Nr^2S2 Erstes Blatt Sonntag den 12. December 1897 Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, eti Ausnahme bei Montags. Wie Gießener VlNMittenßkStter Mven dem Anzeiger »Hchenllich dreimal deigelegt. Gießener Anzeig er Kemral-Mnzeiger. Vierteljähriger Abonnement»,ret» > 2 Mark 20 Psg. mti vringerlohn. Durch die Post bezöge, 2 Mark 50 Vs, ffiebaction, krpeditt»» unb Druckerei: Achntstrsße Mr.r Fernsprecher 5L Anrts- und Anzeigeblutt füv den Rveis Gieszen. MMS— > ...... ■■ h । I । .t)|. .i ..... ... -------- - ■ '■ ■■ ' ' ■'-* Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für d« j Tz»a*• QrAlle Annoncen-Vureaux des In- unb Auslandes nehmen He«*b« Lag ^scheinenbe» Vhnnmn bis Corrn. 10 Uhr. | HrllNS0Nl(lgt. yltgClttT AttMllleNoMtler. Anzeigen für ben .Gießener Anzeiger- entgegen. SSSVSSM—MM——■—MM—X————■Mg—!—1gg"4— Deutschem Netchstug. Sitzung vom Freitag deu 10. December 1897. Am BundeSrathsttfche: Graf PosadowSky. Das Haus ist ungemein schwach besucht cet Beginn der Be- rathung. Tagesordnung: Fortsetzung der Besprechung der Interpellation Bafsermann- Abg. Barth (frs. Vg.) bemerkt, die Verträge, die die Bremen- Mannheimer Gesellschaft abgeschlossen, Hilten große Aehnltchkeit mit den Machenschaften der Kohlen- und anderer derartigen Synditaten. Die Cartelle seien eine Folge deS gesammien protection'stischen Systems und dienten, ebenso wie das ganze System, den Producenten dazu, die Consumenten auszubeuten. Gerade die früheren Concurrenten in Mannheim und Bremen hätten die Contracte ausgeheckt, die jetzt so döseS Blut machten. Redner empfiehlt umfangreichere Verwendung des Spiritus zu Brennzwlcken, und zwar nicht nur vom agrarischen, fondern auch vom Standpunkt der Confumenten. Abg. Heyl v. HerrnSheim (nl.) empfirhlt Dtfferenzirung des Zolles, aus Rohöl einen niedrigeren Zoll als auf rasfintrteS Oel- CS sei durchaus an der Zett, den Anmaßungen der Vereinigten Staaten mit derjenigen Energie entaegenzutreten, welche das Reich neuerdings in verschiedenen anderen Richtungen bethättgt habe. (Lebhafte Bravorufe rechts.) Sbg. Spahn (Cemr.) führt auS, eS liege gegenüber der Mannheim-Bremer Grfellfchaft gar kein Grund zu so großen Befürchtungen vor. Der Petroleumpreis fei ja auch bis in bte Gegenwart hinein niedergehatten worden. Redn-r rezieht fich hierbei besonders auf eine neuliche Darstellung der Sachlage in der »Nordd. Allgem. Zeitung". Abg. Hahn (b. k. F.) kann diese optimistische Aussossung des Vorredners nicht thetlen. Der Artikel der „Nordd. Allg Zeitung" nehme übrigens in ausfälliger Weife für die amerikanische Gesellschaft Partei. Es feoe ganz auS, als ob die offic ösen Zeitungen in dieser Sache die Vertreter großer Jnteressentengruppen seien. Die Gesellschaft, die der Abg. Spahn für harmlos halte, sei im Gegensatz zu unserem weitauSschauenden, ktug-n Kohlensyvdtcat eine reine AuSbeutercompagnie, die den niedrigen Preis nur fo lange niedrig halte, bis es ihm gelungen sei, die Concurrenten zu beseitigen. Slaatssecretär Graf Pofadowsky fügt seinem gestern Gesagten noch hinzu, daß schon am 5. Octo er ein Ausnahmetarif für rufstscheS Oel von Alexandrowa nach preußischen Stationen eingeführt worden sei. Ferner werde in all.rnächster Zett der Wagentarif Nr. 3 für rasfinirtes Petroleum von russischen nach deutschen Stationen in Kraft treten. Eine weitere Begünstigung des schweren russischen OelS werde insofern erso!a»n, als künftig die Mischungen von amerikanischem und russischem O-l nach dem Volumen verzollt würden. Was die Fufionirung zwischen den russischen und amerikanischen Interessenten betnfft, so könne er (Redner) sagen, daß ihm im letzten Frühjahr von einer Persönlichkeit, die unbedingt unrer- r chtet sein müsse, versichert worden sei, daß eine Fusionirung nicht erfolgt sei. Abg. Fischbeck (frs. Vg.) bat den lebhaften Wunsch, daß es den süddeutschen Händlern gelingen möge, sich den Schlingen der Lrufigesellschast zu entziehen. Von einem Differenzialzoll kann Redner sich nichts versprechen. Abg. Schippel (Soz.) widerspricht lebhaft dem agrarischen Gedanken, behufs Steigerung des Spirttusverbrauchs den Petroleumzoll i och maßlos zu erhöhen. Die Agrarier wollten also den Gewinn, den sie den Petroleumproducenten nicht gönnten, in ihre eigene Lasche lenken. (Beifall linke.) Nachdem noch die Adg. Hahn (b. k. F.) und Barth (frs. Vg.) zur Materie gesprochen, wird die Debatte über die Interpellation beendet. Es folgt die erste Lesung deS Etats. Slaatssecretär v. Thiel- mann gibt einen kurzen Uederblick über die Finanzergebnisse pro 1896. Ihm als Staalssecreiär sei es begreiflicher Weife sehr erwünscht, wenn von d-n rrchnungsmäßigin Ueberschüffen über den Etat nicht nur ein Theil, sondern datz Ganze zur Schuldentilgung Verwendung finden könne. Was das laufende Jahr 1897 anlange, so sei an Mehreinnahmen für das Reich über den Etat zu rechnen bei Zuckeisteuer 4 Vs Millionen, Salz 1'/,, Brausteuer 2, Wechselstempel 1, Postverwaltung 4, Eisenbahnen 2, insgesammt etwa 16 Millionen. Im Ganzen sei für die Retchskasse ein Ueberschutz von 20 Millionen zu erwarten. Was die UeberweisungSsteuern anlange, so würden Zölle und Tabaksteuer ein Plus von etwa 70 M Nonen, Branntwein 3 Millionen, dagegen der Stempel auf Weribpaviere ein Minus von 4 Millionen, inSgesammt ein PluS von 69 M'll, also insgesammt 473 Mill, an Ueberwetsungen ergeben. Auf das Zuckersteuergesetz näher eingehend, betont Redner, daß dasselbe nicht das gehalten habe, was man sich davon versprochen habe. Die Klagen darüber seien zum Theil berechtigt. Die Verhandlungen über Aushebung der Ausfuhrprämien seien wieder ausgenommen. Von der Aufhebung derselben und Herabsetzung der Steuer verspreche man fich eine Steigerung des VerMauchs im Jnlande. Redner geht des Weiteren auf den Etat für 1898 ein, wobei er die niedrige Dottrung der Renumeralions- und Unterstützungsfonds infolge der Gehaltserhöhungen bei ben höheren und mittleren Beamten betont. Wenn früher zuweilen über Zollcuriosa geklagt worden sei, dann wolle er dem Hause mittbeilen, daß zwischen den verbündeten Regierungen eine Einigung angebahnt werde, wodurch ein großer Theil solcher Zollbeschwerden aus der Welt werde geschafft werden. Die Vereinbarung sei noch nicht perfect, werde eS aber bald werden. Redner bittet schließlich um wohlwollende Kritik für dm Etat. Das Haus vertagt sich auf morgen 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der ersten Lesung des Stals. Schluß 4V< Uhr. RemesstH NisHstzstzssV«. WolffS telegraphische» Correspondmz-B««». Berit», 10. December. Dem Reichstage find folgende Anträge Liebermann und Genoffen zugegaogen: 1) Antrag auf Einführung dir Reichstagswahlpflicht- 2) Antrag, betr, da» Betäuben der Schtachtthiere- 3) Antrag auf staatliche P üfuvg der BerficherungSbedingungeu aller privaten Ber- ficherungSgefkllschafien, und 4) ein Antrag gegen die Einwanderung ausländischer Juden. Berlin, 10. Decrmber. Der „Rordd Allgem. 8*9-* zu- folge wurde der aus Urlaub hier weilende Generalconful für Japan, Dr, Gchmtdt-.Leda, dem UuterstaatSsecretär Freiherr» v. Richthofen zur Uoterstützung bet der Fortführung der Geschäfte der Lolouialabtheilung bi» auf Weitere» zu- ertheilt. verli», 10 December. Da» Magevleiden, woran der Abgeordnete Lieber seit Längerem erkrankt ist, trat in der Nacht zum Donnerstag so acut auf, daß Lieber bettlägerig wurde. Er befindet fich aber bereit» auf dem Wege der Beffervng. Berit», 10. December. Den Abendblättern zufolge findet Montag Abend beim Admiral Köster ein größeres Diner statt, wozu der Kaiser erwartet wird. Ferner find ein« geladen: Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe, die StaatSseere- täre, die Minister v. M'quel und v. Göhler. Berli», 10. December. Die „K>euz-Ztg." meldet: Gestern Borm tmg ist hier an Jvfluevza und Luvgeneotzünduvg im 82. Lebensjahre der General der Infanterie, Chef de» 1. Pommerschen Feld-Artillerie-Regimem» Nr. 2, HanS v. Bülow, gestorben. BreRau, 10. December. Wie die „Breslauer Zeitung" erfährt, find die Ausnahme-Tarife für die nieder- und oberfchlefifchen Steinkohlen nach Ostpreußen, Wchpreußen und Hinterpommern im Jntereffe einer wi,k>amen Begegnung der englischen Concurreuz widerruflich genehmigt worden und werden alsbald gleichzeitig in Geltung gefetzt. Shristiania, 10. Decrmber. Das deutsche Geschwader unter dem Commando des BiceadmtralS Thomsen traf heute Nachmittag um 3 Uhr hier etu.s Depesche» de» Bure«» »Herold." Berit», 10. December. Die Budget-Commtsstou deS Reichstages wird in die Berathung der Moriue- vorlage vor Weihnachten oder Neujahr nicht mehr eintrrten. Berli», 10. December. Bon Abgeordneten verschiedener Parteien ist im Reichstage ein Heimstätten-Gefetz- entwurf etngegangen. Berli», 10. D-cember. Wie der „Local-Anzeiger" berichtet, ist wegen Erkrankung der Prinzessin Vic- torta, der einzigen Tochter des KatserpaareS, die für heute Abend angesetzte Hoffestlichkett, bet welcher „Meister Andreae" vom Ensemble deS Schauspielhauses gegeben werden sollte, bis aus Weiteres verschoben worden. Berli», 10 D>cember. In verschiedenen deutschen Städten haben Haussuchungen bei Anarchisten stattgefunden. In München beschlagnahmte die Polizei bei dem Anarchisten Josef Schweiger eine Anzahl anarchistischer Schriften; in Frankfurt a. M. wurde der Anarchist Jäckel auf Grund deS Ergebnisse» einer bei ihm vorgeuowweneu Haussuchung aus dem preußischen StaatSgeb'et auSgewiefen, und gegen den gleichfalls in Frankfurt wohnhaften Anarchisten Kanak hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Aufreizung zum Klaffenhaß erhoben. Die Strafthat soll in einem Artikel der beschlagnahmten Nummer des „Sozialist" enthalten sein. Wiesbaden, 10. December. Der Geschäftsführer-Ausschuß de» deutschen AerztevereinS Bundes beschloß, deu nächsten deutschen Aerztetag am 28. und 29. Juni u. I. in Wiesbaden abzuhalten. Köl», 10. December. In der Kreisstadt Schleiden au der Eifel wüthet, wie die „Köln. BolkSztg." meldet, seit heute Mittag ein großer Brand. Zehn Häuser, darunter die Poft, find abgebrannt. Starker W ud und Waffermaugel haben die Ausbreitung deS FeuerS begünstigt. Wie», 10. December. DaS Executivcomttö der Rechten berieth heute Vormittag eine noch heute zur Publication gelangende Kundgebung an bte Wähler. Diese» Schriftstück evthäit neben der neuerlichen Bedingung der Solidarität aller Gruppen der Rechten, auch eine Stelle, die dem Wunsche nach friedlichen Beziehungen zu den Parteien und nach baldigster Wiederherstellung der parlamentarischen Lage Ausdruck giebt. Gable»-, 10. December. Ju der gestrigen Stadtver- ordneteu-Sitzuog wurde beschloffeu, uuverweilt zur Wahl einer deutschen Stadt Böhmens zu schreiten, als Hauptstadt Deutsch.Böhmens, da es unbedingtuothwendig geworden sei, eine Zweitheilung Böhmens zu bewerkstelligen. Petersburg, 10. December. Die Ernennung des bis- herigeu Gesaudteo in viüffel, Fürst Urnssow zu» Botschafter in Pari» an Stelle deS zurkckgetreteue» Baron Mohrenheim wird amtlich bekannt gegeben. Loubo», 10. Decemter. „Daily L-romele" welket au» Athen, in der vorgestrigen Nacht fei ein Attentat auf den Sultan verübt worden. Zwei Soldaten der kaiserlichen Garde hätten versucht, deu Sultan zu ermorden. Man sagt, daß die Anstifter dieses Attentat» bekannt seien. Berit», 11. December. Die uatiovalliberale Fractioo des Reichstages will sich mit dem Ergebutß der Interpellation über die „Standard-Oil Compagny" nicht begnügen, sondern in noch zu formultreuden Anträgen die Frage weiter verfolgen. — Die Antisemiten wollen, wie verlautet, im Reichstage einen Antrag auf Ung'ltigkettS- erkläruug der Wahl in der Westpriegoitz einbrtngen. Bekanntlich hat die antisemitische P.'sie bittere Klagen Über cou- servative Wahlbeei» fluffungen geführt. Berlin. 11. December. Der Landes-Eisen bahn- rath hat in seiner gestrigen Stzung nach fiebenstüudiger Debatte den Antrag Kanitz unb Stumm auf abermalige Vertagung der Entscheidung Über E< Mäßigung der Erztarise in namentlicher Abstimmung mit 20 gegen 18 Stimmen ab- gelehnt. Darauf wurde die Ermäßigung mit Majorität an- genommen. Berli», 11. December. Der „Localanzeiger" meldet au» Paris: Wie jetzt bekannt wird, erhtelteu die frauzö- fischen Kriegsschiffe „Pascal" und „Jeändert" bei Be- kanntwerden des deutsch-chtnefifchen Covfliete» Ordre, fich zur Fattt nach deu chtuefischeu Gewäfferu bereit zu machen. Die Ordre ist bisher nicht widerrufen. Kiel, 11. December. Die städtische» Behörden haben beschloffen, deu nach China ausgehenden Truppeutheilen der hiefigen Garnison beim Abschied iu geeigneter Weise die Sympathie der Stadt auszudtückeu. Der Kaiser beabsichtigt, dem Plinzen Heinrich au Bord de» Admiralschiffe» bi» Rendsburg da» Geleit zu geben. Prag. 11. December. Beim Strafgericht wurden bisher insgesammt 348 Personen wegen Ausschreitungen iu der vorigen Woche ins Gefäogniß gebracht. Die Zahl der durch Säbelhiebe und Schußwaffen verwundeten wird auf 105 angegeben. Außerdem wurden 5 Polizisten, 2 Offiziere und 9 Soldaten durch Steivwürfe verletzt. G. Darmstadt, 11. December. Die Wahl de» Landtag»- abgeordneten Weidner (Bezirk Laubach Schotten) wurde gegen 7 Stimmen für ungiltlg erklärt. CoeaU* wnO prot>injUIU>o Gießen, deu 11. December *• Sitzung Großh. Handelskammer vom 3. December 1897. Anwesend bte Herren: Koch, Scheel, Balser, Gail, Hetchelhetm. Bor Eintritt in die Tagesordnung gab der Vorsitzendeseiner Freude über das Resultat der Ergänzungswahl für 1898 Ausdruck, durch welche der Kammer die bewährte Mitarbeit der Herren Heichelheim, Klingspor und Scheel auf eine weitere Reihe von Jahren gesichert fei. Im Namen der genannten Herren dankte hierauf Herr Commercienrath Heichelheim für die Worte der Anerkennung, mit welcher ihrer Thätigkeit gedacht sei und welche sie auch fernerhin nach Kräften in den Dienst der Kammer stellen würden. — Als erster Punkt der Tagesordnung kam zur Berathung ein Antrag der Handelskammer Br omberg, in welchem letztere den Reichskanzler ersucht, beim hohen Bundesrath und Reichstag die baldigste Aufhebung des Börsengesetzes vom 2 2. Juni 1896 veranlassen zu wollen und erbittet hierfür die diesseitige Unterstützung. Zur Prüfung dieser Frage war eine Commission, bestehend aus den Herren Heichelheim und Katz, ernannt worben. Dieselbe erstattet ihr Gutachten dahin gehend, daß die in ben ausführlichen Motiven des Bromberger Antrags überzeugend dargelegten Schädigungen sowohl der Handels- wie landwirthschaftlichen Interessen daS Vorgehen jener Kammer rechtfertigten und befürwortet Unterstützung ihres Antrags. Auf Grund der gemachten Beobachtungen über die Wirkungen des neuen Börsengesetzes ist die Kammer nicht im Zweifel, daß die Erwartungen, welche der Gesetzgeber an dessen Einführung knüpfte, bis jetzt sich nicht erfüllt haben. Dagegen ist infolge der Beengung und Feffelung auch des legitimen Handels eine Schädigung deS letzteren eingetreten, unter welcher die landwirthschaftlichen Jntereffen, namentlich im Norden, auf's Fühlbarste mit z» leiden haben. Die Kammer beschließt dem Antrag der Commission gemäß. — Ebenso soll das Vorgehen der Handelskammer Gotha, betreffend die gegenseitige Anerkennung der Deutschen unb Oesterreichisch en Beschlußstempel für Handfeuerwaffen im Jntereffe ber Deutschen Industrie, durch eine Eingabe an Gr. Ministerium des Innern, unterstützt werden. Zur Zeit werden die im Deutschen Reiche hergestellten, in unfertigem Zustande beschossenen Waffen bei , der Ausfuhr nach Oesterreich dort einer Ueberprobe unterworfen. Diese findet an der zum Verkauf fertig gestellten Waare statt, wodurch dieselbe häufig leidet und nicht selten namentlich durch unfachmännische Beschießung mit zu starkem Geschoß — unverkäuflich wird. Infolge dieses Umstandes leidet der Export nach Oesterreich sehr, weshalb eine größere Uebereinstimmung der einschlägigen Bestimmungen und die gegenseitige Anerkennung der Beschlußstempel anzustreben ist. — Die Handelskammer Mainz benachrichtigt die Hess. Kammern, daß auf die Tagesordnung deS am 16. l. Mts in Mainz stattfindenden Hessischen Handeskammertages als pos. 7 noch der Gegenstand: „Die Eintheilung des Großherzog- thums in Handelskammerbezirke" gestellt worden sei, für den fie das Referat übernommen habe. Die Kammer sieht zunächst davon ab, zur beregten Frage Stellung zu nehmen und beschließt, vorerst daS Resultat der Mainzer Verhandlungen abzuwarten. Als weiterer Delegirter zu dem Hcss. Handelskammertage wird HerrCommercienrath Heichelheim gewählt. — Hierauf erstattete Ser Vorsitzende Bericht über die Plenarversammlung des Bezirkseisen- bahnrathes Frankfurt a. M. vom 24. November d. I. In derselben gab zunächst Herr Oberregierungsrath S o m b a r t h ein Bild von der Zunahme des Personenverkehrs auf den Oberhessischen Bahnen, nach Einführung der 4. Wagenklasse. ES wurden gelöst: Mai-October 1896 in abgerundeter Zahl einfache Fahrkarten 204,000, Rückfahrkarten 185,000, Mai-October 1897, einfache Fahrkarten 545,000, Rückfahrkarten 116,000. Ueber das finanzielle Resultat lagen noch keine Zahlen vor. Weiter sind für den diesseitigen Bezirk folgende Anträge von Interesse, welche allgemeine Zustimmung und Annahme der Plenarversammlung fanden: 1. Antrag Macco-Siegen auf Einstellung von Schnellzugverbindungen und vermehrte Ausbildung der Personenbeförderung im Allgemeinen auf der Strecke Frankfurt — Gießen — Betzdorf — Hagen und dem Durchgangsverkehr nach dem Norden. 2. Antrag Koch in Gießen: Dec Bezirk s- Eisenhahnrath betracht et die Einführung eines neuen Schnellzugspaares auf der Strecke Frankfurt a.M. —Cassel o ls ei n dringendes, unaufschiebbares Verkehrsbedürfntß und ersucht den H errn Minister für ö ffentliche Arbeiten, die Einstellung mit Wirkung vom Sommer sahrplan 1898 ob ge- nehmigeu zu wollen. Letzter Antragsteller gab dem Bedauern über die seitherige ablehnende Haltung des Herrn Ministers Ausdruck, indem er zugleich der Königl. Direction Frankfurt a. M. Anerkennung dafür zollte, daß von sihr in wohlwollender Weife beide Zugverbindungen schon im Entwurf des Sommerfahrplanes 1897 vorgesehen gewesen seien. •• Potzpersoualnachrichtea. In seiner Dieustfttlle bestätigt ,st der Postkaisirer Regt» in WormS. Versetzt ffid: Der Poft^ccetär Weidner von Darmstadt nach Fltedberg (H'fl n); der Posisecretär Fuhr von Mainz nach $Boim6; der Postverwalter Scior von Fürth (Odenwald) nach Pfungstadt; der Postverwalter Storck von Wörrstadt nach Weisenau- der Ober-Poftasfistent Rtngenwald von Mainz nach Wörrstadt unter Ernennung zu Poftwalter; der Bostoerwaltrr Heinrichs von Weisenau nach Offenbach (Mato) unter Ernennung zum Oder-Poftasfist'nteu; der Poftassistent Büch ler von Offenhach (Main) nach Osthofen; der Postassi«ent Fischer von Friedberg (H sfen) nach G'ünberg (Heffen). Angestellt ist: al» Poftassistent der Postasstftent Neuudörfer in Worms. ♦* Vorträge. Im Januar und Anfang Februar 1898 wird Herr Prof. Dr. Sauer in der großen Aula der Universität fünf allgemein verständliche Borträge über „bie neueren Ausgrabungen auf griechischem Boden" halten, die darstellen sollen, tote da» Bild griechischer Kunst und Cultur, von der durch Schliemanns energische Initiative erschlossenen Urzeit bis zum Aufgehen nationalg'trchischen Wesen» tm römischen Weltreich, durch die von allen Tu tur- nationen roettrfernb gepflegte „Wissenschaft de» Spaten»" bereichert worden ist und tägl'ch weiter bereichert robb. Die Bknbäge werden wie bie „akad mischen" Abends 8 U r beginnen ; die Tage werden durch Inserat in diesem Blatte bekannt gemacht werden. Eine Liste, die Nähere» enthält, ist in Umlauf gesetzt. ** Katteutelegramme. Wie die „VolkSztg." hört, plant die Neichstelegraphenvsrwaltung die Einführung von sogenannten Kartentelegrammen, wodurch man ein beschleunigtes Bestellen der Telegramme veranlasien kann. Die Kartentelegramme sollen durchweg 50 Pfennig kosten und bi» zu 15 Worte enthalten dürfen. •• Wetterbericht. Die Wetterlage ist annähernd die gleiche geHtiben. Ueber Rußland erstreckt sich das barometrische Maximum fort und herrscht in seinem Bereich strenge Kälte. Das übrige Europa bedeckt niederer Druck, welcher heute zwei Depressionscentten an der norwegi'chm Küste und (über Italien und ber Adria besteht ein ausgedehnte» Theil- minimum fort) im Westen Irlands aufweift. — Voraussichtliche Witterung: Fortdauer des veränderlichen Witterungscharacters. Feeieosteiuau, 5. December. Bereit» feit längerer Zeit machten Fuhrleute, die, von Steinau kommend, nach eingebrochener Dunkelheit in Holzmühl anhielten, die unliebsame Wahrnehmung, daß ihnen die Wagen nach Eßbarem abvistlirt und letzteres auch theilweise mitgenommen wurde. Dieser Tage hielten nun hiesige Fuhrleute absichtlich an und zwei handfeste Burschen, die sich eigen» zu dem Zwecke von hier nach Holzmühl begaben, legten sich auf die Lauer. ES dauerte auch nicht lange, so war Jemand auf einem der Wagen und durchstöberte Säcke und Körbe. Da er auf diesem nicht» Brauchbare» fand, so machte er Anstalten, auf den andern zu steigen. In diesem Augenblicke packten ihn Vier Fäuste und beförderten den fich heftig Sträubenden in die WirthSstube, wo er mit lautem Halloh empfangen wurde. — Am vorigen SamStag Abend ging ein Schlittengespann von Hauswurz, da» einen Geschäftsreisenden Überfuhr, ging 10 Uhr von hier nach Weidenau ab. Gestern früh gegen 6 Uhr kam eS mit zerbrochenem Schlitten, maroden Pferden und durchnäßten Insassen wieder bei derselben Wirthschaft an. Der Fuhrmann war irre gekommen und die ganze Nacht gefahren, wobei daS Gefährt auch in einen Wassergraben gerathen war. Mainz, 10. December. Ja der Verhandlung gegen den Schreiner Conrad Mandel, der den Zuhälter und Liebhaber seiner Frau Carl Neidenbach ermordet haben sollte, verneinten die Geschworenen die drei gestellten Schuldfragen ans Mord, Todtschlag und Körperverletzung mit tödt- lichem Erfolge, worauf der Angeklagte sreigesprochen würbe. Schwurgericht. W. Gießen, 10. December 1897. Schluß in Sachen Riegelwann von Hopfgarten. Die den Geschworenen vorgelegte Schuldfrage wegen Versuch» de» Verbrechen» au» § 177 de» Strafgesetzbuchs wurde durch deren Wahrspruch, den der Oberamtmaun Hofmann von Hof-Gill als Obmann verkündete, verneint, worauf der Gerichtshof den Angeklagten Riegelmaun von Strafe und Kosten frei sprach und dessen Haftentlassung anorduete. W. Gießen, 11. December. Ein Nachspiel zum Wechselfälscherproceß Schütz-Ehltg und Cuverteu, welcher am 8. October d. I. vor der Strafkammer fich abgespielt hat, bildet die heutige Schwnr- gerichtSverhandluog. Beschuldigt wird der mehrfach, zuletzt mit zwei Jahren Gefängutß vorbestrafte 19 Jahre alte Tapezirer AngustHorz von Löoberg de» wissentlich falschen Eide». Staatsanwalt Koch vertritt die Anklage, Rechts- auwalt Dr. Fuhr ist al» Bertheidiger erschienen. Der Angeklagte ist geständig, tm UutersuchungSgefäuguiß, wo er als Calfacter beschäftigt war, den schriftlichen Verkehr zwischen Schütz und Cuverteu vermittelt, also Cassiber besorgt zu haben. In der Verhandlung vor der Strafkammer wurde der Angeklagte von Ehlig als Zeuge darüber genannt, daß zwischen seinen beiden damaligen Mitangeklagten schriftlicher Verkehr stattgesuoden und daß Horz diesen vermittelt habe, und hier hat dieser diese Thatsache unter Eid in Abrede gestellt. Horz ist geständig, einen Meineid vor der Strafkammer geschworen zu haben. E» habe fich darum gehandelt, den Cuverteu freizuschaffen, indem Schätz die ganze Schuld der Wechselaffaire damal» auf fich nehmen sollte und darüber haben sich Schütz und Cuverteu schriftlich verständigt. Der Angeklagte stellt die Angelegenheit so hin, als ob er von Schütz zu dem Meineid angestiftet wäre. Es lag, wie er erzählt, im Plane, au» dem Provtnztal-Arresthau» au»zu- brechen und ihn mtizunehmeu, hierbei sollte der Cuverteu, wevu er in Freiheit, von dort au» helfen. — Thatsächlich haben Ehlig und Schütz gemeinsam später Vorbereitungen im Arresthau» getroffen, um von dort auäzubrechen. Der Plan wurde jedoch vereitelt. — Der zu vier Jahren Zucht- Hau» oerunheilte Schütz betritt in SträfliugSkleideru den Saal; er wird unöereibet vernommen, da er verdächtig ist, an dem tu Rede stehenden Verbrechen bethetligt zu sein. Er bestättgt, wa» der Angeklagte bezüglich der von diesem besorgten Correspondeuz gestanden und erklärt, sein Geständutß vor der Strafkammer am 8. October fei, so wie er e» gemacht, wahr. Der freigesprochene Cuverteu habe ihn nur gebeten, die Wahrheit zu sagen, damit er, der doch unschuldig sei, nicht bestraft werde. Schütz stellt in Abrede, Horz an- gesonnen zu haben, einen Meineid zu leisten. Auf die Frage des Staatsanwalts, ob er, Schütz, denn in der Verhandlung am 8. October hätte zufeheu können, wie Horz mit ruhigem Blute falsch schwöre, entgegnet dieser, er habe ja gehört, daß eia Meineid geschworen wurde, aber er habe e» doch nicht hindern können. — Ludwig Ehlig, Ctvil Ingenieur au» Holland, betritt ebenfalls in ZachthauSkletdern den Saal. Er spricht sehr gewandt und stellt den Vorfall mit der Wechselfälschung so dar, als wenn er bei der Sache ganz unschuldig und der damals freigesprochene Cuverteu mit Schütz die allein Schuldigen seien. — Auf die Vernehmung weiterer drei Zeugen wird verzichtet. (Schluß folgt.) cm» freu ftaneooMimgiftmi tat etaH ei**. tlafattott. December: 3. Heinrich Joseph ©immer, Schneider dahier, mit Wilhelmine Katharine Seth Hierselbst. 4. Wilhelm Müller, Dice- felbroebcl dahier, mit Sophie Juliane Bühlmeyer zu Rockenberg. 4. Karl Weber, Gerber zu Nidda, mit Katharina Stein daselbst. 6. Peter Trescr. Former zu Arheilgen, mit Elisabethe Kühn daselbst. 6. Johann Edmund August Wolsgang Schecker, Schreiner dahier, mit Emma Köhler hterseldst. 7. Heinrich August Margols, Kaufmann zu Ciernowitz, mit Christine Earlö zu Gießen. 7 Ludwig Kaufmann, Taglöhner zu Merlau, und Christine Steuber daselbst. 7. Ludwig Rutofsky, Schlosser dahier, mit Anna Best zu Sayn. 9. Adolf Frtckel. Dachdecker zu Darmnadt, mit Mathilde Emig daselbst. 9. Johanne» Samer, Fabrikarbeiter zu Gelnhausen, mit Katharine Dietz daselbst. 9. Johann Philipp Wilhelm Schomber, Heizrr zu Frankfurt a. M-, mit Marte Therese Amalie Schufft dahier. 10. Georg Heinrich Lerch, Zahlmeister-ASptrant dahier, mit Elisabethe Schwarz zu Schlitz. December: 4. Johanne« Christian Funck, Backfteinmacher dahier, mit Margarethe Bechtold hterseldst. BeleinMi November: 29. Dem Telegraphenanwärter Friedrich Müller ein Sohn, Carl. 29. Dem Steinbrecher Friedrich Valentin ein Sohn, Friedrich Karl 30. Dem Maschinenführer Johann Pfeiffer eine Tochter, MargaretheElisabethe Barbara. December: 1. Dem Friseur Fran» Anton Klenker eine Tochter, Margarethe 2. Dem -Schuhmacher Johann Ludwig Appel eine Tochter. 2. Dem Taglöhner Johann Philipp Mandler Zwillinge, ein Sohn, Matthias, und eine Tochter, Brigitta. 3. Dem Arbeiter Jacob Mäurer ein Sohn. 5. Dem Architect Heinrich Kockerbeck eine Tochter, Maria Christiane. 5. Dem Maschinenmeister Adolf Peter Stoffel ein Sohn, Adolf Rudolf. 5. Dem Vicefeldwebel Johann Rühl Bombay eine Tochter. 7. Dem Schlosser Martin Spieser ein Sohn, Heinrich Friedrich Wilhelm. 9. Dem Kaufmann Adolf Ludwig ein Sohn, Bbetf Ludwig. •eHttom. December: 3 Elise Katharine L'vvert, geb. Hedderich 60 Jahre alt, Wittwe von Wegner Georg L ppei t !V. dah er 3 Konrad Koch, 70 Jahre alt, Rentner dahier. 5 Katharme Rühl. ged. F-o'ob, 45 Jahre alt, Wiitwe von Bäcker Wttdetm Rühl dadier. 5 Ka.oline Keller, 37 Jahre alt, Dienstmogd von W llmenrod K«ei» D fterburg. 7. Heinrich Krau«, 58 Jahre eit, Soengtermeister dahier. 8. Julie Bär, geb. Gottlieb, W'ttwe von Handelsmann Jodann Bär za Griedel. 9. Heinrich Kraute 56 Jahre alt, Ur t rrebmer dahier. 9. Philipp Ludwig Erbe, 45 Jahre alt, Bergmann pen Aulenhauien. Auszug aus den Kird>cnbüd>€rn Ver etaDt Siebe». Evaugelifche Gemeinte. SHtaoU. MarkuSgemeinde. Den 4. December. Johannes Christian Funk, Bocksteinmacher zu Gießen, und Margarethe Bechtold, Tochter VeS verstör denen Taglöhner« Georg Bechtold zu Gießen. •«lauft«. MatthäuSgemeinde. Den 5. December. Dem Schlosser F anz Rentmeister ein Soho, Heinrich Joseph Karl Fran», gebo.en den 12 November. Denselben. Dem Fuhrmann Heinrich LaunSbach ein voyn Fritz Christian, geboren den 14 September. Mattdäu«gemeinde Den 5. December. Amalie Schildköter, geb. Stauding», Wittwe deS verstorbenen Rendanten und Dtst'ictSeinnehmerS Ludwig Schildköter, 86 Jahre alt, starb den 2. Decemder. Den 9. December. Wilhelm Butt, Spar- und Leihkasfendtencr, verheirathet, 58 Jahre alt. starb den 6. December. Auswärtige aus den Kliniken. Dm 3. December. Luise Damm, gcd. Weitzel, Ehefrau de» Gendarm i. P. Heinrich Damm zu Rudlos, 48 Jahre alt, starb de» 3°. 9t^D^g<^eccmBer Proline Miller, Dienstmagd von Willmenrod, Kreis Westerburg, 37 Jahre alt, starb den 5. December. LukaSgemeinde. Dm 5. December. Konrad Koch, Rentner, Kirchmvorsteher ber LukaSgemeinde, 69 Jahre alt, starb den 3. December. Den 6. December. Elisabeth Katharine Lippert, fleh, ^ebberh», Wittwe de« WagnerS Georg Ludwig Lippert von Rainrod, 60 Jahre alt, starb den 3. December. Den 10. December. Heinrich Konrad KrauS, Spmgler, 08 Jayre alt, starb den 7. December. JobanneSgemeinde. a . Dm 4. December. Jean Schudt, Rmtner, 71 Jahre alt, star» bCn * Dm?el?en" Ida Wilhelmine Karoline Hü stell, geb. Stber, Wittwe deS Pfarrers Hermann Hüstell, 64 Jahre alt, starb de» 2 ^Dm 5. December. Katharine Flett, geb. Schäfer, 81 Jahre alt, starb den 2. December. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 10. December. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Trave, Copt. C Thalenborst, vom Norddeutsch« Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork enaefommen. Brodpreife vom 12. bis 26. December 1897. Der hiefigen BAtfcr« 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......29 Pfg. 2 Kg. (4 Md.) Tafelbrod..... 68 , 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot) ... 27 . 1 (2 „ ) „ bet Heinrich Plank 26 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot)......64 , 2 „ (4 N „ bei Heinrich Plank . 52 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot) ... 25 , 1 „ (2 „ ) „ bei Heinrich Plank 24 , 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot).....6" » 2 „ (4 „ ) „ bei Heinrich Plank . 48 , 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......75 e Der auswärtigen Bäcker. 1 »a. (2 Pfd.) We'ßbrod bei L. Steinmüller, Gr.,Lwden 23 , W. Weitzel von Lang GönS 25 , Wtlh. Fabel von Wtefeck 26 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Job. Kd. Be te o. Ktrch-GönS 46 , L. Steinmüller, Gr.-Lin dm 46 , W. W ttzel von Lang-GönS 60 „ W. Fabel von Wtefeck 52 , 2 Ka. (4 Pfd.) Schwarzbrod bet Joh. Kd. Belte v. Kirch-GönS 42 , 0 L Steinmaller, Gr.-Linden 44 , W. Steinmaller v. L.-Göntz, 44 w W. Weitzel von Lang-GönS 46 , G. Jacoby o. Altm-Bufeck 48 „ 3 Ka. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Ernst Cbrtst von Wtefeck 70 „ WÄ Fabel von Wtefeck 70 , G. Jacoby v. Altm-Bufeck 72 , Der Brodverfäufer. Dieselben Preise wie bei dm htefigm Bäckern. Gießen, den 11. December 1897. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Der Wahrheit die Ehre. Keia Sch-iidel. . ,^3 Dte Abl-r Pf ife „System Bergbau»" mir de» ri i . p Rauch «ud Gotter trenueude« Abg- ss n D. s / L & G. M. und dem diegsamea ttlnmininmfchlauch i-vf J k itr D. R.-P. ist eine wirttiche Gefundvr'l piette und V/fh VyT x in allen Rreifen sehr behebt. Goldene Medatll- Münster |vy 1896, Preislisten mit vielen Anelkennungeschre«bm versendm gratis und franco an J-terrnonn 6607 «ugen Rrumme »Eie., Adlerpfeifeafabrik, Gummersbach, Rhempr. P S . w w,®w f6 jon Wiests, ,n non em'®0“8 5°2 , Är«' ®t/2toben « . Mv. 2-:Ä d. SiienFu'^ f* ton ®e*f 1»»« ®Ä »f'eieS* ZT $sSä !*S8JÄ*Ö SS**. * v l-00 *<. z | ,32 $&■$& sr>Poipourri tneu) von Reckling. 12) Wellen» spiele, («alopp von Meyer Aufang >/zS Uhr. Entrse 30 Pfg. Str Bier im Glas. TB® 3** Sonntag den 12. December 1897 finden auf der „Schönen Aussicht“ Zwei Slch veranstaltet von dem Wohlthätigkeitsverein Contentia statt. 11245 Anfang 4 und 8 Ahr. — Antritt 20 ^fg. pro Person. Der Vorstand. flnfdiriiMer=ilrrln!i. Biere der Aelien-Brauerei Giessen in Giessen. Hierdurch erlaube ich mir die ganz ergebene Mittheilung zu machen, daß ich mit dem heutigen Tage ein Flaschenbier-Geschäft für Gießen und Umgegend eröffnet habe. Es werden von mir nur ausschließlich die mehrfach mit den höchsten Preisen ausgezeichneten Were der Actien-Arauerei Hießen in sauber gespülten Flaschen zum Versandt gebracht. Ich liefere die Biere in Gießen sowohl als auch nach außerhalb frei ins Haus und werde jede Bestellung sofort unter Berechnung der bissigsten Greife zur vollen Zufriedenheit der mich Beehrenden ausführen. Gießen, den 10. December 1897. Hochachtungsvoll Georg Lieh, Mchkndinhmwng, n27i Leihgellernerweg Mr. 24. Giessener Stadttheater Sonntag den 12. December 1897 r Muttersegen oder Die Perle von Savoyen. BolkSflück mit Gesang in 5 Acten von Friedrich, Mufik von GchLffer. Montag, de« 18. December 1897 t Bum »weilen Male! TRILBY SensattonS-Tchauspiel in 4 Acten von Potier. Schmücke Dein Heim! • I Alleinverkauf der DiaPhanie-GlaSbilder von Grimme & Hempel, A. G., Leipzig. 112ti5] Heute SamStag und morgen Sonntag Abend Hahnen- nnb Ganskegeln im neuen Schützenhof. Georg LaiLfer. Als besonders willkommene Weihnachtsgeschenke empfiehlt in größter Auswahl ttä" Bilder "£3 mit und ohne Rahmen von den billigsten Oeldruckeu bis zu den hochfeinsten Kunstblätter« in Photographieen, Stichen. Gravüren rc. 11127 I» bunten Gravüren und Photographieen liegen besonders schöne Neuheiten zur Wahl. Das Einrahmen von Bildern wird auf das Sorgfältigste besorgt, und hi te ich, Bestellungen hieraus möglichst frühzeitig zn machen. Otto Hochstätter, Kunst- und Rahmenhandlung, Bahnhofstraße 29. Ium bevorstehenden Weihnachtsfeste empfehle das Neueste in Ktas- u. H^orzellanwaaren Figuren, Luxus- und Japauartikel. 11288 Künstliche Blumen und Blattpflanzen Servirbretter in ollen Ausführungen. 3SF” Solinger Stahlwaaren **8 Magsffn für Hsus- und Küchengerslhe. Paffende Geschenke für Vereine in großer Auswahl. Moritz Semmler, UaUthorstraßr 15. Der Gesammtauflage der beuiiqen Numnier liegt ei« Prospect vom Verlag von Emil Roth in Gießen über Künzcl'Soldan: „Großherzogthum Hessen", bei 11244 1 GegrGndet 1866. 8tiacti»n: 8. Schetzd». — Druck nnt Berlaa brr r r ühllchkn UnivkriitätC-Buch. nr.b Strinbnitferei (Pietsch & EchevsM) in Gießen. m 8 ä Giessen Seltersweg-Plockstr. "Cigarrenspitzen and sonstige Herrenartikel Spazierstöcke eigener Fabrik Gmviranstalt Bürsten und Bürstengarnituren Toilette-Artikel Parfümerien Echtes CSlnisehes Wasser Die Heutige Zlummer umfaßt 18 Seite».