f 15 wat >trt. MNg. 0 Mionen, el re. n wie UMS> Nttsl,, e und hcheurrsch ?fl> ^olz-ßtwk«l en’ Sihilslshr l,^) E lariiis iiforfc, Mi// lifllllti Platte« (affe. rtikel mirtes । SLüjlklll.ö-vn a^tmfimcn eil,, »Wyoflnkkii ^Wladlttigs ib gdflrr iß*öanuM 2 Ok. 75 21 m* IlN tcotVtL itiem, Regulin »giften wpskter-usftim ihiciÜ» ünatioB ttlpche« unbNi^* MLutb«? nftnfabn^— irindi* Wpchb". piofiS e« Nr. 61 Erstes Blatt. Samstag dm 1» Mär, 18»» Der " Htetzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Isamikienvtälier werden dem Anzeiger »Kchentlich dreimal »eigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger AKonncmeuispreis r 2 Marl 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogerr 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giessen Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Jiamilienbtätter. — "f Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgege«. -trr- de« Verhandlungen der Zweiten Kammer der heMcheu Stände. nn. Darmstadt, 11. März. Rach einer längeren Pause trat heute Morgen um yall Uhr die Zweite Kammer der Stände zu einer nochmaligen kurzen Tagung zusammen. Nach Bekanntgabe einer Anzahl neuer Etulänfe und Berichtsanzeigen erfolgte Ne Bekanntgabe der Wahlprüfungen. Der Ausschuß beau« tragt, sämmtliche Neuwahlen, mit Ausnahme von Darmstadt- Stadt, für giltig zu erklären. Hebet die Wahl für die letzteren Abgeordneten schweben noch Erhebungen. Das Haus genehmigt den Antrag des AuSschuffeS. Line Interpellation des Abg. Bähr über das Bahn- project Londorf-Lollar wird vom Finanzminister dahin beantwortet, daß die Bearbeitung eines diesbezüglichen Projekte- augenblicklich stattfinde. Die Fertigstellung könne fidoch erst gegen Schluß dieses Jahres stattfindeu. Eine weitere Interpellation des Abg. Ullrich über die VahuHeusenstamm-Diezenbach wird von dem Finanz- Minister dahin beantwortet, daß die landeSpolizeiltche Prüfung dieser Strecke bereits vor drei Jahren stattgefunden habe. Erhobene Reclamattonen haben die Regierung veranlaßt, Ab- jivderungeu und neue Erhebungen auzustellen. Bis jetzt ist es der GrunderwerbungS-Eommisston noch nicht gelungen, Hefe Sache sicher zu stellen. Eine Vorlage der Regierung wegen Abtretung von G e* lLnde in der Gemarkung Kastel wird nach dem Antrag deS AuSschuffeS genehmigt. Die Regierungs-Vorlage, betr. den Gesetzentwurf über die Prorogation des FtnanzgesetzeS um wettere sechs Monate, ruft eine lebhafte Debatte hervor. Adg. Metz- Gießen kritifirt in scharfer Weise, daß die Regierung em Budget biß jetzt nicht vorgelegt habe. Seit vierzig Jahren sei dies in Hessen nicht vorgekommen. Die Gründe, welche He Regierung für die Ntchtvorlegung des Budgets vorgebracht habe, seien nicht stichhaltig. Warum sage die Regierung nicht klipp und klar die wahren Gründe bezüglich der Einnahmen und Ausgaben. Dem Lande gegenüber sei die Regierung hierzu verpflichtet. Im Juli und August könne «an dem Hause nicht zumuthen, zu tagen. Mit einer Proro- । atton auf drei Monate sei auch auszukommen und wenn die Regierung die Herstellung des Budgets beschleunige, so »nne dasselbe am 1. Juli zum Abschluß gebracht werden. — Finanzminister Weber erklärt, er könne dem Hause im Voraus die Versicherung geben, daß Niemanden mehr die Fertigstellung deS Budgets am Herzen gelegen habe, als der Regierung. Er erinnere aber daran, daß es dieses Mal nicht das erste Mal sei, daß das Budget so spät vorgelegt werde. Im Jahre 1840 sei das Land sechs Jahre lang ohne ein Budget gewesen. Mit einer so außerordentlichen Zeit habe man auch heute zu rechnen. Insbesondere hat eS sich darum gehandelt, bei dem Uebergang der Hessischen LudwigSbahn in die hessisch-preußische Bktriebsgemeinschaft die BetriebSergebniffe auf sicherer Gr.ndlage festzustellen. Dieses sei jetzt festgestellt für immer. Erst auf Grund dieser Ziffern sei es der Regierung möglich gewesen, an die Auf- stellung deS Staatsbudgets heranzutreten. Er müsse mit Entschiedenheit den Verdacht zurückwetsen, als ob die Regierung andere Gründe habe, als wie sie in der Thronrede angeführt seien. Das Verhältniß zum Reich und zur Ludwigs- -ahnfrage habe die Regierung zur Prorogation deS FtnanzgesetzeS veranlaßt. Ein Budget ohne genaue Unterlagen zu machen, dazu sei er (Ftnanzminister) nicht zu haben. Zum vierten Mal habe er die Ehre, dem HauS das Budget vor- zulegen, und jedes Mal zur rechten Zeit sei dies geschehen. Be- zügltch deS Matrikular-Berhältnisses zum Reich liege ein Antrag vor, wonach die Bundesstaaten die fünfzig Millionen, welche sie im verflossenen Jahre empfangen, wieder zurückgeben sollen. DieS sei doch auch ein Grand, der in die Wagschale falle. Wenn rS die Kammer wünsche, könne daS Budget bis zum Juli fertig fein, ob dies aber zweckmäßig fei, fei eine erobere Frage. — Abg. Schmitt-Mainz führt auS: Als er heute die würtrembergischen Landtags-Verhandlungen gelesen habe, sei er erstaunt gewesen, daß sich der dortige Ftnanzminister wegen verspäteter Vorlage des Budget« entschuldigt habe. In Hessen sei mau aber noch viel schlimmer daran, dort habe man überhaupt noch kein Budget. So gut die Regie- ruug vor vier Wochen gewußt habe, daß daS Budget nicht fertig werde, so gut habe man dies auch schon im November gewußt. Für ihn sei es unfaßbar, daß so etwas in einem politischen Staat vorkommen könne, nur weil die Regierung erklärt, sie habe über zwei Einnahmeposten noch keine sichere Anhaltspunkte. Dirses sei absolut kein Grund. Dem Herrn Finanzminisier möge eS ja vielleicht recht angenehm sein, einmal sechs Jahre lang ohne ein Budger arbeiten zu können. (Protest des Ministers). Auch die Meinung desselben, eS sei die Verlängerung des Finanzgesetzes kein Unglück, könne er nicht theileu. Durch diese Verschiebung würden eine Reihe von Personen in ihren Bezügen geschädigt. Eine volle Kammer im Laufe deS Sommers zusammenzubringen, halte er für sehr schwierig. Je rascher daS Budget die Regierung vorlege, umsomehr halte sie sich an die Verfassung. — StaatSminister Finger erwtedert, der Abg. Metz habe von einer budgetlosen Zeit gesprochen, könne aber diesen Ausdruck nicht rechtfertigen. Die Regierung habe ja nur um Verlängerung des bestehenden Finanzgesetzes ersucht- von einer budgetlosen Zeit sei daher keine Rede. ES sei in der Verfassung nicht vorgeschrteben, zu welcher Zett daS Budget vorgelegt werden soll, nur dürfe die Regierung nicht ohne Budget regieren. Bezüglich der Gründe der Verzögerung könne er nur daS wiederholen, was fein College, der Herr Ftnanzminister gesagt habe. Er habe mit demselben Hand in Hand gehandelt, weil die Regierung der Meinung war, man dürfe dem Laad kein Budget vorlegen, ohne eine genaue Unterlage über die sogen, sicheren Einnahmen zu haben. JuS- besondere die Ueberwetsung der Matrikularbeiträge sei hier von ganz besonderem Einfluß- daS könne man bei allen Landtagen hören. Die Einstellung der Mindesteinnahme nach dem Vorschlag deS Abg. Schmitt wäre eine verkehrte Maßregel gewesen. — Dem Abg. Ul lrich ist die Kürze deS Ausschußberichtes aufgefallen. Leider habe man bis jetzt noch kein Mittel, die Regierung zu zwingen, die rechtzeitge Fertigstellung zu veranlassen. Bei einigermaßen gutem Willen sei dies doch möglich gewesen. Einer Prorogatiru von zwei Monaten könne er nicht zustimmen, eher einer solchen von vier Monate. Eine dreijährige Budgetperiode halte er überhaupt für unrichtig. Mit einer einjährigen habe man auch in andern Staaten gute Resultate erzielt. DaS Gesammtbudget hätte die Regierung ganz gut fertigstellen können, ohne sich etwas zu vergeben, da die Budget- doch immer nur auf Annahme beruhte. Bedauerlich sei auch, daß die Verfassung keine Anhaltspunkte für eine bestimmte Vorlage des Budget- biete. — Abg. Schröder hält eine einjährige Budget- Periode nicht für zweckmäßig. Die Erklärung der Regierung habe auch ihn nicht befriedigt. Seiner Meinung nach reichten auch sechs Mouate Verlängerung zur Fertigstellung de- Budgets nicht aus. In den Sommermonaten zu tagen, könne man dem HauS nicht zumuthen. Dem Ausschußantrag habe er wohl zugestimmt, glaube aber, daß weder die Regierungsvorlage, noch der Antrag Metz da- Richtige treffe. — Abg. Jöckel glaubt, daß es gut gewesen wäre, wenn die Regierung, um ein gewiffeS Gefühl des Unbehagens zu beseitigen, einen Ueberblick über die Finanzlage de- Lande- gegeben hätte. Dem Antrag Metz, nur drei Monate zu pro» rogiren, stimme er nicht zu. — Finanzminister Weber giebt sofort Bericht über die Finanzlage, die nur als günstig bezeichnet werden kann. — Der Antrag deS Finanzaus- schuffeS, die Budgetperiode um sechs Monate zu verlängern, wird hierauf gegen 16 Stimmen angenommen. Die Regierungsvorlage, betr. die Ruhegehalt S- Verhältnisse und die Versorgung der Hinterbliebenen der im hessisch-preußischen GemeinschaflSdienst angestellten Staats- eisenbahnbeamten wird ohne Debatte angenommen. Schluß der Sitzung 1 Uhr. Nächste Sitzung morgen um 9 Uhr. Deutscher Aeichsra-A, 189. Sitzung. Donnerstag den 11. März 1897. Aus der Tagesordnung steht der Antrag Auer und Genoffen: Resolution betr. die Rechtsverhältnisse land- und forst- wtrthschaftlicher Arbeiter und des Gesindes. Die Resolution erbittet für die nächste Session einen Gcsetz- entwurf, wonach sämmtliche landesgesetzlichen Bestimmungen über jene Rechtsverhältnisse aufgehoben sein und an deren Stelle die Bestimmungen der Reichs-Gewerbeordnung treten sollen. Ein hierzu gestellter Antrag (Resolution) Lenzmann unterscheidet sich von dem Antrag Auer nur dadurch, daß er die einschlägigen RechtSverhältniffe reichsgesetzlich geregeU wissen will, statt durch einfache Anwendung der Gewerbeordnung auch auf jene Arbeiter- categorien. Abg. Stadthagen begründet den Antrag Auer. Es liegt kein Grund vor, für land- und forstwtrthschastltche Arbeiter und Gesinde die drückenden partikulargesetzltchen Bestimmungen fortbestehen zu lassen, oder, wie das dir freisinnige Antrag wolle, für ganze Arbettercategorien die Rechtsverhältnisse abweichend von denen der Gesammtbeit der gewerblichen Arbeiter zu regeln. Die particularen Gesetzesbestimmungen drückten das Gesinde geradezu in eine Sclaverei herab. Ein Vorgehen von Reichswegen sei unerläßlich, denn in Preußen z. B. habe noch nicht einmal die freisinnige Partei die Abschaffung der Gesindeordnung beantragt. Redner erzählt dann eine Reihe von Fällen, wo Dienstboten, wie auch ländliche Arbeiter, gemißhandelt worden seien aus Grund de« sogen, leichten Züchtigungs- rechts der Dienstherrschaften. Das OberlandeSgericht habe in einem bestimmten Falle selbst einen Peitschenhieb als leichte Züchtigung angesehen. Die Aufrechterhaltung der Gefindeordnungen bedeute Aufrechterhaltung der nacktesten Gemeinheiten aus moralischem Gebiete. Wie stüsfig sei der Begriff deS Gesinde- in der Rechtsprechung. In Braunschweig zähle man gar Gärtner, Braumeister zum Gesinde, anderwett Köche. In der Krankenversicherung gelte man al-Gewrrbe- gehtlfe und müffe Beiträge zahlen, handele es sich dagegen'um brutale Prügel, dann gelte man nach dem Particularrecht als Gesinde. In Bezug auf die ländlichen Arbeiter sei eS ein Widersinn, daß man den Leuten, deren Arbeitskraft man wucherisch ausbeute, nicht einmal gestatte, sich zur Gewinnung besierer Arbettsbedingung zu coaltren. Diese ganzen particularen Gesindeordnungen seien eine Schmach, eine Schande für unser RechtSbewußtsein. Mecklenb. Mtnist.-Rath Lang selb führt aus, daß, wenn da« Oberlandesgertcht in dem von Stadthagen angeführten in Mecklenburg vorgekommenen Falle die Züchtigung durch einen Peitschenhieb nicht als schwere angesehen habe, sich die-durch die einzelnen Umstände des Falles rechtferttge. Abg. Lenzmann (frs.Vg.): Wir erreichen, wenn wir unS nur im Allgemeinen an die Grundsätze der Gewerbeordnung halten, dabei aber, anstatt zu schablontstren, die Sache gesondert für sich regeln, etwas Praktischeres, als wenn wir wieder ein Flickwerk an die schon so oft geflickte Gewerbeordnung ansetzen. Die Vorschriften über Sonntagsruhe Arbeitsbücher, Trucksystem, Lohnzahlung, Kündigung lassen sich nkvi so ohne Weitere« auf das Gesinde übertragen und würden für dieses vielfach nur lästig sein- Mit der Tendenz deS Antrages Auer stimmen wir natürlich durchaus überein. Die Gesinde- ordnung, an der das gloirreiche Jahr 1848 spurlos vorbeigegangen ist, entspricht nicht dem Zeitgetste. Unbegreiflich ist es, wie man überhaupt noch einen grundsätzlichen Unterschied machen kann zwischen den gewerblichen Arbeitern und dem Gesinde. Daß wir an der Forderung des Coalitionsrechts für Gesinde und ländliche Arbeiter festhalten, versteht sich von selbst. Abg. Schall erklärt, die Eonservattven ständen beiden Anträgen ablehnend gegenüber, zumal dem Anträge Auer, da bet dessen Annahme ein völlige« Vacuum entstehen, zahlreiche Verhältnisse, die einer Regelung bedürften, ungeregelt bleiben würden. Auch der Antrag Lenzmann fei unannehmbar, denn die Verhältnisse seien im Reiche gar zu verschieden. Ueberhaupt bestehe kein Bedürsniß für eine solche Regelung. Redner wendet sich gegen die Stadtbagen'schm Schilderungen der Verhältnisse auf dem Lande wie bezüglich bei Gesindes. Für die Landwtrthschaft fei die Arbetter- und Dienstbotenfrage geradezu die brennendste, noch brennender als die Getreidepreisfrage. Den könne man mit der Laterne suchen, der das Glück habe, gute Dienstboten zu haben und der nicht Alle« thue, um sie sich zu erhalten. Der Geist der Unbotmäßigkett herrsche unter dem Gesinde, durch die Schuld der Socialdemokratie. Die nöthtgeo, zettgemäßcn Reformen an der Gefindeordnung zu schaffen, sei Sache der Etnzelstaaten. Die Art, wie Stadthagen vom Kaiser Wilhelm I. gesprochen habe, sei ein Schlag in« Gesicht der Nation. (Beifall und Lachen links.) Abg. Bachem ((Str.): Stadthagen hat allerdings mit einer Leidenschaftlichkeit gesprochen, als ob eigentlich gleich morgen alle Dienstherrschaften ins Zuchthaus kommen müßten. (Heiterkeit.) Einer Regelung bedarf ja die Dtenstbotenfrage, aber die Schuld wird ebenso ost beim Gesinde liegen, wie bei den Dienstherrschaften. Weitaus der größte Theil aber, sowohl der Dienstherrschaften wie der Dienstboten, thut feine Pflicht. Mit den alten particularen Bestimmungen muß freilich aufgeräumt werden, und da weiß ich nicht, weshalb Herr Schall keine einheitliche Regelung will, denn die Dienstboten ziehen ja doch schon heute von Provinz zu Provinz, von Land zu Land. Den größten bestehenden Mißständen ist allerdings schon durch da« Bürgerliche Gesetzbuch abgeholfen. Den Antrag Auer lehnen wir ab. Dem Antrag Lenzmann können wir zustimmen, aber ich muß doch davor warnen, die Sache zu übereilen. Wir haben in den letzten Jahren ohnehin schon zu rasch Gesetze gemacht. (Beifall.) Abg. v. Marquardsen (nl.) erklärt ebenfalls, seine Freunde lehnten den Antrag Auer ab, würden dagegen ohne Bedenken für den Antrag Lenzmann stimmen. Abg. Rickert (frs. Vg.) spricht für den Antrag Lenzmann unter Hinweis darauf, daß in Preußen allein 19 Gefindeordnungen in Kraft feien. Abg. Stadthagen fragt in einer Erwiderung Herrn Bachem, der von einer Fortdauer des patriarchalischen Verhältniffe« zwischen Gesinde und Herrschaft gesprochen habe, ob in dem Falle, wo el sich um einen anderen Träger des Namens Bachem gehandelt habe, daS Verhältniß etwa auch ein patriarchalisches gewesen sei. (Rufe: Pfui! Viceprästdent Schmidt macht den Redner daraus aufmerksam, daß er derartige Anspielungen für durchaus unzulässig erklären müsse) Weiter fragt Redner, was er denn eigentlich fo Schlimme! über den verstorbenen Kaiser gesagt haben solle? Die Herren hier sollten doch froh sein, wenn er sie an das Versprechen be« von ihnen angeblich so hochverehrten Kaisers erinnere. (Große Unruhe recht«.) Präsident Schmidt ruft den Redner dafür zur Ordnung, weil derselbe Mitgliedern des Hauses andere Gesinnungen unterschiebe, als sie selber ausdrücken. Abg. Stadthagen wiederholt die Aeußerung und wird abermals zur Ordnung gerufen und auf die eventuellen Consequenzen eine« dritten Ordnungsrufes hingewiefen. Abg. v. Stumm erklärt den Antrag Auer für unannehmbar. Der Antrag Lenzmann fei nur eine Wiederholung dessen, was bet Reichstag schon einmal beschlossen habe. Abg. Schall hält dem Abg. Stadthagen vor, derselbe habe von einer „wortbrüchigen Hinderung" des Versprechens des verstorbenen Kaisers gesprochen, was das monarchische Gefühl der Eonservattven tief verletzen müsse. Im Uebrigen hätten Stadthagen und Lenzmann al« Uvverheirathete kein Verständniß für die Gesindefrage. (Heiterkeit.) Abg. Stadthagen bestreitet, von „wortbrüchiger Hinderung eines kaiserlichen Versprechen«" gesprochen zu haben. Der Antrag Auer wird gegen die Stimmen der Socialdemo- kraten abgelehnt und bann der Antrag Lenzmann angenommen. Morgen 1 Uhr: Denkmals Vorlage, Schuldentilgungsgesetz. Etat der Zolle und Verbrauchssteuern. Schluß 5 Uhr. Neueste Walff» telegrrvhechel Lorresp»ad«r-Brrre«. Berit», 11. März. Der „ReichSanz." meldet: Der Kaiser ermächtigte den jeweiligen Colouialdirector, in Vertretung de- Reichskanzlers, den Offizieren der kaiserlichen Schutztruppe bei ihrem Ausscheiden aus dem Dienst, sofern pe sich tadellos geführt, die AnstellungSberechtigung nach Maßgabe der Bestimmungen zu verleihen, welche in dieser Beziehung hiofichtlich der aus dem activen Dienst au»- scheidenden Offiziere ergangen sind. Berlin, 11. März. Der BundeSrath hat in feiner heutigen Sitzung den AuSfchußauträgev zu dem Entwurf des Gesetzes, betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung, sowie zu dem Entwurf des Gesetzes über daS Aus- wanderungSwesen die Zustimmung ertheilt. Dem AuSschußbericht über die Vorlage betreffend den AuSliefe- rungSvertrag zwischen dem deutschen Reich und den Niederlanden und dem Ausschußbericht über die Berechnung der nach dem ReichShauShaltSetat für 1897/98 aufzubringenden Matrikularbeiträge wurde gleichfalls die Zustimmung ertheilt. Esten, 11. März. Auf der Zeche „Centrum", Flötz Wilhelm, find zwei Bergleute durch schlechte Wetter, nach Abgabe eine» SprengschuffeS zu Tode gekommen. Brustel, 11. März. Etwa 30 Abgeordnete unterzeichneten heute Nachmittag eine Sympathie-Adresse an daS griechische Volk und die griechische Regierung. Die Absender betonen darin, daß sie fich Denjenigen anschließen, die wie die Kreter, für die Völker baß Recht fordern, über fich selbst zu verfügen, sowie auch Denjenigen, die den Mißbrauch der Gewalt verwerfen. Außerdem drückt die Adreffe ihre besondere Bewunderung für Griechenland aus. Benedig, 11. März. Die internationale Sani- tätsconferenz beendigte heute ihre Arbeiten, die fich auf Prüfung der Beschlüsse der Unterausschüsse erstreckten. Die Conferenz tritt bald abermals zusammen, um den von dem besonders eingesetzten Ausschüsse bearbeiteten Entwurf der Sanitätsconvention zu berathen. AlSdann soll die Unter- Zeichnung der Convention erfolgen. ♦ Depeschen deS Bureau „fcerolb/ Berlin, 11. März. Der Kaiser hörte heute Vormittag von 10 Uhr ab den Vortrag des Krteg-mioisters v. Goßler und arbeitete sodann mit dem Chef des Militär- cabtoetS, General v. Hahnke. Berlin, 11. März. Wie der „L.-A." meldet, unternahm Fürst Bismarck gestern nach langer Pause die erste Ausfahrt in den Sachsenwald. Berlin, 11. März. Oberstlieuteoant b, Trotha, der bisherige ständige Stellvertreter des Gouverneurs von Deutsch- Ostafrtka, tritt am 17. März von Dar-eS-Salaam die Heimreise au. Berlin, 11. März. Eine Riesenaussperrung in der Berliner Schuhfabrikation, die sich auf sämwt- ltche in den Betrieben des Arbeitgeberverbandes beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen erstreckt, soll mit Ende dieser Woche erfolgen. Berlin, 11. März. Ja der heutigen Sitzung der Budget-Commission des Reichstages, in welcher I)r. Lieber wieder erschienen war, wurde der BesoldungSetat des RetchSbankdirectoriumS genehmigt. Morgen wird die Budget Commission wieder zur Berathung des MartneetatS zusammentreten. Berlin, 11. März. Die Centrums-Fcaction des Reichstages hat gestern zu dem Gesetzentwurf, betreffend Errichtung einer Gedenkhalle für die 1870/71 gefallenen Krieger, Stellung genommen. Wie verlautet, verhält fich daS Ceutrum ablehnend zu dem Entwurf. Berlin, 11. März. Der BundeSrath hat heute der Vorlage in Betreff der ZwangSorgauifation des Handwerks feine Zustimmung ertheilt. Wie die „Post" hört, enthält die abgeäuderte Vorlage vor allem die Bestimmung, daß von der Gründung einer ZwangStnnung immer nur da die Rede fein soll, wo eine Mehrheit des betreffenden Handwerks fich dafür auSfpricht. — Auch daS Auswanderungsgesetz wurde heute vom BundeSrathe angenommen. Berlin, 11. März. Eine Interpellation wegen der Börsenreform ist der „Post" zufolge im Abgeordnetenhause nicht zu erwarten. Die Angelegenheit wird daselbst bei der zweiten Lesung deS Etats des LaudwtrthschastS- Ministeriums zur Sprache kommen. Berlin, 11. März. Der Urheber deS am 17. v. MtS. im Hohenzollern-Museum verübten Diebstahls ist in der Person des am 10. October 1870 in Pforzheim geborenen Kaufmannes Adolph Katz ermittelt und verhaftet worden. Er ist der That geständig. Einige der gestohlenen Pretiosen waren noch in seinem Besitze. Frankfurt a. M, 11. März. Der „Franks. Ztg." wird auS Karlsruhe berichtet: Prinz Wilhelm, der älteste Bruder des Großherzogs, ist seit einigen Tagen erkrankt. Sein Zustand ist insofern nicht unbedenklich, als Herzkrämpfe etngetreren find. Wien, 11. März. Wie der „Reichswehr" von besonderer Seite aus Rom gemeldet wird, ist die augenblick- liche Situation folgende: Die drei Katsermächte find über ein sofortige» zwangsweises Vorgehen gegen Griechen- land einig. England hat fich dieser Entente angeschlosseu. Italien erklärte, fich ebenfalls auzuschließea, wenn die anderen Mächte alle eiotg seien, waS nun also noch von der Haltung Frankreichs abhängt, und zwar von der heutigen Kammer- fltzuvg in Paris. Sollte Hanotaux gestürzt werden, waS mit einer Abschwenkung Frankreichs gleichbedeutend wäre, dann sei eS wahrscheinlich, daß England ebenfalls zurücktrete. Die Folge wäre dann ein allgemeiner Zerfall des europäischen Einvernehmens, und waS dann geschehe, sei absolut ungewiß. Daran» erklärt fich der Versuch Griechenland», durch anscheinendes Nachgeben eine bessere Pofltion zu gewinnen. Pari», 11. März. Die Kammer erklärte fich heute damit einverstanden, daß die Regierung am Montag über »die Orieotfrage alle geforderten Aufschlüsse gebe. — Im Senate ist gleichfalls eine Interpellation eingebracht worden. Paris, 11. März. Ein Berichterstatter deS „Eclair" interviewte den griechischen Abgeordneten PharetoS. Der- selbe erklärte, wenn Griechenland keine Genngthuuog erhalte, so würde eS im Orient einen Brand entfachen, der durch die Diplomatie nicht wieder gelöscht werden könnte. London, 11. Marz. Der „Standard" meldet auS Kavea: Die Truppen deS Obersten BassoS nähren fich nur noch von schlechtem Zwieback und Orangen. London, 11. März. Die „Times" erfahren auS Kanea: Die Christen hätten bereits mit der Plünderung von Kandano begonnen, bevor noch die letzen Muselmanen die Stadt verließen. Athen, 11. März. Ein Abgeordneter erklärte, der Krieg zwischen der Türket und Griechenland sei unvermeidlich. Der König werde durch die Nationalliga dazu gezwungen. ___________ Berlin, 12. März. Die „Kreuzzeitung" meldet auS Wien, daß die Verhandlungen über ZwaugSmaßregelu gegen Griechenland fortgesetzt werden, weil noch ver- schiedene Einwendungen gegen einzelne Punkte der Durch- führung zu überwinden find. Die französische Regierung will der erforderlichen Zustimmung der Kammer durch den Vorschlag einer friedlichen Blokade zunächst nur gegen Kreta entgehen. AuS Petersburg wird ein entschiedener russischer Vorschlag angeküudigt, welcher unmittelbar der Zurückziehung der griechischen Truppen von Kreta gilt. Die Einberufung der serbischen Reserve und Miliz trägt den Charakter einer förmlichen Mobilmachung. Berlin, 12. März. Das Centrum wird heute im Reichstage die Verweisung deS Gesetzentwurfs betreffend Errichtung einer Gedenkhalle au eine besondere Commission beantragen. Berlin, 12. März. Der Kaiser hat gestern daS preußische SchuldentilgungSgesetz vollzogen. Wien, 12. März. AuS Dawidow im Lemberger Wahl- bezirk wird telegraphtrt, daß dort der landesfürstltche Wahl- Commissar'von bäuerlichen Wahlmännern ermordet wurde. Die Gendarmerie feuerte auf die Bauern und er- schossen zwei. ;_@tne Cavallerte-Abtheilung von Lemberg ist unterwegs. Paris, 12. März. Präsident Faure begrüßte die Königin Victoria von England in deren Zuge auf der Station Notsy-le-fec. Die Unterhaltung währte zehn Minuten. Faure stellte der Königin seine Begleitung vor. London, 12. März. Auch die Ergänzungsnote der griechischen Regierung gilt in Ministerkretsen als nicht acceptabel und die Lage dadurch wenig geändert. Lord Salisbury soll dies gestern dem griechischen Gesandten erklärt haben. Athen, 12. März. In militärischen Kreisen ist man überzeugt, daß der Krieg noch vor der offctellen Kriegs- erklärung auSbrechen muß. 3000 Mann rücken an die Grenze. tiß&WB. Zurich, 12. März. Der Ausstand der An- gestellten der Nordostbahn hat heute früh begonnen. Im ganzen Bahnnetz verkehrte kein Frühzug. Die Ruhe ist nicht gestört. Schwurgericht. W. Gießen, 11. März. Um 9 Uhr Vormittag eröffnete Herr LaudgerichtSrath Dr. Linkenheld die Sitzung. ES wird verhandelt gegen den Weißbinder Heinrich Weimer IV. von Daubringen wegen versuchten Straßenraubs und räuberischer Erpressung, begangen gegen den ehemaligen Kaufmann Wenker, dem jetzigen Buchhalter vom HeibertShäuser Hof, auf der Straße zwischen Daubringen und dem HeibertShäuser Hof. Herr Staatsanwalt Koch vertritt die Anklage. Die Derthei- digung führt Herr Rechtsanwalt Katz. Es find elf Zeugen zu vernehmen. Der Angeklagte bestreitet entschieden die ihm zur Last gelegte That. Derselbe ist unbestraft und am 11. October 1876 geboren und verheirathet. — Der Buchhalter Wenker, als Zeuge vernommen, erklärt, daß er ein vermögender Mann sei und von seinen Zinsen lebe. Er fei in der Nacht vom 10. auf den 11. Januar, von Gießen kommend, schon in betrunkenem Zustande in Daubringen noch in zwei Wirth- schaften gewesen. Zuletzt war er in der Lepper'schen Wirth- schäft in Daubringen, von wo er den Heimweg nach dem HeibertShäufer Hof einschlug. Als er, der Zeuge, etwa 150 Schritte von der Staatsstraße in den Feldweg nach HeibertShausen eingebogen war, sei ein Mann auf ihn zu- getreten, der habe ihm den Stock abgenommen, ihm damit zwei Schläge beigebracht und dann Geld verlangt. Der Zeuge griff in die Billettasche seines UeberzieherS und gab dem Angreifer kleine Münze, die er gerade in dieser Tasche hatte. Der Gegner war aber mit dem Geldbetrag nicht zufrieden, worauf Wenker demselben seine goldene Kette gegeben haben will. Der Angreifer habe ihm darauf in die Hosentasche gegriffen und ihm die Schlüffel abgenommen. Der Zeuge deponirt weiter, er habe den Angeklagten früher, wie derselbe noch als junger Bursche auf dem Hofe gearbeitet, gekannt. ES sei in der Nacht ziemlich hell gewesen, der Angreifer habe seinen hellen Hut tief in da« Geficht gezogen, so daß er denselben nicht gekannt. ES kam ihm so vor, als ob der Mann, der ihm entgegentrat, angetrunken gewesen. Auf Befragen deS VertheidigerS kann der Zeuge nicht angeben, wo er an dem Abend zu Nacht gegessen, mit wem er in der Wirthschaft zusammengewesen. Auf weiteres Befragen deS VertheidigerS erklärt der Zeuge, er habe zwei Tage nach dem Vorfall die Uhrkette, von der er geglaubt, jener Mann habe sie noch im Besitz, in seiner Ueberziehertasche wieder gesunden. Auch die Schlüffel habe er wieder bekommen, man habe dieselben in der Nähe deS ThatorteS gesunden. — Gutspachter Güngerich-HeibertShausen gibt an, daß Wenker bereit« 7 Jahre auf dem Hofe fei und die Bücher bei ihm fü;re. Es fei in der Gegend bekannt, daß fein Verwandter Wenker vermögend fei; eS käme ab und zu vor, daß derselbe betrunken sei, weil er nicht viel vertragen könne. Aw Morgen hat Wenker ihm mitgetheilt, er sei beraubt und überfallen worden. Wenker hat nach Aussage diese» Zeugen ihm den ganzen Vorfall in der Nacht so geschildert, wie er ihn selber heute augibt, der Räuber sei ihm vom Hofe au» entgegengekommen und sei kleiner Statur gewesen. Der Zeuge hat constattrr, daß Wenker Spuren der Miß. Handlung au fich getragen. Weiter sagt der Zeuge au», daß ihm Wenker mitgetheilt habe, daß der Manu nach der That nach Daubringen zu verschwunden sei. Güngerich deponirt weiter, daß Wenker sehr wahrheitsliebend sei und auch seines Wissens keinen Feind in der Gegend habe. — Nachtwächter Stecker von Daubringen erklärt: In der fraglichen Nacht habe er nach der HeibertShäuser Richtung hin Jammertöoe und Geräusch gehört; es könne die» gegen 12 Uhr gewesen sein, er sei der Richtung nachgegangeo. An der Chaussee, e» steht dort am Ende deS Ortes eine Fabrik, sah er einen Mann kommen, der anscheinend ihn umgehen wollte. Der Wächter sagt weiter, er sei dann etwa» io» Dorf zurückgegaogeu und habe fich dann wartend hingestellt, da sei der Angeklagte im WamS mit einem Hellen Hut aus dem Kopfe auf ihn zugetreten, unter dem Arm trug Weimer einen Stock. Der Wächter frug, ob da Jemand geschlagen worden und da habe er die Antwort erhalten: Du willst mich doch nicht anzeigen. Etwas früher, etwa 20 bis 30 Minuten vorher, fei ihm der Angeklagte schon einmal im Dorse begegnet, hinter ihm drein ging Wenker, der betrunken zu sein schien. Weimer hat ihm bei dieser Gelegenheit gute Nacht gewünscht. Der Zeuge glaubte nichts ander», als Weimer ginge nach Hause. Einige Tage darauf sei der Angeklagtr zu ihm gekommen und habe zu ihm gesagt: Du willst wich doch nicht reinlappen. Auf Befragen erklärt der Zeuge, al» ihw der Angeklagte daS erste Mal im Ort begegnet, habe derselbe keinen Stock gehabt, da» wisse er bestimmt. — Wirch Lepper von Daubringen erklärt: Wenker sei um 7 Uhr Abends an dem Tage, um den eS fich handelt, in seine Wirthschaft gekommen und sei schon angetrunken gewesen, er habe 10 Gla» Bier, 4 Schnäpse und 3 Cigarren bezahl», ob er die Getränke alle selber verzehrt, könne Zeuge nich» sagen. Um 11 Uhr ist Wenker forrgegangen. Während seiner Anwesenheit ist er einige Mal vom Stuhl gefallen Der Angeklagte war mit Wenker zusammen in der Kirthschas» und hat demselben zugetrunken. Streit haben die Beiden nicht gehabt, auch der Angeklagte war angetrunken. — Dem Bürgermeister Wilh. Walter von Daubringen hat Wenker am nächsten Tage Anzeige Über den Vorfall gemacht und auch der Nachtwächter seine Wahrnehmungen in der fraglichen Nacht berichtet. Der Zeuge ist der Ansicht, daß der Nacht- Wächter, der 15 Jahre diesen Posten bekleidet, ein zuverlässiger Mann ist. Der Angeklagte Weimar habe immer Verdienst, er habe fich erst vor Weihnachten verheirathet und sei sicher damals nicht in Noth gewesen, er gelte weder als Trunkenbold noch für gewaltthätig und e» traut ihm Niemand einen Raub zu. — Bahnarbeiter Dietrich Wilhelm Bartel bekundet, daß Wenker betrunken gewesen und vom Stuhl heruntergefallen sei. — Die von der Vertheidigung geladenen ZeugenHrch. Fuchs, Hrch. Rudolf und KaSpar Latsch können zur Sache nicht» Wesentliche» bekunden. — Die WirthSfrau Lepper erinnert sich, daß der Angeklagte im vergangenen Jahre Abends in ihrer Wirrhschaft gewesen und ihr ein größeres Geldstück (2 Mark) auSgehändlgt habe, sie habe nicht gleich Zeit gehabt, herauSzugebeo, al» fle dazu kam, war Weimer fortgegangen. Als sie demselben am andern Tage den über feine Zeche ihr wehr gegebenen Bettag herausgeben wollte, erinnerte derselbe fich de» BorsalleS vom Abend vorher nicht mehr. Die an die Geschworenen gerichteten Schuldsragen lauten - 1. Ob der Angeklagte schuldig der räuberischen Erpressung Sind mildernde Umstände vorhanden. 2. Ob der Angeklagtr chuldkg der schweren Körperverletzung. Sind mildernde Umstände vorhanden. 3. Ob im Fall der Bejahung der Fragen 1 und 2 der Angeklagte die That in ein und derselben Handlung begangen. Staatsanwalt Koch vertritt den Standpunkt, daß,wenn der Zeuge Wenker an dem Abend auch betrunken gewesen, hm dennoch zu glauben sei, daß der Ueberfall so fiattge- gefunden, wie er ihn schilderte. Er plaidirt für Bejahung >er Frage wegen räuberischer Erpressung, aber auch für Be- ahung mildernder Umstände. Die Körperverletzung sei erwiesen; ob die Jury auch hier mildernde Umstände für vorliegend erachten wolle, überlasse er derselben. Daß die Strafthaten durch ein und dieselbe Handlung begangen seien, tände fest, so daß auch diese Frage zu bejahen sei. — Der Vertheidtger, Rechtsanwalt Katz, gibt nach eingehender Daregung des Sachverhaltes es den Geschworenen anheim, ob ie für das Thun deS Angeklagten diesen verantwortlich machen wollen, er bittet aber, dann nur die Frage wegen Körperverletzung zu bejahen und auch für diesen Fall mtl- I dernde Umstände zuzubtlligen. Nach kurzer Replik und Duplit | und nach erfolgter Rechtsbelehrung ziehen sich die Geschworen» zurück. Die Berathung währte •/< Stunden, worauf der Obmann, Rentner Goertz-Friedberg, den Wahrspruch dahin abgab, daß die Frage der räuberischen Erpressung verneint, die der schweren Körperverletzung bejaht und dem Angeklagten mildernde Umstände zugebilligt seien. DaS Urtheil lautet auf zwei Monate Gefängniß wegen Körperverletzung unter Anrechnung von vier Wochen der Untersuchungshaft; der Haftbefehl wurde aufgehoben. Die Staatsbehörde hatte drei Monate Gefängniß beantragt. Locale» und provinzielle» Gieße«, den 12. März 1897. •* DaS goldene Kreuz. Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin haben Allergnädigst geruht, am Geburt»- ■ie , 'S leinetM li#« iicftlg Md, , »‘16 * A*' 1 Ut Mtaii ° C Qö! »t d„ " ®l( -6 i» "hl ‘««b ibn 'SaW ; *!.Ä **•» *•* a™ b-,.. wT?lmic ’«$«ii h «betrnnten jD j,- M Ion Kii *•- «« »llb: W d« »tturti,, blt all |h IW, labe d»| ‘Wmmt. _ g, ®'n ftl im 1 w. 4 Knbelt, li |,d :tmtn ltol|ll|L i »Wen tijc ' fi"’< Beugt tu Wgen. Site, vom Tluö/ m In btrMt'. h°bw Ot »elht jgttna/a, - ®etr, utwM hat Senk« MA gtmadjt unt ® in btt ttaftlHiü |t, bah btt Nah it, ein iuüttl^jt' 1 immer Serbin^ iher und sei fifc !der als Trünke tynWwö tiü; Darfi in unb bom Sü! ilhiibigvrig gelaiicr mb RaiparCatii bttanbtn. - Di brr Soztklagtt i> -schäft gmtltn uni zthSobigt habe, fit bin, all fit dazu tmjilbtn m anbfir gtgtbtntn bei Dv^nütk' LäMragtn lm it*n M- l Ob der SvM Sind milbembt Di Bejahung her Jnf । ein unb btr|i" tanbpuntl/ bah,D bettunktn gewt'f Uebtrfall so R ilaibirt für W [i, aber auch fijr irptrterltR’e,J' de Umstande für«« derselben. M blung begangen^ Ä#*j* LG SrperverlM [f A*S<-‘ 18« ?3nlg^(1 aeruht, ->« tage Ihrer Großherzogttchev Hoheit der Prinzessin Elisabeth daS „Goldene Kreuz" für langjährige treue Dienste tu eiuuudderselben Familie u. A. an folgende Dienstboten 8« verleihen: Lisette Düll ou6 Rainrod, 25 Dienstjahre bei Herrn W. Schweitzer in Bürstadt. Marte Eimer aus Friedberg, 25 Dteastjahre im Großherzogl. Lehrerseminar in Friedberg. Katharina Maria Heß aus Bletchenbach, 28 Dienstjahre bei der Familie H. Kraft in Voahausen. Elisabeth Kircher auS Rtnderbügen, 28 Dienstjahre bei Herrn H. Gerth V. in Diebach a. Haag. Margarethe Scharmann auS Willofs, 25 Dienstjahre bei Herrn W. Frank in Schlitz. Katharina Weil ans Butzbach, 25 Dienst- tahre bet Herrn B. Seulburger I. in Butzbach. Magdalene Zahn aus Seligenstadt, 25 Dtenftjahre bet der Familie Gutfletsch iu Gießen. ** Für die bevorstehende Feier des 100 jährigen Gebortt- taflkS Er. Hochfeligeu Majestät des deutschen Kaisers Wilhelm I wetlien seitens der Garnison nachstehende Feierlichkeiten stattfinden: Sonntag den 21. d. M., 8 Uhr Vormittags, Gottesdienst in der katholischen, um 9,30 Uhr Dorm. in der evangelischen Kirche. 12—1 Uhr spielt die Mnstk des Jn- santerte-RegimentS Kaiser Wilhelm in der Südanlage. 7,30 Uhr Abends Zapfenstreich von der Kaserne I durch Ludwig-, Alice-Straße, SrlterSweg nach dem Brand, woselbst noch mehrere Stücke gespielt werden. Montag den 22. d. M., 6,30 Uhr Borm. Wecken. 12 Uhr Mittags Parade der Garnison auf dem Trieb. Der Zutritt steht dem Pu- dlikum frei. 3—4 Uhr Nachmittags spielt die Regiments- Mnstk in der Ostanlage (beim LiebigSdenkmal). Vom Dunkelwerden ab werden sämmtliche militärischen Gebäude illuwinirt. Dienstag den 23. d. M., 12—1 Uhr Mittags spielt die Musik in der Ostanlage. 4 Uhr Nachm. Festesten im Osfizier- Safino mit den Spitzen der Behörden. 8 Uhr Abends Feier der Mannschaften in verschiedenen Localen der Stadt. ** Beterauensache. Durch Genehmigung des preußischen Ministers des Innern find dem Verbände deutscher Kriegs- Veteranen zu Leipzig vom Comit4 der Centenarfcier in Berlin 1000 Ehrenplätze wahrend des Vorbeimarsches des FetzzugeS am 23. März er. angewiesen. Im 3nge selbst ist der Verband mit 300 Veteranen vertreten. Sfrieger, die sich betheiligen wollen, können sich an das zu Metern Zweck seitens des Verbandes Sophtenstraße 15 in Berlin eingerichtete Bureau wenden. Der Vorbeimarsch wird mit der Aufstellung etwa zwei Stunden dauern. Vorgeschrieben ist schwarzer Anzug, Chlinderhut, weiße Handschuhe und Cravatte. — Der Verband deutscher KrtegS- Veterauen, welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Interessen der Veteranen zu wahren, nimmt jederzeit Neu- Lnmeldungen zur Mitgliedschaft entgegen und sind diese an d«S Central-Burean des Verbandes in Leipzig zu nchten. ** H. kiadttheater. Welch schätzbare Kraft die hiesige Bühne in Fr!. Clara Leno besitzt, hatten wir schon des Oesteren Gelegenheit zu constatiren. Gestern an ihrem Benefiz Abend jedoch war wohl ihr ganzes Können, ihre künstlerische Individualität auf die Wiedergabe der „Grille" I» dem von Charl. Birch Pfeiffer geschaffenen Characterbilde concentrirt. Die Gesammtleistung der Künstlerin war eine Mrtreffliche, ihr Spiel von einer packenden Leidenschaft be- n e81/ so daß sie den Gang der Handlung in fester Hand hiielt. Ihren wohlverdienten Lohn fand die Künstlerin aller- dingS nicht in einem besonders gut besuchten Hause, sondern in den reichsten und einmüthigften Beifallsbezeugungen der Erschienenen, bei denen auch Kränze und Blumenspenden nicht fehlten. Die geschätzte Künstlerin ist von dem Streben beseelt, Vollkommenes in der Kunst zu erreichen, ihr Eifer, ihr sorgfältiges Studium ließ fie schon viele Schwierigkeiten Überwinden/ immerhin bleibt noch Manches Übrig, dieses Ziel zu erreichen, so n. A. auch daS Bestreben, der Sprache jene Modulationsfähigkeit zu verleihen, welche, um der Scala der Empfindungen Ausdruck zu verleihen, gleich einer in Dur und Moll abwechslungsreichen Tonschöpfung fich widerspiegeln muß, und so der Sprache Seele verleiht,- wir find deß gewiß, daß Frl. Leno auch darin sich noch vervollkommnet. — Die Übrigen Mttwtrkenden trugen zum Erfolg des Abends ihr redlich Thetl bei, so daß wir summarisch Allen die gebührende Anerkennung zollen. ** Die vierte Jahresversammlung der Organe der offene» Armenpflege in der Stadt Gießen findet am Montag de» 15. März, Abends 8i/i Uhr, in den oberen Räumen der Restauration Fetdel (Sonnenstraße) statt. Tagesordnung : 1) Bericht über die städtische Armenpflege in 1895/96; 2) Bericht über die Straßburger Jahresversammlung des deutschen Vereins für Armenpflege und Wohl- thätigkeit. ** Wetterbericht. Zwei barometrische Maxima, von denen das eine Nordost-Europa bedeckt, das andere über der Wefihälfte des Covtingents lagert und einen Kern über Central'Frankreich aufwetft, sind durch eine schmale Furche niederen Druckes getrennt, welche von dem nordwestlichen DepressionS-Centrum über das Nordseegebiet fich in südöstlicher Richtung nach den unteren Donau-Ländern erstreckt. In Süddeutschland ist das Barometer etwas gestiegen und hatte es am Morgen theilweise aufgeklärt, doch trägt die Witterung noch unbeständigen Character. Die Morgen- Temperaturen zeigen auf unserem Gebiete im Allgemeinen wen g Aenderung. — Voraussichtliche Witterung: Bei wechselnder Bewölkung zunächst noch etwas kühles, im Allgemeinen trockenes Wetter. 4~ Bo» der Nidda, 11. März. In Bingenheim entstand gestern auf noch unerklärbare Weise in der Scheune des Landwirths W. Sargk ein Schadenfeuer, welches aber nur die Vorräthe aufzehrte, da der Brand noch rechtzeitig entdeckt wurde unb auf seinen Herd beschränkt werden konnte. Mainz, 11. März. Heute Nachmittag 1 Uhr starb nach schwerem Leiden der langjährige ehemalige Stadtbau meister und jetzige Geh. Baurath in Mainz, Herr Baurath Eduard Kreyßig. Derselbe wurde am 30. Oktober 1830 in Eichelsachsen in Oberheffen geboren; er besuchte das Gymnofium zu Büdingen und bestand im Jahre 1853 sein Examen als Baumeister. Nach zehnjähriger Thätigkeit bei verschiedenen KreiSämtern wurde Kreyßig am 9. November 1864 zum Stadtbaumeifter von Mainz gewählt. Am 22. Juli 1890 feierte er in der Stadthalle, bei äußerst zahlreicher Betheiltgung, sein 25jähriges Jubiläum als Stadtbaumeister. Ein schweres Leiden zwang ihn, im vorigen Jahre um seine Pensionirung etnzukommen. Er trat am 1. October 1896 in PensionSzustand. Sein Leiden wurde jedoch immer schlimmer und heute Mittag ist et ihm erlegen. Der Name Kreyßig ist mit der Entwickelung unserer Stadt eng verbunden. Die Pläne und die Ausführung der Stadterweiterung, der Ufererweiterung und der BahnumsÜhrung find fein Werk; auch ist er der Schöpfer des Zoll- und Binnenhafens, der Erbauer unserer Stadthalle u. s. w. Universität- - Nachrichten. — Der außerordentliche Profeffor Eduard Fischer ist -um ordentlichen Professor an der Universität Bern und Director deS dortigen botanischen Gartens ernannt worben. — In Salzburg soll bekanntlich eine katholische Hochschule gegründet werden. Zu diesem Zwecke ist schon vor Jahren ein katholischer Hochschuloerein in Salzburg gebildet, der über ein Vermögen von etwa 480000 Mk. verfügt. Die letzte JahreSeinnahme betrug 72000 Mk. Uirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag den 14. März. Reminiscere. Sin der Stadtktrche. hr: Pfarrer Schlosser- Vormittags 11 Uhr: Feier des heil- Abendmahls für die Milstargemeinde. Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 2*/a Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Schlosser. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Beichte und heil. Abendmahl für die Marcusgemeinde. An, Meldung bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. Die Confirmandenoereinigung der Matthäusgemeinde versammelt fich Abends 8 Uhr nicht in der Herberge, sondern im Confirmandensaal Neustadt 61. Mittwoch den 17. März, Abends 6 Uhr: 8. Passton», andachl. Pfarrer Schlosser. Am nächsten Sonntag, den 21. März, Nachmittags 2 Uhr, findet Vorstellung und Prüfung der Kinder aus ; der Marcus- gemeinde statt. An der Vormittags 9Va Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Beichte und heil. Abendmahl für die LucaSgemeinde. Montag, den 15 März, Abends 8 Uhr: Bivelstttttde im Confirmandensaal der Johanneskirche. Bergpredigt, Matth. Cap. 7. Pfarrer Dingeldey Katholische Gemeinde. Samstag, den 13. März: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte; Sonntag den 14. März. 2. Fastensonntag. »tflinn der österlichen Zeit. Vormittags von 6>/, uhr an Gelegenheit zur ht. Beichte; , um 6Ve Uhr erste hl. .Messe; * um 7Vi Uhr AuStheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl- Meffe; * um S«/r Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags nm 5Vt Uhr Christenlehre; darauf Fastenandacht. Mittwoch Abend um 6 Uhr ist Fastenandacht. Eingesandt. »testen, den 12. März 1897. Ein seltenes Jubiläum begeht am 13. I. M. der Concert- vereinsdiener Friedrich Berg. An diesem Tage find es nämlich 50 Jahre, seitdem er seine Stellung als Concert-und GesangvereinS- diener angetreten hat, unter den Mustkdirectoren Hofmann, Mickler, Felchner und Trautmann hat derselbe sein Amt in steter Treue und Gewissenhaftigkeit verwaltet und sich die Anhänglichkeit und das Wohlwollen sowohl seiner Vorgesetzten als auch der zahlreichen Concert- unb Gesangvereins-Mitglieder zu erwerben gewußt, unb so wird es auch nicht auSbleiben können, daß ihm an seinem Ehrentag Auszeichnungen zu Theil werden. Wünschen wir dem wackeren Jubilar, daß er noch recht lange wie seither seines Amtes warten möge! Versteigerungen.« 1500 Ctr. Lohe aus den Gemeinbewaldungen von Schöffengrund sollen Mittwoch, den 17. ds. Mts., 10 Uhr Vormittags, in der Schmidt'schen Mrthschaft Hierselbst öffentlich meist- biietend verkauft werden. Schmalbach (Kreis Wetzlar), den 11. März 1897. _ Das Bürgermeisteramt. 2456 Große Nuhhch-NkkstkjgttllUg. Samstag den 20. d. Mts. 1) Gemeindewald Weidenhausen, Zusammenkunft Vorm. V29 Uhr am ti betroffenen schmerzlichen Verlust sagt im Namen der Hinter Hch. Carle, Dachdeckermeister. 20 Franken St. Engi. SooerctgnS Dollar? in Gold Oesterr. Staatsbahn o. 1885 Jtal. staatSgar. Eisend. in Naturfarben. Die Direktion. 631 Fritz, HfLnersburschk. Sonntag, den 14. März, Abends 8 Uhr: Vortrag des Herrn Realgymuafiallehrer, Privatdoeeuteu Dr. Strack««: Die litterarische Einigung Deutschlands. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Auch Frauen haben Zutritt. 2438 Der Vorstand. S170JI __4.1t* Ein Mädchen zur Beaufsichtigung eines zweijährigen Kindes tagsüber sofort gesucht. 2439 Bahrrhosftratze^o. Abbruch-Verkauf. Circa 20 000 Stück Plattziegeln, eine große Partie noch gut erhaltener Fenster, Thüren und Treppen zu verkaufen auf dem „Windhof". Lehrling aus achtbarer Familie, mit guten Schulkenntnissen wird zu Ostern von einer hiesigen Liqueurfabrik gesucht. 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Wer denselben bei der Güter-Abfertigung Gießen MWB. abliefert, erhält namhafte Belohnung. Jagdliebhaber werden dringend gebeten, auf den Hnud nicht zu fchiesteu. Siegburg, den 12. März 1897. 2489 Jean Fusshoeller. Steinbruch an der Hardt zu verkaufen. 2195 LudwigHofmaun ü.,Daubringen. Gelegenheitskauf. 2448] Eine goldene Damen'Savonet billig zu verkaufen. ________________Vleichftraße 21, l. 2157] -aserstrod verkauft «atl Malkomefius, Neuenweg 27. 2450] Ein Mädchen empfiehlt sich im und «lanzbügeln in und außer dem Hause. Auch wirdWLsche »umWcschen u.Bügeln das, angenommen. Näh. Wolsftr. 10, III. Tüchtiger Unternehmer für Ruff en steine gesucht. Nur solche mit besten Zeugnissen wollen sich ein Mädchen oder Fra« in Gartenarbeit bewandert für 2—3 Tage jede Woche, für jetzt, Sommer und Herbst. Johanna stznlda, Ostanlage 4. 2473) Ein jüngeres Mädchen tagsüber gesucht Näheres Löberstratze 2, I. 2449] Auf sofort tüchtiges Mädchen tagsüber gesucht. Eüdanlage 7, pari. 3«/. Frankftr.Hyp.Bk.unk.b.1906 101.00 3 /. gamorpr.w.j . - . ~ , 3< ^tf.^pTrch.S.unt.b.igoS 100.80 3«/, Vr-ub.H»p.«.»'.m,t.b. 00b 10 »/i l inns iaq on 31/- VRnmm.fSnn.Ä Bf.unf.b. 190b iui „ 3«/s DeutscheGrdsch.B. unk.b. 1906 10L00 4 t 104.00 ProcaU 4*/i Oefterr. Stlberrente 85.9 1'3 SO 4 Ung. Gold-Rente 108.1 103 70 3 Portugiesen 238 00.00 6 Mexicaner 90* 102L0 4 Monopol-Griechen von 1887 24 ‘ 92 50 4 Eisenb. Rmtenb. Obl. 101 \ 65.20 5 BuderuS Obl. 103 »