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AnnahnH $on Anzeigen zu der Nachmittag- für bex folgende^ Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Hratisöeitage: Hießener Aamilienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Neueste AluHskhIe«» »•Iffl telegrnphifcheS Lorrefpondenr-BNre«. Betlta, 15. März. Die Bud get-Commission deS Reichstages bewilligte die erste Rate von 1 Million Mark zur Verstärkung der Hafenbefestigung Kiels, sowie die früher Mehrmals abgelehnte erste Baurate für ein großes Trockendock auf der Werft zu Kiel von 1 Million Mark. Lettin. 15. Marz. DaS Abgeordnetenhaus genehmigte die erste Rate — 1 Million Mark — für die Erweiterung deS Bahnhofs in Wiesbaden. Berlin. 15. März. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge werde auf die Entscheidung über die Bewilligung des Ad- schtedSgesuches Hollmanns vermutlich nicht ohne Einfluß sein, wie die Beschlüsse deS Reichstages sich zu denen btt Commission verhalten werden. — Gegenüber der Begründung der Ablehnung der Schiffsbauten durch die Finanzlage des Reiches bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg." weiter, die Finanzlage sei gerade jetzt so günstig, daß zu erwarten sei, der Reichstag werde die Bedenken der CommissionS- mehrheit nicht theilen, wozu ihn schon der Umstand bewegen sollte, daß während der ganzen AmtSdauer des jetzigen Reichs- kcmzlerS von Steuererhöhungen nicht die Rede gewesen sei und auch die für die Marine geforderten Beträge ohne bt sondere finanzielle Maßnahmen bereitgestellt werden können. Zürich, 15. März. Die hiesigen deutschen Vereine vrranstalten am 22. d. MtS. zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Kaiser Wilhelms I. einen großen Commers in der Tonhalle. Bern, 15. März. Eine Anzahl rädicaler Westschweizer stillte iuv Nationalrath den Antrag, den BundeSrath m Vorlegung eines Gesetzentwurfes über Errichtung einer schweizerischen Nationalbank zu ersuchen. Dße Bank soll beschränkte Haftbarkeit und eigene juristische Persönlichkeit haben. Das Capital der Bank, die ihren Sitz in Bern erhalten soll, soll vom Bunde, den Cantonen und Cxntonalbanken aufgebracht werden. PattS, 1-fiu März. Unmittelbar nach dem heutigen Ver- lrcmemSvotun^er Kammer wurde nach Toulon Befehl ge- zelbeu, die Be förderun g eines Bataillons Marine- Infanterie, 450 Mann stark, nach Kreta zur Verstärkung de« dort gelandeten Marinetruppen vorzubereiten. Petersburg, 15. März. Im Saale der AdelSversamm- lung fand gestern ein WohlthätigkeitS-Concerr statt, bat von Frau Solina Gorlenko Veranstalter war. Demselben wohnte auch das Katserpaar bei. Rauschenden Beifall kruteten Hoffmann, Battisfini und Sosonow auS Moskau und Frau Solina Gorlenko, die unter anderen Compofitionen . den „Saug an Aegir" vortrug. DaS Concert erbrachte etwa 17 000 Mark. Depeschen des Bureau „Herold." Berlin, 15. März. Dem Reichstage ist heute die HandwerkerorganisationS'Vorlage zugegaugen. Berlin, 15. März. Das ^mlasiungSgesuch des StaatS- srcreiärS des RetchS-MarineamtS, Holl mann, liegt dem Kaiser vor, dem es durch den Reichskanzler zugegangen war. Der „Nationalzeitung" zufolge ist eine Entscheidung noch nicht erfolgt,- dieselbe wird erst im Laufe deS heutigen Tages erwartet. — Die »Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß Hollmann sein Abschiedsgesuch eingereicht hat. Berlin, 15. März. Das Staatsministerium trat teilte Nachmittag 3 Uhr unter dem Vorsitz deS Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe im ReichStagSgebäude zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 15. März. In der heutigen Sitzung der kudget-Commifsion deS Reichstages wurde das kxtra-Ordiuarium deS Marine-EtatS ohne Abstriche ge- ichmtgt. Berlin, 15. März. Der Reichstag wird anläßlich der ientenarfeier am 20. seine Plenarsitzungen bis zum 24. d. M. wSsetzen. Berlin, 15. März. Der frühere Reichskanzler, Graf Lrpriot, hat die Einladung zur Centenarfeier wegen seines ungünstigen körperlichen Befindens abgelehut. Hambnrg, 15. März. Wegen Nichrbewilligung der ver- langten Lohnerhöhung haben heute Morgen 8 0 SchiffS- fimmerleute die Arbeit niedergelegt. Wien, 15. März. Wie hier verlautet, wird die Blokade Kreta» und einiger Häfen Griech enlandS am Mittwoch Finnen. Budapest, 15. März. Der Leiter der PräfidialAb- istilung deS Honved-MinisteriumS, Ministerialrath Barczy, imrbe in Ctrcvencia, wo er wegen eines Nierenleidens weilt, ton einem angeblich zufällig losgegangenen Schuß seines eigenen Jagdgewehres in die Brust getroffen und war auf der Stelle todt. Zürich, 15. März. Der schweizerische Arbeiterbund hat beschloffen, für den August einen internationalen (Son* greß einzuberufen. Paris, 15. März. Der Minister des Aeußeren, Hanotaux, wird heute in der Kammer eine wichtige Erklärung adgeben, dahingehend, daß ein vollständiges Einvernehmen der Großmächte erzielt ist und daher begründete Aussichten auf Erhaltung des Friedens vorhanden find. Paris, 15. März. Der „Eclair" veröffentlicht ein Interview mit dem Ministerprästdenten De!Yannis, wonach derselbe erklärt habe, daß er nichts BestinM^rs sagen könne, aber glaube, daß die Aussichten auf Elhaltung des Friedens größer find, als die des AuSbruchcS eines Krieges. Man müßte indeß, um die nationale Beweg- n eindämmen zu können, dem griechischen Volke irgend welche ^-'enugthuung geben. Paris, 15. März. Das Kamm er Votum, welches der heutigen Erklärung Hanolavx folgen wird, dürfte das europäische Concert vervollständigen. In Kreisen, die dem Ministerium deS Aeußeren nahestehen, ist man über das Ergebniß der heutigen Kammerfitzung vollständig beruhigt. London, 15. März. In den nächsten Tagen wird ein auf die Orient frage bezüglicher Brief Gladstones veröffentlicht werden. London, 15. März. Die Times melden aus Athen, daß morgen die Blokade erfolgen wird. Manchester, 15. März. Gestern fand Hierselbst eine große BolkS-Versammlung statt, in welcher die Absendung einer Glückwunsch-Adresse an den König Georg wegen der energischen Haltung deS griechischen Volkes beschloffen wurde. Belgrad', 15. März. Die Arn auten plündern in Alt-Serbien. Dieselben haben bereits mehrere Christendörfer ntegergebrannt, sowie das Kloster Gurreoth zerstört. Athen, 15. März. Bei Ktssamo fand gestern Abend ein Kampf statt. Athen, 15. März. Die griechische Regierung widerspricht entschieden der Meldung, daß Admiral Rein eck den Kretensern den Vorschlag der Mächte, Kreta die Autonomie zu bewilligen, vorenthalten habe. Kanea, 15. März. Die Muselmänner in Hera- kleion machen sich fortgesetzt großer Ausschreitungen schuldig, weßhalb die Consuln um Landung eines gemeinschaftlichen Truppen-DetachementS ersuchten. Kundin, 15. März. Nach hier sind 2000 muha- medanische Flüchtlinge aus Sitia unterwegs. Die Muhamedaner find ungemein erbittert über die Ausplünderung der in Seltno befreiten Türken. Konstantinopel, 15. März. Hier erhält sich das Gerücht , daß das Cabinet Rifaat gestürzt und durch ein Reform.Ministerium unter Said Pascha ersetzt wird. Berlin, 16. März. Wie die „Kreuzztg." aus Paria* mentarilchen Kreisen erfährt, hat der Kaiser bereit- gestern daS EntassungSgesuch des StaatSsecretärS Hollmann ablehnend beschteden. Berlin, 16. März. Im VereinSprocesse Auer u. Gen. hat der Staatsanwalt Revision an daS Reichsgericht eingelegt. Wien, 16. März. Der Director des Tabak-Haupt- magazinS Kaiserlicher Rath Rudolf Foschum hat sich bedeutender Unterschlagungen schuldig gemacht. Dieselben reichen 20 Jahre zurück und überschreiten den Betrag von 150 000 fl. Athen, 16. März. Die Griechen lehnen entschieden die Forderung der Mächte ab und erwarten ruhig die Blokade. — Abends gingen 5000 Mann nach der Grenze ab. — In der gestrigen Kammerfitzung wurde gegen die Unduldsamkeit Europas protestirt. WB. Kanea, 16. März. HaoaSmeldung. An Bord deS russischen Panzerschiffes „Sissorveliky" fand gestern Abend eine furchtbare Explosion statt. Fünfzehn Mann find getödtet, darunter zwei Offiziere, mehrere andere wurden schwer verwundet. WB. Kanea, 16. März. Die Explosion an Bord des russischen Panzers „Seffoiveliky" erfolgte Nachmittags 2 Uhr bei den Schießübungen zwischen Retimo und Sudabai, in dem Augenblicke, als das Geschoß zur Abgabe des letzten SchuffeS in die Kanone des PanzerthurmeS eingesetzt. Die Bedachung des PanzerthurmeS, 6000 Kilo schwer, flog in die Luft und fiel halb in das Meer, die andere Hälfte flog über die Laufbrücke hinweg und zerschmetterte fünfzehn auf der Commandobrücke stehende Mannschaften. Fünfzehn Mann im Panzerthurm wurden durch ein Bodenstück des Geschosses schwer verletzt. Neun Osfiziere sind getödtet. Die Aerzte aller Schiffe wurden sofort zur Hülfe- leistung gesandt. Localer tmfc provinzieller Gießen, den 16. März 1897. * Hebet den Fremdenverkehr in hiesiger Stadt im Jahre 1896 können wir Folgendes berichten: ES logirten in den hiesigen Hotels und Gasthäusern zusammen 36 435 Fremde. Den stärksten Verkehr hatte die Herberge zur Heimath mit 7375 Mann aufzuweisen, wovon 3870 die Natural-Verpfleg- station in Anspruch nahmen. In drei Hotels logirten zwischen 3000 und 4000 Fremde, in zwei zwischen 2000 und 3000 und in sieben zwischen 1000 und 2000 Personen, während in allen übrigen Gasthäusern weniger alö 1000 Personen übernachteten. Im Jahre 1895 war der Fremdenverkehr ein bedeutend stärkerer) es ist die- aber ausschließlich dem Umstande zuzuschreiben, daß die Biehmärkte ausfielen bezw. wegen der herrschenden Maul- und Klauenseuche nicht abgehalten werden' durften. * ♦ Militärisches. Wie verlautet, werden die zur For- mirung deS Infanterie-Regiments Nr. 168 bestimmten Mannschaften und Unteroffiziere schon einige Lage vor dem Abmarsch in die neuen Garnisonen die Uniform deS neuen Regiments tragen. * * Hasfia Geld Lottette. Wie Herrn Richard Buch acker hier mitgetheilt wurde, fielen die neun ersten Hauptgewinne auf folgende Nummern: 45931, 52068, 5742, 21204, 41 638, 15 972, 13874, 46195, 21843. • * Keine Beschränkung des FernsprechvettehrS an Sonntagen. Die von den Handelskammern eingeforderten Gutachten über die etwaige Beschränkung deS Fernsprechverkehrs auf einige Stunden an Sonn- und Feiertagen sind mit verschwindenden Ausnahmen gegen eine derartige Einschränkung abgegeben worden. Besonders beachtenswerth erscheinen die von der Coblenzer Handelskammer geltend gemachten Gesichtspunkte. Diese Kammer betont, daß die An- schlußgebühr ohnehin für kleinere Plätze zu hoch sei, und daß dieses Mtßverhältniß noch größer werden würde, wenn man den Fernsprecher an Sonn- und Feiertagen bis auf einige Stunden entbehren müßte. Auch würde die Gewährung einer ausgedehnteren Sonntagsruhe an einige Beamte zur Folge Haden, daß zahlreiche andere Personen einen größeren oder geringeren Thetl ihrer Sonntagsruhe für die Besorgung von mündlichen oder schriftlichen Bestellungen an Stelle der Fernsprech Verständigung opfern müßten. * * Der Verband deutscher Kriegsveteranen wird im Rath- haussaale des „alten Meßviertels" auf dem Leipziger Ausstellungsplatze eine Collection von Gegenständen aus den letzten Feldzügen ausstellen. Der Saal ist von der Aus- stellungSlettuug dem Verbände unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden. Die Sammlung soll später mit dem zu errichtenden Denkmal der Leipziger Völkerschlacht vereinigt werden. Der aus der Besichtigung der Sammlung sich ergebende Reinertrag wird zur Unterstützung hilfsbedürftiger Veteranen verwendet. • * Der Hessische Landeslehrer - Verein wird in diesem Jahre seine Delegirten- und Hauptversammlung am 21. und 22. April zu Bensheim abhalten. Die Tagesordnung der Hauptversammlung wird sein: „Lessing als Pädagog", Ref.: Herr Lehrer Mink-Bensheim, „Die Forderungen der Gegenwart an den Geschichtsunterricht in der Volksschule", Ref.: Herr Lehrer Hartleb-Mainz. Der Hessische Lander- lehrer-Verein zählt nahezu an 2600 Mitglieder und werden die 195 Bezirksvereine, auS denen er besteht, von circa 146 Delegirten bei der ersten Versammlung vertreten sein. Da, wie der „Drmst. Tgl. Anz." vernimmt, in diesem Jahre die sog. Schlußjahresferien mit den Osterferien vereinigt werden, daS alte Schuljahr also mit dem 3. Mai beginnen wird, dürfte die diesjährige Hauptversammlung sich wohl eines starken Besuchs zu erfreuen haben. •* Mitteltheinifcher Fabrikanten Verein. Am Donnerstag den 18. d. MtS., Nachmittags 31/* Uhr, hält der Mittel- rheinischeFabrikantenveretnin Mainz (neues Casino, große Bleiche) eine Vereinsversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen u. A.: Vortrag des Herrn Leopold Sonne- mann-Frankfurt a. M. über die Arbeitslosen Versicherung. Der Paragraph 252 des Entwurfs eines neuen HandelS- -gesetzbucheS. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Dr. Fuld- Mainz über Unfallversicherung und Haftpflicht. •• In Amerika verstorbene Heffen. In San Francisco, Cal.: Henry Newhouse, 61 Jahre alt, von Sulzbach: John Schild, 52 Jahre alt, von Butzbach- Heinrich Bolz, 26 Jahre alt, von Langenhain- Christina Zaun, 66 Jahre alt, von Guntersblum. In Pittsburg, Pa.: Heinrich Kleber, 81 Jahre alt, aus Heffen-Darmstadt. In Wheeling, W. Va.: Frau Wittwe Bertha Loos, 70 Jahre alt, aus Grünberg. In Chadwick, Jll.: Margaretha Philippi, 81 Jahre alt, von Ruppertenrod. In PirtSburg, Pa.: Georg Kuöpp, 60 Jahre alt, von Ramstadt. In Touica, La Salle Co., Jll.: Nagelschmidt, 82 Jahre alt, aus Michelnau. In Plattville, Kendall Co., Jll.: Conr. Willie, 73 Jahre alt, au» Heffen-Darmstadt. In Meriden, Gönn.: Elisabeth Günther, geb. Berges, 53 Jahre alt, von Meiches. In Fair Haven Township, Jll.: Carl Traum, 26 Jahre alt, von Sellnrod. In Evans- ville, Jnd.: Jacob Rickrich, 53 Jahre alt, von EnSheim. In Troy, N.-Y.: Elisabeth Schilling, geb. Licker, 63 Jahre alt, von Crumstadt. In New-Haven, Gönn.: Jacob Doerschuck von Flonheim. In New'Desigu, Jll.: Elisabeth Brtegel, 65 Jahre alt, von Osthofen. In Watertown, WtS.: Capt. L. Jährling, 80 Jahre alt, von Heffen-Darmstadt. In Springfield,O.: George Schneider, 52 Jahre alt, von Winkel. In Plattsville, Ont.: Anna C. H etmbächer, geb. Becker, 81 Jahre alt, aus Schwarz, Kreis Alsfeld. Oppenheim, 12. März. Die hiesige „Landskr." schreibt: ES find jetzt ca. 40 Jahre, daß Oppenhelm keine Landebrücke mehr am Rhein zum Landen der Dampfboote und Vermittlung des Verkehrs auf dem Wafferwege besitzt und Oppen- heim zu einer Kahnstation degradirt wurde. Eine Aenderung hierin zu treffen hat sich die Oppenheimer Handelsvereinigung zur Aufgabe gestellt und ist eS ihr gelungen, durch hochherziges Entgegenkommen der Nieder!. Dampfschiff Rhederet sowie der hiesigen Gemeinde-Vertretung diesen wichtigen Verkehrsweg wieder herzuftellenund kann die neu errichtete Landebrücke und Lagerhaus am Montag den 22. März, (Ceutenarfeter) dem Verkehr übergeben werden. A Mainz. 15. März. Am Schluß der gegenwärtigen Tagung deS hiesigen Schwurgerichts kommt noch ein M o n ft r e- proceß zur Verhandlung, bet welchem sieben zum Theil sehr angesehene Personen unter der Anklage deS TodtschlagS bezw. der Beihilfe dazu auf der Anklagebank erscheinen werden. Die gerichtliche Verhandlung, zu welcher 35 Personen als Zeugen geladen sind, bildet das Nachspiel zu einem zu einer wahren Schlacht ausartenden WirthshauSstreit, der sich in der Nacht vom 14. auf 15. November v.J. in der vielbesuchten Wirtschaft „Zur EbertSburg" in Worms abspielte. AuS unbedeutender Ursache war der Streit zwischen Brauer- und Müllerschülern entstanden, welcher durch das Hineinmischen deS WirtheS und feines Dienstpersonals alsbald große Dimensionen annahm, indem man mit Stöcken und Stühlen bewaffnet blind und wüthend auf die Brauer- und Müller- schüler eiuhieb, so daß mehrere derselben ganz erheblich ver- letzt wurden. Ein Müllerschüler, Neher aus Zell, wurde btt dem Kampfe derartig zugerichtet, daß er den anderen Tag den Verletzungen erlag. Außer dem Wirth und seinem Personal sind unter den Angeklagten auch ein Fabrikant auS GodeSberg und ein Obermälzer, welche als Gäste in der Wirthschaft anwesend waren und sich in den Streit eingemischt hatten. Nach der Anklage soll der Fabrikant in der unmenschlichsten Weise mit einem Ochsenziemer auf die Brauerund Müllerschüler losgeschlagen haben. §§ Au» dem Kreise Wetzlar, 15. März. Ueberall in den Ortschaften unseres Kreises werden Vorbereitungen für den 100jährigen Geburtstag Kaiser Wilhelms I. getroffen. Während man den Sonntag, als den 21. März, mehr in der Stille feiern wird, findet am Montag, als am eigentlichen Geburtstage die Hauptfeier statt. Etngeleiret wird dieser wichtige Gedenktag durch eine öffentliche Schulfeier. Am Mittag wird fich in einzelnen Ortschaften schon ein Festzug durch die OrtSstraßen bewegen und sich daran ein öffentliches Concert anscylteßen. Ihren Glanzpunkt aber wird die Feier am Abend des 22. März erreichen, denn wie wir hören, werden überall Fackelzüge und hieran anschließend Freudenfeuer, Feuerwerk u. s. w. ftattfinden. * Frankfurt tu M., 14. März. DaS Griechenfieber hat in Sachsenhausen ein Opser gefordert. Ein junger Mann, der bei der deutschen Marine gedient hat, beschloß, seine Kräfte dem bedrängten Hellas zu weihen, und zwar auf der griechischen Flotte. Er reiste von hier ab, gelangte bis zur Adria und verlangte dort, der deutsche Consul (!) solle thm zum Eintritt in die griechische Marine behilflich sein, welche» Verlangen rundweg abgeschlagen wurde. Unser Hydriot gerieth aufs Trockene, that einen klassischen Fluch und schrieb nach Hause, man möge ihm Geld zur Heimreise schicken. ♦ Erouberg i. T., 12. März. Dem Gomitö für Errichtung eines Kaiser Friedrich-Denkmals in Cron- berg sind der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe, Fürst BiSmarck, die Präsidenten deS Reichstages und des Abgeordnetenhauses, der Vicepräfident des Herrenhauses, fast sämmtliche Minister, sowie eine große Zahl Parlamentarier und angesehener Persönlichkeiten auS allen Thetlen des Reiches beigetreten. * Die drei Eiseubahuregimeuter und die Lustschisierabthei- luug sind mit einer größeren Anzahl Fahrräd er ausgerüstet worden. Beim zweiten Eisenbahnregiment ist die gesummte dritte Compagnie mit KrtegSfahrrädern versehen worden. 68 gewährt einen interessanten Anblick, die Compagnie in flottem Tempo auf dem Rade dahiosausen zu sehen. * Lochum, 9. März. Im benachbarten Harpen wurde gestern Abend inmitten einer Gruppe Gestellungspflichtiger einem Betheiligten, weil er sich weigerte, Harmonika weiter zu spielen, wie er den ganzen Tag gethan hatte, von einem zweiten Betheiligten der HalS buchstäblich abgeschnitten. ♦ Freiberg i. E., 15. März. Der „Freib. Anz." meldet: Heute Nachmittag 28/i Uhr fand in der Dynamitfabrik in HilgerSdorf bei Freiberg eine Explosion start, bei ber fünf Arbeiter gelobtet und einer schwer verletzt wurde. Der Materialschaden ist sehr bedeutend. • Ein unerwarteter Empfang wurde in Gera einem Einwohner von seiner Ehehälfte zu Theil, als er, wie eS leider oft vorkommen soll, wieder etwas spät und schief nach Hause kam, und da er den Hausschlüssel vergeffen hatte, klingelte. Seine beffere Hälfte warf, anstatt ihm zu öffnen und ihn einzulaffen, Deckbett nebst Kopfkissen zum Fenster hinab und überließ den Schwärmer seinem Schicksal. Der Mann soll fich übrigens vorgenommen haben, künftig früher nach Hause zu gehen. • Prei»ansschreibnng für industrielle Neuheiten. Die Direktion der im diesjährigen Sommer im „Englischen Garten" in Wien stattfindenden ,Internationalen Ausstellung neuer Erfindungen" hat außer der Zuerkennung von Ehrendiplomen und den Diplomen zur goldenen, silbernen, broncenen und Mitarbeiter-Medaille die Ausschreibung von Geldpreisen für die besten und zweckmäßigsten Lösungen besonders actueller und wichtig^ industrieller und kleingewerb- licher Probleme beschloffen. Die Modalitäten dieser PreiS- auSschreibung, welche mit dem Gesammt - Betrage von 2500 Kronen dotirt ist, find namentlich für den „kleinen" Erfinder sehr günstig. AuSgesetzt ist je ein Preis von 300 Kronen für das beste Automobil-Fahrrad, für den besten transportablen Gaserzeuger und für einen compendiösen Ventilator - je ein Preis von 150 Kronen für den besten Extincteur und den besten Krankenfahrstuhl- je ein Preis von 100 Kronen für den besten Petroleumbrenner, für den zweckmäßigsten Rettungsgürtel, für die beste Bremse für Fahrräder, für daS beste Alarmschloß, sür das beste Kleinfilter, sür das billigste und reichhaltigste Reise-Neceffaire, sür den besten automatischen Thürschließer, für den besten Verbandkasten, für daS einfachste und billigste Verfahren zur Herstellung schwarzer Lichtpausen, sür die beste Aufziehvorrichtung für Pendeluhren, für die beste Touristen Camera für Radfahrer, für die beste Fahrradlaterne und für die beste TypenL^.rriömaschine. Die ausführlichen Bedingungen für die Behelligung werden auf Verlangen von der Direktion der Ausstellung gratis und franco zugesendet. • Eine Schürze für 10000 Gulden. In Wien wurde dieser Tage der ungarische Graf Apponyi mit der Gräfin MenSdorff getraut. Die Braut trug eine HochzeitStoilette in ungarischer Nationaltracht, wobei die charakteristische Schürze nicht fehlte. Der Werth der für dieselbe verwendeten Spitzen wird auf 10000 Gulden angegeben. ♦ Profeffor und Student. Aus dem Leben des dieser Tage verstorbenen ProfefforS der Botanik an der Universität Budapest Dr. Ludwig JurLnyi theilt der Pester Lloyd folgende Anekdote mit: Der ausgezeichnete Botaniker war ein unglaublich anspruchsloser einfacher Mensch und führte eine wahrhaft puritanische Lebensweise. Sein bescheidenes Auftreten war sprichwörtlich. Eine- Tages fand fich nun im Conferenz-Zlmmer der Univerfitäts-Profefforen ein junger Elegant ein, der In seinen freien Stunden Hörer der Medicin, feinen Index von Profeffor JurLnyi unterschreiben laffen wollte. Diese sonst so einfache Procedur wurde ein wenig complicirt durch die Thatsache, daß der brave Hörer keine einzige Vorlesung JurLnyiS besucht hatte und demzufolge den Herrn Profeffor von Angesicht nicht kannte. Der Hörer wandte fich resolut an einen recht bescheiden gekleideten Herrn, der in seiner Nähe stand und den er offenbar für einen der Pedelle hielt, und fragte nonchalant: „Sagen Sie, lieber Freund, wer ist denn hier eigentlich der JurLnyi?" Der ältliche Herr verbeugte fich demüthig und antwortete: „Verzeihen Sie, Her JurLnyi bin ich. Was steht zu Diensten?" Der Mediciner wurde purpurroth, bat um Pardon und holte den Index hervor. Der alte Profeffor lächelte. „Na, eS ist ja gut, lieber Freund", meinte er, indem er den Index unterzeichnete, „aber glauben Sir nicht, daß es fich schickt, wenn man schon einmal UnioerfitätShörer ist, mindestens seine Profefforen kennen zu lernen? . . ." • Nach besten Schätzungen gibt es in den Vereinigten Staaten von Nordamerika jetzt ungefähr 4,000,000 Radfahrer, in New-Mark allein mehr als 200,000. Im verflossenen Jahre wurden etwas mehr als 1,000,000 Maschinen, sowohl Zwei- als Dreiräder von mindestens 250 erstklassigen Fabrikanten erzeugt. * Al» armer Zeitnug»ttager tobt zufammengebrochen ist in ber Norb Clark Street in New-Aork Richard v. Sybow, ein ehemaliger preußischer Lieutenant. Sybow würbe 1832 in Danzig geboren, wo sein Vater Oberst war. Er würbe im CabettencorpS in Berlin erzogen unb trat dann bei bem pommerschen Husaren.Regiment Nr. 5 (Blüchvr-Husaren) ein. Im Jahre 1862 mußte er als Lieutenant seinen Abschied nehmen unb wanberte nach Amerika auS. Er kam nach Chicago, wo er auf alle mögliche Weise sein Brob zu verdienen suchte, schließlich Zeitungsträger wurde und als solcher seit Jahren mühsam sein Leben fristete. Die verstorbene Fürstin BiSmarck war SydowS Tante. Der Vermählung des Fürsten BiSmarck hatte Sybow als Gast beigewohnt. Er Pflegte, wenn er gut aufgelegt war, mit Stolz von bem Hochzeitsfeste zu sprechen. • Von der Tiefe de» Meere». Zu den am wenigsten tiefen Meeren zählt man die Ostsee, deren größte Tiefe 427 Mtr. beträgt, sowie auch die Nordsee, welche 898 Mtr. erreicht. Hierauf kommt das südliche Eismeer unb bas Schwarze Meer mit einer ungefähren Tiefe von 2620 Mtr. unb da» Japanische Meer mit 3000 Mtr., bas Chinesische, Mittelländische unb ba» tzördliche Eismeer mit 4293, 4400 unb 4846 Mtr. ES folgen bann mit 6260 Mir. baS Antillenmeer, mit 6295 Mtr. ber Jnbische Ocean unb mit 7370 Mtr. ber Sübatlantische Ocean. Die größten Tiefen werben erreicht von bem süblichen Theil de» Stillen, bem nördlichen Atlantischen unb bem nördlichen Theil des Stillen OceanS, in welchen man Tiefen von 8181, 8341 und 8516 Mtr. gefunden. Citerattu? und Knuff - 3ot (Fenltnatfeitr. DaS 5. unb 6. Heft des nationalen PrachtwerkeS: .Kaiser Wilhelm ber Große, Deutschlands Retter und Rächer", oon Dr. Adolf Zehltcke, Verlag von Louis Abel, Berlin 8., Sebastianstrahe 29, Preis ä 50 Pfg., liegt jetzt vor. eie sind wieder mit interessanten Doppel- unb Volldilbern illustrirt. Der Verfasser hat eine große Anzahl interesianter Einzelheiten auS jener Zeit vorgeführt, die in wetteren Kreisen noch nicht bekannt sinb, wodurch namentlich die großen Schwierigkeiten bewiesen werden, mit welchen Kaiser Wilhelm unb Bismarck zu kämpfen hatten, um ihr Ziel zu erreichen, aber er zeigt auch die Eharactergröße unb ben unerschütterlichen Muth Kaiser Wilhelms, ber sich trotz ber gewaltigsten Opposition nicht von seinen Zielen abbringen ließ. Das Werk wird Allen, welche jene Zeit erlebt haben, eine besonder» erwünschte Gabe sein, und Allen denen, die damals noch nicht am öffentlichen Leben thellnabmen, wird es ein klares Bild geben von den großen Kämpfen, welche Kaiser Wilhelm zu bestehen hatte, ehe er das Ziel seines Lebens erreichte. Wir empfehlen daher diese» Werk, daS durch alle Buchhandlungen unb Kolporteure zu beziehen ist, allen unseren Lesern auf baS Angelegentlichste als eine hochinteressante Lectüre unb alS die beste Festschrift zur Gtntcnatfeier. — ein Held der Befreiungskriege war auch Kaiser Wil' beim bet Große, dessen 100. Geburtstag daS deutsche Volk am 22. März begeht; ber Einiger Deutschlands hat gleich tausend anderen Tapferen jener großen Zett mit bem Schwert in ber Faust für bie deutsche Freiheit gekämpst unb einmal, bei Bar sur-Aube sogar eine Probe außerordentlicher Kaltblütigkeit und kecken Muthe» abgelegt Keiner vermöchte diese erste, mit dem Eisernen Kreuz belohnte Helden- that bester zu schildern, als der damals siebenzehnjährige Prinz eS in einem Briese that, der soeben in bem neuen Prachtwerk von HanS Kraemer „Deutsche Helden auS ber Zeit Kaiser Wilhelms des Großen, Ernstes und Heiteres auS der vaterländischen Geschichte (1797 bis 1897)" zum ersten Mal veröffentlicht wirb. Das in fünfzehn Lieferungen k 50 Pfg. erscheinenbe populär geschriebene Buch, bas wir unseren Lesern nicht genug empfehlen können, ist überhaupt in jeder Hinsicht eine ber interessantesten unb werthvollsten Festgaben zur Centenarfeier; aber eS unterscheidet fich darin vortheilhast von allen Novitäten des Büchermärkte«, daß es nicht eine Biographie des großen Kaisers, sondern ein Führer durch das ganze Jahrhundert sein will, das am 22. März 1897 seinen Abschluß findet. Der Verleger (Deutsches VerlagShaus Bong u. Eie, Berlin W.) hat dem glänzenden, klar unb fesselnd geschriebenen Werke eine so prächtige Ausstattung — Buntbilder, Illustrationen allererster Autoren, Facsimildrucke u. a. m. — gegeben, daß wohl zweifellos Hans Kraemers „Deutsche Helden" ein LieblingSbuch aller Deutschen werden wird. Eingesandt. «rwideeung. In Erledigung der vielen an un« ergangenen Anfragen, eine Aufführung von „Bocksprünge" betreffend, bemerken wir ergebenst Folgendes: Allerdings ist der Schwank „Bock- sprünge" in Wiesbaden, Frankfurt a. M., Berlin rc. rc. mit außerordentlichem Erfolge in Sc.ne gegangen; ob »Bocksprünge" indcß wegen feiner kleinen Pikanterien für hier geeignet ist, da« möchten wir denn doch bezweifeln. AuS diesem Grunde haben wir den Schwank nicht in unfern Spielplan ausgenommen. Mit Hochachtung Kruse-Helm. Mrchttche Anzeigen der evang.Ge»neinde. I« btt «tadttirche. Mittwoch ben 17. März, Abend» 6 Uhr: 8. Passtov«- andacht. Pfarrer Schlosser. verkehr, Land- «nd vaUswirfhschaft. •itfcttt, 16. März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfb. X 1,06—1,10, Hühnereier pr. St. 4-5 A, 2 St. 00 A, Enteneier 5—6 H, 2 St «. H, Gänse- ein pr. St. 10—11 H, Käse pr. St. 5-7 A. Kasematte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Ltter 16 A. Linsen pr. Liter 27 A, Tauben pr. Paar X 0,90 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,20 bi» 1,40, Hahnen pr. SM X 1,80-1,50, Enten pr. Stück X 1,70—2,00, Gänse pr. Pfund X 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66—74 A. Kub- unb Rindfleisch pr. Pfb. 60-66 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bi» 66 A, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfb. 70 A, Kalbfleisch pr. Psd. 60-54 8. Hammelfleisch pr. Pfd. 50—65 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00 bil 5,00 Jl, Weißkraut pr. Stück 0- 00 A. Zwiebeln pr. Eentner X 5,50-6,60, Milch pr. Liter 16 A- — LebenSverficherungS • Gesellschaft ju Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegründet 1880 (alte Leipziger). Die Ge- schäftsergebniste der Gesellschaft während des Jahretz 1896 find wiederum als sehr erfreuliche zu tziMchnen. Die Beantragten sowohl als bie abgeschlossenen Versicherungssummen waren größer als im Jahre 1895 und mithin auch größer als in jedem anderen Jahre vorher. Der Verlauf d-r Sterblichkeit ist ein befriebigendergcwesm. Gestorben find 1896 867 Mitglieder, die mit 6,206,950 Mk. ver. sichert gewesen waren; Versicherungsanträge wurden im Jahre 1896 gestellt 6433 über 49,287.950 Mk. Versicherungssumme gegen 6445 Anträge über 49,183,100 Mk. Versicherungssumme tpi Jahre 1895. Davon wurden angenommen 1896 5314 Anträge über 39,653,350 Mk. Versicherungssumme gegen 5242 An träge über 39,509,500 Mk. Versicherungssumme im Jahre 1895. Der Gesammtversicherungsbestand ber Gesellschaft betrag am 31. December 1896 66,754 Personen, die mit 483,439,570 Mk. versichert waren. Im Vergleich zum 31. December 1895 ist der Versicherungsbestand hiernach gestiegen um 2432 Personen mh 25.602,200 Mk. Versicherungssumme. Bei ber alten Leipziger Gesellschaft, bie eine reine Gegenseitigkeitsanstalt ist, fließen alle lieber schüffe den Versicherten in Gestalt von Dividenden wieder zu. Für das laufende Jahr beträgt die Dividende an die Mitglieder auf die länger als 5 Jahre bestehenden Versicherungen für Dividendenplan 42 pEt. der ordentlichen Jabresbetträge und auf abgekürzte Versicherungen außerdem !>/» pEt. ber Summe der gezahlten Zusatz- beitrige, während für Dioivendenplan B je nach bet Länge der Verfiche- rungsbauer verschiedene Dividendensätze festgesetzt worben sinb. 668 Wasche mit Luhn's Wasch Extract! Sparsam unb billig. ohne Schärfe! — Anzuwenden ohne Seife, ohne Soda! — Kein Anschmieren dec Wäsche nöthtal — Bum Reinigen der HauS- unb Küchengerätbe, Treppen rc. äußerst beliebtl Ueberall in Schachteln k Ve Pfd. zu haben. - Bitte versuchen, un THEE-MESSMER I BERÜHMTE MISCHÜNOEN M, 2.60 A ? '>0 PR. REU HD. PROBE PACKITTf CO fc tO Pf. 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Giessen. ;te. 123/* 38 3 4 34 18 14 43 53 78 9 50 78 12 Eichen- Nadel- » i) - Versteigerungen.« Nach den Erinnerungsfeiern an die großen Ereignisse der Jahre 1870/71 rüstet von Neuem in diesen Tagen ganz Deutschland sich, den hundertjährigen Geburtstag Kaiser Wilhelms I. festlich zu begehen: ist doch der Rückblick auf das lange Leben jenes Herrschers gleichbedeutend mit einer Rückschau auf die Geschichte Deutschlands im letzten Jahrhundert und steht doch im Mittelpunkt gerade des glänzendsten Zeitraumes jener Geschichte die Gestalt Kaiser Wilhelms L, hervorragend ebenso durch hohe persönliche Eigenschaften wie durch unsterbliche Verdienste um das deutsche Volk. 3 ,, Eichen- „ Zusammenkunft an der Heerstraße. Dienstag den 23. März I. I., Bormittags 9 Uhr, in den Districten Rundeheg, Rödern und Todenberg, Dörnbach und Berg: 26 Eichen-Stämme mit 15,19 fm 2621] Ein braver und fleihtger Junge nur Verrichtung leichter Hausarbeit und Besorgung von Ausgängen wird zum 1- April d. I. gesucht von Photograph Philipp Uhl. Zusammenkunft am Pflanzgarten. Das Holz in den Districten Dörnbach und Berg wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt, sondern Mittags beim Feuer versteigert. Allendorf a Lda., 15. März 1897. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. Lda. mit prachtvoll. Orgel, ton, 10 Tasten, offen. len an un6 «Menu ünge" deinßuid, bt ist der Schwank „M a. M., Berlin k. rc. gegangen; ob ,Bock- krien für hier geeignü Aus diesem Grunde pielplan ausgenommen ung Kruse-Helm. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. G n a u t h. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. _______ Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gn auth. Fahnenstangen Quasten etc. empfiehlt f" Empfshhmgen^^ Näheres Bahuhofstr. 71. . WchthMS. IWestanlage 7,1. Stock: Freibank. 2657«schöne Wohnung, 4—5 Zimmer, Küche Ueberzeugt, daß auch den Bewohnern unserer Stadt es ein Bedürfniß ist, die festliche Begehung dieses bedeutsamen Gedenktages zu ihrem Theile mit zu verherrlichen, gestatte ich mir, die Einwohnerschaft Gießens hier- ourch aufzufordern, durch eine reiche Beslaggung den für 21. bis „ März im Einzelnen vorgesehenen festlichen Veranstaltungen einen würdigen Rahmen zu geben, Theil zu nehmen an der auf Veranlassung der Stadtverordneten-Versammlung für Montag, den 22. März, Nach- mi v in ®t”n’8 Saalbau geplanten Festversammlung und am Abend des genannten Tages von 8 Uhr ab eine Illumination der ganzen Stadt zu veranstalten: Alles dies zum gemeinsamen Zeichen der dankbaren Erinnerung an den ersten Kaiser unseres neuen Deutschen Reiches. Gießen, den 16. März 1897. Der Oberbürgermeister: Gnauth. Ernst Bloedner, __Seltersweg. 27 25 30 297 1503 9 44 11 23000 ............ Lehrlings-Gksch. Ein braver Junge mit guten Schulzeugnissen zum alsbaldigen Eintritt aus das «Comptoir einer Brauerei in die Lehre gesucht. Selbstgeschriebene Offerten bitten unter G. 100 au die Expedition ds. Bl. gelangen zu Ein braver Zunge, | welcher Lust hat, das Echmiedegeschstft zu erlernen, kann sofort eintreten bei Fr. Zörb 11. in Lützellinden. von Mk. 1.— ab. Journale nach eigener Auswahl. Nur gut erhaltene Hefte. — Prospecte gratis. Steuer-Reclamationen Gesuche, Verträge rc. fertigt 26i8 W. Poppelsdorf, Hammsteaße 12. Von heute ab: Rindfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg. 8chmMefleisch nicht ladenrein, per Pfd. 40 Pfg. Holzversteigerung in Leu Maldnugku der Gemeinde Allen- , dorf a. -da. Freitag den 19. März l. Js., Vormittags 9 Uhr, in den Districten Steinwald, Kinnwald und Homberg: 13 ‘ Bekanntmachung. Samstag den 27. März 1897, Vormittags 9 Uhr, findet zu Wieseck, auf der Straße nach Gießen, eine Vormusteruue des Pferdebestaodes statt. Nach § 4 des Reglements vom 16. No- »enwer 1886, die Beschaffung der Mobilmachungspferde betreffend, if jeder Pferdebesitzer bei Meldung einer Geldstrafe bis zu 150 Mk. ver> pflichtet, zu diesem Termin seine sämmtlichen Pferde zu gestellen mit Ausnahme: a) der Fohlen unter 4 Jahren, b) der Hengste, c) der Stuten, die entweder hochtragend sind, oder noch nicht länger als 14 Tage abgefohlt haben, d) der Pferde, welche auf beiden Augen blind sind, e) der Pferde, welche in Bergwerken dauernd unter Tag arbeiten. Von der Verpflichtung zur Vorführung ihrer Pferde sind ausgenommen: a) Beamte im Reichs« oder Staatsdienst, hinsichtlich der zum Dienstgebrauch, sowie Aerzte und Thierärzte hinsichtlich der zur Ausübung ihres Berufes nothwendigen Pferde, b) die Posthalter hinsichtlich derjenigen Pferdezahl, welche von ihnen zur Beförderung der Posten contractmäßig ^gehalten werden muß, c) Offiziere und Militärbeamte hinsichtlich ihrer überetatsmäßigen Pferde. Unter besonderen Umständen, namentlich in dringenden Fällen, kann Großh. Kreisamt Gießen Befreiung von der Vorführung eintreten lasten. Wir fordern hiernach sämmtliche Pferdebesitzer hiesiger Stadt unter Hinweis auf die obige Strafoorschrift auf, ihre Pferde in dem angegebenen Termin vorzuführen bezw. vorführen zu lasten und zu diesem Zweck eine halbe Stunde vor Beginn der Musterung zur Stelle zu sein. Die vom 1. März ab bis zum Musterungstermin durch Zu- ober Abgang eingetretenen bezw. eintretenden Veränderungen im Pferdebestand sind von den Pferdebesitzcrn sofort auf dem Bürgermeisterei-Büreau — Zimmer Nr. 15 — anzuzeigen. Gießen, den 15. März 1897. Bekanntwachnng. Das Fahren der zwei vierräderigen Gießfäffer und eines zweiräderigei/ GteßfaffeS pro 1897/98 soll im Submistionswege vergeben werden. Reflectirende wollen ihre Offerten bis zum 27. d. Mts. verschlossen, mrt entsprechender Aufschrift versehen, bei der unterzeichneten Behörde einreichen, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 15. März 1897. Handlung (C. Koch). Kirchenplatz II. Eichen-Stämme mit 3,55 fm Nadel- „ , 10,38 „ Eichen-Derbstgn. „ 1,51 „ Bu4°n. , „ 0,60 „ Nadel- „ „ 17,62 „ „ -Reisstgn. „ 34,31 „ rm Buchen-Scheitholz Bekanntmachung, betreffend: Die Löber'sche Stiftung. Aus obiger Stiftung ist eine Pfründe von 260 Mk. jährlich an einen in Gießen geborenen, verwittweten Handwerker zu vergeben, welcher einen guten Rus besitzt, fortwährend einen gesitteten Lebenswandel geführ hat und wahrhaft dürftig sein muß. Anmeldungen werden von heute an binnen 14 Tagen auf dem Büreau des Armenamtes entgegengenommen. Gießen, den 13. März 1897. 'Theil bea Wellen Buchen-Reisholz 4'/-.Hdt. , n 3 Buchen- „ „ 4,75 „ Nadel- „ „ 2,13 „ Buchen-Derbstangen mit 0,08 fm Nickelklaviatur, mit 3fachem, llfalitgen Doppelbalg, Balgfalten mit vernickelten Stahlblechspitzecken versehen, 2 Register und Doppelbässen a Mk. 5 50. 36 cm hoch. Sie Wtt 'n nom nÄn.Qu8 leiten betsS. uch M.fffc'r^Üten, HW®« bSr8tofie LSZ MS s* • *% 1,1 iur 6tnttnatfd" Wil- °nz-h°I°hrigt Mtwert w et 3‘lt lalle! Litera aus der vaier- «nen JDlal vnöfsentlichl "8i «tlheinende populh 0enu8 empsehlen oft interefianteften uni »Mi «8 unterscheidel fitz ^uchennarkitS, daß ü onbern ein §übrer buch 22. Mr, 1897 feinen rerlaHaus Bong u. Cie, I ™ iesjelnd getriebenen untbübff, dOuftiatlonen - Segeben, datz wch V dn LieblingSbllj * // -Knüppel „ Eichen« Freitag, den 19. d. Mts., Nachmittags von 4 bis 6 Uhr, soll im Stadtknabenfchulhaufe eine öffentliche Prüfung der Fortbilduugsfchüler stattfiudeu. Es werden zu derselben die Eltern und Lehrherren der Schüler und sonstige Freunde der Schule hierdurch eingeladen. Gießen, den 15. März 1897. Gnauth, Fuhr, Hahn, Oberbürgermeister.Oberlehrer. en- "___ versendet gegen Nach, nähme seine äußerst solid und dauerhaft mit Wasserleitung, Gartenantheil, per 15. Mai event. früher zu vermiethen Näheres Bahnhofstraße 65 (Comptoir). lu ,rra??fr,le" stritt zu der Aestversammlung sollen mit Rücksicht auf den Sflmpn 8lnbr“nÖ Karten ausgegeben werden, welche demnächst — auf — der Reihenfolge der Anmeldung zur Ausfertigung gelangen. Qbn?r £ünbUd? ober schriftlich Mittwoch, den 17. März, 15 Mittags 12 Uhr, auf dem Zimmer aÄ^Ermetsteret erbeten. - Die Au-gabe der auf Anmeldung aus- EÄÜ, ^lolgt an gleicher Stelle am Freitag und Samstag dieser Woche Vormittags von 10 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 4 Uhr.: Weichholz 2 rm Buchen-Stock IroirtWaft cht. Auf btnt hmiigo 11,OC—1,10, hühnack -6 *261(4. V Mem-tle pr. 6t. 3 * 27 J, Trüben pr. N iS 1,46, Hahnen pr. Sw -2,00, W pt. # 13, M- und Rtndstcifl ).b6bir66J.Sch°biV fein pr. 100 Silo 4WM Zwiebeln pr. 5crtn(: ! Ä? I • Effi#! lvmm «7 5242 81 Siumme OTtn . - btlu; b bet ®«57o V die |ft bfc ^"43? Nontn 5 sLs,'.^ finb- $ ÜTr. 60 hat den BogeNLfig gewonnen, [2610 26371 Im Waschen und Patze« empfiehlt sich eine Frau bestens. Näheres Sonnenstraße S, HL 2'on der Giefieuer Omnibus Gefellschaft werden [2607 3 Sommerwagen zum Lackiren vergeben. Offerten find auf dem Depot, Marburger - straße 34, abzugeoen.______________ 2656] Eine eingeführte deutsche Lebens- und Unsallversicherungs- Gesellschaft sucht für Gieße« einen tüchttgen Haupt'Ageuten. Offerten erbeten unter L. U. 360 poMagernd Arankfnet a. «ain. Eine gebildete Dame im Älter von 20 bis 35 Jahren als Gesell fchafteriu und Vorleserin zu einem alten Herrn gesucht. Näheres in der Expedition dieses M d W'k“5,4 j dßB >° Möblirtes Zimmer mit oder ohne Eabinet, in nächster Nähe der Zeughaus-Kaserne, per 1. 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Näheres in der Expedition d. Bl- Für einen Jungen aus guter Familie wird Lehrstelle gesucht mit Kost und Logis im Hause des Lehrherrn. Zu erfragen in der Exped. d. Blattes. 2592 »in junges Mädchen, 15 Jahre alt, sucht leichte Stelle. Es wird mehr auf gute Behandlung als auf Lohn gesehen. 2632 Zu erftagen in der Expedition d. Bl. Gesucht werden Mädchen für mehrere Beamten' Familien, sowie auch für Bürgersleute auf bald bei ffratt Müller, 2402__________Teufelslustgärtchen 26. 2489s Braves Mädchen, 14—1 bj.,,u zwei Kindern ges. Zu erfr.in^rExved. d^Bl. 2606] Gut empfohlenes Mädchen für kleinen Haushalt gesucht. ______Nordaulage 20, III. 2627] Ein jungeä Mädchen vom Lande wird sofort ,u miethen gesucht- _____H. «lemmrath, Neuenweg 60 2629, Laufmädchen sofort gesucht. Bahnhofstraße 49, L G jxl. jäbUaer, iMll Frühjahrs-Saatgut! H. Schudt, Bomänr Hof Kbrinfrlbrn, Jlofl WnürrfläMti empfiehlt 1^2® tn bewährten Sorten: Beeeler Hafer, Woe- ^aataetrCtDC »ommerwelae», Hallet’* Chevalier erste, Wehle’* bartlose Gerste, sowie: napnm bonum, Richter** J«; WffCltt« wel, Prof. Jlärcker, Gehelmratb Thiel, sowie diverse andere Sorten, welche ich als DersuchSansteller der deutschen Kartoffel-Culturstation anbaue. «»«er von »etreid« uud Preisliste auf verlange« grati» und franed. bedeutend unter Kostenpreis. 2263 O Schirmreparaturen muffen bis zum 20. März abgeholt werden. O I. Weitzenkorn, 9 Schulstraste 9. g Lehrling, § welcher ein grrttd Handwerk bei so» fortiger Vergütung erlernen will, gesucht Wo? sagt die Expedttion d- Bl. § Kia braves lehrmäbibeu, welches das Meidermachen gründlich und unentgeltlich erlernen will, wird fle» sucht. Näheres in der Expedttion d. Bl Brave Mädchen welche das Kleidermacheu gründlich erlernen wollen, werden ange nommen bei Geschw. Schwarz 2253 Seltersweg Sl.___ 2619] Gesunde «mme wünscht ein Kind milzustillen. ________Näheres «teinstraße 61, I. ZMverläsfiges Mädchen per sofort oder 1. April zu einem Kinde gesucht.____________Marktplatz 21, 1. Tüchtiges Mädchen von anständigen Eltern, tagsüber gesucht. 2652 Ludwigstratze 46, III. Für die überaus große Gastfreundschaft, welche Herr Gastwirth I. Teibel (Zu den drei Linden) seinen Stammgästen und Nachbarn gelegentlich seines gestrigen 50 jährigen Geburtstages zu Theil werden lretz, fühlen wir uns veranlaßt, demselben unseren besten Dank auszusprechen. Gießen, den 16. März 1897. ;642 Albrecht, Barchfeld, Bechtold, BSnuer, D«b«elt, Der«, Drestel^ ??atvm, «red, Haag I., Haa» 11., Haa» HL, Henrich, Keller, »ick. «üh«, Klingelhöfer, Kratz, Lampert, Leuhard Lehrmund^Münztuger, Mootz, Raulh, Stäuber, «enter, RSrtg, «ier, «Pietz, Wagner, »itttt. MXXXXÄXXXäKKQKXX*%ÄÄ^XXK& * Neuheiten § i in Damen« und Kindermänteln, x flocnnht ium 15 April für eine IlCoUUlll einzelne Dame ein ältere», sehr zuverlässtge» Mädchen gegen guten Lohn 262t Wo ? sagt die Expeditton dieses Blattes 2526) Ein braves Mädchen, welches selbstständig kochen kann und in der häuslichen Arbeit bewandert ist, wird auf Ostern gesucht. Westanlage 1, H. «|o wird nur in solchen Packelen verkauft V * ) 1