toeife * fctf als hu dient aij ÄÄ äe t Mlltttt. -—_ m lochst am Main, 18 frischer Kuh- idasinBezugauf wit das Fleisch nso auch Recon- :ri w empfehlen. 15 Mahlzeiten, :c- zu beziehen, verein. r Mt bis Ende i. 7405 srstand. tn.BtttfrBitiM« htlmewLutLr ; bttamt durch unb dm, Ra-ev' und Äimmüh, Bleich, der Quellen werden iura«-« e»lz ist ati8. Anfragen über ilcheu Hof erledigt: »estllschaft. 3960 nke lenz a, Eh. aittelte bei mässigen Df. med. Wil- r's Heilanstalt für 8410 it lihNN* sei der Brauerei ■ ffla« W Wg- leWetoe. 56» Iplätien. ßi unlieb- 1897. irente sie ttheo W vb. Obl- 86.90 104.00 22.75 93.65 1887 36.6|J jfO« X iot- mW 170.16 4.16»/! 507.87 cttr» Nr. 217 Erstes Blatt Donnerstag den 16. September 1807 Der Kleiener Anzeiger erscheint täglich, eiit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamtlieuölätter Werben dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. ießener Anzeiger Kenerak-Ztnzeiger. vierteljähriger AvonnementspreiLr 2 Mark 20 Pfg. ett Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, EMditioa und Druckerei: KchntSraieAr.7» Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Hratisöeitage; Hießener Kamitienbtätter Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» 1 Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegm. Die Festtage in Ungarn. Endlich ist der Wunsch der Ungarn erfüllt, und Kaiser "Wilhelm weilt mitten unter ihnen. Für eine Woche ist der Kleine Ort TotiS aus seiner Ruhe berausgeriffeu und zum Mittelpunkt des allgemeinen Jnteress s erkoren worden, seitdem die erlauchten Gäste daselbst weilen, um an den Manöver« -er österreichisch-ungarischen Armee theilzunehmen. Don jeher hat sich der deutsche Kaiser bet seinen Besuchen in Oesterreich «iuer sehr sympathischen Aufnahme zu erfreuen gehabt- der Empfang in TotiS gestaltete fich ganz besonders herzlich, da die Ungarn unserem Kaiser ein warme- Interesse entgegen bringen und ihm lebhafte Gefühle widmen. Die Eljenrufe, mit denen er bet seiner Ankunft begrüßt wurde, kamen auS aufrichtigem Herzen und thun angesichts der Behandlung, weicher die Deutschen jktzt in Oesterreich fich zu erfreuen Haden, besonders wohl. Freilich haben auch die Ungarn einen Kampf geführt -egen daS Deutschthum und das letztere in den Hintergrund zu drängen gewußt, aber ihr Bestreben hatte eine gewiffe Berechtigung, ihrem Naionalgesühl mußten fie Rechnung tragen und außerdem bilden sie einen besonderen selbstständigen Staat und sie haben eine ruhmreiche, tausendjährige Geschichte hinter fich. Nun fie ihrer Sprache und ihren Sitten die gebührende Beachtung wieder erworben haben, lasten fie auch dem Deutschthum Gerechtigkeit widerfahren und verfolgen mit großem Interesse und neidlos den großen Aufschwung, den daS Deutsche Reich in den letzten Decennien genommen hat. Insbesondere vom Kaiser Wilhelm II. haben die Magyaren eine hohe Meinung, seine Ritterlichkeit findet bet ihnen viel Berständniß, und die Begeisterung, mit der er überall in Ungarn empfangen wird, ist nicht etwa der AuS- stuß einer vorübergehenden Laune, sondern der ernste Ausdruck der Urberzeugung der Nation. Der krastvollen und eigenartigen Persönlichkeit deS Kaisers flogen thte Herzen zu, und das Heil, welche- dem befreundeten Herrscher entgegen tönt, ist aufrichtig und treu gemeint. In diesem Sinne sprechen stch die ungarischen Blätter ohne Unterschied der Partei- fiellung au-, welche die Ankunft Kaiser Wilhelms alS ein eben so erfreuliche-, wie auch wichtiges Greigniß feiern. Schon lange hat die ungarische Hauptstadt da- Verlangen gehabt, den Kaiser tu ihren Mauern zu sehen- noch im letzten Jahre glaubte man allgemein, er werde gelegentlich der Mtlleniumsfeter Budapest besuchen. ES war jedenfalls nur Zufall, daß bei den Besuchen in Oesterreich Ungarn niemals die ungarische Hauptstadt begrüßt wurde, aber trotzdem hatten die Bewohner oer transletthamschen Stadt diese anscheinende Zurücksetzung gegenüber Wien schmerzlich empfunden. Daß man nun daS Ereigntß festlich begeht und dem Katser einen enlhufiasttschen Eapfang bereitet, ist nicht -u verwundern, und Hoch und Niedrig wetteifert in dem Bestreben, dem ^aste zu zeigen, welchen Werth man diesem Besuche beilegt. Auch in politischer Beziehung wird derselbe reiche Früchte tragen, da Ungarn ein Factor innerhalb des Dreibundes ist, mit dem gerechnet werden muß. Schon seit längerer Zett liegt der Schwerpunkt der österreichisch-ungarischen Monarchie in Budapest, insbesondere seitdem die innerpolttischen Ver- hältniffe in Oesterreich so mißliche geworden find. Ungarn ist etu treuer Anhänger des Dreibundes und eine große Stütze desselben. Auch in Ungarn kann man es nicht ver- -stehen, wie die Regierung in Wien eS über fich zu gewinnen vermochte, gegen die Deutschen so schroff vorzugehen. Vielleicht hat der Besuch Kaiser Wilhelms die Folge, daß eine andere Richtung in der Badeni'schen Politik eiugeschlagen wird. Denn in Ungarn ist man davon überzeugt, daß ein ittueß Festhalten am Dreibunde eine politische Nothwendig- ikeit ist, daß aber auch ein Zusammenhalten der Völker eine Nothwendigkelt ist, soll dar Bündniß der Regierungen von bauerndem Werthe sein. (xx) Wolff- telegraphische- Correspond enz-Bureau. veeli», 14. September. Die Leiche des bekanntlich während der Reise deS Kaiser- in Norwegen verunglückten Lieutenants v. Hahnke wurde heute auf dem Garnisons- ckirchhofe feierlich beerdigt. Hufuw, 14. September. In Gegenwart der Behörden iunb unter zahlreicher Betheiligung der hiesigen Einwohner- schäft fand heute die feierliche Grundsteinlegung des Denkmals für Theodor Storm statt. veutheu i. Oberschl, 14. September. Die gesammte Belegschaft der Jenny-Otto-Grube, gegen 700 Mann, welche seit Ende vergangener Woche die Arbeit eingestellt hat, ist auf Grund der Gewerbeordnung wegen Ungehorsams enllaffen worden. Karlsruhe, 14. September. Wie ötc „Karlsruher Zeitung" meldet, reisen der Erbgroßherzog und die Erbgroß- h erzog in heute in Vertretung des Großherzog- zu den Feierlichkeiten anläßlich de- Jubiläum- de- Königs O-kar nach Stockholm. St. Oueuttu, 14. September. Präsident Faure fuhr bei der heutigen Truppenschau zunächst im Wagen die Fronten der Treffen ab und wohnte sodann mit dem König von Siam in der Tribüne dem Vorbeimarsch der in Parade stehenden Regimenter bei. Die Volksmenge begrüßte die Soldaten sehr beifällig. Nach der. Parade vertheilte der Präsident an mehrere auswärtige Offiziere Orden--Auszeichnungen. Madrid, 14. September. In der Provinz Ciudad Real ist der die Stadt Valdepenna- durchfließende Gebirgsbach aus den Ufern getreten und hat arge Schäden verursacht, welche auf mehr als 5 Millionen Pesetas geschätzt werden. Bisher wurden mehrere Leichen aufgefunden, doch ist die Zahl der Opfer noch nicht festgestellt. Depeschen de- Bure«« »Herold/ Berlin, 14. September. Der „Retchsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung deS Louisenord enS mit der Jahreszahl 1813/14 au die Prinzessin Ludwig von Bayern, ferner eine Anzahl von Auszeichnungen an bayrische Staatsangehörige. Berlin, 14. September. Dem „Berl. Tagebl." wird au- Madrid telegraphirt: Entgegen den bisherigen Ankündigungen der Regierung, welche eine Rückberufung von Truppentheilen aus Cuba in AuSficht stellen, halten militärische Kreise eine Vermehrung der Truppen auf Cuba für nothwendig. Im Monat October werden fich 20000 Mann nach Havanna einschiffen. Die Lage der Regierung ist sehr kritisch. Der Sturz der conservativeu Herrschaft gilt für unvermeidlich. Berlin, 14. September. In ZahlungSschwterig- leiten ist die Ausstellung Transvaal gerathen. Sie ladet ihre Gläubiger zu einer Besprechung auf Mittwoch Bormittag ein. Berlin, 14. September. Der Ausschuß für die Ueberschwemmten soll am nächsten SamStag eine Sitzung abhalten, um über mehrere eingegangene Unterstützungsgesuche Beschluß zu faffen. Demnächst wird daS Central-Comits zusammentreten, um über die Beschlüffe deS AuSschuffeS zu befinden- alsdann werden an die LocalcomtiüS größere Summen adgesandt werden. Kiel, 14. September. Der Katser wird zum Stapel- lauf deS Panzerkreuzers „Ersatz Leipzig" hier erwartet. Wilhelmshaven, 14. September. Der Panzer erster Klaffe „Ersatz Friedrich der Große" ist heute Bormittag glücklich vom Stapel gelaufen. Prinz Heinrich rauste das Schiff „Kaiser Wilhelm II." Wilhelmshaven, 14. September. Nach dem heute Dor- mittag stattgefundenen Stapellauf des Ersatzsch'ffeS Friedrich der Große fand im Casino ein Frühstück zu 92 Gedecken statt. An demselben nahmen u. A. Prinz und Prinzessin Heinrich Theil. Der Prinz brachte zunächst ein Hoch auf den Kaiser auS und später auch auf den Admiral Knorr, der heute seine silberne Hochzeit feiert. Frankfurt a. M-, 14. September. Die „Franks. Ztg." meldet au- Ruhrort: Der Wasserstand tst erneut auf 4.70 Meter gestiegen. DaS untere Geleise am Kaiserhafen tst überschwemmt, indeß wird keine wettere Verkehrsstörung eintreten, da gegenwärtig Stillstand herrscht. Nürnberg, 14 September. Auf dem Parteitag der freisinnigen Volkspartei wurde der auf die Militär- und Martnefragen bezügliche PaffuS deS Programms angenommen. Alle dazu gestellten Anträge wurden abgelehnt. Gleichfalls zur Annahme gelaugte da- gesammte Programm, die land- wirthschastlichen Fragen betreffend. Dem letzteren wurde ein neuer Absatz hinzugesügt, der sich auf die Abgabe von Streu und die Einrichtung von Freibänken bezieht. Karlsruhe, 14. September. Heute Vormittag begann die 22. Hauptversammlung der deutschen Vereine für öffentliche Gesundheitspflege. Anwesend find 320 Mitglieder. Fast alle größeren Städte find ver- treten. Als staatliche Vertreter find anwesend: der badische Minister de» Innern, Etsenlohr, RegterungSrath Rübler vom RetchSgesundheitSamt, Geh. Oder-Medictnalrath Dr. Ptstor vom Cllltus-Mtnistertum, RegierungSrath Dr. Dietz als Vertreter der Alters- unv JnvaltditätS-DerficherungS-Anstalt im Großherzogthum Heffen, Geh. Rath Dr. Günther aus BreSlau vom Schlefischen LandeS-Medictnalwesen. Der Großherzog von Baden hat die au ihn ergangene Einladung aus Gesund- hettSrücksichten nicht anuehmen können. Minister Eisenlohr begrüßte die Versammlung NamenS der badischen Regierung, um das hohe Jntereffe zu bekunden, daS die badische Regierung an den Bestrebungen des Verein- nehme. Der Minister hebt hervor, unbestritten erscheine ihm, daß durch ein Zusammenwirken der Regierungen mir den Gemeinden mit Hilfe der Wiffenschafr bet vielen Gelegenheiten im öffent- lichen Leben die besten und dauerndsten Erfolge erzielt werden könnten. Die Regierungen seien zwar nur, abgesehen von großen Aufgaben, auf unliebsam empfundene polizeiliche ZwangSmaßregelu beschränkt, während den Organen der Selbstverwaltung die Aufgabe zufällt, alle die Einrichtungen zu schaffen, die für die gesunde Entwickelung der Gemeinden nothwendig seien und dazu beitragen, den unbemittelten Klössen den Kampf um die Existenz zu erleichtern. Nach dem vom Geh. Sanitätsrath Dr. Spieß-Frankfurt a. M. erstatteten Geschäftsbericht zählt der Verein zur Zeit über 14000 Mit- glteder. Wien, 14. September. Da- „Neue Wiener Tageblatt" erfährt, daß der Friedensvertrag noch in dieser Woche unterfertigt werden wird. Al- Bestätigung für die Richtigkeit dieser Nachricht sührt daS Blatt an, daß der rusfiswe Botschafter v. Neltdow Konstantinopel gegen Schluß dieser Woche verläßt. Budapest, 14. September. Heute früh fuhren Katser Wilhelm und Katser Franz Josef tu die Gegend von Tömörd, wo fie zu Pferde stiegen. Für Mittags waren beide Monarchen zum Schlohherrn Esterhazy zum Frühstück geladen. Zu demselben haben außerdem die Erzherzöge Josef und Rainer, sowie Graf Eulenburg, General v Hahnke und der russische Generalstabschef Einladungen erhalten. Budapest, 14 September. Die Polizei hat die Ab» Haltung des von den hiesigen Socialdemokraten für die Zeit der Anwesenheit Kaiser Wilhelms geplanten großen Umzuges der Parteigenoffeu categortsch verboten. Budapest, 14. September. Laut Beschluß der Kauf- mannshalle sollen ab 16. September sämmtliche Spirituosen im Preise erhöht werden. Budapest, 14. September. Nach den neuesten Dispositionen erfolgt die Abreise des deutschen Kaisers nach Mchacz Mittwoch Nachmittag 4 Uhr. Kaiser Franz Joseph reist etwas früher ab, um Katser Wilhelm in Mohacz zu erwarten. Dort werden große Vorbereitungen zum Empfang der Monarchen getroffen. Im Jagdrevier wird ein prachtvolles Zelt errichtet, worin Gottesdienst unter freiem Himmel gehalten wird. Die AuSschmückungSarbeiten in Budapest werden mit fieberhafter Eile betrieben. Besonder- effectvoll verspricht die Jllumina.ion zu werden. Budapest, 14. September. Hiesigen Blättern zufolge wird unmittelbar nach dem Besuch de- deutschen Kaisers der König von Rumänien hier als Gast erwartet. Der Tag seiner Ankunft ist noch unbestimmt. Wahrscheinlich trifft er am 27. ds. Mts. ein. Die Begegnung der Herrscher des DreibundeS zu Homburg, TotiS und Budapest soll durch deu Besuch deS Königs von Rumänien gleichsam eine Ergänzung bilden und alS Kundgebung dienen für die Intimität, tu welche Rumänien zum Dreibünde getreten ist und welche in Rumänien als Anlehnung an den Dreibund bezeichnet wird. TotiS, 14. September. Nachdem die Manöver gestern um die Mittag-zeit ihr Ende erreicht hatten, fuhren die Monarchen in die Stadt zurück. Im großen Kaiserzelt wurde das Frühstück eingenommen. Beide Kaiser pirschten später in dem berühmten Esterhazy'schen Wildpark. Abeuds covcertirte ein Waldhorn Quartett in einer Barke auf dem glänzend erleuchteten See. Paris, 14. September. „Libre Parole" zufolge wird Präsident Faure fich mit seiner Gattin nach Algier begeben. Paris, 14. September. Aus Sunk el Arba wird berichtet, daß in der letzten Nacht ein sehr heftiges Erd beb e« verspürt wurde. Gegen 2 Uhr Morgens fanden erst einige leichte Stöße statt, während um 4 Uhr unter donnerähnlichem Getöse verschiedene heftige Erschütterungen erfolgten. Die Einwohner wurden in unbeschreibliche Panik versetzt. Eine große Anzahl ist obdachlo- geworden. Die meisten Einwohner flüchteten auf die Felder, um dort zu übernachten. Madrid, 14. September. Zur Carlisten-Bewegung wird noch gemeldet, daß der Papst die Katholiken Spanien- aufgefordert hat, fich in keiner Weise an derselben zu be- theiligen. Loudon, 14. September. Nach Meldungen auS BuenoS- AyreS haben die Heuschrecken daselbst großen Schade« angerichtet. Die Ernte ist zum größten Theil verloren. Loudon, 14. September. Aus Patr aS wird telegraphirt, daß in einer dortigen Goldgrube fünfzig Arbeiter um- gekommen find. Bonbon, 14. September. Infolge dtrecten Meinung«. auStausche« zwischen dem Londoner und Berliner Cabtoet wurden die bestehenden Differenzen in der Angelegen- heit der türkisch-griechischen Fetedensverhandlungen behoben. Alle Mächte wurden hiervon verständigt, deren Zustimmung bi« auf Frankreich bereit« etngelaufen ist. Sobald auch die Zustimmung Frankreich« etngetroffen ist, wird Griechenland aufgefordert werden, der Kammer da« Gesetz betreffend Einführung einer Finanz-Commission, welche auch die Rechte der alten Gläubiger zu wahren hat, vorzulegen. Nach Annahme de« Gesetzes durch die Kammer wird die Ottoman-Bank im Verein mit der Rothschild-Gruppe die Kriegsanleihe übernehmen, worauf sofort die Räumung TheffalienS zu erfolgen hat. _____________ Berlin, 16. September. DaS norwegische Schiff „Alatta" ist, wie dem „Berl. Tgbl." auS Hamburg gemeldet wird, auf der Reise von Vancouver nach Uokohama während eines heftigen Orkan« bei Nischikata (Japan) total wrack geworden. Von den Mannschaften find nur sechs gerettet, die übrigen ertranken. Berlin, 16. September. DaS „Kl. Journal" meldet an« Belgrad: Die Radicalen find unangenehm überrascht havon, daß König Alexander in Begleitung seines Vaters in Paris eingetroffen ist. Die Regierung wurde davon eben* sallS überrascht und ließ anfänglich die Nachricht dementiren. Die Demission deS Cabinets Simic ist nunmehr ge- wiß und dürfte nach der Rückkehr des König« Alexander erfolgen. Berlin, 15. September. Die zu gestern Abend ein- berufenen außerordentlich stark besuchten sechs socialdemo- kratischen Versammlungen diScutirten hauptsächlich die Frage der Betheiligung der Socialdemokraiie an den nächsten preußischen Landtagswahlen. Außerdem wurden unter Anderem die Berliner Vertreter zum Hamburger Parteitag gewählt. Berlin, 15. September, Dem „Vorwärts" wird au« Beutheu (Oberschlefien) telegraphirt: In dem große» Proceß wegen Geheimbündelei und Uebertretung des Vereinsgesetzes wurden gestern sämmtliche Angeklagten sreigesprochen. Allgemein befremden dürfte dagegen die Ver- urtheilung der Angeklagten TuSkcr und Watzlawek wegen Betrug« zu je einem Monat Gefängntß. Der Betrug soll durch Aufnahme von Mitgliedern des Bergarbeiter-VerbandeS unter Vorspiegelung falscher Thatsachen begangen sein. WB. Wilhelmshaven, 15. September. In seiner gestrigen Taufrede sagte Prinz Heinrich: Die Entstehung dr« Schiffe« verdankt da- deutsche Volk dem Dem.'ctn Kaiser, welcher, klaren Blickes in die Zukunft schauend, unermüdlich thätig ist, dem deutschen Volke seine Ehre auf dem Meere zu sichern, fürwahr, ein hohes, edle« Ziel. Unübertroffen stark zu Lande, wehrhaft zur See, so möchte Kaiser Wilhelm das deutsche Reich in unabhängiger Fertigkeit dasteheu sehen. Ich weiß mich eins mit der Marine in der Freude über den hohen Namen, den nunmehr da« Schiff tragen soll, der unser Schlachtruf, unser Sterberuf ist, den Namen „Kaiser Wilhelm H." CoceUs tmO protHtijuikf. Gießen, den 15. September ♦* Tagesordnung für die Sihnng bet Stadtverordneten- Bersammlnng Freitag den 17. September 189 7, Nachmittags 1/a4 Uhr pünktlich: 1. AuSloolung der zurück- zuzahlenden Obligationen des 1893er, 1894er und 1896er Anlehen«. 2. Ausbau der Moltkestraße - hier: Plan und specieller Voranschlag. 3. Herstellung erhöhter Trottoirs in der- Licherstraße. 4. Reparatur de« Bohlenbelag« bezw. Umbau der Wieseckbrücke in der Bismarckstraße. 5. Gesuch deS Gärtner« Bernhardt um Erlaubnitz zum Bauen an der Frankfurterstraß'.-. 6. DeSgl. de« H. Wmn. 7. Erbauung der Kleinbahn Gießen-Bieder - hier: Abgabe von alten Pflastersteinen und Baugesuch der Gesellschaft. 8. Berwerthung von Bauplätzen an der BiSmarckstraße- hier: Gesuch von A. Ader* mann und G. Wagner III. um Frist zum Bebauen von Plätzen. 9. Gesuch der Levi Löwenstein Ehefrau um Er- laubntß zur Versetzung ihrer BerkaufShalle. 10. Den Erlaß eine« Local - Polizei - Reglements für die Provinzialhauptstadt Gießen auf Grund des Art. 57 der Allgemeinen Bauordnung. 11. Vergebung der Zinsen au« der Wilson-Stiftung. 12. Gesuch deS Joseph Kranawetter um Erlaubniß zum WtrthschaftS- betrieb im Hause Frankfurterstraße 23 13. DeSgl. de« Max Ja-kowsky für da« Haus SelterSweg 79. 14. Gesuch des Karl Orb'g um Erlaubniß zum ÄuSschank von Wein, Obstwein, Bier und Branntwein im Hause Bahnhofstraße 83. 16. Gesuch deS Johann Thoma um Erlaubniß zum Wirth- schaftsbetrieb im Haust Bahnhofstraße 43. 16. DeSgl. deS Wilhelm Busch im Hause Riegelpfad 38. 17. DeSgl. deS Georg Btchler im Hause An den Bahnhöfen 40. 18. DeSgl. bei Friedrich Felfing im Hause Marktstraße 22. • * Neue Nebenbahn in Oberhefsen. Im Einvernehmen mit Großh. Ministerium deS Innern hat da« Großherzogl. Ministerium der Finanzen der Hanauer Kleinbahn-Gesellschaft zu Hanau auf die Dauer eines JahreS die Erlaubniß er» theilt, Vermessungen und Vorarbeiten für eine normalspurige Nebenbahn von der Laude-grenze bei Alt WiedermuS nach Büdingen und von Büdingen nach Rinderbügen und Wolferborn vorzunebmrn. • • Zulassung zur Nechtlauwaltschaft. Am 10. August wurde der GerickrSaffeffor Gg. Balzer in Gießen zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Lorsch zugelaffen. • • Schuldienst Nachrichten. Am 31. Juli wurde dem Schullehrer Andrea« Schipper zu Ebersheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sauer-Schwabenheim, Kreis Bingen, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Jacob Dörschug zu Sauer-Schwabenheim eine Lehrerstelle an ber Gemeindeschule zu Ebersheim, Kreis Mainz, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaSpiranten Adam Stork aus Obrr-Klingen die Lehrerstelle an der Gemeinde« schule zu Rai Breitenbach, Kreis Erbach, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaSpiranten Thoma« Sprey auS Seligenstadt eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nackenheim, Kreis Oppenheim, übertragen- — am 13. August wurde der von dem Herrn Fürsten zu Stolberg-Wernigerode- Gedern auf die Lehrerstelle an der Gewetndeschule zu Usenborn, Kreis Büdingen, präsentirteSchulawtSaSpirant Wilhelm Wagner auS Hoch Weisel für diese Stelle bestätigt- — am 21. August wurden die provisorischen Lehrerinnen an der Höheren Mädchenschule zu Gießen Clara Birnbaum und Adele Weicker zu Lehrerinnen an dieser Schule, unter Belassung in der Kategorie der VolkSschullehrerinneu, ernannt. Erledigte Lehrerstellen. Erledigt find: Eine Lehrerftelle an der evangelischen Schule zu Lampertheim, Kreis BenSheim, mit einem nach dem Dienftalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000—1400 Mk. Zwei mit evange- lischen Lehrern zu besetzende Lehrerftellen an der Volksschule zu Worms mit einem nach dem Dienstalter sich be messenden jährlichen Gehalte bis zu 1350 Mk. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Oder-Breidenbach, Kreis AlSfeld, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeichule zu Mittershausen, Kreis Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine Lehrerftelle an der katholischen Schule zu Lampertheim, Kreis BenSheim, mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000—1400 Mk. Stabttheater. Die Proben zu den am 28. c. im hiesigen Stadttheater beginnenden Vorstellungen nehmen in den nächsten Tagen ihren Anfang. Eröffnet wird die Saison voraussichtlich mit dem vieractigen Lustspiel von Klapp „Rosenkranz und Güldenstem", welche« augenblicklich Repertoirstück deS Kgl. Schauspielhauses Berlin ist. Auch eine der bedeutendsten Novitäten wird die Dinciion gleich ru Anfang der Saison zur Aufführnng bringen, nämlich Gerhart Hauptmanns „Versunkene Glocke", welche beispielsweise kürzlich auch am Hoftheater in Darmstadt mit außerordentlichem Erfolge in Scene ging. Nicht unerwähnt bleibe, daß die Bilder deS Personals in verschiedenen Geschäften der Stadt ausgestellt find, z. B. in der Challter- schen Musikalienhandlung, sowie in den Buchhandlungen von Free« u. Taschs (SelterSweg) und Karl Krebs (Schulftraße). ♦ * Keilerei. Zu der unter dieser Rubrik erschienenen Notiz in voriger Nummer erhielten wir folgende Zuschrift: „Zu dem unter der Rubrik „Keilerei" in der heutigen Aus gäbe Ihres geschätzten Blattcö veröffentlichten Bericht glauben wir zur Wahrung unseres Rufe« Folgendes bemerken zu müssen: Zur Zeit, al« die Rauferei stattfand, waren von unserem circa 50 Mitglieder zählenden Verein nur noch sechs anwesend, wovon sich jedoch nur einer an der Schlägerei betheiligte, während sich die anderen mit der Rolle al« Zuschauer begnügten. Hierfür dürfte schon die Thalsache sprechen, daß keiner unserer Mitglieder verletzt ist, während daS nach Ihrem Bericht bei allen Teilnehmern mehr oder weniger der Fall ist. Da« betreffende Mitglied befand fich zudem nicht in unserer Gesellschaft, sondern in derjenigen eines anderen, ebenfalls zum Theil anwesenden Verein- und ist von unseren übrigen Mitgliedern ketnerlet Anlaß zu einer Keilerei gegeben worden. Da sich nach Ihrem Berichte, wie wir gerne glauben wollen, nur zwei Mnglieder der „Eon- versation" betheiligt haben, so find wohl 6tc übrigen Gäste, die an der Rauferei regen Antheii nahmen, al« Mitglieder unsere« Verein- angesehen worden. Es kann also von einer Keilerei zwischen den Vcreinen „Amicitia" und „Conversatton" keine Rede sein. Wir ersuchen Sie daher ergedenst, dils in Ihrem geschätzten B atte zur gefl. Kenntniß bringen zu wollen und zeichnen hochachtungsvoll Der Vorstand de« Ver- ei|n« „Amicitia"/ * * Petition bet KteiSamtSgehilseu. Gegen die (auch in Nr. 213, erstes Blatt, deS „Gießener Anzeigers" erwähnte) Petition, bezw. die Berechtigung der von den Kreisamtsgehilfen zu Gunsten ihrer Ansprüche gellend gemachten Gründe wendet fich ein im „Darmst. Tägl. Anzeiger" erschienenes „Eingesandt". ES handelt sich hauptsächlich um die Zulassung der Finanzaspiranten 1. Klasse zu den neugeplanten Mittel- stellen (Bureauvorfteher) au den KreiSämtern, gegen welche in erster Linie die nicht angestellten älteren KretSamtSgehilfen mit dem Ersuchen petitioniren, daß sie zuerst in die neu- geschaffenen Stellen einrücken, die Finanzaspiranten aber erst nach Darlegung ihrer praktischen Kenntnisse als KreiSamtS- gehilfen. Dieses Anfinnen wird in dem „Eingesandt" als auffallend und unbegründet und als ein sonderbares Mittel bezeichnet, die Finanzaspiranten als Mitbewerber auszuschließen. Da« „Eingesandt" beleuchtet die Lausbahn beider Stände: KreiSamtSgehilfen und Fmanzafpiranteu, wie folgt: Die genannten Gehilfen treten in der Regel nach der Entlassung au« der Volksschule al« Schreibgehilfe auf dem KreiSamtS- bureau ein und rücken nach und nach zum ersten Privat- gehilfen auf. (In dieser Eigenschaft tauschen sie rückfichtlich ihre« Einkommens nicht mit manchem Beamten de« mittleren Finanzfaches). ES ist jedoch nicht zu leugnen, daß fich da- runter fachtüchiige Arbeitskräfte befinden. Die Zulassung zum Finanz,xamen wird von dem Nachweise weit besserer Schulkenntnisse abhängig gemacht. DaS Fachexamen selbst ist ein mindesten« zehntägige« und schriftliches mit darauffolgendem mündlichen. Nach dem Bestehen ist die Ableistung eine« einjährigen praktischen LursuS auf dem Bureau eines der hierzu vorgesehenen Großh. Aemter vorgeschrieben. Die Erfüllung der an die zu Prüfenden gestellten Anforderungen an Befähigung und Leistung bedingt einen großen Auswand an Fleiß und Ausdauer für die längere Zeit dauernde Vorbereitung, abgesehen von den damit verbundenen nicht unerheblichen Kosten. • * Hessische Postbeamten. Man schreibt un« auS Essen, 13. September: In dem „Fuhrmann'schen Locale" fand heute eine Versammlung von Postbeamten hessischer Staatsangehörigkeit, welche zur Zrtt in dem Rheinisch-Westfälischen Industriegebiete beschäftigt sind, statt. Die Versammlung war sehr gut besucht. Jeder, dessen Dienst es erlaubte, war herbeigeeilt, um einige frohe Stunden mit seinen alten Landsleuten zu verleben. Do- schöne Hessenland wurde durch Lieder und Trinksprüche gebührend gefeiert. In da- auf den heimathlichen Landesfürsten, Se. Kgl. Hoheit den Großherzog ausgebrachte Hoch stimmten die Anwesenden begeistert ein. Durch ein Trie- gramm wurden ferner Sr. Kgl. Hoheit die Grüße Seiner getreuen Hessen übermittelt. Abwechselnde Gesang«- und Mufikoorträge hielten die Theiluehmer bi« zur spätesten Stunde in der besten Stimmung zusammen. Bevor man sich trennte, wurde beschlossen, noch öfter derartige Zusammen- fünfte zu veranstalten, um die Liebe zum engeren Heimaih- lande stets aufrecht zu erhalten. Als nächster Versammlungsort ist Düsseldorf in Aussicht genommen worden. • * Cbol vor Gericht. Wie wir vor Kurzem mitgetheilt, hatte das Kgl. Schöffengericht zu Frankfurt a. M. 31 dortige Drogisten, die mit dem bekannten Zahnwasser „Odol" handelten und beschuldigt waren, ein Heilmittel vertrieben zu haben, dessen Vertrieb nur den Apotheken zusteht, nach erhobenem Einspruch fretgesprochen, weil „Odol" anerkanntermaßen zur Conservirung der Zähne diene und deshalb als CoSmeticum zu betrachten fei. Gegen diese Entscheidung hatte die Kgl. Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt welcher j-doch vom Kgl. Frankfurter Landgericht keine Folge gegeben worden ist. • • „Die Lampe brennt nicht hell" ist eine beständige Klage, und doch fehlt e« dabei meist nur an Klein gkeiten und an Sorgfalt. Die Lampe ist der Mittelpunkl Abend« im Zimmer, der einer angemessenen Berücksichtigung bedarf. Mit einer Mischung von Soda ober Pottasche, Seife und heißem Wasser reinige man alle drei bis vier Wochen die Bassins sorgfältig, lasse sie gründlich abtrocknen und fülle sie hierauf erst mit Petroleum. Für den frischen Docht und für den gebrauchten, an welchem fich Unreinigkeiten festgesetzt haben, empfiehlt e« sich, ihn tüchtig zu waschen, zu trocknen und dann ungefähr eine Stunde lang in Essig zu legen, um ihn schließlich, abermals getrocknet, wieder in die Lampe zu ziehen. Auch die Perroleumkaanen müssen wie oben gereinigt werden, und man wird an der Lampe seine Freude haben. • • lieber die Schnlarztfrage verhandelte, wie bekannt, der letzthin in Eisenach abgehaltene Deutsche Aetzletag. Dr. Th ier sch-Leipzig beleuchtete die Angelegenheit Don btt mebizinischen Seite. Et hält die deutsche Schule im innersten Kern für ganz gesund. Notwendig erscheint aber ein ein» gehenbeS Studium der äußeren Lebensbedingungen der Schule, damit man den Weg für eine normale und vorteilhafte Entwickelung vorzeichnen kann. Selbstverständlich soll der Arzt nicht etwa als eine Art Schultnspector ber Schule übergeordnet fein, sondern lediglich in gemeinsamer Arbeit die Stelle eine« BeratherS einnehmen. Im Königreich Sachsen ist die Betheiligung der BrzirkSärzte an schulhygieuischen Fragen schon feit 1873 gesetzlich geregelt und hat fich sehr gut bewährt. Ihr hat da« Königreich Sachsen etwa 1000 Schulen zu danken, die in hygienischer Beziehung allen Anforderungen entsprechen. Eine Aufgabe von besonderer Bedeutung ift e«, den Typus des Schulkindes kennen zu lernen. Hierzu werden die Reihenuntersuchungen nach dem Muster der militärärzt- lichen bei Aushebung der Rekruten angestellt werden müssen - sie werden am zweckmäßigsten bei neu eintretenden Kindern stattfinden. Ob ber Schularzt auf ben höheren Schulen bic selbe Thätigkeit entfalten soll wie auf ben Volksschulen, mag dahin gestellt bleiben. — Gymnasialdirector Prof. Dett- w eil er-Darmstadt behandelte die pädagogische Seite der Frage. Er hält im Einverstandniß mit dem Referenten ben Schularzt für bie höheren Schulen sehr vortheilhaft. Indessen sollen die Schulmänner dabei die eigentlichen Träger und Vermittler der Schulbildung bleiben. In Hessen besteht der Schularzt seit 1884, wenn auch nicht btm Namen nach — In der DiScassion sprachen Dr. Sachs- Breslau und Dr. Endemann- Cassel gegen beamtete Schulärzte. Dr. D e- muth-Frankenthal wünschte einen von Aerzten erteilten Unterricht über Gesundheitslehre in den Schulen, Dr. Schmid- Passau eine Förderung gesunder, ermüdender ßetbeßübungen. Mediciualrath Dr. Sie men«-Lauenburg wendet fich gegen die Ueberbürbung gcrabe zur kritischen Zeit der Pubertät« Entwickelung, die jetzt durch die Einführung de« Einjährigen- ExamenS in Preußen noch verschlimmert wurde. — Dr HeniuS Berlin weist den Vorwurf der Ueberbürbung zurück. Wir seien jetzt, zu Ende beS Jahrhundert», in eine gewisse HumanitätS-Duselei verfallen. Utberbürbct würben bie Kinder nur in gesellschaftlicher Beziehung, wie sie auch in der Erziehung durch die geschäftliche Ueberbürbung der Väter und die Emancipattou der Frauen vernachlässigt würden. Schließlich wurde folgender Antrag der Referenten einstimmig angenommen: „Die bisherigen Erfahrungen lassen bie Einführung ber Schulärzte als durchaus dringend erscheinen. Die Theilnahme hat fich auf die Hygiene der Schule und der Schüler sowie auf die sachverständige Mitwirkung in Be ziehung auf die Hygiene de« Unterricht- zu erstrecken." • • Wetterbericht. Das Hauptmaximum behält mit nahezu unveränderter Jutenfität seine Lage über den britischen Inseln bet. Die beiden Depressionen im Norden und über dem Mittelmeer-Gebiet bestehen gleichfalls fort und haben letztere« noch etwas vertieft. Der Hauptsache nach ift also zunächst noch wenig Aenderung in der Luftdruck-Verteilung eingetreten und demnach auch der WitterungSfactor auf unserem Gebiete der gleiche geblieben. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch Fortdauer de« bestehenden WitterungscharacterS. 4- Ans dem katholischen Decanate Gieße», 13. September. Herr Pfarrer HilSdorf in Herbstein, welcher zugleich Dec an der Pfarreisprengel Gteßen, AlSfeld, Herbstein und Nidda gewesen, wurde al« Pfarrer nach Bodenheim in -SH , Ute ,.. Otö. v' 4 ®'l™il- i-6b ta**" , ®tboi man attlfi'Mmmt" *to Htim°.h, l5* Vellas. «° Worben. ^»^8'thktlt, JR.31 boxtige M« ^bo?« "telvrlkikbw m Ät, nad) tr, 001 anexfannter. u°d dethalb al« bitt drstLvUtze « °° ftebntfdttn Milpuvkl Adeodr ckstchliguug bedarf, ^ttafche, Seife uod 1 fltr Wochen bit jntn uni füllt fix ifttn Docht und atgteiten festgesetzt lschrv, zu nointn ^'6 zu legen, um l in dir Lampe zu wir oben gereinigt ine Freude haben, tr, tote bekannt, der schr Aerzietag. igelegrnheit von dir Schule im innersten chrint aber rin ein« ngungeu der Schule, id vortheilhafte @nt« Mch soll ter Arzt irr Schule überge- tr Sibtlt blc ÄcÜe ich &ad)fta ist blt gieuischrn Fragen sich sehr gut bt- tma 1M Wm LrnÄnzordrenngrn i Brdrntung ist t8, itn. Hierzu werden fter der miitlärärzr- Irllt werden mfifltn; etntretenden Kindern höheren Schulen bie m MMro- mQB rctor Prof- Dett- »I-M- ®ti« btt len tofirinttti bin rtitiie«!*' 3»b*? ttlfcten T>°«" I Hisst- itfttht l« e N-mt- tu* " 14#.0rrfl«» »»’ iW' Dr',®'' t„b„SttbtftWn utnbtt fii" otii btt ?** a, _Br HeniuS- *s:‘,s 5»-*Ä t-ms 18" ‘""i, „(ittetr- .*•* in®f 9RiwW.n „ > ““ “btt d-» ordeu unb rt und ^zchst allf unstle" nS°i< ichtliche aut» •**1« ’«»“‘t », ®'14'Jflil»«° nuf'N^tri'“ nach Rhriaheffen versetzt. Auf die Persou unseres künftigen DrcaaS ist man allseitig gespannt. — DaS von bem bischöflichen Orbinariat Mainz kürzlich an bie unterstellten Priester erlassene Verbot brs Rabfahren- hat bei ben Laubgeist- licheu, bie weniger günstige ober keine Bahnverbindung nach ihren Filialorten haben, unliebsame Ueberraschuug hervor- gernfrn unb hofft man auf eine entsprechende Milderung diese- Erlaffer. Grünberg, 13. September. DaS was die 37. Wander- Versammlung des oberhessischen Bienenzüchter- v er eins zu werden versprach, hat sich erfüllt — trotz des ungünstigen Wetters, das sich erst heute Mittag aufhellte, nahm dieselbe den schönsten und besten Verlauf. Bereits die Eröffnungsfeier vollzog sich am gestrigen Tage unter zahlreicher Betheiligung und auch zum heutigen Hauptfefttage toorcn aus Nah und Fern di-. Imker von Oberheffen herbei- gee'lr, um die geschäftlichen Angelegenheiten des Vereins zu erledigen, Nützliches aus den gebotenen Vorträgen zu hören und zu lernen, und ihnen gesellte sich auS der Einwohnerschaft Grünbergs ein erfreulich zahlreiche- Contingent von Fest- gästeu bet. Nachdem bereit- am Sonntag Abend eine Vor- berathung deS Ausschusses mit dem Localcomitö stattgefuuden hatte und hierbei den einzelnen Mitgliedern ehre Thätigkeit bei den Arbeiten de- anderen Tages zugewiesen worden war, entwickelte sich heute da- Programm in der vorgesehenen Weise. Morgen- fand die Besichtigung der Ausstellung und Vornahme praktischer Demonstrationen start, sodann erledigte die Generalversammlung ihre Tagesordnung, bei deren Beginn Herr Bürgermeister Zimmer eine Begrüßungsansprache hielt, durch Entgegennahme de- von Herrn Pfarrer Ellen- berqer erstatteten Rechenschaftsberichtes für da- abgelaufene Jahr, aus dem wir entnehmen, daß drei neue Vereine — Grünberg mit einigen 60 Mitgliedern, sowie Lauterbach und Engelrod — sich gründeten, deren Ausnahme in den Verband der Versammlung empfohlen und von derselben einstimmig gutgeheißen wurde, ebenso fand, nachdem dem Rechner für daS abgelaufene Geschäftsjahr Entlastung ertheilt war, der in Einnahme und Ausgabe mit 2585 Mk. balancirende Voranschlag für daS kommende Jahr Annahme. An die alsdann erfolgte Berathung und Beschließung der Statuten schloffen sich die lehrreichen Borträge auS dem Gebiete der Imkerei an. Mit den Verhandlungen der Generalversammlung Hand in Hand erledigten die Ankaufs, Verloosungs« und PrämiirungS-Commisfionen ihre Geschäfte,- durch letztere wurden folgende Aussteller pramiirt: 1) Für Bienenhonig die Herren Pfarrer Eüenberger-Ortenberg, Brück Oppenrod, Herzberger-Flensungen, Schäfer-Wallernhausen, Schott-Grünberg, Gontrum-Münster, LuctuS-Keffelbach, Buß-Wetzlar (Queckborn), Grün Reiskirchen, Seip-Beltershain, Müller- Queckborn. 2) Für Bienen-Wohnungen: H. Keck Wittwe- Nidda, die Herren: Schmitt-Großeubuseck, Schäfer, Müller- Queckborn,Herzberger-Flensungen, Jox-Oberbessingen. 3)Für Geräthe und Utensilien: H. Keck Wittwe-Nidda, Franz- Nidda, Jox-Oberbesfingen, Weckford-Obereschbach, Herzberger- Flensungen. An dem am Nachmittag beginnenden Festessen nahmen etwa 115 Personen Theil. Die während desselben herrschende ungezwungene, fröhliche Stimmung wurde noch wesentlich erhöht durch mehrere Trinksprüche, von denen wir diejenigen des Herrn Pfarrer Ellenberger auf Kaiser und Reich, deS Herrn Pfarrer Koch auf den oberhesfischen Bienenzüchterverein, sowie den des Herrn Schrimpf von Butzbach auf die Stadt Grünberg, deren Gastfreundschaft ihm schon feit vierzig Jahren in angenehmer Erinnerung stehe, hervorheben. Nur zu rasch verflogen die Stunden deS Nach- mittags, bis die Abfahrtzeiten der Eisenbahn viele Gäste ent- führten und die Zahl der Anwesenden sich lichtete,- ein großer Theil indeß blieb noch bis zu später Stunde versammelt. Alle aber haben sicherlich die besten Eindrücke von gestern und heute mit nach Hause genommen. (Gründ. Anz.) □ Darmstadt, 14. September. Ein Aufruf fordert ben kapitalkräftigen Theil unserer Bevölkerung zur Zeichnung von Actien ä. 200 Mk. für daS hier zu errichtende Volks- bab mit Schwimmhalle, wofür als Bauplatz da- ^Hessische HauS", Wilhelminenstraße 3, nächst dem ^Monument", in Aussicht genommen unb als Bausumme 1/l Million Mark vorgesehen ist, auf. Auf diesem Wege gedenkt man die Hälfte deS Bauaufwands, die andere durch ein hypothekarisch versichertes Anlehen aufzubringen. Um eine allgemeine Betheiligung an der Capitalbeschaffung zu ermöglichen, ist man vom ursprünglichen Plane der Errichtung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (mit dem gesetzlichen Mindestantheile von 500 Mk.) abgekommen. Die Zu sammensetzung deS geschäftsführenden AusschuffeS aus Gewerbetreibenden, Beamten, Aerzten usw. und deffen energische Präsidirung durch den Stadtverordneten WolfSkehl bürgen für einen ersprießlichen Fortgang der Sache. — Die staat- liche Gemäldegallerie im Schlöffe hat eine recht schätzenS- werthe Bereicherung durch Fritz von UhdeS, des bekannten Münchener Meister-, „Tischgebet" erhalten, daS von der extrem-realistischen Manier mancher Werke deS Künstlers frei ist, vielmehr einen gesunden Realismus verräth. Die Personen verrtnigen sich, jede in ihrer Art trefflich gelungen, zu einem stimmungsvollen Gesammtbild, das anwuthet und zur Andacht stimmt. ES ist entschieden eines der besten unter den verschiedenen UhdeS, die wir gesehen haben. Ein viel „moderneres" Bild besitzt die Gallerte schon seit einiger Zeit in einem Geschenke deS aus unserer Stadt stammenden Künstlers I. Leonhard, eine in ReconvaleScenz befindliche Dame darstellend, in dem der GefichtSausdruck in prägnant psychologischer Weise gelungen ist. Mainz, 13. September. DaS in der Schillerstraße 26 bedienstete 19jährige Mädchen Marie Schmitt aus Oberbrechen, das mit einem Soldaten eines hiefigen Regiment- ein Derhältniß hatte, unternahm gestern Abend mit ihrem Bräutigam einen Spaziergang und ist nicht mehr nach Hause zurückgekehrt. Aus Gram, daß der Soldat heute wieder nach seiner Heimath zurückkehrt, hatte sich das Mädchen in den Winterhafen gestürzt- die Leiche ist heute Morgen bereit- geländet worden. Nach dem Zeugniß seiner Herrschaft soll da- Mädchen sehr brav und fleißig gewesen sein. ♦ Lorch, 12. September. Von einem etwa- außergewöhnlichen, aber nichtsdestoweniger „freudigen Ereignisse", da- sich dieser Tage auf der Fahrt von Bingen nach Lorch zutrug, weiß uns der alte Rheindampfer „Schiller" zu erzählen. Ein Ehepaar aus dem nahen Lorchhausen, daS sich am Morgen zur Besorgung von Einkäufen nach Bingen begeben hatte und auf dem genannten Schiffe zurückkehrte, wurde während der halbstündigen Frhrt mit einem kleinen Weltbürger beschenkt. Der hiesige Kahnschiffer, der Mann und Frau in der Frühe zum Schiff gebracht hatte, soll ob de- Zuwachses bei der Rückkehr sehr erstaunt gewesen fein. Wir wünschen dem jungen Rheinfahrer ein fröhliche- Gedeihen! * Wirkungen des Radsports. In Amerika hat das Radfahren so unglaubliche Verbreitung gefunden, daß es da- gegen bei uns als reines Kinderspiel erscheint. Infolge dessen erleiden dort verschiedene Gewerbe beträchtlichen Schaden, vor allem natürlich jene, die mit den anderen Sportzweigen, Spielen und Belustigungen aller Art zusammenhängen. So liegt der Handel in Clavieren, Spielkarten und Lawn-Tenni-- Bällen bedenklich darnieder. Namentlich der Pferbehandel befinbet sich in schwerer KrisiS, und die Makler und Pferdezüchter erklären, daß sie durch den Belocipedsport gänzlich ruinirt werden. Nach einem Bericht der „Revue scientifique“ irren auf den Hügeln des westlichen Territoriums von Was hington Pferde heerdenweise umher, ohne daß die Besitzer sich darum kümmern, auch find die Pferde im Preise so gesunken, daß auf dem Markte in Tacoma daS Stück für 3—15 Dollars verkauft wird. Die Eigenthümer möchten ihre Pferde gern lo- fein, da diese zu viel Futter freffen und für die Rinder und Schafe zu wenig übrig lassen. Auch in Oregon sieht man viele herrenlose Pferde längs des WegeS umherlaufen, und die armen, au-gehungexten Tlncre benagen sich gegenseitig Mähne und Schweif. (!?) Da da» Pferdefleisch wohl genießbar und gesund ist, so wurden in Oregon große P,erde- schlächtereien für die Fleischausfuhr nach Europa errichtet. • Verblümt. Feldwebel (zu dem in Urlaub gehenden Rekruten): „Haben Sie mir nicht mal gesagt, daß Sie zu Hause große Geflügelzucht betreiben?" — Rekrut: „Zu Befehl, Herr Feldwebel!" — Feldwebel: „Hm, wissen Sie was, Sie können mir für mein Bureau einige Gänsekiele witbringen .... auSrupfen werde ich sie schon selbst!" • Reitbahublnthe. Wachtmeister (zu einem fortwährend abfallenden Dragoner): „Ich glaube, der Kerl wird nächstens den Sattel gleich auf den Sand schnallen." Universität- - Nachrichten. — Leipzig. Dr. Pucker, Professor der Geschichte an der Universität, ist am Montag gestorben. — Der Privatdocent vr. F. Gumprecht m Jena tst ;um außerordentlichen Professor der gerichtlichen Medicin an der dortigen Universität und zum Bezirksarzt ausersehen. Er wird Nachfolger des Prosesiors Leubuscher, der am 1. October bie Leitung des Landkrankenhauses in Meiningen übernimmt. — Graz. Der Privatdocent in der phtlofophtschen rfafultat zu Straßburg, Dr. Cuntz, hat eine Berufung als außerordentlicher Profesior an die hiesige Universität erhalten und angenomnien. Professor Cuntz ist classischer Philologe und vertritt das specielle Gebiet der lateinischen Alterthumswisienschaft. Citcratttr uttfc - Von der bereits seit längerer Zeit erwarteten Neuen billigen Ausgabe von Theodor <2>torm,i Sämmtitdltti Werken sind, wie uns mitgetheilt wird, die ersten beiden Lieferungen in vorzüglicher Ausstattung soeben im Verlage von George WeNer- mann in Braunschweig erscheinen. Wir werden später aus diese Ausgabe zurückkommen. Wöchentliche llederfichr der TodMllr In Gietzek. 37. Woche. Born 5. September bis 11. September 1897. Sw.wohnerzitchl: angenommen zu 23 700 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkettSjiffer: 21,94, nach Abzug der Ortsfremden 17,54°^ Riebet Ls starben tn Zufmmve«: Erwachsene: hn l.Lebrnesa'-r vorn : 2.-15. Jahn Abdominaltyphus 1 (1) 1 (1) — — Lungentuberkulose 2 2 — — Harnruhr 1 1 — Organ. Herzfehler 1 1 —- — Keuchhusten 3 — 3 — Lungenentzündung 1 — — 1 Angeborene Mtßbild. 1 (1) — 1 (!) __ Summ»: 10 (2) 5 (1) 4 (1) 1 Anm. Die in Klammern gefetzten Ztfie ■c.i » an, mir vie'e euBwirtt nach der Todesfälle in der betreffenden Kremkhett auf von Gießen gebrachte Kranke kommen. 5 Milliarden. Die deutsche LebenSverstcherung bat in den letzten Jahren einen überaus glänzenden Aufschwung genommen, der Msamintstand des bei deutschen Gesellschaften auf den Todesfall versicherten Kapitals hat sich seit 1883 mehr als verdoppelt und im Jahre 1896 die früher ungeahnte Höhe von 5 Milliarden Mark bereits überschritten Unter den Gesellschaften, deren reger Thätigkeit diese volkswirth- schastlich so bedeutsamen Erfolge zu danken sind, steht mit in erster Linie die LebenSverstcherrrngS- u. Grsvarnitz-Bar^ i« «tulk- gart, welche im Monat August dieses Jahres das Erre-chen der ersten halben Milliarde Maik in ihrem Ver>'cherungsbestande feiern konnte. Waren in der ersten Zeit nach der Gründung (lobt) 21 Jahre erforderlich gewesen, um zu den ersten 100 Millionen zu gelangen, so bat der Zuwachs der letzten 1U0 Millionen nur wenig mehr als 3 Jahre in Anspruch genommen- Im Jahre *870 >ur Zeit alS der Bestand der Todesfalloersicherung bei allen deutschen Gesellschaften die eiste Milliarde erreichte, war die Stuttgarter Bank an diesem Ergebniß mit noch nicht 6 pCt- beteiligt, 1883 betrug bei einem Gesarnrntstande von 2'/, Milliarden ihr Antheil bereits 8 pCt. und 1896 bei über 6 Milliarden war er auf 9 pCt- angrwachscn. Der Zeit ihrer Gründung nach die fünfzehnte unter den deutschen Anstalten steht die LebensoersicherungS- und Ersparnis Bank in Stuttgart im Bestand der Todesfallverstcherung heute bereits an dritter Stelle, im Neuzngange unb Retnzuwachs derselben nahm sie sowohl 1895 wie 1896 die erste Stelle unter den Gesellschaften *beB europäischen Festlandes ein. 8541 BekaErmKchrmg. Das Recht der ausschließlichen Benutzung der von der Stadt Gießen errichteten Anschlagsäulen und angebrachten Placattafeln soll vom 15. October a. c. ab bis auf Weiteres vergeben werden. Die näheren Bedingungen sind auf unserem Bureau — Zimmer Nr. 15 — einzusehen, Woselbst auch die schriftlichen Angebote und zwar bis zum 25. September einzureichen find. Gießen, den 14. September 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Wolfs. 8559 Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Gartenstratze 2. «uqebot der Arbeitnehmer» 1 Schneider, 1 Schreiner, 1 Magazinarbeiter, 1 Portier, 1 Taglöhner, 1 Fuhr knecht. 1 Einkasfirer, 2 Ausläufer bezw. Kolporteure, 1 Magazinier, 1 Reisender, 1 Nähfrau, 1 Kochfrau. Nachfrage der Arbeitgeber r 1 Spengler, 2 Metalldrücker, 2 Krankenpfleger, 2 Bauschlosser, 10 Maschinenschlosser, 1 Schmied, 1 Wagner, 1 Schneider für Hosen und Westen, 1 Rockarbeiter, 1 Uniformarbeiter, 2 Schneider, 5 Schuhmacher, 6 Bau- u- Möbelschreiner, 4 Pferdeknechte, 1 Ackerknecht, 1 Hausbursche, 3 Taglöhner, 18 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit. Daunen - Deckbetten, Stück für 17,50 Mk., mit 4 Pfund grauen Daunen gefüllt, aus federdichtem türk, rothen Daunencöper; Größe: 130 cm breit, 180 cm lang. Paffendes Kiffen, Stück 5,25 Mk., Größe: 80/80 cm. C. Röhr & Co. jB^ö^HcheÄnzeigen| Bekanntmachung. In unserem Firmenregister wurde eingetragen: Die Firma Rotham^l & Petry zu Gießen ist in Wilhelm Petry verändert worden. Gießen, den 13. September 1897. Großh. Amtsgericht. e562 Neuenh agen.__ CapitalMleihnug. Aus dem Univerfitätsfonds können 13000 Mk. ganz ober in Theil- beträgen aus erste Hypothek alsbald gegen mäßigen Zinsfuß ausgeliehen werden. Gießen, am 15. September 1897. Großh. Universitäts Rentamt. Weimer. 8560 Fkben-frische SlheUche, la. Seehechte (in EtSpackung) 4551 eingetroffen bet J. M. Schulhof, Marktstraße 4. | Versteigerungen. | Freitag den 17. Sept. 1897 versteigere ich öffentlich gegen Baarzahlung a. Nachmittag- 2 Uhr im „Wer" zu Gießen: 4 Hobelbänke, 2 Zweiräder, 1 Buffet, 1 Berticow, 1 roiheS Plüschsopha, 1 grüne« RipSsopha. 1 Brandkiste, 1 Consol, 1 GlaSschrank, 6 Rohr- stühle unb sonstige Mobilien, sodann 1 Pendule, 1 Regulator, 1 Winter- havelok, eine große Partie Cigarren, eine Anzahl Bilder rc, b. Nachmittag« 4 Uhr bei der Liebigshohe: etwa 31/: Morgen Kartoffeln. Versteigerung voraussichtlich bestimmt- 8536 Gugel, Gerichtsvollzieher. Empfehlungen. HM. MMhMö. Freibank. 8547 Heute usd morgen: Ochfensteifch nicht labenrein, per Pfd. 54 Pfg. Kalbfleisch nicht ladenrein, per Pfd. 42 Pfg. Schellfische treffen heute ein bei 616 A- & G. Wallenfels. Marktplatz 21. — Fernsprech Nr. 46. Prima Delilllltß-Sauttkrillit frisch cingetroffen. 8556 L. Kalkhof, Wkstklllagk. Vermiethungen. 8561] Wohnung. 2. Stock, 4 Zimmer mit Zubehör, Gartenantbeil, per sofort zu oermtethen. Solwsee Hof, Bahnhofstr. 31. 8564] Schöne Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör, sowie Pferdestall zu v-r- miethen________»rünb-raeestr. 8. 8b65l Wohnung, 4 Ztmmer mit Zubehör, sofort zu vermiethen ________________Babnhofstr. 54« 7562] Mansardenwohnung mtt allem Zubehör per 15. October zu vermiethen- ___Löbervraße 1». 8560] Im Nebenhause Marb«r-ee- stratze 18 ist eine kleine Wohnung an ruhige Familie alsbald zu verarietben. 8549) Schön möbltrtes Zimmer »zu nermtethen, Bahnhofflr. 40, in. 8537] Bahnhofstr. 68 1V sind 2 schöne unmöblirte Zimmer per sofort oder später zn vermietoen. «Silh. Reiber. 685 Weinhandlang •< Ferdinand Schott Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Theilnahme bei dem herben Verluste unseres lieben Söhnchens sowohl, als auch für die tröstenden Worte des Herrn Pfarrer Dingeldey sagen auf diesem Wege innigsten Dank 8557 die tieftraueruden Elter» Heinrich Arnold and Fraa. Statt besonderer Meldung. Die glückliche Geburt eines prächtigen Knaben zeigen hocherfreut an 8540 Apotheker Fr. Spies* und Frau, Düsseldorf. [Vermischte Anzeigen. Ferd. Schmidt 8104 8548 iHebaciuin: L. Schevdc. i>rud und verlas der 8rü6f'frtxn Un,verkrä'«.Bucb- und ., Man koche eine Supoe mit grünen Gemüsen und Wurzelgewächsen oder mit präservirten Gemüsen, sogenannte Julienne, füge etwas 813t f f 1F t J PI Suppenwürze hinzu und man hat eine so schrnack» 4 I CI KJ haste Suppe wie auf keine andere Art. Zu haben bei * Karl Bieler, Kreusplatz 6. Hochachtungsvoll Heinr. Spies _________Diezstratze IO. ölrihrr fl»»' Saubach Westanlage. ^611 Einen Wagnerges-llen sucht _ Karl Liudeustrutd, Ttefenweg 13. 8643] Tüchtigen Schretnergcsellen sucht ___________jfoit Veil. Hammstr. 8 8544] Ein tüdjtiaer Schneider sofort Kesucht._________Vahadofstr i«, n 2 tülhilgk Rockatbkitcr gnben bauernhe Beschäftigung auf Werkstelle bet g 34 I Pfeffer, Markt 6. Tüchtiges Mädchen mit guten Zeugnissen, welches schon längere Zeit als Hotelzimmermädchen tbätig war, sucht Stelle für sofort oder später. Aeltere» Mädchen nach Wiesbaden gesucht. Lohn 20 Mk. Näheres bei Frau Müller, TeufelSlustgärtchen 8531 8563] Mehrere Küchen- und Hausmädchen gesucht gegen hohen Lohn für gleich oder später. Näheres durch Frau Ritzel, Bermiethfrau, Grünbergerstr. 36. Meißige Arbeiter uchen noch für dauernd 8530 Sadia« & &i cddidnt1; gni Äuinoi $lonto Die •»fl yssttii* »rrdtn dtw dßchkntli'b - MgmW Ia Iktttffend: 5 hr Zuchsthii Dir Röt Vieh) »ird 1. ben 17. 4. , 18 5. , 18 Ditßfl in bol hnd bei mir gt Lpere an bterzu bezetl Lowmisfion Sollten sollen, so w ttn betreffeni Sorfitzurden i ■ann za Hi :rwaller 8 e io matten. Saab ad krPMkNl •x 81 jährlich h|0 wird am U werden und dir Predigt dogel durch u°b Stillos «erden sich r ° °»°l hören vrie Macht. Mg ' Wit 3 Vfc la Vreus heilne u: Am Abi «'lllltn h,„ "rn auch Dk E. haitei ®tlBH 2^ drrihug hundert L »>l«l °b» „ £ '"«'m 8"V’ •^n, । 9lel^eh?fl 18 ‘■‘•'S: