CocaU» unö provinzieller. Sieben, den 12. Juli 1897. * • ZustizPerfoualien. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 5. Juli den Amtsrichter bet dem Amtsgericht Schotten Richard NtSpel zum OberamtSrichter bei diesem Gericht zu er« nennen und dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach Philipp Hill sowie dem Amtsrichter bet dem Amtsgericht Gernsheim Carl Sch weis gut den Character als „Amts« gerichtSrath" zu ertheilen. ♦ * Das Ehrenzeichen fht Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 18. Juni ben Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Wimpfen a. B. Carl Bergmann, Friedrich Ku Hb ach, Friedrich Kolb^ Christian Christoph Klenk, Friedrich Würz und Friedrich Knoll. • * Amts-Einführung. In der festlich mit Pflanzen geschmückten Synagoge führte am Samötag der nun beinahe 70 Jahre im Amt gewesene Provinztal-Rabbioer Dr. Benedikt Levy seinen nunmehrigen Nachfolger Dr. Sander bisher in Karlsruhe in das Amt ein. Mit bewegten Worten wandte fich der hochbetagte Greis an die Gemeinde und erklärte, er wolle ja nicht Abschied nehmen, wenn er auch scheide von seinem Amte, so werde er doch diejenige Zeit, die ihm noch vergönnt sei hinieden zu verleben, inmitten seiner Freunde verbringen. Ein Festmahl am Sonntag vereinigte die Gemeindemitglieder mit dem nun tu den Ruhe- stand getretenen und dem neuen Seelsorger. * * Architekten- und Ingenieur-Versammlung. Die Mit- glteder des Mittelrhein. Architecten- und Ingenieur-Vereins trafen am SamStag Vormittag behufs Abhaltung ihrer Wander-Versammlung hier ein. Dieselben wurden am Bahnhofe von den Mitgliedern des Local-AußschuffeS empfangen und zunächst nach dem hygienischen Institut an der Frankfurter Straße begleitet, dessen Besichtigung unter Führung der Herren Geh. Oberbaurath v. Weltzten und Assistenz-Arzt Dr. Dreyer alt Vertreter des Herrn Geh. Medtcinal-Rath Prof. Dr. Gaffkh, alsbald erfolgte. In dem Auditorium fand hierauf die Erläuterung der Pläne dieses Instituts wie des im Bau begriffenen physikalischen und electro-chemischen Institut- statt. Diesem interessanten Theile folgte ein Gang durch die Stadt, insbesondere Besichtigung der JohanneSktrche, wo Herr Pfarrer Dingel d ey die vöthigen Erläuterungen gab, und des LtebtgdenkmalS. Zn Ehren der Gäste hatten die städtischen Gebäude Flaggeu- schmuck angelegt, auch die im Garten des Gas- und Wasser» Werks befindliche Fontaine entsandte ihre Strahlen, um die Druckhöhe unseres Wasserwerks vor Fachleuten zu demoo- strtren. Die Gäste verfügten sich hierauf in Begleitung der Damen nach „Steins Garten", woselbst ein Frühstück her- gerichtet war, in dessen Verlauf von Herrn Stadtbaumeifter 161 Erstes Blatt Dienst»« dm 13 Juli IS»} Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den Ttvers Gieszeir. ] Hratisöeitage: Hießener Kamikienökätter. det die ein den Die Gießener A««ttte»ötLtter Serben dem Anzeiger »Gchrntlich dreimal beigdtgi. ien. iti's Nacht) Der füfentr Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme dc- MontagS. Wolffs telegraphisches Correfpondenz-BureRu. Berlin, 11. Juli. Der fürstbtschöfliche Delegat Probst Lr. Jahnel ist heute früh 7 Uhr gestorben. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeg«. Platz eine große Volkskundgebung anläßlich 200. Jahrestages der Bombardtrung Brüssels durch Franzosen statt. Paris, 12. Juli. Die Blätter veröffentlichen Condolenz-Schreiben des Königs Menelik au Prinzen Heinrich von Orleans anläßlich der bei dem Bazarbrand umgekommenen Verwandten deS Prinzen. Paris, 12. Juli. „Petite Republique" protestirt gegen eine Vorladung der Directoren derjenigen Pariser Blätter, welche vertrauliche Panamadocumente veröffentlicht haben. Die Würde und Ehrlichkeit verböten den ZettungS-Directoren, die geringste Aufklärung über den Ursprung derselbe« za geben. WB. Kopenhagen, 12. Juli. Um Miller nacht fuhr in dem benachbarten Bahnhöfe Gjentofte der Hesingforer Schnellzug auf einen haltenden Paffagierzug und zertrümmerte acht Wagen. 40 Pafsagiere find tobt, 60 verletzt. Zwei Ambulauzzüge brachten die Leichen und die Verwundeten in die hiesigen Kraukeuhäufer. «■■■ES—=_-■■■= ■ 1 ■— " 1 , 111 1 - Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den Mgardm lag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Nürnberg, 11. Juli. Bei der heutigen Preis» vertheilung de» 12. Deutschen BundeSschießenS erhielt den Kaiserpreis auf der Feld-Festschetbe Deutschland Geber-München, den Preis des Großherzogs von Baden auf der Festscheibe Mainz Manu-Frankfurt a. M., den Preis deS Kaisers von Oesterreich auf der Stand-Festscheibe Berlin Fabel-Neuwied, den Preis der Stadt Nürnberg Schallen- kamwer-München. Das BundeSschteßen wurde mit einem Festbanket geschloffen. Eger, 11. Juli. Eine Volksmenge unter Führung der hier eingetroffenen Abgeordneten zog nach dem Schießhause und verlangte von den dort anwesenden politischen Beamten die Oeffnung desselben behuss Abhaltung einer Versammlung, deren Verbot dem mit etnberufenden Abgeordneten nicht mitgetheilt »erben sei. Das Ansuchen wurde abgelehnt. Darauf begab sich eine Deputation der Abgeordneten zu dem Bezirk-Hauptmann Stadler und verlangte entweder die Gestattung der Versammlung ober eine Erklärung, daß bei einem etwaigen Versuche, die Abhaltung einer Versammlung zu erzwingen, zur Anwendung von Waffengewalt geschritten würde. Stadler lehnte die Oeffnung des Schießhauses ab und verwies auf die gesetzlichen Bestimmungen. Odde, 11. Juli. Heute Vormittag findet an Bord der »Hoheozollern" Gottesdienst statt. An Bord ist alles wohl. Das Wetter hat fich aufgeklärt. Odde, 11. Juli. Heute wurde Seine Majestät der Kaiser nach dem Gottesdienste beim Spaziergang an Deck von niederfallendem Maftbezug getroffen; ein an diesem befindlicher Strick schlug mit solcher Heftigkeit gegen da- linke Auge Seiner Majestät, daß ein mäßiger Bluterguß in die vordere Augenkammer eingetreten ;st. Seiner Majestät wurde sofort ein Schutzverband angelegt. Schmerzen find nicht vorhanden. PetfrSbllttz, 11. Juli. Der König von Siam ist gestern au- Moskau nach Peterhof zurückgekehrt. Mit dem König traf der Thronfolger von Siam ein, welchen der König dem Kaiser und der Kaiserin vorstellte. Konstantinopel, 11. Juli. Die Zahl der Kranken bei der türkischen Armee in Thessalien ist sehr gestiegen. — In Galata brach gestern infolge eine- zufällig loSgegangenen RevolverschusseS eine grundlose Panik aus. Newyork, 11. Juli. Hier herrscht große Hitze. Verschiedene Todesfälle find Infolge derselben vorgekommen. Deutscher Reich» Detmold, 10. Juli. Wie die „Lippe'sche LandeSzeitung" meldet, hat Prinz Adolf zu Schaumburg L'ppe heute die Regentschaft deS FürstenthuwS Lippe niedergelegt und ist in Begleitung seiner Gemahlin nach Bückeburg ab» gereift. Die „Lippe'sche LandeSzeitung" veröffentlicht den AbschiedSerlaß des Prinzen, sowie eine Proklamation deS Grafen Ernst zu Lippe-Biesterfeld, in welcher dieser die Uebernahme der Regentschaft bekanntgibt. Der Graf wird am SamStag den 17. Juli in Detmold einziehen. Stuttgart, 10. Juli. Der Präsident der Centralstelle für Landwirthschaft und Handel, Freiherr v. Ow, sagte in einem zu Gerabronn gehaltenen Vorträge, daß der durch daS jüngste Hagelwetter in Württemberg angerichtete Schaden sich auf 50 Millionen Mark belaufe. iäft aller Art e Preise. atifl und franco. id Leihanstalt Lnsgaben. m Eger, 12. Juli. Die deutsch-nationalen Kundgebungen nehmen einen großartigen Verlauf. Biele Tausende von Fremden durchwogten die Straßen. Der Eintritt in- Schießhaus, wo Vormittags eine Versammlung stattfinden sollte, wurde polizeilich verhindert. Die Abgeordneten, welche dagegen protokollarisch protestirten, zogen dann mit der Volksmenge zu dem Rathhause, wo verschiedene Abgeordnete unter dem begeisterten Jubel der Menge sprachen. Ernste Zwischenfälle find nicht vorgekommen. Brussel, 12. Juli. Gestern fand auf dem Rathhauß- Arrslav-. Prag, 10. Juli. Heute Vormittag gingen von hier starke Gendarmerie-Abtheiluvgen zu Fuß und zu Pferde nach Eger ab, um den für morgen anberaumten, aber verbotenen deutschen Volkstag eventuell mit Gewalt zu verhindern. Budapest, 10. Juli. In dem großen Getreide-Magazin der Firma Luczenbacher brach heute Morgen Feuer aus, welches das gejammte Magazin und zwei Häuser ein- äscherte. Der Schaden beträgt eine Million Gulden. Budapest, 10. Juli. Franz Kossuth hat folgende Interpellation bei dem Ministerpräsidenten angemeldet: 1. Ist die Regierung geneigt, zu kennzeichnen, in welcher Dichtung fich die Action der europäischen Diplomatie in Con- stantinopel und in Athen bewegt, wenn ja, welche Friedens- bedingungen halten die Großmächte für annehmbar. 2. Ist daS Concert der Großmächte entschlossen, eine Fortsetzung des Krieges unter keinen Umständen zu gestatten? 3. Haben He Großmächte eine Vereinbarung wegen der Person deS zukünftigen Gouverneurs von Kreta getroffen? 4. Ist die Meldung wahr, daß der frühere schweizerische Bundespräsident Diez als Gouverneur in Vorschlag gebracht worden ist und zeigt sich die Regierung geneigt, energisch dahin zu ivirken, daß der Friede zwischen Griechenland und der Türkei baldigst geschloffen und die Autonomie auf Kreta binnen Kurzem hergestellt wird. MonS, 10. Juli. Der Gouverneur der Provinz Hennegau versprach den Arbeitern, die Vermittelung zwischen den föruben» Arbeitern und den Directoren zu Übernehmen. Man glaubt, daß der Ausstand Montag zu Ende geht. Paris, 10. Juli. In der heutigen Kammersitzung cnttoortete der Deputiere Deschanel auf die Auslassungen drS Deputirten Jaurös über die Krise in der Landwirthschaft nab legte in beredter Weise die Zwecklosigkeit der von den Socialisten gepredigten Mittel dar. Die Kammer beschloß bm öffentlichen Anschlag dieser Rede in allen Gemeinden Frankreichs. Madrid, 10. Juli. Die Bergarbeiter planen für morgen in Bilbao große Demo nstrationen, wenn die verhafteten Genoffen nicht freigelaffen werden. Die Regie- mng hat scharfe Maßregeln zur Vergütung der Ruhestörungen j'troffen Auch in Valencia haben Unruhen stattgesunden. London, 10. Juli. Alle Passagiere der „Spree" sind Id OueenStowa glücklich gelandet. Sie berichten, der ilafall sei bei Nacht erfolgt. Man eilte auf die Alarm- 'stguale auf Deck, beruhigte sich aber bald. ES herrschte zur Zeii des Unfalles Nebel, doch wurde das Wetter später fööti und die See war ganz ruhig. Die „Spree" war, als i: vom Dampfer „Maine" ins Schlepplau genommen wurde, 48 Meilen östlich und 43 südwestlich getrieben worden. London, 10. Juli. In hiesigen RegierungSkreisen wird auf baß Bestimmteste versichert, daß von einer angeblich türlenfreunbüden Haltung Englands absolut nicht die Rede lelcr könne. Vielmehr sei eS wahrscheinlich, daß, falls die 'klorte ihren Widerstand nicht aufgeben sollte, die Frage der Ergreifung von Zwangsmaßregeln, wie sie schon seit dm Resormverhandlungen erörtert wurden, wieder auf» imummen werde und daß in dem Rundschreiben MurawjewS iiom Bedacht genommen sei. Dsibuti, 10. Juli. Prinz Heinrich von Orleans L',ir6 am 26. d. MtS. von hier auß die Rückfahrt nach Kramkreich antreten. ichloi^' L Schiü|'er' £ge 10- vierteljähriger 2 Mark 20 Pfg. mte Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Rebactian, tptbttiet und Druckerei: Kch>tstr«»eAr.«. Fernsprecher 6L Depeschen des Bure«« .Herold." Berlin, 11. Juli. Betreffend die Mittheilung der „Berl. Polit. Nachr.", nach der es wahrscheinlich sein sollte, daß die nächste LandtagSsesfion mit Gesetzvorschlägen behufs Regelung des Wahlrechts in Staat und Gemeinde mtt Rücksicht auf die Ergebnisse der neueren Steuergesetzgebung befaßt werden würde, schreibt die „Nordd. Allgem. Ztg.", nach ihren Informationen ist an fcben maßgebenden Stellen von einer solchen Absicht ber SiaaiSregierung nichts bekannt. Berlin, 11. Juli. Den „M. P. C." zufolge ist das Verbleiben Dr. FtscherS im Reichspostdienste so gut wie gesichert. Berlin, 11. Juli. Der „Nordd. Allgem. Ztg." wird aus Wien telegraphirt: In den letzten Tagen fand ein lebhafter Depeschenwechsel zwischen Konstantinopel und der hiefigen türkischen Botschaft statt. Der Botschafter hatte wiederholt Besprechungen mit dem Grafen GoluchowSki. Hamburg, 11. Juli. Wie der „Hamb. Corresp." auS Berlin meldet, übergaben die Botschafter am Freitag der Pforte eine sehr bestimmt gehaltene gemeinsame Note, worin sie die Annahme der von ihnen formulirten Friedens- bedingungen mit Griechenland, insbesondere die lediglich strategischen Grenzregultrungen in Thessalien, befürworten. Eger, 11. Juli. Dem Verlause deS heutigen TageS sieht man hier mit großer Besorgniß entgegen. Die Stadt ist mit Gästen überfüllt. Die Häuser find reich beflaggt. Vormittags soll der Versuch gemacht werden, eine Versammlung abzuhalten. Der Bürgermeister protestirte telegraphisch beim Ministerpräfidenten Badeni gegen die Hierhersendung Prager Polizisten. MouS, 11. Juli. Die Untersuchung über daS Dyna« mitattentat in Warguigniöres hat zu keinem Resultate geführt, obwohl man überzeugt ist, daß eß von Auß- ständischen begangen worden ist. Gestern haben in dieser Angelegenheit 19 Verhaftungen stattgefunden. Die Erbitterung der Strikenden gegen 1700 Strikebrecher nimmt immer mehr zu. Washington, 11. Juli Der Bericht beß Ackerbau- bureauß beziffert ben Durchschnittßstanb der Baumwollernte im ganzen Lande mit 86. Kinderwagen. ,it v-s«tz-d' jdWwJL ijIH MlikanW a”6 iarSig, SW -H-ndschch, Schn- Ilhirme, Jadfa-rer-, . Strumpfe, SchuSe, e unb -jemen-Wn- i, Men, Leibbinde« 3618 »portmgm attnng. trf von 10 Ml- an. en J3 i MgenM ammenstelluug. 8te We«hBelnde 2.L-7" "’^ndRocico-sty,. = Ugeb = jndlger Betten Md Dailneil ; ^PPiche, Linoleum ^Korbmöbel. frUC0 * Bahnstation. it b üb-- «• oseiith8*’ Schwankt die in demselben Local ausgestellten Pläne städtischer Bauten und Anlagen, wie eine Anzahl Photographien älterer Gebäude und Straßentheile erläutert wurden. Von besonderem Interesse waren hiervon die Plane der südöstlichen Stadterweiterung, des BolkSbadeS, des GaS« und Wasserwerkes, der Schulbauten. In seinem Vortrage, dem auch interessante ziffernmäßige Angaben über die bisher für die gemeinheitlichen Bauwerke aufgewandten Kosten zu Grunde gelegt waren, hob Herr Stadtbaumeister Schmandt den hohen Werth hervor, welchen diese Aufwendungen, sowie die noch bevorstehenden, insbesondere diejenigen der Caualisation, für die Affantrung der Stadt haben- Ausgaben, die zum großen Theil zu productiven Anlagen, nicht zum wenigsten aber im Interesse der Erhaltung der Gesundheit und Arbeit-- kraft der Bewohner unserer Stadt aufgewendet werden und reichlich Zinsen tragen werden. Die darauf beginnende Hauptversammlung leitete Herr Geh. Oberbaurath Jmroth. Nachdem derselbe im Namen des Vorstandes die Versammlung begrüßt, gedachte er des Verlustes, den der Verein im vergangenen Jahre durch den Tod verdienter Mitglieder erlitten- eS find dies die Herren Geh. Baurath Wagner- Darmstadt, Baurath und Stadtbaumeister Kreißtg-Mainz und Architekt Roos-Mainz. Die Versammlung erhob sich zum Andenken der Genannten von den Sitzen. Unter Ver- bavdsfragen wurde über das VerbaudSorgan verhandelt und einem bezüglich desselben vorgelegten Vertragsentwurf die Zustimmung ertheilt. Zu der Abänderung der Honorar- Normen waren Vorschläge nicht gemacht worden, weshalb, von einer Berathung abgesehen und daS Einverständntß damit erklärt wurde, so lauge an dem Altbewährten festzuhalten, so lauge nichts geeigneteres gefunden werde. Auch bezüglich des Punktes „Grundsätze für Wettbewerbung" sprach fich die Versammlung dahin auS, vorerst noch eine abwartende Stellung einzunehmen. Bon den wieder wählbaren aus- scheidenden Ausschußmitgliedern wurden die Herren Architect Euler, Stadtbaumeister Geinzmer und Architect Opfermann wieder-, Herr Baurath Neuling (Gießen) neugewählt. Die nächste Versammlung (1898) findet in Worms statt. — Nach der Versammlung begaben fich die Thetlnehmer vebft Damen mittelst mehrerer Sommerwagen der hiesigen OmnibuS-Gesellschaft nach dem „Abendstern" zur Besichtigung der Gabrtel'schen Marmorsägerei und Schleiferei, wobei Herr Aug. Gabriel die Führung übernahm und eingehende Erläuterungen über den Betrieb gab. Auch den zu diesem Werk gehörenden Marmor- und Kalksteinbrüchen bei Bieber wurde ein Besuch abgeftattet- Herr Gabriel ließ dort die verschiedenen Methoden der GeftetnSsprengungen vornehmen- es erfolgten Schüsse mit Pulver, dann Sprengungen mittelst Dynamit und solche mittelst electrischer Entzündung. Schließlich stattete die Versammlung der herrlich gelegenen ueuerbauten Villa des Herrn Commerzienrath Gail in Rodhetm einen Besuch ab, von welchem alle Thetlnehmer aufs Höchste befriedigt waren. Nach der Rückkehr von Rodheim vereinigte im Clubgebäude die Gäste ein Festmahl, das durch ernste und heitere Toaste gewürzt, den besten Verlauf nahm und den größten Theil der Gäste über die für den Abschied von Gießen festgesetzte Stunde hinaus fröhlich zusammenhielt. — Die von 3 bis 5 Uhr Nachmittags dem Publikum freigegebene Ausstellung der oben erwähnten Pläne, Zeichnungen und Photographien wurde zahlreich besucht. ♦* Einweihung de» Gesellschaftshauses bei Kaufmännische« Vereins. Am Samstag Mittag gegen 1 Uhr hatte fich eine zahlreiche Festversammlung zur feierlichen Weihe des Hause- für den Kaufmännischen Verein eingefunden. Seitens der Großherzoglichen Staat-regierung war Herr Regterungsrath Dr. Wallau, seitens der Stadt Gießen Herr Beigeordneter Wolff erschienen. Die Mitglieder der Großh. Handelskammer waren fast vollzählig am Platze, auch der Landtag-abgeordnete Metz «Gießen hatte der an ihn ergangenen Einladung Folge geleistet. Al- Vertreter des Unterverbandes für das kaufmännische Unterrichtswesen hatte sich dessen Präsident, Herr Trauner-Frankfurt a. M., etngefunden. An der Schwelle des Hauses übergab Herr Architect Meyer Namens der Firma Stein & Meyer dem Vorsitzenden des Kaufmännischen Vereins, Herrn Orbig, den Schlüssel, indem er etwa folgende Ansprache an die Festversammlung richtete: Heute vor einem Jahre sei mit den Grundarbeiten zur Errichtung dieses Gebäudes begonnen, heute sei e- möglich, nach reger Thätigkeit und williger Unterstützung dem Verein daS Haus zum Einzug Übergeben zu können. Einfach in seiner Anlage, aber würdig in seinen Formen würde man das Ganze vor sich finden und bitte er, dem so entstandenen Bau ein wohlwollendes Urtheil entgegen zu bringen. Die gute Eintracht und der schöne Frieden, welche während der einjährigen Bauzeit über diesem Werke lag, möchte nun auch fortbestehen bis in alle Ewigkeit, zum Glück und zur Zufriedenheit Derjenigen, welche diese Schwelle betreten. Bei Uebergabe des Schlüssels an den Vorsitzenden fügte Redner noch die Glückwünsche für den Kaufmännischen Verein hinzu und fuhr fort: Ziehen Sie ein in dieses Hau- und lassen Sie es für Ihre Mitglieder eine Bildung-- und Erholungsstätte werden zum Segen de- gesammten Kaufmannsstandes und unserer schönen Vaterstadt. Der erste Vorsitzende übernahm darauf Namen- des Vereins das Haus, indem er bemerkte, daß dasselbe glückich und ohne jeden Unfall fertig gestellt sei und sprach den Wunsch auS, daß alle an diese- VeretnshauS geknüpften freudigen Erwartungen tu Erfüllung gehen mögen, daß der gute Stern, der beim Bau bis zur Vollendung über demselben geleuchtet, auch fernerhin bis in Ewigkeit über demselben walten möge. Au die bei der Feier vertretenen Behörden aber wolle er die ganz ergebene Bitte richten, das bisher für dieses Hau- bethätigte Interesse für die Folge dadurch zu bethätigen, indem sie dasselbe in ihren Schutz nehmen mögen, damit fich in dem Gebäude der Handelsstand gedeihlich entwickeln könne. Bevor Redner daS HauS öffnete, sprach er den Wunsch aus, daß dasselbe dem Kaufmännischen Verein zu Nutz und Frommen, dem Handelsstaud zur Ehre, unserer Stadt aber zur Zierde gereichen möge bis in die fernsten Zeiten. Die Versammelten nahmen hierauf einen Rundgang durch die Räume deS Hauses vor. Die innere bauliche Einrichtung deS Hauses haben wir bereits in unserer Sonntags-Nummer beschrieben. DaS Mobiliar deS Hauses, von den Möbelfirmen Th. Brück und Reiber geliefert, ist einfach und gediegen, dem Zweck entsprechend hergestellt. Ein Prunkstück ist daS Büffet im RestauratiouSzimmer von der Firma Wtlh. Reiber (die Damrnspende) und ebenso ist die im selben Raum befindliche Schänke mit Marmorplatte und darauf befindlichem Bierzapfapparat geschmackvoll gearbeitet, dessen Schreinerarbeiten vom Meister S ch ä f e r gefertigt, während der in Kupfer gehaltene Bierapparat von Kupferschmied Zimmer hergestellt ist. — An dem Festmahl, welche- um 2 Uhr seinen Anfang nahm, hatten fich etwa 60 Personen betheiligt. Die Tafel war sehr geschmackvoll in den Lehrsälen des Hause- hergerichtet. Da- Mahl wurde durch inhaltlich bedeutende Reden gewürzt. Der erste Vorfitzende, Karl Orbig, toastete auf den Bau-AuSschuß, die Architecten Stein & Meyer, die Erbauer Birkenstock & Schneider und alle Handwerker, welche an der Herstellung des Gebäude- mitgewirkt haben. Der zweite Vorsitzende, Emil Horst, brachte hieraus ein Hoch aus auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Kgl. Hoheit den Großherzog auS. RegierungSrath Dr. Wallau, welcher im Auftrage des dienstlich verhinderten Provinzialdtrector- Frhru. v. Gagern erschienen war, brachte sein Hoch dem Kaufmännischen Verein. Herr Beigeordneter Wolff sprach zuerst das Bedauern des Oberbürgermeister- au-, daß er dem heutigen Feste nicht habe beiwohnen können, derselbe habe dienstlich nach Darmstadt verreisen müssen. Er entledige fich gern des ihm gewordenen Auftrages, Namen- der Stadt deren Glück- und Segenswünsche dem Kaufmännischen Verein für dessen Fachschule zu übermitteln. Hierauf nahm der Präsident der Großh. Handelskammer, Herr Commerzienrath Koch, das Wort, um in schwungvollen Worten dem Handel und der Industrie rin Hoch darzubrtngen. (Schluß folgt.) *• Schweres Eisenbahnunglück. Wie uns bereit- gestern Abend privatim mitgetheilt wurde, hat sich zwischen Cassel und WilhelmShöhe ein schwere- Eisenbahnunglück durch Zusammenstoß zweier Eisenbahvzüge ereignet. Der Schnellzug 55, welcher Gießen um 1 Uhr 26 Min. Mittags verläßt, ist kurz vor Cassel auf den ihm vorauS- gefahreneu Personenzug 93, der Gießen um 12 Uhr 6 Min. verläßt, und der am Block halten mußte, aufgefahren. Infolge des Unglücks konnten die fahrplanmäßigen Züge von Cassel nach Frankfurt nicht abgelaffen werden, und so kam eS, daß eine große Anzahl auf Ausflügen nach Lollar und Staufenberg befindlicher Gießener Einwohner nicht mit dem gegen 81/* Uhr hier fälligen Personenzuge eintreffen konnten, sondern den Weg theilS zu Fuß, theils mittelst rasch requirirter Wagen zurücklegen mußten. Wir erhielten eine Depesche, die über den Umfang deS Unglücks vorläufig folgende Darstellung gibt: Wie die Eisenbahn - Betriebs - Jnspectiou meldet, ist der Schnellzug 55 heute Nachmittag 3 Uhr 40 Min. auf den vor dem Main - Weser - Block haltenden Personenzug 93 aufgefahren. Drei Personen wurden getödtet, zehn größten- theilS schwer verwundet. Zwei Personenwagen und ein Postwagen sind zertrümmert worden. Beide Gleise find gesperrt. DaS westliche Gleis Cassel-Frankfurt ist voraussichtlich in drei Stunden wieder fahrbar. — Wie eS heißt, sind die Getödteten, die sich in dem haltenden Personenzug befanden, ein Feldwebel, dessen Braut und deren Vater. * • Montags Concert auf der „Schönen Aussicht". Heute (Montag) Abend 6 Uhr findet bestimmt das Bier- concert, auSgeführt von der hiesigen Regimentsmufik, statt. * * Die Waldfeste, welche fich in Gießen allgemeiner Sympathie erfreuen, haben wieder ihren Anfang genommen. Gestern fanden, begünstigt vom schönsten Wetter, zwei solcher Waldfeste statt. Der Evangelische Ar beiter-Verein hielt da- seinige am Ludwigsbrunnen, die Gießener Gewerkschaften daS ihrige an der Sicher Straße. Die Be- theiligung war eine sehr starke- besonders hatten die Gewerkschaften für vielseitige Unterhaltung der Kinder gesorgt. ♦ * vefihwechsel. Der Schwan'sche Garten, am SelterS- weg gelegen, ging für den Betrag von 68,000 Mk. in den Besitz des Bauunternehmers Winn hier über. Wenn man bedenkt, daß der Garten nebst Hans den seitherigen Besitzer co. 22,000 Gulden gekostet haben soll, so beweist die-, welchen colossalen Werth jetzt derartige Grundstücke gegen frühere Jahre besitzen. • • Preisvertheilung. Bei dem am 9. Mai in Frankfurt a. M. abgehaltenen öffentlichen stenographischen Wettschreiben aller Systeme errangen die GabelS- bergtanet 9, die Srolzeaner 3 Preise. Betheiligt hatten fich im Ganzen 87 Damen und Herren. * * Die Halmfrüchte zeigen in diesem Jahre einen so üppigen Wuchs wie selten zuvor. So wurden und mehrere „auf dem Sand" gewachsene Haferhalme übersandt, welche die stattliche Länge von 180 Ctm. bei reichlichstem Körneransatz haben. ** Hessische Innungen. In der am letzten Dienstag in Darmstadt staltgefundenen Sitzung des Vorstande- des Verbandes hessischer Innungen und Berufsvereiue wurde lt. „Darmst. Tgl. Avz." zu Punkt 1 der Tagesordnung: Die Wahlen zu den kommenden Handwerkerkammern, geäußert, es sei zu bedauern, daß das Gesetz nur einem Bruch- theil der Handwerker daS Wahlrecht gegeben- eS seien allgemeine Handwerkervereine zu gründen, um diejenigen Meister zu sammeln, die bi- jetzt weder einer Innung, noch einem Gewerbeverein angehören, damit diese zunächst das Wahlrecht erhielten, dann aber auch der werkthätigen Mitarbeit an der BerusSangelegenheit und dem Zusammenschluß nach Berufen zugeführt würden. Zu Punkt 2 der Tagesordnung wurde beschlossen, am 12. September d. I. eine Generalversammlung deS Verbandes in Mainz abzuhalten. Ein vorgelegter ReorganisationS.Entwurf wurde gutgeheißeu und soll demnächst verössentlicht werden. Bei der Wahl eines Vorsitzenden des Verbandes für die Zeit bis zur nächsten Generalversammlung wurde Herr Carl Lautz, Obermeister der Fleischer« Innung in Darmstadt, als solcher gewählt. Es wurde beschlossen, dem seitherigen Vorsitzenden, Herrn Franz Köberich in Mainz, für seine Wirksamkeit an der Spitze de- Verbandes den Dank deS Vorstandes auSzusprecheu. ** Eine für das Prozeßverfahren fehr wichtige Entscheidung hat kürzlich unser Ober-Lande-gericht in Darmstadt gefällt. Seither wurden in Anwendung bezüglicher Erkennt- ntffe des vormaligen Ober-ApellationSgerichtS Darmstadt die Klagebehauptungen, „der Schuldner habe die geltend gemachte Forderung (mündlich) anerkannt und Zahlung derselben ver- sprachen" von den rechtsrheinischen Amtsgerichten meistevS alS genügende besondere Klagebegründung, zugelaffeu und bezw. unter Eid gestellt. DaS Großh. Oberlandesgericht hat nun ausgesprochen, daß die deutsche Ctvilproce^ordnung nach ihrem § 230 die fernere Anwenduag der geschilderter- maßen bisher geübten Praxis nicht mehr zulasse, weil jede Klageschrift den Grund und den Gegenstand deS erhobenen Anspruchs bestimmt d. h. genau enthalten muß. vntzbach, 10. Juli. Der Reichs Streckencommissär für die Limesforschung, Herr Geheimer Oberschulrath Sold an von Darmstadt, welcher durch sein unermüdliches Wirken auf diesem Gebiete schon viele hochinteressante Entdeckungen am römischen Grenzwall gemacht und somit sich um die Wissenschaft ganz bedeutende Verdienste erworben hat, weilt wieder in unserer Mitte, um seine im vorigen Herbste unterbrochenen Arbeiten in hiesiger Gegend sortznsetzen. Hoffen und wünschen wir, daß auch diese neu aufgenommeue, theilr recht anstrengende Thätigkeit unseres allseitig hochverehrten Forschers von weiteren schönen Erfolgen gekrönt wird. W. B. -r. Vad-Nauheim, 12. Juli. Vergangenen SamStag hielt auf Einladung deS Vorstandes der wegen seines liebevollen Wesens und außerordentlichen Rednertalents rühmlichst bekannte Großh. Provinztal-Rabbiner Herr Dr. Hirschfeld von Gießen in hiesiger Synagoge eine nach Form und Inhalt vollendete, schwungvolle, begeisternde Predigt. Kem Wunder, daß der Tempel überfüllt war- dicht gedrängt stand Mann an Mann. Nicht nur die hiesige israelitische Ge> meinde hatte fich vollzählig etngefunden, sondern auch viele Kurgäste und etliche glauben-treue J-raeltten aus dem nahen Friedberg. Der Redner erntete rauschenden Beifall- via allen Seiten beglückwünschte mau die Gemeinde, die in diesem edlen Herrn einen so tüchtigen Führer und Seelsorger in der Eigenschaft als Großh. Provinzial-Rabbiner für Ober« Hessen gefunden. Möge diesem Manne die wohlverdiente Anerkennung allerwärts zu Theil werden und möchten die Gemeinden seiner Provinz demselben tu seinem edlen Strebe» stet- fördernd zur Seite stehen. + Büdingen, 10. Juli. GenSdarmerie-Wachtmeister Jöckel von hier ist an Stelle des in den Ruhestand tretenden Wachtmeister- Grauling nach Grünberg versetzt und als sein Nachfolger der seitherige FußgenSdarm und StationSsührer Götz von Niederolm ernannt worden. Offenbach, 9. Juli. In Mühlheim wurde ein seltene- Vergehen gegen das Strafgesetzbuch am Dienstag entdeck und der Thäter dingfest gemacht. Ein Arbeiter der dortigen chemischen Fabrik, der als Hetzer daselbst beschäftigt war und erst seit einem Jahr dort wohnt, wurde wegen eingegangener Doppelehe verhaftet und an das Großh. Amtsgericht Offenbach abgeführt. Der Verbrecher, in Neu-Isenburg geboren, hatte fich erstmals in Eisenberg (Thüringen) verheirathet. Wegen Meinungsverschiedenheiten verließ er seine erste, jetzt noch lebende Frau und ging nach Oberschließen. Hierselbst verheiratete er fich zum zweiten Male, und wurde die Trauung standesamtlich und kirchlich ohne Hinderniß vollzogen. Selbstverständlich hatte der Arbeiter bei Eingehung der Doppelehe seiner zweiten Frau von seinen früheren Verhältnissen nichts mitgetheilt und hat dies Schweigen auch 14 Jahre laug bewahrt. Durch eine Mittheilung von Eisenberg wurde die dortige Bürgermeisterei und durch diese der Großh. Gendarm Wolf-Rumpenheim auf baß Verbrechen ausmerksam und stellten beide die nöthigen Ermittelungen an. Der Thäter wurde vollständig überführt und legte lt. „Offenb. Zeitung" auch ein reumüthigeS Geständniß ab. ♦ MufflerS sterilifirte Kiuderuahruug ist auf der Allge« meinen Ausstellung von Erzeugnissen für Kinderpflege, (5r nährung und Erziehung in München mit dem Diplom de: goldenen Medaille ausgezeichnet worden. Es ist diel in der Zeit von drei Jahren die neunte hohe Auszeichnung, die dem ganz vorzüglichen Präparate zuerkannt wurde. * Dresden, 10. Juli. Der Mörder des Rentners Pfordte in Meißen, der Dienstknecht Breitenfeld, ist heute hingerichtet worden. Universität». Nachrichten. Würzburg, 8. Juli. Heute Vormittag wurde das von btm bayerischen Akabemiebirector v. Wagner begrünbete Kunstgeschichl liche Museum ber Universität Würzburg nach einem einleitenden Vortrage bes Professors für Archäologie Dr. K. Sittl burch dm Rector magnificus Dr. Schell feierlich eröffnet. Hieraus fand ein Runbgang burch bas Museum, das in ben zu diesem Zweck neuhergerichteten Räumen deS alten Universttätsgebäudes untergebrach! ist, unter Führung von Prof. Sittl statt. Hierbei zeigte fich, wi« nothwendig es war, für die reichhaltige Sammlung endlich ent- sprechende Räume zu schaffen.____ Verkehr, CtmO» und Vattswirrhschaft^ GrüttdaieO, 9. Juli. Fruchtpreise. Weizen X 16.00, Äorn X 13,00, Gerste X 00,00, Hafer X 13,96, Erbsen X 14,30, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 7,36, Samen X 20,00. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 12. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag- Wasser 16'»°, Lust 2Oo. Rübsamen'sche Badeanstalt zeichneten tW A“! bei Darmsta Montag „erden Äftsta Anstände geg^ unb be (braun Kleiber Wasch mobe, Porzellan Die Gege sehen werden. Verstei Wlmch dei Nachmst rwtrbtn hn Vielt IfUbt 55 - verstei 1. SopiaS, 6o SleiberschM licow, 1 Res 1 WmW 1 Puffet, 1 Weihwein, i 2 Hobelbdste u. o. A. 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Damit die zum weiteren Ausbau der Stadtfernsprech-Einrichtung in Gießen erforderlichen Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig in Angriff genommen werden können, werden diejenigen Personen, Firmen rc., welche ihre Wohnungen oder Geschäftsräume im Laufe dieses Jahres mit der vorbe- zeichneten Fernsprech«Einrichtung verbinden lasten wollen, ersucht, ihre Anmeldungen spätestens bis 5. August d. I. an das Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden. Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüsse für d n zweiten Bauabschnitt des laufenden Rechnungsjahres bestimmt in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüsse können erst im ersten Bauabschnitt des am 1. April 1898 beginnenden nächsten Rechnungsjahres zur Ausführung gelangen. Darmstadt, den 5. Juli 1897. Der Kaiserliche Ober * Postdirector: Meier. "S»-ff Sä =55.**^, Kauft für* Suppen nur Kietz' Kraft-Würze. GevSdanvrür-Wachtwkiii! teilt des In den Rnpstsi log na» ©rünbtrg vnch Seitherige FnhzenSdarrn r nolm ernannt lvordrn. Mühlheim Burhe ein fditrii am Diwtia- tW 6t. W Itbtittx her doch- ix bW WW °>°r b i, wurde wegen tingtgangt: an daS Großh. ArntSg«- Brecher, in m müiß* * »y ui CitT(d)Ui6e«. ,nlln IM M St« d.i IS“"** allf lei * >1 attttotniB _______ 6661] Junger Mann von auswärts, angesehen und vermögend, wünscht mit vorurtbeilsfreter Dame behufs Einleitung eines Verkehrs in Briefwechsel zu treten- Antworten unter J. B. an die Ex- pedition dieses Blattes_________________ 6686] Wirthschast mit Metzgerei zu vergeben. H. E. Werver, Eichgärten 10. ,nb‘n, hknn tout6t b i,e aton sehr ft” N. 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Proo. w. v. e. I. Eigarr.-Airma ^J/ersteigerungefiJ Mittwoch den 14. Juli l. I , Nachmittags 2 Ubr, werden tm »ieker'schen Saale — Neu, stabt 55 — versteigert: 1 SophaS, Commoden, Glas- unb Kleiberschränke, Spiegel, Tische, Ver- ticow, 1 Regulator, 1 vollst. Bett, 1 Nähmaschine, 1 Ausziehtisch, 1 Buffet, 1 Kassaschrank, 1 Fatz Weißwein, eine Partie Cigarren, 2 Hobelbänke, eine Partie Werkholz u. o. A Versteigerung sub. 1 voraussichtlich theilweise bestimmt. 2. 1 Cairseirse mit 6 Stühlen in grünem Plüsch, 1 polirter nußb. Tisch, 1 Trumeau mit Spiegel. Versteigerung sub. 2 bestimmt. 6663 Geißler, Gerichtsvollzieher. Mittwoch, den 21. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen tm Pfanblocale, SelterSweg 11 zu Vtrßen, gegen Baarzahlung versteigert werben: 1 Wagen, Buchen- unb Eichen- Bohlen, Schreibsecretar, Sopha, Commode, Sptegelschrank, Consol- tchrank mit Spiegel, Regulator, Ver- ticow, Nähmaschine unb anbete Hausgerathe. Ebenso werben am 22. Juli 1897, Siachmittags 2 Uhr, in bemselben Locale versteigert: Wagen, Kassenschrank, Nähmaschine, 1 Waage mit Gewichten unb sonstige Hausgeräthe. 8664 Uemmer, Pfanbmeister. Holzversteigerung am Mitt- Ivoch, den 14. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, bei Wirth Rheinländer zu Launsbach. Es werden 265 rm Eichenlohreiser verkauft, in denen Baumstützen enthalten sind. Krofdorf, den 10. Juli 1897. Der Bürgermeister. 7. meine nur fachmännische Re- paratnr Werfstüiie für Fahrräber. AHe Reparaturen werden solid ausgeföhrt. (toterfe von? -------— Evrrrse vom Eourse oom Eoirrse oom ‘m’ — aonrs» vom Cotttfc vom 3 /7. 1 10./7 £* 3./7. 10./7. Ä 3/7 10/7 3-/7. 10./7. Ä 3/7. 10./7. 3 7. | 10. 7. । Btaatepapikre. 5 Rum. am. Rte. 100.90 101.20 4 Lissabon. . . . 68.— 67.75 4 Prag-Duxl896 88.80 88.80 4 Pr.H.-Act. alte 100.80 100.80 do.Südb.(Lb). 76 « s 76.»/a Deutsch«. 4 Ruff.Obl. v.80 1QB.— 103.25 4 Rom II—VIII 93.80 93.70 3 Raab-Oed.v.91 81.70 81.60 4 Pr.H.-Act.neue 102.20 102.20 Oest. Ndw. 1^.2. __ 226. J/8 1 D. Reichs-Anl. 103.95 103.90 3 Schwed. Obl. . 102.30 102.45 47, Buenos - Aires 4 Rudolfb. Gold 103.15 103.50 37, do....... 101.— 101.— Gotthardbahn. 153 70 155 50 104.— 103.95 97.70 37, 5 do....... 100.9- 100.80 v. 1888 . . . Ltavdeohrl.Ani. 73.80 3 Jtal. gar.E.B. Livorneser. . . 57.85 59.90 57.85 59.70 4 Goth.unk.1903 Hivkrsr ©bl. 102.75 102.90 Schwz. Central Schwz. Nordost 139.40 115.— 13990 115.— 8 do...... i Preuß.Consols 1'/, do....... 97.80 Serb.Gld.-Rte. 3 103.95 104.10 103.95 104 15 5 4 do. Tab.-Rte. Spanische Rte. Türk.Zoll-Obl. bo.cono.Lit.C. 62.60 62.50 37, do.S.-Braunf. do. Solms-Lich 99 80 100.05 4 5 Sicil. v. 1891 Toscanische. . Ruff. Südwest Rjäsan: Urals! 94.10 93.90 94.10 94.30 5 Buderus E.W. Eisenb. Rtenbk. 102.20 101.50 102.20 101.50 Jtl. Mittelmeer Pr.Henri (Lxb.) 105 — 106.70 103.60 107.60 1 do....... 98.20 97.95 5 94.80 95.10 3'/r 37, 37, 100.— 100.— 4 103.- 102.50 103.20 4 « Bad. St.-Obl. 1 22.80 do.Jsnb.-Birst. Grfl. S.-Laub. —.— 81.60 4 ßand'Artieu. ykriinsl. r»°le v. 1886. . . 1 Bayr. St.-Obl. 101.50 — _ 1 do. Lit.D. 21.60 21.60 100.— 100.— 5 Anatolische B. 90.50 90.20 DtscheReichsbk. 160.80 160.- 4 Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Reg. . Cöln-Minden. Th. 100 Madrid .... Mein. Th. 100 Oesterr.v.1860 Oldenb. Th. 40 146 40 102 60 102.70 4 Ung. Gld.-Rte. 104.60 104.50 Sistlld.'Vriorit. 4 7, Portug. o. 89 . —.— 62 30 Frankftr. Bank 184.50 183.50 4 161.30 161.— f/, do. Eiib.-Obl. 102.60 102.75 4 do.Kron.-Rte. 100.85 100.95 Deutsch». 3 do. v. 1886 . . —.— —.— Berl.Hdlsges.. 163.20 168 — 5 116 10 116.60 17, Brem.St.-Anl. D. 1892. . . •'/, vamb.St.-Rte. v.1893 . . . i Hess. Sl.-Obl Ifdo...... 101.40 101.60 102.60 101.40 102.— 102.50 47, 5 47, 572 do.E.B.Gold v. 1889. . . Arg. inn. Anl. do. äuß.v.1888 ChinesischeAnl. 104.60 73.70 60 30 105.— 104.85 71.60 59.11 105.- 4 4 4 37, 47, Heff. Ludw. v. 1868/69 . . do.v.1874 . . bo.d.1875/78 do....... 100.35 gi'kd. 100.30 100 30 gekd. 100.30 100.— 3 4 4 37, 4 Salon.-Mon. . Pfandbriefe. D. Grndschuld- bank V-VI do. I -II 56.40 104.— 100.80 101.— 56.10 104.- 100.80 101.— « Darmst. Bank. Deutsche Bank Disct.iComm. Dresdner Bank Mitteld.Cr.Bk. 156.35 203.50 204.70 159.80 113.90 156.40 207.50 206.10 161.40 114.30 37, 3 4 5 138.40 39.70 135.75 128.70 13810 135 95 128.50 102.50 103.40 4 Egyptische unif. Mexic. v. 1890 108.- 107.95 Homburger I. . — — Oest.Crd.:Anst. 312— 314'/, 3 129 40 128.20 N ständische. 6 97.80 97.60 4 Pfälzer Nordb. —.— 101.80 Fkf.Hyp-Bk.M 101.55 101.50 Aidustrik-Arütu 21/, Raab-Graz 100 — .— —.— 1 kriech. E. B. v. 5 do. Eisenb. . do. Silber. . 93.20 92.80 «»Ständisch«. 37, 4 101.— 101 Nordd. Lloyd . 107.70 107 — 3 Türk. frs. 400 34.95 34 20 1890 .... 25.20 24.90 3 26.80 26.40 4 Elisab.-B. stfr. 103.50 103 55 do. Hyp.-Cred. 99.70 99.80 HöchsterFarbw. 444.— 444.— Nvorstusl.Foofr • do. Mon -Anl. i Jtal. Rte. St. 28.50 27.50 Ete-Vbi. 4 Kaschau-Oderb. 4 d.!905unkS27 103.50 103.40 Bochumer Guß 169.— 167.— v. 1891 . . . 102.20 — —— 37, S 29 ... 99.70 99.70 Dortm. Union. —.— —.— Ansbacherfl. 7 39.75 39.15 1000—4000 94.50 94.30 37, Franks, v. 1893 101.— 101.40 4 Lombardische . 101.60 102.— 4'/, Ldw.Cred.-Bk. 102.50 102.50 Gelsenk. Brgw. 179.30 177.90 Augsburg. „ 7 23.30 23.70 5 do....... 59.10 59 — 37, Darmst. 88/94 100.70 100.70 3 Lombardische . 76.60 76.80 4 Hamburg. Hyp. 100.30 100.50 Harpen. Brgw. 185 — 184.50 Brschw.Thlr20 107.90 108.10 4 Oest.Gold-Rte. 104.80 104.80 37, Gießen .... 101.70 101.70 5 Oefi. Staatsb. 116.90 116.55 4 do.unk. b. 1900 101.50 101.50 Ver. Königs- u. 164.50 161.- Finnländ. „ 10 —.— -.— 4'4 Oest.Silb.-Rte. 87.— 87.20 37, 4 Mainz..... Offenb. 0.1892 101.— 100.60 4 do....... 104.25 9-.80 103 95 96 — 37, 4 101 — 101.— 99.50 Laura . . . Freiburg, fs. 15 Mailänder „ 10 27.65 27.70 i Oesterr.Localb. 3 do.I.-VIII.Em. 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