■ > 4252 SEKT. 3* ■ r (b 1 1 ti 3 3 । Wmi hie) liefert zu elfen oedner >rnbro- ernbrob sg. TBE elhöffer, rweg. iac rrn MßlMNi ijit', 1*1 ;t 1843 - I ärztlich empfohlen. I iognac 1 Lrome) 80, 2.40,3 - I 5.- ischer . te Waarei I 5 — und 6 — ' lischer kräftig) j _ und 4.—■ .eiW.Kilbinger, jrie“, Giessen, , 1532 11120 96.25 95." i.(26)- m.ULl- ienttal lorbop leimet ri(2$8.) 18250 107.90 9460 94.10 KS'/t JO .86 228.'/« 226. /« icoii"- uoo- rh.ioo M ■ linhw rt.ioo rtjÖÖ 71860 rh.^o Äfi 145.30 158.10 145.30 159.40 120.50 136.30 126.70 129.90 31.80 138.80 136 30 198.50 130.20 93 60 32.9’ 41.- 2350 107- 21.60 11£ 10 K 41.30 23.80 Sb'60 27.15 12.50 22." 23." 22.70 ffl.» 1 &t20 5 fee Mr. 110 Erstes Blatt Mittwoch dm 12 Mai ISO? Der Oittener Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme deS Montags. Die Gießener Anmisienvtätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Meßmer Anzeiger Keneral-Unzeiger. Vierteljähriger Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pjg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redactton, Expedition, und Druckerei: -chukfiraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt füv den Ttveis Giefzen. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinignng in der Gemarkung Staufenberg. In der Zeit vom 14. bis einschließlich 20. Mat l. I. liegen auf dem Gemeindehaus zu Stanfenberg folgende Verzeichnisse, nämlich: 1) das GeldauSgleichungs-Verzeichniß über den Zuviel« oder Zuwenig-Empfang an Geländewerth im L und II. Feld, 2) das GeldausgleichuugS-Berzeichniß über den Zuviel- oder Zuwenig-Empfang an Obstbaumwerth im I. Feld, 8) daS Berzeichnitz der Pachtentschädigungen im I. Feld pro 1896, 4) ein Berzeichntß über besondere Entschädigungen im I. Feld, 5) ein Berzeichniß über besondere Entschädigungen im II. Feld, zur Einficht der Betheiligten offen. Etwaige Einwendungen hiergegen find bet Meldung des Ausschlusses innerhalb oben angegebener Frist bei Großh. Bürgermeisterei Staufenberg schriftlich einzureicheu. Friedberg, den 10. Mai 1897. Der BereioigungS • Commiffär: 4T15 Dr. Göttelmauu, Gr. KreiSamtmann. Neueste lelegtRpdttcheS Lorresponvarr-Vureu». Berlin. 10. Mai. Heute, al« am Jahrestage des Abschlußes des Frankfurter Friedens, fand Nachmittag« 5 Uhr die Feier der Enthüllung eines Bismarck«Denkmals auf dem JoachimSplatze in der Colonte Grünewald statt. Ein Ehoral, den die Capelle der Gardejäger spielte, leitete die Feier ein. Hierauf hielt Tisenbahubau« und Betrieb«- inspeetor Klinke die Weiherede, in der er den Fürsten Bis- ward al« den Begründer der Eolonie Grünewald feierte und eS als eine Pflicht der Dankbarkeit fetten« der Eolonie bezeichnete, dem Fürsten BtSmarck ein Denkmal zu errichten. Er («ebner) fei vom Fürsten Bismarck ermächtigt worden, der Versammlung seine Freude über die Errichtung deS Denkmals seinen besten Dank auszusprechen. Im Augenblick der Enthüllung stimmte die Festversammlung daS Lied: „Deutschland, Deutschland über Alles" an. Der Amtsvorsteher der Eolonie Grünewald, d'Hauffonville, übernahm sodann das Denkmal im Namen der Colonte und brachte ein Hoch auf den Kaiser auS. Heute Abend findet ein Festdiner statt. DaS Denkmal, da« ein Werk deS Bildhauer« Klein ist, stellt den Fürsten Bismarck im Gehrock und mit Schlapphut, gestützt auf den Stock, dar. Neben ihm steht der Reichshund ThraS. Der JoachimSplatz erhielt mit dem heutigen Tage den Namen „BiSmarckplatz". Berlin, 10. Mai. Am 8. df«. Mts. wurden in der yorkstraße eine Anzahl hoher Orden gestohlen, näm- lich ein Grohkreuz zum Rothen Adlerorden, ein Mecklen« burgischer Greifenorden, ein Weimarischer Weißer Falken- erben, ein russischer Alexander NewSky Orden, ein bnlgarischer Alexanderorden, ein serbischer Takowoorden, ein türkischer OSmanieorden, ein Orden zur wendischen Krone- ferner die Ordensschnalle zum Greifenorden, eine Eentenarfeiermedaille und eine goldene, gelegentlich der Feier der goldenen Hochzeit des Sachsen-Wetmartschen Herrscherpaare« geschlagene Medaille. Berlin, 10. Mai. Die „Post" meldet: Die Königin von Württemberg trifft DienStag früh 6 Uhr 52 Min. in Danzig ein, um 11 Uhr Vormittags den Kreuzer Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» salzenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Mr. chratisöeitage: Hießener Aamitienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2hntiid?er Theil. Bekanntmachung. Mittwvch, de» 26. Mai d. I., Vormittags av Uhr, findet im RegierungSgebäude dahier' eine öffcnt- ltche Sitzung de« ProvinzialtagS der Provinz Oberheffen mit folgender Tagesordnung statt: 1) Prüfung von Ergänzungswahlen für den Provinzialtag. 2) Prüfung der Rechnung der Provinzialkaffe und Erstattung des Rechenschaftsbericht« für 1895/96. 8) Feststellung deS Voranschlags der Provtuztalkaffe für 1897/98. 4) Antrag des Großh. KreiSamtS Büdingen auf Befreiung der Gemeinde Alt-WiedermuS von dem Beitrag zu den Kosten des Neubaues der Kreisstraße EckartShausen— Alt-WiedermuS in Gemarkung Oberwald. Gießen, den 8. Mai 1897. Der Vorfitzende des ProvinzialtagS der Provinz Oberheffen. v. Gagern. »Ersatz Freya" zu taufen. Zum Empfange der Königin find dort anwesend der württembergische BundeSrathS-Bevoll« mächtigte Freiherr v. Barnbüler mit Gemahlin, der württembergische Militär-Bevollmächtigte Freiherr v. Matter mit Gemahlin, der commaudirende Admiral v. Knorr, der Chef deS MarineeabinetS Freiherr v. Senden-Btbran, der stellvertretende StaatSseeretär des Reich-martoeamtS Eontre- admtral Büchse!. Während der Anwesenheit der Königin ist Capitäu Freiherr v. Bodenhausen zur Dienstleistung com- mandirt. Die Königin nimmt Absteigequartier in der Wohnung deS Oberwerft - Direktors Lapitän zur See v. Wietersheim. Frankfurt «. 8t., 10. Mai. In Anwesenheit von Vertretern der Staats- und städtischen Behörden wurde heute die Verhandlung der Lrutralstelle für Arbeiter-Wohl- fahrtS-Eiurichtungen durch den Borfitzenden, Staatssekretär a. D. Herzog, eröffnet. Etwa 80 Teilnehmer waren erschienen. Seitens der Regierung begrüßte Ober- präfideut Magdeburg, seitens der Stadt Bürgermeister Heuffen- stamm die Versammlung. Hierauf hielt Stadtrath vr. Flesch- Frankfurt a. M. einen Vortrag über kommunale Wohlfahrtspflege, an welchen fich eine längere DiScusfion anschloß. Die Berhandlungen werden morgen fortgesetzt. Hamburg, 10. Mai. Die „Hamburger Börsenhalle" meldet, daß die Hamburg-Amerika-Linie heute ihren ZwtschendeckpreiS nach Montreal und denjenigen der Linie Stettio-Newhork auf 130 Mk. erhöht hat. Stuttgart, 10. Mat. Heute ist hier der VerlagSbuch- Händler Eugelhorn gestorben. Metz, 10. Mai. Der Kaiser berührte heute Nachmittag zu Wagen, von Urville kommend, die hiesige Stadt. Der Kaiser, in GeneralSuuifoc« mit Mantel, begab fich nach de« großen Exercirplatze von FreScath, um sein Königs- Jufanterie-Regimeut Rr. 145, sowie kleinere Abheilungen der übrigen Truppen zu besichtigen. Um 7^ Uhr begab fich der Kaiser nach Montigny, dinirte im OsfizierScafino des KönigSregimevtS und kehrte um 91/, Uhr nach Urville zurück. Metz, 10. Mai. Die Kaiserin kam mit kleinem Gefolge uw 5 Uhr am Hauprbahnhofe an und besuchte daS Kloster St. Constanze und die'Krankenhäuser Mathildenstist und Bon seoonre. Die Abfahrt nach Schloß Urville erfolgte nm 6 Uhr 30 Min. Pari«, 10. Mai. Das Comits des Wohlthätig- keitsbazars in der Rue Jean Goujon erhielt von einem ungenannten Geber den Betrag von 937,438 FrS., welcher mit der am ersten Berkaufstage vereinnahmten Summe von 45,000 Fr«, genau den Betrag ausmacht, welcher im vorigen Jahre von dem WohlthättgkeitSbazar erzielt wurde. — Die anonyme Spenderin, welche dem Comits des Wohlthätigkeits- bazarS 937,438 Fr«, für die von ihm unterstützten Anstalten gab, ist, wie der „Figaro" berichtet, Baronin Hirsch. Die vom „Figaro" zu demselben Zwecke eingeleitete Sammlung ist mit 583,000 FrS. abgeschloffen. Die noch einlaufenden Gelder werden den Theilnehmeru an dem RettungSwerk zugewendet. Die Ehrenpräfidentschaft deS ComitsS zur Der- theiluug der vom „Figaro" veranstalteten Sammlung wird der Herzogin von Bendüme, der Schwiegertochter der Herzogin von Alengon, angeboten. Die Leichenfeier für die Herzogin von Alenron findet in Paris am Freitag, und in Dreux am Sonntag statt. Depeschen de« Bureau „Herold/ Berlin, 10. Mat. Der preußische Hof legt heute für die Herzogin von fllengon und den Herzog von Aumale eine achttägige Trauer an. Berlin, 10. Mai. Der „Local-Anzeiger" meldet: Der Aufenthalt de« Kaisers auf Schloß Urville bei Metz soll dem Vernehmen nach auch zur Entscheidung einer wichtigen militärischen Angelegenheit benutzt werden. Der Kaiser hat die Absicht, persönlich jene Plätze in der Nähe von Metz zu besichtigen, die nach dem Anträge der FestungSbaucommtsfion für die Anlegung neuer Fort« in Aussicht genommen find. Berlin, 10. Mat. Das StaatSmtnistertum trat gestern, Sonntag, Vormittag ll1/, Uhr, unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe im Reichskanzler-Palais zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 10. Mai. DaS Abgeordnetenhaus begann heute die dritte Lesung des Etats und erledigte eine größere Anzahl Capitel deffelben. Bei der Berathung deS Etats des Ministeriums des Innern trat Vertagung ein. Morgen Fortsetzung. Berlin, 10. Mai. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ist in maßgebenden Kreisen nichts davon bekannt, daß der auf Urlaub befindliche Staatssekretär Holl mann sein Abschiedsgesuch erneuert habe. Berlin, 10. Mai. Der „Local-Anzeiger" meldet aus FriedrichSrnh: Professor Sch Wenning er wünsche dringend, daß Fürst BtSmarck in diesem Sommer einen längeren Kuraufenthalt in einem Bade nehmen möchte. Der Erfüllung dieses Wunsches steht noch des Fürsten große Abneigung gegen eine längere Eisenbahnfähre entgegen. Bei der Wahl deS Bades kann nur Gastein in Frage kommen. Köln, 10. Mai. Die „Köln. Ztg." meldet ans Bolo, daß im Hafen englische, franzöfische und italienische Kriegsschiffe liegen. Der deutsche Militär-Attachs, Hauptmann Morgen, hat als Erster die Stadt betreten. Leipzig, 10. Mai. Der Proceß gegen den früheren Feldwebel Mein ecke aus Metz wegen Landesoerraths und Unterschlagung wurde heute vom Reichsgericht verhandelt. Trotzdem der Angeklagte seine Schuld bestritt, wurde er wegen Landesoerraths und Diebstahls zu 6 Jahren 3 Monaten Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurtheilt. Der Reichsanwalt hatte 6 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust beantragt. Wien, 9. Mai. In hiesigen diplomatischen Kreisen wird versichert, daß die Mächte ersucht wurden, direkte Friedens- Verhandlungen zwischen der Türkei und Griechenland zu Stande zu bringen. Sollte dies nicht gelingen, so würden die Mächte dann selbst die Verhandlungen in die Hand nehmen. Eine Garantie für die prompte Bezahlung einer Kriegsentschädigung Seitens Griechenlands würden die Großmächte auf keinen Fall eingehen. Wien, 10. Mai. Die „Neue freie Presse" meldet ans Konstantinopel: Die türkischen Bedingungen für den FriedenSfchluß werden momentan von Streifen des Uldiz-KioSk wie nachfolgend angegeben: 1. Kriegsentschädigung drei Millionen Pfund. 2. Grenz-Regulirung bei Prenefa, Metzovo, Granta, Damassi oder bei Meluna und Analipfis. Bezüglich Prenefa wird die Zurückgabe der gegenüberliegenden Landzunge mit dem Fort Puntakale und der Analipfio gegenüberliegenden Anhöhe beansprucht. Einige Stimmen plädiren dafür, die Ostgrenze bis zum XeriaS-Fluffe und zum Tempe- Thal auSzudehuen. 3. Annulirung der Special-Verträge zu Gunsten der griechischen Untertanen, Auslieferung dec Panzerschiffe und Regelung der Kretafrage durch Beschränkung der versprochenen Autonomie zu Gunsten der Pforte. Wenn auch nicht alle Bedingungen erfüllt werden würden, so rechne man doch auf ein entsprechende« Aequivalent für die Krieg«- kosten. Mit Rücksicht auf die Stimmung der Muhamedaner könne man das occupirte griechische Gebiet nicht verlaffen. Andererseits erwartet man im Aldiz-KioSk sehnsüchtig die Intervention der Mächte, da man sich von einem weitere« Vormarsch keinen größeren Gewinn verspricht. Teplitz, 10. Mai. Hier brannten gestern Nachmittag die sämmtlichen Schacht anlagen de« der Brüxer Bergbau- Gesellschaft gehörigen Dvbelhoff-Schachtes ab. Die Bergleute konnten fich retten. Graz, 10. Mai. In der Umgegend von Adelsberg wurden in der letzten Rächt mehrere Erdstöße verspürt. Brussel, 10. Mai. Heute Nachmittag ist die internattonale Ausstellung eröffnet worden. Pari«, 9. Mai. Der Herzog von Orleans wird, wie verlautet, die Erlaubniß erhalten, zum Leichenbegängniß des Herzog« von Aumale nach Paris zu kommen. Der heutige Ministerrath wird darüber endgültig entscheiden. Madrid, 10. Mai. In B ilbao kam e« gestern bei den Gemeinderathswahleu zu großen Unruhen. Es wurden Schüsse abgegeben und mehrere Personen verletzt. Londo». 10. Mai. „Standard" meldet: Oberst Basso« ist gestern Abend nach Arta abgegangen, um den Oberbefehl über die dortigen Truppen zu übernehmen. — Demselben Blatt wird au« Konstantinopel telegraphirt, der Sultan habe Edhem Pascha Befehl enheilt, mit sechs Divifionen so rasch wie möglich nach dem Süden oorzudringen. Athen, 10. Mai. Die Meldung, daß die Kaiseriu- Wittwe von Rußland den Zaren bewogen habe, z» Gunsten Griechenland« zu interöeniren, hat hier große Fre»de hervorgerufen. Athen, 10. Mai. Der französische Militär- Attachö hat Befehl erhalten, fich sofort in da« türkische Hauptquartier zu begeben und seiner Regierung über die stattfindeoden Kämpfe zu berichten. Kandia, 10. Mai. Die Insurgenten lockten in eint« Hinterhalt 20 Türken, worauf die furchtbar aufgeregten Baschibozuk« die Insurgenten zurückdrängten, 60 niedermetzelten und drei Dörfer in Brand steckten. Berlin, 11. Mat. Den Morgenblättern zufolge wird die Kaiserin infolge einer Erkrankung deS Kronprinzen den Kaiser nur auf einen Tag nach Wiesbaden begleiten, vielleicht auch gauz auf die Reise nach Wiesbaden verzichten unb den Aufenthalt auf Schloß Urville möglicherweise ab- kürzen. AuS demselben Grunde wird der Kaiser feinte Aufenthalt in Wiesbaden wahrscheinlich auf drei Tage de- schränken. Berlin, 11. Mai. In den letzten Tagen hat, wie der „Vorwärts" meldet, zwischen der Regierung und den größeren Parteien ein Meinungsaustausch über den Schluß der Reichstagssession stattgefunden. Wie eS heißt, soll die Gesfion noch in der Woche vor dem HimmelfahrtSfeste geschloffen werden. Eine endgültige Vereinbarung ist jedoch noch nicht getroffen, da die Besprechungen darüber, welche Vorlagen noch zur Verabschiedung gebracht werden sollen, bisher ein Resultat nicht ergeben haben. Berlin, 11. Mai. Nach einer Meldung auS Friedrichs- rnh nahm Fürst Bismarck gestern den Fackelzug des Hamburger RetchStagSwahlvereinS entgegen. Der Fürst hielt nach Entgegennahme der Huldigung eine Ansprache an die Erschienenen. Hamburg, 11. Mai. Südwestlich von Helgoland hat eine Co llission zwischen dem norwegischen Schiffe „Bubvar" und dem holländischen Dampfer „Virginia" stattgefunden. Beide Fahrzeuge sind gesunken. Die Mannschaft deS „Budvar" konnte sich retten. Neun Mann von der „Virginia" find ertrnnken. Außerdem wird ein Boot mit acht Manu vermißt. WB. Berlin, 11. Mai. Nachdem von Seiten Griechenlands alle Bedingungen erfüllt wurden, von welchen die deutsche Regierung ihre Mitwirkung an einer Intervention der Mächte abhängig gemacht hatte, ist der deutsche Gesandte in Athen angewiesen worden, fich an den Mediationsverhand- langen zu betheiligen. Die betreffende Weisung ist noch gestern Abend nach Athen abgegangen. al Fortschaffen auf Wagen sich ohne Weitere! ausführen äßt, so wirb bleß im Krieg nur in b-n seltensten Fällen ich ermöglichen laffen; re’tenbe Pioniere zu schaffen, ft aber bei ber Kürze ber Dienstzeit ausgeschlossen, unb so ieht zu erwarten, baß baS Fahrrab in biefer Beziehung bie nvthwenbige Abhilfe gewähren wirb. Leiber ist baß in Gebrauch befinbliche Militärsahrrad noch viel zu schwer, unb wenn man auch nicht gleich zum leichtesten Sportrabe über- zugehen braucht, so könnte bie Bauart beß KriegSfahrrabeß etwas erleichtert unb namentlich auch bie Luftgummireifen eingeführt werden, wie ihn die Franzosen ebenfalls an ihren Fahrrädern haben. Der weitere Schritt zur Einführung >eS FaltradeS, welches fich bei den vorjährigen Manövem des zweiten franzüfifchen Armee-Corpß besten! bewährt hat, st bann nur klein. • • Wetterbericht. Daß Centrum ber nörblichen Dlpres- ton hat zwar an Tiefe verloren. Der niebere Druck gewinnt jeboch im Norbosten unb Osten sowie über bem Mittel- meergebiet noch an Raum. Im Westen besteht dal baro- metrische Maximum fort, doch ist auch hier namentlich über den BiSkaja-See unb Süb Frankreich daß Barometer wieber gesunken, daß Wetter war am Morgen in unseren westlichen Gebietßtheilen meist heiter, doch bleibt bie Wetterlage noch immer unbeständig. — Voraussichtliche Witterung: ' Fortdauernd nnbestänbigeß Wetter mit stellenweisen Rieder- schlägen. -1- Manzenberg, 10. Mai. Die hiesige Gemeinde darf heute auf eia schöne!, erhebende! Fest zurückschauen. In unserem Gottelhause, daß durch eine im vorig n Jahre au»- geführte Renovation ein freundliches, schmucke! Aulsehen erhalten hat, wurde gestern die neue, von einer Württemberger Firma erbaute Orgel durch Herrn Kirchenmufikmeister Mendelssohn au! Darmstadt geprüft unb ihrem Gebrauche übergeben. Der Einweihung, bie in einem festlichen Gottesdienste vollzogen würbe, folgte Nachmittag! um fünf Uhr eine kirchlich-mufikalische Feier, veranstaltet von bem wohlgeschulten Kirchenchor Münzenberg unter Leitung feines mufikkunbigen Dirigenten, Herrn Pfarrer Weimar. Daß Programm war sowohl in seiner Zusammenstellung alß auch in seiner Ausführung wohl gelungen. Die Orgel selbst würbe burch verschiedene Borträge deß Herrn Kirchenmusik- meisterß in ber ganzen Fülle ihrer Tonkraft wie in ihren zarten Registern zu Gehör gebracht. Alß Solisten hatten in freunblicher Weise ihre mufikalischen und gesanglichen Kräfte zur Verfügung gestellt: Frl. Werner auß Cassel, Frl. Jäger unb Herr Pfarrer Weber nebst seinen beiden Fräulein Töchtern auß Lich. Alle Mitwirkeuben haben durch ihre Leistungen ungetheilteß Lob verdient, und sei ihnen auch an dieser Stelle herzlicher Dank ausgesprochen. W. Ober WidderSheim, 10 Mai. Unsere Eichen-Stamm Hölzer, auch von geringerer Güte, find in diesem Frühjahre sehr gesucht. Es erscheinen Liebhaber auß ben westphäli- scheu Bergwerkßgegenben unb zahlen für ben Cubikmeter Eicheu-Grubenholz biß zu breißig Mark. n. Stammheim, 10. Mai. Gestern würbe Im Gasthaus zum „Weißen Roß" hier bie Delegirtenversammlung bei dem Hasfia-Bunb eingegliederten Bezirks Altenstadt unter dem Vorsitz des Präsidenten, beß Herrn Wagner von Altenstabt, abgehalten. Aus dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, baß ber Bezirk 370 orbentliche unb 69 Ehrenmit- glieber hat; baß BereinSvermögen betragt 2416 Mk. und baß Inventar hat einen Werth von 3230 Mk; bie auß- gezahlten Unterstützungen betrugen im letzten Jahr 636 Mk Seit ber Grünbung würben nunmehr nicht weniger als 9459 Mk. an erkrankte VereinSmitglieber all Unterstützung bezahlt. Auf Vorschlag beß Herrn Vorfitzenben würbe be- schloffen, in diesem Jahr kein BezirkSfest abzuhalten, wer! mit bem nächsten Jahr bie fünfundzwanzigjährigen Jubelfeiern anfangen, bie voraussichtlich Gelegenheit genug zeem Abhalten von Festen geben. L. Lißberg. 10. Mai. Während man vor nicht gar langer Zeit bie alten Baudenkmäler ruhig ihrem zerstörenden Schicksale, bem Zahn ber Zeit überließ, ja sogar nicht! ba- gegen hatte, wenn bie alten Burgen förmlich alß Steinbrüche für bie Umgegenb benutzt werben, hat jetzt ein besserer Sinn Platz gegriffen. In den Thurm unserer ehrwürdigen Burgruine, ber im VolkSmunbe feiner Figur wegen ben Namen „baß Lißberger Sauerkrautfaß" erhalten hat, schlug ber Blitz ein unb richtete empfindlichen Schaden an. Bon Seiten ber obersten Baubehörbe würben gegen 600 Mk. bewilligt, um ben Schaben auszubeffern unb ba! alte Baudenkmal zu erhalten. Daß btefe Bestimmung in bem Nibderthale, zu besten schönster Zierde unsere Burgruine gerechnet werben kann, mit großer ©efriebigung ausgenommen wirb, bedarf keiner besonderen Versicherung. § Aos de« Ohmthal. 10. Mai. Die Falb'kche Voraus fagung, baß vom 8. Mai ab fich baß Wetter bessern werde, hat fich biß heute nicht erfüllt; baß Maiwetter ist noch immer regnerisch unb empfindlich falt. Daß die gegenwärtig in ber Blüthe ftehenben Obstbäume, bie alle, bi! auf bie Aepfelbäume ihre BlÜthen erschloffen, burch baß höchst nn- günftige Wetter Schaben nehmen gilt alß sicher, werben doch die Blüthen gerabezu ausgewaschen, fobaß die Befruchtung gestört wirb. In ber That fxnbet man bei näherer Untersuchung, baß viele junge Fruchtknoten absterben unb schwarz werben. Einen Bortheil hat baß kalte Maiwetter aber boch, eß bilbet eine Schutzwehr gegen baß Ungeziefer, dem sonst gleichfallß bie Blüthen zum Opfer fallen. So bemerkt man auch bie Maikäfer vereinzelter wie sonst unb von Klagen über Verheerungen beß Rapßkäferß, bem seit ein paar Jahren schon die RapSernte zum größten Theil zum Opfer fiel, hört man Heuer nicht!. vab Nauheim. 9. Mai. Heute Morgen wurde im Hofe beß Gasthofeß „Zur Bellevue" die Leiche beß Kochlehrlings Franz Steinle aus Baden-Baben 6ufgefunbe». Der erst 18 jährige junge Mann war vom vierten Stock in ben Hof gestürzt unb hatte einen Bruch beß Schäbelß »ad ber Wirbelsäule erlitten. Ob bloß bie Unvorsichtigkeit beß sehr kurzsichtigen Menschen baß Unglück herbeiführte ober ob ber» selbe fich vorsätzlich in die Tiefe stürzte, um seinem Leben ein Ende zu machen, bleibt dahingestellt. Ein junger Kellner, der in demselben Zimmer schlief, hatte im tiefem Schlafe ben Eintritt seine! Zimmergenoffen in da! Schlafgemach unb ben Sturz desselben in die Tiefe nicht wahrgenommen und erst heute Morgen baß traurige Ende desselben erfahren. F. Ans dem Revier Seldkrücke». 10. Mai. Die Hopse», anlagen bei Schwetzingen, bie sich eines guten Rufes erfreuen, holen fich ihre Hopfenstangen bet unß im Vogelßberge, benn unsere Fichtenberbstangen zeichnen fich burch große Wiberstandlfähigkeit gegen öitterungleinflüffe unb durch billigen Preis auß. Die Stangen find btß zu 40 Fuß — 10 Meter lang unb schlank wie au! einer Büchse ge- chosftu. Entgegen Ihrer Nachricht auß der Oberförster ei Grebenhain, wonach dort bald keine Fichtenwälder mehr fein werben, bemerken wir für unsere Reviere, baß wir noch reich- liebe Vorräthe haben. Nach Schwetzingen gehen demnächst ca. 2400 Stämme ab. A Bom westlichen Vogelsberg, 10. Mai. Zur gegenwärtigen Zeit beß Sartof s elf etzeni finb bie Kartoffeln sehr hoch im Preise gestiegen. Während Anfangs ber Doppel- centner Mk. 5—6 kostete, wird er jetzt mit Mk. 7—8 be» A, Tauben pr. 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Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt Worms unk. b. 1901 4 4 3 3 103.95 88.20 102.70 000.00 000.00 6 4 86.90 104.10 22.45 95.85 24 20 101.50 102.40 101.00 101.00 101.00 102.50 vor nicht gar rtm zerstörend» iogar nichts da« all Strmbrüchk ra bkflern Sinn vürdtgen durg- ta btu tarnte schlug der Alls ton ©eiten der Minimal zn tu nchalr, zu dtstu tt totibtn kann, id, btbaij keim 20 Franken-St. 6naL Sovereigns Dollars in Gold früherer Theiloehmer Zeugniß von den unauslöschlichen E u- drücken, welche die erhabenen Naturschönheiten des Norden» bei den Reisenden hinterlassen und von der Behaglichkeit, welche die Theilnehmer am Bord der in ihrer Eleganz unerreichten Hamburger Schnelldampfer gefunden haben. Boa vielen Seiten wird eine Nordlandfahrt jetzt als die schönste Reise bezeichnet, die stch denken läßt. 0 □ 0 Mextcaner Monopol-Griechen von Eisenb. Rentrnb. Obi. BuderuS 051. 47421 Mediciner sucht sofort gut möbl. «ohnung (Wohn- und Schlafzimmer), «entl. mit voller Pension. Offerten unter M. E. 100 an die Er- »ed-itton d. Bl. 4712] Ein Schreiber mit schöner Handschrift zum Aischreiben sür zeitweilig gesucht. Selbstgeschriebene Offerten sub. A V. 112 an die Exped. d. Bl- große Wagen bedurfte. Uhrig hatte Nacht- und in den frühen Morgenstunden den Magazinen und Läden vou Worms Besuche abgestattet, wobei er kein Geschäft verschonte. Der die Anklage vertretende Staat-anwalt bemerkte bei dem Plaidoyer mit Recht, daß man hier vor einem Physiologischen Räthsel stehe, da der Mann arbeitSthätig und fleißig und trotzdem dieser verbrecherische Wille. ttniveefitäts - Nachrichten. vou«, 10. Mai. Der Historiker Professor Karl Menzel ist heute früh um 7 Uhr gestorben. ^rsawmlluig dkl Altrnstadt unter Wagner ton ^icht ist zu "d 59 EhreWik- 2416 M UDi I M , bk au6. n Ich MM wtcher all 1U lllltklstützuvz nbtn mürbe be* bzuhaltev, weit jöhrigeu Jubel- Hi ftintin ntiM m PWMHÖ 0" 4630] «in junges Mädchen wird alS Lehrmädchen, gegen Vergütung, in ein hiesiges Manufatturwasren-Grschäst sofort gesucht. Anmeldungen nimmt die Exped. d. Bl. unter Nr. 40 entgegen._______ Verkehr, Zwiebeln vr. Eentn^ A 8,00—9,00, Milch pr. Liter 16 A- Lehrling für eine hiesige Colonialwaaren- Die Lieferung des Bedarfs an Bark-, Fleisch- und Speeerei- waareu, sowie an Milch für die Balfer'sche Stiftung dahier in der Zeit vom 1. Juli bis Ende December 1897 soll auf dem Submissionsweg vergeben werden. Die Bedingungen können an Wochentagen täglich von Mittags 12 bis 1 Uhr bei dem Rechner der Anstalt — Gartenstraße 11 — eingesehen werden. Offerten sind bis zum 2«. 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