Sä u kW, ine 8195 XXXXXXX) „1* 3630 itn , DbL ins vor- Kranke. nltiWo> fttiw ali r 86,85 1O4.(,U 22.41 93.15 t Nee», «, 1.80 M. ), 1.60 M >hc 45. El. lieh. ien. — e i, (5000 Stü(f) 8208 seiofabrik 10150 110.60 - "-""K I. craße45.— XXXXXXX) ich, .b an, über- n Fabrikate. .97. *• m der jede “eine Kinder. UNGEN. t. Ml 310^7 !°Ä ihrunq »milch. 9 ihrunq »sig. ihruno äst’ ahrung :n' 'St schnell . <. 1906 10L- »jjHS 104.- 10L-; ök-^b'N M ** »o . e5 7 17016 ", 4.16'/' Nr. 2U Erstes Blatt Sonntag den 12. September Der £it(ener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener KamirienölLlter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelrgt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger Avonuementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schukstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Zlsnts- und Anzeigebl^tt für den Ureis Giefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» OlAHttftfiCrt Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« - folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. t-e ^UlHllIcniHUllCl. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" mtgeye. Amtlicher LtzeiL. Gefunden: 1 gold. Ring, 3 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Cape, 1 Umhängetuch, 1 gestrickter Kinderschuh, 1 Filzhut, 1 Säckchen mit alten Kleidern, 1 Markttasche, 1 Spazierstock, 1 Gummiball und 1 Peitsche. Zugelaufen: 1 schottischer Schäferhund. Gießen, den 11. September 1897. Großherzoglicher Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Politische Wochenschau. DaS Ausland hat in letzter Woche unsere Aufmerksam- feit im Allgemeinen wenig in Anspruch genommen. Im Orient stehen die Angelegenheiten noch immer auf dem alten Fleck. Den optimistischen Meldungen, daß der FriedenS- fchluß unmittelbar bevorsteht, braucht man keine große Bedeutung beizumessen, da derartige Nachrichten schon zu oft verbreitet waren, sich aber niemals bewahrheiteten. Griechen» land ist anscheinend vollständig geknickt und läßt Alles über sich ergehen, wie ja auch nicht anders zu erwarten war. ES «ntläßt nach und nach die Reserven, denkt also wahrscheinlich -ar nicht mehr an eine Fortsetzung deS Kampfes, ebensowenig wie eS der Controlle feiner Finanzen, soweit die Zahlung der Kriegsentschädigung in Frage kommt, einen ernstlichen Widerstand entgegensetzt. Bon dem indischen Aufstande verlautet nicht viel, die Engländer sitzen natürlich auf sehr hohem Pferde, obgleich sie Ursache hätten, sich einiger Besorguiß hinzugeben, vorläufig machen sie dem Emir von Afghanistan ihre Cornpli- wente, um ihn für sich günstig zu stimmen. Wie die Franzosen über die letzten Ausführungen der russischen Presse denken, läßt sich noch nicht beurtheilen, da die Pariser Blätter sich noch immer sehr reservirt verhalten. Ein großer Optimismus ist ja den Herren an der Seine eigen, deshalb werden sie vorläufig noch gar nicht für möglich halten, daß eS mit der russisch - französischen Allianz nur sehr windig auSfieht und sie von ihrem Ber- LÜndeten an der Newa nicht viel zu erwarten haben. Groß; Enttäuschung werden sie auch durch die Vorgänge in Homburg erfahren haben, da sie immer noch gehofft hatten, Italien dem Dreibund zu entfremden. In Oesterreich haben die Dinge noch keine Klärung erfahreu - vorläufig hat Graf Badeni immer noch Oberwasser. Hoffentlich tritt bald ein Rückschlag ein, damit die Deutschen wieder die Ueberzeugung gewinnen, daß fie den Ezechen uud den anderen Nationalitäten gleichberechtigte Unterthanen deS Kaisers Franz Josef find. Gehen wir in unserer Rundschau nunmehr zu Deutschland über, so war „Krieg 'm Frieden" die Losung dieser Tage. Nach den großen Paraden deS bayerischen Arrnee- corpS begannen die Kaisermanöoer, welche am Freitag ihr Ende erreichten. Man war versucht, sich in den Sommer deS Jahres 1866 zu versetzen, wenn gemeldet wurde: „Die Bayern haben diese oder jene Position verloren- oder „die Westarmee dringt siegreich vor" u. s. w. An der Seite deS Kaisers nahm sein Verbündeter, König Humbert von Italien, au den Manöver» Theil. Selbstverständlich hat der Besuch, welchen daS italienische KönigSPaar in Deutschland obstattete, die gebührende Würdigung der Presse deS In- und Auslandes gefunden und ist je nach der Parteistellung beurtheilt worden. Ziemlich einstimmig ist man aber d„ Ansicht, daß der Dreibund durch die Zusammenkunft der Selben Herrscher eine weitere Stärkung erfahren hat. Die in Homburg auSgetauschteu Toaste können übrigens als eine Mahnung nach Frankreich hin angesehen werden, sich durch die verkündete Allianz mit Rußland nicht zu Unvorsichtig- leiten hinreißen zu lassen- man möge sich in Pariser chauvinistischen Kreisen immer vor Augen halten, ouS welchen Gründen der Dreibund errichtet worden ist, und daß derselbe Bestimmungen enthält, welche eine einzelne Macht vor Urbergriffeu einer Vereinigung von Mächten schützen. Und ,och steht der Dreibund fest, noch sehen die drei Staaten ihr Heil in demselben, so daß an eine Auflösung vor der Hand nicht zu denken ist. Allgemein hatte man angenommen, daß während der Homburger Festtage eine Klärung in unserer innerpolitischen Situation eintreten werde. DaS war aber eine Täuschung. Freilich konnte vorauSgesehen werden, daß dem Kaiser kaum die Zeit bleiben werde, in Homburg eine so wichtige Entscheidung zu treffen; die Anwesenheit deS italienischen Königs- paareS sowie die Theilnahme an dem Manöver mußten die Zeit des Monarchen vollständig ab'orbiren. Die Krise besteht also weiter, wenn es auch neuerdings heißt, Fürst Hohenlohe habe sich bestimmen lassen, seinen Rücktritt zu vertagen. Der Schwierigkeiten, mit denen der Fürst zu kämpfen haben wird, sind zu viele, als daß er gesonnen sein könnte, die Bürde seines Amtes noch auf längere Zeit zu tragen, lieber den etwaigen Nachfolger und die in dieser Beziehung genannten Namen an dieser Stelle Betrachtungen anzustellen, erscheint überflüssig. Einen sehr breiten Raum in unserer TageSpresse haben die „Glossen" des Fürsten BiSmarck eingenommen über die Konservativen, und die letzteren haben die Keulenschläge deS Altreichskanzler« gewiß schwer empfunden. Was er da den Sprossen der Edelsten der Nation nachsagt, hat bisher kaum der rötheste Demokrat zu behaupten gewagt. Aber der Alte nimmt eben kein Blatt vor den Mund und schont selbst feine früheren Freunde nicht, die ihm doch so oft Weihrauch gestreut haben. DaS ist aber so der Lauf der Dinge: „Heute roth, morgen tobt". (xx) Deutscher Reich Darmstadt, 10. September. AuS Friebb erg wirb telegraphisch gemeldet: Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin fuhren heute früh mit Gefolge nach Ober-Wöllstadt, stiegen dort zu Pferde und ritten zu dem Manöver. Nach der Rückkehr von dem Manöver führt ein Sonderzug die Herrschasien heute Nachmittag nach Egelsbach. Von dort begeben sich Allerhöchstdieselben nach Jagdschloß WolfSgarten, wohin nunmehr die Großberzogltche Hofhaltung wieder verlegt wird. — Gestern Nachmittag empfingen Ihre Königlichen Hoheiten den Provinzialdtrector Freiherrn v. Gagern nebst Frau Gemahlin und Fräulein Tochter. Berlin, 10. September. Nach der im ReichS-Eisenbahn- amt aufgestellten Nachweisung der auf deurschen Eisen: bahnen — ausschließlich Bayerns — im Monat Juli d. I. vorgekomwenen Betriebsunfälle waren zu verzeichnen: Entgleisungen auf freier Bahn 10 in Stationen 26 Zusammenstöße auf freier Bahn 1 in Stationen 17 sonstige Betriebsunfälle _______173 zusammen 226 Die Betriebslänge betrug 39670 Kilomerer, an Zug- kilvmetern wurden geleistet 29 985964, sodaß je ein Unfall auf 176 Kilometer Betriebslänge oder auf 132681 Zugkilometer entfällt. Bei den Unfällen wurden: getödtet verletzt Reisende 9 33 Bahnbeamte und Bahnarbeiter;im Dienst 39 95 Poft-, Steuer-, Telegraphen-,Polizei Beamte rc. im Dienst — 6 fremde Personen, einschließlich der nicht im Dienst befindlichen Beamten und Arbeiter, aber ausschließlich der Selbstmörder 12 20 zusammen 60 154 Arr-laud. Wie«, 9. September. Officiell wird die Meldung des Fremdenblatts, daß der ReichSrath zum 22. September einberufen ist, bestätigt. Wolff« telegraphisch«« Corresponbenr-Burean. Berlin, 10. September. Das Militärwochenblatt meldet: Prinz Ludwig Ferdinand von Boyern ist zum Chef des 3. schlesischen Dragoner-Regiments Nr. 15 und Herzog Karl Theodor in Bayern zum Chef deS Dragoner-Regi- ments Manteuffel (5. Rheinisches) ernannt worden. Homburg v. b. H., 10. September. Vier Armee-CorpS der Ost-Armee überschritten die Difileen bei Friedberg, Karben und Vilbel und griffen die auf den Höhen von Ober- Erlenbach bei Homburg stehende Westabtheilung an. DaS linke Flügel-CorpS versuchte eine Umfassung des Feindes, wurde aber durch einen Vorstoß von Seiten der Westabtheilung wieder gegen Vilbel zurückgedrängt. Nun befahl Se. Majestät der Kaffer der Cavallerie, etnzugreffen. Die gesammten Cavallerie-Massen der Ost-Armee (zwei Divisionen) vollführten eine großartige Attacke gegen das Centrum der Westabtheilung. Die Schützenlinien, die Reserven und die Artillerie wurden durchbrochen. Der Feind mußte seine Stellung räumen, hinter der Cavallerie verfolgten zwei ArmeecorpS tambour battant die zurückgehenden Westtruppen. Auch der rechte Flügel des FeindeS mußte sich nun vo« Homburg zurückztehen. Die beiden ArmeecorpS auf de« rechten Flügel der Ostarmee verhinderten daS Entweichen des Feindes noch Norden zur Haupt Westarmee. Die Westabtheilung wurde infolgedessen gegen den Taunus geworfen. Ganz zum Schluß brachte ein nochmaliger Cavallerie-Angriff die letzten Abtheilungen deS Feindes, welche bei Ober-Erlenbach Stand zu halten versuchten, zum Weichen. Dem Manöver wohnten auch Ihre Majestäten die Kaiserin und die Königin von Italien, in einem Wagen fitzend, bei, ferner der König von Italien und König Albert von Sachsen zu Pferde, ebenso Prinz-Regent Luitpold von Bayern. Homburg, 10. September. Der König von Sachsen reiste Abends 8 Uhr hier ab. Köln, 10. September. Die letzttägigen andauernden Regenfälle im Flußgebiete des Rheines und der oberen Nebenflüsse desselben haben ein nicht unbeträchtliches Steigen des Wasserstandes veranlaßt. Der Rheinpegel steht heute früh 7 Uhr bei Köln 4.88 Meter, gegen gestern Abend 7 Uhr 34 Centimeter Zunahme. Von der Mosel nnd der Saar, welche vielfach Feldfrüchte uud Heu tragen, wird Hochwasser gemeldet. Heute herrscht kühles, trockenes Wetter, sodaß Hochwasser des Rheines nicht zu befürchten sein dürfte. Koblenz, 10. September. Der amtliche Hochwasser» Nachrichtendienst ist eingerichtet. Die Mosel hat bei Metz einen Wasserstau!) von 505, bei Trier mit 272 steigt sie. Der Rhein bei Cobleoz hat eine Höhe von 452 und steigt stündlich um Vt Centimeter. Wien, 10. September. Kaiser Franz Joseph ist heute Vormittag mit großem militärischen Gefolge zu den CorpSmanövern nach TotiS abgereist. Kaiser Wilhelm wird am Nachmittag deS 12. in TotiS eintreffen. An demselben Nachmittag werden zu einer späteren Zeit noch der besonders eingeladene Chef des russischen Generalstabs, General Obrutschew, und die Militärattaches eintreffen. Wien, 10. September. Die „N. Fr. Pr." meldet au« Olmütz: In der Hohenstädter Brauerei von Wilhelm Braß u. Co. fand heute früh eine große Kesselexplosion statt, bei der 11 Personen getödtet und viele verwundet wurden. Der Schaden ist beträchtlich. Totis, 10. September. Der Kaiser kam Nachmittags, empfangen von den Spitzen der CornitatSbehörden und einer großen Menschenmenge, hier an. Er antwortete auf die Begrüßung des ObergespauS mit dem Ausdruck de« Bedauern« über den Wasserschaden, den daS Comitat durch die lieber« schwemmuug erlitten hat, und sprach die Hoffnung au«, die Bevölkerung werde die Truppen gastfreundlich aufnehmen. Der Kaiser begab sich in daS Schloß des Grasen Franz ESzierhazy. Die Oberleitung der Manöver übernimmt, wie früher, nach den direkten Befehlen des Kaisers, Feld Zeug- meister Beck. Paris, 10. September. Der „Gaulois" veröffentlicht einen Brief des Fürsten MestscherSky, deS Herausgebers bei Petersburger Blattes „Grashdanin", worin erklärt wird, daß eine vertragslose Allianz für Frankreich und Rußland vortheilhafter sei, als eine verbriefte Allianz. Nur eine franco-rusfische Allianz ohne Vertrag könne Frankreich einmal zu einer Verständigung mit Deutschland bringen. London, 10. September. (Reuter.) AuS Johannesburg wird vom 8. d. M. gemeldet: In dem Dynamit- magaziu der South Goch Deep Level-Mine wurde durch eine Explosion eine große Verwüstung angerichtet. Man nimmt an, daß fünf Weiße und 25 Kaffem dabei um« Leben gekommen find. Newcastle (Colorado), 10. September. Ein Personenzug der Denver and Rio Grande-Eisenbahn stieß heute mit einem Diehzug zusammen. Mehrere Wagen des Personenzuges geriethen in Brand. Es wird befürchtet, daß 40 Personen ums Leben gekommen find. Petersburg. 10. September. Der „Regierungsbote" schreibt unter „Innere Nachrichten": In der Presse tauchen von Zeit zu Zeit Nachrichten über das Auftreten verschiedener Armenischer C omitsS tm Ottomanischen Reiche auf, denen die Absicht zugeschrieben wird, nach dem Beispiel deS vorigen Jahres zur Gewaltsamkeit und zur Aufreizung ihrer friedlichen StammeSgenoffen zu Unruhen überzugehen. Solche Nachrichten finden einige Bestätigung in den kürzlich vor» gekommenen bewaffneten Zusammenstößen zwischen Armeniern und Kurden an der türkisch persischen Grenze, sowie in Konstantinopel selbst, wo die Schuldigen vorzüglich Armenier sind. Unsere Regierung hat ihrerseits der armenischen Agitation ihre volle Teilnahmslosigkeit gezeigt, da dieselbe« keinen Nutzen bringen und die Lage nur verschlimmern würde. Man muß hoffen, daß der gesund denkende Theil der Ar menier durch die That das Beispiel eine- richtigen Verhaltens Die Die Be. * Stadttheater. Da» hiesige Stadttheater im CafL Leib wird, wie man uns aus dem Theaterbüreau mittheilt, gegen Ende dieses MouatS (wahrscheinlich am 28. er.) er« öffnet werden. Die Dtrectton Rrufe und Helm beginnt alsdann ihre zweite Saison hier in Gießen, für welche sie außer einigen accreditirten vorjährigen Mitgliedern eine ganze Reihe neuer Kräfte gewonnen hat. Die demnächst zur Ver- theilung gelangende Voranzeige nennt an Damen: Frl». »ürbig, viotti, Herväd, Natufius, BudowSka, Berger' Marlott- an Herren: Böhm, Janson, Doser, Liebscher, • Ei» Iheurer Fisch ist in der letzten Zeit zum Leidwesen unserer Hausfrauen der vielfach überhaupt nicht als »richtiger Fisch" anerkannte Hering geworden. Der Fang an der holländischen sowie der schottischen Küste ist bisher verhältnißmäßig sehr unbedeutend gewesen- nur in norwegischen Fettheringen genügen die Zufuhren dem Eonsum. Holländische Vollheringe find z. B. heute im EngroShandel zweieinhalbwal so theuer wie zur gleichen Zeit des vorigen Jahres. • • Bezeichnung für 100 Kilogramm. ES wird vom Groß- herzoglichen Ministerium zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach dem Beschluß des BundeSrathS vom 8. April l. I im amtlichen Verkehr, sowie bei dem Unterricht in den äffend ttchen Lehranstalten als Bezeichnung für 100 kg das Mott F°rs in z Dom 24. btt in Tagetordmwg nb btt Bewegung öettspiele zur $:• 2. Zliwtewelt stad tler an sporilichea Wdeu? 3. Sind ulen der Spiel- -er Bewegullgö' hung über eine Veredelung der le find zwei Bewettere Punkte ratter. W bii tag ben 26.6tp hhgtentkerS Pro« Utgrsunbhett und ^vrKruugen tm ibn W* n Altonaer 8olU' hrere vereine btt t Kreise btt und aoS anberen -en Masseaspielt" ,ur DarstellM- *« W« * iHl** fo* ‘nb 1 J" «** hs-‘ »‘«Tgp’i“'3' »»»’■ »Uff* Bi?S! I Dte »r^mbtr k»” *« &ÄJ L «'S L j&H 8hi'- SU »• 3™“« w bl, ” i“'« «»« 8ut. «»Wenbe, 111 «ratltaj^ |U »'Afrika- heraus, gastlichen Inhalt praeter und die b°b das Werkcheu sthlvarzeu grbtWi 8lr krfahren auch aoleo inunserni ttlasseneo Samen Srbethen soll und liwenbet, nach ben 1 Afrika nicht nur ■ augrwtnbrt, sich imvorttegruden WerkcheuS nm die der Rutacreu an- deS Keutagebteies KZd ;x* ^Doppelcentner" mit der Abkürzung „dz" in Anwendung zu bringen ist. ** 3“ Amerika verstorbene Hessen. In Lincoln, Jll.: Catharina Auer, geb. Boll., 53 I., auS Heppenheim. — In Mtllerport, Erie Co., N.-A-: Catharina Fink, auS dem Darmftädtischen. — In Phitad elphia, Pa.: Catha« rina Franz, geb. Jungblut, aus Alsfeld. — In Jronton bet Portsmouth, O.: Jacob Gölz, 60 I., aus Kreidach. ** Wetterbericht. Im Nordwesten des ErdtheilS ist heute das Barometer stark gestiegen und lagert über England der Kern eines Maximums von über 770 mm Inten« sität. Die gestern über Frankreich gelegene Depression ist südwärts in das Mitrelmeergebiet gezogen und erstreckt sich von dort nordostwärts über Oesterreich nach Galizien. Dieser Wetterlage entsprechend ist die Witterung in Süddeutschland allenthalben trüb und regnerisch- Norddeutschland hat hingegen ebenso wie Nordfrankreich nur geringe Bewölkung. — Voraussichtliche Witterung: Im Norden wechselnde Bewölkung, im Süden meist trübes Wetter mit Niederschlägen. n Bon der mittleren Nidda, 10. September. §Ein echtes Krieg-bild entrollte sich im Laufe der Woche vor unseren Augen. Am frühen Morgen bewegten sich ungeheure Truppen« maffen des 8. Armeecorps durcy unsere Dörfer nach dem „Schlachtfelde", den Höhen auf der rechten Niddersette hin. Kaum waren die Straßen leer, so erschienen die Bagage- wagen für'S ganze Corps, die hinter der Front auf der Straße von Stammheim über Staden bis in die Nähe von Echzell standen. Abends rückten dann die Truppen, die auf dem durchweichten Boden nicht bivaktren konnten, zum Noth- quartier ein. Stuben, Kammern, Scheuern, Ställe und HauSböüen, aller das lag voll ermüdeter Soldaten, die nach langen Märschen froh waren, wenn sie nur ein Plätzchen zum Liegen unter Dach finden konnten, auch wenn sie keinen Strohhalm zur Unterlage hatten. Ja den meisten Dörfern war man auch auf die Bewtrthung so vieler Menschen selbstverständlich nicht eingerichtet. Wurst und Brod waren stundenlang in vielen Dörfern nicht aufzutreiben. Die Offiziere konnten manchmal trotz großen GeldaogebotS kein Effen bekommen. Schreiber dieses sah einen General, der an einem Abend froh war, als er vorläufig Kartoffeln mit etwas Butter haben konnte, bis ein Beefsteak für ihn fertig war. Offiziere waren vielfach in den Küchen beschäftigt, sich selbst eine einfache Mahlzeit zu bereiten. ES muß hervorgehoben werden, daß allenthalben die Beobachtung gemacht wurde, wie die Offiziere tm Ertragen der Entbehrungen und Stra« pazen den Soldaten als leuchtendes Beispiel vorangingen. — DaS Manöver hat große Anforderungen an die Marsch- sähigkeit der Truppen gestellt, denen diese aber trotz ungünstiger WitterungSverhältnisse gerecht wurden. Einzelne Infanterie-Regimenter deS 8. Armeecorps machten an einem Tage einen Marsch von 58 Kilometer auf durchweichtem Boden. — In das Lozareth in Bockenheim wurde ein von einer Kugel verwundeter Husar eingeltefert. Die Kugel stammt aber nicht aus einem bayerischen Gewehr, sondern auS einem Revolver, den ein Quartiergeber in Stammheim den Husaren zeigte. Ein Husar hantirte mit dieser Waffe, die plötzlich loSging. Die Kugel drang einem andern in den Hals. Die Verwundung soll nicht lebensgesährlich sein. AlSfeld, 10. September. Bei der gestrigen Wahl des Bürgermeisters für unsere Stadt wurde der seitherige Bürgermeister, Herr Ernst Arnold, der dieses Amt bereit* 18 Jahre hindurch bekleidet hat, mit 317 von 319 abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Die Einmüthigkeit, mit der unsere Bürgerschaft form tm Amte ergrauten, bewährten Beamten diese ehrende Kundgebung des Dankes und des Vertrauens bereitet hat, ist in hohem Maße erfreulich. Möge die körperliche und geistige Frische, deren fich der nun schon bejahrte Herr bislang erfreute, auch während seiner ferneren AmtSthätlgkeit ihm erhalten bleiben! Bon der Bergstraße, 10. September. Das bischöfliche Ordinariat tn Mainz hat den Geistlichen der Diöcese das Radfahren definitiv untersagt. DevtniWtes* • Hanau, 9. September. Leider ist bei dem gestrigen Manöver auch ein schwerer Unfall zu melden, indem ein englischer General, der den Hebungen beiwohnte, vom Pferde stürzte und sich bedenklich verletzte. — Zwei Artilleristen ertranken tn der hochgehenden Nidda. * Hauan. 10. September. Durch Fallen vom Pferde oder Ueberfahrenwerden sind während der Kaisermanöver insgesammt neun Soldaten schwer verwundet worden. * HildeShei», 9. September. Heber die Hrfache defs Eisenbahnunglücks bet Eschede schreibt dem „Hannov. Anz." ein Maschinist aus Selle, daß er zwölf Stunden nach ter Katastrophe am Platze gewesen sei und dort die noch mehreren Bekannten gezeigte Wahrnehmung gemacht habe, daß an der Böschung, etwa an der Stelle, wo der vorderste 1. bis 2. Klasse-Wagen gestanden hat, neben zwei guten Schienen eine stark verbogene gelegen habe. Diese hatte in Entfernung von ca. 50 Stm. zwei alte Brüche und einen neuen. Diese drei Brüche waren offen und dadurch mar die sehr starke Biegung in der Schiene entstanden. Die Brüche gingen halb durch den Kopf der Schiene. Nach 1 einer Meinung sei dieser Schiene die Schuld an dem Un glück zuzuschretben, nicht aber Attentätern. Der Maschinist sowohl als seine Zeugen find bereit, ihre Wahrnehmung zu beschwören. * Dortmund, 9. September. In vergangener Nacht hatten sich drei Arbeiter in der Nähe der Schlackenhalde der Unton zum Schlafen niedergelegt, da die Halde eine behagliche Wärme ausströmen läßt. Die Leute hatten Lbersehen, daß dir Halde nicht nur Wärme spendet, sondern »uch giftige Gase entweichen läßt. Am heutigen Morgen wurden alle drei Leute anscheinend leblos gefunden- bei Zweien gelang es glücklicherweise, sie in's Leben zurückzurufen, der dritte aber war gestorben. Citeramr — Gotthardts Elrrmachekunst tft ein überaus p-actisckes Buch, das allen Hausfrauen und solchen, bte es werden wollen oder an Ihrer Stelle wirken, aufs Angelegentlichste empfohlen werden kann. ES bildet den 2. Theit zu Gotthardts Kochbuch, durch welches vortreffliche Werk die Verfasserin sich bereits in weiteren Kreisen viele Freunde resv. Freundinnen erworben hat. Dieser 2. Theil, der übrigens für sich allein vollkommen verständlich und durch jede Buchhandlung zum Preise von 2 Mk. zu beziehen ist, hat alle Vorzüge des ersten Theils: alle Recepte find felbst erprobt und mit größter Sorgfalt in gutem Deutsch leicht aßlich so dargestellt, daß auch völlig Ungeübte es wagen dürfen, danach das Früchte-Einlegeu oorzunehmen Der Inhalt deS Buches tft überaus reichhaltig, er enthält außer einem allgemeinen Theil das Einkochen und Einmachen, ferner das Can diren von Früchten, Conservtren der Gemüse, Bereitung von Apfel- inenwein, Eis, Bowlen, ßiqu uren, Punsch, ferner das Ein- martniren von Pilzen, Gurken usw. Danach ist Gotthardts Einmachekunst zweifellos das reichhaltigste und zugleich praclischfte und billigste Buch seiner Art. Kuf-jug /2°, Lust 14°. Rübsamen'sche Badeanstalt. 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Wir bringen dies hierdurch zur öffentlichen Kenntniß und fügen an, daß etwaige Einwendungen gegen die Projecte im Verhandlungstermin am Freitag den 17. d. M., Bormittags 11 Uhr, in dem Bürgermeisterei Gebäude vorgebracht werden können. Gießen, den 10. September 1897. Großherzoglicke Bürgermeisterei Gießen. Liederkranz. Heute «amsiag, den 11. Septemde-, Abend» S Uhrr Nammuilinnft im Dtrtinelorol. Elektrische JZcleuchtungs• und JCraftübertragungsanlagcn C. Buchner, Wiesbaden «Cgr. 18M. (Baefinni der Mittelrhein. ElektrlcUitewerke, G. m. b. H.) Anlagen für Villen, Schlösser, Fabriken, Brauereien. Geschäftsräume. Bau von sUldL £2ntra]en^^ockstatioiL^auch für eig. Rechnnng. Kostenanschläge bereitw. u. gratis Steins Saalbau. Heute Sonntag den 12. September: Großes Concert auSgefübrt von der 8440 SaM d» 2. 6ro^. Hess. Jnf.-Rfgimtnls ilr 116, fiaiftt Wilhrla unter perfönbtrer Leitung des Großh. MustkdirectorS Herrn C. Krauße. Programm: 1) Kaiser-MuSketiere (Marsch), Krautze. 2) Ouvertüre z. Op Euryantbe, Weber. 3) Paraphrase über Home sweet dorne, Vogt. 4) Fi, ttflle a. d. £)p. Rienzi Wagner. 5) Fest-Ouverture v. Lasten. 6) Alt-Niederlän- disches Dankgebet (nach Threde) 7) Trau-Schau-Wem! Walzer. Strauß 8) Fan« taste a. d. Walküre. 9) Intermezzo a. d. Suite L’Arl&üenne, Btzet. 10) Canon* is