*1 von ir “8 1896. Mi % Hi rtwe urg«_ bestem iitt Mischung irt9 bewährter massigen Auf- Wguchmack pro V, Kilo. chalhof, M Kalkhos, West, lob. Tchlabach n, mi H. Sinn, id gt. Hoßbach. aquetts mit *w igen. 1K II Mk. 18.-. nschließend, UH, 12 Mk- W» ackj roftdton. 1398° 111.90 9850 110." 70.- 22l‘/i 148.- i 188.- 109.50* 98.60 110.3> I.WM-® 094.f/| otthardbah"- chivz.Cel?7 iLWß 7!uE । । 158.- 113.70 144.5° 113.5° 131-85 40.- 131.25 126.40 130.5° 92.1° 36.30 22.1’ 22,;0 40.20 101.5° 21.05 12.10 22.20 22.8° 231°. 1311° 131.3° 1264° 129.8° 92.3° 36.5° Ä.ioo 'S, .”u* firf. fr«- *Ä80 io 1 7 -?r. 270 Erstes Blatl Mittwoch de« 17. November 1897 ießmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Aints- und Anzergeblatt für den Ureis Giefzen. Redaction, Txpeditio» und Druckerei: -«-ulstratze 3tt.Tr Fernsprecher 51. Vierteljähriger Aöonnemcntsprei«^ 2 Mark 20 Pfg. ufr vringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener A'imilicnötätter »oerdkn dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, «üt Ausnahme des Montags. Hratisöeitage; Hießener Jamitienötätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« t Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeh«. Der renitente Sultan. Daß Abdul Hamid ctn recht wlderspenfttger Herr ist, davon tolffen die am Goldenen Horn beglaubigten Vertreter der auswärtigen Mächte ctn 2k. ES wurde allgemein anerkannt, daß als wesentlichste Grundlage für die Vorberathung neuer Handelsverträge zunächst eine möglichst umfassende ProductionSstatistik auszustellen sei. Sechs Fach-Commissionen wurden gebildet. Abends fand beim Grafen Posadow-ky ein Diner statt, bet welchem fich der Kaiser sämmtliche Mitglieder des Ausschusses vorstellen ließ. Im Laufe der Unterhaltung kam das Gespräch auch wieder auf den Ausbau unseres CanalsyftemS, für welche» der Kaiser lebhaft eiutrat. Der Monarch beabfichtigt, einzelnen wichtigen Sitzungen der Ausschüsse beizuwohnen. An dem Diner nahmen auch Reichskanzler Fürst Hohenlohe, mehrere Minister, Staatssekretäre und Gesandte Theil. Leipzig, 16. November. Da» Reichsgericht verwarf die Revision des Reichstagsabgeordneten Bneb von Mülhausen t. E. gegen da» vom Landgericht Mülhausen wegen Beiseiteschaffung von beschlagnahmten Flugblättern und wegen Beleidigung ergangene Urtheil zu zehn Monaten Gefängniß. WB. Konstantinopel, 16. November. Fall» bis zum Ablaus de» Donnerstag die von der österreichisch-ungarischen Botschaft geforderte SatiSfaction nicht gewährt ist, trifft dieselbe, abgesehen von der beschlossenen Abreise deS Bor- schasterS sammt Familie, auch anderweitige Vorkehrungen zur Ausführung der beschloffenen Zwangsmaßregeln. Gießen, 16. November 1897. Nähabende. Aufruf an die Damen Gießen». Die Betheiltgung unbemittelter Frauen und Mädchen an den Nähabenden ist in diesem Jahre wieder eine so große, daß die Zahl der diese Abende leitenden Damen leider nicht genügt. Ich richte daher aus diesem Wege an die Damen der Stadt die herzliche Bitte, fich in noch größerer Zahl an der so segensreichen Arbeit zu beteiligen und mir ihre Be- reitwilligkeit dazu baldigst schriftlich mitzutheilen, dabei auch zu bemerken, ob die Damen den Freitag Nachmittag von 5—7 oder Freitag von J/,8—fte nicht möglich ist, die Candidatur der nächststehenden Partei zu unterstützen ist, soweit eS die örtlichen Verhältnisse erlauben. Die dritte Resolution empfiehlt die Feststellung eine» allgemeinen Programms über die an die Gemeindevertretung zu stellenden Anforderungen unter dem Vorbehalt, daß Programm-Aenderungen der Central- leitung vorzulegen find. — Die folgenden BerathungSgegeu- stände betrafen die Organisation und die Landtagswahlen in Preußen. Zu letzterem Punkte gelangte, nachdem Dr. Quark- Frankfurt für die Betheiligung an der Wahl sowohl wie für die Unterstützung linksstehender Parteien schon im ersten Wahlgange fich ausgesprochen, eine Resolution zur Annahme, worin erklärt wird, daß der in Betreff der Landtagswahlen gefaßte Beschluß deS Hamburger Parteitags die Theilnehmer an der Conferenz der heffen-nassauischen Parteimitglieder nichr befriedigt, daß vielmehr die Sache nochmals durch die Reichs- tagSfraction unter Zuziehung der sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten im übrigen Deutschland durchberathen und darüber in den einzelnen Wahlkreisen abgestimmt werden soll. * * Neue 50 Pfeuuig-btucke find jetzt au 1 g e g e b e » worden. Die neuen Münzen weichen von den alten in einigen Punkten merklich ab. Zunächst ist der Reichsadler viel kleiner, die Stellung der Flügelfedern ist schräger, und die Rette de» Bruftschilde» ist au» lauter kleinen Adlern zusammengesetzt. Beide Seiten der neuen Geldstücke weisen ferner einen Eichenkranz auf. * • Der Verkauf von ZuschlagSkarteu durch die Zugführer der Schnellzüge hat sich, wie der Minister der öffentliche» Arbeiten, Excellenz Thielen, in einem dieser Tage ergangenen Erlaffe nach Prüfung der eingegangenen Berichte mit- theilt, bewährt, sodaß die Beibehaltung derselben empfohlen werden kann. Der Minister bestimmt daher die Fortführung und wo ein Bedürfniß vorzuliegen scheint, die Erweiterung der Einrichtung. In einzelnen Fällen haben sich Uozuträg- lichkeiten dadurch ergeben, daß die Zugführer nicht im Besitze ausreichenden Wechselgelde» waren- die Königl. Eisen- bahn-Direclionen sollen daher darauf Bedacht nehmen, daß diesem Uebelstande begegnet werde. • • Aufsehen erregte», wie die „N. Hess. volkSbl." melden, am Montag in den Straßen Darmstadt», welche fie pasfirteu, eine Anzahl Frauen und Mädchen in der Oberhessischea althergebrachten Tracht („Stumpfröcke", sehr farbenreichen Miedern und „Umtüchern", sowie den kleidsame» farbigen Häubchen). Welcher Zweck die Frauen, die unter Führung eines hochgewachseneu Manne» standen, hie, her führte, konnten wir nicht erfahren, beim Anblick derselbe» drängte sich uns aber mächtig da» Gefühl auf, wie berechtigt und anerkennenswerth die Bestrebungen de» unter dem Protektorate Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin stehenden „Vereins zur Erhaltung der Oberhesfischen Volkstrachten" find. Gen. Blatt fügt dieser Mittheilung hinzu: ES wäre wirklich jammerschade, weun diese originellen Trachten der Frauen der modernen Kleidung weichen sollten! * Zn Amerika verstorbene Hessen. Brooklyn, N. K, Georg Ellert, auS Reinheim. Chillicothe, O., Frau Margarethe Hahn, ged. Uhrig, 76 Jahre alt, auS Lampertheim. Chicago, Jll., Michael Brand, 71 Jahre alt, aul Obernheim. EvanSville, Jnd., Philipp Decker, 81 Jahre alt, auS Eckelsheim. •• Wetterbericht. Die Depression, welche fich gestern vor dem BiSkaha-See Über die britischen Inseln hin erstreckte, ist unter Zunahme ihrer Tiefe nordostwärts gezogen, so daß ihr Centrum heute Morgen Über dem Skager-Rack lag. Gleichzeitig ist daS Barometer auf ihrer Rückseite, d. h. über den britischen Inseln bedeutend gestiegen, so daß namentlich über der Nordsee erhebliche Luftdruckunterschiede bestehen. Ueber Ost- und Südost-Europa ist die Druck- vertheilung die gleiche geblieben. Aus unserem Gebiete hat allenthalben, namentlich im Norden, die Bewölkung ^genommen. Dabei find die Morgentemperaturen etwas gestiegen. — BorauSsichtlch e Witterung: Im allgemeinen wechselnde Bewölkung und im Norden stellenweise Niederschläge. h. AuS der Wetterau, 15. November. Der Müller Peter Dietz auS Rockenberg kam nebst seinem Knechte mit einem Wagen voll Frucht Abend» von Wohnbach gefahren. Sowohl Herr alS Knecht scheinen unterwegs bald vom Schlafe überwältigt worden zu sein. Zwischen Münzenberg und Rockenberg wurde der Herr plötzlich ausgeschreckt, al» der Wagen auf der sehr abschüssigen Straße im raschesten Tempo dahinraste. Abspringen konnte er nicht und mußte da» Fuhrwerk vorläufig ganz seinem Schicksal überlassen. So kamea die Pferde denn auch zum Orte hereingaloppirt. Hier gelang es Dietz, fich vom Wagen herunterzuschaffen und ben- selben zum Stehen zu bringen. Da der Knecht fich nicht mehr auf dem Wagen befand, auch nicht vachkam, so machte man sich mit Laternen auf den Weg, um nach ihm zu suchen. Endlich wurde er al» verstümmelte Leiche auf der Straße gefunden. Er war, ohne daß fein Herr etwa» davon gemerkt hatte, vom Wagen herabgestürzt und von diesem überfahren worden. — Auf ähnliche Weise scheint der Fuhrmann Bohrmavo von Södel verunglückt zu sein. In Berstadt vernahm man spät am Abend Hülferufe au» der Ferne. Beim Nachsuchen fan> 'Wt edrr bene« .tpdttL^uh) °d «J** 61, Wtt der 5??*» r unftlbüx1 ? * *** Mx S i * S'i-ktk, }®H«W äi,t ^H*aZ '"„Mw».«.. , l! ?"•«'» D-.Q««!. ’öaN Ml wie föT J Won Im rrfttli Jolutton jur «nnflfe, n ott öalldtagiwahlrll leM dir Thettneh«« »vatitlmitglltber nifo ™ durch Ut Reichs, ’albtaohatlidjtn Land, anb durchberalheu nnb abfltftlmmt werden soll. W aus gegeben l0n den alten in einigen Reichsadler viel kleiner, ägtr, und die Sette de» Ubiern zvlavaengrsr^. Htn ferner einen Achen- rt« durch dir Zngführa ktnifter der Sffentlichv einem dieser Tage n> ^egaugenru Beritte mit« unz derselben empfohlen i daher die Fortfühmg cheiut, die Erweiterung n haben sich UozuteSg- Zugfiihrer nicht Im Leen / die Sönlgl. Elseo- Sedacht nehmen/ dar Kess. LolkSbl/ melden, -/ welche fiepaffirteo, er Oberhesstschea ipsrütr", sehr sarden- sowie den Wamta vir tzraurv, dir unter jiutl siavdru, hierher btto AaM derseldil! eslihl aus, toll btrechligt dnngea der unter dm oheit der Grohheri°^ er OberheWen » leser Mittheilung W- diese originellen Trachtv weichen sollten! eg. Brooklyn, N. b Lhillicoehe, O-, ^ahre alt, auS Lanip^' .h ?! Jahre alt, an» JÄ»«S-°-° SÄ* 18 L kti wi‘111? l“«r‘ •‘«•gtP-** - . W ««" B lltbp 'tnt”x «W "Z’Ä*’, f * * Ä d)t Uöb ?UB Ko ka°>kl jl übelst"' $(tt 6e !tell,0öIÄw ullb b|» euntel« fich n; na der nut« ;0l4t ’“Ä rsKZ sKK lt 6tTÄf httDO9fll ® S"K S6*4 man Behrmann auf der von Ridda kommenden" Straße unter einem Heuwagen liegend, mir dem er von dieser Stadt her gefahren kam. Nach Berstadt verbracht, wurde er von dem dortigen Arzte verbunden und al»dann per Chaise in seine Heimath gefahren. Hand und Unterarm, über welche die Räder deS schweren Wagens gegangen find, find so zerfetzt, daß schlemme Folgen nicht ausgeschlossen find. h. Wolferlheiw, 15. November. Ungeachtet der am Tage der Bktriebseröffnung der neuen Bahnlinien Friedberg- Hungen und Friedberg-N'.dda vorgekommenen gräßlichen UnglückSfalleS hielt kürzlich ein Mann von Obbornhofen mit einem Wagen voll Braunkohlenklötzen beim Herannahen eine» von Friedberg kommenden Zuges auf der UeberfahrtS- stelle nahe dem hiefigen Bergwerke. Infolge der Steigung auf dieser Strecke konnte der Zug glücklicher Weise rechtzeitig gestellt werden. □ Darmstadt. 15. November. Hebet die großen griechischen Mecher Praxiteles und SkopaS und ihre Werke, sowie diejenigen Werke, welche man unter ihrem Einflüsse als entstanden betrachtet, verbreitete fich der heutige Bortrag des Herrn Privatdocent Dr. F. Noack. Gr erinnerte daran, wie man die berüümte HermeS Statue deS Praxiteles bei den deutschen Ausgrabungen in Olympia vor 20 Jahren in glücklicher Erhaltung ans Tageslicht gebracht und gab eine Characteristlk der PraxiteleS'schen Kunst, die die Körperformen sein abgeschliffen, daS Gewand mit dem maffig schweren Stofffall matter und rauher zeigt, ferner die Kopfform gegen früher mehr entwickelt, jeder scharfen Umrisse entbehrend usw. Bon seinen im Alterthum hochgerühmten Statuen der Aphrodite, EroS u. A. ist nichts auf un- gekommen, dagegen von den durch franzöfische Ausgrabungen erhaltenen Reliefs mit dem Apollo und MarshaS, sowie mit den Musen. DaS Bestreben, in der Darstellung der Menschen der Natur näher zu kommen, zeigt auch Kephtsodot. Von weiteren dem Praxiteles zugeschriebenen Werken gedenkt Redner (die betr. Werke kennen wir meist nur auS Copien) des sog. eingießen- drn Satyr, des autruhenden Satyr, der anmuthigen Statue des eidechseotödtenden Apollo, die dem Hermes schon sehr nahe steht, des AntinooS vom Belvedere im Vatikan u. a. m. Don 855 bis 346 war Praxiteles in Kleinafien, am Mausoleum von Halikarnaß thätig,- in diese Epoche fallen wohl die Aphrodite im durchscheinenden Gewände, die unbekleidete Aphrodite von KntdoS (der moderne Prüderie später unten eine Bekleidung gab), vielleicht auch die Hera Ludovtfi usw. In allen Werken des Praxiteles zeigt fich vollkommenes Ebenmaß in allen Gliedern, völlige Naturwahrheit in den Grenzen der Schönheit. Neue Bahnen eröffnete der griechischen Kunst auch SkopaS von ParoS, der mit Praxiteles eine Zeit lang in Halikarnaß zusammen arbeitete. SkopaS versteht eS, das innere Leben des Dargestellten zu vollständigerer Wiedergabe in den Gefichtern zu bringen, er ist 1 der Darsteller der Leidenschaft (Herakles-Kopf, weiblicher I Kopf von Pergamon, dessen Ergänzung bekanntlich Gegenstand einer vom Kaiser erlassenen Preisaufgabe ist). In den Bahnen der Kunst deS SkopaS ist auch der Schöpfer der bekannten Niobiden-Gruppe in Florenz gewandelt, die großartige Naturbeobachtung erkennen läßt und von jeder Seite ein richtiges Bild gibt. Auch die 1820 beim Pflügen eines Ackers auf der Insel Milo gefundene BenuS von Milo, über deren Entstehung viel gestritten ist, erscheint unzweifelhaft als Werk der hellenistischen Zeit und zwar einer Zeit, da die Bilder der Götter als vollendete Menschenbilder dargestellt wurden und im Ebenmaß der Darstellung des unbekleideten Körper- hohe Kunst entfaltet wurde. — Der mit reichem Anschauungsmaterial auSgestattete Bortrag fand gleich seinen Borgängern beifälligste Aufnahme. • Elberfeld, 5. November. Ein schwerer Fall von Musterschutzverletzung beschäftigte die hiesige Strafkammer. Die Firma Borwerk & Sohn in Barmen fabricirt seit längerer Zeit unter dem Namen „Vorwerk'S Velour- borde" eine Plüschlitze, die jetzt zu einem Weltartikel geworden ist. Um ihr nun in diesem Artikel Concurrenz zu machen, gewannen der Fabrikant F. W. Zillich und der Kaufmann Rudolph Homburg auS Barmen den früheren Seifenreisenden Friedrich Alexander Vorwerk, gründeten eine Firma F. A. Vorwerk & Co., fabricirten nun auch eine Belourborde, jedoch geringeren Werthe», und ahmten daS Et quette der Firma Vorwerk & Sohu täuschend ähnlich nach. Aus dem Gesellschaftsvertrage und dem Briefwechsel mit Agenten ging hervor, daß eS ihnen nur darum zu thun war, das Publikum in den Glauben zu versetzen, daß die von ihnen fabricirte Waare die von Vorwerk & Sohn her- gestellte Vorwerk'S Velourborde sei. DaS Gericht hielt unter diesen Umständen eine Gefängnißstrafe für geboten und verurteilte jeden der Angeklagten zu einem Monat Gefängniß. * Aus dem Gerichtssaal. MaggiS Suppenwürze hatte der Drogist Heinrich L. von Barmen int Mai d. I. dadurch verfälscht, daß er sie mit einer wässerigen Lösung beschädigter Bouillonkapseln vermischte. Diese- Gemisch hatte er dann noch alS bessere Qualität zu erhöhten Preisen verkauft. Dafür wurde er am 30. Juli zu 30 Mk Geldbuße verurtheilt. Gestern stand er wegen desselben Vergehens abermals vor der Strafkammer. Die Polizei hatte einige Zeit nach der Beschlagnahme der Brühe nochmals eine Flasche Maggis Würze von ihm holen lassen und die chemische Untersuchung hatte ergeben, daß auch diese mit 30 pCt. Wasser und Kochsalzzusatz gefälscht war. L. meinte, eS müsse das noch ein Rest von der früheren Mischung sein, der irrthüm- lich unter die guten Würzen gekommen sei. Da» Gericht hielt diesen Einwand für nicht widerlegt und verurtheiUe i'u daher nur wegen fahrlässigen Verkaufs der gefälschte > Würze diesmal aber zu 50 Mk. Geldbuße oder 10 Tagen Haft. Eingesandt. Sieben, den 16. November 1897. Sehr geehrter Herr Nevacteur! In der gestrigen Nummer JhceS geschätzten Blattes bringen Sie ein „Eingesandt", welches die Temperatur- und Garderobe Verhältnisse des CludsaaleS krtttsirt, und xroat in einer Art und Weise, die sicher von Jedem, der diese geradezu unertiäglich n und lebensgefährlichen Verhältnisse mit erlebt hat. nur als berechttgt und wahrheitsgetreu anerkennen muß. — Anders verhält es sich mit dem Schlußsatz fraglichen „Eingesandts". Oder ist es bereits vergessen, daß vor Jahren eine Anzahl Männer mit perlönlichen nicht unbedeutenden Opfern an Geld und Zeit es versuchten, einen Concen- saal (Saalbau) zu schaffen? Ist der nunmehr in den Besitz d.r Stadt übergegangene ehemalige Schüler'iche Garten nicht der be- redetste Beweis dafür? Auch ohne die angegebenen „Nothschreic" wurde das Werk begonnen, es fehlte aber an der Opferwtlligkeit unserer Einwohner, vielleicht lag auch der Grund des Mchtgelingens in der damaligen Zusammensitzung der städtischen Vertretung. — Noch ist eS nicht zu spät! Der Platz ist Dank der Opfer Willigkeit der früberen Interessenten vorhanden und gesichert, und wenn unsere Stadtväter dem Saalbau-Proj ct gleiche Sympathie und Unterstützung zu Theil werden lassen, wie in den sitzen geschaffenen ähnlichen Unternehmungen, bann wird der Wunsch des „Einsenders" erfüllt werden und Gießen wird nicht mehr mit Krähwinkel in einer Linie marschiren. Auch ein Besucher des Elub-Eoncertes. flOESSMEir 1 tees Beliebte Theemischungen höchster Kreise. Mk. L80 a. 3.50 pr. Pfd. vorzüg). Qual. Probepack. 60 u.80Pfc 82o4 WSf Die neuen ffntterbretter für vSgrl, Die der dtefigc Tbterschuttverein in unsere« Anlagen a« verschiedenen »Lumen hat anbringe« »assen, werden hiermit dem Schutze de- Publikum- empfahlen. Verkehr, €cmb* «nd Vott-iMrthfchafl Gietze«, 16. November. Marktbericht. Auf dem heutig«» Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JL 1,00—1,15, Hühnereier pr. St. 7-9 4,2 St. 00-00* Enteneier 1 St. C—00 X Gänse, cier pr. St. 00-00 H, Käse pr. St.4 -9 H, Käsematte pr. St. 3 *, Erbsen pr. Liter 20 H, Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar JL 0,50 bis 0,65, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,00, Hahnen pr. Stück JL 0,60—1,00. Enten pr. Stück JL 1,60—2,00, Gänse pr. Pfund JL 0,44—0,62, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60—66 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 X Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 67 X Kalbfleisch pr. Pfd. 60-64 X Hammelfleisch pr. Pfd. 50—66 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 6