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Annahme von Anzeigen zu ber Nachmittag» für ben solgenben Tag erscheinenben Nummer bis Borm. 10 Uhr. Alle Lnnoacen-vureaux beS In- unb LuSlanbeS nehme» Anzeige« für ben „Gießener Anzeiger- entgeh Depeschen b<< Buren» Berlin, 15. December. Inder Lommtsfion für das Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Ge- richt rb arkeit wurde heute zunächst der zweite Abschnitt, BormuudschaftSsachen, erledigt. AlSdanu wurde der dritte Abschnitt, Annahme an KindeSstatt, unverändert genehmigt und ebenso der vierte Abschnitt, Personenstand. Auch der fünfte Abschnitt, Nachlaß, und TheilungSsachen, HUb tat Wesentlichen unverändert, ebenso daS folgende Schiffs- Wolff« telegraphische« Sorrespondenr-Bureau. verlta, 15. December. Die Budget.Lommissiou | des Reichstage« beschloß, am 12. Januar n. I. ihre Be. I rathuugen zu beginnen und zunächst den Etat und hierauf das I Flottengrsrtz zu beratheu. , u r. x I verlta, 15. December. Der „Retchöanzeiger" scyreibt: Der Kaiser verlieh dem biSherigeu commaudireudeu General des Gardecorps, v. Winterfeld, das Großkreuz de« Rotheu Adlerordeu« mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe. Berlin, 15. December. Das „ArmeeverordnuugSblatt | veröffentlicht eine CabtnetSordre, wonach vom Herbst 1898 ab die Traiufoldaten in der Regel nach einjähriger aetiver Dienstzeit zur Reserve zu beurlauben find. Plon, 15. December. Der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich werden fich morgen früh zur Abreise der Kreuzer „Deutschland" und „Gefion" nach Kiel begeben und von dort den Kaiser auf der Fahrt durch den Laual bis Rendsburg begleiten. v Wien, 14. December. Nach Informationen de« „Fremden- blatte«" finden die Meldungen vom bevorstehenden Rücktritt de« Statthalters von Böhmen, Grafen Coudeuhove in Prag, und der Ersetzung desselben durch den Statthalter von Dalmatien, Feldzeugmeister David, keine Bestätigung. «gram, 15. December. Im Landtage wiederholten fich heure die gestrigen Tumulte. Gestern hatte der Ober, gespann Graf R. Zichh dem Abgeordneten Dr. Potocnjak wegen eine« beleidigenden Zurufe« eine Herausforderung zum Zweikampfe übersandt, der jedoch unausgetragen blieb, da Dr. Potocnjak für nicht satiSfactiouSfähig erklärt wurde, weil I er vor fünf Jahren eine thätliche Beletdigung ohne Genug, thuung zu fordern hiugevommen hatte. Prag, 15. December. Heute find drei weitere Personen wegen der letzten Ausschreitungen zu Strafen von sieben Tagen bis sieben Monaten schweren KrrkerS oerur- theilt worden. Wegen Beschimpfung eines MilttarposteuS bet« deutschen Theater wurde ein junges Mädchen und wegen Einmengung tu eine Amtshandlung deffen Bater verhafte^ December. Die Nachricht des „Newyork Herald" aus Port-au-Prince, daß die italienische Re« gierung zur Beilegung von Differenzen mit der haitischen Regierung Panzerschiffe nach Port-au Prtoce entsenden I wolle, wird von der „Agevcia Stefani" al« vollständig nn- WB. Kiel, 16. December. In der Ansprache an be* Prinzen Heinrich bei der gestrigen Galatafel ttn «nt8' - । lichen Schlöffe sagte der Kaiser: Die.Aufgabe^eSP^nzr« ' Heinrich sei eine logische Cousequenz deffen, wa« sein Groß. Vater und der große Kanzler politisch Sestiftet, ienBat auf dem Schlachtfelde errungen. Da« Deutsche Reich> ha^ I etne stauueuswerthe Entwickelung seiner HandelStatereffe» (Beifall UnkS). tommt auf die Lage der Deutschen in Oester- ., ..nh hau es für geboten, denselben untere Sympathien tn^hrem Kampfe gegen czechische und polnische Bedränger auszu- fprechen. (Pole) sucht darzulegen, daß nicht die »««SsEsÄSras ®« Ö, Ä dn Bund ber L°nd°MH- unter» Derstscher Reishsr«- bitzung vom Mittwoch den 15. December 1897. Am BundeSrathsttsche: Graf PosadowSky, v. Goßler, Freiherr ^^Zi^ächst gelangt ein schleuniger Antrag Rickert (stets. Vg.) zur Annahme betreff« Einstellung eines gegen den Abg. Pachnicke (freis. Vg.) schwebenden Strafverfahrens für die Dauer der Session. Alsdann folgt Fortsetzung der ersten Lesung des Etats. Abg. Graf Kanitz (conf.) äußert seine Verwunderung darüber, daß Abg. Richter vorgestern über das Börsengesctz und das Verbot des Getreideterminhandels gesprochen habe, während er dies doch bet Berathung jenes Gesetzes Unterlasten habe. (Abg. Richter ruft. Ich kann doch nicht überall sprechen. Große Heiterkeit.) Von einer Wiedereinführung deS GetreidetermmhandelS könne nun und nimmermehr die Rede fein. Die bisherige Haltung des preußischen Handels- Ministers in der Frage der Feenpalastoersammlungen und des jetzigen . Berkehrs in dem alten Heiligen Geist-Hospital sei ihm eine durch- I aus sympathische. Der Minister müsse erst Boden unter den Füßen haben durch die Rechtsprechung. Werde aber etwa die Entscheidung des Bezirksausschustes durch daS OberverwaltungSgericht bestätigt, l bann würden die Conscroativen mit einer Gesetzesnooelle gegen diese I Art von Börsenverkehr vorgehen müssen. Redner richtet hieraus an I die Regierung die Bitte, so bald als mögUch in eine Revision der Handelsverträge einzutreten. Die Schwierigkeiten konnten doch wirk- I lieb nicht so groß sein. Zum Schlüsse berührt er noch die Flottenvorlage und deren Motive, dabei einen Artikel der „Nordd. Allg. I Qtfl " in welchem das Bedürfniß der Getreidezufuhr in Kriegszeiten I betont wird, citirend. Er kommt zu dem Schlüsse daß man fich auf die Getreidezufuhr von Außen für den Kriegsfall nicht ver- I lassen, sondern vielmehr die deutsche Landwirthschast in die Lage I versetzen solle, unseren Bedarf zu decken. Das sei werthvoller, als | bie Sichermig der Zufuhr. (Beifall rechts.) Abg. Bebel (Soc.) wendet fich gegen den Vorredner, vor- I wiegend gegm eine Bemerkung desselben betreffend die Broschüre eine« gewissen Fischer, welche sich gegen dte Socm demorrat e richtet. Dieser Fischer sei aber wegen gemeiner Vergehen bestraft, er sei auch gar nicht der deutschen Spache mächtig, mrd sein,tig«Ulich^ Hintermann sei ein Revacteur Fink von der „Post , der aus dem Verein Berliner Presse habe ausscheiden müssen. Redner verbreitet fich dann über Landwirthschast, Industrie und Handwerk imi Lichte der neuesten Berussstalistfi und H-ndwerrsEnquetesowiederEn. rommensteuerstaltsttken. Danach verschwanden im Gewerbe speciell Im Handwerk, die selbstständig Thätigen immer mehr. Das «role- lariat wachse immer mehr an. Um so begründeter sei die Forde- nflrfi iipiefaen Rechten auch für die Arbeiter. Unleugbar sei 3 u“? die Arbeiter zu den Lasten des Reiches außerordentlich | «°?k' beitraa n müßten. DeS Weiteren wendet fich Abg Bebel gegen den Grafen So^enthal. und zwar bezüglich dessen Aeußerung über die' Überschwemmungen. Redner gibt zu, daß Sachsen mit seinen Unterftilhunaen Preußen um einen Schritt vorausgegangen sei. »tot »»ei nein, imantig Sim.onen HStt- ber Staat beaEgen müffen Nunmehr wird auch die Fcage bezw. Vorlage bett. Aushebung' des BerbindungSverbotS in Sachsen, sowie in Preußen vom Än'^beÄ Ä9betra4te, 1.3" bemetten, dah die Arbeiter °°n dem. lelbm in Bezug auf Socialreform nichts zu erwarten ^ttm- Das sei auch an ber Bäckeretoerordnung zu sehen. Auch bezüglich der hLrhttaten Forderungen der Bergarbeiter werde nicht unparteiisch Ä” Is werde eben mit zweierlei Maß gemessen. Zwischen ünrninfffllen militärischen und Flottenrüstungen und den Frieden«- lÄEnfe LL^a°;LLema7Än°Z°^ne°Z,:LerL^age3^-^ EBHmä »»äs ^nech Aufschlüsse verlangen, ob das Blatt „Der Werst- roS in dnemnS4“Ä des Staats,-cretärs Tirpitz ^^t!t^mt-rst<-nmmission osficiell empfohlen worden sei, etwa aus Ue,bern,im£®S>a6.mtaM?ibmUfomnd! ba\ltt. er besser Hw* begründet erklärt. Asm, 15. December. „Agencia Stefani" meldet: Da die weiteren Verhandlungen RudtniS mit den in Frage kommenden politischen Persönltchkeieeu vollen Erfolg gehabt haben, ist daS neue Ministerium nunmehr endgiltig wie folgt zusammengesetzt: di Rudini Präsidium und Inneres, Zauardellt Justiz, Visconti Benosta Aevßere«, Briu Marine, Branca Finanzen, Luzzatti Schatz, San Marzano Krieg, Gallo Unterricht, Pavoneelli Oeffentliche Arbeiten, Cocco Ort» Ackerbau und Stueo Post und Telegraphen. Alle Blätter, mit Ausnahme der cleriealeu und socialtstischeu, nehmen das neue Ministerium günstig auf. Pari«. 15. December. Der „Figaro" meldet au« Petersburg: Der Besuch des Zareopaare« zur Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 ist eudgiltig fest« gesetzt Die russische AuSstelluugScommisfion erhielt deu Auftrag, innerhalb de« Ausstellungsraumes einen Kaiser- pavillou zu erbauen, wo das Zarenpaar während der Befich- tigung der Ausstellung rasten tonn. werden. Redner fordert eine progressive Umsatzsteuer und wünscht, daß seitens der Regierung dahin gestrebt werde, durch geeignete Getreideansammlungen in Speichern sich einen entscheidenden Einfluß auf die Preisbildung zu fich-rn, um die kleinen bäuerlichen Besitzer im Osten der preußischen Monarchie zu erhalten. Am Schluffe seiner Ausführungen wendet sich Abg. Ahlwardt gegen die Juden und dankt ferner dem Hause für die ihm geschenkte Aufmerksamkeit. (Heiterkeit.) Hieraus vertagt sich das Hau8. ES entspinnt sich noch eine Reihe persönlicher Bemerkungen zwischen den Abgg. Frhr. v. Stumm (Rp.), Singer (Soc.) und Bebel (Soc.) über Den vom Abg. Bebel in der heutigen Debatte erwähnten Redacteur Fink. ___ Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) nimmt den Herrn Fink gegen die Behauptung des Abg. Bebel, daß derselbe bereits in Amerika wegen Wechselfälschung bestraft und deshalb veranlaßt worden sei, eu6 dem Verein Berliner Presi« auszutreten, in Schutz. Nächste Sitzung morgen Mittag 12 Uhr. Tagesordnung: Antrag der GeschäftSordnungS. Eommtffion Über daS Mandat des Abg. Vaasche, sodann Weiterberathung des EtatS und erste Lesung des MllitärstrafgesetzeS. Schluß 7V« Uhr. Pfandrecht. , ,,, t r Berlin, 15. HAember. Die nationalliberale Fraction deS Reichstages hat am Dienstag die Be- rathung der Militär-Strasproceß Ordnung begonnen. Die Vorlage hat auf vationalliberaler Seite eine wohlwollende Aufnahme gefunden und man gtebt fich der Hoffnung hin, daß es dem Reichstage gelingen wird, einen Entwurf zu Stande zu bringen, der dem deutschen Heere eine einheultche und berechtigte Wünsche zufriedenstellende Rechtsprechung z« schaffen vermag. Die Arbeiten werden heute fortgesetzt. Berlin, 15. December. Der Reichstag wird, wie jetzt mit Bestimmtheit verlautet, spätestens Freitag den 17. December vertagt werden. Der Wiederbeginn der Plenarfitzuugen ist auf den 11. Januar, also sehr früh, vereinbart. Berlin, 15. December. Die B ud g et-C 0 mm is f ton deS Reichstage« war heute Vormittag zusammengetreten. Abg. Lieber beantragte, zuerst mit der Berathung des Etat« vorzugehen, weil die Berathung der Marine-Dorlage minde- stens zwei Monate in Anspruch nehmen werde. Der Bor- fitzende, Abg. v. Kardorff, schlug dagegen vor, mit der Martae'- 1 Vorlage zu beginnen, die Commission beschloß, den Etat zunächst vorzunehmen, vorbehaltlich der Unterbrechung der Be- rathungen der Marinevorlage. _ . Prag, 15. December. Die Prager Gastwirthe beschloffen einstimmig, eine Petition an die Regierung zu richten, damit ihnen die Erwerbs- und Einkommensteuer erlaffen werde, für den Fall, daß die 10 Uhr-Sperrsttmde nicht bald aufgehoben werde. Im ablehnenden Falle ollen alle Gasthäuser der Stadt schließen, daS Personal entlaffe» und die Zinszahlung verweigert werden. Prag, 15. December. Auf der Kleinseite und in Podtkal wurden von spielenden Kindern viele Packete mit scharf-n Patronen, sowie »lechschachtelumit Zündhütchen und Dynamitpatronen gefunden. »rüffel, 15. December. Die liberalen Blatter melden, I daß am 25. und 26. December ein liberaler Arbeiter- I Kongreß, welcher daS Programm der liberalen Arbeitervereine festsetzen soll, tagen wird. . . t . . London, 15. December. Der Pariser Correspondent de« I „Daily Mail" erklärt, Deutschland habe fich der Neutralität Rußlands bet seinen Operationen in China I versichert. . „ , Kanea, 15. December. Die Führer der Auf- | ständischen haben den Admiralen eine Adreffe übergeben, in welcher sie gegen die den Mächten zugeschriebene Absicht protestiren, die Oberherrschaft deS Sultan« aufrecht I zu erhalten. ____________ Berlin, 16.December. Der Senioreneonvent de« I Reichstage« trat gestern nach der Plenarsitzung zusammen und machte fich dahin schlüssig, daß nach Erledigung der ersten Lesung der Mtlttärstrasproceß.Ordnung die Ferien beginnen I sollen, voraussichtlich morgen oder Samstag wird diese Vor- I läge an eine besondere Commission verwiesen werden. Die I erste Sitzung im neuen Jahre soll am 11. Januar stattfinden, j Zur Verhandlung soll alsdann die Novelle zur Civilproeetz- I Ordnung gestellt werden. Berlin, 16. December. Gegen den tat Reichstage vorgelegten Entwurf der Militärstrafproceßordnung wird der „Nationalliberaleu Correspondenz" zufolge die bayerische Regierung vor dem Reichstag ihren abweichenden I Standpunkt geltend machen. Im BundeSrathe soll außer Bayern noch ein Bundesstaat gegen die Vorlage gestimmt I Berlin, 16. December. Wie die „Voff. 8*0-* Freiherr v. Stumm in der jüngsten Tagung des Eisenbahn- rathes tu Berlin die ausdrückliche Erklärung abgegeben, .daß I er bet deu nächsten Wahlen kein Mandat annehme. und solchen Umfang genommen, daß et meine Pflicht ist, der neuen deutschen Hansa meinen Schatz angedeiheu zu lasten. ® e deutschen Brüder kirchlichen Berufe-, die hiuauSzogeu zu stillem Wirken, gilt e» zu schützen, und unter dem Panier der deutschen KriegSflagge soll unserem Handel sein Recht zu Theil werden, was wir beanspruchen dürfen. Der deutsche Handel kann nur gedeihlich fich entwickeln, wenn er fich unter der Retch-gewalt sicher fühlt. Die Reichsgewalt bedeutet Seegewalt, eine kann nicht ohne die andere bestehen. — DaS durch Deine Division verstärkte Geschwader wird zum Schutze der heimischen Interessen gegen Jeden, der dem Deutschen nahetreteu will, aufzutreten haben. Mögen unsere Landsleute draußen die feste Ueberzeuguug haben, ob Priester oder Äauflente, daß der Schutz des Deutschen Reiches ihnen nach« haltig gewährt wird. Sollte je Einer unternehmen, un- tu unserem guten Rechte zu kränßeu oder za schädigen, bann fahre darein mit gepanzerter Faust und, so Gott will, sticht Dir Lorbeer um Deine juuge Stirn, den Niemand Dir neiden wird. In der festen Ueberzeugung, daß Du nach guten Vorbildern handelnd — Vorbilder find in unserem Hause genügend vorhanden — meinen Gedanken und Wünschen entsprechen wirst, trinke ich auf Deiu Wohl mit dem Wunsche für gute Fahrt, gute Au-richtuug, fröhliche Heimkehr! — Prinz Heinrich dankte in seiner Erwiderung dafür, daß der Kaiser ihm diese- Eommando anvertraute- er versicherte, ihn locke nicht Ruhm und Lorbeer, ihn ziehe da- Evangelium de« Kaiser- im Au-lande zu verkünden und zu predigen Jedem, der eS hören, und Denen, die eS nicht hören wollen. Die- wolle er auf seine Fahne schreiben- er schloß mit dem Rufe: „Geliebter Kaiser, ewig Hurrah!" WB. Kiel, 16. December. Der Kreuzer „©efion" verließ früh 8 Uhr den Krieg-Hafen caualwärtS. Nach 9 Uhr fuhr der Kreuzer „Deutschland", welcher die Kaiser» standarte und die Kriegsflagge gehißt, mit dem Kaiser, dem Prinzen Heinrich und den drei ältesten Kliisersöhnen auf der Sommandobrücke, unter Salutschüffen und Hurrahrufen au» dem Krieg-Hafen ab. Prinzessin Heinrich mit ihren Söhnen stand am Schloßfenster. Hd. Kiel, 16. Dccember. Prinz Heinrich von Preußen begab sich heute Früh 8>/, Uhr vom Kgl. Schlosse nach der Barbarossa-Brücke. Auf dem Wege dorthin hatte da- Offizier- eorp» der Garnison, sowie die gesammte Garnison und die Admiralität Aufstellung genommen. Prinz Heinrich von Preußen verabschiedete sich von Admiral Köster und Admiral Thomsen, sowie von den übrigen anwesenden Offizieren und sagte: „Ich freue mich herzlich, daß Sie gekommen find. Auf fröhliche- Wiedersehen!" Beim Etnsteigen in eine Pinaffe brachte Admiral Festdorfer ein dreifache- Hoch auf den scheidenden Prinzen au-, in welche die gesammte Menge begeistert einstimmte. Um 8*/< Uhr begaben fich die drei kaiserlichen Prinzen mit der Station- Macht an Bord der .Deutschland". Eine Viertelstunde später erschien der Kaiser und befahl unter dem Jubel der Menge die Abfahrt der .Deutschland". DaS Schiff ging in langsamem Tempo durch den Canal. Das Schlacht Schiff .Friedrich Karl" eröffnete den Salut, in welchen die übrigen Schiffe riufieleu. CoceUs rrnd prwhijielto. Gieße», den 16. December. Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß» Herzog empfingen am 15. December u. A. den Amts- gerichtSrath Gebhardt von Gießen, den Professor Winkler von Gießen, den Rechner Wagner, Vorsitzender de- Gesangvereins .Liederkranz", von Gießen. * • Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog Haden Allergnädigst geruht, den Laudgericht-rath bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen Gustav Kullmann zum Oberlande-gerichtsrath bei dem OberlandeSgericht mit Wirkung vom 1. Januar 1898 an, den Rechtsanwalt Eduard Holzapfel in Gießen zum Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Oberheffen mit Wirkung vom 1. Januar 1898 an zu ernennen. Durch Verfügung Großh. Ministerium» der Justiz wurden die seitherigen Vorsitzenden der Kammern für Handelssachen bei den Lanogenchten der Provinzen Starkenburg und Oberhessen, die Grohh. LandgerichtSräthe Dr. Werle in Darmstadt und Dr. Möbtu» in Gießen, sowie die seitherigen Stellvertreter derselben, die Großh. LandgerichtSräthe Dr. Meise! in Darmstadt und Dr. Schäfer in Gießen, auch für die Geschäftsjahre 1898, 1899 und 1900 zu Vorsitzenden bezw. Stellvertretern der Vorsitzenden der genannten Kammern bestellt. * • Post Schalterdienst. Am Sonntag den 19. December find die Packetschalter wie an Wochentagen geöffnet. * * Postalische». ES wird darauf aufmerksam g:macht, daß die Verzollung der steuerpflichtigen Poststücke am 19. und 25. December in der Zeit von 10 bi- 12 Uhr Vormittags bei dem Grohh. Hauptsteueramte ftatifindrt. • • Am bonntag den 19. dS. MtS. ist, wie bereit- amtlich bekannt gemacht, der Verkauf in den Ladengeschäften bi» Abends 9 Uhr gestattet. * *H. btadttheater. Gestern Abend gelangte hier eine der jüngsten Novitäten, der dreiactige Schwank .Die Logenbrüder" von Karl Lauf- und Curt Kraatz zur Aufführung. Die in der Vorankündigung bereits rühmlichst heranSgehobenen Vorzüge diese- Stückes entsprachen der Thatsache, daß eS ein überaus „toller Schwank" ist, der die Devise führen kann „Du sollst und muht lachen". Den phantasie-begabten Verfasser der .Bocksprünge" (Kraatz) erkennt man wieder an der Lustigkeit und dem Uebermulh, der in den „Logenbrüdern" in vielleicht noch trefflicherer Weise fich knadgtbt, ja selbst die darin vorkommende Parodie auf Halbe- „Jugend" ist, wenn auch nicht geziemend, so doch originell verwerthet. DaS behandelte Thema ist kurz Folgendes: Ein flotter Schwiegervater, Fabrikant Habelmann an- Prenzlau, hat bei Begiuu seiner Ehe seiner Frau vorgespiegelt, er sei Mitglied der Loge, ja sogar Meister vom Stuhl, um damit ihrer Eitelkeit zu schmeicheln und für sich selbst ein paar unberufene Stunden Übrig zu haben, denn die theure Gattin sucht die Junggeselleu- Süuden ihre- lieben Timothäu- zu vergelten und ihr „Denke an Eulalia" ist ihre stets wiederkehrende, Habelmaun Jahre hindurch zur Folter gewordene Drohung. AuS gleichem Aulah kommt auch feto Schwiegersohn Max Brückner in Berlin auf den gleichen Einfall, der auch manche Sünde vor seiner Gattin und thrannifirendeu Schwiegermutter zu verbergen hat. Beide .Logenbrüder" haben aber keine Ahnung von der Loge, halten fich aber, al- Papa Habelmann seinen Schwiegersohn in Berlin besucht, gegenseitig für Mitglieder derselben. Daran- und dem unglücklichen Zufall zufolge, daß ein wirklicher Logenbruder in der Person de- Architekten Földner, als Bewerber der jüngsten Tochter Habelmann-, sowie ein früherer Schmierendirector und nunmehriger „Logen- be^cblteßer" Bammelberger dazwischen kommt, ergibt sich ein Quiproquo der tollsten Mihverständniffe, die durch Brückner- Freund, dem früheren Damenkomiker und nunmehrigen Agenten Fischer vervollständigt werden. Im Genre von „Charley- Tante" markine derselbe zwei Acte lang als Dame eine Tochter der unseligen Eulalia, damit den Wirrwarr noch vergrößernd, aber auch den Haupttrumpf damit auSspielend. — Die Darstellung war tresftich, das Zusammenspiel klappte befriedigend. Der zweite Act hätte Manche- in der Wirkung noch b-ffer ericheinen lassen, wenn nicht an Ueberrreibung so viel geleistet worden wäre- auch die Psrudotochter verdarb Viele- durch falsche Posen. Herr Liebscher gab den Schwiegervater Habelmaun in trefflich derber Eharacteristik- besonder- liegen Herrn Liebscher diese Pantoffelhelden gerade nicht und manches Mätzchen muß deshalb stillschweigend mit in Kauf genommen werden. Als deffen Gattin Karoline traf Frau Keßler die richtige, echte Schwiegermutter, wie sie mit Vorliebe al- abschreckende- Beispiel gern angewandt wird. Herr Janson al- Schwiegersohn Brückner in tausend Aengsten, sowie Herr Fritzschler als Architekt Földner waren am richtigen Platze und im richtigen Fahrwasser. Der Gutsbesitzer Segnitz erfuhr durch Herrn Forsch eine treffliche Wiedergabe- die Episodenrolle des Bammelberger, ehemaligen SchmierendtrectorS und nunmehrigen LogenbeschließerS, gab Herrn Albrecht Gelegenheit, von seinem Komikertalent wiederum einen glänzenden Beweis zu liefern. Herr Böhm gefiel fich in seiner Damenrolle, hätte sie jedoch einheitlicher durchführen müffen, er vergaß fich darin öfter- und kam dann in die gefährliche Region der Uebertreibuug. Nicht vergessen sei die anerkeuuenSwerthe Leistung de-Frl. NatusiuS al- Köchin Barbara. Die übrigen Rollen waren gut besetzt und ebenso durchgeführt. DaS Publikum kam au- dem Lachen nicht heran- und spendete stürmischen Beifall, mitunter bei offener Scene. — Da- Hau- war gut besucht. Auf eine Wiederholung diese- Schwanke-, der ein Specificum gegen Melancholie ist, sei ganz besonder- aufmerksam gemacht und der Besuch empfohlen. • • Sladttheater. Auf da- morgen Freitag den 17. l. M. stattfindende Benefiz für Herrn Dir. Alfred Helm, für welche- der Künstler das Moser'sche Lustspiel „Der Sclave" gewählt hat, sei hiermit nochmal- empfehlend hingewtesen. Da- genannte Stück gibt Herrn Helm Gelegenheit, in einer seiner besten, wirkungsvollsten Rollen — al» „TituS Bär", Schwiegervater an- Sachsen — aufzutreten. • * Antisemitische Sandidatnre«. Aus dem Parteitag der deutschsozialen Reformpartei für den hessischen Landesverband wurden nach einer Mtttheilung des „Darmst. Tägl. Anzeigers" als Candidateu genannt die Abgeordneten Bindewald, Hirschel und Köhler für ihre bisherigen Kreise (Alrfeld- Lauterbach Schotten, Erbach'BenSheim, Gießen R'ddo)- Stadt- verordneter Normet Darmstadt für Darmstodt-Groß Gerau - GutSbefitzcr Leopard-Melbach für Friedberg - Büdingen- Landwirth Mich. Wolf-Stadecken für Bingen-Alzey. Weitere Candtdaturen wurden in Aussicht genommen für Wetzlar, Dillenburg-Herborn, Hanau, Offenbach, Frankfurt a. Main und Mainz. Ansichtspostkarten bilden noch immer ein beliebtes Mittel zur Uebermitteluvg von Grüßen an Entfernte - sie tragen wesentlich mit bei zur Erhaltung der Freundschaft und bewahren die Menschen vor gegenseitigem Vergessen. ES ist daher erklärlich, daß in der Herstellung dieser Postkarten sich daS Bestreben geltend macht, immer Nene- und Originelles zu bieten, neue Formen und Bilder zu finden. Das neuerlich beliebt gewordene Pladndruckversahren hat fich besonders der AnfichtSpostkarten bemächtigt- Photograph-e-Aehnlichkeit desselben verleiht den Karten ein vornehme- Aussehen und läßt fie dem Empfänger zum Sammeln werth erscheinen. Eine neue Serie Karten hat der Kunstverlag von Ernst Balser hier in diesen Tagen erscheinen lassen. Dargestellt find auf denselben naturgetreu der Bahnhof, die Earp-Häuser der .Hasfia" und „Starkenburgia", Kreuzplatz, Marktplatz, JohanneSkirche, alte Kaserne, Liebigdeukmal, Universität», gebäude nebst Laboratorium, der SelterSweg, der Gleiberg und eine Gefammtanficht Gießens. Die Ansichtspostkarten werden ohne Zweifel bei dem bevorstehenden Jahreswechsel manche der üblichen Glückwunschkarten ersetzen und den Empfängern Freude bereiten. • • Verunglückt. Der fünfjährige Heinrich Götze und der fünfjährige Wilhelm Mehler begaben sich gestern Mittag nach dem Bahngeleise am sogen. Kohlenstrang, um ihre Väter, welche beide als Weichensteller dortselbst thätig waren, aufzusuchen. Hierbei machten fich dieselben an dem zur Abfahrt bereit stehenden Gütrrzug zu schaffen und geriethen beide unter den abfahrenden Zug. Dem Götze wurde daS linke Bein und die Zehen des rechten Fußes, dem Wilhelm Mehler der linke Fuß abgefahren- außerdem erlitt Letzterer noch eine Verletzung am Hinterkopf. Die beiden Jungen wurden tu die chirurgische Klinik gebracht. • • Verhaftet wurde gestern Abend der HauSbursche eine- hiesigen kaufmänutfchen Geschäftes wegen Unterschlagung ihm anvertrauter Gelder. • • Wetterbericht. Die Wetterlage hat sich im Großen und Ganzen gegen gestern nur wenig verändert. Im Innern Rußland- ist daS Barometer gestiegen- dagegen besteht da» au«gedehnte Depressionsgebiet Über dem Nordwesten de» Erd» theilS fort. Heber Central- und Süd Europa zeigt die Luft- druckoerrhrilung gleichfalls keine wesentliche Aendernng. DaS unbeständige, aber milde Wetter hält daher an. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch ziemlich milb, aber unbeständig. Schwurgericht. W. Gießen, 15. December. Die als Zeugen vernommenen Einjährig Freiwilligen Wehner, Walter und Marx schildern die Vorgänge tn der Turnhalle zu Nteder-Florstadt wie bereit- vom Angeklagten angegeben. Der Bruder de- verstorbenen Jakobi, Lehrer Karl Albert Jikobi von Gambach, legt da- Notiz- buch seine- Bruders vor, welche- derselbe während de» ManöverS gesührt hat. ES wird daran- die Aufzeichnung über die Vorgänge io Nreder-Florstadt verlesen, womit fich die Angaben tn der Anklageschrift decken. Der Zeuge ist zu dem Angeklagten Koch gegangen, um über den Grund dr» Duells Nähere- zu erfahren- dieser hat ihm erzählt, sein Bruder habe anfänglich die Forderung auf Pistollen nicht anuehmen wollen, er habe aber schließlich nicht anders gekonnt, wenn er nicht als Feigling habe dastehen wollen. Die Frage de» Vorfitzenden, ob der Zeuge gewußt, daß zwischen Schmitz und seinem Bruder eine Säbelforderung anhängig gewesen und ob er die Mittheilungen de- Angeklagten Kcch nicht falsch verstanden habe — nach deffen Darstellung habe Jakobi Bedenken gehabt, ob er nicht erst die anhängige Säbelsache mit Schmitz au-zufechten haben würde, ehe er fich diesem auf Pistolen stelle — erklärt der Zeuge Jakobi, er habe von dieser Forderung nicht- gewußt. — Durch den Zeugen Kaspar Herm. Wetz wird festgestellt, wo- die Anklage behauptet, daß nämlich Jakobi in Nieder- Florstadt zuerst thätlich geworden. — Der CorpSdiener Müller erklärt, er könne über die Personen, die da» Ehrengericht gebildet, nicht» sagen, er habe Niemand dazu bestellt. Dieselbe Aussage macht der Co,PSdiener Wilhelm Dörr, er könne auch nicht sagen, daß zwei Tage vor dem Duell auf dem H sseuhaus eine Versammlung gewesen sei, der Nicht Hessen beigewohnt hätten. — CorpSdiener Luft will von einem Ehrengericht ebenfalls nichts wissen. — Büchsenmacher Dicko rS bezeugt, er bewahre für die CorpS bereu Pistolen auf- am Tage vor dem stattgehabten Duell habe man die Waffen der Starkenburger und Teutonen durch die CorpSdiener bei ihm holen lassen und am nächsten Tage Morgen» gegen 8 Uhr sind die Pistolen zurückgekommen. Der Zeuge bemerkt, daß die Pistole der Teutonen unabgeschossrn zurück« geliefert sei, dieselbe war verladen, die Waffe der Starken- burger war gebraucht worden. — Dr. med. Schwan, der al» Arzt bei dem Zweikampf fungttie, bekundet den Hergang desselben in Uebereinstimmnng mit der Anklage. Er wird dann über das Wesen de» studentischen Ehrengericht» gehört und bemerkt, daß die drei Corps die Gerichtsherren stellen, daß dasselbe die geforderten Waffen Nicht verschärfen, sondern nur mildern dürfe. Da» Duell auf Pistolen und Dobel müsse vorher dem Ehrengerichte unterbreitet werden und diese- bat zu entscheiden, ob dasselbe stattfivden soll oder nicht. Nur wenn da» Ehrengericht da- Duell billig«, geben die CorpS die Waffen zu demselben her — sonst könne man Waffen zum Zweikampf nicht haben. Auf Befragen beS Ver- theidigerS Recht-anwalt Schimmelpfeng macht Dr. Schwan ben Geschworenen klar, was ein „Alter Herr" sei. — Aus Antrag des Staat-anwaltS wirb ber im Saale anwesende Ge« richtSaccelfist Fresenius al» Zeuge darüber vernommen, wie die Duellangelegenheit bei den Burschenschaften und Landsmannschaften gehandhabt werde. Er erklärt, ßaä, wer deren Waffen bet schwerer Forderung haben wolle, fich vorder dem Spruch eine» Ehrengerichte» zu unterwerfen habe. — Der etud jur. Carl Iann wird ebenfalls sehr eingehend Über da- Wesen de» studentischen Ehrengerichts vernommen, er ist ber Ansicht, baß, wenn das Ehrengericht ba» Duell ablehne, die Betreffenden von den CorpS keine Waffen erhalten, erholten dieselben ober CorpSwaffen, so sei daS Duell auch vom Ehrengericht gebilligt. Wohl kann eS möglich sein, daß ein „Alter Herr" deS CorpS die Waffen erhalten könne, aber bei einem nicht corporirten Gtudent-n sei baß ohne Ehrengericht nicht möglich. — Der etud. jur. Paul Hartmann ist ber Ansicht, daß ohne ehrengerichtliche Billigung eine» schweren Duells cs keine Corp-woffen zu bemfdben vom CorpS gtebt. Derselbe bemerkt weiter, daß er am Biertische gehöd, daß bie Angeklagten Brettel und Rübe im Ehrengerichte gesessen. — Stud. phil. Ferb. Schäfer beponirt dasselbe, er wisse die» voa Brettel selbst, der ihm gesagt, er habe do» Ehren- gericht geleitet. — Der Zeuge stud. jur. Herm. Weitz deponirt, daß ihm der Angeklagte Brettel mitgelheilt hat, daß Gebhardt, Langermann, Baa», Rübe, Koch und er selber daS Ehrengericht in der Duellaffaire gebildet hätten. — Stud. chem. Erich Karl Meyer hat gesprächsweise gehört, daß die Angeklagten Brettel und Rübe dem Ehrengericht ange- hört Haden. Auf Befragen de» Staat-anwaltS erklärt der Zeuge, daß ber Comment vorschreibe, baß zwei Ehrengerichts- fitznngen staitznfiudeu hoben. — Stud. jur. Ü. Seubert hat bem Schwitz die Tagung de- Ehrengerichts angesagt - der Zeuge weiß, baß Angeklagte Langermann unb Boa» baran Thetl genommen haben. Dem Zeugen ist we.ter bekannt, baß Brettel, Gebhardt rc., auch zu den Mitgliedern des Ehrengericht» gehört haben und daß eine Sitzung desselben in der Starkenburger Kneipe stattgesunben hat. — Stud. juris Stempel von Marburg und stud. jur. Karl Metz erinnern fich nur einzelner Namen, die al» zum Ehrengericht gehörig ihnen genannt wurden, welche fich unter den der Beihülfe zum verbrechen Augeklagten befinden. — Der cand. med. Ludolf Gleim Hot eine» Tage» bie ber Bei» hülfe zu bem Zweikampfe sechs Angeklagten im Heffrohau» getroffen, er hat angenommen, oder glanden können, dag diese sech» Anwesenden da» Ehrengericht gebildet haben. — Der Zeuge bestätigt dem Vertheidiger Schimmelpfeng, .daß 15. Dkcrvbrr bk fähige8 : hT b0IB Nb k b-°-° Jakob,, ei 0 M M’ bt. wahrend btt . J ^aszelchnnng 5ln' fcoadt fich , ®K 3tBgt tft zu 11 ben ®ninb bet «Mit, |tln öuf Pistollen nicht n^t anders y» 1 dastehen wolltv. W aewnßt, datz ne Säbelforderuva N« des Ange. abt - °°ch dessen ll/ ob er nicht erst aa-zusechtev haben teile - «klärt der [un8 mchtt gewußt, etz wird srstgrstrllt, Jakobi In Nieder. Der Corpsdienn Personen, dir das ^abe Nirwand dazu v'pSdieuer Wilhelm zwei Tage vor de» wluug gewesen sei, Lorpsdiener Last nicht- wißen. — ahrr für die (Soxipt gehabten Duck habe Tentonea dorch die chftrn Tage Morgens wmen. Der Zeuge ^abgrschvssen zmükk« Waste der Starkeu- d. Schwan, der als m den Hergang des- age. Er wird dann gerichts gehört und -Herren stellen, taß verschärfen, sondern listoleo und Säbel »reitet «erden und stattenden ick oder vnck Wgli -eben - sonst könne wem uf Lesragen des ver- maitt Dr. Swwan in* sei. - Auf An« aalt anwesende Ge« darüber vernowwen, zurscheoschostrn und h erklärt, daß, tott »*!»* sehr eingehend W itt vervonnnev, « * । bQl Duell ablehne, Waffen erhalten/ «* ti t«i r>°'» S*S w Ä *" '" ’m» »!i‘ ^MtlheUt ha', Zettel selber ><.«» “^Stud. WltKto ««6 « ®6Ä- W L anntWj #®a6\ bi.«' !, m» M *jS***- Sä“ au. o> ’ ihm ein Fall bekannt sei, wo da- Ehrengericht das Duell verboten hatte, und wo trotzdem d.e Gegner loSgiugen, weil ihnen von ihren CorpSbrüdern sonst keine Wahl gekästen wurde. Ferner bestätigt dieser Zeuge, daß es denkbar sei und vorkommen könne, daß ein alter Herr, entgegen dem Spruch deS Ehrengerichts, doch Corps-Waffen erhalten würde, um einen Zweikampf auSzufechten, auch würde derselbe wohl Corpsbrüder finden, die ihm secundiren. — Der Zeuge Gleim, noch einmal vorgeruseu, bemerkt, daß am Montag Abend in der Starkenburgia und am Dienstag Abend im HeffenhauS je eine EhrengertchtSfitzung, und daß am Mittwoch früh der Zweikampf stattgefuuden. — 8tuä. jur. Adolf Jost deponier, daß bit sechs von der Anklage bezeichneten Angeklagten in der fraglichen Affaire als Ehrenrichter fungirt haben. Der Zeuge hat vor dem Duell den Angeklagten Schmitz im HeffenhauS angetroffen, er habe fich darüber ge« wundert. Ebenso habe er auch gehört, daß Gebhardt, Rabe und Brettel im HeffenhauS zu gleicher Zeit mit Schmitz zusammen dagewesen seien. — Der auf Beranlastung deS BertheidigerS Rechtsanwalt Schimmelpfeng am Vormittag noch telegraphisch geladene Sachverständige Dr. Bopp (nicht Focke, wie wir in unserm gestrigen Bericht Irrthümlich bemerkten) aus Darmstadt äußert fich wie folgt über die Bedeutung und das Wesen des studentischen Ehrengerichts: Diese Institution führe ihren Namen mit Uurecht so, man könne dieselbe richtiger mit Ehrenrath bezeichnen. ES ur- theile das sogenannte Ehrengericht nicht über eine Schuld, noch könne eS auf eine Erhöhung der gestellten Forderung beschließen. ES habe gar keinen Einfluß auf die Vollstreckung seiner Beschlüsie, da nicht, wie beim militärischen Ehrengericht, eines oder mehrere seiner Mitglieder beim Antrag der Forderung zugegen sein müffe Da» studentische Ehrengericht entscheide nur, ob nach den studentischen Ehrbegriffe die gefallene Forderung auSgetragen werden könne, oder ob eine Milderung beziehungsweise Nichtzulaffung angebracht erscheine. Es gehöre genau wie die Secundanten zu einer formgerechten Erledigung deS studentischen Zweikampfes. Die Tendenz dieser Einrichtung sei nicht etwa die, da» Duell auszudehnen oder zu verschärfen, sondern dasselbe — besonders mit schweren Waffen — zu mildern und rinzuschräuken. Der Zruge verbreitet sich dann sehr eingehend über die Entstehung und Entwickelung dieser Einrichtung und fährt dann fort, darauf hinzu- weisen, daß jetzt insbesondere die Einrichtung besteht, daß da» Ehrengericht, falls eine gestellte Forderung nicht sofort abgelehnt wird, 24 Stunden später ein zweites Ehrengericht stattzu- ffnden hat, und zwar deßhalb, um den Ehreurichtern noch eine reifliche Ueberlegung vor Beschlußfassung zu ermöglichen, um die Forderung dadurch möglichst unabhängig zu machen von momentaner Aufwallung. ES sei richtig, daß fich Jemand, der acttv dem Corp» angehöre, dem Spruch des Ehrengerichts unbedingt unterwerfe, und besonder» nicht loSgehen werde gegen dessen Beschluß, auch würden ihm dann die Corpswafftu rc. versagt werden. Die Herausgabe der Corpswaffen an „Alte Herren", aber sei nicht an daS Stattfind'.n eine» Ehrengerichts geknüpft. Es komme vor, daß gerade „Alte Herren" das Ehrengericht umgehen, weil fich dieselben nicht brr Jurisdiction der Jüngeren unterstellen wollen. — Auf Befragen deS BertheidigerS Justizrath Hirschhorn erklärte der Sachverständige, daß nach seiner Anficht die Folge der Rechtsprechung deS Reichsgerichts bezüglich der Ehrenrichter nicht eine Verminderung, sondern eine Vermeh- rung der Zweikämpfe wir schweren Waffen herbeiführe, weil durch die Möglichkeit der Bestrafung ältere, besonnenere Leute systematisch von dem Ehrengericht ferngehalten würden, und jüngere Leute nicht in der Weise unabhängig im Unheil sein können, wie ältere Personen, deren Erfahrungen und deren Vergangenheit rS ihnen ermöglicht, auf rabiate Duellanten einen mildernden Einfluß auSznüben. — Auf Befragen deS Ersten Staatsanwalts Dr. Güngerich erklärt Dr. Bopp, daß allerdings auf so schwere thärltche Beleidigungen, wie eine Ohrfeige, ein Pistolenduell üblich sei, doch wolle er gestehen, daß er persönlich schon tu der Lage gewesen, SatiSfaction im gleichen Falle mit Säbeln zu geben. Der Sachverständige betont, seine Darlegung und seine Auficht stütze sich aus die Verhandlungen, die jede» Jahr vom Cösener 8. C. geführt werden, er habe bi» in die neuere Zett die drei Gießener Corps dort vertreten. E» wird noch festgestellt, daß Jakobi, ehe erauS dem Leben geschieden, fich mit dem Angeklagten Schm tz auSgesöhut habe. Die Beweisaufnahme wird hierauf geschlossen. Die Fragestellung an die Geschworenen geht dahin: 1. ob der Angeklagte Schmitz seinen Gegner im Zweikampf getvdtet- 2. ob der Angeklagte Gebhardt in Gemeinschaft mit den Angeklagten Langermann, Koch, BaaS, Brettel und Rübe den Angeklagten Schmitz bet Begehung deS Verbrechens br» Zwei- kampfeS durch Rath und That wtssentlich Hilfe geleistet. Die fünf nächsten Fragen find dahin formulirt: ob Langermann in Gemeinschaft mit den in Frage 2 genannten Genossen Beihilfe geleistet oder ob dies bei Koch, BaaS, Brettel oder Rübe zutrifft. Die achte Frage geht dahin: Ist Stammler schuldig, die Herausforderung zum Duell an Jakobi überbracht zu haben. — Hierauf wird die Verhandlung auf Donnerstag Vormittag vertagt. Gießen, den 16. December 1897. Wieder ist der Schwurgerichtssaal von Zuhörern überfüllt ; waren e» gestern die Akademiker, die gekommen waren, so ist es heutemehr dar bürgerliche Element, welches auf daS zu erwartende Rrdetnrnier neugierig ist. Mit Innehaltung des akademischen Viertels betritt der GerichtShos den Saal. Der Vorsitzende verliest noch ein Mal die an die Geschworenen gerichteten acht Schuldfragen, worauf er dem Ersten StaatS- anwalt das Wort zur Begründung der Anklage ertheilt. ES sei ein unsäglich bedaueruSwertheS Eretgviß, welches heute von den Geschworenen zu würdigen sei. Ein blühendes Menschenleben sei geopfert worden wegen einer Ohrfeige. Der Erste Staatsanwalt wirft die Frage auf, ob dies nöthtg gewesen und beantwortet fie mit einem entschiedenen Nein. Das Gesetz verbiete den Zweikampf, und die Mehrheit der Staatsbürger billige dies und halte das Duell nicht für noth- wendig, sie weise den Beleidigten an den Richter, an da» Gesetz, wegen einer Sühne oder Genugthuung. ES gäbe aber eine Minorität, die anderer Meinung, und welche der Ansicht sei, die Gesetze reichten nicht auS, um eine geeignete Sühne dem Beleidigten geben zu können und welche der Meinung find, daß fie sich selber Recht verschaffen dürfen mit der Waffe in der Hand. ES handle fich Heer darum, Sühne zu geben für einen vergangenen Zweikampf und es seien drei Fragen, auf die es dabet ankomme und zwar: 1. Wie fich daS bestehende Recht zur Zeit zum Zweikampf stellt- 2. Wa» haben die Angeklagten gethan? Steht dies mit dem bestehenden Recht im Widerspruch, und 3. Wie find die Angeklagten nach Lage der Sache zu bestrafen? Der Erste Staatsanwalt ging bann näher barauf ein, was das Gesetz unter einem Zweikampf versteht, unb wer von ben Theil- nehmern eines solchen nach bem Gesetz fich strafbar macht, unb behanbelt habet sehr eingehend ben Begriff ber Bethülfe (§ 49 b. Str.-G.)- hieraus verlas Dr. Güngerich ben That- bestand, ben wir nach ber Anklage bereits berichtet. — Der Angeklagte Stammler, ber zugestanbener Maßen ben Cartell- träger zwischen Schmitz unb Jakobi gemacht, habe selber erklärt, er habe keinen Versuch dabei gemacht, das Duell zu verhindern. Daß ein Ehrengericht ftattgrfunden, bezweifele wo^l Niemand, es fei ja festgestellt. Ob die dieserhald sechs Ange- klagten die Ehrenrichter gewesen, das sei eine andere Frage. Aus der AuSkunstSvelweigerung zieht der Staatsanwalt den Schluß der Schuld der sechs Genoffen. Was in d-m E^en- geeicht vorgegangen, dazu komme man logischer W-tsc ganz allein. Nach all den Umständen sei gar rucht daran tu zweifeln, daß da» Ehrengericht dos Duell mit schEen Waffen gebilligt habe. Nach ben Auffassungen in corp-fiudenttschcn Kreisen ist als erwiesen anzunehmrn, daß da» Ehrengericht einstimmig für die Austragung der schweren Foröerung gestimmt hat. Der Angeklagte Schmitz sei geständig, an dessen Schuld könne nicht gezweifelt werben. Der Staatsanwalt bittet bie Geschworenen, die Schuldfragen wegen ber Angeklagten Schmitz unb Jacobi zu bejahen. Der Ankläger kommt nun barauf, zu erklären, daß die Angeklagten Gebhardt, Langer- mann, Koch, BaaS, Brettel und Rübe nach dem Gesetz nur strafbar find wegen ihrer Thätigkeit als Theilnehmer de» Ehrengerichts, wegen ihrer Thätigkeit beim Zweikampf sind die vier ersten Angeklagten straffrei. Ueber die Absicht mit der Einrichtung der Ehrengerichte, den schweren Duellen zu steuern, geht der Erste Staatsanwalt mit ben Bertheibigera ein» - aber barauf komme cs im vorliegenben Fall nicht an, biefc Einrichtung ist geschaffen worben von der Voraussicht ber Zulässigkeit be» Duells, bieS sei eS aber boch, welches baS Gesetz verbietet. Die Duellanten waren aber bem Spruch bei Ehrengericht» unterworfen unb haben bem auch nach- gelebt. Es wiberstrebte bem verstorbenen Herrn Jakobi, auf Pistolen loszugehen, aber er fürchtete, von jenen Kreisen nicht mehr geachtet zu werben, für infam erklärt zu werben, unb die» bestimmte ihn, bem Spruch beS Ehrengerichts nackzukommen. Nach seiner Anficht sei einer von ben sechs Angeklagten so schulbig wie ber anbete. Aber selbst wenn man annehmen wollte, daß nur fünf ber Angeklagten bas Duell al» Ehrenrichter gebilligt haben, so sei auch ber sechste mitschnlbtg schon darum, weil er im Ehrengericht gesessen hat. Der Staatsanwalt ersucht zum Schluß bie Geschorenen, sämmtliche an sie gerichteten Fragen zu bejahen. (Schluß folgt.) Vermischtes. • Hebet da» Fleisch-Pepton der Liebig-Compaguie spr'cht fich bet Nervenarzt Dr. Otto Dornblüth in Rostock in seinem „Kochbuch für Kranke" in außerorbentlich auerkevnenber Weise au». Wieberholt weist Herr Dr. Dornblüth, gestützt auf bie wissenschaftl'che Analyse d-S Fleisch-Pepton», auf den Gehalt beffelben an wirklichen Nährstoffen hin unb erklärt e» für eines ber besten und wertbvollstcn unter allen ähnlichen Erzeugnissen. Ganz besonber» wirb bi* Anwendung des Fleisch Pepton» da empfohlen, wo in Fällen ber Schwäche unb Appetitlosigkeit eine Vermehrung ber Nährstoffe ohne weitere Anstrengung be» Kranken ober möglichst unbemerkt geschehen soll. ♦ Siu frühreife» Poleufrüchtcheu ist ber 16jährige Gym- nafiast Schulz in Gnesen, der fich hcure schon Szulc nennt. Dieser „Szu'.c" besuchte noch bis zur vorigen Woche da» königliche Gymnafium (Tert'a) und benutzte dabei fleißig die Schülerbibliothek. Dabei beging er die Heldenihat, wiederholt bei Glanzpunkten der deutschen Geschichte oder den Namen hervorragender deutscher Männer, ober aber bet Angelegenheiten, die bie evangelische Religion betrafen, leine hier nicht wieberzngebenben unflätigen Bemerkungen hinzu- schreiben unb nebenbei noch die werthvollften Bücher zu zerreißen. Obgleich daS Bübchen mit ächt polnischem Muthe seine That leugnete, wurde Re ihm doch schlagend bewiesen, fn daß et daraufhin auS dem Gymnasium verwiesen wurde. icr»chUche Anzeige»» See StaS» «Vietze«. Evangelische Gemeinde. Donnerstag ben 16. December, Abends 8 Uhr: Bibel« stunde. Eo. Marci, Cap. 10. Fortsetzung. Pfarrer Dr Grein. BetteMmst in der SamStag ben 18. December 1897. Vorabenb 4 Uhr, Morgens 9 Uhr Haphtarah Erklärung, Nachmittags 3 Uhr Schrifterkläruug, SabdathauSgang ö« Uhr. GüttrSdieust der israelitische« ReligionSgesellschar. Sabbathfeter am 18. December. Freitag Abenb 4 Uhr, SamStag Vormittag 8" Uhr, Nach« mittag 3 Uhr, Sabbathausgang b" Uhr. Nachmittag 214 Uhr Lchrlfterklärrrrrg Bahnhofftr- 60. Wochengottesdienst Morgens 718 Uhr, Abenbs 4 Uhr. Verkehr, £an&» mefc VoLkswtrthschaf^ gtwbettt, 15. December. Fruchtmer kr. Roth er SB et. ™ X 16,66, weißer Weizen X 00.00, Korn X 10 97, Gerste JL. 10.59, Haier JL 6.85. ani.i . inmtc, elo Ütftrn fcirrki yrlDütr. -1 n und ;n r. f ■ rf Ä Seidenstoffe s verlange Muster mit Angabe d. Gewünscht, n von Elten & Keussen. FÖ- |BehördIicheAnzeigerJ Bekanntmachung. Forderungen an den Nachlaß der verlebten Adam Ruch Wittwe von hier find binnen einer Woche bei dem gerichtlich bestellten Vormund, Kaufmann Karl Loos dahier, einzureichen. Gießen, den 11. December 1897. Großb. Amtsgericht. Wiener. 11365 Neidhart. Samstsg den 18. Beehr. 1897, von Vormittag» 10 Uhr an, läßt Herr Goldarbeiter H u h n zu Gießen in feinem gaben Bahnhofstr. SS wegen Geschäftsaufgabe feine gesammten Golv», Silber», versilberte, Graust- unb sonstige Waare«, als: Brachen, Ohrringe, ]HalS- unb Uhrketten, Colliers, Medaillons, Arm- bänder u. s. ro. Iffentlich gegen Baarzahlung versteigern. Versteigern«- bestimmt. 11370 «Ngel, Gerichtsvollzieher. ÄL Schlachthaus. Freibank. 11329 Heute uud morgen. 8chweLllefleilch nicht ladmrein, per Pfd. 52 Pfg. Stiersieisch nicht ladenrein, per Pfd. 54Pfg. Faselochsenfleisch rricht ladenrein, per Pfd. 45Pfg. L^ervir- und Kaffeebretter mit Holz- und fein bemalten Fayence-Böden empfiehlt 11064 E. Weissbäcker, Seltersweg 31. Telephon 46. Markt 21. Garantirt reines la. Schweineschmalz, la. Wurstfett. Coeosrrutzbutter, ff. Margarine stets frisch zu haben bei 10612 A. & G. Wallenfels, MrudrsWtihnachtsgkschenK rv o 3 (0 C S s E x 0 Snessartmützen. A. Schuster & Cie. Schell fische treffen heute ein bei 616 A. & G. Wallenfels. Marktplatz 21. — Fernsprech-Nr. 46. Frisch gkschoftak Sasca Rehe im Ausschnitt, sowie Pariser Kopfsalat empfiehlt 11382 ___________H. Klotz, Mäusburg 17. WkihichtsgeHeiik. Lortimrntskistlyen, je 5 Sorten hochfeine Cigarren enthaltend, empfehlen zum Preise von 6, 8 unb 10 Mk. pro Kiste (ICO Stück) Gebr. Adami, ML«»burg 14. 11381 Christbäumchen Frisch gehauene Christbaumchen, von 10 Pfg. an bis 1,20 Mk, heute ein' getroffen bei Herrn Lampus, SelterSweg. 11377 Hägele. 11367] Mein Nebenbaus, 5 Zimmer mit Zubehör unb Gartenamheil, an nut ruhige Leute preiswerth zu vermiethen. Offerten unter Cb- B. 11367 in der Ex- pedition dieses Blattes abzugeben._______ 11241] Parterrewohnung, neues Haus, 7 Zimmer mit Zubehör, in schöner, freier Lage zu 700 Mk. pro Iaht zu vermiethen. 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Zu der am Sonntag, den 19. December, Abends 8!/> Uhr, daselbst stattfindenden Weihnachtsfeier des kaufm. Lehrlingsheims wird ebenfalls freundlichst eingeladen. D. O. B.'A.s. Gießener Kuder-Gesellschaft. 11252 empfiehlt in bekannt guten Qualitäten Verwalter. 11384 ■ Christbaumschmuck A. Welz, 8650 (geringer) bei Seltersweg 2. kauft zu hohen Preisen 11060 11389 LIEBIG Companys FLEISCH-PEPTON 434 Specialität Der Vorstand. Vereinsnachrichten. | eine empfiehlt die Weiuhaudluug H387 11369 bei mir anzumelden. unserer Leser empfehlen. 10941 C. Röhr, Schriftführer. Ernst Balser, Vorsitzender. Montag, den 20.De- cember.Abd« 8Uhr: «erreral- Versammlung. Tagesordnung siehe Circular. reich erscheinen. 11388 ys*. Die Firma H. Kühn, Seltersweg 36 h er, hat der heutigen Gesammtauflage unseres Blatte« einen Prospect über ihr reichhaltiges Lager von Luxus« und Gebrauchsartikeln beigelegt, welches wir der Beachtung Zwei Gruben Dung au« dem Schlachtham« sind abzugeben. Röhe eS bet dem Schlachthaus» ist von vorzüglich bewährtem Erfolge zur Stärkung Schwacher und Kranker. Forderungen an den Nachlaß des hier am 1. d. Mt«. verstorbenen Herrn Jean Schobt bitte ich bei Meidung der Nichtberücksichtigung im Erboerfahrint Verlag brr vrüblichen UniverfltLtS-Vuch. und 6trinbrn(ftrei iHietsch A ■m Giessen arsweg-Plockstr. Gegrüsdet 1866. EW Grleetee Etabllssemeat Diaphanieen in verschiedenen Preislagen. 5>ie heutige Kummer umfaßt 8 Seite«.