istoffe 3350 ireini ? ™ Ärn, mb* ten. : Rui 3441 freundlichst ein. » Doll, JJiarf rlegnng. ch mein W» «M Kirchenplatz U nach |nt). 1R^' 66>*l'$A £ 45, bei A HS*-*' grs» W>! -B 01 M». 86 Drives Blatt. Sonntag den U Avr l 1S97 Gießener Anzeiger Keneral-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieße«. Hratisöeikage: Gießener Ilamitienötätter. ) Alle Annoncen-Burcaux bei In« und Au-lande- »chmi» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Die Gießener N«»rtte«0tä11er werden dem Anzeiger »Schnttlich dreimal deigelrgt. Der Hteßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de, folgenden Lag «rfcheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. vierteljähriger > AVoanemeutipretns 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. f Durch die Post bezog« 2 Mark 60 Pfg. Nedaction, LxpedittsO »nd Druckerei: -ch,tstrate Kr.^ Fernsprecher 6L f . . * Sraaffntt e. M., 8. April. Innerhalb der letzten Pnö a»- Jndustrte ein ferneres Gedeihen von Herzen wünschen. 299t -Das Echo" brachte am 1. April a. c. folgenden Artikel, welcher für unsere Leser gewiß recht von Interesse sein dürste: [3344 Auf der sächsisch,thüringische« LaudeS- «ud Judustria- Ausstellung zu Leipzig wird in diesem Jahre auch die Firma Fritz Schulz jan. in Leipzig durch ihre Fabrikate: „Glanzstärke, Wäscheblau, Putzsetfe, Globus-Putz -Extrakt, Haarpomade, Ofenglanz, Möbelpomade, Fleckseife, Mentbolin rc. vertreten sein. Die Inhaber dieser Firma, die Herren Friedrich Adolph Schulz und Gustav Adolph Philipp, haben dieFtrma, welche trn Jahre 1878 gegründet wurde, auS kleinen Anfängen heraus zu ihrer j.tzigen Bedeutung gebracht, und mit Recht sind die Artikel dieser Firma infolge ihrer Güte und Preiswürdtgkett auf dcm Weltmärkte sehr begehrte. Die Jahresproduktion in den einzelnen Artikeln, ganz besonders in Glanzstärke, Putzseife und Globus-Putz Ertract, hat i» den letzten Jahren einen Umfang angenommen, wie er in der Entwickelung einer Fabrik einzig dasteht. Von Globus-Putz-Extrakt allein, überall bekannt durch seine Schutzmarke: „Globus im rothea Streifen", gehen monatlich Millionen von Doftn nach allen Länder» der Welt, und jeden Tag kommen Hunderte von Kisten nach den Bahnhöfen zum weiteren Versandt. Wenn schon jetzt in Globus- Putz Extrakt eine TagesproducÜon bis 150,000 Dosen ermöglicht ist, so ist beim Bau der neuen Fabrik eine Production bis zu 600,000 Dose» per Tag vorgesehen. Hauptabnehmer find, außer Deutschland, England, Holland, Oesterreich, Frankreich, Rußland, Vereinigte Staaten von Amerika, Brasilien, Afrika, Asien und Australien. Die Nachfrage nach den Artikeln der Firma Fritz Schulz jon., Leipzig, steigert sich fflft täglich, und die erhaltenen Auszeichnungen auf den beschickten Ausstellungen, sowie die säst täglich etnlaufenden Anerkennungen, die sich inzwischen zu einer stattlichen Menge angehäuft haben, beweisen am besten die Güte. So wurde in neuerer Zett wiederum durch 4 vereidete Chemiker, 3 deutsche und 1 englischen, festgestellt, daß Globus-Putz-Extract das beste Putzmittel der Gegenwart ist und unerreicht in seinen vorzüglichen Eigenschaften dasteht. Feuilleton. Angenommen. Humoreske von Graf Günther Rosenhagen. (Schluß.) So war dieser Brief von ihm der letzte — welch ein Unterschied zwischen dem ersten und dem letzten! Der erste — ltebeglüheud, voll von Belheuerungen ewiger Liebe, unwandelbarer Treue, voll von Kosenamen und Schmeicheleien, — dieser weiter nichts al- ein leeres Blatt! Sie öffnete fast mechanisch daS Couvert, sie nahm den Bogen heraus, um einen wehmüthtgen Blick darauf zu werfen, — aber plötzlich weiteten sich ihre Augen und in ihrem Innern jubelte eS,- dieser Bogen war nicht leer, — sie erkannte seine Handschrift, ach, kein Mensch auf der ganzen wetten Welt schrieb so schön wie er. Sie trocknete die Thränen auS ihren Augen, sie führte daS Schreiben an ihre Lippen und küßte seine Worte und daun las sie: „Meine liebe, kleine Ellen! Auch dieses Mal hätte ich Dir wie schon so oft in der letzten Zeit ein weißes Blatt geschickt, wenn nicht gestern stärker alS je die Erinnerung an Dich in mir wach geworden wäre, wenn nicht gestern die Sehnsucht nach Dir mich fast gelöbtet hätte. Wie daS kam, was dazu beitrug, gestern Dein Bild so vor meine Seele zu zaubern k Wie Du, glaube ich, noch nicht weißt, bin ich Mitarbeiter einer hiesigen großen illuftrirteu Zeitschrift, für deren „Briefkasten" ich die täglich in ungezählter Menge einlaufenden medtcinischen Anfragen beantworte — nach bestem Wissen und Können, aber fast nie zur Zufriedenheit der Fragesteller. Ein zorniger Brief, den ich von einer gekränkten Mutter erhalten hatte, führte mich gestern Morgen auf die Rcdaction, ich wollte um meine Entlassung bitten oder die Rrdoction bewegen, der Briefschreiberin daS Abonnement auf die Zeitschrift zu verbieten. Aber selbst bei schlechter Laune, fand ich meinen Freund, den Redacteur, in noch viel schlechterer. Er saß zwischen einem Berge von Manu'cripten und suchte und suchte nach irgend etwas, was er nicht fand. Eine ganze Weile sah ich seinem Treiben zu, — dann bat ich: „Geben Sie es auf, Sie finden es ja doch nicht — machen S e jetzt die Frühstückspause und lassen Sie uns drüben in der Weinstube den Aerger mit den Austern zusammen herunterschlucken." Aber er wehrte eS ab. „Es geht nicht, lieber Freund," gab er zur Antwort, „ich suche ein Manuscript, deren Verfasser — natürlich eine „fit" — telegraphisch um Antwort gebeten hat, gleichsam alS wenn wir armen Redocteure weiter nichts zu thua hätten, als Manuskripte zu lesen." Er suchte weiter und weiter und endlich hatte er die Arbeit gefunden. Er durchflog daS Begleitschreiben und reichte eS mir, während er sich selbst an das Mauuscript machte, mit den Worten: „Na, lesen Sie mal — so etwa- ist mir denn doch noch nicht vorgekommen." Ich laS und war ich las, war unsere Geschichte: „Ein junges Mädchen hat sich mit ihrem Verlobten gezankt, fie hat mit ihm gewettet, daß sie im Stande sei, Geld zu verdienen, fie schriftstellert uud fleht den Redacreur an, die Arbeit zu behalten und ihr zu einem Gewinne der Wette zu verhelfen." Bei jedem Wort deS Briefes wußte ich an Dich denken, derselbe Trotz, derselbe Eigensinn, aber auch dieselbe Lebe, dieselbe Treue und Anhänglichkeit sprach aus jedem Wort. Den Brief hättest Du geschrieben haben können und so interesfirte mich daS Schicksal der Schreiberin wie Dein eigenes. „Run?" fragte ich gespannt meinen Freund, aU k daS Mauuscript bei Seite legte. „Abgelehnt," gab er zur Antwort und setzte hinzu: „Unreif in Form und Gedanken, — tausendmal besser als tausend andere ErstlivgSarbetteu, aber doch noch nicht druckreif." Da erfaßte mich mit der Briefschreiberin grenzenloses Mitleid: „Arme Braut — armer Verlobter," murmelte ich vor mich hin. Ich versuchte, meinen Freund durch Bitte» zu einer Annahme der Arbeit zu bewegen, daS Bitten wurde mir leicht, denn mir war, als bäte ich für Dich — aber alles war vergebens, immer erhielt ich die Antwort: „Abgelehnt." Und immer mußte ich denken: „wie traurig, wie ■»- glücklich würde Ellen skiu, wenn auch fie vielleicht auf alle Anerbietungen stets ein „Abgelehnt" erhielt, wenn dieses eine Wort euch ihre Zukunft, ihr LebenSglück vernichten sollte I" Drei Tage noch, dann ist die Frist, die Du Dir ge- steckt, abgelaufen, — warte den letzten Tag, der Dir viel- leicht eine bittere Enttäuschung gibt, nicht ab, — erkläre Dich nicht für besiegt, gib aber die Wette auf, laß fie un- entschteden bleiben, begnüge Dich mit der Hoffnung und de» Trost, daß es Dir vielleicht in den nächsten drei Tagen gelungen wäre, zu gewinnen. Laß die Liebe fiegen über Deinen Trotz, und wenn Du mich noch liebst, wie ich Dich — grenzenlos und schrankenlos, so prüfe meinen Vorschlag. Und Deine Antwort am mich sei „Abgelehnt" »der „Angeuowmen". DaS eine ist Leben, das andere ist der Tod. Wie wird die Antwort lauten?" Sie zögerte nicht, fie prüfte sich und ihr Herz erst nicht — hatte eS doch nie aufgehört, für den Geliebten zu schlagen — mir zitternden Händen nahm fie et» Blatt Papier und schrieb daS eine Wort, das fie vergebens erhofft und ersteht hatte: „Angenommen." Feuilleton. «ochendrikfr ans der «esidea,. (Driotatlbcri* deS Z. Darmstadt, 8. April. Bf* Odenwaldelub. — LvvceNe. — Som Trsßh. haftheater. Alljährlich zur Zeit ws draußen in Feld und Flur die ersten KnoSpen de» LeozeS baldige» Nahen küadeu, sammelt die Darmstädter Sektion de» OdeuwaldclubS Ihre Getreuen zu einem Feste, da» unter den vielerlei Ber- anstaltungen der Wiotersatfou mit die meiste Zugkraft auf alle Kreise unserer Stadt ausübt. Und da» mit vollem Rechte! Sind doch die Sympathiee», die man allenthalben dem genannten Vereine entgegenbringt, in hohem Maße wohlverdiente! Wer sich noch erinnern kann, mit welchen Schwierigkeiten der wandernde Naturfreund vor dem wirk« famen Walten der jetzt weitverzweigten Odenwaldclub» zu kämpfen hatte und damit die Annehmlichkeiten vergleicht, die er jetzt überall im Elubgebiet geniest, der versteht, warum gerade diesem Vereine, wie kaum einem anderen, da» In- tereffe Aller gilt. So waren auch am letzten SamStag die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden bet ihm zu Gaste, um sein Fest mitzufeieru und unser erhabener Landesherr sogar hatte einen Vertreter entsandt, der dem Club die Allerhöchste Anerkennung in huldvollster Weise ausdrückte. Einen Prächtigen Humpen hatte Se. König!. Hoheit zum Geschenk geschickt, au» dem den um die Sache de- Odenwalde» verdienstvollsten Mitgliedern des (Stube der Ehrentrunk gereicht werde. Mit tiefen Danke nahm der Vorsitzende, Stadtverordneter K. Müller, die hohe Auszeichnung entgegen und sprach die Versicherung aus, daß der Odenwald- club fortfahren werde, wie seither den Verkehr in seinem von der Natur so reich mit Schönheiten gesegneten Gebiete zu heben, den Wohlstand der Bewohner zu fördern und die nationale Idee wacker zn pflegen. Ein begeistert ausgeuom- meue» Hoch auf den hohen Proteetor de» Vereins zeigte, wie sehr die Worte de» Vorsitzenden au» de« Herzen jede» Einzelnen gesprochen waren und mit welchem Stolze die hohe Anerkennung der Thätigkeit de» Verein» Jeden erillllre. Zu de« sich anschließenden Feste hatten die ersten Kräfte der Stadt willig ihre Mitwirkung zur versüguug gestellt. Der Saal selbst war in einen duftenden Fichtenhain verwandelt. Geh. Hofrath Wünzer trug mit bekannter Meisterschaft einen poetisch-schönen Prolog vor, Hofsäuger Bassermavu sang und der gefeierte Dichter des Odeuwalde» Karl Schäfer hatte ein prächtige» Gedicht nach Art der Scheffel- scheu Lieder: „Die Wetnprobe zu Heppenheim" für den Abend verfaßt. Rechtsanwalt Schneeberger trug seine Gedanken über da» Lied ,(55 regt sich was im Odenwald" in herrlichen Versen vor. Ein von Hofmufiker !A. Kugler componirte» Singspiel ,Die Verlobung im Odenwalde" und fünf vorzüglich arraugirte lebende Bilder au» dem HochgebirgSlebeu waren außerdem besonders hervorragende Nummern in dem mit erlesenem Geschmacke zusammengestellten und beifälligst anfgcnommenen Programme. Einem jungen, reich begabten Eomponisteu unserer Stadt, der auch an dieser Stelle schon öfters erwähnt ward, Herrn K. Hallwachs, hatte der Richard-Wagner-Vereiu in letzter Woche bei seinem 34. BereiuSabend da» Wort geliehen. 16 Lieder des jungen Künstlers, denen großentheil» Texte E. F. Meyer» zn Grunde liegen, wurden durch ,bie Opernsängerinnen Frl. Zeruy aus Mainz und Frl. Lindemann von hier zu Gehör gebracht. In allen offenbart Hallwachs ein sehr ansprechendes Talent, da» zwar keinem unserer bekannten Meister direct folgt, das jedoch sich fern hält von originell sein sollenden Extravaganzen, wie sie leider die vielen Grzeugniffe der Gegenwart so häufig zeigen. Er hat eine ausgesprochen lyrische Beanlagung, deren Producte da» Jntereffe weiterer Kreise sicher erregen werden. Der nächste Abend de» Sagner Verein» wird nun dem Gedächtnis de» am letzten SamStag verstorbenen Eomponisteu Johanne» BrahmS geweiht fein und find dafür schon jetzt erste Kunst- kräfte gesichert. Zwei intereffante Novitäten brachte die Hofoper in der legten Woche zur erstmaligen hiesigen Aufführung: Har» Pfitzners Musikdrama ,Der arme Heinrich" und Erik Meyer- Helmuud» BurleSke ,Die Geisterstunde". Pfitzner ist unstreitig ein große» Talent, sein Werk ist eine gewaltige That, die de« Hörer unbedingte Achtung «dringt, aber Befriedigung wird sie den Meisten nicht gewähren. Der Künstler ist in Wagner» Bahnen «eitergewandelt, aber er ist über da» Ziel hinauSgegaugen, seine Arbeit gewahrt, außer einzelnen wirklichen musikalischen Schönheiten, nicht Anregung und Genuß, sondern sie ermüdet den Hörer, spannt ihn ad. Da» nicht ohne Geschick von Jame» Grün verfaßte Textbuch behandelt die Legende von dem mittelalterlichen Helden, der von ekelhafter Krankheit befallen, nur geheilt werden kann, wenn ein schuldlose» Menschenleben für iha sich opfert — für viele auch kein ansprechender Stoff. Um die eminent schwierige Wiedergabe deS Werke» machten sich neben Hofcapellmeifter de Haan namentlich die Herren Bass er mann (,Heinrich"), Weder (,Dietrich") und Rich mann („Mönch"), sowie die Damen Borchers (,Hilde") und Frank (Agne»") sehr verdient. von wesentlich anderem Gesichtspunkte an» ist Meyer- Helmund» Burle»ke zu betrachten. Der Eompontst wollte sein Publikum unterhalten, awüfiren und daS ist ihm trefflich gelungen. Seine Musik ist nicht» weniger al» originell, aber leicht flüssig, pikant und voll köstlichen Humor», wozu allerdings auch der Stoff, deffen Handlung eine Specialitäten- truppe im RedactionSbureau zeigt, vorzüglich sich eignete. Die Novität fand den wärmsten Anklang und der Eompontst mußte wiederholt vor der Rampe erscheinen, um den Beifall entgegenzunehmen. 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Näheres in der Buchhandlung zu erfragen._____________«« 3266] Die von Herr« Hauptmann Seitz dewohnte Kel-Aage der Villa Pietsch nebst ZnbehSr und Pserdestall am Slahrung-berg ist vom 1. Juni l» I. anderwett zu vermiethen. Nävere- Vei «echt-anwakt Labroisse, ________Ostanlage 89«_______ 3238] Stainstratze 19 ist der erste Stock, 5 Zimmer und allem Zubehör, nebst Gartenantheil, per 1. Jult l. I. went. früher zu vermiethen. __N«d«. Guter, Steinstraße 11. 2866] Kleines Logis für 2 Leute zum Wleinbewohnen zu vermiethen. _____________________Licherstratze 5, 2260] I« ftolge Versetzung geräumige Wohnung im oberen Stock ans 1. Juli d. I. M vermiethen. ___Ludwigstratze 1. 2032] Wegen Versetzung erster Stock, 5 Zimmer mit Zubehör, nach der Anlage, Kr 1. Juli coent- auch früher zu ver, ischteAnzeigerJ Für Besetzung ier Stellen r, Laden, Lager u. f. Baise schSttglnhabernkofi#F 31t wird, empfiehlt diesen ud ehenden Htmdhinr 1 seine Dienste der ufmännieche Fereli Fraaklort (lala). 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