fffr. 269 Erstes Blatj_______Dienstag den 16. November 1897 Der 0te|euer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montags. Die Gießener ^■tmiHeaßritkt werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-'Mnzeiger. Bierteljährigw ASonnementspretsi 2 Mark 20 Pfg. ett Bringerlohn. Durch die Post bezog«, 2 Mark 50 Pf^ Redaction, Lxpeditto, und Druckerei: Fernsprecher 6L Aints- und Anzeigeblntt für den Ureis Giefzen. Hratisöeitage: Hießener Kamitienötätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de, folgenden Lag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Die earlistische Bewegung in Spanien. Seit dem Monat November 1885, also jetzt volle zwölf Jahre, steht Spanien unter der R gentschaft der Königin» Regentin, welche für ihren minderjährigen Sohn, den König AlfonS XIII., die Regierung mit großem Tact und Geschick führt. Nur mit kurzen Unterbrechungen har während dieser ganzen Zett die couservattve Partei die Herrschaft inne ge- habt, und mau muß anerkennen, daß sie in Betreff der politischen Beruhigung und der wirthschaftlichrn Entwickelung dr» Lande» manche Erfolge verzeichnen kann. Mit unerbittlicher Strenge hat der alte CanovaS sein Vaterland vor jedem Bürgerkriege zu bewahren gewußt, keiu noch so ehrgeiziger General durfte ein Pronunctamento wagen, und wenn wirklich derartige Absichten zur Ausführung gelangen sollten, so wurden sie im Keime erstickt. Such die Republikaner, deren Partei in Spanten recht zahlreich vertreten ist, durften sich nicht mucksen,- nur an anarchistischen Verbrechen, an Attentaten gegen Leden und Etgenthum der Mitbürger hat e» nicht gefehlt, und man darf wohl behaupten, daß Spanien dasjenige Land ist, in welchem in den letzten Jahren der Anarchismus die meisten Opfer gefordert har. Aber so bald dürste hierin keine Besserung rintreten, da die wirth- schasiltchen und politischen Verhältnisse Spaniens einen zu günstigen Boden sür den Umsturz des bestehenden gesellschast- ltchen System» bieten. Jedoch find e» immer nur einzelne Kreise, auf welche der Anarchismus einwirken kann, das große Publikum wird demselben immer fern stehen und sich nur voll Abscheu von den Lehren, welche Mord und Verwüstung predigen, abwenden. Viel mehr Gefahr für die Regierung bildet die earlistische Bewegung, welche in der letzten Zett wieder an Umfang gewinnt. Die Anhänger des Throoprätendenten Don Carlo» recrutiren sich nicht etwa nur aus den Aristokraten, wie e» sonst vielfach bei legttimiftischrn Parteien der Fall ist, sondern unter den Kleinbürgern, den Bauern, Kaufleuten und GutSbefitzern der nördlichen Provinzen find Diejenigen zu finden, welche den Don Carlos als ihren rechtmäßigen König betrachten und eventuell auch persönliche Opfer nicht scheuen, um ihm zur Regierung zu verhelfen. Dazu kommt, daß fast die ganze niedere Geistlichkeit dem CarlismuS zugethan ist, und bet dem großen Einfluß, den dieselbe in Spanien unter der Landbevölkerung hat, ist eS nicht zu verwundern, daß dte Bestrebungen sür den Throoprätendenten an Schärfe nicht ' verlieren, sondern höchstens einige Zett unterbrochen werden, ; dann aber wieder mit um so größerer Heftigkeit in dte Er- : scheiuung treten. Seit dem Jahre 1830 muß jede Regierung, mag fie liberal oder conservanv sein, mit dteseu Bestrebungen rechnen und sich gegen dieselben zu decken suchen. Selbst dte strengsten Befehle de» Papstes an den Clerus, sich jeder Agitatoa gegen dte jetzige Spanische Regierung zu enthalten, haben keine Wirkung auSgeübt, und das Cavinet Sagasta fieht sich jetzt veranlaßt, gegen dte im Innern des Landes entstehende Gefahr mit größerer Energie einzuschreiten. Denn dte unterirdischen Mächte fangen an, sich zu regen- Waffen- depot» werden errichtet, Munition wird eingeschmuggelt, dte Bevölkerung der baSktschen Provinzen übt sich im Gebrauche der Waffen. Ob e» zur Erhebung wirklich kommt, läßt fich natürlich heute noch nicht Vorhersagen, das wird hauptsächlich davon abhängen, ob die Regierung bald der äußeren Schwierigkeiten Herr wird oder nicht. Denn von jeher haben dte CarUften aus der Verlegenheit der Regierung Capital zu schlagen versucht und selbstverständlich auch die precäre innere Lage zu ihren Zwecken auszunutzen gewußt. Die Regierung soll sichere Beweise dafür in Händen haben, daß diesmal ein Anschlag der Carltsten geplant ist. Welche außerordentlichen Maßregeln fie aber auch zu ergreifen beabfichtigt, nimmer kann fie daran denken, dar Cl queuwesen aus den Localverwaltungen zu beseitigen, auS dem Heere dte .politische Parteiung zu entseroen, der Einmischung der Depu- rtrten bet der Besetzung von Staatsstellen und bet der Er» theilung von Conceifionen sowie beim Zuschlag von Staats- Lieferungen ein Ende zu machen, noch vor allen Dingen gegen Lie den CarliSmus fördernde Geistlichkeit allzu schroff vorzu- Lehen. Die Lage deS CabioetS ist deßhalb äußerst schwierig, «nb eS steht nur zu wünschen, daß dte Meldungen fich be- Wahrheiten, wonach die Beziehungen zwischen Spanien und Len Vereinigten Staaten andauernd beffere werden, so daß Ler Ausbruch eines offenen Confl-ct» ausgeschlossen erscheint. Sagasta ist ja ein energischer Mann, es wird ihm, wenn seine Hände nicht durch äußere Verwickelungen gebunden sind, hoffentlich gelingen, auch den CarltSmuS zu unterdrücken. (XX) Deutsches Reich. Berlin, 13. November. Die Kamerun-Hinterland- Gesellschaft theilt unS mit, Dtrector Jäger von der Kamerun-Hinterlaud'Gesellschaft ist von seiner Kameruner Reise zurückgekehrt und hat an verschiedenen Stellen ausgedehnten Grundbesitz erworben und die Stationen am Sauage, 80 Kilometer nach dem Innern bis Edea vorgeschoben. Die Gesellschaft beabfichtigt jetzt in Anbetracht der günstigen Verhältnisse auch Plantagen für Lacao und Kautschuk auzu- legen. Berlin, 13. November. Staatsminister v. Hofmann ist anläßlich seine» 70. Geburtstages zum Ehrenmitglied der deutschen Colontalgesellschaft ernannt worden. Dresden, 13. November. Im ReichStagS-Wahlkreise DreSden-Altstadt werden die Soctaldemokraten dem Grafen Herbert Bismarck den Redacteur Dr. Gradnauer und dte deutsch-socialen Reformer den bisherigen Abgeordneten Zimmermann entgrgenstellen. Att-land. Wie«, 18. November. Sämmtliche Blätter besprechen die gestrige Versöhnungsrede Badeni» je nach ihrer Parteischattirung, constatiren jedoch, daß die Regierung anscheinend ernstlich bemüht ist, einen Au-gleich zwischen Deutschen und Tschechen zu Stande zu bringen. Jedenfalls seien die Chancen der Deutschen wieder gestiegen. E» käme nunmehr, so meinen die Blätter, hauptsächlich darauf an, ob die Regierung der R chten gegenüber soviel Kraft werde besitzen, um ihren Willen durchzusetzen. Fiume, 13. November. Nachdem die Regierung auf der Einführung der ungarischen Gesetze besteht, gab der Gemeinderath seine Demission. Gestern Abend fand eine große Demonstration statt gegen die ungarische Regierung. Rom, 13. November. Bei der Audienz de» Staats- secretärS v. Bülow beim Papst wurde einem Gerücht zufolge auch bezüglich der Stellung eines Theile» der vatikanischen Presse zu dem Dreibunde eine ernstliche aber freundliche Aussprache gehalten. StaatSsecretär Rampolla erwiderte den Besuch v. BülowS diesmal merkwürdiger Weise im Palazzo Caffarelli. Baleucia, 13. November. In den Dörfern Grao und Nazaret findUeberschwemmungen vorgekommen. Mehrere Brücken wurden zerstört. 15 Personen find ertrunken. Koustautiuopel, 13. November. Die Pforte beklagte fich, daß die Militär-ÄttachH« nicht auf die Artikel der Friedens- bedingungen achten, welche bestimmen, daß eine kleine Grenz- regultrung zu Gunsten der Türkei gemacht werde. Rewyork, 13. November. Newyork Herald meldet, daß zwischen Deutschland und der Türkei eine militärische Uebereinkunft abgeschloffen worden sei, welche der Türkei eine defenfive Rolle in dem Dreibunde überträgt. Rio de 3«niro, 13. November. Der Senat hat in zweiter Lesung den Kriegszustand erklärt. In einer gemeinsamen Sitzung deS Senats und der Kammer wurde der Kriegszustand angenommen. Depeschen bei Bureau .Herold." Berlin, 14. November. Der Kaiser und dte Kaiserin treffen morgen früh fast gleichzeitig gegen 8 Uhr auf der Wildparkstation bei Potsdam ein. Der Kaiser kommt von Schlesien, die Kaiserin von Plön. Wien, 14. November. Den gestrigen Balgereien in der Aula der Universität zwischen jüdisch-nationalen und deutsch- nationalen Studenten sollen heute abermals studentische Excesse folgen. Die slawischen Hörer beabsichtigen, heute zu dewonstriren- ebenso beabfichtigen die deutschen Studenten, diese Demonstration eventuell mit Gewalt zu vereiteln. Teplitz, 14. November. Im Nelsonschacht stürzte eine mit sieben Personen besetzte Föiderschaale in den Schacht. Die Bergleute wurden schwer verletzt. Madrid, 14 November. Trotz der Intervention bei Papstes unterstützt der Clerns die Agitationen und Rüstungen der Larlisten auf« Eifrigste. Amtlich wird conftatirt, daß die letzteren ernstlich einen Ausstand planen. In Barcelona confisctrten die Behörden viele Kisten mit eingeschmuggelten Gewedren und Patronen. Sechs Personen wurden verhastet. Warschau, 14. November. In der Nähe der Station Skierntewice sand ein Zusammenstoß zwischen einem Personenzuge und einem Lastzüge statt. Sieben Waggon- wurden zertrümmert, zwei Conducteure getödtet, mehrere Paffagiere schwer verletzt. Athen, 14. November. Die letzten hier eingetroffenen Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Auslände- nehm«» < Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeg««. —— Meldungen über den Stand der Friedensverhand- lungen lauten sehr günstig. Die Unterzeichnung deS Vertrage- soll spätesten- in vierzehn Tagen erfolge«. Berlin, 15. November. Finanzminister Dr. v. Mtquel hatte für gestern Abend den Reichskanzler Fürste« Hohenlohe sowie die übrigen Minister bei fich zu einem Bierabend eingeladen. Berlin, 15. November. Die Morgenblätter berichten auS Dirschau: Der Oberlehrer Dr. Fricke, welcher fich bei der Landtagsersatzwahl mit noch mehreren anderen Wahl- männern der Stimme enthalten hatte, weil der deutsche Candidat fich nicht erklären wollte, daß er gegen da- Vereinsgesetz stimmen werde, sodaß der polnische Candidat siegte, ist zum 1. Januar 1898 int Interesse deS Dienste- nach Paderborn versetzt worden. Coceks hu-H prot>in$icttr#» Bietzen, 15. November 1897. * * Parade. Zur Feier de- Geburt-tage- Seiner Königlichen Hoheit deS Großherzog» und Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Großherzogin findet Donuer-tag den 25. d. M., Vormittags 117a Uhr, auf dem Hofe der neuen Kaserne Parade statt. Im Anschluß an dieselbe spielt die Musik. Von 11 Uhr Vormittag» ab steht der Zutritt zum Kasernenhof allen Zuschauern frei. * * Kirchliche Dienstnachrichte«. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, dem Pfarrer Otto Schulte zu Engelrod die evangelische Pfarrstelle zn Beuern, Decanat Gießen, zu übertragen. * * Militärisches. Laut Kaiserlichem Befehl soll der Stab der 50. Infanterie»Brigade beim ersten Stellenwechsel im Commando von Darmstadt nach Mainz verlegt werden. Die» ist jetzt nach dem Tode deS Generalmajors v. Bismarck der Fall. Der Stab bezw. das Büreau find schon nach Mainz verlegt worden, während der neue Brigade-Commandeur Generalmajor v. Buddenbrock in Kürze in Mainz erwartet wird. * * Concertverei«. Zum ersten Mal in dieser Saison hatten fich gestern die Pforten des großen ClubsaalS für die Abonnenten des ConcertvereinS und sonstigen Mufikfreunde Gießens geöffnet, und eine zahlreiche andächtige Zuhörerschaft hatte sich zu dem ersten unter der Leitung des Herrn Uni- verfitälS-Mufikdirector Trautmann stattfindenden Orchester- concert etngefunden, ein Beweis, daß das Bedürfniß nach guter Musik nach der mufiklosen Sommerzeit in unserer Stadt ein großes war. Aus Anlaß des Todestages von Felix MendelsohN'Bartholdh, der am 4. November vor 50 Jahren zu Leipzig in der Blüthe seiner Jahre durch den unerbittlichen Tod dahingerafft wurde, hatte der Vorstand deS Con- certoerein» in pietätvoller Weise in der Hauptsache nur Com» Positionen dieses unvergeßlichen Tonsetzer» auf das Programm gesetzt, eine Thatsache, die mit um so größerer Freude zu begrüßen war, als gerade Mendelssohn in den letzten Jahren auf den hiesigen Concertprogrammen verhältnißmäßig wenig vertreten war. WaS uns an Mendelssohn interesfirt, ist weniger die Tiefe seiner Gedanken, al» seine elegante, flüssige und gefällige Schreibweise und seine außerordentliche Formengewandtheit, die ihn aus allen Concertprogrammen längst eine willkommene Erscheinung hat werden laffen. Die A-dur» Symphonie, das Nocturno au» Shakespeares „SommernachtS- traum" und dte Concert-Ouverture „Meeresstille und glückliche Fahrt" find in dieser Hinficht wahre Perlen Mendel»- sohn'scher Muse und erfuhren unter Herrn Mufikdirector TrautmannS anfeuernder Leitung eine wohl gelungene Wiedergabe, für die sich das Publikum durch wiederholte lebhafte BetfallSäußerungeu bedankte. Der Solist deS gestrigen Con- certeS war der seit einiger Zeit rühmlichst bekannte Geiger Alexander P e t s ch n i k o f f, der sowohl im Mendel»sohn''che« Biolin-Concert wie in der Ciaconna von Bach fich als einer der berufensten Meister seines Instruments erwies. Er ist trotz seiner Jugend nicht allein ein ausgezeichneter Virtuos, für den technische Schwierigkeiten überhaupt nicht zu exi- sttren scheinen, sondern auch ein sein denkender Musiker, der ernstlich bestrebt ist, die zu interpretirenden Werke möglichst congenial wiederzugeben. Daß ihm für seine Darbietungen rauschender Beifall zu Theil wurde, war bet seiner Vortragsweise kein Wunder, und wir würden e» für kleinlich halten, wollten wir an Einzelheiten, wie an der im Biolincovcert stellenweise etwas stark beschleunigten Temponahme Anstoß nehmen, um so mehr, als dies durchaus nicht auf Kosten der Klarheit geschah. Nicht unerwähnt darf dabei die correctc und, abgesehen von einem Theile deS letzten Biolincovcert- satzeS auch decente Begleitung Seitens des Orchester- bleiben. bie trotz der nicht unbtbeutenben Schwierigkeiten eine vor« nützliche war unb bas beste Zeugatß vom Können sowohl beS Dirigenten al- auch ber Mitwirkenbeu ablegte. Pr. ** Tugen Gnra Concert. Sm Montag den 22. November, Abend- 8 Uhr, wirb ber Metsterfinger Eugen Gura im großen Saale be« Gesellschaft-Verein- (stehe Inserat) einen Lieber- unb Ball ab en-Abenb mit Unterstützung beS Pianisten Eb. Behm veranstalten. Einem solchen Künstler haben wir nicht nöthig, bie Wege zu ebnen, jeher Gebildete kennt bieseu großen Sänger. Wir begnügen unS baher, eine Kritik beS berühmten Hamburger MufikschriftstrllerS Ferbtnaub Pohl hier zum Abdruck zu bringen. Derselbe schreibt: Eugen Gura, ber große Troubabour be- fiokenben Jahr- hunbertS, entfaltete wteber bie ganze Größe seiner Künstler- schäft vor ber ungeheuren Fülle seiner Freunde unb Ber- »hrer, die gekommen waren, um den edlen Meistersinger zu hören. In beneiden-werther Frische deS Leibe- und der Seele, ein Jüngling in dem Feuer seiner Empfindung und ein Meister, reif und weise in seiner Kunst, so bot er sich dar, gleich einer hochragenden Säule stand er vor uns, dem Genin- eine- Schubert, eine- Loewe errichtet. Main der künstlerischen Erscheinung Gura- immer von Neuem wieder bezaubert und mit tutenfiver Wirkung sich dem Empfinden mittheilt, da- ist sein außerordentliche- Gestaltung-- verwögen, die malerische Kraft setae- BortrageS. ES würde zu weit führen, wollte ich hier da- ganze Programm durch- sprechen. Als Schubertsäuger zählt Gura zu den besten, da- weiß die Welt. Und als Interpret Loewe-, als Balladensänger, steht er unübertroffen, unerreicht da. ES ist der dramatische Künstler in ihm, der in den Balladen Loewe-, die so reich an Handlung, au Menschen sind, Triumphe feiert. Erstaunlich bleibt eS immerhin, welche ungeheure Suggestion der Vortrag Gura- auf den Hörer auS- strömt^ man glaubt die Gestalten, von denen Loewe singt, leibhaft vor Augen zu haben- es lebt eine Anschaulichkeit, eine packende Kraft in dem Gesang Gura-, die ein steinerne- Herz bewegen, eine todte Phantasie begeistern muß. **£!• btadttheater. E- ist gewiß eine dankbare Aufgabe, über Frauencharactere, in welcher Form eS auch sei, zu schreiben und solche entweder zu würdigen oder zu tadeln. G. v. Moser hat nun in seinem Lustspiel „Unsere Frauen", das gestern Abend hier zum ersten Male zur Aufführung gelangte, versucht, die zu würdigenden Frauen in angenehmster unterhaltender Form vor Augen zu sühren. ES ist ihm dies auch auf- Beste gelungen, wie von dem routtnirteu Bühnen schriftsteller gar nicht anders zu erwarten. Scharfe Beobachtungsgabe, gure witzige Pointen, wirksame komische Figuren und Verwechselungen, packende Einzelscenen, da- find ietne, ficher wirkende Mittel, die alle darauf berechnet find, ein gutes Lustspiel zu schaffen. Im Verlauf der Handlung wird tu wechselseitigen Bildern geschildert zuerst eine Schwiegermutter, nicht wie fie tu dem vom Schriftsteller Groffer geschriebenen Stück „Unsere Frauen" vorkommt, da« die Muster» gattin deS Rentier Doru voll Entrüstung gesehen und dem deshalb zu Besuch gebetenen Dichter beweist, daß er von Frauenkeontntß keine Ahnung habe und setu Stück deshalb nichts tauge. Ferner zwei Ehepaare, bet dem einen ist die Frau mit allen weiblichen Tugenden ausgerüstet und der Gatte über alle Maßen leichtsinnig, beim anderen tst um- I gekehrt die Frau der schuldige Thetl und der Maua vernünftig. Dann wird an zwei Backfischeu bewiesen, daß sich Emancipatton-gelüfte schon bei den „höheren Töchtern" zeigen, waS fie jedoch nicht abgeneigt macht, sich dem Auserkorenen zu unterwerfen. — Gespielt wurde da- Stück ganz vortreff, lich, die Verwechselungen und komischen ©eenen versagten ihre zündende Wirkung nicht, wie der stürmische Beifall (ganz besonders der oberen Region) des gut besetzten Hauses bewies. Den Damen sei bei der Einzelerwähnung der Vorrang: Frau Dtrector Kruse al- die Gattin des Rentier Doru uud Schwiegermutter spielte einfach, überzeugend und recht sympathisch. Frl. Berner (Hedwig) und Frl. Viotti (Fanny) zeigten in bester Wiedergabe, wie Frauen setu uud nicht sein sollen. Frl. v. Winterstein (Grete) und Frl. Budow-ka (Ella) waren als Backfische frisch uud lebendig. Frl. NatusiuS als dienstbarer Geist Ulrike war wirkungsvoll. Einen recht guten Rentier Dorn stellte Herr Liebscher- von de» Herren Fritz schier (Stein) und Forsch (Hilberg) verkörperte ersterer den leichtfinnigeu, letzterer den character» vollen Gatten und Geschäftsmann überzeugend. Am richtigen Platz waren die Herren Janson (Groffer) und Böhm (LorneltuS) als eindrucksvolle Liebhaber. Den Löwenantheil am Erfolg de- Abend- trug Herr Dtrector Helm als Lohn- diener Pfeffermann davon- feine Komik wirkte in manchen ©eenen wahrhaft erschütternd. Herr Albrecht gab den Kellner Ferdinand tu solch' trefflicher Leistung, von der mancher hiesige Kellner hätte lernen können. ** Vortrag. Am Mittwoch den 17. d. MtS., Abends 8 Uhr, findet im Saale de» Restaurant Royal (Elges) dte Monat-versammlung deS „Verein- zur Züchtung reiner Hunderassen" statt, zu deren Anfang Herr Thierarzt Set derer einen Vortrag über „Aufzucht und Pflege deS HundeS" halten wird. Für Interessenten dürfte derselbe viele- Wichtige und Jnstructive enthalten, so daß jedem Hundefreund der Besuch, der Jedermann fretsteht, empfohlen werden kann. •• Grober Unfug. In der Nacht von Samstag auf Sonntag rissen zwei rohe Bengels tu der Bahnhofstraße den Laden von einem Photographen-Schaukasten und zerschlugen dann die Glasscheibe. Auch in der Nord- und Ostanlage wurden verschiedene Capitäle von den Pfeilern ber Einfriedigungen heruntergeworfen. Eingesandt. Gießen, den 15. November 1897. Die Temperatur- ««d Garderobe-Berhälttriffe im Elubfaal. Während des gestrigen ClubconcertS stieg dte Temperatur im Parterre deS Saals aus 19 Grad Reaumur, aus den Gallerten hätte man füglich 21 Grad zählen können. Wenn es künslig nicht möglich ein sollte, für eine dringend notbwendtge Ventilation des Saales u sorgen, so wird der Besuch der Concerte einer grötzeren Zabl von Kunstfreunden, dte keinen Schlaganfall riSktren wollen, unmöglich gemacht. lieber dte unglaublichen Gatderobe-Verhältnisse im Clubsaal ist unseres Wissens bereits früher einmal an dieser Stelle Klage erhoben worden. Wir sind der festen Ueberzeugung: sobald ein Organ der Poltzeiverwaltung bet Geleaenheit Zeuge des beängstigenden Gedränges in den Garderoberäumen sein wirb, müssen die Concerte im Clubf«al Seitens der Behörde untersagt werden. DaS Bedürfntß nach einem würdigen, zureichenden Concertsaol ist unabweisbar. Leider rerhallen alle Notschreie ungehört. Die Muntficenz der Stadtverwaltung und bet Etnzel^ürger bringt große Capltalien zu öffentlichen Zwecken in Fluß. Für ein Corcert- und I— »WJ Theaterlocal rührt sich keine Hand. In dieser Frage marschirt die Stadt Gießen mit dem ärgsten Krähwinkel in einer Linie. X. Der gestrige «oneertobend im «Inbfool gab einigen Besuchern ber Mittelgallerie Veranlassung, ihre Umgebung in der Theilnahme an den musikalischen Aufführungen durch mancher lei störende Rücksichtslosigkeiten zu beeinträchtigen. DaS Bedauerlichste dabei tst dte Thalsache, daß eS durchaus nicht immer dte jüngsten Besucher der betreffenden Gegend waren, welche durch taute Unterhaltung bie Aufmerksamkeit der übrigen Zuhörer von der Musik ablenkten, sondern daß vielmehr gerade .ältere Semester' sich dieser unbegreiflichen Unart schuldig machten. Es ist doch eine so einfache Rücksicht auf Diejenigen, mit denen m n sich in gleicher Lage befindet und von denen man die gleiche Rücksicht auch für sich selbst in Anspruch nimmt, daß man mit dem Austausch seiner Empfindungen btS zum Schluß eines Stückes wartet oder für denselben eine die Uebrtgen nicht belästigende Form wähU! Auch würden Diejenigen, welche durch Klappern mit den Füßen ober rhythmische« Wackeln an den Sitzplätzen ihrer Nachbarn ihr musikalisches Takigesühl zum öffentlichen Ausdruck bringen zu müsien glauben, gut daran thun, sich einmal der einfachsten Erfordernisse des gesellschaftlichen Taktes bewußt zu werden! Jedenfalls tragen sie durch ber artige unzeitgemäße acltoe Antheilnahme am Rhythmus ter Musik keineswegs zur Erhöhung deS Genusses für hre Umgebung bei. Hoffentlich genügen diese Zeilen, um die Betreffenden künftighin vor einer ihnen jedenfalls nicht willkommenen öffentlichen Zurechtweisung an Ort unb Stelle zu bewahren, die ihnen im Wiederholungsfälle sicherlich nicht «rfpart bleiben dürfte. —k. MWa In wrrtdftn jtutyrtn rtMtpHn. Operadou». DienStag den 16. November: Die Zauberflöte. Mittwoch den 17. November geschlossen. Donnerstag den 18 November: Tannhäuser. Fretlaa den 19. November: Glöckchen des Eremiten. Samstag den 20 November: Bohörne. Sonntag den 21 November, Nachmittaatz 3*/,Uhr: Lumpaci-BagabunduS. Abends 7 Uhr: Rtenzt. Montag den 22. November: Carmen. Montag den 23. November: Bo hörne. DienStag den 16. November: HanS Huckebein. Mittwoch den 17. November geschloffen. Donnerstag den 18. November: Otbello. Freitag den 19 November: Hans Huckebein. Samstag den 20. November: Officlelle Frau. Sonntag den 21. November, Nachmittags 3'/, Uhr: Alk-Frankfurt. Abends 7 Uhr: Die goldene Eva. Montag den 22. November: Han» Huckebein Ä Iede sorgsame flRutitt sollte auf den Rath deS Arztes hören und beim Waschen der Kinder dte ärztlich empfohlene Patent-Myrrholin-Seife anwenden. So schreibt z. B. ein bekannter Arzt: -Bei meinem Kindchen (z. Zt. Vi Jahr alt) wegen oberflächlicher Hautschrunden rc. zu Waschungen in Gebrauch genommen, bat sich großartig bewährt." Die Pat.-Myrrholtn- Setfe, welche überall, auch in den Apotheken, er- erhältlich, ist bereit» in vielen Familien unent- behrlich geworden. 9674 Meine Dame, Sie werden sich in Zukunft nie mehr über eine schient sitzende Taille beklagen, ich nabe jetzt nur noch in Ihre Toilette die neuen Prym'schen chatent-Tatllm Verschlüsse ein. Alle Posamenten- und Kurzwaaren-Geschäfte oeikau'en sie.9871 nannohortt.Qoido — nur ächt, wenn bired ab meinen neuueutsry-oeiue Fabrtk/N bezogen schwarz, weiß u- d farbig, von 75 Psg. bis Mk. 18.65 per Meter in den mobernsten K.weden, Farben und DessinS. An Private porte- und steeerfrel Ine Haas. Muster umgehend. 9194 Briefkasten. Mehrere Artikel mvtzieu wegen Raummangel zurück- gefleüt werde«. «o. Waarcn-Berstcigerung Marktball scheu Saale, Neustadt 55 dahier, —— ----------------------- bie Colonialwaaren- und sonstigen Bestände Miße h ö rd I i ehe Anzeigen H | Empfthlunge^l aus dem Nachlaß des Kaufmannes 3V. Noll gegen gleich baare Zah-1 lung versteigert. " e- , 105HI «Lnsefett empfiehlt Zn der Pmatklagesaihk bei Markstr 4 Telephon 119 ♦ zu einer Geldstrafe von 50 Mk. fr 10497 geräucherte Schellfische 10509 J. M. Schulhof. Frisch eingetroffen: Kieler Sprotte«. Kieler Bücklinge. — fünfzig Mark — eventuell 10 Tagen Gefängniß sowie in die Kosten des 10511] W «Laseseti empfiehlt __«asL «del. Dienstag den 16. d. Mts., V°rmi..°gs uud Nachmittags 2 Uhr anfangeud, werden im Bieker Die trockenen Maaren, als: Kaffee, Zucker, Reis, Gerste, Tago, Mehl «. f. w., kommen in kleinen abgewogenen Gebinden bezw. Packeten, dte Flüssigkeiten, als: verschiedene Oele, Essig, Branut- weiu u. s. w. in Fässern, wie dieselben zur Zeit lagern, zum Ausgebot. 10487 _______________ I. A.: Schneider. Giiterverpach-tung*. Samstag den 20. l. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen HERREN welche sich einen eleganten und soliden Anzug oder Paletot anfertigen lassen wollen, empfehlen wir, sich unsere geschmackvolle Ausmusterung in Buckskin anzusehen und sich von der grossen Leistungsfähigkeit zu überzeugen. Anfertigung wird prompt und sorgfältigst ausgeführt. 9916 Aug. Montanus Nacbfi. Inhaber: R. & M. Imheuser. des Adolf Bieler und I. Reis in Gießen, Privatkläger, gegen den g. Wiudecker daselbst, Angeklagten, wegen Beleidigung , c ,. r _ « ----—------ ~ juutu, das Großh. Schöffengericht zu auf hiesigem Ortsgenchte die den F. Block's Erben zustehenden Güter-j Gießen am 2. November 1897 für stücke und zwar: ! Recht erkannt: Ord.»Nr. 1 Flur 29, Nr 40, 40 a, 41 und 44, Wiese der ZeiselSwiese, stößt auf । Der Angeklagte wird auf Grund 2 9 qs? Athgesternn Flächengehalt 13385 lUMeter ' der §§ 185, 186, 200 Str.-G.'B. ' 2 " 2, Nr. 168 und 169, Wiese am Superintendent Bechtolds Garten - n .n (hinter der Gaii'schen Wollspinnerei), — 11243 lUMeter " " • Ar. 3b9, Acker auf dem Sandfeld, — 527 LUMeter " 4 r 4U, Nr. 67, Wiese in der Schwarzlach an der Lehmkaute - 6 , 89, Nr. 113o, Wiese unter dem Wallbrunnen einWic^ der den einer öffentlichen Verpachtung auf 9 Jahre, unter den bei dem AuSaebot1 P"^klagern erwachsenen noth- bekannt zu gebenden Bedingungen, ausgesetzt werden. 1 A"dtgen Auslagen verurtheüt. 10522 1 , Gleichzetttg wird den Privatklagern ---Helfrich, Ortsgerichtsmann. die Befugniß ertheilt, das Unheil MMMMMMMMAAMMM 'in seinem entscheidenden Theil inner- G W 8 Tagen nach Zustellung einer 0 Die neuesten M. vollstreckbaren Ausfertigung des • Sktttn- und Knabkn-pk»krinkll-Mälltkl • Angeklagten einmal im „Gießener d «♦ । x* t 14 M Anzeiger" zu veröffentlichen. E nno linnbrnUfl ftotö Ä1 Richtigkeit der Abschrift der M v y 2 Urtheilsformel wird beglaubigt und • Kkrrkll- nno Knabkn-An;nge 2 die Vollstreckbarkeit des Urtheils be- • -mpfi-hlt im größter Auswahl " 10167 G '*Sen, dm 10. November 1897. Louis Katz, Zellersweg 56. • (L8i) 0e’- Iionys Bierkeller. Mittwoch den 17. November: 10518 Sindtt-Mr-Mkbiick H. O. Opel’* lfialkphosphathaltisks üahrailtelj wissenschafllicb geprüft unb empfohlen von Autoritäten derzKinberheilkunde, zu haben bei 10305 PH. Herrmann, S-lterswea 33. Das Geheimniss, alle Hautunreinigkeiten u. Hautausachläge wie: Mitesser. Finnen. Flechten, Leberflecke, Blüthchen eto zu vertreiben, besteht in täglichen Waschungen mit 9872 Carbol-Theerechwetel-Seife von Bergmann & Co.. Dresden, ä St. 60 PL bei P. J. Möbs, tieifen-Fabrik. 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Freunden, Verwandten und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß e- Goit gefallen, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Groh- mutter und Urgroßmutter 10504 Anna Elisabetha Mahr, geb. Schwalb, im 83. Lebensjahre zu sich zu nehmen. Im Namen der trauernden Hinterbliebene«: Familie H. Lehrnruud (Wiltwe). Familie K. Hüttenberger. Gießen, den 14. November 1897. Die Beerdigung findet Dienstag Mittag 12 Uhr vom Sterbehause, Ltndengasse 5, aus statt. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und B» kannten die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber Gatte um Vater Johannes Herrß heute Nacht nach schwerem Leiden sanft im Herrn entschlafen ist. Marie Heust u. Kind. Bahnhofstraße 24. Gießen, den 14. November 1897. Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. November, Nach, mittags 2 Uhr. von der alten Klinik aus statt. [10503 Concordia. Zu zahlreicher Theilnahme bei der Beerdigung unseres verstorbenen Mitgliedes Henss werden unsere verehrl. Mitglieder höflichst eingeladen. Zusammenkunft Dienstag Mittag 1 Uhr im Vereinslocal. Eugen Gura-Concert Montag den 22. Novbr,, Abends 8 Uhr präcis im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. Eugen Gura, Kgl. Bayr. Kammersänger (Baryton). Ed. Behm (Pianist). Gastspiel dc« Elite -- Batikt - Ensemble Excelsior. (8 Damen ) 1. Grande vat«e de tantaleie. Ballei-Divertissement 2. Sie mu*M nach Nauheim. Lustspiel in 1 Act -on W. Wagner. 8. Masurka gracieuee. 4. Da* Schwert de* Damokle*. Schwank in 1 Act von o* zu Purlitz. 5. Leichte Cavalleric. MtlitKrmarsch, in Preußischer Husaren- Uniform. KjgT* Erhöhte Preise. «lbonnementsbillelb mit Zuzahlung gültig. Aniana 8 Uhr. l^nde gegen Ubr. F. G. F. und G. F. F. Die Beerdigung unseres Kameraden Carl Feldhaus Mitglied der F. G. F., findet Dienstag den 16. d. M., Vormittags t/,11 Uhr, von der alten Klinik aus statt. Zusammenkunft: 10 Uhr, Restauration Jentzen, Westanlage. Loos. Gail. 10530 Programm: Lieder und Balladen von Schubert, Schumann und Loewe etc. Pianovorträge von Haendel, Brahms etc. SperrMite- Karten h Mk. 2.50, Eintritt*- Karten u Mk. 1.50, Karten für Studirende ä Mk. 1.— sind in der Musikalien-Handlung Ernst Challler (Rudolph’a Nacht) zu haben. 104w9 Stein9» Garten. Heute Dienstag: Grtra großes Aöend Koncerl II I I au-gelübn von ber 10531 Garant. Bürstenwaaren, j des 2. htfi. Ins -Lkgimkllls Ar. 116, filiftt Wilhklm y „ Fri*irkamme, $ j unter perfönl'crer Leitung de» Großh. Musikdirectors Herrn C. Krauß e. Seltersweg 43. Seifen u Parfümerie. ” |l Anfang 8 Uhr. Entr6e »0 Pfg. Ir"™ । —————— * ____ SEMT Bier im Glas. ___ Stbachon; 1. Echcyda. — Druck und Verlag btt 4*: übL'fd,cn Univrrktäte-Buch- und Skrindruckerei (Pietsch & Echeyd») in Gietzeu. 3>ic heurige Kummer umfaßt 6 Setten. lenk’ MF*” Vv btt »bl v. Der btöplid 8e erfährt, Befehl Ortes, aozalan, 8t gestern v. d. O Poilchast von ft« Ätgitrna •holib l DoUftlabl Btt des Bi Bilbljani Dtnhnal fla 23. Ro Sammer W mittag I Kasaoeoj Bin Mittag 8 tartaltntn biabnnpQ twtimltt et za ars erstnru \ deo vorg dieselben der Ob« NtilgkNoM! StubtnUB UniversttL ^ftnagrn WSSS 'Zmeritv Aue glettnvg | b‘» Leg ta »old | «ei rmr ber $ ,@ut -Dir brtv nachdem " °°« m »To schließen! b ersuch _ tin r btl Shlihi h|lt R .eN obtf g 'ein ®’’11 ih dr°r JÄ‘