Mr. 240 L8SV Erstes Blatt Mittwoch de« 13. Oetober Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gietzen. | Hratisöeikage; Hießener Kamitienötätter XXXXDOQOOO: eien »HO 141.20 113.20 101.90 112.10 Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 llhr. 86.7# MUS L40 930b » 10160 1(0.60 Alle Lmumcen-Bnreanr de- In. und Au-lande» nehme» i Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgeh«. ibmartt 8toait 189.20 1 in.30: 101.- 110.10 jd Mi mit den inneren Angelegenheiten der Türkei zu beschäftigen, ! waS der Sultan so viel wie möglich zu vermeiden sucht. (xx) SA.Sr.aLb.lM W MLSt.aLb.lM 100.60 ilttSklÄ« 101.00 144.6 151.35 113.50 1 131.7° 41.10 135.8° 125.60 129.55 92.30 36.10 der Exp ort eure oder deren Agenten vor dem Consul zwecks Beglaubigung der Facrura für die nach den Vereinigten Staaten einzusührendeu Waareu ausnahmsweise abgesehen werden. »etlii, 11. October. Der Minister deS Innern hat den Regierungspräsidenten und dem Polizeipräsidenten von Berlin die Ermächtigung ertheilt, künftig in geeigneten Fällen für die Ermittelung von Verbrechern Belohn- ungen bis zum Höchstbetrage von 500 Mark anstatt wie bisher 300 Mark, selbstständig auszusetzen und zu bewilligen. Berlin. 11. October. Der „Reichsanzeiger" theilt mit, daß dem Geh. Rath vr. v. LucanuS das Großkreuz des Verdienstordens der bayerischen Krone verliehen worden ist. Berlin, 11. October. Die internationale Lepra« Conferenz ist heute im Festsaale deS Kaiserlichen Gesundheitsamtes feierlichst eröffnet worden. In Vertretung der Reichsbehörde war Staatssekretär PosadowSkh, für das preußische Medicinal-Ministerium u. A. Minister vr. Bosse erschienen. Die Theilnehmer und Mitarbeiter der Conferenz hatten sich vollzählig eingefunden. Officiell vertreten Ware» u. A. Hawaii, Portugal, Griechenland, Türkei, Rumänien, Chile, Bulgarien, Columbien, Japan, Britisch-Westindien, Dänemark, Vereinigte Staaten von Amerika, Norwegen, Schweden, Belgien, sowie zahlreiche wiffenschaftliche Körperschaften, Städte und dergl. Im Namen des vorbereitende« ComitsS begrüßte Profeffor L a f f a r die Erschienenen. Nach, dem sodann den Anwesenden der neueste Band der Mittheil- uugen der Lepra Commission überreicht worden war, wurde unter lebhaftem Beifall Profeffor Virchow mit dem Vorsitz der Conferenz betraut. Ja Vertretung deS Reichskanzlers ergriff Staatssekretär PosadowSkh daS Wort, um der Conferenz eineu herzlichen Gruß zu entbieten unter dem Hinweise auf die hohe Bedeutung der Conferenz für die gekämmte Menschheit. Im Namen der preußischen Regierung begrüßte vr. Boffe die Conferenz, worauf er nähere Mit- theilungeu über die Ausbreitung der Krankheit im Kreise Memel und den umliegenden Gebieten machte, in denen 34 bezw. 7 derartige Fälle vorkamen. Er verwies auf die in die Wege geleitete Errichtung eines besonderen Lepra- sociums. Er schloß mit der Versicherung, daß auch der preußische Staat der Conferenz lebhafte Sympathien ent- gegenbringe und die Ergebnisse derselben im eigenen Laude gexn verwerthen werde. Nunmehr trat die Conferenz in die Tagesordnuag ein. Die einleitenden Vorträge hatten der Delegirte der französischen Akademie der Mediciu vr. BeSnier ParieS, vr. Hansen-Bergen, vr. Jonathan Hutchin- son Loudon, Geh. Medictnalrath Profeffor Neisser-BreSlau, Profeffor Neumann-Wien, v. Petersen-Petersburg übernommen. Nach der Tagesordnung fanden mehrere kleine Borstellunge» statt. Hamburg, 11. October. Die hiesige Strafkammer ver- urtheilte heute den Redacteur Stentzel vom Hamburger „Echo" wegen Beleidigung des Königs der Belgier zu acht Monaten Gefänguiß. Wie», 11. October. Maßgebenden Ortes bezeichnet ma» die gegenwärtige Situation im Orient weit unerfreulicher als zur Zeit der FriedenSverhaudlungen. Neben den Schwierigkeiten bezüglich der kretenfifchen Frage laufen auk Makedonien beunruhigende Nachrichten ftin. Nach diesen bemächtigte sich der bulgarischen Bevölkerung große Aufregung, weil der Bali die Eröffnung der serbischen Schulen gestatte» werde. In Mitrovici und Prilip tauchen bulgarische Bande« auf und in zahlreichen bulgarischen Flugblättern wird erklärt, das Exarchat werde die serbisches Notablen und Führer aus dem Wege räumen. Gleichzeitig werden die makedonische« Bulgaren aufgefordert, ihre von den Serben bedrohte Nationalität mit Gut und Blut zu vertheidigen. Au amtlicher Stelle etugelaufene Berichte schildern die Situation als bedenklich und die Abseudung einer Ermahnung an die Pforte ist wahrscheinlich. Der Pester Lloyd präjudieirt einen solchen Schritt in einem scheinbar iuspirirteu Artikel, welcher sich in scharfen Worten darüber äußert, daß in Sofia die nationale Zukunft MacedouienS nur als eine Machtfrage angesehen werde und auch Serbien eindringlich davor warnt, auf eigene Faust große Politik zu machen. Rom, 11. Oktober. Der Cardinal Staatssekretär Rampolla hat au die Nuntien ein Rundschreiben gerichtet, in welchem er fie anffordert, die Aufmerksamkeit der katholischen Mächte auf die neuen Bedrückungen zu lenken, denen die katholischen Gesellschaften in Italien ausgesetzt find. Loudon, 11. Oktober. Einer Depesche der Indian Office zufolge find bis jetzt in den Kämpfen in Indien 119 Mann, darunter 14 Offiziere getödtet word«. 580 Mauo, darunter 35 englische Offiziere, find verwundet. K 2i|3 55.9° ft* 12.95 n» Neue Sorgen des Sultans. Daß der Beherrscher aller Gläubigen nicht auf Rosen gebettet ist, wird wohl von keiner Seite ernstlich bestritten. DaS fortwährende Parlamestiren mit den übrigen Großmächten, welche zum Leidwesen deS Sultans ihre Nase so oft selbst in interne Angelegenheiten der Türkei stecken, ist allein schon geeignet, den widerstandsfähigsten Menschen nervös zu machen. Freilich kommt dem Sultan zu Statten der muhamedanische Glaube au das Fatum, an das den Gläubigen unabwendbar vorgesehene Geschick, welches durch keinerlei menschliche Handlungen abgeäudert werden kann. Welche Schwierigkeiten es bereitet hat, die Vorbedingungen für den Abschluß deS Friedens zwischen der Türkei und Griechenland sestzusetzen, haben wir an dieser Stelle verschiedene Male anzuführen Gelegenheit genommen und dabei gezeigt, daß die türkische Taktik der Verschleppung eines der hauptsächlichsten Kampfmittel der Konstantinopeler Diplomaten ist und meistens ihren Zweck nicht verfehlt. In dieser — man darf sagen — Kunst — find die Muselmänner Meister, und fie vervoll« kornmnen fich in derselben immer mehr. Was fie heute versprachen, widerriefen fie morgen, und so haben fie eS bekannt- kich fertig gebracht, eine Reihe von Monaten den Abschluß der Friedenspräliminarien hinauszuschieben, immer in der Hoffnung, die Großmächte umzustimmen und größere Bortheile aus dem siegreichen Krieg für fich zu erzielen. Im Feilschen und Unterbieten hatten aber die Türken diesmal in dem Rathe der Großmächte ihren Meister gefunden, die dem Sultan nur einen geringen Lohn für den erfolgreich geführten Kampf zukommen ließen. Jetzt ist man bekanntlich dabei, vuf Grund der Friedenspräliminarien den definitiven Vertrag «bzuschließrn, war aber vorauSfichtlich auch noch recht geraume Zeit in Anspruch nehmen wird. Denn daß die Türkei mit einem Male ihren bisherigen Prinzipien untreu werden und -hve Winkelzüge den Vorschlägen der Großmächte klipp und Nar zustimmen sollte, ist nicht gut anzunehmen. Während also die türkische Diplomatie jetzt in bester Arbeit ist, kommen auS verschiedenen Theilen deS OSmanen- retcheS Meldungen, welche wohl geeignet find, dem Sultan neue Sorgen zu bereiten. Man hat in letzter Zeit den Fürsten Ferdinand von Bulgarien im Yildiz-KioSk stark im Verdachte, gegen seinen Suzerain zu wühlen. Es ist noch in frischer Erinnerung, daß dieser Fürst den Gedanken veutilirt, sich die KänigSkrone aufs Haupt zu setzen, und seine jüngste Reise auch Konstantinopel brachte man mit der Verwirklichung dieser Absicht in Verbindung. Die Beispiele Serbiens und Rumäniens [offen ihn anscheinend nicht schlafen, und mit allen Mitteln sucht er die Erfüllung seiner Pläne zu erreichen. Da er beim Sultan wenig Verständniß für seine Wünsche gefunden hat, so sucht Fürst Ferdinand jetzt eine paffende Gelegenheit, um mit der Türkei avzubindrn und den Sultan eventuell durch alle möglichen, diesem zu bereitenden Schwierigkeiten zur Nachgiebigkeit zu bewegen. Diese Gelegenheit hat fich jetzt in Makedonien geboten, wo man die bulgarische Bevölkerung aufgewiegelt hat, weil der Vali die Eröffnung der serbischen Schulen gestattete. Serben und Bulgaren beobachten dort einander mit stets wachsender Eifersucht auf die beiden Nationalitäten gewährten Vorrechte, und eS ist nicht unmöglich, daß die Sache auf eine Krifis hinauSläuft, da die großbulgarische Partei bekanntlich seit langer Zeit An- spruch auf Makedonien erhebt. Der Sultan wird genöthigt sein, besondere Maßregeln zu ergreifen, umsomehr, als Bulgarien trotz aller Ableugnungen den Bau von Befestigungen an der türkischen Grenze betreibt und auch sonst in unlauterer Absicht gegen die Türkei wühlt. Eine weitere beunruhigende Nachricht ist auS der astatischen Türkei eingelaufen, wo ein ernster Aufstand der Araber auSgebrochen sein soll, der die Absendung von Truppen aolhwendig machte. Etwas Näheres darüber ist noch nicht bekannt, doch darf man annehmen, daß die Meldung den Sultan mit schweren Besorgnissen erfüllt, da eS ihm bekanntlich zur Anwendung außerordentlicher Maßnahmen immer am Besten fehlt, nämlich an Geld. Der letzte Krieg mit Griechen- land hat die ohnehin schon sehr mageren Kaffen der Pforte vollends erschöpft, und auf die Zahlung der KriegSkosten- «»tschädigung muß noch einige Zeit gewartet werden. Die Ottomanbank ist auch nicht sofort bereit, große Summen »orzustrecken, und im AuSlande Anleihen aufzunehrnen, ver- lucht die Pforte gar nicht mehr, da fie weiß, daß ihr alle Taschen verschloßen find. Zu allen diesen Sorgen kommt »och, daß die türkische Regiernng in Konstantinopel selbst Ammer auf dem Quivive stehen muß, um einem etwaigen AuS- »ruch des muselmännischen Fanatismus vorzubengen, der die «nropäischen Großmächte veranlaffen könnte, sich von Neuem Lallens ft'____- Vierteljähriger JtfonntmenlsprtiM 2 Mark 20 Pfg. ett Bringerlohn. Durch die Post bezog«» 2 Mark 50 Pfg. Hebaction, Expedition und Druckern: KchutstraSeAr.Ul Fernsprecher 51. ni 1881 iwtaLttl DM. 22.1° 101-80 00 12.95 22.- 23.- 23X 151.80 113.50 131.60 40.50 135-60 125.85 31$ KS e^Too etw **■ hf006 ießmer Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Der Gktzeuer Anzeiger «scheint täglich, ■* Ausnahme de» Montag». Die Gießener Aamikien v kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. schmtt, ihler, * kaßr 38, U. AbeiluUsUm Schau. ^eg,hitt,auzgM. :tct gelangen WolffS telegraphisches Lorrefpondmz-Bureew. Berlin, 11. Oetober. Die Wiederaufnahme des vollen Betriebe- in denBerlinerEisengteßereieu erfolgt heute. Die Wiedereinstellung von etwa 450 Formern wurde größtrntheilS durch den Arbeitsnachweis des Verbandes der Berliner Metallindustriellen vermittelt. Dresden, 11. Oktober. König Albert ist heute früh von Wien hier etogetroffen. Stuttgart, 11. Oktober. Amtlich wird gemeldet: Am Samstag Abend ist auf der Station Vaihingen a. F. die Borspannmaschine de- Zuge- 964 infolge Unachtsamkeit deS Führers auf den in der Einfahrt begriffenen Personevzug 285 aufgefahren. Beide Lokomotiven find entgleist und e- waren infolge deffen beide Geleise bis 2x/% Uhr Morgens gesperrt. Reisende wurden nicht verletzt, dagegen erlitten zwei Bedienstete unbedeutende Verletzungen. Der Materialschaden und die Beschädigungen an den Geleisen ist gering. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Ron», 11. Oktober. Heute Nachmittag 3 Uhr begaben fich die Theilnehmer an der gestern beschloffenen Kundgebung unter Führung de- Profindaco von Rom, de-Prä- fidenteu der Handel-kammer und anderer Delegirten im Zuge nach dem Ministerium de- Innern, um die in der gestrigen Versammlung angenommene Tagesordnung bezüglich der Erhöhung der Einschätzung zur Einkommensteuer zu überreichen. Ministerpräftdeat di Rudini empfing eine größere Abordnung der Manifestanten und erklärte ihr, daß alle- innerhalb der gesetzlichen Grenzen Mögliche geschehen werde, um zwischen den Steuererhebern und den Steuerzahlern eine freundschaftliche, von größter Billigkeit und Gerechtigkeit eingegebene Verständigung herbeizuführeu. Tine große Menschenmenge füllte die Piazza Navooe und die benachbarten Straßen. Einige Rädelsführer benutzten die Menschenansammlung und versuchten, an einigen Punkten daS Straßeupflaster aufzurrißen. Hierbei kam e- zu einem Zusammenstoß mit der Polizei. Sech» Polizisten wurden verwundet, ein Rädelsführer getödtet. Rom, 11. Oktober. Der Zusammenstoß von Ruhestörern mit den Organen der Staatsgewalt fand in der Lorenefigaffe bei der Via del anima statt. Dort hatten fich erregte Volksmaffen angrsammelt, die ausrührerische Rufe an-stießen, Pflastersteine aufriffeu und Revolverschüffe abgaben. Die Polizribeamten mußten gleichfalls von ihren Schußwaffen Gebrauch machen. Die Person de» getödteten Ruhestörers konnte noch nicht festgestellt werden. Bon den sieben verwundeten Beamten gehören vier zu der Polizei- wachmaunschaft und drei find Carabinieri. Einer der letzteren ist schwer verwundet. Auf Seiten der Ruhestörer konnten bisher drei Verletzte festgestellt werden. Einer wurde schwer getroffen- Es wurden einige zwanzig Verhaftungen vor- grnommen. Depeschen de» Bure«« .Herold/ Darmstadt, 11. Oetober. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen find Abend- nach Crouberg zurückgereist, wohin morgen da- russische Kaiserpaar nachfolgt. — Heute Abend findet beim Großherzoglichen Paar Souper und Tanz statt, wozu die Hofgesellschaft 24 Einladungen erhalten hat. DaS russische Kaiserpaar hat sein Erscheinen zugesagt. Berlin, 11. Oktober. Dem „Reichsanzeiger" zufolge find nach der im ReichS-Eisenbahnamt ausgestellten Nachweisung der auf den deutschen Eisenbahnen ausschließlich Bayern im Monat August d. I. folgende Betriebsunfälle zu ver- zeichnen: Entgleisungen auf freier Bahn 14, Entgleisungen in Stationen 21, Zusammenstöße auf freier Bahn 3 und in Stationen 20, sonstige Betriebsunfälle 158. Bei den Unfällen wurden 11 Reisende getödtet, 64 verletzt, 35 Bahnarbeiter und Bahnbeamte im Dienst getödtet, 79 verletzt, 2 andere Beamte im Dienst verletzt, 16 fremde Personen einschließlich der nicht im Dienst befindlichen Beamten und Arbeiter getödtet, 17 verletzt. Berlin, 11. Oktober. Trotzdem Staatsminister v. Boetticher in der Linkftraße in Berlin eine Wohnung gemiethet hat, wird angenommen, daß er in nicht ferner Zeit ein Oberpräfidium übernehmen wird. Berlin, 11. Oktober. Nach einer an die Consnln der Vereinigten Staaten von Amerika ergangenen amtlichen Verordnung kann von dem Erforderniß des persönlichen Erscheinen- W'A.«0 SÄ -nSbach^' i WAr'20 «,10 FrelbulS^ 10 7 1 DOOOOOOO illigen Preiira di« liv.-Drecker ei 4 Beheydi), itrasse 7. oooooooc ht 1891 vo.Südb-lA DeptaJJ* 149.9« lbl.lv esenborte atb ehrlich, inen Staub an, über- le anderen Fabrikate. Inder. 8195 IS, 'M! tz Ringfhn. 11. Oktober. Au» mehreren Ortschaften von Jamaika kommt die Meldung von Todesfällen am gelben Fieber. Die Behörden treffen Vorsichtsmaßregeln gegen die Ausbreitung dieser Krankheit. Berlin, 12. October. Der Director im ReichSver- ffcheruogSamt, Geheiwrath Gäbel, ist als Nachfolger Dr. Bödiker» zum Präsidenten des RetchSverstcherungS- amteS ernannt worden. Berlin, 12. October. Wie das „Berl. Tagebl." hört, sind einige Mächte dem Plane günstig gesonnen, den belgischen Major Witte, der fich im Kriege bewährt hat, al- provisorischen Letter der Verwaltung auf Kreta einzusetzen. Berlin, 12. October. Während mau im ReichSamt des Innern beschäftigt ist, das Material für den neuen wirth- fchaftltchen Ausschuß zusammen zu stellen, wird im Reichsschatzamt gleichzeitig der neue Zolltarif von zoll« technischen und finanziellen Gesichtspunkten aus aufgestellt, um demnächst vom Handelspolitischen Standpunkte unter Zuziehung des neu gebildeten wirthschaftlichev AuSschuffes im ReichSamt deS Innern weiter berathen zu werden. Madrid, 12. Oktober. General WehlerS Abberufung ruft eine große Erregung unter den Earlisteu und Lonservativen hervor, deren Zeitungen dem Ministerpräsidenten Sagasta LandeSverrath vorwerfeu, weil er vor Nordamerika zu Kreuze krieche. Die Carltsten-Blätter fordern Weyler auf, fich gegen die Regierung aufzulehuen und die Führung der Carlistenpartei zu übernehmen. London, 12. October. Ein gigantischer Gtrike von 400 000 untonistischen Arbeitern auS 30 mit dem Schiffsbau in Verbindung stehenden Gewerben ist sür Freitag beschloffeu. Konstantinopel, 12. October. Die definitiven Friedens- Verhandlungen beginnen Ende dieser Woche. H. Darmstadt, 12. October. DaS russische Kaiserpaar, daS Großherzogspaar, der Erbprinz von Loburg und die Prinzessin Aribert von Anhalt haben fich heute Mittag nach Friedrich-Hof begeben. CocaUs unb provinzielle». Gießen, den 12. October 1897. *• Ernennungen. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, 1. den provisorischen Lehrer an der Realschule zu Michelstadt, LehramtSaffeffor Adam Klas- fert zum Lehrer an dieser Anstalt, 2. den provisorischen Lehrer an der Realschule zu Wimpfen, LehramtSaffefior Karl Berger zum Lehrer au dieser Anstalt und 3. den provisorischen Lehrer an dem Ludwig GeorgS-Gymnafium zu Darmstadt Dr. Erwin Preuschen zum Lehrer an dieser Anstalt zu ernennen. •*nn Parlamentarische» au» Hessen. Nach der neuesten Feststellung beträgt die hessische Eisenbahnschuld rund 205 Millionen Mark. Der Reinertrag aller hessischen Staatsbahnen betrug bis 1896 jährlich nach Abzug der zu zahlenden Capitalziusen und Betriebausgaben (z. B. für die Oberhessische Eisenbahnschuld 1143 507 Mk. jährlich) etwas über 100 000 Mk. Mit dem Inkrafttreten deS SraatSvertragS zwischen Preußen und Heffen über die BetriebSgrmeinschaft des beiderseitigen EtsenbahnbesitzeS und dem damit zusammenhängenden Ankauf der hessischen LudwigS- bahu ist der finaozitlle Erfolg der hessischen Eisenbahnpolitik ein entschieden befferer geworden. Der Betrieb der vereinigten Bahnen der beiden Staaten erfolgt in der Weise, daß alle Betriebs-Einnahmen und Ausgaben mit Ausnahme der Steuern, als gemeinsame anzusehen sind und der Ueber- schuß der Einnahmen über die Ausgaben unter die deideuStaaten nach dem vereiubartevTheilungS- maßstab vertheilt wird. Die Antheile beider Staaten au den BetrtebSüberschüffen der Main-Neckarbahn und der hieran anschließenden drei Nebenbahnen werden bis zur Einbeziehung auch dieser Bahnen tu die preußische Betriebsgemeinschaft dem Ueberschuß der Gemeinschaft zugerechvet und kommen mit demselben zur Vertheilung. Hiernach berechnet sich der hessische Antheil am Gesammt- übrrschuß sür 1897/98 auf 9 775 000 Mk., für 1898/99 10068000 Mk. und für 1899/1900 auf 10370000 Mk. Dabei wird sich durch daS Fortschreiten der Baues der hesfischen Nebenbahnen und die Erbauung der Eisenbahn- brücke und die Erweiterung deS Bahnhofes zu Worms die TheilungSziffer HeffenS noch erhöhen. Nach Abzug der Zinsen der jetzt bedeutenden hesfischen Eisenbahnschuld verbleibt Hessen sür das laufende Budgetjahr auS der Be- rriebSgemetnschaft mit Preußen ein Retuüberschuß von 2 195 800 Mk. und fällt diese hohe Verbesserung der hesfischen Staatseinnahmen naturgemäß bedeutend tu die Waagschale. • * Die ReichSbaul hat den LombardztnSfuß auf 6 pCt. erhöht. ♦ e Stadttheater. DaS gestern Abend zum zweiten Male zur Aufführung gelangte Märchen-Drama „Die versunkene Glocke" fand vor gut besuchtem Hause statt. Die Wiedergabe deS Stücke» war auch diesmal eine gutt zu nennen und fand beim Publikum lebhaften Beifall. * * Stadttheater. „Rosenkranz und Güldenster n" von Michael Klepp, augenblicklich ständige» Repertoirstück des Sgl. Schauspielhauses in Berlin, wird an der hiesigen Bühne morgen Mittwoch den 13. ds. MtS. ausgeführt. Die Direction Sruse und Helm beabsichtigte Anfangs mit diesem Stücke, daS fich in Berlin aufs Neue al» sehr wirkungsvoll erwiesen hat, die Saison zu eröffnen. • • Raoul Koczalski-Souceri, am Freitag den 22. October. Anknüpfend an einen früheren Artikel in unseren Spalten, berichten wir, daß uuS außer einer Fülle von Rrtheileu bedeutender Musikkritiker, die ausnahmslos die Künstlerschaft KoczalSktS anerkennen und bewundern, da« Programm für den Gießener Eoncert-Abend vorliegt. Dieses Programm allein muß Jedem, auch wenn ihm der ausführende Künstler ganz fremd wäre, klar machen, welche hohe Stufe derselbe eiuoimmt. Richt eine Reihe Virtuosen- stückcheu werden uns da vorgeführt, die blendend die innere Hohlheit verbergen sollen, daS Programm enthält auch nicht eine einzige Nummer, die nicht musikalisch werthvoll wäre. Mit Beethovens Ls-äur-Sonate (op. 31®) beginnt daS Con- cert und schließt mit Gounod-Liszt Faust Walzer. Dazwischen liegen Compofitiouen von Lhopin, Liszt, Hummel und eine kleine Anzahl eigener Schöpsungeu, denn KoczalSky hat fich auf dem Gebiete der Eompofition bereits mit vielem Glück bewegt. • • Echnitzeljagd. Die am Sonntag von den Wanderern, G.R.-G., veranstaltete Schvitzeljagd nahm trotz der ungünstigen Wetters einen animirteo Verlauf. Die vier Füchse, welche von der Lahubrücke aus gestreut hatten, machten den 24 Theilnehmeru der Jagd die Aufgabe nicht fehr leicht. Mit großer Schlauheit war das Gebiet um Krofdorf, Wißmar, Rodheim, Kinzenbach, Atzbach und Heuchelheim , die Rodheimerstraße als Mittellinie, als Jagdgebiet vorbereitet und erst verbältvißmäßig spät, gegen 6 Uhr Abends, glückte eS dem ersten Fahrer, einen Fuchs in Sicht zu bekommen. Am Abend vereinigte die Wanderer ein ge- müthlicher Commers in ihrem neuen Clublocal im Restaurant Royal, wo die PreiSvertheilung stattfand und mau in feucht-fröhlicher Stimmung gemüthlich bei einander blieb. • • Turnerische». In der Turnhalle des Mainzer Turnverein» fand am Sonntag Vormittag ein Turnen der Freien- Vorturner - Verei nigung des Mittel- rheinkreiseS statt. ES beteiligten fich daran die Vor- turnerschaften von Bockenheim Turnverein Vorwärts, Frankfurt Turngemeinde, Gießen Turnverein, fämmtlich am Reck, Offenbach Turogesellschaft, Wiesbaden Turnverein am Barren, Offenbach Turnverein am Pferd, Frankfurt Turnverein an zwei Pferden in Kreuzstellung, Wiesbaden Männer-Turnverein Uebung mit langen Stäben uud langem Pferd und Mainzer Turnverein am Spruugtisch. Als Gäste waren vertreten: der Turn- und Fecht-Club von Mainz und Ludwigshafen, die Turngemetnden von Hanau und Wormö, der Männerturuverein von Gießen und der Turnverein Vorwärts von Homburg v. d. H. • * Handwerker • Petition. Der Vorstand des „Landesverbandes hessischer Handwerker und Gewerbetreibender" hat folgende Eingabe an daS Großherzogltche Ministerium gerichtet : „Hohem Ministerium des Innern gestatten wir un- ganz ergebenft davon Kenntniß zu geben, daß in Folge Be- schluffeS der Generalversammlung zu Mainz vom 16. v. M. der Verband „Hessischer Innungen und Berufsveretne" jetzt den Namen „Landesverband hessischer Handwerker und Ge- werbetreibender" führt und dar angeschloffene Statut zur Grundlage hat. Bei dieser Gelegenheit erlauben wir unS anzuführen, daß in der erwähnten Versammlung auch zu dem neuen Handwerkergesetz Stellung genommen wurde, uud die Versammlung einstimmig zu der Anficht gelangte, daß eine ersprießliche Thätigkeit nur dann entfaltet werden könne, wenn für jede Provinz deS GroßherzogthumS Heffen eine Handwerkerkammer errichtet würde. Ferner wurde beschloffeu, Hohes Ministerium des Innern zu bitten, daS gemäß § 103m der Gewerbeordnung« Novelle seitens der Landescentralbehörde zu erlaffende Statut vor deffen enbgiltigei Feststellung unserem Verband als Vertreter des corporirten Handwerks in Heffen zur gutachtlichen Aeußerung zugehen lasten zu wollen. Indem wir hiermit diesen Beschluß zur Ausführung bringen, sehen wir der hochgeneigten Entschließung Großh. Ministeriums ganz ergebenft entgegen." * * Amerikanische Butter soll demnächst auf dem deutschen Markt erscheinen. Wie der landwirthschaftliche Sachverständige bei der deutschen Botschaft in Washington der deutschen LandwirthschaftS-Gesellschaft mitgetheilt hat, soll bereit» in Hamburg ein Quantum nordamerikanischer Butter zum Verkauf liegen. Nach Mittheilungen, die der Vorstand der Abtheilung für Molkereisachcn im amerikanischen Land- wirthschastSwinisterium dem deutschen Sachverständigen gemacht hat, kostet der Transport vom Staate Minnesota bi- nach England auf den Markt 2,5 Cts. aufs Pfund oder 23 Pfg. auf» Kilogramm, wobei die Butter sowohl während der 2000 Kilowtr. langen Bahnfahrt, al» auch während de» Seetransporte» ununterbrochen in Kühlkammern mit einer dem Gefrierpunkt naheliegenden Temperatur gehalten wird. Wetterbericht. Nach vorübergehender Zunahme ist der Luftdruck auf» Neue über Central-Europa etwas erheblicher. Eine ziemlich tiefe Depression, deren Centrum, so viel die mangelhaften Nachrichten ersehen lasten, an der Westküste Norwegens liegt, breitet fich nach Süden gegen den Kontinent herein au» und drängt dabei da» barometrische Maximum zurück. Damit zeigt fich wieder da» Gebier de» hohen Drucke» in mehrere Kerne gespalten und weist auch in seiner Begrenzung verschiedene Unregelmäßigkeiten auf. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst wechselnde Bewölkung, dann etwa» wärmer und neuerdings Eintritt von schlechterem Wetter. T Lollar, 12. October. In der Nacht von SamStag auf Sonntag wurde hier bei Schlostermeister Kutscher ein Einbruchsdiebstahl verübt, wobei demselben 130 Mk. gestohlen wurden. Es ist dies innerhalb der letzten 3 bis 4 Jahre schon der 8. bis 10. Einbruch, ohne daß e» bis jetzt möglich gewesen wäre, den Thäter ermitteln zu können. -11 Herbstein, 10. October. Ein Leichenzug, wie ihn unser Städtchen wohl nie gesehen, bewegte fich am heutigen Tage durch unsere Stadt, vom Schulhause au» trug man die Leiche de» allbeliebten, in weiten Kreisen hochgeachteten Lehrer» Mohr, dem e» vergönnt war, fast 30 Jahre an unserem Ort seine segensreiche Wirksamkeit zu entfalten, zu Grabe. In der Blüthe der Jahre, im rüstigen Manne-alter, noch nicht 50 Jahre zählend, ereilte ihn eine tückische Krankheit, die langsam aber stetig sein Ende herbeiführte. Schon lange, bevor die Todtenglocken traurig vom Thurme hallten^ sah man alle die vereine und Corporationev vor dem Schulhanse fich versammeln, deren Leiter, Dirigent oder Prästdent er war. Der Verstorbene wußte eben als würdiger Lehrer fich Eingang zu verschaffen in alle kreise und überall nahm er eine geachtete Stellung ein. Damm leiteten ihn zu Grade mit Trauer klängen der Mufikoerein Herbstein, deffen Begründer er war, der Sriegerverein Herbstein und die übrigen Kriegervereine deS Bezirks Vogelsberg, deren Präsident er war. der Gesangverein „Bruderliebe" Herbstein, deffen Dirigent er fast 25 Jahre lang gewesen, der Bezirkslehrerverein Herbstein, deffen hochverdienter Obmann er war, die Pflichtfeuerwehr der Gemeinde Herbstein, die ihn zu ihrem Hauptmann erkoren und endlich die Schulkinder, deren Lehrer und Erzieher er war, Alle leidtragend, über den schmerzlichen Verlust eine» guten ManneS. § An» dem Kreise Alsfeld, 11. October. Trotz der auf einer nicht niedrigen Stufe stehenden Preise für daS Fleisch find die Preise für daS Wildbret nicht hoch. Man bezahlt für die Hasen per Stück 2,50 bis 2,80 Mk., für die Feldhühner 50 bis 80 Pfg. nach dem Alter. Zweifellos dürfte der Preis für die Hafen bei dem bevorstehenden Beginn der großen Hasenjagden unb der Gänsezeit noch tiefer sinken. DaS Resultat der Hasenjagd auf den Feldbezirken ist für viele Gemarkungen ein Beweis, daß der Hase hierin immer seltener wird. In der That wird auch keinem Wilde mehr nachgestellt, wie dem Hasen. Ja unseren GebirgSbe» zirken kommt übrigen» der Hase viel seltener vor, wie in der Ebene, da diese sein eigentlicher Aufenthaltsort ist. ES dürfte sich deshalb gewiß für die Jagdbefitzer unserer Bezirke empfehlen, den Hasen etwas mehr zu schonen, soll derselbe ander» nicht ein selteneres Wild, wie seither, hier werden. Die Hühner waren bet der Eröffnung der Jagd schon sehr stark, so daß sie schlecht „hielten", wie der Jäger zu sagen pflegt. — Die Züchter von Kaninchen klagen über da» häufige Eingehen derselben. Sie schreiben die Ursache hiervon einer Krankheit zu, welche seuchenartig auftritt. Vielleicht ist aber da» jetzt übliche verfüttern von Blättern der Erd- Gewächse, die um diese Zeit kalt und feucht, und nicht selten von Melthau befallen find, die Erkrankung-Ursache. Ober-Florstadt, 10. October. Gestern hatten mehrere Kinder ans dem Felde ein Kartoffelfeuer angezündet. Eine» der Kinder im Alter von 5 Jahren kam dem Feuer zu nahe, wurde von demselben erfaßt unb verbrannte, ehe noch Hilfe zur Stelle war. Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Unfälle, Krankheiten unb Jnvalibität ober Alter hinbern o manchen braven Arbeiter, seine Kraft für ben eigenen und ben Unterhalt seiner Familie einzusetzen. Die sociale Gesetzgebung hat in biesen Fällen schon hilfreich eingegriffen, unb wenngleich fie noch keinen ibealen Zustanb geschaffen bat, so I,at fie doch zweifello» den schlimmsten Mißständen abgeholfen unb btt Arbeiterverhältniffe gegen früher erheblich Verbeffert. Zwei Lücken bestehen noch, bie maagelnbe Fürsorge für bie Wittwen unb Waisen ber Arbeiter unb ber Schutz gegen die Folgen unfreiwilliger Arbeit»lofigkeit. Eine gewifie ©olibaritat ber Staatsbürger zur Abwehr ber Noth von olchen BoikSgenoffen, bie burch Mangel an Arbeitsgelegenheit außer Nahrung gesetzt sinb, besteht also schon jetzt. Was infolge ber socialen Entwickelung neuester Zeit weiter »erlangt wirb, zielt in erster Linie bahin, bah bie bem Arbeitslosen gewährte temporäre Aushilfe den Character einer Armeo- unterftützung abstreife. Der Lohnarbeiter, ber ohne feine Schuld sein Brod verliert und augenblicklich keine andere Gelegenheit zur Berwerthung seiner Arbeit findet, soll nicht durch die Form der Unterstützung mit Arbeitsscheuen unb Gewohnheitsbettlern auf eine Linie gestellt werden. Man ist, al» vor einigen Jahren da» Problem, wie von den Arbeitslosen am zweckmäßigsten nicht bloS wirth- schaftliche», sondern auch fittlicheS Unheil abgewendet werden könnte, von Communen und gemeinnützigen Gesellschaftm practisch in Angriff genommen wurde, zur Verhütung sittlicher Gefahren vor Allem darauf bedacht gewesen, ber Unterstützung eine solche Form zu geben, baß baburch bie Selbstachtung be» Arbeiters geschont bliebe. Zu bleiern Behuf würben Einrichtungen getroffen, welche bem Arbeitslosen ein Recht auf gewifie Unterstützungsbeträge gaben. Diese» Rech- mußte burch vorhergegaugene Einzahlungen in bie Kasse des verbanbe» erkauft werben. Die von mehreren Communen in Deutschlanb unb in ber Schweiz gemachten versuche haben Überall nur ungünfrigt Erfolge erzielt. Die Ursache beß Mißlingen» ist auch überall deutlich zu Tage getreten. Eine unklare Vermengung bei Princip» ber Versicherung mit bem ber Armenpflege, eint Einrichtung, welche bie Inanspruchnahme ber Mildthätigkei! zu einer Rechtsforderung umftempelte, ohne über baS fttt bie BerbaubSkafie zu schaffende Berhältniß von Forderuvt unb Leistung klare unb practisch burchsührbare Bestimmungen zu treffen, ermangelte burchauS ber Gewähr, baß eine bauernbt oie befriebigenbe Lösung be« Problems in fich schließet Veranstaltung barauS hervorgehen könnte. Der Parteitag ber beutschen BolkSpariei in Ulm Hs: fich neuerbingß mit ber Frage beschäftigt. Um gleich practist vorzugehen, hat man einen Ausschuß eingesetzt, ber eiaen Gesetzentwurf ausarbeitete für communalt Versicherung gegn Arbeitslosigkeit. Der Gesetzentwurf unterscheibet arbeite bei bentn bie Arbeitslosigkeit nicht zu gewifien Jahreszeit^ wiederkehrt, unb solche, bei benen bieS ber Fall ist- i^{ dieser klaffen ist in brei Einsen je nach bem Einkowmo geteilt. Der Beitritt soll obligatorisch sein. Für bie 9t' tröge ber Arbeiter unb Arbeitgeber sinb wöchentliche Maxims beiträge angenommen, bie in ber höchsten Klaffe (Saison arbeitet mit mehr al« 24 Mk. Wochenlohn) für den Arbettu 40 Pfg., für den Arbeitgeber 20 Pfg. betragen, währei-' ber Zuschuß ber Gemeinbe nicht 4 Mk. jährlich für w 518 NiS5Rbtnt M« unb U^hrrr 061 titelt y* in W^bSJj* -'^.k m ft berg, btrtn suL?’ t* 5)trbft i„ s= tDl n et D6tt ® it"‘I'»>et. *4 ^« «*W*a* Ä? nb, über u 1 "öen lch»rrz«che» •jS« 2 ■m»:» ’ "°ch de« nittr. 9tttL "Äa? *?•***■ ?' «Snjejttt nod) t|tfw * b« »elbbeiMt, L “61", ?°'e lt ®hb auch «einem *2BiUt ■ unferen Tebirgsb-, i'Melttner vor, ®te « « AllsevthaltSott ist. tzr !agdbefitzn anltrer iSeznie i“ kch°M, toll derselbe seither, hier »erben, ron8 der Jagd Ifon sehr tolt d» Jäger za jagen tuchen klagen über bat schreiben bte Ursache hin. neuartig austritt. Bielleijt m von Blättern der Erl. rnd seucht, und nicht seit» ^rkranknvgSursache. Testern hatten «ehren selseuer angezüvdet. Eine» en kaw de« Feuer zu v-st > verbrannte, ehe«ä Arbeitslosigkeit. alibität oder Älter hindern ftroft für bin eigenen und isetzeo. Die sociale Sesetz- hilfreich eingegrisfen, und Ma- geschaffen bat, ft raffen Mißständen abge- - gegen Mn tx^W t Mvxge süi ttttx und btt Tchniz gegen MvstM. Tine gtwifie tut Abwehr der Roth im Mangel an W* besteht also schon jetzt. g neuester gelt weiter *ta6bi,bÄ »« * > «MIM W«, , tattlM f* 1,1" alt Mit#«« 1J Är&Ä |rt MllU 8""hl,|!” 8l't i«*'*» to U “ Sinzahlungeu haben übtt°° ° flbtia flut u°^'^„pflige, eü it b^?^er MdtE jprochuah"^ öfjet daS ß r. L«s u°>« ei# ; ttt*' 1 , , b(l 8"“ i< ,«4 »A» Stvseu le |t|B, 8» ^puK K-KZ j »‘•V*s f' ständigen und 6 Ml. für die Saisonarbeiter übersteigen soll. Anspruch hat jedes Mitglied sechs Tage nach erwiesener schuldloser Arbeitslosigkeit und nachdem es 26 Wochen lang Beiträge geleistet hat. Ausgenommen find Ausstände. Die Schuldlofigkeit wird vorausgesetzt, das Gegentheil ist zu be- weisen. Die Verwaltung der Kaffe erfolgt durch die Gemeinde. Ob die Kaffe eingeführt werden soll, ist für die Gemeinde Sache freier Entschließung. Der Voranschlag ist gut gemeint, aber die Angelegen- heit, so wichtig fie ist, ist für die Gesetzgebung noch nicht reif. ES müffen erst noch Erfahrungen gesammelt werden, damit man nicht wieder, wie mit den bisherigen Arbeiter- verficherungen, einen Sprung ins Dunkle macht. V«k»r§n^Lhir°l. Zweite Auflage. Mk. 2.80. Setl Anfang März dieses Jahres weilt Sne aus hervorragenden Fabrikanten und Technikern bestehende deutsche HandelScommisi.on zum Studium der commerciellen und industriellen Verhältnisse von China und Japan in Ost-Asien ES wird daher für jeden Gebildeten, der an den brennenden Fragen der Gegenwart thetlnimmt, die Lectüre des soeben in zweiter Auflage erschienenen Buche» von V. Chtrol (Die Lage in Ost-Asien, Vertin 1897, PrctS Mk. 2.80) von höchstem Interesse fein. — Ein zeitgemäße« buchhändlerischeS Untnnebmm, das die Beachtung aller Bücherltebhader und besonders in ber rommcnDen Weihnachtszeit großen Anklang finden wird, veranstalt^ soebeni v Dunkmann'sche Verlagsbuchhandlung in Hannover: Die Heraus- gäbe eigenartiger neuer Prachtwerke von hervorragender Ausstattung, gediegenstem Inhalt und einem bisher bei derartigen Prachtausgaben nicht gekannten Preise, der sür ieden stattlichen, großen Band zwischen 4 dis 6 Mk. schwankt. Die erste Gruppe dieser neuen billigen Prachtwerke ist bereits erschienen, und schon aus der Ttrelangabe erhellt der vornehme Characker und der me- seitige Werth; es sind folgende fünf Bände: GoetheS Faust. Mit Zeichnungen von Sascha Schneider. 8amilien-Chronik. En Bach fürs deutsche Haus zur Pfleg« des Familiensinns. Zu lichten Höhen! Sammlung geistlicher Web« frommer ®“nn0nehr: Mit acht Btldertafeln. Großmeister deutscher Musik. 1. Band. Bach, Mozart, Beethoven, Weber. Mit Bildern. Don Hans Paul Frhr. v. Wolzogcn. Rückerts Ltebesfrühling. Mit Zeichnungen in Lichtdruck von A. Zick. Sämmtliche Bände Ünd, wie gesagt, Prachlwerke und zwar in entzückenden, bistechenden Elnbänden, somit ganz hervorragend zu Geschenkwerken geeignet. Verkehr, «nd Doie»ivirtb Vermiethungen. 9492 95tt <. »Shr, Schriftführer. (HttH Balser, Vorsitzender. Marke. 9332 8867 9156 Den Cmpfaug der Ueberall zu haben k»S ^^(aufgesuche^J Jede Partie 9304 Tapezier. 9506 Verloren u. Gefunden. 8769 zu lesen. 9192 Bahnhofstraße. pcbttton d- Bl erbeten. 9509 Expedition d. Bl. 9454 9181 Gchillerstrasie 18. Junge kräftige Arbeiter sucht sofort bei hohem Lohn 9456 Zu verkaufen 9494 UM 11» 94=0 Neustavt 49. Stbocno*. 1. 6 d) 16 b e. — Druck und Verlag der « tnne6»e filyn*01 1 Schutz- Marke*. SM Schrauth’s Waschpulver gemahlene Salmiak-Terpentinseife Schutzmarke Bergmannszeichen. Garantirt unschädlich. 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Wahl von 3 Revisoren und Entlastung de» KasfirerS. 4. Ersatzwahl des Vorstandes (Wahl von 4 Mitgliedern). , 5. Conferenz der südwestdeutschen DetaMisten-Vereine 1898 tu Sietzen. 6. Verschiedenes. Der Vorstand. ein kleines schwarzes yCLlUltB Cachemtrtuch. Gegen Belohn^abzug. Ludwigstr. 1.[9457 9334] Tüchftger, junger Mann alS chau»bursche gesucht. eteia» Ein Hausbursltlk gesucht. Der 14 Erdiger Ta ehr nicht m Di-Htrr Nrbi ra|i« man ^ttoDQttonet °°f dr« Plc °°d weh» "nbllgdeten Weimar jQr Inzvisi Herbsttag v, ©an Ith blt Ferne "ehwrndr D Armeen. , „Der . »Das bet Dichter " °>ehe m Stgtn , »To 1 anrilj 94841 Für einen Studenten ein möbltrt.S Zimmer, möglichst in der Mitte der Stadt, gesucht. Reflcctanten unter J. K. 9184 an die Cxved. d. Bl. Für die zahlreichen Beweise der herzlichsten Theilnahme bei dem Hinscheiden unsere» unvergeßlichen Willy sagen wir hiermit unfern innigsten Dank. 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