ein. 7-A Ühr "«rttrui»., aittheaters, mtisch. ifeld. r E^olphe NMh! 2uMk 3-5°. Zw» tenkarten Mk. i _rkaaf: Erstei PM,i; K ^chiedenen Richtang^ W? sfesl ibeni» 8 tyr, 1U. t’?* * k ■ °^°r *Ä”= > ft ‘ £we,bt« «4 eJr !*1 in £ ,l$ erscheint. m Tam-tag telephoi i genommen. Der Vorstand. - jllWck tlfl i Uhr bei ®aut . PvAndwch. genb geboten. )er Vorstand^ S2 es s- K -V Her ten aek. 2 L i s 0> -- = Z . HOenrvtc Ssld-SWte zieteo I IW r w 1887 $ 10'. 101 Jn** ,. jlrtitenb. LbE ulcbL ,.l906 io: »«tSÄäS oh* . uuar l"6. eä4 roknoia- MM W*. ^3 Drr Hi-^rner Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamikiendtäller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal bcigrlegt. Zweites Blatt« Samstag den 16 Januar 1897 Gießener Anzeig er Kenerak-Mnzeiger. Vierteljähriger ASonnementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schntstratze Ar.7. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblutt für den Ttveis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den I ftdttAlle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen j folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. I v» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Lheit. Bekanntmachung, betreffend: die Veranstaltung von Berloosungen innerhalb deS GroßherzogthumS. Die mit Verfügung Großh. Ministeriums deS Innern und der Justiz vom 16. Mai 1896 genehmigte Verloosung zu Gunsten des Turnvereins zu Homberg a. d. Ohm ist mit Genehmigung Großh. Ministeriums deS Innern vom 28. v. Mts. auf den 22. April 1897 verlegt worden. Gießen, den 14. Januar 1897. Großherzogliches KreiSamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend: das Ersatz-Geschäft für 1897. Mit Bezug auf die Bestimmungen der Deutschen Wehr- Ordnung werden aüe im Jahre 1877 geborenen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt haben, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine dtfinitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise Gießen ihren dauernden Aufenthalt haben, oder in demselben als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirth. schaftSbeamte, Handlungsdiener, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Lehrburschen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich aufdalten, hiermit aufgesordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle in der Zeit vom IO. bis zum 25. Januar l. Js. bet der Bürgermeisterei ihres Wohnortes, beziehungsweise ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabei, wenn sie an diesem Orte nicht geboren find, ihren Geburtsschein, welcher «unmehr bei dem betreffenden Standesamt zu erwirken ift, und wenn sie sich bereits bei einer früheren Musterung gestellt haben, ihren Loosungs-Schein vorzulegen. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß Diejenigen, welche die Anmeldung unterlaffen, zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Strafe bis zu 30 Mark ooer mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Thetlnahme an der Loosung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung rc. verlustig erklärt werden. Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit Feuilleton. Sine Spaperfahrt nach Norwegen. Reiseerlebnisse von Joseph Kahn, Ranstadt (Oberhessen). (5. Fortsetzung.) Nun steuerten wir dem 40 Meilen entfernten Christian- sand zu, wo wir unS auch nur wenige Stunden aufhielten und uns deßhalb gar nicht in das Innere der Stadt wagten, von hier bis Stavanger hatten wir günstiges Werter und eine herrliche Fahrt begann. Welche großartige, überwältigende Scenerie sieht das Auge. Immer neue Schönheiten, immer anders geformte Gebirge. Berge, deren Gipfel von ewigem Schnee glänzen, schnell herunterrieselnde Wasserfälle, hohe Felsen, die uns näherrücken oder mitten im Meere stehen, zwischen diesen felsigen öden Erhebungen liegt manchesmal ein kleiner Garten, ein Stück Wiese mit einem reiten Häuschen dabei. Doch ich vermag nicht die Reize der Natur so darzustellen, wie ich fie wirklich auf jener Fahrt sah und bewunderte. „Es muß fich göttlich dort wohnen," meinte vodow. „Hierher w ll ich einstens meine Hochzeitsreise wachen, in einem solchen Neste kann man doch mit Ruhe die Flitterwochen verleben, seine Sirsta verbringen, ohne von ben Nachbarn gestört zu werden, höchstens daß ein Walfisch neugierig werden könnte." So philosopirte er, bis ihn Müller endlich aus feinen Betrachtungen mit der Bemerkung riß, daß die Berge doch noch höher wären, wenn sie in Berlin stünden. Natürlich waren wir nur sehr selten in unseren Cajüten. Nordau'S geistvolles Werk „Paradoxe" lag noch unauf- geschnitten in meiner Reisetasche, und ich schneide doch so gerne auf. Aber wer hätte in einem anderen Buche als hem der Natur lesen wollen. Sogar unsere Mahlzeiten wurden auf dem Verdecke eingenommen. Freitag Morgen sahen wir Stavanger vor uns liegen. Die Einfahrt ist wirklich vrachtvoll. Man wird gewisser- I avweieno find, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherrn zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt, Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 2. Januar 1897. Der Civilvorfitzende der Großherzogltchen Ersatz Commission Gießen. I. V.: Dr. Wüst. (§) Mucke, 13. Januar. In Ergänzung unseres Be- richtes über die fortwährende Zunahme des Verkehrs auf Mücke und der dortigen Gebäude und Anlagen bemerken wir noch, daß die Bierbrauerei Wallach in Alsfeld erst dieser Tage wieder einen Bauplatz für die Summe von 1200 Mk. käuflich erworben hat. ? Stockhausen (bei Mücke), 13. Januar. Der hiesige Landwirth B. führte sein kürzlich gekaustes Pferd zur Schmiede, um es beschlagen zu laffen. Auf dem Wege zur Schmiede schlug das Pferd ouS und traf feinen Herrn mit solcher Gewalt, daß ihm das Schienbein zerschmettert wurde. Der Mann stürzte zu Boden und das Pferd ging durch, seinen Besitzer eine ziemliche Strecke mitschleifend. Das Pferd scheint die Freiheit sehr zu lieben, denn früher ging es schon einem Pferdehändler in der Gegend von Hungen durch und hielt sich dort einige Tage in Wald und Feld auf, bis eö wieder eingefangen wurde. Diesmal aber gelang es seiner rasch wieder habhaft zu werden. Sein jetziger Besitzer wurde in die Klinik nach Gießen verbracht. Bad-Nauheim, 13. Januar. In der israelitischen Kinderheilftätte dahier wurden in der letzten Saison 64 größtentheils skrophulöse Kinder verpflegt, von denen 31 aus Frankfurt a. M. waren. Im Frühjahr soll mit dem Bau eines eigenen Heims begonnen werden, das einen Kostenaufwand von 200000 Mk. fordern wird. §§ Vom Vogelsberg, 10. Januar. Nachdem die Bahnstrecke Lauterbach-Gedern genehmigt und eine Theil- strecke Lauterbach - Grebenh ain auch bereits vrrmeffen ist, ist über den Baubeginn noch nichts bekannt. Vielfach haben fich Comiiss gebildet, um den Bau der Bahnstrecke fördern zu helfen, so in Büdingen, welches die Bahn von da aus über Rinderbügen, das Seementhal, Völzberg, Crainfeld nach Lauterbach gebaut wissen will. Ein anderes Comitv soll fich in Hirzenhain gebildet haben, um den Bau maßen überrumpelt von der eigenartigen Farbenzusammen- stellung des Bildes. Der Hafen mit seinen vielen Schiffen, Kähnen und Masten sieht recht lebhaft und bunrig aus. Hier betreibt man neben einem bedeutenden Holzhandel auch schon Fischkxport. Ganze Hütten voller geräucherter Fische stehen am Strande, Tonnen werden hin- und hergerollt, Boote kommen an mit frischen Meerbewohnern, große Schiffe liegen da, die allerhand Fracht aus- und einladen, kurz, es ist ein Bild, das kaletdoscopisch auf uns wirkt. Die Häuser in der Nähe des HafenS haben fast keine andere Schtlder als mit „FiSkkontor" bezeichnete. Die Stadt an fich ist wie alle anderen Städte, mit Ausnahme Bergens, von keiner besonderen Schönheit. Die Straßen find breit, die Häuser find theils von Holz, theilr aus Stein gebaut, übrigens sieht alles recht proper aus. Die Straßen find ziemlich belebt,- was mir besonders auffiel, war, daß die Wirthschasten alle dicht besetzt waren und daß daS Geräusche in denselben ein fo laute- war, daß man annehmen konnte, die Leute befänden fich in keinem nüchternen Zustande. DaS einz ge Gebäude, daS den Fremden reizt, ift natürlich die Domktrche. Die Kanzel stammt au- dem 9. Jahrhundert und 'st sehr künstlerisch ausgestattet. Auch ein sehr alte- Taufbecken ist dort, daS allgemeine Bewunderung durch die feinen Einmeißelungen erregen muß. Die Kirche ist circa 60 Meter lang. Das Schiff und das Vor- hauS sind aus Granit aufgeführt, die Ecken und die Fenster-, sowie Thüreinfaffung aus gehauenem Speckstein. Das Chor ist in reichem Spitzbogensttl und ganz von Steatit. Auf jeder Seite des östlichen Endes des Chores ist ein viereckiger Thurm, in welchem zwei Capellen find, die jetzt als Sakristeien benutzt werden. Nachher liefen wir ein wenig in den Straßen umher und betrachteten uns die Leutchen. Die norwegischen Männer und Frauen find fast alle blond und haben fehr Helle Haare. Die Tracht der Männer ist eine zebraarrig gestreifte Jacke mit dunkelblauen Hosen, während Frauen, Mädchen und fttnder rothe und verzierte Mieder und buntige Schürzen trogen. Die Röcke werden sehr kurz getragen, f der Bahn von da über Gedern nach Lauterbach zu betreiben. Auch in Freiensteinau hat sich eine Vereinigung gebildet, um den Bau einer Bahn von Steinau (Station der Bebra- Frankfurter Bahn) über Freiensteinau bei Grebenhain in die Bahnstrecke Lauterbach Grebenhain anzustreben. Ferner soll von Birstetn resp. Wächtersbach aus eine Zweigbahn angeregt werden, die etwa bei Völzberg in die Linie Lauterbach-Gedera einmündet. □ Darmstadt, 13. Januar. Minifterialrath Muhl hat sich vor einigen Tagen nach Gardone (Riviera) am Gardasee zur Wiederherstellung seiner angegriffenen Gesundheit begeben- man spricht mehrfach von seinem demnächstigen Rücktritt als wahrscheinlich. — Der Vortrag über Polar- forschung von Dr. Jul. v. Payer aus Wien hatte an 500 Personen versammelt und bewies wieder, ein wie großes Interesse für wiffenschaftliche Reisebestrebungen in unserer Stadt besteht. * Hanau, 12. Januar. Die Neustadt Hanau, die durch ntederländtsche und französische Emigranten gegründet wurde, begeht Anfangs Juni d. I. die Jubelfeier ihres 300jährigen Bestehens. Die beiden Kirchengemeinden toerben die kirchliche Feier am 1. Juni, dem historischen GründungS- tage, abhalten und haben dazu den Kaiser als ihren obersten Bischof eingeladen. Die weltliche Feier, bei der u. A. ein historischer Festzug geplant ist, beginnt am ersten Pfingst- feiertage. Die Kosten für die Festtage find auf 60000 Mk. veranschlagt. * Der starke Zuzug weiblicher Dienstboten nach Berlin veranlaßte die Kaiserin zu einem Schreiben über die Fürsorge sür die weibliche Jugend, worin fie auch auf den erwähnten Nothstand eingeht. Infolge deffen find die Land- räthe dutch den Minister des Innern und die RegierungS- präfidenten dringend ersucht worden, fich die thunlichste Förderung der Bestrebungen des „Vereins sür die weibliche Jugend" besonders angelegen sein zu laffen. Insbesondere sollen fie fortgesetzt dahin wirken, daß die Amts- und Gemeindevorsteher gegen den Zuzug weiblicher Dienstboten nach Berlin thätig sind. Diese Beamten kommen vorzugsweise in die Lage, die Mädchen vor dem Zuzug nach den großen Städten zu warnen und diejenigen, welche fich nicht zurück- halten laffen, im Sinne deS Vereins zu belehren. • Elberfeld, 12. Januar. In Ohligs beabsichtigt die Stadtverwaltung diejenigen Bürger, die an einem der drei Unschön ist die weibliche Kopfbedeckung. Ein circa 10 Centi- meter hoher Kreis, mit einem weißen oder farbigen Tuche stramm überspannt, gibt dem schönen Gesicht einen etwa- nonnenhasteu Anblick. Bei Festlichkriteu tragen fie blecherne oder hölzerne Kronen, die bunt angestrichen oder vergoldet find. An der Ausstattung der Mieder und Schürzen wird von den Wohlhabenden viel Sorgfalt verwendet, manchmal fieht man die kunstvollsten Stickereien darauf. Mit Wohlbehagen betrachtete ich mir die schönen markigen Gestalten mit den freundlichen Gefichtern, und al- wir nach einem vierstündigen Aufenthalte wieder auf dem Verdecke standen, um Stavanger ein Lebewohl zuzurufen, flatterten uns eine ganz« Menge Taschentücher entgegen und wir hörten manches Farwell uns entgegenklingen. Einige Engländer und Engländerinnen waren hier eingestiegen, die nach dem Nordcap wollten. Von da an Härte daS „o how nice, o how beautiful* gar nicht mehr auf. Auch eine Deutsch-Amerikanerin fuhr mit. Sie raisonirte über alles. In Newyork, meinte fie, schmeckten die Speise» viel beffer, man könne nirgends in Europa ein gutes Beefsteak bekommen, auch seien dadrüben die Portionen Gefrorenes viel größer. Ich tröstete fie auf den nächste» Gletscher. „Ich liebe in Amerika zu travelle," meinte fie, „da hat man in den Cars fein EiSwaffer." „Ja, mein Sohn Eduard war doch fenfible, daß er diese Saison i» Newyork geblieben ist." — „Wie alt ist Ihr Herr Sohn?" fragte ich die lamenttreude Dame. — „Mein Eduard wird nächsten Monat fünf Jahre alt," bekam ich zur Antwort. — Wir fuhren an Haugesund vorüber, wo der angebliche Be- gräbnißplatz Harald HaarfagreS (f 933) ist. Sein Denkmal konnten wir ganz gut vom Schiffe aus sehen, es ist in der Form eines Obelisken von rothem Granit, umgeben von einer Anzahl, die einzelnen Volksstämme Norwegens reprä- scntirenden Steine. (Fortsetzung folgt.) letzten Feldzüge theilgenommen haben und deren Einkommen 1200 Mark jährlich nicht übersteigt, von den Steuern zu befreien. * Nordhauser», 7. Januar. Eine Anzahl, den besten htefigeu Kreisen angehöriger junger Mädchen, worunter, dem Vernehmen nach, auch mehrere Schülerinnen, hatten ohne jeden sichtbaren Grund die Tochter eines in dem betreffenden Stadttheile wohnhaften mittleren Eisenbahnbeamten durch üble Nachrede öffentlich verdächtigt. Der Vater des schwerbeleidigteu jungen Mädchen- bekam von den Gerüchten Wind, griff kräftig in da- Wespennest, und zog die jungen Dämchen zur Verantwortung. Eine lange Reihe von Sühoe- verhandlungen, die mit ziemlich beträchtlichen Vergleichssummen abschloffen, war die nächste Folge. Doch wird, wie man hört, ein Theil der Angelegenheit noch vor Gericht auS gefochten werden. Die Folgen ddS grundlosen Klatsches halten eine grobe Zahl unserer besten Familien nun schon wochenlang in Unruhe und Sorge. Hoffentlich nehmen fich die jungen Dämchen für ihr künftiges Leben an dem Der- laufe dieser Sache ein warnendes Beispiel für ihre Zukunft. Denn selten hat böser Kränzcheuklatsch schon irgendwo so viel Unheil gestiftet, als hier in Nordhausen. • Aos Bayern, 11. Januar. Im Bayerischen Wald (Niederbayern) herrscht unter den unteren Schichten der Bevölkerung große Aufregung. An den Weihnachtsfeier- tagen zog ein hellleuchtendes Meteor unter starkem Geräusch über die Gegend; acht Tage darauf kam ein Erdbeben, für den Bayerischen Wald ein Novum. Die Leute laffen es sich nicht nehmen, daß das Vorbedeutungen böser Dinge sind. * Kaiferslautero, 12. Januar. Die Weinhändler Gebrüder Blum hatten aus Zucker, Säure und anderen Zuthaten eine plumpe Nachahmung von Himbeer-, Erdbeer- und Eitronensaft hergestellt und als echten Fruchtsaft in den Handel gebracht. Sie wurden von der Strafkammer wegen NahruugS mittel fälsch ung zu 170 Mk. Geldstrafe verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte je einen Monat Ge- fängniß beantragt. Der Lehrling Falk erhielt wegen Beihilfe 10 Mk. Geldstrafe. Bei der Redactiou eiugegaugeue Bücher re. — Hebet tootibe* Berhältnitz z« Shakespeare. Rede zur Feier bes GeburlstageS Sr. Köntgl. Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig und Ihrer König!. Hoheit der Großherzogin Victoria Melita von Hoffen und bei Rhein am 25. November 1896 in der Aula dec Großherzoglichen Technischen Hochschule zu Darmstadt gehalten von Prof. Dr. Otto Harnack. Verlag der I. C. Herbert- schen Hofbuchdruckerei in Darmstadt. — Die feierliche Uebergabe de» RectoratS der Großb. Technischen Hochschule zu Darmstadt für das Studienjahr 1896 97 am 20. Oktober 1896. Inhalt: Bericht über die Studienjahre 1893/94 bis 1895/96. Die Entwickelung der Locomotive. Antritts- Rede. ____________ Da» Bürgerliche Gesetzbuch sammt Etusührungsgesetz. Mit Einleitung, Register, BUdmssen und Selbstschrtfr. HerauS- gegeben von Prof. Dr. Ehr. G. Hottinger. Berlin W. Selbstverlag des Verfassers. 180 Seiten 8°. Piels 30 Pfg. Citeratue und Kauft — Auto« Rubinsteins litterarischer Nachlaß. In dem soeben zur Ausgabe gelangten Heft X der bekannten illustrirten Zeitschrift „Vom Fels zum Meer" (Stuttgart, Union Deutsche Verlagsgesellschaft) findet sich der Anfang der mit so viel Spannung erwarteten Publikation des litterarischen Nachlasses Anton Rubinsteins vor. In der Vorrede des Herausgebers, des bekannten Concert- oirectors Hermann Wolf, werden die Gründe dargelegt, welche Rubinstein bestimmten, dieses „Bekenntniß* bet Lebzeiten im Pulte zu bewahren. „Nicht die Furcht vor der Debatte veranlaßte ihn zu diesem Vorgehen; es war vielmehr die Erkenntniß seines eigenen Wesens, die ihn bestimmte; von Ansichten, die er sich einmal gebildet hatte, war er nie mehr abzubringen. Er wußte, daß er nicht zu überzeugen war, und da er die Nutzlosigkeit jeder Controverse bei seinem von ihm selbst so unbefangen beurteilten Ebaracter kannte, so behielt er das Manuscript im Pulte, befriedigt, das niedergeschrtebm zu haben, was er gedacht Er hatte sich befreit." Die Sammlung dieser Urtheile über Kunst und Leben nannte Rubinstein In characleristtscher Weise , Gedankenkorb'; in ihr vereinigte er alles, was ihn bewegte, ohne auf systematische Ordnung Rücksicht zu nehmen. Einige Citate auS dem vorliegenden Hefte laffen erkennen, mit welcher Offenheit auf der einen Seite, mit wie großem Geiste auf der anderen Sette Rubinstein über die Dinge urlheilte. zugleich bieten die auf sein eignes Leben sowie seine künstlerische Stellunbezüglichen Aphorismen, welche die Publikation enthält, einen interessanten Beitrag zur Ebaracteristik des großen Künstlers: „Was ist schlechter? Mit überfülltem. Magen und einiger Schlafsucht in» Theater zu kommen, ober mit leerem Magen und einer Sehnsucht nach dem Schluß?" — Beides hängt ab von der Effenszett — arme Kunst!" — „früher waren überall meist kleine, häßliche Concertsäle und Theater, aber große Künstler — jetzt sind überall meist große, glänzende Concertsäle und Theater, aber....." — „Man schickt mir Gedichte zum Componiren ein, das kommt mir vor, als stellte man mir Mädchen zum Verlieben vor. Man sieht zufällig ein Mädchen, es gefällt einem, man verliebt sich in sie. — Aber beides aus eigenem Antrieb, nicht auf Fürbitte." — „Ich ziehe eine Damen- Gesellschst einer Herrengesellschaft vor, und doch ist mir ein Wald lieber als ein Blumengarten. —" — „Die Photographie verhält sich zur Malerei, wie sich der Klavterauszug zur Partitur eines musikalischen Orchester- oder Vocrlwerkes verhält." — „Schreiben ist Befriedigung — Druckenlassen Verantwortung." — „Was ist Dichtung? — es reimt sich, ist aber nicht so — und Wahrheit? e8 reimt sich nicht, ist a^er so " — „Das Regieren soll eine schwere Last, ein sorgenvolles Amt sein — und doch sind Abdikationen höchst selten in der Geschichte zu finden — es scheint doch auch Annehmbares und Angenehmes in der Stellung eines Monarchen zu liegen." Wir schließen hiermit diese Blüthenlese und verweisen unsere Leser auf das Heft von „Vom Fels zum Meer", dessen schöner Inhalt durch die Aufnahme dieser Publikation einen neuen großen Reiz gewonnen hat. Richard Loewenthal & Co. Bahnhofstraße 1 Giessen Bahnhofstraße 1. empfehlen zur ItS* Ball-Saison ihr reichhaltiges Lager in 521 farbigen Seidenstoffen, Sammeten und Matz-Artikeln. Größte Auswahl in: Maskerade-Artikeln, Handschuhen, Cranatten, Flickerei-Roben, weihen Röcken, RWen, Spitzen, Neuheiten in Ball Echarpes und Tüchern re. ' Zu bekannt billigen Preisen. ver- 20 91 147 Eames, Förster. 633 31 1835 486 4 70 8 «n»edot der «rdeitnehmer. Heyer. 626 Schneider. 621 1 Schneider 2 Schreiner. 1 Bäcker. 1 Schlaffer. 156 205 6 117 5 4 474 30 7 1 200 1980 23 Burgwald, Gern. Winnerod, steigert werden: ii H n 18 55 Kiefern-Stämme mit 14,71 fm, darunter sind sehr fchöneSchnitt- hölzer von 32—50 cm Durchmesser. n H 19,9 rm Nadelknüppel, rm Eichen-, 115,7 rm Nadel- Stöcke, Buchen-, 900 Eichen-, 1635 Nadel-Wellen, Schichten Lärchen-Stangen von 5 m Länge, verwendbar zu Gartenzäunen, Buchen-Stämme mit 4,59 fm, Der Anfang ist Morgens 10 Uhr im District Burgwald auf der Straße von Winnerod nach Lindenstruth. Winnerod, den 15. Januar 1897. a) Bau- und Werkholz: i Eichenstämme von 14—25 cm Durchm. und 6—13 m Länge — 5,68 fm, Kiefern- und Fichtenstämme von 13—37 cm Durchm. und 8 bis 18 m Länge — 59,82 fm, Fichten-Derb- und Reisstangen, — 6,88 fm; b) Brennholz: rm ii Gießen, den 9. Januar 1897. Der Oberbürgermeister: I. V.: Wolff. rm Buchen-Scheiter, rm Buchen-, Eichen- und Nadel- Knüppel, rm Buchen-, Eichen« und Nadel- Stöcke, Buchen-, Eichen und Nadel- Wellen. Die Zusammenkunft ist auf der Kreisftraße Oppenrod-Albach bet der Seifwiese. Bemerkt wird, daß das Brennholz von Mittags 1 Uhr zum Ausgebot kommt. Oppenrod, den 14. Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. 619 Die Zusammenkunft und der Anfang ist in der Schweinstallsheege beim Pflanzgarten. Lich, am 11. Januar 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei. 526 Heller. - 9216] Zwei Stück Land in meine» Garten am Nahrungsberg zu verkaufe«. Nähere« «aplaneiOLff« 11« Holzversteigerung. Künftigen Donnerstag, den 21. Januar, sollen im District Holzversteigerung. In dem Freih. v. Rabenau'schen Revier Friedelhausen sollen Mittwoch den 20. d. Mts. in den Districten Burgwald, Spieß und Hainbuch versteigert werden: 34 Eichenstämme mit 26,32 cbm, bis 51 cm Durchmesser, zu Bau- und Schnittholz, und 43 Eichenstämme mit 5,06 cbm, zu Wagnerholz und Gartenpfähle geeignet, 30 Fichtenstämme mit 5,74 cbm, 371 Fichten - Derbstangen mit 11,63 cbm und 1970 Fichten- Retsftangen, zu Bohnenstangen geeignet, sowie 206 rm Buchen-, Eichen- und Kiefern-Scheit und -Knüppel, 15685 bergt Wellen und 35 rm Buchen und Etchen- Stöcke. Die Zusammenkunft findet Vormittags 91/2 Uhr am Ausgang der Kreisstraße Friedelhausen auf die Marburgerstraße im District Burg- wald statt. Friedelhauseu, den 15. Jan. 1897. Holzversteigerung. Freitag den 22. Januar l. I., von Vormittags 9*/2 Uhr, soll im Oppenroder Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Die Kch-Nklsteigkknns vom 13. d. Mts. in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 22. b. Mts. bei Großh. Rentamt Gießen bezogen werben. Die Ueberweisung bes Holze» erfolgt Samstag ben 23. b. Mts., Vormittags 8 Uhr. Gießen, ben 14. Januar 1897. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Ulmen-Stamm „ 0,37 Fichten-Derbstangen 12,60 Fichten-Bohnenstangen, Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftraße 2. Bekanntmachung. Mit Bezugnahme auf bie Bestimmungen in § 25 ber Wehrorbnung werben alle im Jahre 1877 geborenen Militärpflichtigen, sowie bie in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt •ber welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt ober ihrer Be- freiung vom Militärbienste noch keine befinitive Entscheibung erhalten und entweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und- Wirthschaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienst boten, Fabrikarbeiter ober in ähnlicher Eigenschaft sich bahier aufhalten, hiermit aufgeforbert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in bie Rekru tirungsstammrolle in ber Zeit vom 10. bis 25. Januar d. I. bei ber Bürgermeisterei bahier im Zimmer Nr. 13 zu melben unb habet, wenn sie bahier nicht geboren sinb, ihren Geburtsschein, unb wenn sie bereits bei einer früheren Musterung concurrirt haben, ihren Loosungs- fchein vorzulegen. Zugleich wirb barauf aufmerksam gemacht, daß Diejenigen, welche bie Anmeldung unterlassen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von bet Theilnahme an ber Loosung ausgeschlossen unb ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung usw. für verlustig erklärt werben. Bezüglich ber zur Zeit ber Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sinb beren Eltern, Lormünber, Lehr-, Brob« ober Fabrikherren zu diesen Anmelbungen verpflichtet Ferner wirb bemerkt, baß Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grunb bes § 32, pos. 2, lit. a, b, c, d, e, f unb g ber Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubringen sind, ba verspätete Gesuche keine Berücksichtigung finden. Nachfrage der «rdeitgeder. 1 Schuhmacher. 1 Weißbinder. 2 Lauffrauen. 15 Dienstmädchen. 1 Bürstenbinder, bei wöchentl Rerflütq. 1 filt. Person zur Führung de« Haushalts. 2 tüchtige Pferdeknechte nach AuSwärtS. 1 Schuhmacher-, 1 Bäcker-, 2 Schlaffer-, 2 Buchbinder-, 1 Schmied-, 1 Glaser-, 1 Schneider-, 1 Schreiner-Lehrling 1 Friseurlehrling nach Auswärts. ®*ectlwn: *• — Srvtf nnd Btritg der Brühfschen Ed Steindruckerei (Pietsch L Echeyd,) in Gießen. r^ersteigenjngerL11! Holz-Versteigerung im Kicher Stadtwald. Mittwoch den 20. Januar, Vormittags 10 Uhr beginnend, sollt n im Licher Stadtwald, District Dicke- stall, versteigert werden: 401 rm Buchen-, 17,2 rm Eichen, 10 rm Linden-Scheiter, 118,6 rm Buchen-, 79,3 rm Eichen-, 10 rm Linden-Knüppel, 168,8 rm Buchen-, 151 rm Eichen, 16 rm Linden Stöcke, 4700 Buchen-, 3230 Eichen-, 1346 Nadel-Wellen. Die Zusammenkunft ist auf ber Nieber-Bessingener Schneise, wo auch ber Anfang gemacht wirb. Donnerstag, 21. Januar, Vormittags 10 Uhr beginnenb, sollen im District Unterspeierlingskopf versteigert werben: 5,6 rm Buchen-, 2 rm Eichen-, Buchen-Scheit, Buchen-Prügel, Nabel- „ Buchen Stöcke, Nabel- „ Eichen- „ Buchen-Reiser, Nabel- „ Omnibus-Verbinduna•S,a6rpreiL1LSfe Dtl nucnöB io Uhr. Abonnement billtae Ante A Marburgerstraße-Bahnhof und zurück. Linie B Grünbergerstraße—Bahnhof und zurück. Ani« P Bou und nach Wieseck nach besonderem Fahrpl«. 6 vserdeknechte. 1 Kutscher. 4 Lauf bezw. HauSburschen. 1 Lagerarbeiter. 4 Lauffraue«. 2 Taglöhner. 3 Dienstmädchen. 1 Köchin. 1 Kindermädchen. 1 Stütze der Hausfrau bezw. Laden- gehülstn. lirji ftlN AN lrc " bngtltS'- Der *ff „nah-""' l UNtssevd M tztzköM ffilr br m d°s Se 1. Da Sch stau 2. &il aus Frau Dem an m 3. Uebn des 8 närpo der [ Gießen Q |g Frankfnrl euch- ver Veit.: Wie o Av an dir Gt Dir vor btt Joittessr melnben wo wachen. Gefmfi U Schnupslabl Taschentücher, II PserdekMW Gießen @ 163. tyi 8uf der X de; 3nnei ... 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