&8r 5g ijfflle Sagt 10 Uhr Abeids «W lt Mit S-Para ito, n Barn« W direetion. 000. agend^ ItW Pea. M. i m heule ab >s 8 W-. Privatdoceo: jtetaf OAitn hrdm 3^'' er Vorstand. Glllra^ yMj; )00 lllf» mein8«9« Wl* Biri»e, ^iten '•6,r' j aquetSj igen iltiqfter Mr. Kiew saisoi »s i« * ft; Zeisen, f*1* i ilMLgen in DNgSvoll b Sisvsr M 62 Der Meett Anzeiger erscheint täglich, «U Ausnahme bei Montags. Dir Gießener -«»lktenoktlter »erden brat Anzeiger »HchaUlich breimal deigelegt. Drittes Blatt. Sonntag den 14. März 1897 Gießener Anzeiger Kenerak-Wnzeiger. vierteljähriger Kvoanementspreiss 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch bie Post bezöge» 2 Mark 50 Psg. Rebaction, Txprbitis» unb Druckerei: Kch«lstr«tze Mr.Hg Fernsprecher 5L Aints- und Anzeigeblutt für den Tiveis Gieszen. . ----^ -■ - "“ " ' ' ■■■■ ..—-■■■■ - _! JU. (^xioGonor Alle «nnoncen-Bureaux beS Irr» unb AuSlanbeS nehme» yimisvriiuyt:« ^UUUlUKVlUUtl. Anzeigen für bra „Gießener Anzeiger" entgegen. LtuS den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stünde. nn. Darmstadt, 12. Marz. Die Sitzung wird um 9 Uhr eröffnet. Auf der Tagesordnung stehen heute wieder eine Reihe von Interpellationen, resp. deren Beantwortung. Eine Anfrage des Abg. Schmitt und Genossen, die religiöse Erziehung der Kinder gemischter Ehen betr., beantwortet StaatSmiotster Finger dahin, daß bei Erlaß der Verordnung vom 27. Februar 1826 die Träger der damaligen Gewalt von dem Gedanken ausgegangen sind, daß eS im Bestimmungsrecht Seiner Kgl. Hoheit des GroßherzogS liege, die Der- bältniffe der Religion und der Schule gesetzlich zu regeln. Nachdem eine ganze Reihe von Dissense in dieser Sache zu Tage getreten sind, beabsichtigt die Großh. Regierung dem Hause demnächst eine diesbezügliche Vorlage zu machen. Eine weitere Anfrage, die Einführung des bürgerlichen Gesetzbuches betr., wird dahin beantwortet, daß, nachdem die Collegialgerichte des GroßherzogthumS die ihnen aufgetragenen Gutachten über die zu erlaffenden AuSführungS- Vorschriften zu einem erheblichen Theil erstattet haben und eine allgemeine Ueberficht über die privatrechtlichen Bestimm- nngeu der hessischen Parttkular-Gesetzgebung angefertigt worden ist, hat man mit der Ausstellung der durch die Einführung deS bürgerlichen Gesetzbuches veranlaßten landesgesetzlichen Vorschriften soweit begonnen, als dieser vor der Verabschiedung deS Reichsgesetzes möglich war. Die Fertigstellung her Entwürfe soll thunltchst beschleunigt werden. Sie können aber nicht erfolgen, bevor die mit dem bürgerlichen Gesetzbuch zusammenhängenden Reichsgesetze verkündigt sein werden. Ueber die Frage, ob die Notariate in Rhein- hiessen ausgehoben oder beibehalten werden sollen, hat die Regierung eine entscheidende Stellung noch »icht genommen. Sie hegt aber den dringenden Wunsch, die Verschiedenheit mit der Einführung des bürgerlichen Gesetz- i-ucheS beseitigt zu sehen. Die Anfrage der Abgg. Weidner und Schmalbach, bie Erbauung der Nebenbahn Gebern—Greb enhatn— Lauterbach betr., beantwortet Ftnanzminister Weber. Derselbe führt aus, daß der Entwurf zum Bau der Bahn sertig gestellt und die Grunderwerb-pläne dem KreiSamt Lauterbach zugegangen seien. Die Verhandlungen über die SluSführung sind erst in den letzten Tagen zum Abschluß Feuilleton. Anstphabkie». Don Dr. Julius Liebert. (Nachdruck verboten.) „Borgelesen, genehmigt, unterschrieben," sagte der Amts- r lchter, drückte die frische Schrift deS ProtocollS in ein Löschblatt und schob den Bogen dem an der anderen Seite deS Tisches Sitzenden hin. Der Secretär reichte ihm eine mit Tinte gefüllte Feder. Der alte Mann mit dem sonnenverbrannten, verwitterten Gesicht rutschte unruhig auf dem Stuhle hin und her, warf einen ängstlichen Blick auf den Amtsrichter und faßte den Federhalter an, als ob dieser von Blei sei. Ein dicker Tropfen Tinte fiel auf da- Papier. „Hber ich bitte Sie," meinte der Amtsrichter und eilte mit dem Löschblatt hinzu. „Sie brauchen ja nur Ihren Namen hier auf diese Stelle zu schreiben. Sehen Sie, hier l schreiben Sie hin: Ignaz Szrwitz'ckij . . Und Ignaz Szrwitzicktj schnitt ein betrübtes Gesicht und unterschrieb: fit- „Ach so," machte der Amtsrichter, „Sie können nicht . . . ?" „Nein," dehnte Ignaz, „fällt sich mich zu schwer." Herr Ignaz Szrwitzicktj war nicht im Stande, seinen kirnen schreiben zu können. Ich bin überzeugt, daß die Leser auSrusen werden: der Schreiber dieses Artikels erzählt uns auch eine kräftige Münchhauflade- in den Gegenden, in denen Amts- richter und Secretäre ihres Amtes walten und in denen Protokolle zu unterzeichnen find, da kann es doch keinen er- vachfenen Menschen mehr geben, der nicht zum mindesten itiaen Namen schreiben könnte. Gemach — gemach — ich beruse wich auf die Statistik uttb die wird sicher Jedermann als beweiskräftig gelten laffen mUffen. Die weift nach, daß in der Provinz Posen — in dieser spielt der oben mitgetheilte Vorgang — von hundert jmgen Leuten, welche in die Armee cintraten, im Jahre 1890 gekommen und wird jetzt die landeSpolizetliche Prüfung deS Entwurfs vorgenommen werden. Das Haus tritt sodann in die Berathung der Vorlage betr. Vorbereitungen einer Reform des direkten Steuerwesens, wofür die Regierung als Pauschsumme den Betrag von 55000 Mk. fordert. Ministerialrath v. Krug entwickelt in eingehender Weise daS Programm der von der Regierung geplanten Steuerreform. Den Maßstab für die Besteuerung bilde die Leistungsfähigkeit der Steuerzahler. Die Regierung habe von jeher Reformen aogestrebt, insbesondere, um den Grundbesitz zu entlasten. Der Wunsch nach Steuerreformen herrsche eben in allen Staaten. In Preußen habe man die Grund- und Gewerbesteuer von den Staatssteuern abgeschieden und sie den Gemeinden überwiesen- dadurch haben sich die preußischen Finanzen wesentlich gebeffert. DaS Programm für die hessische Steuerreform stehe fest. Bezüglich der Realfteuern spielen diese nicht mehr die Hauptrolle, sondern die Einkommensteuer mit der Kapitalrentensteuer. In Heffen seien die direkten Steuern am höchsten beziffert. Das Budget kranke daran, daß die Art der Einnahme zwar theoretisch richtig, aber praktisch unrichtig fei. Die jetzige Reformfrage beeinflußt das nächste Budget in keiner Weise. — Abg. Schröder erklärt, daß die Grundsätze, welche er soeben vom Regierungstische gehört habe, mit Freuden zu begrüßen seien. Nicht weniger als 24 Jahre sei im HauS über diesen Gegenstand geredet worden. Er ersucht Großh. Regierung, so rasch als möglich eine Denkschrift fertig zu stellen, in welcher die ganze Steuerreform niedergelegt sei. — Abg. David hält eS für erfreulich, von der Regierung das Zugeständntß zu hören, daß die direkten Steuern die allein richtigen seien. — Abg. Ullrich wünscht insbesondere daS Großkapital zur Steuer herangezogen. Dies umsomehr, als sich durch die Selbsteiaschätzung herauSgestellt habe, daß Leute, welche früher 74 000 Mk. Einkommen versteuerten, heute mit 1 Million 400000 Mk. sich eingeschätzt haben. Durch die Theorie dürfe sich die Regierung nicht beeinfluffen lassen. Die Reichen müsie man bis zu 50 pCt. des gesummten Einkommens heranziehen. — Abg. Joutz spricht in ähnlichem Sinne. — Abg. Schmitt lehnt jede Ausdehnung der indirekten Steuern Namens seiner Partei ab. Bei der nun erfolgten Abstimmung wird der Antrag der Regierung einstimmig angenommen. Bezüglich der Regierungs-Vorlage, den vierten Nachtrag zum Gesetz vom 15. November 1890, betr. Herstellung drei dieser HeereSpfltchtigen ihren Namen nicht schreiben konnten. Im Jahre 1880 waren eS noch beinahe elf, zehn Jahre früher beinahe fünfzehn, oder in Procenten angegeben: 1870 --- 14,38, 1880 = 10,99, 1890 = 3,01. Und im Jahre 1900 ? Nun, da ist wohl zu erwarten, daß auch diese 3 Procent verschwunden sein werden, denn unsere Pädagogen laffen eS an Anstrengungen und Eifer nicht fehlen. Und da der Schulzwang sehr kräftig mitwirkt, wird wohl das neue Jahrtausend im Deutschen Reiche diesen Ignaz Szrwitztcktj mit den 4 f f nicht mehr erblicken. Es wird behauptet, daß der Verbrauch von Seife den Culturzuftand eines Landes bestimme. DaS mag bezüglich der Reinlichkeit zutreffen, aber die steht erst in zweiter Linie, wenn es sich um die Schulbildung handelt, fie wird durch die letztere erst hervorgerufen, weil den Kindern eingeschärft wird, daß fie nicht unreinlich zur Schule kommen dürfen. Also erst Schule — dann Reinlichkeit. Wer nicht schreiben kann, vermag natürlich auch nicht zu lesen, es ist das ein Mensch zweiter Güte, der außerhalb der Welt des Geistes steht. ES ist sehr intereffant, zu erforschen, welches Land an der Spitze der Nicht-Schreiber und Nicht-Leser steht. Die Statistik hierüber ist neueren Datums, fie kann höchstens auf zwanzig Jahre ihrer Thärigkeit zurückblicken. Unb auch da erstreckt fie fich lediglich auf die Eultur- länder Europas, oder noch präciser auSgedrückt, auf die Culturläader der Staaten Europas, in denen die allgemeine Militärpflicht durchgeführt ist oder in welchen die Keuntniß des Schreibens von Denen verlangt wird, die in den Ehestand treten wollen. Wie es in außereuropäischen Ländern auSfiehr, ist mit Sicherheit nicht anzugeben, aber dort, wo Lesen und Schreiben noch Privilegien einer besonderen Kaste find, kann eS nicht Wunder nehmen, wenn 90 bis 95 pCt. Analphabeten heraus- gerechnet werden. DaS ist z. B. der Fall in Ostindien, in China, in Afrika. Und wie wirdS in Rußland sein? Wie io der Türket? Wahrscheinlich etwa-, aber gar nicht viel besser. Die „wilden- Länder auf der Balkanhalbinsel, Bulgarien, Serbien, Rumänien, die erst seit einigen Jahrzehnten von Nebenbahnen, beantragt der Ausschuß, die äuge- forderte Summe im Betrage von 2 350000 Mk. zu bewilligen. Abg. Schröder beantragt, alle auf der Nebenbahn Undenheim Nierstein abgelaffenen Züge bis Oppenheim fahren zu lassen. Das Haus beschließt diesen Anträgen gemäß gegen 11 Stimmen. Die Vorlage der Regierung, betr. den Gesetz-Entwurf über die Aufbringung von Mitteln zur Gewährung von Darlehen aus der LandeScredttkasfe, findet einstimmige Annahme. Wegen vorgerückter Zeit wird die Berathung der Regie- rungS-Vorlage, die staatlichen Baubeamten im Kuuststraßen- wesen betr., abgebrochen. Morgen früh 9 Uhr S tzung. Die neuesten Entdeckungen ans archäologischem Gebiete haben für das PauluS-Museum in WormS und daS Pro- vinzial-Museum in Trier werthvolle Bereicherungen gebracht. „Im Schild" zu Worms hat Freiherr von Hehl zu HernS- heim zu Gunsten des PauluS-Museums während der Zeit vom Sommer vorigen Jahres bis Anfangs Februar d. IS. 295 unversehrte römische Gräber aufdecken lassen und untersucht, und wettere Nachforschungen im Südweften der Stadt haben eine weitere, anscheinend ebenso große römische Grabstätte ergeben. Während daS erstgenannte Gräberfeld sich an der vom Niederrhein über Mainz und Straßburg nach dem Oberrhein ziehenden römischen Heerstraße befindet, und noch lange nicht völlig untersucht ist, erstreckt fich das neuentdeckte längs der auf dem linken Ufer des EisbacheS über Horchheim, Heppenheim und Offstein, also nach Wrsten, ziehenden Römerstraße. Auch diese Straße ist in ihre» ganzen Verlauf von der Mitte der Stadt an, bis zu ihrer äußersten Grenze am „Kirschgarten" genau bekannt und in vielen Querschnitten bloßgelegt worden. Sie verläuft über die vorhin genannten Ortschaften nach der nächsten größeren römischen Station Eisenberg in der Pfalz hin, um von hier über daS Gebirge nach Kaiserslautern und in die Westpfalz zu ziehe». Eine im Süden der Studt neu angelegte Straße wurde deshalb „Etsendergerstraße" genannt. An der erstgenannten Straße wurden im frühen Mittelalter, als die Römerstraßen noch die alleinigen Verkehrswege bildeten, da- Kloster „Maria- Münster" und das längst verschwundene „GutleuthauS" erbaut, au der nach Eisenberg ziehenden Straße daS Kloster von der Eultur „beleckt" werden, werden auch keinen Ueber- fluß an Schreibgelehrten haben. Als ich vor Kurzem der serbischen Hauptstadt Belgrad einen Besuch abstattete und im Kaffeesalon des „Hotel de Paris" einen „Schwarzen" nahm, fielen mir eine Anzahl Männer in reicher serbischer Nationaltracht auf, die am Neben- tische sehr eifrig diLcutireen und allerhand Notizen auf lose Blätter aufzeichneten. Diese Blätter ließen fie, als fie fortgingen, liegen und der Kellner fegte die beschriebenen Papiere vom Tisch. Eins flatterte zu mir herüber und ich griff eS auf. Da standen gar sonderbare Zeichen auf dem Papier, die ich mir nicht zu deuten vermochte. Ich fragte meinen Freund, der ein serbischer Schriftgelehrter ist. Der lachte laut auf: „DaS ist gar nichts, nicht serbisch, nicht ungarisch. DaS find Hyroglypheu, die nur der Eiugewethte versteht. Deine Nachbarn, die reichsten Leute deS Landes, haben eine Schweinebörfe abgehalten, eS waren Schweinehändler, die ihre Geschäfte abgeschlossen haben. Dies hier find ihre Aufzeich- nungen — mit Schreiben und Lesen tst'S bet manchem schlecht bestellt, aber daS Schweine-Serbisch verstehen fie alle." Von Belgrad ist das ungarische Semliu nur durch den Donau-Sau'Zusammenfluß getrennt — dieses Gegenüber erklärt schon, daß eS auch faul auSseheu muß im Staate Ungarn. Und thalsächlich gab eS dort im Jahre 1881 noch 57,14 pSt. Analphabeten. DaS war 1881 — in den 16 Jahren bis heute wird fich Viele- gebessert haben, und eS wird fich noch mehr bessern, da anläßlich der vorjährigen Milleniumsfeter allein 400 neue Schulen im Lande errichtet worden find. Aber die Pußteu der Niederungen, diese langen öden Strecken mit ihrer schwachen Bevölkerung, da- find Festungen, welche die fortschreitende Eultur erst zu erobern hat. Sie wird fie aber sicher sehr bald erobern, denn die Magyaren find ein bildungSeifriges Volk, erfüllt von dem Ehrgeiz, innerhalb der Culturnationen einen achtunggebietenden Rang einzunehmen. Was Ungarn kann, hat rS anläßlich der MilleniumS-Aus- stellung gezeigt, was eS zu Stande bringt, zeigt heute die Hauptstadt Pest. Die marschirt an der Spitze der emporstrebenden Großstädte Oesterreichs. Außerordentlich rückständig ist Croatten und Slawonien. Kirschgarten. Mit letzterer Straße zusammen, verläßt noch eine dritte Römerstraße die Stadt, welche sich in der Näse de» neu entdeckten Gräberfeldes von ihr trennte, um sofort westwärts zu ziehen. Diese, sitzt noch „Hochstraße- genannt, zieht in gerader Linie auf der Höhe hin, an dem hohen Kreuz bet Pfeddersheim vorbei nach Hoheu-Sülzen und an der Stelle vorüber, wo seinerzeit die im Mainzer und Bonner Museum befindlichen, berühmten durchbrochenen und grschlif. fenen Gläser gefunden worden find. Dieser Straße zu Ehren wurde die neu angelegte, die Eisenberger Straße rechtwiukelig schneidende Straße „Hochstraße" genannt. DaS jetzt aufgesundene Gräberfeld liegt in seiner ganzen Ausdehnung ebenfalls auf von Hehl schein Fabrtkgebtete. Freiherr von Heyl wird eS ebenfalls für das PauluS-Museum untersuchen lasten. ES ist dies bis jetzt die fünfte der in einem großen Halbkreise um die Stadt gelagerten römischen Nekropolen, an welche sich meist noch größere fränktsche Grabfelder anschlteßen. Mit der Exploittrung des neuen Gräberfeldes ist sofort begonnen worden. Es fanden fich bereits Steinsarkophage und Bestattungen in Holzlärgen mit ihren characteristtschen Beigaben. — Die Thätigkeit des Pro- vinzial-MuseumS in Trier richtete sich im vergangenen Jahre namentlich auf die weitere Untersuchung der römischen Stadtbefestigung. Zunächst wurde der Uebergang über daS Thal des Olewtger Baches untersucht. Bisher hatte man angenommen, daß dieses Thal nicht von der Mauer durchzogen sei, sondern daß an deren Stelle die gewaltigen Dämme aufgeschüttet seien, deren Reste jetzt noch daselbst zu sehen find. Die Untersuchung stellte aber fest, daß diese Dämme nicht auS römischer Zeit, sondern auS dem 16. oder 17. Jahrhundert stammen. ES fanden sich nämlich Scherben auS rheinischem Steinzeug dieser Zeit in beträchtlicher Tiefe in den Dämmen vor. Die weitere Untersuchung ergab dann, daß die römische Befestigung als Mauer daS Thal durchquerte- die Mauer ward vor und innerhalb jener Dämme in prächtiger Erhaltung gefunden und zeigte überall auch die sonst übliche Breite und Bauart. Während des letzten Vierteljahres 1896 wurden auf der Ostseite der Stadtmauer, nördlich vom Amphitheater, die Reste eines FestungSthurmeS eusgegraben, der gleich den anderen Stadtthürmen al« hohler Rundthurm gebaut war. Ebenda wurde auch der Eintritt der vom Ruwerthale herkommendeu römischen Wasterleitung in das römische Stadtgebiet untersucht. Eine wichtige Entdeckung wurde ferner an der Porta Nigra gemacht. Um die Grundmauer der runden Thurm- ausbauten des Thores mit derjenigen der entsprechenden Theile an dem früher auSgegrabenen Südtheile zu vergleichen, wurde ein Theil derselben an dem westlichen Thorthurm freigelegt. Dabei fanden sich unerwartet sieben römische Brandgräber, die theilweise mit großen Dolienscherben überdeckt waren und auS je einer Urne mit Knochen und Krügen, Tellern, Näpfchen und Lämpchen bestanden. Eines der Gräber, die ihrem Inhalte nach alle derselben Zeit angehören, enthielt eine Bronce Münze der älteren Faustina (f 141 n. Ehr.). Sechs Gräber waren unversehrt, eines war theilweise zerstört, und eß fanden fich von seiner Urne nur noch einige Scherben und geringe Knochenreste vor. Ließ schon dieser Umstand darauf schließen, daß die Zerstörung des Grabes bei Anlegung der Grundmauer der Porta Nigra erfolgt sei, so wurde diese Vermuthung bei weiterer Bertiefung deS Grabes zur Gewißheit, da fich nämlich senkrecht unter der Stelle, wo daS Grab gestanden, einen halben Meter tiefer, Scherben der zerstörten Urne und Knochen ihres Inhalts in dem Mörtel der Grundmauer des RömerthoreS eingebacken fanden. Damit ist, nach Ansicht der Sachverständigen, der Beweis erbracht, dast die Porta Nigra jünger ist als jene Gräber und demnach nicht vor der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts der christlichen Z'itrechnung erbaut fein kann. Dieses Ergebniß ist insofern von Bedeutung, als sich früher gewichtige Stimmen für eine sehr frühe Erbauung der Porta Nigra ausgesprochen hatten. Unter den Erwerbungen deS Museums sind namentlich einige römische Steindenkmäler zu nennen : in erster Linie eine Weih-Inschrift an den Gott Mars Intarabua, sowie eine heidnische und mehrere frühchristliche Grab-Jnschriften. Ferner wurden erworben: ein großes, dem Merkur geweihtes Denkmal mit Darstellung deS Merkur, der gallischen Göttin RoSmerta und der gallischen Götter Eaua und Tarvoa trigaranua, sowie ein Block von einem großen Denkmal, der auf drei Seiten mit Reliefs geschmückt ist. Letztere zeigen folgende Darstellung: 1) Apollo verfolgt den Herakles, der den delphischen Dreifuß geraubt hat, 2) Daphne, verfolgt von Apollo, und 3) EroS, Früchte naschmd. Von den kleineren Alterthümern ist zu erwähnen ein römischer Goldring mit N cologemme, deren eingegrabenes Bild Venus mit den Waffen des MarS darstellt. Unter den zahlreichen neu- erworbenen Münzen ist das hervorragendste Stück ein prachtvolles Goldmedaillon des Diocletian und MaximianuS Hercules, welches in Morbach, Kreis Berncastel, gefunden wurde. La. * Reiche Leute. Ueber den DermögenSstand der reichsten Leute in Preußen finden wir in der kürzlich dem Abgeordnetenhause mitgetheilten Statistik der preußischen Einkommen- und ErgänzungSsteuerveranlagung für 1896/97 folgende An- gaben: Mit dem größten Vermögen ist Baron Rothschild zu Frankfurt a. M. zur Ergänzungssteuer herangezogen, nämlich mit der Kleinigkeit von Über 215 bis 216 Millionen Mark, Krupp schätzt fein Vermögen nur auf 121 Millionen Mark. Seit dem Jahre vorher hat sich Rothschilds Vermögen um 12 Millionen, Krupps um drei M llionen vermehrt, jener war 1895/96 mit 203, dieser mit 118 Millionen Mark Vermögen zur Ergänzungssteuer veranlagt. Sein Einkommen aber berechnete Krupp, wie fich aus der Veranlagung zur Einkommensteuer ergiebt, im Jahre 1896/97 erheblich höher als Rothschild: aus „Über fieben bis acht Millionen", Rothschild nur auf „Über sechs bis sieben Mill." Auf wieviel über oder unter sieben Millionen verräth keiner. Beide waren übrigens im Vorjahre mit demselben Betrage wie im laufenden Jahre zur Einkommensteuer eingeschätzt. Der Kaiser, als König von Preußen bezieht bekanntlich jährlich eine Krondotation von 15*/, Millionen Mark. In gewaltigem Abstande folgt auf die beiden NabobS Krupp- Rothschild ein Breslauer Landbewohner (Herzog v. Rattbor?) mit einem Vermögen von 85 Millionen (im Vorjahre 83 Millionen.) Zur Einkommensteuer ist er, wie im Vorjahre, mit einem Einkommen von „über zwei bis drei Millionen* veranlagt, ebenso wie ein Kasseler, der im Vorjahre ein Einkommen von über drei Millionen versteuerte und jetzt zur ErgänzungSfteuer mit 26 Millionen Mark Vermögen veranlagt ist. Immerhin läppert es fich bei ihm, denn im Vorjahre schätzte er sein Vermögen auf nur 24 Millionen Mark. Als clasfische« Beispiel für die Roth der Landwirths iaft lteße fich vielleicht der erschreckliche vermögensverfall eines Oppelner Landbewohners verwerthen, der im Vorjahre noch mit 70 Millionen Mark, jetzt aber nur noch mit 61 Millionen Mark Vermögen zur Ergänzungssteuer veranlagt ist, aber andererseits hat fich bei einem zweiten Landbewohner desselben Regierungsbezirks innerhalb Jahresfrist daS Vermögen von 44 auf 57 Millionen Mark erhöht. Ihr Einkommen aber haben Beide in trauter Harmonie wie im Vor- jahre mit „über zwei biß drei Millionen Mark- zur Ein- kommensteuer veranlagt, rund und nett. Außer dem Raffelet, dem Breslauer Landbewohner und den beiden Oppelner Landbewohnern versteuert 1896/97 noch ein Landbewohner im Regierungsbezirke Trier (Stumm?) ein Einkommen von über zwei bis drei Millionen Mark. Zur ErgänzungSsteuer ist er mit 25 Millionen Mark Vermögen (im Vorjahre 23 Millionen Mark) veranlagt. Im Regierungsbezirke Danzig stand im Vorjahre der vermögendste Mann mit einem Vermögen von 33 Millionen in den Listen zur ErganzungS- steuer, nach dem Tode Schichau'S berechnet in diesem Jahre der reichste Bewohner deS Regierungsbezirks fein Vermögen auf nur fieben Millionen, zur Einkommensteuer im Vorjahre mit einer Million Einkommen, in diesem mit 600,000 Mk. An Schichau'S Stelle ist in diesem Jahre mit 33 Millionen Mark Vermögen ein Magdeburger Landbewohner getreten, der im Vorjahre nur mit 29 Millionen zur ErgänzungSsteuer veranlagt war. Sein Einkommen beträgt wie im Vorjahre aber nur „über eine bis zwei Millionen". Dieses (Stntommer theilt er in seinem Regierungsbezirke mit zwei Genoffen, die aber zur ErgänzungSsteuer nur mit einem Vermögenvon 12 Millionen veranlagt sind. ZiehenwiralsodieVeraulagungenzur Einkommen- steuer in Betracht, so folgt auf den Kanonenkönig in Essen der noch 1894/95 blo« ein Einkommen von 6l/2 Millionen im Jahre darauf schon 7,135,000 Mk. und jetzt ebenso „über sieben biß acht Millionen Mark" Einkommen versteuert, Rotb schild mit einem Einkommen von über sechs bis sieben Millionen, dann auf fünf Krösusse mit „über zwei bll brei Millionen- Einkommen ein Kasseler und vier Landbewohner in den Regierungsbezirken Trier, BreSlau und zwei in Oppeln. Ein Einkommen von über eine bis zwei Millionen versteuern 20 Personen. Rangiren wir aber diese hoher. Herrschaften nach ihrem Vermögen, wie eS zur Ergänzung« steuer herangezogen ist, so ist Rothschild der reichste (mit 215 Millionen Vermögen), dann folgt Krupp mit 121 Mill., ein Breslauer Landbewohner mit 85 Millionen, zwei Oppelner Landbewohner mit 61 und 57 Millionen, ein Magdeburger Landbewohner mit 33 Millionen, ein Städter im Regierung« bezirke Münster. Kunst-Ausstellung, "Ä nähme deS Samstag«, von 11 bt9 1 Uhr, am Mittwoch auch nod von 3 bi« 5 Uhr. ConnUflß unvnterdr-che« vo» 11 Ml 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitgtteder an Werktage» 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. Dort gab el im Jahre 1881 noch 70,01 NichtSwiffer — in ganz Oesterreich im Jahre 1890 noch 34 pCt. I Oesterreich ist eben groß — sehr groß! Die industriereiche Gegend NordböhmenS, die Wildniß des CarftlandeS, daS „goldene Prag" und daS croatische Agram — welche Gegensätze! Dort eine deutsche Stadt neben der andern, Dorf an Dorf, hier eine sterile Wildniß, welcher die wenigen Bewohner mühselig den Lebensunterhalt abringen müffen, — dort daS Dorado der Czechen und Croaten, welch letztere in dem Bereiche deutscher Zunge in der Mehrzahl all „Mausfallen- Händler" sich bemerkbar machen. In Italien siehtS auch schlecht auS: 1881 gab eß dort 61,60 pCt. Analphabeten, in Portugal 1880 gar 79,07. Heute werden sich die Verhältniffe in beiden Staaten ge- beffert haben, wie sich die Besserung procentualiter auS- drücken würde, darüber liegen sichere statistische Aufzeichnungen noch nicht vor. DaS Unterschreiben der HeirathSurkunden erfordert zwei Unterschriften: er muß schreiben, fie auch. Und da stellt sich dann heraus, daß daS „schwächere" Geschlecht auch in der Kunst deS Schreibens schwächer beschlagen ist, als die dösen Männer. Eine Aufstellung wird dies veranschaulichen. Ja England konnten im Jahre 1880 durchschnittlich 4 Vs pEt. Bräute über die Procentziffer ihrer AuSerwählten hinaus nicht ihren Namen schreiben, in Schottland 8, Irland 4, Frankreich 10, Italien 21. Baden allerdings nur 0,6 pCt. Die Aufzeichnungen find in den Jahren 1878 bis 1881 erfolgt. Unter den einzelnen Ländern Deutschlands kommt Preußen am schlimmsten fort mit seinen 0,78 PEt., Bayern steht dagegen groß da mit 0,05, Baden mit 0,03, Sachsen und Württemberg mit 0,01 pEt. In den Reichslanden fieht eß wieder schlecht auß, dort erhebt fich die Wagschale biß auf 0,33 pCt. In Preußen sorgen die Ostprovinzen für den hohen Procentfatz, in Elsaß-Lothringen machen fich die Umwälzungen der fiebziger Jahre heute noch bemerkbar. Daß aber von Jahrzehnt zu Jahrzehnt ein ganz erheblicher Fortschritt zu verzeichnen ist, wird Jeden mit Genug- thuung erfüllen. Ich will die in die Augen springendsten Fälle anführen: die liebliche Provinz Posen verlor in dem Zeitraum von 1870/80 4, 1880/90 7 pCt. von Heeres- pflichtigen, die ihren Namen nicht unter da« Protocoll setzen konnten- in Westpreußen sank die Zahl in denselben Decennien von 14 auf 8 und schließlich 3 pCt., in Ostpreußen von 8 auf 5 und 3'/,. Ich führe jetzt in der Reihenfolge die Provinzen auf, von denen vom Jahre 1890 die AuShebungS- Protocolle vorliegen: Westpreußen, die schlechteste, mit 3,29 pEt., Posen, Ostpreußen, Schlesien, Pommern, Brandenburg, Hessen-Nassau, Sachsen, Rheinland und Hannover (beide 0,04 pCt.), Schleswig-Holstein und Westfalen mit 0,01 pEt., — die letzten beiden schießen also den Vogel ab. Bisher war immer nur von Analphabeten, also von Leuten, die nicht einmal ihren Namen aufs Papier zu bringen vermögen, die gar keine ober erschreckend wenig Schule genoffen haben, die Rede. Aber baß Schreiben ber Bor- unb Zunamen ist boch noch keine Kunst, baß läßt fich anlernen auf fein mechanischem Wege. Habe ich eß boch fertig gebracht, baß mein Junge von fünf Jahren sehr gut feinen Namen auf die Schiefertafel schreiben konnte. Er malte auch „Hauß", „Baum" nsw. nach, aber lesen konnte er baß, maß er ba zusammen gekritzelt hatte, nicht. Er war eben nur nach ber Vorlage mechanisch thätig gewesen. Zwischen schreiben können, baß Geschriebene auch verstehen unb gar erst feine Gebauten in vollendeter Form zu Papier zu bringen — zwischen diesen Unternehmungen liegen Stationen, die sehr oft nicht erreicht werden. Ich unterhalte auß geschäftlichen Gründen einen lebhaften Briefwechsel mit unseren „bona gena de province“. Herrjeh, — waß ich da mitunter für Briefe unter die Finger kriege! Zwei derselben laffe tch untenstehend folgen, — ich begehe keine Jndißcretlon und außerdem habe ich Alles sortgelaffen, was die Absender bloßstellen könnte. Aber als fin de aidcle- Bild über den Luiturzustand der Bewohner der Provinz Brandenburg werden fie willkommen sein. Da schreibt also ein „Tuchmacher unb Eigentümer" auf irgend einem „Kietz" bei irgend einem Städtchen: „Geehrtes Freunde die Karte habe ich erhalten, Die Rttngung nehme ich nicht an den ich habe es auf 6 Jahre gepachtet und 4 Jahre habe ich eS erst in benutz und 2 Jahre habe ich eß noch was ich mit Zeugen beweise ich laße eß auch gericht an kommen deine Pacht hast du ja erhalten .... wehe dem der auf mein Land komm in diese 2 Jahre ich bin nicht dein Dummergunge un nicht dein Affe Den du bist eine Lügnerinnen den ich weiß den du eß . . . . verpacht hast mit dieser Schwildlei kommst du auch dies Mahl nicht durch ich Schreibe nach mahl« wehe dem der auf mein Land kommt, in diese 2 Jahre. Schätzwert solltest du dich daß mich mit solcher schwildelei vorgehen thut da suche Dich einen ander auß. ich Bleibe dein Ergebenster Freund N Na, diese Sache mit dem „eß", daß auf 6 Jahr gepachtet und 4 Jahr benutzt worden ist und daß dann noch zu solchen Auseinandersetzungen Anlaß giebt, — die sollen die Leser tnß Loth bringen. Ich ahne so etwa!, aber gan- klug bin ich auß der Geschichte auch nicht geworben. Natürlich, — natürlich, — wird- an den verschiedenen Stammtischen ertönen, diese Epistel hat ja auch ein alter Mann abgefaßt, so einer, den wir noch von anno 1830,31 überkommen haben. Heutzutage, — unsere Schulen, — der Fortschritt in der Allgemeinheit, — der beim Einzel-Individuum, --unsere Kinder von 1870/71, baß find ganz aubere Menschen! In den Wein dieser Begeisterung muß ich wieder einige Tröpflein Wasier gießen. Bor mir liegt ein Brief eineß jugendlichen Heirathß Eandidaten. Der schreibt auß seine» Dorfe an feine Herzallerliebste: „Hiermit möchte ich mir mahl erlauben an die übe Anna Einige Zeilen zu schreiben wie du weist habe ich die Geschäfte übernommen und so sehe ich mir gt> nöticht mir auch nach eine Frau um zu sehen und i» möchte ich dir den Vorscklach machen ob du vielleicht wewilt bist meine Frau zu werden eß würde mir leer freuen wen du mit meinem Wunsche Einferstanden wären ich habe mit Vatern schon darüber Gesprochen unb !• möchte ich dein Gawort mir Einholen — und ich hoffe auch daß beste von dir zu erwart So sei nun so gut ich bitte dir darum mir fobalbt wie möglich Deine Abficht mir mit zu theilen unb nut du benftß und wie du eß meinst die größte Freuden Du mir bereiten möge dir meinen Bris bei gutter gesundheit antreffen und beim Fröligen wohlgemut Weiter weiß auch nichts zu schreiben König« geburttag und der srölche Zapfenstreich am 26 Aden« auch immer mein Geburtstag so lebe den Wohl Liebe Anna Eß grüft Freudlichtß" Daß landesübliche Postscriptum fehlt auch nicht, e« lautet: „es ist zwar nicht gut geschride ich hatte keine Zeit mer."*) So sehen die HeirathSanträge im Jahre 1897 au«! Unsere Pädagogen mögens beffern . . . . ! •) Die Briefe hoben mir im Original vorgelegen. D. Bert mOaui em iPrtz \W, M H \ MwvL aud; tu: tefttn VS» 11 H itzllrdn an Bote il auf 6 Hahr p uni ial bann n:: ziebt, - 61t feie o ttlual, abtx -L t gtttotbtn. an bin vnM ,«i i« «ui »- i) non anno .■ n^xtWtn,- tt beim Utopie D/Tl, da» N muß ich wirdin - liegt ein Bri^ t schreibt au« F nette i ""l« hin, Jn bR«b itir» -S'L uftÄM S^8 L'ä .ipK ir « " °””t“ •• W h ' ®ae" «lt eine M« ergüijm« "•In Mefein Ich l*'*i lein Sttein, *«« I« 8* 1 eit 600,000 i "eit 33 «6111,1, »hlWjitt |ittto !ut Stlini««* l8l tote im $0lici. • Diese« Sinfonie' vri Genossin, dir °l, ögenvvn12Millicn ungeniuiSinfomir' nonenfönig in Si- bon 6V, MA "d jetzt ebenso ,ii(: neu verstenmIt :r sechs «Ufe Mer jtoff'.'/ - ■ vier tei;t tslau m! pst ! biß i« Monte r abu iirfe hohn ei jor SlgavM^i ld ta reiche (» Inifp mit 121M ionen, MOtz-tv o, ein Magdrbui: bttr Im Kegiernn?! mit Ri* tto wii hiw»! »i- #,!!1 u W I" * ,■ adn« °b to * trl ,1 wltlt «I” ttt holen - dir r» . dir darum vil^' -S O- enftrei^ « lebe den ö°1l ünna , eudlichtr" s??* """ ft* ,1 imm*' zu permietben. 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I., von Bormittags 10 Uhr an, werden in der Seip 'schen Et'ftungswaldung bei Dagoberts- Hausen — 4 km von Marburg — Forstort Pfaffenwald: 7 Erlenstämme von 7—11 m Länge und 19—26 cm Durchmesser = 3,11 fm in Ort und Stelle öffentlich meist- lietend versteigert werden. Das Hol; liegt an der Straße »ich Marburg. Der Administrator Röhr 2477 in Marburg. 2103] Ein möbl. Zimmer per 1. April I f0cort npfurf.t zu vermiethen. vahnhofstraft« 49, H. '°Ton ^esucyr. Kleineres Jogis mit Wasserleitung und allem Zubehör per 15. April oder 1. Mai zu vermiethen. 2462] PH. Herrma««, Seltersweg 33. 2098] Der seit fieben Jahren bewohnte erste Stock meines Hauses, mit Vorgarten rc., ist durch den Wegzug des Herrn Ober-Ingenieur Graff per 1. Juli d. I. zu vermiethen. 6atl Wenzel. Frankfurterstr. 40. Mein neuhergerichteies Mansarden Logis ist durch Wegzug per 1. April zu vermiethen. 2073 Moritz Semmler, Wallthorstr. 15. Itb9j Mittlerer Stock, bestehend auS 6 Zimmern mit allem Zubehör, per 15. April l. I. anderweit zu vermiethen. ______________»i»marckstrafte 14. . ------ a, _ 2396] Kleine Wohnung zu vermiethen. "sicher ein gute» Handwerk bei so- __Marburgerstrafte 29. Vortigtt Vergütung erlernen will, 2260] I« Folge Versetzung gesucht. Wo? sagt die Expedition d. Bl, geräumige Wohnung hÄ ftaT,tS’w im oberen Stock auf 1. Juli d. I Wilh. Guter, Schuhmachermeister, L« vermiethen. ]____________Dammstraße 5. _________«udwigstrafte 1 _______________ Brave Mädchen 674] Hammstraft-12: FamtlienlogiS, I welche das Kleidermacheu gründ- 3 Z«mm°r erlernen wollen, werden ange. 431] Der mittlere Stock meines Hauses kommen et ist per 1. April anderweit zu vermiethen. üeschw. Schwarz S- Schmidt, Bahnbofstraße 37. 2253 Selterswea 81. 2420] Stübchen mit Bett zu ver- ------------ miethen.__________Riegelpfad 21. WCfUCt>t 2436] Zwei hübsch möbltrte Zimmer ein Mädchen, welches gut kochen kann an junge Kaufleute oder Einj -Freiwillige und Hausarbeit versteht. 2342 per 1. April oder sofort zu vermiethen. 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Laboratorium, analysirt und für vorzügliches Fabrikat anerkannt. Derselbe schreibt in seinem Attest u. A. wie „Monopol” „Monopol” „Monopol” „Monopol” Fahrräder i feinste deutsche Marke auch für 1897. Vertreter: Wilhelm Hamel. Giessen, Bleichstr. 7. Engros-Abgabe bei den alleinigen General-Depositären Gebr. Zülch, Alicestrasse 24. Central-Bureau der Langbein’schen Krebs-Extract-Präparate: Poggenmühle 11/12 folgt: . Da* KREBS-EXTRACT besitzt einen durchaus frischen und gesunden Krebsgeruch und die Farbe der gekochten Krebse. a Wach der Vorschrift der Gebrauchs-Anweisung wurde daraus Suppe hergestellt, welche sich weder in der Farbe, noch im Geschmack und Geruch von ans frischen Krebsen direct bereitster Krebssuppe unterschied. Das vorliegende KREBS-EXTRACT entspricht somit, sowohl bezogt, seines Geschmackes und Aromas, als auch seines Wahrwerthes, allen Anforderungen, welche man an ein derartiges Praparat zu stellen berechtigt ist. Hamburg, 13. Februar 1897. gez.: Dr. H. Gilbert ttffentl. ehern. Laboratorium. | Äug. Ossmann ?' 89 Selters weg 89 J ' empfiehlt fein reichhaltiges Lager in | Fantasie- und Luxusmöbeln, | sowie Folstermöbeln aller Art. $$ Ileberuahme ganzer Ausstattungen. mbi Langbein’s Krebs-Extract „Monopol” ist zu haben in Dehcateseen-, Colomalwaaren- und conBerven-Geschäften in Dosen ä 60 Pfg., Mk. 1 — und Mk. 1.80. Man hüte Bich vor werthlosen Nachahmungen. Nur echt mit der Marke: Langbein’s Krebs-Extract „Monopol . Mein fiigrr in firnriMni, deutscher und englischer Fabrikate ist aufs Reichhaltigste ui Schönste ausgestattet und bringe ich dasselbe nebst meinem als vorzüglich bekannten Zufchueide - Atelier, für Anfertigung von Herren- uni Knabengarderobe nach Maß, in empfehlende Erinnerung. J. Pfeffer, Marktplatz Nr. 6. 2390 in jedem Zeitungskioske, in 2484 1283 Brief- und Partei Etiqnetten Sehniatreese 7. II. Bayer. Landesausstellung Nürnberg 1896 Goldene Staatsmedaille allein in der Branche. 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