1SOT Samstag den ih December Nr. 291 Zweites Blatt Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Amts- und Anzergeblatt für den Ureis Gietzem Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Vorm. 10 Uhr. Rebodion, Lrpeditk« und Druckerei: -ch»cstrat«Ar.r. Fernsprecher 61a Alle »nnoncen-Bureaux de- Ja- und «u-lande- nrh«« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" mtgeI«. vierlelfLhrigor Aöo»nemeut»»ref«r 2 Mark 20 Pfg. *M vringerloha. Durch die Post bezog« 2 Mark 60 Pfg. Die Gießener Aka«tktenvtätter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Der Siegener Anzeiger erscheint täglich, mit Au-nahme des MontagS. Ulu* Hachm., sität »UM >° li»« Torte des ft?" »auf r Ml. Mhe hierdurch «gebeut 10. 10975 Feuilleton 29«.# 8 btt. 8660 1(243 21.60 9620 36 00 10l{0 11060 macht, daß die Benutzbarkeit auch diese» Gebäude» für die Zwecke der Ausstellung gesichert erscheint. F. Friedberg,8. December. Da» Sitzenbleiben auf unserer neuen Bahn ist nun auch bet un» vorgekommeu, der Schaden konnte jedoch glücklicherweise repartrt werden. In unserem Bahnhofe wird nämlich noch rastlo» gearbeitet, damit die Wartesäle fertig werden. Durch diese Arbeiten und das Durcheinander kann da» Abrufen leicht überhört werden. Das Abrufen wurde denn auch überhört, sanft glitt der Zug über den B aduct hinweg, Schreien, Rufen, Winken halsen nichts. Da stürzte man schleunigst an den Telegraph und dieser eilte dem Zuge Vorau» bi» Beienheim. Hier wurde der Durchgänger arretirt und nach Friedberg zurückoerwiesen, um die fitzengrloffenen Reisenden auszunehmev. Behr billig, wie man sieht. 'Trotzdem aber wagten e» selbst die allerärgsten Rtclameblätter Amerika» bisher nicht zu behaupten, daß die Duellkarten reißenden Absatz gefunden haben und der Zweikampf Smith Hill wirklich nachgeahmt worden sei. Da» Duell der beiden englischen Tanzmetster aber, welche den Sieg in einem Ehrenhandel von der Gelenkigkeit und Ausdauer ihrer Beine abhängig zu machen beschlossen und e» richtig auf 57»/., rrsp 60 tanzend zurückgelegte eng. lische Meilen brachten, ist bereit» wiederholt auSgetragr« worden. Zuletzt geschah die» in Boston mit dem bemerken», wertheu Resultate, daß ein Mensch volle 18 Stunden ohne Unterbrechungen tanzen könne, ohne wehr al» halb tobt zu sein. Da» Tavzduell ist also auch nicht absolut lebensgefährlich und kann daher Jedermann, besonder» aber Damen, besten» empfohlen werden, weil e» Gelegenheit gibt, nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch Aumuth zu beweisen. DaS in Nubien übliche Duell hingegen, wobeis zuerst der Geforderte vom HerauSsorderer uud daun dieser von jenem mit etoer Peitsche au» Nilpferdhaut durchgebläut wird, ohne Widerstand zu leisten, ist höchst ordinär, trotzdem e» daraus ankommt, deu Schmerz zu verbeißen und Derjenige Sieger ist, der die» zu Wege bringt. Wir können daher nicht einmal Hau-knechten dazu rathen. Sobald aber irgend wo, irgend wer, irgend eine Ehrensache in unblutiger Weise auSzutrageo gedenkt, stehr ihm nicht nur die voraogeführte Serie von Beispielen grati» zu Dteustev, sondern wir find auch gerne bereit, ihm noch einige andere höchst ungefährliche Ehreureparaturmittel bekannt zu gebe« und so zur Beseitigung de» mittelalterlichrn Duell» mit Schwert und Spieß uud Schteßetseu nach Kräften bet- zutrageu. von 1839) gesonderten Anlagen bet der Großh. Prüiung». I Commtsfion unter Beobachtung der gesetzlichen Stempelvor- rtchtungeu binnen vier Wochen etozureichen. Den Meld- | uugen zu deu allgemetneu Prüfungen find die Zengnisie über bestandenen Acceß und Vollendung des proctischen Curse» beizufügeu, dagegen ist die Vorlage eine» Sittenzeugnisies nicht erforderlich. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß zu der specielleu Prüfung nach der Verordnung vom 27. August 1881 (Reg.°Bl. Nr. 19) nur solche Aspiranten zugelafien werden können, welche am Tage des Beginnes daS 20. Lebensjahr zurückgelegt haben. •• Die Looeurrrnrelaufel. Vom 1. Januar 1898 ab werden die Verträge mit Augestellteu, welche die Concurrevzclausel, d. h. die Bedingung, in kein Concurreuz. geschäft zu treten, enthalten, bereit» noch den au diesem Tage tu Kraft tretenden Abschnitten de« Handelsgesetzbuches beurtheilt werden müffeu. Wenn auch da- Bürgerliche Gesetzbuch erst am 1. Januar 1900 in Krast tritt, so ist doch nach Anficht von Juristen die Loucurreuzelausel auch schon für früher ab- geschlosiene Verträge nach dem neuen Gesetz zu beurtheilen. Danach ist eine Vereinbarung zwischen dem Principal und dem Handlungsgehilfen, durch welche dieser für die Zeit nach der Beendigung de» Dienstverhältnisies in seiner gewerblichen Thätigkeit beschränkt wird, für den Handlungsgehilfen nur insoweit verbindlich, als die Beschränkung nach Zett, Ort und Gegenstand nicht die Grenzen überschreitet, durch die eine unbillige Erschwerung deS Fortkommen» des Handlungsgehilfen auSgeschloffen wird- die Beschränkung kann überhaupt nicht auf einen Zeitraum von mehr al» drei Jahren von der Beendigung deS Dienstverhältniffe» an erstreckt werden. Die Vereinbarung ist nichtig, wenn der Handlungsgehilfe zur Zeit des AbschluffeS minderjährig ist. Man wird nicht fehlgeheu mit der Annahme, daß die Gerichte im Falle des Procesies die Vorschriften deS neuen Handelsgesetzbuches vom 1. Januar ab auf alle bestehenden Anstellung-Verträge von HandluugS« gehilfen anweuden._ Butzbach, 9. December. Die Sammlungen für deu Gar an tief ond» der im nächsten Jahre hier stattfindenden Oberhessischen Gewerbe-Ausftellung sind nun abgeschloflen und haben ein sehr zufriedenstellendes Resultat ergeben. Nachdem die Stadtverwaltung mit 1000 Mk. und das Faselmarktcomitö mit 500 Mk. den Anfang gemacht hatten, sind von 102 hiesigen Einwohnern noch weitere 6725 Mk. gezeichnet worden, sodaß der gesammte Garantie- fondS 8225 Mk. beträgt. Sin gleichfalls für daS Unter- nehmen sehr günstiger Umstand ist der, daß bet dem guten Wetter der Bau der neuen Turnhalle so rasche Fortschritte • Berlin, 8. December. Die Eröffnung der Wärmehallen !am Alexanderplatz hatte gestern eine große Zahl der Obdachlosen in aller Frühe in der Nähe de» Polizeipräsidiums versammelt. Ihre durchnäßten Kleider zeigten, daß sie wohl meist die Nackt im Freien zugebracht hatten. Kaum waren die Thore geöffnet, so drängten dir Armen sich nach den Plätzen in der Nähe der rtestgen Oefen, um die Kleidung zu trocknen. Wie tm vorigen Jahre soll auch diesmal eine Werkstatt für Schneider und Schuhmacher eingerichtet werden, dort werden die zer- riffeneu Sachen wieder nothdürftig hergestellt. Die zu». Verkauf kommenden Suppen und Getränke sind verhältuttz- mäßig sehr billig. Falls Geschenke und Spenden in ge- vügender Zahl eiogehen, wird beabsichtigt, Kaffee unentgeltlich zu verabreichen. , * Berlin, 8. December. Gestern früh wurde der 51 Jahre alte Tischlermeister Ehrtstian Aehle au» Dietersdorf, Kreis Sangerhausen, der am Tage vorher mit WethnachtSbäumen hierher gekommen war uud mit seinem Begleiter, einem etwa 25 Jahre alten Manne, drffen Persönlichkeit noch nicht fest- gestellt werden konnte, bei dem Schankwirth Wendeler, Teltower Straße 53, Wohnung genommen hatte, in dem mit Leuchtgas angesüllten Schlafraum schwer betäubt vorgefunden. Der junge Mann war bereit» erstickt. Dieser war später als Aehle zu Bett gegangen und hat vermuthlich aus Un* kenntuiß die Flamme auSgeblaseu, ohne die Leitung zu ver- schließen. Aehle wurde nach dem Krankenhäusern« Urbau gebracht und die Leiche in daS SchauhauS geschafft. • Reustadt a. H., 6. December. Eine heute von etwa 150 Gastwtrtheu au» der ganzen Pfalz besuchte Der- sammluug faßte einstimmig den Beschluß, fich von dem in 2lmtlid?cr Theil. Bekanntmachung. An die Abhaltung de» auf den 15. December l. I». in Wetzlar anstehenden BiehmarkteS werden zur Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche folgende Bedingungen geknüpft: 1. Für deu Auf- und Abtrieb der Thtere ist je eine bestimmte Stelle zu schaffen. Die Benutzung anderer Stellen für deu Auf- uud Abtrieb, ebenso daS Handeln mit Vieh außerhalb de» Marktplatzes ist verboten. Der Auftrieb beginnt um 8V3 Uhr Vormittag». 2. Auf den Markt dürfen nur Thiere aus feuchefreieu Orten, deren Führer mit gültigen behördlichen UrfpruugSzeugniffen versehen sind, aufgetrieben werden, Thtere von Händlern aber nur dann, wenn in jenen UrsprungSzeugvtffen weiter bescheinigt ist, daß die Thtere sich die letzten sieben Tage iu un- verseuchtem Zustand tu sruchefreten Orten befunden haben. Im Uebrigen gilt für die Einführung von Häudlervieh tu deu Kret» Wetzlar die iu Nr. 109 deS Wetzlarer Anzeiger» vom 11. Mat 1897 veröffentlichte polizeiliche Anordnung des Herrn Regierungs- Präsidenten zu Coblenz vom 13. April 1897. 3. Au» dem Großherzogthum Heffen dürfen R ndvieb, Schweine und Schafe nicht aufgetrieben werden. 4. Bet dem Auftrieb der Thtere hat der Etgeuthümer oder Führer dem anwesenden Polizeibeamten daS unter Nr. 2 erwähnte UrspruugSzeuguiß vorzuzrtgen. Außer von der Coutrole der UrsprungSzeugniffe ist der Auftrieb von der vorherigen Besichtigung uud Ntchtbeaustandung der Thtere durch den KretS- thierarzt abhängig. Wetzlar, den 4. December 1897. Der Königliche Landrath. stet» bet fich, um fich ihrer augenblicklich bedienen zu können, fall» fie iu Gesellschaft oder soustwo ein Rencontre haben. Der Vorgang dabei ist folgender: Mister Smith hat deu Eolouell Hill beleidigt und wird von diesem bei Seite ge- uommeu. Da die Abfichl klar zu Tage liegt, fliegen die Portefeuilles, iu denen fick die Duellkarten befinden, sofort tu» den Taschen und H'll überreicht Smith Karte Nr. 1. Dieselbe besagt: Mein Herr, Sie haben mich beleidigt! — Gut, denkt Smith, denn zu sprechen hat er bet diesem Duell nicht nölhig, uud überreicht dem Gegner Karte Nr. 2 mit dem Inhalte: Sie find ein Lügner. Nun kommt wieder Hill an die Reihe und übergibt Karte Nr. 3, welche ver- kündet: Sie find sogar ein verdammter Lügner. — Smith wacht eine grimmige Miene, denn dieselbe entspricht den Worten, welche Karte Nr. 4 enthält, nämlich: Nur aus Rückficht (für die anwesenden Damen, oder meine Ehre) unterlaffe ich e», meine Faust iu Ihr Geficht zu pflanzen. Darauf Hill» Karte Nr. 5: Mein Herr, ich wache Sie darauf aufmerksam, daß ich 250 Pfund wiege! Karte 6: Gut, aber wa» mich betrifft, so bin ich der beste Boxer auf zehn Meilen in der Runde. Karte 7: Trotzdem schlage ich (Hill) Ihnen hiermit drei Zähne an» Ihrem prahlerischen Munde. Smith mit Karte 8: Auch ich laffe nun alle Rücksicht bei Seite. Diese Karte bedeutet, daß ich Ihnen ein Loch in den Kopf geschlagen (oder alle Rippen gebrochen) habe. Da die Geschichte bereit» so bedenklich steht, überreicht Hill nach einigem Besinnen die Karte Nr. 9: 3^ denke, wir stehen jetzt ziemlich gleich. Nehmen Sie den Lügner zurück. Smith» Karte Nr. 10: Und Sie den verdammten. Karte 11: Gut, Sie find ein Gentleman. Karte 12: Sie auch, wir haben übrigen» beide Recht! . . . Damit ist da» Duell zu Ende. Die Herren schütteln fich die Hände und sehen bi» zum nächsten Streite friedlich uud mit dem erhabenen Bewußtsein nebeneinander her, für die Ehreureparatur jährlich höchstens 6—12 Dollar» zu benöthigen. *** $70 77 169C0 4.17 Locales trab provinzielles Gießen, den 10. December 1897. •• Prüfungen im Finanzsach. Gesuche um Zulaffung zu deu am 13. April 1898 beginnenden allgemeinen Prüfungen i« Finanzfach und in den technischen Fächern, sowie zu der specielleu Prüfung der ersten Kategorie de» Fiuanzfache» find mit d-n oorgt^rub.tun B-ich-migun«.. und d-n i° der Bekanntmachung vom 28. November 1839 (Reg. Bl. Nr. 36 «nd cor»* j». D6L Seltsame Ehrenreparaturen. Von Richard March. (Schluß.) Diel-m nach wird die Abneignn« mancher Stute auch -ea-n da. °'°°M°diIch- Duell b-gre.flich. @« ««»»«"»■• 11* iedr viel Witz da»u, u>°!>inge,'u da» ueuistr »Ränig« b-^ge? Duell« bla- eiue gthiirige Partiau dtsieu er^rdert, m.mNtblickkeit aenannt wird. Denn nach dieser Manier ?Q* . aß QUt Pistolen mit dreimaligem Kugelwechsel, Em m"“««“.IS »«»MW -i dem ».* ein und stellt sodann den Antrag, sich vor^Beginn der Schießerei im einem Gasthause zu stärken. Dieser HrttiroB mit kalter Höflichkeit acceptirt werden- bemr Becher "at dieselbe jedoch allgemein zu weichen und einer cordialen fKHmmuna Platz zu wachen. Ist man so weit, dann ist e» die verfluchte Pflicht und Schuldigkeit de» Beleidigten, eine mitgebrachte Schetbenfigur zum Vorschein zu bringen, dieselbe irgendwo zu befestigen und den Vorschlag zu wachen, nach dieser zu schießen, den schlechteren Schützen für besiegt zu erklären und zu einer Geldstrafe zu verdammen. Der Gegen' theil muß diese Propofiliou natürlich annehweu. die Geld- büße aber kann, je nach Belieben, entweder einem wohlthätigen Zwecke zugeführt oder vertrunken werden. Bei so bewandten Umständen wäre e» natürlich eine Schande für den nimmer rastenden Menscheugeist, wenn e» nicht auch schon billigere Duelle gäbe. Eia Buchdruckerei- Lefitzer hat dieselben erfunden. Und wie einfach und sinn- reich ist feine Erfindung. All< Gentlemen, die auf ihre Ehre etwa» halten, kaufen die sogenannten Duellkarten, welche in einfachster, sowie luxuriösester Ausstattung und verschiedenartig textirt zu haben find, und führen dieselben ?Tber Mor?ene lCht &nt Daselbst werden —. 11145 lNMÜN. I. 36.: ist Her). 11233 MMtlMer. \cts auf Lager: ...... Ml. 2.- ... , 2.- ... , 1.50 . 2.15 . '.°0 mit ton H-M - LJW M ■ ■ nUT •'•80 nur M. 10- t zv riwstuu Wll •mber 18S7- T HllberrwU Gold-Rat« tgiesa isch Mk. 1.50 per Meter n 2.50 „ , 11130 an stein, taue 43.__________ loooaoDoooooa arl fctk wn *•» »"’S rc. nzen 8 »9- , IttoSchaaL- cht isen, Darmstadt feinen Sitz habenden Allgemeinen deutschen Gast- wirrde-Tterbekaffe-Derdand zu trennen und die aus 1708 Mtt- glte ern bestehende pfälzische Unterabteilung in einen vnn Darmstadt unabhängigen Verband zu bringen. Gkvnd dazu bieten nach der allgemeinen Ansicht die Hoden VerwaltungS- kosten, sowie die unlängst in Frankfurt a. M. geiahten Be- schlöffe, wonach die Beiträge für die Sterbekaffe erhöht, dagegen die Auszahlungen an die Hinterbliebenen der Mitglieder verkürzt werden sollen. Es wurde ein provisorischer Ausschuß zur Berathung der Statuten gewählt und der vorläufige Mitgliederbeitrag auf 1 Mk. festgesetzt. • Sera, 8. December. Der wegen Morde» zum Tode derurtheilte achtzehnjährige Arbeiter Oehlschlägel ist heute früh hingerichtet worden. • Zurich, 6. December. Am Donnerstag wurde in der hiefigen Thierarzneischule ein eingebrachter wuthkranker Hund im Beisein der Studenten secirt. Beim Spalten de» Kopfes spritzten unglücklicher Weise Tropfen der blutigen Hirnmaffe den beiden Profesioren Zschokke und Erhardt in die Augen. Noch gleichen Tage» verreisten beide Professoren nach Pari» zur Behandlung in» Institut Pasteur. • Mit Sfelu bespannte Wagen zeigen in jüngerer Zeit die Strahen Berlins. Diese Erscheinung ist aus baß Bestreben de» Thierschutzveretvß, der die Abschaffung der Ziehhunde erstrebt, zurückzuführen. * Für die Unsitte, schlecht brennendes Feuer durch A u s- giehen von Petroleum anfachen zu wollen, hat die 35 Jahre alte Arbeiterfrau Wilhelmine Winkelwann vom Lrmpelhofer Weg 5 zu Schöneberg schwer bühen müssen. Die Dlechkanne, aus der sie die feuergefährliche Flüssigkeit ansgoh, ezplodirte, und eine Flamme, die biß zur Decke emporschlug, verbrannte die Frau am ganzen Kopf, im Gesicht, am Halse und an den Ohren. Schwer verletzt muhte die Unvorsichtige in ein Krankenhaus gebracht werden. * Kamms Zerograph. Die englische Presse bespricht in letzter Zeit eifrig die Kamm'sche Erfindung, den Z-rograph. Die technischen Fachblätter find voll deß Lobes Über daß neue Werk deutscher Technik. Dem „Sheffield Daily Telegraph" entnimmt der Londoner Correspondent der „Köln. BolkSztg." aus einem längeren Aufsatze Folgendes: „Wenn der Zerograph thut, was er soll, und was er heute bei der Borführung that, so ist eß keine Uebertretbung, ihn alß das gröhte Wunder im Verkehrswesen durch Electric tät zu bezeichnen. Es ist mit einem Wort gesagt, Typwrtting mittels Telegraph. Eß ist ein verbesserte» Telephon, in welches man nicht spricht, wa» man zu sagen hat, sondern niederschreibt. Der Zerograph versteht keinen Spaß, denn da giebt es keine Außrede, daß der Mann aus dem andern Ende falsch verstanden. Man schreibt an der Abgangsstation die betreffende Mittheilung auf der eigenen Maschine, und die andere Maschine, gleichviel wie weit entfernt, giebt die Mitrhrilung in Druckschrift wieder. Die Depeschen des Zerographen können nicht auf der Leitung abgefangen werden, wie eS beim Morse-Jnstrument möglich ist." Die „Birmingham Gazette" laßt sich auS London schreiben: „Nachdem ich heute den Zero graph gesehen, glaube ich nicht, dah in der Zukunft im Verkehrswesen durch Electricität irgend etwas unmöglich ist. Anstatt am Telephon zu schreien ober zu lispeln, auf die Gefahr hin, bah man in ber Entfernung mißverstanden wird, druckt man in klarer leserlicher Schrift, was man zu sagen hat. Der Zerograph wurde heute Nachmittag in Wigmore- Street gezeigt, und et erfüllt genau, waS von ihm berichtet wird." Daß „Daily Chrouicle" schreibt: „Eine grohe An zahl von Electrikern, Telegraphisten und technischen Journa- listen wohnte gestern einem praktischen Versuche mit dem Zerographen bei. Daß neue Instrument kann so leicht wie eine gewöhnliche Schreibmaschine gehandhabt werden, und eß kann an dem Außschalte-Shstem, wie gegenwärtig daß Telr> Phon, verwendet werden. Daß Wichtige bei solchem AuS- schalte System ist Einfachheit, schneller Druck, automatische Wiedergabe der Schrift und vollkommene Synchronie." Und „The Morning" schreibt: „Die allgemeine Einführung wird in der Telegraphie eine Umwälzung herbeiführen." Die Bedeutung deß Zerographen wird man erst vollständig zu schätzen w ff en, wenn eß bekannt sein wird, daß der Zero- graph auch das einzige Instrument ist, mit welchem die „drahtlose Telegraphie" practische Anwendung finden kann. Denn mit dem Zerozraph kann man wegen seiner genauen Abstimmung und Einstellbarkeit auf kurze Distanzen ohne Draht Depeschen schicken, und zwar an bestimmte Adressen. AuS den Berichten über die Demonstration der drahtlosen Telegraphie des Geh. Raths Prof. Slady vor dem Kaiser in Berlin ersehe ich, daß der Professor die Frage aufgeworfen, ob es je möglich sein werde, Apparate zu construiren, „die so fein abgestimmt sind, baß nur gleichartig abgestimmte die Strahlen anfzunehmen im Stanbe flnb." Ferner, baß gegen bie praktische Anwenbung die Schwierigkeit spreche, daß auch Unberufene die Depeschen erhalten würden. Der Zerograph hat, wie gesagt, die Eigenschaft, daß die Apparate ganz genau mit einander synchronisch arbeiten, und er hat auch die Eigenschaft, daß bei seiner Anwendung Unberufene bie Depeschen nicht erhalten. Mir wird ferner aus zuverlässiger Quelle mitgetheilt, daß schon Herr Dr. Stephan feiner Zeit erwogen, ob die Aufnahme einer telegraphischen Schreibmaschine in der Reichs Telegraphie rathsam, daß sich aber damals kein geeigneter Apparat auftreiben liefe. Man dachte an den Hoffmann'schen Telescripter, der sich jedoch als unbrauchbar erwies. Die EigenthUmer des Telescripter machten nun in jüngster Zeit einen neuen Versuch bei Herrn v. Podbielski, und sie veröffentlichten gleichzeitig durch die Zeitungen Nachrichten, als ob die Annahme des Telescripter gesichert sei. Thatsächlich hat Herr v. Podbielski die Sache auch noch seinerseits erwogen, weil ihm inzwi'chen auch der Zerograph angeboten wurde. Daß Resultat war aber, bafe am vergangenen Donnerstag in Berlin entschieden wurde, bafe ber Telescripter nicht zu gebrauchen fei. Die bereits von Ihnen gebrachte Nachricht, bafe zwei Zerographen in Berlin auf bem Reichß-Telegrapheuamt ausgestellt werden sollen, ist vollständig richtig. Die Aufstellung erfolgt Ende Dec-mber. Dagegen ist die Nbricht her Berliner Börsen- Zeiiung, bafe sich hier in London eine Beden Gesellschaft bilde, bchuf» Ausnützung der Zrrog aphen Patente, die dem Kamm» Zrrogr^phen Synd'caie ßtb. gehören, verfrüht. • Die Kronpnozessia Wittwe Stephanie von Oeüerreich nimmt von Januar k. I. an in Grieß, im Hotel U ber- bacher, auf m hrere Monate Aufenthalt. Di Smal wird sie von ihrer Tochter, der Erzherzogin Elisabeth, begleitet sein. Die einzige Tochrer des verstorbenen Kronprinzen Rudolf steht nunmehr im 15. Lebensjahre und entwickelt fich zusehends vom Kinde zur Dame. Längst hat sie übrigens ihren eigenen Hofstaat. Für jeden Erzherzog ober jede Erzherzogin zahlt von der Geburt ab die kaiserliche Livilliste 20 000 Gulden Apanage - ebenso wie für die h'ferlidjtn Töchter G sela (Prmzefe Leopold von Bayern) und Marie Valerie (Erzherzogin Franz) sind jedoch sowohl die Kronprinzessin W tiwe wie deren Töchierchen besonders und weit über die haußgesetz iche Grunddotation hinaus bedacht worden, denn Kaiser Franz Joseph ist keineswegs auf seine Eivill ste von 4,650,000 Guloen auf jeder ReichShälfte angewiesen — von seinem Ohe m und Vorgänger Ferdinand I. erbte er allein 200 Millionen Gulden. • Zwei Briefmarken für 51,000 Francs. AuS Berlin wird berichtet: Erft kurze Zeit ist es her, bafe bie Meldung über ben Verkauf zweier Postwerthzeichen von Britisch-Guinea zum Preise von 20,000 Mk allgemeines Aufiehen erregte. Aber klein erscheint diese Summe gegenüber derjenigen, welche Herrn Phil'pp Kosack, demselben Händler, 'ber jene beiden kostbar en Marken verkaufte, für zwei andere Stücke jetzt abgefordert worden sind. ES handelt sich um 2 Mauritius, die der Bfitzer, ein Franzose, mit 51,000 Francs dem genannten Berliner Hause zum Kaufe anbietet. Der Postwerth der Stücke ist 1 bezw. 2 Penny. Erstere Marke ist gelbroth, letztere dunkelblau. Bon einem hohen recht- eckigen Rahmen ist die Büste der britischen Königin umgeben. Ein Diadem ziert den nach links gewandten Kopf, dessen voller Haarwuchs zu üppiger Lockenfrisur geordnet ist. Diese SiÜcke find im September 1848 zur Ausgabe gelangt, waren aber nur kurze Zeit im EurS, denn August 1848 erfolgte eine neue Ausgabe. Noch vor wenigen Jahren waren die beiden Postwerthzeichen für 20,000 Francs zu erstehen, jetzt hat sich ihr Werth anderthalbfach gesteigert. • Die Brant all Stiefmutter. Mit einem einzig in seiner Art dastehenden Rechtsstreit hatte fich das Oberlandes- gericht in Frankfurt a. SW. zu beschäftigen. ES handelte fich nm ein Eheversprecheu oder bei Nichterfüllung desselben um Zahlung einer Entschädigung von 500 Mk. Dem ersten Theil der Klage konnte nicht mehr ftattgegeben werden, da der Beklagte fich inzwischen mit einer Anderen verheirathet hatte, wohl aber dem zweiten, wogegen fich der junge Ehemann, welcher, wie nachgewiesen wurde, noch auS seinem mfltter lichen Erbe 600 Mk. zu erhalten hat, sträubt. Die verschmähte Braut war jedoch nicht gewillt, so leichten Kaufs die Sache fahren zu lassen. Im Termin stellte fich nun heraus, bafe ber Beklagte benfelben Namen wie bie Klägerin trug. Hierüber befragt, erklärte Letztere, bafe sie inzwischen ben Vater ihres ehemaligen Bräutigams geyeirathet habe, wodurch fie dessen Stiefmutter geworden fei; nichtsdestoweniger lasse fie jetzt die 600 Mk. au» dem mütterlichen Vermögen pfändens • Confilcirte Photographie»». Aus St. Petersburg bericht t man ber „Neuen Freien Presse": In ben Schaufenstern der Papier- und Kunsthandlungen Berlins sieht man feit einigen Wochen eine Photographie, die den deutschen Kaiser darstellt, wie er ben rechten Arm vertraulich um die Schulter bes russischen Kaisers schlingt. Diese Photographie ist ein Ausschnitt aus einem in ber zwang»- losesten Haltung aufgenommenen großen Gruppenbilde, baS ein Amateur Photograph in Coburg bei bem letzten Besuche ber beiden Herrscher daselbst ausgenommen hat. Vorige Woche wurden solche Ausschnitte auch hier in den Handel gebracht. Spät am Abend des ersten Tages, an dem diese Bilder zum ersten Male in den hiesigen Auslagen zu sehen waren, wurde einer hochgestellten Person davon berichtet. Sofort erhielt die Polizei den Auftrag zur ConfiScation dieser Bilder. Am nächsten Morgen in aller Frühe erschienen in allen betreffenden Handlungen gleichzeitig Polizeibeamte, um den Auftrag auSzusühren, wobei conftatirt wurde, bafe im Ganzen 32 Exemplare bereits veikauft waren. • Wal Ausstellungen koste» und einbtingen, erzählte der Reichscommiffar für die Pariser Weltausstellung 1900, Herr Geh. Regierungsrath Dr. Richter, am ersten Vortragsabend des Vereins Berliner Kaufleute und Jndustrieeller, der vorigen Mittwoch im Kaiserhof stattfand. Die erste Londoner Ausstellung 1851 hatte 14 000 Aussteller und über sechs Millionen Besucher, die Pariser von 1855 zählte 22,000 Aussteller und über fünf Millionen Besucher, Parts 1867: 42 000 Aussteller und fast elf Millionen Besucher, Wien 1873: 39,000 Aussteller und sieben Millionen Besucher, Paris 1878: 52,000 Aussteller und 16 Millionen Besucher, Pari» 1889: 69,000 Aussteller und 32 Millionen Besucher, Chicago 1893: 70,000 Aussteller. London 1851 kostete 7*/, Mill. Frcs. und brachte 12*/, Millionen Einnahme, Paris 1867 kostete 23*/, Mill, und brachte 26, Wien 1873 kostete 58*/, M ll. und brachte 10*/8, welcher gewaltige Fehlbetrag durch die Cholera verschuldet wurde. Pari» 1878 kostete 55*/, und brachte 23*/, Mill., Pari» 1889 kostete 40 Mill. Francs, brachte aber 10 Mill. Mark (!) Uederschufe. In Chicago hielten die Einnahme und Ausgabe mit etwa 100 Mill. FrcS. das Gleichgewicht. Für die Ausstellung 1900 find die Kosten auf 100 Mill. FrcS. veranschlagt. Davon geben Staat und Stabt je 20 Mill., die übrigen 60 Mill, werden durch ein Lotterie-Anlehen aufgebracht, in der Art, bafe bret Millionen Bon» zu je 20 FrcS. auflgegeben werben. Jeder Bon ent- hätt 20 Eintrittskarten und gewährt noch dazu eine ganze Anzahl von Vergünstigungen für Eisenbahnen u. A. m. Angesichts der außerordentlichen Vorzüge, die der Ausstellung». platz von 1889 barbietet, hat «an diesen Platz wieder gewählt, trotzdem er räumlich ungenügend ist. Er umfaßt 96 Hektare unb man vermochte nur, ihn um ein Geringes zu erweitern, inbem man noch den Quai be la Conference, den Cour be la Reine, bie Esplanade des Invalide» und de« alten Jndustriepalast mit in ben AuSstellung»plotz hineinzog. In das deutsche Sondergebäude dürfen Bureau» nicht hinein/ auch die Franzosen legen ihre Bureaus in außerhalb der Ausstellung gemiethete Räume. Im Uebrigen vertheilen sich die deutschen Ausstellurigsgüter nach dem fesistehenden Plane über die einzelnen Gruppen der Ausstellung. Da Bor- tragender als Erster unter allen fremden Commiffaren auf dem Platze war, fo ist e» ihm gelungen, verhältnißmäßig günstig in der Platzfrage für Deutschland abzuschneiden. Trotzdem ist der gewährte Raum sehr beschränkt, wett beschränkter al» in Chicago, unb deßhalb muß in der Auswahl ber Ausstellungsgegenstände die äußerste Vorsicht walten. • Aul dem „Simplicisstmnl". Ein biertüchtiger Student hatte einige Semester Philologie ftubht, da entdeckte er in sich da» Talent zum Juristen, er sattelte um und wurde RecbtSbefliffkuer. Kurz vor dem Examen sah er feinen Irr- thum ein, eS wurde ihm klar, baß er zum Mediciner geboren war. Sofort schrieb er se'nen Entschluß nach Hause- ba riß bem biedern Alten bie Geduld und taglbrauf kam er angereift. Dreinndeinhalbe Staube hatte er schon geredet von Energie., Charakter, und anderen Losigkeiten, da sch ägt er mit ber Faust auf ben Tisch und schließt seine Predigt, indem er den zerknirschten Sohu andonnert: „Entweder coiv hquent ober inconfrquent, nur nicht bie« ewige Schwanken!" ♦ Jdeeuverdindung. StubiosuS PumpuS (bei ber Lectüre be« „Faust"): „Verzeiht, es ist ein groß Ergötzen, Sich in ben Geist ber Zeiten zu Versetzeu." „Donnerwetter! Da fällt mir ein, ich habe ja noch zwei Jahrgänge „Zeitgeist", bie ich versetzen kann!" CUetaiu* unb - Statistik der deutsche« Schul- und »«iversttckt«- schriften 1896/97. Bei der Certralstclle für Disseitalionen und Programme von Gustav Fock in Leimig sind im Wintersemester 1896 97, sowie im Sommresemester 1897 „3974" im gleichen Zeiträume an brutschen Universitäten bezw. höheren Lehranstalten re. neu erschienene Schriften (Jnaugural-Dtfsertationen, HadilttaiionS- schriften, Grlegenhettsschriften, P ogrammabha^dlungen rc.) einge- liefert worden. Die Titel derselben sind im 8. Jahrgange des untre Mitwirkung mehrerer Universitätsbehörden von oben genannter Eentralstelle herausgegebenen Bibliographischen Monatsberichte« über neu erschienene Schul- unb UnwrrsiiLtsschriften verzeichnet. Auf die einzelnen Wisienschaften venheUm sich die 3974 Schritten folgender- maßen: Klassische Philologie und AlterthumSwissenschasten 261 Ab« Handlungen. Neuere Philologie (Moderne Sprachen unb Literaturgeschichte) 221, Orientalin und Allgemeine Sprachwissenschaft 71, Theologie 52, Philosophie 91, Pädagogik 287, Geschichte uab Hilfswissenschaften 162, Geographie 30, Recht«- und Staatswissenschafte« 452, Medicin 1358, Beschreibende Naturwissenschaften (Zoologie, Botanik, Geologie, Mineralogie rc.) 217, Exacte Wissenschaft«« (Mathematik, Physik, Astronomie. Meteorologie rc.) 252, Chemie 400, Bildende Künste 14, Musik 7, Land- unb Forstwirthschaft 25, Verschiedenes (Bibliothekswesen, Reden rc) 74, in?g»sammt 3974 Abhandlungen. In den bisher erschienenen acht Jahrgängen find die Titel von 29364 Abhandlungen verzeichnet. Universität- - Nachrichten. — Jena Von dem der Universität Jena im Jahre 1883 zugeiallenen Vermächtniß der Frau Gräfin Bose, geborene Gräfin Reichenbach Lessonitz werden die Erträgnisse, soweit dieselben nicht zur Auszahlung von Renten zu verwenden sind, bestimmungsgemäß zur Förderung medicinischer Studien, sowie zu Reifestipendtkn im In- unb Auslände verwandt. Der für diese Zweck« verfüglich bleibende Zinscnbetrag von jährlich etwa 8000 Mk. g-stattete in be« letzten fünf Jahren wiederum im Jnteresie der Ausbildung junger Mediciner einige Aslistent-nstelten zu botiren, Beiträge lur Ausführung größerer wissenschaftlicher Arbeiten auf dem Gebiete *re Medlin zu gewähren und die Entwickelung der medicinifchen Jn- stit»te der Univresität Jma zu fördern; außerdem c utben in diesem Zeitraum zwei größere Stipendien für wissenschafUiche Reisen bewilligt. — Leipzig. Die juristische Facultät der Universität wird am 19. December eine F^er deS 100jährigen Geburtstages dc« berühmten Juristen Prof. v. Waechter veranstalten. und — Beim Herannahen be« Weihuachts-Packetverrehr« erscheint eS unS angezeigt, auf verschiedene Punkte htnzuweisen, deren Beachtung für die Absender von Packtten besonders wichtig unb geeignet ist, daS Pablckum vor Nachthetlen und Unannehmlichkeiten zu schützen. Die Packete sind dauerhaft z« verpacke«. Dünne Pepp- kästen, schwache Schachteln, Eigarrcnkisten rc. find nicht zu benutzen. Die Aufschrift der Packete muß deutlich, vovständig und 6altbar hergestellt sein. Kann die Aufschrift nicht in deutlicher Weise auf daS Packtt gesetzt werden, fo empfiehlt fich die Verwendung eines Blatte« weiße« Papiers, welch-S der ganzen Fläche nach fest aufgeklebt werden muß. Bet Fleischfendungen unb solche« Gegenständen in Leinweindverpackung, welche Feuchtigkeit, Aett, Blttt rc., abwerfen, darf die Aufschrift «icht auf die Umhüllung gesiebt werben. Am Zweckmäßigsten find gedruckte Aufschriste« auf weißem Papier. Dagegen dürfen Formulare zu Pon-Packet- adressen für Packetausichrsiten nicht verwendet werden. ES ist rath- fam, bem Inhalte ber Packetsendunge- einen Zettel beizufügen, der die vollständige Adresse enthält. Der Rame M Bestimmungsorte« muß stet« recht groß ««d devttich gedruckt ober gochtteoen sein. Die Packetautschttft muß sämmtliche Angabe« der vegieit- adreste enthalten, zutreffendenfalls allo ben Francooerwe-k, den Nachnadrnebetrag nebst Namen und Wohnung de« Absender«, den Vermerk der Eilbestellung usw., damit im Falle deS Verluste« der Begleitadresse daS Packet auch ohne dieselbe dem Eopiänger au«- gehändigt werden kann. Aus Packct ^^rtzchwankev!' 'pus (bubet Lectüre >u detsehe«.- >' ich habe ja uoch lrsrtzeu !annP m,d UtttbttfitM. ür DisstiiMnm uob ib im Wicknfnncher 74" hn gleichen ädt, ertn Lcheaustaltrn re. Honen, $abilti«tionfe wblungen rc.) einge- . Jahrgänge der unter oon oben genannter i Monatsberichletz über n verzeichnet. Ans bit i4 Schritten sotgender« zwissenschasten 261 Ab- -prachen unb Literatnr- Sprachwißenichatt 71, , Wchichle usb HilsS- ib St-strwU«is--sta ssscrifchafloi (Zoologie, Gracie Wisieoichatte» )Stt ic.) 252, Chemie h ForstviNhi-bast 25, inOgtsammt 3974 Ab- JahrgLngen find die echten. Jena fm 3-h«M Bolt, gtborme S'M foorfl dieselben nW "tnb, btsttrnmurasgeina» t zu Sintestchendim J diese «N4 X) Mk. g-st-lH'>e m m der SuSbildM M» Iren, Beitrüge aus dem SLet-k« der mebicinischen > Tbtm -mden bi di « aussmsch-'lltche t der Unlon^l1 m GeburtSIsgee des d- Mar- _____ seS" tfäS" 114, ’»*ÄW *M dl- s«! JSS-Sg «wiH« •“ ei I» «* “>&Sä* sHszä ’Ä!ä de ! I Berlin «jj ne»* bet d« n, -Leru-S eS itf ^ed nflOI Als beliebte WeihnachtsGeschenke empfehlen wir Gasbeleuchtungs- Gegenstände wie: Kronleuchter, Ampeln, Doppelarme, Lyren u. s. w. in den gangbarsten Stilformen u. Metall- färben, Auer'fche Gasglühlichte, Gaskoch- ll. 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