200 ne andere hatiborie und keine er- 5611 ichbach, : und lpslügc 4050 iseoM binen u. GerÄhe rde des Erfinders 5688 CO, istalt e Weine Wl*, t Nte ernte^ « Preise. Weine weine D* sehen euch m Cöjfiäc Rott*«™' , Woln*i|r' and 187 M' ftfltb-1 lbcrrt»l< Sio-le 00* M 00,16 ObL iN 1905lö!'" «tf, tflt-Hgnfi 10? OZ unk-b-M!0k tStStS^ NP. 137 Erstes Blatt Dienstag de« 15. Juni 1897 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montag». Die Gießener S-amitieuvkälter werben dem Anzeiger ,wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger Avonnemenlspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Lringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schnlstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblutt für den Ureis Giefzen. Annahme Don Anzeigen zu der Nachmittag» für bex folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Sonn. 10 Uhr. Gratisbeilage: Hießener Kamikienölätter. Alle Annoncen-Vureaux de» In- und Auslandes nehme» i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegee. Amtlicher Theil. Bekanntmachung.' Au die Abhaltung der auf den 15. Juni d. I. tu Hohensolms und auf den 16. Juni d. I. tu der Stadt Wetzlar anstehenden Btehrnärkte werden zur Verhütung der Verschleppung der Maul« und Klauenseuche folgende Beding« ringen geknüpft: 1. Für den Auf« und Abtrieb der Thiere ist je eine bestimmte Stelle zu schaffen. Die Benutzung anderer Stellen für den Auf« und Abtrieb, ebenso da- Handeln mit Vieh außerhalb des Marktplatzes ist verboten. Der Auftrieb beginnt in Hohensolms um 9 Uhr, in Wetzlar um */a9 Uhr Vormittags. 2. Auf den Markt dürfen nur Thiere aus feuchefreteo Orten, deren Führer mit gültigen behördlichen Ursprungszeugnissen versehen sind, aufgetrteben werden, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn tn jenen Ursprungszeugnissen weiter bescheinigt ist, daß die Thiere sich die letzten sieben Tage in un« verseuchtem Zustand in seuchefreien Orten befunden haben. Im Uebrtgen gilt für die Einführung von Händlervteh tn den KretS Wetzlar die in Nr. 109 des Wetzlarer Anzeigers vom 11. Mat 1897 veröffentlichte polizeiliche Anordnung des Herrn RegterungS« Präsidenten zu Cobleuz vom 13. April 1897. Z. Aus dem Großherzogthum Hessen, dem Dtllkreise und dem Kreise Marburg dürfen Rindvieh, Schweine und Schafe überhaupt nicht aufgetrieben werden. 4. Bei dem Auftrieb der Thiere hat der Etgenthümer oder Führer dem anwesenden Polizeibeamten das unter Nr. 2 erwähnte UrspruugSzeugntß vorzuzeigen. Außer von der Controle der Ursprungszeugnisse ist der Auftrieb von der vorherigen Besichtigung und Ntchtbeanstandung der Thiere durch den Kreis« thierarzt abhängig. Wetzlar, den 9. Juni 1897. Der Königliche Landrath. Deutsches Reich. Kiel, 12. Juni. Der Kreuzer „König Wilhelm" hat heute Vormittag die Fahrt nach England augetreteu. Die ganze Capelle der Matroseu-Divifion hat sich gleichfalls eiugeschtfft. Ausland. Wien, 12. Juni. Exkönig Milan hat sich neuerdings entschlossen, seinen ständigen Wohnsitz in Wien zu nehmen. Neapel, 12. Juni. In Camporeale hat die Bäuerin Gosa Aglto mit Hilfe ihres Liebhabers ihren Ehemann in eine Grube lebendig eiugemauert. Die Polizei erfuhr die Sache und ließ die Grube öffnen; der Mann, der 48 Stunden in der Grube zugebracht hatte, war bereits todt. Pari-, 12. Juni. Der durch die Ueberfchwemmung in Botlon verursachte Schaden beläuft sich für die Industrie- Werke allein auf drei Millionen Francs. Der Schaden an öffentlichen Gebäuden und Brücken beläuft sich auf zwei Millionen. Loudon, 12. Juni. Seitens de» Sultans ist der Ankauf von 150000 Mausergewehren befohlen worden. London, 12. Juni. Die „Times" melden aul Paris: Sin definitiver Allianz-Vertrag zwischen Frank« reich und Rußland werde in Petersburg oder Moskau vom Zaren, dem Präsidenten Faure und den beiderseitigen Ministern des Aeußern unterzeichnet werden. Athen, 12. Joni. Seifullah.Pascha richtete an Len Kronprinzen Konstantin ein Schreiben, tn welchem «er ankündigte, daß daS dritte Corps da» Lager wechseln werde; er bittet den Kronprinzen um Absendung eine» Offiziers zur Aufklärung einiger Einzelheiten de» Waffen« ßtillstande». Konstantinopel, 11. Juni. Heute ist von Muraddt der Kl. und vonAdrianopel der 14. Milttärtransportzug sbgegaugeu; inSgesammt wurden bisher nach der zweiten Mobilmachung 89 974 Mann und 14195 Pferde befördert. Die zu der früher beschlossenen Bildung dreier neuer Divisionen iÄ Thessalien erforderlichen Truppen find jetzt vollzählig bei« flammen, die weiteren Truppentransporte werden zur Bildung stner Reserve in Saloniki verwendet. Steuefte SknhekyesW» Wolffs telegraphisches Correspondmz-Bureau. Potsdam, 13. Juni. Der langjährige Chef de» Militär« eabiurt» unter Kaiser Wilhelm I., General der Cavallerte v. Albedyll, ist heute früh hier gestorben. Depeschen deS Bureau .Herold." Berlin, 13. Juni. Mit einer furchtbaren Katastrophe endete gestern Abend die Probefahrt, welche der Luftschiff» Dr. Wölfert mit seinem lenkbaren Ballon tn Begleitung seines Assistenten, des Monteurs Knabe, von dem Hofe des Gebäudes der kaiserlichen Luftschiffer-Abtheilung tn Tempelhof au» unternahm. In Höhe von etwa tausend Meter ging daS Luftschiff tn Flammen auf. Die brennende Gondel stürzte ab. Dr. Wölfert, sowie seinen Begleiter sand man als Leiche mit zahlreichen Brandwunden vor. Die Katastrophe wurde augenscheinlich durch ein falsches Functio- niren des Benzin-MotorS, der die Lenkbarkeit de» Luftschiffe» bewirken sollte, herbeigeführt, Ob nun der im Motor befindliche Benztnvorrath explodirte oder ob die Funken au» der Maschine bis tu die ziemlich dicht über dem Motor befestigte Ballonhülle emporfchlugen und diesen so in Brand setzten, wird sich wohl nicht mit Sicherheit entscheiden lassen, da der Apparat vollständig zerstört ist. München, 13. Juni. Als Tagungsort der nächsten Haupt - Versammlung der deutschen Colonial« Gesellschaft wurde Danzig gewählt. Wien, 13. Juni. Wie verlautet, findet heute hier in Anwesenheit ungarischer Minister ein Mintsterrath statt. Der KnegSmtnister soll beabsichtigen, für die nächsten Delegationen erhebliche Mehrfordcrungen zu stellen. Venedig, 13. Juni. In dem Theater Chioggta erschoß während der Vorstellung eines SensationsstückeS ein Schauspieler seinen Collegen infolge einer Verwechselung de» Theater-Revolver». Die Besucher verließen panikartig da» Theater. Der Schauspieler wurde verhaftet. Part», 13. Juni. Der socialtstische Abgeordnete BaSlh brachte in der Kammer einen Antrag auf Erhöhung des Eingangszolles für ausländische Kohlen ein. Pari», 13. Juni. Der Untersuchungsrichter Poitterin erklärte selbst, daß die Panama-Untersuchung in den ersten Julitagen beendigt sein werde und nur gegen acht Parlamentarier daS Strafverfahren eingeleitet werden würde. Fiume, 13. Juni. Ein großer Segler ist auf der Reise von Fiume nach London in Brand gerathen und bet Almeria versunken. WB. Paris, 13. Juni. Als sich Präsident Faure Nachmittag» zu dem Rennen nach Longchamps begab, gab ein junger Mann einen Revolverschuß auf den Präsidenten ab. Verletzt wurde Niemand; bei dem Attentäter wurden Waffen und Bombenstücke gefunden. — Weiter wird hierzu gemeldet: Aus den letzten Feststellungen ergibt sich, daß auf den Präsidenten Faure nicht Revolverfchüsse abgegeben wurden, sondern daß eß sich um ein gußeisernes Rohr mit einer Pulverladung handelt, die im Augenblicke der Borbeifahrt deS Präsidenten explodirte. Durch die Explosion wurde Niemand verletzt. Neben dem Rohre fand man eine Schmähschrift gegen den Präsidenten Faure, ein Pistol, einen Schlagring und ein kleines Dolchmesser, auf dem Todesdrohungen gegen Faure eingravirt find. Man glaubt, daß es fich um da» Werk eines Wahnsinnigen handelt. Ein Individuum, das fich im Augenblicke der Explosion flüchtete, konnte bisher nicht wieder aufgefunden werden. Der zuletzt Festgenommene und von der Menge mit Lynchjustiz Bedrohte legitimlrte sich alsbald als Geheimpolizist. Die Meldung, daß bei demselben Waffen und Bombenstücke gefunden worden seien, erweist fich als unbegründet. . CoceUs und prot>in}irffcf, Gießen, den 14. Juni. ♦* Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuer- wehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Nteder-Jngelheim Maurermeister Johann Hilpert und dem Brandmeister Gaftwirth Wilhelm Prinz, den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Gau«Alge»heim Brandmeister Franz Hessel, Adjutant Jacob Elbe rt und Hydrantenführer Friedrich Singer. *• OrdenS-Lerleihnng. Es dürfte auch weitere Kreise unserer Leser interesfiren, daß von den Orden und Ehren« zeichen, die gelegentlich der zweiten Ceotenarfeier de» Regiments Nr. 117 vorige Woche in Mainz von Sr. König!. Hoheit dem Großherzog verliehen worden find, zwei an allen Gießenern wohlbekannte Persönlichkeiten gegeben wurden. GS erhielt nämlich Herr Wilhelm Knoll in Alzey, unser frühere* Kirchendiener, einer der ältesten Veteranen deS Regiment», das Silberne Kreuz de» Phtlipp»-Ordeu», und Herr Hausverwalter Storck hier die Krone zu diesem Kreuz. Wir gratuliren Beiden zu dieser Au»zeichnung. ** MUitardieustnachrichten. Rau, Gen.-Major z. D, zuletzt Commandam von Neubreisach, der Charakter als Gen.-Lt., CaSparh, Oberstlt. z. D., zuletzt Commandeur des Landw.-BezirkS Gießen, der Charakter al» Oberst. Dr. Clasen vom Inf. Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, zum Assist.-Arzt 2. Kl., der Assist.-Arzt 2. Kl. der Reserve Dr. Hübner vom Landw.-Beztrk Gießen zum Assist.- Arzt 1. Kl. befördert. Stroh, Assist.-Arzt 2. Kl. der Res. vom Landw.-Beztrk Gteßrn, im aktiven SanitätScorpS und zwar al» Assist.-Arzt 2. Kl. mit einem Patent vom 2. Juni d. I. bei dem 2. Nassauischen Jnf.-Regt. Nr. 88 avgeftellt. Dem Stabsarzt der Landw. 2. Aufgebots Dr. Ziußer vom Landw.-Bezlrk Gießen der Abschied bewilligt. Die lebenden Photographien, welche das Erstaunen und Bewundern dieser neuesten Errungenschaft auf dem Gebiete der Photographie bei jedem Beschauer wachrufen, werden morgen Dienstag Abend im (Safe Leib wieder vorgeführt. Wir verfehlen nicht, hierauf ganz besonder» aufmerksam zu machen. *• Feuer. In einem Hause am Asterweg entstand gestern Abend zwischen 6 und 7 Uhr ein kleine» Schadenfeuer. Ein im Treppenbau stehender Kasten mit schmutziger Wäsche rc. war auf bis jetzt unaufgeklärte Weise in Brand gerathen. Die Nachbarn erbrachen die Thür de» Hause», dessen Bewohner sämmtlich auSgegangen waren, und löschten daß Feuer ab. *• Wieder eingefunden. Die seit einigen Tagen vermißte Dienstmagd hat fich gestern Abend bei ihrer Herrschaft wieder eingefunden. ** Warnung. Nach zuverlässigen Mittheilungen wird der Versuch gemacht, ausländische Werthpapiere, namentlich Türken-, Mailänder- und Barletta Loose, mit gefälschtem deutschen Stempel in Deutschland abzusetzen. *• Die AbonnemeutS-Concerte unserer Regiments- Musik nehmen morgen, Dienstag (da am Donnerstag eine fremde Capelle gastirt), in „Steins Garten" ihren Anfang. Die Programme werden im Interesse deS rnufik- liebenden Publikums sich, wie seither, durch sorgfältige Au»- wähl und Berücksichtigung neuer Erscheinungen auSzeichnen. Für das morgen Abend zur Ausführung gelangende Programm hat Herr Musikdirektor Krauße u. A. aus den Programmen zur großen Kaiser-Serenade in Homburg anläßlich der Kaisermanöver die Ouvertüre zur Oper „Tell- (Rossini) und „Abendlied" von Schumann aufgenommen, ferner da» für Militärmufik hier noch nicht aufgeführte Finale aus Mendelsohns unvollendeter „Loreley". Es zieren außerdem die Namen Auber, Gouuod, Leoncavallo, Brahm» und Wagner die für morgen zum ersten Male erscheinende sogen. „Programm-Zeitung." Wünschen wir, daß recht Biele sich den Genuß dieser AbonnemeutS-Concerte in dem herrlichen Stein'schen Garten nicht entgehen lassen. *• Die gestrige tzundeschau, verbunden mit Prämiirmrg und Preisschliefen, hatte wieder ein zahlreiche» Publikum herbeigezogen. In der That waren nur schöne Thiere fast aller Rassen ausgestellt. Eine Anzahl Hundebefitzer, darunter mehrere hiesige, erhielten werthvolle Preise. Tabakbau in Hessen. Im Erntejahr 1895—96 waren tn Hessen 67,497 Ar Gelände mit Tabak be« p f anzt (in Starkenburg 67,162, in Oberhessen 1,77 Ar). Die Zahl der Tabakpflanzer war 2068, davon in Oberheffen 34. In größerer Ausdehnung wird Tabak nur in vier Gemeinden gebaut, nämlich in Viernheim mit 620 Pflanzern und 23,977 Ar Gelände, in Lampertheim mit 502 Pflanzern und 20,959 Ar, in Lorsch mit 425 Pflanzern und 10,460 Ar und in Wimpfen mit 331 Tabakspflanzern und 8,750 Ar mit Tabak bepflanzten Grundstücken. •* An Amerika verstorbene Hessen. Jeneva, Hancock Eounty, O., Pet. Arras, 72 Jahre alt, aus Brandau. New Uork, Fran Maria van der Wall geb. Hornberger, 60 Jahre alt, aus Gießen. Paterson, N. I., Hch. Schnatz, 60 Jahre alt. New-Aork, Jac. Knob, 53 Jahre alt, au» Bechtoldshelm. Daselbst. Otto Börner, 51 Jahre alt, au» RüddingShausen. ** Wetterbericht. DaS barometrische Maximum hat an Intensität noch gewonnen und lagert hoher Druck fast über ganz Europa. Unter seinem Einflüsse herrscht daher ans einem ausgedehnten Gebiete ruhiges, vielfach wärmere» Wetter bei wolkenlosem Himmel. — Dorau-slchtliche Witterung: Heiter und »arm. * Provinzial-AnSschußsihung. Am Samstag fand eine öffentliche Sitzung des Provinzial-AusschusseS statt. ES wurde verhandelt 1. über die Klage deS Ort-arme n- verbandeö Salzwedel gegen den OrtSarmenver- band Romrod, spectell wegen den in der Sache erwachsenen Kosten. Der Tischler Max Damke wurde auf Kosten der Stadt Salzwedel in der Klinik zu Marburg verpflegt. Salzwedel hielt den OrtSarmenverband RSmrod für ersatzpflichtig und da dieser nicht zahlte, klagte erstere den Betrag ein. Später wurde die Klage zurückgezogen, Salzwedel aber weigerte fich, einen Thetl der entstandenen Kosten zu zahlen, da die Reise deS Bürgermeisters von Romrod nach Gießen zur Jnstrutruog eines Anwaltes nicht uöthig gewesen sei. Dies hätte schriftlich geschehen können und die Portokosten habe der Beklagte zu tragen. In der Verhandlung machte der Vertreter des Beklagten, Rechtsanwalt Grünewald, geltend, daß im vorliegenden Falle die hefftschen Gesetze zu gelten hätten, wonach der Kläger alle Kosten zu tragen habe, und daß die Reise deS Bürgermeisters nothweudig gewesen fei. Der Provinzial-AuSschuß verurtheilte hierauf den klagen« den Atmenverband zur Zahlung aller liquidirteu Kosten und in die Kosten der Verhandlung, auch hat derselbe noch 5 Mk. Averfionalvergütung an die Provtnzialkaffe zu bezahlen. — 2. Der tu Groß.Eichen bestehende Consum-Berein hatte um die Erlaubntß zum Ausschänken von Bier, Obst« wein und Branntwein uachgesucht, erhielt jedoch vom KreiS- auSschuß zu Schotten nur die Erlaubniß zum Verzapfen von Bier und Obstwein, während für Branntwein die Bedürfniß- frage verneint wurde. Rechtsanwalt Holzapfel legte Namens deS ConsnmvereinS bezw. dessen Lagerhalters Müller Berufung hiergegen ein und bemerkte in der öffentlichen Sitzung, daß der Verein schon viele Jahre bestehe und seit langer Zeit Branntwein verkaufe, daß eS sich nicht um ein neues Gewerbe, auch nicht um einen offenen Ausschank handle, da nur die DereinSmitglieder ihren Brauntweinbedarf decken könnten, daß durch die langjährige Verabreichung des Getränkes das Bedürfniß als vorhanden nachgewtesen sei und daß die ConceffiooSoachsuchung nur auf neueren gesetzlichen Bestimmungen beruhe. Der Provinzial-Ausschuß har das Bedürsntß zum Branntweinausschank im vorliegenden Fall als bestehend angenommen und den diesbezüglichen abweisenden Thetl des KreiSauSschuß-ErkenntniffeS von Schotten aufgehoben. — 3. Die Stadt Frankfurt klagte gegen die Stadt Gießen wegen Ersatz gezahlter Unterstützung für die Ehefrau des in Gießen wohnenden Heinrich Kempf. Die Stadt Gießen ist durch Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch vertreten. Die Ehefrau Kempf wohnt seit 1890 in Frankfurt, sie ist jetzt nur theilweise erwerbsfähig und muß unterstützt werden. Frankfurt hält Gießen für ersatzpflichtig, da der Ehemann in Gießen wohnt, dort seinen UnterstützungSwohufitz hat und das Getrenntleben der Frau von ihrem Manne ein unbefugtes sei. Die Ehefrau gibt in der Verhandlung au, sie sei von ihrem Manne, der mit anderen Frauenzimmern Verkehr unterhalte, oft arg mißhandelt und unter vier Augen «it Umbringen bedroht worden, hierdurch sei sie zum Abzug nach Frankfurt gezwungen gewesen. Der Ehemann leugnet die arge Mißhandlung, gibt aber zu, die Frau öfter geohr- feigt zu haben. Die Verhandlung wurde vertagt und be- schloffen, zur nächsten Sitzung wettere Zeugen zu laden. 4* Büdingen, 13. Juni. Von angenehmer Witterung begünstigt, waren am 10. und 11. Juni in unserer festlich geschmückten Stadt viele ehemalige Schüler des hiesigen Gymnasiums versammelt, um in gemüthlicher Weise mit alten und jungen Kameraden fröhliche Stunden in dem lieben Büdingen zu verleben, welches längere oder kürzere Zeit ihnen eine Heimstätte gewesen ist. Am Donnerstag Mittag fanden fich die früheren Ghmnafiasteu in dem hübsch deco- rirten RathhauSsaale zu dem Fefteffen ein, woselbst fie von Herrn Dr. Oßwald herzlich begrüßt wurden, worauf Herr Prälat Dr. Habicht den Vorsitz übernahm. Während der Mittagstafel brachte zunächst Se. Durchlaucht Erbprinz Wolfgang zu Ulenburg-Büdingen ein begeistert aufgenom- »enes Hoch aus auf Kaiser und Reich sowie auf unfern Landesherrn. In verschiedenen wetteren Toasten wurden die hiesige Fürstenfamilte, die Büdinger Einwohner, die Damen und der Festausschuß gefeiert. Auch sandte daS Festcomitv Namens der Versammlung eine WtdmungSdepesche an Se. Kgl. Hoheit den Großherzog, worauf die Thetlnehmer einen Spaziergang nach dem Hain unternahmen. Der am Abend 8 Uhr begonnene FestcommerS verlief in der denkbar glänzendsten Weise. Hierbei wurden von dem hiesigen Kirchen- gefangveretn das von Herrn Decan Briegleb verfaßte Festlied, sowie von GesangSchören noch andere hübsche Lieder zum allseitigen Beifall vorgetragen. Unter den etngelaufenen Telegrammen befand sich auch eine huldvolle Antwort-Depesche Sr. Kgl. Hoheit deS Großherzogs. Bei mannigfachen Toasten und Vorträgen nahm der Commers gegen Morgen sein Ende. DeS andern Bor- und Nachmittags wurden hübsche Spaziergänge über den wilden Stein rc., sowie in den Thier- garten unternommen, worauf die Teilnehmer allmählig, begleitet von unseren besten Wünschen, die Rückreise antraten io dem Bewußtsein, recht vergnügte Stunden dahier verlebt zu haben. A Mainz, 13. Juni. In der letzten Sitzung des Kreistages des Kreises Mainz wurde auf Antrag deS Herrn Dr. Mafferell die Errichtung einer Irrenanstalt io Rheinheffrn beschloffen. Der anwesende Regierungsvertreter sprach fich gegen den Antrag aus und zwar mit dem Hin- weis, daß Oberheffeo auch eine solche Anstalt entbehre. Unterstützt von den Abgeordneten Dr. Schmitt und Dr. Reioach wie- dagegen der Antragsteller auf die Noth- weodigkett einer solchen Anstalt in oder in nächster Nähe von Mainz hin, indem daS heutige Erwerbsleben leider eine ständige Vermehrung der Geisteskranken mit fich bringe und eine große Gefahr darin liege, daß die von Jrrfein befallenen Kranken nicht rasch genug in eine geeignete Heilanstalt verbracht werden köonten. — Seitens der Regierung ist den Stäudeu eioe Vorlage um Errichtung eines Neubaues für die hiesige Entbindungsanstalt gemacht worden. Der Neubau, der guS sanitären Jmereffeo dringend oothwendig erscheint, ist zu 494,000 Mk. veranschlagt, von welcher Summe 200,000 Mk. durch den Erlös aus dem Verkauf der gegenwärtigen Anstalt gedeckt werden. Die Stadt Mainz ist gewillt, daS Gelände der jetzigen Anstalt zu dem angegebenen Preis zu übernehmen und hat sich ferner bereit erklärt, daS erforderliche Bauterrain in der Neustadt dem Staate unentgeltlich zu beschaffen. Schwurgericht. W. Gießen, den 14. Juni 1897. Der Vorsitzende, Herr LandgerichtSrath Dornseiff, eröffnete um 9 Uhr Bormutags ote diesmalige Tagung des Schwurgericht« für die Provinz Oberheffen. Es wird in die Verhandlung gegen den ehemaligen StationSasfisteuten Wilhelm Gustav Mende auS Freiburg an der Unstruth, zuletzt in Vilbel wohnhaft, wegen Verbrechens im Amt, etn- getreten. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Zimmermann, die Bertheidiguog liegt in den Hängen des Herrn Justizrath Bai st. Der Angeklagte, welcher fich nicht in Haft befindet, ist 46 Jahre alt, verheirathet, Vater von 4 Kindern und nicht bestraft. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, daß er vom Januar bis März ds. IS. für 250 Mk. Monatsfahrkarten verausgabt, den Betrag derselben unterschlagen und unterlaffeu hat, diese Einnahmeposten in die zur Controle dienenden Bücher und Register einzu- tragen. Verbrechen aus § 350, 351 d. R.-Str.-G.-B. Der Angeklagte erklärt, dem Staat mit seiner Mtlitärzeit, er hat auch die Kriege mitgemacht, 30 Jahre gedient zu haben, sei im Besitz des Eisernen Kreuzes 2. Klasse und der Milttär- Verdienstaußzrichnung 2. Klaffe. Sein Einkommen habe auS 2116 Mk. bestanden. Krankheit in der Familie habe ihn in eine gewisse Nothlage gebracht und um drängende Gläubiger zu befriedigen, habe er die io der Stationskaffe fehlenden Beträge hinterzogen, er habe aber die Absicht gehabt, den Betrag der zurückbehaltenen Summe am ersten April, wo er sein Gehalt bekommen hätte, wieder in die Kaffe zu legen, da habe am 15. März eine Revision tu Vilbel stattgefunden. Der Angeklagte hat am Tage der Revision den Fehlbetrag ersetzt, so daß der EtsenbahnfiScuS keinen Nachtheil erlitten hat. — Die Aussagen der Zeugen, Stationsvorsteher Mierse und Beigeordneter Kalbhenn (Vilbel) lauten in Bezug auf den Lebenswandel des Angeklagten günstig. Herr Staatsanwalt Zimmermann plaidirt für Bejahung der Schuldfrage, aber der Angeklagte habe fich in einer Noth. läge befunden und verdiene nicht ins Zuchthaus zu kommen, er bitte, auch die Frage nach mildernden Umständen zu bejahen. Herr Justizrath Batst wetst darauf hin, daß, wenn die Geschworenen der Ansicht find, der Angeklagte habe den aus der Kaffe entnommenen Betrag bei GehaltSempfang zurück decken wollen, dann mögen fie ihn freisprechen, er schließe fich im andern Fall dem, was der Herr Staatsanwalt gesagt, an, ins Zuchthaus gehöre der Mensch, der bis jetzt ohne Fehl gelebt, nicht. ES fei daS Vorltegen mildernder Umstände zu bejahen. Der Wahrspruch der Geschworenen lautet schuldig deS Verbrechens im Amte unter Zubilligung mildernder Umstände. Herr Staatsanwalt Zimmermann beantragt in Rückficht aus die Art, wie der Angeklagte gehandelt, auf neun Monate Gefängniß zu erkennen, von der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte wolle er abseheu. Der Vertheidiger bittet um die Erkennung der Mtutmalftrafe (6 Monate Gefängniß). Der Gerichtshof erkannte auf fieben Monate Gefängniß. Dermifd>tcs. P.A. • Weilburg. 12. Juni. Unser, in den Tagen vom 20. bi« 22. Juni stattsindendes Schützenfest (daS achte Heffen-Naffauische Gaufeft) steht vor der Thür und find die einzelnen Festausschüsse eifrig bemübt, ein schönes Fest zu Stande zu bringen. Die Fest-, Concert- und Tanzmufik hat Herr Stabstrompeter Urbach in Hanau mit seinem Trowpeterchor, der Capelle des 6. UlanenregimenrS übernommen. Der Gabeutempel wird reich und prachtvoll geschmückt erscheinen und find bereits viele kostbare Preise, darunter einer von Seiner Königl. Hoheit dem Großherzog von Luxemburg und ein sehr werthvoller von Frau Baronin von Düngern hier, eingetroffen, andere find von Vereinen, Gönnern rc. angekündigt, die hiesigen Damen stifteten allein 19 Preise. Der Werth der Preise zusammen wird wohl 2000 Mark erreichen. Der Stoff zu einer besonderen Schützenfeftzeitung ist ein gut gewählter und reich abwechselnder. Der Festzug wird ein schöner und stattlicher werden und wir hoffen, da die Weilburger ja den Rus haben, schöne Feste zu veranstalten und zu feiern verstehen, daß auch jeden Gast unser Fest befriedigen wird. — So gerüstet gehen wir frohgemuth unseren Feftttagen entgegen, hoffend, daß der Besuch des Festes von Alt und Jung, von Nah und Fern ein recht zahlreicher sein wird, da Weilburg an und für sich schon so viele Reize und Anziehungspunkte bietet. Ganz besonders hoffen wir auf den Besuch zahlreicher Schützen, denen ja auch, der großen Zahl und der herrlichen Auswahl wegen, eine selten günstige Gelegenheit geboten wird, sich schöne Preise und Andenken an unser Weilburg und unser Schützenfest zu erwerben. • Der Norddentsche Lloyd tu Bremen wird neben seiner vorjährigen Verbindung nach Norderney in diese« Jahre auch seine früher unterhaltene Linie zwischen Bremerhaven und Helgoland wieder aufnehmeu. Der Norddeutsche Lloyd hat für seine Helgoländer Fahrt einen neuen Doppel- schraubendampfrr „Seeadler" bauen laffen. Die Linie des Norddeutschen Lloyd nach Helgoland gehörte zu einer der beliebtesten Verbindungen »it unsere« jungen Eilande und dürfte auch in dieser Saison durch die Einstellung Ul neuen Dampfers sich rasch wieder neue Freunde gewinnen. Der „Seeadler", 50 Mtr. lang, 8 Mtr breit und 4,6 Mtr. tief, ist ein, selbst für da« schwerste Wetter gebauter Seedampfer ersten Range«. DaS Schiff ist in gleicher Weise, wie die in der Fahrt nach Norderney beschäftigten Dampfer „Najade" und „LachS" mit allen Bequemlichkeiten, großem Promenadendeck, oberen und unteren Salons u. f. w. auSgestattet und besitzt ungewöhnlich kräftige Maschinen von zusammen etwa 1000 Pferdekräfteu, womit daS Schiff eine Geschwindigkeit von ca. 15 Meilen pro Stunde erreichen soll. Ganz her. vorragend find die SicherheitSeinrichtuogen des Schiffes, außer einem Doppelboden find neun wasserdichte Querschotte vorhanden, sodaß bet diesem Dampfer in jeder Weise die denkbar größte Sicherheit geboten ist. Der Dampfer „Seeadler" wird mit Beginn der Saison nach den Nordseebädern am 1. Juli seine täglichen Fahrten von Bremerhaven nach und von Helgoland aufuehmen. * lieber die Quälereien der Retten- und Zughunde veröffentlicht der Berliner Thierschutzverein (zur Bekämpfung der Massenthierquäiereien im deutschen Reich) soeben im Circular Nr. 136 eine für alle Huudebefitzer und Thttt- freuude intereffante Abhandlung. DaS Circular, welche« fich zur Bertheilung an BerwaltungSbeamte, Stadträthe, Stadtverordnete, Geistliche, Ortsvorsteher, Lehrer, Redacteure, Landwirihe, Fuhrwerksbesitzer, Gastwirthe, Vorstände von Schlachthäusern und Schlächterinnungen vorzüglich eignet, ist zum Preise von 1 Pfg. per Stück, 150 Stück 1 Mk., 700 Stück 4 Mk. zu beziehen von der Geschäftsstelle de« Vereins, Berlin SW., Köutggrätzer Straße 108. * Güstrow, 9. Juni. Der Schuhmachergeselle Albert Wiese aus Braunschweig, der vom Güstrower Schwurgericht zum Tode verurtheilt wurde, weil er am 12. Novbr. 1895 den Schuhmachermeifter Hildebrandt in Buchholz ermordet und beraubt hatte, wurde heute durch Scharfrichter Reindel aus Magdeburg hingerichtet. * 15. Deutscher Malerbundestag, verbunden «it Fach Ausstellung, Nürnberg 22. biß 29. August. Wenn auch der Aumeldetermin für die Ausstellung erst am 1. Juli abläuft, so wäre eß doch überaus wünschenSwerth, vorher schon weitere Anmeldungen von Seiten der DecorationSmalrr, Fabrikanten und sonstigen Jntereffenren zu erhalten, um eineStheil« eine Ueberficht über den Umfang der Betheiligung zu gewinnen, anderntheilS aber auch den Wünschen hinsichtlich der Platzzutheiluug gerecht werden zu können. ES sei des- halb nochmals durch dieses eine dtrecte Aufforderung an alle betheiligteu Kreise gerichtet, um so mehr alS gerade durch Abhaltung von Fachausstellungen den Jntereffenten am besten Gelegenheit geboten ist, neue Geschäftsverbindungen anzu- knüpfen und daS Absatzgebiet zu erweitern. DaS Local- Comitö Nürnberg wird den weitestgehenden Wünschen Rechnung tragen und ist jeder Zeit gerne bereit, sachdienlichen Aufschluß zu ertheilen. Den Theilnehmern am Malertage werden, nach dem demnächst zu veröffentlichenden Festprogramme, schöne Tage in dem altehrwürdigen Nürnberg bevorstehen und wäre auch nach der Richtung hinsichtlich Beschaffung von entsprechenden Quartieren eS höchst wünschenSwerth, recht bald Anmeldungen über die Thetlnahme am Bundestage zu erhalten. Alle Zuschriften wollen an „15. Deutschen MalerbundeStag Nürnberg" gerichtet werden. * Pari«, 8. Juni. Was nicht alles im Gefolge dcS Bazarbrandes auftritt! Schon haben wir einen Gala- Trauerdtenst tu Notre-Dame, eine wüste Mönchspredigt, eine Ansprache be« Kammerpräfidenten und eine Interpellation im Uuterhause erlebt- neuerding« kommt dazu eine Heraus forderuug. Der Umweg, den diese Herausforderung macht, ist höchst lehrreich. Ihre Wiege scheint im heurigen Salon deS MarSfeldks zu stehen- dort hängt ein Ponait BoldtniS, das einen Herrn darstellt, der in die Betrachtung des Jaspisknopfs seine« SpazierstockeS vertieft ist. Zweite Stufe: Bet dem Bazarbrande wurden angeblich viele Dam-n von Herren der höheren Gesellschaft mit ihren Spozterstöcl:n bearbeitet. Dritte Stufe: In einer Sammlung, welche bei der Baronin L. ausgestellt war, befand fich ein Spazterstock. Vierte Stufe: Henri de Regnier tauscht mit seiner Fran uod seiner Schwägern Bemerkungen au«, die in dem Satze gipfelten, daß besagter Spazterstock wohl da« Muster für alle Stöcke abgeben könnte, die bei zukünftigen Bazarbränden verwandt würden. Fünfte Stufe: Der anwesende M. de MonteSquiou fühlt fich getroffen, verbeißt aber seinen In- grimm und schickt dafür dem H. de Regnier seine Kartellträger zu. Natürlich will dieser von der Geschichte nicht« wiffen und die Kartellträger ziehen fich zurück- da aber MonteSquiou darob seinen Gegner der Feigheit zeiht, schickt ihm Regnier seinerseits Kartellträger auf den Hal«, so daß der Zweikamps unvermeidlich erscheint. • Sin eigenartiger musikalischer Wettstreit findet am 27. Juni in der belgischen Stadt Mecheln statt. DaS Glockenläuten ist eine Kunst geworden und jede größere belgische Stadt setzt eine Ehre darein, einen tüchtigen Glockenläuter zu befitzen. Die Stadt Mecheln hat jetzt einen großen Wettbewerb ausgeschrieben. Vierzehn belgische und ein holländischer Glockenläuter nehmen an diesem Wettstreit Theil. Zu Ehren der Thetlnehmer an dem Wettstreite wird der Mechelner Glockenläuter Denhn, ein Meister in seinem Fache, ein Concert mit dem Glockenspiel mit Begleitung thebauischer Trompeten veranstalten. • Die Spielplätze für die Schulkinder mtf bei Dach bet Schulgebäude ja verlegen, hat man in Ne w-Uork und verschiedenen anderen amertkauischen Städten begonnen, da Grund und Boden zu werthvoll geworden find. In der Stadt NewUork und in East-Newark find Schulgebäude tu dieser Art eingerichtet worden. Man hat dadurch mehr Raum für den Spielplatz gewonnen, als auf ebener Erde zur Verfügung stand. Hohe eiserne Gitter beschützen die Zinnen de« Dache«. Auf diesen Spielplätzen find Tennis-Spiele, Fußballplatten und andere Ausstattungen für Spiele im Freien angebracht. mitten T” ”■ öufifieftöhÖ^ec - > ,'Ä“*' ■ >» L> *ä ” *Neik lx. D°vpstt N(§et, 8i*»t llt, J.*”1* (i«r 8t, *W4)|”b[t 'M» unb Lbiti. X*' «elcher flch Stabt. ’^tx( Rrbactrule, ^ochLttbr Don WM eignet, ist i50 Stück 1 Ms Teschüst,stelle bei >6t 108. ®;J«8«|ette Am Wrown Sinjur. [ » am 12.91obbr. bt In Buchholz er- durch Scharfrichter lertnnben oit Koch L Wenn and) btr r°> 1. M ablällst, mH, vorher \fyn Dttorallontaiato zu tMttn, e ig bei Vetheiiigill'. Mn^erthinfichti't mu. Er fei btt- iustorberimg an alt ihr als gerade bmt ieressenten am brftta Svrrbinbungrn anju- eitern. Das Local- gehenden Mnfchea bereit, sachdtenlichen fern am Mertagc ntlWtn §tflpro= Migev Nürnberg Mg MLriich Beer höchst wünfchtni- die Thtiloahme am schrifttki wollen ac tag Nüroberg' tSplrlt. le- Im Sefolge bf« ien wir einen ®alo- Münchspreblgl, rl« eint Wflr? dazu eintftraBi s\tt*wy ijeiot I« WV ein Parrait ,, 1 )K MachM, ** *• L! iwckwii w,1*‘ , Tt ein ilt In W ;,ji w «*£ Äi sw Ä mit i S’WLL '[i ui at w ®al' «'*'1“,S«"rsklts y?n, ^Qfftn tu s . «'länliu, "•*" Hat f0| SW* N „j M m ®'"»' •*? > sK Ltz *5^1,4 ^2 Heute Vormittag 9V2 Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden im Alter von 80 Jahren unsere innigstgeliebte Mutter, Grossmutter, Urgrossmutter und Schwester Frau August Balser Wwe., geb. Wallenfels, was ich Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Theilnahme anzeige. Giessen, den 13. Juni 1897. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ernst Balser. Kauft für Suppen nur Kietz' Kraft-Würze. stcrllislrte fe Kinder Währung* In heisser Jahreszeit das znverlässigste aller Klndernährmlttel. Vollkommener Ersatz für Muttermilch. ----- Verkauf in allen Apotheken u. Droguenhandlungen. ===== Deutsche Schreibsederu aus der Fabrik von Brause & Co., Iserlohn. »«übertroff«»!! De« beste« englische« ebenbürtig. Zu beziehen durch die Schreibwaaren-Handlungen. 613 JveHoreiu^eftmden^ Verloren eine gezeichnete Eylindernhr (mtt Nr. 9639) auf Lovy» »ierkeller. Abzugeben dortselbst gegen Belohnung. ^erein8nächriehtem^ Sängerkranz.l HeuteMontagAbend Philosophenwald. Gesucht 2 Küchenmädchen 5771 EHirurg.-opstlHalmol. filiaift f»7 ö| Ein ehrt, brave» MävMe« für leichte Hausarbeiten zu Anfang Jult ge- such'. Näheres vismarckstratze Ist 1. 5789) Dienstmädchen für , leichte Hausarbeit per sofort gesucht Vabuhofstroße 66, H. 5795) Ein tücht. Mädchen für Küche und Haus gesucht ____Wtlbe>mNrab«21,lN. o7ö7] Gesucht für sofort ein junges Mävche« auf einige Stunden des Tage» zu Kindern Näheres tn der Exd- Bl. 5772) Anständige», saubere» Sans' Mädchen wird gesucht. Wrhstetnürahe 38. ~7651] Em tüchtige» Mädchen für Küche und HauS mtt guten Zeugnissen gesucht. Westantage 15, ». . |( ■ ■ | | in jeder beliebigen SohrlfUrt and Kartonierte werde» Ul AlTIf AFTAfl ■» mUeigen Preieen angefertigt in der VISIlKanen KMIscdeii(Pietsch&Scheyda) dourfe vom ik I 14 R 11 Lorrrle vom! 31./5. 14./6. M i Lonrs« noml 31./5. | 14./6. | ,= Sotttfe vom 1 31./5. | 14./6. | • Lanrfe voml 31./5. | 14./6. | 1! «•tttft vom 31./5, 14 6. Staat,papierr. Teutfdie. s 5 4 Rum. am. Rte. Rust.Dbl. v.80 100.85 103.05 101.10 103.40 4 Lissabon. . . . Rom U—VIII Buenos - Aires v. 1888. . . 68.50 92.50 68.40 93.05 4 3 Prag-Dux 1891 Raab-Ded.v.91 Rudolfb. Gold Stal. gar.E.B. Lioorneser. . . Sicil. v. 1891 ToScanische. . Rust. Südwest RjLsan = Urals! Anatolische B. Portug. v. 89 . bo. v. 1886 . . Salon.-Mon. . 89.— 81.— 103.30 57J5 59.35 93.50 93.50 103.- 102.60 88.50 63.30 55*55 89.95 81.— 103.75 57.75 59.55 93.60 94.— 103.10 103 — 88.75 64.— 34.50 55.70 4 4 37, 4 Pr.H.-Act. alte Pr.H.-Act.neue bo....... 100.80 102.20 101.- 100.80 102.20 101.— bo.Subb.(Lb). Deft.9lbro.ULl. Gottharbbahn. 87.37 155.50 79.74 224 ' , 157.— 4 •7, 8 4 87, 8 4 4 87, 87, D. Reichs-Anl. 103.95 104.80 97.90 103.95 104.20 104.— 104.10 3 87, Schweb. Dbl. . do....... 102.45 100.9U 102.5b 100.90 4*/, 74.20 73.70 3 Goth.unk. 1903 Piierse Oki. Buberus E.W. Äsend. Rtendk. 103.— 103.— Schroz. Central SchrozRorbost Stl.Mittelmeer Pr.Henri(Lxb.) Ifqiiil. ftifr tn vro-rnl«. Bab. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Reg. . Cöln Minben. Th. 100 Mabrib . . . 137.20 114.50 138.— 114.— do...... Preutz.Consol» 97.55 104.- 104.20 5 5 4 Serb.Gld.-Rte. do. Tab.-Rte. Spanische Rte. 62*50 64*50 37, 31/, Staibeehrl.Aul. do.S.-Braunf. do. Solms-Lich 100.— 100.— 100.— 3 4 5 5 4 102.70 101.50 102.50 101.50 97.50 102.50 99.10 106.70 do....... Bad. St.-Dbl. d. 1886. . . Bayr.St. Obl. do. Eisb.-Obl. 98.35 102 60 102.65 97.90 101.90 102.70 102.75 5 1 1 4 4 <7, Türk.Zoll-Dbl. bo.conoJjit.C. do. Lit.D. Ung. Gld.-Rte. do.Kron.Rte. do.E.B.Gold 93.70 22.10 21.35 104.45 100.75 94.20 21.55 104.60 100.80 37, 37, 4 do.Isnb.-Birst. Grfl. S.-Laub. Eiskib.-ßrierit. Deutsch«. Hest. Ludw. v. 84.50 100.— 84.10 100.- 4 5 47, 3 3 |tih'>rtiri. DtscheReichSdk. Frankftr. Bank Berl.Hblsges.. Darmst. Bank. Deutsche Bank 159.80 183.— 162.50 156.20 200.50 159.70 184.- 165.80 157.10 204.30 4 4 5 87, 146.25 140.25 160^50 117.20 138.20 1892 . . . — _ 101.45 v. 1889 . . . 104.45 100.80 1868/69 . . 100.15 100.20 ß seid triefe. Disct.- Comm. 203.10 204.— 41.60 40.- 87. 5 Arg. inn. Anl. 71.80 75.20 4 bo.o.1874 . . gekd. gekd. 4 D. Grnbschulb- Dresdner Bank 159 — 160.30 M em. Th. 100 135.10 134.10 1R98 . . . 101.55 101.50 47, do. äuß.v.1888 58-tO 61.61 4 do. v. 1875/78 100.15 100.15 bank V-VI 104.— 104.- M'ttelb.Cr.Bk. 113.20 113.40 Deften. 0.1860 Olbenb. Th. 40 128.60 128.40 Hess. St.-Dbl 102.30 102.55 5lj ChinestscheAnl. 105.— 105.— 37, 100.20 100.20 4 bo. i-n 100.80 100.80 Dest. Erb.-Anst. 307.62 312