1SW 'fischen Bedarf. Ung Wellung von Wauen. agen. chbinderei lIVMOplM». w zsHiusmittetbeliHw «kannte Knutgedeihl it. nicht zu verwechseln , Lu ftrüli rtn-( Brtm- llthma, ^themnotk ;t, namentlich aber der ange u. bereite sich den i Wvidemann. Liegen u.Attesfengritle. Wagen, z°>" K»»f Hess. WöteÄ i. * 1.60, 1.70 6« rv- ** c 1897. SS# ierrentt io3.jo fair 22.60 93.20 1887 37.1fr w-DßS w M lOtfiO [gib. O*- ji. 0.00 )L .hl906 10L- & 1702» ", 116* 308 fr» lcti» #tr. 215 Erstes Blatt Dienstag dm 14. September Der Gießener «Anzeiger erscheint täglich, «it Ausnahme des Montags. . Di« Gießener Aamitieuötälter «erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger. Vierteljährig«' Avounemenlspretsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog«, 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Txpeditio« und Druckerei: Schutstraße Ar.7» Fernsprecher 51. Amts- und Zlnzeigebl^tt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamikienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehme» * 1 Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- mtgeg*. Deutschland und Oesterreich. Unmittelbar nach dem Besuche des italienischen Königs» tzaare« hat sich Kaiser Wilhelm nach Ungarn Begeben, um an den Mauövern der österreichisch-ungarischen Armee theil» zuuehmen. Am Sonntag Nachmittag ist er in Totts ein- getroffen, vom Kaiser Franz Josef und den Großwürden- trägem der befreundeten Monarchen auf daS Herzlichste empfangen worden. Immer inniger gestaltet sich die Freund» schäft, welche die beiden Herrscher verbindet, und mit immer größerer Zuversicht darf man sich der Hoffnung htngeben, daß die guten Beziehungen zwls^en unS und Oesterreich- Ungarn dauernd die gleichen bleiben werden. Man kann es als ein Meisterstück der Btsmarck'schen Diplomatie ansehen, daß er trotz der tiefen Vertrimmung, welche die beiden Länder trennte, trotz deS Mißtrauens, welches zwischen ihnen herrschte, die Jntereffen dieser Völker so eng verknüpfte. Wir wissen heute, daß er schon beim Abschluß des Friedens von Nicols- bürg darauf Rücksicht nahm, nicht gänzlich daS Band mit Oesterreich zu zerschneiden und eine Brücke zu lasten für die Anbahnung guter Beziehungen. DaS ganze Jntereffe unserer politischen Welt richtete sich damals auf den Kaiserstaat an der Donau, und vielleicht hat die Vernachlässigung, welche nothgedrungen dadurch die Pflege unseres Verhältnisses zu Rußland erfuhr, dazu beigetragcn, daß eine Erkaltung der Freundschaft zwischen Berlin und Petersburg eintrat. Und wie sehr Fürst Bismarck in seinen Bestrebungen durch Kaiser Wilhelm I. unterstützt wurde, ist aller Welt bekannt. Die Reise deS greisen Monarchen nach Oesterreich, sein fast all jährlicher Aufenthalt in Gastein haben nicht wenig dazu bei« getragen, die Politik Bismarcks zu fördern. Bei der oft gebotenen mündlichen Aussprache zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef konnten leicht alle noch bestehenden Differenzen ausgeglichen werden, insbesondere seit dem Jahre 1871, alS Graf Beust nicht mehr an der Spitze der öfter» retchischen auswärtigen Politik stand. Auch unser jetziger Kaiser läßt sich die Pflege guter Beziehungen zu Oesterreich angelegen sein- er sucht und findet die Gelegenheit, häufig mit Kaiser Franz Josef zu» sammeuzutreffen und Gruß und Handschlag mit ihm auSzu- tauschen. Noch nie hat während seiner Regierung eine ernste Differenz da» Berhältniß der beiden Länder zu einander zu trüben vermocht. DaS zeigte sich in anderer Zett zur Evidenz, alS durch die sogen. Hamburger Enthüllungen die Thatsache zur öffentlichen Kenntniß kam, daß Deutschland bis zum Jahre 1890 neben dem Drribundvertrage ein besonderes Abkommen mit Rußland getroffen hatte, welches den beiden anderen Vertragsmächten nicht bekannt war. Wohl machte sich anfangs in der österreichischen Preffe eine leichte Verstimmung bemerkbar, aber diese war nur vorüber» gehender Natur, und daS Verhältniß zwischen den beiden Regierungen blieb ungetrübt. Der diesmaligen Reise Kaiser Wilhelms nach Ungarn legt man neuerdings eine besondere Bedeutung bei, da eben erst daS Zusammentreffen mit König Humbert ftattgefunden hat. Wir haben schon bet Besprechung der Ankunft deS letzteren in Homburg darauf htngewtesen, daß die Dretbund- mächte unter allen Umständen Stellung nehmen müffeu zu der in Peterhof verbündeten Allianz zwischen Rußland und Frankreich. Kaiser Wilhelm wird auch in der Lage sein, die bündigsten Versicherungen der BundeStreue Italiens zu überbringen, an der vielleicht gerade in Oesterreich einiger Zweifel entstanden war. Bekanntlich hat unser Kaiser schon öfter den Vermittler zwischen den beiden andern Dreibund» staaten machen müffeu, da insbesondere die Beziehungen zwischen Hofburg und Quirinal nicht so herzliche find, wie efl sein sollte. Noch immer hat Kaiser Franz Joseph auS Rücksicht auf den Vatican den schuldigen Gegenbesuch am italienischen Hofe nicht gemacht. AlS Kaiser Wilhelm im vorigen Jahre mit König Humbert zusammengetroffen war, begab er sich direct nach Wien, und heute, wo er denBcsuch des italienischen Herrschers entgegengenommen hat, eilt er wiederum zum Kaiser Franz Josef. Daß dies nur dazu beitragen kann, daS Verhältniß zwischen den Dreibundstaaten zu festigen, liegt auf der Hand. Auch wir begleiten den Kaiser in der frohen Hoffnung nach Ungarn, daß daS Friedens» werk damit eine neue Kräftigung erhält. (xx) Deutscher Reich. Darmstadt, 11. September. Die in Deutschland vielfach gehegte Auffaffung, daß bet Träger deS Dreibunds- gedankenS in Italien König Humbert selbst ist, wird nun auch von dem „Figaro" bestätigt. Diese» Blatt entschuldigt das Ministerium gegen Angriffe, daß eS die Reise nach Homburg zugelaffen habe. Der „Figaro" will daraus nicht ge folgert wissen, daß der Marchese di Rudini ein aufrichtiger Anhänger deS Dreibundes geworden sei, vielmehr habe Rudini nur dem ausdrücklichen Willen des König» sich nicht widersetzen können und wollen. Man müffe berücksichtigen, daß König Humbert seine eigene Politik mache. Die politischen Auffaffungen, die der König habe, seien am entschiedensten von Crispr, wenn auch vielleicht mit einiger Uebertreibung, so doch mit großer Treue in die Wirklichkeit übertragen worden. Der „Figaro" gibt damit also zu, daß König Humbert persönlich ein überzeugter Anhänger deS Dreibundes sei. Wenn er trotzdem weiterhin sagt, daß Radint „durch einen Wirbelwind von Jntrigue, Lüge und Vorurtheil dorthin getrieben worden sei, wo er nicht hätte hingetrieben werden wollen", so liegt im Zusammenhänge mit dem Borangegangenen in diesem Satze eine grobe Beleidigung deS Königs Humbert. Wenn sich das französische Blatt der französischen Gerechtigkeit«» liebe rühmt, weil die Franzosen den Marchese di Rudini nicht angriffen, trotzdem er die Reise nach Homburg zuge- laffen habe, so liegt der einfache Grund für dieses Wohlwollen darin, daß man den für franzosenfreundlich gehaltenen Minister gern unterstützen will. Die von den Franzosen selbst aber zugegebene Dreibundstreue de» italienischen Königs ist die beste Garantie dafür, daß die Hoffnungen der Franzosen auf einen Abfall Italiens vom Dreibünde sich nicht sobald erfüllen werden. Darmstadt, 11. September. Der „Darmft. Ztg." zufolge treffen der Kaiser und die Kaiserin von Rußland bereits am 1. October hier ein. Berlin, 11. September. Die „Berl. Corresp." schreibt: Anläßlich der Eisenbahnunfälle wird die Behauptung aufgestelll, daß die Zahl der im äußeren Betriebe beschäftigten Bediensteten zu knapp sei und die Dienstdauer eine zu große sei. Dies beruht aber anscheinend auf der irrigen Annahme, daß die 1895 eingetretene Personalvermtnderung auf die Betriebsbeamten sich beziehe - vielmehr find Personal- Verminderungen lediglich im inneren Verwaltungsdienst vorgenommen worden. Dagegen sind im äußeren Betriebsdienst dem Personal durch abgekürzte Dienstdauer und Vermehrung stete Erleichterungen gewährt worden. Zu diesem Zwecke find seit 1892 acht Millionen mehr aufgewandt. Bei Verstaatlichung der Hessischen LudwtgSbahn sind 365 Bedienstete mehr angestellt worden. Bei jedem E'.senbahnunfall werden Dienst- und Rubezeit der betheiligten Bediensteten untersucht und darüber an den Minister und an daS ReichSeisenbahnamt berichtet. Durch die Untersuchungen bei denjenigen Unfällen der letzteren Zeit, die auf Pflichtversäumniß Bediensteter zurückgeführt werden können, ist feftgestrllt, daß die in Betracht kommenden Beamten nach 8 bis 18 Stunden Ruhe zur Zeit des Unfalls sich keineswegs langer als 4 Stunden im Dienste befanden. Neuerdings ist eine Commission eingesetzt, die auch die Zahl, Dienfteintheilung und Dienstdauer der Beamten des äußeren Dienstes eingehend prüft. Wildparkstation, 12. September. Ihre Majestät die Kaiserin ist mittels Sonderzugeö gegen 8 Uhr auS Homburg v. d. H. hier etngetroffeu und auf dem Bahnhofe von den kaiserlichen Prinzen Adalbert, August und Oscar empfangen worden. Nach kurzem Aufenthalt begab sich Ihre Majestät mit den Prinzen nach dem Neuen Palais. Frankfurt a. M., 11. September. Wie die „Franks. Zeitung" berichtet, hat dem Frankfurt-Homburger Personenzug gestern Abend vor der Station Bockenhelm ein Zusammenstoß mit einer Maschine gedroht. Den Stationsbeamten gelang eß, durch Rufe und Zeichen den Zugführer auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Die Bremse functionirte vorzüglich. Homburg v. d. H., 11. September. Der König von Italien hat 2000 Mk. für die hiesigen Polizeibeamten gespendet. Köln, 11. September. Die „Köln. Ztg." schreibt zu den letzten Eisenbahn-Unfällen: Abgesehen von dem vielfach im Betrieb verwandten schlechten Material, wodurch eine Anzahl der letzten Unfälle veranlaßt wurde, sind die Bahnhofs» und Geleisverhältniffe im weiten rheinisch-westfälischen Jndustriebezirk durchgängig unzureichend und theilweise geradezu trostlos, so baß „kleine" Mittel nicht ausreichen. Das Blatt fordert gebieterisch anstatt der allgemein gehaltenen Anmerkung der „Nordd. Allg. Ztg." bei den nicht wegzu» leugnenden Mißverhältnissen eine große That, umfassende, gründlich schöpferische Arbeiten, sowie ein möglichst schnelles Vorwärtsgehen der Eisenbahnverwaltungen. Dresden, 11. September. Der König Albert von Sachsen ist heute früh, von Homburg kommend, in Niedersedlitz eingetroffen und hat sich von dort nach Pillnitz begeben. Leipzig, 10. September. Die für nächsten Sonntag g.'plante Fahrt hiesiger Studenten nach Eger unterbleibt infolge allseitiger Warnungen. Sie gilt al» aufgeschoben bi« zu den Leipziger Schlachttagen (16.—19. Oct.), ist übrigen» aber durchaus nicht als eine allgemeine Angelegenheit der hiesigen Studentenschaft aufzufaffen. Arrrlarrd. Rom, 11. September. Menotti Garibaldi erhielt einen Drohbrief, sofort nach Empfang de» Briefes an einen in demselben angegebenen Ort 100,000 Lire zu senden, da ihn sonst die Anarchisten töoten würden. Der Briefschretber befindet sich bereit» in den Händen der Polizei. Moskau, 11. Septmber. Ein aus JaroSlaw kommender Personenzug lief mit solcher Wucht in den hiesigen Bahnhof ein, daß er einen auf dem EmpfangSgeleise stehenden leeren Gepäckwagen zertrümmerte und die Locomotive sich in die Wand deS Stationsgebäudes hineinbohrte. Der auf die Locomotive folgende Gepäckwagen wurde zertrümmert und ein in diesem Wagen befindlicher Bahnbediensteter aus den Tender geschleudert. Ein Personenwagen wurde theilweise zerstört und neun Passagiere verwundet, darunter zwei schwer. Wolff« telegraphische« Correspoudenr-Bure«. Wien, 12. September. Se. Majestät der deutsche Kaiser traf heute Mittag 12 Uhr auf der Staatsbahnstation Hütteldorf bei Wien ein und setzte nach einem Aufenthalt von wenigen Minuten die Reise auf der Verbindungsbahn nach dem Wiener Südbahnhofe fort, von wo er 12 Uhr 20 Min. mittelst eines Hof-SeparatzugeS nach TotiS wetterfuhr. Der kaiserliche Botschafter Graf zu Eulenburg hat sich hier dem Allerhöchsten Gefolge angeschloffen. Wien, 12. September. Anknüpfrnd an die Ankunft de» deutschen Kaisers auf österreichischem Boden sagt da« „Fremdenblatt": Die Völker Oesterreich-Ungarn« fügen mit froher Genugthunng diesen Besuch als jüngste« Glied in die Reihe der Begegnungen zwischen den beiden eng verbündeten und befreundeten Herrschern ein und begrüßen den erlauchten Gast deS Kaisers Franz Josef mit aufrichtiger Freude und Verehrung. Budapest, 12. September. Sämmtliche Blätter ohne Unterschied der Parteistellung bringen anläßlich der Ankunft Sr. Majestät de» Kaisers Wilhelm in Ungarn schwung- volle Leitartikel. „Pester Lloyd" ruft dem deutschen Kaiser „Heil!" zu und fährt dann fort: „Von den Karpathen biß zur Adria fliegen ihm die herzlichsten Willkommgrüße entgegen, sie gelten wohl in erster Reihe dem Gaste unseres König«, gesteigert werden diese Sympathten aber auch noch durch das lebhafte Jntereffe, welche« hier zu Lande bereits seit geraumer Zeit der kraftvollen, durchaus originellen Persönlichkeit des deutschen Kaisers entgegengebracht wird." — „Nemzet" schreibt: „Der Besuch de« deutschen Kaiser« eröffnet die Aussicht, daß die Homburger Kundgebungen über den Dreibund auf ungarischem Boden einen nachdrucksvollen Abschluß finden werden. Wir haben daher allen Grund, die Ankunft Sr. Majestät de« Kaisers Wilhelm für ein ebenso erfreuliches als wichtiges Ereigniß zu begrüßen." — „Pesti Naplo" führt aus, der deutsche Kaiser könne Überzeugt sein, daß die Begeisterung, mit der er überall in Ungarn empfangen wird, keiner vorübergehenden Laune entspringt, sondern daß diese Begeisterung der ernste Ausdruck der Ueberzeugung einer in politischen Kämpfen gestählten Nation ist, welche erkannte, daß daS Bündviß mit Deutschland ein für beide Theile sehr ersprießliches Gebot politischer Klugheit sei. Ungarn ist e» besonders ftetß im Bewußtsein, daß bet der Aufrechterhaltung dieses Bündnisses starke Entschlossenheit der ungarischen Nation sowohl jetzt al« in Zukunft der unerläßlichste Factor ist. — Der „EgyrterteS" schreibt: „Mit aufrichtiger Herzlichkeit und mit Wärme, welche baß Merkmal unserer Na'.ion ist, wenn sie weiß, wofür fie sich begeistert, müssen wir den deutschen Kaiser überall auf ungarischem Boden, ganz besonder« aber in Budapest empfangen." — Auch alle Übrigen Blätter besprechen in diesem Tone den bevorstehenden Besuch Sr. Majestät des deutschen Kaisers. Depeschen de« Bure« „Herold.* Berlin, 12 September. Der Kai ser hat angeordnet, daß die Marineschule eine mehr selbstständige Stellung erhält. An ihre Spitze tritt der vom Kaiser zu ernennende Director. Berlin, 12. September. Zur Feier de« 125j ährt gen Bestehens des Grenadter-Regiments 1, west- preußischrs Nr. 6, wird der Kaiser am 14. October in Posen eintreffen. Beginn des Feuerwerks anzeigend. Die Glanznummer deS- •iefce#, den 13. September. ein. bürgerwetster Gnauth befanden, zum Ausdruck, sowie in den vielen während des Diners ausgebrachten Toasten und Ansprachen. Während die Tafelmusik von der Bauer'schen Capelle ausgeführt wurde, hatte die zweite sich im Zuge befindliche Capelle auf dem Musikpavillon zwischen den zwei errichteten Tanzböden Platz genommen und lud durch ihre munteren Weisen zum Tanze ein, welchem sich auch Alt und Jung tu vollstem Maße hingab. Bet etnbrechender Dunkelheit wurde der ganze weite Platz, sowie die Hallen und Tanzböden durch rundum aufgehängte Lampions erhellt, was selben bildete das in rothem und blauem Lichte erstrahlende Bergmannszeichen, zwei gekreuzte Hämmer, mit darunter befindlicher 40, welches von allen Setten durch Kanonenfeuer aus christlichen und muhamedantschen eingeborenen Notabeln | ^^ge^ auf steigende Raketen bemerkbar, damit den bestehenden Regierung gestellt werden. — Große Aufregung Ä v "" verursacht in Athen die fortgesetzte Verwehrung der türkischen Truppen tu Thessalien. o r , VM|>. WW||V VfcW J I uachrichteu sind heute keine publicirt worden. waS darauf Abzüge der türkischen Truppen unter die Verwaltung einer I aufgenommenen Theaterstück machte sich Herr Bourgeois I schließen läßt, daß man bei den Wafierbauämtern streng auf x...ca-i s.. ‘ " *“ 1 Einhaltung der Sonntagsruhe bedacht ist. I schloffen. An der Wohnung bei Herrn PaScoe angelangt, wurde dieser in dem im Zuge »itgeführtev, mit Gutrlaudeu und Fahnen geschmückten Galawagen nach dem Festplatz geleitet, wo nach Ankunft auch der übrigen Famtlien-Angehörigen und geladenen Gäste Herr Pfarrer vr. Naumann die Festrede hielt. Derselbe führte u. A. aal, wie Herrn PaScoe im jugendlichen Alter von 22 Jahren durch daS Vertrauen des Besitzer! die Leitung des Bergwerks übertragen wurde und wie unter seiner umsichtigen Leitung eine fortdauernde Hebung des Bergwerks zu verzeichnen fei, so daß sich der Betrieb heute vervierfacht habe. Aber auch für seine Untergebenen sorgt derselbe in weitgehendster »eise. Redner gedachte der vielen WohlfahrtSeinrichtungev, um hierdurch nach- zuwetsen, wie eS den vorzüglichen Charactereigenschaften deS Herrn PaScoe entspricht, in der Zufriedenheit seiner Arbeiter die eigene Glückseligkeit zu finden. Sein „Glück auf!" für daS ungetrübte Fortbestehen der herzlichen Beziehungen der Arbeiter zum Vorgesetzten brachte Redner zum Ausdruck in einem von allen Anwesenden aufgenommenen brausenden Hoch auf den Jnbilar. Für die Familien-Aogehörtgen, Beamten deS Bergwerks und die eingeladeneu Gäste fand nun Esten statt in der aufs Prachtvollste mit Fahnen, Blattpflanzen, bergmännischen Decoratiooeu rc. geschmückten vorderen Halle, einem Meisterwerk deS Architecten Hamann, welche viel bewundert wurde, während die Arbeiter und deren Frauen, Bräute, Schwestern rc., ebenso sämmtliche Invaliden und Wittwen in der unteren Halle mit Kaffee und Kuchen, Wurst, Brod und Bier reichlich bewirthet wurden. Welcher Hochachtung und Verehrung sich Herr PaScoe erfreut, kam in den in großer Anzahl etugelaufeneu Telegrammen und Glückwunschschreiben, worunter sich auch solche von Herrn Proviozial- dtrektor Geheimerath Freiherr v. Gagern und Herrn Ober- Athen. 12. September. Der Präsident der kretenfischen Nationalversammlung, Beuizelo, welcher hier eingetroffeu ist, erklärt die Meldung, nach welcher die kretenfischen Christen den Sultan gebeten haben sollen, unter türkischer Herrschaft verbleiben zu dürfen, für erfunden. Die kretenfischen Christen beständen vielmehr auf gänzlicher Loslösung von der Türkei und fall! dies vorläufig nicht wög- lich, auf vollständiger Autonomie unter der Garantie der . , - - - . Großmächte. Bentzelo behauptet, die Insel müsse nach dem etncn imposanten Anblick gewährte und nach einem beifällig * Bingerbrück, 12. September. Im hiesigen Bahnhof- rahon erfolgte heute Nacht gegen l/fl Uhr ein Zusammen- stoß zwischen der auswechselnden Maschine eines Eilgüter- zugeS und dem von Coblenz kommenden gemischten Zuge 559. Der Anprall fand unmittelbar vor dem Weichenthurm an dem Kreuzbach statt und war von enormer Wirkung, da ca. 50 beladene Güterwagen am Ende des gemischten Zuges auf den vorderen Zugtheil drückten und diesen zertrümmerten. Die Maschine nebst Tender, der Packwagen, drei Personenwagen und eine Anzahl Güterwagen deS gemischten Zages sprangen auS den Schienen, stürzten zum Thetl um und wurden demoltrt, während die leer laufende Maschine deS Etlzuges weniger schwere Beschädigungen erlitten hat. In einem Personenwagen vierter Klaffe — der Zug befördert auch Paffagtere — saßen acht Personen, ein Ehepaar mir drei Kindern, ein junges Mädchen, ein Reservist und ein Bremser. Wie durch ein Wunder kamen alle diese Insassen ohne größere Beschädigungen davon- einige sollen nur ganz unerheblich verletzt sein, obwohl gerade dieser W 16.16 Kein 3283 Kein 101 60 li 0.60 Ein in jeder Art Arbeit gemonbkr zu- Deriaffifler und erfahrener, 32jäbriaer Mann (nebenbei geprüfter Heizer) 8 Jahre P xl,0rf?nyßtcr Stellung, oorzügl empf. iumt alsbald anderweitige beliebige Stelle. Gefl. Off, a. d. Exp d. Bl. u A. F. 8478 844öj Gestohlen am 3l. August ein ,me[6 mit braunem Ab m?«.m6. September, «dendb ’/.O Uhr. Wichtige Berathung. 8^54 Hauptagentur. Eine filtere, deutsche Lebensversicherungsanstalt ist durch das Ableben ihrcs seitherigen Haupt- ogemen, bet die Vertretung sechzehn Jahre lang innehatte, in die Noth, wendigkett versetzt worben, ihre Hauptagentur mit g öfterem Jncasso für Gießen neu besitzen zu müssen. Die betreffende Anstalt reflectirt auf einen in geordneten Vermögen?, oertfiltniffen lebenden Herrn, der auch geeignet ist, neben der Bc- ferpung de 8 Jncasies neue Ge fajfifte gegen Hobe Provision ab- zuschließe". Oualisicirte Bewerber belieben Offerte unter Nr. 8451 an die Expedition dieses Blattes einzureichen. «451 Section Oberhessen befi 3>. u. He. Akpenvereins. Monatsversammlung Mittwoch, 15. Sept., 9 Uhr Abbs., VereinAlocat «aiserhof Tagesordnung: öett inSangelegenheiten. Bortrog: Touren in tzüdtyroi. Ballotage über neu anzurehmende Mit- _____________ glieder.____ 8481 rrn.öni f.-in ."tiirddi A. tzcheyd«) xn Siktzrn J»ie öeufifle TUtmmer umsaßt 6 Kcite» Frenz. Banknoten Oesterr. bto. Amertc. wird sich für Kinder so zuträglich erweisen, wie Hoheulohe’sche Hafer- Flocken in plombirten gelben Packeten ä V8 und >/, kg, enthaltend Rezepte vom Fürstl Mundkoch über 21 verschiedene Zubereitungsarten Sie schmecken delicat, wind rasch zubereitet, leicht verdaulich u. doch billig Niederlagen durch Placate kenntlich. MMiar-NMigerluig. Mittwoch, den 15. d. M., Nachmittags V/2 Uhr au- fangeud, werden Weferftratze Nr. .3, III, dahier nachverzeichnete Gegenstände gegen gleich baare Zahlung versteigert: Verschiede ne Tische,runde und viereckige, 12 Rohr- stühle, Kleiderschränke, Küchenschrank mit (tzlas aussatz, Commode,2opha, Waschschränkchen vollständige Betten, darunter 2 Kinderbetten, Haus- und Küchengeräthe aller Art. 8470 3 A.: Schneider. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser innigst. geliebtes Söhnchen Heinrich gestern Abend */,6 Uhr im zarten Alter von einem Jahr und vier Monaten von seinem kurzen, aber schweren Leiden zu erlösen und zu sich zu rufen. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Ettern Heinrich Arnold und Frau, geb. Welker. Der slereiü jur Züchtung reiner Hnnderassku iu Gießen sucht 3 bis 4 Füchse, mindestens 1 Jahr alt, zu kaufen Off mit Breis an d Erped d. Bl 8467 „ 8181 3. 3R. Schurhof, Colonialwaaren- und Dettcat.ffenhdlg. Original-fflfischchen No. 0 — 35 Gramm werden ,u 25 No. 1 — 70 Gramm — 120 Gramm zu 70 H mit Maggi'8 Suvvenwür»? nnrfwfflnt $vT®nheit»stenograpbie (SystemBabelsberger) beginnt unter Leitung de» Herrn Lehrer Schleckt weg: Donnerstag den 23. September 1897, AbdS. Va9 U^r Anmeldungen nehmen die Ferber'scke und die Ricker'sche Buch Handlung entgegen. 8453 Der Vorstand des Babelsberger Lteuographeu-Bereius: Ehr. Al back, Realgymnasiallehrer, Nenn stiel, cand. math , L Vorsitzender. l. Schriftführer. M i- — • > 2® CM K-p-?’ 2 3 w » B ® ® 1886 5®0014 SUmb. Smltnb. 051. Jtal. staatsgar. Lifmb. 58.45 14 Buderu« Obi. 3'/, Frankstr.Hyp.Bk.unk.b.1906 101.- 8Vi Frts. H^p. Cred. V. unk. b. 1906 100.10 Couoberioht »n «1» Kurz LÄL 4C®., Giessen, |VennischteAnzeigeJ . ,8r46,®] Bin bereit, nach meiner Rückkehr (Nooemker) aus Brüffel ein- ober zweimal Vormittags Unterricht in engl. unb franz Converfation unb Grammatik 1Uta[I8 stch minbestenS 3 bis 4 Schüler finben. ®. Moinichen. Aliceschule. Institut Bärmann Diirkheim a. H., Rheinpsalz sucht für sofort 3 tüchtige Fehrer für Deutsch und Realien, «euere Sprache« und Raturwiffenschaften. Anfangsgehalt 2400 Mk. Bei sehr guten 8etftungen baldiae Zulage. Keine-Be, schfi'tiguna im Penstonate. Es mögen V rrnut ^LTren mit Facultas für alle Klaffen melden. 8452 2 ® ® ro 8460] Ein FamilttnlogiS zu verm. ____Reuenwea 82. Schön mßbiirte« Zimmer IU wrwktbro._________par, 8<66J Stübchen mit Bett ,u o'erm. ________Maiga fse 11. 8464] Ein Stübchen mit Bett zu ver- wiethen.W«hst,t.,str. 88. o» , trvu, . ' 3,/« Hambrgr.Hyp.Bk unk.b. 1905 101 - ®.unl.b.l906 100.10 3«/, Vreutz Hyp.A.Bk.unk.b. 1905 i01 - 3«/. SiMitfw }2? Jf 3Vi Bomm.Hyp.A.Bk unk.b. 1906 101 - 3/, DeutschcGrdsch.B.unk.b.1906 101.(0 4 Frks.Ldw.CredLSk. unk. b. 1900 102L' 84^,ae ™orfl,n Grummet Zu vergeben. Rüdfame«, Lahrstr. 11. 8476) Eine große, eichene Waschbütte nebst Gestell, sowie versch'edene Möbel wegzugshalber zu verkaufen. _________________walllhorstr 14. Dersteigerung. ^DtenStoq, den 14. September d. I , Nachmittags 2 Ubr, ve,steigere ich Ne^- stadt 56 dahier gegen Baarzablung: 1 V 'in Dutzend Cbristoffle-Eßlöffcl, n fabeln. -M. sser unb .Tdeelöffel, 2. 12 Bfinde BrockhauS Cono.-Lexikov, 1 Photographie - Album, 3 Silber, 6 alte Gew.hre, eine Partie Hüte unb verschiedene Möbel. ^^Versteigerung ad 1 findet bestimmt, ad 2 iheilweise statt. 8479________Vor«, Gericht?oollzieber. __157.00 | Oesterr. Errdtt.U303 12 i — Druck unb Verla, ber P r fl b(’fehen Nn,verürär».«uch. unft~ ■ Bk.-Acttm St baciUn: L. Sdjens.', September 1897. '848. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerz- licbe Mittheilung, daß heute Morgen 8 Uhr mein lieber Mann, unser guter Vater Otto Balzer nach langem, schweren, mit Geduld getragenen Leiden sanft ent- schlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Antonie Balzer, geb. Becker. ®ult .Taurer,^Z» «hr- Hauback. Westanlage. Cm Pferdeknecht 8£(u^ _®»tl Jnghardt II. (Wiener H?f.)^ Pferdeknecht” kann eintreten. [8473) LicherSr. 5. Mu töcht. Kuckurbkitkr auf Werkstätte gesucht von 8486 ___W. Hetz, Brandgaffe 6. -S'HeitzerL'^ __Max »etßbLeker, Gießen, Einen LchiosserHseUen sucht Karl Wtegavb^Löberstr. 5. [8459 2 © ö © m" ® =1*55833 IflAUlf aUam “ jeder WiebireB Schriftart and KarteawrH U I\IT1 QllDn « «Uai<«n Prriaen In der * lull Aul lull Bruhl’schen Univ.-Drockerei (Pietsch AScheyd^; ---—- Sohnlitraia* 7 Ein gut empfohlenlr, gewandter, Nicht 84b2jn6er Geschäftsbursche &^.CfOrSeü ber Ausgänge unb leichten Magazinarbeiten per 14. 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