Nr. 185 Zweites Blatt DimStag de» IO, August 189* Meßmer Anzeiger Kenerat-Anzeiger Anrts- und Anzeigeblntt für den Ureis <6iefzen Hratisöeitage; Gießener Jamitienötätter Zlmtlicbcr Tyeil atentirt. 31451 Feuilleton zurück- im « isr> iss-l» 103 110.40 145J 146.30 21’ 12.5b 23- aozuweilen, tm Verein mit Patrouillen dahin zu wirken, keinerlei Flurschaden aus den namentlich in der Nähe der den GenSdarmerte- daß durch Zuschauer Urbungsseldern und BiwakSplätze entsteht «infnoten dlo Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. 39.80 23.90 109.- 7. Schließlich wollen Sie die Bewohner auffordern, bet allen Durchmärschen von Truppen durch Ort» schasten von selbst möglichst viele Eimer und Gefäße mit gutem Trtilkwaffer längs der Marschstraße auf- zuftellen, so daß die Truppen an möglichst vielen Stellen gleichzeitig Wasser schöpfen können. Die Gießener A>«mikien dkätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. 815: 104.2 23.1i 95 41 '46 U I0IL IM Der Sirtener Anzeiger erscheint täglich, mst Ausnahme deS Montags. 1. Die reifen Feldfrüchte find, soweit ohne Schaden möglich, vor den Uebungen abzueruteu und nach der Abermung möglichst bald eiuzufahreu, bezw. auf Schober zu setzen. 2. Die zu schonenden Grundstücke find zu bezeichne» und zwar: a. die vom Betreten durch die Truppen Überhaupt ausgeschlossenen Gärten, Parkanlagen, Holz« schooungen, Pflanzgärien rc., sowie die Versuchs- reifen ■ m'HA'C0‘' HANNovfi> 1,1 ' ......." "J Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehme» 1 Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- en1ge§«. 12.» 22; 131.60 41.90 136.30 128.35 129.30 92.30 31-80 r-vkst°f 31./1. W Nr. 36 des Reichs-Gesetzblatt-, ausgegeben den 5. d. M., enthält: (Nr. 2411.) Gesetz, betreffend den ServiStarif und die Klaffeneintheilung der Orte. Vom 26. Juli 1897. Gießen, den 9. August 1897. Großherzogliches KretSamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. und daß die Schuldigen festgestellt und zur Anzeige gebracht werden. 6. Um Unglücksfälle zu verhüten, find die Ränder von Steinbrüchen, Lehm«, Kies und Sandgruben, Hohl« wegen und Stetlabfällen, außerdem sumpfige Stellen im Gelände durch Aufstellen schwarzer Flaggen zu kennzeichnen, auch durch Holzeinzäunungen oder Strohsetle abzusperren. Für eine möglichst strenge Durchführung dieser Maßregel ist zu sorgen. Die Brückendeckeu find in Stand zu setzen, so daß ein Einbrechen von Fahrzeugen und Durch- treten von Pferden verhütet wird. Sensen, Pflüge, Eggen sind von dem Manövrrfelde zu entsernen. ibrgt.hyv.Bk- Mb. 1905 WL- ii Srnp.il. 3t. M. 6.1905 WL- S Ißt. Mb. 1906 101- 53ÄÄMM900 MW Gießen, den 6. August 1897. Betr.: Katsermavöoer. M Grotzherzogliche Kreisamt Gießen «, 6i< et*6». M »wtf*». Wir benachrichtigen Sie, daß die diesjährigen großen Herbstmanöver etwa am 24. August ihren Anfang nehmen, vorau-fichtlich tm Norden des Kreises die Linie Lollar— Grünberg nicht überschreiten, und am 10. September tm Süden der Provinz endigen. Vom 6. bis einschließlich 9. September sind für sämmt- liche Truppen Biwaks angesetzt worden. Sollte es der WitterungSverhältniffe wegen oder aus anderen Gründen nothweudtg werden, enge Quartiere zu beziehen, so werden solche durch die Truppen bittet und ohne vorherige Anmeldung angefordert, und wollen Sie in solchem Falle den OrtSeinwohnern empfehlen, alles aufzubteten, um die Leute zufrieden zu stellen, wie dies ja auch in anerkeunenSwerthrr Weise früher stets geschehen ist. Zur Vermeidung von Flurschäden und Uuglücksfällen find die nachfolgenden Anordnungen genau zu befolgen. ES würden fich die Beschädigten sonst selbst zuzuschreiben haben, wenn ihre Ernte mehr oder weniger vernichtet würde. Sie wollen daher die nachstehenden Anweisungen wieder« holt ortsüblich bekannt machen lassen und selbst für deren Ausführungen sorgen, auch die nöthigen Weisungen dem Auf- fichtSpersonale ertheilen. (Dgl. pos. 5, 6 und 7 unten.) v. Gagern. anstalten land- und forstwinh'chafti cher Lehranstalten und VersuchSstatjol en, soweit dieselben nicht als solche abgezäunt oder von weither für Jedermann deutlich erkennbar sind — ver« mittelst hochstehender Tafeln mit Auf. schrift,- b. die vorzugsweise zn schonenden Felder (Zuckerrüben, Erbsen, RapS, Flachs, Samen- klee, Samenrüben u. dgl.) mittelst etwa zwei Meter hohen Stangen mit Strohwiepen. 3. Bei Kartoffeln, minderwerthigen Rüben, Dickwurz u. s. w. bedarf es der Bezeichnung mit Wiepen nicht. DaS unterschiedlose Bestecken aller Felder mit Warnungszeichen würde den Truppen nur das Erkennen der werthvolleren Felder erschweren. Besonders sei hervorgehoben, daß eine Vergütung für etwa entstehende Flurschäden auch bet solchen Feldern gewährt wird, welche nicht abgewiept waren. 4. Nach einer Verfügung deS KriegSministeriuwS vom 30. Juli 1895 darf da- Einebuen der etwa während der Herbstübungen ausgehobenen Schützengräben durch die Truppen selbst nicht mehr statrfinden. Die bett. Geländeeigenlhümer find daher anzuweisen, daS Ein- ebnen dieser Gräben selbst zu veranlassen, wofür ihnen alSdann eine Entschädigung auf Grund deS Naturalleistungsgesetzes seitens der FlurabschätzungS« Commissionen zuerkannt werden wird. DaS Einebuen der Koch» rc. Löcher in den BiwakS wird durch diese Bestimmung nicht berührt, sondern ist nach wie vor Sache der Truppen. 5. Die Polizeidiener, Flurschützen, Feldhüter rc. find benachbarte Blankenberg im Winter nichts als ein todtes, trauriges Nest ist, gibt es in Ostende auch im Winter mancherlei Gelegenheiten zur Unterhaltung, die natürlich im Sommer noch eine bedeutende Vermehrung erfahren. Man kann fich daselbst ganz vortrefflich amüfiren, ohne viel Gcld loS zu werden, und wenn man vorsichtig ist und vor allem vom Spieltische wegbleibt, wird man schwerlich jemals in die Lage kommen, den Aufenthalt in Ostende später bereuen zu müffen. Für 2 Francs z. B. hat man daselbst einen MittagS- tisch, wie man ihn in Schevenmgen kaum für 3 Gulden haben könnte, und obwohl von unserm kleinen Bekanntenkreise unser Bestes gethan wurde, um unfern Durst mit allen möglichen Getränken, mit Ausnahme von Waffer, zu stillen, lebten wir doch so billig, daß wir zuletzt übermüthig wurden und den Entschluß faßten, einmal einen Ausflug nach Dover zu machen. Für Frcs. 17,40 wurde eine Fahrkarte 1. Klaffe für die Hin- und Rückreise gelöst, und dann begaben wir uns an Bord der hinter der Gare maritime am Quai liegenden „Marie Henriette". Ein stolzer, majestätischer Dampfer, diese Marie Henriette! Bet einer Länge von 107,36 Meter hat derselbe eine Breite von 11,58 Meter und eine Maschine von 9000 Pferdekräften, die ihm eine Geschwindigkeit von 22,2 Knoten oder 41 Kilometer per Stunde verleiht. DaS will Etwas heißen, wenn man bedenkt, daß z. B. die von Antwerpen nach Brüffel gehenden Schnellzüge diese 44 Kilometer lange Strecke in 57 Minuten zurücklegen. Ein zweites Schiff, das genau in der Art wie jenes erbaut ist und daS den Namen „Prinzessin Clementine" führt, ist für Rechnung des belgischen Staates vor einiger Zeit von der Gesellschaft Cockerill in Hoboken von Stapel gelassen worden, und die mit ihm angestellten Probefahrten haben gleichfalls eine Geschwindigkeit von 22,2 Knoten ergeben. Diese beiden, ganz aus Stahl erbauten Dampfer find im Innern durch wasserdichte Schotten in 12 Abheilungen eingetheilt, so daß, falls gust 1897. r Silbenatt WRente zielen mer pob®rid»tn dop l«l d. Amtend. Dbl DbL 415 136 i 121.5 129.5 92.' 31.5 Zugbrücken versehenen Thürmen u. dgl. hinterläßt einen Ein- druck, den man so leicht nicht wieder vergessen kann, und eine dauernde Erinnerung an Brügge wird man ferner gewinnen, wenn man die großartigen Blumen- und Pflanzenzüchtereien, durch welche diese Stadt so berühmt ist, einmal befichtigt. Aber freilich, den Wenigsten fällt eS ein, die Reise nach Ostende zu unterbrechen, um jenen beiden, eigenartigen Städten einen Besuch abzustatten. Man findet es bequemer, einfach durchzufahren, und es läßt sich in der That auch sehr wohl verstehen, daß vor allem diejenigen Reisenden, welche mit dem vom Orient oder von Rußland und Berlin kommenden Luxus- und Expreßzügen fich nach Ostende begeben, fich nur sehr ungern dazu entschließen können, ihren behaglichen Aufenthaltsort zu verlassen. Die Einrichtung auf diesen Zügen mit ihren pompösen Restauration-- und Schlafwagen ist schon jetzt eine äußerst comfortable, aber gleichwohl hat der belgische Staat dafür gesorgt, daß noch in diesem Sommer 30 neue Waggons dem Betriebe übergeben werden, die nach einem ganz neuen System eingerichtet find und in Bezug auf Cowmodität und Luxus Alles hinter sich lassen, das in dieser Hinsicht bis dahin auf europäischen Bahnen existirte. Vor einiger Zeit hatte ich in Brüffel Gelegenheit, einen dieser neuen, coloffal langen Wagen in Augenschein zu nehmen, und da wollte eS mich beöünfen, als ob fich practischere, bequemere und luxuriösere Eisenbahnwaggons kaum mehr Herstellen laffen dürften. Die außerordentlichen Anstrengungen, welche die belgische Regierung macht, um den internationalen Verkehr aus ihren Bahnen zu heben, werden vor allem von der Stadt Ostende aufs freudigste begrüßt. Denn diesen Anstrengungen verdankt eS die letztere, daß nicht allein während der Badesatson, sondern auch während der übrigen Jahreszeit eine Menge von Fremden dort eintrifft, die den Bewohnern dieses schönen Badeortes viel Geld zu verdienen geben. Wahrend z. B. das 39.' 23>; 1011 ArrrLarr-. Petersburg, 7. August. Die Stimmung für den Empfang des deutschen KaiferpaareS ist in den maßgebenden Kreisen eine ausgezeichnete. Sehr bemerkt wird der Umschwung der bisher wenig deutschfreundlichen Marine. Die Zeitungen bringen sympathische Artikel mit den Bildniffen deS Kaiserpaares. Petersburg, 7. August. Das deutsche Geschwader ist heute Vormittag gegen 11 Uhr vor Kronstadt eingetroff-n. AlSbald folgte die „Hohenzollern" mit dem deutschen Kaiier- paar au Bord. Um 12 Uhr traf die russische Dacht „Alexandria" mit dem russischen Kaiserpaar an Bord ein und ging in der Nähe der „Hohenzollern" vor Anker. Der Zar und die Zarin begaben sich alsbald auf die „Hohenzollern" zur Begrüßung des deutschen Kaiserpaares. Beide Kaiser umarmten und küßten fich wiederholt, ebenso die Kaiserinnen. Kaiser Wilhelm hatte russische Uniform, der Czar deutsche Ein Ausflug nach Dover. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) Etwas außerordentlich Angenehmes ist für die in Belgien lebenden Erdenbewohner das Vorhandensein der zahlreichen Seebäder, deren noch fortwährend neue entstehen. In wenigen Stunden kann man vom südlichsten Orte des kleinen Königreiches nach jedem beliebigen Seebade des Landes gelangen, und da außerdem die Preise auf den belgischen Bahnen sehr billig find, so ist es nicht zu verwundern, daß hier zu Lande so ziemlich ein Jeder, dem seine Mittel es irgendwie et- lauben, wenigstens ein Mal im Sommer sich aufrafft, um für einen oder mehrere Tage alle Sorgen von sich abzu- schütteln und in den Willen der Nordsee den erholungsbedürftigen Körper neu zu beleben und zu kräftigen. Einer alten Gewohnheit folgend hatte auch ich mich vor einigen Tagen entschloffen, mir die Nordsee wieder einmal anzusehen, und zwar sollte die- diesmal von Ostende aus geschehen. Von Antwerpen bis Gent ist die Reise ziemlich eintönig, •°’ür aber wird dieselbe von dort an um so interessanter. Wer zu seinem Vergnügen oder doch wentgstinS über die nöthige Zeit verfügend, die Reise nach Ostende unternimmt, der sollte eS unter keinen Umständen versäumen, in Gent unb in Brügge, in denen ja auch die von Brüssel nach Ostende gehenden Züge halten, einmal auSzusteigen. In ■Beiden giebt eS viele höchst merkwürdige Sehenswürdigkeiten, iric zum Theil geradezu einzig in ihrer Art sind, und zwar k-ilt dies in ganz besonderem Maße von der Stadt Brügge, Lie fich stellenweise gerade so ausnimmt, als ob fie aus dem Ernsten Mittelalter bt6 auf unsere Zeit in ihrer ursprüng- Lichen Form fich erhalten hätte. Der Anblick dieser Stadt mit ihren zahlreichen Wassergräben, mit den finiteren mit Deutsches Leich. Au» Schlefieo, 6. August. Der gesammte durch daS Hochwasser in Schlesien erwachsene Schaden, der Anfang- auf 12 Millionen Mark geschätzt war, wird jetzt bereits auf 20 Millionen Mark berechnet. Die Noth ist also noch erheblich größer, als bisher angenommen wurde und dabei steht noch gar nicht einmal fest, ob nicht noch neue Hochwasser zu befürchten find. Theilweise find bereits wieder starke Regengüsse niedergegangen, die aber glücklicher Weise nicht lange angehalten haben. Au8 Sachsen, 6. August. Die Wetterberichte des Dresdener Meteorologischen Instituts lassen erkennen, wie stark die uiedergegangenen Regenmassen gewesen find. Am 29. und 30. Juli haben fich über Sachsen über 1500 Millionen Cubikmeter Wasser ergossen, da» bedeutet ein Gewicht von 30 Millionen Centnern. Bei dielen ungeheuren Wassergüffen erklärt sich auch die furchtbare Zerstörung, die an vielen sächsischen Orten angerichtet woroen ist, und die Schäden von vielen Millionen angerichtet haben. Die darüber bisher angegebenen Ziffern find so enorm, daß wir fie nicht für zutreffend halten können, aber eß hat in der That den Anschein, daß Sachsen daS am meisten vom Unwetter geschädigte Land ist. loht «Mn, IlMchS Briet W, 181A; 1702 __4.1! Teufels Etplatz 17 Vierteljähriger Abonnemenlsprei«: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchutstrahe Ar. 7^ Fernsprecher 61. Ml uuu Schwr-Mdost nlMtelmttr Pr.henriAd-) Sad.rh.l00' «tyer-A.1 Donau^S- Madrid - ■ Nein. rh- lOO Oldenb-r^ «SvL Ztirf- f1®' Ansbachs \ K®5 jStfü nsso in« io«36’S irWcria;___ titonntmcniW’ wi MiutM. W M MS... i [Ws-Mittel für Bleich- «Monde, Kinder and NahrwerlhJKgEnouin Met eine Ko-tnrobe Eue&sin «elster Sr. Majestät de. J ng. in Briefmarken, heia wohlschmeckend, leicht , heben die Muskelkraft. 1 kostet Pfg. Rad- eblen. Käuflich in den Apo- imdlungen. Conditoreien. ' Präparate, Grünan-Berlln. nd Nassau: t 8, II. 5108 feinli “ ’-80u.®n 2 t-SO, 1.40 " per M ' ll60« 1.80 C° dfg. per H fg- per M.VID' L“1 Lln>buracr Uniform angelegt. Die hohen Herrschaften begaben sich alsdann an Bord der „Alexanbria", welche die Wetterfahrt nach Peterhof vermittelte. Die Ankunft selbst erfolgte gegen 1 Uhr. Um P/* Uhr Nachmittag- kam die rassische Kaiser- Yacht „Alexandria" mit dem deutschen und dem russischen Satserpaar an Bord bei der Marinestation in Peterhof an. Die Großfürsten und Großfürstinnen waren zur Begrüßung erschienen, ferner Reichskanzler Fürst Hohenlohe, Botschafter v. Bülow und Andere. Nach dem Abschreiten der Front der Ehreu'Eompagnie bestiegen Kaiser Wilhelm und Kaiser NicolauS einen russisch bespannten Wagen- die beiden Kaiserinnen fuhren in einem Biererzug L la Daumont, um sich nach dem großen Palais des PeterhofeS zu begeben, woselbst das deutsche Kaiserpaar Wohnung nimmt. AlSbald nach der Ankunst fand Farnilten'Frühstück statt. — Der Kaiser von Rußland hat Kaiser Wilhelm zum Admiral der russischen Flotte ernannt. Wolff» telegraphisches Korrespondenz-Bureau. Petersburg. 8. August. Heute Abend 6 Uhr begeben sich Ihre Majestäten Kaiser Wilhelm und Kaiserin Augusta Victoria nach dem Lager von Kraßnoje-Sselo, wo Allerhöchstbieseiben am Bahnhofe von dem russischen Kaiserpaar und dem Prinzen Heinrich empfangen werden. ES findet sodann ein Umritt durch daS Lager statt, woran sich ein großer Zapfenstreich und sodann eine Balletvorstelluog anschließt. Sowohl das russische wie auch daS deutsche Kaiserpaar werden im Lager übernachten, wo morgen Vormittag eine große Parade stattfindet. Prinz Heinrich hat der heutigen Feier in Petersburg nicht betgewohnt, da er in Vertretung Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm einer Einladung deS Commandanten von Kronstadt, des Admirals KraSnakow für den neuen Admiral der ruffischen Flotte, Kaiser Wilhelm II., und für die deutschen Admirale und SchiffScommandanten gefolgt war. Depeschm de» Bureau .Herold." BreSlau, 8. August. Der hiesige Magistrat hat 100,000 Mark für die Ueberschwemmten in Schlesien bewilligt. Wien, 8. August. Der preußische Lieutenant zur See, Edmund Keller, hat sich in einem hiesigen Hotel wegen Geldverlegenheiten erschossen. Wien, 8. August. Wie da» „Neue Wiener Tageblatt" berichtet, waren in der durch die Explosion in die Luft gesprengten Baracke in Rustschuk etwa 320Personen, meist Frauen und Kinder, mit der Entleerung alter Patronen beschäftigt. Nur 20 erreichten unversehrt da» Freie, da zur Verhinderung von Diebstählen lediglich eine Thür offen war. von den zurückgebliebenen 300 Personen waren 130 sofort tobt. Die Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt und zum Theil nicht aufzufinden. Die verletzten 170 Personen, von denen nur wenige mit dem Leben davon kommen dürften, wurden in das eine halbe Stunde von Rustschuk entfernte Krankenhaus gebracht. Die Explosion wurde angeblich durch Unvorsichtigkeit eines jugendlichen Arbeiters herbeigeführt. Neupest, 8. August. Der Donaudamm ist gerissen. Ueber hundert Häuser stehen unter Waffer. Die Bewohner retteten nur das nackte Leben. Die städtischen Wafferwerke find ebenfalls überschwemmt. Budapest ist in Folge deffen ohne Trinkwaffer. Brüffel, 8. August. Bei dem gestern eröffneten Athletenwettstreit wurden einem Deutschen NamenS Vulkan begeisterte Ovationen dargebracht. Derselbe stemmte 16 Mal 30 Kilo schwere Hanteln, die übrigen Athleten dagegen nur 6 bis 11 Mal. Brüffel, 8. August. In den nördlichen Provinzen Belgiens herrschen schwere Unwetter. Die Ernte ist größtentheilS zerstört. 14 Personen wurden vom Blitz getosten, 6 derselben getödtet. Mehrere Gehöfte find infolge Blitzschlages niedergebrannt. eine Abtheilung leck werden sollte, die übrigen elf sofort von ihr abgesperrt werden könnten. Gradezu unerhört luxuriös sind diese Schiffe, die mit ihren zwei PromenadedrckS bequem Platz für 6—700 Passagiere bieten, eingerichtet. Ueberall große Krystallspiegel, herrliche Schnitzereien in Eichenholz und Mahagoni, prächtige Gemälde, kostbare seidene Vorhänge u.s.w., allerliebste Privatkabinen wechseln ab mit pompösen Damen- salonö, daS Rauchzimmer, der Luxussalon u. dgl. sind wahre Sehenswürdigkeiten, daS Interessanteste auf den Dampfern aber ist — oder war es wenigstens damals für unS — der colostale RestaurationSsaal mit seiner wahrhaft glänzenden Ausstattung. In demselben können sich 112 Personen zu gleicher Zeit, ohne irgendwie beengt zu sein, an Speise und Trank erquicken, und zwar zu durchaus mäßigen Preisen. So kostet z. B. ein Cognac 30 Centime-, eine Flasche Pale Ale FrcS. 1,20, Roastbeef mit Kartoffeln FrcS. 1,50 u. s. w., wobei wir noch bemerken wollen, datz daö Gebotene sämmt- lich erster Qualität ist. Für die deutschen Reisenden ist noch der Umstand besonder- angenehm, daß die Restauration auf sämmtlichen Dampfern der Linie Ostende—Dover einem Deutschen NamenS Ang. Stracke, dem Besitzer deS bekannten Hotel d'Allemagne in Ostende, übertragen ist und daß dieser Herr fast nur deutsche Kellner auf den Schiffen angestellt hat. Auf einem solchen Dampfer vergeht Einem die nur drei Stunden währende Urberfahrt unglaublich rasch. DaS gewaltige Schiff, deffen Räder gleichzeitig als Propeller- dienen, schaukelte nicht im Mindesten, so daß kein einziger Paffagier etwas von der Seekrankheit verspürte, und die allgemeine Stimmung war denn auch eiue ganz vorzügliche. Nach etwa zweistündiger Fahrt tauchten in der Ferne die Kreidefelsen Englands auf und genau drei Stunden nach unserer Abfahrt von Ostende trafen wir vor Dover ein. Eine ungemein schön und romantisch gelegene Stadt, die e» wirklich verdiente, daß sie von den deutschen Touristen etwas mehr be- Paris, 8. August. Anstatt von Modaue nach Montier I per Eisenbahn zu reisen, änderte Präsident Faure gestern plötzlich seinen Plan und fuhr per Maulesel über_ den I Dernaika-Paß. Allerort- erwarteten Bevölkerung, Behörben und MufikcorpS vergeben- den Präsidenten. Paris, 8. August. Heute trifft hier ein Courier au- PeterSburg ein mit dem vom Kaiserpaar au-gearbeiteten Programm für den Aufenthalt de- Präsidenten Faure in Rußland. . Marseiile, 8. August. Die hiesige Polizei hat infolge der drohenden Haltung der italienischen Colonie gegen den am Mittwoch hier eintreffeuden Prinzen Heinrich von Orleans umfaffeude Vorbereitungen zur Aufrechterhaltung der Ruhe getroffen. Petersburg. 8. August. Zn Ehren de- deutschen Kaiserpaares fand gestern Abend im Schlöffe zuPeterhof ein Galadiner statt, zu welchem zahlreiche Einladungen ergangen waren. Während der Tafel brachte der Zar einen Trinkspruch in französischer Sprache auf seine hohen Gäste auS, in welchen er auf die guten Beziehungen der beiden benachbarten Reiche hinwie-, welche eine schätzbare Garantie für die Erhaltung de- Friedens lieferten. Der Zar trank alsdann auf die Gesundheit des Kaisers Wilhelm, der Kaiserin und der kaiserlichen Familie. Bald darauf erhob sich Kaiser Wilhelm, um in seinem und der Kaiserin Namen für den herzlichen und großartigen Empfang in Peterhof und für die gnädigen Worte de- Zaren zu danken, sowie für die ihm persönlich zu Theil gewordene Auszeichnung durch die Ernennung zum Admiral der glorreichen russischen Flotte. In dieser Ernennung sehe er auch einen neuen Beweis für die Fortdauer der traditionellen, innigen, auf unerschütterlichen Grundlagen begründeten Beziehungen beider Reiche. Der Entschluß zur Erhaltung des Friedens finde in ihm den freudigsten Wiederhall. Auf diese Weise könnten fie Beide die gleichen Bahnen wandeln und vereint darnach streben, die culturelle Entwickelung beider Völker zu leiten. Er wolle bei dem großen Friedenswerke dem Zaren mit ganzer Kraft zur Seite stehen und ihn auch unterstützen, wenn Jemand den Versuch machen sollte, diesen Frieden zu stören oder zu brechen. In russischen Worten trank darauf Kaiser Wilhelm auf daS Wohl des Zaren und der Zarin. Petersburg, 8. August. Zur Ankunft des deutschen Kaiserpaares und dem Empfang desselben durch das Zarenpaar ist noch Manches uachzutrageu. Nachdem die „Hohenzollern" gegenüber Peterhof geankert hatte, erblickte man ein kleines Ruderboot, welche- von der „Alexandra" da- Zarenpaar, den Großfürsten Alexis und den Fürsten Radolin, den deutschen Botschafter, aufnahm und zur „Hohenzollern" führte. Der Kaiser eilte dem Zarenpaar bi- zu den Stufen entgegen, umarmte den Zaren wiederholt und küßte der Zarin beide Hände, während dieselbe Kaiser Wilhelm- Stirn küßte. Die Zarin war in lila gekleidet und trug ein Capothütchen. Kaiserin Auguste Victoria, welcher der Zar ebenfalls die Hand küßte, trug ein helles Kleid und einen weihen Federhut. Beide Kaiserinnen umarmten sich wiederholt. Der Besuch dauerte eine Viertelstunde, darauf erfolgte die Rückkehr zur „Alexandra". Nach Beendigung de-Frühstück- beim Zarevpaar überbrachte Gras Muraview im Namen deS Zaren Herrn v. Bülow das Großkreuz deS Alexander- Newski Orden-, während da- deutsche Kaiserpaar nach der Billa Alexandra fuhr um, dem Zarevpaar einen Besuch ab- zustatten und auch bei den Großfürsten und Großfürstinnen einen Besuch machte. Paris, 9. August. Die Blätter veröffentlichen den Wort« laut der zwischen dem Zaren und Kaiser Wilhelm gewechselten Tischreden und bemerken, der allgemeine Redeton beweise, daß der Besuch lediglich nur als ein Act der Höflichkeit anzusehen sei. Mehrere Blätter prophezeien, der Zar werde dem Präsidenten Faure gegenüber wohl eine wärmere Sprache führen. achtet und besucht würde. In einem Halbkreise erbaut, wird fie im Rücken sowie zu beiden Seiten von mächtigen, steilen Felsen umschloffen, auf denen sich außer großen Kasernen auch ein alterthümliche- Schloß von coloffalen Umrtffen befindet, in dem die Herren Offiziere wohnen, auf der Vorderseite dagegen zieht sich dem Meere entlang eine sehr schöne und vornehme E-planade dahin, von der au- wir mit vielem Vergnügen zusahen, wie die Jugend DoverS, die männliche sowohl wie die weibliche bi- zum Alter von acht bis zehn Jahren, sich hoch ausgeschürzt unten am Strande im Waffer herumtummelte und sich augenscheinlich ganz köstlich amüsirte. Einen Besuch deS Schlöffe- oben auf dem Berge mußten wir uns leider versagen, da eS hierzu allmählich zu spät geworden war, und so bestiegen wir denn gegen 8 Uhr Abend- den Dampfer, um nach Ostende zurückzukehren. Einen wundervollen Anblick bot die Stadt Dover über Nacht. Au- tausenden von hell erleuchteten Fenstern blitzte da- Licht hervor und ergoß seine Strahlen weit hinaus über die dunkle See, immer kleiner und schwächer wurden diese Tausende von Lichtern und zuletzt verschwanden fie ebenso, wie daS elektrische Licht in den hohen Leuchtthürmen im Meere. Ebenso angenehm wie die Hinfahrt, war auch die Rückreise, und körperlich ungemein wohl und frisch, gestärkt durch die kräftige Seeluft und das vorzügliche Abendeffeu an Bord, langten wir um 11 Uhr Abend» vor dem hell erleuchteten Ostende wieder an, wo wir noch einen tüchtigen Schlaftrunk zu uns nahmen und uns dabei noch lange mit der Frage beschäftigten, woher es eigentlich kommen mag, daß verhält- nihmäßig so sehr wenige Personen sich dazu verstehen, zu ihrem Vergnügen einmal eine solche billige Seereise, mit der doch auch nicht mehr Gefahren, al» mit einer Eisenbahnfahrt verbunden find, die aber förmlich verjüngend und auch mitunter wahrhaft erhebend auf den Menschen einwirkt, zu unternehmen. WB. Madrid. 8. August. Nach amtlicher Meldung auf Santa Agueda wurde Ministerpräfident Canovas durch drei von Anarchisten abgefeuerte Revolverschüffe tödtlich verletzt- er starb Mittag» mit dem Rufe: ,6» lebe Spanien!" WB. Madrid. 8. August. Der Mörder Canova» heißt Michele (Sollt; er ist in Bagha bei Neapel geboren und lebte eine Zeitlang in Barcelona, bereiste dann Frankreich, Belgien, England und kam nach Madrid, nachdem er im Juli in Lucera (Italien) wegenMer revolutionären Schrift zu Gefängniß verurtheilt worden- eS gelang ihm, zu ent- fliehen. Der Mörder erklärte, LaoovaS getödtet zu haben in Vollstreckung einer gerechten Rache, fie sei da» Ergebnis einer weitverzweigten anarchistischen Verschwörung. Da» Gericht leitete da» summarische Proceßverfahren ein. _ Cocefcs unS prootnjUlU#» Gieße», den 9. August. • • Stiftung. Anläßlich der Feier seiner silbernen Hochzeit übersandte Herr Erich Wasserschleben dem Kaufmännischen Verein 500 Mk. zur Verwendung für deffen Bibliothek und gemeinnützige Bestrebungen, Vorträge rc. • • Feuer. In der Weißbäcker scheu Hofraithe am Seltersweg entstand heute Mittag '/,12 Uhr Feuer, welche» einen als Holzschuppen dienenden Raum und daS daneben befindliche Hühnerhau» beschädigte. Durch die rasch erschienen». Feuerwehr wurde das Feuer bald gelöscht. * ♦ Der langersehnte Regen hat fich endlich vorgestern und gestern eingestellt und der nahe am Verdorren befindlichen Vegetation hoffentlich die uothwendige Erfrischung gebracht. ♦ » Wiederherstellung der alten Kaserne. Die Kasernr am Brand, welche in Folge ihre» Alter» schon lange eine» vortheilhaften Au-sehenS entbehrte, wird gegenwärtig einer gründlichen Restaurirung unterworfen. Dieselbe wird äußerlich neu verputzt, die durch die Witterungsein- flüffe stark beschädigten Bildhauereien wieder ergänzt bezw neu hergestellt, so daß die frühere Gestalt de» Baues in seiner Schönheit wieder zur vollen Geltung kommt. Bon der Regierung ist ein erheblicher Betrag dazu bewilligt, und die WiederherstellungSarbeiten Herrn Maurermeister Stein- buch hier übertragen. • • Diebstahl. AuS einem Mansardenzimmer eines Hause» am Asterweg wurden am Samstag Abend eine Anzahl Schmuckgegenstande im Gesammtwerthe von 500 Mark gestohlen. • • Ertrunken beim Baden ist am SamStag Abend der verheirathete Dieufiknecht August Rink von hier. Derselbe badete in Begleitung eines anderen DienstknechtS in einem Tümpel an der Lahn in der Nähe des Felsens, gerieth hierbei in eine tiefe Stelle und mußte, da er sowohl wie sein Begleiter deS Schwimmens unkundig, ertrinken. Die Leiche wurde gestern Morgen gelänbet unb in da» Leichenhau» gebracht. • • Verletzt. Am SamStag Morgen wollten Knechte eine» hiesigen Oeconomen an einer Feldscheune da» Thor einhängen, wobei letztere» umschlug und auf einen der Knechte fiel. Derselbe erlitt hierbei innere Verletzungen und mußte in die Klinik gebracht werden. • * Zechpreller. Ein von verschiedenen Behörden verfolgter Zechpreller wurde am SamStag Abend dingfest gemacht und in da- Provinzial-Arresthaus etngeliefett. • • Getödteter Hund. Wie schmerzlich eS ist, seinen Liebling (Hund) getödtet zu sehen, erfuhr gestern eine Dame. Derselben war der H u n d an den Bahnhof nachgelaufen. Das Thier sprang vor einer Maschine her, wurde erfaßt und ihm drei Beine abgefahren. Ein Bahnbediensteter töbtete das schwer verletzte Thier aus Wunsch der Dame. Notariat»- unb OrtsgerichtSgebühreu. E» bürste inten effant sein, zu erfahren, wie hoch fich bie Gebühren bei ben Notariaten stellen würden, welche nach dem in Aussicht stehenden Bürgerlichen Gesetzbuch auch in den Provinzen Oberheffen urd Starkenburg zur Einführung kommen, vorausgesetzt, daß die Landesregierung hierin nicht anders beschließt. Würde auch nur die Taxe der Gebührensätze der rheinheffischen Notare festgelegt, so find alsdann, nach dem „Darmst. Tgl. Anz.", zu bezahlen: Für Verkäufe von Liegenschaften, Tauschcontracte, Schenkungen und Versteigerungen, wenn das Veräußerungsobject bis 2000 Mk. beträgt, 10 Mk.- für jede- weitere 1000 Mk. 1 Mk. mehr. Bei Testamenten und Eheverträgen bemißt sich die Gebühr nach dem Umfang der Schwierigkeiten des Geschäft» unb beträgt bet Vermögen bi» zu 2000 Mk. 3 bis 6 Mk., bet Vermögen btfl zu 10000 Mk. 20 Mk., bei Vermögen darüber 50 Mk. re. In allen diesen Fällen hat der jetzige OrtSgerichtSvor- st eher zu beziehen für jeden derartigen Act — 50 Pfg. Alle anderen Geschäfte werden bei dem Notar für jede an- gefangene Stunde mit 2 Mk. vergütet, jedoch nicht unter 3 Mk., im übrigen find die Tagegelder und Reisekosten der Notare nach der Verordnung für die Beamtenkategorie vom 9. September 1879 geregelt. Die Beglaubigung einer Unterschrift kostet dort Mk. 1.80, bei un» — 20 Pfg.! Der Vorzug der jetzigen OrtSgerichte gegen bie bei Einführung be» Bürgerlichen Gesetzbuch» geplanten Notariate liegt hiernach auf ber Hanb, ganz abgesehen von bei Bequemlichkeit, bie heute dadurch existiert, daß an jedem Ort ein OrtSgericht besteht, während vielleicht später etwa 14 bi» 15 Orte zusammen zu einem Notariate gehören. • * Die Einnahmen anl Platzkarten in Preußen haben sich um Mk. 200,000, bei Bahnsteigkarten um beinahe Mk. 300,000 gegen daS letzte EtatSjahr erhöht. Die Einnahmen aus Platzkarten betragen monatlich burchschnittlich Mk. 200,000 unb auS Bahnsteigkarten monatlich Mk. 150,000, also pro Jahr 2,5 bezw. 1,8 Millionen. Bezüglich ber Platzkarten, welche jetzt auch außer Baben noch Sachsen unb Bayern eingeführt haben, besagt eine ministerielle Erklärung/ 1 baß fie fich al» vorzügliche- Mittel herau-gestellt haben, nr »t «Ul b™ 4. ft* * I bereifte xL ^°ren Sklavg |Km “VfSiß ,4iÄ ,i» 111 *■ b“ ’• M. I " '"« faus .WtUbu x* 1 SitWenbung |at u,- Wpi Vorträge rc. «m SdtMi buh, »en« ll6tn ”b ,b“ä d»«!b!« b,ftlb tbe * «Won® : W tnblld) vorgestern W am Verdorren be. notNenbige Erfrischung fhltm. Die Kaserne llterfi schon lange einet lvird gegeorvSrtig einer unterworfen. Dieselbe urch bie WitteruogSein- n wieder ergänzt bezw- t Gestalt bei itzanes in Q Geltung kommt. Bon etrag dazu bewilligt, und nMaurermeister Stein- urdenzimmer eines Hauser itag Abend eine Anzahl nmtwerthe von 500 Maik am Samstag Abend der Rink von hier. Derselbe en DienstknechtS in eine» bei Felsens, gerieth hier- te, da er sowohl wie feie iß, erttinken. Die Leiche unb In bat Leichenhau! gen mottttn Knechte ehe? Wvrre bal Thvr ein- unb auf einen der Knechte re Verletzungen und mußte rschtedenen Behörden w Samltag Abend dingseft nesthaus eingeliefert. «„jlich ,«Is>, l‘tal”8111 ttot fltfietn «In« )«ww "W"11'; lafjfni h», m-d- “I* nn. ®« S-h«tkd<-°s-"" aut ®wW d» ®’* MM Sl dLch'« di- S-b""°, ! «,14, «ach d,w '« **! •sfjä» i( tot to in h flnb alsdann, nach bi " an. Drrkäuse von Liege n- 8ai nfl Nnsteigernngee hingen und 10 B , Onno Mk. betragt, iu 5 20VU l Mfi Testawenti Dß. * 6eöI Umfai! t &tbVatbtl Lerw'öge- 6' b„5 50äRls nagen bw’ ” eftie O‘“«e,60» b««*“ ® fJrjiH«' 6ti d!« „ijt *' , bie ' einer Un«' ys -- ll”‘1 jltl s.-*s£ littet her« internationale Züge vom Localverkehr zu trennen- fie sollen deshalb in Bälde auch in Frankreich und in Oesterreich ein« geführt werden. DaS System der V-Züge erobert die ganze Welt- die V-Züge find auch die beftrentirendenZüge, welche es gtebt und zeichnen fich durch den besonders ruhigen Lauf der Wagen, die größere Sicherheit des Betriebes und feit der Anstellung von Putzfrauen auch durch große Reinlichkeit aus. Die Kosten der D Züge find übrigens sehr große, so kostet der v Zug Köln-Berlin jährlich nahezu Mk. 400,000. Zn klagen ist noch immer über die mangelhafte Beleuchtung der v Züge. Die electrische Beleuchtung hätte doch wenigstens bei diesen Zügen, die doch fortwährend unverändert bleiben und immer in der gleichen Formation ihren Weg hin- und zurücklaufen, eingeführt werden können. Nach einer Aeußerung des EiseobahuministerS sollen sich Sachverständige dahin ausgesprochen haben, daß die electrische Beleuchtung der Eisenbahnwagen so lange keine Berechtigung habe, als nicht die Electrizität den Motor bilde- auch die Amerikaner hätten nach anfänglicher Begeisterung für dieses BeleuchtungS» mittel die electrische Beleuchtung wieder aufgegeben und es befänden sich auf amerikanischen Bahnen nur noch 300 elec- irisch beleuchtete Personenwagen - man habe deshalb in Deutschland Versuche mit AcetylengaS gemacht, das mit gewöhnlichem Leuchtgas vermischt, ein prächtiges, ungefährliches und sehr billiges BeleuchtunqSmittel sei, es besitze große Leuchtkraft, und bei dessen Einführung wären nur neue Brenner nöthig. Dazu fei aber bemerkt, daß man auf den daher. Staats« bahnen jetzt die electrische Beleuchtung der Wagen und zwar zunächst der Bahnpostwagen einführt und diese mittelst Accu- mulatoren elektrisch beleuchtet. Die bezüglichen Versuche find so glänzend ausgefallen, daß man die electrische Beleuchtung der Wagen in Bayern durchweg einführen will. •• Für Zager. Mit Rücksicht auf den Stand der Ernte und der Weinberge hat Großh. Ministerium des Innern bestimmt, daß die Heegzeit für Feldhühner und Wachteln im lausenden Jahre 1) in der Provinz Rhein- hefien mit dem 11. August, 2) in den Provinzen Starkenburg und Oberheffen, mit Ausnahme der Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten, mit dem 18. August, 3) in den Kreisen Alsfeld, Lauterbach und Schotten mit dem 25. August endigt. Die Jagd auf Feldhühner und Wachteln ist daher in der Provinz Rheinhessen mit dem 12. d. MtS., in den Provinzen Starkenburg und Oberheffen, mit Ausnahme der Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten, in welchen die Jagd erst mit dem 26. d. MtS. aufgeht, mit dem 19. d. MtS. eröffnet. *♦ Wetterbericht, liebet Central Europa ist das Barometer heute gestiegen und hat fich zu einem Kerne hohen Druckes ausgebildet, die Depression im Nordwesten hat sich gleichzeitig verflacht und sich etwas nordwärts verlegt. Am Morgen war im Alpenvorlande das Werter trüb und fielen noch stellenweise Niederschläge. — Voraussichtliche Witterung: Bei veränderlicher Bewölkung warmes zu Gewittern neigendes Wetter und einzelne Strichregen. B. Büdingen, 8. August. Der OrtSgewerbeverein dahier hielt im Lause dieses Frühjahres eine freiwillige Gefellenprüfung ab, wobei recht erfreuliche Erfolge bemerkt werden konnten. Durch die Prüfung find nicht unerhebliche Kosten entstanden. Aus diesem Grunde hat die Zentralstelle für Gewerbe dem hiesigen OrtSgewerbeverein den namhaften Betrag von 170 Mk. zugewiesen, ein Fall, der auch für Nichtgewerbetreibende Interesse hat, und daher erwähnt zu werden verdient. -X- Alzey, 8. August. Unter zahlreicher Betheiligung, auch aus Oderhessen, tagte heute unter dem Vorsitze deS Herrn Geheimen Baurath Sonne aus Darmstadt die General-Versammlung des Landes - Gewerbe- BereinS. Der Ministerialreferent für Gewerbewesen, Herr Geheimerath Emmerling war in Folge eines Trauerfalls am Erscheinen verhindert. Bon äußerlicher Antheil- nähme an der Veranstaltung merkte man in dem Städtchen wenig, kaum eine Fahne war zu sehen- um so wärmer war die Begrüßung der Versammlung durch die Herren Bürgermeister Dr. Sutor und Buchbindermeister Machwirth NamenS der Stadt Alzcy, bezw. des OrtSgewerbeverein-- der letztere Vertreter machte auch in der bei diesen Veranstaltungen üblichen Weise einige Mittheilungen au- dem gewerblichen Leben Alzeys früher und jetzt. Den Geschäftsbericht erstattete Herr Regierungsbaumeister Noack und zählt danach der Landesgewerbeverein 5869 Mitglieder (178 mehr seit der letzten General-Versammlung, welches Mehr hauptsächlich auf Gießen und Offenbach entfällt), darunter 1215 in Oberheffen. Durch den Tod u. s. w. verlor der Verein 38 Mitglieder, darunter den Vorsitzenden des Gießener Vereins, Herrn August H e ß. Die weiteren Erörterungen über den seinerzeittgen Antrag Preußens betr. die „Organisation deS Handwerks" find mit der Annahme des Reichsgesetzes überflüssig geworden. Die Bibliothek der Centralstelle erfuhr eine Neuordnung- die Ordnungsarbeiten in der Vorbilder- sammlung und der technischen Mustersammlung dürften bis Herbst beendet sein. 11 besonders befähigten jungen Handwerkern wurden von der Centralstelle Zeugniffe zur Erlangung des „Einjährigen" ausgestellt. Der wettere Ausschuß des Vereins entsendet demnächst in den BezirkSeisenbahnrarh Frankfurt a. M. 3 Mitglieder und 3 Stellvertreter. Von den 65 Ortsgewerbevereinen sind 3 neu entstanden, darunter iu Oberheffen Laubach. In verschiedenen Vereinen sanden freiwillige Gesellenprüfungen statt, denen fich inSgesammt L80 Lehrlinge unterzogen. 4 neue Handwerkerschulen, darunter eine in Lauboch, wurden gegründet. Für die gewerblichen Schulen, welche dem Verein unterstehen, war in 1895/96 die Gesarnrntauf Wendung 295,167 Mk., circa 11,000 Mk. mehr als in 1894/95- in Folge deS Sinkens deS Zinsfußes haben stch leider die Beiträge der Sparkaffe zum Schulwesen ver- wiiadert. Der Vorsitzende leitete nunmehr eine Dis- cmsflon ein, um über verschiedene Fragen betr. die „Erweiterung der Aufgaben des Landesgewerbevereins" die Anficht der Versammlung zu erfahren. Er theilte dabei mit, daß nach dem Vorgänge Badens und der Schweiz in das neue Staatsbudget eine Summe eingestellt worden sei, wovon besonders qaalificirte Handwerksmeister zur Ausbildung ebensolcher Lehr- linge unterstützt werden sollen. Heber die Andersgestaltung des Vereinsorgan-, des Gewerbeblattes, gingen die Ansichten der Versammlung sehr auseinander- einerseits wurde die Leitung desselben durch eine journalistisch geschulte Kraft be- fürwortet, andererseits der Hauptwerth aus illustrative Veröffentlichungen eigener Entwürfe gelegt. Zum Darmstädter Antrag auf Umgestaltung deS Landesgewerbevereins theilte ein Darmstädter Vereinsmitglied mit, daß eine Commiffion mit dessen Erörterung beschäftigt fei und durch die Central- stelle wohl die Sache demnächst den Vereinen zur Aeußerung zugehen werde. Herr Regierungsbaumeister Noack führte in einem Vortrage über Handwerkergenofsenfchaften und StaatShilfe u. A. aus, daß gegenüber der viel mehr organtfirten Landwirthfchaft im Gewerbe diesbezüglich viel schwierigere, weniger übersichtliche Verhältnisse bestehen. Auf ministerielle Verfügung vom Anfang dieses Jahre» habe sich die Centralstelle mit der Frage der Förderung des gewerblichen Genossenschaftswesens beschäftigt und fei daraus ein betr. Gesetzentwurf, der auf Erweiterung der Verhältnisse der LandeScreditkasse für diesen Zweck hinzielt, entstanden. Eine Genossenschaft genüge wohl für Hessen, die sich wohl, analog wie in Preußen, an die staatliche Centralstelle an- fchließen lasse. Die Handwerker müßten in dieser Sache die Initiative ergreifen, die Centralstelle könne dabei nur unterstützend Mitwirken. (Lebhafter Beifall.) Für die 1898er Versammlung, die statutengemäß in Oberhessen stattfindet, hatten fich Butzbach und Schotten gemeldet- ersteres wird ohne Widerspruch gewählt. Der Butzbacher Ortsgewerbeverein will gleichzeitig eine Gewerbe-Ausstellung veranstalten. DaS übliche gemeinsame Mahl schloß fich an, dann Befich« tigung des Städtchens mit feinen vielen Neubauten und dec Ausstellung der Arbeiten der rheinhesiischen Handwerker- usw.-Schulen. A Mainz. 8. August. Bei Wiederzusammentritt der zweiten hessischen Kammer werden die hiesigen socialistischen Landtagsabgeordneten Dr. David und Haas wegen der Con- currenz, welche die Großherzogliche Gefängnißverwcrltung durch öffentliche Anpreisung der in den hessischen Gefängnissen angeferttgten Maaren dem Kaufmanns- und Handwerkerstande in empfindlicher Weise bereitet, eine Interpellation an die Regierung richten. Hauptsächlich find eS Bürstenwaaren, welche von der Gefängnißverwaltung öffentlich angepriesen wurden, weßhalb auch ein Protest sämmtlicher Bürstenmacher Hessens bei der Regierung erhoben werden wird. — DaS hiesige städtische Arbeitsamt hat jetzt ein Vierteljahr seines Bestehens hinter sich. Die fortwährend steigende Frequenz desselben bestätigt, daß die Arbeitgeber wie die Arbeitnehmer der Neueinrichtung großes Interesse entgegen bringen. An- geboten wurden im Mai von Arbeitgebern 397, im Juni 489 und im Juli 511 Stellen. Von Arbeitnehmern wurden gesucht 495 Stellen im Mai, 665 im Juni und 738 im Juli. Besetzt wurden im Mai 121, im Juni 189 und im Juli 207 Stellen. — Die Geschäftsfrau von hier, welche am Freitag die Unvorsichtigkeit beging, Petroleum in das Feuer zu gießen, und welche fich dabei stark verbrannte, ist gestern den erlittenen Brandwunden erlegen. Ein Kind, welches die Frau unter der Herzen trug, gelang den Aerzten lebend zur Welt zu fördern und am Leben zu erhalten. * Wiesbaden, 7. August. Gestern Abend erlitt das 13 Jahre alte Töchterchen des GastwirthS Garth beim Eingießen von Petroleum in das Feuer solche Brandwunden, daß es einige Stunden danach starb. • Aus dem kürzlich erschienenen Jahresbericht de» Deutschen Privatbeamten-Vereius geht hervor, daß der Ver- ficherungS-Zugang in der PensionSkafle im Berichtsjahr ungefähr so groß war, wie in den vier vorauSgcgangenen Jahren zusammengenommen, waS in der Hauptsache darauf zurückzuführen sein dürfte, daß die von der Regierung genehmigten Verbesserungen und Erweiterungen der VersorgungS- kassen dem Verein viele neue Anhänger und Freunde erworben. Die Wittwenkaffe, die Begrädnißkasse und die Krankenkasse haben ebenfalls ansehnliche Zugänge zu verzeichnen. Der Gesammtbetrag der bis jetzt vom Verein geleisteten Unterstützungen erhöhte fich auf über 92,000 Mk.- Rechtsrath und Rechtsschutz wurde in ca. 500 Fällen den Mitgliedern ertheilt. Die Stellenvermittelung wurde wie gewöhnlich in Anspruch genommen. DaS in Magdeburg errichtete neue Vereins- und Verwaltungsgebäude hat fich als sehr praciisch erwiesen und wird denklich für Jahre hinaus ausreichend fein, lieber 300 stiftende Mitglieder, darunter viele erste Firmen des Reiche-, gehören zur Zeit dem Deutschen Privatbeamten-Verein an, dessen Mitgliedschaft fich zusammenfetzt auS Kaufleuten, Bureaubeamten, Ingenieuren, Technikern u. f. w. u. s. w. und der durch ca. 250 Zweigvereine, Verwaltungsgruppen und Zahlstellen über das ganze deutsche Reich verbreitet ist. Erwähnt fei noch, daß die Waisenstiftung des Vereins anläßlich der Centenarfeier an freiwilligen Zuwendungen ca. 30,000 Mk. erhielt. Drucksachen- Anmeldung--Formulare sind kostenlos zu beziehen durch den Deutschen Privatbeamten-Vrrein, Zweigverein in Cassel. * Röntgenstrahlen im Dienst der Fahrradindustrie. Der bekannte Physiker Lipp mann legte in der letzten Sitzung der Pariser Akademie der Wissenschaften eine Reihe von Photographien metallischer Gegenstände vor, die mit Hilfe von Röntgenstrahlen hergestellt waren. Man sieht das genaue unb treue Bild von Eisenplatten, Kupfer- und Aluminiumstückchen von bedeutender Dicke, die dennoch von den Strahlen du chdrunqen wurden. Die geringsten Fehler der Homogenität, Oie Blasen, die Verbiegungen in Folge von Stößen, die leichtesten Strahlungen rc. sind mit der größten Deutlichkeit sichtbar. Diese Entdeckung wird besonders in der Rabfahrerwelt Interesse erregen. Die großen Radfabriken werden sicher bald photographische Atelier» fich zulegen, um den von ihnen verwendeten Stahl einer ge- wissenhaften Untersuchung zu unterziehen. Die Radfahrer selbst werden die inneren Beschädigungen, die der Stahl der Räder erleidet, mit Muße ftubiren können. * Ein neuer eigenartiger Taucherapparal wurde kürzlich in Pari» in der Seine probirt, der seiner interessanten Construction wegen nähere Beschreibung verdient. Der „Travailleur sousmarin“, wie ihn der italienische Erfinder nennt, besteht aus einer Stahlblechkugel von drei Meter Durchmesser, in welcher eine ganz bequem eingerichtete Sabine zur Aufnahme der Taucher sich befindet. Diese Kugel wird an einem auf der Wasserfläche schwimmenden Boote auf- gehangen und ist mittelst Ballast, als welcher eine mit Wasser mehr oder weniger gefüllte Kammer figurirt, so beschwert, daß daS Boot so gut wie gar keinen Zug nach unten erleidet. Mittelst Schraube unb bieser betretbenben, burch Accumulator gespeister Dynamomaschine erhält bie Glocke eine eigene Bewegung, so daß der Apparat, dem durch die erwähnte Ballastanordnung auch jede beliebige senkrechte Bewegung ertheilt werden kann, ganz da» im Wasser vorstellt, was in der Luft unter dem Ideal eines lenkbaren Luftschiffe» zu verstehen sein dürfte, nur daß bei der Glocke die Mannschaft in dieser selbst Platz nimmt. DaS Leben in dem abgeschlossenen Raume wird durch comprimirte Luft für mehrere Menschen auf längere Zeit möglich, die Beleuchtung geschieht durch electrische Glühlampen-, sehr sinnreich soll dir von innen auS erfolgende Bethätigung der außen befindlichen Schaufel- und Bohrwerkzeuge, Greifzangen und Netze geschehen, deren arbeitende Theile ebenfalls electrisch beleuchtet und von innen her durch fernrohrartige BeobachtnngSvorrich- tungen beaufsichtigt werden. Irgend welche Gefahr für die Insassen soll völlig ausgeschlossen fein, da die Entleerung deS Ballastbehälter» einfach dadurch geschieht, daß man durch Oeffnung eines Hahnes ein Abtheil des Ersteren mit dem umgebenden Wasser verbindet, so daß die Kugel entsprechend entlastet wird. Die neue Taucherglocke soll demnächst im offenen Meere bei HLvre unb Brest probirt werden. (Mit- getheilt vom Internationalen Patentbureau, Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6). • Einfach. Damen (zum GenSbarm, der fie ausgeschrieben, als fie fich vor einem scheuen Pferde in den Rasen geflüchtet): „Wenn uns nun aber der Reiter überritten hätte?" — GenSdarrn: „Dann hätt' ich halt den Reiter ausgeschrieben!" * „Als Verlobte empfehlen fich —Ein Inserat, das der in Göppingen erscheinende „Hohenstaufen" in seiner Nummer vom Dienstag den 3. August enthält, lautet solgender- maßen: Michael Huber, Stallknecht und Gefreiter der Reserve (m. Qualifikation z. Unteroffizier) und Katharine Benz, Dienstm a g d Verlobte. Bärwinkel. Matzenbach. Dem glücklichen Bräutigam hat offenbar die Verlobungsanzeige eines Reservelieutenants als Unterlage bet Abfassung der etgenen Anzeige gedient. — Empfehlenswerte Werke für die Hausbibliothek. — Meyers Konversations-Lexikon. Fünfte, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr all 130,000 Artikel und Verweisungen mit ungefähr 10,000 Abbildungen im Text und auf Uber 1000 Bildertafeln, Karten und Plänen. 17 Bände in Halbleder gebunden zx je 10 Mk. (Im Erscheinen.) Meyers Kleiner Hand-Atlas. Mit 100 Kartenblättern und 9 Textbeilagen. In Halbleder gebunden 10 Mark. Meyers Hand-Lexikon des allgem. Wissens. In einem Band. Fünfte, neubearbeitete Auflage. In Leinen gebunden 6 Mark. Das Deutsche Reich zur Zeit Bismarcks. Politische Geschichte von 1871—1890. Von Dr. Hans Blum. In Leinen geb. 5 Mk. Geschichte der Englischen Litteratur von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart, von Prof. Dr. Richard Wülker. Mit 162 Abbildungen im Text, 25 Tafeln in Farbendruck, Kupferstich und Holzschnitt und 11 Faksimile - Beilagen. In Halbleder gebunden 16 Mark. Geschichte der Deutschen Litteratur von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart, von Professor Dr. Fr. Vogt und Professor Dr. Max Koch. Mit etwa 170 Abbildungen im Text, 25 Tafeln in Farbendruck, Kupferstich u. Holzschnitt und 23 Faksimile-Beilagen. In Halbleder gebunden 16 Mark Probehefte liefert jede Buchhandlung zur Ansicht. — Prospekte gratis = Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig. ----- Verehr, Land- nn- GsLabarg, 7. August. Frachtpreise. Wetzen AL 18,CO, Korn AL 12,84, Gerste AL 11,50, Hafer AL 14,06, Erbsen AL 00.00, Linsen AL 00,00, Wicken AL 00,00, Lein AL 00,00, Kartoffeln AL 6 00, Samen AL 24,50. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 9. Auaust, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag»: Wasser 16°, Luft 14°. Rübsamen'sche Badeanstalt. 7491 Giessen, 671fr Die Beerdigung findet Mittwoch den 11. d. Mts., Nachmittags 31 /2 Uhr, vom Sterbehause aus, Schillerstr. 24, statt. 7516 Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pfg pehördlicheAnzeigen| 3MF Bei uugünftiger Witterung ftudet das Concert im 4163 7509 geb. Sonntag, Sonnenstraße 3. Danksagung Cöln zu sLmmtltchett Personenzügen । mit 4. Wagenklasse zugelassen. Frankfurt a. M., den 3 Äug. 1897. Königliche Eisenbahndirection. 7495 7505 Versteigerungen, v Familie Fuhr / 7289 frisch eingetroffen, empfiehlt 7510 Modert Stuhl, jkuflnM 23. Der Ausschuß. 8 3:81 Tllufflers 00 C5 tragenem Leiden selig dem Herrn Mutter danken nach kaum vollendetem 59. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Schönster, gesunder und schattiger Aufenthaltsort für Vereine, Gesellschaften und Familien. Prächtige Fernsicht Für Kaffeegesellschaften vorzügl. Obstgelee stets vorräthig. ge- und Schmerzerfüllt zeige ich hierdurch, zugleich im Namen der ganzen Familie, Verwandten, Freunden und Bekannten an, dass heute Morgen 73/< Uhrgunsere theuere Gattin und Mutter Für die bei dem Heimgang ihrer guten in so reichem Maasse bewiesene Theilnahme herzlichst |^Zi^erkaufen^J 7500] Gutes, norddeutsches Pferd, weil überzählig, zu verkaufen. Dammftraße 35. 7505] Heute Dienstag trifft auf dem Brandplatze eine frische Sendung @in* mackgrrrke« ein bei Dtenstmann gserber. Bei schlecht. Wetter in derMarklhalle Nr.1. Der Großh. Oberbibliothekar: Dr. Haupt. AlSfeld, den 6. August 1897. Metzer, Gr Kreitz Bauinspector. 7514] ««gehende BerkLuferitt oder Lehrmädchen für ei« Lolo«ial» waarengeschLft gesucht, Offerten be» fördert die Exped. d. Bl- unter 0- dl. 7504] Ein Schreiaergeselle gesucht. «. Hofmann, Wetzsteinstr. 40 kHrzwcn empfohlene, vorzüglichste Hafer-Nahrung, nur echt in gelben, plombirten Packeten.—Niederlagen d. Plakats kenntlich. 1 Wfbacttan: L. Echevdc. — Druck unb Btrla« ber Brübl fditp nnwerf.täf#.Bud>» und 6tnnbni(frrei «trtld? L ELeyda) w Gictzkn. Großh. UniversttätSbibliothek. Alle von Nichtstudirenden entliehenen Bücher find bis spätestens 14. August zur Musterung abzuliefern. Vom 16. August bis 23. Octobcr ist die Universitätsbibliothek täglich von 9 bis 1 Uhr geöffnet, Nachmittags geschloffen. Gießen, den 31. Juli 1897. Prof. Dr. O. Bindewald Realgymn.-Lehrer i. P. den 9. August 1897. Kriegerdenkmal. S)ie Modelle zum Denkmal können täglich, mit Ausnahme von Samstag zwischen 11 und 1 Uhr, im Thurmhause am Brand besichtigt werden. Vom Montag den 9. August ab werden Arbeiter-Fahrkarten, sowohl in unserem Local- altz im directen Verkehr mit den Bezirken Erfurt, Caffel, Elberfeld und charten-Htestauration Schöne Aussicht — Thierpark. — Grosses Concert turn Besten des InvaliSenöauk, ausgeföhrt von der Kapelle des Illfaiterie-Kegimellts Kaiser Wilhelm Sr. 116, unter persönlicher Leitung des Großh. Musikouectors Herrn C. Kraube. Bekanntmachung. Manöver detz 11. Armeecorps. Von Beamten der Militär Verwaltung wird in der Zeit vom 20. August an in den Orten Ltch, Kreitz Gießen, Södel, Reichelsheim, Bad,Nauheim und Stammheim, Kreis Friedberg, und Butzbach (in letzterem vom 16. August ab) der Bedarf an Heu, Futter- und Laaerstroh freihändig angekaust werden. Die Landwtrthe werden hierauf mit d-m Hinzusügen aufmerksam gemacht, daß selbst die kleinsten Mengen z. B. von einem Gentner abgenommen werden. Cassel, den 4. August 1897. A Königl- Intendantur 11. Armeecorps. Danksagung. Für die erwiesene herzliche Theilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verlust sagt innigsten Dank Hohes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß unser innigst geliebtes Söhnchen Hans im Alter von zehn Monaten heute Morgen um 7% Uhr nach kurzem aber schweren Leiden dem Herrn sanft entschlafen ist. Gießen, den 8. August 1897. Die tieftrauernde« Hinterbliebenen: Christian Arnold und Frau. 7499] (Bitt schön«» LogiS ins Vorderhaus z« vermiethen. __vrandgasse 4. ' 7507] Der 1. Stock Bahtthoffir. B8, auch getrennt, zu vermiethen. __________________PH. «tra». 7493) Ein Logt« zu vermiethen- Hammfir. », stcrllistrte I JCinder-Tlahriing Von Tanaendcn von Acrzten warm empfohlene, ganz vorzügliche, keimfreie Nahrung für kleine Kinder n. Kranke. In heisser JahreHzelt daa znvcrinHR!. Windecker nach langem, schwerem, mit grosser Geduld und Gottergebenheit 10»3 43. Seltertzweg 43. Verdingung. Tie ji r Herstellung eines Rohrta«a»S in der Romröder Straße zu AlSfeld eriorderltchen Arbetten und Lieferungen und zwar: 1 jMefettttte von ca. 270 lfd. Mir. Semeniröhrev, 40/60 Stmr. weit lEiform), 2. Verleger» deeselberr einschließlich Erd- und Maurerarbeiten rc, 3. ferner die zur Herstellung rineS VfirgerfieigS erforderliche ftitfet« trag und Verleg««- von circa 280 lfd. Mtr. Siandfieiue« a»S vasiUUava sollen öffentlich vergeben werden Auf dem Rathbautz zu AlSfeld liegen Zeichnungen, allgemeine und besondere Bedingungen und Arbeittzbeschretbungen zur Einsicht offen Die besonderen Bedtnaungen nebst ArbettSbeschretbung werden auch, sowett der Vorrath reicht, für die Lieferung unter 1 und 3 zum Betrage von 1 Mark, für die Arbetten unter 2 zum Betrage von 2 Mk abgegeben- Angebote, mtt entsprechender Aufschrift versehen, sind spätestens bis zum Eröffnungstermin am 20. August 1897, Bormittags 11 Uhr, post- und bestellgeldfrei bei ®r. Bürgermeiftttei tMifelb einzureichen. ZuschlagSfrtst 3 Wochen. Innerhalb dieser Zett ist jeder Unternehmer ar. sein Gebot gebunden. Geschwister Ottmann, zugleich im Namen der übrigen Hinterbliebenen. 7503] Ein versilberter Later«em kScher verloren- Abzugeben gegen Bei lobnung bet sHoflohnkutscher chtthtt. 7511] Entlausen ein junge« Hühnchen. Abzultefern «äuSdurg 3. Hof HeibertShausen bet Lollar sucht e,nm7$,,gtn Schweizer. 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