7r ilaijrr PW. 45. tr) LersteB Aatoritjtpn d ut das belZk 3* rnahrnnn hweizermilch. ® rnahrnnq s zuverlässig. , * Nahrung Erbrechen j 38 Entwöhnen, mahrang nommcn, >« J bereiten. 1 kleine Kinder ITOLüNGEN. wüsche. llnb Liter. ovseustoffe und g. an. lederfarbigeo Zauwwolle, per m Strümpfen rc. 2740 8 Tage z«r Probe sendet die h tir&trat h bei te du hviMek t Frist rivzusrvdm, torltuW gesehltch Stand (beutlitb) , W g6M(bunfltn nehmen tnLahlunA IMH 3t**« 41j4 »n* i MMP1 hf IHagenleiden. 5 "atf •15an!!rta. rn. irbare iiptt*yu ott „d Scheuch »Z't a ä 114 Erstes Blatt Sonntag den 16. Mai I8W Der HKßtvrr Anzeiger erscheint täglich, Ml Ausnahme deS Montag». Die Gießener Wa»itt-«orL1ter werden dem Anzeiger »Ach«ttlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger Abonnementsyrdaa 2 Mark 20 Pfg. mÜ Bringerlohn. , Durch die Poß bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Aedaction, LxpeditiM und Druckerei: Kchntftratze >t.U Fernsprecher 61. y 3mtf< nnb Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den salgenden Lag erscheinenden Nummer bi» vorn,. 10 Uhr. Hratisöeitage: Hießener Kamitienökätter. Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Lu-lande» nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Lheil. Bekanntmachung. ®etr.: Feldberemigung in der Gcmarkung Staufenberg. Ja der Zett vom 14. bis einschließlich 20. Mat l. I. liegen auf dem Gemeindehaus zu Staufenberg folgende Verzeichnisse, nämlich: 1) das Geldau-gletchungS-Verzeichniß über den Zuviel- oder Zuwentg-Empfang an Geländewerth im I. und II. Feld, 2) das GeldausgleichungS B-rzeichatß über den Zuviel- oder Zuwenig-Empfang an Obstdaumwerth im I. Feld, 8) das Brrzeichntß der Pachtemschüdtgrmgen im I. Feld pro 1896, 4) ein Berzeichniß über besondere Entschädigungen im I. Feld, 6) ein Derzrichnißüber besondere Entschädigungen im II.Feld, zur Einsicht der Betheiligten offrn. Etwaige Einwendungen hiergegen find bei Meldung deS Ausschlusses innerhalb oben angegebener Frist bei Großh. Bürgermeisterei Staufenberg schriftlich einzuretchen. Friedberg, den 10. Mat 1897. Der BeretnigungS • Commisiär: »713 Dr. Göttelmann, Gr. Kretsamtmcmn. Politische Wochenschau. Sistirung der griechisch tnrklschen Feindseligkeiten. — Griechische Finanzen. — Die fernere Machtstellung der beiden Machte. — Dentsch franzöfifche Beziehungen. Die noch vor kurzem in Athen gemachten Aeußerungen, eher den Kampf bis zum letzten Blutstropfen fortzusetzen, alS die Truppen von Kreta zurückzuruien und sich dem Willen der Mächte zu unterwerfen, Haden sich wieder einmal als auS- posaunte Redensarten ohne Begründung erwresen. Griechenland ist besseren Sinnes geworden, indem eS die ihm von den Mächten als Gage der Jnterv ntion gestellten Bedingungen: Zurückziehung der griechischen Truppen von Kreta, Einwilligung Griechenlands zur Autonomie Kretas, inzwischen anstandslos angenommen hat. Bedauerlich ist es, daß dieser vernünftige Beschluß der griechischen Staatsoberhäupter nicht schon längst genommen wurde, denn nach den Niederlagen von TurnavoS, Larissa, Pharsalu», VelestinoS war über den AuSgang des griechisch-türkischen Confl ctS kein Zweifel mehr möglich. ES hat sich in diesen Kämpfen zur Genüge gezeigt, daß die Hellenen eben jeden Sinnes für strenge DlScipltn und MannS- zucht mangeln, ohne welche kriegerische Erfolge kaum möglich find. Die türkische Verwaltung ist gewiß vielfach angefressen und unberechenbar, ollem der gegenwärtige Krieg hat voll- auf bewiesen, daß fie trotz aller ihrer Sünden doch noch hoch über der griechischen Verwaltung steht. Wenn Griechenland daher heute noch als selbstständiger Staat fortbestehen bleibt, so verdankt es dies nur der Gnade der Mächte und nicht zum geringsten Theil der klugen verständnißvollen Haltung deS Sultans, der trotz der überraschenden Erfolge seiner Armee nnb der von Griechenland heraufbeschworenen Feindseligkeiten fich schließlich doch als versöhnlicher und milder Sieger Griechenland gegenüber erweist. Die Hauptschwierigkeiten der Mediation für die Mächte liegen nun allerdings in dem völlig wirthschaftlichen Ruin deS griechischen Staates. Denn wenn Griechenland über reichere, finanzielle Hülfeqiellen verfügte, so wäre bei dem auch türkischerseits vorhandenen großen Geldbedürfntß mit einer hohen Kriegsentschädigung am ehesten zu helfen gewesen - auS diesem Grunde wird der finanzielle Ausgleich hier die meisten Schwierigkeiten bieten. Denn woher will das so gut wie bankerotte Griechenland die Gelder zu einer KriegStndemnität hernehmen, die fich auf ca. 5—6 Millionen türkische Pfund belaufen soll. Die im Ausland untergebrachten Schuldtitel des Hellenenreichs übersteigen bereits die Summe von 440 Millionen Mark. Bekanntlich setzte die griechische Regierung unter TrtkupiS im Jahre 1893 den Zinsfuß dieser im AuSlande aufgenommenen Anleihen um "olle siebzig Procent herab. Seitdem find nur dreißig Procent der von der griechischen Regierung ursprünglich garantirten Zinse« bezahlt worden. Von diesen griechischen Staatsanleihen ist die volle Hälfte in Deutschland untergebracht, also nicht weniger als 220 Millionen Mark! Der nächstbetheiligte Staat ist England mit vier Zehnteln deS oben angegebenen GesammtbetrageS, während Frankreich nur ein einziges Zehntel der 440 Millionen übernommen hat. Diese Zahlen beweisen zur Genüge, wie foul eS mit ihren Finanzen steht. Die Aufnahme einer neuen Anleihe zwecks Zahlung der erforderlichen Kriegsentschädigung wird daher nur dann Erfolg haben und von den Mächten garantirt werden, wenn fich Griechenland der Finanz Comrole Europas unterwirft. Ganz abgesehen jedoch von den mateiitQen Ber.usten, welche Griechenland durch diesen Unglück ichen Krieg erwachsen sind, ist auch seine Machtstellung auf der Balkanhalbinsel auf ein Minimum herabgesunken. Vor dem Krieg übte eS seinen Einfluß in allen den Türken unterworfen gebliebenen Provinzen auS. Alleiniger Herrscher sozusagen in Albanien, rivalifirte Griechenland ebenfalls erfolgreich mit dem Einfluß der Serben und Bulgaren in Makedonien und genoß trotz seiner herunter gekommenen finanziellen Verhältnisse ein unbestrittenes Ansehen im ganzen christlichen Orient. Für all diese Völker existtrt jetzt nur eine Thatsache und diese ist die völlige Niederlage der griechischen Armee. Dem gegenüber ist die türkische Machtstellung mit einem Schlage gewachsen - noch bis Anfang dieses JohreS glaubte man die Türken ihrem Ruin nahe, ja man hatte fast vergessen, daß noch eine türkische Armee ex sttrte und daß dieselbe, ehe fie sich durch di« armenischen Gemetzel einen traurig berühmten Namen gemacht hatte, fich in der Schlacht von Plewna so rühmlich ausgezeichnet hatte. Diese militärische Macht ist eS dennoch, welche die Türkei gerettet und zu ihrem alten Rang wieder erhoben hat. Deutsch, französische Beziehungen. Die von Kaiser Wilhelm anläßlich der Pariser Brand-Katastrophe erfolgten Beileidsbezeugungen haben in Paris einen wahren Preßcovflicr heraufbeschworen/ jedenfalls steht fest, daß Kaiser Wilhelm durch die vollzogenen Acten — nämlich dem Prä- sidenten der französischen Republik den Ausdruck seines tiefsten Beileids zu telegraphiren und einen der ersten Persönlichkeiten seines Reiches abzusenden, um ihn bei der Tobten- feier in der Notre-Dame-Kirche zu vertreten, der Pariser Bevölkerung und Presse zahlreichen StH zu Commentaren gegeben hat. Doch anstatt derartige FrenndschaftSbezeugunyen nach ihrem wtikitchen Werthc zu schätzen, wittert daS französische Volk leider hinter All:m, wuS von der anderen Seite des Rheins kommt, einen unsichtbaren Feind - kein Wunder daher, wenn es auch Leu Acten unseres Monarchen eine andere Bedeutung beizulegen sucht, und in derselben nicht- weniger als die Ankündigung deS in 1900 erfolgenden Besuchs des deutschen Kaisers zu sehen glaubt. Der „Figaro" bemerkt hierzu: Die sehr freundliche Haltung des Kaisers, die Bewegung, die ihn in Folge des Pariser Unglücks ergriffen, hätten ihren Eindruck auf die Gemülher nicht verfehlt. Die schlicht- denkende Masse sowohl wie die gewandten Pariser hätten sich eS sofort dahm zurecht gelegt, daß der Kaiser vor Be- gierde brenne, die Ausstellung im Jahre 1900 zu sehen und daher, wie ein guter Bourgeois, zum Voraus Höflichkeiten erweise, damit man an ihn denke, wenn eS die Einladungen zu erlassen gilt. ES sei wohl möglich, daß der deutsche Kaiser 1900 nach Part- komme; in diesem Falle müßten die Franzosen ihm wohl eine sichere und ehrfurchtsvolle Aufnahme bereiten. Es hieße aber ungerecht sein und die Persönlichkeit des Kaisers verkleinern, wenn man glaubte, gesellschaftliche Spekulationen beherrschen sein Vorgehen und seine Gedanken- der Kaiser lasse sich von höhern Gesichtspunkten leiten und handle auS freier Anregung, während im „Gaulois" Folgendes zu lesen ist: Das kaiserliche Geschenk überraschte un- und setzte unS ein wenig in Verlegenheit. Es ist klar, daß man sich nur mit Dankbarkeit vor diesem neuen Beweis einer hartnäckigen Theilnahme verneigen kann. Aber man kann auch befürchten, daß die Exaltirten, welche jede Nation aufzuweisen hat — uod die unsere ganz besonders —, eine That, die darauf abzielte, fie zu beschwichtigen, als Vorwand benutzen, um alten Groll neu anzufachen. ES sei daher gestattet, zu denken, der Kaiser habe durch seine Depesche genug gethan und seine Beisteuer sei Lvxus- denn eS gibt gewiß Leute, die nun behaupten werden, die 10,000 FrcS. seien von den fünf M lliarden abzuzirhen, und diesen Leuten sollte man keinen Stoff an die Hand geben. Leider bilden die Auslassungen der chauvinistischen Organe einen Hellen Gegensatz hierzu. Die „Libre Parole" beschäftigt fich mit dem Vorschläge eines Einsenders, eine kleine Sammlung zu veranstalten, um dem Kaiser seine 10000 FrcS. zvrückzusenden. Bor einigen Jahren wäre ein solcher Vorschlag von augenblicklichem Erfolg gewesen, jetzt aber sei die Stimmung ermattet, und man würde Gefahr laufen, daß einem Aufruf zur Einzeichnnng nur langsam entsprochen würde. Caffaguac schlägt in der Autorits die Hände über dem Kopf zusammen wegen des Aufsatzes des Figaro, der daS vaterländische Gefühl schmerze. Der Figaro habe den Kaiser früher gewissermaßen ersucht, im Jahre 1900 Paris mit seinem Besuche zu beehren, und die Antwort deS Kaisers habe nicht auf fich warten lassen. Darauf habe der Figaro die Spende deS Kaisers mit einem * Stolz vermeldet, der Caffagnac aufs äußerste betrübe. 10000 FrcS., daS sei wenig, die Haltung des Figaro hätte mehr gelten müssen. E» sei wenig für eine solche Einladung, auch wenn fie vom Figaro auSgehe, um die gute Stadt Pari» zu besuchen, namentlich wenn daS Geld den in Spandau liegenden 5 Milliarden entnommen sei, die Frankreich de« ehrwürdigen Großvater deS Kaisers gezahlt habe. Aus allen diesen Auszügen ersieht man, daß trotz der vergeblichsten Versuche von Seiten unseres Kaisers eine große Anzahl Franzosen ihre Revanchegelüfte nicht unterdrücke« können, vielmehr den geringsten Anlaß beim Schöps saffeu, um die zwischen den beiden Ländern noch einigermaßen gute» Beziehungen gänzlich unmöglich zu machen. Wulste tetesraphtlche» LornfvsnbeM-Bnremt. Berlin, 14. Mai. Der „Nordd. Allg. Ztg." wird au- Wien gemeldet: Der Hofzug, mit dem der Fürst und die Fürstin von Bulgarien die Reise zu der Leichenfeier für die Herzogin von Alev^on und dem Herzog von Aumale angetreten haben, stieß Mittwoch Nachmittag bei der Station Jago dina mit einem serbischen Postzuge zusammen. Die Zugführer hatten gebremst, wodurch der Anprall gemildert wurde. Der Fürst, die Fürstin und da- Gefolge biteben unversehrt- nur die Gerätschaften der Speisewagens wurden zertrümmert. Die Maschine des Post- zugeS wurde beschädigt. Der Hofzug setzte alsbald die Fahrt nach Wim fort. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Kürzel, 14. Mai. Der Kaiser unternahm heute früh einen Spazierritt. Um 1 Uhr 5 Min. erfolgte die Abfahrt deS Kaiserpaareö und der Prinzen nach MoulinS per Bahn, von wo auS ein Besuch der Schlachtfelder bet Amauweiler vorgenommen wird. Der Kaiser und die Kaiserin reise» morgen früh 7 Uhr 25 Min. nach Straßburg Die Pilnzea bleiben bis Montag in Kürzel. Pari-, 14. Mai. HavaSmeldung. Man glaubt, daß die Tü'kei eine Kriegsentschädigung von 78 Millionen verlangen wird. Die Mächte würden Griechenland in keiner Weise verpflichten, sich durch Auslieferung seiner Flotte loS» zukaufen. Wenn aber Griechenland die Entschädigung in Geld zahlt, werden die Mächte eine Combination erwägen, die die Wahrung der Rechte der früheren Gläubiger Griechenlands gestattet. — ES scheint fich zu bestätigen, daß die Türkei in Unterhandlungen erst nach der Einnahme von Domokos eintreten will, da- die Griechen zu räumen beginnen. Athen, 14. Mal. HavaSmeldung. Ein Telegramm an- Arta berichtet, daß seit heute früh bei Gribovo in der Richtung auf Philippiada ein blutiger Kampf stattfiadet. Die Verluste auf beiden Seiten sollen beträchtlich sein. Der Kampf dauert fort. Einzelheiten fehlen. Konstantinopel, 14. Mat. Auf die Nachricht von dem Erscheinen griechischer Freibeuterschiffe vor ver- schiedenen Inseln deS ägäischen Archipels ertheilte die Pforte dem CommLndanteu des Dardanellen-GeschwaderS Befehl, die Freibeuter verfolget, zu lassen. Nach einer Drahtmeldung des Commandanren hätten nun die von der Verfolgung zurück- kehrenden türkischen Schiffe elf Segler eingebracht, welche versucht hätten, Landungsplätze herzurichten. Depeschen beS Bureau »Herold.* Berlin, 14. Mat. Der Kaiser wird aus der Reise von Wiesbaden nach Wirschkowitz am 21. dss. MtS. auf Schloß Sybillenort zu kurzem Besuche des Königs und der Königin von Sachsen eintreffen. Die Anwesenheit daselbst dürste zwei Stunden dauern. Berlin, 14. Mai. Die „Nationalzeltung" schreibt: Es steht bereits fest, daß im Reichstage der Antrag auf einfache Beseitigung des Verbindungsverbotes in allen Bundesstaaten, wo ein solches noch besteht, von den Ratio» nalliberalen und dem Centrum unterstützt wird. Er würde sonach mit allen Stimmen gegen die der beiden konservativen Fraktionen angenommen werden, aber auch zu einer Erörterung der durch die neuen Borgänge in Preußen gekennzeichneten Lage der Reichspolitik Anlaß geben. Das Blatt hat den Eindruck, daß die reaktionären und die ihnen dienstwilligen Elemente im preußischen StaatSmiaisterium Eile haben, eine Krifis herbeizuführen. Wenn den Fürsten Hohenlohe die nahezu vollständige Jfolirung innerhalb des StaatS-- ministeriumS, dessen Präsident er ist, noch nicht zum Verzicht auf diese Stellung veranlaßt habe, so sei die Aufklärung über die Gründe hierfür von dem weiteren Verlauf der Dinge zu erwarten. Triest, 14. Mai. Die eiskalte B»ra bauert noch an. Die Anpflanzungen tn der Umgegend haben stark gelitten. Au- ganz Italien wird eine außergewöhnliche Kälte, verbunden mit heftigen Schneefällen, gemeldet. Pari-, 14. Mat. Die Leichenfeier für die Herzogin von Aleuxon hat heute Nachmittag stattgefunden und zwar in Gegenwart sehr vieler Notabilitäten, Fürstlichkeiten und hoher Würdenträger. Fast da- gesummte diplomatische CorpS war anwesend, in Vertretung deS Deutschen Kaiser- Fürst Radziwtll. Cardinal Richard hielt die Todtenmeffe. Der Herzog von Alevtzou hatte ein Telegramm gesandt, in welche« er sein Bedauern auSdrückte, zur Zett den französischen Boden nicht betreten zu dürfen. Petersburg. 14. Mat. Bet der letzten Volkszählung wurde — abgesehen von Finnland — eine Einwohnerzahl von rund 12 7 Millionen ermittelt. Amsterdam. 14. Mat. Seit mehreren Tagen herrscht an der holländischen Küste etu colofialer Stnr m, welchem schon zahlreiche Schiffe zum Opfer gefallen find. Eine große Menge Frauen und Kinder, deren Väter und Brüder auS- gefahren find, warten an der Küste. Gestern wußten die» selben einem schrecklichen Schauspiele beiwohnen, indem vor ihren Augen zwei Fahrzeuge mit je sechs Manu Besatzung dicht an der Küste untergingen. Athen, 14. Mai. Nach einer Meldung aus Domoko fieht man aus der Bewegung der Türken, daß dieselben einen Angriff beabsichtigen. Konfianttuopel. 14. Mat. Wie verlautet, stellt jetzt der Sultan die Forderung, Thessalien gegen Kreta an Griechenland auszutauschen. Lalouichi, 14. Mat. Wettere 4 4 Bataillone werden im Laufe der nächsten Woche hier coucentxtrt. Türkische Post-, Telegraphen« und Zollbeamte find nach Theffalten ab« gegangen. ____________ Berlin, 15. Mat. Die „Kreuzztg." schreibt zu dem neuen BereinSgesetz-Entwurf: Auf die Einzelheiten der darin enthaltenen Erleichterungen und Beschränkungen etuzugeheu, erscheine in diesem Augenblick nicht angebracht. Die Entscheidung werde bei den Nationalliberalen liegen. In der Presse dieser Partei werde gegen den Entwurf eine sehr scharfe Sprache geführt und man könne auS ihr entnehmen, daß eS von dort, soweit es fich um die AuflösuugSbefugSnifle staatS- gefährltcher Versammlungen handelt, einstimmig zurückgewtesen werden wird. Dabet sei aber zunächst nur diejenige Strömung zum Ausdruck gekommen, die auf, die letzte Silbe des Wortes: Nationalliberal" den Nachdruck legt. Bon einem großen Thetle der nattonalltberalen Wählermaffen sei aber da» nationale Moment für ihre Zugehörigkeit zur Partei entscheidend. Diesem Theile erscheine der rückfichtölose Kampf gegen den Umsturz, wie er sich in der vaterlandslosen Socialdemokratie zeige, als eine nationale Pflicht. Entzieht fich die Partei dieser Pflicht, so werde fie fich auf eine starke Minderung ihrer Rethen gefaßt machen müffen. Dte Re« gierung müffe, nachdem fie diesen Entwurf einmal eingebracht hat, auf dessen sofortiger Durchberathung in beiden Häusern bestehen und dürfe ihn erst pretSgeben, wenn jede Hoffnung auf sein Zustandekommen in einer wesentlich unveränderten Gestalt geschwunden ist. Die Regierung werde so oft ange- klagt, daß eS ihr an Festigkeit und Zielbewußtsein fehle. Hier könne Beides bethätigt werden. Wenn die Regierung zeige, daß eS ihr Wille ist, mit fester Hand den Umsturzparteien entgegenzutreten, würden die gutgefinnten Kreise des Volkes gern HeereSfolge leisten. Unter jener Voraussetzung werde selbst ein ungünstiger Ausfall der nächstjährigen Wahlen zu Besorgniffeu wegen der Zukunft unseres Vaterlandes keinen Anlaß geben. Athen, 15. Mat. Prev esa wird von der Flotte bombardirt und von der Brigade des Obersten DrakoS bestürmt. Erbitterte Gefechte finden vor NekropoliS und PhtlippiaS statt. U ber den Ausgang ist noch nicht- bekannt geworden, da die Telegraphen «Verbindung von Arta nach Athen unterbrochen ist. H. Darmstadt, 15. Mai. Der Mecklenburgische außerordentliche Abgesandte v. Oertzen zeigt dem Großherzog heute den Thronwechsel in Mecklenburg-Schwerin an, worauf Prunktafel stattfindet. WB. Petersburg, 15. Mai. Auf der Eisenbahnstrecke Dorpat-Walk entgleiste DonnerStog Abend ein Militärzug, wobei 2 Offiziere, 100 Soldaten getödtet, 60 Soldaten verwundet und 16 Wagen zertrümmert wurden. Die Unter- suchungs Commisfion begab fich auf die UuglückSstätte. CoceUs tmfc prMHnjklkf. Gieße«, den 15. Mai ** Zu bet Sitzung des Oberhefs. Vereins für Natur» und heiUuube am 5. Mat sprach Herr Prof. Spengel über die Fortpflanzung des Flußaales. In den letzten Jahren sind über diesen Gegenstand wichtige Beobachtungen gemacht worden. Seit längerer Zeit war es bekannt, daß der Flußaal, wenn er sich der Geschlechtsreife nähert, ins Meer wandert und von dort nicht wieder in die Flüffe zurückkehrt. Noch länger wußte man, daß alljährlich eine große Menge junger Aale auS dem Meer in die Flüffe einwandert. Dieselben haben ungefähr die Länge und Dicke eineß Streichholzes. Der Ausstieg (mont^e) findet zuweilen in ungeheurer Menge statt. Von diesen Thiereu war bisher nur feftgestellt, daß ihre GeburtSstätte das Meer fei, nicht aber, an welcher Stelle sie entstanden seien und welche Gestalt die jüngeren Stadien hätten. Während man von anderen aalartigen Fischen, z. B. vom Meeraal, erforscht halte, daß die Jungen derselben ein LeptocephaluS-Stadium durchwachten, war derartiges vom Flußaal nicht beobachtet. Die Leptocephaleu, die man früher für selbstständige Fischformeu gehalten hat, find kleine, nicht viel über einen ginget lauge, am vorderen und Hinteren Ende zugeipitzte, fast durchsichtige Fische. Am häufigsten werden fie in der Meerenge von Meffina gefangen, wo fie durch Strömungen von ihrem Aufenthaltsort am Meeresboden an die Oberfläche geriffeu werden. Dorr ist eS nun Grasfi und Calandruccio am Anfang dieses Jahres gelungen, auch für den Flugaal das LeptocephaluS-Stadium mit Sicherheit nachzuweisen. Diese Forscher züchteten auß LeptocephaluB brevirostris im Aquarium Flußaale und stellten außerdem durch anatomische Untersuchung die Zusammengehörigkeit beider Thiersormen fest. — Der Vortragende wteß eine Anzahl ihm von Grasfi übersandter Präparate vor, von denen etnß, welcheß vom Flußaal das Leptocephaluß- und daß Monl4e-Stadium und die Heber* gangßform zwischen beiden zeigte, besonder- hervorzuheben ist. • * DemonstrationSLottiüge W. Fi««. Auf dte Vorträge, welche Montag und Dienstag Abend im Saale des Lass Leib ftattfiuden, fei nochmals ganz besonder- aufmerksam gemacht. Bei der täglich wachsenden Wichtigkeit der Elec- tricitat und der Optik für die Bedürfniffe des täglichen Leben» ist eS zeitgemäß und werthvoll, wenn in klaren, allgemeinverständlichen Vorträgen und sie begleitenden, in großem Maßftabe ausgeführten Versuchen auch solchen Gelegenheit zur Belehrung geboten wird, denen, und eS sind ihrer gewiß noch recht viele, bisher noch daß richtige Verständniß für den inneren Zusammenhang der Erscheinungen auf diesen und den verwandten Naturgebieten fehlte. Eß ist daher wünscheuß werth, daß von so gebotener Gelegenheit zur Belehrung recht vielseitig Gebrauch gemacht wird, um so mehr, da Herr Finn von früher her in sehr guter Erinnerung geblieben ist. Selbst Diejenigen, welche auf diesen Gebieten wohlbewandert find, haben sehr selten, meist nie Gelegenheit gehabt, diese Naturerscheinungen in so großem, ja großartigem und dabei so belehrendem Maßstabe kennen zu lernen. WohlthätigreitSveteiu „Coiteutta". Unter vorstehendem Namen hat sich dahier ein WohlthätigkeitSoerein constituirt, welcher zur Zeit 52 Mitglieder zählt. Als BereinSlocal wurde die „Schöne Aussicht" gewählt. Der Verein bezweckt, mittellose Schulkinder, ohne Unterschied des Geschlechts und Confesfion, welche baß erste Mal die Schule besuchen sollen, zu bekleiden. Um die Mittel zu diesem edlen Zweck aufzubringen, werden öffentliche Sommer- und Winterfeste abgehalten, deren Ueberschuß genanntem Zweck dienen soll. Wie auß dem Jnseratentheil ersichtlich, findet am nächsten Sonntag aus der „Schönen Aussicht- baß erste Sommersest obigen Vereins statt. • • Der Gießener Radfahr Verein (1885) hält morgen Sonntag seine Frisihjahrßanfahrt mit Mufik nach Garbenheim. Bei günstiger Witterung beabsichtigt derselbe, Abends i/29 Uhr eine Rundfahrt um die Stadt mit Lampions nach dem „Hotel Schütz" zu veranstalten. ♦ ♦ Anf Oswalds Garten ist gegenwärtig ein Riesen- Panorama aufgestellt, in welchem Ereigniffe der Neuzeit zu sehen find. Ferner sind in einer Bude nebenan lebende Riesenratten, gefangen in den Kanälen und Schleusen von Paris, zu sehen. (S. Inserat.) * • Sandhaufen für die Zagend läßt man seitens der Stadt aus den Spielplätzen der Anlagen errichten, maß allseits dankbar anerkannt wird, weil eS im Jniereffe unserer spielenden Kleinen geschieht. Wenn jedoch der durch Rrgen feucht gewordene Sand dazu benutzt wird, die wenigen Denkmäler, die unsere Promenade zieren, zu verunreinigen, wie beispielsweise daß Heyer Denkmal, bann möchte man säst wünschen, die Errichtung dieser Sandhaufen unterbliebe. •• Wetterbericht Im Westen der britischen Inseln kündigt sich daß Herannahen einer neuen Depression an. Vor derselben ist der hohe Druck, der gestern noch Über Irland vor dem Kanal lag, gegen Frankreich hereingerückt und hat auch gegen Central Europa sein Gebiet weiter ausgedehnt. Da jedoch im Süden Europas der Barometerstaad allenthalben tief bleibt, so besteht über Deutschland noch immer ein von Nordwesten gegen Südosten gerichtetes Luftdruck- gefalle. In Folge deffen hält bei uns das trübe Witter an mit zeitweisen Graupel- und Regenschauern. — Voraussichtliche Witterung: Im Norden etroaß bessere-, im Süden noch unbeständiges und allgemein kühle- Wetter. x Lollar, 15. Mai. Morgen Sonntag veranstaltet der hiesige Radfahrer-Verein ein Wettrennen nach Grünberg, sowie in Verbindung hiermit ein Radfahrerfest im Gasthaus „Zum Einhorn-. Nachmittags findet Festzug und Concert, Abends Preisoertheilung und Tanz statt. »utsng cm» den fttmbexntttewgiftmi der Stadt Statza». Mat- 11. Hermann Randeratb, fteufmann zu HerSield, mit Rosalie Meyerhofs bterfdbft. 12. Seibert Mühl, Schneider dahier, mit Henriette Schäfer hierselbst. 13. Simon Nußbaum, Fellhändler dahier, mit Ida Klugherz zu Colmar (Elsaß). 14. Ludwig Johann Martin Ockel, Kaufmann dahier, mit Johanueste Karolive Mathilde Sophie Jughard dahier. Mai: 8. Johann Georg Höhn, Braumeister zu Linnich, mit Clara Friederike Appel hierselbst. 8. Ludwig Schäfer II., Maschineo- arbdlet dahier, mit Elisabeth Haaß von Wieseck. 12. Heinrich Nau, Wirth dabier, mit Creßcmz Särve von Weiding. 13. Philipp Friedrich Faatz, Bierbrauer dahier, mit Ernestine Luise Clara Krug von Ingersleben. Mai: 6. Dem Schlosser Karl Struth ein Sohn, Karl Heimich. 7. Dem Kaufmann Fritz Roth eine Tochter. 8. Dem Schreiner- meister Wilhelm Weigel eine Tochter, Elsa. 8. Dem Schneidermeister Heinrich Kell ein Sohn, Adolf. 9. Dem Oeconom Georg Simon eine Tochter 9. Dem Cigarrenmacher Johann Jakob Siemon ein Sohn, Jacob. 10. Dem Restaurateur Philipp Kleiß ein Sohn. 12. Dem Baulechniker Georg Grünig eine Tochter. Ai Wat: 9 0r. Eduard Löwe, 45 Jahre alt, GerichtSassesior dahier. 10. Christian Rau V , 61 Jahre alt, Schuhmacher und Landwirth zu Berstadt. 11. Heinrich Adolf Sennlaub, 21/« Jahre alt, SoLn von Bergmann Adolf Sennlaub von Waldhausen. 12. Anna Göbel, 40 Jahre alt, Näherin von Schotten. 12. Karl Lutz, 20 Jahre alt, Taglöbnrr von Münchhausen. Kreiß Gebweiler, Mußketier der 6. Compagnie 116. Regiments. 13. August Stetn, 2 Monate alt, Sohn von Taglöhner Wilhelm Stein dahier. Arrrzug au» den der Stadt Gietzea. Evaagelifche Gemeinde. Getraute. Matthäußgemetode. Den 8. Mai. Johann »torg Höhn, Braumeister zu Linnich, und Klara Friederike Appel, Tochter deß Müllerß Johann Appel. Den 12. Mat. Heinrich Neu, Wirth zu Gießen, und Creßcmz Särve, Tochter deß Schuhmachers Michael Särve zu Weibing in Bayern. Lukaßgemeind e. Den 8. Mai. Ludwig Schäfer II., Maschinenarbeiter, ein Wittwer, und Elisabeth Haaß, Tochter deß Ackermannß Jakob Haaß von Wieseck. Johanneßgemeinde. Den 13. Mai. Philipp Friedrich Faatz. Bierbrauer zu Gießen, und Christine Luise Clara Krug, Tochter deß Glasermeisterß Wilhelm Carl Ferdinand August Krug zu Sngerßleben.; Grtnnkte Mattbäußgemeinde. Den 9. Mai. Dem Restaurateur Christian Friedrich Teitge eine Tochter, Sophie Helene, geboren den 1 April. Markußgemeinde. Den 9. Mai. Ein unehelicher Sohn, Heinrich Johanneß, geboren dm 6 AprU. LukaSgemeinde Den 9. Mai. Dem Schlaffer Heinrich Müller eine Tochter, Marie Lina, geboren den 19. Januar. Denselben. Dem Rangirer Wilhelm Döll ein Sohn, Georg Heinrich, gedorm den 15. April. Mattbäußgemeinde Den 11. Mai. Dr. Eduard Loew,, Gerichts «ffeffor. Sohn beß verstorbenen Kaufmann- Brrnhard Loewe, 45 Jahre alt, starb den 9 Mai. Markußgemeinde. Den 8. Mai. Johannes Kuhl, HUfrlad-.meister, oerheirathet, 51 Jadre alt, starb den 7. Mai. Den 9. Mai. Katharine Martin, geb. Kühn, Ehefrau deß Knechts Ernst Martin, 32 Jihre alt, starb dm 6. Mai Lukaßgemeinde Den 14. Mai. Anna Gövel, ledig, 40 Jahre alt, starb den 12. Mai. Cant» trnfr Gisste«, 11. Mai Marktbericht. Auf dem heutig,« Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. X 1,00 — 1,15. Hühnerei, r pr. St. 0 $ 2 St. 10-11 A Enteneier 2 St 11-12 A. Gärst- ekr pr. St 00—11 A. Käse pr. St. 5-8 A. Käsematte pr. ®t. 8 A. ®rbfen pr. Liter 18 A, Linsen pr. Liter 27 A, Tauben pr Paar X 0,70 biß 0.90, Hühner pr. Stück 1,10 biß 1,30, Hahnen pr. Stück X 1,20-1,50 Enten pr. Stück X 1,60—1,80, Gänse pr Pimst X 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Psd 66-74 A. Kuh- und Rtndflri ck pr. Pfd 60 66 A. Schweinefleisch pr. Pfd. 66 biß 66 A. Schweine- fletsch, gesalzen, pr. Pfd. 70 3, Kalbfleisch pr Pfd. 60-54 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 50-65 A. Kartoffeln pr 100 Kilo 4 60 bk 5,00 X, Weißkraut pr. Stück 0- 00 A- .8wiebeln nr. Lenina X 8,00—9.00. Milch pr. Liter 16 A, Kirschen pr. Pfd. 5° j ___ VW" Wegen Raummangel mußte« Verschiedene «r» titel, sswie die vrodpreise für «ächstr Rümmer z«rü«- gestellt weroe«. yateijtirtundjVam^^^^^^ Ein neue? 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Glaser (Rahmenmacher), 1 Maschinenschlosser, 1 Geschirrschmied für ein Eisenwerk, 1 Schmied, 2 Schuhmacher, 1 Schneider, 2 Bau- und Möbelschreiner, 1 Ta- ocittr, 1 Gartenarbeiter für dauernde Beschäftigung bei angemeff Lohn und freier Station, 1 tücht. Schweizer, 2 HauSburschen im Alter von 16 bis 18 Jahren, 2 ^uffrauen, 1 Erdarbeiter, 1 Taglöbner, 2 Friseur-, 1 Drechsler-, 1 Schreiner-, Schmied-, 2 Schuhmacher-, 2 Schneider-, 1 Schlaffer-, 1 Bäcker-, 1 Maschinenbauer», 2 Buchbinder-, 1 Glaser-Lehrling, 12 Dienstmädchen für Küche und HauS- orbett, 1 Süchenmädcheu, 1 Köchin.______________________________________________ Pstichtfeucrwehr. Die Mitglieder der Wehr werden hierdurch gemäß § 16 der Orts- feuerlöfch-Ordnung geladen, sich Donnerstag, 20 Mai d. I., Abends 8V* Uhr pünktlich, auf Oswalds Garten einzufinden zwecks Ausscheidung des Jahrgangs 1869 und Einstellung des Jahrgangs 1871. Die zur Entlassung Kommenden haben Armbinde und Abdruck der Ortsfeuerlösch-Ordnung abzuliefern. Gießen, den 14. Mai 1897. Der Branddirektor: 4^76___________________Schmandt.________ Die verehelichen Mitglieder der Gewerbebank z« Gießen kmgktragklle Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht «erden zu der Montag den 17. Mai l. I, Abends 8*|2 Uhr im Sank des „Hotel Einhorn" dahier abzu haltenden 38. ordentlichen Generalversammlung ganz ergebens! eingeladen. Gießen, 8. Mai 1897. 4608 Gemrdebaukzu Girßeu eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Carl Loos Borfitzender deS AuffichtSratheS. Vergebung von Bauarbeiten. Die zum Bau eines Schulhauses sür die Gemeinde Laug-Göns erforderlichen Arbeiten und Lieferungen werden am Montag den 24. Mai l. I., Rachmittags 3 Uhr, im Gemeindehaus zu Lang-Göns im Wege schriftlichen Angebotes vergeben und find Angebote bis zu genanntem Termin bei Großh. Bürgermeisterei Lang Göns, bei welcher Voranschlag, Pläne und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen. Die einzelnen Arbeiten und Liefe- rungm sind wie folgt veranschlagt: Mk. Erd- und Maurerarbeiten. 3751.66 Steinhauerarbeiten . . . 2854.41 Zimmerarbeiten .... 2734.49 Dachdeckerarbeiten . . . 1435.— Spenglerarbeiten . . . 449.30 Blitzableitung .... 275.— Schlofferarbeiten.... 202.— Schreinerarbeiten . . . 387.04 Weißbinderarbeiten . . . 163.16 Eisen- u. Röhren-Lieferung 1727.87 Gießen, den 15. Mai 1897. Der Großh. Kreisbauinspector. ___________Stahl._______4861 Verdingung. Die Arbeiten einschließlich Material- lteferung zum Bau einer Stellwerksbude mif Bahnhof Hungen sollen im Wege deS schriftlichen Angebots öffentlich verdungen werden. Die Zeichnung und die Verdingungsunterlagen liegen im Bureau der unterzeichneten Betriebsinspection zur Einsicht aus; die letzteren können auch von da gegen 50 Pfennig in Baar bezogen werden. Die Angebote sind portofrei, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Eröffnungstermin, Samstag den 22. Mai l. I, Vormittags 11 Uhr, hierher einzuretchen. ^uschlagSfrist 14 Tage nach dem Er- öffnungStermine. Gießen, den 12. Mai 1897. 4878 Grotzberzoal Betriebsinspection 2. Mr FvhnverKsbksihkr. 6 gut erhaltene doppelspännige Wagen preiSwerth zu verkaufen. Carl Haas jr., 4834 Kalkwerksbesitzer. Gräsem-Verpachtung. Mittwoch bett 26. Mai, Bormittags 16/, Uhr, soll die Grasnutzuug an der Lahn in den Gemarkungen Gießen und Heuchelheim für das laufende Jahr an Ort und Stelle öffentlich verpachtet werden. Zusammenkunft am rechten Lahn- ufer unterhalb der Wieseckmündung. Mainz, den 16. Mai 1897. Großh. Wafferbauamt Mainz. ___Schmitt.______4851 Aufforderung. Diejenigen, welche an den Nachlaß des verstorbenen Johannes Brück von Albach noch eine rechtmäßige Forderung zu machen haben, können dieselbe bis zum 1. Juni d. I. bei dem Unterzeichneten geltend machen, da selbige später nicht berücksichtigt werden können. 4864 Albach, den 15. Mai 1897. Heinrich Dippel. Dienstag, den 18. Mai 1897, versteigere ich zu Gießen öffentlich gegen Baarzablung: a Nachmittags 2 Uhr im Adler: 1 Pferd, 1 Char-ä-bano, 1 Handkarre, 3 Zweiräder, 1 Plüschgarnttur, 1 Salonspteael, 3 Sophas, 2 Com- moden, 1 Verticow, 1 Regulator, 1 Bett, eine eis. Bettstelle mit Ma, kratze, 2 Kleiderschränke und sonstige Mobilien, ferner eine große Partie Cigarren und Tabak, mehrere Fässer Wein, einen Posten Unterkleider, Oelbilder, Gold- und Silbersachen rc. b. Nachmittags 4 Uhr Lndwigsstr. 6: einen eleganten Schreibtisch, 1 Com- mode, 1 Zimmercloset, 1 Spiegel, 1 Regulator, einen eich Küchenschrank, 1 Ausziehtisch, 1 Kleiderschrank rc Versteigerung b bestimmt, Bersteiger. a vorauss. tbetlw. bestimmt 4879 Engel, Gerichtsvollzieher. Montag den 17. Mai 1897, des Nachmittas 2 Uhr, sollen im Pfandlocale zu Gießen — Seltersweg 11 — gegen Baarzahlung versteigert werden: Kassenschrank, Chaise, Eichen-Bohlen, Glasschrank, Kommode, Sopha, Nähmaschine, Regulator und andere Haus- geräthe Ebenso Dienstag bett 18. Mai, Mittags 2 Uhr, in demselben Locale gegen Baarzahlung: Handkarren, Sopha, Kommode und Nähmaschine. 4589 Kemmer, Pfandmeister. Ein tücht. Pftr-kkukcht auf sofort gesucht. 4847 Martin Langsdorf, Maurermftr. Pferdeknechts kann etntreien.__________Sicherste» 5. Junger Hausbursche gesucht 4880 ______S. Herbordi, Marktplatz 18. 48911 Einen Junge« in die Lehre sucht Karl Lindenstrnth, Wagnermstr. 4857] Einen Lehrling sucht Emil Euler, Huf- und Wagenschmied. 4877] Lehrling gesucht von ______Lacktrer Vogel, Dammstr. 8. 4843] Ein braves, zuverlässiges Mädchen gegen guten Lohn gesucht Frau Adolf Bieler, Westanlage 44. 4881] Mädchen, das gut bürgerlich kochen kann, sowie ein Hausmädchen gesucht bet hohem Lohn nach auswärts. Näheres durch Frau Bärrn Walltborstraste 13. 4882] BraoeS, zuverlässiges Lauf- müdche« für Morgens früh bis über Mittag gesucht. Näh, bei der Exp d. Bl. (Bitt Lanfmädchen wird sür Vormittags gesucht 4836 ______________«öthestr. 50, ui. Hausmädchen ^ismarkstr 7,1. Kran oder Mädchen ' zum Waschen gesucht. Vordere Lahnbleiche» Theater-Saal Caf 6 Leib Rur an 2 Abenden r Montag 17. und Dienetag 18., Abends 8 bis 10 Uhr: Experimentaldemonstrationen jeden Abend 75 der brillantesten Erscheinungen. Votraq sehr populär gehalten von "W. Finn. 1 Vortrag: Polarisation des Lichte?, die schönsten Versuche in der Experimental-Physik, Reflexion eines gebogenen Wasserstrahls. Duboscy neuester Apparat zur Demonstration liegender Gegenstände und Flüfftgketten rc. 2. Vortrag: Spectral Versuche. Reltef- Spectra, Ast'vnomte, der Mond, Sichters Apparat und Dorkers Kaleidoskop, großes eleetrisches Mikroskop, Präparate von Bourgoue rc. Karten in der Universitäts-Buchhandlung (Koch) und Abends an der Cvssa. Die Demonstrationen des Herrn Finn können wir nicht genug empfehlen. Die Erscheinungen sind durchweg geradezu glänzend und gehören unstrettig zu den hervorragendsten, was bisher geboten wurde. 4828 Professor JB. Kote, Frankfurt a M ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ ♦ ♦ Elly Dietz ♦ ♦ Otto Faber < Verlobte. Giessen, im Mai 1897. + ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Wasche mit Luhn’s Wasch-Extract. Giebt schönfle Wäscht! | Ueberzeugen Sie fick davon. '/, Pfttttb Schachtel ä 15 Pfg. — Ueberall zu haben. — Aog. Knhll 9c Co., Sarmell'K. Frisch eingetroffeu: Bandnudeln Fadennudeln Eierfadennudeln ff. Maccaroni Platthafer, bekannt unter dem Namen H.-O Suppentafelu, fertige Suppen, ä 6 Portionen. Suppenmehle, Erbswurst, mit und ohne Speck, in bekannt guter Qualität. 4868 Carl Retter, Linbeuplatz, neb. b. Marktlauben. 000000000000000000 o o directe Verbindung Q 4 j mit einer der ersten O q deutschen Cognac- 9 Brennereien bin q O ich in der Lage |Cognac| g MrautirtttiliksWeindkstillat g U — ärztlich empfohlen — O zu folgendn billigen Preisen q zu offeriren: Q □ Vi Slasch« zu g g jtt. 1.80,2.25,2.60 u. 3.50. g S >/, zische,u o 8 M.1 -.1.20,140 ».1.80. n o Carl Retter, g g Cigarren, u. TabakHandlung, g Liubenplaü, 4866 Q Q neben den Marktlanbrn Q oaoo00000000000000 Pumpernickel "Xtr « & G. Wallenfels, 392 Markt 21. — Telephon 46. AäcKerei-Hröffnung. Einem verehrlichen Publikum, sowie der geschätzten Nachbarschaft die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen Lubwigsplatz 3 eine Brob und Feinbäckerei eröffnet habe und halte micb unter Versicherung der Abgabe feinster, schmackhafter Waare und guter Bedienung bestens empfohlen. 4887 Hochachtungsvoll Conrad. Müller. Fußbodenanstriche, sowie alle übrigen Farbe», 8. M. Patent Mr. 74827, sowie H. Ml. 21184 und 13198. Gefällige Muster in verschiedenen Farben, nicht schwerer als andere Bedachungsarten, nicht auffrierend, ohne jeden Mörtelverputz durch seitlich angebrachten Filzkeil dicht schließend und absolut gerade. Schön, dauerhaft, keine Reparaturen. Falzbausteine D. B. Patent Nr. 75557. von besonderer Wichtigkeit in sanitärer Beziehung; mit mehreren goldenen Medaille» ausgezeichnet. Cement-Dielen D. B. G. 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Moosansatz wird vermieden, Ruß und Staub werden vom Regen abgewaschen. Magnesit-Krippen und -Tröge p. M. O. M. Mr. 36443. Dieselben zeichnen sich durch große Dauerhaftigkeit aus, besitzen ein schönes, glattes, marmorähnliches Aussehen und sind leicht rein zu halten. Da die Magnesit-Krippen und -Kröge aus vnorgauische» Stoffen bestehen, so bieten Liederkranz. SMF’ Heute Sonntag den 16. Mai l. I. -MWW Partie «ach Staufenberg. Abfahrt 3 Uhr 13 Min. Bei ungünstiger Witterung von RachmitlagS 5 Uhr ab: Unterhaltung im Feüsaale des Caf6 Leib 4^83 Der Vorstand. als Job. Fr. Schaaf, 4858 Wehsieiusirahe 44. Krine (ConrurttniÜ ^Keine Coucurreuz hat bessere Sorten! ^Keine Coneurreuz hat billigere «V Preise! Qpeinc Concurrenz hat eine so große Auswahl in prima erstklassigen Xcbactun: L. Scherda. — Druck uub vrrla, btc Brübl scdrv llntorrfttuts-SRud). und Srnnbrudrrn 'Oirtfrt Ä 6d)tube) in Die sieutige Kummer umfasit 14 Seite». Die Metzelei-« i« Viieat< 3-ernrr nod) Andere --------- 4884 Contentia ‘W (Wohlthätigkeitsverein). SUS** Sonntag, den 23. Mai d. Js.f Anfang 3 Uhr findet in den Gartenanlagen der „Schönen Aussicht“ ein 2W Grosses öffentliches -wc Soiiuner - Fest Neu Untergang de3 Kanonenboets „Iltis“. i, ---- | Entree »O Ptg. Kinder und Militär 10 Vtg. Eintritt pro Person 20 Pfg. Militär ohne Charge IO Pfg. Kinder unter 14 Jahren in Begleitung Erwachsener sind frei. —----- Bier im Glas s/io 14ter IO Pfg. = NB Der Garten ist bedeutend vergrößert und wird genügend für Sitzplätze Sorge getragen. 4886 CüprUk drs 2. C6ro6lj tzkfl. juf.-Ktgimtnf» Ur 116, fieiftr Wilhetm unter persönlicher Leitung deS Großh. MusikdiriciorS Herrn C. Krauße. Programm: 1) Professoren-Marsch (Zeltow). 2) Preis-Ouoerture (Ourtner). 8) Para, phraie a. b L. Home eweet home (Boigt). 4) F nale a- b. Dp. Maitha (Aistow>. 5) Franzos. Lustsplel-Ouverture (^-la-Bsla). 6) O bitt euch liebe PSgrl m (Humbert» 7) Im »^luae durch die Welt, Walzer (Einöd holer 8) Potpourri a. d. Voaelböndler (Z ller) 9- «m »aNerhofe, Fackeltan, Polonaise (Förster . 10) RomaneSka (Zikoff) 11) Emma, Polka-Mazuika (ikrauße). 12) Berliner AuSstellungs Melodien, Potpourri (Thiele-Büchner). statt. Von 3 Uhr an W Concert, ausgeführt von d'v Bauer'scheu Musikcapelle. Gleichzeitig Eröffnung der verschiedenen Juxbuden, als Schiffsschaukel, Carroufsel, Sch'eft- pavillon, Schnellphotographie, Lpielbude, Kraftmesser, Automaten u s.w.; f.rner Kinderspiele als Wurstschnappen, Eierlaufen etc. Gegen Abend: Tanzbelustigung im Freien. Biesen-Panorama. 'M Neu Die Massen Grdrückung in Kukrrö und ^ager: Liebigstrasse 43 45 empsichlt in vorzüglicher Ausführung, für alle Zwecke geeignet Duisburg, 15 Mai 897 Stein’s Garten. Heute Sonntag, den 16. Mai: Tsr Großes Concert