Wt 113 Zweites Blatt. Samstag oeu 15. Mai 1807 Der ♦Menet A«»eiger erscheint täglich, ett Ausnahme de- Montag«. Die Gießener A«»ttt-«ör»t1er »«den dem Anzeiger «ßchmllich dreimal bdgdtgL Sießener Anzeiger Kmerat-Wnzeiger. vierteljähriger MouxmtuUfttUi 2 Mark 20 Pfg. mit vringerloM. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. vedaction, kxpediti«» und Druderei: -ch.kar-tzeAr.D Fernsprecher 5L Anrts- und Anzeigeblutt fflr den Kreis Gieren. HratisKeilage: chießener Kamitienbkätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de, folgenden Lag erscheinenden Nummer bi« Corrn. 10 Uhr. ■*■■■' ----2----?. „ ■ ■■■■ " '.■» Alle Annoncen-Bureanx deS In. und AuSlaodc» netze«» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" ewtgtgm. Die Pariser Ausstellung von 1900 und das Deutsche Reich. Zur Pariser Ausstellung enthielt in Betreff der Be. thtiligung Deut'ckland« Ne Begründung zum Nachtragsetat, welcker dem Reichstage jetzt vorgelegt worden ist, einige in» tereffante Bemerkungen. Beksun'l ch wird durch den Nach« »ragSetat der erste vorläufige Credtt von 50,000 Mk. auf 150,000 Mk. erhöht. Die Gejammtkostcn deS Reiche» au der Ausstellung in Pc, >s werden auf 5 Millionen Mark veranschlagt. Diese Summe übersteigt zwar die für die Thetl- nähme an der Chicagoer Ausstellung bereitgeftellten Mittel, dir Bsache Preis, den man auf dem vorjährigen Herbstmarkte für das Paar Ferkel erzielen konnte. — Der Krämermarkt, der mit Berkauföständen gut be'etzt war, wurde durch öfters niedergehende Regenschauer erfichtlich gestört. -f- Berstadt, 13. Mai. Am SamStag gerieth der bt* jährte Landwirth Christian Rau durch da« plötzliche AuS- reißen seines muthwillig gewordenen Pferdes im Felde unter die Ackerwalze, die ihn überfuhr, infolgedessen er schwere Verletzungen davontrug, die seine Verbringung nach der Klinik zu Gießen erheischten. Dort erlag der Verunglückte jedoch am Montag schon seinen Leiden und wurde der Verstorbene gestern hier zu Grabe getragen. Die Theilnatzme der hiefigen Einwohnerschaft an dem Begräbntß war eiet außerordentlich große. Schotte», 12. Mai. Die am 11. d. MtS. stattgefundene Gemetnderathssitzung hatte daS erfreuliche Resultat, baß mit Herrn Ingenieur Haar er eine Vereinbarung z» Brande kam, wonach derselbe zum Kostenpreise die erworbene» Quellen der Stadt zur Verfügung stellte und die Herstellung der Pläne re., sowie die Bauleitung zu einem den Verhältnissen entsprechenden mäßigen Honorar übernommen hat. △ Mainz, 13. Mai. In gestriger Sitzung des Kastrier Gemeinderaths wurden die Bedingungen festgesetzt, unter welchen die Gemeinde Kastel einer Einverleibung mit Mainz zusttmmen würde. Die wesentlichsten Punkte derselben find folgende: Kastel erhält die Benennung ^Mainz- Kastel". DaS gesammte Aktiv- und Pasfivvermögen beider Gemeinden fällt zusammen, ebenso werden die Kosten der Kastrier Stadtrrwriierung gemeinschaftlich getragen. Die Kasteler WohlthätigkeitSstiftungen bleiben vorerst für Kastel reservirt. Da« Rhetnufer soll rrgultrt, mit Schienen und Krahnen versehen und der Längekanal auf die ganze Uferstrecke ausgedehnt werden. DaS Wasserwerk und dir dec« irische Beleuchtung sollen mindestens noch 20 Jahre unter specirllec Verwaltung deS StadtbezilkS Kastel bleiben, eberss» soll ein eigenes Schlachthaus erbaut und der dortige Friedhof vergrößert und eine Leichenhalle errichtet werden. Dte Schulen solle» mindestens 20 Jahre noch ihren konfessionellen Charakter behalten und die Interessen der Landwirthschaft gewahrt werden. Die Gemeindeverwaltung bleibt bestehe» und wird al« Zweig der Mainzer Verwaltung angesehen und werden sämmtliche Gemeindebeamten mit übernommen. So lange BezirkSwahlrn noch nicht eingeführt find, fln> fünf Mitglieder des GemeinderathS zu wählen, die Sitz und Stimme in der Mainzer Stadtverordnetenversammlung haben. Im Allgemeinen soll verschiedenen localen Verhältnissen, wie Bauordnung, Straßenreinigung rc. Rechnung getragen, daS Brückengeld unter allen Umständen beseitigt und da- Oktroi nicht eingeführt werden. Auf alle öffentliche Anstalten in Mainz haben die Bewohner von Kastel gleichen Anspruch wie die Mainzer. A Mainz, 13. Mai. Wie man un« von wohlunterrichteter Seite mittheilt, ist dte eben im Gange befindliche Eingemeindung von Kastel zu Mainz nur der Anfang von weitgehenden Projekten und Plänen zur Vergrößerung von Mainz. Dieselben laufen nach der unS gewordenen Mittheilung dahin, außer Kastel und Amöneburg noch die beiden rechtsrheinischen Orte Kostheim und GustavSburg sowie daS auf der linken Rheinseite gelegene Dorf Momdach in den Bereich von Mainz zu ziehen. Bezüglich Kostheim und der GustavSburg stehen dem Projekte keine fort'fikatorischen Hinder- n sse im Wege, ander« find die Verhältnisse in Mowbach, welche- im ersten FestungSrayon liegt. Bon militärischer Seite sollen indeß auch schon hier Concesstonen tn Au-stcht gestellt worden sein. Der Umstand, daß die GustavSburg z» der Provinz Sta'kenburg gehört und infolge dessen der Gerichtsbarkeit von Darmstadt unterliegt, wird »m deßwtllen all keine Schwierigkeit angesehen, weil die Staatsregierung in Darmstadt den Mainzer EtngcmeinduogSprojecten sehr sympathisch gegenübeisteht und fich daher leicht eine Abänderung der provinziellen Zugehörigkeit der GustavSburg vornehmen läßt. Btnge», 12. Mai. DaS Befinden jenes Liebespaares, das vor einigen Tagen einen Mord- und Selbstmordversuch machte, ist ein derart günstiges, daß dasselbe demnächst aus dem hiefigen Hospital entlassen werden kann, und bann hoffentlich in den ersehnten Hafen der Ehe mit der Einwilligung der Eltern einläust. • Frankfurt ».SU. Den Rennen in Frankfurt a. M. am nächsten Sonntag, den 16. ds. MtS., wird der Proteclor des Renv-Cuds, der Großherzog von Hessen nebst Gemahlin anwohnen. Verkehr, nnö Vottswirthschafs SiMlMr«, 12. Mai. Fruchtmarkt. Rother Wehen vM 13,90, weißer Wetzen X 00.00, Korn X 9.70, Gerste X 7.30, Hafer X 6.25. Die »erehrlichen Mitglieder der Gewerbebank zu Gießen riigktrligkllk Gkuossellschaft mit ukhkschrällKtkr Hüftpüicht ■neben zu der Montag den 17. Mai l. I., Abends 81- Uhr im Z-ilk des ,Lotei Siihon" dahier abpchaltenden 38. ordentlichen Generalversammlung ganz ergebenst eingeladen. Gießen, 8. Mai 1897. 4606 GrmrbebauK in Gieße- eingetragene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Carl Loos Borfitztader des AaffichtsratheS. jBehördlicheAnzeigenj Arbeitsvergebung. Die nachverzeichneten Arbeiten für da« städtische Gas- und Wafferwerk Gießen sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden, nämlich: l)Berläugeruug eines Kohle»- schuppens, 16 m lang und 7,5 m breit. a. Maurerarbeit, b. Zimmerarbeit, c. Dachdeckerarbeit, d. Pflasterarbeit. e. Klempnerarbeit. 2) Vergrößerung des Gas« saugerraumes. a. Maurerarbeit. b. Tüncherarbeit. c. Zimmerarbeit. d. Dachdeckerarbeit. «. Schreinerarbeit. f. Klempnerarbeit. 3) Einrichtung einer Arbeiter- stube im Retortenhause. a. Maurerarbeit. b. Tüncherarbeit. c. Zimmerarbeit. 4) Schmiedeeiserne Einfriedigung nebst Hosthor an der Oftaulage. a. Schlofferarbeit. b. Maurerarbeit. Die Bedingungen, Arbeitsbeschrei- buugen und Zeichnungen liegen während der Dienststunden auf unserem tech- nischen Bureau zur Einsichtnahme offen. Bezügliche Angebote sind bis zum Montag, den 24. Mai d. I., Mittags 12 Uhr, verschlossen und mit ent- sprechender Aufschrift versehen bei uns etnzureichen. Gießen, dm 12. Mai 1897. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. 4771 Arbeitsvergebung. Die zur Unterhaltung der Kirche und Pfarrgebäude zu Alteu-Bufeck erforderlichen Arbeiten sollen Montag, deu 17. I. Mts., Nach mittags 2 Uhr, in dem dortigen Gemeindehause öffentlich in den Accord gegeben werden und zwar: Maurerarbeiten veranschlagt zu Mk. 90,— Glaserarbeiten veranschlagt zu Mk. 17,64 Schreinerarbeiten veranschlagt zu Mk. 24,20 Weißbinderarbeiten veranschlagt zu Mk. 82,85 Pflasterarbeiten veranschlagt zu Mk. 105,- Gießen, den 11. Mai 1897. Der Kreisstraßenmeister. ________Senßfelder. 4727 Holzgelderhebung. Küuftigeu Montag, deu 17. Mai d. IS., soll die erste auswärtige Erhebung von Freiherrlich von Rabeuau'scheu Holzgelderu in der Wirtschaft des Herrn Karl Ranft in Beuern von Vormittags 9 bis 12 Uhr statt- finden. Londorf, den 12. Mai 1897. Der Rentmeister. Schmidt. 4772 Versteigerungen. Samstag brn 12 Iani, Nachmittags 2 Uhr, oll auf dem hiesigen OrtSgericht die dem Setarich Wallach in Gießen gehörige tofraithe: lur 1 Nr 768 — 237 qm auf dem Marktplatz, öffentlich meistbtelend versteigert werden. Gießen, den 30. April 1897. Großh. OrtSgericht Gießen. I. A.: Bogt. 4822 Empfehlungen.« Jeder, selbst der wüthelldste Zahnschmerz wird augenblicklich ;elindert durch Ernst MoffS schmerz- itllende weltberühmte Zahnwolle. (Mit rinem 20 procentigen Extract aus Mutternelken imprägnirte Woll- fäden.) 4012 Echt zu haben L Rolle 35 Pfg. in der Loewen-Drogerie. Gemüse. Erbsen Erbsen mit Earotteu StaizeN-Lstargel Prech-S,,r,kl. Obst. AuauaS.Apricosev finri, Erbbeereo Kirschen, Melange Mirabellen, yäffe. Sch-itt-, Wache-, Perl., Iriiiel-, -rech-, Pery- -ob Siche Kehoeo -ellewer K-bcheo Geaischte Geause. PSao-eo, Pstrßche Kki-esta-beo Stachelbeere» 1nl,2u.4Pf.-Dosen ferner a. ausgewog. Preiselbeere». Earetteo, Ltei-tziße, Wercheio, Semeltn stbamptgnou« in '/„ 1, 2, 3 unb 4 Psb.-Dosen Perlrwtebel Mixed Pickle« Pfeffer., Seos-, Esß,- oob Lali-Sorbeo P-ttzerobeo a. s. w. empfiehlt 10992 in den bekannt beste« Oualitäte« zu billigen Preisen Emil Orbig, Bahnhofstraße 80. 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