«tthr “ Bhtteu LHg, -tunben h?ötm " kfitog”$N ?e®°nnenen d en ** fe ^Werkin. H;!S ^L^orftaib, Si«.115((. | ÄL"K em? efe »schchMkmt $h|k i 0,50 M. -er Vorstand. »d,u »oDUMtfgn *n XtW^.X.A V» der« ‘rlohn, evrvdürti«. mgen. 8ir ehe n iee. i Hs w iwaft Uli IW & ann » , I ■ln I Döbeln, \ aller Art. J ngrn. 161 8 ht lt 1896. . W.2t iilbencnte M r-Siwle 25.ö< in 95.11 Sri-»-" 188’ rttaib. DbL jotOl ON. olfli -ß —I 317.*/» il-rtclia> Samstag den 16. Januar Nr. 13 Vierteljähriger Kenerat-Wnzeiger. clrnts- imfc Anzeigeblatt für den ICreis Grsfzen. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutstraße Ar.7. Fernsprecher 5L Die Gießener Iamitienbkälter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal bcigelegt. Der Hleßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Erstes Blatt. Meßmer Anzeiger s Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamitienölätter. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Hmilfcfcer Theil. Bekanntmachung, betreffend die Maul« und Klauenseuche zu Eberstadt und Ober-Hörgern. Nachdem die Maul« und Klauenseuche zu Eberftadt und Ober«Hörgern erloschen ist, werden die angeordneteu Sperrmaßregeln hiermit ausgehoben. Gießen, den 15. Januar 1897. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Versucher Aeichsretzg. 152. Pleuarfitzuug. Donnerstag den 14 Januar 1897. Die Berathung des Etats des Reichsamts des Innern, Oehallstttet Staalssecretär, wird fortgesetzt. Abg. Reiß Haus (Soc.) verlangt staatliches Eingreifen zu Gunsten der Arbeiter und Arbeiterinnen der Confectionstndustrie, die ein wahres Sclaoendasetn bei Hungerlöhnen führten. Der Strike im Vorjahre habe einen Nutzen höchstens insofern gebracht, als er für den Augenblick ein noch weiteres Herabdrücken der Löhne verhindert habe. Es bedürfe einer Controle der Werkstätten wegen der nicht Selten von ihnen ausgehenden Verbreitung von Jnfeclions- krankhetten, so Influenza. Besonders bedenklich sei in sanitärer Hinsicht die Heimarbeit. In England mache der Staat bet keinem Arbeitgeber Bestellungen, der Arbeit in die Wohnungen mttgebe. Bet uns sollte ebenso vorgegangen werden. Mitschuldig an den Ver- hLltnissen in der Branche sei die ungesunde Concurrenz. So habe ein Kloster „Zum guten Hirten" in München einen Laden, in dem e8 im Kloster verfertigte Waare verkaufen lasse. Einer ganz besonderen Untersuchung von Reichs wegen bedürfe das Mitarbeiten der Kinder in der Hausindustrie, und zwar von Kindern bis zu fünf Jahren ^^Äbg. Werner (Ref.-P): Der Staat als größter Arbeitgeber sei in erster Linie dazu verpflichtet, seine Arbeiter im Lohn auskömmlich zu stellen. Beschneiden solle man vor Allem die Concurrenz der Znchthausarbett. Redner sragt, was die Regierung gegen die Umgehung des Börsengesetzes durch die Börsen-Jnterefsenten thun ÖDlIe 360. Schönlank(Soc.) beschwert sich über angeblich consequente Beeinträchtiguna des Coalitionsrechts der Arbeiter in Sachsen. Der Abgeordnete Hoffmann habe dort nicht einmal seinen Wählern Bericht über seine Thältgkctt im Reichstage erstatten können. Sächs. Geh. Rath Fischbach erwiderte, die vom Vorredner erwähnten Fälle seien ihm nicht bekannt, er werde spater daraus 1UtÜdabam®raf Stolberg (cons.) führt das große Elend der Industriearbeiter in den Städten hauptsächlich zurück auf den^ übergroßen Zuzug der Arbeiter vom platten Lande nach den Städten. Hiergegen sollten die Socialdemokraten ihren Einfluß geltend "°^Äbg. Molkenbuhr (Soc.) erhebt Beschwerde darüber, daß bei dem gegenwärtigen Ausstande in Hamburg die Unternehmer die von ihnen herangeholten Strtkebrecher nicht nur im Zollauskandshafen angesiedelt hätten, sondern auch daselbst mit zollfreien Nahrungsmitteln verpflegten. Neuerdings seien ja nun die Unternehmer gezwungen worden, die Verköstigung der Arbeiter nur mit verzollter Waare erfolgen zu lassen, aber eine Nachverzollung der bis dahin verbrauchten Waare sei unterblieben. Es sei ein Bruch des Zoll- anschluhvertrags und zwar lediglich zu dem Zwecke, die Rheder bei ihrer Lohndrückerei zu unterstützen. , . _ Schatzsecretär Gras Pofadowsky: Das Wohnen in den Gebäuden bezw Schuppen des Freihafengebiets habe der Hamburger Senat verboten. Gegen das Wohnen der Arbeiter aus den Schiffen, auf dem Wasser, habe dagegen der Senat Einspruch nicht erhoben, ebensowenig der Reichscommissar, da es durch den Zollanfchlußvertrag nicht untersagt sei. Die Bestimmungen desselben hätten nur den Zweck der Zollsicherhett und diese sei gerade dann eine größere, wenn die aus dem Jnlande herangezogcnen Arbeiter nicht zwischen Zollinland und Zollausland hin und her verkehrten, sondern wenn ihr ganzer Verkehr sich dauernd innerhalb des Freihafens bewege. Hiernach seien die Vorwürfe des Vorredners gegen den Senat unberechtigt. Es handle sich hier um ein vorübergehendes Wohnen der Leute auf dem Waffer, würde es sich um einen dauernden Zustand handeln, dann würde natürlich der Zollanschlußvertrag einer Er- gänzu^^dürfen.^r p stellt fest, daß die Dividenden der Hamburger Rbederei von 1886/95 nur 23 Millionen Mark betragen hätten und abzüglich der inzwischen erlittenen„Betriebsverluste rtbucire sich diese Summe sogar auf nur 14'/« Millionen, das mache auf 561 Millionen Capital nur 2,53pCt. Dazu komm-, daß seit den günstigsten Jahren 1889/90 eine dauernde erhebliche Abwärtsbewegung in den Erträgen eingetreten sei. Das sollten die Strikenden bedenken. Trete erst wieder ein Aufschwung der Rhederei ein, so würden auch die Heuer wieder steigern. Redner spricht dann noch die Hoffnung aus, daß der Frieden zwischen den Rhedern und> ben *&$**&* nicht mehr lange auf sich warten lassen werde. Die Seeleute hätten sich ja auch bereits von den Strikenden getrennt. Abg. Hüpeden (fracttonslos) tritt gegenüber dem Abg. o. Stumm für die Arbeiter-Organisation ein. Er selbst sei v. Stumm den Soctaldemokraten zugewiesen worden, den Kindern der Holle. (Heiterkeit.) Aber mit dem bloßen Dreinschlagen mit dem Hammer (Heiterkeit) könne man Niemanden moralisch tobt machen. Abg. Frhr. v. Stumm stellt abermals in Abrede, daß er die Arbeiter-Organisationen, die er allerdings nicht wünsche, auch zugleich verwünsche. Nach den gestrigen und heutigen Ausführungen Hüpedens könne er denselben nicht mehr ernst nehmen- Abg. Brühne (Soc.) verlangt Ausdehnung des Unterfiützungs. wohnfitzgesetzeS auf Elsaß-Lothringen und die anderen süddeutschen Staaten. Staatssecretär o. Bötticher kann eine dahingehende Vorlage hinsichtlich Elfaß Lothringens nicht in Aussicht stellen. Die elsaß- lothringische Regierung habe übrigens behufs Abstellung einzelner M ßstände neuerdings einen Vertrag mit Baden abgeschlossen und andere solche Spec«alverträge in Aussicht genommen. Bayerischer Bevollmächtigter v. Herrmann lehnt das Verlangen Brühnes bezüglich der anderen süddeutschen Staaten ab unter Hinweis auf deren Referverechte. Auch die Abgg. Höffel (S. P.) als Elfäffer und Barth (fr. Vp.) als Bayer widersprechen dem Wunsch Brühnes, ebenso dessen Fractionsgenosse Grillenberger (ebenfalls Bayer). Abg. Hitze (Ctr.) tritt dem Vorwurf ReißhauS entgegen, daß katholische Schwestern den Confectionsarbeiterinnen Concurrenz machten. Daß Schwestern, die zu ihrer Lebensaufgabe die Fürsorge für Arme und Kranke und für die Opfer sittlicher Verführung gemacht haben, diese letzteren in ihren Häusern auch mit ConsectionS- arbett beschäftigten, darin werde doch auch Reibhaus nichts ftnben. Nachbem noch v. Kardorfs ett art, das Bayerische Heimaths- recht dem Unterstützungswohnsttzgesetz vorzuziehen, wird endlich Titel Gchalt des StaatssecretSrs genehmigt. Bei einem weiteren Titel erklärt auf eine Anfrage Staatssecretär v.Bötticher, ob der Fischereivel trag mit Holland zu erneuern bezw. wie er etwa abzuändern sei, darüber schwebten noch die Verhandlungen. Weiter et klärt der Staatssecretär, der Entwurf betr. Revision des Alters- und Jnvaliditätsgesetzes fei fertiggestellt und jetzt im Ausschuß des Bundesraths, der sich in etwa 14 Tagen im Plenum damit beschäftigen werde. Ein En'wurf, bezw. Novelle zur Seemannsordnung sei von der technifchen Deputation fertiggestellt und den intereffirten Staaten zugegangen. Wann er an den Reichstag komme, lasse sich noch nicht sagen, jedenfalls werde die Sache mit Dampf betrieben werden. Bei den Seeämtern bemängelt Abg. Jebfen (nl.) daß bei uns in Deutschland die Entziehung des Schiffspatents stets eine solche für immer fei. Der Etat wird bis einschließlich Capitel Normal-Aichungs- Commisston erledigt. Morgen 1 Uhr Fortsetzung- Schluß 5Vi Uhr. Deutsche- Reich. Berlin, 14. Januar. „Wann wird der Hafenarbeiter« strike sein Ende nehmen?" so fragt man sich jetzt allgemein in Hamburg mit besorgten Mienen, denn mit jedem Tage wird eß klarer, daß eine CrisiS heranschleicht. Nach den Informationen, die der „Franks. Ztg." zugehen, muß der Schaden, den der Strike bisher verursacht hat, auf 50 Mlll. Mk. beziffert werden. Daß dies keine lieber» treibung ist, ergiebt sich, wenn man Folgendes bedenkt: Seit Anfang November erleiden Güter im Werthe von etwa 500 Mrll. Mk. eine Verspätung der Ablieferung von 3 biß 4 Wochen, das ergibt einen Zinsenverluft von 5 Millionen Mark- die Kosten, welche durch die längere Lagerung bedingt sind, vertheuern die Waare um mindestens ebensoviel- die Transportkosten haben sich häufig verdoppelt und die Con« janctur Verluste betragen bet vielen Artikeln 5—10 Procent. Alles zusammengenommen läßt jene Summe gewiß nicht zu hoch erscheinen. Wslffk telegraphisches SorrissonbeNz-BrireaN. Berlin, 14.Januar. Zur Feier der 100. Wiederkehr des Geburtstages Kaiser Wilhelm I. durch den Kyffhäuser«Verband deS Vereins deutscher Studenten in Berlin fand gestern eine Begrüßung der auswärtigen Vereine deutscher Studenten und der befreundeten Verbindungen, sowie der ausländischen deutschen Studentenschaft statt. Heute Vormittag wurde ein Kranz am Sarge des Kaisers im Mausoleum zu Charlottenburg niedergelegt. Alsdann bewegte sich der festliche Wagenzug nach dem Kreuzberg, wo der Vorsitzende des Kyffhäuser-VerbandeS, Peisker, eine kurze Ansprache hielt. Abends findet in der Philharmonie ein großer Festcommers statt, zu dem Admiral v. Knorr, Staatssecretär v. Hollmann, sowie die Generäle v. Schlteffen, Pleffen, Mischkc und Andere ihr Erscheinen zugesagt haben. Candidat PetSker bringt das Hoch auf den Kaiser aus, die Festrede hält Redacteur Eichler. Berlin, 14. Januar. Die „Nordd. Allgem. Ztg." empfiehlt unter Hinweis auf die neuerdings erschwerte Einwanderung unerwünschter Personen in taS Transvaal« land den deutschen Auswanderern, sich mit Pässen zu versehen, welche von dem consularischen Vertreter Transvaals zu visiren sind und in denen der Besitz genügender Subsistenzmittel zu bescheinigen ist. DaS Blatt empfiehlt ferner, daß die Auswanderer sich sofort nach ihrer Ankunft bet dem deutschen Consulate in Prätoria melden. Halle a. d. E, 13. Januar. Die hiesige freie Vereinigung der Getreide Händler beschloß in der heutigen Generalversammlung, sämmtliche Notirungen einzustellen. Thorn, 14. Januar. Die hiesige Handelskammer veröffentlichte bisher dreimal wöchentlich Notirungen von Thorner Getreidepreisen. Die Richtigkeit der Not rungeu wurde von landwirthschastlichen Vereinen wiederholt angegriffen. Die Handelskammer beschloß infolgedeffen, die Norirungen nicht mehr zu veröffentlichen. Zürich, 14. Januar. DaS Bezirksgericht hat den früheren Candtdaten v. Wächter von der Anklage wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit freigesprochen. Genf, 14. Januar. In der letzten Nacht ist das fünf Stock hohe, alleinstehende Requisitenhaus des Stadt- theaterS mit feinem ganzen Inhalte vollständig nieder« gebrannt. Der Schaden ist bedeutend. Innsbruck, 14. Januar. Eine in Jenbach unter dem Vorsitze des hiesigen StaatSbahn-DirectorS gestern abge- haltene Versammlung vereinbarte ein Hauptprogramm für eine in Station Jenbach einmündende Zillerthalbahn. Der CouceffionSwerber ist Dr-yfuS. Der Bau beginnt voraussichtlich in diesem Frühjahre. Triest, 14. Januar. Der Llohddawpser „Imperator" in Suez erhielt, weil der au Bord vorgekommene Krankheitsfall kein Pestfall war, freie Fahrt und hat die Fahrt nach Triest fortgesetzt. Paris, 14. Januar. Der „Matin" erklärt eß für un« richtig, daß Präsident Faure betreffs der Gründung einer AlterSversorgungßkasse die Initiative ergriffen habe. Der Präsident der Republik bringe zwar der Frage daß größte Jntereffe entgegen, doch könne eine derartige Gründung, welche etwa 4 Milliarden beanspruche, nicht auß der Privatinitiative hervorgehen. Amsterdam, 14. Januar. Wie auß Haag gemeldet wirb, h2brn gestern Abend einige Individuen vor der Wvh« nung des spanischen Gesandten die Marseillaise gesungen und Kundgebungen zu Gunsten der Anarchisten ver« austaltet. Die Polizei hat die Untersuchung der Angelegenheit, der jedoch wenig Bedeutung beigelegt werde, in die Hand genommen. ' Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 14. Januar. Se. Majestät der Kaiser hörte heute Vormittag den Vortrag des Kriegsministers v. Goßler. Hieran anschließend arbeitete der Kaiser mit dem General v. Hahnke. Nachmittags um 3 Uhr ließ sich der Kaiser im Weißen Saale des Königlichen Schlosses die in diesem Jahre in die Armee eintretenden Cadetten vorstellen. Berlin, 14. Januar. Der Gesetzentwurf über die Abänderung der JnvaliditätS« und AlterSver- , ich er ung hat, wie verlautet, in den Ausschüssen des Bundes- rathS mannigfache Abänderungen erfahren. Berlin, 14. Januar. Das Centrum hat im Reichstage einen Antrag eingebracht auf Erlaß einer lex Hcintze nach den früheren dem Reichstage vorgelegten Bestimmungen mit der Verschärfung, daß unsittliche Darstellungen tu den Theatern auch in den Bereich dieses Gesetzes fallen sollen. Berlin, 14. Januar. DaS Abgeordnetenhaus erledigte heute das Schuldentilgungsgesetz in zweiter Lesung und nahm die Resolution der Commission betreffend Scheidung der Eisenbahnen von den allgemeinen Staatsfinanzen debatteloß an. Auch die Novelle zum Fortbildungsschulgesetz für West« preuhen und Posen gelangte in zweiter Lesung zur Annahme. Nächste Sitzung SamStag 11 Uhr. Dritte Lesung deS Lehrer« Besoldungsgesetzes. „ _ Berlin, 14. Januar. Wie die „Nordd. Allgem. Ztg." hört, waren bis vor einigen Tagen nur etwa 50000 Mark der vierprocentigen ConsolS zur Auszahlung angemeldet. Die für diese Anmeldung festgesetzte Dreiwöchentliche Frist läuft am 20. d. M. ab. Berlin, 14. Januar. In der Budget-Commission des Reichstages wurde heute die Berathung des Etats der Post- und Telegraphen-Verwaltung fortgesetzt. Dw Petitionen wegen Erhöhung der Gewichtsgrenze für einfache Briefe wurden der Regierung zur Erwägung, die Petirionen wegen Ermäßigung der Telephongebühren als Material überwiesen. Ein Antrag Lingens (Ctr.), welcher die Beschränkung deS PacketverkehrS am Sonntag empfiehlt, wurde angenommen. . ,, Berlin, 14. Januar. Wegen Anstiftung zu dem Ueberfall auf den Kaufmann Brock wurde heute die Verkäuferin Martha Krause verhaftet. Berlin, 14. Januar. Der „Post wird von zuverlässiger Seite aus Kopenhagen gemeldet, daß der dänische GesandtschaftSposten in Parts, welcher durch den Tod dcS Grasen Molike Zvitse'.d erledigt ist, demnächst mit de» jetzigen Gesandten in Stockholm, Kammerhtrrn Joh ann Heaermanu-Lindenerone, besetzt werden würde. Berlin, 14. Januar. Der Oeconom des Reichstage», Schulze, beanspruchte in einer Eingabe an den Präsidenten bc8 Reichstages eine Beihilfe zur Löhnung feines Per- i.mals im Betrage von 4000 Mk. für die Session, andern, falls er von derOeconomie zum 1. April d. I. zurück treten werde. Der Vorstand des Reichstages hat einen Beschluß in dieser Angelegenheit noch nicht gefaßt, doch hofft man, daß eia Ausgleich gefunden werde. Berlin, 14. Januar. Vom 1. April ab wird in Ber« Iin eine polnische Tageszeitung erscheinen. DaS Blatt wird von Mitgliedern der Polevfraction des Reichs- rageS begründet und wird von sämmtlichen Polenveretnen Berlins und der Umgegend osficiell eingesührt. Berlin, 14. Januar. Zum Proceß v. Tausch meldet ein Berichterstatter, der langsame Fortgang der Untersuchung gegen von Tausch hat dem Vernehmen nach an höchster Stelle Anlaß gegeben, eine möglichste Beschleunigung deS Verfahrens anzuregen. Darauf dürfte auch der Besuch zurückzuführen sein, den Prinz Alexander Hohenlohe vorgestern dem Ober- staatSanwalt Drescher im Moabiter Criminalgertcht abftattete. Prinz Hohenlohe conferirte etwa eine halbe Stunde mit dem Oberstaatsanwalt in deffen Amtszimmer. Altona, 14. Januar. Der Margarine-Fabrikant Mohr hat sämmtliche Beleidigungsklagen zurückgezogen und auch fein Stadtverordneten-Mandat niedergelegt. Bremen, 14. Januar. Drei Packhäuser der Firma Meyer & Strauch stehen seit heute Morgen 4 Uhr in Flammen. Mönchen, 14. Januar. Ja dem hiesigen Zuchthause wurde heute Morgen ein Aufseher, während er in der Schuhmacher-Werkstätte sein Frühstück einnahm, von einem Sträfling durch zahlreiche Stiche mit einem Schustermeffer getödtet. Da« Motiv der Thal ist Rache. München, 14. Januar. Die „Münch. Reuest. Nachr." dementiren die Nachricht, daß anläßlich des hundertjährigen Geburtstages Kaiser Wilhelm I. deffen Büste in Anwesenheit dks Kaisers, des gesammten bayerischen Hofes u. s. w. in der Walhalla aufgestellt werden sollte. Die von dem Prinzregenten gestiftete Büste sei allerdings bereits fertig, gestellt, könne jedoch nach dem Willen des Erbauers der Walhalla, König Ludwig II. erst 10 Jahre nach dem Tode des zu Ehrenden, also im Jahre 1898, in der Walhalla Aufstellung finden. Budapest, 14. Januar. Bei den Probebohrungen für die Pfeiler der neuen Donaubrücke ist man auf Ofener Seite auf eine neue mächtige Heilquelle gestoßen, welche täglich 10 bis 12000 Cubikmeter heilkräftiges Wasser zu 43 Grad Celsius liefert. Die Quelle soll zu einem Frauenbad benutzt werden. Rom, 14. Januar. Die plötzliche Abreise des Generals Baldissera von Mass au ah wird lebhaft commentirt. Es heißt, der König wolle die Ansicht des Generals über den FriedenSvertrag hören und Nerazztni werde die Rückreise an den Hof MenelikS vorerst aufschieben. Rom, 14. Januar. Dr. Duretti, Secretär deS Ministeriums des Innern, ist nach Bombay abgeretst, um die Abfahrten der nach Italien bestimmten Schiffe zu beauf- sichtigen. Mons, 14. Januar. Die Direktoren der belgischen Kohlengruben treten hier demnächst zusammen, um sich über eine Lohnerhöhung für alle Kategorien der Grubenarbeiter zu verständigen. Diese Maßregel bezweckt, die Strikeagitation der Socialistensührer zu bekämpfen. Paris, 14. Januar. In der heutigen Senatssitzung wurde Loubet mit 205 Stimmen zum Präsidenten des Senats gewählt. Paris, 14. Januar. Der CassationShof verwarf heute die Revision des wegen Brandstiftung zum Tode ver- urtheilten Deutschen Simon. Paris, 14. Januar. Zwischen dem Martnemlntster und dem Marinerath ist bezüglich des neuen Flottenplanes ein Conflict ausgebrochen. Der Minister besürwortrt den Bau von Panzerschiffen mittlerer Größe von 8 bis 9000 Tone. Gervais, Rieunter und Duperre halten jedoch die Construction von Panzerschiffen mit einem Gehalt von 12000 Tons für unerläßlich. Die Marine-Commission hat jedoch auf Anschaffung einer Flotte von großen Kreuzerdampfern verzichtet. Loudon, 14. Januar. Aus Suez wird gemeldet, daß der allgemeine Gesundheitszustand daselbst ein ganz vorzüglicher sei. Der Krankheitsfall, welcher, wie berichtet wurde, auf dem Dampfer „Imperator" vorkam, sei durchaus nicht die Beulenpest gewesen. Loudon, 14. Januar. BIS heute sind insgesammt für die Hungerleidenden in Indien 42000 Pfund gezeichnet worden. Zu diesem Zwecke spendete der Director der „Pall Mall Gazette", Arthur, anläßlich der Annahme seines Naturalisationsgesuches 2000 Pfund. Rewyork, 14. Januar. „Tribüne" veröffentlicht einen Artikel, !n welchem der Plan der Vereinigten Staaten, be- treffend die Monopolisirung des Handels in den südamerikauischen Staaten dargelegt wird. Zu diesem Zweck hat sich ein Verband der Großindustriellen der Vereinigten Staaten gebildet. Seit der Wahl Mac Kinley« ist der Verband, welcher ca. 1000 Mitglieder zählt, äußerst rührig. In CaraccaS sollen Waarendepots gegründet werden - ferner sollen tu allen größeren Städten Südamerikas sogen. Comptoirs für amerikanische Producte errichtet werden, um die europäische Concurrenz aus dem Felde zu schlagen. Mac Kinley soll der Verwirklichung dieses Planes sehr geneigt sein. Berlin, 15. Januar. Graf Goluch owSky wird noch am Tage seiner Ankunft in Berlin, am SamStag den 16. dS., vom Kaiser empfangen und am Abend desselben TageS zur Hostafel gezogen werden. Für die Conferenzen mit dem Fürsten Hohenlohe wird vermuthlich der Montag benutzt wer- dkn und am Ditnitag r-hit Gras Goluchowrky nach M-n äUlOt8etli», 15. Januar. Der BundeSrath hat in seiner gestrigen Sitzung den NachtragS-Antrag Preußens, betreffend die AuSsllhrung de« Bdrsengesetz!«, dem zustLndigen AuS- fdjufle^ü^ Januar. Wie die „Beri. Nlnest. Nach!.-' meiden, reicht- der Sh-s des Jng-nieur.Pwnirr Carp», Ge- neral Salz, aus Rücksicht auf seine angegriffene Gesundheit seine Entlastung ein. , v Berlin. 15. Januar. Der frühere Director der Rheinisch- Westfälischen Bank, v. Krieg Sheim, ist mit Hinterlaffung von 60,000 Mark Schulden verschwunden. Kiel, 15. Januar. Der feit 9 Tagen überfällige dänische Dampfer „B ornHolm" traf nach stürmischer Fahrt schwer beschädigt im hiesigen Hafen ein. Hamburg, 15. Januar. Eine Versammlung von Ewer- führeru beschloß festes Aushalten der Strikenden. Gestern Abend fand eine Sitzung des Arbeitgeber-VerbandeS Zwecks Stellungnahme zu der Resolution der Arbeiter statt. Osterode im Harz, 15. Januar. Ein Individuum Namens Mahn, welches durch den Forstaufseher Rose festgenommen wurde, gestand, das Attentat gegen die Lehrerin Busch in Moringen verübt zu haben. Wien, 15. Januar. Der „Neuen Freien Presse" zu- folge hat der ungarische Ministerpräsident Baron Banffy gestern mit dem Grafen Goluchowsky conferirt. Die Ankunft Banffy« und seine Conferenz mit Goluchowsky werden mit des Letzteren Reise nach Berlin in Zusammenhang gebracht. Mailand, 15 Januar. Der bekannte Philantrop Abu Baron Anelli, der Begründer der in der ganzen Lombardei verbreiteten VolkSbäckereien, hat sich im Stadtpark erschoffen. AIS Motiv der That gelten finanzielle Schwierig- ketten. Cotate* nnfc prwhtjköef» Gießen, den 15. Januar 1897. ♦* SleinS Saalban. Heute, Freitag Abend findet wieder eines der beliebten Abend-Concerte statt, auSgeführt von der hiesigen Regimentsmusik. DaS Programm ist für einen sogen. „Wiener Abend" zusammengestellt, also Musik Wiener Componisten, die zur Fröhlichkeit animirt. ** Gegen unlauteren Wettbewerb. Die erste Klage auf Grund deS Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb ist dem hiesigen Amtsgericht vor einigen Tagen behändigt, doch ist gleichzeitig damit eine Privatklage wegen Beleidigung verknüpft. Klägerin ist eine hiesige Firma, Beklagter deren früherer Buchhalter, der seit seinem Austritt auS seiner Stellung seinem früheren Chef unlautere Concurrenz gemacht, und dabei noch Beleidigungen ausgestoßen haben soll. So wenigstens behauptet die Klage. ** KriegervereinSjubiläen. Im Laufe dieses Jahres feiern, wie die „Drmst. Ztg." zu berichten weiß, 84 Kriegervereine des GroßherzogrhumS ihr 25jähriges Stiftungsfest, davon 45 in Starkenburg, 36 in Rheinhessen, 3 in Oberhessen. ** Muffen Invalidität«- rc. Rentenempfänger noch weiter Marken kleben und bis wann? lieber diese, sehr weite Kreise interesfirende Frage hat soeben das ReichsversicherungSamt die Entscheidung gefällt. Bisher war eS immer zweifelhaft, ob derjenige Jnovliditäts , Alters- oder Unfallversicherte, welcher auf Grund eines dieser drei Fälle Rente bezieht, trotzdem noch weitere Beitragsmarken kleben kann oder muß, oder ob mit dem Bezüge der Rente auch jede Versicherung ihr Ende findet. Die Entscheidung des RLtchSversicherungS- amteS geht nun dahin, daß bei Empfängern von Invalidenrente jede Versicherung aufhört, daß dagegen bei Empfang von Altersrente die Versicherung fortgesetzt werden kann und bet Empfang von Unfallrente fortgesetzt werden muß. Bei der freiwilligen Fortsetzung der Altersversicherung ist jedoch Voraussetzung, daß der Versicherte mindestens noch ein Drittel des früheren Tagelohnes verdienen kann. Ob ihm hierbei aus Wohlwollen ein höherer Arbeitslohn bezahlt wird, als er nach feinen Leistungen verdient, ist dafür nebensächlich. Der Empfänger von Unfallrente ist von der Fortsetzung der Versicherung nur dann befreit, wenn die JahreSrente, die er empfängt, mindestens 114,70 Mk. beträgt. ** Die Durchführung bet Converfiou der 4procenligen preußischen Consols soll, wie die „Frkf. Ztg." hört, Anfang Februar begonnen werden. Die Regierung beabsichtige, hierfür in weitem Umfange die Thäligkeit der Reichsbank zu beanspruchen. Außer sämmtlichen Reichsbankhauptstellen sollen auch die Reichsbankstillen in Aachen, Braunschweig, Caffel, Chemnitz, Coblenz, Crefeld, Dresden, Elberfeld, Erfurt, Essen, Görlitz, Halle, Karlsruhe, Kiel, Lübeck, Mainz, Metz, Nord- Hausen und Wiesbaden damit betraut werden- feiner die Regierungs-Hauplkassen, in Frankfurt auch die Kreiskasse. Es ist nicht beabsichtigt, neue Stücke auszugeben, vielmehr werden die einzureichenden Schuldverschreibungen nebst TalonS und Coupons mit einem, die Zinsherabsetzung von 4 auf 31/3 pCt. ausdrückenden Stempelvermerk versehen werden. Bei größeren Privatbanken und Geldinstituten, Sparkassen, Großcapitalisten rc. soll die Abstempelung auch in deren Räumen durch Beamte der Reichsbank stallfinden können. Friedberg, 12. Januar. Im vorigen Jahr erregte die von Herrn cand. theol. Dr. Gr einer modelllrte Porträt- büste deS Herrn Geh. Kirchenrathes Diege! großes Aufsehen. Gegenwärtig ist wieder eine von bedeutendem künstlerischem Talent zeugende Arbeit deS Herrn Greiner in dem Schaufenster der Bindernagel'schen Buchhandlung ausgestellt. Da« Rellefblldniß LntherS ist vorzüglich gelungen. ES ist nicht etwa eine Nachahmung eines der bekannten Lutherköpfe, sondern eine originelle Neuschöpfung, eS zeigt Luthers Cha- racterkops in einer ganz selbständigen und neuen Auffaffuvg. Trotzdem Herr Greiner ursprünglich nur für sich eine Studienskizze hatte schaffen wollen, hat er sich dock auf vielfache« Zureden zur Vervielfältigung und zum Verkauf der Abgüffe entschloss14 Januar. Wir berichteten s. Zt., daß in der Nacht vom 3. auf den 4. October 1895 auf den halb gelähmten Rentier Pfeiffer Hierselbst ein Mord- versuch ausgeführt wurde. Es scheint, daß eS dem Verbrecher damals um einen Raub zu thun gewesen. Ein s. Zt. verdächtiger und in Haft genommener Knecht und deffen Ge- liebte konnten ihr Al'bt nachweisen, wehhalb man sie wieder auS der Haft freigab, und so schien eS, als ob der Thäter unentdeckt bleiben solle. Gerade ein Jahr nach der That wurde der Landwirth Ehr. Heß II. von hier gefänglich eingezogen und nach Gießen verbracht, wo derselbe in Unter». suchungshaft gehalten wird. Der Verhaftete ist der leibliche Neffe des verletzten Pfeiffer und scheint eS, daß die Verdachtsmomente sich hinreichend erweisen, damit durch eine Verhandlung vor den nächsten Geschworenen die That eine Sühne erhält. + Schotten, 15. Januar. Die Gastwirtschaft in dear „Lehrerheim Vogelsberg" ist nun an eine tüchtige. Wirthschafterin auS Rheiuheffeu vergeben worden. Nidda, 12. Januar. Eine gerechte Strafe wurde hier einem Metzgerlehrling zu Theil, der dem Hund eine« hiesigen Bürgers aus purem Muthwllm ein Stück vom Schwänze abgehauen hatte. Er wurde zu einer dreiwöchigen Hoftstrafe wegen Thterquälerei verurtheilt. Büdingeu, 14. Januar. Genoffenschafts - Jnftructor A. Bai st in Offenbach, Löwenstraße 2, hat an eine größere Anzahl ihm bekannter ehemaliger Angehörigen des Büdinger Gymnasiums ein Rundschreiben gerichtet, Pfingsten 1897, 7. bis 9. Juni nach Büdingen zu kommen, um zwanglos auS eigenem Antrieb mit alten Jugendfreunden wieder einmal zusammentreffen zu können und erbittet Anmeldungen an seine Adreffe nach Offenbach. Ilbeshausen, 11. Januar. Zwei Schuljungen von acht Jahren wollten auS dem Holzschuppen Holz ins Schulzimmer tragen. Durch Herausnehmen eines Stückes fiel das hoch- ausgeschichtete Holz, welches auch bereits unterhöhlt war, zusammen und v e r l e tz t e den einen Jungen so schwer am Kopfe und den beiden Armen, daß Lebensgefahr vorhanden ist. ES wurde sofort ärztliche Hülfe in Anspruch genommen. Der andere Junge erhielt einige leichtere Verletzungen. Mainz, 44. Januar. Der Mitteldeutsche Fabri- lantenber ein hielt heute Mittags im Gutenberg Casino seine Generalversammlung ab, die gut besucht war. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Direktor Beck Biebrich, erfolgte die Rechnungsablage durch den Secretär, Dtrector Dittmar-Mainz. Die Ablage schließt mit einem Kassenvorrath von 1900 Mk. ab. Nach dem Voranschlag pro 1897 ist eine sich dickende Einnahme und Ausgabe von 6400 Mk. vorgesehen. Dem Kasfirer wurde Decharge er- theilt und die Herren v. Fritsche-Frankfurt und Director Steeger-Mainz zu RechnungSrevisoren ernannt. Bet der Neuwahl des Vorstandes wurden gewählt die Herren Rich. Avenarius-GaualgeSheim, Dr. L. Beck Biebrich, Commerzien- rath Gustav Böhm-Offenbach, Frirdr. Fehr-Flach-Wiksbadeu, Director Hummel-Hochheim a. M., Director Kohn-Frank- flirt a. M., Hans Kopp-Frankenthal, Dtrector Dr. Pauly- Höchst a. M. und E. WeiSmüll:r-Bockenhelm. Unter den geschäftlichen Mitthellungen gab der Vorsitzende bekannt, daß die nächste Vereinsverfammlung am 11. Februar statifinden und in dieser Herr Leopold Sonnemann über die Brüsseler Weltausstellung einen Vortrag halten wird. An den geschäftlichen Theil der Generalversammlung schloß sich ein Vortrag deS Herrn Justizrath Dr. Reatz Gieren über die Vorgeschichte und die hauptsächlichsten Bestimmungen deS Bürgerlichen Gesetzbuches. Rechtsanwalt Dr. Fuld-Mainz schloß sich erläuternd den Ausführungen Dr. Reatz an und hob habet besonders die für die Industrie wichtigen Bestimmungen hervor. Um 2 Uhr erfolgte Schluß der Versammlung und ein gemeinsames Mahl. (Frkfi. Ztg.) • Professor Linde« fluffige Luft. AuS Berlin berichtet die „Post" vom 13. ds.: Flüssige Luft war der Stoff,, mit dem Herr Dr. SpieS in der alten „Urania" gestern vor einem dicht gefüllten Auditorium experimentirte. Um die Hörer in den Gegenstand feine« Vortrages etnzusühren, beleuchtete der Vortragende zuerst das Gesetz der kritischen Temperatur. Jedes GaS hat nämlich einen bestimmten Temperaturgrad, oberhalb btffen eS selbst durch den gewaltigsten Druck nicht verflüssigt werden kann und diesen Wärmegrad nennt man die kritische Temperatur deS Gases. Daß man dieses Gesetz nicht kannte, ist der Grund, daß man so lange die Bestandthelle unserer Lust: Sauerstoff und Stickstoff als permanente Gase bezeichnete und ihnen die negative Eigenschaft zuschrieb, nicht verflü sigt werden zu können. Der Vortragende zeigte das Gesetz an einem zuge'chmolzenen GaSrohr mit flüssiger Kohlensäure, deren kritische Temperatur bei 39 0 C, liegt, die sich also bei gewöhnlicher Temperatur durch eine Druckpumpe gut verflüssigen läßt. Als das Rohr mit flüssiger Kohlensäure auf 48 0 erhitzt wurde, verschwand die Flüssigkeit und der ganze Inhalt deS Rohres war gasförmig, sobald aber die Temperatur unter 39 0 sank, bildete sich bet dem herrschenden Druck wieder flüssige Kohltnsäure. Der Vortragende zeigte weiter, daß eine Temperaturerniedrigung eintritt, wenn flüssige Gase verdunsten oder compri- mltte Gase sich ausdehnen. Er ließ zum Beweise flüssige Kohleniäure aus einer Bombe in einen Sack strömen, wobei durch die gewaltige Verdunstung so viel Wärme gebunden wurde, daß ein Theil der Kohlensäure in den festen Zustand überging, und als Kohlensäureschnee auS dem Scck heranS- geschüttet wurde. Mit diesem Schnee wurde daS intereffante Experiment gewacht, daß er mit Aether gewischt und in einem Gefäß über eine Flamme gesetzt doch noch eingetauchteS - Quecksilber zu einer schmiedbaren Metallmaffe gefrieren ließ.. i- m «T n hu» ... w- la, » 1895 5 "bß it. ba6 u bi» ?' te4 ^lM-rv von >Ij in# Schulzirmvn ückri fiel das M » vllinhShlt wai ungtn so schwkr 08 ^gefahr voihavdn ^"sprach grvowM. : Lttlkhuvgr». deutsche gabri. n Tuteuberg Casm ie gut besucht im itn, Hrrru Dlrttict ge turch den Sem. fit schließt mit einer ich dem Boranschlax e und Ausgabe v« wurde Decharge ei /fort nnb Directal ernannt. Sei bei Ml & * ,l"t Niü worden. k ®llafe tourt, Hund ein« !* -tu Tlück doi bt zu einer drei^ «rurtheilt. l!ch«stS- Jnstrnctil an eim 11 ^»ehSrigen hü ' ubru gnichin bltWn zu komme, ll(n ^ugendsreunds n und erbittet Ar- ; dir Herren M. rdeich, Lmmnzieu- )ittctnt Aohn'Fran!' Director Dr. Pauk |dm. Unter den gt- tzinde bekannt, daß blt bruar staitfinben ual : die Brüssel.r Weli- «n den geschäftliche- ich ein Beitrag de! >er dir Borgrschichn n deS Biirseriichtc «aioz schloß M «' an und hob dabei m fi» öersammlung und eia ßtfl.) lui Sßeilin blich« o«fi wat blt M Iten „Utottif eiperimentirte. Ui S-tmi-r 2 ^Esetz der kritisch» w*« M durch den 8e°° tlit W W- @tM bii«“ 1 gaue.P"ff unb S -SJtf ’1,1,1’ », iirlie1”6 il! Ä .-I, H* litt« " L infia«. tau * *» Iltl “‘ .’mn’sip -1° w 5 j(n* w* “’L I ; coch ° ..iiiert« ES wurde noch Aethyleuschnee vorgeführt, der die Eigen- thümlichkeir hat, mit rußender Flamme zu brennen. Nachdem hiermit die in Frage kommenden Gesetze entwickelt waren, ging der Vortragende auf die Anwendung über, die Professor Ltade von denselben gemacht hat, um die Luft zu verflüssigen. Professor Linde wendet in einem sehr ingeniös conftrutrten Apparat atmosphärische Luft an, dir er stark zusammenpreßt und der er dann die durch den Druck entstandene Wärme entzieht, indem er sie durch ein in kühlem Wasser liegendes Schlangenrohr leitet. Wird diese Luft nun von ihrem Druck befreit, Jo kühlt sie sich ab und zwar für jede Atmosphäre, deren sie glastet wird, um Vt Grad. Da nun aber Professor Linde mit 300 Atmosphären arbeitet, so findet eine Abkühlung von 50 Grad ftatt. Die so abgekühlte Lust wird durch ein zweites Schlan^^nrohr geleitet, das in dem erstgenannten liegt und geht in .umgekehrter Richtung wieder nach der Druckpumpe zurück, wo öu5 Spirl von Neuem beginnt. Bri fortgesetzter Arbeit wird die fische Temperatur der Luft erreicht und er tritt Verflüssigung in einem besonderen Reservoir ein, aus dem die F.ü sigkett ab^ «lassen wird. Dieser Apparat ist in der technischen Hochschule in Charlottenburg aufgestellt und Herr Professor Linde hatte damit 5ine Anzahl offene GaSkolben gefüllt, die zu den Experimenten dienten. Die flüssige Lust war durch Kohlensäureschnee trübe geworden und wurde durch Filtration gereinigt, worauf sie eine klare lichtblaue Flüssigkeit vorstellte, die in Dewarschen Kolvell, die zwischen doppelten Wänden einen luftleeren mit Queck- silberdampf gefüllten Raum haben, sich lange hielt, weil sie durch ihre Verdunstung sich selbst kühlte. Die wichtigste Thatsache ist, daß die flüssige Luft sehr viel sauerstoffreicher ist, als in der Atmosphäre. Der Stickstoff ist nämlich schwieriger zu verflüssigen als der Sauerstoff und wird daher nur zu Vs verflüssigt und bei der Verdunstung geht der flüchtigere Stickstoff zuerst fort. Man hat in der flüssigen Lust also ein sehr sauerstoffreiches Gemenge, das man eigentlich als reinen Sauerstoff bezeichnen kann, der mit ein Drittel Stickstoff verunreinigt ist. Hierauf beruht aber die technische Wichtigkeit der Linde'schen Erfindung. Eine Pferde- krafistunde liefert fünf Cubikmeter unreinen Sauerstoff. DaS Linde'sche Verfahren ist also das billigste, durch das man aus der Luft den Sauerstoff für technische Zwecke abscheiden kann. * Koblenz, 13. Januar. Gestern Abend wurde ein elfjähriger Junge beim Spielen auf dem alten Frstungswalle durch einen Schuß in die Schläfe g et übtet. Der Thäter ist nicht ermittelt. — Die Stadt Koblenz hatte gegen die beiden Universaler ben des verlebten General Mertens — den Diener und die Köchin — auf Herausgabe der Hälfte des Nachlasses verklagt, weil die Eheleute Mertens zu ihren Lebzeiten die Stadt zum Erben eingesetzt hatten. Nach dem Tode der Frau hat aber General von Mertens das Testament abgeändert und seine Dienerschaft zu Universalerben eingesetzt. Das königliche Landgericht zu Neuwied hat die Stadt Koblenz mit ihrer Klage abgewiesen. Literatur unb Arrirst. — »Der Stein der Weisen^. Das kürzlich erschienene 6. Heft dieser populär wissenschafilichen Halbmonaischrist, welche in A. Harileber.s Verlag in Wien erscheint, zeichnet sich abermals durch einen ebenso vüiseittgen als gediegenen Inhalt aus, den wir hier in Kürze ansühren: „Die Entwickelung der Schrill"; „Das „Eiserne Thor" an der unteren Donau" (2 Abbildungen); „Das Wesen der Kraft" (4 Figuren); „Sporthühner" (6 Abbildungen); „Transportable Industrie- und Feldbahnen" (4 Abbildungen); „Der Humus als Vermittler dcrPflanzenernährung"; „LockyerS prismatische Camera" (für Sonnenaufnahmen, 2Abbildungen); „Das Lebewesen, die organische Materie und die Zelle" von dem berühmten französischen Physiologen und Chemiker Gauiier, 5 Abbildungen) und mehrere kürzere Be-träg-. Wie man sieb», wird auf verhältnißmäßig beschränktem Raum viel des Interessanten und Belehrenden und durchwegs Neues geboten. pnekehr, Land« «nd Volk-wivthschast. — Für SooSbeffhnl Unerhoben« Treffer und Haupt, treffer! Nach einer Mittheilung des Verlags der Amtlichen Ziehungslisten in Erlangen sind laut der Originallisten der schwedischen 10 Tblr. Loose aus den Jahren 1894/96 und rückwärts ca. 3000 Stück Trefferloose »»erhoben geblieben Aehnlich verhält es sich bei Ansbach-Gunzenhausener, Amsterdamer, Augsburger, Barletta, Braunschweiger, Bukarester, F'nnlä.nder, Freiburger, Mailänder, Meininger, Oldenburger, Papp-nheimer, Neuchateller, Oesterreicher, Hamburger, Ungarischen, Km hessischen, Dessauer unö Venediger Loosen, überhaupt bei allen anderen Lookgattungen und sonstigen kündbaren Papieren. Bei Türkischen 400 FrcS.-Loosen sind circa 5,000,000 Frcs. Treffer, worunter 10 Haupttreffer, unerhoben geblieben. Abgesehen von den Zinsenverlusten, welche die Inhaber dieser Treffer-Loose erleiden, haben sie noch das Risico, daß viele dieser Loose nach einem gewissen Zeitraum verjährt sind. Es ist deshalb jedem Loosbesitzer dringend anzurathen, seinen Papieren von Zeit zu Zeit die nöthige Aufmerksamkeit zuzuwenden, damit er vor Verlusten bewahrt bleibt. Genaue Aufschlüsse über etwa oor- zunehmende Veränderungen ertheilt die „Expedition der Amtlichen Ziehungslisten in Erlangen". kirchliche Anzeigen der Stadt Gietzen. Svaagelische Gemeinde. Gottesdienst- Sonntag den 17. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanias. In der Stadtkirche. Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienft. Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 21/2 Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Schlosser- Abends 5 Uhr: siehe Johannesktrche- Donnerstag den 20. Januar, Abends 8 Uhr: Bibelllnnde im Confirmandensaal (Neustadt 61) 1 Corinther, Capitel 1, Vers 18 bis 31). Pfarrer Schlosser. Nächstkünftigen Sonntag, den 24. Januar, findet int Abend- gotteSdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- gemeinde statt. An btt Iohanuelkirche. Vormittags 9J/e Uhr: Marner Dr. Naumann. $orinftta0S 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Montag, den 18 Januar, Abends 8 Uhr: Bibelffnnde im Confirmandensaal der Johannesktrche. Bergprediai; Matthäus Capitel 6 (über Almrsen. Beten Fasten). Pfarrer Dingeldey Beichte und heiliges Abendmahl findet statt für die LucaS. gemeinde am Sonntag den 31. Januar, für die JohanneSgemeinde am Sonntag bin 7. Februar, jedesmal im Abendgottesdienst. Katholische Bemeindr. Samstag, den 16. Januar: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl- Beichte; Sonntag den 17. Januar. «amen Jesu Kiest. Vormittags von 6>/, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; r um 6V| Uhr rrste hl. Messe; ■ um 7Vi Uhr AuStheilung der hl. Communion; , um 8 Uhr zweite hl. Messe, Militärgotteßdienst mit Predigt „ um 9>/z Uhr Hochamt mit Predigt- Verlesung der Bischöflichen Belehrung über daS hl. Sakrament der Ehe. Nachmittags um 5*/a Uhr Christenlehre; darauf sacramentalisch. Bruder schastsandacht. ------------ Zurückgesetzte Stoffe im Ausverkauf. ------------ 6 Meter Belfort Winterstoffe zum Kleid für Mk. 2.40. 6 „ Damentuch solider Qualität „ „ „ „ 3.30. 7 „ Levantine, garantirt waschecht „ „ „ 2 80. 6 , Flanell, bedruckt „ „ , „ 4.80. 6 „ Cheviots Diagonal, sol. Qualität „ „ „ „ 4.50. fjtelegenheitskäiife in Woll- und Waschstoffen zu reducirten Preisen versenden in einzelnen Metern, Roben, sowie ganzen Stücken franco ins Haus, Muster auf Verlangen umgehend OETTINtiER & Co., Frankfurt am Main Abtheilung für Herrenkleiderstoffe: 419 Buxkin z. ganzen Anzug Mk. 4 05, Cheviots z ganz. Anzug Mk. 5.85. Meyers Konversations - Lexikor, I (auch in Umtausch gegen älter« Werke) sowie alle andern Bücher i liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 NI. an H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VII. — Die häufig annoncilte Ventuer- Wichse in rothen Dosen mit dem Kaminfeger ist thatfächltch ein ganz hervo ragendes Fabrikat. Die Wichse erzeugt nicht nur im Moment den prachtvollsten Glanz, sondern sie ist auch sehr sparsam im Verbrauch, der Glanz hält an und llaßt nicht sofort wieder ab, wie bei vielen anderen Wichsen. Auch das Gentner'sche Schuhfett in rothen Dosen mit dem Kaminfeger — beide Fabrikate von ein und derselben Firma — darf sich der Wichse ruhig an die Seite stellen- Es ist dies ein Thranfett mit großem Fettgehalt, und giebt es bekanntlich kaum ein besseres Mittel als Thran, das Leder weich und dauer hast zu erhalten. Die rothen Dosen sind in den Specereigeschästen beinahe überall ausgestellt und das beweist, daß die beiden Artikel vom Publikum viel verlangt werden. 631 xiquidations-Bilan? am 31. Decrmber 1896. Activa. JL H Waarcn-Bestand 5282.43 Inventar 781 56 Kaffenbestand 942.90 Debitoren 4206.17 1 1213.06 Passiva. Jt. H Reservefonds 5574.— Conto der Vereinsmitglieder 2425.— Gewinn- und Verlust-Conto 3214.06 11213 06 Main-Weser-Hütte, den 15. Januar 1897. Consrrm-Verein der Main-Weser Hütte 641 Eiugetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht in Liquidation. G. Knörr. Heinr. Rain II. Christ. Ullman«. 603 Schutzmarke. abzugeben. ____ 126 Kerzen Helle. .tt7. ■ - Sparsam. — Haltbar. — Wir setzen völlig koftensrci Probe-Apparate auf. •••eeeon®eoeo®®ee®®«o@©®g | Gas-Glühlicht, z • Uns ist der All ein-Verkauf ber nun vereinigten • M Gasglühlicht-Gesellschaflen 9 • „Meteor usad Martini“ • d für Giessen übertragen. M Wir sit.d jomit diejenigen, die in der Lage sind J MW- das beste, hellste Licht W. t sZur Erhaltung der Gesundheit ist es unbldingt nöthige daß man sein Schuhwerk öfters mit Gentners Schuhfett (Thranfett) in rothen Dosen eiufettet. Gentners Wichse erzeugt arch auf fettem Leder wieder Glanz. Um kein nockmmachtes Fabrikat zu erhalten. °e^nge wau aus- dtückllch rothe Dosen mit dem Kaminfeger und der Firma Carl Gentner in Göppingen. 3« haben in den meisten Geschäften. 631 2 A. & (we Wallenfels, G Z Marktplatz Nr. 21. Telephon Nr. 46. •••••©••••••oeeeeee»®«®®® O Aufgebot. BehördlicheAnzeigen Auf Antrag des Heinrich Wagner dahier werden die Erben des durch Urtheil vom 7. November 1896 für tobt erklärten Konrad Debus von Gießen aufgefordert, ihre Ansprüche auf d^n Nachlaß spätestens im Auf- g^botstermin Mittwoch den 17. März 1897 Bormittags 9 Uhr, geltend zu machen und durch den Nachweis ihrer Erbeneigenschaft näher zu begründen, widrigenfalls der Nachlaß den sich meldenden und legiti- mirenden Erben würde verabfolgt werden und sie bei dessen Regelung keine Berücksichtigung finden könnten. Gießen, den 11. Januar 1897. Großherzogliches Amtsgericht. Neuenhagen. 635 Ein der Gemeinde Lich gehöriger, fetter Fafelochse soll Dienstag den 19. Januar, Mittags 1 Uhr, auf dem Bürgermeisterei Büreau an den Meistbieten- tkn versteigert werden. Grobherzogliche Bürgermeisterei- Heller. 628 Versteigerungen Montag den 18. Januar l. I-, Nachmittag? 2 Uhr, im (Marktplatz 20) zu Gießen sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert weiden: 1 Ladeneinrichtung, 1 Ladenschrank, 2 ConsolS mit Marmorplatten, ein Kassaschronk, 1 Garnitur Polstermöbel (grün), 3 einzelne Sophas, 2 Commoden und sonstige Mobilten, 1 silb. Taschenuhr, 1 goldener Ring, 1 Herrenanzug, 1 Havelock, diverse Oelgemälde und sonstige Bilder rc. Versteigerung vorauss.theilw bestimmt. 634 Gngel, Gerichtsvollzieher. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 18. Januar 1897, Vormittags 9*/, beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, im District Hochwarte, versteigert werden: 1 Eichenstamm mit 1,37 fm, 246 rm Buchen-Scheitholz, 32 „ Eichen- „ 40 „ Buchen-Knüppelholz, 29 „ Eichen- „ 45 „ Buchen-Stockholz, 31,5 „ Eich> n- „ 3370 Wellen BuchemReisig, 1040 „ Eichen- „ Die Zusammenkunft ist auf dem alten Anneröderweg an den Alten- tischwiesen. Gießen, den 13. Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 577 Holzversteigerung. Mittwoch den 20. d. Mts. soll im Grüninger und Dorf-Giller Markwald folgendes Holz versteigert werden: 34 fm Eichen-Schnittholz bis zu 52 cm Durchmesser, 16 fm Eichen-Bauholz, 12 fm Bachenstämme bis zu 49 cm Durchmesser, 30 fm Kiefern - Schnittholz bis zu 45 cm Durchmesser, 92 fm Kiefern Bauholz bis zu 15 m Länge, zu Bau- und Pumpenholz sich eignend, 30 fm Fichten Bauholz bis zu 18 m Länge, 78 fm Fichten-Derbstangen bis zu 15 m Länge, z i Sparren und Gerüststangen sich eignend, 120 rm Kiefern-Nutzknüppel,3 m lang. Der Anfang ist Morgens 9 Uhr im Seewald, am Weg von Dorf- Gill nach Lich. Grüningen, 14. Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. Gilbert. 629 Empfehlungen. ML Schlachthaus. Freibank. 586 Heute und morgen: Ochfenfleifch nicht ladenrein, pr. Pfd. 54 Pfg. Kuhsieifch nicht ladenrein, pr. Pfd. 50 Pfg. Zwiebeln Für Hustende Z bewkifkil über 1000 Zeugnisse A die Vorzüglichkeit von Kaiser’s 210 W Brust-Caramellen W sicher und schnell wirkend bei W Husten, Heiserkeit, Katarrh W Verschleimung. Per Packet ä 25 Pfg. bti A. & G. Wallenfels W und Heinr. Wallach in Giessen, Von einem benachbarten Sägewerk sind größere Mengen klein gemachtes Abfallholz in gutem trockenem Zustande sehr billig zu haben. Die Anfuhr geschieht wagenweise ä ca. 20 Clr., doch können auch kleinere Quantitäten geliefert werden. Näheres zu erfragen bei Dau. Wirth Nächst., 581 Westanlage. (E^5Iusclw.~Cöe'Ktfch) das nutrfnuni clnztg bcftlolrfenbc MlltU Ratten i?«d Mäuse schbiell unb sicher ja tödlen, ohne für Menschen, HouSthiekc und Gr- ffHgel schädlich zu sein. Packele K 50 Pfg. und 1 Mk. (bei Carl Bieler, Kreuzplati. 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Äariiästellung Brzligiich znnahi't v -olgnidrn Ta- Die br W bcigrltgi- DN Metztner giiontoS6 Äön steuer iiwli za, wo w ]“>» W l,j6cl| W3n hier big C elDt henliche < Wtijtrte Scen öe,l,D/ Immer Q1 *°nn ^Srai Sch, ?ü/' 7J' ^'ichen "°^"wai ein le,Un Häuschen . ich he wie ich «Es hboi), ai >«ch, fifth ' D ^inkw s-*s ttl;* rij. !**«•«’»?' der D 46,1 «aplaneigafie. 637 Die trauernden Hinterbliebenen. 642 Schellfisch a. Cabliau frisch im »«ebflotf* Alfred 'ßoekp) UrU< '» 1099z empfiehlt | Verloren u. Gefunden. | in Der Vorstand 644 410] Eine Wohnung mit 3 Zimmern zu vermiethen. Klinikstratze 2. Stellen-Angebote. | Arbeit gesucht. 609 Kaufgesuche, baren Eltern. 645 ^Vermischte Anreigen. Schwaben- Kaplansgasse 14, II. Täglich geöffnet. (Vermittlung nur 1 JL) Mieth-Gesuche. Stereotypie, Galvanoplastik, Buchbinderei Coursberich/t gesucht. Bahnhofstratze 27. I. 412 dieses Blattes Frankfurter an die Expedition d- Bl 5ö8 1887 Stadt Worms unk. b. 1901 dto. 4 Brief nehme. Hochachtungsvoll Fr« Berg, KaMueigaffe 11. 4.20 : 4.16 4 4 3 3 4V. 4 3 6 4 Geld 16.16 20.33 87.20 104.00 2545 94 Si 3120 101.60 104.00 101.00 101.00 101.00 102.60 103.60 98 95 102 25 00.00 103.10 Kapitalüberschuß 538] Meerrettig wird gekauft Wolkengafir 26, Hinterhaus. Heute Samstag: Mkhkisitppe 20 Franken-St. Engl. Sovereigns Dollars in Gold Ung. Gold-Rente Portugiesen Mextcaner Monopol-Griechen von Eisend. Rentenb. Obl. BuderuS Obl. □OOOOOOOOOOOQ Berliner Pfannkuchen, Kreppeln, Cafö und Thee- Gebäck, große Auswahl in Kuchen und Torten empfiehlt täglich fusch in nur besten Qualitäten 275 Conditorei H. Bettler, Ecke Frankfurterstraße Süd Anlage. □OOOOOOOOOOOQ Die Gesammt Vertretung der evangelischen Kirchengemeinde hat in hrer heutigen Sitzung einstimmig beschlossen, folgende Erklärung öffentlich abzugeben: Wir hegen das feste Vertrauen, daß Herr Pfarrer Schlosser den ürzlich ftattgehabten Zeitungsftreit mit dem hiesigen katholischen Pfarramte nur geführt hat, um unberechtigte E ngriffe von katholischer Seite abzuwehren und die berechtigten I teuften unserer Gemeinde zu wahren. Dabei können wir in Bezug auf die Entgegnungen des Herrn Caplan Kronenberger nicht umhin, unsere Verwunderung und Entrüstung darüber auszusprechen, daß ein junger, noch in den Anfängen seiner amt» ichen Thätigkeit stehender Mann es sich herausgenommen hat, gegenüber einem weit älteren Geistlichen, der feit langen Jahren in unserer Gr. meinde segensreich wirkt und in allgemeinster Achtung steht, in einet Weise aufzutreten, die als höchst ungehörig bezeichnet werden muß und einen Mangel an Tact und guter Sitte verräih, wie er zumal in einer Universitätsstadt denn doch sehr auffällig und bedauerlich erscheint. Gießen, den 13. Januar 1897. Die evangelische Gesaminl-Gemeindevertrelung. Wellfteisch mit Kraut, wozu höflichst einladet Julius Wellhöfer, OB I 80« 11701® 4.16 eine Fülle interessanten, theilweise ungedruckten Materials enthält, liefert einen werthvollen Beitrag zur Kultur- und Goistesgeschichte der deutschen Universitätsstädte und im weiteren Sinne des deutschen Vaterlandes. 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Januar er., Abends 7V2 Uhr, im Festsaal (Leib’scher Saal), Wallthorstrasse: Gastspiel des Frankfurter Stadttheaters. Bürgerlich und romantisch. Lustspiel in 4 Acten von Bauernfeld. in der Musikalienhandlung Ernst Challier Budolphe Naohf DlllClö Q0Wje an jer Abendkasse: Erstes Parquet Mk. 3.50, Zweite« Parquet und Balkon erste Reihe Mk. 2.25. — Studentenkarten Mk. 1.—. Gallerie Mk. 1.—. Für Mitglieder nur im Vorverkauf: Erstes Parquet Mk. 3.—, Zweites Parquet Mk. 2.—. 640 Nach Schluss des Theaters Omnibus-Verbindung nach verschiedenen Richtungen. 1K 4 7 U. Aufn. Rech. IO« !♦ nungsabl. Brm. u. Aufng. 576 3V> Frankftr.Hyp.Br.unk.b.1906 101 00 3«/, Hambrgr.Hyp.Bk. unk.b.1905 4«/, Frks.Hyp.Cred.V. unk. b. 1906 101.00 3«/» Preutz Hyp. A. Bk. unk. b. 905 - ü unk.b. 1905 103.60 3'/» Pomm.Hyp.A Bk.unk.b.1906 3V, DeutscheGrdsch.B. unk. b. 1906 101.00 4 Frkf.Ldw.Cred.Bk. unk. b. 1900 Oesterr. StaatSbahn v. 1885 92.20 4 Jtal. staatsgar. 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