w 37 Samstag den 13 Februar GWes Blatt. 1S97 Aints- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren Hratisöeitage; Hießener Jamitienötätter Amtlichem Thell. ropjen Nlll Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bt* folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Lorm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» | Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgege». 1 251 241 1 426 100 191 1 139 788 392 157 134 77 93 78 228 1 261 224 1 430 258 243 1 363 954 527 198 251 78 112 79 252 Grünberg (Hessen) Heuchelheim Hungen Langgöns Langsdorf Lich Lollar Londorf Reiskirchen Steinbach (Hessen) Steinberg (Kreis Gießen) Treis (Hessen) Villingen (Hessen) Wiefeck (Hessen) Die Gießener AamikienStälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. tflOt« t«. Der Hießen» Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Vorfitzeuden für die Ausschüsse ftattgefundeu und zwar für de« 1. Ausschuß Abg. Möllinger, 2. Ausschuß Abg. Schmitt, 3. Ausschuß Abg. Friedrich, 4. Ausschuß Abg. Ztnßer, schließt der Pläfident die Sitzung und vertagt sich daS HauS auf unbestimmte Zeit. i Vorschriften über sanitären Arbeitstag ausschließlich auf dem Wege der RetchSgesetzgebung ergehen zu lasten. Dieses Verlagen werde durch die Erfahrungen mit der Bäckeretoerordnung doch hinreichend begründet. Abg. Legten (Soc.): Der Achtstundentag fei durchaus durchführbar. Hertling verweise die Arbeiter auf daS CoalitionSrecht, das doch immer für die Arbeiter noch nur ein frommer Wunsch sei. Der Hamburger Strike sei nicht herbetgesührt durch die Socialdemokraten, sondern durch die RückstchtSlostgkeit des Unter- nehmerthums. Hierauf vertagt sich daS HauS. Morgen 1 Uhr: MUitäretat. *** . gl) Vierteljähriger Abonnemcntsprcis r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 11. Februar. Die Sitzung wird um 11 Uhr durch den neuen Präsidenten, Geh. RegterungSrath Haas eröffnet. Derselbe spricht dem HauS seinen wärmsten Dank für die hohe Auszeichnung aus, die ihm zu Theil geworden sei. Er werde das in ihn gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen suchen, insbesondere werde er das freie Wort im Hause schützen. Im Uebrigen glaube er kein besseres Versprechen geben zu können als dasjenige, daß er in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten versuche. (Bravo.) — In gleichem Sinne dankt auch der 2. Präsident, Metz-Gießen, für daS ihm übertragene Amt. Nach Verkündigung neuer Einläufe, worunter die Mandatsniederlegung des früheren 2. Präsidenten, Abg. Wolfs- kehl, mitgetheilt wird, tritt daS HauS in die Wahlhandlung für die verschiedenen Ausschüsse. Zuvor macht der Präsident dem HauS die Mittheilung, daß Se. Kgl. Hoheit der Groß- Herzog die Mitglieder des HauseS für heute Nachmittag zu einem Glas Bier in das Großh. Refideuzschloß etngeladen habe und ersucht um zahlreiche Betheiltgung. In den (1.) Ftnan zausschuß werden gewählt: Dr. Schro eder, Möllinger, Hechler, Jöckel, Ulrich, Köhler und Christ. — Der (2.) GesctzgebungS- AuSschuß setzt sich zusammen auS den Abgg. Hirsch, Sch mehl, Schönfeld, Schmitt, Metz, Dr. David. — Der (3.) Wahlausschuß aus den Abgg. Fried» rtch, Erk, Wetth, Bähr, Pennrich, Kramer, Wern her und der (4.) P etitionS aus schuß aus den Abgg. Zinßer, Wasserburg, Weidner, Schmahlboch, Dr. Frenah, Westernach er und Euler. Die Kammer beschließt hierauf den Erlaß einer Adresse an Se. Kgl. Hoheit den Großherzog und wird das Büreau tiefe morgen früh überreichen. Nachdem noch die Wahl der Aslff« telegraphisches Lorrefponde»z-B»rsm». Berlin, 11. Februar. Der Kaiser hat dem Erz- Herzog Otto den Schwarzen Adlerorden verliehen. Berlin, 11. Februar. Zufolge kaiserlicher Bestimmung ist die Feier des 100jährigen Geburtstages Kaiser Wilhelms I. eine dreitägige. Am 21. März siud ausschließlich kirchliche Feiern tu Aussicht genommen- am 22. Schulfeiern, Festacte, Paraden, Festessen, Festvorstelluvgen und sonstige Veranstaltungen- am 23. Volksbelustigungen und volkSthümliche Feste. Am 22. und 23. März sollen die Dteustgebäude illuminirt, aber alle drei Tage geflaggt sein. Berlin, 11. Februar. Der Deutsche Landwirth- schaftsrath nahm den Antrag, betreffend Regelung deS SchlachtvtehhandelS, sowie einen Antrag, dahingehend, eine allgemeine Erweiterung der Beleihungsgrenze bei Landschaften und ähnlichen öffentlichen Credittnstituten sei prtnciptell nicht zu befürworten. Die Nothlage der Laudwirthschaft recht- lertige den Wunsch, daß die Ablösung von Nach Hypotheken durch staatliche Beihilfe unter Mitwirkung der oben erwähnten Institute erleichtert wird. Die Einführung von Verschulduugs- befchränkungen durch freiwillige Uebernahme ist staatlicherfeitS möglichst zu fördern. Die obligatorische Einführung der VerschuldungSgrevzen ist unausführbar. In Bezirken, wo eS der VolkSfitte entspricht, ist dar Jutestat-Anerbenrecht etv- zuführen. Berlin, 11. Februar. Der „Vorwärts- meldet aus Hamburg: Laut Abrechnung des Central-Strike- ComitsS find inSgesammt 1,378,531 Mk. ausbezahlt worden. Bis Mittwoch Abend waren 2800 am Strike be- theiligt gewesene Arbeiter wieder eingestellt, davon 100 am StaatSquai- diese jedoch zu dem niedrigsten Lohnsätze vou 3 Mk. täglich. Berlin, 11. Februar. Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge ist dem Reichstag ein Gesetzentwurf über die Verwendung der Ueberschüsse der RetchSeinn ahm en aus dem Etatsjahre 1897/98 zur Schuldentilgung nebst Begründung zugegangen. Der Gesetzentwurf bestimmt, daß die Hälfte des UeberschuffeS vou 1897/98 der den Bundesstaaten zustehenden Ueberwetfuugen aus den Zollerträgen rc. über die Matrikularbeiträge hinaus zur Verminderung der Reichs- schuld zurückzuhallen ist. Hamburg, 11. Februar. Eine Versammlung vou zwei- tausend Schauerleuteu nahm eine Resolution au, wodurch fie sich verpflichten, den von den Stauern verlangten Revers nicht zu unterzeichnen, sondern lieber auf die auge- botene Arbeit zu verzichten. Sie könnten doch daS Versprechen nicht halten, mit fremden Arbeitern zu arbeiten und fie nicht aufzukläreo. — Nachmittags hatten die socialdemv- kratischen ReichStagsabgeordueten v. Elm und Frohme eine Besprechung mit dem Senator Oswald. Letzterer theilte mit, esse^i wenig Ausficht auf Wiedereinstelluug der am Strike beth^ilsgten Staatsquaiarbeiter, da man den Ersatzleuten gegenühpr gewisse Verpflichtungen übernommen habe und an die Entwfsung der fremden Arbeiter nicht denken könne. Augsburg, 11. Februar. Wie die „Augsburger Abendzeitung" meldet, wird sich der Priuzregent am 22. März zur Feier des 100. Geburtstages Kaiser Wilhelms I. nach Berlin begeben. war 1897- Htlbenalt lOlW< iefw $8*6» •”1881 Deutsches Reich. Darmstadt, 11. Februar. Während der gestrigen Gala- täfel brachten Seine König!. Hoheit der Großherzog einen Toast auf die Stände des GroßherzogthumS und sein liebes Hessenland aus. Der Erste Präsident der Ersten Kammer, Se. Durch!. Fürst Bruno zu Isenburg-Büdingen, toastete auf Se. König!. Hoheit den Großherzog, der Erste Präsident der Zweiten Kammer, Herr Geheime RegierungS- rath HaaS, auf Ihre König!. Hoheit die Großherzogin und das Großherzogliche HauS. Es waren hundert Gedecke aufgelegt. Die Tafelmusik führte die Capelle des ersten Grobherzoglichen Jnfanterie-(Leibgarde-)RegimeutS Nr. 115 aus- fie bestand nur aus Schubert'fchen Compofitionen. innfl! -Ä iHw °^bavgt,a^ 5. 14 »ut Herstellung von Wi>|en «äSSBÄ Ubitorlkm, sowie Uber ttibtttt r-n. iivrfüdevvg aller 'N-mpta-billigll Mofentheile. Veste »gea, eoutaute Aah. dt«gu«,m, weit- »arantie. [1240 Deutscher Reichstag. 173. Sitzung. Donnerstag den 11. Februar 1897. Präsident v. Buol thetlt mit, daß vom Kaiser eigenhändig angeferltgte Tabellen über die Entwickelung der Marine in den verschiedenen Staaten tu der Wandelhalle zur Ansicht gestellt seien. Er weide dem Kaiser den Dank deS Hauses aussprechen und constattre, daß das Haus hiermit einverstanden sei. Die bereits in voriger Woche begonnene Berathung deS Antrags Auer, betreffend den achtstündigen Normalarbeitstag, wird fortges.ht. Inzwischen ist noch ein Eventualantrag Hitze eingegangen: Die verbündeeen Regierungen zu ersuchen: 1) Erhebungen über die Arbeitszeit anzustellen, bezw. darüber, in welchen Betrieben durch übermäßig lange ArbeitSze-t die Gesundheit der Arbeiter gefährdet werde, und 2) gegebenenfalls, wo etue solche Gefährdung vorliege, die Arbeitszeit zu regeln. Abg. 0. Puttkamer-Plauth (cons.) erklärt sich NamenS seiner Partei gegen den Antrag Auer, der ja doch nichts nützen würde. Denn sei erst der achtstündige Arbeitstag etngeführt, so würden die Soctaldemokraten sicher mit der Agitation für den sieben- stündigen Arbeitstag beginnen. Daß die Soctaldemokraten allein an der Unzufriedenheit der Arbeiter schuld seien, habe sich ja auch wieder beim Hamburger Strike gezeigt. Wie maßlos werde gerade jetzt, wo dieser Strike beendit sei, von der soctalbemokrattschen Presse gehetzt. Das mache es auch begreiflich, wenn man die Socialreform nicht mit der gleichen Freudigkeit fortsetzen könne, wie dieselbe begonnen worden sei. Der Bundesrath sei nur allzu bereit, auf die socialdemokratischen Forderungen einzugehen, das sehe man ja auch an der Bäckerei-Verordnung. (Sehr richtig!) Auch die Bäckergesellen wollten von der Verordnung nichts wiffen. In der Provinz meine man, für die Arbeiter fei genug geschehen und es müsse nachgerade auch etwas für die kleinen Unternehmer gethan werden. (Sehr wahr!) Abg. Hüpeden (christl.-soc.): ES gebe noch viel Arbeiter, die einer Verkürzung der Arbeitszeit bedürften. Es gelte das auch von dem Gesinde, wenn sich da auch gesetzlich nicht eingreifen laffe. Die Dienstherrschaften sollten aber im Interesse ihres Gesindes wenigstens an Sonntagen nicht Gesellschaften geben. Auch den Handlungsgehilfen ist eine Verkürzung der Arbeitszeit zu wünschen. Aber der Antrag Auer geht in seiner Allgemeinheit zu weit. Annehmbarer sei der Antrag Hitze. Der achtstündige Arbeitstag sei ein erstrebenS- werthes Ziel, liege aber doch noch in weiter Ferne. Redner verlangt, daß man den Arbeitern die Berufsorganisationen gestatte; eher könnten sie auch der Socialdemokratte nicht den Rücken kehren. Die kaiserlichen Erlasse seien hinsichtlich der Arbeiterorganisationen noch nicht erfüllt. Redner verthetdigt dann die „Partei Naumann", welche die Arbeiter-Interessen vertrete, dabei aber treu zur Monarchie stehe. Wie könne man sie da mit den Socialdemokraten in einen Topf werfen I Abg. v. Hertling (Ctr.) verkennt nicht die Vortheile deS Achtstundentages für den Arbeiter und seine Familie; gleichwohl habe er gegen den Antrag Auer die größten Bedenken. Selbst wenn es erwiesen wäre, daß eine so fta>ke Verkürzung der Arbeitszeit möglich wäre ohne Schädigung der Industrie, so sei eine solche Verkürzung mit dem allgemein staatlichen Interesse doch nicht verträglich. Herr Fischer habe selber gesagt, daß der Achtstundentag für die ländlichen Arbeiter nicht durchführbar sei. Aber würde derselbe für die gewerblichen Arbeiter etngeführt, so müßte das auf die Laudwirthschaft nachtheiltg rückwirken. Die ländlichen Arbeiter würden, um von dem Achtstundentag zu profitiren, noch mehr als schon jetzt in die Städte ziehen. Eine verkürzte Arbeitszeit gehöre zu den berechtigten Zielen der Arbeiter-Coalttionen. Diese Coalittonen sind der berechtigte Weg, den die Arbeiter zu diesem Ziele zu betreten haben. Aber dem Wege der ungemeffenen staatlichen Befugniß widersetze er sich grundsätzlich. Der Augenblick sei gekommen, da man sich fragen müsse, ob man in der Ausdehnung deS wirthschastlichen Zwanges noch weiter gehen könne? Redner empfiehlt dann noch die Anträge Hitze, deren erster und Hauptantrag ein Arbeitsmaxtmum von 63 Stunden pro Woche verlange, während bet dem Eventualantrag es sich in der Hauptsache um den sanitären Arbeitstag handle. Abg. 0. Kardorff (R.P.): Seine Freunde könnten höchstens für den Eventualantrag Hitze stimmen. Die beste Antwort, welche die Regierungen auf den rein agitatorischen Antrag Auer geben könnten, wäre die Suspendirung der Bäckereiverordnung mit ihren unerträglichen polizeilichen Ehtcanen. Die Verordnung sei geradezu ein Bückling der Regierungen vor der Socialdemokratie! Abg. Rösicke beantragt zum Eventualantrag Hitze, daß die in Nr. 2 desselben erbetenen sanitätlichen Regelungen der Arbelts« zeit entweder durch Verordnungen oder auf dem Wege der Reichs- gefetzgebung erfolgen sollen. Er will nicht als princtpieller Gegner einer staatlichen Regelung der Arbeitszeit angesehen sein, erblickt aber, wofern es an einer internationalen Abmachung fehle, in dem einseitigen Achtstundentage nur für Deutschland eine schwere Schädigung nicht nur der Arbeitgeber, sondern auch der Arbeiter. Deutschland würde mit einem solchen Vorgehen einen fürchterlichen Rein- fall erleben. Zur Begründung seines Amendements betont Redner, bet so wichtigen Eingriffen in das gewerbliche Leben müsse dem Reichstag daS MttbesttmmungSrecht Vorbehalten bleiben. Darin habe Hertling Recht, daß die Hauptsache für die Arbeiter immer die Ausnutzung des CoalttionSrechtes bleibe, und dieses dürfe daher den Arbeitern in keiner Hinsicht oorenthalten werden. Abg. Graf Stolberg (conf.) spricht gegen ben Hauptantrag Hitze. Das einzig Annehmbare sei der sanitäre Arbeitstag des S 120e, wie er sich auch im Eventualantrag Hitze vorfinde. Abg. Schall (cons.) erklärt fich von der Gemeinschaft mit Naumann loszusagen. Abg. Schneider (frs. Vp.) beantragt, die etwa erforderliche« Nckti-Ai!W imb Dominos für Herren und Damen i, großer luitnabl billig je Mltilfttt. SeLssM 0 U6r (auch Sonntag!/ W. Karnbad. r. ftWfrgy 1. Gießener Anzeiger Amerat-Mnzeiger. Sri Summa 41 637 39 025 81.31 104$ 24* 96 Sc 30.» 101Ü jtoM DH- und |Oil , ms dssA*' gros5n Zutsch , gleichen Schritt zr> Maste-, welche M t, durch seiehgebni che k°um 4 Jahre M üglicheo «lagen Iton m noch versucht, aus srs Unwesen Front zu Z ein nur geringer gt: Mdhaben gefehlt habe, n Schreier tm Reclave- lt,n Auswendungen ge' gewiesen seien- -ras « *»- fXÄ' fe? .iVfJi&Brt • 1**1®*' w«-1«“ , i, «kW **% l°f# trtt»ffMhf|4en Soncur- str Te,k h l8babtn ^an» ^tn, ntkt 'r Gäste hie Uc§ nach, '^lhan je|n ^etft, gß(b ®Qn boa >e>n 8B(q. lu8/ der '>eL° ru leite«, «»te’S8n*, '«‘»ü »,«u*. «*» R A‘»fc -Mr ÄT** »»ÄS ,*l«Htn6i6ßlln / W«S fteiftto „ W W mit ‘S »•< i. i," ’n V“?“' tal“ " ®’*tn Mw besonder- im JbQn/ der in dem R bot. Als ruf. ^°sf" große ' °°bet sie in Herrn r» einen rbenbllrtigen n auch Frl.Rndolph ;l* Alexander Jordan. Herr Stieme ali fll- Wohl (Gertrud "atze. Auch die Regie hen übrig. r in unserer gestrigen heute näher ans den -rein- über den un> ndr.herr E. Balser, dem er die zahlreich ere die a!S Gäste ge- indvr. Entfleisch. DetaillisteudereiN/ der mng auf seine Thätig- td), mit btfannt, die sen der DrtaWrn r^reuM <6x\o\y nMMrn nicht vrr- 16 sei auch, die Milt den Gesetzen, welche i, bekannt zu machen, ern Gerichtsacceisisten der Lage, sich mit dca o Wettbewerbs^, über tptn herrschten, naher Borfitzeode dem Herrn i etwa folgende- aus: Ischen Reicher handel Weise sich rntwiäür aber dir im gesG iwevdung gelanget Kundschaft anzulockn! i ok° •;\,DO(oRwyv' >•’ ®Ä»‘” "l Ä* Schutz gegen unlauteren Wettwerb tu Frankreich und in Belgien gewährt und zwar auf Grund des Art. 1382 des code civil, in welchem der Grundsatz aufgestellt werde, daß jede Handlung eines Menschen, die einem anderen Schaden verursache, Denjenigen, durch dessen Verschulden der Schaden entstanden sei, denselben zu ersetzen verpflichte. In Frankreich werde nun aber die Gesammtheit der Erwerbs- und GeschäftSbeztehungen eines Kaufmannes und Gewerbetreibenden als ein immaterielles Rechts gut angesehen, das als solches einen Anspruch auf Rechtsschutz gegen Eingriffe unlauteren Wettbewerbes besitze. Diese Auffaffung sei der deutschen Rechtsanschauung nicht geläufig geworden. Unter den deutschen Rechtslehrern habe zwar Profeffor Kohler in Berlin stets mit Nachdruck den Satz vertreten, daß auch nach dem geltenden deutschen Recht gegen unlauteren Wettbewerb vorgegangen werden könne, indeffen habe die Rechtssprechung des Reichsgerichts dieses stets verneint. Um also wirksam den unlauteren Wettbewerb zu bekämpfen, sei eine Aenderung der Gesetzgebung erforderlich gewesen- alsdann ging der Redner zur Erörterung der einzelnen Paragraphen des Gesetzes über, insbesondere unterzog er die speciell für Kaufleute in Betracht kommenden einer eingehenden Erklärung. — Nach diesem Referat erklärte Herr Justizrath Dr. Reatz mit kurzen Worten feinen Standpunkt zum Gesetz. Er meinte, daS Gesetz sei nur zum Schutze der Thörichten gemacht worden, und die Nachtheile desselben würden größer sein als die Vortheile. Man verspreche sich vielfach zwar viel von demselben, aber die Erfahrung werde lehren, daß man nach 10 Jahren nicht mehr von demselben spreche. Sodann kam Herr Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch zum Wort. Auch dieser war der Ansicht, daß baß Gesetz die auf dasselbe vielfach gesetzten Erwartungen nicht erfüllen werde, indeffen stehe er demselben doch nicht so ganz ablehnend gegenüber wie sein College Dr. Reatz. So sei nicht zu verkennen, daß das Gesetz namentlich auf dem Gebiete des ReclamewesenS bereits sehr wohlthLtig gewirkt habe und auch weiterhin wirken werde. Der durchschlagende Erfolg des Gesetzes sei aber besonders dadurch gefährdet, daß für die Klagen auf Unterlassung der gegen daS Gesetz verstoßenden Handlungen und auf Schadensersatz das gewöhnliche Prozeßverfahren in Anwendung komme, was viel zu lange dauere und auch zu kostspielig sei. Aber die Furcht, daß man nunmehr leicht in Prozesse verwickelt werden könne, wirken schon vielfach heilsam in der Weise, daß man sich im geschäftlichen Leben, namentlich auf dem Gebiete der Reclame, eines äußerlich anständigen GebahrenS befleißigen werde. Deshalb könne man das Gesetz treffend als ein „Anstandsgesetz" bezeichnen. — Nach Beendigung des Vortrages des Herrn GerichtSaffessist Klarenaar dankte Herr Balser Namens des Vereins für seine treffenden Ausführungen, welche offenbar den Beifall aller Anwesenden gefunden hatten. Der Vortragende selbst hatte es in der That verstanden, durch die temperamentvolle Art seiner Vortragsweise die Aufmerksam- kett zu fesseln, so daß Derjenige, der ihn gehört hat, gerne geneigt sein wird, ihm auch ein zweites Mal Gehör zu schenken. Auch den Herren Justizrarh Dr. Reatz und Dr. Gutfleisch wurde vom Vorsitzenden noch besonderer Dank ausgesprochen. Nachdem noch einige geschäftliche Mittheilungen erfolgt waren, wurde der osficielle Vortragsabend geschloffen, Me meisten Erschienenen aber blieben noch längere Zeit in lebhafter Aussprache beisammen. ES ist zu begrüßen, daß der Vorstand deS Detaillisten-Vereius derartige Vortragsabende öfters zu veranstalten beabsichtigt. *• Beschränkung der Auuahme und Bestellung gewöhnlicher Packele au Soun- und Feiertagen auf Eilsendungen. Die Handelskammern sind seitens des Reichspostamtes ersucht worden, die Frage der Einschränkung deS Postpäckerei- dteustes an den Sonntagen einer Prüfung zu unterziehen. Veranlassung hierzu hat die bei der diesjährigen zweiten Lesung deS Etats der Reichs Post- und Telegraphen-Verwal- hing von der Budget Commission vorgeschlagene nachfolgende Resolution gegeben: „Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, veranlassen zu wollen, daß die Annahme und Bestellung gewöhnlicher Packete von der Reichspost an Sonn- und Feiertagen, mit Ausnahme der Weihnachtszeit vom 18. bis 30. December, auf Eilsendungen beschrankt werde. *• Ueduugeo deS Leurlaubteustaudes. In diesem Jahre werden rund 150,000 Reservisten und Landwehr- leute zu den Fahnen eingezogen, und zwar zu 14tägiger Hebung 119,500 Mann Infanterie, 2700 Jäger, 10,000 Mann Feldartillerie (auS dem Beurlaubtenstande der Feldartillerie bezw. Cavallerie), 5000 Mann Fußartillerie, 3000 Pioniere. Bon der Eisenbahubrigade werden 1200 Mann der Reserve auf 28 Tage, 600 Mann der Landwehr auf 12 Tage ein» gezogen. Die Luftschiffer Abtheilung wird 190 Reservisten stellen. Aus Reserve und Landwehr des Trains werden auf 14 Tage nach Beendigung der Herbstübungen 4508 Mann, aus der Reserve der Cavallerie und des TrainS auf 20 Tage im Mai 965 Mann üben. Schließlich werden noch zur Bildung von SanitätS-Detachements auf 12 bis 13 Tage 1000 Mann eingezogen. Nach den Herbstübungen finden noch bei der Feldartillerie 14tägige Uebungen von Cavallerie- Offizieren des Beurlaubtenstandes behufs ihrer Aus- Bildung als Commandeure beziehungsweise Zugführer von Munitionscolonnen statt. ES ist anzustreben, daß möglichst alle Cavallerie-Offiziere, die im Mobilmachungssalle für solche Stellen bestimmt sind, mindestens eine derartige Mebnng mit Erfolg abgeleistet haben. Wo eß bei einzelnen Mannschaften im Jntereffe der Ausbildung für wünschens- werth erachtet wird, kann die auf 14 Tage festgesetzte LebungSzeit für Reservisten, je nach dem Ermessen der GeneralcommandoS bezikhungSweise obersten Waffenbehörden, bis zu 20 Tagen verlängert werden. *• Wetterbericht. Während im Südosten und Süden, sowie besonders Südwesten Europas hoher Druck lagert, be- deckt ein umfangretches Depresfionsgebiet Scandinavien und die Ostsee. Deutschland und baß Alpengebiet befinden sich unter der Wechselwirkung deß hohen Druckeß, sodaß auf unserem Gebiet meist mildes aber trübes Wetter besteht. Die Frostgrenze ist ziemlich weit nach Osten zurückgewichen und verläuft von SÜdscandinavien in südöstlicher Richtung gegen die untere Donau. Vor dem Canal kündigt sich eine neue Depression an, sodaß der WitterungScharacter fich zunächst nicht ändern wird. — Voraussichtliche Witterung: Fortdauer deS milden, trüben Wetters mit Niederschlägen. § Ruppertenrod, 11. Februar. Der hiesige Karouffel- besitzer H. machte gestern mit seinen zwei Pferden eine Schlittenfahrt. Dieselbe war nur von kurzer Dauer und er kehrte bald wieder zurück. Auf dem Heimwege stürzte plötzlich daS eine Pferd auf der Ortsstraße nieder und verendete auf der Stelle. Sein Besitzer halte das Pferd erst im vorigen Jahre für den Preis von 250 Mark er« worben. ? Elpenrod, 11. Februar. Ein recht tragischer Todesfall hat heute über eine hiesige und eine Familie zu Ruppertenrod große Trauer gebracht. Eines hiesigen LandwirthS einzige Tochter aus erster Ehe, ein blühendes 18 jähriges Mädchen, war mit einem jungen Manne von Ruppertenrod verlobt. Noch vorgestern machte daS glückliche Brautpaar eine Schlittenfahrt nach Groß-Felda. Gestern hütete das sonst von Gesundheit strotzende Mädchen baß Bett eineß leichten Unwohlseinß wegen. Heute Morgen schon war die Braut eine Leiche. Ein Schlaganfall hatte das junge Leben getöbtet. ch. Bermuthshain, 7. Februar. In große Verlegenheit gerieth letzter Tage ber Geschäftsreisenbe Goldschmibt von bet Firma Frank in Gelnhausen. Derselbe wollte von Crainfelb nach Grebenhain und sprang im Orte auf einen Schlitten, um mitfahren zu können. Am AuSgange von Crainfelb blieb baß Pferd plötzlich in den aufgeweichten Schneemaffen stecken. Der Reisende mußte aussteigen und wollte den Rest beß Weges zu Fuß zurücklegen. Bei dieser Gelegenheit war derselbe so in eine Schneewehe hineingerathen, daß ihm ber aufgeweichte Schnee bis an die Brust reichte/ an ein Fortkommen war nicht zu brnken. Der Straßen- toärter Ahlbrand, sowie noch ein Arbeiter, welche beide mit Schneeschippen beschäftigt waren, gewahrten nach einiger Zeit die Situation, in welche der Reifende geraden war. Sie mußten denselben auß dem Schneewaffer herauStragen, sodaß er bann sicheren FußeS nach Grebenhain gehen konnte. Die Wohlthäter wurden mit einer Mark belohnt. Von BermuthS- Hain auß unternahm der Reisende bann bie Weiterreise mittelst Fuhrwerk. Vermischtes. * DaS Reiterstandbild Wilhelms I. am Ratioual-Deukmal steht bereits auf dem hohen Broncepoftament innerhalb beS Bretterhauseß; auch ber weibliche Friebens-Genius, bet zur Linken schreitet, hat schon seinen Platz eingenommen. Nut einzelne Theile sind noch anzusetzen. In einigen Tagen wird man auf dem Portal nach dem Lustgarten mit der Aufstellung ber einen Quadriga beginnen. Ende Februar muß Alles so weit sein, baß überall die Gerüste entfernt werden können,- eß ist bann noch die DenkmalShalle zu säubern und die gesammte Anlage zur Enihüllungßfeier bereit zu halten. Auch baß 25 Meter hohe Gerüsthauß wirb abgebrochen und baß Rettetmonumknt von einem Velatium umgeben werben, baß von acht mächtigen Flaggmasten gehalten wird. Am 22. März wird das ganze Denkmal fertig fein. Erft später jedoch soll daß umfangreiche Plateau mit Mosaik geschmückt werden, daß nach den Entwürfen beß Architekten und Malerß Halmhubet außgeführt wird. Die gewählten Farben find Elfenbeinfarbe und schwarz. Daß reiche Mosaik erfordert einen Kostenaufwand von rund 90,000 Mk. * 76,390 Kubikmeter Schure — 36,200 Fuhren sind bis Ende Januar aus den Straßen Berlins abgefahren worden. Hiervon sind 7000 Cubikmeter — 3500 Fuhren in die Spree tesp. in den Landwehrcanal geworfen, während der Rest auf den für solche Fälle vorgesehenen Abladeplätzen aufgehäuft worden ist. Eine gleiche Schneemenge wie in diesem Jahre hatte die Stadt Berlin nur im Jahre 1887/88 zu bewältigen. Uebeitroffen wurde die Menge beß in biefem Jahre gefallenen Schnees burch bie Winter 1875/76 unb 1876/77. Trotzdem aber bürste in Berücksichtigung beß Umstandes, daß sich baß Gebiet ber Reichshauptstabt um etwa ein Drittel vergrößert hat, dieser Winter der theuerste für den Stadtsäckel werden. * Königsberg i. Pr., 10. Februar. In dem Kühlraume beß stäbtischen Schlachthauses entstaub heute früh ein größerer Brand, durch welchen Fleischvorräthe im Werthe von etwa 60,000 Mk. vernichtet wurden. • Wie fich Siner in Frankreich legitimirt hat. Man schreibt: Reisepässe und dergleichen Einrichtungen find oft dem normalen Staatsbürger hinderliche Belästigungen, noch mehr aber Allen aus der etwas minder normalen Gesellschaft der Vaganten, die stets für die ausgedehnteste Freizügigkeit schwärmen und zwar nicht bloS mit Worten. Fehlt dem „armen Reisenden" aber ein solches Papier, so hat ihn gar bald die heilige Hermandad beim Wickel, und eS gibt einen unliebsamen Aufenthalt. Ein findiger moderner Reisläufer auß der Schweiz, der jedenfalls von der Stärke der Franzosen in der Kenntniß der deutschen Sprache schon gehört hatte, hat nun Frankreich mit einer sehr lustigen Legitimation, nämlich einem aargauischen Viehgesundheitsschein bereift. Als er neulich in das Städtchen Zurzach im Aargau eingebracht wurde, fand man den Schein bei ihm vor, der über und über mit den DifaS französischer Polizeibehörden bedeckt war, denen das Schriftstück ganz gewaltig imponirt zu haben scheint. Ein Biehgesundheitsschein als Reisepaß zu Ende beß 19. Jahrhunderts dürfte vielleicht trotz Rabbi Ben Akiba doch noch nicht dagewesen fein. Universität- - Nachrichten. Straßburg, 10. Februar. Das Programm der Festlich- feiten, welche von studentischer Sette zur Feier des 25jährigen Jubiläums der Unioersttät Straßburg veranstaltet werden, ist folaendes: Freitag den 30. April, Mittags: Empfang der ehemaligen © ubtrenben der Straßburger Hochschule und der Vertretungen der Studentenschaften der deutschen Universitäten. Abends 8 Uhr: Fackelzug. Samstag ben 1. Mai, Abends 8 Uhr: Festcommers in der Hauptrestauratton. Sonntag den 2 Mai. Vormittag« 11*, Uhr: Frühschoppen im Tivoli. Mittags 2 Uhr: Festessen in der Hauptrestauration. Montag den 3. Mai: Ausflug in die Vogesen. Alle ehemaligen Studirenden der Straßburger Univeisiiät, welche an der Feier thetlnehmen wollen und ihre Betheiltgung noch nicht angrzeigt haben, werden höflichst ersucht, ihre Adresse zu senden an den Festausschuß der Studentenschaft und der ehemaligen Studirenden der Kaiser-Wilhelms-Universität Straßburg. £tteratur tmO — Mit der Veröffentlichung der hochinteressanten SRemoifftt Friedrich Hases fährt die „Moderne Kunsts (Verlag von Rich. Bong, Berlin W.) in ihrem soeben erschienenen Heft 11 fort. Je weiter bie Memoiren vorrücken, um so fesselnder werden fie. Von entzückender Frische ist die Schilderung eines vor kurzer Zeit erfolgten Zusammentreffens mit Adolf Menzel, dem gefeierten Maler. Eine Fülle des BemerkenSwerthen enthalten auch die folgenden Ausführungen, in denen Briefe von Alexander v. Humboldt und Ludwig Tieck mitgetheilt werden unb in denen auch König Friedrich Wil- helm IV. eine Rolle spielt. Dann müßen noch eine Reihe anderer trefflicher Artikel, die gleichfalls mit ausgezeichneten Illustrationen versehen sind, hervorgehoben werden. Hans Nagel von Brawe schildert unter feem Titel: „Die Proletarier des Waldes" in kun- , digster und frischester Weise die Jagd auf wilde Kaninchen, Freiherr v. Dincklage fährt in seinen „Moment-Bildern von der Marine" in der meisterlichen Schilderung unseres Flottenlebens fort, Georg Buß bricht in geistvollen und sehr berechtigten Darlegungen eine Lanze für die schärfere Berücksichtigung des Aestbetischen im Sport, Hans Kraemer berichtet über Wildenbruchs „Kaiser Heinrich im Berliner Theater", Ernst Otto Nodnaqel über den Musiker August Bungert, dessen Oper „Odysseus Heimkehr" kürzlich mit so sensationellem Erfolge in Dresden zur Ausführung gelangt ist. Der treffliche Roman „Faiful" von Anton Frhr. v. Perfall und ein prickelndes Zick-Zack, das wundervoll illustrirt ist und das Neueste aus dem High life bringt, schließen sich an. Carmen Sylva, die Königin von Rumänien, hat ein schwungvolles und gedankenreiches Gedicht gespendet, zu dem die Musik von H. V. Schumacher herrührt. An künstlerischen Gaben ist wieder das Vollkommenste geboten worden. Die drei Kunftbellagen „Duftender Flieder" von Markham Skipworth, „Donna Olympia Pansilts Rache" von G. de SanctiS und „Abendgebet" von Fr. Zmurkt sind Meisterwerke ersten Ranges. Nir bat die Holzschneidekunst Schöneres heroorgebracht. Daß das Heft 11 mit hinein erstaunlich reichhaltigen und trefflichen Inhalt nur 60 Pfennig kostet, sei noch ausdrücklich hervorgehoben. — Deutsche Geschichte. Nach den Forderungen der Gegenwart für Schule und Haus, bearbeitet von H. Weigand und A. Tecklenburg. 3. verbesserte Auflage. Preis cart. mit Leinenrücken 90 Pfg. Verlag von Karl Meyer (Gustav Prior) in Hannover. An Büchern, welche sich mit der Geschichte des deutschen Volkes beschäftigen, ist kein Mangel. Das vorliegende Merkchen aber hat den Vorzug, klipp und klar, kurz und bündig alles das zu bieten, was Jedermann aus der Geschichte unseres großen Vaterlandes wissen soll. Aber nicht nur die geschichtlichen Begebenheiten werden geschildert, sondern auch die kulturgeschichtlichen, politischen, kirchlichen und socialen Verhältnisse sind vortrefflich bearbeitet. Das Buch ist sowohl ein brauchbares Schulbuch wie ein werthvolleS Volksbuch. Der Inhalt der einzelnen Abschnitte ist reich und wohlgeordnet, die Kriege sind nicht ausführlich geschildert, ebensowenig die Geschichtszahlen, dagegen steht das sociale Element der Geschichte im Vordergründe, die Volkswirthschaftslehre ist angemessen berücksichtigt, desgleichen die Gcsetzeskunde. Die Heimaths- und Ortsgeschichte ist in dem Buche nicht berücksichtigt worden, dagegen ist dieser Stoff in einem besonderen Hefte als Anbang beigefügt unter dem Titel „ErgänzungSheft für das Großherzogthum Hessen", bearbeitet von Philipp Hartleb. Tendenz und Anordnung des Stoffes sind dem Hauptwerk entsprechend, der Preis (30 Pfg.) ein mäßiger. Die deutsche Geschichte wird fich ebensowohl viele Freunde erwerben, wie das Beiheft, gute Empfehlungen hervorragender Schul- und Staatsmänner, Vertreter der Wissenschaft ufw. geben ihm das Geleite. Schisisnachrichterr. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Earl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 11 Februar. (Per transatlantischen Telegraph. I Der Postdampfer Willehad, Capitän W. Kuhlmann, vom Nordd. Lloyo in Bremen, ist geftein 9 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen. kirchliche Anzeige« der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag den 14. Februar. Septuagestmae. 0W««* \i ft GedLchtuitzfsie- des 400 jLhrige« Geburtstags Philipp MelanchthouS. I« ber Stadtkirche. Vormittags 9'/» Uhr: Professor Stamm- Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dingeldeo. Die Kinderkirche fällt aus. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Grein- Die Versammlung der Confirmandenoereinigung der MatthSuS- gemeinbe in der Herberge muß Sonntag außfaUen. Donnerstag den 18. Februar, Abends 8 Uhr: Bibelstvude im Confirmandensaal (Neustadt 61) Pfarrer Schlosser. 2« der Aohauuesttrche. Vormittags 9>/, Uhr: Pfarrer Dr. Nauma nn. Gedächtnißfeier des 400 jährigen Geburtstags von Phllipp Melanchthon. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneS- gemeinbe. Pfarrer Dr Naumann. Abenbs 6 Uhr: siehe Stabtkirche- Montag, ben lb- Februar, Abenbs 8 Uhr: Bibelstunde im Confirmanbenfaal ber Jobanneskirche. Bergprebigt, Matth, v, Vers 15 u. s. w- Pfarrer Dingelbey Katdalische Gemeinde. Samstag, ben 13 Februar: Nachmittags um 4 Uhr unb Abenbs um 8 Uhr Gelegenheit zur hl Beichte; Sonntag ben 14. Februar. Septuagefima. Vormittags von 6'/» Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 6»/» Uhr erste hl. Messe; „ um 7Vi Uhr Austbeilung ber hl. Communion; „ um 8 Uhr zweit: hl. Messe; „ um 9«/r Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 51/» Uhr Christenlehre; barauf Anbacht. Abenbs um 8 Uhr in Lonys Saal: Versammlung beß Kirchenchors, wozu bie ganze Gemeinbe eingelaben ist. Ende IO Ehr. Anfang 71/] Uhr präcis. Abends 7 Uhr 1469 1442 Hunderte in Steins Saalöau 1397 theiligung bittet Der Vorstand 1465 1313 ©eee 686 L. v. Beethoven. op. 18 1458 Meldungen sofort an Marktplatz 18,111. miethen- 1394 Mainz erbeten. Z^Deutsche ReichSanl. 1887 Oesterr. Staatsbahn v. 1885 92.60 4 54.60 5 Jtal. staat-gar. Eisend. dlo. 4 Galdsortenr gesucht. 1395 Brief 1457 20.35 4.20 1 4.16 307. V» Lärmst. Bk-Actien 1452 Der Vorstand. 1464 Schirmfabrik Levi. 2. 3. zurück. 1460 3 3Vt 4 4 3 3 104.15 98.10 103 00 00.00 103.00 4 3 6 4 Frau Weidtmanv. Frau Laugler. Brief 16.21 20.39 Preutz. Consols Gr. Hessische Obl. Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt WormS unk. b. 1901 Vereins Ausführende: leid' «bendeourse» 158.00 | Oesterr. Eredtt-Selten Procent 4Ve Oesterr. Silberrente btti ®i Verein straße ' «vlag wird, n Veaatrv treibe' Dachdl »bleiten wiffeM wütr i ffigabld btdtlbtn Der IS. Mai 12 Uhr sodaß e- d ohne zu fli )untt)men. licht Vvcki dea Unter inrföl -n Hnm ftlttr der Vereins, H sitch 32, Wir % 1 Ung. Gold-Rente Portugiesen Mexicaner Monopol-Griechen von Eisend. Rentenb. Obl. BuderuS Obl. ^LZunizseLW^ KäigLHd. BozmJtalii^Hanhrj Alleinverkauf für Glessen bei J. Ein junges Bürschchen für leichte Arbeit sofort gesucht. Nur Mitglieder haben Zutritt. Um zahlreiche Be- Der Vorstand. vlch (irttn 5 bt 1400] Für einen älteren, olleinstehen den Herrn wird tn einfach bürgerlicher Familie Pension und Pflege für ersten März gesucht. Angebote unter G. B. an die Exoedttton d Bl. rsteilei^ngebote™^ Ein größeres Fabrikgefchäft sucht per März event. per sofort für dauernde Stellung einen tüchtigen, fleißigen und strebsamen jüngeren „Das Wiener Damen-Streichquartett“ der Damen Marie Soldat-Roeger, Elly Finger- Baileti, Natalie Lechner - Bauer, Lucy kS t tit nad) $ die flatnra mnittelten 1289) In bürgerlicher Familie kann ein Herr oder zwei Schüler -nie, voll« Pension erhalten. Offerten unter E. IO an die Expedition d. Bl erbeten-_________ 20 Franken-St. Engl. Sovereign- Dollars tn Gold 568] Möbltrtetz Zimmer zu vermiethen. P. GrSningrr Steinstratze 69. 14ba] Ein möblirirs Zimmer mit oder ohne Pension zu vermiethen. Gründergerflraße 15. 534] Ein möblirteS Zimmer per sofort -u vermiethen «ahuhofstraße SV, IL TüchtlSer Unteruehmkl sür Feldbrandsteine gesucht, wenn gewillt für zwei Plätze. 1403] Ein in Küche und HauSarbeA tüchtige« Mädchen wird für den 1. AprA oder früher zu mietben gesucht- Näheres tn der Expedition d. Blattes. 1238] Anständiges Mädchen für mit nach AuSwärtS gesucht. Bahnhofstraße 27, L Ein alteS, gut eiugesührtes Werk sucht zum Vertriebe seiner Fabrikate, speciell Wellblechbauten, Eiseuconstructioneu und Rollladen geeignete Vertreter. Reflectanten, die hauptsächlich in Baukreisen bekannt sein müffen, belieben ihre Offerten unter M. 3916 an Rudolf Mosse, Frank- furt a. M., einzureichen. 1455 Giessener Concertverein. Viertes Concert Sonntag, 14. Februar 1897, Abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschafts- Iriedrich Mietzsche und seine Verleumder. Vortrag des Herrn Dr. Georg Biedenkapp im Saate des Lass Köet am Samstag, den 13. Februar, Section Giessen des Deutsch, n. Vestcrreich. Alpeooerellls. Sonntag, 14.Februar: WonatsansAg Grüningen —Münzenberg—Arnsburg—Lich Di t jurtai »»chnill! bei dick u. warm wie Pelz, bunfelbtuun, 150x180 v-U. ständige «ro|;r, ringsum benäht mit breiter Bordüre , versehen •et» 81.01 170 20 4.1b1', Bismarck- Pferlelecketi, ■ nur M. 3,95, Porto extra. Männtr-Turnverein. Samstag, 13. Februar, Abends 8 Uhr Theater-Verein. Montag, den 15. Februar, im Festsaal (Leib’scher Saal) 7 Gastspiel des Residenztheaters in Wiesbaden. Das letzte Wort. Theaterstück in 4 Acten von Franz von Schönthan. <%ür ein größere« 3» inufdctnt» (I waare« Geschäft wird eine tüchtige Verkäuferin christlicher Confeiston gesucht. Offerten nebst Photographie und GehaNSansprüch« unter A. S84SS an I>. Fren« tu Zum Gambrinus. Heute Tamstag, den 13. Februar: | Mehelsuppe. Morgens von 9 Uhr ab: WellSeW mit Krant. A. Albold. - —r Theaterzettel 10 Pfennig. .■ Rillata in der Moeikalienhandlnnr Ernst Challier (Budolph'e N»obf.)t -Dltlüb# 80wie an der Abendkasse: Erstes Parquet Mk. 3.50; Zweit» Parquet und Balkon erste Reihe Mk. 2.X5; — Studenten* karten Mk. 1.—. Gallerie Mk. 1.—. Für Mitglieder nur im Vorverkauf (bei weiterem Bedarf): Erstes Parquet Mk. 3.—, Zweites Parquet Mk. 2.—. 1428 Nach Schluss des Theaters Omnibusverbindung nach verschiedenen Rlchteogea Geld 16.17 Franz. Banknoten Herbert-Lampbell. Programm: Streichquartett Es-dur (Nr.36 d. Peters’sehen Ausgabe) . . . . J. Haydn. Streichquartett D-moll L. CherubinL Streichquartett B-dur, Oesterr. dto. Americ. Friedberger 1468 Pferdemarkt Loose 4 IRC. 1— (Zirbung den 4. März d I) bei Buchacker, Neuen Bäue 11. Akademische Vorträge Mittwoch den 17» d. Mts., pünktlich 8 Uhr Abends: Privntdmnt Dr. Dieterich: Canofsa. Eintrittskarten find in der Ferber'scheu und Ricker'scheu Buchhandlung, Studentenkarten beim Uni versitäts»Haus meister zu haben 1396 JVermischteAnzeigeiiL ^ie Beleidigung gegen Herrn Dach. deckermeister Carl^ wegen dem eoursirenden Gerücht nehmen unwahr Technikum -Ilmenau Höhere u. mittlere Fachschule für: Elektro- und Maschlnen-Ingenieure; Elektro- u. Moachlnen-Techniker und -Werkmeister Direktor Jentzen. ^9 Weinhandlang ••• Ferdinand Schott. • Wein- und Frühstücks-Stuben Giessen, , Bahnhofstr. 23. Ecke der Löwengasse. Vorzügliche 93r Weine. Steins Garten. Freitag, den 12. Februar, Abends 8'/r Uhr, im großen Saat: Heffentticher Wortrag mit Diskussion über: isei Der nationale Sozialismus. Referent: Pfarrer Aaumauu aus Krankfurt a. W. Eintrittekarten für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.60) sind in der Musikalienhandlung von Herrn Erost Challier (Rudolphs Nachfolger), und Abends an der Kasse, für Studirende nur im Vorverkauf, auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben. Kur mit Billets ist der Ein tritt gestattet. „Sporr-iüoppcl-prdit, extra grost u. fditocr, ca. 165x 206 flOlbQtlb ober erbSaelb nur Mk. 5,95. $trf. gtfl. Nochn. ob. Borhers. be8 Beir. «echubkH»«o.BerUn8W.,Btulhftr-17 MD jluf SBunid) Referenzen nnb zur HO» Sicher!; n Äefallenb, Kauspr retour Liederkranz. Sonntag den 14 d. Mts., Abends 8 Uhr: Aamilien-Abend im Hotel Einhorn yieboction: Ä. Schevda. — Druck und Berlag der Brübl'schev NniversitätS Buch- und ©teinbrudern (Pietsch & Cchetzda) in VieHen. 3>ie heutige Kummer umfaßt 6 Setten r^mpfehhinger^^l ML Mlachthaus. Freibank. 1402 Heute uud morgen: Ochsenfletsch nicht ladenrein, pr. Psd. 50 Pfg. r>chweineff6ilch nicht ladenrein, pr. Psd. 50 Pslt Nachbestellungen von Vehördeu - Vereinen --NittergutSbesitzeru Brauereien — Landwirttzeo re-, beweisen wie groHRartig und auRRerordentllch bllÜK nn> Irrt Decken finb. Um jeboch unser über- au» grobe« Lager, welches infolge bemühen WinlerS sich sehr grob -mgc- Wassersucht, MagenleidEn,] - Ac*hmo lat heilbar. Reih qraiis! co Abinmd durch F. Nardenkötter.' ° Sudmühle, Westfalen (ärill. gel üeiln» 3®»(r "ltiihto ? H h i J Si * to'tn nur M worin •rte Scstk-kt für Lichl ftt ‘Ntn un61( S», st.?“ JT1”! »lit I sÄt htm branchki, r n «mni Neuester Ernte a Mk. 2,50, 3,—, 3 60, 4,—. 6— pr. 7g Kilo vorxuglichwter Qualität. 31. Schulhot. 660 Herborner Herdfabrik Herboru (Hessen-Nassau). 14bz] ©in ordentlicher, braver Iuuge kann in die Lehre treten bei Wilh. Gvler, Schuhmachermeister, Dammstraße 5. | Mieth-Gesuche. | 1422] Eine Wohnung von 6 biS 7 Zimmern nebst »arte«, event HauS zum Alleinbew., im Norden der Stadt, per Ende April zu mtethen gesucht- Off. ■ub. P. S. an die Exped. b. Bl- 145u। Zwei ruhige Leute suchen eine Wohnung. N2be deS Bahnhofs bevor, lugt, Off u. W. B. an die Exped. b. Bl. 1451] Zum 1. April Wohnung von 3—4 Zimmern von ruhiger Familie ge» sacht. Offert, mit Anaabe deS Preises und Lage erb- uni- G. 201 an Haaseu- flei« ch Vogler, U. G., Lasset.____ 1449| Ein älterer Herr sucht zum 1. März auf 4—6 Wochen ein gut mSv- litte» Zimmer mit oder ohne Cabinet in kinderloser Familie und ruhiger Lage Gest Offerten mit Preisangabe unter Nr. 1449 an die Expedition d Bl. 1345] Der mittlere Stock, 4—5 Zimmer nebst ZubehSr, zum 15. Mat zu vermiethen- ___H. Tiüblid), Dammstraße 24. 37] OSwaldSgarten 79, erste Etage, 5 Zimmer und Zubehör, in Folge Versetzung deS Herrn Ingenieur Lutz, per 1. April zu vermiethen- Pet. Leppta. 337] Zwei möbltrte Zimmer zu ver» STÄTo to?r Omnibns-Verbindung E-> Linie A Marburgerftraße—Bauhof und zurück. Linie B Grünbergerstraße- Bahnhof und zurück. Linie D Bon und nach Wieseck nach befonberem Fahrplan-___________ „ 86.99 103.90 24.11 94.71 29 60 101.50 104.00 101.00 101.00 101.00 102 50 Gg. Weiss III., «roßkn-ziidkii. Lebensstellung. Eine Lebensoersicherungs - Actien- Gesellschaft sucht für ihre Volksversicherung gegen feste« Gehalt «nd Provision geeignete Vertreter, welche sich ausschließlich dieser Vertretung widmen können. Offerten u. H. 8. S2S an Rudolf Mofse, Frankfurt a. M. erb. 1425 3«/, Frankstr. Hyp. Bk. unk. b. 1906 101.00 3«/s Hambrgr. Hyp. Bk. unk. b. 1905 3*/> Frks.Hyp.Cred.B. unk.b. 1906 100.80 3»/, Vreutz Hyp.A.Bk.unk.b.1905 unk. b. 1905 103.80 3'/» Pomm.Hyp.» Bk. unk. b. 1906 3en- 2c. 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