^d)nunn kie'e« 6n(m. ^iU S K bf- baft Äe* P, h° itt« $tt3t0,iiiit ** «8> “8ht toerb ' >* ‘gen unb a Ollölt - C * * n Feste >tt » ttan "'‘'st, d.1,,77 en dieser»»,, ? b|t ’• D m TM S 5*5 1 3.'tli,ieill b8lr °"!-hl-° tltd)t l"°, bn6 ,i kJ* Al«‘'ll-°, lli lt *,'• K Ich mf '°^s»s°lle einen Te ^^hmittillschch bei Großherzogi. Iw Druckerei 8t» !t Serie «hielt der ! lalltet: )°pan, ß. n. Atz. und rin ditto Prosit Testadev Jopill» zu «ehl, »Falkenber^, listtlicheu Marine, la ausgegedene Poft- n 4 und 5 Uhr in IU fünf Wochen, ue Prachtserie hol ßeftettt und zwar bin itfdien kriegervereineu eS sich uni nebst der In seiner erhabenen zthäler ohne schrossr »ischeo Roßtrappe und Ilptn erinnert Die uig Raum und daher -ine tztadte aus der lUtgenb. 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Zt. noch nicht in Frage- hieran wird erst gegangen werden, wenn" die Gemeinden sich dem Staat gegenüber zur Geländestellung formell verpflichtet haben und die Pläne nach dem Ergebniß der landespolizei- Uchen Prüfungstermine festgestellt find. — Die landeS- polizeiltche Prüfung wird erst vorgenommen, wenn die förmliche Verpflichtung der Interessenten zur Geländestellung vorliegt. Von der baldigen Herbeiführung der letzteren hängt also derzeit allein der Fortgang der betreffenden Bahnlinie ab. A Herbstein, 11. Januar. Der 53 Jahre alte Waldarbeiter Valerian Stuhl von hier gerieth heute Morgen im Walde beim Holzfällen unter eine fallende Kiefer und wurde ihm der Brustkasten eingeschlagen. Er starb heute Mittag an der erhaltenen Verletzung. Ruhl hatte die Feldzüge 66 und 70 mitgemacht und erfreute sich der besten Gesundheit. § Ruppertenrod, 11. Januar. Zu Beginn dieses Jahres wurde Herr Stationsführer Gensdarm Seum hier zum GenSdarmerie-Wachtmeister nach Alzey berufen. ? Mücke, 11. Januar. Daß der Bahnhof Mücke der Hauptverkehrspunkt des westlichen Vogelsbergs ist, geht nicht nur aus dem bedeutenden Verkehr dieser Station hervor, sondern auch aus den dort wie Pilze aus der Erde emporwachsenden Gebäuden und Anlagen. So sind kürzlich wieder zwei neue Häuser dort erbaut worden und bn6 dritte geht seiner Vollendung entgegen. Die Orte Merlau und Flensungen verbindet bald eine Reihe stattlicher Gebäude. Mücke, daS früher nur ein WirthshauS bildete, ftfct sich nun, außer dem Bahnhofe und seinen Anlagen aus vier Wirthschaften, einem Postverwaltungsgebäude, einer Dampfsägerei, einer Einladestation der von Rieder-Ohmen führenden Drahtseilbahn des dortigen Eisensteinbergwerkes, mehreren Privathäusern, zu denen nächstens eine Bäckerei kommt, zusammen. Wenn die Bahnverbindung zwischen Laubach und Mücke erst fertiggestellt und dem Betrieb übergeben worden ist, so wird sicherlich Mücke noch eine weitere Ausdehnung seines Verkehrs erfahren. -n- Gettenau, 11. Januar. Obgleich die kleine ArbeitS- locomotive noch nicht auf die hiesige Strecke zurückgekehrt ist, werden die Erdarbeiter, auf unserer Nebenbahnstrecke doch fortgesetzt. Anstatt Dampfkraft verwendet man Pferde- kraft, die aber bet Weitem nicht so ausgiebig ist. Während die kleine ArbettSlocomotive 16 bis 20 Wagen voll Erde mit großer Geschwindigkeit fortbewegt und daher täglich 26 bis 30 Züge fördern konnte, vormag ein Pferd nur 4 bis 5 Wagen viel langsamer zu ziehen, denn zwei oder mehr Pferde kann man auf dem Bahnkörper nicht anspannen. Die Arbeiten nehmen aber doch immerhin ihren Fortgang und der Zeitpunkt, wo die Bahn dem Verkehr übergeben werden kann, rückt näher. — Auch von einem neuen Funde kann berichtet werden, eS ist ein starkes Kn och en stück, wahrscheinlich der Unterkiefer eines urweltlichen Thteres. DaS Fundstück wurde von einem zur Zeit hier weilenden Maler abgezeichnet und daS Original an daS Museum nach Darmstadt gesandt. V. An« dem Vogelsberg, 11. Januar. Der Erlaß von NothstandSgeldern durch die StaatSregierung erfreut immer noch den unbemittelten Theil unserer Bevölkerung. In letzter Zeit find in verschiedenen Dörfern wieder derartige Erlasse vorgekommen, wobei besonders solche Personen berückfichttgt wurden, die Familienunglück hatten, oder wegen Krankheit und vorgeschrittenem Alter nicht mehr recht arbeiten, also wenig erwerben konnten. Die Berücksichtigten erkennen mit Dank die empfangenen Wohlthaten au. A Mainz, 11. Januar. Vor der Strafkammer deS hiesigen Landgerichts hat heute eine große Schiffdieb- stahlsaffaire ihren Anfang genommen. Auf der Anklagebank find nicht weniger als 13 Personen, vor denen als Beweisstücke ganze Berge allen nur möglichen Maaren auf- gehäust find, die von SchtffSdtebstählrn herrühren. Die Hauptangeklagten sind ein Schiffer Peter Krasche von Weisenau und deffen Frau und Sohn. Die übrigen Angeschuldigten sind der Beihilfe zu den Diebstählen und der Hehlerei beschuldigt. Wegen der langen Zeugenreihe wird die Verhandlung heute kaum zu Ende gehen. -s- Kastel, 11. Januar. Dank der Achtsamkeit eines Bahnbedtensteten wurde am SamStag auf dem hiesigen Bahnhof ein Unglück von unberechenbaren Folgen verhütet. Beim Füllen einer Locomotive mit Kohlen fand nämlich der Bahnbedtcnstete unter den Stückkohlen eine unentladene Dhnamitpatrone von großer Dimension. Wenn diese Patron- unbemerkt in die Locomotive gerathen wäre, hätte sie jedenfalls großes Unheil angerichtet. Für das Auffinden solcher Patronen, die häufig in den Bergwerken in die Kohlen ge- rathen, sind von den Bahnbehörden Mk. 100 bis Mk. 150 Belohnung ausgesetzt. A AuS dem Großherzogthum Heffeu, 11. Januar. Die aus W nzerkretsen zur Beseitigung der gesetzlichen Beschränkung in dem Verzapf der selbstgezogenen Weine heroor- gegangene Bewegung hat eine Gegenagitation des hefflschen GastwirtheverbandeS zur Folge gehabt. In einer an die Stände gerichteten Petition wird daS Bestehenlaffen der Beschränkung als eine große Rothwendigkeit zur Existenz des GastwirthsgewerbeS bezeichnet. Meyers Konversations -Lexikon Schssfsnachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gteßin vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 11. Januar. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Postdampfer Crefeld, Capitan H. Bruns, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist am 9. Januar, 10 Uhr Morgens, wohlbehalten tn Baltimore angekommen. (auch in Umtausch gegen ältere Werke) sowie alle andern Bucher liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VII. Bekanntmachung. Der Bekanntmachung vom 2. Januar 1897 in Nr. 8 dieser Zeitung, betr. die Actiengesellschaft „Spar- und Darlehnskaffe, Actiengesellschaft zu Sreinbach", wird noch zugefügt, daß der erste Vorstand der genannten Gesellschaft aus folgenden Personen besteht: 1. Karl Gerhard III., 2. Philipp Haas I, 3. Ludwig Gerhard I, 4. Ludwig Krämer L, 5. Heinrich Haas XIII. — alle in Steinbach. Gießen, den 11. Januar 1897. 522 Großherzogliches Amtsgericht. Weiffenbach. Bekanntmachung. Die Anlieferung von Kleinschlag, Pflastersteinen und Pflastersand soll in Aecord vergeben werden: 1. Kleinschlagmaterial, Grauwacken oder Kalk auf die vom Kreise Wetzlar übernommenen Communalstraßen in den Gemarkungen Ahrdt und Groß Altenstädten. 2. 3. 4. b. 6. 7. 8. V. // ii 107 108 150 155 // // Basallkleinschlag auf die Provinzialstraße Wetzlar-Gießen. „ „ „ „ Wetzlar Butzbach in Station 0,0—7,5 Kalkkleinschlag „ „ „ Wetzlar-Butzbach „ „ 7,5—14,5. 70 cbm Pflastersteine auf die Kreisstraße Wetzlar-Biskirchen in Leun. „ „ „ „ Wetzlar-Heuchelheim in Wetzlar. ( auf die Provinzialftraße Wetzlar-Weilburg \. ™ I „ ,, „ Wetzlar-Herborn „ Pflastersand „ „ Kreisstraße Wetzlar-Heuchelheim in Wetzlar. { „ „ Provinzialstraße Wetzlar-Weilburg j Wetzlar. Offelten auf die Anlieferung dieser Materialien sind bis Freitag, deu 15. d. Mts., auf dem Büreau des Unterzeichneten mit entbrechender Aufschrift versehen einzureichen, woselbst Kostenanschlag und Ledingungen zur Einsicht aufliegen Wetzlar, den 9. Januar 1897. Der Kreisbaumeister: Kämpfer. 520 Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Gartenstraße 2. Nachfrage der Arbeitgeber. Aagebot der Arbeitnehmer. IW llllilll» 325 32» Reichhaltiger Journallesezirkel l Bäcker. 2 Schreiner. 1 Kutscher. 1 Schneider 3 Pferdeknechte. 3 Lauffrauen. meines nächsten Kleider-Curfus ist Oonnerstag, 14. Januar. Anmeldunaen hierzu nehme ich in meiner Wohnung Bismarckstraße 26,1. St., 1 Schuhmacher für Werkstatt. 1 Schreiner nach Auswärts. 1 Waschfrau für ständige Arbeit. 1 Schweizer nach Auswärts. 1 Bürschchen für leichtere Arbett. 1 Schlosser. 3 Lauffrauen. 13 Lehrlinge. 8 Dienstmädchen. 1 ält. Person zur Versehung des Haushalts entgegen. Achtungsvoll Anna Kramer, akadem. gebild. Lehrerin (System M. G. Martens) 2 Lauf- bezw Hausburschen. 1 Lagerarbeiter. 2 Taglöhner. b Dienstmädchen. 1 Köchin. 1 Comptorift. von Mk. 1— ab. Journale nach eigener Auswahl. Nur gut erhaltene Hefte. — Prospecte gratis. 324 Ferber’sche Univ.-Buch-, Kunst-, Musikalien- Giessen. Handlung (C. Koch). Kirchenplatz II. Kkferuugs-DkrbjlWNg. Für das hygienische Institut soll die Lieferung von: 200 Ctr. Hütteu-Coaks, 50 „ Authracit-Kohlen, 2 Rmtr. Tauueufcheitholz auf dem Wege öffentlicher Verdingung vergeben werden. Die Lieferungs-Bedingungen können an den Wochentagen Vormittags von 10 bis 12 Uhr im hygienischen Institut eingesehen werden. Angebote sind bis zum 22. Januar d. I., Vormittags 10 Uhr, zu welchem Zeitpunkte die Oeffnung derselben erfolgt, verschloffen und mit entsprechender Aufschrift der Direction des hygienischen Instituts einzureichen. Gießen, den 11. Januar 1897. 523_____________Dr. Gaffky. Vergebung vou Bauarbeiten. Die bei dem Bau einer Kreisstraße von Gießen nach Wißmar erforderlichen und zu 19000 Mark veranschlagten Erd- uud Chaussiruugsarbeiteu des 2. ArbeitSlooses sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote bis Dienstag den IS.Jauuarl.J., Vormittags 11 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst Voranschlag, Pläne und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen. Gießen, den 12. Januar 1897. Der Kreisingenieur: Stahl.537 Holz-Versteigerung im Sicher Stadlwald. Mittwoch den 20. Januar, Vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Licher Stadtwald, District Dickestall, versteigert werden: 401 rm Buchen-, 17,2 rm Eichen-, 10 rm Linden-Scheiter, 118,6 rm Buchen-, 79,3 rm Eichen-, 10 rm Linden-Knüppel, 168,8 rm Buchen-, 151 rm Eichen-, 16 rm Linden Stöcke, 4700 Buchen-, 3230 Eichen-, 1346 Nadel-Wellen. Die Zusammenkunft ist auf der Nieder-Bessingener Schneise, wo auch der Anfang gemacht wird. Donnerstag, 21. Januar, Vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im District Unterspeierlingskopf versteigert werden: 5,6 rm Buchen-, 2 rm Eichen-, 19,9 rm Nadrlknüppel, 4 rm Elchen-, 115,7 rm Nadel- Stöcke, 70 Buchen-, 900 Eichen , 1635 Nadel-Wellen, 8 Schichten Lärchen-Stangen von 5 m Länge, verwendbar zu Gartenzäunen, 7 Buchen-Stämme mit 4,59 fm, 1 Ulmen-Stamm „ 0,37 „ 200 Fichten-Derbstangen 12,60 „ 1980 Frchten-Bohnenstangen, 23 Krefern-Stämme mit 14,71 fm, darunter sind sehr schöne Schnitthölzer von 32—50 cm Durchmesser. Die Zusammenkunft und der Anfang ist in der Schweinstallsheege beim Pflanzgarten. Ltch, am 11. Januar 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei. 526________Heller.___________ Holzversteigerung. Donnerstag den 14. Januar 1897, von Vormittags 9*/a Uhr an, soll im Anneröder Gemeindewald, in den Abtheilungen 2 Garbenteichertheil und 3 Tempel, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau- und Werkholz: 107 Eichenstämme, 30—71 cm Durchm., 4—12 m Länge, 91,80 fm haltend, 22 Fichtenstämme, 15—29 cm Durchm., 10—15 m Länge, 8,77 fm haltend, 15 Fichten-Derbstangen, bis 14 m Länge, 2,17 fm haltend, 5 rm Eichen-Nutzscheitholz. B. Brennholz: 129,6 rm Eichen« Scheitholz, 49 rm Eichen- u. Nadel-Knüppel, 1850 Eichen-Wellen, 320 Nadel-Wellen, 60 rm Eichen-Stockholz, 8 rm Nadel-Stockholz. Bemerkt wird, daß das Eichen- Stammholz sich größtentheils zu Schnitt- und Schwellenholz eignet. Die Zusammenkunft ist in der Tempelschneise beim alten Pflanz garten bei Bauholz Nr. 1. Annerod, den 8. Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn.429 538] Meerrsttig wird verkauft _____Wolkengage 26, Hinterhaus Mtn Mfprh sowie etn Wage« und jpjnu »tue Egge ist zu verkaufen. NahrvngSberg 8. [517 Donnerstag den 14 Januar^ Machmittags 2 Uhr, werden im Bieker' fchen Saal, Neustadt, Möbel aller Art, als: Tisch e, viereckig und rund, Schreibtisch , Ausziehtisch, Blumentisch, Nipptisch, Nachttische, Stühle, Sophas, Kleiderschräuke, Kücheuschrank, Commode, Bilder, Spiegel, Porzellan, Küchengeräthe u. s. w. gegen sofortigeBaarzahlung versteigert. Im Auftrag: 479 F. Hofsmann. Empfehlungen. MA. Schlachthaus. Freibank. 506 Heute iittb morgen r Kuhfleisch nicht ladenrein, per Pfd. 48 Pfg. Berliner Pfannkuchen, Kreppeln, Caf4- und Thee- Gebäck, große Auswahl in Kuchen und Torten empfiehlt täglich frisch in nur besten Qualitäten 275 Conditorei H. Bettler, Ecke Frankfurterfiraße Süd Anlage. Schivkdische HabeAklen, Prima Maare, pro Quadratmeter frco. Wagg. Fulda 1" stark JL 1,27 «/<" stark JL 1.58 offerirt Carl Cohn, Hannover, Holzimportgeschäft. Vertreter wird gesucht.___529 5251—Kanarienvögel noch zu haben von 3 JL an. 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Mittwoch den 13. Januar, Abends S'/r bis 8 Uhr: Eis-Concert. Nachtfest. IW Abends 7 Uhr: Bengalische Beleuchtung der Eisbahn. Eintrittsgeld: Mitglieder 10 Pfg. Nichtmitglieder 30 Pfg. Lampions sind auf der Eisbahn käuflich zu haben. Der Borftaud. P. 8. Die Eisbahn ist Mittwoch Nachmittag von 1 bis 5 Uhr für Jedermann geschloffen. 536 254 Der Vorstand. Zitherctub l||i|jj|g|| (Wohlthätigkeitsverein). Mittwoch dk« 13. Januar, Abrudo 9 W: Ordentliche Generalversammlung bei Herrn Gastwirth Julius Wellhöfer (Schloßgaffe). Tagesordnung: 1) Jahresbericht und Rechn rngsablage. 2) Abänderung der Statuten, betr. Zahlung der Beiträge von den Vorstands- m tgliedern. 3) Vorstandswahl. 4) Verschied rnes. Um pü ktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Ä89T Donnerstag den 14. Januar Erstes Blatt Amts- und Airzeigeblatt für den ICreis Gieren k Nh, Gratisbeilage: Gießener Kamitienölätter Anrtlichev Tkeil mfa innigftgeüebte§ feftzustkllrn, der aber recht beträchtlich wäre. fr«r 11 der der des Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den lolgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 'licht ter Vorstand. Die Gießener Mamitieuötälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigclcgt. sich zu nehmen, Walen. Hinlerbliebenen: ib Frau, V Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. «, M 9 üjt: !ammlung r lLAoßtzafle). echn ngiablage. 2) W lge vsn den Vorstand!. wurde im § 5 der Erwerb des Bürgerrechts von einem zwei« jährigen Wohnfitz abhängig gemacht, während der Entwurf nur einjährigen Wohnfitz vorschrieb. Die Bestimmung deS § 10, nach welcher der StaatSfiscuS Wahlrecht hat, wenn er zu den directen Gemeindesteuern mehr als einer der drei höchstbefteuerten Gemeindemitglieder an directen Staatssteuern und Gemeindesteuern beiträgt, wurde mit 12 gegen 6 Stimmen angenommen. Paderborn, 12. Januar. Gestern traf der russische Militärattachö in Berlin, Oberstlieutenant Prinz Enga- litschew, hier ein, um dem westfälischen Husarenregiment Nr. 8 das Bild seines Chefs, des Kaisers Nikolaus von Rußland, zu überreichen. Rach der Vorstellung der Osfiziere sand FrühstückStafel statt. Am Nachmittag wurde das im Speisesaal ausgestellte Bild übergeben. Hamburg, 12. Januar. Die Fachvereinigung der Hafenarbeiter in ESbjerg (Dänemark) hat die Sperre gegen die Hamburger Schiffe aufgehoben. Gestern wurde das erste Hamburger Schiff wieder gelöscht. Hamburg, 12. Januar. ES hat sich ein Verein der Schiffsmakler und Schiffsagenten gebildet, dem alle betreffenden Firmen bettrateu. Der Zweck des Vereins ist eine feste Organisation dieser Geschäftsbräuchen und eine nähere Beziehung zum Arbeitgeber.Verbände. Zum ersten Vorsitzenden wurde A. Edge, in Firma Robert M. Sloman, gewählt. Hamburg, 12. Januar. Der Arbeitgeberverband richtete ein Schreiben an den Senat, in welchem er um die Ein- setzung eines staatlichen HafeninspectorS ersucht, welcher ähnlich wie der Gewerbeinspector die Gewerbebetriebe, den Hafenbetrieb im Jntereffe der Arbeiter dauernd beob« achten soll. Hamburg, 12. Januar. Heute früh wurde daS Frei» hafengebiet für die Ausständigen vollständig abge« sperrt. Polizeipatrouillen beförderten alle dort einge- troffenen Ausständigen über die Grenzen des Freihafengebiets, Polizeiposten besetzten die Zugänge und wiesen alle Personen zurück, welche ihrem Aeußeren nach zu den Ausständigen gehörten. Leute, welche sich weigerten, den Anordnungen Folge zu leisten, wurden verhaftet. Braunschweig, 12. Januar. Bet den heutigen Stadt- verordnerenwuhlen dritter Klaffe find alle socialdemo- krattschen Candidaten, auch die bisherigen Vertreter, unter« legen. Die Socialdemokraten haben jetzt nur noch ein Mandat. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 12. Januar. Beim Katserpaar findet heute Abend ein größeres Diner mit mehr als 30 Gedecken statt, zu welchem unter anderen hervorragenden Persönlichkeiten der ehemalige rumänische Minister Stourdza und der General- Aerreste Wolff« telegraphische« Lorrsspoadenr-»«rs«L. Vierteljähriger Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expeditio« und Druckerei: Kchulsiraßt Ar.7. Fernsprecher 51. Deutsche» Reich. Berlin, 11. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: „In der Südafrikanischen Republik ist das Reich bisher allein durch das Consulat in Prätorta vertreten gewesen. Die große Zahl der in der Republik ansässigen Deutschen, und fortschreitende Entwickelung unserer Handelsbeziehungen mit dem Transvaal hat, wie wir erfahren, die Errichtung eines zweiten ConsularamteS in Johannesburg nothwendig gemacht, dessen Leitung den von den dortigen Deutschen wiederholt kundgegebenen Wünschen entsprechend, einem BerusSbeamten übertragen werden soll. Mit der Einrichtung und commis- sarischen Verwaltung deS neuen Consulats ist der bisherige Viceconsul in Paris, NelS, beauftragt worden, der durch eine mehrjährige, amtliche Thätigkett in dem südafrikanischen Schutzgebiet und eine wiederholte längere Beschäftigung in der Colonialabtheilung deS Auswärtigen Amtes mit den südafrikanischen Verhältniffen vertraut ist." Berlin, 12. Januar. Heute Nachmittag wird Kaiser im Laboratorium des ProfefforS Sladh in technischen Hochschule in Charlottenburg dem Vortrage Proseffors Linde über deffen neueste Erfindung, der Flüssig- machung der Luft, beiwohnen. Berlin, 12. Januar. Wie dir „Nordd. Allgem. Ztg." hört, find die Berathuugen deS BundeSrathSausschuffes über den Entwurf deS Handelsgesetzbuches abgeschloffen, so daß die Einbringung im Reichstage Ende nächster Woche zu erwarten sei. Dak Blatt spricht die Hoffnung aus, daß der Reichstag die Berathung in dieser Session durchführen werde, damit das gleichzeitige Inkrafttreten des gesamwren bürger- lichen Rechtes zu dem im bürgerlichen Gesetzbuch- verzeichneten Zeitpunkte gesichert werde. Berlin, 12. Januar. Die Commission deS Ab« geordnetenhauseS zur Borberathung der Städteordnung und der Landgemetndeordnung sür die Provinz Heffeu Nassau nahm in der gestrigen Sitzung den ersten Titel der Städteordnung im Wesentlichen nach der Regierungsfassung an, nur Arbeit erhalten könnten, sei total unrichtig, diesen bet der Ankunft in Hamburg nur übrig, Arbeit im Hafen zu nehmen oder wieder umzukehren. Paris, 12. Januar. Die Budgetcommission stellte ihr Finanzgutachten über die Zuckersteuervorlage fest. Die Commission halte nach Anhörung des Vorsitzenden der Zollcommtsfion Graux den Generalberichterstatter Krantz beauftragt, ein ausschließlich vom fiScalischen Gesichtspunkte ungünstiges Gutachten auszuarbeiten. Die Commission hält die Ansätze der Einnahmen und Ausgaben für wenig gerechtfertigt und glaubt, die Einführung der Prämien würde die Folge haben, daß die gewaltigen, in den Speichern lagernden Zuckervorräthe den Vortheil der Ausfuhrprämien genießen würden, ohne daß dafür zuvor die im Gesammtentwurfe als Unterlage für die Prämien vorgesehenen inneren Zuschlagsteuern erlegt worden seien. Für den Staatsschatz würde olso daraus sich ein Fehlbetrag ergeben, dessen Höhe schwer Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert pro Monat Deeember 1896 ftir den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg betragen: Hafer Mk. 15,10, Heu Mk. 7,90, Stroh Mk. 4,70. Gießen, den 12. Januar 1897. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche zu Steinheim. Die Maul- und Klauenseuche zu Stein he im ist erloschen und werden die verfügten Sperrmaßregeln hiermit anfgeboben. Gießen, den 13. Januar 1897. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche zu Langsdorf. Nachdem in einem Gehöfte zu Langsdorf die Kaul« und Klauenseuche amtlich feftgestellt worden ist, wird d!«S mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Sehöstlperre angeordnet ist. Gießen, den 13. Januar 1897. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. München, 12. Januar. Nach einem hier eingelaufenrn amtlichen Telegramm ist in der vergangenen Nacht im Bergwerke HauSham bet MteSbach ein Thetl der Grundstrecke ein gestürzt. Niemand ist verunglückt. Umlaufende gegen- theilige Gerüchte find unbegründet. Augsburg, 12. Januar. Wie verlautet, soll in der Allgemeinen Sparkasse in Altomünster bei Aichach ein Deficit von 130,000 Mk. entdeckt sein, das bis zum Jahre 1894 zurückretcht. Untersuchung ist eingeleitet. Bern, 12. Januar. Das Schweizer Consulat in Hamburg warnt in der Schweizer Presse die Arbeiter vor der Zuwanderung nach Hamburg, da fie der schweren Arbeit im Hafen nur ganz kurze Zeit gewachsen und auch genügend fremde Kräfte anwesend seren. Die Anficht, daß durch den Strike stellenlose Kaufleute sehr leicdt Es bleibe Will. 5Vi bis 8 Uhr chtscst. et Mbah». OH. W haben. $ct Vorstand. °S von 1 bis 5 Uhr 536 'ifcctufi - J- . GeW « 1 Gießener Anzeiger General-Anzeiger. iili-Cas$e. tfSSw einzige Conferenz der preußischen Gewerbeinspectoren stattgefunden, um sich über ein einheitliches Vorgehen zu berathen. Dabet enthalten die Fabrikinspectorenberichte nach wie vor lebhafteste Klagen über mangelndes Entgegenkommen der Unternehmer und der Beauftragten der BerusSgenossenschasten. Vielfach litten die Unternehmer nicht einmal, daß sich die Arbeiter mit den Auffichtsbeamten in Verbindung setzten. Der Arbeiter, der das versuche, werde entlassen. Unbegreiflich sei es, daß die Beh rden dergestalt mit sich Schindluder trieben ließen. Dann sollten sich die Jnsp?ctoren doch wenigstens an die Arbeiter-Organisationen wenden, wie das ebenfalls in Süddeutschland geschehe. Sogar die christlichen Arbeitervereine im Westen würden, wenn sie sich um Arbetterschutz kümmerten, jetzt von dem Unternehmer nicht mehr anders angesehen, als die socialdemokratischen. Da ergebe sich doch aufs Klarste die Roth- wendtgkett des Klassmkampfes, zumal auch angesichts der brutalen Stellungnahme zu Gunsten der Unternehmer, welche man in letzter Zett sogar an maßgebenden Stellen der Regierung erlebt habe. Für Arbeiterinnen sei ein wirklich ausgiebiger Arbeiterschutz undenkbar ohne weibliche Jnspectoren. Wolle man gar nichts thun, io erkläre man doch einfach: Wir wollen nur einen Schutz des Unter« nehmerthums. ~ „ Staatssecr. v. Boetticher: Will Vorredner, daß die Fabrtk- aufstcht aus das Reich übergehe, so mag er doch hier einen dahingehenden Antrag stellen! Ich glaube aber nicht, daß der Reichstag darauf eingeht, denn es würde dann doch noch einer Reihe anderer Aendecungen in den Beziehungen zwischen Reich und Einzelstaaten bedürfen. Die Darstellung der Fabrikaufsicht Seitens des Vorredners sei einseitig gefärbt. Der Vorwurf, daß die Regierung sehr bereit sei, das Eoaltttonsrecht der Arbeiter zu verkümmern, während sie die Unternehmersyndtcate begünstige, sei unberechtigt, wie sich jetzt auch bet den Vorgängen in Hamburg gezeigt habe. Die Regierung sei und bleibe vielmehr bestrebt, die gesetzlichen Arbetter- schutzvorschriften loyal durchzuführen. Abg. Roe ficke (lib.) platdtrt zunächst für eine Trennung der Kesselrevtston von der Gewerbeinspection, weil erstere jedeSmal angemeldet werden müsse uud gerade das bet den Revisionen des Ge- werbeinspectors keinesfalls geschehen dürfe. Abg. Wurm (Soc.) versteht nicht, wieso das Verhalten der Behörden gegenwärtig in Hamburg das vom Staatssecretär gespendete Lob verdiene. Redner beschwert sich über Beeinträchtigung des Eoaltttonsrechts der Arbeiter, Schutzlosigkeit der Ziegeleiarbeiter, Durchlöcherung der Sonntagsruhe durch die vielen von den Behörden zugelassenen Ausnahmen und zu milde Bestrafung deijentgen Unternehmer, durch deren Schuld Arbeiter zu Schaden kämen. Sächsischer Bevollmächtigter Dr. Fischer constatirt einer Bemerkung des Vorredners gegenüber, daß die das CoalitionSrecht betreffenden Worte des Ministers v. Metzsch von dem Abg. Fischer unrichtig wtedergegeben sind. Die Zusammensetzung der Vereine und die Personen der Mitglieder könnten selbstverständlich nicht ohne jeden Einst ß auf die Entschließungen der Behörden sein. (Lachen bet den Socialdemokraten.) Abg. Müller-Waldenburg (Soc.) bemängelte die Unzulänglichkeit des Arbeilerschutzes, namentlich im bergmännischen Betrieb. Weiterberathung morgen 1 Uhr. (Schluß ßVa Uhr) Deutsch er AeiehsLorK. 160. Plenarsitzung. Dienstag den 12 Januar 1897. Am Bundesrathsttsche: Staatssecretär v. Bötticher. Vor der Tagesordnung giebt Abg. Spahn (Ctr.) die kurze Erklärung ab, daß ihm bei dem in der letzten Sitzung vor den F dtt tk.,, 'N wiw, d-»S lÄ!* U «ÄS? * ** >!,L « (JoUtctih' .7la^ Müt» Btet* kI#.1l , "^rtgrri hta ’ ”4* ft’Ä ^'chiw, M ' "klche m 6fn D ^(elttnab^aittn {r._bt® Hmvüistht- ‘ M^r, Unter ® eintiatoeUDttt: >7de «irfühnv, nbnme«. ir6,n (so heißt ts in rki fein, dir sich zw edoch unter Ausschluß die sich auf die poü^ « Gktzrnmrt bezieh», 1 Maß geben tinch. w« würben von iro *iW Prosefsotry, Mtrfttat und anötrn !ei°. Der akadenilchr "Mehrheit bisher dm mber, aber »an hofft, angtn^mtUtbtr- iaft V|t Kub^r Der- 1 IbtuM hier fäüigtn ge emrS zvifchen Mücke voigttommtrtn Bruckuk ifitt nach Mücke zurück- treffen der von Gieß» sodaß er erß um bei« Sm schrecklichsten mag b Mann geworden fein, ib in Nieder-Semündev ui Ueberführung in die ahre 1896 mürben auf •bürten und 46 Sterbe1 nfgeboieu und 16 W tn letzten WafferleituvgS' junger Mann von aui- Beiträge zur Abhaltung ter Wasserleitung, welche st waten, so daß man - habe ganz °M rb ein W* «* rittaa «W‘ M rÄ?** rletzt, daß W lt0,D aDaht?eX®ä^^ ffl«'*’ , fanfcnn 1 - unter dem 01 5°»" «Lro ->E°>l at^rnben ®ac ’ boIBIb miet ffltrben und ten verkausl w 2aat, i" 8 V< t w v[i‘ ffir die gont®}008 J Niebel' FL « 8« W * ' T5 »fi‘ toHntn 8««1, ’* 8%•jU Donnerstag den 21. Jan. t.I, Nachmittags 2 Uhr, sollen im Pfandlocale zu Gießen — Seltersweg 11 — gegen Baarjahlung versteigert werden: eine goldene Damenubr mit Kette, Sopha, Commode, Verttcow, Spiegelschrank und andere Hausgeräthe, sowie eine Partie Eichen-Bohlen- 565 Kemmer, Pfandmetster. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 18. Januar 1897, Vormittags 9»/2 beginnend, sollen im Gießener Stadtwaid, im Diftrict Hochwarte, versteigert werden: 1 Eichenstamm mit 1,37 fm, 246 rm Buchen-Scheitholz, 32 „ Eichen- „ 40 „ Buchen-Knüppelholz, 29 „ Eichen- „ 45 „ Vuchen-Stockholz, 31,5 „ Eich n- „ 3370 Wellen Buchen-Reisig, 1040 „ Eichen- „ Die Zusammenkunft ist auf dem alten Anneröderweg an den Altentischwiesen. Gießen, den 13. Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 577 GelMbe-Verstkigeruns. Nachdem die am 21. December v. I abgehaltene Versteigerung der staatlichen Grundstücke Flur I, Nr. 761 — 987 qm in der Gemarkung Ober-Nosbach und Flur IX, Nr. 138 = 12248 qm in der Gemarkung Ober-Wöllstadt die Genehmigung nicht erhalten hat und das letztere Grundstück inzwischen parzellirt worden ist, wird hierdurch Termin zu einer nochmaligen Versteigerung wie folgt anberaumt: Ortsgericht Ober-Nosbach Montag den 25 Januar 1897, Vormittags ll3/4 Uhr, Ortsgericht Ober - Wöllstadt Montag den 25. Januar, Nachmittags 2l/2 Uhr. Ferner gelangt zur Versteigerung Donnerstag den 28. Januar 1897, Vormittags 10 Uhr, vor dem Ortsgericht Wölfersheim die Parzelle Flur III, Gewann 45, Nr. 55 — 1058 qm der Gemarkung Wölfersheim. Nidda, den 12. Januar 1897. Großherzogl. Straßenbauamt Nidda. Cellarius. 554 al- der Metzger mit feinem Schlaginstrument nach hinten gehörig ausholen wollte, trat hinter ihm der Schweizer des betreffenden Hofes aus der Scheuer und erhielt einen so heftigen Hieb wider den Kopf, daß er zu Boden sank. Weber«©emfinben, 10. Januar. Gestern Abend gegen 11 Uhr suchte die Wittwe V. dahier ihrem Leben durch Erhängen ein Ende zu machen. Um angegebene Zeit erwachte ihre erwachsene Tochter, und da das Bett der Mutter leer stand, ahnte ihr nichts Gutes und sie suchte nach dieser. Sie fand sie auf dem Speicher hängend, und da sie noch Lebenszeichen von sich gab, schnitt sie dieselbe ab. Die an- gestellten Wiederbelebungsversuche waren erfolgreich. Fami- liensireitigkeiten sollen die Ursache zu dem Selbstmordversuch sein. Viernheim, 11. Januar. Ein hiesiger Jäger hatte im vorigen Jahre einen auf seinem Jagdgebiet angeschossenen, aber erst im Großh. Walde zu Fall gekommenen Hirsch aus fremdem Terrain zu nächtlicher Stunde geschleift und das Thier an einen Mannheimer Händler verkauft. Das Schöffengericht Lorsch verurtheilte den Jäger zu 200 Mk. Geldstrafe, 100 Mk. Rückvergütung und Einziehung des Jagdpasses. 6in Helfershelfer wurde wegen Hehlerei mit 50 Mk. bestraft. VesimNchckLSo * Berlin, 11. Januar. Auf dem Rummelsburger See bei Berlin ertranken gestern zwei junge Leute beim Schlittschuhlaufen. * Einen glücklichen Tag hatte am Samstag ein Berliner Droschkenkutscher. Derselbe hatte einen Herrn n»ch bet Deutschen Bank gefahren und, nachdem der Herr längst auSgestiegen war, in der Droschke eine Brieftasche mit 2000 Mk. In Banknoten und 7000 Mk. in Werthpapieren gefunden. Er kehrte schleunigst nach der Bank zurück, wo er seinen Fahrgast auch noch antraf, der über den Verlust sehr aufgeregt war. Der ehrliche Kutscher erhielt eine Belohnung Den 300 Mk. * Sin preisgekrönter Stnbent. In Künstlerkreisrn viel bt'prochen wird gegenwärtig die Prämiirung eines Studirenden der Technischen Hochschule zu Charlottenburg. ES handelt sich um den Architecten Wilhelm Kreis, dem bei der Preis- concurrenz zur Erlangung endgiltiger Pläne und Modelle für ein „Völkerschlacht - National« Denkmal tn Leipzig" unter 72 Bewerbern der erste Preis von 6000 Mark zuerkannt worden ist. Der tn so ehrenvoller Weise Preisgekrönte ist nämlich gegenwärtig erst 23 Jahre alt und thatsächlich noch Stndtrender. Vom Herbst 1894 bis Ostern 1896 war derselbe Studirender der Architectur - Abtheilung der Herzoglich Technischen Hochschule tn Braunschweig, nachdem er zuvor drei Semester in München ftudirt hatte. Der ganze außerordentliche Erfolg des jugendlichen, talentvollen Künstlers ist um so bedeutsamer, als sich bekanntlich eine ganze Reihe von bewährten und hervorragenden Architecten, so z. B. der Schöpfer des Khffhäuser - Denkmals, Bruno Schmitz, der in Lttpzig den vierten Preis erhielt, an der Leipziger Son* emcrevz betheiligt hatten. * Einen schrecklichen Außgang nahm ein Scherz, (!) welchen der 19 jährige Sohn des Eigenthümers D. tn Neu- Ai eißensee sich ausgedacht hatte, um die Seinen zu erschrecken, welche ihm eine Vorhaltung wegen seines langen nächtlichen Ausbleibens gemacht hatten. Er ging in den Stall, zog seinen Manul an und befestigte über dem Mantelkragen eine Schlinge, mit der er sich an einem Balken aufhing. Trotz de« hochgeschlagenen Kragens hatte sich die Schlinge zu- gejogen, sodaß der Unglückliche auch sofort bewußtlos wurde. Der Hofhund, der sich im Stalle befand, fing an zu winseln- als hiernach Personen herbeikamen, wurden sofort Wiederbelebungsversuche gemacht, doch erwies sich alle Hilfe vergebens. Daß es bei dem Vorgänge lediglich auf einen Scherz abgesehen war, geht u. A. auch daraus hervor, daß der junge D. sein Frühstück auß bet Stube geholt unb in bie Tasche gesteckt hatte, bevor ec in ben Stall ging. * Thorn, 11. Januar. Auf dem Rittergute Niemczhk beim Sulmsee brannte baS Wohnhaus des Besitzers beß Gutes nieder. Zwei Dienstmädchen fanden in ben Flammen ben Tob. ♦ Hamburg, 12. Januar. Nach einem aus Lonbon hier eingegangenen Privattelegramm ist bort ein gewaltiger ©raub ausgebrochen. Große Petroleumlager sollen in Flammen stehen. ♦ Tittmoning, 10. Januar. Neulich unterhielten^fich einige junge Leute im hiesigen PostwirthShause. Einer von ihnen brüstete sich, er könne ben Postexpeditor I. Laber mit einem einzigen Finger in die Höhe heben. Der Genannte gab sich leider zu dieser Kraftleistung her. AlS das Kunststück beendigt war, war der Emporgehobene eine Leiche. Er fand den Erstickungstod, da ihn der Kraftmeier am HalS- tragen packte und förmlich erwürgte. • Wallenstadt, 11. Januar. Bei einem Brande in ZizerS (Graubünden) sind 48 Wohnhäuser und Stallungen abgebrannt. 165 Personen sind obdachlos. Menscheaverlust ist nicht zu beklagen. Der Schaden beträgt über 150,000 Fr. Es ist wenig versichert. Entstanden tst der Brand durch das Spielen eines fünsjährigen Kindes mit einem Streichholz. Die Bewohner konnten nur das nackte Leben retten. * Wind unb Wetter ausgesetzte Kohlen verlieren, wie eine neuerdings angestellte Analyse ergeben, ganz bedeutend an Gewicht. Und zwar betrug der Gewichtsverlust in einigen Fällen sogar 33%, während die Verringerung ihres WertheS für Feuerung uno Gasbereitung einen noch höheren Grad erreichte. • Die englische Möbelpolitur und deren Anwendung, von Wilhelm Schmidt, Fabriks Dirigent in Freiburg. Eine Politur, durch welche man in kürzerer Zeit auch zugleich einen viel höheren Glanz erzielt, ist die nachfolgende: vier Theile bester Schellack, ein Theil feinster, Heller Kopal werden fein gestoßen und jeder für sich in einer Flasche mit acht Theilen alkoholistrtem Weingeiste übergoffen, bann bie Mischung tüchtig umgeschüttelt. Nun setzt man bie Flaschen, bereu Halsöffnung mit einer Blase tievbunben, biefe jeboch mit einer Nabel burchstochen worden ist, in einen Topf, in welchen man so viel Sand gebracht hat, baß letzterer bie Flaschen mit Inhalt zur Hälfte bedeckt, ohne daß deren Boden mit dem des Topfes in directe Berührung gebracht wird. Man setzt das Ganze nunmehr der Sonnen- ober Ofenwärme aus unb schüttelt öfter um, bamit ber Bobensatz aufgeweicht wirb und bie Auflösung bald erfolgt. Besonders wird die Lösung des Schellacks viel früher als die des KopalS erfolgen. Um letzteres zu beschleunigen, setze man Theil Aether zu und erhalte noch so lange daS Gemisch tn der Wärme, bis bie Flüssigkeit eine dunkle, weingelbe Farbe angenommen hat unb einige Tropfen bavon in Berührung mit Wasser einen milchigen Niederschlag bilden. Ist auf diese Weise der Weingeist mit Kopal gesättigt, so gießt man das Klare der Flüssigkeit ab und macht mit derselben GewichtSrnenge Wein- getft einen zweiten Abzug von dem noch ungelösten Bodensätze, indem man wie früher verfährt. Der zweite Abzug kann nur schwach werden. Beide klar gegossenen Auflösungen werden nun mit einander gemischt und mit der Schellack- lösuug zusammen in eine reine Flasche gebracht, gehörig um- geschüttelt, nochmals einige Stunden der Wärme ausgesetzt unb bann burch feine, reine Leinwanb filtrirt. Eine auf diese Weise bereitete Politur verträgt einen hohen Grab von Wärme, ohne ben Glanz zu verlieren, unb nützt sich nicht so leicht ab als solche, die statt Kopal einen Zusatz von Gummi, Sanbarak usw. enthält. * Ein Schlauer. Vater: „Was willst einmal werben, Seppel?" — Bube: „A Lehrer." — Vater: „Warum denn gerab a Lehrer?" — Seppel: „Weg'n ber Ferien!" Literatur und Armst- — Lappalien, Roman von Louis Eoloma. Berlin, Verlag der „Romanwelt". 646 Setten in 8°, drosch. Mk. 3, eleg. geb. Mk. 4. Roman ? ES ist das mehr als nur ein Roman; es ist zu- glttch ein Stück Sittengeschichte unb eine unbarmherzige Satire. Der Verfasser kennzeichnet aewisse Kreise der spanischen Aristokratie, die bei allen politischen Umwälzungen deS unglücklichen Lande« während der letzten dreißig Jahre ihre Hand im Spiele gehabt haben. Der Zeitabschnitt, den das Bach schildert, ist der von der Thronbesteigung des savoytschen König« Amadeo bis zur Thronbesteigung M Königs Alfons XII. Rechtlichkeit, Ehre und Gewissen sind jenen Kreisen „Lappalien", die sie leicht über Bord werfen; wir blicken hinter die Coulissen der Staatsactionen und sehen staunend, mit welchen Mittein Weltgeschichte gemacht werden kann. Romanhaftes, im Übeln Sinne, ist nichts in diesem merkwürdigen Buche vorhanden. Cbaractere unb Geschehnisse sind mit dem Schimmer vollkommenster Wahrheit umkleidet, psychologischer wie culiurhistorischer. Noch nie ist uns vom modernen Spanien ein Litteraturwerk von solcher Eigenart und europäischer Bedeutung herübergekommen. Bei aller sittlichen Tendenz ist jedoch daS Erzählerische nicht vernachlässigt; im Gegen- theil, „Lappalien" sind eines der fesselndsten Unterhal ungsbucher, die seit langem erschienen find. Ein ungewöhnliches Erzählertalent spricht aus dem Buche, unb die Schilderung der Heldin des Romane«, der Marquise Currita, der Meisterin der Jntrigue, ist ein psychologisches Meisterstück. Merkwürdig, daß dieser Roman so lange Zeit gebraucht hat, um bis zu uns zu gelangen, in Spanien erschien er schon 1891: er erregte dort die Leidenschaften des Publikums, der Kritik, der betroffenen Kreise unb der Politiker, und der Verfasser wurde ebenso maß'os angefeindet wie bewundert. Die unerhörte Kühnheit seiner Sittenschilderungen rief nicht nur eine Fluch von Artikeln und Broschüren, sondern auch erregte Debatte in den Cortes hervor. Mit diesem Roman hat sich der Name Colm.-a in die Culturgeschichte seines Vaterlandes wie in die Anna!'n der Weltlitteratur eingetragen. Die Uebersetzung ist in jeder Bezi hung zu loben; sie giebt das vollständige ungekürzte Werk, hat aber den Stil des spanischen Autors derart im Jmer deutschen Sprachgefühls umgeschmolzen, daß sie sich wie eine deutsche Originalarbeit neu. Auch das Aeußere des Buches ist zu loben. Der gelbe Umschlag mit der originellen, von Walter Leistikow gezeichneten Verlagsvignette wirkt bestechend aufs Auge. - In diesen Tagen steht das Militärstrafversahren durch bekannte Vorkommnisse der lebten Zeit sowie insbesondere durch die angekündtgte Resormvorlage im Vordergründe des öffentlichen Interesses. lieber den Gang eines militärischen Strafprocesies sind indessen schon infolge der Nichtöffentlichkeit der Verhandlungen weite Kreise nur mangelhaft unterrichtet. Wer nun hierüber eine Aufklärung wünscht, dem bietet sich eine vortreffliche, das Angenehme mit dem Nützlichen verbindende Gelegenheit durch die Lectüre des gegenwärtig in der »Jllaftrirten Chronik der 3)G d)E wi WM Unterrichts-Anzeige. 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Der Eintritt ist ausschließlich Mitgliedern und vom Vorstand ein geladenen Gästen gestattet. Eingeführt können nur Angehörige der eigenen Familie werden. Vereinsabzeichen, Orden und Ehrenzeichen find anzulegen. 455 SliiöL Schlachthaus. Freibank. 586 Heute und morgen: Ochfensteifch nicht ladrnretn, pr. Pfd. 54 Pfg. 8chmemefleisch nkV ladenrein, pr. Pfd. 46Pfg. 583 Der Vorstand. 2MuAer-Mhiilaschineii erstklasfigeS Fabrikat, äußerst preiswerth zu verkaufen. Näheres ™ Kahohosstriißk 5t), 1. Stock. Rrdacüon: 81. Echevda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Universitärs-Buch- und Steindruckern (Pietsch 8l Schcvda) in Gießen. Pie yevtige Kummer «urfaßi 6 Sette« U 549 V □ooooooooooooooooooooooooo $ir bc'g'l $?oni Sonntag, den 24. Januar c., Abends 8 Uhr: großerWaskenßall im Gießener Festsaal (Caft Leib). Im Vorverkauf find Eintrittskarten zu haben: Herrenkarten ä 1 Mk. bei den Herren Gerhardt, Lindenplatz; Weiler, Marktplatz; Stier, Schulstraße; Conrad, Mäurburg und Wtrsig, Seltersweg. Damenkarten ä 30 Pfg. bei den Herren Berger, Kirchenplatz- Teipel, Marktplatz und Haas, Seltersweg. 560 An der Abendkasse: Herrenkarten Mk. 1.20, Damenkarten 50 Pfg., Galleriekarten 20 Pfg. Der Vorstand. M unft yfat QUf8 Mk Oldsa Mtt Ttbälldi W dttlkiirr oufbtufl n ? ? ot,r f19 Tab Ä'* »- -id di Ö*-- 3’ 80111 ,U Sebra x’*u birst-a Sä« SS: Gvangetischer Wund. Montag, den 18. Januar er., Abends 8 Uhr, Steins Garten: Vortrag des Herrn Pfarrers Dr. Weitörecht aus Wimpfen. 444 Deutsche Nationaldenkmäler als Merksteine des Protestantismus. Stefie^esucheTj süchtiger, j. Man«, der schon auf mehreren Büreaus gearbeitet und mit den Comptoirarbeiten vertraut ist, sucht sofort Stelle oder sonstige Beschäftigung. Offerten unter H. ft. an die Expedition d. Bl.142 Nahe- und HauSburschen, Oeco, uomieknechte. Dchweizer, SerrschastS- futscher u. -Diener u. s. w. stets gesucht und empfi hlt Central- VlaeirungS »«rea«, 182 Kaplansgasse 14, II. Tägl. geöffnet. 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