1896. Ilo. mi g-- 'n bestem Mischung Gewährter im Auf- •ehmack, M >>kh°f, W i, fyfylabo& ALL Rinti- jt. m 0— we «»‘Ä* 1. ^wa__-—• “Äi- Sw®*“'1“ S^ÖSt^. 2r sübanM—-< Nr. 139 Erstes Blatt Donnerstag de« 17. Jmi 1^97 Der Rieten er Anzei-rr erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener AamtkienötLller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelrgt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Bicrteljähriger Avonnementspretsr 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schntßraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Tireis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der 9?ad)mittdg8 für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. HratisKeikage: chießener Kamikienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen | Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- mtgtg*. ' Deutscher Reich. Darmstadt, 15. Juni. Das Großherzogliche Paar begibt sich am Freitag zur Theilnahme an den Jubiläums, feterlichkeiten nach London. Darmstadt, 15. Juni. Beider Landtags-Ersatzwahl wurde Bürgermeister Köhler (natl.) einstimmig gewählt. Berltu, 15. Juui. Das Programm der Rhein- reife des Kaiserpaares wird nunmehr bekannt. Bon Schloß Brühl fährt das Kaiserpaar am 19. Juni Morgens nach der Abtei Maria Laach. Am Laacher See und im nahen Niedermendig find große Kundgebungen geplant. Die rheinischen Rudervereine beabfichtigen, auf dem Laacher See Aufstellung zu nehmen. Bon Niedermendig bis zum Laacher See, eine Stunde Weges, werden Vereine und Schulen Spalier bilden. Der Ntedermendiger Gemeiuderath hat )5OO Mark zur Ausschmückung des Orte» und zu Triumphbögen bewilligt. Das Katserpaar wird li/i Stunden in Maria Laach verweilen. Bon dort begeben sich der Kaiser »nd die Kaiserin nach Neuwied, wo fie der Fürstlich Wied- ßchen Familie einen Besuch abstatten wollen, dann wird die Reise nach Bonn fortgesetzt. Hier gedenkt btr Kaiser, die Borussen auf ihrer Kneipe zu besuchen. Abends wird der- selbe auf Schloß Brühl mit seiner Gemahlin wieder zu- fammentreffen. — Nach Etnführun g der zweijährigen Dienstzeit wurde als eine der guten Folgen dieser HeereSreform bervorgehoben, daß in der Criminalstatistik der Armee eine merkliche Wendung zum Bessern eintrete. Die An- nähme, daß die meisten Vergehen beim Militär von Soldaten verübt werden, die sich im dritten Dienstjabre befinden, er- hielt dadurch ihre Bestätigung. Diese erfreuliche Erscheinunng, deren Bedeutung anfänglich von den Gegnern der zwei- sährtgen Dienstzeit nicht gewürdigt oder die auf zufällige Ursachen zurückgeführt wurde, ist, wie einem Berliner Blatte geschrieben wird, im Laufe der Zeit noch stärker hervorge- treten. Sie zeigt sich sowohl in der Abnahme der Geschäfte der Militärjustiz, als auch in geringerem Besuch der Militär- strafanstalten. Dies ist um so mehr bemerkenöwerth, als gleichzeitig mit der Einführung der verkürzten Dienstzeit auch eine beträchtliche Vermehrung deS acttven Heeres eintrat. Wolff» telegraphisches Correspondmz-Bmrau. Bern, 15. Juni. Der Nationalrath hat heute mit 136 Stimmen einhellig beschlossen, in eine Einzelberathung der Kranken- und Unfallverhütungsvorlage ein* zutreten. Pari», 15. Juni. Die Zollcommission der Kammer begann die Berathung eine- Antrages Jounart betreffend die Erhöhung der Zölle auf Schweinefleisch und beschloß, den Zoll hierfür auf 12 Frcs. pro 100 Kgr. festzusetzen. Für Ferkel unter 25 Kgr. Gewicht soll ein Zoll von 3 Frcs. bezahlt werden. Konstantinopel, 15. Juni. Der türkische Gouverneur von Bolo ist von der Pforte angewiesen worden, die von ihm eigenmächtig erlaffene Verfügung wegen ConftScation des Besitzes auSgewanderter Thessalier zurückzunehmen. Nevyork, 15. Juni. Die Einwanderer-Station auf ElliS-Jsland im Newyorker Hafen ist abgebrannt. Der Verlust wird auf eine Million Dollar- geschätzt. Personen find nicht verunglückt. Prätoria, 15. Juni. (Reuter.) Präsident Krüger Iheilte I. B. Robinson mit, der EisenbahntranSp ort- tarif werde herabgesetzt und die Frage der Dynamit- ab gab en unterliege der Erwägung. Eine billige Regelung sei zu erwarten. Depeschen deS Bureau »Herold/ Berlin, 15. Juni. Heute Nachmittag wohnte der Kaiser der Beisetzung deS General» v. Albedhll bei. Berlin, 15. Juni. Am heutigen Todestage Kaiser Friedrich- war dessen Grabstätte neben der Friedens- k>rche in Potsdam prächtig decorirt. DaS Kaiserpaar legte e inen kostbaren Kranz auf dem Sarge nieder. Auch waren im Auftrage der Kaiserin Friedrich, de» Prinzen und der Minzesfin Heinrich Kränze ntedergelegt. Auch an dem Grabe d.cS heute vor 12 Jahren verstorbenen Prinzen Friedrich Tarl hatte das Kaiserpaar einen Kranz niederlegen lassen. Berlin, 15. Juni. In der Audienz, welche der ita- lüenische Botschafter Graf Lanza am SamStag beim Kaiser hatte, hat derselbe, wie man fich in politischen Kreisen erzählt, oem Kaiser ein Handschreiben des Königs Humbert überreicht, in dem fich dieser für die ihm anläßlich feine- 25jährigen Jubiläums als Ehef der 13. Husaren erwiesene Aufmerksamkeit bedankt. Berlin, 15. Juui. Die „Nationalzeitung" schreibt: ES find Gerüchte über Veränderungen verbreitet, welche in Preußen daS Finanzministerium und die Bicepräfident- schast deS Staatsministeriums, im Reiche baß Reichsamt deS Innern und die Stellvertretung des Reichskanzlers betreffen. Welche politische Bedeutung und welchen Zusammenhang die so in Aussicht gestellten Veränderungen haben sollen, daS ist aber vorerst nicht zu erkennen. Berlin, 15. Juni. Die „Post" meldet: Eontreadmiral Tirpitz ist heute zum Vortrag beim Kaiser nach Potsdam befohlen, nachdem er erst im Laufe der vergangenen Woche zu gleichem Zwecke in Potsdam war. Dem heutigen Vortrag wohnt auch der commandirende Admiral v. Knorr bet, der auf Befehl deS Kaisers seine Jnspection der zum ersten Geschwader gehörigen Panzerschiffe in der Kieler Bucht unterbrochen hat, um fie erst Mitte dieser Woche auf der Marinestation der Ostsee wieder aufzunehmen. Man darf annehmen, daß demnächst eine definitive Entscheidung über die Neubesetzung der Stellung deS StaatssecretärS deS Reichs* marineamtS getroffen werden wird. Frankfurt a. M., 15. Juni. Der „Frankf. Zig.- wird aus Hamburg telegraphirr: Der Senat beantragt bei der Bürgerschaft die Bewilligung von 111/2 Millionen Mark für den Bau neuer Häfen. Wiesbaden, 15. Juni. Gegenüber den vom „Kleinen Journal" in Berlin verbreiteten Meldungen über den Gesundheitszustand deS Großherzogs Adolf von Luxemburg ist daS „Wiesbadener Tageblatt" auf Grund authentischer Mittheilungen aus Luxemburg in der Lage, zu melden, daß die auftretenden Gerüchte gegenstandslos find und der Gesundheitszustand des Großherzogs Adolf vollkommen gut ist. Solingen, 15. Juni. Bei einem großen Feuer, welches gestern Mittag das Vergnügungslocal Tivoli voll* ständig zerstörte, wurden zwei Feuerwehrleute durch den Einsturz einer Decke rödtlich verletzt. Hannover, 15. Juni. Der Bauunternehmer Fritz Wiese Hierselbst wurde auf der Straße mit einem Dolche erstochen. Der Mörder, ein Schlossergeselle Namens Wagner, wurde verhaftet. Kiel, 15. Juni. Die Prinzessin Heinrich begab fich heute früh nach Schweden und reist von dort mittelst Lloyddampfer nach England, um an den Jubiläum-feierlich* ketten theilzunehmen. Wien, 15. Juni. Das Leichenbegangniß für Charlotte Wolter ist für Mittwoch anberaumt worden. Die Verstorbene wird auf dem Hitzinger OrtS-Friedhofe an der Seite ihres verstorbenen Gemahls O'Sullivan beerdigt werden. Am Grabe wird Director Dr. Burkhardt sprechen. Das hinterlassene Vermögen ist bedeutend. Die Haupterbin dürfte die Nichte Fräulein Sophie Wolter werden. Teplitz, 15. Juni. Am Sonntag machten etwa fünf- hundert So ko listen aus verschiedenen Städten einen Ausflug nach Karbitz. Die dortigen Deutschen hatten alle Gasthäuser besetzt und das ganze Bier aufgekaust. AlS die Sokolisten mit Gewalt Bier zu erhalten suchten und die Deutschen dabei beschimpften, entstand eine Prügelei, too» bei viele Tschechen und einige Deutsche verwundet wurden. Pari», 15. Juni. Der Polizeipräfect hat zahlreiche anonyme Briefe betreffs des Attentat» auf den Präsidenten Faur e erhalten. Mehrere Personen wurden bereits zum Verhör vorgeladen. Paris, 15. Juni. In diplomatischen Kreisen wird jetzt ein schnellere» Fortschreiten der Friedensverhandlungen erwartet. Heber die Privcipten herrsche volle» Ein* vernehmen unter den Mächten, welche fich jetzt mit den Detail» beschäftigten. London, 15. Juni. Der Prinz von Wales präfi- dirte gestern einer Freimaurer-Versammlung zur Feier de» Jubiläums der Königin Victoria. ES waren 7000 Freimaurer anwesend, welche die Logen auS ganz England repräsentirten. Der Prinz von Wales hielt eine Ansprache, worin er verkündete, daß 7000 Pfund Sterling Eintrittsgelder gesammelt seien, wovon die eine Hälfte für den HoSpitalfond, die andere für Freimaurerzwecke bestimmt sei. Berlin, 16, Juni. Von der Einleitung eines DiS- ciplinarverfahreuS gegenTausch oder eines anderen gerichtlichen Verfahrens ist, wie der „Localanzeiger" berichtet, an zuständiger Stelle nichts bekannt. Tausch hat einen sechswöchentlichen Erholungsurlaub erhalten, den er in seiner bayerischen Heimath zu verbringen gedenkt. Berlin, 16. Juni. Die erste Strikeversammlung der Maurer fand gestern Abend statt. AuS dem Sitna- tionSbericht, den der Führer der Strikecommisfion gab, ist zu erwähnen, daß fich etwa 2000 Maurer im Strike befinden. ES wurde beschlossen, auch die Arbeit bei dem Kgl. Marstall niederzulegen. Braunschweig, 16. Juni. Der Gesundheitszustand der Herzogin von Cumberland hat fich infolge der Aufregung durch die lange Krankheit ihres Sohnes derartig verschlimmert, daß ihre abermalige Hebersührung in eine Heilanstalt nöthig wurde. Frankfurt a. M., 16. Juni. Wie die „Franks. Ztg." meldet, wurde gestern in geheimer Sitzung von den Stadtverordneten mit 29 gegen 18 Stimmen beschlossen, da- v. Hehder'sche Grundstück an der Neuen Mainzerstraße zum Preise von 800000 Mark alS Platz für das neue Schauspielhaus zu erwerben. Schwurgericht. W. Gießen, 16. Juni. Heute wurde in die Verhandlung gegen den am 23. Mai 1870 zu Billtngen geborenen Schachtmeister Friedrich Pauli, in Borsdorf wohnhaft, wegen gewaltsamer Vornahme unsittlicher Handlungen eingetreten Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Dr. Güngerich, die Verteidigung hat Rechtsanwalt Grünewald übernommen. Neun Zeugen sind zu hören. Die Verhandlung findet wegen Gefährdung der Sittlichkeit unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. CocttU» nnö ssroviuzielle- Gießen, den 16. Juni. •*-g- Das erste Abonnement Koucert unserer Regiments- mufik für diese Sommersaison sand am gestrigen Dienstag Abend in dem stets gern besuchten Steins Garten statt. Wenn man auch im Laufe deS Jahres so oft Gelegenheit hat, die unter der tüchtigen Direktion deS Herrn Mufikdtrector K r a u ß e stehende Capelle in ihren meist vorzüglichen Leistungen (wir erinnern an die bewährte Mitwirkung beim hiesigen Concertverein und sonstigen größeren Concertveranstaltungen) zu bewundern, so lernt man doch erst in den von dieser veranstalteten Abonnement Concerten ihre künstlerischen Leistungen, die fich in der verständniß- und empfindungsvollen Wiedergabe mufikaltscher Meisterwerke kundgibt, kennen und würdigen. DaS gestrige Programm brachte Schöpfungen bedeutender Compontsten, die mit Entzücken gehört und wahrhaften Genuß bereiten. So kam u. A. zum Vortrag das hier noch nicht gehörte Finale von Mendelssohns unvollendeter Oper „Loreley", ferner eine Transscription von überaus stimmungsvoller Wirkung und Schönheit über Schumanns „Abendlied", componirt von Herrn Mufikdirector Krauße, die übrigen Programmnummern waren durch Namen wie Rossini, Auber, Wagner, Brahms, Gounod rc. vertreten. In entgegenkommender Weise wurde auf die Beifallsspenden mit einigen gefälligen Marsch-Einlagen gedankt. Der Concertgarteu war gut besetzt; da eS zum Bon-ton der guten Gesellschaft Gießens gehört, sich in Stein» Garten ein Stelldichein zu geben, fo zeigte fich dem Beobachter ein recht hübsches belebtes Bild. Man promenirte in den schönen Gartenanlagen oder saß in Gruppen beisammen, fich unterhaltend in jener feinen Art und Weise, die den Genuß des ConcerteS nicht beeinträchtigte. •• Turnerisches. Am verflossenen Sonntag war der Besuch des Volksturnfestes auf dem Feldberg durch active Turner sehr zahlreich. Auch waren die Leistungen derselben im Berhältviß zu dem früheren Turnen weit höher. So erhielt z. B. ein hiesiger Turner bei 34 Punkten den 10. Preis, während derselbe im vergangenen Jahr bei nur 32 Punkten schon den 3. Preis davontrug. Bon den Gießener Turnern erhielten: 1. Adolf Schäfer, Männerturnverein, 10. Preis- 2. Carl Heufer, Turnverein, 17. Preis - 3. Heinrich Pieper, Turnverein, 25. Preis- 4. H. Eger, Turnverein, 26. Preis- 5. Heinrich Schmitt, Turnverein, 26. Preis - Gg. Kinkel, Männerturnverein 28. Preis. *♦ Verkehrserleichternng von und nach Laubach. Mit dem 20. Juni wird der Mittagszug ab Hungen nach Laubach 25 Minuten später fahren und so ist die bequeme Verbindung von Frankfurt a. M. ab 1210 und von Gießen ob um 205 Mittags über Hungen direct nach Laubach wieder hergestellt. Die Rückfahrkarten Laubach—Frankfurt a. M. berechtigen zur Fahrt über Gelnhausen oder Gießen und ist der Verkehr mit Frankfurt a. M. Morgen- um 6 Uhr über Gelnhausen, in Frankfurt a. M. um 1011, zurück Abend- um 540 über Gießen—Hungen—Laubach sehr erleichtert. •• Uhrmacherlag. Der achte Verband Stag des LentralverbandeS deutscher Uhrmacher, welcher auch von Gießen besucht wird, findet diese- Jahr vom 7.—10. August in Hamburg statt. *• Sine Reihe wichtiger Anträge gelangt auf dem 20. Deutschen Fleischer-Verb and-tage, der am 23. und 24. Juni in Berlin stattfindet, zur Berathung. Zu- nächst ist eine Petition an die Reich-regierung um Erlaß eines Einfuhrverbot- für Wurst und wurftShnliche Erzeug« nifle au- dem AuSlande vorgeschlagen, bei deren ev. Ablehnung die Forderung einer genauen sanität-polizeilichen Untersuchung vom AuSlande etngeführter Wurftwaaren an da- ReichSgesundheitSamt gerichtet werden soll. Bon der Berliner Schlächterinnung wird der Erlaß eines einheitlichen Reichsgesetzes über die Errichtung von Freibäaken verlangt, mit der Maßgabe, daß in diesen Instituten nur Fleisch in gekochtem Zustande verkauft werden darf. Ferner befürwortet die Innung die Einführung eines Zolles auf künstliche, aus dem Ausland etngeführte Futtermittel, sowie eine entschiedene Stellungnahme in der Frage deS WurstfärbenS. Weitere Anträge treten für die Verallgemeinerung der obligatorischen Fleischschau, sür eine Vergebung der Fleisch, und Wurstlieferungen für größere Garnisonen an selbstständige Gewerbetreibende an Stelle von Großlieferanten, sowie für ein Verbot des gewerbsmäßigen Schlachtens und AuSpfuudenS von Fleisch durch Private ein. Endlich werden verschärfte Maßnahmen gegenüber den Pferdeschlächtereien verlangt. •*B. Der Allgemeine Deutsche vnrscheubuud hielt während der Pfingstfeiertage in Berlin seinen 14. Bundestag ab. Aus allen UniverfitätSstädten, an denen fich Burschenschaften im A. D. B. befinden (Arminia, Gießen), waren die Vertreter derselben und ihrer Alt-Herreu-Verbände zu den Verhandlungen herbeigeetlt, die zur größten Zufriedenheit sämmtlicher Theilnehmer verliefen. ES waren Haupt- sächlich prtncipielle Fragen, die der Erörterung Vorlagen, Fragen, die durch das offene Eintreten zweier Berliner Burschenschaften für ein allgemeines studentisches Ehrengericht, wie überhaupt für jeden freieren Mensurstandpunkt begründet wurden. Wenn auch die Burschenschaften in ihren idealen Bestrebungen vorläufig noch nicht den gewünschten Erfolg tu der Studentenschaft gehabt haben, so wurde ihnen doch die volle Anerkennung ihrer Bundesburschenschaften und A. H. A. H. durch die Annahme folgender Resolution zu Theil: »Der A. D. B. erklärt, daß er nach wie vor an seinen Grundprincipien (in der Studentenschaft allgemein bekannt!) in der Stellungnahme zu Mensur und Antisemitismus festhält " Ein'n breiten Raum in den Verhandlungen nahmen auch die Erörterungen über das wiffenschaftliche Princip ein, das wohl durch die Achtung auf regelmäßigen Collegienbesuch und Abhaltung wtsienschaftlicher Abende von den Burschenschaften hochgehalten wurde, jedoch eine noch schärfere Betonung durch die öftere und regelmäßige Abhaltung solcher Abende erfahren soll. In diesen sollen, neben wissenschaftlichen Vorträgen, Referate über actuelle (sociale) Themata gehalten werden, um dadurch und durch sich anschließende DiS- cuffton daS Jntereffe der ganzen Studentenschaft mit der Zeit sür allgemeine Fragen zu wecken. Ein für die weitesten Kreise sicherlich hochtntereffanter und bedeutungsvoller Beschluß wurde in Bezug auf die Alkoholfrage gefaßt, indem nachstehende Resolution angenommen wurde: „Der Bund hält die Bestrebungen gegen den Älkoholunßbrauch sür anerkennuugS und unterstützungswerth und erwartet demgemäß von den einzelnen Burschenschaften, daß sie ihre Mitglieder über die Bedeutung der Frage ausklären und etwa bei ihnen vorkommende Ausschreitungen unterdrücken." Es ist dieses wohl der erste Fall, wo ein großer Verband studentischer Corporation?» fich entschieden gegen den Alkoholmißbrauch auSspricht und wer weiß, wie oft gerade jener Mißbrauch Gesundheit und Existenz rutnirt, kann demselben seine volle Anerkennung nicht versagen. •* Wetterbericht. Die gestern über der Nordsee gelegene Drpreffion ist ostwärts weiter gezogen und liegt ihr Centrum über Skandinavien. Gleichzeitig hat sich im Westen Europas da« barometrische Maximum verstärkt und besitzt heute einen kleinen Kern über Nordwest-Frankreich. Im Westen von Irland kündigt fich jedoch bereits wieder ein neues Minimum an. In Süddeutschland war am Morgen das Wetter vielfach trüb und regnerisch mit localen Gewittern, indem die gestern über Frankreich befindliche Furche geringen Druckes ostwärts vorgeschritten ist. Die Temperaturen find in Deutschland wenig gesunken, an der Oftseeküste noch gestiegen. Voraussichtliche Witterung: Zunächst vorübergehend besseres, aber noch nicht beständiges Wetter. -r Bad Nauheim. 15. Juni. Welchen ungeheuren Fortschritt unser Badeplatz von Jahr zu Jahr zu verzeichnen hat, mag auS der Thatsache hervorgehen, daß an einem einzigen Tage, am 14. Juni d. I., 204 3 Bäder verabreicht wurden. Wenn man bedenkt, welche riesigen Anforderungen an daS Bade- und Beamtenpersonal zur Bewältigung dieser enormen Arbeit gestellt werden, muß man wirklich staunen, wie eS möglich ist, ollen gestellten Ansprüchen gerecht zu werden, wie die- aber tatsächlich bei dem gut geschulten Personal der Fall ist. -ck. Stumpertenrod, 15. Juni. Ein ebenso seltene- al- eigenartig schöne- Fest hat unsere Gemeinde gestern und vorgestern gefeiert. Die geschichtliche Grundlage, welche den Kern der FestrSfrier bildete, und die sowohl im Festzuge al- auch dem wirklich überraschend schönen und wohlgelungenen Festspiele zum Au-druck kam, gab dem Feste eine Bedeutung und Weihe, wie sie höchst selten bei derartigen Festen angetroffen wird. Daß wir eS gleich sagen, der Seele der ganzen FesteSfeier und dem Verfasser und Leiter des geistreichen Festspiel-, Herrn Psarrer Schwabe dahier, gebührt rückhaltlose Anerkennung und Bewunderung. Wohl war da- Fest zunächst da- Bezirkskriegerfest de- Bezirks Vogelsberg, womit fich zugleich die Fahnenweihe deS hiesigen KriegerveretnS verband, was aber dies Fest ungleich packcu- der uud bedeutsamer erscheinen ließ, war, wie bereit- bemerkt, die hundertjährige Gedenkfeier an die Errettung deS Dorfes. Den vorgestrigen Hauptfesttag leitete ein Fest- gotteSdienst in würdigster Welse ein. Hierin gab Herr Pfarrer Schwabe auf Grund deS Textes Dan. 2.20—22 ein packendes Bild der Zeit vor 100 Jahren. MancheS Auge der zahlreichen Feftgäste feuchtete fich und manche- Herz schlug höher unter dem Eindruck der zündenden, rief ergreifenden Schilderung einer schweren Zeit, die auch damals »en Festort heimsuchte und ihn an den Rand deS Verderbens »rächte. Ein überaus stattlicher Festzug mit 20 Krieger« vereinen durchzog Nachmittags den im reichsten Schmuck prangenden Ort. In diesem Festzuge waren es die historischen Gruppen, die allgemeine Aufmerksamkeit erregten, die um so berechtigter erschien, als man derartige Gruppen in treu historischen Costümen wohl aus einem dörflichen Feste noch nicht zu sehen hat bekommen. Ein Herold in der be« kannten reizenden Heroldtracht eröffnete den Festzug, ihm folgten Borreiter, Ehrengäste, Kriegervereine und Schuljugend. Zwei in prachtvollen Costümen gekleidete mittelalterliche Landsknechte schritten den Festjongfrauen voran. Dann folgten zwischen Abtheilungen von Krtegerveretnen ein Festwagen der alten Kalten, worunter besonders die überaus kräftige Gestalt eines alten Deutschen Aufmerksamkeit erregte. Die gewiß intereffanteste Gruppe befand fich auf dem folgenden Wagen, Trachten vor 100 Jahren. Wirklich bedauern muß man eS, daß diese Trachten, welche ihre Trägerinnen wirklich reizend kleideten, im Laufe der Zeit verloren gegangen find. Hierauf folgte ein Wagen mit französischen Soldaten zur Erinnerung an die Bedränger vor 100 Jahren und diesem der Wagen „Germania", unsere heutigen Krieger der verschiedenen Truppengattungen, die Büste unseres Kaisers umgebend, darstellend. Auf dem Festplatz, der recht schön angelegt, wurde sodann nach dem allgemeinen Gesang deS Liedes „Deutschland über alles" die neue Fahne durch den OrtSgeistlichen feierlichst eingeweiht. Den Gipfelpunkt deS Festes aber bildete das bei angebrochener Dunkelheit in Scene gehende Festspiel, gedichtet und geleitet von Herrn Pfarrer Schwabe. Da» Festspiel brachte in überaus geschickt inscentrten und wirklich überraschend schönen lebenden Bildern mit geschichtlich treuen Decorationen die Zeit vor 100 Jahren und die Retterin von Stumpertenrod zur packenden Anschauung. Ein in gebundener Rede verfaßter Text, gesprochen in einem Dialog zwischen einem Vertreter der damaligen Zeit und dem Herold, ging als Erläuterung und Erklärung der folgenden lebenden Bilder voraus. Dem geistreichen Festspieltext der Gedenkfeier lag die historische Thatsache zu Grunde, der zufolge Truppen der französischen RevoluttonSarmee, die 1796—1798 im Vogelsberg cawpirten, Stumpertenrod bedrängten. Der Ort war mit Einäscherung bedroht worden, wenn die Sturmglocke geläutet würde. Da brach durch baß freche Benehmen der französischen Soldaten in einem Hause, drinnen eine Wöchnerin, Anna Dorothea Schleuning, sich befand, Streit aus zwischen den Franzosen und Bauern, während dessen trotz deS Verbots die Sturmglocke gezogen wurde. Die Folge war daS TodeSurtheil gegen den Ehegatten Schleuning und den damaligen Küster, der die Sturmglocke geläutet, sowie Verhängung der Einäscherung über die ganze Ortschaft. Davon Gießen herbeigeeilte Kriegsgericht, dem der damalige Rector Crome al- Dolmetsch beigegeben, wollte diesen vernichtenden UrtheilSspruch bestätigen, als in höchster Noth eine Retterin in Anna Dorothea Schleuning, eben der Frau, in deren Hause der Streit au-gebrochen, erschien und in muthigem Auftreten das Unwahre der Behauptung der französischen Soldaten ans Licht brachte. Hierdurch blieb der Ort vor dem furchtbaren Schicksal bewahrt, auch den beiden Verur« theilten wurde das Leben geschenkt. DaS Festspiel dauerte bis beinahe za Mitternacht, aber geduldig hielten die zahlreichen Feftgäste auS und sahen und hörten voll tiefstem Mitgefühl ein Stück deutscher Geschichte auS dem Vogelsberg an fich vorüberziehen. Herrliches Wetter begünstigte da» in allen seinen Theilen schön verlaufene Fest, da» gewiß ob seiner Bedeutung und Jnscenirung jedem Theilnehmer unvergeßlich bleiben wird. § Stumpertenrod, 15. Juni. Unsere so schöne Festfeier wurde leider von einem schweren Unfall begleitet, der gleich am ersten Festtage einen hiesigen jungen Mann heim« suchte. Derselbe hatte Festgäste abgeholt und versuchte, auf den Wagen zu springen. Hierbei glitt er auS, stürzte herab und zerbrach die Kniescheibe. Man befürchtet für ihn ein Steifbleiben seine» BetneS. Attfeld, 14. Juni. In der Nacht zum 13. d». Mt». brachte Poltzeidiener Schmidt einen irrsinnigen Kaminfeger inS Polizeigesängniß im „Spital". Dem Hospital- Verwalter war die Sisttrung, wie die» Regel in solchen Fällen, nicht gemeldet worden. Der Gefangene brach in der Nacht den Ofen ab, machte sich durch da» in der Wand entstandene Loch Luft und gelangte über die Treppe durch ein Fenster im dritten Stock auf die alte Stadtmauer, von wo er da» Weile suchte. Mainz. 15. Juni. Die 24 jährige Dienstmagd Anna Röder aus Winternheim hatte ihr neugeborene- Kind lebendig in den Rauch fang der Waschküche ihrer in der Gartenfeldstraße wohnenden Herrschaft gesteckt, wo da» Kind nach ihrem eigenen Grständniß von der Polizei voll« ständig geröstet gefunden wurde. Die Angeklagte behauptet in der heutigen Verhandlung vor dem Schwurgericht, sie sei der Meinung gewesen, da- Kind sei tobt. Die Geschworenen verneinten die Frage auf vorsätzlichen Mord und bejahten Fahrlässigkeit, worauf da- Gericht sie zu einem Johr Ge- fängnih verurtheilte. WZonshmkT der menschlichen frbmibaun gegen früher. Von Dr. von Wedel!. (Nachdruck verboten.) Man hört ost die Ansicht aussprechen, daß daS Menschengeschlecht in gesundheitlicher Beziehung zurückgehe und daß die rastlose Thätigkeit der Jetztzeit im Vergleich mit der einfacheren, stilleren Lebensart früherer Zeiten der Gesundheit und dem Leben nachtheilig sei. Mag daran auch etwa- Wahres sein, so tsi doch statistisch die Thatsache bewiesen, daß fich die durchschnittliche Lebensdauer der Menschheit iur Laufe der letzten drei bis vier Jahrhunderte beinahe verdoppelt hat, d. h. daß der einzelne Mensch, welcher heutzutage zur Welt kommt, eine beinahe doppelt so große Aussicht hat, alt zu werden, al» der vor mehreren hundert Jahren Geborene. Die zuverlässigsten Angaben über die Sterblichkeit au- älterer Zeit besitzen wir au- dem Canton Gens, von wo seit beinahe 400 Jahren genaue Todtenregister vorliegen. Dort betrug im Jahre 1560 die mittlere Leben-au-ficht bei der Geburt 22«/, Jahre, während sie 1833 bereit- auf 40«/, Jahre, also auf beinahe da- Doppelte gestiegen war. Noch mehr aber al- verdoppelt Haden fich daselbst die Leben-au-fichten der kleinen Kinder. Denn im 16. Jahrhundert starben in Genf von 100 Geborenen im ersten Lebensjahre nicht weniger als 26, während im 17. Jahrhundert 24, im 18. Jahr« hundert 20 und im 19. Jahrhundert nur 12 starben! Sehnliche- ist für England, Frankreich, Schweden und andere Länder nachgewiesen. Im Großherzogthnm Baden ist zufolge amtlicher Nachrichten die Sterbeziffer in den Jahren 1840 bi- 1888 allmälig von 28 bis auf 24 herabgesunken und im Großherzogthnm Hessen von 25 auf 21. Besonder- groß und auffallend erscheint die Verminderung der Sterblichkeit in den großen Städten, welche durch Einführung der Caualisation und Beseitigung der Abfallstoffe, ferner durch bessere Wasserversorgung, weitläufigere Bauart, überhaupt durch sanitäre Maßregeln verschiedener Art ihren Gesundheitszustand auf eine vorher nicht gekannte Stufe gehoben haben. In der Riesenstadt London starben zur Zeit der Königin Elisabeth (1533 bis 1603) von tausend Menschen jährlich 42, während im Jahre 1846 sich diese Zahl aus 25 und im Jahre 1891 auf 19 verminderte. In Berlin sank nach der Canaltflrung (1876 bis 1885) die Sterblichkeit von 29 auf 24. Namentlich ging der Tod an Typhus von 4pCt. aller ®t* storbenen in den fünfziger Jahren auf 0,8 pCt. im Jahre 1885 zurück. Sehnliche Beobachtungen find in fast allen deutschen Städten gemacht worden, welche in der letzten Zeit durch Canalifiruug ihre GesundheitSverhältniffe nicht nur in Bezug auf den mit Boden und Grundwasser eng zusammenhängenden TyphuS, sondern auch bezüglich aller ansteckenden und epidemischen Krankheiten verbesserten. Im Mittelalter dagegen waren die Städte eng gebaut, schlecht oder gar nicht gepflastert, starrten von Schmutz und Unrath, erfüllten die Luft mit Leichendunst, da die Gestorbenen in den Kirchen beigesetzt oder auf dem Kirchhof inmitten der Stadt begraben wurden. Deshalb richteten Epidemien geradezu unglaubliche Verheerungen unter der Bevölkerung an. So hat in London die jetzt ganz verschwundene Pest in den Jahren 1592, 1597, 1603, 1625, 1636 jedeSmal die Hälfte bi» zwei Drittel der Einwohner hinweggerafft. Ueberhaupt bildet daS Verschwinden der großen Epidemien früherer Jahrhunderte, wie Pocken, Pest, schwarzer Tod, AuSsatz, heilige- Feuer usw. eine der Hauptursachen für die größere Langlebigkeit der Gegenwart. Die Opfer, welche bet unS alle Jahrzehnte mal die Cholera fordert, sind ganz verschwindend im Vergleich mit jenen Geißeln de» Menschengeschlechtes, welche mitunter ganze Städte und Länder entvölkerten. So starben zwischen den Jahren 1300 und 1500 in Wien auf einmal 70000, in London 80 000, in Köln 40000, in Konstantinopel sogar 334 000 Menschen! Dazu kommt in unserer Zeit außer den zahllosen Verbesserungen der äußeren Leben-verhaltmsse der hohe Stand der ärztlichen Wissenschaft. Schon allein durch die antiseptische Wundbehandlung werden unzählige Menschen am Leben erhalten, welche früher dem mit Recht so gefürchteten Wund- fieber zum Opfer fielen. • Die Toiletten unserer Kaiserin. Der Etat, welcher für die Kleidung der Kaiserin au-gesetzt ist, ist gewiß kein geringer, doch ist er wohl schwerlich vorauszubestimmen, er hängt von zu vielen Zufälligkeiten ab. Für jede größere Reise, die im Laufe des Jahres unternommen wird, werden' gewöhnlich besondere Anschaffungen gemacht. Für den letzten Aufenthalt in Urvtlle und Wiesbaden wurden neue Kleidung»- stücke hergestellt. Darunter war ein entzückende» Marine- Cape au» blauem Tuch mit weißem Tuch und Goldknöpfen- besetzt und mit weißer Seide gefüttert. Wenn die Kaiserin den Kaiser im August nach Petersburg begleitet, so muß daselbst bei den Festlichkeiten ein glanzvoller Lvxu» entfaltet werden. Man beschäftigt fich deshalb schon jetzt mit dem Vorbereitungen. Hofkletder mit Courschleppen, Theater- und- Wagenmäntel werden sür diesen Zweck neu angefertigt. Die Kaiserin läßt viel in Berlin arbeiten, beschäftigt aber auch auswärtige deutsche Lieferanten. Einiges wird In Wien angefertigt, waS man dadurch erfahren hat, daß ein Lieferant der Kaiserin dort eine Photographie und eine Taille in seinem Salon ausgestellt hat, welche zurückgeschickt wurde, weil fir, wie der „Confectionair" erzählt, nicht paßte. Um die noth« wendigen Aenderungen vornehmen zu können, ließ sich die Kaiserin in der schlecht fitzenden Taille photographirev, damit der betreffende Lieferant die Fehler sehen und abänder» konnte. , • Verschämte «udeutuug. Au einem Berliner Posi- schalter erscheint ein junge», hübsche- Mädchen und fragt ' ^6 dar ä* "Äa • i»« 2 !£“•>« 1 ®Wf, ton nio seit « VEgen. Dor! tn,öu,Nt bei der ^HWt, to«- Noch mehr l ^benrnnrfi-tev starben in nicht wenig« ", hn 18. Jahr, ‘nur 12 starben! ®witai und andere Baden ist ^ufolgt 1 dr° Jahren 1840 irrabgesunken und im ilnt die Verminderung >, welche durch Tin- avg der Abfallstosse, weitläufigere Sanart, rschiedener Alt ihren : gekannte Stufe gr- zur Zeit der Mcktzd Menschen WUch 4i hl aus 25 und li itrün laut nach du chleir ton 29 aus 24. ion 4M. aller Tk» \ 0,8 M. im Jahre r find in fast allen che in der letzten Zeit hältutffe nicht nur in nasser eng zusammen- ich aller ansteckenden n. MH ing gtboui, in ton Schmutz unb st, tzableMvrbenrn Lirchtzos inmitten der :tn Tpidewien geradezu LetölkeWg an. ®» »ne Pest loden Jahren ibttool die M 611 asst. Kest, schwarzer W, ^upturiachrn siir H Die W * c° sordrrt, (W R Schein de, «Mw tabu ähren M nnd M im'1”" M «enschr»'. Wt reu »aMa^ s-% Aenicheo otn tlo gefürchteten^ D» W Ä ab- * a meide- -rt wntitB h» Marens -I« ■ di. »««2 «’Ä i*» S ** JjS ? ><1 »®Ä * 0, beM'b guten =■ inigeö »irb *ln Lies^ aad e«oe^ p- 'S1“"1 „f l",r schüchtern erröthend den diensthabenden Beamten, ob kein Brief unter „W. H. 30" angrlangt sei. „Liebesbrief oder Geschäftsbrief?" fragte der stet» zu einem Scherz aufgelegte Beamte. Tief erröthend antwortet die Kleine: „Geschäftsbrief!" Da sich kein Brief unter der obigen Chiffre vor- findet, entfernt fich das Mädchen, kommt jedoch nach einiger Zett zurück, klopft an das Fenster und flüstert, noch heftiger erröthend: „Bitte, möchten Sie doch so freundlich sein und auch einmal unter den Liebesbriefen nachschauen?" * Debet „Schulpalaste" in Pommerlaud berichtet die „Ttett. Abendztg.": DaS Schulhau- in Röhrchen bei Lübzin ist jüngst durch eine Feuersbrunst etngeäschert worden. DaS Gebäude befand sich in erbärmlichem Zustande. Der Lehrer zog schon vor Jahren aus der Bude, die Kinder aber wurden ruhig darin weiter unterrichtet. Zu ihrer Erfrischung und Aufmunterung diente von Zeit zu Zeit ein kleiner Regenguß, der durch die Decke oft mit solcher Gewalt tn da» Schulzimmer drang, daß der Untericht Unterbrechungen erlitt. — Zu Lübzin wohnt der Lehrer in einem baufälligen Hause, die Kinder find auSquartirt und werden im Kirchthurm unterrichtet. * Hohes Alter. Die älteste Altersrentenempfängerin ist l-denfaüs die LoSfrau Marie Gemballa, geb. Matrehz, in Kosken, Kreis Johannisburg. Sie ist am 23. Januar 1789 geboren. Der Landrath des Kreise» Johannisburg begründete den Anspruch auf eine Altersrente am 20. Februar 1891 auf folgende Weise: „ES ist mir von glaubwürdiger Seite verfichert, daß die im 103. Lebensjahre stehende Frau fich von ihrer Hände Arbeit ernährt. Bis vor etwa drei bis vier Jahren soll eine Abnahme der Kräfte überhaupt nicht zu bemerken gewesen sein und sie wie jede andere Frauenperson Feldarbeit geleistet haben. Auf das Verlangen des Herrn Landeshauptmanns vom 14. März 1891 um nähere Angabe des ArbeitSverhältniffeS rc. hat der AmtSvorsteher von Kumilsko berichtet, daß die Gemballa als freie Arbeiterin gegen Tagelohn, Unterkommen und Effen arbeitet. Im Winter beschäftigt fie fich mit Spinnen und häuslichen Arbeiten, im Sommer wird sie zum Harken und Kartoffelgraben ver« wandt." — Al» Kuriosum sei nur erwähnt, daß diese Frau vor fünf Jahren, also im Alter von 103 Jahren, noch auf hohe Bäume gekiettert ist, um junge Krähen aus ihren Nestern »u nehmen, die fie fich als Speise zubereitete. Da Marte Gemballa bei einem täglichen Arbeitsverdienst von 15 Pfg. zu den Personen gehört, welche aus dem Gesetz vom 22. Juni 1889 Anspruch aus Altersrente haben, so wurde ihr auf ihr Gesuch vom 10. Februar 1891 eine Rente von 106.80 Mk. bewilligt, in deren Genuß fie auch heute noch, im Alter von 108 Jahren steht. ♦ «ul Elsaß - Lothringen. 15. Juni. Die Fremden- 1 e gi o n verschlingt, wie au» den mit unheimlicher Regel- Mäßigkeit erscheinenden amtlichen Listen hervorgeht, alljährlich Hunderte von Menschenleben, und zwar hat Elsaß-Lothringen ioaraa den Hauptantheil. So umfaßt die neueste Todteultfte wieder 34 elsaß-lothringische Namen, während im abgelaufenen Jahre fich die Zahl der Opfer auö dem Reichslande auf etwa 150 belief. Wie viele junge Leute zwar mit dem Leben davonkommen, dafür aber siech an Körper und Geist In die Heimath zurückkehren, entzieht sich der öffentlichen Kcnntniß. • Luzern, 14. Juni. Am Samstag stürzte der aus Bayern gebürtige Coifrurgehülfe Hellmut von einer über 100 Mir. hohen Felswand am Pilatus ab und blieb tobt liegen. ♦ Mailand, 14. Juni. Auf dem belebten Corso Romano verwickelte fich heute ein Telephonarbeiter, oben auf einer mechanischen Leiter stehend, in den Leitungsdraht des elektrischen Lichtes und war unfähig, fich zu befreien. Der Unglückliche brannte lichterloh, bis Collegen die Leiter erklommen und den entsetzlich Schreienden befreiten. Sein Zustand ist hoffnungslos. ♦ Der Besvv ist wieder in voller Thätigkeit. In der Umgebung de» Berges hört man unterirdisches Rollen und der Hauptkrater wirft beständig Asche und glühende Steine au», die häufig nicht wieder in den Krater zurückfallen, sondern eine Zone von 300 Meter rund um den Krater unsicher machen. Dieser Tage bestieg ein deutsches Ehepaar den Vesuv. Die Damr wagte sich ein wenig zu nahe an den Kraterrand heran. Ja diesem Augenblick erhob sich ein Windstoß und trieb den Asche- und Steinregen gerade nach dem Punkte hin, wo sich die Dame befand. Einer der glühenden Steine traf fie in die Flanke, verbrannte ihr da» Kleid und fügte ihr schmerzhafte Verletzungen zu. Diebeiden Führer trugen sie nach BoScotrecase hinab, wo fie jetzt im Hotel das Bett hütet. CHtratur wnt Arnrft. — Unter den Reisehandbüchern, mit denen alljährlich so und so viele Verlagsbuchhandlungen um die beginnende Reisezeit aus dem Plane erscheinen, nehmen seit Langem die im Verlage von Albert Goldschmidt in Berlin erscheinenden Griebeu'schett Reisebstcher eine hervorragende, wenn nicht die erfte Stelle ein. Für ihre Beliebtheit spricht die Thatsache, daß saft jeder der zahlreichen bisher erschienenen Bände eine stattliche Auflagerethe ausweisen kann. Wir greisen z. B. aus der Reihe heraus „Die Schweiz": Diese« überaus vracttsche Reisehandbuch erscheint soeben in 18. Auflage. Schon ein flüchtiger Vergleich gibt dem Interessenten die Gewißheit, daß der Stoff nicht nur vermehrt, sondern auch verbessert worden ist. Wie alle in demselben Verlag erscheinenden Retse- bücher nimmt auch das vorliegende tn hohem Grade Bedacht aus eine wohlthuende Unabhängtgke,t der Reisenden, wie aus Ersparnisse an Zeit und Geld, ohne auch nur im Geringsten zu beeinträchtigen den Zweck der Reise. WaS Grieben? Reisehandbücher vortheilhast auSzetchnet, ist ihre Unparteilichkeit. Eine stattliche Anzahl Karten, Städtepläne und Ansichten erleichtern die Reise, während textlich das Werk nicht nur zu tnsormtren, sondern auch zu unterhalten geeignet ist. Das handliche, in jeder Tasche bequ-rn mitzuführende Buch ist durch jede Buchhandlung zu beziehen, der Anschaffungspreis wild vielfach ausgewogen durch die Erfparniß, die der Reisende bet practtscher Nutzanwendung der in demselben gegebenen Rathschläge und Winke erzielt. — Die Umschatt. Uebersicht über die Fortschritte und Bewegungen auf dem Gesammtgebiete der Wiffenschaft, Technik, Literatur und Kunst. Jähiltch 52 Nummern. Preis vierteljährlich Mk. 2.50. Vostzeitungspreisliste Nr. 7221a Verlaa von H. Bechhold in Frankfurt a. M., Neue Kräme 19/21. Einen interessanten Rückblick aus den Stand der naturwissenschaftlichen Kenntntß vor fünfhundert Jahren gibt die soeben erschienene Nummer 24 in einer Besprechung der ältesten Naturgeschichte in deutscher Sprache, deö Domherrn Konrad von Megenbergs (1309—1374) berühmten Buch der Natur. An größeren Aufsätzen enthält die wieder sehr retch- baltige Nummer: „Was wissen wir von der Gestalt der europäischen Seen?" von Dr. Halbsüß, „Veränderungen vnd Fortschritte im Artilleriewksen im Jahre 1896" von Hauptmann X., »Die Geographie in den letzten Jahren." II. Polargebiete, von Dr. P. eifert, „Der heutige Stand der Frage über die Tiara des Königs Saita- pharnes," außerdem eine Reihe Betrachtungen und kleine Milihft- lungen über Themata von allgemeinem Interesse. — »Der Stein der Weisen* eröffnet sein jüngst erschienenes 17. Hest mit einer sehr interessanten Darlegung der zu erwartenden Witierungsoerhältntsse für das Jahr 1897 nach der von dem Prager Universttätsprofessor Zenger publtcirten einschlägigen Schrift Nach diesen Darlegungen wären böse Wefterkatastrophen zu befürchten die zum Theile sich bereits eingestellt haben, ganz wie sie die Prognose voraussagte. Das Heft enthält außerdem treffliche Abhandlungen über einen Urwald zur Tert ärzett (illustrirt), über Wagenbau (illuftrirt), eine intereffante Abbildung der „Pennsylvania", des größten Frachtendampfers der Welt; ferner eine große Zahl technischer Mittheilungen, Verhaltungsmaßregeln bet der Weinkost. „Der Stein der Weisen" (A. Hartlebens Verlag, Wien) bethätigt auch in diesem, mit mehr als 50 Abbildungen ausgestatteten Hefte feine Rolle al» hervorragendstes Organ für populär-wissenschaftliche Fächer und sei in diesem Sinne wiederholt bestens empfohlen. linivcrfitäts * Nachrichten. Leipzig, 15. Juni. Heute Vormittag 11 Uhr sand die feierliche Uebergade des neuen Univer sitätsgebäudes im Beifein des König«, der Königin und der königlichen Prinzen, sowie zahlreicher geladener Gäste in der großen, piächtig geschmückten Aula statt. Eultusminister Dr. v. Seydewitz warf einen Rückblick ans die Entwickelung der Unioerstlät. Er hob hervor, daß d>S Königshaus allezeit seine ganze Kraft für die Förderung von Kunst und Wissenschaft eingesetzt dätte und betonte, daß der Universität daS Recht der freien Forschung auf keinem wissenschaftlichen Gebiete gr nommen oder verkürzt werden würde. Hierbei wieS Redner auch auf eine Richtung hin, welche sich seit einiger Zeit in weiten Kreisen geltend mache, die den Werth der geschichtlichen Entwicklung unterschätze und das Gewordene in zersplitternder Kritik verneine, ohne etwa» Neues und Besseres an die Stelle des Uebertommenen setzen zu können. Der Minister übergab sodann das neue Gebäude dem Rector, welcher dasselbe mit warmem Dank entgegennabm unb in seiner Festrede einen Abriß der Entwickelungsgeschichte der Universität gab. Redner schloß mit einem Hoch sus den König. AlSdann übei> reichte Bürgermeister Dr. Georgi die Urkunde über eine Stiftung der Stadt Leipzig von 12 000 Mk. zu Gunsten von Studirenden dec Universität, sowie einen Ehrenbürgerbrief der Stadt an den Rector. Rach den DankeSworten des Rectois wurden Seitens der Facultäten die Ehrenpromotionen verkündet. Rothglöcklei«! Dringende Roth ist die Veranlasfung, diese herzliche Bitte an edle Menschen- und Kinderfreunde vertrauensvoll zu richten. DaS St. Katharinenstift der Schwestern vom heil. Dominikus verpflegt und erzieht arme, verlassene Kinder vom zartesten Alter an. Die meisten dieser Kleinen wurden durch die Aufnahme in diese Anstalt vom physischen und morafischen Untergang gerettet oder davor bewahrt, viele durch dieselbe erst der Gnade der heil. Taufe theilhaftig. Fast alle Kinder kommen aus der größten Armuth und müssen daher umsonst ausaenommen werden: oegenwärltg beherbergt das St. Katharinenstift 104 arme, verlassene (Sä glinge und) Kinder, für 79 derselben kann nichts, für die übrigen nur wenig gezahlt werden. Woher sollen die Schwestern die Mittel nehmen, diese armen Kinder zu ernähren und zu kleiden? Selbst arm, haben sie ohnehin schon jährlich eine große Summe an Zinsen für die Schulden auS dem Ankäufe des Grundstückes und dem aufgeführten, dringend nothwendigen Neubau zusammen zu bringen. Sollen sie etwa diese Kleinen, deren Untergang an Leib und Seele durch Verweigerung der Aufnahme unzweifelhaft erscheint, zurückweisen? Da läuten sie lieber das Nothglöcklein und wenden sich im Namen ihrer armen Pfleglinge an ;bie hochherzigen Leser dieser Zeilen mit der innigen Bitte um Gaben zur Beschaffung von Lebensmitteln und Kleidungsstücken für diese allerärmsten Kleinen. Der göttliche Kinderfreund möge jede Gabe tausendfach vergelten. Berlin NO., Greifswalder straße 18. Die Oberin des St. Katbarinenstiftes: Schw. M. Regina Feinen. Da die vorstehenden Angaben der Wahrheit entfpechen, empfehle ich den Hilferuf des hiefigen Katharinrnstiftes der christlichen Nächstenliebe recht dringend. Berlin, den 18. März 1897. Dr. Jahnel, Propst bei St. Hedwig. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 16. Juni, zwischen 11 unb 12 Uhr Mittag»- Wasser 17«/,°, Luft 21°. Rübsarnen'sche Badeanstalt. Kunst-Ausstellung, *” ^“.7 nähme des Samstags, von 11 bis 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Ubr. Sonntags ununterbrochen von 11 bi» 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg, an Sonntagen 20 Pfg. |BehördlicheAnzeigenJ ^Versteigerungertj Kleine. 5846 Winbeim. 5842 5869 Freibank. Von heute ab: In Launsdach ist die Rolh- la uff euch e unter den Schweinen in zwei Ställen amtlich festgestellt und Gehöftsperre angeordnet worden. Krofdorf, den 15. Juni 1897. Die Polizei-Verwaltung. Der Bürgermeister: Ät. Machthaas. Grasversteigerung. Montag, den 21. d. Mts, Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Heugras von den dem Marien- stift Lich zustehenden etwa 100 Mrg. Wiesen in den Gemarkungen Lich, Nieder- und Oberbessingen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. Lich, am 15. Juni 1897. Ochsenfleisch nicht ladenrein, per Pfd. 50 Pfg. Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfd. SO Pfg. Zur Erleichterung des Besuches der in Leipzig stattfindenden Sächsisch, Thüringtfchen Industrie- und Gewerbe- AuSstellung werden bis auf Weiteres in Aschaffenburg, Bebra, Betzdorf, Biebrich (MoSdach), Elm, Frankfurt Hauptbahn- bot unb Ostbabnhof, Fulda, Gießen, Hanau West- und Ostbahnhof, Hersfeld, Kastel, Limburg, Oberlahnftein, Offenbach und Wiesbaden, TaunuS-Bahnhof, an jedem SamStag, anfangerrd mit dem 19. d. MtS., Sonder,Rückfahrkarten 1.. 2. und 3. Wagenklaffe, gültig füt alle Züge na» Leipzig, zu einfachen Schnellzug-Taxen mit gleicher Gültigkeitsdauer wie die gewöhnlichen Rückfahrkarten verausgabt. Es bleibt jedoch Vorbehalten, die Ausgabe der Sonder- und Rückfahrkarten an einzelnen Samstagen bet besonderen Anlassen auszuschließen. Nähere Auskunft ertheilen die Fahr« larten-Ausgabestellen. Frankfurt a. M, den 13. Juni 1897. Königliche Eifenbahndtrection. 5866 Beim 3. Bataillon Infanterie-Regiments Kaiser WUHelm Nr. 116 soll die Lieferung der in der Menage erforderlichen Victualien, vom 1. November d. I. ob, vergeben werden. Bezügliche Ver- vragsbedingungen liegen auf dem Bataillons - Geschäftszimmer zur Einsicht affen. 6872 Offerten find verschlossen mit entsprech, ander Aufschrift versehen der Menage- Kommission zum 22. d. M. einzusenden. Die Menage-Commission III. K. W. 116. Hochfeinste Küßrahmbutter täglich frische Sendung bei 5863 H, E. Jughardt.__ Praktischer Wegweiser. Liste Nr. 8549. f 873 I. I. Lauer, Marktplatz 17. 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Juni gesucht. ffftc Henning». Seltersweg 14. Gleiberg. Ab Vi7 Uhr Abends von der Lahnbrücke. Akademische Vorträge. Dienstag den *2. d. M., präcis 8 Uhr Abends: Professor Dr. Behaghel: Ate deutschen per- sonen-Namen i Eintrittskarten find in der Ferber'schen und Ricker'schen Buchhandlung, Studentenkarten beim Univerfität«-Hausmeister zu haben. 53ade zu JCause! la Dittmann's Wellenbadschaukel D. R.-P. 51 766. Einzige Wanne, welche ein erfrischendes Wellenbad bietet und zu allen hygienischen Bädern zu benutzen ist Section Giessen des ventsch. i. SrSerreich. Alpkioereius. Donnerstag de« 17. Juni: Brocod 3Vi Deutsche ReichSanl. 3 Preuß. ConsolS Flinke Näherinnen finden lohuendeBeschäftig- Auslauser, 1 Fuhrknecht, 1 Fabrikarbeiter. «aidfrage der Arbeitgeber r 1 Spengler, 1 Glaser, 2—3 Maurer, . Bauschloffer, 3 Schmiede, 4 Schreiner, 1 tücht Pferdeknecht, 2 Laufmädchen, 2 Droschkenkutscher nach AuswSrts, 1 Droschkenkutscher nach Gießen, 1 HauSbursche für eine hiesige Anstalt, 6 Dienstmädchen, 1 KüchenmSdchen, 2 Kindermädchen. Ferber’sche Univ.-Buchhandlung (C. Koch), Giessen, Klrchenplats 11.__ Sill havsdvrschk sas. gksllcht 5H h Lindenplatz 4. Für die uns bei dem Heimgänge unserer lieben Mutter, Grossmutter, Urgrossmutter und Schwester Frau August Balser Ww. erwiesene Theilnahme sagt aufrichtigen Dank Im Namen der traoernden Hinterbliebenen Ernst Balser. Sucht. krsahmttRockarbkittt für Werkstatt gesucht. 6824 Gg. Pfaff. Kreuzplatz 1". städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Gartenftraße 2. ««gebot der Arbeitnehmer r 1 Krankenpflegerin, 1 Schuhmacher, Bekanntmachung. Wegen Ausführung der WafferleitungSarbeiten in der Frankfurter« straße und Vornahme einer Hydrantenreparatur in der Bahnhofstraße sind wir genöthigt, nächsten Freitag den 18. Juni, von Morgens 6 Uhr bi» gegen 10 Uhr Vormittags, die Wasierleitung in der oberen Frankfurterstrabe (jenseits der Wilhelmstraße) bis zur Jrrenklinik, in der Hofmannstraße, der Klinikstraße, der Zufuhrstraße nach der Bahn, sowie in der Zufuhrstraße nach der Jrrenklinik, und am Tamstag den 19. Juni, von Nachmittags 1 Uhr bis gegen 2 Uhr, die Bahnhofstraße, von der Löwengasie bis Westanlage, abzusperren, was wir hiermit zur grfl. Kenntnißnahme der betrtffenden Anwohner bringen. Gießen, den 16. Juni 1897. Städtisches Gas- und Wafierwerk Gießen. Geldsorte«» »ruf «»ft Btfcoction. R. Cdiceba. — Druck unb Brrlaq brr Brüblfchtn UnivrrfitSt»Buck>. uab ßtrinbruderei (Pietsch Scheyda) In Gietzm. DK Sentige Mmmer umfaßt 6 SeiKu Kinderwagen u. Sportwagen in vornehmer Ausstattung. Schöne braune Wagen mit Verdeck von 10 Mk. au. Neuheiten feiner und feinster Wagen 1 in prachtvoller Farbenzusawurenstellung. I Krankenfahrstühle und Gummibettstoffe. Reparaturwerkstätte für Kinderwagen. 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Banknoten 20.37 20.33 Oefterr. bto. 8Ui«li« üauffraa aus sofort gesucht 6852 Lnbwiastr. 14, vart. Stetl 5<2T auf Lager. Mrl *db - — 8106 170.26 4.1s 5611 Mn J. Kurz & CO., Giessen, «. Frankfurter Börse vom 15. Juni 1897. Milchverkäufer. Von einem größeren Gut wird ein gewandter, solider Milchverkäufer für Gießen gesucht. Zu melden bei der Exped. d. Bl.______________5859 Tüchtige Mn Ker sofort gesucht, ß H. Winu, Frankfurterstr. 52. ...— ;2; 3«/, Hambrgr.Hyp.Bk. unk.b 1905 101 — _______ IOC.60 3 stmstvchen für leichte Hausarbeit per so'v't gesucht Bahnhofstraße 66, II. Arbeiter einige kräftige gesucht. 5853 Andr. Euler. Ar beiter sofort gesucht. «. Eevi, Schirmsabr. 5818] Ein älteres, er ahreneS, tüchtiges Mädchen von auswärts gegen guten Lohn gesucht. NäbereS in der Erved. b. Bl. Für die vielen Beweise warmer Theilnahme bei unserem schweren Verluste dankt herzlich 6860 Familie Güngerich Hof-Albach, den 15. Juni 1897. ________Dammftraße 35. Sattler, tüchtig, «eschirrarbeiter, üummt- «racher, gesucht. 5856 A. Kilbinger. 5810) Für mein Colonial- und Cigarrengetchäft suche einen tüchtigen jungen Rann als Verkäufer und Reisenden Nur gut empfohlene Bewerber wollen Offerten unter F "W. an die Expedition d. Bl etnsenden.____________ Tüchtige Kaa- o. Gel-schrallKschlofftt sofort gesucht. 5204 W. Ziegler, Bahnhofstr. 24 Bchmied gesucht.^ Die Main-Weser-Hütte bei Lollar sucht einen tüchtigen Schmied bei gutem Lohn für dauernde Arbeit. TW.Schmiedkgeftüen7 auf besseren Wagenbau, sowie einen 20—25 tüchtige Roller für dauernde Arbeit gesucht. Rinn & Cloos, 5870_______Heuchelheim. Nagler für Cigarrenkisten finden bei gutem Lohn dauernde BrühFsclie Üniversitäts-Biwh- und Steindrnekerei (Pietsch A Scheydai Verlag des Giessener Anzeigers 7 ScheJetrasse 7 empfiehlt eich inr Anfertigung Aller Buchdruck-Arbeiten in elegantem Schwan- und Farbendruck.