Dienstag beit 12. Januar 18»» Nr. 9 Erstes Blatt Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger Amts- und Anzsigeblatt für den l«re:s Metzen chraiisöeikage: Gießener Iamilienökätter Amtlichem Theil Trr«°rft»°d. v. Gagern. & lögen icke Irwg. ununaci VT*b ‘OH*/ wmmv|iuhu v«.« UrwaltungSgerichtS, welches die Auflösung von Versamm- langen bloS wegen Gebrauchs der polnischen Sprache für K*”'“$1 unzulässig erachtet, als den einzig natürlichen und richtigen. nxi Die Behörde müsse dafür sorgen, daß Beamte vorhanden , -rordM sind, welche die polnische Sprache verstehen. Abg. von ui^dflnü »l-si!ch'n Ve-Hältniff- QlDuUyy weiter über die groß pl Annahme von Anz 'gen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Die Gießener Aamitienvtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal bcigelegt. Der Kietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. ssvoÜ in (System M. G. SRartr Minister seien anscheinend nicht RechtSgründe, sondern Gründe Politischer Natur maßgebend und dagegen müsse seine Partei auf daS Entschiedenste protestiren. Abg. v. Zedlitz (cons.) führt aus, er stehe ganz auf dem Standpunkt deS Abgeord« neten Heydebrandt. Abg. Dr. Stephan « Beuthen (Ctr.) wendet sich gegen die gestrigen Ausführungen des Ministers. Nicht das Publikum habe sich nach der Polizei, sondern die Polizei nach dem Publikum zu richten. Eine groß-polnische Agitation bestehe allerdings in Oberschlesien. Redner wendet sich weiter mit Entschiedenheit gegen die Unterdrückung der Muttersprache. Berlin, 9. Januar. Im BeletdigungSproceß deS Dr. Lange gegen Dr. Peters wurde letzterer heute frei- gesprochen. Berlin, 9. Januar. Wie der „Local-Anzeiger" auS Wieu meldet, hat Lt-Hung-Tfchang seinem Kaiser berichtet, der Zar werde in einigen Jahren mit seiner Gemahlin der Eröffnung der sibirischen Bahn beiwohnen, zu welcher ferner auch die Herrscher von China, Japan und Korea geladen würden. Diese würden in Wladiwostok Gäste des Zaren sein, welcher aller Wahrscheinlichkeit nach jenen Herrschern Gegenbesuche in ihren Residenzen abstatten werde. Berlin, 9. Januar. Dte'„Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: An die Meldung, daß der Oberprästdent von Schleswig-Holstein, v. Steinmann, zurücktritt, werden in den Blättern allerlei Nachrichten über seinen Nachfolger geknüpft und die verschiedensten Namen genannt. Nach unseren Informationen ist über die Wtederbesetzung des erledigten Postens noch keine Bestimmung getroffen. Berlin, 9. Januar. Die Commission für Arbeiter- ftatisttk ist heute Vormittag 10 Uhr unter dem Vorsitz deS UnterftaatSsecretärs Lohmann im Reichsamt deS Innern zusammen getreten. Berlin, 9. Januar. Die erste Berathung deS Gesetz« entwurfs, betreffend die Regelung derRichtergehälter, wird im Abgeordnetenhause im Anschlüsse an die erste Berathung deS Etats statifinden. Berlin, 9. Januar. Die Commission für Arbeiter- statistik ist heute Vormittag 10 Uhr unter dem Vorsitz deS UnterftaatSsecretärs Lohmann aus dem Ministerium für Handel und Gewerbe im ReichSamr des Innern zusammengetreten. Den Mitgl cdern war eine sehr umfangreiche, ein- gehendes Material enthaltende Denkschrift über die Ergebnisse der Erhebungen in der Kleider« und Wälche-Consection zugegangen, um deren Bearbeitung sich Geh. RegierungSrath Dr. Wtlhelmt besondere Verdienste erworben hat. Thorn, 9. Januar. Seit drei Tagen herrscht in den östlichen Provinzen sehr strenge Kälte. Die Eisenbahn- züge erleiden erhebliche Verspätungen, da zahlreiche Rad- retfenbrüche vorkommen. AuS der Provinz werden verschiedene Todesfälle in Folge Erfrierens berichtet. Hamburg, 9. Januar. Der Stand der Hafenarbeiter ist unverändert. Die Räumung der Quais schreitet fort. Gießen, den 8. Januar 1897. vrtr effend: Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen «n die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Erfahrungsgemäß häufen sich in den Monaten März und April die Baugesuche derart, daß — insbesondere da, too die vorherige Feststellung von Baufluchtlinien stattzufinden . hat — für die Betheiligten unliebsame Verzögerungen nicht zu vermeiden sind. — Wir beauftragen Sie daher, durch wiederholte entsprechende ortsübliche Bekanntmachung auf möglichst frühzeitige Vorlage der in diesem Jahre zu erwartenden Baugesuche hinzuwtrken. v. Gagern. Gießen, den 11. Januar 1897. Betreff end: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien Alteu-Buseck, Beuern, Climbach, Daubringeu, Großeu-Buseck, Mainzlar und Treis a. d. Lda. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie sofort ■airf ortsübliche Weife veröffentlichen lassen und vor dem Betreten des durch das Schießen gefährdeten Geländes warnen. lbevds 8 Uhr: mnlung, Berichterstattung. Ausland. Wien. 9. Januar. In der gestrigen Gemeinde- rathssitzung kam eS während der Berathungen über die Subventionirung des Studentenheims in Ctllt zu großen Scandalfcenen infolge Auseinandersetzungen zwischen dem Bürgermeister und dem L beraten Dr. Mittler. Letzterer wurde von den Verhandlungen ausgeschlossen und für drei weitere Sitzungen sein Ausschluß angeordnet. Nur mit großer Mühe konnten Tätlichkeiten verhindert werden. Wien, 9. Januar In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses kam wiederum die Frage der Aufhebung des ZeitungsstempelS zur Verhandlung. Der Finanz« Minister v. BlltnSki erklärte, die Regierung bekämpfe die Aufhebung nicht grundsätzlich, sondern nur auS finanziellen Gründen; es handle sich um die Deckung deS dadurch entstehenden Ausfalles. Die Regierung werde dem Haufe ent» sprechende Vorschläge machen. Rom, 9. Januar. König Humbert hat dem Major Nerazztni das Groß-O!fisier«Kreuz des Kronenordens verliehen. Derselbe wird nochmals nach Schoa zurückkehren, um die Höhe der Entschädigungssumme mit dem NeguS zu besprechen. Eine Abschlagszahlung von 300,0000 Lire ist bereits bezahlt worden. Rom, 9. Januar. Heute find alle socialisttschen Clubs und Arbeitskammern in der Hauptstadt und in den Provinzen aufgelöst worden. Monte Carlo, 9. Januar. Der deutsche Handelsreisende Ramaß beging infolge starken SpielverlufteS einen Selbstmordversuch durch Vergiften; er konnte jedoch gerettet werden. Mons, 9. Januar. Gestern wurde dem Locomotivführer des Expreßzuges Parts—Brüssel in der Nähe der Station Hal beim HtnauSsehen aus dem Fenster von einem in ent« gegengesetzter Richtung kommenden Schnellzuge der Kops vom Rumpfe vollständig abgerissen. Paris, 9. Januar. Der NeguS Meneltk ist benachrichtigt worden, daß er in offizieller Weise zur Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 etngeladen werde. Menelik versprach, die Einladung anzunehmen. Bon Paris wird er mit Gefolge nach Petersburg reisen. Nizza, 9. Januar. Ministerpräsident Msltne empfing gestern in Cannes den Besuch deS Großfürsten Michael. Während der viertelstündigen Dauer der Zusammenkunft wurden die gegenseitigen Wünsche für daS Gedeihen Frankreichs und Rußlands ausgesprochen. Meline ist Abends nach Pari» zurückgereist. London, 9. Januar. „Daily Chronicle" meldet, daß wiederum größere Truppentransporte nach Alexandrien abgehen werden, um die nach Khartum bestimmten Truppen zu verstärken. Kopenhagen, 9. Januar. Die bevorstehende Reise des Kronprinzen nach Stockholm steht in Verbindung mir der Verlobung seiner zweiten Tochter mit dem schwedischen Prinzen Carl. Krtstianstad (Schweden), 9. Januar. Heute früh 3 Uhr wurden in der hiesigen Gegend zwei von heftigem Getöse begleitete Erdstöße verspürt, welche Thüren und Fenster erzittern machten. Canea, 9. Januar. Bewaffnete christliche Banden, die am Südufer der Sudabat auftauchten, griffen die türk schen Ortschaften an. Infolgedessen sandte der Gouverneur et» starkes GenSdarmertecorpS dorthin ab. Auf den übrigen Thetlen der Insel find keine weiteren Ruhestörungen vorgekommen. Petersburg, 9. Januar. Die Regierung hat den Beschluß gefaßt, behufs Verhütung der Einschleppung der Beulenpest aus Indien nach Rußland eine Commiision einzusetzen, die unter der Leitung deS Chefs des SanitätSdepartemenrS Dr. Rogozin, die nöthigen Schutz und Präventivmaßregeln feststellen, sowie die rasche Durchführung derselben überwachen soll. Melbourne, 8. Januar. Die Schiffsmaschtnisten nehmen morgen die Arbeit wieder auf. Die den Gewerk vereinen nicht Angehöienden werden in Arbeit behalten, bis die Frage in einer am Dienstag in Sydney abgehaltenen Conferenz geregelt ist. Vierteljähriger Abonnementspreis r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Rcdaction, Expedition und Druckerei: Zchulssraße Ar.7. Fernsprecher 51. sind, welche die polnische Sprache verstehen. Abg. von Heydebrandt (cons.) führt aus, das mehrerwähnte Er» kenntniß des Oberverwaltungsgerichts treffe auf die ober- ,: nicht zu. Redner verbreitet sich ......... .. , polnischen Bestrebungen in Oberschlesien unb fordert, daß die Regierung mit aller Entschiedenheit dagegen vorgehe. Abg. Kirsch (Ctr.) führt aus, für den Deutsches Reich. Berlin, 9. Januar. Der Kaiser nahm gestern Abend daS Diner im Kreise des Offizier - Corps des ersten Garde- RegimentS zu Fuß ein. Bei dieser Gelegenheit wurde ein, dem Offizier-Corps dieses Regiments von einer Anzahl deutscher Fürsten gestiftetes, von dem Maler Karl Röchling gemaltes Bild, welches den Moment darstellt, in welchem ftaifer Wilhelm I. am Abend des 2. September 1870 beim Umritt deS Schlachtfeldes von Sedan das bivouaktrende erste Garde Regiment begrüßt, überreicht. Berlin, 9. Januar. DaS Abgeordnetenhaus be- sprach heute die Interpellation Stephan - Beuthen (Ctr.) betr. Auflösung von Versammlungen in Ober- **» 8‘/< Nhr, ----- Bekanntmachung, betreffend: Schießübungen. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß Gebracht, daß das erste Bataillon des Jnfauterie- kegiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 Donnerstag den 14. Januar, Freitag „ 15. „ Gamstag „ 16. „ jedesmal von Vormittags 9Vs bis Nachmittags 2V, Uhr, Schießübungen mit scharfen Patronen in dem Gelände zwischen Alteu-Buseck—Großen Buseck, Beuern, Climbach, Treis a. d. Lda.—Mainzlar und Daubringen abhalten wird. Das gefährdete Gelände ist mit Posten abgesperrt und wird vor Betreten desselben gewarnt. Die Straßen Treis a. Lda. — Mainzlar — Daubringeu — Alten - Buseck — Großeu-Buseck — Beuern und Allertshausen sind ungefährdet. Gießen, den 11. Januar 1897. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. üt: :he rberung der Satzungen. _ Der Vorstand. en Meider-Curjns if tag, 14. Januar n hierzu nehme id) in ntb »warckstraste 26,1. T S Mon 6nde; kur ü, 4fr vtte'm. 16 ••• Z,HV, u>, cert McnlSniustk. v Niedenau lb te7stets auf Lager । drutM aöriken mann 8 89 J Luger in rusmödeltl,; jln aller Art. \ Mttimgeu. 151! । Schlesien wegen Gebrauchs der polnischen Sprache. Abg. Munckel (frs. Vg.) erklärt den Standpunkt des Ober- Wslff» telegraphisches 6ondponbeni«®mcaM. Berlin, 10. Januar. Der russische Militär-Bevollmächtigte am hiesigen Hofe, Oberstlieutenant Prinz Enga- litscheff, begiebt sich im Auftrage des Kaisers von Rußland nach Paderborn, um dem Husaren-Regiment Kaiser Nikolaus II. von Rußland (l. Westfälisches) Nc. 8 daS Bild seines hohen Chefs zu überreichen. Brüssel, 10. Januar. Den Zeitungen zufolge organifirt die focialistische Parteileitung eine große Kundgebung anläßlich der bevorstehenden Rekrutirung, indem fie die stellungSpfltchtigen Arbeiter auffordert, den Heeresdienst zu verweigern. Die Regierung trifft Maßregeln, um der Demonstration zu begegnen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 10. Januar. Der „Loc. Anz." meldet aus Konstantinopel: Hier ist das Gerücht verbreitet, daß in Trapezunt wieder große Massacres an Armeniern ftatt» gefunden haben. Nähere Einzelheiten fehlen noch. Das italienische StationSschiff ist dorthin abgefahren, angeblich weil auch Italiener massacrirt worden seien. Villach, 10. Januar. Gestern vergiftete sich aus Furcht vor Wahnsinn der hiesige Gymnasial Professor Krod in einer Apotheke, indem er sich einer Flasche mit Morphium bemächtigte und dieselbe auStrank. Brussel, 10. Januar. In der vergangenen Nacht starb der General Marechal, General-Jnspecteur der Bürgen garde, welcher kürzlich noch als Nachfolger des KriegSministerS Brafsine galt. Pari«, 10. Januar. Die Morgenblätter bezeichnen da» gestern verbreitete Gerücht, der Minister des Aeußern, Hanotaux, wolle zurücklreten, weil er mit der jetzigen diplomatischen Lage Frankreichs unzufrieden sei, für vollständig erfunden. grat* Wie». 11. Januar. Der Kais er empfing gestern den deutschen Militär Attachee, den Grafen Hülsen in Audienz. »rüffel, 11. Januar. Mit Rücksicht auf die Eventualität eines allgemeinen Bergarbeiter Ausstandes in ganz Belgien hat die Regierung mehreren TruPpeniührern den Befehl ertheilt, ihre Regimenter marschbereit zu halten. Einem gestern in Charlerot abgehaltenen Bergarbe'ter Congreß wohnten 200 Delegirte verschiedener Grubenbez'rke bei. Dieselben berichteten, daß die Arbeitgeber sich zu den Forderungen der Arbeiter entschieden ablehnend verhalten. Hinter verschlossenen Thüren wurde sodann berathen, ob ein allgemeiner Ausstand nöthig sei, um eine Lohnerhöhung zu er- zielen. DaS Ergebniß der Berathungen ist noch unbekannt, doch glaubt man, daß eine allgemeine Arbeitsniederlegung für sofort nicht zu befürchten ist. Brüssel, 11. Januar. Dem „Soir" zufolge wurde hier ein milttärischer Socialisten club entdeckt, 17 Soldaten sollen in die Affaire verw'ckelt se>n. Paris, 11. Januar. Der New Yorker „Herald" meldet aus Nizza: Die Baronin Hirsch stlfrete zwei Millionen für ein Hospital für schwindsüchtige englische Kinder. Am Meeresufer werde bereits ein paflender Bauplatz auSgewählt. Cocate» nnö provinzieller- Gießen, den 11. Januar 1897. ♦ ♦ Empfang. Seine König!. Hoheit der Großherzog empfingen am 9. Januar u. A. den Professor Dr. Sommer von der Landes-Universität. • * Die Beerdigung des am 7. ds. Mts. verstorb-uen Geh. Hofraths Prof. Streng hatte am SamStag Nachmittag ein großes Trauergefolge um dessen Grab versammelt. Herr Pfarrer Dingeldey beleuchtete in seiner Grabrede in erhebender Weise daS Leben und Wirken StrengS, er schilderte ihn als strebsamen Schüler und späteren thätigen Gelehrten, wie als treuen Familienvater und glühenden Patrioten. — Den Empfindungen der Universität, welcher Streng volle 28 Jahre angehörte, gab der derzeitige Rector, Geh. Kirchen- ralh D. Stade, in beredten Worten Ausdruck. Als Zeichen der Dankbarkeit legte derselbe den von der Universität gespendeten Kranz mit den Worten am Grabe nieder: Re- quiescat in pacem. — Herr Prof. Dr. Wimmenau er gab, indem er ebenfalls einen Kranz niederlegte, im Namen der philosophischen Focultät ein treffliches Lebensbild des Dahingeschtedenen in Bezug auf sein Wissen, seinen Forscher- fle ß, seine Lehrthät gkett, seinen Kunstsinn und die treue Erfüllung seiner Pflichten gegen das Vaterland. — Ein ehemaliger Schüler des Verblichenen legte unter dem Ausdrucke tec Dankbarkeit im Namen der Mitschüler einen Kranz am Grabe nieder. — Herr Hoftraiteur Kirch gedachte der Verdienste StrengS in seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied des nationalliberalen Vereins und legte als Zeichen des DankeS für treue Pflichterfüllung im Namen des Vereins einen Kranz nieder. ♦ * Credner Feier. Dem Festacte, welcher aus Anlaß des 100. Geburtstages des Professors D. Carl August Credner gestern Mittag 12 Uhr in der Uni- versitätS-Aula abgehaltcn wurde, wohnten u. A. bei der L hrkörper der Univelsität, mit Sr. Magmficenz dem Herrn Rector an der Spitze, Herr Oberbürgermeister Gnauth, von der Familie Credner Herr Pfarrer Manchot aus Hamburg nebst Gemahlin (Tochter Credners) und Tochter, Verlagsbuchhändler Credner aus Leipzig nebst Sohn und zwei Töchtern, SanitätSrath Dr. Cre dn er aus Bad Nauheim nebst Tochter, sowie deffen Schwiegersohn (Herr Hempel Von Gießen). — Den gesanglichen Theil hatte der evang. Kirchengesangverein übernommen. Er trug zu Beginn der Feier aus Mendelssohn« „Paulus" vor: „Wie lieblich find die Boten, die den Frieden verkünden", zum Schluß: „Ein' feste Burg ist unser Gott". Die Festrede hielt Herr Prof. D. Baldensperger. Redner verbreitete sich in sehr ein« drucksvoller Weise über daS Leben und Wirken CrednerS- er schilderte, wie Credner im Dienste der Wiffenschast aufging, nicht nur als Theologe, sondern auch auf dem Gebiete der Mineralogie, Chemie usw., zählte seine Erfolge während der in die Zett von 1832 bis 1857 fallenden Lehrtätigkeit, seine Verdienste um die Universität, besonders auch um die Bibliothek auf, welche er durch Verbindung mit der Sencken- bergischen Stiftung förderte, ihr eine große Anzahl werthvoller, bereit« dem Untergange geweihter Handschriften rettete und Veranlassung gegeben, daß ein Catalog gedruckt wurde. Redner zeichnete ferner ein eindrucksvolles Bild der damaligen Zustände an der Universität und in der Stadt, gab weiter treffliche Characterzüge CrednerS au« der Zeit, in der er in scharfen Conflict mit dem damaligen Kanzler Linde gerieth, hob ferner die große Anhänglichkeit der Studirenden an Credner in jenem Kampfe, sowie die Thatsache hervor, daß in diesem Kampfe ihm gerade in seiner Docentenstellung nicht beizu- kommen war, constatirt auch, daß Credner leider hierbei keinen Rückhalt an seinen College» hatte. Sein Leben glich einem steten Kampfe um die Wahrheit, bis am 16. Juli 1857 der Tod demselben ein Ende machte, nachdem ihm noch ein Jahr vorher, als er schon gebrechlich, zum achten Male daS Amt des DecanS seiner Facultät übertragen worden. Der Name Credner sei werth, von Allen mit Verehrung genannt zu werden, er sei zu den Ersten zu zählen, die der Wiffenschast neue Wege geebnet, nicht vergessen solle deshalb sein am heuttgeu Tage, nachträglich der Geschichte Gerechtigkeit zu Theil werden zu taffen; eine schwere Schuld an Credner sei zu sühnen und bitte er, seine Rede mit als Theil der dem Verstorbenen schuldigen Sühne zu betrachten. — Herr Prälat D. Habicht nahm hierauf daS Wort, um Namens der noch lebenden Schüler CrednerS die Gedenktafel zu überreichen, die am Haufe CrednerS angebracht werden soll. Redner war von 1840—1843 Schüler CrednerS und schilderte den Eindruck, den Credner damals auf seine Schüler gehabt- er rühmt deffen reichen Kenntnisse, aus denen sie gefühlt, daß ein ganz neuer Geist durch die Wissenschaft ziehe- aber nicht nur als Lehrer lebe Credner in der Erinnerung fort, sondern auch als Kämpfer für die Wahrdeit- mit der Art und Weste, rote die Studenten damals behandelt wurden, habe Credner sich nie einverstanden erklä't- er lebe fort in deren Gedächtnis?, er hoffe, daß auch in der Facultät, der er die G denkrafel hie-mik übergebe, nicht vergessen werde das, waS Credner getban, und die Tafel geschützt werde für alle Zukunft. — D ' Decan der theologischen Facultät, Herrn Geh. Ki'chenrarh Prof. Dr. Koestlin, nahm hierauf unter dem Ausdruck des Danke« der Faculrät die Ehrentafel entgegen. Daß sie aus den Händen einstiger Schüler CrednerS, auS den Händen des obeifien Vertreters der practischen Geistlichkeit die Ehrentafel entgegen nehmen könne, erfülle die Faculiät mit besonderer Genugthuung. Herr Prof. Koestlin erklä'te weiter, daß niemals aus den Augen verloren werde die Aufgabe, herauSzuarbeiten die Wahrheit auS der Geschichte und Entwickelung der Kirche- er betrachke daher die Tafel als eine Mahnung zur E füllung der Pflichten gegen Gott, als eine Ehrung dessen, der keine andere Waffe kannte, als die Liebe. Die von Herrn Emil Kalbfleisch hier in weißem Marmor ausgeführte Tafel enthält in goldenen Lettern die Inschrift: Hier wohnte D. Carl August Credner Professor der Theologie an der Landes-Universität von 1832—1857. Diese Tafel wurde seil em Andenken gestiftet von dankbaren Schülern an seinem 100. Geburtstage, 10. Januar 1897. Herr Oberbürgermeister Gnauth betonte hierauf in seiner Ansprache, daß neben weiteren Kreisen auch die Stadt Gießen an der Feier theilnehme, da sie sich eins wisse mit der Universität, dem Manne den verdienten Dank und Lorbeer zu widmen. Auch die Stadt Gießen wolle Credner ehren - die Stadtverordneten Versammlung habe deshalb beschlossen, einer Straße in dem künftigen neuen Stadttheil den Namen „Crednerstraße" zu geben, damit Über da« Ge- dächtniß der Gegenwart hinaus eihalten werde der Name Credvers und deffen, waS er für die Wissenschaft gethan und erkämpft hat. — Se. Magmficenz Rector D. Stade dankte Namens der Facultät für diese Ehrung Credners durch die Stadt- die Facultät erblicke darin ein Zeichen freundlicher Gesinnung und bitte er der Stadtverordneten-Dersammlung gegenüber der Dolmetsch zu sein der Empfindungen der Facultät unv deren Dank zu übermitteln. — Herr Pfarrer Manchot aus Hamburg stattete hierauf in seiner Eigenschaft als Schwiegersohn Credners den Dank der Familie ab, er dankte sowohl der Facultät, den ehemaligen Schülern wie der Stadt- verordneten Versammlung- der heutige Tag mache im Herzen der Kinder lebendig den Segen, der der Thättgkeit Credners entsprungen, er gab nach einem Ueberblick über die Werke Credners, sein Wirken als Gelehrter und Mensch der Hoff, nung Ausoruck, daß die Art der Sühne, das pietätvolle Ge- dächtniß beitragen werde zur Erleichterung der auf der evangelischen Kirche liegenden schweren Lasten. Silberne Hochzeit. Das Geldbriefträger Philipp Brand'jche Ehepaar beging gestern im Kreise zahlreicher Freunde im Restaurant zum Löwen die Feier seiner silbernen Hochzeit. * • DaS gestrige Eiscorrcert, welches allerdings durch wahrhaftes Frühlingswetter begünstigt wurde, war sehr, stark besucht. Tausende bewegten sich auf der glatten Fläche der Bahn, während mehrere hundert Zuschauer auf dem Damm der Mvlttestraße Aufstellung genommen hatten. Gießener Zitherklub. Der am vergangenen Sonntag abgehaltene Familien-Abend hat wieder gezeigt, daß doch noch Sympathie für den Verein und das, waS er leistet, besteht. Die beiden Sauer'schen Säle waren dicht besetzt und verharrten die Mitglieder bis zur späten Stunde. * ♦ Gustav Amberg kommt. Der im vergangenen Jahre mit so großem Beifall aufgenommene Experimental- Vortrag des Physikers Amberg-Berlin wird nun sicher in diesem Jahre wiederholt werden. Es ist dem Kaufmännischen Verein gelungen, gemeinsam mit dem Orts- gewerbeverein Amberg zu einem Vortrag mit Demonstrationen für zwei Abende zu gewinnen und find dafür der 20. und 21. d. Mts. in Aussicht genommen. * * Diebstahl. In der Nacht vom 9. auf den 10. l. M. überraschten zwei Schutzleute zwei Diebe in einem HauS« garten in der Grünbergerstraße, als fie mit Wäsche- abhängen beschäftigt waren. Sie ergriffen die Flucht, indem fie über die Gartenspaliere in die Nachbargärten sprangen und dann weiterflüchteten, so daß sie in der Dunkel« beit entkamen. Zwei Betttücher und eine. Tischdecke fielen den Dieben trotz der alsbaldigen Verfolgung in die Hande. Einbruch. In der Nacht vom SamStag auf Sonntag zwischen 2 und 3 Uhr wurde ein Kaufmann auf dem Marktplatz durch Geräusch in seinem Laden auS dem Schlafe geweckt, er bemerkte auch, als er durchs Fenster sah, Licht tm Comptoir. Daß eS sich um einen Einbruch handelte, war ihm sofort klar, weßhalb er sofort die Knechte und daS männliche Personal weckte und sich mit diesen in den Laden begab. Hier überraschten sie den Einbrecher und überlieferten ihn der Nachtpatrouille, die auch inzwischen hinzugekommen war. Derselbe hatte bereits mittelst einer eisernen Klammer einen Pult erbrochen, auS der Ladenkaffe 3,28 Mk. entnommen und sich auch sonstige für ihn brauchbare Gegen- stände angeeignet. Der Dieb hatte sich Abend« in das Haus eingeschlichen und sich einschließen lassen, um die Nacht gehörig einzuheimsen. Ec entpuppte sich als der 35 Jahre alte Dachdecker Eduard Bender au« Praunheim bei Frankfurt a. M., ein schon dreimal wegen Diebstahls mit längeren Gefängniß- und Zuchthausstrafen bestrafter Einbrecher. ’• Die vorgefchriebeue Prüfung im Hufbeschlag haben u. A. bestanden Emil Euler au« Gießen, Georg Neuschäfer auS Butzbach. + Geiß-Nidda, 10. Januar. Zum dritten Male seit Jahre^rift stehr unsere Gemeinde vor der Wahl eines Oberhauptes, da sowohl die am 2. Mai wie auch die am 14. (September 1896 stattgkhabte BÜrgermeisterwahl aus erhobene Rciamation der jeweils unterlegenen Parteien hm seitens des »re.SauSschuffeS, unter jedesmaliger Belastung der Gemeindekosie mit 60 Mk. Strafe, für ungiltig erklärt worden war. H^entlich unterbleiben diesmal jene zu den früheren Beanstanda-gen rc. geführt habenden Agitationen, damit die neue Wahl unserer Gemeinde zum Frieden und der Bewohnerschaft zur Ette gereiche. - d- Lindheim, 10. Januar. DaS Leben eines hochbetagten Mannes bin hier hat einen recht plötzlichen und tragischen Abschluß gefunden. Ein Greis von bereit« über 80 Jahren, dessen Geh schon seit einiger Zeit erwaS vmnachtet war, schlief ganz allein in einem Zimmer deS zweiten Stockes. In später Drrnde der Nacht verließ er sein Lager, begab sich and Fenster und öffnete dasselbe, um hinauSzusehen. Wahrscheinlich hatte er sich hierbei zu weit vorgelegt- denn der altersschwache Mann bekam da« Heber« gewicht und stürzte hinunter auf die Ttraße, unglücklicherweise auch noch auf einen vor dem Haul.e liegenden Baumstamm. Ein Handelsmann wurde durch da« Stöhnen des Verunglückten auf diesen aufmerksam und sorgte dafür, daß er in daS Haus zurückgebracht wurde. Infolge deS hohen Alters war der Betnffrnde nicht im Stande, die durch den Sturz erlittenen Verletzungen zu überstehen und ist bald darauf durch den Tod von seinem Leiden erlöst worden. • „Verbogene Lenkstange" benennt sich ein in I ena bestehender Radfahrverein. ♦ „Weihnachts-Schulze" haben die Kmder einen im Osten Berlins sehr bekannten ehemaligen Schreinermeister getauft, der vor etwa 10 Jahren seine Kinder, zwei hoffnungsvolle Knaben, bei einem durch unvorsichtige« Umgehen mit einem Weihnachtsbaume entstandenen Brande verloren hat. Seitdem ist der rasch gealterte Mann tiefsinnig- sein ehedem blühendes Geschäft ist schnell heruntergekommen, vor drei Jahren hat er seinen letzten Gesellen entlassen und bald darauf nahmen ihm hartherzige Gläubiger das Letzte. Nahezu unablässig murmelte der Alte Weihnachtslieder und wird nicht mild-, in halb wirren, halb herzzereißenden Reden sein Unglück zu schildern. In letzter Zeit pflegte er auf dem Weihnachts- markte selbstverfertigte Puppenstuben, Kinderspttlzeuge rc. fetlzubieten. Niemals entließ er, in Erinnerung an sein trauriges Geschick, einen Käufer, ohne ihm die Mahnung mit« zugeben, doch ja auf feine Kinder recht acht zu haben. Weih- nachts-Schulze liegt seit einigen Wochen sehr krank im Spttale, der arme Mann wird wohl kaum noch einmal die Lickter am Weihnachtsbaum glänzen sehen, die ihm lo unsägliches Elend gebracht. Aengstlich. Bankier (zum Kassirer): „Na, waren Sie beim Doctor, was sagte er?" — Kassirer: „Er hat mir starke Bewegung verordnet." — Bankier (erschreckt): „Gott, bewegen Sie sich nur nicht zu weit!" Anpreisung. Heirathsvermittler: „Oder nehmen Sie lieber die kleine Bertha, die ist um zehntausend Mark mehr Engel als die Ella." Im Hochgebirge. Eine Dame aus dem Flachlande steht in voller Bewunderung vor einem mächtigen, aus dem See aufsteigenden schneebedeckten Bergriesen. Endlich ringt ihr der großartige Anblick die Worte ab: „Ach, wie niedlich!' Hyperbel. „Hat Ihre Tochter denn eine kräftige Stimme?" — „Na, ich sag' Ihnen, neulich hat sie sich drei Zähne wackelig gesungen!" Im Parkett. „Bitte, gnädige Frau, nehmen Sie doch den Hut ab, ich sehe nichts, das Haar können Sie ja aufbehalten." Ein neuer Jammer. „Jedesmal, wenn ich mit meiner Frau ausgehe, habe ich am andern Morgen Katzenjammer." — „O, das ist noch gar nichts- wenn ich mit meiner Frau ausgehe, so habe ich nachher einen ganzen Monat Kassenjammer!" Starke Wirkung. Herr: „Aber warum wurde denn eben das Ballet abgesagt?" — Lieutenant von Strammsky: „Aeh, soeben meine Verlobung hinter Coulissen bekannt geworden, Balleteusen Schreckensnachricht in Beine gefahren/ Kein Vergnügen. Commis: „Herr Principal, ich komme mit meinem Gehalt nicht mehr aus." Principal: So und wieviel geben Sie für Vergnügen aus?' — Commis: „Nichts, gar nichts." — Principal: „Machen Sie mir doch nichts weiß, Sie haben ja gestern Abend noch Scat gespielt." — Commis: „Ja, nennen Sie das ein Vergnügen, wenn man beständig verliert?" Citeratar unfc TCunft. — Mit dem Motto „Das Inserat ist der Bahnbrecher deS Neuen, der Lichtträger des Alten, der geflügelte Bote ves Erfolges' gibt die CentrastAnnoncen-Expeditton von G. L» Davbe «. Eie. um die Wende des Jahres ihren in 28. Auflage erscheinenden ZeitungScalalog für bad Jahr 1897 auS und bietet damit ihren Inserenten und Geschäftsfreunden eine nach Form und Inhalt gleich willkommene Neujahrsgabe. Der Caialog präsenlirt sich in dem Gewand einer elegant ausgestatteten Schreibmappe mit ein.r Anzahl bester Lölchcartons, die auch dem fleißigsten Correspondenten für ein ganzes Jahr ausreichen dürften. So gefällig das Aeußere, so reich ist der Inhalt des Catalogs. Neben einer genauen Eisenbahnrarte von Deutschland, einem Kalender, einer Zusammenstellung der allgemeinen Postbestimmungen, einem Profpect über die im Jahre 1897 stattfindende Sächsisch Thüringische Ausstellung, für welche der Firma G. L. Daube u. Co. die He-stellung des oifictellen Catalogs und Führers übertragen worden ist, gibt der Catalog vor Allem einen sorgfältigen und gewissenhaften U berblick über alle Jnsertions- organe des In und Auslandes mit genauen Angaben Über die Jnsertionsbedingungen für Annoncen- und Reclametheil ltoe8 einzelnen Blattes, sowie über seine politische Tendenz. Ein OttS- register erleichtert die Benutzung des Catalogs, der auch dieses Mal wieder bei allen denen, die einen zuverlässigen Rathgeber in Jnser- tions Angelegenheiten wünschen, sich einen dauernden Platz auf dem Schreibtisch sichern wird. für u„ LM. ' Mtlm«’™« «Hin L?ü -ä£= “ÄS? > «ä’ä Ä--L unh .- e,3ton bte n <&? *- H «tSV** ‘«»-St, Ä"! ”nt Rd) ri° tn Irr« ^'Dbet «otn iw. Osten Dchrrinrrweister getauft, )tr; .J®ei hoffaungsvollt umgehen mit einem ^»lom hllt. Zubern 8i M rhrbrw biühtvdkl ;n- 60t drei fahren har eri d°'b baiauf vahmeit ?»• Nahezu uoablasstg nnb wird nicht mild', in Reden sein Ungitick zu er auf dem Werhuachts- eu, Ä’nbex^^lj’uge :c. in Elinurruog an sein re ihm die Mahnung milcht acht zu haben. Weih- )tn Wr tränt im Splalk, och einmal die Lichter am rhm o unsäglicher Elend ffoffirer): „Na, waren — Äaifirtr: „Er hat — Bankier (erschreckt I: p weit'." nittlex: „Ober nehmen ft um zehntausend Mark >amt aus dem Flachlande inem mächtigen, aus dem Bergriefen. Endlich ringt tob: „Ach, wie niedlich^ ochttr denn eine kräftige n, neulich hat ste sich drei ibige Frau, nehmen Sie bas haar können Ste i° jedesmal, wenn i4 mlt »--dm ■»!■** qar mWi * id, nadÄtr eine» 9*(n 6 »H*. 3 ,leist ilt dtt 7 KrfolgeS M* a ravdt v- •*£ - r)n •« .rlchewenden ti'd ®“ ”** 1 üiiafkO^L nL '■“" u W,u‘ » 3* i (jflt®l®' 1 .igtigtbet ; bt® rtn-n An ®«m® n,"rbi .("tenant «0«®“®*' S# d-!°® 1; 4.: ftett ?rincipat, ii s °5" - n* für ®i- Xli« U m — Die Umschau. Ueberstcht über die Fortschritte und Belegungen auf dem Getammtgekiet der Wtffenscvast, Technik, Ltite fltur und Kunst. Jährlich 52 Nummern. Preis vterleljährttch Mk. 2.50. Postzeitungsliste Nr. 7221a. Verlag von H. Bechhold in Frankfurt a. M. Neue K äme 19/21. Jeder G-bildete, der an dem getntgen und pracitschen Leben der Gegenwart Interesse nimmt, der die wtr-hschaftlichen, technischen und künstlerischen Bestrebungen nuferer Zeit zu verfolgen bemüht ist, und dem es dabet an Zeit geeicht, sich durch eine größere Anzahl von Fachblattern durchzulesen, Hot wohl schon den Mangel eines Blattes empfunden, das allein eine vollständige Ueberstcht über die Fortfchrilte des gelammten menschlichen Wissens und Könnens ermöglicht. Diese Lücke auszu- flitten st.lll sich die neue Wochenschrift „Die Umschau" (Berlag von H. Bechhold, Frankfurt a. M) zur Aufgabe, deren eiste Nummer uns soeben zugegangen ist. W-nn das Programm der „Umschau", ein zuverlässiges Gesammtbtld der Fortschrtite und Bewegungen auf dem Gesammtgetüet der Wissenschaft, Technik, Litteratur und .rnnst zu entrollen", gewiß das Interesse der weitesten Kreise verdient, so läßt der Inhalt von Nr. 1 daraus schließen, daß die „Umschau" die Ausführung desselben sehr ernst nimmt. — Die soeben erschienene erste Nummer des vierten Jahrganges der Wochenschau des öffentlichen Lebens: Die Kritik, Herausgeber Dr. jur. utr. Richard Wrede, enthält eine Reihe äußerst interessanter Beiträge. Der Leitartikel ist eine erfundene Neujahrsrede eines zur Erkenntniß gelangten und zum Ideal strebenden Herrschers. In „Begriffsspielereien" wendet sich der berühmte Sociologe Prof. L. Gumplowicz gegen ein zu starres Schema- tlftrcn und Katologistren in der Gesellschafts-Wissenschaft. Sehr zeitgemäß ist die Abhandlung Dernburgs, des großen Berliner Pandektisten über den Diebstahl an Electricttät. Michael Flürschetm beleuchtet den Handel und die Zwischenhändler, der Weimarer Archivar Dr. Frank gibt einen werthvollen Beitrag zur Frage der Willensfreiheit. Nachklänge zur „Versunkenen Glocke" nennt Karl Blaibtreu einen Essay, in dem er Gerhart Hauptmanns Werke und Schaffen einer scharfen aber wohlg rechten Würdigung unterzieht. Schließlich macht der sachkundige Major Henning in Reinigung des Tu fs eine Reihe beachtenswerther Vorschläge. Wir können die ,K-ittk" die die ersten Gelehrten, Schriftsteller und Künstler zu ihren Mitarbeitern zählt, und so ein Brennpunkt und ein Spiegelbild des geistigen Lebens Deutschlands ist, nur bestens empfehlen: Piobe- nutnmetn sind in allen besseren Buchhandlungen gratis erhältlich. — Auch für das neue Quartal 1897 geben wir der bekannten Wochenschrift »Die- Blatt gehört der Harrlfrairl* (Verlag vorn Friedrich Schirmer in Berlin; Piets Mk. 1.40 vierteljährlich) ein empfehlendes Geleitwort auf den Weg. Die Reichhaltigkeit uno Fülle des vorigen Quartals war einfach staunenswertb, so daß es begreiflich erscheint, wenn.genanntes Blatt nachgerade an 80,000 Haus- hauen zu seinen Abonnenten zählt. Ersetzt es doch in seiner Viel- seilagkeit eine Modenzeitung ebenso gut, wie ein Hausfrauenblatt. Auch für die Herren der Sch pfung bietet die Beilage „Das ganze Deutschland sott es sein!" des Interessanten in Fülle. Und für die Heben Kleinen sorgt die Beilage „Das Blatt der Kinder!" Alles in ollem: Diejenige Hausfrau, welche ihr Blatt noch nicht hält, wag es beim nächstgelegenen Buchhändler ober einer Postanstalt bestem und sie wird es bald lieb gewinnen. — Gedankenkorv hat Anton Rubinstein selbst sein einziges hinterlassenes Stiert betitelt, dessen Veröff ntltchung im Januarhefte der illustrirten Halbmonatsschrift „Vom Fels zum Meer" beginnt. Wenn dieser Titel die äußere Anordnung des Werkes als eine Summe von Aufzeichnungen über die verschiedensten Gebiete der Kaust und des LcbenS getreu kennzeichnet, so darf man sich andrerseits durch ibn nicht zu der irrthümlichen Annahme verleiten lassen, als handle es sich hierbei um jene Art von Gedanken, wie ste der Z -fall oder äußere Veranlassung zu verschi.denen Zeiten in dem Geht n eines genialen Künstlers aufblttz n läßt und in denen sich eben auch nur die vorübergehende Stimmung eines Augenblicks, nicht aber das tiefere Wesen des Menschen widerspiegelt. Diese Annahme wäre grundfalsch. Schon das eigenhändige Zeugniß Rubinsteins beweist, daß diese Aufzeichnungen, an denen der berühmte Meister mehrere Jahre gearbeitet, Der bewußten Absicht enlsprm gen sind, der Nachwelt ein Bild seines innersten Wesens zu enthüllen, ein geistigis Selbftportrait von einer Jntimi'ät, wie er es zu Leb zelten der Mitwelt zu enthüllen aus begreift d)en Rücksichten nicht in der Lage war. Daher auch die ausdrückl-che Bestimmung, daß dieses Werk erst nach seinem Tod der Oeff.nt ichk it übergeben werden und das Erlrägniß aus demselben seinen Enkelkindern zugute kommen soll. — MDttrtscher Soldatenhort^, illustrirte Zeitschrift für daS deutsche Heer und Volk. Herausgeber: General-Lieutenant z. D. H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Kar! Siegismund. Berlin^.,Mauerstraße 68. VIII. Jahrgang. Heft 10 erschiln soeben und enthält: Reujabrsgruß. — Die Zwillings- taschen. Eine Geschichte von Alwin Römer. — Eine Wolfsjagd. Jagd Humoreske von Albert Herse. (Mit Abbild.) — Am Neujahrs- morgen 1871 vor Paris. (Mit Abbild.) — Erzählungen aus dem Kriege. Von General der Infanterie z. D. v. Kretschman. — Die Königlichen Militär-Waisenbäus r in Preußen. Von Divisionspfarrer Schild. (Mit Abb.) — Volksbräuche aus Nordtbüringen. Von R. Reichhardt, Pastor. — Hat Tell gelebt? Eine historische Untersuchung von Ulrich Farner, Hauptmann der Schweiz. Eidgenossenschaft. — lieber Aussatzzügel. Von A. Herse. — Vaterländische Gedenktage. — Neue Bücher — Vermischtes. — Splitter und Funken. — Räthsel. — Briefkasten. — Inserate. Mit „Trotzige Herzen", dem längst mit Spannung erwarteten Roman von W. Heimburg, hat die »Gartenlaube* ihren neuen Jahrgang eröffnet, dessen erste Nummer soeben erschienen ist. Das allbewährte deutsche Volks- und Familienblatt, das schon seit Jahrzehnten den Rns eines Weltblattes genießt, schreitet rüstig fort und weiß den Ansprüchen gerecht zu werden, welche die Neuzeit mit sich bringt. Das zeigt schon die gediegene, auf der Höhe der modernen Technik stehende illustrative Ausstattung des abgeschlossenen Jahrgangs und der uns vorliegenden Probenummer des soeben beginnenden neuen Jahrgangs. Der Inhalt der „Gartenlaube" hat neuerdings insofern eine wesentliche Bereicherung erfahren, als von nun an in einer Rubrik: „Allerlei Winke für Jung und Alt" kurze, durch kleine Abbildungen erläuterte Rathschläge für nützliche Beschäftigungen im Hause dem Leser geboten werden. Aus dem Inhalt der ersten Numwer heben wir noch Folgendes hervor: Neben dem Heimburg'schen Roman beginnt in derselben: „Die Hansebrüder", Roman von Ernst Muellenbach, zu erscheinen. Prof. Max Haushofer bringt einen hochinteressanten Artikel über den „Liebeszauber", in dein allerlei Tragödien und Comödien des Aberglaubens aus alter und neuer Zeit geschildert werden. Einen sehr zeitgemäßen Beitrag bildet der reizend illustrirte Artikel von F. Bendt über „Die Electricität im Hause". Daran schließt sich eine gleichfalls durch originelle BUder erläuterte Schilderung der „Riesenhäuser in New-Derk". Die Hauptstädte der Wett. (Verlag der Schles. Verlagsanstalt v. S. Schottlaender, Breslau.) Preis pro Lieferung 50 Pfg. Das zweite Heft dieses interessanten Prachtwerkes ist der Kaiserstadt an der Donau, dem heiteren, lebenslustigen Wien, gewidmet, deffen aus der Feder der bekannten französischen Schriftstellerin Juliette Adam herrührende Schilderung durch eine, von competenter Seite erfolgte Revision in ihren thatsächlichen Angaben dem gegenwärtigen Zustande der Kaiserstadt angepaßt worden ist. Die Auffassung, die espritvolle Darstellung und die stilistische Eigenart der französischen Schriststellerin sind dabei sorgfältig gewahrt worden; und wenn auch die Verfasserin naturgemäß mit französischen Augen sicht und ihre Betrachtungsweise nicht überall unbedingte Zustimmung finden wird, so liegt doch gerade ein gewisser Reiz darin, zu sehen, wie ein Ausländer von Geist über eine Stadt w>e Wien und seine Bevölkerung urtheilt. Das Heft ist mit zahlreichen schönen Illustrationen geschmückt. An Vollbildern enthält es: Stefans- dom in Wien; Die Wiener freiwillige Rettungsgesellschast; Ein Luftballon im Wiener Prater; An der Gigerlecke in Wien; Im Wiener Volksprater; Wiener Kneipen; An der schönen blauen Donau; Das Lustschloß Laxenburg Bei Wien; „Die Banda kommt." Spirlplan In nrrdlipn jrtnifirta LlMhettn. vvernda«». Dienstag den 12. Januar: Der arme Heinrich. Mittwoch den 13. Januar: Viertes Abonnements-Concert. Donnerstag den 14. Januar: Der Troubadour. Freitag den 15. Januar: Kiroflä-Girofla. Samstag den 16. Januar, Nachmitt-^ s Zi/, Uhr: Schönclärchen. Abends 7 Uhr: Dyamileh. Hier f: Bajazzo. Sonntag den 17. Januar, Nachmittags 31/2 Uhr: Schönclärchen. Abends 7 Uhr: Lohengrin. Schauspielhaus. Dienstag den 12 Januar: Gebildet« Menschen. M ttwoch den 13. Januar: Gebildete Menschen. Donnerstag den 14. Januar geschlossen. Freitag d n 15. Januar: Renaissance. Samstag den 16.Januar: John Gabriel Borkmann. Sonntag den 17. Januar, Nachmittags 3*/i Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Abends 7 Uhr: John Gabriel Borkmann. Montag den 18 Januar: Gebildete Menschen. Airchttche Anzeigen der evang.Genieinde Montag, den 11 Januar, Abends 8 Uhr: Bibelvunde im Confirmandensaal der Johanneskirche. 2. Petrusbrief Cap. 3, von Vers 10 an: Die Zukunft des Herrn, Ermahnung zum Wachsthum in der Gnade. Pfarrer Dr. Naumann. VerLeh*, Lnnd- nnd »tftnbtte, 9. Januar. Fruchtpreise. Weizen X 16,18, Korn X 13,90, Gerste X 13.00, Hafer X 12,80, Erbsen X 18,00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0.00, Samen X 00,00. — Sehr viel Rühmende- hört man von Seeligs candtertem Korn« und Malz-Koffce in 14 und V» Kg.-Paketen, Seeligs feinster Kaffee-Essenz in Dosen, Seeligs Stern-Kaffee, feinster Kaffeezusatz, und läßt die Firma Emil Seelig A. G. in Heilbronn statt jeder Anpreisung nur einige von Hunderten ihr zugegangener diesbezüglicher Zeugnisse nachstehend an ihrer Statt beredte Sprache führen: Den gesandten Proben von Korn- und Malz-Kaffee kann ich die Anerkennung nicht versagen, daß sie das Beste barbieten, was ich auf diesem Felde kennen gelernt habe: ich habe auch aus Bekanntenkreisen, wo ich Ihre Proben zur Verfügung stellte, ein gleich günstiges Urtheil vernommen. Tübingen. Hochachtend Emil Schlegel, pract. Arzt und Augenarzt. — Herrn Emil Seelig, Heilbronn. Auf Ihre Anfrage bemerke, daß ich Ihre Korn- und Malz- Kaffees als zu den besten Fabrikaten dieser Art gehörig kennen gelernt habe und demgemäß nur die Ihren beziehe. Weitzer Hirsch bei Dresden. Hochachtend Dr. Lahmann. — Die Fabrikate von Emil Seelig A. G. Heilbronn a. Neckar wurden prämiict in London 1862, Paris 1867, Chicago 1893, Berlin 1896 rc. und der Firma ferner in den Jahren 1895—1896 folgende Patente ertbeilt: in Deutschland Nr. 82744; in Oesterreich Nr. 45/3418, 44/902; in Belgien Nr. 113005, 116035; in Frankreich Nr. 253829. Holzverfteigermig. Versteigert werden: 1. Montag den 18. I. Mts., Vormittags 10 Uhr, aus den Domanialwalddistricten Hegwald (Jonasköpfchen) und Dörrenberg der Forstwartei StornselS: Stämme: 3 Eichen, 26—40 cm dick, 6—9 m lang mit 1,70 fm, 3 Fichten, 20—24 cm dick, 11 — 16 m lang mit 1,57 fm; Scheiter: 964 rrn Buche I. Cl, 62 rm Buche 2. Cl.; Knüppel: 379 rm Buche, 2 rm Eiche, 19 rm Nadel; Reisig: 1110 rm Buche, 29 rm Nadel; Stöcke: 237 rm Buche, 2 rm Nadel. Unter den Nadel-Knüppeln und -Reisig befinden sich Schichten zu Lattenholz rc. Dos zerstreut sitzende Holz wird nicht vorgezntzt. Zusammenkunft auf der Hungen-Schottener Straße am District Lappenwiefenschlag. Weitere Auskunft ertheilt Großh. Forstwart Hofmann in Stornfels. S. Dienstag den IS. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, aus btit Domanialwalddistricten Hegwald und Hupp (Webersrain), Forst- Bartei Langd: Etämme: 30 Eichen von 20-39 cm Durchm., 2,6-12 m Länge — 15,57 fm, 1 Esche von 23 cm Durchm., 6 m Länge = 0,25 fm, 28 Kiefern von 20-41 cm Durchm., 4-12 m Länge = 19,16 fm, 1 Elsbeere von 22 cm Durchm., 9 m Länge — 0,34 fm, Nutzknüppel: 8 rm Eiche in Schichten von 2,5 m Länge: Scheiter: 280 rm Buche 1. El., 217 rm Buche 2. El., 4 rm Eiche; Knüppel: 26 rm Buche 1. El., 50 rm 2. Cl., 17 rm Eiche, 6 rm Nadel; Reisig: 263 rm Buche, 67 rm Eiche, 34 rm Nadel; Stöcke: 59 rm Buche 1. Cl., 340 rm Buche 2. Cl., 6 rm Eiche, 5 rm Nadel. Das mit Kalk gespritzte Holz kommt nicht zum Ausgebot. Das im Äihict Hupp (Webersrain) sitzende Holz wird nicht vorgezeigt. Zusammenkunft im District Hegwald am „Kohlenplatz". Nähere Auskunft ertheilt Großh. Forstwart Büttner zu Langd. Eichelsdorf, den 8. Januar 1897. Großherzogliche Oberförsterei Eichelsdorf. Trautwein. 505 Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Garteustratze 2. Angebot der Arbeitnehmer. 1 Bäcker. 1 Schneider 2 rchreiner. 3 Pferdeknechte. 1 Kutscher. 3 Lauffrauen. 2 Lauf bezw Hausburschen. 1 Lag-rarbeiter 2 ZoglSIjner- i Dienstmädchen. I Köchin 1 Comptorift.___ Nachfrage der Arbeitgeber. 1 Schuhmacher für Werkstatt. 1 Schreiner nach Auswärts 1 Waschfrau für ständige Arbeit. 1 Schweizer nach Auswärts. 1 Bürschchen für leichtere Arbeit. 1 Schlosser. 3 Lauffrauen. 13 Lehrlinge. 8 Dienstmädchen 1 ält. Person zur Versetzung des Haushalts Susanne H o mann, Hkdmme, bisher Oberhebamme der hiesigen Universttäts-Frauenklinik 3MT Ludwlgstrasse 46 (zwischen Bleich- und Goethe st raße). 262 Vergebung von Wegbauarbeiteu. Die Planirung und Chaussirung des Stegsweges in der Gemarkung Hausen, veranschlagt zu 1090 Mk., soll Donnerstag den 14. d. M., Nachmittags 3 Uhr, aus dem Rathhause dahier unter den bei dem Versteigerungstcrmin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an den Wenigstnehmcnden vergeben werden. Der Voranschlag kann bei der unterzeichneten Behörde eingesehen werden. Hausen, den 11. Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Hausen. Müller. 507 Holzversteigerung. Donnerstag den 14. Jannar d. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im Alten-Busecker Gemeindewald, District Hangelstein, versteigert werden: 108 Nadelstämme mit 45,28 fm Inhalt, von 1—37 cm Durch- messer und 17 m Länge, 94 rm Nadel-Scheit, wovon 37 rm 3 m lang, 152 rm Nadel-Knüppel, 2350 Nadel-Wellen, 48,4 rm Nadel-Stöcke. Die Zusammenkunft ist im genannten District bei Nr. 1. Alteu Buseck, den 9. Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Körber.490 Wailratioii Kronprinz. Heute Dien-tag r 511 Metzelsuppe, wozu freundlichst einlabet D. Schmid. Stadt. Schlachthaus. Freidank. 506 Heute und morgen: Kuhfleisch nicht ladenrein, per Pfd. 18 Pfg. Erkältungen entstehen in vielen Fällen durch nasse Füße. Es ist daher noth- wendig, daß wir namentlich bei Regen- vnd Dchneewetter unser Schuhwerk tüchtig schmieren und eignet sich hiezu Krrbs'Fett am besten, da solches durch seinen großen Fettgehalt daS Eindringen des Waffers verhindert und daS Leder erhält. Dosen a 10, 20 und 40 Pfg. sind zu haben in Gießen bei: & (5. ZSalkenfeks, G. Z>ort, Ad. cheisse, H. Kcrbordt, Z»h. Kerrmann, L. /whkermann II., H*. Leppka, £6. Metzger, Neustadt 8 und Frankfurterstraße 1. rf'-Doppct-§ecke, extra groß u. fditoer, ca. 165 x 205 goldgelb oder erbsgelb nur Mk. 5,95. Vers. geg. Nachn. ob. Vorhers. b<8 Beir. 0 TchuberiLSo.,VerIin8VV.,Bcuthstr.l7. UQ Aus Wunsch Rcsereuzen uiib zur 11U. Sichcrh. n. Gcsallenb, Äaufpr. retour Nachbestellungen von Behörden - Vereinen — Nittergut<«besitsern Branereien — Landwirthen rc.. beweisen wie xroHsariia; und ausserordentlich billig un iere Decke» fuib. Ilm jeboch unser über- aus grobes Lager, welche» infolge des milde» WinicrS sich sehr grob angr fammrlt Hai, schnellstens zu räumen, haben mir den PrciS luitbtr bedeutend ermähigt u. liegt cS im Interesse eines jeden tvesiherS, von dieser günstigen Gelegenheit Gebrauch ;u uiachcn. ES tosten jetzt uns. bcrühmlen, vorzügl. sog. Bismarck- Pferttcta, nur Ist. 3,95, Porto extr«. Flotter SchnurrbartI- Franz.Haar-u.Bart- XKSSySfcX Ellxlr, schnellste« Mittel j.Erlang.ein-slark.Haar- u. Bartwuchs- — 93er- ■86» hinderg. v. Haarausfall. WM V; Dies. Elixir, tausndf. bew., ist all. Pomaden, Xb Tinct. u. Bals, entschied. IL1 t, oorzujiehen. .^c Erfolg garantirt! ä. Dose 51.1,- u. 2,— nebst Gebraucha. u. ®a« ranttesch. Lers.diScr.p» Nachn. ob. Eins. b. Betrag, (a. LSriefm. all-LLnder- Allein echt »u beziehen durch ( Parfümeriefabr. F. W. A. IcyOFg Hamburg- Eilbeck. to ee M 498 ä Mark 1,70, 1,80, 1,90, 2,— per Kilo. 1414 493 Engi.«. französische Ztnnden Gefüllt an den Quellen der Uj Hunyadi mieten. Äug. Monta««s ertheilt 112 Expedition di.ses Blattes. 488 an. 458 492 an die Expedition d. Bl. die Expedition d. Bl 14'2 Exp dition d. Bl. 499 Coursbericht von Conrad »letz, Bankgeschäft, Gietzen, Schulstraße 10 ,, Dieses Wasser ist zu den besten Bitterwässern zu rechnen und ist auch als eins der stärksten zu bezeichnen.“ Gf^i. Prof. 0. LIEBREICH, Berlin. „ Therapeutische Monatshefte," Juni, 1896. Fr. Schürz. Wilhelm Schmall III eii Rchnlet „ Ein stärkeres und günstiger zusammengesetztes natürliches Bitterwasser ist uns nicht bekannt.“ Prof. Dr. LEO LIEBERMANN, Königlicher Rath, Director der Kön. Ung. chemischen Reichsanstalt, Budapest. jlouW Des Malzes Kraft Quillt im Verein Mit Südweins Geist Im Malton-Wein. Zu haben in Giessen bei J. M. Schulhof, Marktstrasse, Ph. Herrmann, Seltersweg 33, L. Kalkhof, Westanlage, C. G. Kleinhenn, Bahnhofstrasse und Bud. Schlabach Nachf., Ludwigsplatz. In 1 ich bei A. Bing u. H. Zimmer VII. In Steinbach bei H. Kraemer I In Lollar bei A. Zimmermann. In Londorf bei G. Braun. In Krofdorf bei Ad. Schmidt Wtwe. und H. Rinn. In Hohensolms bei Joh. Ferres. 5?«1» I«« ""b,bl< Slibti |nnoimt iclzmden i August Frensdorf, Lang-Göns. Handel «Ü In dem feines Late Vit 18 ® die Liebe l noch ein n branlagt- mufikaltsch' Kater die siinnoe ve» und 6onok bei Rnezick« verließ tt ferneren 8 und unten Lichtenthale acht Opern eine große und der sein treuer Feffeln setni Musik lvtdn chrilte mit dm derühv erste Siingr rrotzdrm nie laugen, kiae der Hoscapi e ne Hoscapi chvUiMn. Lowpchtion in dir hdb erlag er ir seine Rahe )toti Gräb lem Währ 9ml Seziehuuge lagen, doch Schubert If er führte d zur höchsten schnell ohr Schubert c Klavier; se der seither Lebende Karpfen, alle Sorten Alritz» und Seefische zu billigsten Preisen. Ttefevw g 18. Maus mit schönem Laden, in vorzüglicher Geschäftslage, für Metzger, Sattler, Spengler Buchbinder rc. sehr geeignet, ist unter günstigen Bedingungen billig zu verkaufen. Offerten unter A. Z. 101 an die (M! 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Adolf Bieler, Westanlage 44. 177] Möblirte Zimmer zu vermtethen ____________________Bleichstratze II. 491] Ein möbitrtts Zimmer in ruhigem Haufe, nahe den neuen Kliniken, sofort zu vernderben. An de« vahndösen 40. v37j Zwei möbltrte Zimmer zu ver- miethen-__Marktplatz 18, Hl. 3»9J Ein möolirtes Zimmer zu oer- miethen._________Sonnenstvatze 14. 314] Ludwigstratze 4, erster Stock, zwei unmöblirte Zimmer mit Zubehör Alleinstehende Dame bevorzugt. __ Schöner Laden SS Kurz- u. Wollw. Geschäft, auch f. jed. and Geschäft geeignet, per Frühjahr zu verm. Näheres in der Exped. d Bl. 487 489] «rotze Werkstätte mit Wohnung, Laden mit Wohnung zu ver- /Lin tüchtiges Mädchen aus guter Familie wird zur Stütze der Hausfrau auf ein Hofgut Ober- heffens zum sofortigen Eintritt gesucht. Familienangehörigkeit zugesichert. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 398 37n] Ein Laufmädchen zu einer Dame sofort gesucht. Näheres durch F au Hü tenberger. Seltersweg 67. 4oUJ Eine Lauffrau gesucht. ___________Lievigstratze 58, Hinterh. Gesucht eine Lauffrau für Vormittags. Näheres in der Exped. d. Bl. 513 Verloren. 6C9] Freitag zwischen 12 und 1 Uhr wurden in der Altcestroße beim Aussteigen aus dem Wagen ein Paar braune Tuchärmel verloren. Rückgabe gegen Belohnung erbeten Kliuiksiratze 17. r^teHerTAngeboteT*^| Ein Gehülfe auf sofort gesucht. 416 _____Hermann Bogt, Bäckermeister. Köchinnen, Stützen der Hausfrau aüchew, Zimmer» und Kindermädchen, Mädchen allein, Oeconomte» Mädchen u f w. stets ges. und empfiehlt Central'PlaetrungSBnreau, Kaplansgaffe 14, JI. 183 Täglich geöffnet. (Vermittlung nur 1 JL) 503] Ein älteres Mädchen für Haushaltung und zu zwei Kindern gesucht. ___________________Neustadt 6, II. 5C2] Mädchen erhalten sofort gute Stellen (ohne Vermittlungsgebühren). Frau Seybicke. Bahnhofstraße 43. f 510] Für einen Jungen gule Pension gesucht. Offerten unter E. H. 300 an die Expedition d. Bl.__ ££ Aus Dankbarkeit und zum Wohle Magenleidender gebe ich Jedermann gern unentgeltliche Auskunft über meine ehemaligen Magen- beschwerden, Schmerzen, Verdauungsstörung, Appetitmangel rc. und theile mit, wie ich ungeachtet meines hohen Alters hiervon befreit und gesund geworden bin. 216 F. Koch, König!. Förster a. D , Pömbsen, Post Nieheim (Westfalen). ’Bl Itü . 239.— 4 D. Reichs Anl. 104.10 104.15 3 Schwed. Obl. . 103.- 102 40 17» Buenos - Aires 4 Rudolsb. Gold 102.90 103 — 37» do....... 101.— 101.— Gotthardbahn. 168.80 169 - 87» 8 do . 103 95 98.80 103.95 99.40 37, do....... 100.40 100.30 v. 1888 . . . 75 50 73.80 3 Jtal. gar.E.B. Lworneser. . . 55.95 55.65 4 Goth.unk.1903 yioerse ©bl. 103.— 103.- Schwz. Central Schwz. Nordost 141.80 142 40 136 - do...... 5 Serb.Gld.-R1e. Äialldeshrl.Anl. 3 58.30 58.80 136 — 4 Preuß.Eonsols 103.90 104.— 5 do. Tab.-Rte. —.— —.— 3*/ do.S.-Braunf. do. Solms-Lich do.Jsnb.-Birst. Grfl. S.-Laub. 99.90 100.— 92.80 100.— 100.— 100.— 4 Sicil. v. 1891 90.50 90 — Buderus E W. Eisenb. Rtenbk. 103.95 104.— 101.50 Jtl. Mittelmeer 95 70 96.40 87» 8 do....... 103.80 103 95 4 Spanische Rte. Türk.Zoll-Obl. do.conv.Lit.0. do. Lit.D. 61.70 60.- 37» 5 Toscanische. . Ruff. Südwest Rjäsan -• Urals! Anatolische B. 91.70 91.80 101.50 Pr.Henri (Lxb.) Aersinal. s-ese in Procrnten. Bad. Th. 100 - Bayer. Th. 100 Donau-Reg. . Cöln-Minden. 95.— 91 80 do....... 99.- 102.80 99.60 102.40 5 93.50 92.- 4 103.15 102.70 4 4 Bad. St.-Obl. v. 1886 . . . 1 1 20.75 20.40 37» 37» 93.30 100.- 4 5 84.25 83.30 pauk'Attitu. DtscheReichsbk. 157.95 156.— 4 147.75 146 85 4 Bayr.St -SDbl. 102 90 102.85 4 Ung. Gld.-Rte. 103.95 104.10 Eiseab.-Üriorii. 47, Portug. v. 89 . 67.50 65 95 Frankftr. Bank 178.50 175.50 4 154.— 152 20 87, do. Eiib. Obl. 103.10 103.10 4 do.Kron.-Rte. 100.30 100.15 Deutsch«. 3 do. v. 1886 . . — — 36.- Berl.Hdlsges.. 161.20 160.— 5 87, Brem.St.-Anl. 47, do.E.B.Gold 4 Heff. Ludw. v. 1868/69 . . bo.0.1874 . . do. v. 1875/78 do....... 3 Salon.-Mon. . 53.60 53.20 Darmst. Bank. 160.90 159.40 37, 3 4 87, 4 v. 1892 . . Hamb.St. R^e. v.1893 . . . Hess. S. - Obl. 101.20 101.50 102.55 101.50 101.5t 102.6t 5 47, 57- v. 1889 . . . Arg. inn. Anl. do. äuß.v.1888 ChinesischeAnl. 105.10 65.50 56.70 105.50 104.65 63.40 54.30 104 9i 4 4 37» 100.20 100.30 100.20 100*40 4 4 37, Pfandbriefe. D. Grndschuld- bank V—VI do. I—II do....... 104.— 101.— 101.— 104.- 101.— 101.— Deutsche Bank Disct.- Comm. Dresdner Bank Mitteld.Cr.Bk. Oest.Crd.-Anst. Iudukrie-Artien 195.90 211.90 160.60 117.— 196.50 211.90 157.30 114.80 Th. 100 Madrid .... Mein. Th. 100 Oesterr.v.1860 Oldenb. Th. 40 140.50 38.30 137.90 129.— 138 30 36 50 136 45 128 60 87, do...... 102 30 102.40 4 6 Egyptischeunif. Mexic. v. 1890 105.90 95.-- 1( 5.70 94.51 47, Homburger I. . - , —— 318.7g 319.— 3 129.— « «ländisch«. 4 Pfälzer Rordb. 102.50 102.10 4 "" Fkf.Hyp-Bk.UV do....... 101.60 101.60 27, Raab-Graz 100 —.— 82.50 s Äriech.E B v 5 do. Eisenb. . do. Silber. . 85.70 85.60 «uvlLndtsch«. 37» 4 4 101.— 101.— Rordd. Lloyd . 114.— 113.10 3 Türk. frs. 400 32.95 32 65 4 1890 ho. Mon -Anl. 29.05 31.40 29.— 31.9' 3 26.20 25.9t 4 4 Elisab.-B. stsr. Kaschau-Oderb. 103.— 103.— do. Hyp.-Cred. 0.1905unkS27 100.- 103.60 100.- 103.60 HöchsterFarbw. Bochumer Guß 434.— 165.80 428.- 163.40 siuorsiuol.Ziose 5 Jtal. Rte. St. 91.90 Städte Tbl. v.1891 . . . — — 101.30 3', 4 2 S 29 ... 99.70 99.40 Dortm. Union. 52.— 49.9i Ansbacherfl. 7 _ — 41.20 1000—4000 91.90 37, Franks, v. 1893 102.— 101.50 4 Lombardische . —. —. 101.— Ldw.Cred.-Bk. 102.50 102.50 Gelsenk. Brgw. 174.80 171.50 Augsburg. „ 7 Brschw.Thlr20 24.60 24 30 8 do. . . 54.90 54.8t 37» 37, Darmst. 88, 94 101.— 101.— 3 Lombardische . 75.20 74.55 4 Hamburg. Hyp. 100.— 100.— Harpen. Brgw. 182 60 176.60 108.30 108.- Oest.Gold-Rte. 4 104.65 104 60 Gießen .... 102.- 102.-- 5 Oest. Staatsb. 117.20 _ _ 4 do. unk. b. 1900 101.80 101.80 Ver. Königs- u. 168.50 163.50 Finnländ. „ 10 _ _ 59- <‘/6 Oest.Silb.-Rte. 87.05 87.- 37, Mainz..... HO 80 100.6' 4 do.. . . 104.80 95.60 104.35 Vl 101.— 100.15 101.— 100.— Laura . . . Freiburg, fs.l 5 MaUänder„ 10 28 40 8 Oesterr.Localb. 86.65 86.2. 4 Offenb. 0.1892 103 6« 103.50 3 do.I.-VIII.Em. 95.70 4 Mein. Hyp. alte Sisenb-'Artiril. 13.40 oerftaatl. . 37, Wiesb. „ 1887 101.50 101 30 3 Do. IX. Em. . 92.80 92.75 4 do. neue 102.— 102.— Heff.Ludwigsb. 119.15 119.40 Meininger fl. 7 22.50 4'/, Port. St. Anl. 39.4( 38.45 4 Wornis . . . . 103.10 102.75 3 do. v. 1885 . . 92.05 92.- 37, do...... 101.— 101.— Csac.-Agram . 224 — —— —— Pappenh. „ 7 Venediger L. 30 23.60 do....... 25.65 25 50 37, Worms . . . . 102.25 101.71 3 do. Erg.-Retz. 94 35 94.50 3'/r do. unk. 1907 Oest. Staatsb. 314.7« 311.7. 23.15