Yorher toten, ÄftM "° fei«. ^J*UüU 19. »ttftft. Wehr. w I ihrkarte. _________4789 «ein. i. Mai: I.'W Tch-ntvrve« ! Uhr: Großer saugsvorttäge öorftaod. 24. Mai « ßchil, i Irotitiae -esteomitee. rb bestens gejotftt. 4176 Mr. 112 Zweites Blart. Mita, de» 14. Mai 18»» Der Okheier A«zeiger erscheint täglich, «tt Ausnahme de- Montag». Dk di ebener Weetti<*ir6(tet »erden dem Anzeiger »dchmtlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kemrat-Ztnzeiger. viertesjLhriger > AöonnrmrntsPreiFS 2 Mark 20 Pfg. mU vringerlohn. Durch die Post bezog» 2 Mark 50 Pf,. Aedaction, LxpediNo» und Druckerei: Fch«rstr«t< »r.L, Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeige« zu der Nachmittag« für de» kragenden tag erscheinenden Nummer bi« vor«. 10 IBjc. 4SSWM»— Hratisöeikage: Gießener Aamitienötätter. Alle Annoncen-Vureaux de« In- und Au«lande« nehaa» Anzeigen für den „(Siebener Anzeiger" entgegen. Cocalc* und provinzrelles. Stehe», den 13. Mai 1897. •• Landwirthfchaftltcher BezirkSverei» Stehe». In der «m 11. d. M. auf „LonhS Bierkeller" ftattgehabten General- Bersammlung sprach Herr General-Secretär Dr. Müller aus Offenbach über den genossenschaftlichen Berkaus und die Errichtung von Getreidelagerhäuseru. Herr Dr, Müller bemerkte einleitend, die Thatsache, daß man sich allenthalben mit der vorliegenden Frage beschäftige, beweise die Wichtigkeit derselben, doch laste sich ein abschließende- noch Urtheil nicht fällen. Auch ein Vergleich der Zustände auf landwtrthschaftltchem Gebiete vor 50 Jahren mit den heutigen berechtige zur Erörterung der Frage. Früher konnte der Landwtrth da-, was er über Bedarf erzeugte, in der Nähe absetzeu, heute sei mit der erhöhten Production die Bedeutung des BerkausS und die Art und Weise, wie derselbe erfolge, gestiegen. Der Landwtrth wüste angesichts der durch den modernen Verkehr erleichterten Eoucurrenz anderer Länder den an ihn herantretenden An- fordernngen gerecht zu werden suchen, die Coucurrenzländer h^ten den Vorzug größerer BetriebSorganisationen, während bei uns noch Vieles beim Alten bleibe. DaS allmahltge Verschwinden kleiner Mühlen und kleiner Brauereien zwinge die Landwirthe, mit größeren Mengen Körnerfrucht zu erscheinen, um den Bedarf für die großen Betriebe zu decken, daS bisher zersplitterte Angebot müffe vereinigt werden. Aber eine Anpassung an die veränderten Verhältnisse erheische auch eine gleichmäßige Maare, gleich in Form und Qualität, tu gleich sorgfältiger Reinigung. Die Bereinigung kleinerer Mengen zu großen im Lagerhause biete den Bortheil, hin- sichtlich deS Preises günstige Eonjuncturen abzuwarten, doch solle die Genossenschaft SpeculattonSgeschäfte nicht treiben, der Landwtrth sei ohne solche im Bortheil, denn er erhalte das, was der Zwischenhandel bisher sür sich in Anspruch nahm, direct durch die Genossenschaft. Eine weitergehende Organisation, etwa der Zusammenschluß der Genossenschaften eine» größeren Gebiets, sichere auch den Landwirthen einen bestimmten Einfluß auf die Preisbildung. — Ueber den Umfang deS Wirkungskreises einer Getreide-VerkaufS-Genoffen- schast herrschen verschiedene Ansichten. Während delsptets- weise für die Provinz Pommern eine ganze Anzahl von kleineren Lagerhäusern im Entstehen begriffen, habe die Provinz Sachsen bis jetzt nur ein großes. Für hiesige Verhältnisse würde sich die Errichtung kleinerer Lagerhäuser empfehlen, eS könnten etwa neben Gießen, welches günstige Bahnverbindung habe, die bisherigen Fruchtmarktorte dafür ins Auge gefaßt werden- bet der Anlage der Lagerhäuser spielten die Transportkosten eine große Rolle, ebenso sei Gewicht auf gleichmäßige Festsetzung der QualttätSoormen sür bestimmte Gebiete zu legen. Die Benutzung der Lagerhäuser könne auch auf andere Erzeugnisse der Landwirthschaft (etwa Obst) ausgedehnt werden, denn da» Angebot großer Mengen biete auch beim Verkauf anderer Bodenerzeugntffe dieselben Bortheile wie beim Getreide. Redner erörterte hierauf die Frage, nach welchem System die Lagerhäuser einzurichten seien und erläuterte den Unter- schied zwischen dem Silo- und dem Spetchersystem. StloS find durch die Stockwerke gehende, schachtartige Kasten, in welche die Frucht oben eingeschüttet wird, wogegen die Entnahme von unten erfolgt. Dadurch wird eine Bewegung der Frucht verursacht, die das Amschaufelu und Lüften un- nöthig macht. Der Nachtheil besteht aber darin, daß, wenn die SiloS nicht ganz vorsichtig überwacht werden, die Frucht, namentlich wenn fie feucht eingebracht ist, warm wird. Das Stloshstem erfordert auch kostspielige maschinelle Einrichtungen. Leichter und sicherer für kleine Genossenschaften ist der Spetcherbetrieb, er läßt fich leichter übersehen und bietet die Möglichkeit, die Frucht mehr auseinander zu halten. Für große Lagerhäuser ist neben dem Speicher, der Silobetrteb zu empfehlen. Was den Geschäftsgang der Genossenschaften betreffe, so sei in erster Linie zu erwähnen die Verpflichtung der Genossenschafter zur Lieferung eines bestimmten Quantums, d. h. eS soll alle absatzfähige Frucht nur durch die Genossenschaft verkauft werden. Die Taxation der in die Lagerhäuser gebrachten Frucht hätte nach bestimmten Mustern und Grundsätzen zu erfolgen, der an die Qualität zu legende Maßstab müßte jedes Jahr festgestellt werden.— 3n der DiScusston sprach der Vorsitzende, Herr Regterungö' rath Jost, über Lagerscheine, deren Uebertragbarkeit er nicht — —----- empfehlen könne, und erwähnte noch einige durch die Lagerhäuser zu erreichenden Bortheile. — Herr Landwirthschaft». lehrer Leit Higer in Alsfeld theilte mit, daß der Ausschuß des Provtozial-BereinS die Frage wegen Errichtung von Lagerhäusern bereits seit Jahren tm Auge gehabt, er habe sich bisher nur zu orientireu gesucht, in der nächsten AuSschuß- fitzung werde die Frage erörtert werden. Die Lagerhäuser böten ohne Zweifel große Bortheile, doch sei in hiesiger Gegend die Errichtung solcher schwieriger, wie in den Gegenden, in denen der Consum entfernter liege, hier habe man die Händler näher, auch seien noch andere Umstände vorhanden, die die Sache schwierig erscheinen ließen. — Herr Scklenke bemerkte, daß der Mangel an geeigneten Lagerräumen die Landwirthe vöthige, tm Herbst ihre Frucht zu verkaufen, das Angebot werde zu groß und davon profitirten die Händler. Durch Getreidelagerhäuser werde dem dorgebeugt, fie böten außerdem die Möglichkeit, die Waare (durch Trocknen) marktfähiger zu machen. Er glaube zwar, daß anfänglich wenig kleine Landwirthe die Lagerhäuser benutzen würden, er habe aber die Ueberzeugung, daß einmal mit der Errichtung von Lagerhäusern in der Provinz bef Anfang gemacht werden müsse. In Gießen werde hoffentlich die Sache leichter zu regeln sein, weil die Stadt Lagerhäuser errichte und nur Garantie für eine angemessene Verzinsung deS Anlagecapital» verlange, es frage fich nur, Inwieweit die Regierung der Landwirthschaft hierbei ihre Unterstützung zu theil werden lasse. Ein weiterer Vorzug der Lagerhaus- Genossenschaften sei eS, daß das eingelteferte Getreide bis zu zwei Drittel seines WertheS beliehea werden könne, so daß die Landwirthe bei eintretender Geldverlegenheit nicht gezwungen seien, zu jedem Preise zu verkauseu. — Herr LandeSöconowte- rath Müller erklärte, Auskunft über da-, was die Regie, rung in der Sache zu thun gedenke, noch nicht geben zu können, da daS Staatsbudget noch nicht oorltege. — Herr Oberbürgermeister Gnauth coastattrte die Bereitwilligkeit der Stadt Gießen, bei Anlage größerer Lagerhäuser auch Gebäude und Gelände den Landwirthen zur Verfügung zu stellen. und. 7. Mm. lüttjetttofl. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der städtische Kriedhof von jetzt ab bis zum 15. August d. Js. von Morgens 6 bis Abends 9 Uhr geöffnet bleibt, und daß die auf dem Friedhof Verwe lenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben aus diesen durch ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden. Gießen, den 10. Mai 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. G nauth. 4751 Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Garteuftraste 2. «ugedot btt Arbeitnehmer r 1 Backer, 1 Buchbinder, 1 Installateur, 1 Metzger, 1 Schlosser, 1 Maschinenschlosser, 1 Taglöhner, 1 Erdarbetter, 1 Fabrik- aufseher, 1 Gartenarbeiter, 1 Gärtner, 1 Fabrikarbeiter, 1 Dienstmädchen, 1 Büglerin, 1 Commis m. gut Zeugn. Nachfrage der Ardeitgeder r 1 Drechsler nach Gießen, 3—4 Drechsler nach Auswärts für eine Dampfdrechtzlerei, 1 Metalldrücker. 1 Spengler, 1 Installateur, 2 Rahmenmacher (Glaser), 1 Geschirrschmied sür ein Eisenwerk, i Schmied, 2 Schuhmacher, 3 Bau- und Möbelschreiner, 1 landwirthschaft!. Arbeiter, 1 HauS- dursche im Alter von 14 oder 16 Jahren, 1 tücht. Schweizer, > junger kräftiger Mann für Gartenarbeit, 1 Fuhrknecht, 1 Erdarbeiter, 1 Taglöhner, 14 Dienstmädchen vom Lande für Küche und Hausarbeit, 1 älteres Kindermädchen oder Kinderfrau, 1 Köchin, 1 Küchenmädcheu bet hohem Lohne für eine Anstalt, 1 Kindermädchen. m ilH***1 uid -°' 4462 [Behördliche Anzeigen | Arbeitsvergebung. Die nachverzeichneten Arbeiten sür das städtische Gas- und Wasserwer Gießen sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden, nämlich: 1) Verlängerung eines Kohlen- schuppens, 16 m laug und 7,5 m breit. a. Maurerarbeit, b. Zimmerarbeit, c. Dachdeckerarbeit, d. Pflasterarbeit, e. Klempnerarbeit. 2) Vergrößerung des Gassaugerraumes. a. Maurerarbeit. b. Tüncherarbeit. c. Zimmerarbeit. d. Dachdeckerarbeit. e. Schreinerarbeit. f. Klempnerarbeit 3) Einrichtung einer Arbeiter- ftube im Retorteuhause. a. Maurerarbeit. b. Tüncherarbeit. c. Zimmerarbeit. 4) Schmiedeeiserne Einfriedigung nebst Hosthor an der Ostanlage. a. Schlofferarbeit. b. Maurerarbeit. Die Bedingungen, Arbeitsbeschreibungen und Zeichnungen liegenwährend der Dienststunden auf unserem technischen Bureau zur Einsichtnahme offen. Bezügliche Angebote sind bis zum Montag, den 24. Mai d. I., Mittags 12 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns einzuretchen. Gießen, den 12. Mai 1897. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. _______Otto Bergen. 4771 Die am 11. d. Mts. im Frei- herrlich von Rabenau'schen Wald- district Struth bei Beuern abgehaltene Holzverfteigerung ist genehmigt und können die Abfuhrscheine von Freitag, den 21. d. Mts. an bei der Rentei zu Londors in Empfang genommen werden. Die Holzüberweisung erfolgt Montag, den 24. d. Mts., Morgens um 8 Uhr, wobei Abfuhr stattfinden kann. Treis a. L., den 12. Mai 1897. Amendt, Forstmeister. 4765 Holzgelderhebung. Künftige« Montag, den 17. Mai d. Js., soll die erste auswärtige Erhebung von Frei- herrlich von Rabenau'schen Holzgeldern in der Wirtschaft des Herrn Karl Ranft in Beuern von Vormittags 9 bis 12 Uhr ftatt- finden. Londorf, den 12. Mai 1897. Der Rentmeister. __________Schmidt.______4772 Erweiterung der Abfertignngs-ve- fngniffe der Station Oder-Widder». heim. Die Abfertigungsbefugniffe der oor- jenonntcn, an der Oberhesfischen Bahn- trecke Hungen- Nidda liegenden Station, werden vom 20. d. Mts. ab auf die Be, örderung von Gütern aller Art sowie von Leichen und lebenden Thieren ausgedehnt. Die Beförderung von Fahrzeugen und Sprengstoffen bleibt ausgeschlossen- Frankfurt a. M, den 10 Mat 1897. Königliche Eisenbahndirectton- 4777 Verdingung. Die Pflasterung von Gossen auf dem hiesigen Friedhof soll Montag, den 17. d Mts., Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedin- dungungen liegen bei uns Zimmer Nr. 7 zur Einsicht offen, woselbst auch Angebots-Formulare erhältlich find. Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 11. Mai 1897. Das Stadtbauamt: _________Schmandt. 4753 Das Eindecken rc. von Klemfchlag für die Gemeinde Hörnsheim, 149 cbm, Lützellinden, 110 cbm, wird Mittwoch, de« 19. d. M., Vormittags 9 Uhr, in meiner Amtsstube auf mündliches Abgehot vergeben. Wer sodann für Hörnsheim, 48, und für Lützellinden, 35,5 cbm, Bindestoff für auf Kleinschlagdecken liefern will, hat seine Forderungen schriftlich bis 19 d. MtS., Vormittags 10 Uhr, hier einzureichen. Bedingungen vorher hier einzusehen. Gr. Rechtenbach, 11. Mai 1897. 4766 Das Bürgermeister Amt. Mache hierum dem geehrten Publikum die Mittheilung, daß ich nach dreijähriger Abwesenheit mich wieder per niedergelassen habe und empfehle mich in Korb- u. Stnhlflechterei in solider Ausführung bei billiger Bedienung bestens. 4702 »k«r, Mm LM, LammSr. 16. fit Nur noch kurze Zeit 4696 fabelhaft billig- 3065 und 4252 Cognac 4666 0 Kinderwagen 0 in schöner Auswahl zu billigsten Preisen. 3616 0 billig im SebflodT. 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