r Abg. v. Buchka (cons.) ist mit dem Entwurf im Allgemeinen einverstanden. Etwas zu weit scheine ihm das dem Reichskanzler gewährte discretionäre Ermessen beim ConcessionSwesen zu gehen. Abg. Freese (freit Vg.): Der Entwurf will die Auswanderung nach solchen Gegenden locken, wo sich der Deutsche sein Deutschthum erhält und womöglich seinen Bedarf aus Deutschland deckt. Aber wie wollen Sie Sicherheit schaffen, daß das geschieht. Dabei soll es völlig in das Ermessen des Reichskanzlers gestellt werden, einen Unternehmer für die Auswanderung nach bestimmten Gegenden zu concesstoniren ober nicht. Das ist für uns unannehmbar, denn es wird damit die Auswanderungsfreiheit beschränkt und unter Umständen der Auswanderung über England Vorschub geleistet. Von dem Wirken des Beiraths kann Ich mir Ersprießliches nicht versprechen. In Paragraph 7 soll die inblrtcte Auswanderung, also auch die über England, von der Erlaubniß des BundeSraths abhängig gemacht werden; aber wir haben doch gar keinen Grund, uns aus solchem Anlaß mit England schlecht zu stellen. Abg. Dr. Barth (stets. Vg.) spricht sich grundsätzlich gegen eine staatliche Lenkung der Auswanderung auS. Texas habe früher als ungeeignetes Auswanderungsziel gegolten und sei jetzt ein blühendes Land. Redner äußert im Uebrigen dieselben Bedenken gegen die Vorlage wie Freese. , Abg. Dr. Förster (Ref.-P.) erklärt, seine Partei begrüße die Vorlage mit Freuden und bedauere nur, daß sie so spät komme. Director Reichardt constatirt Freese und Bartd gegenüber, daß Paragraph 7 keineswegs ein Monopol schaffe. Der 1892er Entwurf habe die ausländische Flagge sogar ganz ausgeschlossen. Die Vorlage geht an eine besondere Comwrsston. Morgen 1 Uhr: Anträge betr. Bäckerei-Verordnung sowie betr. Bekämpfung der Unsittlichkeit. WolssS telegraphische» «owefpOKbci^SÖ»!««». Hamburg, 16. März. Nachdem alle VermittelungS- vorschläge der Arbeitgeber, ebenso diejenigen der SenatS- commtssiou Seiten» der sogenannten „schwarzen Schauerleute" verwarfen worden sind, hat der Verein der Importeure englischer Kohlen den Kohlenarbeitern ein Schreiben de« Inhalts zugehen lassen, daß von diesem Donnerstag, den 18. Marz ab nur solche Leute zur Arbeit zugelassen werden, welche den bekannten Reverö und den Lohotarif des Vereins vorher unterschrieben haben. München, 16. März. Seitens der in Paris lebenden Wittwe des verstorbenen Bankiers Moritz von Hirsch- Gereuth wurde der Stadt München für eine wohlthatige Stiftung ein Capital von 1200000 Mark zur Unterstützung von verheiratheten oder ledigen Wöchnerinnen und ReconvaleScenten vermacht. Rom, 16. März. Eine weitere Abtheilung freigelassener Gefangenen, bestehend auS zwei Offizieren, dem Ingenieur Capuzzt und 96 Soldaten, ist am 2. d. MtS. in Massauah eingetroffen. Beuedig, 16. März. Die internationale Sant- tätSconvention, mit deren Ausarbeitung eine besondere Commission der internationalen Pestconferenz betraut worden war, wird am 19. d. Mts. hier unterzeichnet werden. Kauea, 16. März. Reutermeldung. Nachrichten an« Kandtamelden, die Christen haben 960 Muselmanen in Sitia niedergemetzelt. ES scheine sicher, daß einige 30 Männer, Frauen und Kinder in DaphneS getödtet seien. Die Muselmanen behaupten, die Christen hätten sich verschworen, die Muhamedaner auf der ganzen Insel auSzurotten. Infolge dessen sei die muselmännische Bevölkerung von Kaudia im höchsten Grade aufgebracht und gebe fich mehr als je der Plünderung hin. Depeschen deS Bureau „Herold." Berlin, 16. März. Der Zustand des StaatSfecretär« von Stephan ist der „Post" zufolge neuerdings ein Be- sorgniß erregender. ES scheint eine zweite Operation nöthig zu werden. Berlin, 16.März. DaS preußische Abgeordnetenhaus begann heute die Etat Berathungen deS Handelsministeriums. Morgen Fortsetzung. Berlin, 16. März. Mit der Ausführung der Zwangs- maßregeln Griechenland gegenüber durch die verbündeten Mächte dürfte jetzt unmittelbar begonnen werden. ES besteht die Abficht, damit leise anfangend je nach Be- dürfniß eine allmähliche Verschärfung eintreten zu lassen, wenn nicht Griechenland, dem Ernst der Lage entsprechend, sich inzwischen den Forderungen der Großmächte fügt. W!e die „Kreuzzeitung" berichtet, ist die gestrige Erklärung Hanotaux in der französischen Kammer mit einiger Vorsicht aufzunehmen, da sie jedenfalls die endgtltige Vereinbarung der Mächte nicht einhalteu könne. Hanotaux dürfte vielmehr aus bestimmten Gründen den Thatsachen etwas vorauS- geeilt fein. Berlin. 16. März. Ueber die Flottenpläne fand der „Post" zufolge heute im Reichstage eine längere Eon« fereoz statt, an der von Seiten der Regierung StaatSsecreiär v. Bötticher und der bayerische Gesandte Graf Lerchenfeld, seitens des CentrumS Prinz Areoberg und Dr. Lieber theil- nahmen. Berlin. 16. März. I» der heutigen Sitzung der Bud get-Commifston de» Reichstages wurden die geringen Restbestände der Marine «Etats erledigt, indem sämmtliche Capitel bewilligt wurden. StaatSsecreiär Hollmann betheiligte sich wieder an der Debatte. Die Steigerung des Marine-Etats beträgt gegen daS Vorjahr 6,4 pEt. Berlin. 16. März. Die Mittheiluug, daß daS Ent- laffungSgesuch des StaatssecretärS Hollmann vom Kaiser abgelehnt worden sei, gilt der „Nationalzeltung" zufolge für unbegründet. ES sei noch keine Entscheidung erfolgt und eS sei wahrscheinlich, daß vor der Beschlußfaffung deS Reichstage» über die Anträge der Budget-Commission auch die kaiserliche Entscheidung erfolgen wird. Frankfurt a. M.. 16. März. AuS Konstantinopel wird der „Franks. Ztg." telegraphirt: Der Sultan übersandte gestern mit einem besonderen Schiffe nach Kreta 10,000 Säcke Mehl und 300 Zelte für die dortigen noth- leidenden Muhamedaner. Wilhelmshaven. 16. März. Wegen Arbeit»mangel hat die kaiserliche Werft die Arbeitszeit der Kupferschmiede um zwei Stunden täglich verkürzt. Wien. 16. März. In hiesigen griechischen Kreisen wird die Nachricht colportirt, Griechenland habe heute der Türket infolge stattgefundener Grenzverletzungen der türkischen Truppen den Krieg erklärt. Rom. 16. März. Der italienische Admiral, als Rangältester des internationalen Geschwader-, ertheilte gestern die die Dlokade betreffenden Befehle. Rom, 16. März. Die „Tribuns" meldet au» Athen, daß die griechische Regierung, die Blokade voraussehend, bereit» vor Monatsfrist ein Getreide-AuSfuhr-Verbot erlaffen hat. Pari«. 16. März. Der „Figaro" erklärt, daß Frank- reich, wenn es seine Pflicht vernachlässige und in der Kretafrage neutral bleibe, nur um den Hellenismus zu gefallen, in 24 Stunden die Frucht feiner diplomatischen Action verloren und den Zar Nikolaus in die Arme Deutschlands getrieben hätte. „Lanterne" erklärt, daß, wenn Frankreich 1897 nicht mehr dieselbe Haltung gegenüber Griechenland etonehme wie 1886, dann müsse die französisch russische Allianz die Schuld daran tragen. Loudon, 16. März. Im Unterhause theilte Balfour mit, daß die Mächte die Aust wort Griechenlands auf die Note der Großmächte erwägen. UnterftaatSsecrerär Courcon erklärte, daß die formelle Proclamation der Autonomie Kretas jetzt erfolgen werde. Athen, 16. März. Die Stimmung des Volkes ist sehr erregt. In deu letzten Tagen find aus Paris 4000 GraS- gewehre angekommen. Die ganze Bevölkerung bewaffnet fich. Athen, 16. März. 4000 Mann weitere Truppen find unter den Zurufen: „Es lebe der Krieg, es lebe der König!" gestern nach der Grenze abgegangen. Man ist überzeugt, daß auch im Falle der Ergreifung von ZwangSmaß- regeln seitens der Mächte die Begeisterung nicht nach- laffen wird. _____________ Berlin, 17. März. Die „Kreuzztg." meldet aus Wien: Der österreichische Botschafter in Konstantinopel ist mit der Entwerfung einer autonomen Verfassung Kretas betraut worden. Berlin, 17. März. Die socialdemokratische Fraktion erörterte in ihrer letzten Sitzung auch die Vorgänge auf Kreta. Man einigte sich dahin, in der Art Stellung zu nehmen, daß daS SelbstbeftimmungSrecht der Kretenser anerkannt und gegen jegliche gewaltsame Einmengung Deutschlands Protest erhoben'werden soll. Königsberg, 17. März. Der socialdemokratische Reichs- tagSabgeordnete Schultze ist gestern Nachmittag gestorben. Budapest, 17. März. Entgegen der Erklärung Hanotaux in der französischen Kammer berichtet der „Pester Lloyd", daß Oesterreich und Deutschland keine weiteren Marinetruppen nach Kreta schicken werden. Athen, 17. März. Nach Berichten auS Ka nea begann gestern die Blokirung mehrerer kretischer Häfen. Kaudia, 17. März. Gestern fanden in verschiedenen Orten der Umgebung erbitterte Kampfe ftatt, wobei bis zu 10000 Mann auf jeder Seite engagtrt waren. m 18. Drc. er. it 1898. ipätestenß ok ttervacht rinlii. Wi .'licht mhl bnjujta faltn hattet ist, als tjat M VMdri- ibanbtS an btn ;tn auch ba8 ®i- aen* uab Schmll' j Fahrräder (o4> ch bexaitigt bei Räder bmt Da- Gesuch ttW tritt Ländern bi1 1 1 ii // H u 1 (1) 1 1 n n n v/ Bösartiger Neubild. Lungenschwindsucht Gehirnichlagfluß Bruchleiden Altersschwäche Zellgewchsentzünd. Geht>ntuberkulose 2 2 1 1 CD 1 Vermögensstanb am 1. Januar 1896 Eintrittsgelder Beiträge Zinsen Sonstige Einnahmen Kilo tt ft Per // n n 75,— 69,12 4- 1193,50 139,16 —,80 Fabrik Wir bringen hiermit gemäß § 35 unseres Statuts Jahresrechnung unb Vermögensnachweis pro 1896 zur Kenntniß unserer Mitglieber. Gießen, ben 15. März 1897. Schul, '“amftabt nvin r'eitgtmäber J ^rolt: in. in allen Schulri', m Laude büche l9 »scheinen, bi freien Luft nicht Kaufmännische Kranken- und Begräbnißkasfi e. H., Gießen. Ein junges Mädchen, 15 Jahre alt. sucht leichte Stelle. Es wird mehr auf gute Behandlung als auf Lohn gesehen. 2632 Zu erfragen in der Expedition d. Bl. : Anordnung ift rkarien von sovst i- unb Stih- t festgesetzt: eioschlMch deutscher und englischer Fabrikate ist aufs Reichhaltigste und Schönste ausgestattet und bringe ich dasselbe nebst meinem als vorzüglich bekannten Zuschueide - Atelier, für Anfertigung von Herren« und Knabengarberobe nach Maß, in empfehlenbe Erinnerung. Saat - Frührosen Frühgelbe Gelbe Rosen Magnum Bonum Schneeflocken Imperator Welt-Wunder Fähnchen unb für die Zuschauer, die wegen der Entfernung nicht helfen konnten, war dies ein erschütternder Anblick. Doch versuchte Bademeister Czaika, der bei der Bergung der Fährprahme beschäftigt war, das Rettungswerk, irfbem er sich in einem Kahn den treibenden Schollen entgegenwarf. Ganz nahe dem Ziel entwich ihm die Scholle mit den Knaben. Er suchte sie einzuholen, was ihm aber trotz übermenschlicher Anstrengung, da er nur mit einem Schiffshaken ausgerüstet war, nicht gelang. Deshalb arbeitete er sich wieder an8 Ufer, nahm noch den mit einem Ruder versehenen Arbeitsburschen Anas« zkowSki auf, und nun galt eS mit voller Kraft die Knaben, welche inzwischen bis zum Schloßberg getrieben waren, dem reißenden Strom abzuringen. Und eS gelang den Männern mit fast übermenschlicher Anstrengung, sich durch daS Chaos der treibenden Schollen durchzuringen, die Knaben hinter dem Schloßberg, nachdem sie auf ihrer grausigen Fahrt mehr als 1000 Meter zurückgelegt hatten, zu erreichen und in ihr Fahrzeug aufzunehmen. Dann ging die Rettungsfahrt wieder mit äußerster Kraftanstrengung, gegen den treibenden Strom und die Eisschollen an ihren Ausgangspunkt, den Fährplatz, zurück, wo die Knaben glücklich gelandet wurden. Die Landung war sehr schwierig und gelang erst, nachdem den Männern eine Leine zugeworfen war, an der dann der Kahn ans Land gezogen wurde. Erst gegen 4 Uhr war das Rettungs' werk vollendet. Ohne diese entschloffene ManneSthat wären die Kinder dem sicheren Tode verfallen gewesen. Lieben Sie eine vorzügliche und der Haut sehr erträgliche Toilette-Seite? Kausen und verlangen Sie Doering*« Seife mit der Eule. Sparsam tm Verbrauch, ausgezeichnet in Qualität, bewährt tn ihrer Wirkung auf die Haut, ist sie für die Mutter zum Waschen der Kinder und Säuglinge, für die Damen jeden Alters für ihre Toilette eines der noth- wendtgsten und bewährteften Mittel zur Pflege der Haut. Aechte Döring's Seife mit der Eule können Sie überall a 40 Psg. berg und bestand jetzt mit Note I das FaeultstSexamen. Diese Leistungen des strebsamen jungen ManneS find um so anerkennenswerther, als derselbe früher keine höhere Bildungs- Anstalt besuchte. Mainz, 15. März. Eine amerikanische Millionen« erb schäft, und zwar eine solche, die nicht nur auf dem Papier steht, sondern bet welcher daS Geld thatsächltch zur Auszahlung gelangt, ist vor Kurzem zwei hiesigen, wenig bemittelten Frauen zugefallen. Dieselbe rührt von einem Bruder der Erben, dem Sohne eines ehemaligen hiesigen Bestätters und Wirths, her, der vor ca. 40 Jahren nach Amerika auSgewandert ist und dort als Advocat fein Glück ^macht hat. Außer den beiden hier wohnenden Frauen ist auch ein in Amerika lebender Bruder Miterbe, der aber gleichfalls sehr wohlhabend ist und der darum auf die @rb« fdjaft zu Gunsten seiner in Deutschland wohnenden Geschwister verzichtet hat. 50 50 50 50 50 50 50 Citeratur und TCunft. — Jetzt ist die Zeit, wo Obstbäume gepflanzt werden! Da sollte Jeder daraus achten, daß er neben kräftigen, gut bewurzelten Stämmen auch richtige Sorten wählt! Es wird darauf noch viel zu wenig Werth in Deutschland gelegt, daher das viele, minder- (Norddeutsche Zucht) noch verschiedene Sorten versendet _ Der Vorstand: Justrzrath Baift. Director Baufa. vr. Baur. Pfarrer Dinaeldev. Landgerrchtsrath Doruseiff. Pfarrer Dr. Greiu. C. Kauffmaun. Pfarrer Schlosser. C. Schwan seu. R. Stuhl. Stabt- verordneter Bogt. Revisor A. Witter. Beigeorbneter Wolff. Frau Dr. Brüel. Frau Provinzialbirector von Gagern. Frau L. Homberger. Frau Profeffor Siebeck. Fräulein P. Stammler. Frau A. Weidig. Fräulein A. Windecker. Fräulein L. Wort- manu. Fräulein I. Zimmermann. große Fahnen empfiehlt I. H. Su6r, Sonnenstr. 25. Der Vorstand. Jahresrechnung und Bermögensnachweis pro 1896 Macmoni, Platthafer bekannt unter bem Namen H. 0.), Suppentafeln (fertige Suppen, ä 6 Portionen), Suppenmehle, Hafer- und Malz-Cacao, — frisch eingetroffen, — empfiehlt 2690 Carl Retter, jindeuplab. Gesucht ein Mädchen ober Frau, in Garte»« arbeit bewandert, für 2—3 Tage jede Woche, für jetzt, Sommer und Herbst. Aohauua Futda- Ostanlaae 4. Mdt. Schlachthaus. Freibank. 2657 Von heute ab: Rindfleisch, nicht labenrein, per Pfb. 48 Pfg. tzchwmneffeisch nicht labenrein, per Pfb. 40 Pfg. DecoratiouS^ Dermifdytes* . * ®BC grausige Fahrt auf einer Eisscholle machten ajoet Knaben aus Gr andenz während des Eisgangs der Weichsel. Am Freitag Nachmittag gegen 2»u-h ®ater über. :\ie Haase bk. ,er ^ravkftittrr, rot,i dadurch, ?? Ntltflttu dchaden ist un, yU'üottuit 6oltclt btt 2581] Ein geprüfter Heizer mit guten Zeugniffen, welcher mit allen Reparaturen und Anlegen von Rohrleitungen betraut ist, sacht Stellung. Näheres in der Expedition d. Bl __ Für einen Jungen aus guter Familie wird Lehrstelle gesucht mit Kost und Logis im Hause des Lehrherrn. Zu erfragen in ber Mk. 5363,55 Geprüft unb richtig befunden: Gießen, Den 12. März 1897. Haben. Mk. 1290,36 Es starben