60 Erstes Blatt Freitag den 12. März ISO? ?5 6 be» i sein intern thigen tner's 1590 it her- i nach 1 am tüt W faftee Ulions- den gefüllt und üoh iro 100 geliefert. litig erbeten. 2838 aafmam rstraße 44. Lut- .en, Messina Bsen- telsinen rgewöhnl. grosse rüchte, empfiehlt I Orbig tiofstrasse 30. Wb I etes ltev, ^'ealiforv' calisorv" ital, in. ital» - Der Oießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener AamikienSlätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Bierteljähriger Abonnemenlspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schntßraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» Alle Annoncen-Burcaux deS In- und Auslandes nehme» folgenden Dag erscheinenden Nummer bi« Borm. 10 Uhr. I ^I-UllpVvllUy^JVv^vVXvX. ^UullUvIlVlUUtl« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Amtlich«» Thril. Nr. 8 der Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 9. b. M enthält: (Nr. 2363.) Verordnung, betreffend die Tagegelder >md Fuhrkosten von Beamten der Verwaltung des Kaiser Wilhelm Kanals. Vom 24. Februar 1897. Gießen, den 10. März 1897. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung. betreffend: Maul- und Klauenseuche zu Stangenrod. Nachdem in mehreren Gehöften zu Stangenrod die Likaul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden ist. wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, d«ß Gehöft« und Gemarkungssperre angeordnet worden ist. Gießen, den 11. März 1897. GroßherzogltcheS Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 10. März 1897. Betr. Die evangelischen Kirchenvoranschläge des Kreises Gießen für 1897/98. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen *« die evangelische« Kircheuvorstäude des Kreises. Die definitiv abgeschloffenen rubricirten Voranschläge »erden Ihnen dieser Tage zugehen. Wir empfehlen Ihnen, das in Ihren Händen befindliche koncept mit den Ansätzen des Originalvoranschlags in Hebet» einstimmung zu bringen, wie auch eine Abschrift der zu den Voranschlägen aufgenommenen Bemerkungen zur demnächstigen Nnchachtung dem Concept beizufügen. v. Gagern. Bekanntmachung. DaS nachstehende abgedruckte Local-Reglement wird vielfach insbesondere bezüglich der §§ 1 und 2, nicht befolgt. Mr sehen uns daher veranlaßt, zur allgemeinen Kenntniß zu bringen, daß die Schutzmannschast zur strengste« Handhabung deS erwähnten Reglements und zur Anzeige der llebertretungen desselben angewiesen worden ist. Bei der Schwierigkeit, frei umherlaufende Hunde von dem Betreten der Gebüsche, Beete und Grasplätze in den Anlagen abzu- halteu, empfehlen wir den Hundebefitzern, ihre Hunde während bei Pasfirens der Anlagen an der Leine zu führen. Für Beschädigungen der Anlagen durch Hunde können die Hunde- befitzer, abgesehen von der gerichtlichen Bestrafung auch civil« rechtlich haftbar gemacht werden. Gießen, den 9. März 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Local-Reglement. Betreffend: Die Beaufsichtigung der Huude in der Provinzial- Hauptstadt Gießen. Zur Verhütung von Beschädigungen und Belästigungen surch Hunde, welche frei und ohne genügende Beauffichtigung ihrer Besitzer herumlaufen, wird — abgesehen von den bereits bestehenden gesetzlichen Vorschriften in Art. 257 deS Polizet- sirafgesetzeS sowie in § 367, pos. 11 deS Strafgesetzbuchs, auf Grund deS Art. 56 der Städteordnung — nach Anhörung der Stadtverordneten-Versammlung und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 3. Januar 1882 zu Nr. M. I. 27202 für die Provinzial «Hauptstadt Gießen verordnet wie folgt: § 1- ES ist untersagt, Hunde in dem Botanischen Garte«, in den städtische« Anlage«, sowie in den Anlage« vor de« Bahuhösen uubeausfichtigt smherlausen, oder die Gebüsche, Grasplätze «ud Beete in denselben betreten zu lassen. § 2. Das Mituehmeu von Hunden auf den Friedhof, in öffentliche Dieustgebäude, in Wirthschasts- loeale innerhalb der bewohnten Theile der Stadt, auf den Wocheumarkt, den Jahrmarkt und zu öffentlichen Festlichkeiten ist verboten. § 3. Es ist verboten, Hunde zur Nachtzeit auf der Straße frei umherlaufen zu lassen. § 4. Für jeden Hund, welcher in das nach Vorschrift der Verordnung vom 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend, von der Bürgermeisterei zu sührende DeclarationS- register eingetragen ist, erhält der Besitzer des Hundes eine Blechmarke mit fortlaufender Nummer, welche der Hund auf der Straße re. stets am Halsbaude oder am Maulkorb zu tragen hat. § 5. Alle bifstge« Hunde, ferner alle größeren Huude, ausgenommen Jagdhunde, namentlich Bullenbeißer, Bulldoggen, Metzger- und Schäferhunde, Neufundländer, Bernhardiner, Leonberger und Ulmer Hunde, dann alle an einem Fuhrwerke angespannte oder zur Bewachung irgendwie angebundene Huude, endlich solche Hunde bezüglich welcher die Polizeibehörde desfallsige besondere Anordnung getroffen hat, müssen innerhalb der be« wohnten Theile der Stadt aus der Straße mit einem das Beißen wirksam verhindernden Maulkorb versehen sein, oder au einer kurzen Leine oder dergleichen geführt werden. § 6. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen dieses Reglements werden, insofern nicht die oben angeführten Bestimmungen des PolizeiftrafgesetzeS oder des Strafgesetzbuches Anwendung zu finden haben, mit Geldstrafe' bis zu dreißig Mark bestraft. 8 7- Hunde, welche in dem Botanischen Garten, in den städtischen Anlagen, sowie in den Anlagen vor den Bahnhöfen (§ 1), oder zur Nachtzeit auf der Straße (§ 3) ohnc Beaufsichtigung umherlaufen, oder welche aqpber Straße rc. nicht die Im § 4 vorgeschriebene Blechmarke tragen, oder der Vorschrift zuwider nicht mit einem daS Beißen wirksam Der« hindernden Maulkorb versehen find, bezw. nicht an der Leine geführt werden, folleu eiugefaugeu «ud dem Wafen- meister überliefert werden, sofern der Eigenrhümer nicht zur Stelle ist und den Hund in Gewahrsam nehmen kann. Die Rückgabe des Hundes erfolgt an ihre gehörig legitimirte Eigenthümer oder Besitzer nur innerhalb der nächsten fünf Tage nach dem Einfangen der Hunde und nur gegen Erstattung der von der Polizeibehörde zu bestimmenden Futterkosten. Die binnen der genannten Frist nicht aus« gelösten Hunde werden zu Gunsten der Gemeindekaffe veräußert ober getödtet. Durch vorstehende Bestimmung wird das gegen die Eigenthümer oder Besitzer der Hunde wegen Uebertretung der Vorschriften dieses Reglements, bezw. der Verordnung vom 16. November 1874, die Hundesteuer betreffend, ein- zuleitende Strafverfahren nicht berührr. Gießen, den 20. Januar 1882. Großherzogliche Polizei «Verwaltung Gießen. Fresenius. Deutscher Reichstag 188. Sitzung. Mittwoch, den 10. März 1897. Präsident v. Buol macht Mittheilung von dem Ableben des Abg. Rudolphi. Das Haus ehrt das Andenken defsrlben durch Erheben von den Sitzen. Aus der Tagesordnung steht der Antrag Graf Schwerin-Löwitz, Paasche und Genossen wegen Beschränkung des Zollcredits bet der Einfuhr von Getreide und Mühlfabrtkaten. Bet Aufnahme in gemischte Transttläger und Bewilligung von Mühlenconten soll eine vierprocentige Verzinsung des Zollbetrages erfolgen. Ferner soll die Giltigkeit der Einsuhrscheine sofort mit ihrer Ausstellung beginnen, statt wie bisher erst nach 4 Wochen. Abg. Graf Schwerin-Löwitz begründet den Antrag, darauf hinweisend, welchen Vorschub die zinsfreie Zollcredttgewähr der speculativen Getreideeinfuhr leiste. Für die Preisentwickelung jeder Maare sei überdies nichts so bestimmend wie die sichtbare Menge der Maare. Für die großen Mühlen seien die Zollcredite ein noch größeres Beneficium als die Rendemenls-Besttmmungen. Das Allerbeste wäre die einfache Aufhebung aller Transttläger und Mühl- conten. Vorthetl davon hätten nur die Großbetriebe. Umsomehr sei es berechtigt, zinsfreie Credite überhaupt nicht mehr zu gewähren. Abg. Rickert (frs. Vg.) spricht gegen den Antrag. Wie wenig Gefahr die Zollcredite und Transttläger für die Landwirthschaft in sich schließen, bewiesen die Exportziffern von Danzig in den Jahren 1894 und 1895. ES seien zusammen, das Mehl in Getreide umgerechnet, zu einem Rendement von 662/, pCt. 286 000 Doppelcentner Getreide auSgesührt, dagegen nur 245 000 importtrt; es hat also heimisches Getreide exporttrt. Gerade dadurch, daß dem Handel ein derartiger Exportverkehr möglich sei, sei er auch im Stande, für das heimische Getreide ganz andere Preise zu zahlen, als er dies sonst zu thun vermöchte. Durch ^>en Antrag würden die preußischen Häfen gegenüber Hamburg und Bremen und vor Allem auch gegenüber den russischen Häfen herabgedrückt und im günstigsten Falle eine Bevorzugung der großen Firmen erreicht, auf Kosten der kleinen, welche auch die kleinste Erhöhung ihrer Geschäftsunkosten nicht ertragen könnten. Abg. Gerstenberger (Ctr.) erklärt die prtnciptelle Zustimmung des CentrumS zu dem Anträge, welcher die Bevorzugung einiger Weniger eines einzelnen Standes beseitigen wolle. Abg. Graf Arnim (Rp.): Aus Petitionen und Zuschriften von Kletnmüllern gehe hinlänglich hervor, wie sehr gerade von diesen die den Großmüllern gewährten Mühlenconten mit Zollcrediten alS ungerechte Bevorzugung empfunden werde. Redner verwahrt sich gegen Angriffe Richters im Abgeordnetenhause und in der Freisinnigen Zeitung. Seine eigenen Aeußerungen, auf welche Richter seine Angriffe gestützt habe, hätten fiw auf Börsennottrungen bezog-n und gar nicht auf Conten von Mühlen. Seine Angabe, daß die Berliner Mühlen minderwerthige Maare angekauft haben, halte er aufrecht. Ein Gewährsmann, den er eventuell nennen könne, habe ihm daS bestätigt.^ Er appellire an die verbündeten Regierungen, daß sie Hand anlegen und dafür sorgen, daß nicht die kleinen Müller der Proletartsirung verfallen. Abg. Fischbeck (frs. Vg.): Nachdem der Graf Arnim fich bereit erklärt, den Namen des Gewährsmannes für seine Anschuldigungen zu nennen, könne er (Redner) alles Wettere ruhig der Berliner Kaufmannschaft überlasten. Der vorliegende Antrag bedeute eine neue Ausnahmemaßregel gegen den gehaßten Handel. Wenn man die Transttläger im Jnlande tobt mache, so würden stch die betr. Geschäfte eben ins Ausland ober in die Freihäfen i» Hamburg und Bremen verlegen müssen, lediglich zum Nachtheile unseres OstenS und ahne daß davon die Landwirthschaft irgend welchen Vortheil habe. Abg. Gras Kanitz (cons.) führt aus, daß für einen Theil deS Getreides auf Transttläger und Mühlenconten der Zollcredit, je nach der Einlieferung, wegen der Abrechnungsweife sich sogar auf fast vier Monate belaufe. Wenn der Zollcredit eine so bescheidene Vergünstigung sei, wie man es darstellt, weshalb sträube man sich denn so sehr gegen dessen Aufhebung? Er felbst lege den Schwerpunkt der ganzen Reform gerade auf die Beseitigung der Zollcredite für Mühlen und auf Aenderung der RendementSverhältnisse. Von den Taufenden von Mühlen in Deutfchland hätten überhaupt nur 111 Vortheil von dm Zollcrediten. Abg. Hilpert (bayr. Bauernb.) tritt gleichfalls für den Antrag ein. Abg. Meyer-Danzig (freie.): Daß die Z llcredite eine Begünstigung des ausländischen Getreides gegenüber dem inländischen seien, sei unbestreitbar. Nothwendig sei die Aushebung der Zoll- crebite und der Transitlager auf jeben Fall bezüglich aller der Lager, welche nicht wirkliche Exporttranfitlager seien, sondern nur dem Zwecke dienten, für Getreide, welches schließlich doch inS Inland gebracht werde, die Zollzahlung hinauSzuschieben. Die Danziger Lager seien allerdings wirkliche Transttläger für den Export und volkS- wirthschaftlich berechtigt. Aber wenn Danzig jetzt mit leiden solle, so liege die Schuld an Dmen, welche, gleich Rickert, sich immer gegen jedes Vorgehen, auch gegen die bloßen „ZollzahlungS-Hinausschiebungs- Steüen" gesträubt hätten. Staatssecretär Graf PosadowSky erklärt, daß der BundeS- rath zu dem Anträge noch nicht Stellung genommen habe und weist den Vorwurf zurück, daß Etnfuhrscheine auch bei der Ausfuhr auf Neptunmehl gewährt worden seien. Man sei gerade jetzt dabei, ein Verfahren zu finden, um daS Rendement bei gebeuteltem bezw. Neptunmehl genau festzustellen. Jedmfalls komme hierbei nicht blo« das Jntereffe der Großmüllerei, fonbern auch das der kleinen Müller und auch der Landwirthe in Betracht, denn wenn daS Rendement zu niedrig gegriffen fei, so bedeute das, daß gewisse Mengen Getreide zollfrei eingingen. Abg. Rettig (cons.) tritt für den Antrag ein. Abg. Arnim (Reichsp.) erklärt, sein Gewährsmann in der Berliner Mühlenangelegenheit sei der Productmmakler Bertinetii. Nach einigen weiteren Auseinandersetzungen zwischen Barth, Richter, Fischbeck, Graf Arnim, Rickert, Schwerin-Lowitz und nach einem Schlußwort Paasches wird der Antrag gegen die entfdjtebene Linke angenommen. Morgen 1 Uhr: Antrag Auer, betr.: Rechtsverhältnisse der landwirthschaftlichen Arbeiter; Antrag Manteuffel, betr.: die Bäckerei- Verordnung. Schluß 5*h Uhr. Deutsches Reich. Berlin, 9. März. Der 5. Weltpost-Congreß wirb in diesem Jahre in Washington tagen und seine Be« rathungen am 5. Mai beginnen. Seit dem ersten, der 1874 in Bern zusammentrat, find jetzt 23 Jahre verfloffen. Von den damaligen Chefs der Postverwaltungen, die den Weltpostverein ins Leben gerufen haben, sind die meisten tobt und nur noch ein einziger im Amte, der deutsche Generalpost- meister StaatSsrcretär Dr. v. Stephan. Er hofft, auch an den Washingtoner Brrathungen persönlich theilnehmen zu können- er wird zu denselben vom Ministerialdirector Fritsch uub dem Geh. Postrath Neumann vom Reichspostamt begleitet werben. Als der wichtigste Fortschritt, der von deutscher Seite vorgeschlagen ist, dürfte auf dem diesjährigen Congreß der Wegfall der Posttransitgebühren in Betracht kommen. Ferner ist der Beitritt von China zum Weltpost, verein zu erwarten, da man auch in China die Briefpost nach europäischem Muster durchzuführen sich anschickt.' Nerreste Wolff- telegraphisches Larresponderrr-Burra». Berlin, 10. März. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Geschäftsordnung der DiScip linarbehördeu für die Schutzgebiete. Beutheu (Ober-Schlesien), 10. März. In der Falva- Hütte wurden gestern durch Platzen eine» Dampfrohr es 14 Arbeiter verbrüht, ein Arbeiter ist tobt. Ver», 10. März. Der vom Nationalrath eingesetzte Ausschuß Hal den Gesetzentwurf, betreffend die Einführung der obligatorischen Kranken- und Uufall-Ber- stcherung, unter finanzieller Mithilfe deS Bundes, ein« stimmig angenommen. Loudon, 10. März. Unter Haus. UnterstaatSsecretär des Aeußeren, Curzon, erklärt, er wiffe von keiner ergänzenden Antwort Griechenlands. Die Antwort Griechenlands und der Türket würde vorgelegt werden. ES sei keine Antwort von der Pforte auf die ergänzende Note eingegangen. Curzon glaubt, diese sei im Principe acceptirt. Der Coosul von Kanea berichtete heute: Glücklich, aber nicht ohne größte Gefahr, seien auS Kandano 523 Männer, 1017 Frauen und Kinder und 340 Soldaten gerettet. Auf dem Rückwege wurden 112 Soldaten in dem Blockhause von Spautako aufgelesen. Die Eingeborenen von Kandano wurden eingeschifft und jetzt schiffen sich ca. 100 muselmanische Flüchtlinge in Saltno-Castellt ein. Mau befürchtet, daß die Christen Selino- Castellt angretfen. Kanea, 10. März. Meldung der „Agencia Stefaoi". Auf die Nachricht von der demnächst erfolgenden Ankunft von Freiwilligen, die von der griechischen Regierung ausgerüstet wurden, verfügten die Admirale, daß eine Anzahl Schiffe um Kreta kreuzen solle, um die Landuug zu verhindern. Kauea, 10. März. HavaSmeldung: Infolge der ungenügenden Zahl der vorhandenen Schiffe ist die Beförderung aller muhamedanisch en Familien unmöglich. Kauea, 10. März. HavaSmeldung. Die europäischen Mannschaften, die mit der Befreiung der in Kandano Belagerten beauftragt waren, waren unter den gemeinsamen Befehl mit gleichen Vollmachten ausgerüsteter franzö- fischer und englischer Offiziere gestellt. Die Aufständischen ließen die Belagerten abziehen, nachdem fie diese entwaffnet hatten. Der englische Consul blieb während des Vorganges der Befreiung an Bord. Wafhiugtoo, 10. März. Der Ausschuß für Mittel und Wege des Repräsentantenhauses hat gestern die in das neue Tarifgesetz aufzunehmenden Zollsätze für Zucker festgesetzt. Hiernach wird der Zoll für Rohzucker von 96 Grad nach dem Polariskop auf iy3 Cent- pro Pfund festgesetzt. Für Zucker unter 96 Grad wird eine gleitende Scala ausgestellt, die bi» zu etwa 1 Cent pro Pfund herabgeht. Der gegenwärtige Zollsatz für Zucker von 75 Grad beträgt 40 pCt. vom Werth, der neue Zollsatz dagegen ungefähr 70 PCt. Der Differenzialzoll auf Zucker, der aus Ländern kommt, die Exportprämien zahlen, soll dem Nettobeträge der Exportprämie gleich sein und wird verändert, je nachdem die Exportprämie verändert wird. Zum Zwecke der Reciprocität soll der Präsident aber ermächtigt werden, den Zollsatz 7e Tent herabzusetzcn, wenn der Zucker auS Ländern kommt, die entsprechende Gegenvortheile gewähren. Der Unterschied deS Zolles für Roh- und raffinirten Zucker wird ungefähr Ve 2eut betragen. Die Zollsätze find durchweg Gewichts- zvlle. Der Ausschuß hat fich einstweilen gegen eine Bundes- Prämie ausgesprochen. Depeschen deS Bureau „Herolds Berlin, 10. März. Der Kaiser wird gelegentlich der Centenarfeier, wie dem „Berl. Tagebl." mitgrtheilt wird, an sämmtltche Soldaten der Armee Erinnerungs- Medaillen Vertheilen laffen. Berlin, 10. März. Die Budget - Commissi ou deS Reichstages wurde heute sofort nach Beginn auf unbestimmte Zeit vertagt, weil der Rrferent derselben, Abgeordneter Dr. Lieber, erkrankt ist. Berlin, 10. März. Zur heutigen Sitzung der Budget- commission des Reichstags, in welcher die Special- Berathung des Extraordtnartums des Marine- Etats beginnen sollte, waren die Staatssecretäre Hollmann und Graf Posadowöky in Begleitung von 10 RegierungS- Commissar^n erschienen. Bon den 28 Mitgliedern der Commission waren 27 zur Stelle. Abg. Dr. Lieber, welcher das Referat über den Marineetat har, war jedoch plötzlich erkrankt. In Folge dessen wurde auf Vorschlag des Vorfitzenden d. Kardorff die wettere Berathung einstweilen vertagt und die Sitzung aufgehoben. — Morgen soll der Etat des Bankwesens, der Zölle und Verbrauchssteuern be- rathen werden. Berlin, 10. März. Der „Nordd. Allgem. Ztg." wird aus Wien telegraphtrt, daß die Admiräle der bei Kreta versammelten Schiffe der Großmächte zur ZwangSaction gegen Griechenland bereit find, sobald die entsprechende Instruction der Mächte an fie erfolgt, was tu zwet bis drei Tagen erwartet wird. Vorerst dürfte wahrscheinlich eine Flottendemonstration erfolgen. Falls diese wider Erwarten vergeblich sein sollte, würden die wetteren bekannten Zwangs- maßregeln eintreten und die griechische Flotille nach dem Hafen von MtloS bugsirt werden, wo wenige Torpedoboote der Großmächte genügen würden, um sie in Schach zu halten. Berlin, 10. März. Der „Freis. Ztg." zufolge hat der StaatSsecretär deS RetchSmarineamtS, Admiral Hollmann, fein Entlassungsgesuch eingereicht, welches jedoch vom Kaiser abgelehnt worden ist. Der Anlaß zu dem Ent- laffungSgesuch waren Auseinandersetzungen zwischen dem Admiral Hollmann, dem Reichskanzler und dem Schatzsecretär Grafen Posadowöky anläßlich der bekannten Denkschrift über die Marineforderungen. Der Meinungsaustausch hatte am vergangenen Freitag nach der Sitzung der Budgetcommisfion deS Reichstages stattgefunden. Berlin, 10. März. Nach einer Meldung aus Beuthen (Ober Schlefien) haben die im oberschlefischen Industriegebiet ansässigen Angehörigen des österreichischen Heeres von den vorgesetzten Militärbehörden Befehl erhalten, sich innerhalb 24 Stunden bet ihrem Truppentheil zu stellen; man bringt diese Maßregel mit der Unsicherheit der Orieutlage in Verbindung. Krankfart a. «., 10. März. Die „Frkf. Ztg." meldet auS Konstantinopel: Der Aufmarsch der türkischen Truppen an der macedonischen Grenze vollzieht sich genau nach den Plänen v. d. Goltz Paschas. Dieser hat auch einen bis tut kleinste Detail ausgearbeiteten Plau eines Krieges für den türkischen Generalstab entworfen. Bei Beginn eines Krieges würde auch dieser Plan benutzt werden. — Bon den deutschen Offizieren, die fich in türkischen Diensten befinden, ist bisher noch keiner an die macedouische Grenze beordert worden^ Kola a. Rh., 10. März. Die „Köln. Ztg." tritt heute an der Spitze ihrer Ausgabe für die Hochseeflotte ein, da bet einer längeren Blokade der Küste man zur wirksamen Bertheidtgung derselben auf eine moderne Schlachtflotte angewiesen sei. Karlsruhe, 10. März. Auf dem in Offenburg statt- gehabten Parteitage der demokratischen und fretfinntgen Partei Badens erfolgte eine vollständige Trennung der süddeutschen Bolkspartei und der freisinnigen Bolkspartei. Wien, 10. März. Die Meldung eines Grazer Blattes, ein österreichisches Bataillon in Triest habe Befehl erhalten, sich kriegsbereit zu machen, um nach Kreta zu gehen, wird vom offictöseu „Fremdenblatt" als falsch bezeichnet. Lemberg, 10. März. Prtvatnachrichten zufolge haben am 7. März etwa 300 Bauern die Bewohner des StädtchenS Spola tm Gouvernement Kiew mit Dreschflegeln und Sensen üb er fall en. Zahlreiche Häuser reicher Bürger wurden zerstört und nachher geplündert. Das Haus eines Handelsmannes wurde dem Erdboden gleich gemacht. Diele Personen erhielten erhebliche Verletzungen. Auf telegraphische Requisition wurde von Kiew auS Militär gesandt. Die russische Regierung hat den Blättern untersagt, über diese Ruhestörungen etwas zu berichten. Mons, 10. März. Im Bergwerk Quarignon ereignete fich eine furchtbare Katastrophe. ES riß nämlich da» Seil einer Förderschale, in welcher eine große Anzahl Bergleute befördert wurden. Dieselben stürzten mehrere hundert Meter tief in den Schacht. Die Anzahl der Opfer ist noch unbekannt. Bisher wurden erst einige Leichen geborgen. Loudon, 10. März. Eine offictöse Note versichert, eS sei durchaus unwahrscheinlich, daß die Verhandlungen der Mächte in Betreff der gegen Griechenland zu ergreifenden Zwangsmaßregeln sich in die Länge ziehen werden, da Deutschland und Rußland auf einer sofortigen Action beständen. Athen, 10. März. Wie verlautet, rüsten fich die Gesandten zur Abreise. Die Truppensendungen nach der Grenze dauern fort. Die gestrige Kammerfitzung ist ausgefallen. Prinz Georg, der mit der Torpedo-Flottille sich bei der Insel MtloS aufhält, erhielt Verhaltungs-Maßregeln für den Fall eines Angriffs. Konstantinopel, 10. März. Heute find neue Befehle für die Activtruug von MilttärtrauSporten er- laffen worden. Neuerdings ist wieder eine Stockung auf der französischen Verbindungsbahn eingetreten. Konstantinopel, 10. März. Der Sultan hat befohlen, daß unter jeder Bedingung eine Anleihe ausgenommen werden solle, weil infolge Auszahlung des Briramgehaltes die Staatskasse völlig leer ist. — Ktamtl Pascha wurde das Großvezirat angeboren- bis jetzt lehnte dieser jedoch die Uebernahme desselben ab. — Der Marinewinister Hassan Pascha ist bei dem Sultan in Ungnade gefallen. Konstantinopel, 10. März. Griechenland hat sein Anerbieten, seine Truppen von der türkischen Grenze zurückzuzirhen, wenn die Türket dasselbe rhue, wiederholt. Der Sultan hat auch diesmal abgelehnt. Berlin, 11. März. Der Gesetzentwurf betreffend die Errichtung einer Gedenkhalle für die 1870 gefallenen Krieger wird am 12. März im Reichstage zur ersten Plenarberathung kommen. Berlin, 11. März. Die „Berl. Reuest. Nachr." finden eS nicht recht begreiflich, warum der Admiral Hollmann, wie die „Freis. Ztg." berichtete, feine Entlassung etn- gereicht haben sollte, wozu nur eine Veranlassung vorgelegen hätte, wenn er tu Widerspruch mit dem Reichskanzler gekommen wäre. Berlin, 11. März. Der Athener Correspondent deS „Berl. Localanz." hatte eine Unterredung mit dem König Georg, welcher dabet erklärte, die griechischen Truppen seien auf Kreta, um Ordnung zu schaffen, sie würden auf der Insel bleiben und die Türken ebenso beschützen wie die Christen. Berlin, 11. März. Der „Localanzeiger" meldet auS Frankfurt a. O.: Ein hiesiger practtscher Arzt entdeckte hier einen Lepra fall. Geheimer Rath Reißer auS BreSlau wurde mit der Untersuchung betraut. Hamburg, 11. März. Dem „Hamb. Corresp." zufolge ist die Durchführung der Blokade der griechischen Häfen und anderer ZwangSmaßregeln nur noch von dem Ausfall der heute in der Pariser Kammer ftattfindenden Der- Handlung abhängig. Schwurgericht. W. Gießen, 10. März. Heute wurde in die Verhandlung gegen den unbestraften 22 Jahre alten Dienstknecht Johannes Ritzel von Gelnhaar wegen Meineid cingetreten. Den Vorsitz führt Herr LandgertchtSrath Müller. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Koch. Die Vertheidigung liegt in den Händen des Herrn Asseffor Dr. Reuschäffer. ES find 15 Zeugen zu hören. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, daß er vor dem Amtsgericht Ortenberg in einem Cioilproceß, in welchem eine Wilhelmine Reitz gegen Wilhelm Reichert wegen Alimente geklagt, wissentlich falsch geschworen. Der That- bestand ist der folgende: Während deS Prozesses machte der Angeklagte der Klägerin in Gegenwart anderer Mädchen Mittheilung von einer obscönen Aeußeruog ihrer Gegners, deS Reichert, welche diese Mittheilung ihrem Anwalt hinterbrachte, der nun den Ritzel als Zeugen vernehmen ließ. Bor dem Amtsgericht Ortenberg hat nun der Angeklagte unter Eid auSgesagt, nicht Reichert, sondern er habe diese schmutzige Redensart gebraucht und diese Aussage so behauptet. Die Anklage sei wissentlich falsch. Der Angeklagte behauptet, in Ortenberg die Wahrheit beschworen zu haben, die Mittheilung, die er der Reitz und deren Freundinnen gemacht, sei, wenn er fie überhaupt gethan, gelogen oder von den Mädchen falsch verstanden worden. — Die Zeugin Wilhelmine Reitz von Usenborn, welche s. Z. in SelrerS gedient hat, behauptet auf daS Bestimmteste, der Angeklagte habe ihr gegenüber die fragliche Aeußerung so gethan, wie fie diese 'n ihrem Civil- proceß angegeben. — Der Zeuge Wilhelm Reichert wird unvereidet vernommen, vor seiner Vernehmung aber streng ermahnt, die Wahrheit zu sagen. Er bekundet, daß er vor dem Termin mit dem Angeklagten geackert und dieser ihm in Bezug auf den Prozeß gesagt hat: laß doch den Acker draufgehen. Zeuge hat diese Aeußerung so aufgefaßt, er solle die Alimente gutwillig bezahlen. — Zwei Zeuginnen bekundeten übereinstimmend, fie seien dabei gewesen, wie Angeklagter die den Reichert belastende Bemerkung gemacht, fie erinnern fich auf daS Allerbestimmteste, daß Ritzel die Mit- theilung gemacht, Reichert habe dies zu ihm gesagt. — Frau Stterle von SelterS war in dem Termin vor dem Amtsgericht Ortenberg, als der Angeklagte den heute unter Anklage stehenden Eid geleistet, seine Depofitionen seien damals stockend gewesen, er habe sich Alles abfragen lassen. — OöeramtS- richter Giller von Ortenberg gibt an, was der Angeklagte beim Amtsgericht Ortenderg beschworen, ob er stockend sich geäußert, kann der Zeuge nicht mehr sagen. Er habe gerade das Gegensätzliche bekundet, als das war, waS die Klägerin Reitz von ihm erwartet hatte, bezeugt zu bekommen. — Hilfsgerichtsschreiber Lullmann bekundet dasselbe wie der Borzeuge. — RechtSanwalt David sohn, Ortenberg, hat die Wilhelmine Reitz tm Civilproceß vertreten, er hatte das Gefühl, daß der Angeklagte in Ortenberg die Unwahrheit gesagt, diese Ansicht wurde durch die Art und Weise, wie Ritzel damals deponirte, bet ihm bestärkt. Auf Befragen deS BerrheidigerS gibt RechtSanwalt Davtdsohn an, er habe nach Beendigung des AlimentationSproceffeS in zweiter Instanz, der für die Wilhelmine Reitz verloren ging, die Meineidsanklage gegen den heute Angeklagten im Auftrage seiner Clientin bet der Staatsbehörde etngeretcht. — DaS Gastwtrth Klauer'sche Ehepaar von Ortenderg bekundn, daß die Wilhelmine Reitz mit den Z'ugen. die in ihrem Proceß vernommen waren, bet ihm am Tage deS Termins Einkehr gehalten. Die Reitz habe dem Angeklagten Borhalt gemacht, er hätte die Unwahrheit beschworen. — Der Schweinehirt Schenk bezeugt, er war In der Klauer'schen Wirthschaft empört, als der Angeklagte fick so frivol über den Eid äußerte, er sei hingegangen und habe am selben Tage dem Gendarmen Anzeige erstattet. — Schuhmacher Beckel von Selters bekunde», daß der Angeklagte zu ihm gekommen und zwar nach dem Termin und habe ihm mit- getheil», es sei auf dem Gericht zum Lachen gewesen- dieser Zeuge bekundet, daß der Angeklagte ihm gegenüber zugestanden, wa- er der Wilhelmine Reitz gesagt, sei wahr. — Der Angeklagte stellt dies entschieden in Abrede. — Der Schuhmacher JohS. Hofmann von SelterS steht in Arbeit bei Beckel, er war dabet, wie Ritzel seinem Meister auf dessen Befragen gesagt, daS, was er der Reitz und den anderen Mädchen gesagt, sei wahr. — Der Landwirth Kraft von Selter» war Dienstherr deS Angeklagten, dieser ist in vielen Sachen pfiffig, in anderen Sachen dumm zu nennen, Zeuge ist tm Allgemeinen mit dem Ritzel zufrieden gewesen. — Der Vorsitzende referirt aus den Acten, daß dem Verklagten Wilh-l» Reichert ein Eid zugeschoben war, den er auch leistete, wodurch der AlimentationSprozeß in zwei Instanzen für btt Klägerin Wilhelmine Reitz verloren ging. — Die den Geschworenen vorzulegenden Fragen lauten: Ob der Angeklagte schuldig deS wissentlich falschen Eides. Im Fall der Verneinung dieser Frage: Ob der Angeklagte fahrlässig falsch geschworen. Der Vertreter der Staatsbehörde, Herr Staatsanwalt Koch, plaidirt für schuldig des wissentlich falschen EtdeS. Ein fahrlässig falscher Eid sei vom Angeklagten nicht geleistet. Der Verthetdiger, Herr Assessor Reuschäffer, spricht für eine Verneinung deS Meineides sowohl als auch deS fahrlässigen Falscheides, er hebt die Zweifel hervor, welche zu Gunsten seines Clienten den Ausschlag geben müssen. — Nach erfolgter RechtSbelehrung ziehen sich die Geschworenen zu einer 7, stündigen Berathung zurück, worauf der Obmann, Herr Weinhändler Helm-Gießen, den Wahrspruch auf Schuldig deS Meineides verliest. Staatsanwalt Koch beantragt hierauf, auf 5 Jahre Zuchthaus, entsprechenden ®6r Verlust und dauernde Unfähigkeit, vor Gericht al» Zeuge oder Sachverständiger zu fungiren, zu erkennen. Der ver- theidiger bittet auf die geringste zulässige Strafe zu erkennen- Daö Urtheil lautet auf 3 Jahre Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 6 Jahre und dauernder Unfähigkeit vor Gericht Zeugniß abzulegen. Locales rind Provinzielles Gießen, den 11. März 1897. •• Militarbienstnachricht. Stumpff, Hauptmann und Compagniechef vom Inf. Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, zur Dienstleistung bet dem Krteg-mtnisterium commandirt. ** BezirkSeisenbahnrath. In der nächsten Zeit findet die erste Sitzung des die Eisenbahndirectionen Mainz, Cassel und Frankfurt a. M. umfassenden Bezirkseisenbahn- rathe» in Frankfurt a. Mk. statt, in welcher auch die nächsten Fahrplan-Entwürfe zur Berathung kommen werden. 8 Hier to.nh , 01 ibe bfefei* * ‘Ähr Rauptet k ^M'Su i i ’ »it jt"n'S.n,a"(! «in , laB doch dev „SNnntn wie Lu. fit ö Ritzel die ®|t, W-ärou ö bot dem atme. ^iurnnLEa« UnbWftoat>r chm mit u vwesrv; dies« Mer zugefiandtL »ahr. — Der Li> - Der SchuhmM i Arbeit bei Becke!, mf dessen Befragen anderen Mdchen iaft von SelierS in vielen Sachen n, 8-uze ist \t >|en. - Der W kxtlttfitw Wh'i t auch leistete, t Instanzen siir L - Die den 8r Ob der flngetlnr'- Im Fall der^ zte sahrläsfig W Herr Staatraer- HW f«W» -tagten nicht geleP if;; »Oil «1« «"«' oifel W'eV' ,, geben *■' «rf»0*! «’* 7 E* a!i L tarnen. ®L Strafe »utf* s OTb ab«1*; |te unb i«111 ;D. jiellef 11. *i SJi*“ i» *'?* . !.«'» Aerath^S •* Militärischer. Nicht ohne eine gewisse Spannung Netzen die gelammten deutschen Infanterie-Offiziere icm Centenart age entgegen, da sie an diesem, wie mit großer Bestimmtheit verlautet, erfahren werden, ob sie in ihren jetzigen Regimentern verbleiben oder den neu zu for- mirenben zugetheilt werden. Bekanntlich sind bisher nur die Adjutanten der neuen Brigaden ernannt und, als zur Dienstleistung bei je einer Division jedes Armeecorps commandirt, bereits seit einiger Zeit in vorbereitender Thätigkeit. Man kann sich denken, daß die Offiziere gern bet ihren alten Truppentheilen bleiben, da den neuen Regimentern die Stipendien, Casino-Einrichtungen und sonstige Annehmlichkeiten, welche die OfftztercorpS meist selbst beschafften, fehlen. Auch noch verschiedene andere neue Einrichtungen dürften öom Kaiser für das gesammte Heer am Centeuartage befohlen werden. Insbesondere erwartet man, daß auch wichtige Aenderungen an den Uniformen bekannt gegeben werden. •* Stadltheater. Freitag gasttrt hier Frl. Thessa Klinkhammer als „Nora". Der „Franks. Gen.-Anz." schreibt: Frl. Thessa Klinkhammer, das Mitglied unserer Bühne, gastirte am Stadttheater tn Hanau als Jbsrn'sche „Nora" mit außerordentlichem Erfolg. „Frl. Thessa Klink- Hammer gab als Nora", so urtheilt die Hanauer Kritik, ?eine so vollendete, fein charakterisiere Leistung, wie sie besser wohl schwer geboten werden kann. Die machtvollen seelischen Vorgänge wurden in überzeugender Weise zum Ausdruck gebracht, die Innerlichkeit und lebenSwarme Auffassung, vor Allem die einfach natürliche, fast kindliche Gestaltung der Rolle im ersten Thetl des Stücks, gaben uns einen hohen Beweis ihres künstlerischen Könnens." Compaguiefeier. Die Kriegskameraden zu Friedberg, welche im Jahre 1870/71 der 7. Compagnie 2. Großh. Hrff. Infanterie-Regiment Nr. 116 angehört, und 4» 4.16 Amertc. 2415 303'tz 164.60 | Oesterr. Credit-Actten Darmst. Bk-Actten Bahnhofstraße 30. 2439 Abmarsch 8 Ubr Vormittag» von der Ecke der Nordanlage und Ur Ederstraße- 1. 2. 3. 3 6 4 4 4 3 3 Brief 00.00 20.40 4.20 86» 103» 23.71 93» 24.3t 101» 104.lt Ein bravesLehrmädchen welche» da» Meidermache« gründlich Carl Schwan, Graveur. Portugiesen Mexikaner Monopol-Griechen von Eisend. Renten-. Obi. Buderu» ON. ^/ereinsnachrichterj Section Giessen Proceul 4*/i Oesterr. Silberreate 4 Ung. Gold-Rente de» Peitsch, i. SkKkrrkich. Alpkvvkrtiis. Sonntag, 14. m&t) Ausflug nach Marburg. Kunstverein. Mannfeld-Ausstellung 9MT dauert nur bis 16. d. Mts. eÄ6E 2209 20 Franken-St. Engl. Sovereign- Dollar» in Gold Hochachtungsvollst Fr. Äug. Helfenbein Waröurgerstraße Ar. 68. Franksurter Vroctei 3*/« Deutsche Reichsanl. 3 Preutz. Consol» Ausverkauf. Wegen Berkaus meine» Hause» muß mein Lager bis April geräumt sein, verkaufe daher Sonnen- und Regenschirme, Felzwaaren Kaufmännischer Verein. Außerordentliche General-Versammlung Samstag den 13. März, Abends 9 Uhr, im Vereinslocal (Postkeller). Tagesordnung: II. Zimmer, Kreuzplatz, Ecke der Mäusburg Nachforderungen zum Hausbau, Bewirthschaftung des Hauses, Anträge der Mitglieder in Gemäßheit § 50 der Satzungen. Um zahlreiches Erscheinen bittet 2062 Der Vorstand. Wegen bedeutender Vergrößerung meines Kagers in Gold-, Silber- und versilberten Waaren sehe ich mich veranlaßt, den Artikel Grostuhreu, als Stand- und Wanduhren, Wecker, Regulateure vollständig aufzugeben und setze diese Waaren zu bedeutend ermäßigten Preisen Einern Bekanntmachung. Die Ziehung der Massia-Geld-Liotterie findet bestimmt am Wlontag, den 15. März d. Js. statt. Es kommen nur haare Geldgewinne zur Verloosung und zwar Mk. lOOOO, 2000, 2 ä lOOO, 5 ä 500, 20 ä 10O, Lehrling, & welcher ein gutes Handwerk bei so» fortiger Vergütung erlernen will, gesucht. Wo? sagt die Expedition d- Bl. 103.95 97 85 103.70 00.00 102.80 Sonntag, den 14. Mars, Abends 8 Uhr: Vortrag des Herrn Realgymnafiallehrer, Privatdoceute» Or.Strack über: Die litterarische Einigung Deutschlands. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Auch Frauen hohen Zutritt. 2438 Der Vorstand. Ein Mädchen zur Beauffichtigung eine» zweijährigen Kindes tag-über sofort gesucht. Lehrling zu Ostern ober früher von einem hiesigen Fabrikgeschäft gesucht. Offerten unter Nr. 1365 an Zum bevorstehenden Frühjahr erlaube mir die Anfertigung von Hartenspatieren, Kütten, Kallen, Hartenhütten, Waschpfföcken, Saum- und Aosenstangev und aller in dieses Fach einschlagenden Artikel in empfehlende Erinnerung zu bringen. Sängerkranz. Samstag, deu 13. März, Abends 8‘/2 Uhr: Karnevalist. Unterhaltung in Steins Garten. Erscheinen in Masken-Costümen ist sehr erwünscht. 2327 Der Vorstand. Gesucht ein Mädchen, welche» gut kochen tarn und Hausarbeit vrrftebt. 2342 Krankfurierstraße 46, pari. 3Vs Gr. Hessische Obl. Stadt Darmstadt v. 1891 Kaufmännische Kranken- und Begräbnigkasse. 'e. H., Gießen. Außerordentliche cheneratversammtung Freitag, den 2«. März 1897, Abends 8'/- Uhr, im Restaurant zum „Zum Postkeller-. Tages-Ordnung: Auflösung der Kasse. Um allseitige Betheiligung wird gebeten. 242t Der Vorstand. Oesterr. SlaatSbahn v. 1885 92.45 4 Jtal. staatSgar. Eisenb. 55.00 5 bedeutend unter Kostenpreis. Schirmreparaturen müssen bis zum 20. März abgeholt werden. O I. Weitzenkorn, 9 Schuistraße 9. g 16.25 Fran». Banknoten 20.37 Oesterr. dto. I,n J. Kurz & Co., Giessen, -thhfßrstk 85. Börse vom 10. Mäiz 1897. Giessener Stadttheater Kreitag den 12. März 1897 t Gastspiel von Thessa Klinkhammer. KTora. Schauspiel in 3 Acten von Henrik Ibsen. 2421] Bon einer Eigarrenfabrik wird eist in Oberheffen rc. gut eingeführter, jüngerer «eisender für kleinere Touren gesucht. Off mit Ang d seither- Stellung u. GehaltSanspr. u st. st. 109 an die Exped. erb. Handlanger finden sofortige Beschäftigung bei Chr. Schmidt, 2411 Weißbindermeister. Gesucht ein in Garterarbeit geübte» Mädchen oder fttau für 2—3 Tage in der Woche den ganzen Sommer über. 23(0 Zu erfragen in der Expedition d. Bl. Ein Kellnerlehrling • ■ 1 *11 ■ in jeder beliebigen riohriftxrt und Karteiwrte IflölTl/AriAn TQ “äwigen Preisen an gefertigt in der VS Kd I Hl | Brnbl’scben Univ.-Druckerei (Pietsch & Scheel ■ ■ we nwee 8rhnUh-*M«* 7 3V. Frankstr. Hyp. Bk. unk. b. 1906 101.00 3»/. Hambrgr. Hyp. «k. unk. b. 1906 101. I 3V, Frkf.Hyp.Ered.D. unk. b. 1906 100.80 3‘/i Dreuß.Hyp. ».Bk. unk. b. 1905 101. J - a ' unf.b. 1905 103.80 3>/> Pomm.Hyp.A.Bk.uak.b.1906 1011» 3V, DeutfcheGrdsch.B. unk. b. 1906 101.00 4 Frkf. Ldw EredBk. unk. b. 1900 1021* |UAIV einen Garten hat B und sich dafür ein wirkliches Kleinod anschaffen NM W> ■ wiH, der beziehe Myoaotis Behstelneri, das Zwerg-Vergissmeinnicht. Es wird mit der Blüthe nicht höher als 2—3 cm. Reizend für Teppichbeete. Im März pflanzen Sehr vermehrungsfähig. 10 Pflanzen Mk. 1,50, 100 Pflanzen Mk. 18. Beschreibung und Abbildung im Pflanzen- catalog Seite 61 gratis und franco. J. C. Schmidt, Hoflieferant Sr. Maj. des Kaisers and Königs, Erfurt. Nähere» in der Expedition d. Blatte» 2423] Mädchen erkalten gute Stellen in drsieren Häusern bet hohem Lohn. Frau Ee^dicke, Bahnhofstraße 43. Zur Verttktuog der Hausfrau wird für Ende diese» Monat» auf drei bt» vier Wochen ein gebildetes, junge» Mädchen gesucht. Gest. Offerten unter Chiffre »L 300 an die Expedition d- Bl I2o89 Gesucht werden Mädchen für mehrere Beamten- Familien, sowie auch für Bürgersleute au bald bei Kran Müller, MberMen Toiiefe-Cream Nur echt mit Marke Pfeilring mril„PfeilrlDgi Schönheitsmittel k und xur ^Hautpflege. In Dosen ä ro, zou.öu Pf., in 7 ich en40 u. So Pf. u.nsn: Ä. C chrvba. — Druck und Xtrrtofl drc Brüblschrr' Ilnwerütars-Buch- unb Stnnbrn.fcrrt Birtslb & 6<6rDba) in (Birken. 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