Jene 197 ft 6 ft & um oogooooooTOffl 4 12J11J2. ss'so X * 143.60 158.55 69" 14860 138.50 106." 99.45 111.60 70 V« 14750 137.50 105.50 99 60 11210 Briefpapiere ichaflssplele mtiqaarische schritten. .iT.t'mT?1 136.10 133.60 12510 180." 35.0» 143.80 157.90 113.60 136.50 135&0 12630 131." 92.10 35.76 2650 12.60 JI.1» 23.50 JÜdbM' UM**1 tthardbah"! v,.Mdost Hennig-) inA' SS® sS«! ?Ä’20 Etz,10 M°-' 15 liirnd-' ; MLchM. e eines Dieners A sK u-d IM P1 eise, besetzt werden, ird den Betrag von ist nicht übeisteigen. >elche m MM. GetdMrn Ml«" ihreselbstgOmbM L emreichen. Wk [g hat nut auf Wunsch n g, December 1897- . Spar« unb Lelhkafsi Gießen. j,: Wiener. 112^ 22^60 JJj, 108.6° ’,62) 27." 12.80 21.90 22.70 23.601. Nr. 294 Erstes Blatt Mittwoch de» 15. December 1897 Der Otetzeiier Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montags. Die Gießener I««ikien5tL11er werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger. vierteljähriger Avonukmentspret« l 2 Mark 20 Pfg. mit Bring erlohn. Durch die Post bezog« 2 Marl 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchukstratze Zlr.1« Fernsprecher 61c 2!nrts- unb Anzeigeblutt für den Avers Giefzen. 11 1 ■ " - Annahme von Anzergen zu der Nachmittags für de» folgenden Dog erscheinenden Nummer bi» vorn,. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamitienölätter. Alle Lnnoncen-Bureaux de» In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Auzeiger" entgeh«. Abonnements - Einladung. Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für vaS 1. Vierteljahr 1898 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrichten- Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser ftets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter in allen Orten Oberhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, Hauswirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gietzener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unterhaltungsstoff aus dem Gebiete des Familienlebens und der Hauswirthschaft bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. Januar den Anzeiger kostenfrei zu- gesteüt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch' u. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda). Amtliche»« Theil. Gießen, den 13. December 1897. Betr.: Die Kranken-, Invalidität»- und AlterS-Verstche- ruog der Kretsftraßeuwarte. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen die Großh. Bürgermeistereien der Land- gemeinden des Kreises. Sie wollen den Gemeinde-Einnehmer auweifen, bezüglich der bis Ende December l. I. für die Kreisstrasteuwarte vorlagSweise gezahlten Beiträge zu den Kosten der Gemeinde- krankenverficherung, sowie derjenigen für JnvaliditätS- und Altersversicherung mit der Kreiskaffe abzurechneu und die Borlage gegen Abgabe der Quittungen hierüber, zu welchen die den Gemeinde-Einnehmern demnächst zugeheuden Forum- larien zu benutzen find, in Empfang zu nehmen. Bezüglich der Kra«keuverficher«vg fügen wir an, ; daß die Beiträge hierfür, sowohl für das laufende Jahr, als auch für die Zukunft, der Einfachheit halber für 52 Wochen zu berechnen find und daß diese Beiträge bis zum 31. März l. IS., d. h. für 13 Wochen, ganz, vom 1. April l. IS. ab, d. h. für 39 Wochen, dagegen nur zu % von der KreiS- kaffe getragen werden, während */i derselben von den KretS- straßenwarten aufzubringen find. Ferner find die Beiträge des Kreises zur Juvalidi- täts- und Altersversicherung für diejenigen Kreis- straßeuwarte, welche am 1. April 1. IS. tu den Dienst de» Kreises übernommen worden find, von der mit dem 4. April l. I. beginnenden Kalenderwoche ab zu berechnen. Wir sehen Ihrem Bericht darüber, daß die gedachte Abrechnung stattgefunden hat, bis spätestens 1. Februar 1898 entgegen. v. Gagern. Deutscher Veichsta-. Sitzung vom Montag den 13. December 1897. Fortsetzung der ersten Berathung des Etats. 9 J Staatssekretär Dr. Graf v. PosadowSky widerlegt zunächst die vorgestrige Behauptung des Abg. Bebel, daß die Ausgaben sür die LandrSoertheidtgung nur den besitzenden Klassen zu Gute kämen und wendet sich hierauf gegen die Vorschläge, die Bebel im Interesse der Landwirthschaft gemacht hat. Redner verbreitet sich sodann über die Pflicht der Regierung, sich frühzeitig auf die zukünftgen Handelsverträge vorzubereiten und sich zu bemühen, vor allem zu verhindern, daß ein Erwerbszweig zu Gunsten eines anderen dabei geschädigt werde. (Beifall rechts.) Wenn Bebel sage, für Schulen und für die Ueberschwemmten sei kein Geld vorhanden, so bewiesen schon die bloßen Zahlen des Etats daS Gegenthril. Für Schulzwecke allein würden 136 Millionen verlangt und betreffs der Unterstützung Roth- leidender würde dem preußischen Landtage eine Vorlage zugehen. Im Interesse der Arbeiter geschehe in keinem Staate so viel als in Deutschland. Er erinnere nur an die Arbeiterschutzvorschriften, die EnquSten über Regelung der Arbeitszeit und sonstige Bestrebungen, Mißstände abzustellen; er müsse aber auch vor dem Uebermaße polizeilicher Reglements warnen, denn das falle schließlich dem Volke auf die Nerven. Und da verlange Bebel nun auch noch Controlle der Hausindustrie. Das wäre ja der reine Gefängnißstaat! Redner wendet sich sodann gegen die Wünsche Bebels betreffend das Coa- litionsrecht der Arbeiter und einige andere Aeußerungen Bebels und schließt mit der Versicherung, die Regierung werde sich hüten, durch fortwährende Reglementirungen einen Polizeistaat zu schaffen, in dem sich die Arbeiter vielleicht wohl befänden, die besitzenden Klaffen aber die Opposition bildeten. (Beifall rechts. Zischen bei den Socialdemokraten.) Der sächsische Bundesraths-Bevollmächtigte Graf o. Hohen- thal weist die Beschuldigung des Abg. Bebel zurück, daß die sächsische Regierung zu wenig für die Ueberschwemmten gethan habe, und dankt für die reiche Hilfe, welche den Nothleidenden aus allen Theilen Deutschlands, namentlich aus Berlin, zu Theil geworden. Abg. v. Dziembowski.-Pomtan (Pole) beschwert sich unter dem Gesichtspunkte, daß das Reich eine gewisse Aufsicht über die Einzelstaaten ausübe, über die Behandlung der Polen in Preußen, wird aber vom Präsidenten mit der Bemerkung unterbrochen, daß derartige Klagen in das preußische Abgeordnetenhaus gehören. Handelsminister Brefeld nimmt die preußische Bergverwaltung geaenüber den Angriffen Bebels in Schutz, warnt vor ArbeitrrauS- ständen im Kohlenbergbau und weist darauf hin, daß in Preußen infolge der hervorragenden Leistungen zur Sicherung des Betriebes lange nicht so viel Unglück geschehe wie in anderen Ländern (Beifall.) Abg. Richter (fr. Vp.) bespricht die einzelnen Posten des Etats in längerer Rede. Daß aus Geldmangel die wichtigsten Cultur- aufgaben in Preußen ins Stocken gertethen, hätten nicht erst die Sozialdemokraten entdeckt. Was aber mit geringen Mitteln sonst erreicht werden könne, zeige unser Erfolg in Haiti, dem wir zwei Schulschiffe zu danken hätten. Auch die Angelegenheit in China scheine sich schnell ihrem Ende zu nähern. Redner bespricht seine Stellung zu den Exportprämien und dem Bimetallismus, betont, die Bahnen in Afrika seien die Baukosten nicht werth, und wendet sich hierauf gegen die Idee des Staatssecretärs des RetchspostamtS, Postreformen mit der Erweiterung des Postregals zu verquicken. Auch mit der Erhöhung der Repräsentationsgelder für den Reichskanzler ist Redner nicht einverstanden. Redner bemerkt schließlich, in Bezug aus die Aufhebung des CoalitionSverbotes hätte der Reichskanzler besser offen erklären sollen, es sei ihm nicht gelungen, was er versprochen habe durchzusetzen. Jedmfalls werde daraus die Lehre zu ziehen sein, daß man Versprechungen der Regierung nicht immer glauben könne. Director im Colonialamt Frhr. v. Richthofen rechtfertigt das Verhalten der Regierung bezüglich der Bahnbauten in Afrika. Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe erklärt: Ich hege die Hoffnung der Aufhebung des CoalitionsoerboteS auch heute noch und zweifle nicht, daß bis zum Jahre 1900 eine Verständigung zwischen der preußischen Regierung und dem preußischen Abgeordnetenhause erfolgt sein wird. Abg. v. Rarborff (Reichsp.) wendet sich gegen die Ausführungen Richters. In agrarischen Kreisen sei die Stimmung dem Flottengefetz nicht sehr günstig, seine persönliche Stellungnahme behalte et sich noch vor. Redner bespricht sodann die Frage des Bank- diSconts, die Währungsstage, den Rückgang des Deutschthums iu den östlichen Provinzen und drückt schließlich die Hoffnung aus, die Budgetcommisfion werde in der Flottenfrage zum Wohle deS ganz« Landes handeln. Nächste Sitzung Dienstag Mittag 1 Uhr: Weiterberathung deS Etats und dritte Berathung des Abkommens betr. internationales Privatrecht. Schluß gegen 6 Uhr. Wolffs telegraphische« Correspondmz-Burea» Berlin, 13. December. Die „Nordd. Allgem. Zig." gibt die Hauptstellen eines Artikels des „Journal des DebatS" wieder, der tn längerer Ausführung fich zu einer freundlich anerkennenden Beurtheilung unserer ostasiatischen Politik bekannte, und schließt: „GS ist dankbar anzuerkenneo, daß daS angesehene Pariser Blatt einen so ruhigen realpolttischeu Standpunkt einnimmt. Jrn fernen Osten ist Platz für alle europäischen Mächte, welche die Aufgabe einer nicht mehr fernen Zukunft darin erblicken, die Errungenschaften unserer Cultur gemeinsam dort zu vertreten." Kiel, 13. December. Prinz und Prinzessin Heinrich, sowie der Erbprinz und die Erbprinz ess in von Sachsen-Meiningen und Prinz Maximilian von Baden besichtigten heute Mittag den Kreuzer „Deutschland". Prinz Maximilian von Baden ist Nachmittage nach Berlin abgereist. Kaffel, 13. December. Von den wegen des Eisenbahnunglücks bei Kirch-Ditmold am 11. Juli d. I. angeklagten Personen wurden der StationSdiätar Sennheim zu einem Jahr, der Telegraphist Renter zu 6 Wochen Ge- fängviß verurtheilt. Marburg, 13. December. Der Kaiser beauftragte den commaodirenden General des 11. ArmeccorpS, v. Wittich, mit feiner Vertretung bei dem Empfange der italienischen Herren, die dem 11. Jägerbataillon ein Gegengeschenk der Königin Marghuerita überreichen. Prag, 13. December. Am 9. d. Mts. wurde während der Abendvorstellung im königlich deutschen Land eS- tHeater gegen Schluß des dritten ActeS von den Sicherheitsorganen an der der Universität gegenüberliegenden AuS- gangsthür eine aus einer Blechbüchse bestehende Bombe gefunden. Sie war au einer Thürklinke befestigt. Am Boden befand fich eine schmale, circa 1 Zentimeter lange Blechhülfe, wodurch die Lunte geführt war. Letztere brannte zur Zeit der Auffindung und wurde von den Sicherheit»- orgonen ausgelöscht. Nach Aussage von Sachverständigen war die Bombe geeignet, im Explosionsfalle einen bedeutenden Schaden herbeizuführen. DaS zahlreiche Theaterpublikum hatte von dem Vorfall keine Kenntniß. Die strengsten Be- wachungSmaßnuhmen der beiden deutschen Theater find nun eingesührt. Depesche» de» Bureau »Herold." Berlin, 13. December. Der frühere Vertreter Deutschlands in China, Herr v. Brandt, der bekanntlich kürzlich in Wiesbaden von dem hiefigev chinesischen Gesandten aufgesucht worden ist, ist ,jetzt vom Kaiser im Neuen PalaiS empfangen und sodann zur kaiserlichen Tafel zugezogen worden. Es liegt nahe, diesen Empfang mit der Erledigung deS Streitfalles mit China in Zusammenhang zu bringen. Berlin, 13. December. Im Reichstage sind die Gesetzentwürfe betreffend Aenderung des GerichtSverfaffungS- gefetze« und der Strafproceßordnuug, sowie eines Gesetzes betreffend Aenderung der Clvilproceßordnung und eines zugehörigen EinführungsgesetzeS nebst Begründung eingegangeu. Berlin, 13. December. Von den Abtheilungen des Reichstags wurden heute die Mandate der neugewählten Abgeordneten Haase (Soc.) und Heim (Str.) für giltig erklärt. Berlin, 13. December. Die Commission für daS Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit setzte heute ihre Berathungen fort über den allgemeinen Theil der Vorlage. Die §§ 19 und 26 wurden nach längerer Debatte unter Ablehnung aller Abänderung»- anträge unverändert angenommen. Berlin, 13. December. Der Landes eis en bahnrath setzte seine Verhandlungen am Samstag fort und erledigte den Rest der vom Tage vorher übrig gebliebenen Tagesordnung. UnterstaatSsecretär Fleck bezeichnete die Mittheiluvg, daß die preußische Staatsbahnverwaltung eine Reform der Personentarife plane, als irrig. ES sei nur angestrebt, eine Personaltarif-Verordnung anzubahnen, sodaß sich die Tarife für daS Reich möglichst einheitlich gestalten. Berlin, 13. December. Zu Ehren des ProfefforS Karl Frenzel fand gestern im Kaiserhof ein großes Banket statt, dem etwa 300 Personen, darunter auch der CultuS- Minister Dr. Boffe beiwohnten. Kiel, 13. December. Die Abreise der Kreuzer „Gefion" und „Deutschland" nach China erfolgt am nächsten Donnerstag Vormittag 8 bezw. 9 Uhr. Die Abreise ist um einen Tag verschoben worden. Kiel, 13. December. Die für China bestimmte Ma» trosen-Artillerie ist von FriedrichSort in der Stärke von 68 Mann heute früh nach Wilhelmshaven abgefahren. Morgen trifft Admiral Knorr mit dem Capttän von Holtzendorff in Kiel ein, nm den Kreuzer „Deutschland" auf Deeklarheit und Gefechtsklarheit zu insptctren. Lemberg, 13. December. Die Demonstrationen für den Grafen Badeni sollen so lange und mit ste gendem Maße tu ganz Galizien fortgesetzt werden, bi- ihr Zweck, die Wiedereinsetzung Badeni» zum Statthalter von Galizien, erreicht sein wird. Wenn Badeni, so äußerte fich ein Mitglied de» Parlament» an» Ostgalizten, wieder unser Statthalter ist, dann kann Baron Gautsch da» Hau» auflösen so oft er will, wir fürchten keine Neuwahl. Prag, 13. December. Gestern fanden wieder einzelne Demonstrationen statt, weshalb da» deutsche Theater und andere öffentliche deutsche Gebäude scharf bewacht wurden. Etwa 20 Berhafrungen wurden vorgenomwen. Für die durch die letzten Excrffe geschädigten jüdischen Kaufleute find bi»her 50000 Mark au» Deutschland, davon 15000 Mark von Baron Rothschild au» Frankfurt a. M., etngegangen. Rom, 13. December. Die CabinetSbildung Rudtnts ist gescheitert. Die politische Lage gilt al» sehr ernst. Brussel, 13. December. Die Bereinigung der Veteranen hielt gestern eine Versammlung ab, in welcher beschlossen wurde, eine energische Propaganda für die Reor- ganisatton des Heere» auf der Grundlage de» persönlichen Dienste» einzuleiten. Madrid, 13. December. General Wehler ist hier eingetroffen. Mehrere Generale erwarteten ihn am Bahnhof. Republikaner, Carlisten und Conservative empfingen den General mit lebhaften Hochrufen. Berlin, 14. December. Der Kaiser hatte fich gestern Abend bei de« commandirendeu Admiral v. Knorr zum Diner angesagt, an welchem u. A. theilnahmen: Fürst Hohen« lohe, die Minister o. Goßler und v. Miquel und die Staats, seeretäre der Reichsämter. Bon 7 bi» 107« Uhr verweilte der Kaiser im Kreise der Geladenen, worauf er nach dem neuen Palai» zürückkehrte. Berlin, 14. December. Der Abgeordnete v. Bollmar leidet schon seit einigen Wochen an einem Influenza- Anfall. Sein Befinden hat fich durch eine jüngst unternommene Agitationsreise derart verschlimmert, daß er für einige Zeit außer Stande ist, fich an den parlamentarischen Arbeiten zu betheiligen. Berlin, 14. December. Für die Deutschen in Oesterreich fanden gestern Abend zwei Kundgebungen statt. Die eine erfolgte in einer vom Verein deutscher Studenten einberufenen und von über 1000 Personen besuchten Versammlung, welche nach mehreren Referaten über die Vorgänge in Oesterreich beschloß, an alle deutschen Universitäten in Oesterreich Sympathie-Telegramme zu senden. — Eine zweite Protestversammlung gegen die Unterdrückung der Deutschen in Oesterreich und gegen die neuesten Ausschreitungen de» tschechischen Pöbels hatte der „Germanische BolkS- bund" veranstaltet. Hier sprach Reichstagsabgeordneter Pro- feffor Förster und erntete großen Beifall. Eine im Sinne seiner Ausführungen verfaßte Resolution gelangte schließlich zur Annahme. Berlin, 14. December. Von Eugen Wolff erhält daS „Verl. Tagebl." ein Telegramm au» Shanghai, welchem zu entnehmen ist, daß die chinesischen Kaufleute und überhaupt die chinesische Bevölkerung in Tientsin, Tschisu, Shaughat und an der ganzen chinesischen Küste sich zu der Besetzung der Kiao-Tschau>Bucht durch die Deutschen vollständig gleichgültig und indifferent verhalten. Die in China und Japan ansäsfigen deutschen Kaufleute sammeln für die Marinetruppen in der Kiao-Tschau-Bat die Mittel zu einer WeihnochtSgabe. Co«aU» mmö proHniieOw Gießen, den 14. December 1897. B ’* Bon der Universität. Nach dem Personalver- zeichntß der Großh. LudewizsUniverfität besuchen die an derselben gehaltenen Vorlesungen 674 immatriculirte und 35 nicht immatriculirte Hörer. GS studtren Theologie 58, Rechte 198, Mediciu 155, Thierheilkunde 58, Zahnheil- kmtde 5, Philosophie 7, Mathematik 27, Naturwissenschaften 25, Chemie 37, Pharmacie 6, Cameralwiffenschaft 25, Forst- wiffenschast 13, Geschichte 7, klassische Philologie 17, neuere Philologie 36. ** btadtthealer. Im Wiesbadener Residenztheater, sowie an den Bühnen zu Hannover, Hamburg, Dresden, Berlin rc. hatte der neueste LaufS-Kraatz'sche Schwank „Die Logenbrüder" einen ganz außergewöhnlichen Erfolg. Die Direction Kruse-Helm hat fich beeilt, den ausgezeichneten Schwank auch für hier anzukaufen und wird denselben am Mittwoch den 15. cr. zur erstmaligen Aufführung bringen. Wir laffen eine Kritik deS „Wiesbadener Tageblatt" folgen: Zwei bewährte Schwank-Autoren, Karl Laufs und Curt Kcaatz, haben fich wieder einmal zu löblichem Thun versammelt, indem fie einen recht au-dehnungsfähigen Sack zwischen fich stellten und nun begannen, ihn im Schweiße ihres Angeficht» mit tollen Einfällen und toller Situationskomik vollzustopfen. Ste schleiften ihn auf die Residenz- Theaterbühne und dort wurde er gestern unter dem Jubel de» äußerst zahlreichen Auditoriums auSgeleert. Wirklich eine urfidele Sache, diese „Logenbrüder", fideler fast, wie Lauf» „Toller Einfall" und an Komik „CharlehS Tante" nicht nachstehend: Man höre: (Folgt Inhalt.) Genug, es war so viel Komik in diesem Schwank, daß fie für drei Stücke gereicht hätte, und diese Komik — wir können ihre Streiche hier nicht alle wiedergeben — hielt, mit kleinen Intervallen, bi» zum Schluffe vor, wo fich zwei Paare kriegten und der eine der Pseudofretmanrer den andern ordentlich anpumpen konnte. Selten ist im Refidenz-Theater so viel gelacht worden wie gestern. Nach jedem Actschluß mußten die Autoren wieder und wieder erscheinen, um sammr den Darstellern stürmischen Beifall einzuheiwsen. *• Birberthal Bahn. Die der Zweiten Kammer unterbreitete Anfrage der Abgeordneten Köhler nnd Genossen, die Kleinbahn Gießen — Rodhetm a. d. Bieber betreffend, wurde in der SamStag»-Sitzung beantwortet. Die Anfrage ist folgende: 1. Sind der Großh. Regierung die oben geschilderten Zustände bekannt? 2. Ist t» der Großh. Regierung noch möglich, die Ju- tereffeu und Rechte der Anwohner der Rodheimerftrahe zu Gießen zu wahren? 8. Ist event. Großherzogliche Regierung bereit, die beregte Angelegenheit einer eingehenden Prüfung zu unterwerfen und auch zu erwägen, ob e» fich überhaupt empfiehlt: a. Landstraßen im Allgemeinen al» Fahrbahnen für Dampfmaschinen rc. zu benützen, b. die so wie so schon schmale Lahnbrücke bei Gießen durch Uebersührung der Eisenbahn noch mehr zu verengen ? 4. Ob die Großherzogliche Regierung gewillt ist, die Kleinbahn-Gesellschaft event. zur Verlegung der Bahnstrecke hinter die Rodheimerstraße und mit Einmündung in den vorhandenen Bahnhof zu veranlassen? Ftnanzminister Weber verliest die Antwort der Regierung. Dieselbe lautet: Die Anfrage der Herren Abgg. Köhler und Genoffen, die Eisenbahn von Gießen nach Bieber betrrffend, beehre ich mich, wie folgt, zu beontworten: Den Bewohnern der Rodheimer Straße war, wie allen Betheiligten, durch öffentliche Auslegung der Baupläne und Abhaltung einer Verhandlung zur Entgegennahme etwaiger Einwendungen Gelegenheit geboten, ihre Jutereffen und Rechte geltend zu machen und durch Abgabe protokollarischer Erklärungen zu wahren. Ueber diese, bet dem Termin vor- gebrachten Einwendungen hat die Großh. Regierung Entscheidung getroffen, wobei für fie in erster Linie da» öffentliche Jntereffe maßgebend sein mußte. Die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Landstraßen für Nebenbahnen mitbenutzt werden sollen, ist durch das Gesetz, die Nebenbahnen betreffend, vom 29. Mai 1884 geregelt. — 3. Dem Bauunternehmer ist auferlegt worden, die Brücken über die Lahn und den Lohbach angemeffen zu verbreitern. 4. Die Verlegung der Bahn hinter die Rodheimer Straße ist auSgeschloffen, weil dies den Interessen und berechtigten Wünschen der Stadt Gießen widersprechen und die AuSführnng de» BahnprojectS überhaupt vereiteln würde. — Eine Besprechung der Interpellation wird nicht beantragt. ** Berloosung. Bei der am SamStag in Darmstadt stattgehabten Verloosung de» Kunstvereins für daS Groß- herzogthum Hessen wurden u. A. nachverzeichnete Gemälde, Radirungen usw. von den dabei bemerkten Gießener BeretnS- mitgliedern gewonnen: „Seinequai bei Paris" von F. Wucherer, Frankfurt a. M., Gewinner: Buchhändler August FreeS in Gießen. „Orientalin" von Effmberger, Rom, Gew.: Ver- lagsbuchhäodler Töpelmann in Gießen. „Am See" von K. Schickhardt, Stuttgart, Gew.: Professor Dr. Schiller in Gießen. „Dame in Strohhut" von H. Dietz, Darmstadt, Gew.: Professor Dr. Krüger in Gießen. „Die Jagd nach dem Glück" nach Henneberg, Gew.: Rentner I. L. Walther in Gießen. „Das Werk von Heinz Heim", Gew.: 6 Mitglieder, darunter Procurist A. Heichelheim in Gießen. Eine Mappe mit 6 Münchener Originalradirungen, Gew: 25 Mitglieder, darunter Kaufmann Max Friedberger, Rechtsanwalt Labrotffe, Pfarrer Schlosser, LandgerichtSpräfident Freiherr v. Ricou, Commerzienrath Wilhelm Gail, Commerzienrath S. Heichelheim, Dr. Ploch in Gießen. Eine Mappe mit sechs Düsseldorfer Originalradirungen, Gew.: 4 Mitglieder, darunter Geh. Medictnalrath Dr. Bose in Gießen. „Landpartie", Photogravure von Knau», Gew.: Peter Wilson Erben in Gießen. Nach Darmstadt fielen 31, nach Offenbach 10, nach Mainz 4 und nach WormS 3 Gewinne. •• Der 35. Berdaudstag der hessische» laudwtrthschast- licheu Genofsevschaften findet am Montag den 20. December 1897, Vormittag» 10 Uhr, zu Darmstadt im großen Saale des „Darmstädter HoseS" (Rheinstraße) statt. Tage»- orduung: 1. Jahresbericht de» BerbandSdtrector» für 1896/97. 2. Vorlage und Entlastung der Rechnung für 1896. 3. Generalberichte: a. über die BerbandSrevifivnen, b. über die MolkereibetriebSrevifionen, c. über die Thätig- kett der milchwirthschaftlichen Versuchsstation. 4. Bericht über den 13. BeretnStag der deutschen laudwirthschaftltchen Gevoffenschasten zu Dresden. (Berichterstatter die Delegirten Heuerling und Ritz.) 5. Die Heranziehung der Vorstandsmitglieder und Beamten der Genossenschaften zur Alter»- und JuvaliditätS - Versicherung. (Berichterstatter: Kreis- amtmann Hölztnger.) 6. Bericht über den Stand der genossenschaftlichen Organisation de» Getreideverkaufs und die Lagerhausfrage. (Berichterstatter: Dr. Thieß.) 7. Die wirthschaftliche Bedeutung der Wtnzcrgeuoffenschaften. (Berichterstatter: Weivbavlehrer Schulte-Eugens). 8. Die Errichtung von Molk-retschulen im Großherzogthum. •• ReichSgerichiseotscheidnagen. (Nachdruck verboten.) Ein angenehmer Nachbar ist der Schneidermeister W. K. in Gießen, der am 5. October d. I. vom Landgericht Gießen wegen Beleidigung eine» jungen unbescholtenen Mädchen», dabei ihren Eltern in dem nämlichen Hause wohnte wie der Angeklagte, zu einer Gefängnißftrafe von einem Jahre ver- urtheilt wurde. Der Angeklagte wurde überführt, mit verstellter Hand Briefe an süaf Studentenverbindungen geschickt zu haben, die er mit dem Namen de» unbescholtenen jungen Mädchen», der Tochter anständiger und angesehener Eltern, unterzeichnete. In diesen Briefen erklärte die angebliche Schreiberin: fie sei willen», Herrenbesuche anzunehmen. Der Angeklagte focht da» Urtheil mit dem Rechtsmittel der Revision an und rügte zur Rechtfertigung derselben Verletzung prozessualer RechtSno.men, besonder» unzulässige Beschränkung der Bertheidiguug in einem für die Entscheidung wesentlichen Punkte durch Ablehnung eine» Bewe>»avtrage». Der Angeklagte hatte nämlich in der Hauptverhanbluug beantragt, einen Zahlmeisteraspirant zu vernehmen. Der erste Richter hatte den Antrag al» unerheblich adgelehnt und auf Grund der Beweisaufnahme festgestrllt, daß das junge Mädchen von ganz makellosem Rufe sei. Der Reichsanwalt hielt die Beschwerde wegen Ablehnung deS BeweiSantrageS für durchgreifend^ der erste Strafsenat erkannte jekoch auf kostenpflichtige Verwerfung der Revision de» Angeklagten, da der Abwe'snngSgrund de» ersten R chter», e» seien keine That- fachen angegeben, die zur Colortrung de» Antrag» diene» könnten, nicht rechtSirrthümlich seien Da» Urthe l eine» Zeugen über den Ruf eine» jungen Mädchen» ist keine erhebliche Thatsache, sondern nur ein Urrhetl. Nun Härte ja zwar der erste Richter dem Angeklagten zur Colorirung seine- BeweiSantrageS Anregung geben können, von seinem Fragerechte Gebrauch zu machen, e» ist aber erwiesen, daß sowohl der Angeklagte, wie auch sein Bertheidiger genug Gelegenheit halten, ihnen wichtig erscheinende Thalsachen geltend za machen. •• Wetterbericht. Während im Süden de» ErdtheilS da» Barometer noch weiter gestiegen ist, hat daS Depressionsgebiet im Nordwesten Europa» durch ein neue» nachrückender Minimum sich vertieft und zieht heute eine Furche mit geringem Drucke über die Nordsee zu einem Theilmintmuw, welches über der Ostsee und Ostpreußen lagert. Die Luft- druckverthetlung ist in ganz Central-Europa sehr ungleichmäßig. Die Witterung ist demzufolge meist trübe, aber mild, und fanden stellenweise Niederschläge statt. Die Morgentemperaturen find gestiegen. Voraussichtliche Witterung: Andauernd ziemlich mild, aber unbeständig und zeitweise unruhig mit stellenwetsen Niederschlägen. 4- Nidda, 12. December. Gestern tagte i« Saale zu» Gambrmu» dahier die zahlreich besuchte General-Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirk» - verein» Büdingen, unter Vorsitz de» Herrn Geh. RegierungSrath Klietsch-Büdingen. Von den verschtedeven interessanten Vorträgen bezw. DiScusfioven find besonder» bemerkeuSwerth das Referat de» Herrn LandwtrihschaftSlehrerS Lintz über „wirrh- fchaflliche Grundsätze der Düngung", der Bersawmlung»be- schluß über vorzugsweise Benützung deS Chilisa peter für weiche» Feld, sowie der Vortrag de» Herrn kreiSthrerarzte» Schmidt über Rothlaufseuche und deren Heilung durch Impfung. Nach Erledigung der Tagesordnung fand ein gemeinsame» Mahl im Gambrinu» statt. Friedberg, 12. December. Der „Friedb. Ztg." zufolge wurde in der am vergangenen Sonntag dahier im „Pfälzer Hof" stattgehabten Versammlung der deutschen Reform- Partei Herr Gutsbesitzer Leopard in Melbach al» Candidat zur Reichstagswahl aufgestellt. Vcrmücbtc* * Die Gratis Hose. Auch ein Stück nicht ganz lautere» Wettbewerb» wird aus Berlin mitgetheilt: „Eine Hose gratis bei Einkauf für 10 Mark", also lautet die Anpreisung eines dortigen KleidergeschäftS. Die „Grati»"-Hose ist eine Bade Hose. * Fester Preis. Kleiderhändler: Der Anzug kostet 50 Mk. — fester Preis! (Der Kunde, welcher schwerhörig ist, legt 15 Mk. auf den Tisch.) Kleiderhändler (zögernd): „Na, meinetwegen, aber eigentlich hatte ich 50 Mk. gesagt!" Eingesandt. «teste«, 14. December 1897. Der Gptelplan M Sladttheater». In der Besprechung über die letzte Aufführung deS Thrater- Bereins hat der Herr Recensenl dieses Blatte» bim hiesigen Publikum das Epitheton ornane, „anspruchslos", zuerkannt. Tas vcrehrliche Publikum braucht sich darob nicht gekränkt zu fühlen; daß ihm da» liebenswürdige, in feiner Art klasftfche Lustspiel „Dte Journalisten" von Gustav Freytag gefallen Hai, stellt seinem Geschmack ein sehr gutes Zeugnitz aus. Um der Wahrheit aber die Ehre zu geben, muß man sagen, daß fich daS Gießener Theaterpubltkum im Allgemeinen den Darbietungen gegenüber höchst kritisch verhält und Stücke abgelehnt hat, die in größeren Städten eminent«" Beifall gesunde» Haden. Zwischen Theater und Publikum besteht eine natürliche Wechselwirkung. DaS Theater wirkt auf daS Publikum, aber umgekehrt das Publikum auch auf das Theater. Und damit komme» wir zu einer berechtigten Forderung, die di« Theaterbesucher in Bezug aus den Sptrlplan des Theater« hier zu stellen Haden. Nicht als ob die Direction wegen Auswahl der Stücke, insbesondere der Novitäten irgendwelcher Vorwurf träfe. Im Gcgentheil, an leitender Stelle ist man bemüht, ein wechfeloolles und gut«» Programm «tuzuhalten. Man vergleiche jedoch einmal den Sptetplan unserer Nachbarbühnen mit demjenigen unsere» Stadttheater». Da wird ma» unschwer finden, daß d>« auswärtigen Bühnen allwöchentiich höchstens eine Novität herauübringen, während auf der hiesigen Bühne in der Noottätensolge die reine wilde Jagd über die Bretter saust. Was ist die Folge dieser Novttätenhetze § Der Schauspieler — sei er auch noch so begabt — ist nicht tu. Entferntesten in der Lage, seiner künstlerischen Aufgabe gerecht zu werden, ihm bleibt keine Zett, tn den Geist seiner Rolle etnzudrtngen mid Gestalten berauszu- arbeiten, wie sie etne ernsthafte Wiedergabe guter Theaterstücke verlangt. Der Schauspieler wtrd durch die Immense Arbett-kraft, die ihm zugrmuthet wird, zur Ungründlrchkett verführt, er wtrd unlustig und matt und dasrrn etD,s Gute» tn thm steckt, wtrd eS durch diese -Maffeletstungen" gründlich verdorben. Ta wir nun in Gieße» künftig nicht mehr mit einer Wanderbühne, sondern mit etne» ständigen Theaterp-rsonal rechnen sollen, treten an dieses auch wahrhaft künstlerische Aufgaben heran. Auf der einen Seite soll sich daher daS Publikum daran gewöhnen, gut und sorgfältig vorbereitete Stücke öfters, alS schlecht etnstudtrte einmal zu sehen. Aus der anderen Seste muß die Direction selbst hier die Jntttattoe ergreifen, die „Masienproductton" etnftrllen und den Spielplan dergestalt etn- richten, daß nur etne Minderzahl tadellos emgeübter Stücke an die Oeffintlichkett gelangt. Uebrr kmz uöet lang wird in Gieße» die tragische Muse ihr Heim in e.nem neuen Hause ausschlagr». Die Zett bi» dahin braucht nicht ungenützt zu virgehen. Im neue» Hause wir^ man naturgemäß an die Darsteller auch höhere Forderungen ft llen. Daß aber dte Localfrage eine dringliche ist, geht schon da.au» hervor, daß der Theaterleitung tn einem sortrrährend von Vereinen, Zigeunercapellrn und Spiritisten besetzten Saale kau» iiibn». it „'■>« hu 4 *« Ä?t S'tt bon itintm Staat, rtt‘^ MUK }e; 8^9 Seligen. «Men geltend ia J“ des Trdthells ’at das Depression W nachrückendek Furche mit ßtc ^l0 Thellminimnm, . Nit. Die Lust« “’M lehr ungleich, >st »übe, aber milb, Qtt- Die Morgen- sichtliche Witte, udestSndig «ob gelt» lägen, tagte im Saale M Geuiral'Vir, Beziltt» Verein» >eh. Regierungttch a intet tfianitn Bor* bemerlevSwnth bat 8 Livtz über,tvlnh« x Dirsamtrilung-bi» iS Chiliia peter für tun krei-thterarzie» iluug durch Impfung, mb ein gemeinsames Zriedb. Zig/ zufolge dahier M „Pfalzer )eutfchen Reform- Elbach als Candidat : nicht ganz lauteten Milt: „Mr Hose lautet die Aupreiiuug Iratis-'hose ist eine rAnM kostet 50 M schwerhörig ist, legt :r (zögernd): #M ) Mk. gesagt I" f 14, Decembet 1891. 'braters. luffübiimfl des Thealet- ** “JÄtt „ jüjto; M Die 3outniHft® &«e ss^s “Ä8* »,1W* WrthH um» "S Är* b«1 ®8plcÄb °"m •n aMfS in bet -r E/A, W-r di- \ t er s?5 im tu keine M n, ihm bleu" - SrbetteklaiE A-A: sS&s :,tn.n fr" >■<* MA ArKö mt!^ «ub-*' ?^b!"« abzuhalten. Und wie tarn der Regisseur blntn ?bm ftpM Ü?rol?n $ b£ pbtlofovh'fchen Facultät der Berliner Unb verfitSt überbrachte Prof vr. Warburg, den der ßdpiher Universität ^of Warburg überreichte einen „Wiedemann'schen äibim,Ug?bani? a?On?»n vom Jubilar herauSgegebenen Annalen für Physik und Chemie AuS einer großen Anzahl Städte trafen Glückwunschtelegramme ein. Schiffsnnchrichten. Der Postdamvfer „9?oorblanb* ber „Red Star Line- in Ant- werpen ist laut Telegramm am 9. D.cember wohlbehalten in New Aork angekommen. Anzeige« &w Stab. 6>uycn. stvangelische «eetinlt. . 3n Abänberung ber am vorigen Sonntag erlassenen Ver- künbigung wird ber Gemeinbe mitgetheilt, baß, auf vielfach geäußerten Wuntch, am nächsten Sonntag, ben 19- December, doch ein »ach- ^^?.^?^E>sse-dier»st gehalten werden soll, unb zwar zugleich als ■ kirchliche Arier zur Ehristbescheeruug der »leiukiuder- I ®er ToiteSdienst soll stattfinden am Sonntag- Nachmittag 4 Ubr in der IodanueSki-La. Dr. Na, mann. D>e für den Weihnachtstisch viel begehrten Port- Sherry- Flaechenwelne der The Continental Bodega Company werden zu Weihnachten — bei Einkauf von «/, Flaschen unter Gratis-Zugabe eines hübsch decorirten Weinkörbchens — bei Carl Schwaab, Giessen, Seltersweg 23. abgegeben. 11327 Hausfrauen, Herrschaften kauten Sie anstatt werthloser, unnützlicher Gegenstände, die man planlos beim Einkäufe von Weihnachtsgeschenken sich oft ausdrängen läßt, kaufen Sie etwas Brauchbares, kaufen Sie das Wichtigste, das Uncntbchrlichste Tür die Toilette, kaufen Sie einige der prachtvollen und eleganten Doering’* Weihnachts-Car- ton*, dem dieses Jahr auch noch ein Sache, 'zum Parfümiren der Wäsche beigegeben wird Diese CartonS enthalt«n je 3 Stück der berühnv ten ächten Doering'ö Seife mit der Eule, unt man bietet mit diesen C>rtons nicht allein etwas ©d)3: nc8, Praktisches Willkommenes, sondern auch das Reellste und Vorzüglidste, was die Toilett.setfenbranch.' stberhaup aufw.tst. Doerings Seife mit der Eule in h rrlicher W ihnachtS-Cartons ist ein doppelter Schmuck für den Toilettetisch. Zu haben überall ohne Preisaufschlcg. 11120 Kindern, welche in der Ernährung zurückgeblieben, Nutrose — btrfe§ neue, aus reiner, frischer Kuhmilch von den Höchster Farbwerken in Höchst a. M. bargestellte Etweißpräparat — warm empfohlen. Rutros« wird nach ärztlicher Verordnung in Schleimsuppen verabreicht und selvst bet schweren Erkrankungen des Magcns und Darms noch da leicht verdaut, wo Kuhmilch nicht vertragen wird. Durch die Anwendung der Nutrose wird das Allgemeinbefinden in «ustall:nder Weise günstig beeinflußt und findet eine Hebung der Kräfte, sowie Gewichtszunahme schnell statt In Schachteln k 100 Gramm — ausreichend für etwa 15 Mahlzeiten — durch alle Apotheken, sowie Droguenhandlungen usw. zu beziehen. 9676 Verkehr, Caub» wnb PoLkrwlrichrchaft «letze«, 14. December. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmartt kostete: Butter pr. Psd. X 0.91-1.05. Hühnereier pr. St. 7-9 *2 St. 00-004, Enteneier 1 St. C—00* Gänse- eier pr. St. 00-00 A, Käse pr. 6t.4-9 A. Käsematte pr. St. 3 A. Erbsen pr. Ltter 18 Ar Linsen pr. Liter 32 A. Tauben pr. Paar X 0,60 bis 0,00, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr. Stück X 0,60—1,00, Enten pr. Stück X 1,60—2,CO, Gänse pr. Pfm>b X 0,46-0,54, Ochsenfleisch pr. Psd. 66-74 A, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 4, Schweim fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 67 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-64 4 Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 4. Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 50 btt 5,00 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. Centne 6,00—0.00 X, Milch vr. ßiter 16 4. F—. Hl Ml. IM— Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur Kenntniß der Interessenten, daß uns auch in diesem Jahre eine Summe zur Prämiirung von Dienstboten des Tparkafseubezirks zur Verfügung gestellt wurde. Prämien können von 5 zu 5 Jahren nur solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben und sich über gute Führung durch Zeugnisse ausweisen können. Von Vollendung der 6 Jähre kann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen werden, wenn der Dlenstaustritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung des Haushaltes oder durch Gründung .eines eigenen Hausstandes erfolgt. Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach den vorstehenden Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, aufgefordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung sowie eines etwaigen Sparkassenbuch« bei unserer Kasse, oder der Großh. Bürgermeisterei des Wohnorts bis zum 24. L Mts. zu melden. Gießen, den 7. December 1897. Direction des Spar- und Leihkassevereins Gießen. I. E.: Wiener. 11333 Versteigerung Versteigerungen. Donnerstag, den 16. De- eember d. I., Bormittags um 11 Uhr» vor dem Gemeindehause in Grüningen, werden öffentlich zwangsweise gegen gleich baare Zahlung versteigert:' 4 Schweine, 3 Kühe und ein Stier, sowie 1 Oeconomiewagen. Kloos^t» 11314 Großh. Gerichtsvollzieher in Lich. Empfehlungen. Ät. MichthlM. Freibank. 11329 Heute und morgen: Stiersteisch nicht ladenrein, per Pfd. 54Pfg. Ämtlidje Mateu zur feinen Kackern empfiehlt in besten Qualitäten zu billigsten Preisen 11200 Robert Stuhl. schöne dünnschalige Frucht, per Sluck 10 M, in Kisten von 200 Stück entsprechend billiger. H. F. Nassauer. Citronen (auch für Wiederoerkäufer) billigst. 11306_______________Otto Schaaf. Zu jeder Zeit frische Hefe in jedem Quantum, sowie sämmtliche Vackzuthate« empfiehlt zu bMigsten Preisen 11336 C. Bender, Wallthorstr- 14 Wall'horstr. 14. MAGGI ZIIMU- Mrje ist frisch eingetrofien bei 10993 Heinr, Hahn, Kisnmrckstr.8. Schellfische und Cabliau garantirt frisch zu billigen Preisen, jeden Mittwoch Abend: ges. Fisch, jeden Donnerstag gebratene Seefische im Restaurant 8513 „Zum Rebstock". ooononoööDOTcm^jc Zur bevorstehenden Veihnachtssaison Aechte Dresdener Christstollen, Rheinische und Holländische Spccu- latius in vorzüglicher Güte, sowie Anis, Buttergebackcnes, Lebkuchen und Chriftbaumconfect empfiehlt die 11286 Konditorei und Rackerei We Amend, 58. Bahnhofstraße 58. □00000000030000000 Weihnachts- Präsent-Cigarren in Kistchen k 25, 50 und 100 Stück in allen Preislagen empfiehlt 11334 Louis Lind, ______________Kirchenplatz 10._____________ Verlmsungs- Gegenflände für Vereine empfehlen zu Engros Preisen 11249 Moritz Gregor! & Sohn. Kanarienvogel, Harzer Roller, zu haben 11330 _________________«iechenplatz II, II. 11332) Bon heute an schöne tJF* «hristbünme im Wiener Hof zu haben. H. Weidenha«». Christbäume in schöner Auswahl auf Oswaldsgarten zu haben._________________________11324 Gummischuhe, Regenschirme, Gamaschen sür Damen und Herren empfiehlt 10934 H Rübsamen. AlgpasselldstcsWkihnachtsgkschknk empfehle ich eine große Partie selbst angefertigte schwarze 11208 Muffen tu von wir klick billigen Preisen 5W 2,50 Mk. au. A Kretzschmar Marktplatz 22. ^Schnapp^ wer ein lustige» Spiel wSnichi. da. In' ■ Gesellschaften bei Alt und Jung M W — stürmische tzrikcrkrit — ■ heroorroft, versehe sich mit,,Lchnap-«r> Ctels m. 1.80) bei:^. J. Ricker’sche Bucbh.’^^J Ä 5 Südanlage 5. w Frauksartcr Ausgellungs- LOOSE. Ziehung garantirt »tn 29 Hf 80. St, ccmber d. I. chauptgswiuuer 1 Goldbarren im Werthe von 10000 X 1 Silberbarren im Werthe von 6000 „ 1 Zimmer-Einrichtung 2000 „ 1 silberner Tafelaufsatz 1500 „ 1 compl silberner Besteck-Kasten für 18 Personen 1000 „ 1 silb. 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