“fa. 8i\A" . ''»t8 Mbtx hi. Ä> ^^"ltchn Fracht, ^"^rodocte bl 18 tb,n tonnte: ir ?,e.lt ültkre Detail, ionlumtiertlnt ftatf Drtailhälldler ?e Bestellern, “tun, herallgrzogev lQnn- Dierem!,. ftnfabxi! haben auch a6 gesuudell »üb »üb zeichnet werden. I, '/ die Nachfragen M 'ch bet grSßtten staat- ln einer Bewerbllng 'itböetnrichtllllgtu und t man im ivwmrnd» )t »erden zu!6nnu » fcR die tu drv befchridensten 6p gestalten. ■ros et en d6tiil -t-jahre ein zufrirdeiE ledrüikten Preisen stail mir halten darum bti r vorher. SS ist tim chwng, dag eine grv^ immer mehr dirert i und er besteht deShali g sich zum Nachtheil id st auSwachsrn wird. - it große Anzahl nnsm es-ü-t, mit vorgeschw t werden und dadini i. (Forts, folg!.) 4W Svkii-AkM W. Kilbinger «'**■" .,r MiMISI»* ASS £*X** ktoreu» el>W 1 tilonDfl^ 165 Erstes Blatt Samstag den 17 Juli 1§»7 Gießener Anzeig er Keneral-Mnzeiger. Die Gießener W«»trie«vtL1ter werden dem Anzeiger '.sIchentlich dreimal beigelegt. Der Mechener Anzeiger erscheint täglich, aü Ausnahme deS MontagS. vierteljähriger AVonnemeutspretZ» 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Lxpedtti« und Druckerei: SchatSraße Mr.s« Fernsprecher 5L Atnts- und AnzeiKeblutt für beit Kreii Gieszen. I Hratisöeitage: Gießener IiamitienMtter. tlmtiüber Töeil» Bekanntmachung, betreffend: Ausführung des KrankenverficherungSgesetzeS. Nachdem die Landgemeinden des Kreises (mit Ausnahme von GroheN'Bufeck) die nachstehenden Beschlüffe gefaßt haben, rrtheilen wir denselben, soweit vöthig, unsere Genebmigung And bringen fie zur öffentlichen Kenntaiß. Gießen, den 13. Juli 1897. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gag ern. Gemeindebeschlüsse zum Vollzug der Gemeindekrankenversicherung. BeitrittSrechtnichtversicherungSpfltchtiger Personen. 1. Personen der in §§ 1 bis 3 des KrankenverficherungS« Gesetzes bezeichneten Art, welche der BerffcherungSpfltcht nicht unterliegen und deren jährliches Gesammteivkommen zwei- tausend Mark nicht übersteigt, sowie Dienstboten, sind berechtigt, der G.-K.-D. der Gemeinde, in deren Bezirk fie beschäftigt find, beizutreten. Dieselben erhalten Krankenunterstützung erst nach Ablauf einer Frist von vier*) Wochen vom Bet- tritt ab gerechnet. Der Bestritt derartiger Personen gewährt keinen Anspruch auf Unterstützung im Fall einer bereits zur Zeit der Beitrittserklärung eingetretenen Erkrankung. Der Bürgermeister ist berechtigt, nichtverficherungSpflichtige Personen, welche sich zum Beitritt melden, einer ärztlichen Unter- suchung unterziehen zu lassen und dieselben von der Berfiche- rung zinückzuweisen, wenn der ärzliche Befund eine bereits bestehende Krankheit ergiebt. Die Kosten der ärztlichen Untersuchung und Bescheinigung hat der Antragsteller zu tragen. B eitragSletstung. 2. Die Beiträge sind in der Regel monatlich zu entrichten. 3. Die Beiträge werden stets für volle Wochen erhoben, io daß für Diejenigen, welche im Laufe einer Woche in die Ä.'K.-B. eintreten, die BettragSpflicht mit Anfang dieser Woche beginnt, und für Diejenigen, welche im Laufe einer Boche auSschetden, für diese Woche — rechtzeitige Abmeldung vorausgesetzt — gar kein Wochenbeitrag zu leisten ist. Krankeomeldung und Kraukenunterstützung. 4. Bon jeder mit Erwerbsunfähigkeit verbundenen Krank- heit eines Kaffenmitgliedes ist sofort dem Borstande der G.-S.-B. (Bürgermeister) Meldung zu erstatten. Derselbe hat einen Krankenschein nach vorgeschriebenem Formular auS- zufertigen und dem Erkrankten oder dessen Beauftragten aus- zuhäudigen. Die Hilfe des KaffenarzteS ist unter Vorzeigung des Krankenscheines in Anspruch zu nehmen. 5. Der mit der ärztlichen Bescheinigung versehene Kranken- schein ist ohne Verzug dem Bürgermeister wieder vorzuzeigen. Die ärztliche Erwerbsunfähigkeitsbescheinigung ist alle vierzehn tage zu erneuern und dem Bürgermeister wieder vorzulegen. Auf Grund dieser Bescheiuigungeu weist der Bürgermeister 3(11 Krankengeld an. Gewährung ärztlicher Hilfe, der Arzneien, Heilmittel und der Krankenhauspflege. 6. Die ärztliche Behandlung, die Lieferung der Arznei und Heilmittel, sowie die Krankenhauspflege wird nur durch die Kassenärzte, die von dem Kaffenvorstand bestimmten Apotheken und Krankenhäuser gewährt. 7. Kosten, welche durch Inanspruchnahme anderer Aerzte, Apotheken und Krankenhäuser erwachsen, werden von der Kaffe nut vergütet, wenn die Inanspruchnahme in dringenden Fällen oder mit ausdrücklicher Zustimmung des Bürgermeisters »folgte. Nichtgewährung des Krankengeldes. 8. Berficherten, welche sich eine Krankheit vorsätzlich oder durch schuldhafte Betheiligung bei Schlägereien oder Rauf- Händeln , durch Truukfälligkeit oder geschlechtliche Ausschweifungen zugezogen haben, wird für diese Krankheit kein Krankengeld gewährt. *) Kür Heuchelheim: zwei Wochen. Kraukenunterstützung bei wiederholter Erkrankung. 9. Versicherte, welche von der Gemeinde die Krankru- unterstützung ununterbrochen oder im Laufe eines Zeitraums von 12 Monaten für 13 Wochen bezogen haben, wird bet Eintritt eines neuen Unterstützungsfalles, sofern dieser durch die gleiche, nicht gehobene Krankheitsursache veranlaßt ist, im Laufe der nächsten 12 Monate Krankenunterstützung nur für die Gesammtdauer von 13 Wochen gewährt. Verhalten der Kranken. 10. Erkrankte haben sich bei dem sie behandelnden Kaffenarzte zu melden, so ost dieser e! bestimmt. Krankengeld- empsänger aber jedenfalls einmal in jeder Woche. 11. Die Erkrankten haben genau den ärztlichen Vorschriften nachzukommen. Der Besuch von WirthShäusern und Ber- gnügungSorten ist ihnen nur mit Erlaubniß des Bürgermeister! gestattet. 12. Glaubt ein erkranktes Mitglied wieder genesen zu fein, so hat dasselbe sich sofort bei dem Kaffrnarzte und darauf unter Vorzeigung des mit dem Vermerk über die Wieder- genesuug versehenen Krankenschein! bet dem Bürgermeister gesund zu melden. Kraukenaufsicht. 13. Zur Kravkenaufficht find alle Organe der G. K.-V. verbunden. Die erkrankten Kaffenmitglieder sind verpflichtet, fich der Controle bei Bürgermeister! und der sonst Seiten! desselben mit Ausübung der Controle beauftragten Personen zu unterwerfen und denselben auf Verlangen jede auf ihre Krankheit bezügliche Auskunft zu geben. 14. ES find die Krankm von Zeit zu Zeit zu besuchen und dabei ist fich zu verläsfigen, ob die ärztlichen Anordnungen befolgt werden und ob der Kranke etwa WirthShäuser, Ver- gnüguugSorte und dergl. besucht oder der Arbeit nachgeht. Ordnungsvorschriften. 15. e Versicherte, welche den Vorschriften über die Kranken- Meldung, das Verhalten der Kranken und der Krankenaufficht, sowie den Anordnungen deS Kassenarztes zuwiderhandeln, find von dem Bürgermeister mit Ordnungsstrafen bi! zu 20 Mk. zu belegen, die an dem Krankengeld in Abzug gebracht werden können- die Strafen fließen in die.Gemeindekrauken- verficherung. Wolff! telegraphische! Correspondenz-Bureau. Solingen, 15. Juli. Der Festact auf der Kaiser Wilhelmbrücke begann um 10 Uhr 15 mit einer Rede des Oberbürgermeisters v. Bohlen-Remscheid, der den Prinzen Friedrich Leopold begrüßte und Allen dankte, die fich um die Erbauung der neuen Bahnlinie verdient gemacht haben. Die Rede schloß mit einem Hoch auf den Kaiser, worauf die Nationalhymne gesungen wurde. Minister Thielen vollzog alsdann die Weihe der Brücke und brachte zum Schluß ein Hoch auf das Bergische Land aus. Nachdem die Solinger Gesangvereine mehrere Bergische Volkslieder vorgetragen hatten, richtete Minister Thielen an den Prinzen Friedrich L-opold die Bitte, die Kaiser Wilhelm-Brücke nunmehr zu eröffnen. Prinz Friedrich Leopold erwiderte: Im Namen Sr. Majestät bitte ich, die Kaiser Wilhelm-Brücke dem Ver- kehr zu übergeben. Der Prinz ritt hierauf die Brücke ab, von dem zahlreich angesammelten Publikum lebhaft begrüßt, und traf um 11 Uhr 30 Mtn. auf dem Bahnhof in Rem- scheid ein. Bon hier begab fich Prinz Friedrich Leopold und die übrigen Festgäste zu Wagen durch die festlich geschmückten Straßen nach der Concordia, wo da! Frühstück eingenommen wurde. Vereine und Schulen bildeten Spalier. Bei dem Frühstück in der Concordia saßen an der Festtafel zur Rechten des Prinzen Friedrich Leopold Minister v. Miquel, Oberpräsident Naffe und Eisenbahndirections-Präfident Dilck, links vom Prinzen Minister Thielen, Generalmajor v. Nickisch und Regierungspräsident v. Rheinbaben, dem Prinzen gegenüber Oberbürgermeister v. Bohlen. Prinz Friedrich Leopold brachte das Hurrah auf den Kaiser au!. Geheimer Com- merzienrath Friedrich-Remscheid brachte ein Hoch auf den Prinzen Friedrich Leopold au!. Um 3yt Uhr Nachmittags erfolgte eine Wagenfahrt bei Prinzen und der Gäste nach dec Thalsperre. Leipzig, 15. Juli. Der Senatspräsident bei Reichsgericht!, Wolff, tritt am 1. October in den Ruhestand. Dem „Leipziger Tageblatt" zufolge ist ReichSgerichtSrath Bülow al! Nachfolger in Aussicht genommen. Rege», 15. Juli. Bei der heutigen Landtagsersatzwahl wurde vr. Sigl-München mit 72 von 1H6 abgegebenen Stimmen zum Landtagsabgeordneten gewählt. Auffee, 15. Juli. Der Botschafter v. Bülow wird auf Einladung des Reichskanzler! Fürsten zu Hohenloh e heute zum Besuch von Semmering hier erwartet. Loudon, 15. Juli. Der Großherzog und die Großherzogin von Hessen find heute nach Deutschland abgereist. Lieutenant Posonbh begleitet dieselben bis Dover. Stockholm, 15. Juli. Andrse sandte dem „Afton- bladet" eine vom 10. d. batirte Depesche, worin er erklärt, seine vorjährigen meteorologischen Beobachtungen ließen günstige Winbe in der ersten Hälfte des Juli erhoffen- sollten aber diese nicht eintreffen, halte er fich für verpflichtet und berechtigt, vom 16. Juli ab die erste mögliche Gelegenheit zur Abreise zu benutzen, wenn auch die Winde dann weniger günstig sein sollten. Bergey, 15. Juli. Der deutsche Kaiser ist gestern Abend hier eingetroffen. Das Wetter ist prachtvoll. Odde, 15. Juli. Die Nachforschungen nach der Leiche de! verunglückten Lieutenant! z. S. v. Hahuke, die von einer großen Anzahl von Mannschaften fortgesetzt werden, sind bisher ergebnislos verlaufen. Ein deutsches Torpedoboot ist hier zurückgeblieben, um die Leiche des Verunglückten nach ihrer Auffindung nach Deutschland überzuführen. Depesche» de! Bureau r$eroll).- Berlin, 15.Juli. Heute Nachmittag! 4 Uhr ist Graf zu Lippe-Biesterfeld in Berlin eingetroffen. Die Abreise nach Detmold erfolgt morgen. Berlin, 15. Juli. Der außerordentliche chinesische Bot- schafter Brinz Chan, ein Verwandter bei Kaiser! von. China, ist heute Morgen mit großem Gefolge am Bahnhofe Friedrichstraße angekommen. Berlin, 15. Juli. Wie au! Bergen gemeldet wird, ist der Kaiser an Bord der „Hohenzollern" bei prächtigem Wetter gestern Abend 88/t Uhr dort eingetroffen. Die „Hohenzollern" kehrt am Samltag nach Kiel zurück. Der Kaiser, der da! verletzte Auge verbunden tragt, sonst ober wohl ist, blieb an Bord. Berlin, 15. Juli. Eine ungeheure Feuersbrunst brach gestern Abend gegen 10 Uhr am HauSooigteiplatz tn dem umfangreichen Hintergebäude de! Hause! Nr. 2 aus, in welchem die große Paffementerie-Firma Backer & Leon ihre Lager- und Fabrikationsräume hat. Das vierstöckige breite Gebäude brannte rasch lichterloh, über ganz Berlin einen hellen Lichtschein verbreitend. Die Feuerwehr mußte fich darauf beschränken, die benachbarten großen Coufectiovs- Häuser zu schützen, was auch gelang. Da! Geschäftshaus von Backer & Leon brannte vollständig aus. Menscheuleden find der Katastrophe nicht zum Opfer gefallen, dagegen ist der Materialschaden sehr bedeutend. Berlin, 15. Juli. Die „Post" schreibt: Wenn verschiedene Blätter an unsere Meldung, der Kaiser werbe dem Stapellauf deS Panzers erster Klasse „Ersatz Friedrich der Große" am 31. d. MtS. in Wilhelmshaven beiwohnen, die Bemerkung knüpfen, daß der Monarch auch den Taufact vollziehen wird, so liegt dafür eine Berechtigung nicht vor. Vielmehr ist el, wie wir hören, nicht auSgeschloffen, daß der Kaiser an eine andere Fürstlichkeit eine Einladung richten wird, den Taufact zu vollziehen, während er selbst ihm nur als Zuschauer beiwohnen wird. Altona, 15. Juli. Der Fischdampfer „Altona" überbrachte die Besatzung eines französischen Fischerfahrzeuges, bestehend aus Capitän und sechs Mann, welche er auf der Fahrt au! höchster Lebensgefahr vom finkenden Schiff gerettet hatte. Die Schiffbrüchigen wurden vorläufig im Seemannshause untergebracht. Solingen, 15. Juli. Heute Vormittag kurz vor 10 Uhr kam Prinz Friedrich Leopold in Begleitung ber Minister Miquel uub Thielen von Elberfeld hier an. Nach Vorstellung ber Vertreter ber Behörben uub Somit 6- mitglieber erfolgte kurz barauf die Abfahrt zur Einweihung ber Eisenbahn-Linie Remscheid-Solingeu (Müug- stener Brücke). An bem Feste nahmen etwa 400 Personen Theil, u. A. ber Oberpräfident, ber LanbeSdirector, ber Re- gierunglpräfident und zahlreiche höhere Offiziere. Der Feftact auf der Kaifer-Wilhelm-Brücke begann mit einer Rede de! Oberbürgermeisters von Remscheid, welcher Allen dankte, die fich um die Erbauung der neuen Bahnlinie verdient gemacht haben. Er schloß mtt einem Hoch auf den Kaiser, worauf die Nationalhymne gesungen wurde. Minister Thielen vollzog alßbaun die Weihe der Brücke und brachte zum Schluß ein Hoch auf das bergische Land au-. Dann richtete Minister Thielen au den Prinzen Friedrich Leopold die Bitte, die Brücke nunmehr für den Verkehr zu eröffnen. Der Prinz beschritt hierauf, vom Publikum lebhaft begrüßt, die Brücke. Hm IP/, Uhr traf der Prinz auf dem Bahnhofe in Remscheid ein. In der Concordia wurde da- Frühstück ein- genommen. Wien, 15. Juli. In Laibach, Marburg, BeldeS und Triest wurde heute Morgen 7 Uhr ein heftige- Erdbeben verspürt, welcher besonder- tu Laibach beträchtlichen Schaden angerichtet hat. Eger. 15. Juli. Der Bürgermeister Dr. Gschier sagte der Bürgerschaft öffentlichen Dank für die am 11. dS. ihm und den städtischen Organen gegenüber bewiesene ruhige und besonnene Haltung, wodurch allein große- Unglück von der Stadt abgewendet wurde. Loudon, 15. Juli. „Morntng Post" meldet aus Kon- stautinopel: Im gestrigen Mtnisterrath sei beschlossen worden, den Mächten soviel wie möglich nachzugeben, die Vorschläge wegen der Grenzregulirung jedoch abzulehnen. Konstantinopel, 15. Juli. Auf dringliche- Anrathen des französischen Botschafter-, welcher gestern beim Sultan dinirte, erklärte letzterer tu einem eilig ins Palais zusammen- bernfeuen Mtnisterrath, daß er sich dem Willen der Mächte fügen müsse und einen raschen Abschluß des Friedens aubefehle. Auf die Bemerkung des GroßvezierS, daß der FrtedenSschluß nur unter Festhaltung der PeneioS-Linie von der muhamedantschen Bevölkerung gut geheißen werden würde, ermächtigte der Sultan nochmals den Minister des Aeußern, bet den Großmächten tn diesem Sinne zu tuterveniren. In Palastkreiseu ist man der Ansicht, daß der FrtedenSschluß nur noch eine Frage kürzerer Dauer sei und daß der Mtnisterrath bereits tn der morgigen Sitzung die Räumung Thessaliens beschließen werde. Um eventuelle Demonstrationen der muselmanischen Bevölkerung im Keime zu ersticken, werden in der Hauptstadt die schärfsten Stcherheit-maßregeln getroffen. Die Garnison soll beträchtlich verstärkt werden. Rewyork, 15. Juli. Die canartfche Regierung beschloß, das Gesetz gegen die Einwanderung ausländischer Arbeiter sofort in Kraft treten zu lassen. Berlin, 16. Juli. Aus Bergen wird gemeldet, daß der Kaiser gestern an Land gegangen ist und mit einigen Herren seiner Begleitung im „Hotel Norge" dtnirt hat. Der Kaiser trug das Auge noch verbunden. Die Weiterreise ist eingestellt. Am Samstag kehrt der Kaiser nach Kiel zurück. Berlin, 16. Juli. Wie das „Tagebl." meldet, steht v. Podbielski der Einführung der Karteubriefe zustimmend gegenüber. Bodenbach. 16. Juli. Gestern wurde die hiesige Ge- werbeausstellung eröffnet. Die Feier gestaltete sich zu einer politischen Kundgebung dadurch, daß der Statthalter Graf Coudenhowe in Folge der Stimmung der Bevölkerung fern blieb, während der hier begüterte frühere Statthalter Franz Thun, der- das Protektorat übernommen hat, erschienen war und eine politische Ansprache hielt. Darmstadt, 16. Juli. (Telephon-Mittheilung.) DaS Großherzogltche Paar nebst Tochter ist heute Vormittag aus England nach dem Jagdschloß Wolfsgarten zurückgekehrt. WB. München, 16. Juli. Die Kaiserin verläßt den „Münchener Neuesten Nachrichten" zufolge Tegernsee am SamStag- sie begibt sich nach Berlin über München. Man nimmt an, daß die Kaiserin zu kurzem Besuche nach Kiel kommt. Localer und j-rovinzielle». Gießen, den 16. Juli 1897. • * Das Ehrenzeichen fdr Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 30. Juni dem Mitgliede der Freiwilligen Gail'schen Feuerwehr zu G'eßen, Gastw'rth Georg Atzbach. * * Zustizpersonalieu. Ernannt wurden am 12. Juli der HülfSgertchtsschreiber am Amtsgericht GeruSheim Rico- lauS Distel zum HülfSgerichtSschreiber am Amtsgericht Octenberg und der HülfSgerichtSschreiber am Amtsgericht Orrenberg Daniel Jullmann zum HülfSgerichtSschreiber am Amtsgericht Gernsheim. * * Oberheffischer Geschichtsverein. Im Jnseratentheil deS heutigen Blattes werden die Mitglieder des GeschichtSoereinS zu einem Ausfluge nach Butzbach eingeladen, wo neuerdings wieder, wie schon vor längerer Zeit, der hoch verdiente AlterthumSkennerHerr Geh. Oberschulrath Dr. Soldan aus Darmstadt Ausgrabungen vorgenommen hat. Indem wir hierauf aufmerkiam machen, sprechen wir den Wunsch aus, daß sich die Mitglieder und die Freunde des Vereins zu dieser interessanten Tour möglichst zahlreich zusammenfinden. * * Kaufmännische Fachschule. Nachdem nun vorigen Samstag das kaufmännische VeretnShauS eingewe.ht worden ist, so wird nächsten Sonntag die Fachschule spec.ell ihrem Zwecke übergeben werden. Gleichzeitig wird an diesem Tage daS von der Schule gestiftete Geschenk (Regulateur mit elektrischem Läutewerk und zwei Stahlstiche) übergeben werden. Alle Schüler der Anstalt — Winter- und Sommercursu» — werden fich deshalb Sonntag den 18. d. MtS., Nachmittag- 3Va Uhr, in dem Vereinshause versammeln. Hoffentlich nehmen außer dem Vorstande und der Schulcommisfion auch viele Mitglieder an dieser Feier Antheil. * ♦ lieber die Ertheilnug von Stenographie Unterricht im Heere hat da- Krteg-mintsterium folgende Verfügung an die Generalkommandos erlassen: „Nachdem durch den Etat 1897/98 die nöthigen Mittel bewilligt wurden, find im Etat der Zahlung-stellen Pauschalbeträge zur Verfügung gestellt, um nunmehr die Stenographie auch in den Capitulanten- Unterricht fakultativ aufzunehmen. Den Truppentheilen bleibt die Auswahl de- Systems überlassen, je nachdem geeignete Lehrkräfte vorhanden find und unter möglichster Berücksichtigung der Wünsche der Schüler, um es diesen zu ermöglichen, dasjenige System zu erlernen, dessen Kenntniß ihnen für die spätere Civtlanstellung von Werrh ist. Um jedoch eine zu große Zersplitterung zu vermeiden, find zunächst nur daS GabelSberger'sche, da- Neu>Stolze'sche und daS Schrey'sche System zuzulaffen. Zum 1. Juli eines jeden Jahres — zum ersten Male 1898 — find Zusammenstellungen nach einem bestimmten Muster dem allgemeinen Kriegsdepartement einzusenden. Die Zusammenstellung soll enthalten die Anzahl der Schüler nach den verschiedenen Systemen, die Erfolge des Unterrichts und die Kosten für Unterrichtsmittel und den Unterricht. •• Die für das GastwirthSgewerbe wichtige Frage, wer für nichtbezahlte Zechen haftet, der Wirth ober der Kellner, ist jetzt gerichtlich entschieden worden. Während e- tn allen kaufmännischen Geschäften selbstverständlich erscheint, daß die Angestellten ohne Borwiffen ihre- Prinzipal» Niemandem Credit geben, bedingen die eigenartigen Verhältnisse im gastwirthschaftlichen Betriebe, daß, streng genommen, jedem Kunden seine Zeche, wenn auch nur für kurze Zeit, creditirt wird. Dadurch ist die Gelegenheit zu Zechprelle- reteo, die namentlich in den Großstädten in letzter Zeit sehr überhandnchmeu, geboten. Der gerichtliche Bescheid stellt nun fest: „Das Credttgewähren in Restaurants ist lediglich Sache des Kellners, insofern er Getränke und Speisen gegen Baar oder Marken entnimmt. Falls die Zeche nicht bezahlt wird, hat er allein den Schaden zu tragen. Eine Ausnahme hiervon findet nur dann statt, wenn dem borgenden Gaste mit Wissen und Willen des WirtheS Credit gewährt und die Speisen ober Getränke, bie jenem vorgesetzt werden, an der Kasse lediglich ausgeschrieben, nicht aber vom Kellner in Baar ober mittels Marken bezahlt worben finb. In btesem Falle, wo ein Verschulden beS Kellners ausgeschlossen erscheint, ist dieser sür etwaige Verluste nicht haftbar. ** Wetterbericht. Bei weiter sinkendem Barometer hat das Gebiet deS niederen Druckes an Ausdehnung noch gewonnen und umfaßt mit Ausnahme de- NordwestenS und Nordens bereits ganz Europa. Centra liegen über dem Golf von Lyon sowie zwischen der Oder und der Weichsel. In Central-Europa sind die Druckuuterschiede gering und bestand auf unserem Gebiete am Morgen noch meist heiteres Wetter, während in der Schweiz und besonders in den südlichen Thetlen deS Elsaß bereits Regenfälle etngetreten find. Die Morgentemperaturen haben sich tn Süddeutschland im Allgemeinen wenig geändert.— Voraussichtliche Witte- rung: Wolkiges, zunächst noch warme» Wetter mit einzelnen Gewittern und Strichregen. Butzbach, 15. Juli. Zur Besichtigung des in unserer Stadt garntsontrenden 1. Bataillons 5. Gr. Hess. Jnf.'Regts. Nr. 168 ist der Regiments-Commandeur, Herr Oberst v. Hann ecken, heute hier eingetroffen, aus gleichem Anlaß verweilt deshalb die Regimentsmusik bis zum Samstag Abend wieder hterfrlbst. Unter klingendem Spiel rückte Vormittags 11 Uhr, vom großen Exercierplatz kommend, das Bataillon tn das Kasernemeut wieder ein. — DaS neuerworbene, im „Lustgarten" hinter der Kaserne gelegene Gelände ist Dank zahlreicher Arbeitskräfte zum Turn- und UebungSplatz soweit hergerichtet, daß die planirte große Fläche bereits gestern schon tn Benutz genommen werden konnte. Ebenso wird jetzt die neuerrichtete, an der Wetter (Herrnmühle) bet Griedel fich befindliche Militär schwimm« und Badeanstalt tn Folge des heißen Wetters lebhaft benutzt. DaS Wasser hat dortseldst eine Tiefe von ca. 3 Meter. K. Stockheim, 15. Juli. Aus dem heute auSgegebenen Verwaltungsbericht der Actien-Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim ist zu ersehen, daß im abgelaufenen 13. Ge- schäftsjahre 483,990 Centner Rüben mit einem Kaufpreise von Mk. 326,112,82 zur Verarbeitung kamen, welche von 3143 Morgen geerntet wurden. Der DurchschnittSertrag pro Morgen betrug demnach rund 154 Centner, gegen 116 Centner im Vorjahre- der Zuckergehalt war durchschnittlich 12,24 pCt. gegen 14,20 pCt. in 1895/96. Die Ausbeute war um 1,85 pCt. niedriger. Der Centner Zucker ist im Durchschnitt mit 10 Mk. 18 Pfg. verwenhet, gegen Mk. 11.74 in 1895/96. Fertig gestellt find 52631,19 Centner Zucker. Durch den um ca. 2 pCt. geringeren Zuckergehalt der Rüben und den Mk. 1.59 niedrigeren Zuckerpreis gegen daS Vorjahr wurde der geringe Rübenpreis veranlaßt. Während der Dauer der Rübenverarbcituug sind Betriebsstörungen nicht vorqekommen. Die DurchschnittSverarbeitung betrug betrug 6497 Centner per Tag, gegen 6790 Centner im Vorjahr. A Ranstadt, 15. Juli. Im Laufe dieser Woche find in hiesiger Gemeinde zwei Unglücksfälle vorgekommen. Ein Schweizer auf drm hiesigen Hofe, Vater von mehreren Kindern, stürzte beim Strohherunterwerfen in die Tenne und starb an den Folgen des Sturzes. — Ein Landwirth fiel beim Kleehcuabladen in die Liese seines Leiterwagens. Er liegt sehr schwer darnieder. ok. Au8 Oberheffen, 15. Juli. Die ungeahnt große Verbreitung, welche das Fahrrad genommen, ist in erster Linie auf die Preßluftreifen, die sogen. Pneumatiks, die Erfindung des genialen Dunlop, zurückzuführen. Die durch diese mit Luft gefüllten Reifen ermöglichte Geschwindigkeit des Fahrens im Verein mit der Angenehmheit desselben ließen das Fahrrad zu einem Verkehrsmittel ersten Ranges werden. Die mittelst der PnrumaticS erzielten bedeutenden Vortheile des modernen Fahrrades hängen naturgemäß zusammen mit der in den Reifen herrschenden Spannung. Gewöhnlich suchen die Radfahrer da- Maß dieser Spannung mittelst Finger» oder Handdruck festzustellen. Erfahrungsgemäß läßt sich aber durch da- Gefühl ein Druck über eine Atmosphäre nicht mehr erkennen. Da nun im Reifen des Hinterrades eine Spannung bis zu zwei Atmosphären vorhanden sein soll, so ergibt fich daraus die Thatsache, daß viele Fahrer mit einem zu geringen Luftdruck in ihren Reifen fahren. Die Folge davon ist ein schwereres, lang- sameS Fahren und eine viel raschere Abnützung der Pneumatik- reifen. Darum bleibt eß verwunderlich, daß nicht jeder Rad- fahrer sein Fahrrad mit einem kleinen Instrument versteht, das ihm untrüglich sagt, wie der Luftdruck in drn Reisen beschaffen ist und sein muß. ES ist die» ein Fahrrad- Manometer (wie er von der rühmlichst bekannten Maschinen- Armaturenfabrik „Schäffer u. Budenberg" in Magdeburg. Buckau hergestellt wird und tn jeder Fahrradhandlung erhältlich ist). Im eignen Interesse eineß jeden Radfahrer» liegt eß, seine Maschine mit solch' einem leicht anzubringenden Manometer außzurüstev. Dieburg, 14. Juli. Dem Arbeitßhaußaufseher Lehr von Altheim wurde am Montag Vormittag auf einem Acker hinter der Mörßmühle von einem Insassen deß hiesigen Arbeitshauses, von welchen er eine Abtheilung beaufsichtigte, beim Wurzelhacken mit einer Hacke die Schädel decke gespalten, sodaß er nach Darmstadt iu» Spital gebracht werden mußte. A Mainz, 15. Juli. In dem nahen Nieder-Saul- heim sollte heute Morgen der wegen Unfug und Schmähung verschiedener richterlicher Beamten zu einer Freiheitsstrafe verurthetlte begüterte Besitzer der Thomaßmühle horten durch zwei Gendarmen und den Polizeidiener von Wörrstadt verhaftet werden. Al» die Beamten die Behausung de» Verurtheilten betraten, ergriff Thomas einen Revolver und gab daraus zwei Schüsse auf die Gendarmen ab, wovon der eine dem älteren der Gendarmen in die Brust drang und denselben lebensgefährlich verletzte. Nach der That versteckte fich Thomas in feiner Behausung und konnte erst, nachdem aus der Nachbarstation noch weitere Gendarmerie requirhn worden waren, verhaftet werden, wobei er fich wie ein Rasender benahm. Ein verlorener Civilproceß war die anfängliche Ursache, daß fich Thomas in Schmähungen gegen die richterlichen Beamten erging, welchen er in öffentlichen Plakaten Meineid, Bestechlichkeit und alles Mögliche vorwarf. Schwer gefesselt wurde Thomas heute Nachmittag in daß hiefige Ge« fäugniß eingeliefert. A Mainz, 15. Juli. Die Frage der Errichtung einer allgemeinen Handelsschule in Mainz fand in bem nichtöffentlichen Theil der gestrigen Sitzung de» hiesigen Stadtverordneten-Collegiums eine eingehende Besprechung, welche damit endete, daß man fich einstimmig für die Gründung einer solchen Schule aussprach. Auf mehrseitige An- regung hin hatte fich der Oberbürgermeister wegen der Errichtung einer Handelsschule mit der Regierung in» Benehmen gesetzt und sagte die letztere sofort unter den Bedingungen Ihre Unterstützung zu, daß die Schule an die Realschule an« gegliedert werde, die Stadt die Schullocale stelle und für die Einrichtung derselben aufkomme. Diese Bedingungen acceptirten die Stadtverordneten und genehmigten gleich zeitig den Abschluß eines Vertrags wegen der Miethe eint» geeigneten Local». Nach einem Voranschlag beziffern sich die Ausgaben der Schule auf Mk. 12,000 und die Einnahmen auf Mk. 4000. Die Handelsschule soll ein Versuch sei«, um das Lehrlingsmatertal für den Haudelsstand zu bessern. Von der gleichfalls angeregten Errichtung einer Handelsakademie kam man ab, da die Kosten hierfür minbeftenl Mk. 100,000 betragen und zu deren Aufbringung in Stadt und Land wenig Neigung vorhanden. • Cassel, 15. Juli. Mit der gestern stattgefundenen Beerdigung des zweiten und dritten Opfers der bedauerlichen Eisenbahn-Katastrophe hat der erste Abschnitt derselben seinen schmerzlichen Abschluß gefunden. Unter großer Betheiligung Seiten» der Bevölkerung und der Eisen» bahnbehörde fand zuerst um 4 Uhr Nachmittags die Beerdigung des Herrn AngerSbach statt, bei welcher Herr Pfarrer Sperber eine tiefergreifende Grabrede hielt. Hierauf wurde die Leiche des Fräulein» Marie TraschewSky dem Schooße der Erde übergeben. Wenn gleich alle drei Fälle sehr traurig liegen, so wandte fich doch mit Rücksicht aus die begleitenden Umstände das Mitgefühl in hohem Maße der so jäh umgekommenen Braut zu. Der Friedhof war überfüllt von einer mitfühlenden Menschenmenge, welche an dem etwa 20 Minuten langen Weg von der Capelle bis zum Grabe ein dichtes Spalier bildete. Die Unteroffiziere der Garnison hatten auS eigenster Initiative bataillons- und theilS compagnieweise prachtvolle Kränze übersandt, ebenso die Königliche Eisenbahn Direktion und Private. In der Capelle legte eine Anzahl junger Damen BlumenbouquetS auf dem Sarge nieder. Die Königliche Commandantnr hatte den Unteroffizieren sämmtlicher Truppentheile Urlaub bewilligt, und eS betheiligten sich die der Infanterie- Regimenter 83 und 167, des Husaren Regiments, deS 11. Feld- Artillerie-Regiment» und des Tram-BataillonS. Auch bei diesem traurigen Anlaß konnte man wahrnehmen, wie echte Kameradschaft bei unserem Heere herrscht. Als bie Leichenträger ben Sarg aus ber Capelle tragen wollten, traten unverhofft zehn Unteroffiziere vor, trugen ben Sarg zur Bahre unb brachten ihn bis zur Gruft. Herr Gallasch von hier, welcher früher auch beim 1. Bataillon bei 60. Jn- santerie-Reglments gebient, bte FelbzÜge 1864, 1866 und 1870/71 nntgernacht unb burch bie Zeitung von ber Anwesenheit " bes Sergeanten Traschewsky vorn 60. Regiment Kenntniß erhalten, nahm sich beßfelben ebenfalls mit treuer Kamerabschaft an. Auf Einladung ber Eisenbahnbehörbe waren mehr als 100 Beamte unb Arbeiter erschienen, die Königliche Eisenbahn-Direction war durch die Herren Präsident Ulrich, RegierungSräthe Hövel unb Beckmann, Ban- inspector Düttig unb andere Herren vertreten. * S»lda, 9. Juli, lieber ein „theuereS Frühstück" wird der „Fuld. Ztg." geschrieben: Ein reicher Fabrikant l» einer hessischen Stabt — ber Name thut ja nichts zur Sache,- Behördlii irt“ J f * X htttl- •»(' " 0 fit ja» N11 uab M l" 1 Sachverhalt fjjnn braten r ii, gilt ra|e (4n i *"tt, üelii» L--, «* : t,a|” w Sffl I" i, Stuft 6”' t!, 60. 3f 1. ®ä,*8(l4 1866 1" -,ldM-188 dtt V W 311* eg. 9W*j * **Ä5"’ i5 ?Ä ^ch, datz nea lebet N ^7 ’X» e B,e jebeti $nu ”,B *«*ä: 8,i „Ä"*» ‘ *ÄSa 77» E-SchMh, . " ' H.itS l«rt J*« von Mrrst^ ° ,,niB Revolver UD| nb««nen ab, m°v°n d» 'jÄ drang ntf M der Thal versteh °d k°°°le erst, aachde« 'Gendarmerie requirii » « fich wie ein Rosendn rtz war die avsanM Mgen gegen die richt« m öfientlichev Plokaiu ldgliche vorwars. Schtrei "ittag in dar hiesige Gi W der Errichtung einti Mainz fand in bei ° Titznng bei hiesige emgehevde Beiprechuri, einstimmig sür die Gck ch. Lus mehrseitige A» lerweister wegen der b ' Regierung in! Benehvn unter den Lebingunga ale an die Realschule üe chullocale stelle und sti «. Diese Bedingung and genehmigten gleit Degen der Mehr euti mschlag bez'fiern sich die H)0 unb b\t Twvahm . svü rin Versuch (er handelSstaud zu besten Errichtung einer Handel- Losten hierfür windeste-i en Ausbriugllug in Trat u. Zinsen auf demselben, wachsen von Jahr zu Jahr an, und wenn fich eine Generation mit einem solchen Acker herum- qeplagt hat, übernimmt ibn die nächste Generation nickt al« TOrd>lid?e Anzeigen btt Stab* Oietzeit. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 18. Juli. 6. Sonntag nach Trinttattö- Gottesdienst. Vormittags 73/^Ubr^* GotteSdimst mit Christenlehre für die Neuconftrnnrien aus der Lucasgemeinde. — der nebenbei auch aus Liebhaberei fich mit der Geflügelzucht abgiebt, hatte vor einigen Tagen von einem auswärtigen Taubenzüchter zwei Paar Tauben einer seltenen Art fÄr 100 Mk. gekauft. An dem Tage, wo die Tauben, sorgsam in eine Kiste verpackt, eingetroffen waren, gab die Frau des Fabrikanten der Köchin den Auftrag, zum Frühstück ein Paar junge Tauben herzurichten. Die Köchin, welche die Tauben in der Kiste bereits gesehen hatte, glaubte den Auftrag ibrer Herrin auf ein Paar von diesen Tauben beziehen zu müffen, schlachtete ohne Weiteres zwei von diesen ab und bereitete fie zum Mahle vor. Als nun der Hausherr zum Frühstück kam, sah er zunächst nach seinen theueren und seltenen Tauben und fand zu seinem Schrecken, daß ein Paar fehlte. Als der Sachverhalt fich aufklärte, wurde der Fabrikant so ärgerlich, daß er auch dem zweiten Paare Tauben die Köpfe obriß und die Tauben der Köchin zuwarf mit den Worten: Dann braten Sie diese auch noch! e Die Rathschlage des Rechtsanwalts. Die Frage, in» wieweit ein Rechtsanwalt mit seinen Rathschlägen seinen Clienten gegenüber gehen darf, unterliegt zur Zeit der Prüfung des Ehrengerichtshofes der Berliner Anwalts» kammer. Ein dortiger Anwalt hat einem Clienten den Rath ertheilt, mit Rückficht auf die zu befürchtende Höhe der Strafe die Flucht zu ergreifen. Der Client befolgte den Rath seines Arwol'S, aber eß gefiel ihm nicht in dem Exil, unb da er dort sich keine Existenz gründen konnte, kehrte er nach Berlin zurück und stellte fich freiwillig dem Gericht, das ihn zu seiner eigenen Ueberraschung freisprach. Hinterher entstanden zwischen dem Anwalt und seinem Clienten Diffe- renzen wegen der Gebühren, die zu einem Civilprozeffe Ehrten. In diesem bürgerlichen Rechtsstreite kamen die Rathschläge zur Flucht zur Sprache, welche der nunmehrige Kläger dem Beklagten und früheren Clienten gegeben hatte. Der Civilrichter nahm von diesen Aufklärungen pfllichtschuldig Notiz und ließ die Sache an seine vorgesetzte Behörde gelangen, durch welche die Sache an den EhrengerichtShof der Anwaltskammer ging, der demnächst über den Fall ent» scheiden wird. • DaS zu theure Kaufen von Aeckern ist die häufigste Ursache des Rückgangs und Ruins unserer Bauern- samilien. Niemals kann der Bauer eines solchen Besitzes froh toerfren; wie ein Alp lasten Capital und rückständige Erbstück, sondern als Erbunglück, dessen fie fich am Beste» so bald wie möglich mit Schaden entledigt, damit es nicht im Zwangswege unter den Hammer kommt. Univevfitäts - Nachrichten. E A3a£ xgol°6e Denkmal für die hochselige Großherzogin Alice. Dem Aufrufe folgend, welcher im Lande ergangen ist, um der unvergeßlichen Großherzogin Alice seitens der hessischen Frauen und Jungfrauen ein würdiges Denkmal zu errichten, find die Unterzeichneten behufs Sammlung von Beiträgen in Stadt und Kreis Gießen zusammengetreten. Es kommt in erster Linie nicht auf die Höhe der Bei- träge, vielmehr darauf an, daß sich recht Viele an dem Werke beteiligen und dadurch ihre Liebe und Dankbarkeit an die edle Fürstin betätigen, welche in richtiger Erkenntniß des Berufes der Frauen und der Bedürfnisse unserer Zeit, die ihren Namen tragenden Vereine, für Frauen Bildung und Erwerb, sowie für Krankenpflege ins Leben gerufen hat. Beiträge aus den Landgemeinden des Kreises bittet man an unseren Schatzmeister, Herrn Commerzienrath Heichelheim, gelangen zu lassen, in der Stadt Gießen wird eine Sammelliste circuliren. Freifrau von Gagern, Frau Commerzienrath Gail. Frau Oberbürgermeister Gvanth, Frau Major Goldmann, Frau CommerzienrathHeichelheim, Frau Oberamtsrichter Langermann, Frau Geheimrath Oncken, Freifrau von Ricou, Frau Geheimrath Streng. Frau Bankier Wafferfchleben. Vormittags 9'/- Uhr: Geh. Kirchenrath Prof. v. Köstlin. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 3 Uhr: Versammlung der Kinderkirche der Lucasgemeinde an der Johanneskirche. Pfarrer Dingeldey. m Ä« der AriedbofSeapeae. Vormittags 9»/s Uhr: Candidat Hotz aus Friedberg. Im Eonffrma«de«saal, »enstadt 61. Vormittags 8 Uhr: Gottesdienst mtt Christenlehre für die Neuconfirmtrien aus der MatthäuSgemetnde. Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche der MatthSusgemeinde. Pfarrer Schlosser. . Abends 8 Uhr: Versammlung der Confirmanden-Vereinigung der Matthäusgemeinde in der Herberge. Katholische Gemeinde. Samstag den 17. Juli. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenhett zur hl Beichte; Sonntag den 18. Juli. 6 Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6V2 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 672 Uhr erste hl. Messe; „ um 77e Uhr Austheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweit: hl. Messe; Militärgottesdienst mit Predigt; „ um 97b Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr facramentalische Bruderschaftsandacht. HMMrmß m der GymgWe Samstag den 17. Juli 1897. Vorabend 7->° Uhr, Morgens 8-° Uhr, Nachmittags 4 Uhr, SabbathauSgang 9» Uhr. GottkSdienft der israelitische« Religionsgesellschasl Freitag Abend 8 Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Nach- mtttag 4 Uhr, Sabbathausgong S25 Uhr. Nachmittag 3« Uhr Gchrtfterttärung Bahnhofstr. 50. Wochengottesdienst Morgens 6«° Uhr, Abends 8 Uhr Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemefien am 16. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags: Wasser 16'/,,°, Luft 16». Rübsamen'sche Badeanstalt. lurmeli keiner 6807 Der Stadtrechner: Doepfer. Zu verkaufen. ■ BMI Kaufgesuche. Himbeeren kauft bi-> 681- Pelikarr-Apotheke. ermischte Anzeigen. 6800] Ein Beamter wünscht zum 1. September ein möblires Zimmer nebst Cabinet in einem recht ruhigen Hause in der Nähe des Walltbores eventuell auf längere Zett zu miethen. Gefl Offerten unter C. Z. an die Expedition d. Bl. erbeten. Radikal. Ausrottungs- fs Wanzen, Flöhe, Motten, von Ungeziefer bei den A Erste deutsche gesetzt, geschützte Iuselleupulokr-Spttiglität: Mhurntez- n Alleiniger Hersteller P. H. Inh offen, Kais Kgl. Host., Kaffee Röst - Anst alten Bonn u Berlin« Zu 80, 85 90, 95 u. 100 Vfg. per ‘/a Pid.-Packet zu haben in Gießen in den blkannten Niederlagen. [678/ j Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß heute Morgen 10 Uhr unser lieber Gatte, Schwiegersohn und Neffe Herr Carl Brühl, Kaufmann, plötzlich verschieden ist. Gießen, den 16. Juli 1897. Im Namrn der trauernden Hinterbliebenen: Familie Ph. Bob. Die Beerdigung findet Samstag den 17. ds. Mts., Abends 6 Uhr, von der alten Klinik aus statt. lin sollte schon als Bor- »5 fehlen. Thurmelm » * H, 1, 2u. 4 JL. »•r S Versteigerung. borgen Samstag, den Mts., Nachmittags 1 Uhr anfangend, Fortsetzung und bchluß der Versteigerung im Bieker- Mn Saale, Neustadt 55. Es Bunt noch zum Ausgebot. 1 Mähmaschine, 1 Ausziehtisch, 1 Herrnschreibtisch, eine alte Truhe, 2 Nähmaschinen, eine Partie Tischwein, Vorlagen, Herrnklcider, Herrnwäsche usm. 6814 r - " Bekanntmachung. Das Wasser im Stadtbach wird wegen Reinigung desselben von Montag, den 19. d. M. ab während drei Wochen abgestellt. Während dieser Zeit findet der Zufluß des Wassers nur vom Samstag Abend bi« zum Sonntag Abend statt. Gießen, den 15. Juli 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 6792 Gnauth. Bekanntmachung. Das Pachtgeld von städtischen Triebvierteln und sonstigen Grundstücken für 1897 ist im Laufe dieses Monats bei Meidung der Beitreibung zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen. Gießen, den 16. Juli 1897. SM. IHlMhM. Freibank. 6713 Heute und morgen: Stiersieifch nicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg. 6390] Wobnung von 4 bis 6 Zimmern, möglichst mit Gartenanthetl. in der Ludwigstraße, Bleichstraße, Westanlage, Alicestraße oder deren Nähe per 1. Octbr. gesucht. Offerten unter B. 100 an die Expedition d. Bl MkinstMeli,p.It.Hf., zu verkaufen bei 3431 Louis Rothenberger Ww. 6795] Gut erhaltenes Zweirad zu kaufen gesucht. NahrungSberg 8, pari. Ja bester Lage GietzenS wird ein großer [6787 Laden mit groben Schaufenster« per bald gegen hohen Miethzins zu mielhen gesucht. Besitzer hievon, oder auch Besitzer von Hausern, d e sich zur Herstellung passender Localitäten eignen, werden gebeten, ihre Offerten zu richten an die Annoncen-Expeditton 6 L. Daube & Co., tn Bamberg unter Chiffre Abfahrt nach Friedberg: Sonntag den 18. l. M., Mittags 12™ (Sonntagsfahrkarte nach Nauheim.) 6818 Bester, gebrannter ächter Bohnenkaffee! Köstlichks Aroma! Kräftiger Geschmack! 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Pfeffer, Marktplatz 6 Bergebaag vo» Bauarbeiteu. Die zur Herstellung von Fußböden in Buchenriemenparket sowie von Oel- und Letmfarbenanstrichen in verschiedenen Lehrsälen des Gymnasiums zu Gießen nöthig werdenden Schreiner- und Weißbinderarbeiten sollen öffentlich verdungen werden. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in un* serem Amtszimmer zur Einsicht offen imb können letztere daselbst, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebotsvermerk versehen, zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Für die Bewerbung um diese Arbeiten, sowie für die Ausführung derselben sind die Bestimmungen des Minifterial-Erlasses vom 16. Juni 1893 maßgebend. Angebote sind bis zum 24. Juli 1897, Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 8. Juli 1897. Großh. Hochbauamt Gießen. ___Renting.______6585 V erdingung. Auf Bahnhof Großkarben sollen 1800 qm lflaster, einschließlich Lieferung der Ma- tnialten, im Wege der öffentlichen Aus, Meldung vergeben werden Die Be- Miiflunflen können gegen post- und bestell- grldfreie Einsendung von 50 Pfg. chaar) dvrch uns bezogen, auch können dieselben J unserem Geschältsbüreau, Poststraße 6, 8>mmer Nr 26, eingefehen werden. _Die Angebote sind bis zum 28. Juli, l1 Uhr, post- und bestellgeldfrei, «r'chlosten und mit entsprechender Auf- versehen, an uns einzusenden, zu ■ yltjeni Zeitpunkt die Eröffnung der An- : «ibote erfolgen soll. Zuschlagsfrist 3 Wochen. 6797 - Srankfurt a. M., den 9. Juli 1897. Königliche _ Eisenbahn-Betriebs-Jnspection 2. 6793' Wer ertheilt täglichZeine Stunde latein. Unterricht? Offerten mit Honorar sud. B. 77 an die Exped. d. Bl. Sichere Existenz kann ein strebsamer, ortskundiger Mann d«rch Ucber«ahme eines gut florirenden Geschäftes sich a«ü«de«. Irgend welche Branchekenntnisse sind nicht erforderlich, dagegen Fertigkeit im Correspondiren. Zur Uebernabme sind ca. 1000 Mark er^ forderlich Nähere Auskunft ertheilt 6-i8 LttaSvy, Kaplansgasse 14, II. Bä re n Kaffee ■ . Die 4 Wir machen besonders aufmerksam auf: r Um zahlreiche Betheiligung ersucht bttttfttnb: dtr i 6547 6810 Hochachtungsvoll Gießen, im Juli 1897. Ford. Aff, ftifenr 6753 in nur besten Fabrikaten, sehr preiswerth. Uebernahme von ganzen Ausstattungen. Anfang 8 Uhr. 6061 Reinseidene Foulards von 85 Pfg. an. Reinseidene Taffetrahs zu 1,25 und 1,50 Mk. Reinseidene Damastes in schwarz und coul. zu 1,50, 2,— und 2,50 Mk. Deutsche u. englische Waschstoffe in unübertroffener Auswahl zu auffallend billigen Preisen. Kleidercattuu e in neuen, schönen Desstns zu 28 Pfg. Entrde 50 Pfg. Krauste, Großh. Mustkdirector. 6771] Ein tüchtiges Laufmädchen tagsüber zur Arbeit gesucht. Lttdwtgstr. 48, HL S Sonnen- u. 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Oberbessischer Geschichtsverein tt+f+++^+^t++1J1+++++++++4,41H*f*T‘i‘++tt Samstag deu 17. Juli: Ausflug nach Butzbach Räumuiißs-Ausverkauf Für die überaus große Theilnabme und die zahlreichen Beweise herzlicher Liebe während der Krankheit und bei dem Heimgänge unserer guten Mutter, der Frau Marie Stief, sagen innigsten Dank 6808 die ticftranernden Kinder.