mann, en. 8t, tatsche Tarier 61161 Systeme !n N Damen [d EWkilt, F Ntih. ™einer persönlichen Leitung. 4284 irten Damen wird auf von einer Dame Unterricht ertheilt. Sack Keßen ir to ammibeüstoüe. a*chti8che, Wand rannen il 8. w. rhendste Garantie narbeiten aller Art all Cemeutröhrev h siegel D.R.T.M. 41173, färben, Tchweiuettöge, mudeckel, Lpülfteiue nngen, Thorpfeiler nfd) und piofilirt. Kugelaufsätze O__ md! röaeter Nährwerth, portwaget JS IO M', -«■ en Bk wa-tt'tuwiw ArW gflIart ;.. »__" Milan de» 16 Juli 18»» .«#. 164 Erstes Blatt Der OKtexer Anzeiger erscheint täglich, «Ul Ausnahme de- Montags. Vie Gießener AamlttraSrälter »erden dem Anzeiger »Hchmtlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger ASounemeutrpret«» 2 Mark 20 Pfg. ml» vringerlohn. Durch die Post bezage» 2 Mark 50 Pfg. Aedactilm, LxpedNi« und Druckerei: Kch»tstr«he Ar.Li Fernsprecher 5L Anrts- und Anzeigeblutt für den Ttveis Gieszen. Hratisöeitage: Hießmer Kamikienökätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» felgenden Lag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux de- In« und Au-landeS nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutsche- Reich. Berlin, 13. Juli. Postalische Fürsorge für daS platte Land. Gegenüber den in den Ausführungen eines ThetlS der Presse versteckt liegenden Vorwürfen, daß die Postverwaltung unter der Leitung des verewigten Staats» fecretärS die Interessen der Großindustrie vorzugsweise berücksichtigt habe, Vorwürfe, welche durch statistisches Material nicht belegt worden sind, möchte der Hinweis darauf am Platze fein, in welchem Umfange die Postverwaltung den Interessen der Landbevölkerung ihre Fürsorge zugewendet hat. Mit der Neugestaltung des Landpostdtenstes wurde bekanntlich int Jahre 1881 vorgegangen, zur Vervollkommnung der BerkehrSanlugen auf dem platten Lande waren außer einer Verstärkung der Bestellkräfte um daS Doppelte vorgesehen: 1. durchgreifende Vermehrung der Poftagenturen- 2. Schaffung einer neuen Gattung von VerkehrSanftalteu: der Pofthülfstellen zur Unterstützung des Landbriefträgerdienstes - endlich 3. Ausrüstung von Landbriefträgern mit Fuhrwerk. In welchem Umfange diese Maßnahmen, deren Zweckmäßigkeit zur Erreichung des angestrebteu Zieles nicht angezweifelt werden wird, zur Ausführung gelangt find, ergibt sich aus der amtlichen Statistik der Deutschen Reichs- post- und Telegraphenverwaltung. Die Zahl der Postageu- turen im Reichspostgebiet ist von 3339 im Jahre 1880 auf 7878 im Jahre 1895 gestiegen - Ende 1895 bestanden ferner 16,012 Pofthülfstellen und 2134 Landpostcurfe. Daß bet der Verstärkung der Betriebsmittel die einzelnen Gebiets- thetle gleichmäßig berücksichtigt wurden, ergibt ein Vergleich der Ende 1882 und 1895 vorhandenen Postagevturen und Pofthülfstellen (die Statistik der früheren Jahre gibt hierüber keinen Aufschluß) in den OberpostdirectionS'Bezirken Aachen, Toblenz, Düsseldorf, Köln, Trier — Rheinlande —, sowie in den Bezirken CöSltn, Stettin — Pommern — und Danzig, Gumbinnen, Königsberg — Oft- und Westpreußen. Die Zahlen find folgende: Von 1882 bis 1895 verzeichnen die Rheinlande eine Zunahme an Postagenturen um 101 pCt., an Pofthülfstellen um 663 pCt.,- Pommern eine Zunahme an Postagenturen um 94 pCt., an Pofthülfstellen um 921 pCt.; Ost- und West Preußen eine Zunahme an Postagen« turen um 105 pCt., au Pofthülfstellen um 659 pCt. Die gleiche Fürsorge hat die Postoerwaltung gegenüber der Hebung des Telegraphenverkehrs auf dem platten Lande bethättgt. Im Jahre 1880 bestand der Telegraphenbetrieb nur bet 1707 Postagenturen (Gefammtzahl derselben 3339), im Jahre 1895 dagegen bei 7319 (Gesammtzahl 7878). Seit dem Jahre 1883 ist die Verwaltung ferner dazu übergegangen, auch Pofthülfstellen in geeigneten Fällen mit Fernsprechern auszurüsten - Ende 1895 belief fich die Zahl dieser Anstalten auf 1592. In dem Zeitraum von 1880 bis 1895 ist sonach die Zihl der Telegraphen - Anstalten auf dem platten Lande (von den kleinern Postämtern mit Telegraphenbetrieb ganz abgesehen) von 1707 aus 7319 (-ft 1592 — 8911), mithin um 422 pCt. gestiegen. Wolff- telegraphisches Correfpondmz-Bureau. Berlin. 14. Juli. Dr. Paul Hempel, der Geschäftsführer der BerlagShandlung B. Brtgl, Herausgeberin der „T8gl. Rundschau" und der „Deutschen VerkehrSzettuug", ist heute hier gestorben. Elberfeld, 14. Juli. Finauzmtnister v. Miquel und Minister Thielen besichtigten die hiesigen großen Etabltffe» mente von Wilhelm Bödölinghaus, sowie Schleper und Baum. Hierauf sand im Casino ein Diner statt, wozu etwa zwanzig Industrielle vom Oberbürgermeister geladen waren. Nach dem Diner machten die Minister eine Spazierfahrt durch die umliegenden Bergwälder. Hamburg, 14. Juli. Der Hamburger Schnelldampfer „Auguste Victoria" ist von seiner Tour nach Spitzbergen gestern in Tromsoe wieder eingetroffen. Der Aus« flug nahm bei günstigem Wetter einen herrlichen Verlaus. Die Teilnehmer bewunderten die Mitternachtssonne in seltener Pracht. Unterwegs wurde der Dampfer „Lofoten", Capitän Sverdrup, früher „Fram", begrüßt. Es wurden viele Eisberge und Walfische augetroffeu. Bremen, 14. Juli. Der Lloyd ermäßigte den ZwischendeckpreiS nach Newyork auf den Poftkampfern auf 140 Mk. Auf den Schnellpostdampfern betragen die Kosten 160 Mk. Ein Platz im Zwischendeck nach Baltimore kostet 130, nach Galveston 140 Mk. Uwe, 14. Juli. DaS Befinden Seiner Majestät des Kaisers ist befriedigend - die Nacht war gut. Um 10 Uhr wurde an Bord der „Hoheuzollern" ein Trauergottesdienst für den verunglückten Lieutenant v. Hahnke gehalten. Um halb 1 Uhr lichtete „Hohenzollern" Anker und trat die Fahrt nach Bergen an. Paris, 14. Juli. Anläßlich des heutigen Nationalfestes herrschte lebhafte Bewegung in der Stadt. Bei schönem Wetter haben heute Vormittag die gewöhnlichen Kundgebungen vor den Statuen von Straßburg, der Jeanne d'Arc und von Gambetta stattgesundeu und sind ohne jeglichen Zwischenfall verlaufen. Aus den Provinzstädten werden von heute Vormittag glänzende Truppenparaden gemeldet, welche überall im Beisein großer Zuschauermengen abgehalten wurden. Konstantinopel, 14. Juli. Der Sultan hat für die Hinterbliebenen der bet der Schiffs-Katastrophe ertrunkenen Mannschaften des „Reinbeck" 500 Pfund gespendet. Der deutsche Botschafter Freiherr v. Saurma von der Jeltfch hat dem Sultan den Dank für diese Spende ausgesprochen. Depeschen des Bureau .Herold." Berlin, 14. Juli. Entgegen einer Meldung der „K. Z." erfährt die „Post", daß der Kaiser auf feiner Reise nach Petersburg von beiden Divisionen des ersten Geschwaders begleitet sein wird. Berlin, 14. Juli. Dem „Bert. Tagebl." wird auS Rom telegraphirt: Kaiser Wilhelm hat den italienischen Gelehrten Marconi eingeladen, ihm den Telegraphen ohne Drahtleitung vorzuführen. Marconi wird fich von England auS direct nach Berlin begeben. Berlin, 14. Juli. Entgegen dem Dementi der „Nordd. Allgem. Ztg." berichten die „Verl. Pol. Nachr.", daß die Staatsregierung fich der Pflicht einer Reform deS Wahlrechts voll bewußt ist und hierzu zur Genüge entschlossen fei. Berlin, 14. Juli. Der „Neuen Berl. Corresp." zufolge herrscht an maßgebender Stelle nicht die Absicht, die Stras- proceß-Novelle in der nächsten ReichStagSsessiou noch einmal einzubrtngen. Die Regierung will eß der Initiative deS Reichstages überlassen, die Sache von Neuem in Flust zu bringen. Berlin, 14. Juli. Der „Nat. Corresp." zufolge ist die Meldung, der Gouverneur von Deutsch Ostafrika, Oberst Liebert, beabsichtige zurückzutreten, unbegründet. Berlin, 14. Juli. Der „RetchSanzeiger" veröffentlicht daS Gesetz betreffend Abänderung der Gesetze vom 9. Juli 1886 und vom 6, Juni 1888 betreffend den Bau neuer Schiff sahrtS-Canäle und die Verbesserung vorhandener Wasserstraßen. Berlin, 14. Juli. Die „Mil. Pol. Corresp." schreibt: Von dem neuen Vicepräfideoten des StaatSminiftertumS, Herrn v. Miquel, wird behauptet, daß er in kürzester Frist eine programmatische Rede halten werde. Dieselbe werde von den Bielefelder und Kölner Aussprüchen des Kaisers auSgehen und eine nähere Darlegung und Erweiterung der in jenen in den Vordergrund gezogenen Gesichtspunkte bringen. Berlin, 14. Juli. OfficiöS wird der Unfall des Kaisers an Bord der Hohenzollern folgendermaßen ge- schildert: Nach Abhaltung des Gottesdienstes, welcher um 11 Uhr Vormittags beendet war, begab sich der Kaiser auf daS Brückendeck, um in dem dort befindlichen Salon einen Vortrag entgegenzunehmen. Vorher ging der Kaiser erst Feuilleton. Herr Rentier Murmrlmsnn. Humoreske von Fr. Thieme. (Schluß.) Natürlich segnete ich nun den Zufall, der baß interessante Ehepaar in mein Abtheil führte. Ich legte von Stund an Gl wicht auf die Bekanntschaft und bemühte mich, durch vermehrte Herzlichkeit zu ersetzen, was ihr an Länge der Zeit gebrach. Mit Dank nahm ich das Anerbieten der allen Dame an, mich der Familie anzuschließen, und was für herrliche Stunden verlebte ich mit dem wirklich schönen, gemüthvollen und liebreizenden Wesen! Ehe wkr'ß unß versahen, waren wir in Jena angelangt und stiegen den steilen FuchSthurmweg hinauf. Murmelmann keuchte und raisonnirte entsetzlich. Alle Minuten fragte er, ob man nicht bald oben und ob oben rin Restaurant fei. Der gute Mann verspürte Appetit, außerdem fehlte ihm jede Befähigung zum Dauerläuser und Bergfex. Da er uni nicht recht traute, fragte er einen vorübergehenden Studenten, wie weit eß noch sei biß auf die Höhe. Der lustige Bruder Studio, den Frager mit pfiffigem Schmunzeln messend, erwiderte: „O, nicht mehr weit, höchstens zwei Stunden." „Was?" schrie Murmelmann, „zwei Stunden — man hat mir gesagt, wir hätten im Ganzen kaum dreiviertel zu steigen?" „Dann hat man Sie falsch berichtet. Wissen Sie nicht, daß der HauSberg, worauf der FuchSthurm steht, nach der Schneekoppe der höchste Berg Deutschlands ist?" Schimpfend ächzte der Rentier hinter uns drein. „Sehen Sie nur, wie er schwitzt," flüsterte mir seine Frau zu. „So ist eß ihm gerade gesund. Passen Sie auf: oben kehren wir nicht ein, vielmehr steigen wir nach Ziegenhain ab, dann führe ich ihn heute noch auf den Forst und auch nach Ammerbach —" „Um Gotteswillen, Frau Murmelmann — wird er das aushalten?" „Er muß!" Armer Murmelmann! Wenn du eine Ahnung von dieser schrecklichen Verschwörung gehabt hättest! Und hinter allen Restaurant! wollte fie dich wegführen, ohne daß du eS wußtest! Dursten und hungern bei all der Anstrengung,! Endlich hatten wir ihn oben. Unß einer größeren Gesellschaft anschließend, glitten wir pfeilschnell den Abhang hinab. Ehe wir's unß versahen, standen wir vor HanfriedS Gasthof, aber wir waren nicht vollzählig. Murmelmann war verschwunden. „Wo ist mein Mann? Wo ist Papa?" Oben hatten wir ihn noch gesehen. Gewiß fitzt er oben tn dem FuchSthurmhauS und ruht fich aus. Warten wir ein wenig. Prosit Mahlzeit. Wir warteten eine halbe, eine ganze Stunde. Murmelmann kam nicht. Frau Murmelmann wurde immer besorgter und ängstlicher. Wir stiegen wieder hinauf — nirgends ein Murmelmaun zu sehen. „Der arme Mann hat fich verirrt," klagte die Frau. „Wir müssen ihn suchen, er wird in Verzweiflung sein." In der Thal: wir forschten nach ihm den ganzen Tag. Da wir vom Forst gesprochen hatten, erstiegen wir diesen in der Hoffnung, er würde fich dort einfinden. Aber er war nicht da. Wir nahmen Lichtenhain, Ammerbach' und eine Reihe Etablissements durch, keine Spur von ihm. Niemand wußte etwas von ihm. Es war ein anstrengender Tag. Wir liefen in der Jultgluth wie Eilboten und schwitzten redlich den Schweiß der Edlen. Endlich drängte die Zeit zum Bahnhof. Total erschöpft langten wir daselbst an. „Vielleicht treffen wir ihn hier," sagte ich. Und ich hatte recht. Im Wartezimmer erster Klaffe saß Murmelmann, ein Bild stillen Friedens, vor einer großen Kanne Weißbier und einer Rostwurst und blickte unß verschwitzte, bestaubte, schwer athmende Sterbliche mit mildem Lächeln an. „Hier bist Du? Gott sei Dank, daß ich Dich gefunden — habe ich Angst gehabt, Mann! Den ganzen Tag haben wir nach Dir gesucht." „Aber warum denn? Ich bin doch kein Kind. Ruht Euch aus, Ihr habt noch Zeit genug." Diesem Rathe folgten wir sogleich. „Seit wann bist Du denn da, Papa?" fragte Gertrud neugierig. „Ich? Seit — warte einmal — seit heute Vormittag um elf." „Ach, du lieber Gott!" Frau Murmelmann fiel aul den Wolken. „Und wir Unglücklichen — o wie schändlich." Murmelmann verzog triumphirend das Gesicht. „Geschieht Euch recht, warum wolltet Ihr mich hinein- legen. Ich habe heute früh in der Bahn alles gehört. Da dachte ich: mag doch laufen und Gegenden ansehen, wem ß Spaß macht. Mir nicht. So ging ich direct hierher und eß hat mir ausnehmend gut hier gefallen. Wenn eß sein muß, reife ich alle Sonntage mit. Kellner, zahlen!" Ich will nicht verrathen, was Herr Murmelmann in der Zeit seiner Anwesenheit alles verzehrt und getrunken hatte, weil er nämlich jetzt mein Schwiegervater ist, mit- theilen kann ich aber, daß et fich, soweit sein Embonpoint in Frage kommt, seitdem sehr verändert hat — er ist nämlich noch viel dicker geworden, denn seine getreue Gattin ist nie wieder zu bewegen gewesen, dieser ersten verhängnißvolleu EutfettungSreise eine zweite folgen zu lassen. noch nach dem Hintertheil de- Schiffe-, um die Aussicht auf Odde tn Augenschein zu nehmen. Während dieser Zett waren Matrosen damit beschäftigt, die Rauchbezüge der Masten auß- zuwechseln. Tiner der Bezüge ging zu rasch loS und der Wind trieb das fallende Segel nach dem Hintertheil deS Schiffes, wo der Kaiser stand. Ein am Segel angebrachter Strick schlug hierbei dem Kaiser peitschenartig in da- linke Auge. Der Monarch, welcher Anfang- heftige Schmerzen hatte, befichttgte zunächst im Spiegel da- verletzte Auge und ließ fich sodann einen Verband anlegen. Um durch Ruhe der Gefahr einer Nachblutung vorzubengen, legte fich der Kaiser zu Bett. Der Verlauf der Heilung ist ein durchau- norrnaler. Wien, 14. Juli. Der „Neuen freien Presse" wird au- Rorn gemeldet: Mit Maconi- drahtlosem Tele» grapheu wurden gestern und vorgestern im Kriegshafen zu Spezia Versuche angestellt. Man telegraphirte zuerst von Schiff zu Schiff, dann vom Hafev-Tommando nach der Insel Pulmarta. Beide Versuche find vollständig gelungen. Die Insel ist sieben Kilometer vom Hafen Lommavdo entfernt. Marcont reist nun nach England, um im Auftrage der eng» lischen Marine Versuche zwischen Dover und Calais anzustellen. Monß, 14. Juli. Heute früh ist ein großer Thetl der Strikenden in den Schächten der südlichen Kohlendistricte zur Arbeit wieder angefahren. In einigen Kohlenbeztrken dauert der Strike noch fort, sodaß die Zahl der Au-standtgen heute noch ca. 20000 Manu beträgt. Paris. 14. Juli. Zum Schutze des Präsidenten Faure auf seiner Fahrt zur heutigen Truppenrevue hat die Polizei umsaffende Vorkehrungen getroffen, da der geheimniß- volle Bombenleger vom Grand Prix der Polizei brieflich ein neue- Attentat in An-ficht stellte. 40 Poltzei-Commissare und 150 Schutzleute, sowie viele Geheimagenten überwachen die Alleen und Seitenwege des Bologner Wäldchens. London. 14. Juli. Die „Pall Mall Gazzette" meldet au- Cuba: Während eines Kampfes zwischen Spaniern und Insurgenten wurde eine spanische Truppen - Abtheilung mittelst Dynamitbombe gesprengt. 43 Soldaten find getödtet, 50 verwundet. London. 14. Juli. Der „Ftnanztal Time-" zufolge legten in Glasgow heute 17000 Mechaniker die Arbeit nieder. In ganz England sollen 100000 Schiffs- arbeitete striken. London, 14. Juli. „Daily Telegraph" meldet, am 26. d. MtS. würden die Telegraphisten ausständig werden, wenn bis dahin ihre Forderungen auf Gehaltserhöhung unerfüllt bleiben. Konstantinopel, 14. Juli. Nachdem der Minister des Aeußern, Tewfik Pascha, den Botschaftern erklärt hat, daß die Türket unbedingt an Thessalien festhalten müsse und e- eher auf eine Fortsetzung de- Krieges ankommen lasse, beschlossen, wie verlautet, die Botschafter in ihrer letzten Conferenz, falls die Pforte nicht unverweilt einlevke, an diese ein Ultimatum zu richten, in welchem fie aufgefordert wird, binnen wenigen Stunden ein bestimmtes Datum anzugeben, an welchem sie Theffalteu räumen würde. Ueber eventuelle Zwangsmaßregeln gegen die Türkei soll erst nach dem Eintreffen der Antwort Beschluß gefaßt werden. Newyork, 14. Juli. DaS „Newhorker Journal" meldet: Zwischen Deutschland, Frankreich und Amerika sei ein Einvernehmen getroffen zur Vollendung und gemeinschaftlichen Inbetriebsetzung des Panama- CanalS. Newyork, 14. Juli. Mac Kinley hat den Admiral Beardflye beauftragt, er solle amerikanische Truppen in Honolulu landen, wenn er bei den Japanern aggressive Gelüste oder bei den Einwohnern Neigung zu Unruhen bemerkt. ES wurde zur Verstärkung der amerikanischen Streilkräfte da- stärkste Kriegsschiff der amerikanischen Staaten, „Oregon", entsandt, welche- 10000 Tonnen Gehalt hat. ES ist daS der erste Fall, wo sich die amerikanische Flotte außerhalb der eigenen Gewässer zeigt. Berlin, 15. Juli. Zur Feier deS französischen Nationalfeste- hat gestern in den Repräsentationsräumen der französischen Botschaft, von deren Dach die Trikolore weht, ein Empfang für die zur Zeit tn Berlin weilenden französischen - Staatsbürger stattgesunden. Etwa 70 Personen, darunter einige Damen, hatten der Einladung deS Botschafters Marquis de Noel Folge gegeben. Parts, 15. Jult. DaS Nationalfest verlief ohne jeden störenden Zwischenfall bei schönstem Wetten. In allen Theilen der Stadt fanden Volksbelustigungen statt. Man tanzte auf dem Opernplatz, auf den Wegen von Montmatre, Börsenplatz und auf allen sonst geeigneten Plätzen. Die Musterung der Truppen in Longchamps, welche der Kriegs- Minister Billot und der Stadtcommandant General Sausfier leiteten, hatte mehr als 100,000 Menschen hinaus gelockt. Der Präsident der Republik und sämmtliche Minister waren anwesend. Dem Präsidenten wurden lebhafte Ovationen dargebracht. Athen, 15. Juli. Meldungen au« Volo zufolge haben die Türken seit einigen Tagen ihr Verhalten gegenüber den Christen geändert. Nizams und Baschibozuk« begehen täglich alle möglichen Uebergrtffe. Die Bürger dürfen die Stadt nur verlassen, wenn sie einen Bürgen dafür stellen, daß sie innerhalb 10 Tagen zurück sein werden. Ein früherer Bürgermeister wurde auf dem Schiff, auf dem er abreisen wollte, verhaftet. Man befürchtet noch weitere Verhaftungen von Notabeln. CocaU» unb provinzielle». Gießen, den 15. Juli 1897. • • Schuldienst Nachrichten Am 2. Juni wurde dem Schullehrer Friedrich Kurz zu Altenhain die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Meiches, Kreis Schotten, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Johannes Wolle«er zu Weisenau eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mo« bach, Kreis Mainz, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Carl Zech meister zu Viernheim eine Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Laubenheim, Kreis Mainz, — am 5. Juni wurde dem Schullehrer Andrea- Heid zu ASbach eine Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Spachbrücken, Kreis Dieburg, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Rudolf Röder zu Spachbrücken eine Lehrerstelle an der evangel. Schule zu Groß-Zimmern, Kreis Dieburg, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Michael Vogel zu Groß-Zimmern die Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu ASbach, Kreis Dieburg, übertragen- — am 12. Juni wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach- Fürstenau auf die Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Olsen, Kreis Erbach, präsennrte SchulamrSaSpirant Peter Schütz aus Geisenbach für diese Stelle bestätigt- — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaspiranten Adam Stöhr aus Billings die 2. Lehrerftelle an der Gemeinde- schule zu Langen Brombach, Kreis Erbach, übertragen- — am 18. Juni wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach- Erbach auf die Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Günter- sürst, KretS Erbach, präsentirte SchnlamtSaSpiram Ludwig Will aus Erbach t. O. für diese Stelle bestätigt- — am 19. Juni wurde dem SchulamtSaspiranten Christian Marh'aS Keller au- Nteder-Roden eine Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Dieburg, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaspiranten Wilhelm Roth aus Langrn-Bergbeim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu EimShetm, Kreis Oppenheim, — an demselben Tage wurde dem Schulamt-- arpiranten Georg Mundorsf aus Gundersheim eine Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Hillesheim, Kreis Oppenheim, — an demselben Tage wurde dem Schulverwalter Wilhelm Schneider zu Sauer-Schwabenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule daselbst, mit Wirkung vom 1. Juli an, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Wilhelm Raiß zu Ober-FlörSheim eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Dittelsheim, Kreis WormS, übertragen - — am 25. Juni wurde der SchulamtSaSpirantin Elisabeth RixiuS auS Bingen eine Lehrerivnenftelle an der katholischen Schule zu Bingen, — am 26. Juni wurde dem Schulamts- aSpiranten Ludwig Dieterich aus Esselborn eine Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Horrweiler, Kreis Bingen, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaspiranten Peter Stein aus Vöckelsbach die Lehrerstelle an der Ge- metndeschule zu Fleschenbach, KretS Lauterbach, — an demselben Tage wurde dem SchulamtsaSpiranten Hilarius Müller auS EimSheim eine Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Gau-Alg;Sheim, KretS Bingen, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaspiranten Adam Schmitt anS Kempten eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Appenheim, Kreis Bingen, übertragen- — am 28. Juni wurde die provisorische Lehrerin an der Victortaschule zu Darmstadt Oktavte Reh zur Lehrerin an dieser Schule, unter Belassung in der Kategorie der Bolksschullehrerinnen, ernannt- — am 29. Juni wurde dem SchulamtSaspiranten Georg Müller aus Lengfeld die Lehrerftelle an der Ge metndeschule zu Zahmen, Kreiß Lauterbach, — am 2. Jult wurde dem Schullehrer Peter Wißmüller zu Betzenrod die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Harreshausen, Kr. Dieburg, — am 6. Jult wurde der SchulamtSaSptraniin Elise Gölz aus Darmstadt eine Lehrerinnenstelle an der evangel. Schule zu Vilbel, Kreis Friedberg, übertragen. **¥. Gießener Regatta. Am gestrigen Abend tagte im „Hotel zum Rappen" da« große Comitv der diesjährigen, am 25. l. M. ftallfindenden 7. Ruderregatta. Zahlreich waren die langjährigen Freunde und Gönner des Rudersporterschienen, um tn lebhafter Debatte daS Beste für die Regatta zu beschließen. AuS dem Berichte deS Vorsitzenden ist zu erwähnen, daß 15 Vereine mit 32 Booten und 128 Ruderern zur diesjährigen Regatta gemeldet haben, eine Zahl, welche bis jetzt unerreicht dasteht. Auf das Programm selbst können wir erst tn einigen Tagen näher eingehen, find aber zu unserer Freude schon heute in der Lage berichten zu können, daß daS tm vergangenen Jahr mit so großem Beifall aufgenommene Abendfest am BootShauS wiederum stanfindet. Am Schlüsse der geschäftlichen Tagesordnung wurde die Frage aufgeworfen, ob eß fich nicht empfehle, die Regatta nur alle zwei Jahre abzuhalten, doch wurde dieser Ansicht auf das Entschiedenste von allen Seiten entgegengetreten. Besonders Herr Provinzial-Director Geh Rath Freiherr v. Gag ern war eß, welcher die Ansicht vertrat, daß durch einen solchen Beschluß der Regatta nicht nur nicht gedient sei, sondern daß sie vielmehr dadurch schwer geschädigt würde, da sie dadurch nicht allein in Bezug auf ihre Popularität bei der Gießener Bevölkerung einbüße, sondern auch einen schwächeren Besuch auswärtiger Vereine zu gewärtigen habe. • * Der erste Gießener Stemm- und Ringclub (Mitglied- schäft des Athleten-VerbandS Maingau), welcher sich an dem 11. Verbandsfeste in Preungesheim am 11. Juli beteiligte, errang mit drei Mann drei Preise- nämlich tm Senior-Stemmen 1. Klasse Joseph Stein den 6. Preis - im Stemmen 3. Klasse W. Grünewald den 3. Preis- Justus Friedrich den 19. Preis. An dem Concurrevz- ftemmen beteiligten fich 180 Mann. — Sonntag, 18. Juli findet das Sommerfest auf der „Pulvermühle" statt, verbunden mit Schau- und Prcisstemmen, sowie griechisch- römische Ringkämpfe, Pyramtdenbau, Concert, auSgeführt von der Capelle deS Inf. RegtS. Kaiser Wilhelm. * * Neue Läden. Der südliche Theil des SelterSweges wird immer mehr Geschäftsstraße. DaS an Restaurateur ElgeS übergegangene HauS von Meyer & Uhl wird tn feinem Parterre-Gefchoß zu einem feinen ReftaurationSlocal umgebaut. — Jrn Schell en berg 'scheu Hause wird ebenfalls im unteren Stock ein großer moderner Laden eingerichtet. *• vefihtvechsel. Herr Sattlermetster Groß kaufte von Herrn Metzgermeister Kiefer dessen Neuenweg Nr. 32 be- ' ltgene Hofraithe für den Preis von 32,200 Mk. *♦ Dem dieser Tage verstorbenen Oderlandesgericht-rath Holzapfel tn Darmstad t widmet der „Drmstr. Tgl- Anz " folgenden Nekrolog: Gestern Nachmittag um 6 Uhr fand die Beisetzung deS leider so früh seinem Berufe und der Familie entrissenen Herrn OberlandeSgerichtsrathS Holzapfel auf dem hiesigen Friedhöfe statt. ES hatte sich dazu eine große Anzahl Leidtragender etngefunben. — Herr Ober- landeSgerichtSrath Johannes Holzapfel, der ein ebenso hochbegabter Jurist wie milder Richter war und von Allen, die je mit ihm in Berührung gekommen, hochgeehrt wurde, trat im Jahre 1854 als Gerichts-Acceffist bei dem vormaligen Landgericht Groß-Umstadt in den Staatsdienst. Am ersten October 1865 wurde er Landgerichts-Assessor — jetzt Amtsrichter — bei dem damaligen Landgericht Offenbach und am 17. Januar 1867 Stadtgerichts-Assessor bet dem vormaligen Stadtgericht. Auch für baß Wohl der Stadt Darmstadt wirkte er nach Kräften - von 1874 bis 1879 bekleidete er das Amt eineß Stadtverordneten. Infolge Einführung d r neuen Justizgesetze im October 1879 kam Herr Holzapfel als LandgerichtSrath an daß Landgericht der Provinz Ober- Hessen nach Gießen- im Jahre 1893 wurde er an den höchsten hessischen Gerichtshof, an baß Oberlanbeßgericht, berufen - auch war er Mitglied deS VerwaltungßgerichtshofcS und Mitglied der Commission zur Prüfung der GerichtSfchreiber- rc. Aspiranten. Ehre seinem Andenken, Friede seiner Asche! •’ Die Eterbekaffe des Bunde- Deutscher Gastwitthe (Juristische Person) hatte nach dem Berichte über daß vierte Rechnungsjahr 1896 im Berichtsjahre eine Gesammr- einnahme von Mk. 302,281.09 und eine Gesammt- au «gäbe von Mk. 295,550.63, eß verbleibt sonach am 31. December 1896 ein Kassenbestand von Mk. 6730.46. Der Mitgliederftand betrug am 31. December 1896 7438, 62 mehr alß im Vorjahre. Der ActivvermögenSstand am 31. December 1896 belief fich auf Mk. 179,597.48, Mk. 67,243.73 mehr alß Ende 1895. Nach den Berner- Jungen beß Revisors, beß KameralbuchhalterS Schäble tn Stuttgart, sinb die sämmtlichen Bücher der Sterbekasse sachgemäß, sauber und geordnet geführt und war die Directton tn jeder Hinficht bestrebt, die ihr zugewiesenen Geschäfte pünktlich und gewissenhaft zu erledigen, sowie die Interessen der Kassenmitglieder mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln zu wahren und zu fördern, und wird namentlich betont, daß eß bei dem großen Aufschwung, welchen die Sterbekaffe im Berichtsjahr genommen hat, ausgefallen ist, baß eß bem verhältnißmäßig kleinen Personal betreiben überhaupt möglich war, bie vielen Geschäfte rechtzeitig zu er- ledigen, was nur durch Anspannung aller Kräfte erreicht worden sein kann. ** Weiterbericht. Da« Niveau des Luftdruckes ist allgemein gesunken und bedeckt heute ein flaches Depression-- gebiet bereit- den Süden und zum Thetl den Osten Europa-. Doch find die Druckunterschtede geringer geworden. Der Himmel war zumeist am Morgen noch heiter, doch macht sich im Süden der Einfluß des niederen Druckes bereits durch zunehmende Bewölkung geltend. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch wenig Aenderung- später im Süden stellenweise Niederschläge. 4- Nidda, 14. Juli. Der heutige Vieh- und Kram markt brachte unsrem Städtchen regen Verkehr. Aus btm am Morgen stattgefundenen Viehmarkte waren Schweine in größerer Menge, meistens von Händlern, auf getrieben, und wurde hier lebhaft gehandelt. ES kosteten z. B. Ferkel je nach Güte bis 60 Mk. das Paar, und Einlegeschweine bis 110 Mk. daß Paar. Weniger dagegen war baß Angebot von Rindvieh, welches fast ausschließlich Seitens hier und in Nachbarorten wohnhafter Landwirthe aufgetrieben worden war. — Der Krämerwarkt aber bot nichts Bemerken-wertheS. Niederolm, 10. Juli. Von einem benachbarten Dorfe wird bem „M. T." von zuverläsfiger Seite berichtet, baß gelegentlich einer kürzlich stattgehabten Bauernhochzeit verzehrt wurden : 1 Schwein (230 Psd.), 1 Kalb, ca. 80 Pfd. Rindfleisch, 104 Kuchen und ca. 300 Liter Wein. In Rheinhessen dauern die Hochzeiten meistens drei Tage. Die Kosten werden jedoch durch die reichen Geschenke der HochzeitSgäi e dreifach ersetzt. Die jungen Eheleute brauchen nämlich nicht für ihre Aussteuer zu sorgen. Dieselbe wird bis in die kleinsten Details von den Hochzeitsgästen gegeben und zwar acht Tage nach dem Hauptfeste, der sogen. „Schenkhochzeit", wo eß noch einmal hoch hergeht. Nieder-Morlen, 14. Juli. Wegen Verdachts einer Kindes- töbtung würbe eine Dienstmagb von hier burch bie Gen- batmerie bieser Tage in Untersuchungshaft gebracht. • Zn einer eigenthnmlichen Lage befand fich ein junge« Mädchen in der Berliner Stadtbahn. ES hatte am Alexanderplatz baß Abtheil kaum betreten, als auch schon hinter ihr bie Thür zugeworfen unb babei baß St leib eingeklemmt wurde. Man versuchte vergebens, die Thür zu öffnen, aber Niemand von den Bahnbeamten war dazu im Stande. Aus sämmtlichen Stationen gab man sich fortgesetzt Mühe, die Thür zu öffnen, jedoch alle Anstrengungen waren umsonst. So mußte in größten Aengsten daß junge Mädchen, baß am Savignyplatz außReigen wollte, über Halenee nach dem Potsdamer Bahnhof fahren. Dort wurde nach Arbeitern telegraphirt, aber auch diese waren nicht im Stande, die Thür zu öffnen. Die Dame mußte wieder nach dem Zoologischen Garten fahren, unb da eß dem Bahnschlosftr auch nicht gelang, bie Gefangene zu befreien, sahen bie Beamten sich genöthigt, bas junge Mäbchen nach zweiftünbtger Fahrt dadurch frei zu machen, daß sie den Kleiderrock von der Thür abschnitten. Der Wagen mußte außer Betrieb gesetzt werden. (Berl. Loc.-Anz.) * Stendal, 13. Juli. Landwirth Gustav Ebeling auS Triebftedt, der am 6. März wegen Ermordung seiner Schwiegereltern, die er im Altentheil mit zu erhalten hatte. 9» ... »!-»»-> 81 Irfnlioorftf** L bti W" la« W* । ?-■? miete bd btifem Sill -0 Pfand, baß « » Sellin IM" Sander befdjwor. haben. Die gtlichilvechndia ouf 2‘/i W. gif den öo6 um emlde s°s°" wr . W theu Hang »ezen M igtaatßgtwalt v- «ieste,rieseiniw Wegen Ungkbüb Uzende über den ürafr, iu dere- ' Himberg, Leiteten dal die niese zn 8 Mk. d i Möglich zn nie Comite baß Lier, bmmt, um 40, liZeh'n 61t, baß ' Bal W I -■ Genie Milii/ iibex eine slaWs Ec berechnet nnrn' Der tägliche Un U Freß, dnrchschr jßehöÄ Berbii von Erd, Die jum AM ^raße, zwischen tudwigsNnße, ers «ab Plauirarb >»n ca. 5000 cl Zeichen diejenigen (Bewegung von plllen TOS" 8?"' 4t??1 »SS* Änt tionmty h Vormittags wntliif verdungen 'Wie, Arbeitsl *Nungen liege jwunöen bei J M Einsicht ^Vordrucksind b rinzureichen ^!ch agtzsiisl 10 ' Gttfcen, 15. c »OlStat Schm, 1v*" den ^ch . 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Die Anklage richtete sich gegen den Ge« meindevorsteher und Hofbesitzer A. Sander aus WöllmerS« 6779] Freund! Logis an ruhige Leute zu vermiethen. 15 Mk pro Monat Näheres Hammstratze 14 I. 6757] Freundliche Wohnung, 3 bis 4 Zimmer mit Zubehör, im 1. oder 2 Stock zu miethen gesucht. Näheres in der Exped. d Bl- 6407] Bahnhofftr. 61: 3 Zimmer nebst Zubehör per 1. September oder später zu vermietben- August Noll. wird Ihnen die Thaisache beweisen, Hoß Schmitt u. Fvrderer» Weißer Metallpuß d. Veste Pnymittel für all« Metalle ist . drs Luftdruckes ist allem stichst Dipreffiovi' Lhril den Osten Europas, erikiger geworben. Drt ich heiter, doch macht n DtudtS bereits duit - Vorauistchrllchr । Leudnrm-', Mrr int den Scharfrichter Reindel, Magdeburg, htngertchtet worden. lebend. Hal. Gclugol gut u. billig beziehen will, verlange Preisliste ▼on Hans Maler in Ulm a. 0. Grosser Import llal.^ Produkts. v - Md bei Licht ä Stunde 40 Pfg. Sbe'' Mer von L. 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Beiträge aus den Landgemeinden des Kreises bittet man an unseren Schatzmeister, Herrn Commerzienrath Heichelheim, gelangen zu lassen, in der Stadt Gießen wird eine Sammelliste circuliren Freifrau von Gageru, Frau Commerzienrath Gail, Frau Oberbürgermeister Gnaath, Frau Major Goldmauu, Frau CommerzienrathHeichelheim, Frau Oberamtsrichter Laugermaun, Frau Geheimrath Ouckeu. Freifrau von Rieou. Frau Gehetm- rath Streng. Frau Bankier Wafferschleben. Sandpapier Salpeterpapier Schmirgelpapier Seifenpapier Senfpapier Wachspapier empfiehlt die Zwiebelkuchen Montags, Mittwochs und Freitags, von Marktplatz 21. Telephon 46. zweimal^-um Tode ^verurthe'lt wurde^ ist heute Früh durch | gaben für Bewaffnung, Munition, Transporte rc. mit ein- gerechnet. Somit würden die täglichen Ausgaben einer Großmacht Europas fich mit 46000000 Frcö. beziffern. Ange- nommen, daß fich zugleich sechs Großmächte am Kriege be* theiligen, so würden die täglichen Ausgaben der Großmächte 276 000000 FrcS. betragen - rechnet man hierzu noch die Auslagen der ebenfalls intereifirten kleinen Mächte, so betragen die DurchschnittsauUagen eines Tages 300000000 8rc§- Würde der Krieg die Dauer von einem Monat haben, so erreicht die Summe der Kosten die Höhe von 10 Milliarden Francs bis zur Einstellung der Feindseligkeiten. Bei der Berechnung wurde die Einberufung von nur der Hälfte dec Reservisten angenommen. Vorzüglichste Erwerbsquelle für tntell- Personen, Restaurateure, Rentner ist ein Orig Kaiser-Pauorama mit allein, leihw. Bezugsrecht von ca 400 Serien- Ferner Kinetographen, Phonographen, Nebelbilder. Prospect gratis. 6728 Dir Kayser, Panorama Berlin. heim bei Lamspringe. Der 46jährtge Angeklagte ist einer der reichsten Gutsbesitzer der dortigen Gegend. Der Anklage lag folgender Thaibestand zu Grunde: Bon Sander kauften die Viehhändler Schöne und Grösche, die ein umfangreiches Vieheinfuhr-Geschäft nach Berlin betrieben, acht Stück Mast- ochsen. Dem Sander wurde zur Last gelegt, daß er, ent- gegen der Abmachung, stets das Vieh, welches zur Abnahme gelangte, vorher stark fütterte, um ein schwereres Gewicht zu erzielen. Kamen die Thiere in Berlin au, so hatten sie be- deutend inzwischen an Gewicht verloren. So waren auch bet diesem Geschäft zwei Stück Rindvieh, das eine um 90 Pfund, das andere um 80 Pfund bis zu ihrem Eintreffen in Berlin leichter geworden. ES kam zum Civilproceß und Sander beschwor, keine Fütterung kurz vorher vorgenommen za haben. Die Zeugenaussagen erwiesen in der Schwurgerichtsverhandlung das Gegenthetl. Das Unheil lautete auf 2% Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Sander, «nf den oas Urthetl einen niederschmetternden Eindruck machte, wurde sofort wegen Fluchtverdachts in Haft genommen. * Stu theuereS „Profit". Als während einer Vechand- laug wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt vor dem Schöffengerichte in Posen ein Schöffe «teste, rief ein im Zuschauerraum befindlicher Arbeiter „Profit"! Wegen Ungebühr vor Gericht verhängte hierauf der Bor- fitzende über den vorlauten Rufer eine dreitägige Haftstrafe, zu deren Verbüßung derselbe sofort abgeführt wurde. * Nürnberg, 15. Juli. Die hiesigen Bierbrauereien lieferten das Bier zum deutschen Schützenfest bis zur Fest- wtese zu 8 Mk. das Hkctoliter, um auswärtige Concurrenz unmöglich zu machen. Auf dem Festplatz ist dann vom tzamtt« daS Bier, das also auf 8 Psg. das Liter zu stehen kommt, um 40, theilweise um 50 Pfg. verzapft worden. (Seh'n Sie, das ist ein Geschäft, das bringt noch was ein!) * Wa» kostet ei» moderner Krieg? Die Pariser „Revue du Eercle Mtltt." berichtet in einer ihrer letzten Nummern üder eine statistische Arbeit, die jüngst ein Franzose lieferte. Er berechnet nämlich die Kosten eines modernen Krieges. Der tägliche Unterhalt eines Soldaten im Felde wird mit 3 Frcs durchschnittlich angenommen. Hierin find die AuS- Neue (iitünthctn empfiehlt 6533 J. M. Schulhof. aller genehmigten Lotterien empfiehlt die bekannte Glücks- coiiecte von gfl, Gretscher, Neustadt 78. Löwen-Drogerie W. Kilbinger, Seltersweg Nr. 52, empfiehlt den geehrten Hausfrauen: feine u. feinste Speiseöle, Tafeleffig, vorzügl.Mofel-Weiueffig, Effigeffeuz, Gewürze aller Art, Zucker, Korken in allen Größen, Schwefelband und Faden, Flafcheulack, Pergameutpapier re. re., ferner: gelbe u. weiße Kernseifen von anerkannt bester Qualität, Seifeupulver, Panama- Gallseife . und alle übrigen Artikel zur Wäsche, zum Bügeln und! Scheuern. 63941 Freibank. 6713 Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, zu verm. 1 Näheres durch Herrn °- drei Tage- * LLs w> »I« 67681 Ein big zwei schön möblirte Zimmer vom 1. October ab zu miethen gef. Offerten nebst Preisangabe unter Chiffre J. 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Eine Deputation der philo- sopbiichen Facultät überreichte ihm das Diplom eines Dr phil. hon. c. Die Wurde findet ihre Begründung in den historischen und philologischen Studien des Jubilars, die mit seinem Besalwerk in Zusammenhang stehen. Zugleich mit Prof. Roth beging auch der Profesior der Kinderheilkunde, Dr. Ed. Hagenbach-Burckhardt, das Jubiläum seiner 25jährigen Professorenthätigkeit. CtteratM» Kaixfe — »Neueste Erfindungen uud Grfahruvge«^ auf den Gebieten der practtschen Technik, der Electrotechntk, der Gewerbe, Industrie, Cbemte, der Land: und Hauswtrthfchaft rc. (A. Hartliebens Verlag in Wien), ^ränumerationspreis ganzjährig für 13 Hefte franco 7.50 Mk. Einzelne Hefte für 60 Pfg. in Briefmarken. Practtsche, bereits ausgeführle und gut auszuführende Arbeiten und Rathschiäge verlangt der im Arbeitsleben Stehende. Diese Zeitschrift erfüll! in höchstem Maße diese Bedingung. 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Gesangverein Gemüthlichkeit Samstag den 17. Juli, Abends 9 Uhr: tm Vereinslocal (Schiffenbergerchol). Tagesordnung: 1) Rechnungs-Ablage. 2) Vorstandswao. 3) Verschiedenes. b7): Der Vorstand. kaufmänn. Stellen empfiehlt seine altbewährte Vermittlung (für Geschäftsinhaber und Mitglieder kostenfrei) der Kaufmännische Verein in Frankfurt a.M. Redacriaa: A. €d)c»b— Druck und verlaß her Vrübl'fchen Nninrrsttäks Buch- und Steutb ruderet ^Pietsch 8l Scheyda) in ^Netzen Die heutige Kummer umfaßt 6 Hu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein 6774 Der Vorstand. Bauerscher Gesangverein. Sonntag den 18. Juli: Marburgerstrnhe- Markt—Bahnhof und zurück- GrünbrroLrstrsKc-Markt-Baünhof und zurück. Markt—Ludwigsplatz -Schlffenbergerwald und zurück.