!S%| e 15 iftnMnx) ent *rt,% NMxit, Y-Ir-,,,,. WWttU.. W^. , 1 el re. WW1«, K-Hs„ e und hochfeuMe m> ^sk;-ßk«r»t, «, Schilfrohr und 482 «rius iltttitt, Fordch kplatten |6 -VE ** . rtikel umrtes AabriKet^ ib Schüssel«, Schstt. chschtratzme« etc., r, lingiifriMt talk LWMUNßk« ni> Lager MMmmDnd ichert I86B. 3==— ft» lecortrt, Mm. Regulir- und , Hoftieferant 1.M, i.ro «b M- «* ht Ute« 86.95 104.30 22 80 95.50 3)50 oooxo 1(2.50 eutenb. D61, , 1905101.- agäs 1897. MrevU -Nate stlrfl»”’1®’ Nr. 189 Erstes Blatt_______Samstag bea 14. August Der Hiehener Anjtiger erscheint täglich, Mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener I>«mitienvtäiter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Meßmer Anzeig er Kenerak-Mnzeiger. 1897 Vierteljähriger Abonaementsprei» r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: -chutstratze Ar.7. Fernsprecher 5^ Amts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. Gratisöeikage: Gießener Jamilienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeg«. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. betreffend die großen Herbstmaoöver 1897. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß bei den diesjährigen großen Herbstmanövern sowohl die preußische wie auch die bayerischen Gendarmerte-Patrouillen auf hessischem Gebiete zu gleichen DtenstauSübungeu befugt find, wie die hessischen Gendarmerie-Patrouillen. Gleichzeitig warnen wir, zur Vermeidung von Flur« schaden hiermit Jedermann vor unbefugtem Betreten aller mit Frucht und sonstiger AuSsaat bestellten Grundstücke, unter dem Bemerken, daß die Gendarmerie, die Polizeidtener und die Feldschützen angewiesen worden find, das Publikum von den Grundstücken fernzuhalten und eventl. zur Anzeige zu bringen. Die Großh. Bürgermeistereien wollen dies ortsüblich bekannt machen laffen. Gießen, den 7. August 1897. Großherzogliches KreiSantt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 7. August 1897. Betr.: Katsermanöver. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen a« die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Während der Katsermanöver wird daS große Haupt- quartier Seiner Majestät des Kaisers in Homburg mit den im Manövergelände befindlichen höheren Commandobehörden durch Feldtelegraphenlinien verbunden werden. Ueberall da, wo solche Leitungen angebracht werden, ist öffentlich bekannt zu machen, daß Beschädigungen derselben mir entsprechender Geldbuße belegt würden. DaS Auffichtspersonal, wie auch die Kreisstraßenwarte, letztere in unserem Namen, sind anzuwetsen, auf den Schutz fraglicher Telegraphenleitungen bedacht zu sein, und eventl. Strafanzeigen zu erheben. v. Gagern. Gießen, den 11. August 1897. Die Gschh. Kreis-Schulcommisßon Gieße« »ti die Schulvorstände und Bürgermeiftereieu des Kreises. Wir beauftragen Sie, die Schuloerwalter Ihrer Gemeinden von nachstehender Bekanntmachung Kenntniß zu geben Fruilleton. Modernr Ilsdtrbilder. Leipzig. Reisebrief für den „Gießener Anzeiger". (Nachdruck verboten.) M. „Leipzig ruft dem Beschauer keine alterthümliche Zeit zurück/ es ist eine neue, kurz vergangene, von Handels- .hätigkeit, Wohlhabenheit, Reichthum zeugende Epoche, die fich uns in diesen Denkmalen anküodet. Ganz nach meinem Sinn waren die mir ungeheuer scheinenden Gebäude, die, nach zwei Straßen ihr Gesicht wendend, io großen, himmelhoch umbauten Hofräumen eine bürgerliche Welt umfaffeod, große Burgen, fja Haidstädten ähnlich sind." Diese Worte Goethes, welche den Eindruck schildern, den rr von Leipzig empfing, als er fich, ein junger Student, in der „Feuerkugel" zwischen dem alten und neuen Neumarkt rtvquartierte, laffen sich im Grunde noch heute an die Spitze Siner Betrachtung über Leipzig stellen. Diese deutsche Großhandelsstadt macht keineswegs den Eindruck einer geräuschvollen, lärmenden Fabrikstadr. In dem Bilde, das der Besucher zuerst von Leipzig empfängt, ftehen nicht die mächtig rauchenden Schlote, noch der dichte Ring von Fabrik-Vororten, welche fich um die Stadt gelagert haben, im Vordergrund, sondern die breiten, vornehmen Plätze Vit ihren Denkmalen und imposanten Häusercomplexen, unter welchen der AugustuSplatz mit seinem Mendebrunnen und städtischen Museum den Vergleich mit keiner piazza in d-rr Welt zu scheuen braucht. Die Gemäldesammlung, Äeunschon fie nicht den Ruf der Dresdener oder Münchener i besitzt, lohnt einen längeren Besuch/ man finhet hier eine Menge intereffanter Arbeiten und Werke erster Meister. Zu • mit dem Bemerken, daß Gesuche, die später als am 9. Oc« tober d. I. bei uns eingeliefert werden, keine Berückfichti- gung finden, und daß eine besondere Aufforderung, bei der Prüfung zu erscheinen, an die einzelnen Prüflinge nicht wehr ergeht. I. V.: Dr. Wagner. Bekanntmachung. Die diesjährige zweite Defiuitorialprüfuug der Schrrlamts-Aspirauten und -Aspirantinnen soll Montag, den 8. November, Vormittags 8 Ubr, im Gebäude der Mittelschule für Knaben (Friedrichstraße Nr. 1) dahier beginnen. Unter Hinweis auf § 27 der Verordnung vom 10. Januar 1876, die Prüfungen für das Lehramt an den Volksschulen betreffend, werden diejenigen SchulamtS.Aspiranten und -Aspirantinnen, welche fich dieser Prüfung zu unterziehen beabfichtigen, aufgefordert, ihre an die unterzeichnete Behörde zu richtenden, mit Stempelmarken im Gesammtbetrage von 1 Mk. 10 Pfg. zu versehenden Gesuche, nebst den erforderlichen Anlagen (SeminarabgangS-Zeugniß, beziehungsweise Zeugniß der ersten Prüfung, Zeichnung und Probeschrift) bis spätestens zum 9. Oktober bei der betreffenden Kreisschulcommtssion einzureichen, welche die Gesuche weiter- beförderu wird. Alle diejenigen Prüflinge, welche nicht ausdrücklich von der Prüfung zurückgewiesen oder durch besondere Zuschrift der unterzeichneten Behörde auf einen späteren Termin zu derselben etnberufen werden, haben fich zu der am Ansang dieser Bekanntmachung bemerkten Zeit dahier zur Prüfung einzustellen. Die Großh. Kretsschulcommisfionen, sowie die OrtSschul- vorstände wollen die Schulamts-Aspiranten u. s. w. von dieser Bekanntmachung in Kenntniß setzen. Darmstadt, den 4. August 1897. GrohherzoglicheS Ministerium des Innern, Abtheilung für Schulangelegenheiten. I. V.: Usinger. de Beauclatr. Bekanntmachung. Freitag den 3. September lsd. Js., Vormittags 10 Uhr wird auf LonhS Felsenkeller zu Gießen eine Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Gießen abgehalten werden. Zu dieser Versammlung werden alle Mitglieder deS Vereins und der landwirthschaftlichen Localvereine, sowie alle Freunde der Bestrebungen auf Hebung der Landwirthschaft hierdurch freundlichst etugeladen. Die Herren Bürgermeister werden ergebeost ersucht, den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern deS Vereins von dieser Einladung Kenntniß zu geben und auf recht zahlreichen Besuch der Versammlung htnzuwirken. Tagesordnung: 1) Vortrag deS Rechtsanwalts Jost über die Bestimmungen des WährschaftSgesetzeS mit Rücksicht auf das bürgerliche Gesetzbuch. 2) Vortrag deS Herrn Dr. v. Peter von Friedberg über die Zweckmäßigkeit der Errichtung von Ge- noffenschaftSmolkereien. 3) Wahl des Vorstandes. 4) Vorlage der Rechnung deS landwirthschaftlichen Bezirksvereins pro 1896/97. 5) Feststellung deS Voranschlags de» landwirthschaftlichen BezirkSveretnS für 1897/98. Gießen, den 12. August 1897. Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirk-Verein». C. Jost, RegterungSrath i. P. Nach der Kaiserentrevrre. Mit herzlicher Umarmung und wiederholten Küffen haben fich der Zar und Kaiser Wilhelm am Mittwoch Nachmittag auf der Rhede 'von Kronstadt verabschiedet/ daS deutsche Kaiserpaar hat die Rückreise nach Deutschland augetreten und wird am Sonntag wieder in Kiel eintreffen. Wenn noch irgend Jemand im Zweifel sein konnte, ob der Aufenthalt der deutschen Majestäten in Rußland von nachhaltigem Eindruck sein werde, der wurde eines Befferen belehrt, wenn er Zeuge der Ovationen sein konnte, welche bei der Abfahrt dem deutschen Katserpaare von allen Schichten der Bevölkerung dargebracht wurden. DaS war nicht mehr eia ein- studirteS, anbefohlenes Hochrufen, daS war aufrichtige Begeisterung, daS waren aus dem Herzen kommende Wünsche auf baldiges Wiedersehen, welche dem Katserpaare zugerufen wurden. Unvergeßlich wird der Augenblick Jedem bleiben, in welchem die beiden Herrscher in herzlicher Umarmung auf dem deutschen Panzer „König Wilhelm" verweilten und der enthusiastische Jubel der Tausenden loSbrach, welche zur Verabschiedung vor dem Kaisergeschwader erschienen waren. Daß die Anwesenheit deS deutschen Kaisers in Peterhof neben der Absolvirung der vielen großartigen Festlichkeiten auch ernster Arbeit galt, haben wir bereits hervorgehoben/ und dies wurde dadurch bestätigt, daß die beiderseitigen leitenden Staatsmänner mehrfach cooferirten. Wie wir schon den letzteren möchten wir rechnen: einen Bismarck und Kaiser Wilhelm I. von Lenbach, BöcklinS „Todteninsel", Karl SohnS „Donna Diana", UhdeS „Lasset die Ktndletn zu mir kommen", Gabriel Max' „Madonna mit dem Kinde", Oswald Achenbach» „Am Pofilip bet Neapel" usw. usw. Characteristisch für Leipzig als Sitz des Handel» und Verkehr» zwischen Occident und Orient ist daS reich aus- gestattete Grasst-Museum am KönigSplatz, das für die vergleichende Länder- und Völkerkunde ein riefigeS An- schauungsmaterial in Kästen, Schränken, Vitrinen und plastischen Modellen bereit hat. Bald entrücken unS die ausgestellten Trachten, Waffen, Luxus- und Gebrauchsgegenstände zu der eigenartigen Cultur des himmlischen Reich», bald erzählen uns die Götzenbtldchen, TanzmaSken, Kopsbedeckungen und grotesken Schmucksachen von uncivilifirten Stämmen des Festlandes und der Inseln abenteuerliche Geschichten. Es ist Einem schließlich „ganz exotisch" zu Muth, wenn man zwei Stunden oder noch länger in diesem Grasfi-Museum zu- gebracht hat! Da» alte Leipzig bekommt mau gegenwärtig doppelt zu sehen: einmal so weit es noch in der Wirklichkeit existirt. DaS ist in erster Linie das Rath h auS auf dem Marktplatz, erbaut 1556 von dem Bürgermeister und Baumeister Hieronymus Lotter, daS sogenannte Königshaus an der Südseite des Marktes, über ein Jahrhundert das Absteigequartier des sächsischen HofeS, in dem auch vorüber- gehend Peter der Große, Friedrich der Große und Napoleon I. gewohnt haben, und nicht weit davon, in der Grtmmaischen Straße Auerbachs Hof mit Auerbachs Keller — und sodann als Imitation auf der sächsisch-thüringisch en GewerbeauSstellnng am Johannapark, wo die Reconstruction des alten Leipziger Meßviertel», in welchem auch die Menschen, die Wirthe und Verkäufer in den Trachten von ehedem herumwandeln, den beabfichtigten gemüthlichru, altfränkischen Eindruck macht, während die Anlage deS trau« lichen Dörfchens mit allem landwirthschaftlichen Zubehör in seinen sauberen Fachwerkbauten ein getreue» Abbild echter Thüringer Art gewährt. Weniger glücklich find die Nachbildungen der Wartburg und der Burgruine Täufer» in Tirol ausgefallen. Die Wartburg in der Ebene und losgelöst von Wald und Fels, ist um ihren eigentlichen Eharacter gekommen; nur die hübsch gedrechselten Säulchen in Mitte der rundbogigen Fenster rufen die Erinnerung an das Original herbei. Im Großen und Ganzen hat die Leipziger Ausstellung ein einheitlicheres Gepräge als die vorjährige große Berliner, auf welcher zu viel Klimbim und JahrmarktStrödel den soliden Gesammteindruck schädigte. Die vielen Variete Bühnen find in Leipzig auf eine einzige beschränkt geblieben. Freilich treffen wir auch manchen alten Bekannten wieder. Waffer- rutschbahn und Alpenpanorama scheinen zu den herkömmlichen Ausstellungsobjecten zu gehören. Dafür aber besitzt die Ausstellung in dem Panorama der „Kreuzigung Christi" und der vornehmen „Kunsthalle" zwei Treffer ersten Ranges. An Vergnügungen hohen und minder hohen Stils fehlt eS zur Zeit in Leipzig nicht. Die „Vereinigten Stadtheater" spielen auch bei sommerlicher Temperatur und im „Karola- Theater" absolvirt soeben Adalbert MatkowSky aus Berlin ein breit angelegtes Gastspiel. Wir sahen den Künstler in der DostojewSky'schen.Studie „Raskolnikow", konnten aber seiner manirirten Art, die mit starken Drückern arbeitet, jedoch wenig feinere Abstufungen — wenigstens in dieser Partie nicht — gewährt, keinen rechten Geschmack abgewinnen. früher auSgesührt hatten, sind die Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland jetzt derartig gute, daß zu einer intimeren Gestaltung kaum eine Arbeit nothwendig gewesen wäre. Vielleicht find die gegenseitigen Handelsbeziehungen tw Laufe der Eonferenzen berührt worden, da flch ja in letzter Zeit ab und zu kleine Differenzen bezüglich der Au-« leguug einzelner Bestimmungen deS Handelsvertrag- heraus- gestellt hatten, aber im Großen und Ganzen bot auch dieser Gegenstand nur wenig DiScutirbareS. Möglich ist eS ja, daß die deutschen Staatsmänner den russischen Lollegen die Versicherung gemacht haben, von deutscher Sette werde nicht beabsichtigt, den Vertrag in einzelnen Punkten zu umgehen. Daß in allen zur Erörterung gestandenen Fragen ein vollkommenes Etoverftändutß erzielt worden ist, darf mit Gewißheit angenommen werden- es ergibt sich au- der Befriedigung, welche die beiden Monarchen augenscheinlich über den ganzen Verlauf der Entrevue erfüllte. Was unS an den Ereigniffen in Rußland ganz besonder- tnteresfirt, ist die große Auszeichnung, welche dem stellvertretenden StaatSsecretär deS Auswärtigen Amte-, Herrn v. Bülow, zu Thetl wurde. Man wird sich erinnern, daß allgemein die Ansicht vorherrscht, nach der Petersburger Reise des Kaisers werde die Umgestaltung in den Personal- Verhältnissen unserer obersten Reichs- und Staatsbehörden zu Ende geführt werden. Die ReichSämter deS Innern und des Schatze- haben neue Inhaber erhalten, der Staats- secretär des Aeußern, Freiherr v. Marschall, befindet sich noch auf einem Urlaube, von dem er nicht wieder in sein Amt zurückkehrt. Nun soll auch Reichskanzler Fürst Hohenlohe amtsmüde sein und große Luft haben, daS Palais in der Wilhelwstraße zu verlaffen und sich auf eines seiner Güter zurückzuziehen. Als Nachfolger deS Fürsten Hohenlohe find bereit- verschiedene Namen genannt: Graf Waldersee und auch Herr v. Bülow. Ersterer hat aber noch in den letzten Tagen erklären laffen, daß er den Reichskanzlerposten nicht annehmen werde, selbst wenn dieser ihm angeboten werden sollte, da er Soldat zu bleiben wünsche. Schon als Fürst Hohenlohe mit Herrn v. Bülow den bekannten Besuch in Friedrichsruhe machte, hieß es allgemein, der Fürst habe dem Altreichskanzler den künftigen Kanzler vorgestellt. Diese Version erhält immerhin eine gewiffe Bestätigung, wenn man erwägt, daß Herr v. Bülow bet der Peterhofer Kaiser- entrevue vielfach auffallend in den Vordergrund trat und fich Auszeichnungen erfreute, die man als dem „kommenden Mann" geltend ansehen kann. Da- sind natürlich nur Ver- muthungen, aber dieselben werden jetzt auch in Kreisen gehegt, die eine gewiffe Fühlung mit den maßgebenden Stellen haben, soweit dies bet uns überhaupt der Fall sein kann. Auffällig bleibt es immerhin, daß Fürst Hohenlohe bei der Abfahrt der Majestäten von Peterhof nicht zur Verabschiedung anwesend war, wo fich doch die ganze offizielle Welt eingefunden hatte. Der Fürst hatte, wie eS in dem osfiziellen Berichte heißt, bereit- vorher Abschied genommen und war schon per Bahn von Petersburg abgereist. Man darf wohl annehmen, daß, wenn überhaupt eine Veränderung in der höchsten ReichSstrlle geplant worden ist, die Entscheidung bald getroffen werden wird. Unsere auswärtigen Beziehungen find zur Zeit so vortreffliche, daß dieselben einem Wechsel in der Person des leitenden Staatsmannes kaum entgegenstehen. Dafür hat ja die Entrevue den besten Beweis geliefert, und in dieser Beziehung kann fie für alle Zeiten als ein Ereigntß von großer Bedeutung angesehen werden. (xx) Deutsches Reich. Darmstadt, 12. August. Der Großherzog und die Großherzogin besuchten heute die Kaiserin Friedrich auf Schloß Friedrich-Hof. Wolff- telegraphische- Correspondenz-Bureau. Berlin, 12. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der LandwirthschaftSwinister Frhr. v. Hammerstein unterbrach seinen Urlaub. Er begibt sich morgen mit den Ministern der öffentlichen Arbeiten und deS Innern nach dem schlesischen UeberschwemmungSgebiet, speciell in den RegieruugS- Bezirk Liegnitz. Baden (Aargau), 12. August. Heute Nachmittag 3 Uhr brach im westlichen Flügel des „Grand-Hotel" Feuer aus. Die sofort herbeigeetltc Feuerwehr konnte den Brand auf den westlichen Theil beschränken- der entstandene Schaden ist jedoch beträchtlich. Die Aufregung unter der Bevölkerung und den Fremden ist groß. Glücklicher Weise hat fich kein Unfall ereignet. ? W Wien, 12. August. Zu der Katserzusammenkunft in Petersburg bemerkt da- „Fremdenblatt": „Diese Zusammenkunft der Herrscher der beiden mächtigen Reiche reiht fich den großen Kundgebungen an, welche den Völkern Europas zu erkennen geben, daß die entscheidenden Persön- lichkeiten den Frieden als ein hohes, unschätzbares Gut betrachten und es als eine ihrer heiligsten Pflichten ansehen, dieses Gut unserem Erdtheil zu erhalten. Die Begegnung dieser zwei engbefreundeten Monarchen wurde nicht nur innerhalb deren Staaten, sondern auch außerhalb derselben, besonders in Oesterreich-Ungarn, das, mit dem deutschen Reiche verbündet, Rußland so nahe gerückt ist, mit den auf- richtigsten Sympathien begleitet." Palermo, 12. August. Infolge Differenzen mit den städtischen Behörden striken die Bäcker. Parts. 12. August. Prinz Heinrich von Orleans ist heute Vormittag in Parts angekommen- er ist begleitet von Leontieff und Mourichon. Paris, 12. August. Der Justizmintster vertheilte gestern In feierlicher Weise 20 goldene und 10 silberne Medaillen, welche der Kaiser von Rußland für die Retter beim Brande deS WohlthätigkeitSbazar gestiftet hat. Madrid, 12. August. Die Wittwe deS ermordeten Ministerpräsidenten EanovaS widersetzte fich der Ausstellung deS Leichnam- ihre- Gemahls. Die Regierung beschloß, Madame Eanovas den Titel einer Herzogin mit dem Range de» Granden erster Klaffe zu verleihen und ihr eine Pension von 30000 Peseta- zu gewähren. Depesche» btt Sur een .Herold/ Berlin, 12. August. Für die U eb er sch w emmt en waren bei der HauptstiftungSkaffe deS Magistrat- bi- heute Vormittag 132 000 Mark eingegangen. Berlin, 12. August. Die Stadtverordneten-Ver» sammlung bewilligte heute Nachmittag nach einer Ansprache de- stellvertretenden Dorfitzenden debatteloS eine Unterstützung für die Ueberschwemmten in Höhe von einer Million Mark. Berlin, 12. August. Der Arbeit-au-schuß der Berliner Gewerbe-Ausstellung von 1896 hat da- Verlangen der Garantiefondzeichoer auf detaillirte Rechnungslegung abgelehnt. Infolge deffen beabsichtigen die Letzteren Beschwerde beim Ministerium etnzulegen und Klage auf Rechnungslegung anzustrengen. Berlin, 12. August. Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge haben am 5. Juli und 2. August in Deutsch-Südwest- Afrika Zusammenstöße von Detachements der deutschen Schutztruppe mit räuberischen Hottentottenbanden stattgefunden. Bei dem ersten Rencontre hat die Schutztruppe zwei Reiter verloren, während bet dem zweiten Gefecht der jüngste Offizier der Schutztruppe, Secondelieutenant von Altrock und Freiwilliger Hill blieben- ferner wurden Premierlieutenant Helm und acht Reiter, deren Namen noch nicht ermittelt find, verwundet. ES gelang, die Räuber, welche 25 Mann verloren, auS einer stark befestigten Stellung zu vertreiben und gänzlich zu zerstreuen. Breslau, 12. August. In einer heute ftattgehabten außerordentlichen MagistratSfitzung wurde, wie der „BreSl. Gen.-Anz." berichtet, einstimmig beschloßen, bet der Stadt- verordneten-Dersammlung zu beantragen, für die Uebcr- schwemmten in Schlefien die Summe von 100000 Mk. zu bewilligen. Giersdorf, 12. August. In dem UeberschwemmungSgebiet deS Riesengebirges müffeu die zu den Rettungsarbeiten abcommandirten militärischen Mannschaften wesentlich verstärkt werden. Ferner ist der Befehl ergangen, daß auch während der Manöverzeit die meisten Soldaten im UeberschwemmungSgebiet die Räumungßarbeiten fortsetzen. Wien, 12. August. In hiesigen diplomatischen Kreisen wird versichert, daß die neuesten Vorschläge der Türkei, betreffend die Räumung Thessaliens, die Genehmigung der Mächte bereits erhalten haben. Laibach. 12. August. Gelegentlich der Anwesenheit von Mitgliedern des Alpen-Verein» kam es Seiten» der Slowenier zu lärmenden Demonstrationen. Dieselben brachen in die Rufe aus: „Abzug und nieder mit Germania." Der Statthalter stellte persönlich die Ruhe wieder her. Größere Ausschreitungen find nicht vorgekommen. Rom, 12. August. Der Congreß der italienischen Katholiken bat beschloßen, das 6 0jährige Priesterjubiläum Leo XIII. feierlich zu begehen. Daßelbe fällt auf den 31. December d. I. vrnßel, 12. August. Gestern fand die Schlußversammlung des Friedens.CongresseS statt. Der Congreß beschloß, der spanischen Regierung den Ausdruck seines Ab- scheue» wegen de» an CanovaS verübten Attentats zu über- Mitteln. Ferner wurde da» Bureau für ein Jahr wieder- gewählt. Paris, 12. August. Der hiesige Lyoner Bahnhof war anläßlich der Ankunft de» Präfidenten Faure stärker als sonst bei ähnlichen Anläßen überwacht. Für die Abreise deS Präsidenten nach Havre trifft die Polizei gleichfalls umfaßende Maßnahmen. Dem Wunsche FaureS entsprechend beschränkt die Pariser Polizei die Zahl der Ausweisungen auf» Noth- wendigste. Paris, 12. August. Der „Figaro" bringt intereffaute Einzelheiten über daS Verhör des Mörders Canova»'. Al» der Untersuchungsrichter den Attentäter zu überzeugen versuchte, daß das Verbrechen für die anarchistische Sache nutzlos sei, erklärte Golli in sehr erregtem Tone, die Propa- ganda der That würde ohne Erfolg sein, wenn nur isoltrte Attentate begangen würden. Die Menschheit werde aber weitere Attentate erleben und fie werde die Anarchisten noch um Gnade anrufen. Die Wahrheit dieser Mittheilung wird dem genannten Blatt von seinem Gewährsmann verbürgt. Wie eS heißt, wird daS Urtheil rasch vollzogen und der Mörder wahrscheinlich bereits am nächsten SamStag erschossen werden. Madrid, 12. August. Der Mörder CanovaS' hat vor einigen Monaten in London als Schriftsetzer in einer Buchdruckerei gearbeitet. Er nannte sich Angelo und verkehrte viel mit Anarchisten. Madrid, 12. August. DaS Amtsblatt veröffentlicht einen königlichen Beschluß, wonach daS Begräbniß CanovaS' auf morgen vertagt wird. CanovaS vermachte der National- Bibliothek seine auS 30000 Bänden bestehende Bibliothek. Die Untersuchung des Mörders ist beendet. DaS Kriegsgericht wird auS sechs Offizieren unter dem Vorfitz eines Obersten in Bergara zusammentreten. Sobald da» Urtheil seine Bestätigung gefunden, wird eS vollstreckt werden. Rustschuk, 12. August. Die Pulver-Explosion dürfte im Ganzen 258 Menschenopfer gefordert haben. Berlin, 13. August. In den Kreisen des ReichSver- ficherungSamtes wird der „VolkS-Ztg." verbreitet, daß voraussichtlich zum Nachfolger des Präfidenten Bödtker der Pastor Bodelschwingh werde ernannt werden. Berlin, 13. August. Der neue ReichSschatz-Secretär Frhr. v. Thielmanu hat gestern die Geschäfte seines ReffortS übernommen. Berlin, 13. August. Die „Berl. Pol. Nachr." schreiben: In einzelnen Blättern ist davon die Rede, daß die Arbeitea an der Herstellung eines neuen autonomen Zolltarifbeschleunigt und demnächst beendigt werden sollen. Selbstverständlich ist die Meldung in dieser Form unrichtig. Die Fertigstellung des neuen Zolltarifs wird Jahre in Anspruch nehmen, sonst hätte man auch nicht jetzt schon mit den diesbezüglichen Arbeiten beginnen zu brauchen. Hamburg, 13. August. Der FriedenS-Congreß veranstaltete gestern Abend eine von etwa 2000 Personen besuchte Volksversammlung. Mailand, 13. August. Gestern fanden hier zahlreiche Haussuchungen bei Anarchisten statt, wobei wichtige Schriftstücke und eine Bombe gefunden worden sein sollen. Vier Anarchisten wurden verhaftet. Madrid, 13. August. Die Königin-Regentin be- schloß eine besondere Ehrung Canova». Wahrscheinlich wird ein Denkmal auf Kosten der Königin im KönigSpalast ausgestellt werden. CoceU# wwO Gießen, den 13. August. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 21. Juli den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr zu Bretzenheim, Jacob Edling und Sebastian Ditt. * ♦ Oeffeutliche Anerkennung einer edlen Thal. Seinem Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Schiffer Philipp Kessel zu Nierstein tn Anerkennung der von demselben am 6 Juli 1897 zu Nierstein mit Muth und Ent- schloffenheit bewirkten Rettung eine» Kinde» vom Tode deS Ertrinken» eine Geldprämie zu verleihen geruht. * * Kirchliche Dieustrrachrichterr. Am 10. Juli wurde dem Pfarrverwalter Leopold Schmidt zu Fürfeld, Decanat Bingen, die katholische Pfarrstelle daselbst, und dem Pfarrverwalter Adam Schmitt zu Mainflingen, Decanat Seligenstadt, die katholische Pfarrstelle daselbst übertragen. — Am 1. Juli wurde der von dem Herrn Fürsten Ernst zu Leiningen auf die katholische Pfarrstelle zu Hesselbach, Decanat Dieburg, präsentirie Pfarrer Nikolaus Gotha aus Mainflingen für diese Stelle bestätigt. — Ueber den Besitz der nach Art. 1 und 4 des Gesetzes vom 5. Juli 1887 , die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen betreffend, zur Uebernahme eines Kirchenamtes »othwendigen Eigenschaften ist der Nachweis erbracht worden bezüglich der katholischen Geistlichen: Joseph Becker auS Gonsenheim, Heinrich Beickerr auS BtdliS, Michael Eich auS Frei-Weinheim, Johanne» Fuhrmann aus Bodenheiw, Nikolaus Hennes auS Bensheim, Hugo Holz am er au» WormS und Nikolaus Ke mm e re r aus Klein-Auheim. • • Schuldienst-Nachrichten. Am 5. Juli wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schöllenbach, Kreis Erbach, präsentirte Schulverwalter Philipp Rust daselbst für diese Stelle, — an demselben Tage wurde der von dem kachol. Pfarrer und dem OrtSvorstand zu Zellhausen, Kreis Offenbach, auf die 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Zell- hausen präsentirte Schnllehrer Johannes Grimm daselbst für diese Stelle, — an demselben Tage wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau auf die Lehrerstelle an der Geweindeschule zu Etzean, Kreis Erbach, präsentirte SchulamtSaSpirant Jacob Lippert aus Nieder-Klingen für diese Stelle bestätigt- — am 10. Juli wurde dem SchulamtS- aSpiranten Heinrich Räder au- Ostheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Climbach, Krei- Gießen, — an demselben Tage wurde den SchulamtSasptranren Jacob Hofmann auS Wald-Wtchelbach und Philipp Doll au» Wöllstein Lehrerstellen an der Volk-schule zu Darmstadt, — an demselben Tage, wurde dem SchulamtSa-piranten Friedrich Wilhelm Haber aus Darmstadt eine Lehrerftelle an der Geweindeschule zu RüddingShausen, Kreis Gießen, — am 16. Juli wurde dem Schulverwalter Ernst Borgwardt zu Dreieichenhatu eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dietzenbach, KretS Offenbach, — am 24. Juli wurde dem Schullehrer Jacob Knöll zu Rehbach eine Lehrerstelle an der Geweindeschule zu Heubach, Kreis Dieburg, übertragen, — an demselben Tage wurde der von dem Herrn Fürsten zu Solms-Ltch auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hattenrod, Kreis Gießen, präsentirte SchulamtSaSpirant Friedrich Römer auS Alzey für diese Stelle bestätigt. Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Die Lehrerstelle an der evangelischen Schule zu Nieder-Lieber-bach, Sfretfl Heppenheim, mit einem nach dem Dienstalter fich bemessenden jährlichen Gehalte von 900—1000 Mk. Die mir einem evaugel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Mumbach, Kreis Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle an der Ge- metndeschule zu Zellhouien, Kreis Offenbach, mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gundheim, Kreis WormS, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemcindeschule zu Erbach, Krei» Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Tröiel, KretS Heppenhetm, mit eine« jährlichen Gehalte von 900 Mk. • • Rad-Rennen in Gießen am 15. August. Da» osficielle Festprogramm weist von 75 Rennfahrern im Ganzen 169 Nennungen zu den verschiedenen Wettfahrten auf. Einzelne Nummern des Programm», z. v. da» Eröffnuog-fahreu und da» Fahren um den Curatorium-WanderpreiS für Amateure. sowie da» Hauptfahren für Berufsfahrer, find so stark besetzt, daß vor der Entscheidung über den jeweiligen definitiven Sieg zunächst mehrere Vorlaufe werden stattfindea 5J- Nr u , tb HÄ, ®'= * Won 2 ton Wl k-° di». lWbtn|(g lltt‘ * Ä« °L *** ■ ’ l" Rch-p-,,ß *MttT ”'b“ *3. »um». hl!???'9"8lw' lt6”tWlie6mgSiintt ’9« Dom 21. 3nl| «** i« »..* ?*■*• ®.t« i M!» dm etiflt, ,£tnnan0 btr von de«. mit Muth und Ent« Kinder vorn Tode dck )tn geruht. 3m 10. Juli wurde £ ru Fürfeld, Decanal eldst, und dem Psan- latvfltntzrn, Drcanat tW d^rlbst über, der von dem Herrn WW Psarrstelle ntku Pfarrer Nikolaus c Stelle bestätigt. - und 4 des Gesetzes z und Anstellung der me eines Kirchenamtes ichweis erbracht worden i: Joseph Becker aus Biblis, Michael Eich mann aus Bodenhelv, Hugo holzamer out ms Klein-Auheim. 5. Juli wurde der lcheuau auf die Lehm- dinbai, Kreis Erbach, oft baftlbß für hilft i der von dm Wl. ttit)*, totxt Ossec- Gmündeschüle zu > inner Grimm dasch age wurde der von der aus dir Lehrerstelle v eir Erbach, Mutlm aus Nieder-Kliugen sLr ; morde dem Schulamtt- )ßheim die Lehrersteüe i, Kreis Gießen, - rlamtsaSpirantrn 3«ot md Philipp Doll au! lull l« MwtMpiraotrn Frick :6t eine Lehrnstelle ° toi, M« ®* ' tot tu» SBo-l®“® „ btt 9twtaWy»l- ■1“ , 94 lull VUtil f® \i * W»* “ * C°! der Gemeindeschuil al e @N^‘8fl5p,r0Di »*-**. * £.«*»* «Ä's ärt-nf'0' mit ei» Dfi«“4' htjollM« ' "** L M i” - d»L G-H.lt- °°/ chen Lehrer r ' pen, pttAglt. « te »«Vite •»lt< ende ei» ^*Wl !5.Wf'„ im @«* Stn«*" * ,n LZK Ä-S*« rliiufe müssen. Die Rennen beginnen pünktlich um 3% Uhr, und bet dem mit Bestimmtheit zu erwartenden guten Sport ist mit Sicherheit auf großen Andrang der Zuschauer zu rechnen. Die Nachfrage nach Eintrittskarten io den Borverkaufsstellen ist eine äußerst rege, und Jeder, der zu der mit Nummern versehenen überdeckten Tribüne oder zu dem 1. und 2. Platz fld) den Eintritt sichern will, wird gut daran thun, diese Karten unverzüglich zu bestellen, da die vorhandenen Sitzplätze auch diese- Mal wieder rasch belegt sein werden. Auf dem Spielplatz der Terrasse fanden ein Carouffel und diverse Buden zur allgemeinen Belustigung Aufstellung. •• Radfahrer - Preise. Im Schaufenster des Herrn Blödner ziehen gegenwärtig die daselbst ausgestellten Preise für das am Sonntag stattfindende Radwettfahren die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich und werden auch sicher die glücklichen Gewinner in hohem Grade befrted'gen. Da ist zunächst der vom Curatorium der Rennbahn als Wander- preis gestiftete silberne Pokal zu erwähnen, sowie ein von den Ehrenvorsitzenden gestifteter silberner Pokal mit reicher Goldverzierung, welcher als erster Preis für da« EröffnungS- fahren bestimmt ist. Ein weiterer prachtvoller Pokal dient als erster Preis bei dem Militärfahren, während weitere Preise hierzu in einem silbernen Becher und Figuren bestehen. Für das Mehrfitzerfahren sind als erste Preise zwei antike Wanduhren, reich in Schnitzerei gehalten, ausgestellt, und als weitere Preise Taschenuhren, ein Bierservice rc. Für das Jngendfahren dienen als Preise Prachtbände lite- rartschen und patriotischen Inhalts. ** KrankheitSaufall. Dem heute Nacht hier eiugetroffenen Köln-Mindener Zuge mußte ein unterwegs schwer erkrankter Passagier entnommen und nach der Klinik gebracht werden. Der Reisende kam aus Essen. ** Zum Kaiser-Manöver. Die diesjährigen Kaiser- Manöver werden, wie die „Mil.-Ztg." mittheilt, ein Aufgebot von Truppen bedingen, daS bisher in dieser Größe in Deutschland noch niemals stattgefuuden hat und im Uebrigen nur von der Truppenversammlung gelegentlich der russischen Ärmeemonöver in Wolhynien 1890 übertroffen wird. Im kommenden Monat werden unter den Augen deS Kaisers eine Ostarmee, gebildet aus den beiden bayerischen Armee- corpS unter dem General-Obersten Prinzen Leopold von Bayern, und eine Westarmee-Abteilung, gebildet auS dem 8. und 11. Armeecorps unter dem General der Cavallerte Grafen v. Häfeler, gegeneinander kämpfen. Unter Zugrundelegung der FriedenStruppentheile handelt eS sich im Ganzen um 143 Bataillone, 115 Schwadronen, 111 Feldbatterien, 21 technische Compagnien und 3 Luftschifferabtheilungen. An den vorjährigen Kaisermanövern in der Oberlausitz waren nur 98^ Bataillone, 85 Schwadronen und 98 Batterien bethetligt. Bor den eigentlichen Manövern finden die Kaiser- paraden start und zwar am 30. August bei Coblenz die des 8. Corps, am 1. September bet Würzburg die des 2. bayerischen Corps und am 2. September bei Nürnberg die des 1. bayerischen Corps und am 4. September bei Homburg v. d. H. die des 11. Armeecorps. Die Manöver werden vanach am 5. September mit Krteg-märschen beginnen. DaS eigentliche große Manöver wird vom 7. bis 9. September ttattfinden, und zwar zwischen Hanau und Aschaffenburg. ** Die hessische Lehrerschaft beabsichtigt an die Regierung «ine Eingabe zu richten, in welcher um Ueberuahme der 'Reliktenb ei träge der BolkSschullehrer auf die Staats- fjffc gebeten wird. Den Landständen liegt bereits eine Regierungsvorlage vor, wonach die Leistung der Relikten« deiträge der CivtlstaatSbeamten auf den Fiskus übernommen werden soll- Durch die Eingabe soll die verschiedenartige Behandlung der Cioildiener und BolkSschullehrer beseitigt werden. Die durch die Uebernahme bedingte Mehrausgabe beträgt 160,000 Mk. Ferner soll die Umgestaltung deS WittweuinstitutS der BolkSschullehrer nach dem Muster des gleichen Instituts der Civildiener erfolgen. Die Minimal- nrenze der Wittwenpeufion wurde auf 600 Mk. gewünscht. Die Schullehrer-Wittwenkasse in Hessen weist zur Zett eine JahreSauSgabe von 261,157 Mk. auf. Davon dringen die Lchrer auf 156,940 Mk., der Staat 62,244 Mk. Die Civildiener-Wittweukaffe bringt jährlich 684,627 Mk. auf, davon bringen die Beamten 327,528 Mk., die Capttalien 123,845 Mk., der Staat 327,528 Mk. Darmft. Tagebl. *♦ Wetterbericht. Die gestern über den britischen Inseln gelegene Depression hat ihren Wirkungskreis merklich nach Süden erweitert, so daß sich heute eine Furche niederen Druckes voa der Nordsee meist nach dem Continent hin gegen Süddeutschland herein erstreckt. Ueber der Südhälfte Europa- lagert zwar noch ein barometrisches Maximum, doch tst rin ausgedehnter Kern nicht mehr vorhanden und macht sich theil- weise noch der Einfluß niederen Druckes geltend. — Voraussichtliche Witterung: Im Süden gewitterhasteS, im Norden wolkige- Wetter mit ausgedehnten Regenfällen. F. Friedberg, 12. August. Der gestrige Schweine- m arkr brachte niedrigere Preise. Der Auftrieb war ziemlich bedeutend und es fehlte auch nicht an Kauflustigen- Anfangs wollte da- Geschäft nur sehr langsam in Zug kommen, weil die Verkäufer fest an den früheren Preisen hielten. Erst gegen 10 Uhr, als billiger angeboten wurde, kam Leben in die Sache. Man kann annehmen, daß im Durchschnitt 15 bis 20 pCt. billiger als auf dem letzten Markte gehandelt worden ist. — Auch im Fruchtgeschäfte, besonders in Weizen, lst es lebendig geworden- man zahlt Mk. 18.25 für den Doppelcentner hierher nach Friedberg geliefert. Die Erntearbeiten find bedeutend vorangeschritten, weil fie durch das seitherige gute Wetter sehr begünstigt worden sind. Mit Wenden und Trocknen halte der Bauer seither nicht die geringste Last und der Kern aller Halmfrüchte ist deshalb rein und klar. Dagegen ist daS Stoppelstürzen sehr erschwert, weil der Ackerboden in vielen Lagen steinhart wie eine Scheuertenne geworden ist. — Der neuangebaute Flügel an das hiesige Bahnhofsgebäude geht rasch seiner Vollendung entgegen. Friedberg. 12. August. Heute wurde ein Schirm- flicker hier verhaftet, in dem man den Mörder des Neu- Ulmer Bierfahrers zu erblicken glaubte. Nachdem sein Personale am hiesigen Amtsgericht festgestellt war, depeschirte man nach Ulm und da stellte sich seine Unschuld heraus, worauf er dann wieder entlassen wurde. 4- Nidda, 12. August. Am 22. l. M. wird der Rad- fahrerverein Nidda ein größeres Straßenrennen dahier veranstalten, wobei eS sich um Strecken bis zu 13,600 Meter handeln soll. Gleichzeitig findet in den Gasträumen des Brauereibefitzer- Kraft ein Militärconcert und Abends Ball nebst Preisvertheiluüg statt, wozu die Capelle deS Jnf.-Reg. Kaiser Wilhelm in Gießen engagiert ist. § Aus dem Ohmthal, 12. August. Unter den Erzeugnissen des Gartens liefern Bohnen und Gurken Heuer sehr reiche Erträge. Der letzte Regen ist ihnen sehr zu statten gekommen, sodaß unsere Hausfrauen Körbe voll Bohnen zu pflücken vermögen. Letztere werden meist grün eingemacht- ein anderes Verfahren, die Bohnen aufzubewahren, daß sie im Winter ein vorzügliches Gericht liefern, findet weniger Anwendung und doch rst e« sehr empfehlenSwerth. ES besteht darin, daß die Bohnen abgekocht und im Backofen oder dem Sonnenschein getrocknet werden. Bei späterer Verwendung vorher eingeweicht, quellen die beim Trocknen einge- schrumpften Hülsen durchs Kochen wieder auf und geben, wie bemerkt, ein sehr schmackhaftes Gemüse. Die Wirsing werden schwer beschädigt durch Ungeziefer, daS sich in den Wurzeln einnistet, wodurch diese sich knollenförmig verdicken und die Pflanzen zum Absterben bringen. Sehr mehlreich und schmackhaft sind die diesjährigen Kartoffeln. Alles in allem können sich unsere Hausfrauen in diesem Jahre über die Garten- producte und Hauptfactoren der Küche (außer Fleisch) nicht beschweren. A AuS dem Kreise AlSfeld, 12. August. Daß man in anderen Gegenden, namentlich in Städten, sein Rad nicht so mir nichts dir nichts an ein Gasthaus stellen darf, wie bei uns, erfuhr zu feinem Leidwesen der Radfahrer St. aus Kestrich. Derselbe befand sich auf einer Tour nach Darmstadt. Unterwegs kehrte er in Sprendlingen in einem Gasthause ein und stellte sein Rad in den Hinterhof. Plötzlich sah er, wie ein gut gekleideter Mensch auf dem Rade saß und kräftig in die Pedale trat. Man machte sich sofort an die Verfolgung de- RadmarderS, konnte denselben aber nicht mehr einholen. Hoffentlich gelingt es doch, den Fahrraddieb zu ermitteln. Worms, 12. August. Zwischen den Stationen Mettenheim und Osthofen jagten zwei Jagdpächter in einem Wingert auf Feldhühner. In dem Augenblick, als einer der Schützen einen Schuß abgab, sauste der Personenzug Nr. 20 vorbei. Die Ladung traf die Maschine und einige Schrotkörner verletzten den Locomotivführer leicht im Gesicht. Der Getroffene erstattete in Osthofen sofort Anzeige. Schiff-nachrichten* Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Lari LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 12. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Trave, Capitän I. Roben, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 12 August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer H. H. Meier, Capitän C. Steencken, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Sine* in Antwerpen ist laut Telegramm am 10. August wohlbehalten in New-York angekommen. Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 11. August wohlbehalten in Phlladelphia angekommen. itnivcrfitäts - Nachrichten. Heidelberg. Der Gräfe-Preis der Deutschen Gesellschaft der Augenärzte ist Dr. Theodor Axenfeld, Privatdocent in Breslau, und Dr. Eugen v. Hippel, Privatdocenlen an der Universität Heidelberg, zu gleichen Theilen zuqesprochen worden. — Die Universität Tübingen hat den nationalliberalen württembergischen Reichstagsabgeordneten Siegle honoris causa zum Doctor philosophiae ernannt, und zwar in Anerkennung der Verdienste, welche sich Siegle auf socialpolitischem Gebiete erworben habe. — Als Prof. Sckmoller zum ersten Mal nach seiner Wahl zum Rector der Berliner Universität im Colleg erschien, empfingen ihn seine Zuhörer mit stürmischem Beifall. Schmoller erwiderte: „Ich danke Ihnen, meine Herren, für Ihre Glückwünsche. Ick hoffe, auck als Rector, wenn ich bestätigt werde, mich stets mit den Studenten gut zu stehen. Wichtiger ist es dann, ob Sie mir auch nach einem Jahre, nach meinem Rectorate, ebenso freudig zutrampeln werden." Die „Voss. Ztg." fügt hinzu: Erneuter Beifall folgte den Worten des Rectors, über dessen Wahl namentlich auch bei den studirenden Damen große Freude herrscht. — Eigentlich hätte nach der üblichen Reihenfolge die medicinische Facultät in diesem Jahre den Rector stellen müssen. Obwohl überdies ein Nationalökonom (Wagner) erst vor zwei Jahren Rector war, wurde doch Sckmoller gewählt, um ihm eine Genugthuung für die Stumm'scken Angriffe zu gewähren. Eingesandt. Gießen, den 13. August 1897. Zu der in Nr. 188 ds. Bl. aufgeworfenen Frage der Ueber- wölbung des Ausgerinnes des Stadtbacks, bezw. der Anbringung eines Sckutzgeländers längs der steilen Bösckung zwischen Graben und Weg wird uns von zuständiger Stelle mitgetheilt, daß letztere beide im Eigenthum des Eisenbahn-Fiskus stehen, die Stadt Gießen mithin zur Anlage der genannten Schutzvorrichtungen weder verpflichtet nock berechtigt ist; es seien jedoch seitens der städtischen Verwaltung schon seit Monaten Verhandlungen mit dem Eisenbahn- Fiskus wegen Uebernahme des in Rede stehendes Geländes in das Eigenthum der Stadt im Gang. Nirchliche Anzeigern -es Stad» «Sieben. «vaugelische Gemeinde. Sonntag, den 16. August. 9. Sonntag nach TrtnttattS. Gottesdienst. 3n der AohanneSttrch» LormittagS 78/< Ubr: Pfarrer Dtngeldey. GotteSdi'Nst mit Christenlehre für die Neuconfiranrien qu>j der Lucasgemeinde. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienft. Pfarrer Dtngeldey. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. In der NfrledhofSeapelle. Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Im Confirmandensaal, »rnstadt 61. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser. Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmtrten auS der MatthäuSgemeinde. Aatholtiche Gemeinde. Samstag den 14. August Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl Beichte; Abends wird ein fremder Priester Beichte hören. Sonntag den 16. August. 10 (Sonntag nach Pfingsten. Mariä Himmelfahrt Vormittags von 6Ve Uhr an Gelegenheit zur hl Beichte; , um 6Vi Uhr erste hl. Messe; „ um 7Ve Uhr Austheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl. Messe; „ um 9Vr Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Muttergottesandacht mit Segen. Gottesdienst der israelitischen ReligiouSgesellschasl. Freitag Abend 716 Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr Predigt- Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang 8« Uhr. Nachmittag 315 Uhr Lchrifterklärnng Bahnhofstr. 50. Wochengottesdienst Morgens 680 Uhr, Abends 7 Uhr Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 13 August, zwtichen 11 und 12 Uh. Mittags: Wasser 16°, Luft 19'. Rubsamen'sche Badeanstalt. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ prima SchweiMSse, Edamer-, Rahm- und limburgerkäse stets frifck im Anschnitt bei 4281 A. & G. Wallenfels, Markt 21. Telephon 46. ♦»♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Nlchckrem, Ea. Ftchtelgebtrgs, treffen Mittwoch, den 18. d. MtS., ein. Bestellungen schon jetzt erbeten. 7634 Emil Orbig, Bähnhofstr. 30, Philipp Herrmann, Seltersweg 33. .7635) Heute Samstag trifft auf dem Brandplatz ein Waggon Sinmachgnrken ein zu billigen Preisen bei Dienstmann Ferber. Vormiotbungen. ff 7627] Ein kleines Famtlienzimmer preiswerth zu verm'etben- SelterSweg 2, im Laden. 7639] Schön möblirtes Zimmer, mit separatem Eingang, sofort zu vermiethen. Bähnhofstr. 18, II 7628] Teilnehmer für eine Sonntag den 15. August beginnende Radfahr- tour an den Rhein. Gefl Offerten unter X. Y. 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Der Vorstand. 7630 7490 findet nicht statt. 7614 a. M., erbeten. 7621 Gnauth. 7641 eingereicht worden. 7623 Rasehe rod sä Änslfiliruns N Verloren u. Gefunden. 5 631 Johann Frühauf, Hausknecht. Vereinsnachrichten. 3‘ Stereotypie, Gahaaeplaslik, Böthbinderei Anfang Abends 7 Ubr. 7610 Job. Fr. Schaaf, Wehsteinstrahe 44 Z Der Vorstand. hui’1 felyak«11 kmfftnh: t Nach u Triften Übti Hu - toSb itfltfcttt. Sir br »m 23. Drc fftnntnife br luitigt gtbr Sieht auf Weiteres verschoben. 7629 cmi der 8t mld Dl gelagert ®i l'ogrn bei besonder vnMhen onlnlpnie dem Sportplatz. Nachmittags 3 7, Uhr: Beginn der Rennen. Männer-Turnverein. Das auf Sonntag den 15. August festgesetzte Waldfest am Iudwigsbrunnen Bauerscher Gesangverein. Die für nächsten Sonntag vorgesehene Festlichkeit findet 8 Lage später (22. «ugvst) im Wiener Hof statt. Frankfurt a. M., den 12. August 1897. Die Sommisßon für Zulassung non rverthpapikreu au der Körst m _______ Frankfurt a. M 7624) Ein Sack mit Sacken gefunden in der Neustadt. Gegen Erstattung der Jnsertionsgebühr abzuholen Reustadt 10. Abends 8Vs Uhr: Auf der Terrasse: Concert. — Preisoertheilung. — Bengalische Beleuchtung bei freiem Eintritt. Eintrittspreise: Al« der Kaffe: Sperr fitz gedeckt, nummerirt Mk. 2.60, Tribüne gedeckt, nummerirt 2Jlt- 1.50, Sattelplatz ged, nummerirt Ml. 1.60, 1. Platz gedeckt, nummerirt Mk. 1—, 2 Platz gedeckt, nummerirt Mk. —.76, Stehplatz und Terrasse Ml. —30, Sartelplatz für Mitglieder des deutschen Radfahrerbundes Mk. 1.-, Stehplatz für Militär Mk -.20. 2« Vorverkaufr Sperrsitz gedeckt, nummerirt Mk. 2.25, Tribüne gedeckt, numm. Mk. 1.3u, Sattelplatz gedeckt, numm. Mk. 1 30, 1. Platz gedeckt, nummerirt Mk. —90. Vorverkauf bet den Herren: Richard Vuchacker, Neuen Bäue 11; Heinrich Noll, Marktplatz 1; fterber'fche UniverfttLt»«vachhandl«ng (E. Koch), Ktrchenplatz 11; ft. E. Henzerltng, Neustadt 46, und H Hettler, Frankfurterftr. 1. — Der Zutritt ohne Karte ist Niemand gestattet. — «LhereL durch die Tagesprogramme. BT" Regelmässige Omnibusverbindung von und nach dem Sportplatz. »erden da" ,14*114 Die Wirthe: Ludw. Steinmüller VII Ferd. Kreiling. Ferd. Kröck. Jacob Pfaff. Heuchelheim. Sonntag den 15. und Montag den 16. August 7619 Der Vorstand. Ich. hin froh m Gentner’s Wichse in rothen Dosen mit dem Kaminfeger eine Wichse gefunden zu baden, die mir viel Arbeit erspart, denn sie giebt im Moment prachtvollen Glan;. Sie la '»rnlie i* Hi? \ ae dieselbe i 'fytt ich: »Das ; ^mvarirt. :wte gehört, »6odi n,Ben, boi _ »ttnb 5 **** sr°z £' ** '° ‘ij* "«ol4ly Übtr k tla i t ®'«» Gesangverein Heiterkeit. Tamstag den 14. August. SW Familienabeud auf der „Germania". — Freunde des Vereins find willkommen. «rbactton: «. — Druck uaö Verla, der Brübl'lchep Ilniverfaa'S.Vuch. intz gtanbrudftn Pietsch A. Scheyda) in Kietzen 3>ie öeuttge Hummer umfaßt 6 Sette» Liederkranz. Die lt. Karte bestimmte Parthie nach der Badeuburg ist bis Juan 1.1 2. 1 7 Bekanntmachung Von der Mitteldeutschen Creditbank und Deutschen Genossenschafts- Bank von Soergel, Parrisius & Co., Comdte. hier, ist bei uns der Antrag auf Zulassung von Mk. 1,000,000 3*/)% Anleihe der Provinzial-Hauptstadt Gießen v. I. 1897 zum Handel und zur Notirung an der hiesigen Börse Grummetgras Versteigerung der Stadt Gießen. Montag deu 23. und Dienstag den 24. d. Mts., jedesmal Vormittags 9 Uhr beginnend, soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen, von dem Friedhof, von den Anlagen vor dem Friedhof und von den Wieseckböschungen meistbietend versteigert werden, und zwar: Montag den 23. August a) an Ort und Stelle von den Wiesen vor der Neustadt, von den Wieseckböschungen, von einem Grasstück der früher v. Rabenau'schen Besitzung und einer Wiese am Riegelpfad, b) am Neuenwegerthor von den Wiesen im Heegstrauch, c) an Ort und Stelle vom Friedhof (Abtheilung 1—8), von den Anlagen vor dem Friedhof und von den Wiesen im Rußland, d) im Philosophenwald, Nachmittags 2 Uhr, von den Wiesen im Fürften- brunnen, im Wieseckthal und von zwei Hospitalwiesen in der Ge markung Wieseck, sowie um 41/, Uhr von ca. 7 Morgen Wiesen in der Schwarzlach. Dieustag den 24. August e) von den Ochsenwiesen, einer Hospitalwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch, f) Nachmittags yg2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen, g) Nachmittags >/,3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Alten- Buseck, h) Nachmittags f/24 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großen- Buseck. Die Zusammenkunft ist am 23. August am Neufiädterthor und am 24. August in den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen. Gießen, den 13. August 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2 Küchenmädchen gesucht. 7610 Wrurg. und ophthalm. Lliuik. ~Ttiüüi Ein in allm HLueltMen Arbeiten bewandettr« Mädchen gegen guten Lohn gesucht Setters weg 89, H X Meine Wohnung befindet sich 7603 x Ludwig*splatz 15, pari X (Ecke Löberftrasie). Dr. David Sander Großh. Provinzialrabbiner. am Sonntag den 15. August 1897 auf der «ene« Lement,Rennbahn. Ausfahren der Meisterschaft von Hessen, über 50 Kilometer, für Berufsfahrer. Militürfahre«, Jugendfahren, Mehrfiherfahren re. Während der Rennen: Grosses Concert. Prnnramm ■ Namstag den 14. August, Abends 9 Uhr: Gesellige Zusammenkunft bei ElgeS, SelterSweg 1 lUyidLUlli. Sonntag den 15. August, Vormittags 11 Ubr: Frühschoppen mit Musik bei ElgeS, „ Nachmittags 2*, Uhr: Corso-Auffahrt mit Musik von SteinS Garten auS durch die Stadt nach Kriegerkameradschaft Giessen Sonntag den 15. August gemeinschaftlicher Kirchgang,Schmückung der Kriegergräber auf dem Iriedhose und Gedächtuistseier daselbst. - (Zusammenkunft Vorm 9 Uhr bei Kamerad M. Schäfer, Grünbergerfiraße 6) 3ontt Mianalöle bchbar, gn Abzüge aai 'haben und «eatwlikelobe klutna! Mineralöle ' ■■ Fttirn c ^nlittn ein ■»btgtln gi Dir 8, ■•thtttii a>rr *8 umnlögt livchrn. «“Sm« Radsahr-Lernsaal inmäb" Gründliches Lernen. — Für Käufer frei. — Erstklassige prima Fahrräder wegen vorgerückter Saison allerbilligst. Einfaches Fräulein, welches etwas vom Kochen versteht, zur Stütze der Hausfrau für über Weihnachten gesucht. Gtfl. Offerten unter „Fräulein" an die Expedition dieses Blattes erbeten. 7626J Taglöhrnrtnueri znm Dick- wur,hacke« gesucht. _____________ Soft, Neustadt 10. 7617] Ordentliches Mädchen für HauS« und Küchenarbett per 1. September oder später gesucht. »ahnhofstr. 57. III. Der Gesammtaussage unserer heutigen Nummer liegt cm Prospect der I. Ricker scheu Buchhandlung über Kloster Arnsburg bei, den wir besonderer Beachtung empfehlen. 761 § LichmihN. wozu höflichst einladen Ein Kutscher fof. gesucht. 7633______________Diezstr. 7. Einen Kräftigen lahrburscheu sucht 7609 _________3. Lei«, Wallthorstratze 19. 7625] Awei zuverlLfstge Pferdeknechte gesucht. ___________________Eoft, Nepsiadt 10. 7271] Einige Jungen von 15—16 Jahren finden Arbeit bei Kauffmanu X Cie., ______________Lampenfabrik._______ Gesucht 10 bis 16 Arbeiter bei dauernder Beschäftigung und gutem Lohn. Zu melden an der Baggermaschtne am Bahnhof bei 7632__________Ludwig Weimer. Hausbursche, Z kräftiger, gesucht. Näh. Settersweg 12. Mod.es. Für ein größeres Putzgrschäft in Marburg wird zum 1. September eine tritt, tüchtigt Arbtiltrin gegen hohes Salair auf Jahres« stellung gesucht. Offerten mit Zeugntßabschrtften, Ge- baltSanspiüchen und Photographie sub. W. 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