die Ernennung von Experten zur Erwägung dieser Frage und willigt ferner in eine Prüfung der finanziellen Lage Griechenlands auf die Fähigkeit, eine angemesiene Kriegs- entschädigung zu zahlen, ein. Es ist^u hoffen, daß trotz der immer wieder auftauchenden Differenzen eine schnelle Erledigung der Verhandlungen erzielt wird, solche ist im Jutereffe Griechenlands dringend nothwendig. Parts, die Ltchistadt, muß anscheinend jede Woche ein anderes Gesprächsthema par excellence haben, sei es nun ein politischer Tcandal ä la Panama oder ein sensationeller parlamentarischer Zwischenfall, ein neues Auftreten Eleonora DuseS oder eine neue Version in Betreff der Reise Felix FaureS nach St. Petersburg. Vieles ist schon über letztere gesprochen worden, die Faure'sche Reise wird zur reinen Seeschlange, man fragt sich, geht er, gehr er nicht- schon vor einigen Tagen brachte der „TempS" die Nachricht, er gehe und zwar am 25. Juli, zehn Tage nach dem Kammerschluß. Darob großer Jubel in den Zeitungen. Leider hatte Felix Faure den Bewohnern der Provence und der Dauphins seinen Besuch vom 1. bis zum 7. August fest versprochen, es wird daher kaum angängig sein, denselben zu verschieben, ein solches Verfahren würde nur böseS Blut setzen. In parlamentarischen Kreisen herrscht überhaupt nicht derselbe Jubel, wie in der Preffe, sei es, daß der Rusiencultus dort beträchtlich abgenommen hat, oder daß allerlei parteipolitische Jntereffen mttsprechen, eins stehe jedenfalls fest, daß nur ein Thetl der Regierungspartei sich für die Reise erwärmt. Von anderer Seite werden constitutionelle Bedenken vorgeschoben, indem man behauptet, daß die Verfaffung den Fall einer Auslandsreise deS StaatSchefS nicht vorgesehen habe. Noch andere Fragen werden erörtert, so z. B., ob der Präsident der Republik alleir. den Staat vertreten könne, oder ob die Präsidenten deS SenalS und der Kammer noch dazu nöihig seien- anscheinend soll der Präsident keine Lust haben, die Herren Loubet und Briffon mitzunehmen. Die osfic-öse Versicherung, daß in Bezug auf daS Wann und daS Wie der Reise zwischen den Vertretern der öffentlichen Gewalten noch keinerlei Vereinbarungen stattgefuuden hätten, ja daß die Angelegenheit bis zur Stunde nicht einmal im Mtutsterrath zur Sprache gebracht worden sei, läßt jedoch fast darauf schließen, daß man wegen der weiteren Entwicklung der Sache im Elisse nicht ganz ohne Besorgniß ist, daß man befürchtet, es möchte irgend wer sich bewogen fühlen, Hrn. Faure schließlich noch einen Meteorstein in die Suppe fallen zu lassen. Dafür spricht auch die Meldung, daß Kammer und Senat erst kurz vor ihrer Vertagung mit der wohl unvermeidlichen Creditforderuug befaßt werden würden. Der „Figaro" ist mit dieser übervorsichtigen Behandlung der Sache, mit diesen verlegenen Wendungen und Wiadungen höchst unzufrieden. Ist, so erklärt er, die Einladung deS Zaren an Hrn. Faure, als den Präsidenten der Republik, der Frankreich nach außen hin allein vertritt, erfolgt, so sage man eS offen und mit klaren Worten. Kein Volksvertreter, die enragtrtesten Sozialisten nicht ausgeschlossen, würde den traurtgeu Muth haben, die Mittel zu einer Reise zu verweigern, die im Interesse Frankreichs unternommen werden und zur Befestigung seines Ansehen» in Europa beitragen soll. Wolff» telegraphisches Correspondmj-Bureau. Berlin, 11. Juni. Das im „Reichsanzeiger" veröffentlichte Gutachten der königlichen wissenschaftlichen Deputation für Medicinalwesen erklärt: Zur Zeit ist keinerlei Kennzeichen bekannt, woraus man erkennen und beweisen könnte, daß im Etnzelfalle die nach der Impfung entstandene Tuberkulose und Skrophulose eine Folge der Impfung sei oder woraus mau beweisen könnte, daß ein Einzelner nach der Jmpfuug zur Erkrankung an Skrophulose und Tuberkulose geneigter sei als ein nicht geimpfter Mensch. Hätte sich die Häufigkeit der Tuberkulose durch allgemeine Zwavgsimpfung verwehrt, so hätte die Sterblichkeit im Ganzen seit Einführung des JmpfungSzwangeS zugenommen, was jedoch nicht der Fall ist. Ferner hat sich trotz des fortbestehenden RevacctoationSzwangeS die Sterblichkeit an Tuberkulose in der preußischen Armee vermindert. Der Beweis dafür, daß die Impfung zur Tuberkulosen-Erkrankung geneigt wache, liege z. Zt. weder i« Einzelnen noch im Großen vor. Man kann nur vermuthen, daß entkräftende Erkrankungen, welche durch fehlerhafte Impfungen hervorgerufen find, den Körper so schwächen können, daß er den Tuberkelbacillen weniger widersteht. Auch kann man die Möglichkeit nicht ganz in Abrede stellen, daß bei Kindern, die im Körper schon Tuberkelbacilleu haben, in einzelnen Ausnahmefällen unter starken fieberhaften Erkrankungen eine raschere Vermehrung und Verbreitung der Bacillen ermöglicht und begünstigt werden könne. Dortmund, 11. Juni, vier Bergleute wurden auf Zeche „Prinz von Preußen" verschüttet. Die Rettungsarbeiten find im Gange. Wiesbaden, 11. Juni. Ju der heutigen ordentlichen Stadtverordueteusitzuug widmete vor Aufnahme der Geschäfte der stellvertretende Vorfitzende, LandeSbaukdirector Reusch, dem verstorbenen Stadtverordneten-Vorsteher Geheim- rath Dr. Fresenius einen warmen Nachruf, indem er die Schaffensfreudigkeit, Unparteilichkeit und Versöhnlichkeit cm- erkannte. Oberbürgermeister Dr. v. Jbell widmete dem Ber- storbenen im Namen des Magistrats einen Nachruf, worauf sich die Versammlung vertagte. Straßburg, 11. Juni. Der kaiserliche Statthalter Fürst zu Hohenlohe.Langenburg wird sich am 14. d. MtS zu mehrtägigem Aufenthalte nach Berlin begeben. Bukarest, 11. Juni. In den letzten Tagen gingen neuer- liche Regengüsse über ganz Rumänien nieder. Die Ver- btudungen mit der Moldau find unterbrochen, viele Dörfer überschwemmt, der Schaden ist sehr beträchtlich. Depeschen de» Bureau .Herold." Berlin, 11. Juni. Der Kaiser nahm gestern Abend 7 Uhr die Meldung deS ContreadwiralS Ttrpttz entgegen Zur Abendtafel waren dieser und Coutreadmtral Freiherr v. Sendeu-Btbran geladen. Heute Morgen befichtigte der Kaiser das Regiment GardeS du EorpS und daS Leib-Garde- Husarenregiment und nahm daS Frühstück im Cafino deS letzteren ein. Um 1/25 Uhr gedachte der Monarch au dem Diner des Regiments GardeS du EorpS theilzuuehmen. Um 7 Uhr findet im MarmorpulatS e'N Eostümfest statt. Berlin, 11. Juni. Im Ret chStage sind die von den Abgeordneten Müller (Waldeck) und Trimborn verfaßten Berichte über den Gefetzeutwurf, betreffend die Abänderung der UnfallverficheruugSgesetze und die Novelle zur Gewerbe Unfallversicherung erschienen. Berlin, 11. Juni. Wie eine hiesige Eorrespoudev- wissen will, wird innerhalb der verbündeten Regierungen erwogen, in eine gründliche Reform deS Nahrung»- mtttel-GesetzeS eiuzutreten. Berlin, 11. Juni. Prinz Heinrich fährt morgen früh von Kiel auf dem Kreuzer „König Wilhelm" nach England ab. Berlin, 11. Juni. Reichskanzler Fürst Hohenlohe hat gegen die „Gazetra GradziadSka" Straf antrag wegen Beleidigung des StaatSministeriumS gestellt. Berlin, 11. Juni. Wie der „Localanzeiger" meldet, wird die Gründung eines deutschen Krieger-Ber- b andeS, welcher alle deutschen Kriegervereine umfassen soll, jetzt in leitenden Kreisen befürwortet. Au der Spitze de» Verbandes soll der Kaiser stehen. Berlin, 11. Juni. Durch Verfügung deS Polizei- Präsidenten v. Windheim an den Vorsitzenden des Verein» der Berliner Getreide- und Productenhändler, Herrn PiuknS, wird die Fortsetzung der nicht genehmigten Börsen-Ber- sammlungen im Feeupalast untersagt und für den Fall einer Zuwiderhandlung unmittelbarer Zwang angedroht. Berlin, 11. Juni. Im Prozeß Tausch-Lützow ist von den Vertheidigero LüyowS gegen das Urtheil Revision eingelegt. Die Vertheidiger hoffen, daß da» Reichsgericht daS Urtheil aufheben und die Strafkammer alsdann für die Vergehen, Betrug und einfache Urkandrnfäischung eine andere Verurteilung finden wird. München, 11. Juni. Major v. Wtßmanu ist heute Vormittag zur Tagung der deutschen Colonial-Gesellschast hier etngetroffeu. München, 11. Juni. Anläßlich der hier tagenden Hauptversammlung der deutschen Colonial-Ge» sellschäft fand gestern ein BegrüßungSabevd in der Isar- lüft statt. WoriShofen, 11. Juni. In dem Befinden deS Prälaten Pfarrer» Kneipp ist wieder eine wesentliche Verschlimmerung eingetreten. Der Patient befindet sich in einem andauernden Schwächezustand unter Delirtum-Erschetnungen. Eger, 11. Juni. Der von allen Deutsch-Parteien Böhmen» zum nächsten Sonntag einberusene Volks tag, welcher gegen die Sprachen-Verordnoug Beschluß fassen sollte, wurde von der Behörde verboten. MonS. 11. Juni. Eine Explosion schlagender Wetter hat gestern auf der Grube „St. Henriette" statt- gefunden. Ein Arbeiter wurde getödtet und einer schwer verletzt. Pari», 11. Juni. Au» einer Note de» „TewpS" geht hervor, daß der Beginn der Kammerferien in der ersten rfettim W. w ■Abend usficht. itn NWiührt werben, der Vorstand. SN. 5611 3.: mert ilichft beUnuten ment» Nr. 18 l. Löwe. Ien. i: Mkk!. t6t 50 Pfg. mim offen. WL . Wttwdot. MtW*1 ®W*oSefl 38 Kerf«* » “ ««um«*5' S'S **» n,0 p-ientirt. gulotor. je " »•SH onok- Sonntag den 13. Juni Nr. 136 Erstes Blatt Amts- unb Anzemeblatt für den Ureis Gieren Gratisbeilage; Gießener Aamilienblätter. Annahm« von Anzeigen zu der Nachmittags für bex folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Sonn. 10 Uhr. Alle Lnnoncen-Vureaux de- In- und «u-lande- nehm« > Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" mlgeye. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Zlr.7. Fernsprecher 51. vierteljähriger Avonnementsprelsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Aawiktenvtätler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der ftUftener Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme deS Montags. ießener Anzeiger General-Anzeiger. 2lmtlid>er EbciL Bekanntmachung. Die Mitglieder de» zur Abstellung de» Bettels gegründeten llluterstützungS-VereinS (Armenvereiu) tu Gießen werden hiermit auf Dienstag den LS. Juni d. I., Vormittags 11 Uhr, ia da» RegtrruugSgebäude dahier zur diesjährigen Generalversammlung eingeladen. Tagesordnung: 1. Neuwahl für die auSscheideude Hälfte der AuSschuß- mitglieder. 2. Vorlage der Rechnung für das Jahr 1896. 3. Feststellung des neuen Voranschlags. Gießen, den 11. Juni 1897. Für den Ausschuß: v. Gageru, Großb. Provtnzialdirector. Gesunde«: 2 Brillen (eine mit, eine ohne Futteral), 1 filb. Ning, 1 Brosche, 1 Manschettenknopf, 1 Taschenmesser, 1 Radel, 1 Sonnenschirm, 1 Handschuh, 1 Schürze, 2 Taschentücher, 1 Hammer, 1 Metermaaß, 1 Lenkstange (von einem Fahrrad) und 1 Hundehalsband. Gießen, den 12. Juni 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Politische Wochenschau. Trtedensverhavdluugeu ans der valkanhalbiusel. — Reife de? Präsidenten Faure nach St. Petersburg. Die Nachrichten verschiedener Blätter, daß ein endgül- «tiger Friedensabschluß gesichert sei, haben fich als verfrüht erwiesen. In die FriedenSvrrhandlungeo spielen Bestrebungen hinein, welche, obwohl vielleicht nicht beabsichtigt, nur eine neue Verschlechterung der allgemeinen Lage im Orient nach fich ziehen können. Bald wirb die Regelung der Ver- thältnisse auf Kreta in den Vordergrund gestellt, bald betont nan mit allzugroßer Selbstüberzeugung, ote Türken müßten Thessalien räumen, bevor der Frieden geschloffen, oder auch nur irgend eine Gewähr für die Annahme der von den Türken gestellten Bedingungen gegeben würde, bald find eS gar Nachrichten über entstandene Differenzen zwischen den Sertreteru der Mächte in Eonstautinopel, die dazu beitragen sollen, die Verhandlungen in die Länge zu ziehen. Noch vor wenigen Tagen wurde England wieder einmal als die Macht hiogestellt, die bestrebt sei, Schwierigkeiten hervorzurufen und die Verhandlungen in die Länge zu ziehen. Diese Gerüchte wurden natürlich sofort mit dem Hinweise dementirt, ;aß ein solches Vorgehen eine schlechte Maßregel für seinen Schützling Griechenland wäre und die Türken nur durch eine Gesammtactton aller Mächte zum Nachgebeu zu bewegen seien. ES wird nun allerdings versichert, daß die Botschafter in Konstantinopel bet ihrer zweiten Conferenz ein Memorandum über die Abgrenzung in Thessalien, über die Capitulation und über die Höhe der Kriegsentschädigung vorgelegt hätten und daß hierbei Meinungsverschiedenheiten zwischen den einzelnen Vertretern aufgetaucht seien. Der englische Botschafter habe bemerkt, seine Instructionen gingen dahin, sich einer jeden Erweiterung des Gebiets der Türken zu widersetzen, derselbe wurde in diesem Punkte von den italienischen und französischen Botschaftern unterstützt, worauf der russische Botschafter erklärt haben soll, Rußland würde wohl darin rtuwtlligen, daß die Türket das Tempe-Thal in der Art anuectire, daß TurnavoS den Türken zufalle, Larissa aber den Griechen verbliebe. Diese Meinungsverschiedenheiten beweisen indessen von Neuem, daß die Stellungnahme der einzelnen Mächte, wie solche von Anfang au tn der Entwicklung der Dinge bemerkbar war, noch jetzt die gleiche zu sein scheint. Auf der einen Seite sehen wir Rußland, welches «n der Seite Deutschlands und Oesterreichs bereit ist, den Türken einige Vortheile zuzusprechen- auf der anderen Seite England, daS sich den türkischen Forderungen gegenüber völlig ablehnend verhält, anscheinend aus dem Grunde, um wie bet allen orientalischen Fragen, im Gegensatz zu Rußland zu -tehen und welches dann in Frankreich, wo der Stimmung 2e» Volkes mehr als seinem Verhältntß mit Rußland Rech* «uug getragen wird, einen geeigneten Partner findet. Nach utnem Telegramm der „Morning Poft" glaubt man, daß Tewfik Pascha folgende Geständnisse in der nächsten Sitzung machen wird. Die Türket überläßt den Griechen Thessalien mit Ausnahme des Bez'rkS nördlich vom PeneioS. Sie stimmt den Tapitulattouen im Princip zu, verlangt aber Hälfte der August <0 erwarten ist. In der letzten Sitzung werde voraussichtlich eine Botfchast des Präsidenten Faure zur Verlesung gelangen, worin die Petersburger Reise FaureS, zu welcher dieser vom Zaren zweimal in Gegenwart anderer Personen aufgefordert worden war, al- Staatsaet zur neuerlichen Bekundung der freundschaftlichen Beziehungen beider Rationen bezeichnet werden soll. Loudon, 11. Juni. Rach einer Meldung auS Simla wurde eine 300 Mann starke Abtheilung indischer Truppen in der Nähe der afghanischen Grenze von Eingeborenen überfallen. Die Eingeborenen waren in über« wSltigendcr Ueberzahl. 28 Mann und drei englische Osfi- ziere wurden getödtet. Berits, 12. Juni. Da» vom Kaiserpaare gestern Abend im MarworpalatS zu Potsdam veranstaltete Garten- Eostümfest war vom herrlichsten Wetter begünstigt und nahm einen glänzenden Verlauf. D:r Kaiser traf gegen 6*/| Uhr im MarworpalatS ein und legte ebenso wie die Kaiserin erst dort Festtoilette au. Etwa 80 Personen, Herren und Damen au» Hoikreisen, nahmen an der Festlichkeit Thetl, welche gegen 11 Uhr ihr Ende erreichte. Berit«. 12. Juni. Der Vorstand de» Vereins Berliner Getreide- und Producteuhändler trat gestern Abend gleich nach Empfang der Verfügung de» Polizeipräsidenten zu einer mehrstündigen Sitzung zusammen. Die Maßnahme der Regierung wurde einer scharfen Kritik unterzogen und man gab seiner Verwunderung darüber AuS« druck, daß die Regierung sich zu solchem Schritt entschloffen, nachdem sie kurz vorher den Weg der Verhandlung beschritten und sich über den versöhnlichen Geist, der hierbei zu Tage getreten, sehr befriedigt erklärt hatte. Ueber da», wa» weiter zu geschehen habe, hat mau vorläufig keine Entscheidung getroffen. München, 12. Juni. Zu dem gestrigen Festabend der deutschen Eolonial-Gesellschaft hatte fich ein ungemein zahlreiche» Publikum eingefuuden. Major v. Wiß- mann beleuchtete in einem etnstündigen Vortrage die frühere und gegenwärtige Lage in Deutsch Ostafrika, dabei betonend, daß sich jetzt die Verhältnisse etwas gebessert haben. Den Eingeborenen gegenüber müsse man fich alS Mensch geben, denn zugeknöpfter Bureaukrati-muS und steifer Militarismus feien denselben fremde Dinge. Redner schloß mit den Worten: Wir haben unsere Colonien, wir werden fie behalten und entwickeln zum Vortheil des deutschen Vaterlandes. WB. Bonbon, 12. Juni. Infolge eine» Maschiuenfehler» stürzte in dem Bergwerk Malsteg in Wales ein zehn Manu enthaltender Förderkorb in die Tiefe. Alle zehn find schrecklich verstümmelt und lobt. CoceU» nn6 prwhtjkllcf. Gießen, den 12. Juni ** Berzeichuiß bet Sitzungen beB SchwurgerichtB pro 2. Quartal 1897: 1. Montag den 14. Juni, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Johann Gustav Mende au» Freiburg a. d. Unstr. wegen Verbrechen» im Amte. Die Anklage vertritt: Grohh. Staatsanwalt Zimmermann. Berthetdiger: Rechtsanwalt Justizrath Bai st. 2. Dienstag den 15. Juni, Vormittag» 9 Uhr: Anklage gegen Wilhelm Reichert aus Selter» wegen Aastiftuug zum Meineid. Die Anklage vertritt: Großh. Staatsanwalt Koch. Vertheidtger: Rechtsanwalt Win deck er in Friedberg. 8. Mittwoch den 16. Juni, Vormittags 9 Uhr: An« klage gegen Friedrich Pauli aus Villingen wegen Ver- brechen» wider die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt: Großh. Erster Staatsanwalt Dr. Güngerich. Berthetdiger: Rechtsanwalt Grünewald. 4. Donnerstag den 17. Juni, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Theodor Schönheer aus Gießen wegen Meineids. Die Angeklage vertritt: Großh. Erster Staatsanwalt Dr. Güng erich. Berthetdiger: Rechtsanwalt Dr. Fuhr. 5. Freitag den 18. Juni, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Johannes Weppler ans Schlitz wegen Versuchs der räuberischen Erpressung. Die Anklage vertritt: Großh. Staatsanwalt Koch. Berthetdiger: Rechtsanwalt Metz. 6. SamStag den 19. Juni, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen August Koch au» Fulda wegen Todschlagsversuch. Die Anklage vertritt Großh. Staatsanwalt Koch. Berthetdiger: Rechtsanwalt Dr. Jung. * ♦ Großherzogliche Handelskammer. Dem Anträge, den Zug 39 Hungen —Laubach behusS Aufnahme des Anschlusses von Zug 45 ab Gießen, bezw. 55 ab Frankfurt am Main später zu legen, ist von Köuigl. Directton bereit- willigst entsprochen worden. Derselbe enthält folgenden Fahrplan: Hungen ab 250 Nchm., Btlltngeu ab 309, Wetterfeld ab 324, Laubach an 332 Nchm. • * Parlamentarisches. Dou den Abgeordneten Ullrich und Genossen ist folgender Antrag bet der Zweiten Kammer etngebracht worden : Die Unterzeichneten beantragen: die Kammer wolle beschließen, die Großherzogltche Regierung zu ersuchen, ihren Bevollmächtigten im BundeSrath dahin zu instrutren, daß er für da» vom Reichstag beschlossene BeretnSgesetz stimme. ••-Fr. Die Sießener Rnbergesellschafl hat anläßlich der am 27. und 28. Juni in Frankfurt a. M. stattfindeuden großen internationalen R über - Regatta zu folgenden Rennen gemeldet: 1. vierer. Preis von Frankfurt a. M., Gaftreunen, Wanderpreis. 2. Achter. Ehrenpreis. 3. vierer. Regatta-BereinS Preis. 4. Einer. Preis von der Gerbermühle, Wanderpreis. Die Achtermannschaft besteht au- folgenden Herren: C. Rübsamen, A. Rübsamen, August Wittich, E. Dömliug, Gg. Schmincke, R. Jmheuser, C. Kratliug, A. Oßmann. Steuer: W. 6. Berg. Dieselben Herren werden dann getrennt die beiden Vierer besetzen, während Herr Albert Rübsamen im Einer um den Wanderpreis von der Gerbermühle starten wird. Wollen wir hoffen und wünschen, daß eS den Gießener Ruderern gelingen möge, die Farben ihrer Gesellschaft zum Siege zu führen. • • HnndeAusßellang. Die Preise zur Prämiirung für die morgen im Thierpark „Schöne Aussicht" statlfindeude „Große Hundeschau- find gegen alle» Erwarten sehr reichlich gestiftet worden. Der veranstaltende Verein zur Züchtung reiner Hunderaffen giebt zwei Ehrenpreise, bestehend au» etaem Jagdpokal und einem silber-vergoldeten Pokal und zwar für die besten züchterischen Gesawmtleistungen. — Ein kunstvoll gearbeiteter Münz-Bterhumpeu ist al» Ehrenpreis vom Allgemeinen deutschen Jagdschutzverein für den schneidigsten Teckel beim Schliefen gegeben. Die Actien-Brauerei Gießen hat zwei Ehrenpreise von je Mk. 30 in Baar für Jagd- ulld LuxuShunde gestiftet. Zwei Preise für Teckel und Foxterrier beim Schliefen bestehen in filberuen Medaillen des Vorsitzenden des Vereins, Herrn Ferd. Win decket, von diesem ist als weiterer Preis für die Zuchtklaffe ein Pa- troneukafteo zur Verfügung gestellt. Herr Earl H. Fieser stiftele eine filbervergoldete Jardiviöre und für 'Foxterier- Schliefen ein versilberte» Schreibzeug. Für deutsche Vorstehhunde bestimmte Herr Fritz B rückmann - Hof-Birklar eine venezianische Bowle, eine ebensolche in Steingut mit Maleret und Marmoruutersatz rührt von Herrn August Gabriel jr. her. Ein wundervoll mit Relief» versehener Bierkrug ist von Herrn Ernst Prösler-Frankfurt a. M. gestiftet. Herr Weinhändler Carl Schwan hat drei Flaschen Champagner für die Veste deutsche Dogge, die Herren Georg Scherer u. Co. in Langen eine Kiste deutschen Cognac, Herr A. Weigand, „Hotel zum Rappen", drei Flaschen Sect gestiftet, Herr I. Baab (Kaiserhof) hat fich mit einem prachtvollen mit Maleret versehenen Bterservtece, Herr Thier- arzt A. Liebe mit einem silber-vergoldeten Barometer, Herr Goldarbeiter Carl Stroh mit einem silbernen Schreibzeug, Herr Thierarzt I. G. Seide rer mit einem Papier- korb au» Geweihen. Herr Wtlh. Homberg er mit einer Germania-Figur, Herr Adam Reinig mit einem Jagdmesser an der Prei»stiftung betheiligt. Der Lügeutischprei» besteht aus einem silber-vergoldeten Tafelaufsatz und ist für langhaarige Vorstehhunde bestimmt. An wetteren Preisen sind ein- gegangen: Ehrenpreise: Frankfurter Patent-Kraftfutter-Fabrik ein Ehrenpreis. Verein der Hundefreunde, sechs goldene Medaillen. Richard N or d e ck-Frankfurt a. M. hat eine goldene Medaille gestiftet für beste Ausstellung für zur Hunde- zücht erforderliche Artikel. Im Gauzen kommen 28 Preise zur Berthetlung. • * 3m Vorstand des Detaillisten-Vereins ist schon mehrfach die Frage erörtert, ob es fich nicht ermöglichen lasse, das Mitbrtngen von Hunden tu die Verkaufs- lädeu, ähnlich wie das Mttbringen von Hunden tu den Wirthschaften verboten sei, polizeilich zu untersagen. Man war allgemein bei Besprechung über diesen Punkt der An- ficht, daß ja die Zulassung der Hunde, welche fich in Begleitung der Kundschaft befinden, besonders in den Läden, In denen Lebensrnittel feil gehalten werden, recht sehr miß- ständig sei, tonnte sich aber zur Befürwortung eines polizeilichen Verbotes nach dieser Richtung nicht entschließen. Man war der Ansicht, daß es genüge, wenn in den Ge- schäftSlocalen, deren Inhaber aus irgend einem Grunde den Besuch von Hunden nicht dulden wollte, an geeigneter Stelle ein bezügliches Plakat angebracht, seine Wirkung nicht verfehlen werde. Selbstverständlich rechne man hierbei auf die Einsicht des kaufenden Publikums, da der Geschäftsmann einen Zwang nach dieser Richtung nicht ausüben könne, ohne dabei geschäftliche Nachtheile zu haben. • • Montags - Koucert auf bet Schönen Aussicht. Das nächste Bier-Concert am Montag den 14. Juni findet bestimmt statt. * • Lebende Photographien (Kinematographien) werden im Festsaal des „Cafö Letb" am Sonntag Abend, sowie Dienstag und Freitag nächster Woche vorgeführt. Die Photographien werden von der Bühne au» auf eine vier Meter lange und 21/, Meter hohe Leinwand projectirt und gelangen in 3 Abthetlungeu (im Ganzen 20 Stücke) in größter Schärfe und Deutlichkeit zur Ansicht. Der Besuch dieser interessanten Vorführungen, die hier diese» Frühjahr mit anderen Serien zu sehen waren, ist sehr zu empfehlen. (S. Inserat.) • * Vermißt. Ein alter hiesiger Einwohner, welcher noch täglich größere Spaziergänge macht, hat sich gestern Vormittag zu einem Gange in die Umgegend au» seiner Wohnung entfernt, war aber bi» heute Früh noch nicht wieder zurückgekehrt. Man befürchtet, daß dem alten 92jähr. Herrn ein Unfall zugestoßen ist. * • Der Verband Gießen beB Hess. FechtoereinS Waiseuschutz hat bei der am Sonntag über acht Tagen ftattfindenden 5. Landesversammlung den Antrag gestellt, dieselbe wolle beschließen, daß der verband Gießen in der Obersechterei durch ein auf 3 Jahre zu wählende» Mitglied vertreten sei. • * Biehschauen. Der Landesausschuß der land- wirthschaftlichen vereine de» GroßherzogthumS Hessen hat an die drei landwirthschaftlichen Provinzialvereine daS Ersuchen gerichtet, durch regelmäßige veranstal- tung von Provinzial-, Bezirks- und Ort» - Btehprämiirungen und Annahme einer allgemeinen Rindviehschauorduung die Ziele der Viehzucht fördern zu helfen. Der Plan ist nach der „Offenb. Ztg." folgendermaßen gedacht: OrtSschauen finden nach Bedürfniß, jedoch in der Regel nur an solchen Orten statt, wo Zuchtvereinigungen bestehen, Bezirk-schauen werden jede- Jahr in abzugrenzenden Bezirken, Provinzialschauen alle 3 bi- 5 Jahre in jeder Provinz abgehalten. Außerdem findet alle 5 Jahre eine Lande-schau statt. Die Prämiirung erstreckt fich nur auf die jungen Biehschläge, deren Züchter für die betressende Provinz anerkannt wird. Für die drei Provinzen gilt hier Reinzucht de- Simmert» thaler Schlage- und Kreuzung de- einheimischen Schlage» mit reinrassigen Slmmenthaler Bullen. Außerdem gilt für Oberheffen die Reinzucht de» Vogelsberger Schlage», für Starkenburg Reinzucht de» Odenwalder Landschlage», für Rheinhessen Reinzucht de» Glau - DounerSberger Schlage». Al» Retnzuchtthtere find solche zu betrachten, welche die für die Beurtheilung der Raffeovollkommenheit der bett. Schläge al» maßgebend festgesetzten Merkmale besitzen. • • Die »weite Zusammenkunft btt «e« gegründeten gelt* gion-lehret Lonferenz findet auf dem Hesseubrückethammer Mittwoch, den 16 d. M., Nachmittag» */,3 Uhr statt. Herr Pfarrer volp- Laubach wird über die „Biblische Geschichte für die ersten Schuljahre" von Professor Klein zu Mainz berichten. Eine größere Anzahl von Freiexemplaren, von Herrn verlag-buchhäudler Roth in Gießen, zur Verfügung gestellt, werden den Herrn Geistlichen und Lehrern, welche die Confertnz besuchen, zu Gebote, stehen. Wie wir hören, ist zahlreicher Besuch der Conferenz zu erwarten. — Die 88. Hanptoersarnrnlnng des Vertins deutscher Ingenieure findet in diesem Jahre in Cassel vom 14. di» 16. Juni statt. Die Vormittage der drei Tage der Hauptversammlung find den Vorträgen und Verhandlungen gewidmet. Nachmittag» finden Ausflüge zur Befichttgung in- dustriellet Anlagen in Cassel statt. Sd?iff»nad>rid^ietu — Der Postdampfer „Noordland' der „Red Star titnte' in Antwerpen ist laut Telegramm am 9. Juni wohlbehalten in Newyork angekommm. Brodpreise vom 13. bi» 26. Juni 1897. Der hiestgen V Ücker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......27 Pfg. 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod 54 , 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod .....25 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......50 , 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......23 , 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot).....46 , 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot)......69 , Der auswärtiger» Bäcker. 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bet L. Schmidt, Gr. Linden 42 , L. Steinmüller, Gr.-Linden 42 „ W. Steinmüller v. L.-Gön», 42 G. Jacoby v. Alten-Bufeck 44 Pfg. W. Weitzel vonLang-Gün» 46 „ Aug. Deibel von Wiefeck 50 , Wilh. Fabel von Wtrseck 50 . 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot) bei L. Schmidt, Gr.-Linden 40 . L. Eteinmüller, Gr.-Linden 40 , Joh. Kd. Belle v. Kirch-GönS 40 , W. Weitzel von Lang-Gön» 42 , 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot) bei Ernst Christ von Wiefeck 66 , W. Fabel von Wiefeck 66 , Der Brodvertäufer. Dieselben Preife wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 12. Juni 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Auszug aus freu >tcmbenamtmgiftrrm bmr Stadt Gicktzern. Bafyleu. Juni. 5. Carl August Emfe, Hoboist dahier, mit Marie Henriette Wagner hierfelbst. 5. Jobs. Berlin III., Bäcker zu Londorf, mit Kath. Sophie Karoline Melwine Ziegler dahier. 9. Joh». Hermann Leyerzaps, Schlossermeister dahier, mit Karoline Albrecht zu Stuttgart. 10. Johs. Engel, Pfarrer zu Obbornhofen, mit Anna Elisabeth Maria Albach hierfelbst. 11 Peter Johann Maria Stommel, Bremser dahier, mit Anna Maria Sattler von Rembrücken. Gb«schließi>»«an Juni: 5. Dr. Rudolph Peter Erb, Realaymnafiallehrer dahier, mit Therese Marie Rübsamen hierfelbst. 5. Heinrich Diehl, Mot^ll- schreiner zu Offenbach a. M, mit Margarethe Hofmann dahier. 5. Gustav Eduard Michaelis, Graveur dahier, mit Auguste Karoline Wilhelmine Kluge hierfelbst. 5. Heinrich August Karl Emil Bett, Dreher dahier, mit Rosin« Groh hierfelbst. 5. Ludwig Johaim Martin Ockel, Kaufmann dahier, mit Johannette Karoline Mathilde Sophie Jughard hierfelbst. 8. Wilhelm Julius Hermann Pätz, RegierungSlandmeffer und Cultur Ingenieur zu Bonn, mit Anna Luft hierfelbst. Mai: 30. Dem Schuhmachermeister Theodor Eißfeller eine Tochter, Tilli. Juni: 2. Dem Schuhmacher Jacob Heime» ein Sobn, Johann Wilhelm. 4. Dem Fellhändler Carl Klebe eine Tochter, Alice Stella. 9. Dem Schreiner Heinrich Kehl rin Sohn. Juni: 4. Georg Martin Schmitt, 26 Jahre alt, Schlosier dahier. 4. Heinrich Max Zecher, 1 Monat alt, Sohn von Stuhlflechier Ludwig Zecher dahier. 5. Emil Karl Martin Wacker, 3 Monte alt, Sohn von Modellfchreiner Martin Wacker dahier. 6. Katharine Wagner, geb. Schupp, 48 Jahre alt, Ehefrau von Handelsmann Heinrich Wagner zu Leun. 6. Georg Bechtold, 64 Jahr« alt, Taglöhner dahier. 7. Elifabethe Lerch, 15 Jahre alt, Dienstmagd dahier. 8. Sufanne Bornemann, geb. Berck, 75 Jahre alt, Wtttwe von Geh. Justizrath, Oberamtsrichter i. P Karl Bornemann dahier. Auszug aus den Uirchent>üche*ir der Stadt Sieben. Evaugtlische Gemeinde. WttrcmU. MarkuSgemeinde. Den 5. Juni. Heinrich Diehl, Modellfchreiner zu Offenbach a. M, und Margarethe Hofmann, Tochter des Fuhrmanns Heinrich Hofmann zu Gießen. n „ . Dm 5. Juni. Dr. Rudolf Peter Erb, Realgymnasiallehrer zu Gießen, und Therefe Marie Rübsamen, Tochter de» verstorbmea Turnlehrers Ludwig Christoph Rübfamm zu Sießm. Den 6. Juni Ludwig Johann Mar'in Ockel, Kaufmann »a Gießen, und Johannette Karoline Mathilde Sophie Jughard, Tochter deS Fuhrmanns Karl Jughard HI. zu Gießen. JohanneSgemeinde. Dm 6. Juni. August Carl EmU Best, Dreber zu Gteßm, und Rosine Groh, Tochter des LandwirthS Georg Michel Groh ,u Geilmktrchm. , . Dm 7. Juni. Gustav Eduard Michaeli», Graveur zu Sießm, und Auguste Karoline Wilhelmine Kluge, Tochter d«S oerstorbmm Klavierstimmers Carl Heinrich Kluge zu Gteßm. Den 8. Juni. Wilhelm Julius Hermann Pätz, Regierun»»- landmesier und Cultur-Jngmiiur zu Siegburg, und Ann« Luft, Tochter deS Wirths Otto Luft zu Gteßm. «taefN. MatthäuSgemeinde. Dm 6. Juni. Dem Maurer Konrad Spie» eine Tochter, Emma Karoline Wilhelmine, geboren dm 16. Mai. Denselben. Dem Knecht Valentin Schaub eine Tochter, Katharine Marie Elisabeth, geboren dm 3. April. l.-Lindrn 40 . Außen. e 97. er. .'Livdm ®u8taba £* 25 . 50 . 23 , 46 . 69 . 42 , 42 , k ’JJ 6t« gtirtt* tu ‘unt wvMthtUtv S , Wx. Weilt ill, Wti >u Sonborj, In behüt- 9. W mit ftatollnt Zlbttji Dbbornbofm, mit Ion W N«1” M«'u ZMroouRclvbrM cylMiasiMlN bcha, i>etnrichDW, W eihe fcofniwn I luauft Karl • 5’ nette ^orr* ww Ninn .?'■ ;,eM e»w Sr^Stobtn 40 , Mch-GSnS 40 , Lang-GünS 42 . nffittW 66 . öltseck 66 , n Böckern. ‘f 6,1-' E ubeto<1BW o.L-Ws, tf ; 'MuM 44 N*i 46 , Weck - 50 , SBitltd 60 , M t tzrr y tÄ*»« ®'t Mt ’toatten. ’ . bo® 14. Mi 5?'b" $««»!. derhanblto,««, fl(l lr defichtigiuig |Dl örobor «g* SSS.Ä ein Sohu. ’Ä 6. Ml«® •«« rtrs ab, 64 3-hrt alt, w ’S Dlmstma-d^ „ alt, Wlttwe oon^ »««büche»" u. tiiH ,u Aieß7' ».uhnannf eSoB""S* eh"- mum % jftTÄ! * PLtz, mann V x gnni * gburg. un Denselben. Dem Schneidermeister Heinrich Keil ein Sohn, Adolf, geboren den 8. Mal. Denselben. Dem Schneidermeister Hermann Eise ein Sohn, Hermann Joseph, geboren den 13. Mat. _ , Den 7. Juni. Dem Weißbinder und Lacktrer Karl Löwer ein Eohn, Ehrtstoph Wilhelm, geboren den 21. April. Denselben. Dem Dachdecker Georg Wilhelm Panz ein Sohn, Hermann Philipp Ludwig, geboren den 14. April. Denselben. Dem Buchdrucker Alwin Andreas eine Tochter, Martha, geboren den 19. Mat. Den 9. Juni. Dem Arbeiter Heinrich Benner ein Sohn, Friedrich Eduard, geboren den 25. April. MarkuSgemetnde. Den 6. Juni. Dem Schuhmacher Louis Lüter eine Tochter, Elsa Lina, geboren den 8. Mat- Denselben. Dem Taglöhner Wilhelm Forbach ein Sohn, Philipp Friedrich, geboren den 17. April. Denselben. Dem Schlosser Theodor Mandler eine Tochter, Anna Helene, geboren den 25. Mat. Denselben. Dem Schreiner Wilhelm Walter eine Tochter, Minna Katharine Johannette, geboren den 24. April. Den 7. Juni. Dem Schriftsetzer Georg Gemmecker ein Sohn, Karl Friedrich Philipp, geboren den 13. Mai. Denselbm. Dem Tabakarbetter Johann Jakob Siemon ein Sohn, Jakob, geboren den 9. Mat. Denselben. Dem Maurer Wilhelm Steinmüller etn Sohn, Heinrich, geboren den 10. Mörz. Lukavgemeinde. Den 6. Juni. Dem Taglöhner Peter TrechSler etn Sohn, Georg, geboren den 27. April. Juni. Dem Schlosser Karl OSkar Weißbach eine Tochter, Elisabeth Anna, geboren den 25. Mat- Den 10. Juni. Dem Schutzmann Johannes Schädel etn Sohn, Ludwig, geboren den 23. April. JohanneSgemeinde. Den 6. Juni. Dem Schuhmachermeister Adolf Schwan ein Sohn, Adolf Earl Heinrich, geboren den 4. April. Denselben. Dem HilfSdremser Heinrich Kümmel eine Tochter, Emtlte, geboren den 14. März. Denselben. Dem HauSburschen Conrad Jakob Koch etn Sohn, Dietrich Wilhelm, geboren den 21. April. Denselben Dem Eisendreher Gustav Krüger ein Sohn, Emil Wilhelm Carl Heinrich Philipp, geboren den 1. Mat. Den 7. Juni. Dem Schlosser Carl Gerlach eine Tochter, Elisabeth Wilhelmine, geboren den 24. Aprtl. Denselben. Dem Bauaspirant Georg Grünig eine Tochter, Auguste Luise, geboren den 12. Mai. V«erdt-ts. MatthäuSgemeinde. Den 6. Juni. Georg Schmitt, Schloster, Sohn des verstorbenen Schneiders Heinrich Schmitt, 26 Jahre alt, starb den 4. Juni. MarkuSgemetnde. Den 8. Juni. Georg Bechtold, Taglöhner, verheirathet, alt 64 Jahre, starb den 6. Juni. ICirc^lübe Anzeiger» de* Stadt Gietzerr. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Mittwoch, den 16. Juni. Nachmittags um 4 Uhr und AbendS um 8 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte; Donnerstag, den 17. Juni: ArohnletchuamOfest« vormittags von 61/« Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 671 Uhr erste hl. Messe; * um 7*/t Uhr AuStheilung der hl. Kommunion; „ um 8 Uhr zweite hl. Messe; MilitärgotteSdtenst mit Predigt; , um 9v8 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr Festandacht mit Segen- Verkehr, Land- nnd Volkswirthschafr^ Gieße«, 12. Junt. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0,90, Hühnereier pr. St. 6 4b. 2 St. 11-00 4b, Enteneier 2 St. 11—12 4b, Gänse der pr. St. 00—11 4b, Käse pr. St. 5—8 4b, Käsematte pr. St. 3 4 Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 27 4b, Tauben pr. Pa« X 0,70 bis 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,36, Hahnen pr. Stück X 1,20—1,50, Enten pr. Stück JL 1,60—1,80, Gänse pr. Pfuni X 0,00-0,00, Ochsinfletsch pr. Pfd. 66-74 4b, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60—66 4b, Schweinefleisch pr. Pfd. 66 biß 66 4b, Schweine fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 4b, Kalbfleisch pr. Pfd. 54-60 4b Hammdfleisch pr. Pfd. 50-66 4b, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,50 Ml 6,50 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 4b, Zwiebeln pr. Centteer X 8,00—9.00, Milch pr. Ltter 16 4b, Kirschen pr. Pfd. 30 4b, Spargel pr. Pfd. 40 u. 50 Pfg. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 12. Junt, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags Wasser 14*,°, Luft 20°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Hauswirthschaftliches. Wir erlauben uns, die geehrten Haulfraucn auf etn Wasch- präparat aufmerksam zu machen, daß sich als ein ebenso vorzügliches als bequemes Waschmittel bewährt und sich seit einer Reihe von Jahren in tausenden von Haushaltungen ganz unentbehrlich gemacht hat. Es ist dieses das in unserem Annoncen-Theil erwähnte Dr. Thompson'sche Seifenpulver. Man erzielt damit blendend weiße Wische, auch ohne Bleiche, und spart Zett und Geld bei größter Schonung der Stoffe. Da bei dessen Anwendung das viele Reiben der Wäsche vermieden wird, so ist es einleuchtend, daß sie viel länger in gutem Zustande bleibt, als bei jeder anderen Waschmethode. Auch bekommt die Wäsche einen angenehmen, frischen Geruch, während über ben widerlichen Geruch der Schmierseifen oft geklagt wird. Verschiedene der bedeutendsten Chemiker haben dieses Dr. ThomsonS Setfen-Pulver anolysirt, und sich dahin ausgesprochen, daß es der Hauptsache nach eine Kernseife bester Qualität sei. ES wurde ganz frei gefunden von Wasserglas und Colophontum, womit jetzt die Seifen und Wasch • Präparate gewöhnlich gefälscht werden. Dieses reelle Waschmittel ist aber nicht nur bequem zum Waschen, sondern auch billig, denn wenn man 1 Theit Dr. ThompsonS Setfen- Pulver mit 5 Thellen kochendem Wasser vermischt und die Lösung stehen läßt, bis sie sich abgekühlt hat, so erhält man eine schöne, weiße, weiche Seife, die nur ca. 6 Pfg. per Pfund kostet, und mit welcher man waschen, reinigen und scheuern kann. Das ist also wohl einen Versuch werth! 1571 knnst-AnssteUnng, *• nähme des Samstags, von 11 bis 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 6 Uhr. Sonntags ««unterbrochen vo« 11 6il 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglteder an Werttage« 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Gartenftrafte 2. Angebot btt Arbeitnehmerr 1 Bäcker oder Conditor, 1 Krankenpflegerin, 1 Maschinenschlosser, 1 Heizer, 1 Schuhmacher, 2 Schreiner, 1 Herrschaftskutscher, 1 HauSbursche, 1 Ausläufer, 1 Dienstmädchen. aflt *** Arbeitgeber r 1 Metalldreher, 1 Spengler, 1 Installateur, 1 Glaser, 1 Anstreicher, 3 Maurer, 3 Handlanger, 1 Bauschlosser, 3 Schmiede, 1 Schreiner, 2 tücht Pferdeknechte, 1 Schneider-, 1 Sattler-, 1 Kupferschmied', 2 Barbier-, 1 Maschinenbauer-, 1 Spengler-, 1 Gärtner-, 1 Buchbinder-, 3 Schlosser-, 2 Tapezier-, 2 Schuhmacher-, 1 Bäcker-, 2 Dreher-, 1 Schmied-, 1 JnstallationS- Lehrling, 9 Dienstmädchen, 1 Zimmermädchen, 1 Küchenmädchen, 1 Kindermädchen- Kohlen- und Holz- Lieferung. Die Lieferung der für das Gr. Pro vinzial-Arresthaus dahier pro 1897/98 erforderlichen Steinkohlen und des Brennholzes, und zwar: ca. 1000 Ctr. reine Stückkohlen, ca. 600 Ctr. gewaschene Nußkohlen, 30 bis 50 mm Durchm., beide aus der Grube Mansfeld, und ca. 25 rm Tannen-Scheitholz, soll im Wege des öffentlichen An- gebots unter den in Anlage A zu dem Ministerial-Erlaß vom 16. Juni 1893 enthaltenen allgemeinen und den von dem Unterzeichneten aufgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft zur Einsicht offen liegen und gegen Erstattung der Schreib gebühren bezogen werden können, vergeben werden. Versiegelte Angebote sind kostenfrei bis zum Eröffnungstermine: Ismstsg den 3. Juli 1897, Borm. 10 Uhr, auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft dahier, Justizgebäude, niederzulegen. Der Zuschlag bleibt 3 Tage vor- behalten. Gießen, den 11. Juni 1897. Der Großh. Erste Staatsanwalt beim Landgericht der Prov. Oberhessen. Dr. Güngerich. 5747 I Empfehlungen. | Stadt. Schlachthaus. Freibank. 5652 Heute und Montag: Ochsens! eised nicht ladenrein, per Pfd. 54 Pfg. Kuhfleisch nichts ladenrein, per Pfd. 48 Pfg. AWM" Die Freibank bleibt bis Abends 10 Uhr geöffnet.___________ Mr Mndlvirthe. Eine Branntweinbrennerei sucht einen oder mehrere Abnehmer für ■bte tägliche Production von Mais-Treber frachtfrei Gießen. Anfragen beliebe nnan an die Exped. ds. Bl. unter A. 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Finale ; d. Lp. «ida ° Berdt 5. Ungarische Lustspiel-Ouverture von Küler-Br-la, 6. DaS theuere Baterhaus^ Lied oonGumbert. 7. Marttn.Walzer von SAer. 8'Potpourri a. d Op. ^taaros Hochzeit von Mozart-Rosenkranz. 9 Kaiser Wilhelms Gruß an s-nBott! von (Hfar berg. 10. Frauenherz! Polka Mazurka von Krnuße. 11. Im Zick Zack, «otoourn "Äusang 8 Uhr.' 30 Pf« Philosophenwald. Heute Tonntag bett 13. Juni: Großes Militär-Loncert,