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Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. w Deutsche» Reichstag. 176. Sitzung. Montag tze« 15. Februar 1897. Die Berathung des MtlilLretats wird fortgesetzt. Lbg. Bebel (Soc.): Für die Behauptung deS KrieaSministerS betr. einer Zunahme der Verbrechen und Vergehen in Der Armee im Zusammenhänge mit der Ausbreitung der Socioldemokratte fehlt jeder Beweis. Wenn überhaupt die Verbrechen zugenommen, so liegt bas an den ganzen socialen Verhältnissen, der Schwierigkeit deS Erwerbs, der Unmöglichkeit für die mit Arbeit überlasteten Arbeiter, sich mit der Erziehung ihrer Kinder zu beschäftigen. Wo die Soctaldemokratte am meisten verbreitet ist, ist die Moral die gesündeste. WaS mürben die Nattonalliberalen sagen, wenn ich behaupten wollte, die große Zahl der schweren Körperverletzungen im linksrheinischen Bayern rühre daher, daß dort die Nattonalliberalen ihre meisten Anhänger haben, oder wenn ich ähnliches Bezügliches deS EentrumS und des übrigen Bayern sagen wollte! Den Grafen Noon, der die Socialdemokraten am liebsten vom Reichstage auS- Ichlteßen möchte, erinnere ich daran, daß sein Gewaltherr Fürst riiSmarck das allgemeine Wahlrecht einführte, weil er sonst für das S'ieich nicht einmal in Norddeutschland, geschweige denn in Süd- beutschland Sympathien gesunden hätte. Redner verbreitet sich dann über zwei Seibstmordsälle, welche er auf Mißhandlungen zurücksührt, und üoer die Aeußerungen des Hauptmannes eines hanseatischen Regiments, der von den Soctaldemokraten als Lumpen gesprochen und htnzu- gesügt habe: sollte einer von den Kerlen unter Euch sein, so hoffe ich, daß Ihr denselben Abscheu vor ihm haben werdet wie ich! In einer JnftructionSstunde sei ein Rekrut gefragt worden, waS er thue, wenn er höre, wie ein Civtlist eine MajcstätSbeleidtgung begehe? Ruf die Antwort, er zeige den Mann an, sei ihm gesagt worden: was? nein, Du ziehst die Plempe und schlägst ihm den Schädel ein! Wetter unterzieht Redner das Urtheil im Falle Brüsewitz und speciell die Begtündung der mildernden Umstände einer höchst abfälligen Kritik. Sächsischer Bevollmächtigter Graf Vitzthum v. Eckstädt widerspricht den Beh uptungen Bebels mit Bezug aus die sächsische Armee. Die Soldaten würden hier nur gewarnt, soctaldemokrattsche Gesinnung zu bethätigen. Mit den von Bebel erwähnten Fällen in der sächsischen Armee verhalte eS sich anders, rote Redner des Näheren darthut. Kriegsminister v. Goßler weist an den Ziffern der Bestrafungen in einzelnen Arrneecoips nach, daß die Ausbildung der Soldaten vielfach große Schwierigkeiten habe. Bebel führe die angeblich schlechte Bchandlung in der Armee auf das Junkerthum zurück; 60 bis 70 pCt. der Offiziere seien aber bürgerliche. Das Material über die verschiedenen von Bebel erwähnten Selbstmordsälle würde geprüft werden, wenn Bebel die von ihm verlesenen Briefe zur Verfügung stelle. Auch bezüglich des Hauptmanns in Altona müsse er Bebel anheimgeben, ihm die Zeugen, die Beschimpfungen gehört hoben wollen, anzugeben. Den Fall Brüsewitz möge man doch endlich in Ruhe lassen. Au8 der Begründung des Urtheils ergebe sich jedenfalls, daß Anlaß zu mildernden Umständen Vorgelegen habe, lieber die Frage der Politik in der Armee wolle er sich nicht noch einmal auslassen. Soctaldemokrattsche Poltttk werde jedenfalls in der Armee nicht geduldet werden, und zwar weil die Socialdemokratie nicht auf btm Boden der ReichSgesitzgebung stehe. Abg. Graf Roon (conf) erwidert Bebel, er wünsche allerdings, die Socialdemokraten nicht mehr im Reichstage zu sehen. Heber das Wahlrecht wolle er nicht reden, aber als Conservativer, als Freund der Autorität, im Gegensatz zur Majorität, könne er das b stehende Reichswahlrecht doch nicht schön nennen. Sicherlich hätten die Junker wehr dazu beigetragen, Preußen groß zu machen, als das allgemeine Wahlrecht. Solche Reden, wie sie hier gegen die Feuilleton. Von einer Nordlandsahrt. »nS einem Vortrag, gehalten in der Februar-Hauptversammlung der Section Gießen des D. u. Oester. A.-V. (Schluß.) 6. Der Seiraugerfjord. 18. August. Eine herrliche, wenn auch etwas lange Fahrt heute. Heller, warmer Sonnenschein liegt auf Bergen und See und macht den Aufenthalt aus Deck in der erfrischenden Luft zu einem wahren Genuß. Ich gehe saft richt vom Deck herunter und verbringe den Tag lesend, schreibend, auf und ab promenirend oder in angenehmer, au« regender Unterhaltung mit den Reisegenoffen. Um 11 Uhr früh Überholen wir eine Flotte Walfischsänger, auS fünf kleinen schmucken Dampfern bestehend, kenntlich an dem ganz vorne auf Deck befindlichen Harpunengeschütz. Ueberhaupt ist die See nunmehr wieder sehr belebt, eine große Anzahl Dampfer und Segelschiffe begegnen uns, die wir mit Tücher- winken begrüßen. Wir fahren nun feit gestern Morgen 11 Uhr ununterbrochen und wahrscheinlich noch biS spät in die Nacht, bis vir unser nächste- Ziel Merok im Geirangerfjord erreichen werden. Wir müffen von Digermulen bis dahin dolle 6 Breitegrade herunterfahren- der Breitegrad umfaßt 15 dentsche Meilen = 112 Kilometer, und da wir in der Stunde doch nur etwa 12 Seemeilen — 22 Kilometer wachen, so brauchen wir thatsächltch für den Breitegrad über 5 Stunden Fahrzeit. Das Wetter ist ganz herrlich, sonst Armee gehalten würden, würden nicht eher aufhören, als bis die Redner zeugeneidlich vernommen würden, um ihre Gewährsleute zu nennen. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) stellt aus socialdemokratischen Aeußerungen fest, daß die Soctaldemokratte den Meineid zulaffe, wenn auch nicht gerade verherrliche, und wendet fich bann gegen Stöcker, der im preuß. Abg.-Haufe ihn in der Angelegenheit Leckert- Lützow fortgesetzt zu verleumden fortfahre. Die Behauptung, daß er sich durch Lecken Zeitungsausschnitte gegen Stöcker habe sammeln lassen, sei eine neue Verleumdung. Abg. Bebel: So scharf wie Graf Roon habe fich noch kein Eonfervatlver als Gegner des allgemeinen Stimmrechts bekannt. Dann sollte eS aber Graf Roon auch für unter feiner Würde halten, sich wählen zu lassen, und sich hierher zu stellen. Hoffentlich werden es die Wähler des Grafen Roon das nächste Mal für unter ihrer Würde halten, ihn wieder zu wählen. Abg. Ulrich (Soc.) bezeichnet das Cantinenwesen als ein Unwesen, welches die kleinen Gewerbetreibenden schwer schädige, und beschwert sich dann darüber, wie die Militärärzte ihren Beruf auffaßten. Ein Rekrut habe ein Attest beigebracht, daß er an Gallenstein leide, trotzdem sei er gezogen worden und nicht lange darauf im Lazareth gestorben. Aus seinen Briefen gehe hervor, daß er wegen der ihm gewordenen Behandlung Dienst lhat, so lange, biß er nicht mehr konnte. Kriegsminister v. Goßler sagt Untersuchung deS Falles zu. DaS Gehalt deS preuß. Kriegsministers wird bewilligt. Bei dem Eapiiel Melitär-Geistlichkeit wünscht Abg. Dr. Singen« ((Str.) würdige Vorbereitung der Vereidigung, consesstonelle Scheidung der Rekruten bet der Vereidigung, weitere Ausdehnung der SonntaqSheiltgung mit Rückficht auf die kath. Soldaten rc. Minister v. Goßler tbeilt mit, daß der Entwurf einer neuen Militärkirchenordnung in Ausarbeitung fei. Hinsichtlich der Ernennung vom kath. Militär Oberpfarrer, sowie wegen der Verhei- rathungsordnung, wobei es sich hauptsächlich um das Versprechen vor der Ahe, wie die Kinder erzogen werden sollen, handelt, sei in Verhandlungen mit der Curie eingetreten, eine Antwort stehe aber noch aus. Bei Capltel Militär-Justizverwaltung beschwert Abg. Kunert (Soc.) fich über einige Fälle von zu hoher Bestrafung von Soldaten. Im Gegensatz dazu sei in der Regel die Strafe für Offiziere eine sehr milde. Er wird vom Präsidenten zur Ordnung gerufen, weil er einen O'fizier mit Namensnennung schwerer sittlicher Vergehen bezichtigt habe, ohne dafür einen Beweis zu erbringen. Generalauditeur Ittenbach verwahrt die Militärjustiz gegen den Vorwurf der Partcilichkelt. Capltel Militärjustiz wird jetzt genehmigt, worauf Vertagung eintritt. Morgen 12 Uhr Fortsetzung. Schluß 5Vi Uhr. Nerrefte Wolffß telegraphisches Cor respondenz-Bsrrau. Berlin, 15. Februar. Der Kaiser fuhr Nachmittags 2Vr Ut)r bet der italienischen Botschaft vor. Berlin, 15. Februar. Der „Kreuzzeitung" zufolge tritt am 4. März der Syuodalrath auf Einladung deS Oberkirchenraths zu einer Sitzung zusammen. Berliu, 15. Februar. Die Blättermeldung, die zur Zeit Billigen Bestimmungen über den Eintritt in die verschiedenen Laufbahnen in der deutschen Kriegswürde die Fahrt uns allen doch wohl sehr lauge werden. Außerdem haben wir nunmehr eine Verspätung von circa 24 Stunden, die wir leider an den noch io Aussicht stehenden schönen Parthien absparen müffen. Um 11 Uhr NachtS erreichen wir die Einfahrt in den Nordfjord bei Aalesund. Die Nacht ist nun feit den letzten 14 Tagen schon erheblich länger und auch dunkler geworden und da daS Fahrwaffer an dieser Stelle der vielen Klippen wegen sehr unsicher ist, so veranlassen die Lootsen, daß wir Anker werfen und liegen bleiben, bis der neue Tag beginnt. Mittwoch den 19. August, um 3 Uhr früh, weckt mich daS starke Geräusch des Ankers, der aufgewunden wird, und wir fetzen uns in Bewegung und fahren in den Nordfjord ein. Ich schlafe noch bis 5 Uhr und gehe dann auf Deck. Inzwischen find wir in den prachtvollen Sünelvsjord gekommen, den wir in etwa anderthalb Stunden durchfahren, um sodann in den Geirangerfjord einzubiegen, bis jetzt der großartigste, den wir gesehen haben. Stell steigen links und rechts der engen Fahrstraße die Felsen in die Höhe, während unzählige Wasserfälle herniederrieseln. Der schönste Theil des Fjords ist unstreitig kurz vor seinem Ende an der Stelle, wo auf der einen Seite die groteske Felsbildung der sogenannten Teufelskanzel fich erhebt, während auf der anderen Seite von hohem Berge die fieben Schwestern, sieben dicht nebeneinander bcfindliche Wasserfälle, niedergehen. Bor uns erblicken wir Merok und den großartigen Griranger Bergkeffel, welcher die Fortsetzung der gewaltigen GebirgS- natur des Fjords bildet. Bon hier führt eine prachtvoll angelegte Kunststraße den Thalschluß aufwärts. Dieselbe überwindet in einer nur 6 Kilometer in der Luftlinie be* tragenden Entfernung die Höhe von 1000 Meter und steigt in unzähligen Windungen und Kehren an der steilen Bergmarine würden gegenwärtig durch die obersten Marine- behörden einer Revision zum Zwecke einer Reorganisation unterworfen, entbehrt dem „Reichsanzeiger" zufolge in ihrer allgemeinen Fassung jeder Unterlage. Die Marinrverwaltung beabsichtige, die Int Jahre 1888 erlassenen, durch Souder- Vorschriften thetlweise überholten organisatorischen Bestimmungen für die kaiserliche Marine neu zu bearbeiten, aber nur die zur Zeit giltigen Verordnungen würden aufgenommen. Einschneidende Abänderungen seien keineswegs beabsichtigt. Berlin, 15. Februar. DaS unterm 8. d. M. erlassene Einfuhrverbot zur Abwehr der Peftgefahr ist mit dem Tage feiner Verkünd guug in Kraft getreten und trifft daher alle nach diesem Tage, d. i. der 9. Februar, eintreffenden Waarensendungen. Für die zur Zeit deS allgemeinen Bekanntwerdens der Sperrmaßnahmen bereits als schwimmende Ladungen unterwegs befiadlichen Sendungen erschien eS jedoch angezeigt, den Einlaß, soweit gesnndheitS- polizetliche Bedenken nicht eotgegeostehen, zu ermöglichen. Der Reichskanzler hat deßhalb auf Grund der ihm etuge- räumten Befugntß zu AuSnahmebewilligungen genehmigt, daß alle Herkünfte der von dem Einfuhrverbote betroffenen Art, welche nachweislich noch vor dem 12. Februar den Abgangshafen verlaffen haben, ohne Weiteres zur Einfuhr zugelaffen werden. Ausgenommen von dieser Vergünstigung bleiben die Herkünfte, welche aus den durch die Pest bereits befallenen Häfen von Bombay, Kurachee, Hongkong, (Santon, Swatau, Amoh, Macao und der Insel Formosa stammen oder wegen sonstiger Umstande besonders verdächtig erscheinen. Hebet die ausnahmsweise Zulassung von Herkünfteu dieser Art hat fich der Reichskanzler die Entscheidung im Eivzelfalle Vorbehalten. Berlin, 15. Februar. Der Senioren-Eonvent des RetchStag.es beschloß, jeder Partei anhrimzugeben, einen ihrer Initiativanträge auSzuwählen. Diese sollen dann nacheinander zur Berathung gebracht weiden. Berlin, 15. Februar. Die Präsidenten deS Reichstages und des Abgeordnetenhauses werden dem Reichskanzlerpaar die Glückwünsche der Parlamente anläßlich ihrer goldenen Hochzeit persönlich überbringen. Leipzig, 15. Februar. Die kürzlich hier gegründete» Vereine von Arbeitern der preußischen und sächsischen Staatsbahnen find heute, wie das „Leipz. Tagebl." meldet, aufgelöst worden, weil fie entgegen den Bestimmungen des VeretnsgefetzeS miteinander in Verbindung getreten sind. Leipzig, 15. Februar. Auf dem Platze der Sächsisch- Thüringischen Industrie Ausstellung find bei zwölf Unternehmern inSgefammt 320 Zimmerleute in den Ausstand getreten. Wien, 15. Februar. Aus Santa wird gemeldet: Die Christen begannen gestern um 4 Uhr die Vorbereitungen ■■■""■MM——— wand empor. Wir wandern den intereffanteften Theil der Straße aufwärts bis auf 400 Meter Höhe zu der Stelle, wo die Chauffee in einer Schleife unter fich selbst durchgeführt ist. Die Straße bietet, an dem in gewaltige» CaScaden abstürzenden Gebirgsbache aufwärts führend, herrliche Blicke und kann getrost jeder Kunststraße der Schweiz und Throls, was wildromantischen Character und große landschaftliche Schönheit anlangt, an die Seite gestellt werden. Schade, daß man durch die eingetretene große Verspätung dies nun alles im Fluge genießen muß, denn kurz nach 10 Uhr, nach nur drei Stunden Zeit, fährt unsere „@t. Sunniva" wieder weiter, den Geirangerfjord zurück und durch den Sunelvfjord bis nach Hellesylt, wo uns wieder eine prachtvolle Landtour durch das schöne Nebbethal aufwärts und daS wilde NorangSdal abwärts bis Oie winkt. Unser Dampfer wird uns daselbst abholen. Das NorangSdal bietet besonders in seinem letzten abfallenden Theil wunderbar schöne und erhabene GeblrgSbilder- manchmal wird die Straße so eng und die Berge so steil und hoch, daß selbst die Mittagssonne nicht mehr hineinscheint. Ueberall liegen bis herunter zu Thal die noch sehr bedeutenden Schneereste der im Frühjahre ntedergegangenen Lawinen. Kurz vor Oie, an dem Hof Skhlstad, erweitert fich da-Thal zu einem von hohen, steilen, schneebedeckten Bergen umgebenen Kessel, der wohl als der schönste Punkt der ganzen Tour gelten darf. Um 4 Uhr find wir in Oie angelangt, müffen aber noch etwa zwei Stunden auf die Ankunft der „©unnttoa" warten, welche Zeit wir in dem großen Union-Hotel in munterster Stimmung verbringen. zum Angr ff auf Ranea und mit der Besetzung der nahe liegenden Höhen. Wien, 16. Februar. Daß „Fremdenblatt" meldet auS Pola: Der Rammkreuzer „Elisabeth" und der Torpedo« atilfo „Satellit", sowie drei Torpedoboote erhielten telegraphisch Befehl, in Ausrüstung und Bereitschaft zu treten. Loudon, 15. Februar. Eine Depesche auS Weymouth meldet: Während de» dichten Nebel» raunte am Samstag der Dampfer „Elan Graut" bei Portland mit furchtbarer Gewalt in den Dampfer „Umtali" au» Natal hinein, der mittschiffs getroffen wurde und ein großes Loch erhielt. Die „Elan Grant", obgleich arg beschädigt, leistete Beistand. Beide Schiffe erreichten gestern Portland, wo 20 Passagiere de» „Umtali" gelandet wurden. Kauea, 15. Februar. Reuter Meldung. Der Befehl»« Haber der britischen Kriegsschiffe hat dem Prinzen Georg von Griechenland angedroht, wenn er die ihm vom Könige und der griechischen Regierung ertheilteu Befehle auS« führe, werde er zur Anwendung von Gewalt ihm gegenüber gezwungen fein. Diese unerwartete Haltung des Corn« Mandanten übt auf die kretischen Christen einen sehr tiefen Eindruck auS. Depeschen deS Bureau „Herold." Berlin, 15. Februar. Der Kaiser nahm den Vortrag de» Reichskanzlers gestern Nachmittag und heute Vormittag in dessen Amtswohnung entgegen. Die für heute Mittag projrctirt gewesene Fahrt nach Potsdam zum Frühstück beim Leibgarde-Husaren-Regimeut hat der Kaiser wegen dringender Regierungsgeschäfte aufgegeben. Berlin, 15. Februar. Der Kaiser stattete gestern Nachmittag dem Reichskanzler einen Besuch ab und sprach auch heute bei demselben vor. Berlin, 15. Februar. Von angeblich verläßlicher Seite wird der „Zeit" mitgetheilt, daß die russischen Garnisonen an der deutschen Grenze in den letzten Wochen bedeutende Verstärkungen erhalten hätten. Ein russischer Eisenbahnbeamter bemerkte bei einer Besprechung dieser Angelegenheit, die Maßregel sei nur eine Folge der deutscherseits eingetretenen Truppenvermehrung. Karlsruhe, 15. Februar. Nach dem officiellen Wahl« refultot hat bei der ReichStagS-Ersatzwahl in Donaueschingen der nationalliberale Dr. Merz 11 Stimmen Majorität erhalten. Mannheim, 15. Februar. Die Generalversammlung der Mannheimer Börse beschloß mit 41 gegen 38 Stimmen die Auflösung der Produkten«Börse. HA Luxemburg, 15. Februar. Die Erbgroßherzogin vou Luxemburg wurde in der letzten Nacht von einer Prinzessin entbunden. Wien, 15. Februar. Da» „Fremdenblatt" meldet, daß der französische Admiral als rangältester Admiral vor (Sone« den Oberbefehl über die internationale Flotte übernehmen und die Operationen leiten wird. Bonbon, 15. Februar. Ein bedeutender Credit Ist der provisorischen Regierung von Creta vom hiesigen Gtäbit Lyonnais eröffnet worden. London, 15. Februar. Der Commandant des türkischen Schiffe», welches von Griechen beschossen und verfolgt wurde, hat bei dem englischen Admiral Beschwerde geführt. Letzterer erklärte dem griechischen Commandavten, daß er l Gewalt anwenden werde, wenn da» Geschehene sich noch einmal wiederholen sollte. London, 15. Februar. Gladstone telegraphirte au» Cannes an den „Daily Graphic", daß er es nicht wage, Griechenland aufzumuntern, doch wäre er über einen Erfolg Griechenland» glücklich. Petersburg. 15 Februar. Graf Murawjew erklärte dem griechischen Gesandten in äußerst scharfen AuS« drücken, daß da» agressive Vorgehen der griechischen Regierung die russische Regierung sehr verstimmt habe und geeignet sei, Griechenland die Sympathien Rußland» zu entziehen. Koustautiuopel, 15. Februar. Wie verlautet, soll im gestrigen Ministerrath beantragt worden sein, daß türkische Truppen sofort in Cassalla einrücken. Bombay. 15. Februar. Die Pest nimmt eine immer größere Ausdehnung an und scheint sich auf ganz Indien erstrecken zu wollen. Die verschiedenen Häfen find bereits heimgesucht und die Europäer werden von der Epidemie nicht verschont. Berlin, 16. Februar. Zur heutigen goldenen Hoch- zeitßfeier widmen die Morgenblätter dem Fürstenpaar I Hohenlohe warme Glückwunschartikel. Berlin, 16. Februar. Wie die „Natl. Corresp." hört, ist die Meldung, daß Diäten für die Reichstags- Rbgeordneten in Sicht ständen, unbegründet. Wien, 16. Februar. Die Zahl der österreichisch« I ungarischen Kriegsschiffe vor Creta wird beträchtlich vermehrt. Außer den bereits dort liegenden zwei Torpedo« I schiffen erhielten weitere Schiffe Befehl, abzugehen. Da» Geschwader Oesterreich» wird eine Besatzung von 1200 Mann anfweisen. Rom, 16. Februar. Aus vielen Universitätsstädten wird I telegraphirt, daß die Studenten Philhellenische Mee-I ting» abhalten. Pari», 16. Februar. Frankreich hat zwei Kreuzer nach Canea beordert, fodaß sich dort 2 Panzerschiffe, 3 Kreuzer »nd eine Contre-Torpille befinden. England ist vertreten durch ein Admiralschiff, 3 Panzerkreuzer, 3 Kanonenboote und 3 Contre-Torpedoboote. Erwartet wird noch das italienische Geschwader, bestehend auS einem Panzer und 4 Kreuzern. Rußland ist nicht geneigt, seinen von 2 Kreuzern unterstützten beiden Panzern weiteres Material folgen iu lassen " 8 H. Athen, 16. Februar. Der Kriegsminister ertheilte dem Obersten vaffo», welcher gestern in Creta mit » । griechischen Truppen gelandet, den Befehl, die Vereinigung CretaS mit Griechenland zu proclamiren und die türkischen Behörden abzusetzen. ■ 1 . . CoceUs nnO prroiitsteltef# Gießen, den 16. Februar 1897. • * Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß« Herzog haben Allerguädigst geruht, am 13. Februar den Lehrer an dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt, Piofeffor * Dr. Wilhelm Hensell, zum Director an dem Gymnasium Fridericianum zu Laubach, mit Wirkung vom 16. April l. I. an, zu ernennen. * * Auszeichnungen. Seine Königl. Hoheit der Groß« Herzog haben Allergnädigft geruht, dem Arbeiter bei der Lederfabrik Corneliu» Hehl ia Worm», N kolau» Kleber dorrselbft, das Allgemeine Ehrenzeichen mit dec Inschrift „Für treue Arbeit", — der Hebamme Eva Katharine Zopf in Hornbach die Silberne Medaille des LudewigS-OrdeuS zu verleihen. * * Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten' Versammlung Donnerstag den 18. Februar 1 897, Nachmittags 3% Uhr pünktlich: 1. Ausbau btr Moltke- straße von der Gtünbergerstraße bis zur SBiefed. 2. Schaffung eines Lagerplatzcredits. 3. Chausfirung der Feldwege im Neustädterfeld. 4. Bauliche Erweiterung der Realschule. * * Sitzung deS Provivzial AusschnffeS vom 13. d. MtS. Der ProvlnztalauSschuß hatte in seiner letzten Sitzung über zwei Recurse gegen die Entscheidung deS KreiSauSschusseS zu Gießen wegen Ntchtgenehmigung von Wirthschaftsbetrieb zu verhandeln. Der erste Fall betrifft das Gesuch deS Philipp Mauk dahier, welcher in seinem Hause, an den Bahnhöfen Nr. 20, Wlrthschaft betreiben, und dabei auch Branntwein auSschänken will. Dies Letztere hatte der KreisauSschuß versagt. Der Gesuchfteller ließ durch seinen Anwalt besonders betonen, daß durch die im Bau begriffene Güterhalle und die Anzahl der in der Nähe beschäftigten Arbeiter ein Be« dürfnlß zum Branntweinverzapf vorliege, doch hat der Pro« vlnzialauSschuß sich hiervon nicht überzeugen können und den Gesteller ebenfalls abgewiesen. — Der andere Fall betrifft ein Gesuch deS Heinrich Kröck V. zu Heuchelheim. Derselbe will in nächster Nähe der C'garrenfabrik von Rinn und ClooS eine Schaukwirthschaft eröffnen und sucht seinen RecurS durch die Erklärung zu begründen, daß es für die Arbeiter sehr erwünscht sei, in nächster Nähe ihres Beschäf« tigungsorteS ihr Bier und ihren Branntwein trinken zu können. Auch sei in der Straße ein sehr reger Verkehr vorhanden, der sich immer noch steigere, wodurch sich daS Bedürfniß nach einer besseren Wlrthschaft recht fühlbar mache. Auch Kröck war durch einen Anwalt vertreten, doch wurde auch hier daS abweisende Erkenntnlß de» KreiSauSschusseS bestätigt. — Zuletzt kam noch ein Antrag deS Gr. KreiSamts Gießen auf Entziehung der WirthschaftSconcesfion dH Karl Kratzenberger zur Verhandlung. Da die Sittlichkeit gefährdet schien, so wurde die Oeffentlichkelt ausgeschlossen. Der ProvlnzialauSschuß hat auf Entziehung der WtrthschastS- concesfion erkannt. • * Von der Universität. Der Decan der theologischen Facultät überreichte gestern, am Vorabend deS Melanchthon Jubiläum», dem Professor der Theologie, I^ic. theol. Oßcar Holtzmann im Namen und Auftrag der theologischen Facultät der Kaiser WilhelmS-Universttät zu Straßburg das Diplom eines Ehrendoktors der Theologie. DaS Elogium rühmt in ihm „novi testamenti Interpretern solertem aagacem, rerum judaicarum acriptorem eruditum elegantem. adolescentibua ad munua aacrum inatituendia toto animo deditum.“ ** Die Feier bei vierhunberijahrigen Geburtstages von Philipp Melanchthon, dem „Lehrer Deutschlands", zu welcher Rector und Senat der LudwigS-Univerfität eingeladen hatten, fand heute Vormittag 11 Uhr in der großen Aula der Universität unter zahlreicher Betheilignug in programmmäßiger Weife statt. Die Krauße'fche Militärcapelle eröffnete die Feier mit den erhabenen Klängen des „Halle- lujah" aus dem „Messias" von Händel, woraus der „Akade- mische Gesangverein", zum ersten Male unter der meisterhaften Führung seines neuen Leiters, deS Herrn UniverfitätS« MusikdirectorS Trautmann den Choral „Wer faßt, wie groß du Schöpfer bist" auS der Motette „Lob und Ehre" von I. S. Bach anstimmte. Die Gedächtnißrede hielt der dies« jährige Decan der theologischen Facultät, Geh. Kirchenrath, Professor D. Köstlin. Er ging davon aus, daß Philipp Melanchthon von vornherein einen Anspruch auf die dankbare Sympathie gerade der UnlverfitätSkreife habe und es darum berechtigt fei, daß nicht etwa nur die philosophische, ober theologische Facultät, welchen belben er angehört habe, son- bern bte Universität in ihrer Gesammtheit biefen Gebenklag festlich begehe. Denn Melanchthon war mit Leib ueb Seele, nach Neigung unb Begabung ein Professor. „Extra uni- veraitatem non eat vita“, lautet ein Wort von ihm. Er wußte mit ben Studenten in Liebe und Ernst zu verkehren und, so unansehnlich er an Gestalt war, nach Umständen auch aufzutreten, wie er einmal mit dem Degen In der Hand mitten in einen tumultulrenben Stubentenhaufen hlnelntrat, der eben zum Sturm aus baß churfürstliche Schloß sich an« schickte, um einen gefangenen Commilitonen zu befreien, unb durch sein mannhaftes Auftreten bie Leute zwang, auSeinanber zu gehen. Er hielt bie Unabhängigkeit ber Wissenschaft hoch; er ist In einer gährungSvollen Zeit ber Träger unb Vorkämpfer beS UnlverfitätSgebankenS, ja thatsächlich durch da» beispiellose vertrauen, da» er weit über Deutschlands Grenzen hinaus genoß, unb grunbsätzlich burch bte Forderung, auf die Quellen zurückzugehen, der Vater des modernen Uni« verfitätSwesenS. Er hat die Vorbildung zum akademischen Studium auf feste Grundlagen gestellt, den höheren Unterricht geregelt, ihm durch bie Schüler, welche er gebilbet, durch bte Lehrbücher, bte er verfaßt hat, auf lange hinaus das Gepräge gegeben, in voll m Sinne baß, was fein Ehrentitel besagt, ber „Praeceptor Germaniae*. Aber bteß wäre * er in diesem Umfang und mit der nachhaltigen Wirkung niemals geworben, hätte er nicht ben entscheibenben Schritt gethan, sich rückhaltlos zu ber religiösen Bewegung zu bekennen, bereu Träger unb Mittelpunkt Luther war. Dadurch, daß er die Wissenschaft zur Sache der Reformation und bte Reformation zur Sache ber Wissenschaft machte, hat er nicht etwa nur ber evangelischen Kirche, sondern auch ber Wissenschaft selbst ben größten Dienst gethan, sie grunbsätzlich vorn mittelalterl'chen GetsteSzwang befreit unb ihr bte fortbauernbe, steige Einwirkung ans bie deutsche Bildung gesichert. So bedeutend Melanchthon als Humanist, als Begründer ber auf ber Kenntniß ber griechischen Sprache unb Literatur ruhenben, mobernen Bilbung, als Reorganisator ber Universitäten (Wittenberg, Tübingen, Heibelberg, Leipzig, Frankfurt a. O., inbirect Königsberg, Marburg, Jena rc.) ist, feine weltgeschichtliche Bebentung liegt doch zuletzt nur darin, daß er das Werkzeug ber Reformation gewesen ist. Da» war bte entscheidende That seines Lebens. Dem Genossen Luther'» gilt denn auch eigentlich bie heutige Feier. Melanchthon'S Anthell fchtlbernb, führt bet Rebner weiter qu«, baß bie EntschelbungSihat Melanchthon » nicht wie die Luther» baS Gepräge einer heroischen Kraft« unb Gewissen»- that trage, vielmehr baS eine» fortgesetzten Opfers Der Reformation, bie er auS innerster Urberzeugung heran» für bie Sache Gottes hielt, opfert er ben Beruf, ben er nach Gabe unb Neigung als feinen gottgewiefenen Beruf anfah: der Humanist wich fast ganz betn Theologen. Mit Dank erfüllt un» daß; benn ohne Melanchthons Mitarbeit wäre Luther» Bibelübersetzung nicht baS geworben, wa» sie ist, in ben loci ist Melanchthon ber erste Dogmatiker ber Zeit- in ber auguatana hat er ber jungen Kirche baS Bekenntniß geschenkt, welches unter allen anberen noch am meisten Gemeingut geworben ist. Ader er selbst hielt sich nicht für einen Theologen von Beruf. Seine theologische Arbeit hat ihm Kämpfe zugezogen, bie baS letzte Jahrzehnt feines Lebens zu einem peinvollen Martyrium gemacht haben. Wa» bie Zeit forderte, bte HerauSarbeitung beS Gegensatzes, war nicht seine Sache, benn fein bialectifdj geschulter Geist schliff eher bie Gegensätze ab; seine Gabe war bie Formnlirung, bte Vereinigung, ber Ausgleich. So hat er an seiner kirchlichen Arbeit auch keine volle, reine Freude gehabt. Die unter feinen Hänben entstehende Staatskirche war ihm baß geschichtlich Nothwen- biße, Unvermeidliche, aber nicht baß, wa» er wollte, benn ihm war bie Kirche immer eine geistlich bestimmte Größe. Auß ber Verquickung ber kirchlichen Interessen mit ben politischen sieht er eine Tyrannei erwachsen, bie unerträglicher ist, als bie vorige. So geht ein tragischer Zug burch sein Leben. Rebner erklärt benfelben auß ber heimothlichen Eigenart beß Manneß. In bem Lanbstrich, ba Melanchthon» Geburtsstabt Bretten liegt, berührt sich ber schwäbische Charakter mit bem unterfränkisch«pfälzischen. Der zähe Jnbioibualißrnuß beß Schwaben ist gemilbert durch bie Schmiegsamkeit beß Pfälzer», aber er schlägt doch vor in der Neigung, die Gegensätze beruhen zu lassen, weil die Wahrheit in der höheren Einheit geahnt wird; in dem dialektischen Bedürfniß, alle» auf eine Formel zu bringen, von dieser aber praktisch möglichst wenig Gebrauch zu machen, in bem unbefriedigten Jdealißmuß, ber nie zur Ruhe kommt, auf theologischem Gebiet in bem Bedürfniß unb ber Gabe ber Vermittlung bei voller Außwlrkung der JnbivibualitSten. Melanchthon» Beurtheilung war je nach ber Zeitstimmung eine verschiebene. Vielleicht kommt baß, wa» In seiner Zeit feine Schwäche war, noch zur Geltung, wenn man seiner Abneigung gegen bte falsche Sichtbarkeit ber Kirche nach heutigem Verstänbniß unb heutiger Erfahrung weiter nachgeht unb ber Meinung wirb: baß baß Wesen, bie Realität ber Kirche nicht in Kirchenparlamenten sichtbare Gestalt hat, fonbern in ber Gemeinbe, bte ben Glauben in ber Liebe barstellt unb auSwlrkt. Mit bem Hinblick auf Sülze» Gemeinbeideal unb SohmS Geisteskirche unb ber Mahnung, an bem wissenschaftlichen JbealiSmuS Melanchthon» festzuhalten, chloß ber Rebner. Sobann ging er zu ber Verkünbigung ber Ehren'Pr omo tionen über, welche bte theologische Facultät zur Feier beß Tages vorgenommen hat. Zu Doctoren ber Theologie würben ernannt auß ber Mitte ber philo- ophischen Facultät: Herr Geh. Hofrath Prof. Dr. Siebeck in Gießen; von ben Leitern ber theologischen Jugenb: Herr Prof. Dr. Flöring am Prebigerseminar Friedberg; von den Theologen beß Kirchenregimentß: Herr Oberconsistorial- rath Walz in Darmstadt; von ben Lehrern ber Gelehrten« chulen beren würbtger Senior: Herr Professor Wilhelm Stamm in Gießen; von ben Trägern beß practischen Pfarr- amtß: Herr Kirchenrath Decan Stock, Pfarrer in Stockhausen, ?err Decan lic. theol. Wiener, Pfarrer in Wormß; von den Vertretern der Sprachwissenschaften: Herr Dr. Max Rieger, Mitglied der Bibelreviston» > Commission (zugleich verdienst« volleß Mitglied der Landeß-Synode) und Herr Geh. Hofrath )r. Geizer, Professor der klassischen Philologie in Jena. — ; Chorgesang (Schluhchor auß dem 42. Psalm von Mendel»« ohn) unb ber Choral „Wir treten zum Beten", von ber Capelle gespielt, schloß bie würbige Feier. *• Theater-Verein Die gestrige Vorstellung beß Theater« iückß „Daß letzte Wort" von Franz v. Schönthan zeigt un» ben Verfasser alß geschickten, kenntoißreichen, poetischen unb gemüthvollen Schriftsteller. Geschickt ist er in ber Wahl seiner Mitarbeiter, ob sie nun Paul v. Schönthan ober Moser ober Kabelburg heißen; „Daß letzte Wort" freilich hat er leider allein verfaßt. Kenntnißreich ist er bei der Verwendung aller der theatralischen Mätzchen, die in Pro« vinzialstädten biß zu 10000, sagen wir biß zu 24 000 Ein« wohnern noch immer einen wohlthuenden Eindruck machen. Und poetisch! und poetisch!! E» ist gleichgültig, ob „kleine BlÜthen, kleine Blatter" ober „füllest wieber Busch unb Thal" ober auch „o lieb', so lang' du lieben kannst" mit ber er» greifenben, schlichten Einfalt beclamirt wird, welche stet» stimmungsvoll wirkt; baß Herz, auch beß verhärtesten Zuschauers, geräth unweigerlich in einen Aggregatzustand, te bem baß von unserem gemüthvollen Franz nunmehr herbei- ifSfl wA»*. u <«* th.il »«*6'e w« f«‘* ° fettf iiir» »i« °° iarti««-6 (it K-H'i'" ■ti, Rltllldi Igitt« (aghtn IM *' Hilf 3«» liljrale’ 1,8 Sle6«” 6 »uni 8»(4® wollen. 3® Herr und Fr •efaflen. 8 »» Inrm tu«, 65. wirb dort ai Liedenkops d •* Hai gekommenen für dir Fols willigen Fe> tztraßen, zu erfolgen wie seither Irowaelfig schlllge ohn halb @ie6tm Feuerwehr«' iuoereS) erst »* Der besteht nach 18 Ortschasti haben im ®i t< entfallen kleinen Mi «iigiieder bi b-ch 22; 2) Lda. 25,2; rod 31, z; ( ,BeM leH Snfprtid Flur und den brigeme i^runbba^tn lüften, die tbnschrieben brnm »om Erschein rechnet, dahie begründen, a Lerirägebesti gelöscht unb tation-verzett 1 Gewarl Jacob A ffau, geb. zx Wt VI. flr. n. Gew P'ter Ri ^b. Herd zu tz *r. 93. Job. M Nur1 JV Gew G L « K. 8t»«f ^^rzogljch ^"tb^Erung t soll fl^Möltn, । **^55» usr *’■ ««»ti fÄ Äsjjat spräche 2 „et der 1 !*fia sin lafjtn, totil die kahut wird/ in btm Formel zu bxlnyu, .Gebrauch t*i; : tiU zr» Rühe tcwmi, -ürsuitz und der Gabe ng der Individualitäten, nach der Zeitstlwwnng iai, waS In seiner Zeit mg, wenn man seiner arkelt der Kirche noch 'ahruug weiter natgch esen, die Realität der fichlbare Gestalt hat, Glauben in der Liebe Mi auf TuizeS Stund der Mahnung, m elanchthonS Wallen, u der Verkündigung der he die theologische geulten hat. 8« Docloren der Mitte der Phil°' ath Pros. vr. Siebeä alogischen Jugend: Heu minar Friedberg von : Herr Oberconfistortal' Lehrern der Gelehrte»' n P-°frü°- [n des practischku M Pfarrer in Stockhaustn, NN 1° 7 " f,rrr vr. M»k Rieger 5«Ä”S ■■■" &;-SS fragt.1: e ffiou“ fr* ,$«» 1 ’,ei9,, bei » Btnife«'* ’L |a $n- WW 24000 6I’1 »i< bl,g|“hlUi ««*' "" "A -It i"'' d-° >«""? „iitt fr" Fralll geholte tobte Kind schonungslos dem Faffe den Boden ausschlägt und der Tugend zum Triumphe des letzten Aktes verhilft. Wie oft hat uns doch das tobte Kind ohne und besonders mit Musikbegleitung zu Thronen ge- rührt: „und der Pfeil auf der Sehn' traf noch beständig das Herz." Heiliger Schiller! — Es ist selbst- verständlich, daß ein so geschicktes, originelles, poetisches, gemüthvolleS Theaterstück freudig begeisterte Aufnahme fand; denn es wirkt veredelnd, die Macht eines, ober vielmehr eines halben Dutzenb tugenbhafter Beispiele zu sehen; unb wer kalt ober gar spöttisch barau vorübergeht, hat eS sich selbst zuzuschreiben. Der Leitung bcs Theatervereins bürste durch bte anerkennende Stimmung, die den gestrigen Abend durchzog, bet Weg gewiesen sein, auf bem sein Wetzen blüht; die Mehrheit hat immer Recht! — Die Darstellung burch die Mitglieder beS Wiesbadener Residenz-Theaters hielt ein Potte« Tempo unb munteren Ton ein. Die Hauptrollen be- fanben sich in guten Hänben, so baß ben Intentionen des Dichters burchaus Rechnung getragen würbe. Wir wollen -namentlich bte Leistungen beS Herrn Dr. Rauch, beS Herrn Adolf Jordan und beS Herrn Abolf Stiewe, sowie diejenige beS exotischen Frl. Valerie Schäffer in ihren für Gießen völlig überraschenden Costümen hervorheben, ohne iurch Verschweigung anderer Namen etwas gesagt haben zu wollen. Im Gegentheil: Herr Landrichter Theobald und Herr und Frau Professor Hartmann haben unS recht gut gefallen. •• Turnerisches Am nächsten Sonntag den 21. Fed- ruar, Vormittags 10 Uhr, findet in Steins Saal der 65. Gauturutag des Gaues Hessen statt. Unter Anderem wird dort auch das Nähere über das in diesem Jahre in Biedenkopf stattfindende Gauturnfest festgesetzt werden. Alarmirung bei Bränden. Um den mehrfach vor- -gekommenen Klagen über mangelhafte Alarmirung bei Bränden für die Folge vorzubeugen, haben die beiden htefigen freiwilligen Feuerwehren eine genaue Abgrenzung der Straßen, innerhalb welcher die Alarmirung im Einzelnen zu erfolgen hat, vorgenommen. Die letztere bleibt dieselbe wie seither — bei Bränden in der Stadt: Horn- und Trommelsignale; bei Bränden außerhalb: dumpfe Trommelschläge ohne Hornfignale. — Dabei wird bei Bränden außerhalb Gießens die Alarmirung der zur Löschhilfe verpflichteten Feuerwehrmannschaften lediglich im ersten Alarmbezirk (Stadt- inneres) erfolgen. Der Bezirk Gießen der Kriegerkameradschaft tzasfia besteht nach dem neuesten Rapport aus 29 Vereinen in 28 Ortschaften. (Gießen zählt zwei Vereine.) Die Vereine haben im Ganzen 1616 active und 91 passive Mitglieder. AS entfallen hiervon Mitglieder (die gesondert angeführten kleinen Zahlen bedeuten bte Zahl der passiven unb Ehren Mitglieder der einzelnen Vereine) auf bte Vereine: 1) Al- bach 22; 2) Allendorf o. b. Lahn 37, i; 3) Allenborf a. d. 8da. 25, 2; 4) Alten Buseck 66; 5) Annerod 20; 6) BerS. rod 31, s; 7) Beuern 33, 4; 8) Burkhardsfelten 33; 9) Daubringen 28; 10) Garbenteich 43, 5; 11) Gießen (Krie- flerverein) 270, 4; 12) Gießen (Veteranenverein) 136, 1; 13) Großen-Buseck 77, 5; 14) Grüningen 55, s; 15) Hausen 34, 1; 16) Heuchelheim 53; 17) Klein Linden 60, 9; 18) Leihgestern 40, 3; 19) Lollar 90, 23 ; 20) Londorf 27, 4; 21) Mainzlar 39; 22) Oppenrod 20; 23) Reiskirchen 50, 3; 24) Rödgen 32; 25) Ruttershausen 23; 26) Staufftnberg 36 1; 27) Steinbach 86, s; 28) Treis a. b. Lda. 32, 2; 29) Watzenborn Steinberg 118, s. DaS Copital-Verwögen bet Vereine im Bezirk beträgt zusammen 7348 Mk. 20 Pfg., deren Jnventarwerth 8286 Mk. Die beiden Vereine in Gießen verfügen zusammen über 3730 Mk. baareS Vermögen. Der Kriegerverein Gießen hat Im letzten Jahr 252 Mk., seit seinem Bestehen 7056 Mk. 49 Pfg., der Veteranenverein 150 Mk. resp. 681 Mk. an Unterstützung seinen Mitgliedern gezahlt. Im Ganzen haken die Vereine des Bezirk« 1283 Mk. 94 Pfg. im letzten Jahr für Unterstützung ihrer Mitglieder auSgegeben, während die gesammte Unterstützung sämmtlicher 29 Vereine des Bezirks seit ihrem Bestehen den Betrag von 22260 Mk. 55 Pfg. beträgt. WW7M^'- , «•- Wetterbericht. DaS Depressionsgebiet, welches gestern den Nordosten Europas bedeckte, ist in das Innere von Rußland abgezogen und zeigt auf seiner Rückseite zumal über bet Nordhälfte beS ErdtheilS ber Luftbruck eine erhebliche Zunahme. Ein barometrisches Maximum erstreckt sich von ben britischen Inseln über baS Norbsee-Gebiet bis zur Ostsee mit zwei Kernen Über den britischen Inseln. In Central- Europa ist bte Luftbruck Vertheilung eine unregelmäßige unb war am Morgen über Südbeutschlanb eine von Westen nach Osten verlaufenbe Furche nieberen Druckes erkennbar, unter Deren Einfluß bte Witterung unbestänbig geblieben ist; die Nieberschläge bauern fort. Im Flachlande fielen bieselben als Regen, an ben Hochstationen als Schnee. Seit Dienstag ist im Alpen-Vorlande gleichfalls Schneefall eingetreten. Die Morgentemperaturen waren im Süden wenig verändert. Im Norden find dieselben gesunken. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst etwas besseres, noch unbeständiges Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. ♦♦ In der national socialen Versammlnug, die am 12. Februar in Stein« Saal abgehalten wurde, hat nicht, wie irr« thümlich berichtet, ein Herr Lenz, sondern Herr Glenz gesprochen. _____________ n. Nieder Florstadt, 13. Februar. Bei der gestrigen Verpachtung ber hiesigen Gemeinbejagb hatte eine Gesellschaft Frankfurter Herren mit 2550 Mk. baS letzte Gebot und erhielt den Zuschlag. Seither war Herr Baron von Löw hier Pächter und bezahlte für« Jahr 1505 Mk. Pacht. Die Gemeinbejagb vom benachbarten Ober-Florstabt würbe von berfelben Gesellschaft bei ber kürzlich stattgehabten Verpachtung für 920 Mk. übernommen, während sie früher 230 Mk. galt. + Büdingen, 12. Februar. Ein Wohlthätig keitS- Concert zum Besten unserer neu renovirten Stadtkirche wird in derselben am nächsten Sonntag Nachmittag statt- finden, wozu ein reichhaltiges und schöne« Programm gewählt ist. Darmstadt, 15. Februar. Da« Dcr'agsgeschaft de« verstorbenen Hofbuchhändlers Arnold Bergsträßer geht an die Firma Gebr. Kiöner in Stuttgart über. Da« Sor- tlment-geschäft verbleibt in Darmstadt. Schiffsnachvichten. Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch bte Agenten Earl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 14. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Halle, Capttän E. Raetz, vom Nartdeutsch« Lloyd tn Bremen, tst gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehaltm ttt Baltimore angekommen. Vermischtes. * 18 Millionen geerbt — und wahnsinnig geworden. Die Genueser Blätter melden: Korporal B. G. von ber königlichen Marine, ber bem Kriegs ch'ffe „Sarbegna" zu- getheilt ist, wurde kürzlich zu seinem Vorgesetzten, dem Admiral Grafen Caudiani, berufen, der ihm im Austrage de« amerikanischen Consul« mittheilte, daß sein Onkel in Amerika gestorben sei unb ihn zum Universalerben seines Vermögens von 18 Millionen Lire eingesetzt habe. Obwohl ber Admiral diese Summe nicht uuf einmal, sondern schrittweise erwähnte, wurde ber Arme boch vor Freude wahnfinnig unb mußte sogleich in« Spital geschafft werben. Citeratn* rrnd ICunft. — Eine höchst willkommene Gabe für alle carnevaltstischen Veranstaltungen tst der jüngst im Verlag ber Hofmusikaltevhand- lung von G. Thies in Darmstadt erschienene EarnevalSmarsch mit humoristischen Text von Fritz Ketser. Ist der Marsch, der sowohl für Klavier al« auch für Orchester tn kleinster Besetzung leicht ausführbar tst, schon an und für sich durch seine frische Melodie und seinen markanten Rhytmus ein empfehlenswerthes Musikstück, so wird seine Wirkung noch erhöht durch die demselben beiliegenden Couplelverse, welche nie verfehlen, das Publikum in heiterste Stimmung zu verfitzen. — Wir glauben daher allen Veranstaltungen carnevaltsttfcher Unterhaltungen das kleine Merkchen bestens empfehlen zu können. Vermehr, unb VolkswirthschafL- Sießm, 16. Februar. Marktbericht. Auf dem heutiger Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0 85—1,00, Hühner eic pr.St. 7-8 4, 2 St. 00* Enteneier 0 H, 2 ©t iC* Gänfi- eier pr. St. 00—00 H, Käfe pr. St. 5—8 H, Käfematte pr. St. 3 X Erbsen pr. Liter 24 4, Linsen pr. Liter 28 4, Taub« pr. Paa X 0,80 btS 1,00, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück X 1,30—1,50, Enten pr. Stück X 1,60—1,80, Gänse pr. Pfunt X 0,48-0,54, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60—66 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 4^, Schweine fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 50—54 4s, Hammelfleisch pr. Pfd. 50—65 Kartoffeln pr. 100 Kllo 5,00 bh 0,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4s, Zwiebeln pr. Centno X 4,00—0,00, Milch pr. Liter 16 4s. BehördlicheAnzeigen Oeffrniliche Aufforderung. Ansprüche an die unten mit Hlur und Nummer bezeichneten, den beigemerkten Besitzern in den Grundbüchern zugeschriebenen Liegenschaften, die theils veräußert, theils überschrieben werden sollen, sind so g^wiß binnen 4 Wochen vom Erscheinen in den Blättern gerechnet, dahier vorzubringen und zu begründen, als sonst die vorliegenden Verträge bestätigt, die Beschränkungen gelöscht und die Einträge in die Mu- tationsverzeichniffe verfügt werden. I. Gemarkung Garbenteich. Jacob Wallbott X. und Ehefrau, geb. Wallbott zu Garbenteich: Flur VI. Nr. 143. II. Gemarkung Gießen. Peter Ruckstuhl und Ehefrau, geb. Herd zu Gießen: Flur XXXIII. Nr. 93. HI. Gemarkung Klein-Linden. JoHs. Acker Ehefrau zu Reiskirchen: Flur VI. Nr. 46,3. IV. Gemarkung Lollar. Ludwig Groß er st er und Ehefirau Katharine, geb. Moos zu Lollar: Flur V. Nr. 185‘/2, 186. V. Gemarkung Daubringen. PhilippFreyzuLollar: FlurII. Rr. 570. VI. Gemarkung Wiefeck. Johannes Schön zu Lollar: Flur XI. Nr. 154. Gießen, den 8. Februar 1897. Großherzogliches Amtsgericht. Langermann. 1594 Die Lieferung von »aserneu- SerLthe« zur Ausstattung von ©bargen» Kuben, ©peifrffilen, Montirungskammern k. soll am DteuStag de« 28. d. MtS., Vormittags 10 Uhr, im Geschäftszimmer ber unterzeichneten Behörde, tn der Kaserne, »oselbst and) die Bedingungen zur Ein» Acht und Unterschrift auSliegen, öffentlich verdungen werden. •r. «arnison Berwaltung 1592 »utzdach. 1585] Arucht- und Gemüse- Eon serve«, anerkannt beste Marken, zu billigen Preisen bei C. 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Burg Gleiberg, den 16. Februar 1897. Die Beerdigung findet Mittwoch den 17. Februar, Nachmittag» 2 Uhr, statt. 1567 M«WWWWW»WMWMWM^MW1 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit und bei dem Tode unserer lieben, unvergeßlichen Elisabeth Schäfer, geb. Mgler, sowie für die zahlreichen Blumenspenden, ferner für die erhebenden Worte des Herrn Pfarrer Dr. Grein bei der Taufe sowie am Grabe, desgleichen den evangelischen Schwestern für die aufopfernde Pflege sagen wir unseren tiefgefühltesten Dank. Die trauernde» Hinterbliebenen. Gießen, den 15. Februar 1897. 1564 Zar Coniirmation empfehle die neuesten Kleiderstoffe S. Sammet. in schwarz und farbig ----------------------------- Meter von 75 Pfennig an. 1579 QO <— ex 1—• tta <=» — _E=- C3 CSb Reichhaltiger Journallesezirkel von Mk. 1.— ab. Journale nach eigener Auswahl. Nur gut erhaltene Hefte. — Prospecte gratis. 324 Ferber’sche Univ.-Buch-, Kunst-, Mnsikalien- Giessen.Handlung (C. Koch). Kirchenplatz II. Lehrlings - Gesuch. Für mein Special-Küchen-Au». stattungs-Geschäft suche ich per Ostern einen Lehrling, welcher unter günst. Bedingungen eintreten kann. 1570 Fr. Hüchel, Marburg tud j 156.J] JuvgrS Mädchen tagsüber zur Hausarbeit gesucht Bahnhofstraße 60. Bessere Mädchen heim und hier gesucht durch 1372 Frau Hültenberger, SelterSweg 67. Zweiistillkudk Amme sofort gesucht. Näheres in der Expedition d. Bl. 1539 HkerlMche chesechchafi für Natur- und Heilkunde. Die auf Mittwoch, den 17. Februar, festgesetzte Sitzung wird auf i»« Mittwoch den 24. Februar verschoben. __Der Vorstand. AUgenieintt Dereill für Arwku- und Kraukellpütgt. Die auf Mittwoch den 17. Februar einberufene General-Versammlung muß auf acht Tage verschoben werden und wird nun Mittwoch den S4. Februar TBC abgehalten werden. [ibsö] Der Vorstand: Schlosser. Akademische Vorträge Mittwoch den 17. d. Mts., pünktlich 8 Uhr AbendS: jkiniitborent Dr. Dieterich: Canossa. Eintrittskarten find in der Ferber'scheu und Ricker'sche» Buchhandlung, Studentenkarten beim UniversitälS -Hausmeister zu haben. 1396 Gesellschaft,;-Verein. Gemäß des Beschlüsse» der Beamten - Versammlung vom 18. dtz. Mts. findet Donnerstag den 25. Februar l. I, Nachmittags 6 Uhr, im großen Saale eine außerordentliche Generalversammlung statt. Gießen, den 14. Februar 1897. 1559 Der Vorstand. Nalionalliberaler Verein. Samstag, den 20. l. Mts., Abends Sy2 Uhr, im Saale des Hotel Einhorns Geffentl'iche Versammlung. Vortrag des Kerrn Henerastecretär patzig aus Aerstn: ■ Die Parteien, ihre Ziele und Bestrebungen. Es ladet ergebenst ein Der Vorstand. 3W Gäste sind willkommen. 1578 Stadt Theater, Gießen. Dienstag, den 23. d. Mts.: Eröffnnngs -Vorstellung. 1560__________________Die Direktion: Kraxe-Helm. Vorläufige Anzeige. Wifsenschastliche Vorführung des Witagraph. Clement & Gilmer, Paris. —— Edison s Ideal: —— Lebende Photographien im Laden Neuenbäue Nr. 1. 1552 Die Direction. Ri* elegantem Schwari- ond Farbendruck. (Pietsch & Scheyda) Verlag des Giessener Anzeigers Brauer-Akademie zu Worms. Beginn de» Sommer-Cursu» am 26. April. 1161 Programm zu erhalten durch die Direction Dr. SchneldT. Ätbectbn: A. S chryd». — Druck uü Verla- bet vriihl'schen UniverfitätS-Buch. und Sleinbrnckerei (Pietsch &. Scheyda) m Sietzerr. Me heutige Kummer Esaßt 6 tot .jcherttl'ch 6rt beigtlkgl. t iu$n»w Innatmt v°" Mlynkn Mr,: Dir ossrr ras ®rot die Gr. ! Unter W Kjbtt 1895 (i gfniitiam, da gelitten In der 8Ut dahier zu letjog haben siath bei der Ä6 Biitnbaljnatlen '4tn noTttagenbi äteriam bet öffei fiinr-uag zu D 'HW In hchichen L Wipp Nasch bei der hesslst llheabor Hehl sterHMchen L »ninb ©inIle mb bei iw ütsinbahniv, rath/ den v Starkenburg, Bannt-,- bet 1 Nlttifterium bi ! RezleroagSrath IWInifierlum bt Äegierunfli »er h'sfisch prevs Öejirfiingenfeur ttnft Wilhelm ! Wilk fi ö« Wsihi^ 3n bet Th-, »i< m tlri rau fojte er: in 5 n tiefe« ra„ fctn* Oi I* 6it " *8