Nr. 268 Drittes Blatt. Sonntag den 14. November 189? Der Gktzeirer A«reiger erscheint täglich, eit Lu-nahme bei Montags. ®k Gießener W«Mttte»ötL1ter »erben dem Anzeiger Wtchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger A-onnementspreit» 2 Mark 20 Pfg. mti Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Äebaction, Lxpeditiv. und Druckerei: Fernsprecher 5L Anrts- und Anzeigeblutt für den Tkreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» falgmden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Gratisöeikage: Gießener Aamilienötätter Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Auslandes nehm» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen llmtlicfycr Theil. Bekanntmachung, betreffend: die großen Herbstüdungen in 1897. Das General-Commando deS 8. Armeecorps hat an das Großh. Ministerium des Innern das nachstehende Schreiben gerichtet, welches wir hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringen. Gießen, den 12. November 1897. Großherzogltches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Dem Großh. Hessischen Ministerium beehre ich mich ganz ergebenst mitzutheilen, wie nach Meldung der Truppen« befehlshaber die Aufnahme der Truppen durch die Sivil« bevölkerung während der diesjährigen Herbstüdungen eine hervorragend freundliche und entgegenkommende gewesen ist. DaS Großh. Hessische Ministerium bitte ich daher, den betheiltgten Civtlbehörden, sowie der Bevölkerung der durch die Manöver und Märsche berührten Kreise für die den Militärbehörden und Truppen gewährte Unterstützung meinen Dank gütigst übermitteln zu wollen. Lob lenz, 30. October 1897. Der commandtrende General: Friedrich, Erbgroßherzog von Baden. Visionen und Ahnungen. Ueber dieses Kapitel ist schon viel gestritten worden; mitunter kommen Dinge vor, die dem hausbackenen Menschenverstände unbegreiflich sind, oder an eine vierte Dimension glauben laffen. Die Schriftstellerin Nataly von Eschstruth veröffentlicht in dem Septemberhefte der „Deutschen Revue" eine längere Erzählung und Abhandlung, die sie „Joseph Victor von Scheffel über Visionen und Vorahnungen" nennt und deren wesentlicher Inhalt in der Wiedergabe zweier merkwürdiger Erlebnisse besteht, die der Dichter der oben genannten Schriftstellerin persönlich mit« getheilt hat. Diese Erlebniffe sind allerdings merkwürdig, sie werden nichtsdestoweniger von einem Vorkommniß übertroffen, das sich in unserer Provinz Oberheffen ereignet hat und von dem verstorbenen Pfarrer Bindewald — der sich um unser Volksleben und unsere oberhessischen Sagen die größten Verdienste erwarb — mitgetheilt wurde. Wir glauben vielen freund- Feuilleton. Lin Dankksslirer. Amerikanische Criminal-Erzählung von Joseph Treumann. (Fortsetzung.) Ohne ein Wort zu sprechen, schleppte der Einbrecher Nora auS dem Zimmer und die Treppe hinab tu den Hausflur. Erst dort flüsterte er ihr zu: „Ich werde Dich tödten, sobald Du einen Laut von Dir gibst und das Meffer nicht sofort losläßt! Hier herein mit Dir!" Dabei versuchte er. sie an die offenstehende, kleine, nur von außen verschließbare Speisekammer zu drängen. Miß Wilson entgegnete nichts, raffte todeffen alle ihre Kräfte zusammen, um ihm feine Waffe zu entreißen- ihre Hand machte einen schnellen Ruck nach oben und eS gelang ihr, das Meffer etwa zwei Zoll weiter herauSzuziehrn, ehe er eS wieder fester umschloß. Im nächsten Moment stieß der Manu einen entsetzlichen Fluch auö- zwar ließ er daS Meffer, dessen Klinge seine Hand blutig geschnitten, nicht fahren, aber er zog den Arm von ihrer Taille zurück und schlug ihr mit der Faust auf den Kopf. Etnsehend, daß ihre Kräfte denen deS Einbrecher» denn doch nicht gewachsen wären, wandte sich Nora, laut um Hilfe rufend, zur Flucht nach der in den Hofraum führenden, halb geöffneten HauSthür, stolperte aber über die Schwelle and stürzte nieder. Halb betäubt blieb sie ein paar Minuten liegen. Als sie die Augen wieder öffnete, sah sie, wie zwei Männer, nach Möglichkeit fluchend, dicht vor ihr miteinander rangen- in dem einen an der Stimme den Knecht der Tante erkennend, raffte sie sich empor, um ihm Beistand zu leisten. Da aber sprang schon der Besitzer des Nachbarhauses, lichen Lesern einen Gefallen zu thun, wenn wir dieses Er- eigniß wortgetreu, wie es Pfarrer Bindewald beschrieb, hier folgen lassen. In Wetterfeld bei Laubach war ein Pfarrer, der einst mit seiner Frau zu einem längeren Besuch nach Battenberg ins Hinterland verreiste. Ein noch zartes Kind, ein blühendes Knäblein, das sie sehr liebten, ließen sie unter der Obhut einer Schwägerin zurück, die in ihrer Abwesenheit in ihrer Kammer schlief und die Wiege vor dem Bette stehen hatte, um gleich bei der Hand zu sein, wenn das Bürschchen etwas bedürfen sollte. Etliche Tage darnach hatte sich die Mutter desselben zu Bette gelegt und zwar mit dem Gedanken an ihren fernen Liebling und in Sehnsucht nach ihm fest eingeschlafen. Im Schlafe kam es ihr vor, als wache sie auf und thue sich an, dann öffnete sich das Fenster des Gemaches, und es wurde ihr zu Muthe, als schwebe sie hinaus, emporgehoben über Häuser und Bäume, über Berge und Thäler, Flüsse und Länder, als flöge sie in den Lüften dahin einen weiten, weiten Weg. Als sie zu sich selbst kam, stand sie zu Wetterfeld vor ihrer wohlbekannten Hausthüre, und es war Nacht. Also trat sie ein, tappte die Treppe hinauf nach ihrer Schlafkammer und drückte zögernd die Klinke auf. Siehe, da brannte auf dem Tischchen vor ihrem Bette ein Nachtlicht und erhellte zur Hälfte den stillen Raum. Die Schwägerin lag regungslos auf dem Kissen, die Wiege befand sich vor ihr, mit einem grünen Vorhang zugedeckt. Da schritt sie herzu, schlug die Vorhänge der Wiege zurück und sah ihr Kind da liegen, wie einen Engel Gottes, und süß und friedlich schlummern. Ihr Mutterherz kam in Wallung und weil sie dem Kind alles Gute gönnte, sprach sie mit segnend erhobener Hand über seinem Haupt den alten, frommen Spruch: „Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde". Aber in demselben Augenblick als sie das sagte, gab es neben ihr ein Geräusch, sie blickte um sich und gewahrte, wie die Schwägerin sich entsetzt mit der Hälfte des Leibes aufrichtete und sie mit weit geöffneten Augen anstrerte; zugleich hörte sie sich schrill beim Namen rufen.--- Noch klang der ängstliche Schrei in ihren Ohren nach, als sie zur Besinnung kam, und sich in Battenberg fand, wo sie unruhig sich auf ihrem Lager wälzte. Was sie gethan, geschaut, gesagt, kam ihr deshalb je länger, je mehr, als ein absonderlich lebhafter Traum vor, ihr Herz dachte an nichts Anderes und also schwieg sie davon stille. welchen der Lärm au- seinem Bette getrieben :hatte, über den Zaun, und eS dauerte nicht lange, bis der Dritte überwunden am Boden lag. Und da in diesem Augenblick da» ebenfalls munter gewordene Dienstmädchen mit einer Lampe herauStrat, erkannten Nora und der Knecht in dem Fremden den Landstreicher, der Nachmittag» tu der Stadt vor dem Bankgebäude um Almosen gebettelt hatte. „Bringt ihn nach dem Gefängniß!" befahl Miß Wilson, „da» Uebrige wird fich dann vor dem Friedensrichter finden." Während ihrer Weisung Folge geleistet wurde, eilte fie tnS HauS zurück, um nach der Taute zu sehen, bet der die Wirkung des Chloroforms inzwischen schon verschwunden sein mußte, da eS durchaus keiner großen Mühe bedurfte, um fie zu erwecken. Erst jetzt, nachdem fie von den stattgefundenen Vorgängen Kevntniß erhalten hatte, und sah, daß daS Köfferchen mit dem kostbaren Inhalt fich bereits außerhalb des ihm von ihr angewiesenen Platzes befand, gestand fie zu, daß der Bankkaifirer mit seiner Warnung doch Recht gehabt. Infolge dessen ließ fie gleich deS Morgens, während Nora und der Knecht sich nach dem Bureau deS Friedensrichters begaben, den Bräutigam ihrer Nichte, der in der Stadt feine Praxis als Advocat auSÜbte, aber in ihrer Nähe wohnte, zu fich bitten, um ihm die zehntausend Dollars zu übergeben und damit der Sorge ledig zu sein. Inzwischen ging daS verhör des verhafteten vor fich. Miß Wilson berichtete ausführlich, wie fie mit dem Manne bereit» im Laufe de» vergangenen Tage» in der Stadr zusammengetroffen und gab ihrer Ueberzeugung Ausdruck, daß er auf diese Weise Kenntniß von dem im Hause befindlichen Gelde erhalten hätte und ihnen deßhalb gefolgt wäre. Dann erzählte fie, waS fich während der Nacht im Hause ihrer Tante zugetragen, bis eS gelungen Ware, den Einbrecher zu Überwältigen und zu verhaften. Auch der Knecht und der Nachbar gaben, den Thatfachen entsprechend, ihr Zeugniß ab. Allein, was mußte sie hören, als fie wieder daheim bei den Ihren anlangte? Als der erste Sturm der Bewillkommnung vorüber war, fragte die Pfarrfrau die Schwägerin: „Nun, meine Liebe, es ist doch in unserer Abwesenheit Alles gut gegangen und nichts Besonderes vorgefallen?" — „Ach nein", antwortete die, außer an dem und dem Tage, zu der und der Stunde der Nachtzeit hast Du mich recht erschreckt". „Ich?" entgegnete aufs Höchste gespannt die Pfarrfrau, „wie sollte das sein?" — „Nun so höre, was ich erlebt, ists Täuschung, oder was es ist, ich weiß es nicht. Also zu jener Zeit lag ich, das Nachtlicht vor dem Bette, schlafend vor der Wiege. Da ward ich wach. Ich hörte die HauSthür auf- und zugehen, dann kam» herauf, Schritt für Schritt, o ich kannte das wohl, das warst Du und Niemand anders. Und richtig, über eine Weile ging die Thür der Schlafkammer auf und ich sah Dein Gesicht, es war kein Zweifel, so sähest Du aus und so warst Du bekleidet, Du schautest Dich eine Minute lang um, als suchtest Du etwas; ich aber vermochte mich nicht zu rühren und zu regen, wie Blei lag es auf meinen Gliedern. So tratst Du heran zur Wiege, schlugst die Vorhänge zurück und beobachtetest mit innigem Wohlgefallen den ruhig schlafenden Buben. Dann hobst Du die Hand über ihn auf, wie Dein Mann beim Segnen in der Kirche". — „Und sagte ich etwas?" fragte die von der Erzählung ganz überwältigte Pfarrfrau? — „Ja, Du sagtest: Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde. Wie ich aber das hörte, konnte ich es nicht aushalten vor Grusel, that mir alle Gewalt an und rief, mich auf dem Bett erhebend, laut Deinen Namen.--Auf einmal war Alles verschwunden. Mit offenen Augen und offenem Munde lag ich auf dem Bette, und ich sah wohl, daß in der tiefen Dunkelheit rings um mich her das Ganze nur ein Bild meiner erhitzten Einbildungskraft könne gewesen sein. Aber, was siehst Du mich so eigen bei alledem an? Und warum fragst Du so sonderbar?" Da erzählte mit bebender Seele die Pfarrfrau auch ihr Erlebniß, das traf zu mit dem eben Vernommenen von Wort zu Wort, auf Zeit und Stunde und fehlte auch keine Kleinigkeit, so genau stimmte Alles zusammen. So wurden sie inne, daß allerdings, doch „außer dem Leibe", eine Fahrt durch die Luft müsse stattgefunden haben, und dankten Gott, daß die wunderbare Geschichte doch wenigstens dem Hause nichts Böses verkündet hatte. — Die Wahrheit dieser, von Pfarrer Bindewald gebrachten Erzählung ist nicht zu bezweifeln. Das Merkwürdige dabei Der Friedensrichter fragte nunmehr den Gefangenen, ob er fich schuldig bekennen wolle. Energisch den Kopf schüttelnd, entgegnete der Angeredete: „Diese junge Dame sagt, fie habe mich im Zimmer ihrer Tante getroffen, nachdem ich dieselbe durch Chloroform betäubt, in der Absicht, einen Koffer mit Geld zu stehlen- fie erzählt ferner, ich hätte auch fie betäuben wollen und mit ihr wenigsten» fünf Minuten gerungen, um sie unschädlich zu machen. — Nein, dem ist nicht so! Wenn fie fich in meinen Händen befunden hätte, würde e» nicht so langer Zett bedurft haben, sie zwischen meinen Fingern zu zerdrücken, viel weniger wäre e» ihr möglich gewesen, mir zu entwischen. Wenn wirklich ein Einbruch im Hause stattgefunden hat, so war e» ein Anderer, der ihn begangen hat und dem e» gelungen ist, seine Flucht zu bewerkstelligen. Da» Einzige, wa» ich zugestehe, ist, wir den Holzstall der alten Dame ohne Er- laubniß al» Schlafstelle ausgesucht zu haben. Al» ich Hilferufe hörte, glaubte ich, e» sei im Hause Feuer ausgebrochen, und trat hinaus, um mit retten zu helfen, statt dessen wurde ich Überfallen und schließlich etugesperrt." Nora wies stumm auf die rechte Hand des Beschuldigten, welche mit einem schmutzigen Lappen umwickelt war. Der Richter verstand sie und fragte den Gefangenen, wie er zu der Wunde an der Hand gekommen sei. „O, den kleinen Schnitt habe ich mir mit der Axt im Holzstall zugezogen, als ich fie und noch ein paar andere Werkzeuge, die dort umherlagen, hinwegränmte, um Platz für mein Lager zu schaffen." „Diese Ausrede wird Ihnen nicht viel helfen," sagte der Richter spöttisch. „Ich überweise Sie hiermit wegen Einbruchs, mit der Absicht, zu rauben und eventuell zu morde», dem verfahren vor den Großgeschworeveu." Trotzdem der Mann laut protestirte und wiederholt feine Unschuld versicherte, wurde er ins Gefängniß abgeführt. (Schluß folgt.) ist, daß die hier geschilderte Vision zwischen zwei lebenden Personen ftattfand, die genau dasselbe erfahren, erlebt und gesehen haben und sich dieses Erlebniß wortgetreu schildern, während der Rittmeister, von dem Joseph Victor v. Scheffel erzählte, nur allein die Vifion bemerkte. In beiden Fällen aber ist es die Mutterliebe, die eine merkwürdige Rolle dabei spielt. Der Schreiber dieser Zeilen könnte ein Erleb- niß schildern, das ihm selbst und seinem Vater am Abend des Begräbnißtages seiner Mutter vorkam und das nicht minder merkwürdig ist, wie die beiden hier oben geschilderten Ereignisse, es mag aber unterbleiben. Von jener Stunde an bis heute hat ihn die Ansicht nicht verlaffen: Spiritismus, Geisterklopfen, Tischrücken, Hexen und Zauberei haben keinen Sinn! Aber zwischen Himmel und Erde kommen Dinge vor, für die der gewöhnliche Menschenverstand keine Erklärung zu geben vermag. Cocolt» unt provittjUlU». Gruoberg, 10. November. Hrute Nacht zwischen 11 und 12 Uhr brannte ein in der Heege dahier fitzender Strohhaufen, 11 Fuder haltend, nieder. Dem Befitzer, JohS. «reuder X., ist hierdurch ein Schaden von etwa 200 Mk. erwachsen. 4~ Ober-Schmitten, 12. November. Der hiesige bejahrte Bürger Ehr. Konrad Uhl wachte gestern in dem Anwesen seines Sohnes durch Erhängen seinem Dasein ein Ende. ? Stumpertenrod, 12. November. Seit einigen Jahren kamen wiederholt Diebstähle in unserer Gemeinde vor. Sie waren thetls leichterer, theils schwerer Art, nicht selten aber fielen dem Dieb größere Geldbeträge in die Hände. Ein ähnlicher Diebstahl wurde vor kurzer Zett hier auSge- führt, als die bestohlene Familie fich auf dem Felde befand. Die Sache kam zur Anzeige und dem in Ulrichstein staiio- nirten Fußgendarm Steinig gelang es, den Dieb in Gestalt eines hiesigen 20 jährigen, wohlhabenden LaudwirthSsohneS zu ermitteln. Der Langfinger wurde verhaftet. § EluS dem nordwestlichen Vogelsberg, 12. November. Die Nachfrage nachdem Getreide ist zur Zett in unseren Ortschaften eine sehr starke. Fast in jeder Woche kommen Händler, welche Frucht aufkaufen. Besonders begehrt find Weizen und Gerste. Für ersteren zahlt man 19 Mk. und 19.50 bis 20 Mk. pro Doppelcentuer, für letztere 16 bis 17 Mk. Da» find gegen die vorjährigen Preise Unterschiede von 5 und 6 Mk. per Doppelcentuer. Für diese Preise zögern unsere Laodwirthe nicht, ihre Frucht- vorräthe abzusetzeu. Die verkaufte Frucht wird frei zur Bahnstation Mücke gebracht, von wo fie in Waggonladungev an daS Ziel ihrer Bestimmung geht. Dem Grünberger Ge- treidemarkt thut dieser Berkaus der Frucht in den Ortschaften einen erheblichen Abtrag. Infolge der Preissteigerungen des Getreides ist auch der Preis für daS Mehl bemerkeuswerth gestiegen. Der Doppelcentuer Weizenmehl, der seither 32 Mk. gekostet, gilt jetzt 36 Mk., Brotmehl ist von 20 auf 24 Mk. gestiegen. Bei dieser Verschiebung der GetreidepreiSverhält» «tffe, die trotz der niedrigen Getreidezölle, über die s. Z. so viel gezetert wurde, eingetreten ist, erzielt der Landwtrth durch die diesjährige gute Fruchternte bemerkenSwerthe Mehrbeträge, die ihm nach den seitherigen mageren Jahren sehr zu gönnen find. Dermif • PieSdorf, 5. November. Im Schloßhofe hatten heute 103 Schüler der zweiten Bürgerschule zu Eis leb en mit den vom Kaiser geschenkten Hörnern und mit Trommeln und Querpfeifen unter Leitung des Lehrers Gottschalk in vier Gliedern Ausstellung genommen. Sichtlich erfreut begrüßte der Kaiser die jugendliche Schaar, entstieg dem Wagen und schritt unter den Klängen eines von den Knaben gespielten Marsches salutirend die Front entlang. Lehrer Gottschalk wurde vom Kaiser durch eine längere Ansprache ausgezeichnet. Zunächst drückte der Kaiser seine Freude aus, daß die „Jungen»" tu so kurzer Zett sich au die jüngst übermittelten Instrumente gewöhnt hätten, fragte sodann nach der Beschaffenheit der Hörner und ob diese dem Zweck entsprächen und fand die Leistungen der Schüler so vorzüglich, daß e», wie er meinte, schade sein würde, wenn die „Jungens" das Blasen später einstellen würden. Dom kleinen Stabshornisten rühmte der Kaiser den „vorzüglichen Tonansatz" und vom Tambourmajor äußerte er, daß der Junge fich „jeden Augen- blick vor ein Regiment stellen köckue". Dem sehr kleinen Bläser Schwab strich der Kaiser mit den Worten: „Na, kannst Du denn noch?" beide Wangen. Zum Lehrer dann wieder gewendet, verkündete der Kaiser, daß für die Schüler an ein pünktliches Erreichen des Zuge» nicht mehr zu denken sei, und daß deshalb, bevor die fünf von ihm zu stellenden Leiterwagen etnträfen, sür eine Bewirthung der Kinder mit Kaffee und Kuchen im W'rthshaufe zu PleSdorf gesorgt sei. Hier sollten die „Jungens" fich nach deS Kaisers eigenen Worten satt effen, „bi» sie platzten". Mit den belohnenden Worten: „Sehr gut gemacht, ausgezeichnet, Jungen»" entließ der Kaiser die jugendliche Schaar, ihr nachsrhend, bis fie aus dem Parkthor entschwunden war. Auch die übrigen Herren sprachen fich über die Leistungen der kleinen Musikanten belobigend au». Der Mufikplan lautete: „Hornmarsch (Al.xavdermarsch), Kaiserlted „Hipp, hipp, hurrah!", Kreuz- rtttersansare, Paukenmarsch, PteSüorfer Marsch und Feh.- bell'ner Fanfare". CIRagb. Ztg.) «tat lehrreiche Ueberficht über BottSheilstatte» für Schwindsüchtige giebt Prtvatdozent Dr. Gumprecht tn Jena tn den „Eorrespondenzblättern deS Allgemeinen ärzt. lichen Verein» für Thüringen". An der Spitze der Be wegung marschirt zur Zett noch England; e» hat bereit» 18 eigene Anstalten zur Behandlung von 7000 Schwindsüch- tigen, dagegen hak Amerika erst zwei, Frankreich eine unb Oesterreich auch eine aufzuweiseo. In Belgien ist die Bewegung bisher blo» angeregt, die Schweiz tndeß wird in ab- sehbarer Zeit über etwa zehn Volk-Heilstätten verfügen. Nächst England ist in Deutschland da» System am Meisten entwickelt. Es bestehen Heilanstalten, die auch Unbemittelten 8 J Gate kommen, zu Falkenstetn im Taunus, Nauenheim bet Soden, Ruppertshain, Malchow, Blankenfelde, Grabowsee und Gütergotz bei Berlin, Rehburg in Hannover, Albert-- berg bei ReiboldSgrÜn, Planegg und Harlesbarg bei München, WeiSker'sche» Krankenhrim in Görber-dorf, Schönberg am Schwarzwald. Die deutschen VerficherongSaustaltrn haben in 1896 von 1,103,444 Mk. mindesten» zwei Drittel bet Kuren für Lungenkranke aufgewandt und besitzen oder er- bauen Heilstätten zu Königsberge bei GoSlar, Sülzhein und Stiege im Harze, AndreaSdurg. Endlich verlautet schon jetzt von folgeuden Heilstätten: Altena tu W-ftfalen, Altona an der Elbe, Baden (der Großherzog erhielt zum 70. Geburtstage 320,000 Mk. zur Errichtung von zwei Heilstätten), Danzig, Erfurt, Hagen, Halle, Hanau, Hannover, Raffel (wo etu unbekannter Wohltäter eine Vlertelmilliou stiftete), Leipzig, (Stadt- oder Ortskrankenkasse), Nürnberg (Hetl- ftättenverein, schon im Besitze von 170,000 Mk ), Oldenburg, Oppeln, Regensburg, Sächstsche Schweiz (Steinhäuser Heilstätte), Stettin, Stuttgart, Würzburg. In nicht allzu- langer Zeit wird also Deutschland in seiner Fürsorge für Schwindsüchtige einen bedeutenden Fortschritt ausweisen, und sicher ist da» schnelle WachSthum dieser Bewegung in dem durch die soziale Gesetzgebung geweckten Jotereffe für Volks- ge undheit zu suchen. Rechnet man dazu noch die guten Wirkungen der Genesungsheime, die BerufSgenoffenschaften und Krankenkasseu au vielen Orten schon errichtet Haden, so darf man sagen, daß Deutschland auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge in den letzten zehn Jahren ein gut Stück vorwärts gekommen ist. * Die Lohnzahlung am 6am8tag verliert immer mehr an Boden, und andere Tage bürgern fich dafür ein. Sociale Commissionen (Creseld) und GewerbegertchtSauSschüffe (Dortmund, Cassel) gehen mit der Empfehlung vor, und zahlreiche größere Betriebe tn Caffel, Harburg, Bielefeld, Erfurt, Stuttgart, Nürnberg, Halle rc. haben günstige Erfahrungen mit dieser Neuerung gemacht. Ihr Zweck ist: 1) Den Ar- beiterfrauen zu ermöglichen, die häuslichen Bedürfnisse bereits im Laufe des SamStagS, namentlich auf dem Wochenmarkte oder früher einznkaufen, so daß die Käuferinnen weder in den späten Abendstunden deS SamStagS in überfüllten Geschäften gegen höhere Preise mit häufig winderwerthigen Maaren vorlieb zu nehmen, noch am Sonntag Vormittag die Sonntagsruhe durch Einkäufe zu gefährden genöthigt find; 2) die am Samstag Abend tn ihre Hetrnath zurück- fahrenden Arbeiter mit ihren Einkäufen nicht auf die kurze Zeit zwischen Lohnzahlung unb Zugabfahrt zu beschränken, die fie verhindert, in ihrer Hast und bei der Ueberfüllung der Geschäfte eine zweckmäßige Auswahl zu treffen und fie leicht unlauteren Geschäften in die Arme treibt, die, ihrer Billigkeit wegen aufgesucht, die Eile der Käufer auSnützen, um minderwenhige Maaren an den Mann zu bringen,- 3) im gesundheitlichen Interesse der Geschäftsinhaber und ihres Personals einen zeitigeren Ladenschluß als bisher am Samstag Abend herbeiznführen,- 4) im fittlichen Interesse der Arbeiter diese zu verhindern, ihren Lohn, von dem meist eine Familie die ganze Woche über oder noch länger leben muß, in der dem freien Sonntage vorausgehenden Nacht oder an diesem selbst zu vertrinken ober zu verschwenden. Liegen zwischen der Lohnzahlung und dem Sonntag ein oder mehrere Tage, so werden manche Arbeiter, die von fich selbst diesen sittlichen Halt nicht haben, zuerst für die Bedürfnisse der Familie Sorge tragen unb bann auch wieder einen ruhigeren unb schöneren Sonntag erleben. Eben so wenig als bcr SamStag ist au» naheliegenbett Gründen der Montag zur Lohnzahlung zu e«psrh!en. Laut Auskunft des Oberdürger- meisteiS von Eisenach, wo neben den Maurer- und Zimmer- geschäften Farbenfabriken in Betracht kommen, find dort die Erfolge der Freitagslohnzahlung derartig günstige, daß deren Einführung im gesammten Großherzogthnm Sachsen Weimar- Eisenach erwogen wird. • Principielle» Unheil für Taudemsahrer. Kürzlich fuhren NachtS zwei Radfahrer auf einem Tandem durch eine Straße, hielten aber nicht, wie Vorschrift, die rechte Fahrseite ein. Aus erfolgte Anzeige wurden beide Radfahrer in eine Geldstrafe von je 6 Mk. genommen. Da jedoch da» Tandem nur einfache Steuerung hatte und der zweite Mann keinerlei Einfluß auf die Steuerung auSüben konnte, erhob er gegen den Strafbefehl Einspruch zum Amt-gericht mit dem Erfolge, baß seine Freisprechung aus bem oben erwähnten Grunbe erfolgte. • Rußlands Hanl- und Dorf-Industrie. Wohl In keinem Lande ist die Hau» - Industrie eine so entwickelte, vielseitige und blühende, wie in den Dörfern Rußlands, und dürften als Ursache hierfür wohl die großen Entfernungen der größeren Städte von einander zu suchen sein, wodurch die Landbevölkerung, zumal während deS langen und strengen Winters und bet dem Mangel an Eisenbahn - Verbindungen, mehr wie anderswo darauf angewiesen wird, viele Sachen selbst zu fertigen, die bei un» der Landbevölkerung in den Überall nahen Städten leichter erreichbar sind. Wenn vielleicht nun auch jetzt die Nothwendigkeit, fich in diesem Sinne selbst zu helfen, nicht mehr so wie in früheren Jahrzehnten vorliegt, und durch Schaffung weiterer Eisenbahn-Linien immer mehr fchwinden wir», io haben fich die Dorf-Judustrieen in Rußland doch durch jahrhundertlange Gewohnheit und Vererbung nun so befestigt, daß fie schon lange nicht mehr allem nur bem ursprünglichen Zweck, ben eigenen Bedürf- Nissen zu genügen, Rechnung tragen, sondern in der That erhebliche Concurrenzen für die Großindustrie der rnsfiichen Fabrikstädte bilden, und in einigen Zweigen diese geradezu übertreffen, wa» leicht erklärlich erscheint, wenn man bedenkt, baß gewisse Rohmaterialien den Dorf Industriellen fast nichts tonen, daß die Landbevölkerung durch eine ungemeine Be- dürfnißlofigkeit gekennzeichnet ist, Kinder und Frauen sämmt- lich zur Thätigkeit mit herangezogen werden, und die Langeweile der langen Winter und die dadurch verursachte Abgeschiedenheit von der Welt diese nutzbringende Beschäftigung mehr al» eine Unterhaltung und einen Zeitvertreib erscheinen läßt. Diese „Koostar" genannte Industrie umfaßt, nach einer Mittheilung vom Juternationalen Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6 die Herstellung von Korbwaarev, Stroh Flechtarbeiten, Holzschnitzerei-Artikeln, Knöpfen, Wagnerarbeiten und einfache, billige Musik Instrumente - sehr ausgedehnt beschäftigt sich die Koostar-Dorsindustrie auch mit der F achS-Spinnerei unb -Weberei, sowie im größten Umfang mit der Herstellung ber auch bei unS beliebten nationalen roth unb blau becorirten Leinen-Maaren. Ferner ist bie Fabrikation beS fieber#, namentlich ber Juchten, gerabe- zu ein Monopol ber Dörfer, unb wirb die Zahl ber bie Gerberei betreibenben Landbewohner auf etwa 150000 ge- fctätzt. Auch bie Töpferei fehlt erklärlicherweise nicht bei biesem ländlichen Gewerbfleiße, weil bteser Artikel einen Bezug von weit her ja ganz ausschließt; bie Zahl ber Dorftöpfereien wird auf 19000 geschätzt. Die Töpferei wird hierbei als ein ganz besonders gewinnbringende» Gewerbe angesehen, und sollen die im Gouvernement Nijchni Nowgorod fabrickten Produkte fich eine» besonderen Reuowmä:» erfreuen unb auch regen Export haben. Im Gouvernement Tula arbeiten die Dorf-Industriellen meist in Metall, unb die meisten russischen Theemaschinen, die Samowar», find die Producte der Dorf-Industriellen diese» Gouvernements, die nach Tula an Großhändler verkauft, und von diesen in ben Handel gebracht »erben; auch bie berühmten russischen schwarzen Lackwaaren, theilweise farbig bemalt, find meist bie Kunsterzeugniffe ber Koostar. Im Ganzen wirb die Zahl dieser HauS-Jndustriellen auf etwa sechs Millionen geschätzt, welche Zahl wohl zur Genüge klar legen dürfte, welche Wichtigkeit diese Klein-Industrie für den Staat und befftn ©lieber hat; wie schon oben bei ber Leber Industrie bemerkt, übertrifft hierbei bie Klein - Industrie die fabrikmäßige Herstellung so sehr, daß die Koastar» jährlich etwa für 20 Mill., die Lederfabriken aber nur für etwa 16 Mill. Leder probu- ciren. — Diese Zeilen bürften beweisen, daß der russische Bauer durchaus nicht daS ist, was wir von ihm zu glauben so häufig anzunehmen geneigt find, sondern die ihm im Winter verbleibende, mit ber Lanbwirthschaft nicht auSzu- süllenbe Zeit besser, wie vielleicht mancher deutsche Bauer auszunutzen versteht; wie sehr bem Bauerustanbe die Kennt- niß eines ober mehrerer Haubwerke neben seinem eigentlichen Beruf nützlich sein bürsten, geht auS ben gemachten Mittheilungen wohl klar hervor. • Alleinstehende Mädchen unb Kranen in Berlin. Diejenigen Mäbchen unb Frauen, so schreibt bie „Bohemia", bie daraus angewiesen find, fich in Berlin selbstständig durchs Leben zu schlagen und einem anständigen Erwerbe nachzugehen, find Übel daran, übler wohl al» in irgend einer anderen Großstadt der Welt. Sie begegnen auf Schritt und Tritt dem größten Mißtrauen unb Uebelwollen. Ihr Leiben beginnt gewöhnlich, wenn sie ein möblirte» Zimmer miethen müssen. Entweber wird ihnen dann von vornherein mit höhnischer ober verächtlicher Miene erklärt, baß man an Damen überhaupt nicht vermiethet, ober sie müssen bernüthigenberi ober beleidigenben Fragen Rebe unb Antwort stehen. Sind sie bann gezwungen, ihre Mahlzeiten außerhalb ihrer Behausung einzunehmen, weil sie entweber bei ihrer Wirthin kein Essen erhalten können, ober weil ba» Geschäft, in bem sie angestellt find, allzuweit entfernt von ihrer Wohnung liegt, al» baß bie knappe Mittagspause zum Hi»- unb Rückwege auSreichte, bann steigert fich ihr Leiden. In vielen Berliner. Restaurationen, unb gerabe in ben besseren, wirb an allein, stehenbe Damen überhaupt nichts verabreicht, unb ba, wo sie gebulbet werben, fiub sie wieder allen möglichen Zudringlich'' ketten seitens der in erdrückender Mehrheit auftretenben unb daS Terrain vollftänbig beherrschenden Männer ausgesetzt. E» gibt allerbing» verschiedene Restaurationen, die ausschließlich für Damen bestimmt ober in denen einzelne Räume beit Damen Vorbehalten stob. Aber biese sinb noch so spärlich vertreten, baß sie kaum in Betracht kommen. Unb wo sollen biese allein* stehenden Damen, wenn fie nicht immer ihre vier kahlen Wände ansehen mögen, die freien Abendstunden und bie Sonntage zubringen? Einen anstänbigen Familienanschluß zu gewinnen, ist für fie in Berlin überau» schwer. Man kann sich daher- benten, mit welcher Befriebigung in biesen Kreisen ber soeben auftauchende Plan begrüßt wirb, einen großartigen Frauenclub zu grünben, ber ihnen tn jeher Beziehung ein gemächliche» unb angenehme» Heim bieten soll. Die Sache ist schon ziemlich wett gebtehen unb scheint gesichert zu sein. Im Mittelpunkt ber Stadt sollen große Localitäten gemiethet unb angemessen für diesen Zweck eingerichtet werben. Der Ge- banke hat sollten Anklang gesunben, baß ber Erfolg be» Unternehmen» unzweifelhaft erscheint. Ein ähnlicher Club besteht hier bereit» in bem segen»reich wirkenden Letteverein unb gedeiht bestens. Natürlich ist in einer so großen Stabt Raum für mehrere berartlge Veranstaltungen unb e» wirb wohl nicht mehr lange bauern, bi» jebe Berliner Stabtgegenb ihren eigenen Frauenclub haben wirb. Voraussetzung ihres gesunben GebeihenS ist, baß sich biese Unternehmen barauf beschränken, frei von allen Nebenabsichten ihren Mitgliebern einen möglichst angenehmen Aufenthalt mit geselligen Au» regungen und preiSwerther Verpflegung zu bieten. • Wie man spricht. „Sie nehmen fich zu viel heran«", sagte ber Schutzmann zum Dieb, als er ber Dame ba» Portemonnaie au» ber Tasche zog. Verkehr, fxmfc» ««d V-Uswirthschaft- — Lede«»veiestchera«»» - Gesellschaft ju Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegründet 1830 (alle Leipziger). ES sinb vom 1. Januar bi» Enbe Oct oder 1897 5231 Vnsicdcr ungen über 41 493 000 Mk. beantragt worden, 2 098 450 Mt. mehr al» im gleichen Zeiträume be» Vorjahre». Als gestorben wurden in derselben Zeit anaemelbet 680 Mitglieder, die mit 4 903 850 Mk. versichert waren. Der Ver- sicherungSbestand stellte fich Ende October 1897 auf 68 700 Personen mit 507 Millionen Mark Versicherungssumme, das. Vermögen auf 156 Millionen Mark. Kriegerdenkmal Uhr 4281 A. & G. Wallenfels Markt 21 Telephon 46 ergebenst anzuzeigen. 10337 <6 9426 empfiehlt XXXXXXXXXXXXOXXXXXXXXXXXX £ In Glessen zd haben bei: 10445 £ 10449 träges. 9658 Stellen-Angebote -d H empfiehlt billigst 10056 Warme Bäder im 2310 Butzbach MAGGI K 0. Bender, 14 Wallchorstraße 14. Herren-Conf ection: Winter-Mäntel, Ueberzieher, Havelocks, Schlafröcke, lagd-, Haus- und Lodenjoppen, neueste Sammet-Westen. a 8 2«Psd-Dose Bohnen 2-Psd.-Dose Erbsen WeftphLl. Schtnke«, J. M. Schulhof, Marktstr 4. Telephon Nr. 119 Wiederoerkäufer und Restaurateure Preisermäßigung. Dr. Lahmanns Nührsalz-Caeao und Nährsalz-Chocolade von dem alleinigen Fabrikanten Hewel &* Beitheu direct bezogen, Emil Fischbach. HANS HOTTENROTH, General-Agent, Hamburg. Ernst Stade, Wittenberg a E Eckhaus Ztrpyan- u. ^hidjjtr. Parterrer 8a»m mit 6 Zimmer«, Küche rc, 1. Stockt 6 bi» 7 Zimmer, Küche ic., 8. Stock» 5 Zimmer mit ZnvehSr zu vermiethe«. 10371 Näheres durch H. Wiun. Wagenverkauf: Laudauer, Mylord, Halb- werdeck, Break, Selbstfahrer, lGeschäftswageu, neu und ge* lbraucht, reichhaltig auf Lager. Fr. Grauer, Wageubauer, 35 Pfg, 60 Pfg. Ganzen , rein GIESSEN, Mäusburg 16 empfiehlt grosses Lager in Gießen, den 10. November 1897. 10374 HMuhrlretteu, Jtt Weihnachtsgeschenke« geeignet, fertigt billtgst an L Pfd- 85 Pfg. Westphül. Schweineschmalz limburgerkäse stets frisch im Anschnitt bei ' Niederlage der Prof. Dr. Jaeger’s Normal-, Dr. Lahmann’s Reform-, Schönherr’s & Comp.Neu-Leinen-, System Pfarrer Kneipp’s Unterkleider ebenso beliebt bei der sparsamen Hausfrau, als bei der guten Köchin, empfiehlt in Originalfläschchen von 85 Pfg. an bestens 10117 CL G. Kleinhenn, Bab«hofstratze. Anfertigung v. Mänteln. Joppen. Oberhemden nach Mass &tr unter Garantie des guten Sitzens. ”^Q| Irisch eingetrossen: Prima Ochsenmaulsalat, h 60 Pfg Eil echte Frankfurter Würstchen, h Stück 13 Pfg. Gorxed-Beef, täglich frisch im Ausschnitt, per Pid 80 Pfg Aechter Wastphül Pumpernickel Stück 35 und 20 Pig. Preitzelbrere«, fft. Rasfin, ä Pfd.kOPfg. Neue Magdeburger Salzgurke«. Dreimal wöchentlich frische Landbutter zum billigsten Tagespreis. Neue GemüfeSonferve«, Geogr. Lotto mit statistischen Angaben G. M. Sch. 70383 interessantestes und lehrreichstes Spiel ür größere Kinder und Erwachsene Mark 5.—. Daffelbe ohne statistischen Angaben, nur Länder und Städtenamen, eben« falls G. M. Sch. 70383, Mark 3.50. Solide und elegante Ausführung. Versandt portofrei unter Nachnahme oder gegen Voreinsendung des Be Hausbursche gesucht Wo? sagt die Exped. d Bl. *0113 Ein tüchtiger Knecht für Lindwirlhschaft auf Weihnachten gesucht. Näheres bet 10246 Karl Dorfeld, Wteteck. Regenschirme in grober Auswahl für Herren Dame« und Kinder billigst. 8930 Reparaturen u. Ueberziehen besorgt A. Fangmann, Bahnhofstraße 29. H. Rübsamen, Kürschner Studenten- und Uniform-Mützen-Anfertigung Weiss-, Woll- und Modewaaren-Handlung und Dampfbäder täglich geöffnet bei 167 AM. Euler. Deutscher Hof -emvfieh.'t für die Herren Studirenden gute« bürgerlichen Mittags« tisch von 60 Pfg. in und außer Lem Abonnement. 10005 zum Alleinbewohnen — Ecke der Garten - und Bergstraß — 11 Zimmer, Badezimmer rc. enthaltend, per 1- Januar 1893, eventl. später, zu vermiethen oder zu verkaufen. 10381 Stein & Meyer. Gebrüder Mayer Weinhandlung beehren sich die Verlegung ihres Comptoirs nach 1 Grünbergerstrasse 1 Mlliftto, Muterpalktotg n. Reise- dklken, Untkykuge uuli Wäsche, Cravattkn, Saudschuhk, Fchirtue, sowie 10209 säniiMchkaubttkhmlll-Artikel. Schuster & Co. kn» 43. Seltersweg 43. ausgelaffeu, k Pfd- 50 Pfg, bei 10 Pfg- 48 Pfg. G. Wienerts Iitiate, Inh. A Rudner, 10128 1. Neue« , »Lue 1. Alhkitkriuuen gesucht 10341 Alexander Mayer. Dkckeinlltrchttjnnkll, nur solch:, die im Schneiden durch aus geübt find, gesucht von aus. wärtiger Kautabaksfabrik lous Räh.res bei der Exped. d. Bl. an Sonntagen von 11—3 Uhr von Jedermann besichtigt werden. m.f., ®cr preisgekrönte und zur Ausführung bestimmte Entwurf des Herrn Bildhauer Ludwig Habich in Darmstadt, sowie die drei weiteren eingegangenen Modelle sind von heute ab im Gemäldesaal des Kunstverein» (Tyurmhaus amgBraud) ausgestellt und können an Wochentagen von 11—1 HERREN welche sich einen eleganten und soliden Anzug oder Paletot anfertigen lassen wollen, empfehlen wir, sich unsere geschmackvolle Ausmusterung in Buckskin anzusehen und sich von der grossen Leistungsfähigkeit zu überzeugen. Anfertigung wird prompt und sorgfältigst ausgeführt. 9916 fing. Montanus Nachfl. Inhaber: R. & Mb Imheuser. Bekarmtmachung. iBorauschlag der Gemeinde Muscheuheim pro ^gt vom 16. d. Mts. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterei-Bureau offen. Muschenheim, am 11. November 1897. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim. ,Roth. Herren-Wäsche als: Oberhemden, Kragen, Manchetten, Vorhemden, Taschentücher eto. Darlf9hr Sweater> Strümpfe, KQululll •Gamaschen, Schuhe, I l*B*B**eMützen, Gürtel, Hosen etc. BS" Grosses Lager -WS und stets das Neueste in: Shlipsen, Handschuhen, Hosenträgern, Gamaschen, Hut- und Armfloren, Gummi-u.Hausschuhen,Regenschirmen. 1978 Lacktrte «Übel aller Art, sowie tannen lackirte und eichen polirre SLrge, auch solche nach Vorschrift für Bahntransport, stets vmrätbig. Schreiner Steller, Schillerstraße 9. Prima SchntchrrW, Edamer-, Kahm- and 1022SJ Wegzugshalbec der 2. Stock, 4 Zimmer, eventuell 3, mit allem Zubehör zu vermiethen. Lange, Ecke Sicher- und Wolfftr. un8 st,,. *51^ d,r 8,,n» » ' W btr bk 150000 . »«IM einet 1Nl her $„i, ®1 tipfml tnirb -J” 9*«UW ;* *n -°i , Dmoivars, Rnb {f{# ®oa6ttnimtnti. b und ton bleien |n b«ühten ru,fische » bmalt, find wch Tavzelt wird die RqM Mtlliovell gelegt, lt9tn dürste, welche dr» Staat avd deffev dtt^lldllsirie bemetlt, die sabrikwäbige H«. >i4 etwa jür 20 Mill., 6 Mill. Leder pretn- isev, daß der rusche c von ihm zo glauben sondern die ihm im nicht anSzw oocher deutsche Bau« ünnstande dir ftenut >eu lriurw eigentliche: en gemachten MG neu in kerlin. ®it dl die „Bohemia", dir | tu selbstständig durch» i 1 Erwerbe oachMheo, irgend einer anderen uf Schritt und Tritt n. Ihr Leiden 6p Id Zimmer wiether von vornherein mit dah «an an Damen lissrn drmWgrudui \tooxl stcheu. W W btt bü ihtet Vüihin dar Grschast, in dm on ihrer Wohnung liegt, im Hin- und MW n. In vielen Berlin« sseren, »üd an allein- lbrricht/ und möglichtuZadrii-S^ ttheit austtetruden und en Männer otionen, die ausMv „ifofpitMblitW, dm leambltl!«!'1*' .{hrtficrW«®5’1' bin uib M« ö«°M' „anlitoi!» S'®1"' ' «w!M M * „ grohorligrn 8« " n sh w v”' «'M MB ocalitäten.«'»'«* 9(, t. ßeiteoeici^ sLs ____Der Vorstand. xxxxxxxxxxxxv xxxxxxxxxxxx ,assuv^' 8550] Im Nebenhause Äatbttrgtt« strahr 18 ist eine kleine Wobnung an ruhige Familie alsbald zu vermi t en 9^38 Kleine Wohnung im tttebenhauS an ruhige Familie ,u v-'miethrn. Näheres S-ltersweg 12.__________ 94041 Schöne Fam'Penwohn (> Z«mm. mitZub.)ps. zuoerm Wttbeemstr 8 Gl. ^286] 2. Stock, best. aus 6 wimmern, Küche, 2 bis 3 Kammern, 2 Kellern und (Sartenantheil, bis zum 1 Februar evtl, auch früher zu vermiethen Loderst aße 10. Zu erfragen LSberllr 11- >________ 10305] SchS«« Wohaang von drei Z'mmern nebst Küche mit Wasserleitung, abgeschl. Corridor, Mansard.n,immer und Bleichplatz zu vermiethen Wetzsteinftraße 44. BENEDICTINE de F ABB AYE de FECAMP (Seine-Inferieure) Frankreich. Der beete aller Liquevire, Man verlange immer am Fusse jeder Flasche die viereckige Etiquette mit der Unterschrift des General- irectors: /y Commis gesucht für eine Großhandlung Schi-iftliche Offerten unter W. 10232 an die Ex- pedition dieses Blattes- ________________ 1027 ] Schirkmachergefelle« für sofo t gesucht bei Karl Müller, ßiebtaflrafte 64 Cafe Ebe^ Frische Sendung Münchener Hofbräu eingetroffen. Al'ch wird dasselbe in Flaschen und _________Gebinden abgegeben. 9987 Gebrannter Kaffee (Melange) per Pfand 90 Pfg.» k. ästig und rein schmeckend, bei Abnahme von 9 Pfund unter Nachnahme. 9654 Andreas Wülfers, _______Bremen.________ Kieler Bücklinge, RollmSptr, Bt-marckhüri«ge, Bratschellfische, »ariairte Häringe, Sardine«, Sardelle«, sowie sonstige Ftschmarinaten Hiermit bringe ich die bekannten Marken von flcheller’s ßognac (preisgekrönt) 10251 in Vi, Ve und i/< Flaschen in empfehlende Erinnerung. W. K i I b i n g e r, Lörveu-Drogerie, Gleesen, Seltersweg 58. h 047] Asterweg, Neubau, sind zwei Logis, je 4 Zimmer, zu verm-; gleich be- ziehbar. W. Schäfer, Nordanlage, 6375] Paffend für einzelnen Herrn oder Dam^ drei ineinandergehende, schöne Zimmer im ersten Stock zu vermiethen. _______________LndwigSplatz 14. 5945] Marburgerstr. 9r Wohnung von 9 Zimmern mit allem Zubehör und Garten zu vermiethen. Näheres daselbst 2. Stock._____________ 1U229J Schönes Logis von 7 Zimm mit Badeeinrichtung und allem Zubehör per 1. April zu vermiethen. Näheres Neuenweg 89 II, vis-ä-vis des früheren Lchüler'schen Garten. ?ogis su vermiethen. 8917 S. Elsoffer, Marktstr- 27. 9673] Schöne Mansardenwohnung, bestehend auS 5 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör, an ruhige Leute per sofort zu vermiethen- Näheres __________Srünbergerst«. 48, II. 10019] Logis, 4 Zimmer und Zu» behör. Söthevr. zu vermiethen. _____________L. Huh« Bleichstr, tg. 10048, b auch 6 große Zimmer mit Zubehör, neu hergerichlet, sowie 3 um möblirte Zimmer Bah«hofstratze 54 zu vermiethen__________________________ 10029] 3 Zimmer mit Zubehör und großer Werkstatt Grünbergerstraße 3 zu vermiethen. 4509] Ste1«str. 19 ist die Mansarde mit 6 Zimmern, 2 Küchen, allem Zubehör und GartenantheU, zusammen oder ge; trennt zu 2 Wohnungen, per sofort zu verm. ««dr E«ler. Steinstr 11,11. t>695j Der 1. Stock meines Hauses (7 Zimmer) nebst Zubehör ist per sofort zu vermiethen. W. Becker, Photograph, Bahnhofstr. 7922] Ja «einem neue« Ha«se Licherstraste 2 ist der 2. Stock, vier Ztnmrer, per sofort z« verm. Schäler. 10262] Wegzugshalber ist das von Herrn Zahlmeister Faulstich bewohnte Logi« bis zum 1- December zu oer« mirthen Jaeod Roastadt, Nebenbau Germania. 1( 382] Moltkestr. 2 ist eine Wohn» ung von 3 Zimmern, Küche und Zu- behör per Mitte December zu ermiethen. 10408] BersttzungShalber Logis zu vermiethen. Näheres bei _______I. Der«, Fcankfurterstraße 86. U 390] Neustadt 48 Logis, bestehend auS 3 Zimmern mit Zubehör, sofort zu vermiethen.___________________ 10328] Ein neu hergerichieteS freundliches FamUienlogis per sofort zu vermiethen.______________Neustadt 28. 10281] 3-Zimmerwobnung mit Zu» bebör zu vermiethen Kirchenplatz 18. 1021b] Wegen Wegzug der Frau Bärrn ist deren Logis zu vermiethen. Näheres _______________Wallthorstratze 18. 10018] Schöne 4 - Ztrnrnerwohnung per sofort zu vermiethen ______Ara«kfurterstratze 48, pari. 7759] vahnhofstr. 51 H 2 Zimmer eventl. 1 Zimmer u' d Küche zu verm 7419] Der mittlere Stock meines Hauses, 5 Zimmer nebst Zubehör, per sofort zu vermiethen. _______«devd. Metzger, Neustadt 8. 8974] Möblirte Zimmer zu oer- mieihen._________________Vevgstr. 17. 10264] 2 iuet«a«dergeheuoeKrout- zimmer, mSdlirt oder u«mSbltrt, zu vermiethen. Marktplatz 17. 8537] BahNhofstr. 68 1V ]find 2 schöne unmöblirte Zimmer per soforr oder später zu öcrmietben. ________________«ilh. Neider. 9895] Ein möbl. Zimmer zu verm- MontanuS Wwe.« Marktstr- 34. 9846] Zwei ineiuandergehcnde möbl. Zimmer mit zwei Betten zu vermiethen. __________________Kirchenplatz 8. 102'6] Ein möblirteS Zimmer, mit oder ohne Cabinet, zu vermiethen _____________Rodheimerstratze 6. 8657] Ein möbUrteS Zimmer mit oder ohne Cabinet sofort zu vermiethen. __«arttplatz 9. 9867] Ein freundlich möblirtes Zimmer zu vermiethen. Wo? sagt die Exoedition d. Bl_______ 7974] Em schöner Laden in guter Lage zu vermiethen. Auf Wunsch können LogiS, Lagerraum, Werkstätte rc- dazugegeben werden- Näheres in der Exped. d. Bl. 9834] Laden in erster Lage der Stadt zu vermiethen. Näheres im Vermittelungtz- bureau Hartung, KoplanSgaffe- 10432] Kleine Wohnung vrand gaffe 5 an ruhige Leute sofort zu ver- mieiben-__________________K. Loth. 10438] n IctneS LogiS zu vermiethen. ______________«odheimerstr. 56. 10417] Kleine Wohnung zu oer- miethen.____________LSwengasse 80. 9)25] 6 Zimmerwohnung mit allem Zubehör, Neubau, Mitte der Stadt, zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d Bl. N U DOM1 JL RSalton-MnilCt! ßin durch die Hteinßeit der Darliessung und den hohen WaszertraclgehaN ausgezeichneter und höchlt bekömmlicher Stärkungswein aus Walz. 10377 — Höchste Anerkennungen ! — Aeverass zu staben in den durch Plakat kenntlich gemachten ^erkauisstessen. — Höchste Auszeichnungen! — 10380) Braves Mädchen, welches anj gehend kochen kann, oder daS Kochen noch weiter; erlernen will, auch Lehr. Mädchen, wird zum 26. November gesucht. 8. Gpvd, Hessischer Hof. Eine Köchin wird gesucht für die valser'sche Stift' «na, Wtlhelmftr. 10.10360 10426] Solide Lauffrau zum Instand« halten der Wohnung für alleinstehenden Herrn gesucht. Offerten unt. X. X. 10426 an bie Expedition d. Bl. _______ Zu verkaufen. 10394] Alte Violine billig zu ver» kaufen. «Sthesiratze 46, AtelterhauS. 10388] Gopha, gut erhalten, zu verkaufen._______________«öihesir. SS. 10267] Reine Harzer Kanarienvögel zu verkaufen. Renenweg S, Hl. c3 Amlt Laden Waüthorstr. 18 kS^^HHSbMia zu verkaufen- In Folge Lage und Einrichtung eignet sich dasselbe besonders für Gchtt-urache*, Buchbinder, Uhrmacher und der« aleichen Geschäftsleute, die neben dem Laden ein Helles Arbeitszimmer bedürfen. 13000 Mk. auf erste Hypothek zu vergeben. 10378 Wo? sagt die Expedition d- Bl- 10317] Student J 61 steh b-, SRtte *■ '^gangen s mun«a. ts ^"tgt war, ;en- weangs, 3 ^Srathe in« W« J* ,l0l8 «(!# btefer 1 ans eJ*en toi,, ®"'l