Nr. 293 Erstes Blatt D'H Dienstag den 14. December 1897 Drr •Menet An,ei-er erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montags. Die Gießener A»«mitte«vtL1ter werden dem Anzeiger Wöchenilich dreimal beigelegl. Siebener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. vierteljährig« AvouuemevtLpreiBr 2 Mark 20 Pfg. eit vringerlohu. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Psg. «edactiou, Gxpeditio» und Druckerei: -chutstraße Ar.7« Fernsprecher Mc. Anrts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieszen. folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm.I chratisöeikage: Gießener Aamilienblätter I ^"«.'7,'°^^' Bekanntmachung. Die Herren LandwirthschaftslehrerLeithiger in Alsfeld, Dl», v. Peter tu Friedberg und Andrä tu Büdingen sind ersucht worden, in den Gemeinden deS Kreises Borträge «über die Bedeutung der öffentlichen Lagerhäuser für die Lundwtrthschaft" abzuhalteu. Die hierdurch entstehenden kosten werden auf die landwtrthschaftliche BeztrkSvereinSkaffe übernommen. Für den Fall, daß Sie wünschen, daß tu Ihren Gemeinden ein Vortrag hierüber oder über ein anderes laudwtrthschaftlicheS Thema gehalten wird, wollen Sie sich direct mit einem der genannten Herren LandwtrthschaftSlehrer Ins Benehmen setzen. Falls jedoch der Orr, an welchem der Vortrag gehalten werden soll, nicht an der Eisenbahn liegt, Io wollen Sie den Herrn LandwtrthschaftSlehrer per Wagen an der Bahn abholea und dabtn zurückbrtngen taffen. Diese Kosten übernimmt jedoch der Bezirksverein nicht. Gießen, den 7. December 1897. Der Direetor des landwirthschaftl. BezirkSvereinS Gießen. __________________________Jost._________________________ Die Botschaft Me Kinleys. Wem Gott ein Amt gtebt, dem gtebt er auch verstand, io kann mau mit Recht vou dem Präfideuteu der großen nordamertkanischen Union sagen. Ehe er das Weiße Hau- in Washington bezog, da that sich Mc Kinley besonders da- durch hervor, daß er durchblicken ließ, er werde fein Bestreben vor Allem darauf richten, der Monroe- Docirtu in jeder Weise Geltung zu verschaffen und insbesondere mit Spanten bezüglich Eubas nicht viel Federlesens zu machen. Sr gertrte fich ferner als Silberfreund, machte aber schon in feiner AntrittSbotschaft in dieser Beziehung bedeutende Coucesfiouen für die einer andern Währung Huldigenden. Wir erinnern und noch, daß die Regierung Spaniens bemüht war, den Aufstand auf Euba zu beenden, ehe Mr. Cleveland den Prästdenteuposten an Mc. Kinley abgebeu würde, da man sich vou Letztere« uicht allzuviel Gutes versprach. Eine Zeit lang schien es auch so, als ob ein Con- stict zwischen den Bereinigten Staaten und Spanien auö- brechen würde- die Note, welche Mr. Wordford in Madrid Überreicht hatte, mißfiel den Spaniern sehr und erregte ihr heißes Blut. Aber es folgten daun Erklärungen uach, und es glätteten fich wieder die heranziehenden Wogen besonders seitdem General Wryler von Cuba abberufeu worden und damit dem System der Grausamkeiten ein Ende bereitet worden war. Die Anzeichen, daß die Spanier von den Bereinigten Staaten nichts zu befürchten haben, finden ihre 8c- stättguug in der Botschaft, welche Mc Kmley an den am H. December in Washington zusammengetretenen Congreß gerichtet hat. Allgemeine Ueberraschung hat die besonnene und die wohlwollende Sprache hervorgerufen, mit welcher fich der Präsident besonders uach Madrid wendet. Freilich wird in die freundlichen Worte die Forderung gekleidet, bald auf Cuba geordnete Zustände herzustellen, aber immerhin dringt tu der Botschaft die Berficherung durch, daß die vereinigten Staaten niemals einen gewaltsamen Schritt unter- nehmen und in die Rechte Spaniens eingreifen »erben. Freundlich ist auch der Ton, der gegen Japan angeschlagen wird. Mit diesem astatischen Staate ist bekanntlich Nordamerika In Conflict gerathen wegen der Erwerbung Hawais- Japan hatte sogar Kriegsschiffe nach der Südsee gesandt, und man glaubte allgemein, daß eS zu einem ernsten Zwischenfall kommen würde. DaS muß nun als ausgeschlossen gelten, da Mc Kinley in seiner Botschaft verfichert, Japan sei jetzt von der Absicht der Bereinigten Staaten überzeugt, alle Fragen, welche die Jntereffen Japans be- rühren, im freundlichsten Sinne zu behandeln. Die AuSlaffuugeu Mc Kinleys über die wirthschaft- lichen Fcageu sind sehr auSsührlich, und eS scheint, al» ob die Rede des Grafen Goluchowski in den Delegationen nicht ohne Wirkung geblieben ist, wenigstens enthält die Botschaft nichts, was etwa die europäischen Staaten besonders herauS- fordern könnte, wenn mau fich auch vergegenwärtigen muß, daß die Schutzzölle in der Union bereits auf einer Höhe angelangt find, wüche eine Steigerung vollständig ausschließt. Mc Kinley gab in seiner Botschaft der Hoffnung Ausdruck, daß die Beschwerden der fremden Staaten gegen die neuen handelspolitischen Maßregeln fich wieder beseitigen laffeu- ein Commiffar stehe gegenwärtig mit verschiedenen auswärtigen Regierungen wegen Abschlusses von GegeuseitigkeitSverträgen in Unterhandlung, und ein Erfolg dieser Unterhandlungen sei nicht auSgeschloffen. Der Congreß wird eine definitive Stellung zur Sin- Wanderungsfrage einzunehmen haben, die bekanntlich schon feit Jahren auf der Tagesordnung steht. Amerika war früher dem Einwaudererstrom vollständig offen- heute möchte eS am Liebsten dem Gros derselben feine Thür verschließen und nur capitalkräftige Einwanderer aufnehmen. Die Beschränkungen, welche jetzt bestehen, sind schon recht lästig, sie werden aber wohl noch eine weitere Ausdehnung erfuhren. Ueber die WährungSfrage spricht fich Mc Kinley nicht deutlich auS- er ist sich wohl selbst darüber noch nicht im Klaren, besonders da auch unter den Congreßmitgliedern in dieser Beziehung große Meinungsverschiedenheit herrscht. Jedenfalls ist der PaffuS feiner Botschaft, in welchem er sagt, er werde dafür sorgen, daß dem Silber zu seinem Rechte verholfen werde, recht dunkel. (x><) Dewtfdpe* Aeietzstag. Sitzung vom Samltag den 11. December 1897. Ein schleuniger Antrag Auer auf Einstellung eines Straf' verfahrens gegen den Abg. Horn wird angenommen. Es folgt die Fortictznng der ersten EtatSberathung. Abg. Fritzen (Clr.) stimmt im Allgemeinen den gestrigen Ausführungen deS Retchs-Schotzsecrelärs zu. In Betreff deS Martnegesetzes hofft Redner aus eine Verständigung etwa in der Art, daß von der einen Seite in der Sache, von der anderen Sette in der Form Entgegenkommen gezeigt wird. Dem iür den Bau einer Bahn von Swakopmund nach Windhoek geforderten Betrag wolle er nicht widersprechen, dagegen habe er ernste Bedenken gegen dm Bau des Hafens von Swakopmund. Redner widerspricht dem Abg. Grasen Limburg-Stirum, welcher am Montag erklärt hatte, daß das Ansehen des Deutschen Reiches im Auslände herabgegangen fei Er müsse eine solche Bemerkung als nicht wohl angebracht erklären In einem Augenblicke, wo in Ostasien so wichtige Interessen für uns auf dem Spiele ständen. Aber auch sachlich sei er mit dieser Erklärung nicht einverstanden. DaS Ansehen des Deulschm Reiches sei nicht so gering, daß eS nicht auch die ostasiatische Angelegenheit zu einem glücklichen und für das ganze Vaterland gedeihlichen Ende führen werde. Des Weiteren erklärt Redner, die socialen Arbeiten dürften nicht von der Tagesordnung verschwinden; die vornehmste Fürsorge müsse fortdauernd noch der Besierung der Lage der weniger bemittelten Schichten der Bevölkerung gelten. Redner richtet an den Kriegsminister die Frage, ob sich bereits ein Ergebniß der neuerdings in der Duellfrage erlassenen Allerhöchsten Eabinets- ordre bemerkbar mache. Kriegsmintster v. Goßler erwidert, auf die Verringerung der Duelle mitten sowohl der Oberste Kriegsherr alS auch die Militärbehörden hin. Das Duell sei seit dem Erlaß ehrengerichtlich nur in zwei Fällen zwischen Osfizieren der Armee gestattet worden; in beiden Fällen habe eS sich um schwere Verletzungen der häuslichen Ehre gehandelt. Wie sich in solchen Fällen der Einzelne dazu stelle und welche Sühne er zu verlangen habe, daS müsse dem Etnzelnm überlassen bleiben. Es gäbe eben Fälle der Ehrverletzung, denen gegenüber der Offizier eventuell bereit sein müffe, mit seinem Leben etnzusteben. Eine Anfrage über seine Stellung zum Duell werde an keinm Osfiziersaspiranten gestellt. Abg. v. Leipziger (cons.) führt aus, wenn neulich von einem Sinken des Ansehens des Deutschen Reiches nach außen gesprochm worden sei, so habe sich dies nur auf die Politik des Grafen Caprivi bezogm. „Nach der festen Sprache, die der Herr StaatSsecretär des Aeußrrm neulich hier führte und wenn sich die guten Nachrichten von unseren Ersolgm in Haiti und China bestätigen, können wir unsere leitenden Staatsmänner nur beglückwünschen." (Beifall.) Redner geht kurz auf einige Punkte des Etats ein. Seine Partei sei nicht nur mit der Eisenbahn nach Windhoek, sondern auch mit dem Ausbau des Hafens von Swakopmund einverstanden. Redner gedenkt zum Schluß mit warmen Worten der untergegangenen braven Mannschaft und deS Torpevoboots „S. 26." Abg. Bebel (Soc.) tritt den Ausführungen des KriegSministerS entgegen und polemtstrt gegen die Bemerkungen des Abg. v. Leipziger. In der Thronrede und in den Ausführungen des Staatsschatzsecretärs sei die Finanzlage rosa in rosa gemalt; aber es sei wohl jetzt bereits der Höhepunkt der günstigen Lage erreicht. Redner kritisirt sodann die Forderungen für die Marine, bespricht die Mllttärstrafprozeß- vorlage und erinnert an das Versprechen des Reichskanzlers, das CoalittonSverbot aufzuheben. Präsident Frhr. d. Buol ruft den Abg. Bebel wegen des von ihm gebrauchten Ausdrucks „Pfui" zur Ordnung. Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe verwahrt sich dagegen, daß er ein bindendes Versprechen, daS Coalttionsverbot aufzuheben, gegeben habe. Er habe damals nur in Aussicht gestellt, daß die Gesetzgebung eingretfen würde, daß eine allgemeine Revision der landesgesetzlichen Vorschriften stattfinden würde. Was die reichS- gesetzliche Regelung angehe, so werde er darauf später zurückkommm. Kriegsminister v. Goßler erklärt die vom Abg. Bebel angeführten Zeitungsnachrichten von der Einführung von Maxtm- geschützen u. f. w. für gänzlich falsch. Die Herren hätten von militärischer Organisation nicht die leiseste Ahnung. StaatSsecretär Tirpttz theilt mit, er habe einen Brief vom Fürsten BiSmarck erhalten, in welchem dieser schreibt, er würde, wenn er im Reichstage wäre, für die Martnevorlage stimmen. Staatssecretär Graf v. Pofadowsky behält fich weitere Erwiderungen auf die Angriffe BebelS vor. UebrigrnS fei er zu höflich, um Bebel in demselben Tove zu antworten. Weiterberathung Montag 1 Uhr. Schluß 5t/< Uhr. Deutsches Reich. Berlin, 11. December. Die »Nordd. Allgem. Z'g." er- klärt, der von ihr am 7. d. M. gebrachte Artikel über die Deutsch-Amerikanische Petroleum-GeseUschaftf, der la der Preffe und In der gestrigen Reichstagsverhandlung als Bertheidigung der genannten Gesellschaft und der Standard- Oll Company aufgefaßt worden sei, sei Ihr vou privater Seite zugegangen. Nachdem die „Nordd. Allgem. Ztg." die den Standpuk kc der Mannheimer Händler vertretende Mittheilong gebracht, glaubte fie auch entgegensteheudeu Aeußerungen drr deutschen Vertreter der Standard Oil-Companh Raum geben zu sollen. Berlin, 11. December. Dle „Nationalzeitung" verzeichnet die Meldung von Unterhandlungen wegen Ad- tsretuog des tunesischen Hafens Blserta von Frankreich an Rußland und meint, die Nachricht habe nichts innerlich Unwahrscheinliches. Ihre Bestätigung würde zeigen, daß Frankreich den heutigen BerkehrSverhälttnffeu Rechnung trage. Seit der Eröffnung deS Suez-CanalS fei da- Mittelmeer für Europa daS Herz des Weltverkehrs geworden, die Legende von dem französischen See treffe daher noch weniger als vordem zu. Wilhelmshaven, 11. December. Corvettev-Capitäa Trug ger wurde zum TranSporrführer nach Ostafiea ernannt. Die Freiwilligen der Garde find hier elogetroffen. Born hiesigen Infanterie-Regiment haben fich 50 Freiwillige für China gemeldet. Kaiserslautern, 11. jDeeember. Bon den auf der Grube „Frankenholz" verunglückten Bergleuten find der „Pjälz. Pr." zufolge drei weitere gestorben, fo daß die Ge- sammtzahl der Opfer jetzt 48 beträgt. In ärztlicher Behandlung befinden fich noch elf Schwerverletzte, doch hofft mau fie sümmtlich am Leben zu erhalten. Die Arbeiten find auf der Grube wieder In vollem Umfange ausgenommen worden. Jutereffout dürfte sein, daß für jene Grubeu- abtheiluvg, in der die Explosion erfolgte, über 200 Bergleute, also die doppelte Zahl der seitherigen Belegschaft, fich neu angrmeldet haben. Wie», 11. December. Großes Aufsehen erregt eine angeblich inspirlrte Correspondeuz des „Krakauer Czaß-, worin eine rein absolutistische UebergangSperlode für Oesterreich augekündigt und Graf Badenl als drr zukünftige Mann derselben bezeichnet wird. Prag, 11. December. Heute ist der gesamutten Garnison in deutscher und tschechischer Sprache ein Befehl deS CorpS- commando- bekannt gegeben worden, in welchem der Kaiser unter Hervorhebung des vollen Vertrauens auf die bewährte Pflichttreue aller Truppen seine Befriedigung über die ausnahmslos correcte Haltung aller Truppenkörper ausgesprochen hat, welche berufen waren, anläßlich der jüngsten beklagenS- werthen Ausschreitungen für die Wiederherstellung der Sicherheit und Ordnung thatkräftig einzugreifen. — Der com- mandirende General, Graf ® r nenne, hat daS Ober- commando über die beiden in Böhmen disloeirten Corps übernommen. Prag, 11. December. Heute begannen vor dem Strafgericht die Verhandlungen wegen der jüngsten Ausschreitungen und Plünderungen BIS Mittag wurden sechs Angeklagte wegen Auslaufs, öffentlicher Gewaltrhätigkeit und Diebstahls zu Freiheitsstrafen von drei Wochen bis zu einem Jahr schweren Kerkers verurtheilt. Lemberg, 11. December. Die gesummte hiesige polnische Preffe räth von der Idee einer polnisch-tschechischen Verbrüderung ab, ebenso von dem Versuch einzelner Kurzsichtiger, Raffenpolitik zu treiben. Bei einer Slavifirung Oesterreichs könne sür die Polen nichts Gutes herauS- kommen. Loudon, 11. December. Die Herzogin von Teck hat ihr gesummtes Vermögen ihren Kindern vermacht. Der Herzog von Teck erhält nichts. Loudon, 11. December. Der französische Botschafter hatte gestern mit dem Minister der Colonien, Chamberlain, eine Unterredung. ES ist daS erste Mal, daß ein Botschafter in officieller Weise einen Minister besucht hat. Wie es heißt, habe fich die Unterredung um die Niger- frage gedreht. Dieselbe sei in ein kritisches Stadium getreten. Depeschen bei Bureau „Herold." Kiel, 12.December. Prinz Heinrich empfing gestern die Vertreter der Universität, eine Deputation der Stadt und die Vorstände vou 14 Militär- und Kriegervereiuen. De« Vertretern der Univerfität sagte der Prinz, er habe der Aufforderung deS Kaisers zur Uebernahme des Befehls der Krenzerdivifion gern Folge gegeben nnd hoffe beitragen zu können zur Erweiterung der Macht und Größe Deutschlands. Den Vertretern der Stadt antwortete Prinz Heinrich, er gehe mit Muth und Gottvertrauen an die gestellte Aufgabe heran. den Vorständen der Krtegervereine erwiderte er, ihre Vereins« bestrebungeu möchten dazu beitragen, Thron und Vaterland zu schützen als treue Helfer des Kaisers. Budapest, 12. December. Die Socialdemokr ateu und die Studentenschaft planen für heute große De- »oustratiouen wegen der landwirthschaftlichen Vorlage und der politischen Situation. Die Polizei trifft umfaffeude Maßregeln, da ernste Zwischenfälle zu erwarten find. Belgrad, 12. December. Ja Palanka beschlagnahmte die türkische Polizei bei einem bulgarischen Geistlichen ein größeres Gewehr« und Munitionslager. Daffelbe sollte zur Ausrüstung der Aufständischen dienen. Newyork, 12. December. Der „Newhork Herald" veröffentlicht eine Depesche auS Port-au-Prince, wonach die Stadt unter Standrecht gestellt ist. Das Ministerium fürchte fich, öffentliche Audienzen zu halten. DaS diplomatische LorpS soll angeblich entrüstet sein, über daS schroffe Vorgehen der deutschen Marine-BefehlShaber. Kairo, 12. December. Englische Kanonenboote haben RecognoScirungen bis Metemuch und Shandin gemacht. Sechs Derwischbsote mit Getreide wurden beschlagnahmt. Die Befestigungen auf den Shandiu-Höhen wurden von den Engländern beschoffeu. Wien, 13. December. Der von der deutsch-nationalen Gruppe im Abgeorduetenhause etuberufene deutsche Volkstag fand gestern unter Theiluahme von 6000 Besuchern des Gesammr-Deutsch Oesterreichs statt. ÄS liefen 600 Depeschen und 1300 Briefe ein. Viele deutsche Abgeordnete waren erschienen, nur Schönerer fehlte, weil die Veranstalter deS LageS es Unterlasten hatten, SchönererS Freund, den Abgeordneten Jro aufzufordern, den Aufruf zum BolkStage mit zu unterzeichnen. Der Abgeordnete Wolff wurde enthufiastisch gefeiert. Nach mehreren Reden gegen die Spracheuverordnung, die lex Falkenhayn und das Präsidium des Abgeordnetenhauses nahm die Maffenversammluug eine Resolution an, worin erklärt wird, daß in Oesterreich nicht gegen die Deutschen regiert werden dürfe und welche alle Deutsche auffordert zum Kampf gegen ibre Widersacher. Die in starker Zahl auSgerückte Wache hcktte keinen Anlaß zum Einschreiten. Krakau, 13. December. Gestern begann hier daS große slavische DerbrüderungSfest, zu welchem zahlreiche böhmische, sloveoische und polnische Abgeordnete fich eingesunden haben. Die sloveoischen Brüder wurden Mittags feierltchst auf dem Bahnhofe eingeholt. Um 3 Uhr Nachmittags fand im Sokolsaale eine Volksversammlung statt, zu welcher alle christlichen Wähler eingeladen waren. Aus den Verhandlungen der Zweite« Kammer der hessische« Stände. nn. Darmstadt, 11. December 1897. Dir Sitzung wird um 9*/4 Uhr eröffnet. Vor Eintritt in die Tagesordnung wird über den ZurückverweisungSantrag an den Anschuß dr» Abg. Schröder über die Forderungen für üaS Hofbauwesen verhandelt. Eine Verständigung wegen der Bauten zwischen Regierung und Kammer scheint durch die gestrige Besichtigung deS Hofmarstalles erzielt zu sein. Der Antrag deS Abg. Schröder wird einstimmig angenommen. Den wetteren Gegenstand bilder die Prüfung der Wahl des Abg. Weidner (Schotten-Laubach). Die Ausschußmehr- heit beantragt die Ungiltigkeit der Wahl. Namens seiner Partei erklärt Abg. Metz-Gießen, daß diese für Casfirung der Wahl sei. ES könne kein Zweifel darüber sein, daß der Wahlmann in WeuingS ungesetzlich gewählt sei. Ohne die Wahl dieses WahlmauueS wäre die Wahl ander» ausgefallen. Festgestellt sei ferner, daß die Wahl Weidner» durch Spenden von Freibier beeinflußt worden sei, da die Wähler erklärt, ohne solche» hätten sie ander» gewählt. — Der Berichterstatter der Minderheit ist nunmehr anderer Ansicht und wird jetzt wegen de» Freibiers gegen die Giltigkeit der Wahl stimmen. — Abg. Bähr kommt nochmal» auf die Darmstädter Wahl zu sprechen- auch hierbei seien grave Verstöße vorgekommeo. Da es sich aber hier um einen Nationalliberalea gehandelt, sei die Wahl für richtig anerkannt worden. Da heiße eS: Ja, Bauer, das ist etwas Anderes. Auch die Wahl des Abg. Schönfeld sei nicht ordnungsmäßig verlaufen. Als mau dagegen Beschwerde erhoben habe, sei nicht darauf eiugegangeu worden. — Abg. Pennrich steht auf einem anderen Standpunkt, wie die Herren der Majorität deS Ausschusses. Er hält daS Spendiren von Freibier für nicht anstößig. Bet Reichstagswahlen gebe eS auch Freibier und noch mehr. Der Fehler in Wenigs sei seiner Anficht nach nicht so schlimm, wie in Darmstadt. Sollte die Kammer fich gegen Giltigkeit der Wahl aussprechen, so möge man aber auch für die Folge genau eben so bet anderen Reclamatioueu verfahren. — Abg. Schmalbach hätte gewünscht, daß man untersucht hätte, wer dte Schuld an den Unregelmäßtgketten habe- Herr Wetdoer trage sicher keine Schuld. Daß hier eine Falle gelegt, sei seiner Anficht nach ausgeschlossen. Auch wenn dte Wahl casfirt werde, würde Herr Weidner doch gewählt werden. — Abg. Ulrich kann nicht für dte Gtlttgkett stimmen. Er verweist aus die Darmstädter Wahl, wo der Gesetzesverletzung Thor und Thür geöffnet wurde. ES freue ihn, daß man im Ausschuß und in der Kammer endlich gegen das Spenden von Freibier Front mache, um diesem Unfug zu steuern. Der bet der Wahl amtirende Wahlcommtffär sei von Schuld ebenfalls nicht frei. — Abg. Schme el schließt fich der Anficht Ulrichs voll und ganz au. — Abg. Friedrich, Berichterstatter der Majorttät, erläutert nochmals alle Gründe, weiche gegen dte Wahl des Abg. Weidner sprächen. Daß das Freibier vor der Wahl WeidoerS gegeben wurde, sei fest- gestellt. In Sichenhausen sei z. B. für ca. 60 bis 70 Mk. Bttr getrunken worden. — Dte Abstimmung ergibt, daß die Wahl gegen 7 Stimmen für ungtltig erklärt wird. In Wenings und Sichenhausen find neue Wahlmäauerwahleu vor- zuuehmen. Eine Anfrage der Abgg. Western ach er und Graf Ortola, ob der Bahnbau Stockheim-Frankfurt noch nicht tu Angriff genommen werden könne, beantwortet Ftnanzwioister Weber dahtu, daß die mit Frankfurt geführten Verhandlungen noch immer nicht zum Abschluß gekommen seien- Preußen wache den Beginn des Baues von der ganzen Geländestelluog für dte Bahn abhängig. — Abg. Graf Ortola bedauert, daß man fett zwei Jahren mit dem Bahobau noch immer auf demselben Standpunkt stehe und nicht vorwärt- komme. Dte Mißstimmung in der dortigen Bevö.kernng sei begreiflich, weil dieselbe durch dieses Hinhalten schwer geschädigt werde. Wenn Frankfurt Schwierigkeiten mache, so möge man dte Bahn doch über Vtlbel bauen. WaS der Theilstrecke Stockheim-Heldenbergen entgegen stehe, begreife er nicht- eben so wenig, daß Frankfurt den Ton angebe. Mit einer gewissen Energie müsse die Sache doch vorwärts kommen. Sein Standpunkt sei seinen Wählern gegenüber etu sehr schwieriger, zumal er für Verstaatlichung der Hessischen Ludwtgsbaha gestimmt habe. Mit der Bahn Friedberg-Homburg gehe cS auch nicht vorwärts, trotzdem hier Alles in Ordnung sei. Wer eS mit der Landwirthfchaft wohl meine, müsse dafür etotretrn, daß die Bahn fertig werde. — Ftnanzwioister Weber versichert, daß von seiner Seite Alles geschehen sei, um die Verhandlungen mit Preußen zu beschleunigen. Frankfurt stelle fich noch der Bahn entgegen. — Äbg. Westernacher betont, daß eS wünschens- werth sei, wenn dte Regierung endlich einmal Ernst mache, damit man Thaten sehe. Der hessische Bauer sei der Regierung doch ein guter Steuerzahler und verdiene Beachtung. Ftnanzminister Miquel habe f. Zt. gesagt: Sorgen Sie, daß wir dte Mitwirkung bet der Verstaatlichung der LudwigSbaha erhalten, so bekommen Sie auch dte Bahn Stockheim-Frankfurt. Diese- Wort sei noch nicht etngelöst. — Abg. Schröder hätte von Setten Preußen- mehr Berückfichttguug hessischer Wünsche erwartet. Ihm scheine e», al- habe man dort da- Projekt einer Bollbahn tm Auge. Set die- der Fall, so wöge man doch weotgsteuS Farbe bekennen. — Abg. Schmttst bedauert, daß man schon mindesten- 80 Jahre an diesem Projekt herummodele, ohne etn greifbares Resultat zu erhalten. Bei der Verstaatlichung der Ludwtg-bahn hätte man noch Preußen in der Hand gehabt, da wäre etn PaffuS zu Gunsten der Bahn Stockheim-Frankfurt ganz gut einzufügen gewesen. — Abg. Köhler kommt auf dte Anstriche der Bahnbarrteren tn schwarz-weißer Farbe auf einem Thetl der Oberhesstschen Bahnen zu sprechen. Auch die Beamten hätten schon preußische Knöpfe an ihren Uniformen. — Ftnanzminister Weber führt den ersteren Punkt auf ein Mtßverständuiß der Bahnverwaltung zurück. Bezüglich des anderen Punkte- bittet er um Thatsachen und werde er sofort dagegen eioschreiten. — Abg. Jöckel nimmt die Regierung in Schutz, dte jeder Zett und auch in der Eisenbabnpolitik ihre volle Schuldigkeit gethau habe. — Abg. Bähr ist mit der Antwort der Regierung gar nicht zufrieden. Da- sei weder gehauen, noch gestochen. ES scheine, als verfüge Preußen allein über dte Eisenbahnen. — Abg. Köhler erklärt da» Verhalten Preußens gegenüber der Main-Neckar-Bahn für genügend, um dessen Ge- flnnung zu charactertfireo. Dasselbe behandle Hessen als Feinde und nicht als Bundesgenossen. — Damit ist dte Besprechung beendigt. Nachdem nach einer kurzen Pause die Verhandlungen fortgesetzt werden, feiert zunächst PeäfidentHaa- dte Abgg. Mölltnger, der 36 Jahre, Schröder, der vor Kurzem 25 Jahre tm Dienste des Volke- gestanden habe. Er wünscht den Jubtlareu noch lange- Leben und Gesundheit, daß fie ihr Amt zum Wohle drS Vaterlandes noch lauge versehen könnten. (Bravo.) Da- Hau» erhebt fich von den Sitzen. Die Sitze der Jubtlare find mir Lorbeer und Blumen geschmückt. Dieselben danken sichtlich bewegt für diese Ovation. Wegen Zugverspätungen auf der Linie Gießen« Gelnhausen hat der Abg. Westernacher eine Anfrage an Großh. Regierung gerichtet. Finanzmttifter Weber gibt eine befriedigende Antwort. Ebenso bezüglich der Anfrage de» Abg. Frenah wegen des Baues einer Selzthalbahn. Wann die Vorlage etngebracht werde, könne dte Regierung noch nicht bestimmen. Die Abgg. Frenay und v. Köth heben da» Bedürfntß einer solchen Bahn hervor. Bezüglich der Anfrage des Abg. Köhler über dte Verhältnisse der Schaffner wegen deren Dieustalter antwortet die Regierung in entgegenkommender Weise. Nachdem noch eine Reihe von Anträgen der Regierung zur wohlwollenden Erwägung und Prüfung überwiesen wurden, vertagte sich die Kammer auf unbestimmte Zeit. Ocekf ««§ »ießen, den 13. December. • • Milttärdieastnachrtcht. Braun, Sec-Lieutenant von der Reserve des Jofanterie-RegimentS Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hessisches) Nr. 116, mit Pension der Abschied bewilligt. • eH. Stadttheater. DaS selten gegebene Bolksstück ^Muttersegeu" von W. Friedrich war e», da» hier gestern daS zahlreich fich eingefuudene SonutagSpublikum beinahe Thronen lachen und weinen ließ. Dte darin ntedergelegte sittliche Tendenz kommt zur Geltung wie etoe Predigt- daS Leitmotiv der Handlung ist ftimmungS- und empfinduugSvoll, so menschlich ergreifeud auSgearbettet, daß eS selbst bet einer wenig verständntßvollen Masse doch dte innersten Satten des Herzens und GemütheS anschlägt und Gutes fördernd ein« wirkt. Als besondere Ausschmückung erhielt das Werk etoe vorzügliche musikalische Zugabe von H. Schäffer mit dazu gehörigen Gesangseinlagen, dte dem Gang der Handlung charactertfttsch angepaßt, bald weihevoll, bald fttsch und flott componirt ist und jede« Aufdriuglich-Gekünstelte vermissen läßt. ES verlohnt sich den schönen Inhalt des Stückes kurz anzugeben. Marte, die tugendhafte Tochter des Pächters Loustalot tu einem Dorfe Savoyens, wtrd, um vor den unehrenhaften Nachstellungen de» ComwandeurS v. BoiSfleuri, eines Lüstlings, sicher zu feto, von dem Pfarrer des Orte» und ihren Eltern zur Auswanderung nach Paris veranlaßt. Mit mehreren Savoyarden deS Heimatdorfes, die de» Erwerbs wegen ihr G:ück tu der Ferne suchen, ztrht fie hinan» tn dte Fremde, begleitet von dem AbfchtedSlted und dem Segen ihrer Mutter. In Parts findet Maite ihren Unterhalt durch Liederfingen und wird, ob der Schönheit ihres Gesänge» und ihrer eigenen Schönheit, dort „bte Perle von Savoyen" genannt. Allen Versuchungen und Verlockungen hält fie Stand, der Muttersegen schützt fie vor dem Falle. Einen schlichten Burschen, Audrö der fie lesen gelehrt und ihr seine Liebe gestand, liebt fie innig und treu wieder. Dieser Andrö hieß in Wirklichkeit jedoch Arthur und war der Neffe der Marquise von Stv y, dte von seinem Berhält- uiß Kunde erhiett und io ihrem Adel»- und Ahnenstolz eint Verbindung mit diesem Laodmädchen als nicht edenbüntg vereiteln zu müssen glaubte. Dte Marquise will deshalb Marie sprechen und kennen lernen, macht ihre Wohnung ausfindig und lädt fie in ihren Palast, unter der Vorgabe den Gesang ihrer Lieder hören zu wollen. Arthur alias Andre wußte davon nichts und als er selbst der an ihn ergangenen Einladung seiner Tante Folge leistend, erschien, traf er dort die Geliebte, dte vor Schreck und Aufregung über seinen nun erfahrenen wirklichen Stand ohnmächtig tn den Handln de» TommandeurS, de» Bruder» der Marquise, zurückblteb und nur durch die zufällige Dazwischenkunft ihrer HrtmathS- gefährtin Chonchon vor dessen lüsternen Angriffen gerettet wurde. Marte bleibt im Hause der Marquise, dem Wunsch ihre» geliebten Arthur nochkommend. E ne» TageS erscheint ihr alrer Vater bet ihr, der fie schon seit Monaten tn Pari» gesucht. Er erkennt seine Tochter in der vornehmen Kleidung nicht und als fie ihm ihre Unterstützung und Hülfe in Geld anbietet, glaubt er, eS sei Wahrheit was die Leute in seinem Dorfe von ihr sagen, daß fie eine Gefallene, die erkaufte Geliebte eines Marquis fei. Voll Abscheu wirft er daS dargebotene Geldgeschenk ihr zu Füßen und verstößt fie. Sowohl dies, als auch dte Wahrnehmung, daß thr Geliebter mit einer Anderen sich vermählen will, bringt fie zum Wohn- finn. Pierrot, der Hirte ihres Vaters, der fich auch gelderwerbend in Paris aufhält, bringt mit Mühe dte Irrsinnige nach Haufe. Als sie das bei ihrem Abschied gesungene, ergreifende Lied wieder hört, erwacht fie auS ihrer geistigen Umnachtung, erkennt ihre Mutter, den hocherfreuten Vater und wtrd die Frau ihres inzwischen eingetroffenen Arthur. — Gespielt wurde recht wacker, so daß die Stimmuvg sowohl in den ernsten, als auch den lustigen Sceven richtig getroffen und wirkungsvoll war. Frau Keßler als Marquise v. Tivrh konnte genügen, desgleichen Frl. Berner al» präsentirteS Fräulein v. TlbS. Herr Liebscher entzückte durch die prächtige Wiedergabe de» rouöhaften Commaodeur» v. BoiSfleuri, desgleichen Herr Albrecht als Pierrot. Der feurige Liebhaber Andi4 Arthur fand in Herrn Böhm, der würdige Pfarrer in Herrn Dos er eine gute Vertretung. Herr Fritzschler als Pächter Lustolor, sowie Frau Kruse als dessen Frau spielten verständutßvoll. In der W eben gäbe von deren Tochter Marte bot Frl. Würdig eine recht zufriedenstellende Leistung, desgleichen Frl NatusiuS Ql» immer lustige, Nimmersatte Ehonchon. Die Leinen Rollen waren durch die Herren Keßler und Fellner, sowie Frl. BudowSka und Frl. Biotti passend besetzt. Ein Statist suchte seine Persönlichkeit stet» mit den Händen tn den Taschen immer in» beste Licht zu stellen und da» Publikum wichtig- dreist anzugaffen. — Die Jnscenirung und Ausstattung befriedigte. DaS Eostüm von Chonchon im ersten Act rocn in der Originalität zu bizarr ausgefallen und beleidigte da» Auge. Der zum Werk gehörige originale mufikaltsche Thetl wurde unter der trefflichen Leitung de» Herrn Director Kruse von unserer RegimentScapelle in fein nllancirter Weise zu Gehör gebracht und gebührt ihm gleicher Antheil an dem gespendeten reichen Beifall. • * Der Verein zur Forderung eine» Baelbauel, über dessen Ziele bereit» berichtet wurde, hat fich gestern consti- tuirt. Der in der kleinen Aula deS UniversttätSgedändeS unter Vorsitz deS Herrn Rector» Prof. Dr. Speogel abgehaltenen V er sammlun g wohnten etwa 40 Herren bei. Der Herr Vorsitzende legte nach einigen, die bisherige Thätig- feit des provisorischen AuSschuffeS erläuternden Mitthetlungen den Satzungsentwurf vor. Derselbe fand nach eingehender Besprechung und einigen Aenderungen Annahme. Darnach stellt sich der Verein die Errichtung eine» Saalbaue» zu« Ziel und betrachtet sich als Mittelpunkt aller darauf gerichteten Bestrebungen. Er betrachtet al» nächste Aufgabe die Bildung eines Fonds au» Ueberschüffen, sowie auS Veranstaltungen, wie auch Zuwendungen und Ueberwetsungen. Der Jahresbeitrag soll jährlich mindestens 10 Mk. betragen, da» vereinSjahr am 1. October beginnen. Als theilweise Gegenleistung für den Jahresbeitrag wird den Mitgliedern für ihre Person oder ein Mitglied der engeren Familie freier Emttitt zu den (Soncerten, Dtletanten- Aufführungen u. s. w. gewährt. Bei Ausgabe von »eiteren Eintrittskarten sollen die Mitglieder daS Vorrecht Haden. Die Vereinsangelegenheiten werden durch einen aus 22 Personen bestehenden, mit de« Recht der Zuwahl geeigneter Personen auSgestatteten Ge- sammtauSschuß besorgt- derselbe gliedert fich wieder in den eigentlichen Vorstand, in einen Finanz«, einen technischen und einen KunstauSschuß. Im Falle einer Auflösung de» Vereins fällt daS Vermögen nach vorhergegangenem Beschluß einer Generalversammlung an die Sradt Gießen. Den Gesammt- auSschuß bilden folgende Herren: Ernst jBalfer, Geheimer Hofrath Professor Dr. Behaghel, Alfred Bock, Ernst Ehallier, Stadtverordneter EmmeliuS, Geheimer Medicinal« rath Professor Dr. Gaffky, Geheimer Rath Provinzal- director Frhr. v. Gagern, Oberbürgermeister Gnautk, Rechtsanwalt Grünewald, Stadtverordneter Haubach, Eommerzten« rath Heichelheim, Eommerzienrath Heyligenstaedt, Friedrich Helm, Stadtverordneter Kirch, Louis Lotz, Oberst v. Madai, Quästor Ordig, Landgertchtspräfident v. Ricou, Landgerichts- rath Dr. Schäfer, Stadtbanweister Schwankt, Professor Dr. Spengel, Uaioersitäts-Mufikdirector Trautmann. — Bor- ?’Ü5r Vib Fs >.Lrr ■> **ä ütr. R°,i. ?*"’« ««ünm. 8ubl« ttus* qD "SLvzkvill @|n, \tI6f et hott Mt ■ ökbtt Itintn nDn 8 den Hnnd-n drs >k/ zurückblieb unb 1 ^ter Heilnaths. Angriffen gerettet l* hem Wunsch nie Tages erscheint il Mannten In $aii8 vornehmen Kleidung uuv Hülse in Geld Leute in seinem sallene, die erlauste 'scheu wirft er dar » u°d vnfiötzt sie. S, datz ihr Geliebtn riugt sie zum Wahn« der sich auch gelb. Mhe die Jnfinnigk schied gesungene, er« aus ihrer gtfftigen hotttfreuten Battr ^offenen Arthnr. - t Stimmung sowohl nen richtig genossen Itt alS Marquise Frl. Berner all Liebscher entzückte hasten Lommaodeurs lt all Pierrot. Der i Herrn BSH«, der ne gute Vertretung, sowie Frau Kruse , Au der W eher* Würdig eine recht |rl. NatusiuS all Die tielnen Rallen tllntx, iavie tzri. gesetzt. Li» Statist jinbtn in den Laschen iOg Publika« wichtig« und Ausstattung de- ersten Nt war in bet beleidigte bai W- ikalilche V wutbt Dittctor SrnseM [ter Weise zu GOr il andern gespendete» Inti Kuib-ue', üb« )Qt fit SS TÄ* *- ISS Ä- 5 ft aller daraus geil* b X Ausgabe die 1 «18 Beton- -n, li*- Der ^eberveisung 1 SZ%e hrnuü^ . sollen die nael senht^ Strein8on lk^t bestehen ien in ^Hnte^ä ,, einen »w g(iein» 8« f«6 * L",x-S 'ÄS i,-s r«< SÄ.’** 'S Ob's „141«' ätzender deS GesammtausschuffeS ist Herr Rector Professor Or. Speugel, Stellvertreter Herr Oberbügermetster Gnauth. Wie bekannt, findet das erste Eoncert bereit- am 19. December statt. Beitrittserklärungen werden von Herrn Ernst Lhallter eutgegeugenommen. Hoffentlich bringt unsere Einwohnerschaft der Sacke, die der Verein zu fördern fick zur Aufgabe gestellt, die regste Sympathie entgegen. Wenn auch das gesteckte Ziel, die Errichtung eine- SaalbaueS, noch in ziemlich weiter Ferne liegt (in der gestrigen Versammlung rechnete man mit einer Frist von etwa 10 Jahren), so wird hoffentlich gerade dieser Umstand den Kreisen unserer Einwohnerschaft, denen die Pflege der Kunst am Herzen liegt, Verau- laffung geben, die Sache so zu fördern, daß da- Ziel früher erreicht wird. •*Pr. Soucertvereia. Das dritte diesjährige Concertdes LoveertveretuS, welches am SamStag den 11. ds. Mts. vor vollbesetztem Hause abgehalten wurde, nimmt eine entschiedene Ausnahmestellung ein uad darf mit Recht als einer der Havptglanzpunkte des Gießener LoucertlebenS bezeichnet werden. Wohl zum ersten Mal hatte fich der Vorstand entschlossen, abweichend von der Tradition einen vollzähligen auswärtigen Orchesterkörper mit der Ausführung deS Programms zu betrauen, aber nach den Erfolgen, welche da« städtische Hom burger Orchester sich vorgestern unter der Leitung deS Herrn UniverfitätSwustkdirector Trautmann hier erspielte, werden alle Bedenken, welche namentlich die Schwierigkeiten deS Unternehmens auskommen ließen, verstummt sein, und jeder Musikfreund wird besonders Herrn Trautmann, dessen rastlosen Bemühungen wir in erster Linie die letzten Kunstgenüsse verdanken, nur von Herzen dankbar sein. DaS städtische Homburger Orchester ist ein gutdiScipliuirteS Ensemble, dessen Routine im Zusammenspiel vor allen Dingen auf eine längere Dauer gemeinsamer Wirksamkeit zurückzuführen ist, ein Vorzug, den derartige Eorporationen namentlich vor vielen Militärkapellen Vorau« haben, die durch den steten Wechsel in der Zusammensetzung mit verschwindenden Ausnahmen mehr oder weniger an der Erreichung höchster künstlerischer Vollkommenheit verhindert find. — DaS vielseitige und reichhaltige Programm enthielt für Gießen saft nur Novitäten, deren Aufführung man mit um so größerer Spannung entgegen sehen konnte, als ihre Autoren durchweg als erste und allererste Größen bereits bekannt waren. ES ist schwer, nach einmaligem Anhören eine» OrchesterwerkeS ohne Kenntniß der Partitur ein abschließendes Urtheil darüber zu fällen,- deßhalb genüge über Goldmarks Ouvertüre zu Sakuntala die Bemerkung, daß wir es offenbar mit einem hervorragenden Werke von edler Melodik und bedeutenden Klangschönyeiten zu thun haben. — Das Elavlerconcert von Bernhard Scholz, mit dem uns Herr Professor James Kwast, der Solist des Abends, unter persönlicher Leitung de- Componisten bekannt machte, scheint unk eine beachtungSwerthe Erscheinung auf diesem Gebiet der Elavierliteratur zu sein, die schon bei ihrer kürzlich in Düsseldorf statrgehabten Prewtvre die Aufmerksamkeit der Kunstkenner aus fich gezogen Haire. In großem heroischen Stil gehalten ist der erste Satz, in welchem nur die gleich im Eingang sich wiederholenden Arpeggieu der Streicher unsckön wirken. Der zweite Satz ist ein flott geschriebenes Molto vivace, der dritte ein stiwmungreicher, vornehmes Adagio und der letzte ein in Roadosorm gehaltenes Allegretto, da- unseres Erachtens seinen Vorgängern am wenigsten ebenbürtig ist und, fall- die- möglich, am besten durch den zweiten Satz ersetzt würde. — Bizet'S Suite L'Arlesienne, das einzige Werk, welches von einem Eoncert im Januar 1894 hier noch bekannt fein konnte, trägt ihren französischen Ursprung offen zur Schau. Mehr aus Aeußer- lichketten als auf Tiefe und Reichthum der Gedanken achtend, hat der Compoaist ein an prachtvollen Jnstrumen.aiionS- effecten reiches, fließend und elegant geschriebenes Werk geschaffen, dar stets ein gern gesehener Gast auf allen beffereu Eoncert- Programmen sein wird. — Himmelweit von dem französischen Toastück unterschieden ist die erhabene, weihevolle, an tiefen Gedanken reiche 6-moII-Lymphouie deS kürzlich erst der» schtedenen, unvergeßlichen Johannes Brahms, die den Schluß des EoneerteS bildete. Dieses prachtvolle Werk in so guter, gediegener Wiedergabe in unseren Mauern zu hören, mußte jeden Concertbesucher mit hoher Freude erfüllen. Um wenigsten- Einiges hervorzuheben, nennen wir die prachtvolle Durchführung de- ersten Satzes, da- Biolinfolo des weihevollen Adante sostenuto und die Soli für Horn und Flöte, sowie den grandiosen Getgenetnsotz auf der O-Saite im Finale. — Daß fich die übrigen Programmuummern gleichfalls einer vorzüglichen Wiedergabe zu erfreuen hatten, erscheint nach den oben gegebenen Bemerkungen kaum noch erwäbnenSwerth. Genannt seien hier nur noch das wirkungsvolle Unisono der Streicher im ersten und daö köstliche Ensemble der Holzbläser im zweiten Satze der „l'Arlefienne". Herr Kwast spielte das Elavier-Concert, soweit wir eS nach unserer oberflächlichen Bekanntschaft mit dem Werke zu beurtheilen vermögen, mit großer Bravour und glänzender Technik. Nach dem Eoncert fowohl wie nach den Solostücken von Schubert wurde lebhafter Beifall gespendet, so daß er fich zu einer Zugabe bequemen mußte. Wir können unseren Bericht nicht besser schließen, als mit dem Wunsche, daß der Vorstand des Concert- vereinS in Zukunft öfter derartige Genüsse bieten möge- er darf der aufrichtigen Dankbarkeit aller Concertbesucher ver- sichert sein. ** Wie auS dem Jnseratentheil ersichtlich gibt der Mar- barger Akademische Concertveretn am kommenden Mittwoch, ben 15. December im Museums. Saale dortseldst sein zweite- Eoncert unter Leitung des Universität- Musikdirektors Herrn Gustav Jenner. Als Solist wirkt Herr Alexander Petschnikoff mit, ein wohlrenommirter B olinist, der sich auch in Deutschland rasch einen Namen zu machen wohl verstanden hat. Da- Programm ist bei diesem Eoncert eia sehr gut gewähltes. Nach dem Bortrage von Beethoven- Ouverture zu „König Stephan" spielt Herr Petschnikoff in Wieniawtki'S Eoncert für Violine, mit Orchesterbegleitung und später Saint-SaönS Havana'.se mit Clavierbegleiung. DaS Olchester bringt von Rubinstrtn op 42 Ocean, zweite Symphonie für Orchester, und die Ouvertüre von Berlioz' „Carnaval romain“ zur Aufführung. Der Besuch diese- EonceriS auch von hier aus ist in Anbetracht deS reichhaltigen P ogramms sehr zu empfehlen, zumal die Eisenbahu- züge zur H'n- und Rückfahrt günstig gelegen find. *♦ Die allgemeine Sterbekaffe Gießen, welche vor nunmehr acht Jahren gegründet wurde u> d j-tzt in ihr 9. Geschäftsjahr tritt, besteht zur Zeit auS 777 Mitgliedern. Dieselbe hatte im verflossenen Jahre einen Zuwachs von 51, dagegen einen Abgang von 22 Mitgliedern (10 durch Tod und 12 sonstige Abgänge). Während seine- achtjährigen Bestehen- hat der Verein 63 Sterbeiälle unter seinen Mitgliedern gehabt und wurden hierfür an 15 Mitglieder ä 75 Ml., an 15 L 100 Mk, an 24 L 120 Mk und an 9 a 150 Mk., in Summa 6855 Mk. ausgezahlt. Außerdem besitzt der Verein einen Reiervesond von 2600 Mk. und ist mithin in der Luge, selbst in außergewöhnlichen Fällen seinen Verpflichtungen nachzukommen. Daö Eintrittsgeld beträgt für eine Person im Alter von 16—25 Jahren 50 Psg., von 26—30 Jahren 1 Mk., von 30—35 Jahren 1 50 Mk., von 35—40 Jahren 2,50 Mk, von 40-45 Jahren 4 Mk. Bet der Ausnahme ist außerdem noch ein Sterbefallbeitrag von 25 Pfg. zu bezahlen. Bel dem Sterdtfall eine» Mitgliedes hat jede« Mitglied der Kaffe einen v:itrag von 25 Psg. zu entrichten, welcher durch den Kasse> boren gegen Quittung erhoben wird. Zur Auskunft in allen Fragen ist Herr Schneidermeister Georg Pfaff, Kreuzplatz 10, Herr Schuhmackermeister Seidew au d, Teufelslustgärtchen 20, sowie Herr H. Bruch Häuser, Wolsstrahe 8, gerne bereit. üird?lid?e Anzeigen de? Stav* Mtetzeir. «vangelische ®e«einbt. Donner-tag ben 16. December, Abends 8 Uhr: Vt-el- st««de. Eo. Marci, Cap. 10. Fortsetzung. Pfarrer Dr Grein. Verkehr, und Vslkrwirthschnft» •rftnHte, 11.Decbr. Fruchtpretse. Wetzen.<19,24—00,00, Lorn X 14,20—14,64, Gerste X 15,80-16,00, Hafers 13,20—13.60, lebten X 14-00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Sein X 00,00, Kartoffeln X 0,00, Samen X 00,(0. Bekanntmachung. Der fBoravschlag der Gemeinde Steinheim für 1898/99 liegt vom 15. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem hiesigen Bürgermeisterei-Büreau offen. Steinheim, den 13. December 1897. 11305 Großherzogliche Bürgermeisterei Steinheim. Nickla« Die Zusammenkunft ist auf der Versteigerungen. 11280 I. M. Schulhof. Versteigerung 122 340 2570 2 182 11 440 Avis, Kutterams, Feb- klllhen,Ams-ll.CitrtiUkn- plähchen, MnuM, Cakes, Jimmeliüflto, Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 20. December 1897, Vormittags 9*/, Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald in den Districten Zollstocks- wälchen und Haingesboden meist bietend versteigert werden: 59 Eichenstämme mit 9,23 fm 96 Kiefern* und Fichtenstämme mit 55,53 fm, 6 Eichenstangen mit 0,50 fm, nn n m ti Eichen-Scheitholz, Nadel-Scheitholz Eichen-Knüppelholz, Nadel-Knüppelholz (darunter 48 rm Rundholz von 4 m Länge), Nadel-Stockholz, Grünbergerstraße am Bahnwärterhaus. Gießen, den 13. December 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolf.____11310 Bekanntmachung. ^Donnerstag, den 16. d. M., Nachmittags um 1 Uhr, soll der Gemeinde-Bulle auf hiesiger Bürgermeisterei meistbietend versteigert werden. 11295 Reiskirchen, den 13. December 1897. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. Dienstag, de« 14. Deeember d.J., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Baarzahlung: 1 Pianino, 6 Malter Kartoffeln, ein Carouffelwagen, 17 Mille Cigarren, 1 Violine, 38 Flaschen Wein und Champagner, eine Partie Wein-und - Champagnergläser, 1 vollst. Bett,! hochfern, empfiehlt 11296 1 Schreibsecretär, 1 Sopha, etni T TTliw» Spiegel, 1 Commode und andere -I. JjLllIläldLlOlLvPe Sachen- I -MCS> 11308 Vorn, Gerichtsvollzieher. | Afterweg. Wellen Eichen-Reisig, „ Nadel-Reisig. BerdinMng Die zum Ausbau der Schanzeu- straste noch erforderlichen Maurer- Steiuhaner-, Pflaster- «ud Chausfirarbeiten sollen Donnerstag d. 23. Decbr. d. I, Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. ArbeitS- befchreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden zur Einsicht bei uns offen (Zimmer Nr. 7). Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 11. December 1897. Das Stadtbauamt. Schma ndt. 11307 Rollmöpse, empsteMt^' Citronen (auch für Wiederoerkäuser) billigst. 11306_______________Otto Schaaf. Mr Kiffenbezuge empfehlen wir: 10582 Reinleinen, Halbleinen, Baumwolltuch, Satin-Augusta, Waschechte Bezugzeuge. Anfertigung sauber und billig. M Geschenke besonders geeignet: Reinleinene Kissenbezüge mit Hohlfaum per Stück von Mk. 2.50 an. C. Röhr & Co. ChillMe Nachtigallen, I prachtv. tourenreiche Schläg., St. 5 Mk., 2 St. 9 Mk. Feuerr. Kardinäle, abgeh. Säng., St. 9 Mk , gr. Kardinäle mit roth. Haube, Sänger St 5 Mk., bochr. Tigerfinken, reiz, bunte Sänger, P. 2,50 Mk. Harzer Kanarienvögel, edle flotte Hohl- und Klingelroller mit Pfeifen u. Knarren, ®t. 6, 8, 10,12, 15, 20 Mk. Sprechende zahme Papageien, grüne u. graue. St. 30, 40, 50, 60 bis ICO Mk., angeh. Sprecher St 20§biS 25 Mk. Versandt geg. Nach« unter Garantie leb- Ankunft. 8- stSrster, Vogelversandt Chemnitz i. S. Vogelkäfige in größter Auswahl für Papageien und Singvögel. Prima Vogelfutter billigst. 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MtS. an acht Tage lang auf hiesiger Bürger« meisteret zur Einsicht aller Interessenten offen. Reiskirchen, am 13. Deomber 1897. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. /^LOBU S* < PUTZ-X^ EXTRACTz^ BestesPutzmiLjä'^-jl'Z1? V-v. IcIfiraHc zy"r>1 .• l Metalle S« tt Bijüttven •it bis c auch uuvri stckr Mil zebote ua iinct vor Provianto Wunsch ai rammen u die Art d< Preitforde «elegenes i «intm Rod Behu daß btt R 100? Iflr dir R "°grn fi. liefert schnell zu billigen rreisen die Brnhl’eche Univ.-Druckerei (Pietseh 4 Boheyda), Schnletraese 7. Patentschutz Patente, Gebrauchsmuster, Musterschutz, Waarenzeichen etc. für Inti ed Ausland besorgt u. verwerthet 9691 Louis Dill, Inh.: L. Dill & A. P ar nicke. Frankfurt a. M., Zeil 67. Büsten. Statuetten. Säulen reichhaltigster Auswahl in Terracotta. Brone«. Gyps. Elfenbeinmasse etc. #rj Dr 4itir«' etrbfli btn »icha'l'ch kipl Ball- und Gesellschaftsfächer in jeder Preislage. 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Es ist nicht ausgeschloffen, daß Kindern, welche bereits auf Kosten der Sparkasse eine Badekur durchgemacht haben, die Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen mit dem ärztlichen Atteste und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bis längstens Ende Januar k. I. zusenden zu wollen. Gießen, den 7. December 1897. Direction der Spar- und Leihkasse Gießen. Scho ®tun b|t । hotü aöt Meisen. t ®QÜ| Hingen, ü ^rr alte f ^llen Boi ie heutige Kummer umfaßt 8 Seiten Große Auswahl in Pelzwaaren Muffe, Baretts, Kragen, Kappen, sowie Neuheiten in §tindergarnituren empfieblt zu sehr billigen Preisen 10348 ____J. Kaan jr., am Kreuz. Totaler Ausverkauf sämmtlicher Blech Spielwaaren sovik Christbaum-