th-Gesuche, ' Keller für eine Dein- 1 mietben gesucht. M. 100 an die Lj1- richten. 3514 MZ-r- N ZiBmet sSyyyuL ^Äwffan- len-Angebote. soliden, tüchtigen isenden • Juli 9519 's. Mobs, grifemabrit. ifige ßisen- etalldreher nernde Beschäfttg- 3417 Schallstaedt, fl6 ßoinloir mwoehtlim lei '^.(Lifhunq- Nr. 85 Erstes Blatt Samstag den 10. Apri! IM>7 Gießener Anzeiger Kenerat-Ztnzeiger. 2lmtss nnd Anzeigeblatt für den Nreis Gieren chratisöeikage: chießener Aamitienbtätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Sonn. 10 Uhr. Alle Lnnoncen-Bureaux de- In- und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgege«. Redactton, Expedition und Druckerei: Schntßraße Ar.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Avonnerueutspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Die Gießener Aamitienötälter werden dem Anzeiger »üchentlich dreimal beigelegt. Der ' Gießener Anzeiger erscheint täglich, snit Ausnahme deS Montags. Anrttirhc^ TheÜ. Gtetzeu. den 8. April 1897. Brtr.: Die an den CentralktrchenfondS abzultefernden Erträgnisse des Einkommens der evaogeltscheu Pfarrstellen für 1896/97. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen ««die evangelischen Kircheuvorstände des Kreises. Einem Ersuchen Großh. OberconfistoriumS entsprechend, empfehlen wir Ihnen, Ihre Kirchenrechner anzuwetsen, die zur Ablieferung an den evangelischen Centralkirchenfonds schon jetzt verfügbaren rubricirten Erträgnisse, soweit eS sich nicht um geringfügige Beträge handelt, alsbald abschlagS- weife an den Rechner des CentralktrchenfondS abführen zu (offen. v. Gagern. Gießen, den 8. April 1897. Bett.: Die Ablieferung der allgemeinen evangelischen Kirchensteuer für 1896/97. Mitr Grotzherzogliche Kreisamt Gießen en Me »rasch. Bürgermeisterei«« des Kreises. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Gemeinde-Einnehmer anzuweisen, die eingegangenen allgemeinen evangelischen Kirchensteuern, soweit eß sich nicht um geringfügige Beträge handelt, alsbald abschlagsweise an den Rechner deS Sentralkirchen- fands abzuführen. v. Gagern. Gießen, den 8. April 1897. Bett.: Die Botaufchläge der Landgemeinden des Kreises Gießen für 1897/98. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen •a die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Die rubricirten von uns abgeschloffenen Voranschläge werden Ihnen in den nächsten Tagen zugehen. Wir empfehlen Ihnen, daß in Ihren Händen befindliche Toneept derselben alsbald mit den Ansätzen deS Original« BorauschlagS in Urberetnstimmung zu bringen, auch die Revision-Verhandlungen §u Ihrem Coneepiexemplar abzu« schreiben und den Original-Boranschlag noch im Monat April >em Gemeinde-Einnehmer auSzuhändtgen. ___________________v. Gagern.___________________ Bekanntmachung. Wegen Vornahme straßenbaulilter Arbeiten wird der Niegelpfad von der Ludwigstratze bis zur Ebelstraste vom nächsten Montag auf zwei Tage für den Fuhr- werkSoerkehr gesperrt. Gießen, den 9. April 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Straßenarbeiten wird der Niegelpsad von der Ebelstraste bis z«m Bahu- ckbergaag biß auf Weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Zuwiderhandlungen werden nach § 360 poe. 10 deS Reich- Strafgesetzes gestraft. Gießen, 9. April 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _______________v. Bechtold.___________ Dr. Heinrich v. Stephan f. Der Staatssekretär des ReichS-PoftamtS, Herr Dr. Heinrich v. Stephan, ist gestern Nacht durch einen sanften Tod von seinen mit Heldenmuth ertragenen Leiden erlöst worden. Za ihm ist einer der Letzten dahtngeschieden, denen daß Schicksal eß vergönnt hat, seit der Begründung deß Deutschen «eichS biß auf bie Gegenwart an leitender Stelle für deß Baterlandeß Wohl zu wirken. Zu Stolp in Pommern am 7. Januar 1831 geboren, hat Heinrich Stephan fich auß einfachen Verhältnissen durch ungewöhnliche Geistesgaben bereits in jugendlichem Lebensalter zu einer einflußreichen Stellung aufgefchwungen. Mit 27 Jahren Postrath, seit 1862 alß Referent und seit 1865 als vortragender Rath im Königlich preußischen General- Postamt thätig, fand et schon im Anfang der sechziger Jahre alß Vertreter seiner Verwaltung wiederholt bei wichtigen Anläffen Gelegenheit, die Meisterschaft in der Bereinigung widerstrebender Interessen zu bethätigen, die ihn in der Folgezeit zur erfolgreichen Durchführung umfassender internationaler Verhandlungen befähigen sollte. Mit Thatkraft und Geschick löste der erst fünfunddreißigjährige Mann die Aufgaben, die ihm im Jahre 1866 in der Besitzergreifung und Uebctldtung deS Thurn- und Taxis'schen Postwesenß übertragen wurden- au den Vorarbeiten und Organisationen, welche die Errichtung des Norddeutschen Bundes auch im Postwesen vöthig machten, hat der Geheime Oberpostrath Stephan sich in hervorragender Weise betheiligt. Im Frühjahr 1870 an die Spitze deß Norddeutschen Postwesenß berufen, erwarb sich der junge General-Post« Direktor während deß bald darauf außbrechenden deutlch- franzöfischen Krieges unvergängliche Verdienste um die deutschen Truppen und um ihre Angehörigen durch die vorzügliche Organisation und die wirksame Leitung deß Feldpoftwesenß. Mit Umsicht, Thatkraft und schöpferischem Geiste rief Stephan alßbald nach der Wiederherstellung deß Friedens eine biß dahin nicht gekannte Fülle von Berkehrßerleichterungen ins Leben, die in der auf feine Anregung unternommenen und unter seiner persönlichen Betheiligung durchgeführten Errichtung deß Weltpostvereiuß (Vertrag zu Bern vom 9. Oktober 1874) ihren Gipfelpunkt erreichten. Seitdem ist der Chef des deutschen Postwesenß der Bertrauenßmanu der ge« sammteu internationalen Postwelt geblieben, die in ihm den bedeutendsten Mann ihres Faches verehrte- mit ihren Vertretern hat er auf den verschiedenen Poftcongreffen und bei zahlreichen Besuchen fremder VerwaltungßchefS in Berlin einen anregenden persönlichen Verkehr unterhalten, mit vielen hervorragenden Staatsmännern deß Auslandes dauernde Freundschaftßbeziehungea gepflegt. Eine gleiche Vertrauensstellung wußte Stephan, nachdem ihm im Jahre 1875 die Leitung der Reichß-Telegraphie Übertragen worden war, fich durch die Fülle seiner Erfahrungen und seiner Erfolge auch innerhalb der internationalen Telegraphie zu erwerben. Seinem eindringenden technischen Berständniß verdankt die Telegraphie Fortschritte, welche, wie die Anlegung unterirdischer Telegraphenlinieu und wie die Ausbildung des Fernsprechers zu einem mächtigen Verkehrsmittel, zuerst in Deutschland in ausgedehntem Maße praktische Anwendung gefunden haben. Seinen Verdiensten um das internationale Verkehrswesen stehen die unter seiner Führung erzielten mannig« faltigen Verbesserungen deß inländischen Poft- und Tele- graphenwesenß ebenbürtig zur Seite- eß sei hier nur an die Neuordnung deß Landpoftdiensteß erinnert, die im Jahre 1881 ia Angriff genommen und in zehnjähriger planmäßiger Arbeit vollendet, der deutschen Landbevölkerung die Segnungen deß Verkehrswesens in einem Maße wie nie zuvor und wie in keinem anderen Lande zugänglich gemacht hat. In gleich planmäßiger, unermüdlicher Fürsorge hat sich der Leiter der Reichspost die Hebung der Stellung und die Verbesserung der wirthschaftlichen Lage deß zahlreichen Personals seiner Verwaltung angelegen sein lassen. Die während seiner Amtsführung entstandenen zahlreichen Postbauten werden alß Zeugnisse seiner Fürsorge für die Gesundheit der Beamten wie auch alß Denkmäler seineß umfassenden Kunstverftänd- uiffeß auf die Nachwelt gelangen. Die Errichtung der deutschen Postdampferlinien, welche dem internationalen Verkehre neue Bahnen erschlossen, daß Band der im Außlande lebenden Deutschen mit dem Heimathlande fester geknüpft und die beginnende Entwickelung deß deutschen ColonialwesenS gefördert haben, ist auf seine Anregung zurückzuführen. Im Jahre 1876 zum General Postmeister ernannt (eint Amtßbezeichnung, an deren Stelle im Jahre 1880 die alß Staatssekretär deß Reichß-Postamtß trat), seit dem 2. September 1876 Wirklicher Geheimer Rath, seit 1895 mit dem (Range eineß preußischen Staatßministerß außgezeichnet, im Jahre 1885 geadelt, hat Heinrich von Stephan länger alß ein Vierteljahrhundert an der Spitze der Reichs Verkehr-- anstalten gestanden. Dem Bundeßrath feit 1870, dem preußischen Herrenhause seit 1872, dem preußischen Staatsrath seit 1884 angehörig, hat er in diesen hohen Körperschaften über die Grenzen seines Verwaltungsgebiits htnauß lange Jahre hindurch eine fruchtbringende, staatsmännische Tätigkeit entfaltet. In feinem gesammten Wirken ist er durch baß Ver« trauen seiner Kaiserlichen Herren gefördert, von Kaiser Wilhelm dem Großen, dem Kaiser Friedrich und von deß jetzt regierenden Kaiserß Majestät durch zahlreiche Beweise der Allerhöchsten Anerkennung geehrt worden. Der Name deß ersten General Postmeisters deß Deutschen Reichs, des ErrichterS deS Weltpostvereins, wird tu der Erinnerung des deutschen Volks mit der Wtedererstehung i>eß Deutschen Reichs dauernd verbunden bleiben und in der Geschichte des Verkehrswesens für immer fortleben. Wolff- tetegrrmhffHrS L»rrefvoad«z-B«re«n Berlin. 8. April. Eine sofort veranstaltete Gxtra-AuS- gabe deß in 30,000 Exemplaren erscheinenden .Amtsblattes des ReichßpostawteS" zeigte den Tod Stephans an. — Die Geschäfte deS Staatssekretärs führt einstweilen Uhter« staatssecrelär Fischer. Berlin, 8. April. Der „Reichßanzeigrr" veröffentlicht einen gemeinsamen Erlaß deS CultuS- und Arbeitßmivisterß, wonach der Grundsatz der subsidiären Natur der Geld- beihilfeu zur Unterstützung unvermögender Schulverbände bei Slementarschulbauten fortan beseitigt wird. Zu diesem Zwecke ist in Aussicht genommen, daß 1) der Staat bei allen Elementarschuibauten, wofür Geldbeihilfen bewilligt werden, auß der verwaltenden, bauausführenden in die lediglich auffichtSführeude Stellung zurücktritt, und 2) die Gewährung von Geldbeihilfen an unvermögende Schulverbände in festen Beträgen erfolgt. Pari-, 8. April. Der Senat genehmigte den Gesetzentwurf, betreffend die Unterdrückung der Bnttrr- verfälschung und Regelung der Verwendung von Margarine. Bombay, 8. April. Seit dem Außbruch find 10,943 Erkrankungen an Pest und 9299 Todesfälle constatirt. In der letzten Woche gab es 1007 Sterbefälle. In der ganzen Präsidentschaft find biß zum 2. April 22,668 Erkrankungen und 18,361 Todeßfälle infolge Pest festgestellt worden. Depeschen deß Bureau „Herold? Berlin, 8. April. Der Kaiser gedenkt das Osterfest in Berlin zu verleben. Die Ueberfiedelung deß Hofes nach Potsdam dürfte im Mai erfolgen. Berlin. 8 April. Daß A b g eordn ete nhauß erledigte heute Petitionen und vertagte fich biß zum 27. April. Auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung steht der Antrag Hoenßbroech und Genoffen, betreffend Aufhebung der Zoll- Credite für Getreide. Berlin, 8. April. Die Session deß preußischen Landtages wird sich jedenfallß weit in den Sommer hinein erstrecken. Da der Etat noch bedeutend im Rückstände ift, so wird auch, wenn weder daß Comptabilitätsgesetz noch eine Novelle zum Eisenbahngesetz kommt, noch vor Pfingsten für beide Häuser so viel BerathungSstoff vorliegen, daß mit einer Sesstonßdauer biß Ende Juni zu rechnen ist. Berlin, 8. April. Gestern haben bei socialistischen Vertrauensleuten polizeiliche Haußsuchungen statt- gefunden. Eß wurden vier Vertrauenßleute verhaftet. Wie verlautet, soll eß fich um die neue Auflage deß socialistischen Liederbuches handeln. Berlin, 8. April, ©in Rendant deß Königlichen AichuugS« amteß ist wegen mehrfacher Unterschlagungen im Amte in Untersuchungßhaft genommen worden. Berlin, 8. April. Zufolge hoher Anordnung haben dar Reichspostamt, die Berliner Telegraphenämter, sowie die Postämter anläßlich deß Ablebens des Staat ßsecrctärß Stephan auf Halbmast geflaggt. Auch im Reiche ist diese Anordnung zu Ehren deß Verewigten durchgeführt worden. Daß ReichSpoftamt theilte heute in den frühesten Morgenstunden den Tod deß Staatßfrcretärß Stephan sämmtlichen Oberpostdirectoren telegraphisch mit, worauf von diesen durch Etrculardepesche die ihnen unterstellten Postämter benach- richttgt wurden. Infolge dessen trafen schon im Laufe deS Vormittags Beileidstelegramme selbst von kleinen, weit ent' feruten Postanstalten hier ein. Außerdem gab heute Nachmittag daß Reichspostamt eine Extranummer des Amtsblatts des ReichSpostamieS auß, welches lediglich einen Nachruf enthält. Auch der „Reichsanzeiger" widmet dem Dahin- geschiedenen einen ehrenvollen Nachruf, der mit den Worten schließt: Der Name deß ersten Generalpostmeisterß deß Deutschen Reiches, des ErrichterS des Weltpost-VereinS, wird in der Erinnerung des deutschen Volke- mit der Wieder- erstehung des Deutschen Reiches dauernd verbunden bleiben und in der Geschichte deS Verkehrswesens für immer fort» leben. Dem Kaiser wurde der Tod des Herrn v. Stephan heute Vormittag durch den Schwiegersohn des Entschlafenen, Hauptmann v. Napolski, Batterie-Chef im zweiten Garde- Feld-Artillerie'Regiment, im Namen der Familie gemeldet. Der Monarch sprach dabei in herzlichster Weise sein lebhaftes Bedauern aus über den schweren Verlust, den die Familie durch den Tod dieses Mannes erlitten, der in einer der höchsten Stellungen lange Jahre sich als einer der treuesten und tüchtigsten Diener seines Kaisers, alß einer der hervor- rageudsten Beamten deß Preußischen Staateß und des Deutschen Reiche- erwiesen habe. — Die im Vestibül des Reich-Postamtes auSgelegte Liste für die Besucher füllte sich heute mit zahlreichen Uuterschriftea. Als einer der ersten Besucher erschien Prinz Alexander Hohenlohe, der Sohu deS Reichskanzlers, um sich einzuzeichnen. Der Präfident deS AbgeordueteuhauseS, Geheimrath v. Köller, stattete der tief gebeugten Familie bei Dahtogeschiedenen einen Beileidsbesuch ab. DaS feierliche Begräbuiß wird mit allen dem Der- storbenen zustehenden hohen Ehren voraussichtlich am Sonntag stattfinden. Die Genehmigung deS Kaisers, welcher sich besonders h'erfür iuteresfirt, wird zu deu Einzelheiten deS Programms Seitens der Familie eingeholt werden. Bestimmte Anordnungen find hierüber noch nicht getroffeti. Der Sonutag wurde für den Tag der Beisetzung in Aussicht genommen, weil die Mehrzahl der Postbeamteu an diesem Tage dienstfrei ist und eine umsaffende Betheiligung Seitens der Untergebenen des GeneralpostrneisterS als angezeigt empfunden wird. Als Nachfolger des Verstorbenen wird in erster Linie UnterstaatSsecretär Fischer genannt. ES wird jedoch auch mit der Möglichkeit gerechnet, daß ein Beamter, welcher in der Oeffentlichkeit noch wenig heroorgetreten ist, mit der Leitung des ReichSpostwesenS betraut wird. Breslau, 8. April. Zu dem Unglück auf der Hedwigwullsch-Grube in Zabrze meldet der „BreSl. Gen. Anz." noch, daß nicht nur bei der Einfahrt, sondern sogar auch bei der Bergung der Leichen offene Grubenlampen anstatt SicherheitSlampen Verwendung gefunden haben, wodurch die Explosion der Gase herbeigesührt sein dürfte. DaS Königliche Obrrbergamt wird jetzt mit aller Energie auf schleunige Durchführung seiner wiederholt gestellten Forderung, nämlich einer befferev Wetterführung auf den schlesischen Gruben bestehen. Frankfurt tu 38. April. Die „Franks. Ztg." meldet aus Loudon: 7000 indische Hafenarbeiter in Bombay strtken und sie wollen die Arbeit nicht eher wieder aufnehmen, als bis die sanitären Verordnungen, in welchen die Trennung der Bevölkerung vorgeschrieben wird, aufgehoben find. Sie fürchten nämlich, daß ihre Familien in die Hospitäler gebracht und dort vergiftet werden, während fie arbeiten. Frankfurt a M , 8. April. Der „Franks. Ztg." wird von ihrem Pariser Correspondenten telegraphtrt: Die deutsche und die französische Regierung kamen überein, zur Prüfung der beiderseitigen Ansprüche auf daS afrikanische Gebiet von Gurma eine gemischte technische Commission etnzusetzen, die auS je einem Vertreter deS franzöfi- scheu Auswärtigen und Colonial-Ministeriums und auS Der- trete» der deutschen Regierung bestehen soll. Wie», 8. April. In dem Befinden der Tragödin Charlotte Wolter ist eine derartige Verschlechterung eingetreten, daß die Aerzte jede Hoffnung aufgegeben haben. Lemberg. 8. April. Wie polnische Blätter melden, soll in Rohathn eine Judenhetze bevorstehen. Rom, 8. April. Die Verhängung der Blokade über die griechischen Häfen erleidet einen Aufschub, weil der von den Admiralen vorgelegte Plan eine bestimmte pro- portionelle Mitwirkung eines jeden einzelnen Geschwaders voraussetzt und die Mächte darüber noch keinen Beschluß gefaßt haben. Der „Jtalie" zufolge find einige Cadiuete der Anficht, baß Rußland, Oesterreich und insbesondere Deutschland ihren Sch ffSbestand im Archipel vermehren sollten. Die Vermehrung des italieutschen Geschwaders ist auSgeschloffen. Paris, 8. April. Entgegen dem osficiellen Dementi, betreffend die Reise des Zaren nach Frankreich, erklärt „Matin", er habe die Nachricht von dem Senator Chooet, dem Bürgermeister von Complögne erhalten, welcher selbst von Felix Faure über die baldige Ankunft deS Zaren verständigt worden sei. Loudon, 8. April. „Daily News" zufolge hielten heute sämmtliche Admirale und Consuln von Ronca an Bord deS italienischen AdmiralschiffeS unter dem Vorsitz des * Admirals Caoevaro eine Besprechung ab, um über den neuen Text einer Proklamation an Griechenland und die Türkei zu berathen. Berlin, 9. April. Die Beerdigung des Staats- seeretär« v. Stephan findet vorauSfichtlich am Sonntag in der Mittagszeit statt. Derselbrn geht im Prunksaale des Reichspostamts eine Trauerfeier voran. Sämmtliche Ober- postdireetionen entsenden Abordnungen zu der Leichenfeier. Die Zahl der einlaufenden Beileidsbezeugungen des In- und Auslandes ist enorm, Berlin. 9. April. Contreadmiral Tirpitz, der zur Bertrctung Hollmanns berufen wurde, ist seit längerer Zeit leidend und hat schon jetzt einen mehrmonatlichen ErholungS- urlaub bewilligt erhalten. Er wird seinen Dienst erst am 1. Oktober antreten. Hamburg, 9. April. Die „Hamb. Nachr." fordern den Hofrath de Grahl auf, bezüglich der falschen Meldung von dem Glückwunsch deS Kaisers zum Geburtstage deS Fürsten Bismarck anzugeben, von wem er diese Nachricht erhalten habe. SS wäre kaum anzunehmen, daß er fich die Sache aus den Fingern gesogen habe. Konstantinopel, 9. April. Die Botschafter verständigten sich über die Anzahl der christlichen und türkischen Notablen, welche die demnächst einzuberufende kretensische Con- stituante bilden sollen. Offen bleibt noch die Frage, ob der von England und Italien ausgehende und von Rußland und Frankreich unterstützte Vorschlag, den Constituanten die Wahl bet Gouverneurs von Kreta zu überlassen, die Zustimmung Deutschlands und Oesterreichs finden wird. Diese beiden Mächte wollen nämlich den Einfluß Europas auf die Wahl des Gouverneurs gewahrt wiffen. Locales unb provinzielle». Gieße», den 9. April. • * Seine König!. Hoheit der Großherzog mit Gefolge trafen heute Mittag 11 Uhr 54 Miu. von Alsfeld kommend bi er ein und fuhren um 12 Uhr 6 Mio. nach Darmstadt 1 weiter. * • Ernennungen. Seine Königliche Hoheit ber Groß- ’ Herzog haben Allergnädigst geruht, die OberlandeSgerichtS- rälhe For ch und Heß, sowie den KreiSrath i. P. v. Zangen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder deS BerwaltungSgerichtS- bofs für dte Dauer der Finanzperiode 1897—1900 zu Mitgliedern der nach Art. 14 Abs. 2 des Gesetze- vom 14. Juni 1879 verstärkten OberrechnungSkawmer zu ernennen. Militärisches. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerböchster Entschließung vom 7. April den Großh. Hauptmann A la suite der Infanterie Prinz Franz Joseph von Battenberg, Durchlaucht, zum Major ä la suite der Infanterie zu ernennen geruht. • • Erledigte Lehrersteüe. Eledigt ist die mit einem eo. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Climbach, Kr. Gießen, mit einem jährlichen Gehalt von 900 Mark. Mit der Stelle ist Orgamstendienst verbunden. • • Evangelische Kirchensteuer. In Ausführung eines zu dem Voranschlag über Einnahme und Ausgabe des evangelischen Centralkirchenfonds für die Periode vom 1. April 1895 bis zum 1. April 1900 von dem evangelischen Kirchenregiment mit Zustimmung der LandeSsynode gefaßten und von dem Großh. Ministerium genehmigten Beschlusses soll zur Be- streitung der Bedürfniffe der Gesammtheit der evangelischen Kirche deS GroßherzogthumS im Etatsjahr 1897/98 auf daS Communalsteuercapital der Angehörigen der evangelischen Kirche ein Beitrag von Einem und siebenzehntel Pfennig auf die Mark Steuercapital au-geschlagen und mit den Commnnalsteuern ber politischen Gemeinben erhoben werden. * • Parlameularifches. Eine Vorstellung von 381 Gr- meindeforstwarten, die Berbefferung ihrer Lage betreffend, lautet: Hohe zweite Kammer der Landstände deS Großherzothums Heffen! Mehr als 12 Jahre find verstrichen, feitbem ans der Mitte der zweiten Kammer ber Landstande aus Anlaß der Berathung des Antrags des Abgeordneten Dittmar wegen Ertheilung von Penfionen an Gemeindeforftwarte und von Unterstützungen an deren Relikten an Großherzogliche Regierung daS Ersuchen gerichtet worden ist, durch anberroelte Regelung ber Dienstverhältnisse der Communalforstwarte im Rahmen der Verordnung von 1811 eine Berbefferung des DtensteinkommenS derselben herbeizuführen und zu erwägen, ob und in welcher Weise für den Fall der Dienftunfähigkeit dieser Funktionäre, bezw. für den Fall deS Ablebens für ihre Hinterbliebenen Vorsorge getroffen werden könne. Die Hoffnungen, welche von den Gemeindeforstwarien deS Groß- herzogthumS an dieses wohlwollende Ersuchen geknüpft worden, sind aber leider bis heute noch nicht erfüllt und gar viele unserer Collegen find inzwischen mit Tod abgegangen, ohne daß deren Hinterbliebenen Wittwen- oder Waisenpenfionen gewährt werden konnten. Zwar hat dic Großherzogliche Regierung dem erwähnten Ersuchen durch wiederholte Gesetzesvorlagen zu entsprechen gesucht, aber eß war diesen Vorlagen nicht beschieden, die Zustimmung der zweiten Kammer der Landstände zu finden. Mit Aufmerksamkeit und Spannung Haden wir sämmtliche Verhandlungen über diese Gesetzesvorlagen verfolgt und wenn wir auch bis daher stets in unseren Hoffnungen auf bessere Zetten uns getäuscht sehen mußten, so haben wir doch auS den londständ scheu Berathungen die Gewißheit geschöpft, daß der Grund der Ablehnung der betreffenden Regierungsvorlagen nicht der gewesen, daß daS Bedürfniß zur Regelung unserer G-.haltS- und Pensionsverhältniffe die Anerkennung seitens dieses hohen Hauses nicht gefunden hätte, daß vielmehr der von Großherzoglicher Regierung vorgeschlagene Weg zur Regelung der schwebenden Frage, die Zustimmung nicht aller Mitglieder der zweiten Kammer der Landstände gefunden hatte, so daß die Vorlagen ber Großherzoglichen Regierung, trotz weitgehender Zugeständniffe, durch eine ver- schwindend kleine Majorität immer wieder zu Fall gebracht worden sind. Wir Haden also gesehen, und insbesondere durch Annahme deS Antrag- Metz, wonach der Großherzoglichen Regierung die Summe von 20,000 Mk. zur Aufbesserung der Gehalte der Communalforstwarte, sowie zur Gewährung von Ruhe- und Wittwengehalten alljährlich zur Verfügung gestellt werden sollte, Gewißheit erlangt, daß hohe zweite Ständekammer voll überzeugt ist, daß zur Ausbefferung unserer Lage etwas geschehen müsse und daß dieselbe auch bereit ist, dabei mitzuwirken. Diese auS den landständischen Derhand- langen gewonnene Ueberzeugung und daß Vertrauen auf Großherzogliche Regierung, von deren Vertreter uns die Zusage geworden, daß sie nicht nur unsere Interessen fortgesetzt im Auge behalten und zu wahren bestrebt sein werden, sondern, daß sie auch eine unS befriedigende Lösung der schwebenden OrganisationS- und Gehaltsfrage noch jetzt zu erreichen suchen werden, lasten uns dann auch hoffen, daß wir durch daS Zusammenwirken der gesetzgebenden Faktoren in nicht allzuferner Zeit auS unserer bedrängten schwierigen Lage befreit werden. An hohe zweite Kammer ber Laodstände deS Großherzog- thumS richten bte unterzeichneten Communalforstwarte, zugleich auch im Namen aller ihrer Collegen, daS ehrerbietigste Ersuchen: bei demnächstiger Wiebereinbringung der Gesetzesvorlage über die Organisation deS ForstschutzeS, den Anträgen der Großherzoglichen Regierung ihre Zustimmung nicht mehr versagen zu wollen, damit da» Gute, waS die Großherzogliche Regierung, nicht minder den Gemeinden selbst, wie un8 bietet, reifen und Flüchte tragen könne. Mil größter Ehrerbietung zeichnen die Vertreter der Communalforstwarte deS GroßherzogthumS Heffen. Geichrteben im Januar 1897. (Folgen die Unterschrift» von 50 Forstwarten, welche gleich- ' zeitig im Auftrag von 381 ihrer Collegen unterer.eben Haden.) * • Der Siebener Concertverei» beabsichtigt noch in diese« Monat zu Ehren deS verstorbenen Componisten BrahmS ein großes Orchester-Coucert zu veranstalten. HoSpitalverwalter. Die Stadtverordneten Versammlung wählte gestern in geheimer Sitzung zum HoSpitalver- Walter Her» Schutzmann Dörr. • • Bahndan. Gestern ist mit deu Arbeiten zur Unterführung deS EifenbahndammeS an der Westanlage nach der Hammstroße zu begonnen worden. • • Ein rasfinirler EinbrnchSdiebstahl wurde in vergangener Nacht in einem Geschäftshaus am Krenzplatz verübt. Die Diebe haben fich Abends in das H»S eingeschlichen und fich einschließen lasten, haben dann Nachts die Dom Hausflur nach dem Laden führende ThÜre mittelst Nachschüstel geöffnet und auS dem Laben mehrere Stücke Setbenstoffe, sowie einige Stücke Buksktn im Werthe von über 1000 Mark entwendet. • • Verein der Gastwirthe. In der gestern ftattgefunbenc» Generalversammlung deS Vereins der Gastwirthe von Gießen und Umgegend wurden in den Vorstand gewählt: M. Joskowsky, erster Vorsitzender, Ehr. Riegelmann, zweiter Vorsitzender, C. Roth II., Rechner, I. Baab, SchriftsÜhrer, P. Schadeck, Kontrolleur, PH Bauer, C Häuser, P. König, W. Mayer, C. Stein, Beisitzer- Td. CellariuS-Schotten, K. Dorfeld Wieseck, I. Heiland-Lich, S. Kohlheyer-Hung», L. Rohrbach Lollar, PH. Södler'Niedergemüuden, I. Sommer- Watzenborn Vertrauensmänner. Vogelsberger Hoheuclnb. Die Wirth schäft im Clubsaale auf dem HoherodSkopf wird am 10. April eröffnet. Die neuen Wegfarbenkarten erscheinen i« Monat Mai im Verlag von H-rwann Grandhomme in Schotten. • * Die Generalverfammlnng bei Hessischen FechtVerei»- Waisenschuh sand vorgestern im „Schipkapaß" statt. Der Vorsitzende, Herr Winn, erstattete Bericht über die Thätigkeit des Verbandes Gießen, woraus hervorging, daß die veranstalteten Festlichkeiten im abgelaufenen Rechnungsjahr einen hübschen Ueberschnß abgeworfen, von welchem nach dem Bericht des Rechners Hüttenberger 750 Mk. an die Oberfechterei abgeliefert find. Der Verband Gießen hat feit (1893) seinem Bestehen im Ganzen 1800 Mk. nach Mainz entsendet. Das Baarvermögen des Hestischen FechtvereinS, welches in Mainz bei ber Sparkaffe angelegt ist, beträgt co. 3500 Mk., während daß Inventar (Sammelbüchsen re.) den gleichen Werth haben dürfte. Die VorftandSwahl batte folgendes Ergebniß: Bauunternehmer Winn erster Vorsitzender, Criminalschutzmann Weiß zweiter Vorfitzender, Kasten- bote Währum erster Schriftführer, Büreanvorsteher Fourier zweiter Schriftführer, Eisenbahnbeamter Hüttenkerger Rechner, Kaufmann Scheel Eontrolleur, Schreiner Kr»g VergnügungSrath. Der Mitgliederstanb des Verbandes beträgt z. Zt. 160. * * Landes Lehrer Verein. Der OltSauSschuß Bensheim lobet bte Mitglieder deS hessischen LandeS-L^hrer Vereins, sowie sonstige Freunde der Volksschule und ihre- Lehrer- stondeS zu den diesjährigen Versammlungen de- Landes- Lehrer Verein-, die in der Woche nach Ostern in Bensheim abgehalten werden, ein. Für Mittwoch den 21. April, AdenbS 8 Uhr beginnend, ist im Saale der „Restauration Hutmacher^ dortfelbft ein FestcommerS vorgesehen. Daß Feftiflei' findet am 22. April, unmittelbar nach ber Hauptversammlung, i« Saale deS Hotels „Zum deutschen HauS" statt. Del Prei- für ein trockenes Gedeck ist auf 2 Mk. festgesetzt. Wohnungen zum Preise von 1—2 Mk. (Frühstück mit einbegriffen) stehen in den Gasthäusern, sowie — nöthigenfall- — tn de« 20 Minuten entfernten Auerbach zur Verfügung. — Wünsche bezüglich ber Wohnungen, sowie Anmeldungen zur MniagS- täfel im „Hotel Reuter" und zum Festesten wüsten bi« spätestens zum 14. April an Herrn Lehrer Ostheim tn ©tn«’ heim gelangt fein. Im „Hotel Reuter", tn unmittelbarer Nähe des Bahnhofs gelegen, ist ein EmpfangSbureau errichtet. Hier gelangen Wohnung«- und Tischkarten zur Ausgabe Bei Eintreffen der Hauptzüge während ber VersammlmigStage stehen einige Mitglieder des Bensheimer BezirkSverkin« z» AuSkunftSertheilungen im Bahnhofe bereit. Die Lehrm'ttelan- statt I. Ehrhardt u. Co. hat fich bereit erklärt, den Besucher, der Versammlungen ihre ausgedehnten GeschästSräume zu« Zwecke ber Besichtigung von LehrmittUn zu öffnen. Der BezirkSoerein BenSheim — unterstützt durch dortige Freunde der Schule — wird alles aufbUten, den Besuchern der ver- Sammlungen den Aufenthalt in BenSheim möglichst fruchtbringend und angenehm zu gestalttu. Der Ausschuß gtebt sich deshalb der frohen Hoffnung hin, am 21. und 22. April recht viele Lehrer und Schulfreunde begrüßen zu tön en. • • Die Renformation des 168. Infanterie - Regiment- hat auch eine anderweite Neubildung der Ersatzdezirte deS GroßherzogthumS nothwendig gemacht. Stott der seitherigen zwei im Großherzogthum bestanden habenden Ober Ersatz-Comm sfionen find nunmehr drei solcher gebildet worden und zwar 1. die Ober-Ersatz Commission im Bezirk der 49. Infanterie Brigade, umfassend die Provinz Oder- heffen, Militär-Vorfitzender der Commandeur der 49. Infanterie-Brigade, Cwil-vorfitzender Großh. Regierun^raid Dr. Wagner zu Gießen - 2. die Oder Ersatz Commission L im Bezirk der 50. Infanterie-Brigade, umfastend die Proviiz Rheinhessen, Militär-Vorfitzender der Commandeur dtr 50. In- fanterie-Brigade, C'vil Vorsitzender Großh. RegierungSrath Wolf zu Mainz- 3. die Ober Ersatz-Cowrntsfion II. i» Bezirk der 50. Jnfanterie-Brrgade, umfastend die Prov-oz Starkenburg, Militär-Vorfitzender der (Sommanbtur der 25. Cavallerte Brigade, Civil Dorfitzender Großh. RegierungS- rath Dr. Kaiser zu Darmstadt. * ♦ Wetterbericht. Die Wetterlage bleibt andauernd eine unsichere. Das Minimum, welche- gestern Über England lag, ist ostwärts b!S zu den Niederlanden und Nordwest- Deutfchland vorgedrungen, hat fich jedoch beträchtlch ausgebildet. Line umfangreiche Deprestion lagert noch über bte Ost» Europa- und dem größten Theil de- Mittelmeer- gebiete-. Der hohe Druck behauptet feine Lage t« Rorb- *'"1„ eai‘" '„n«: 8““54 ..Ho»«1 i“’ ° .bitte«, not war sehr W« batten gefiagg' □ Ml" 8-rb ewl l'v »efanb M ” xer Sattr ett gdnfcr eine gnbtnftn aa Ün UtibeoMn wadli ,-noalhte Keinhl hirsigen DitSarfl »lljährlit am A Inn «rirgetverr (fclt Geber rott Vrmrintk zakom »lese« »etragei SshnrS btstiwr xrtta, 50 Mk gelangt den Bt jer'onen. Die e «rdient auch h § Äitbtt-C entgt hier und fctl hiesigen un wen en Salbt ßtjtnbtn Plana Pab-Mtia Müller gtflTÜni lein*, das in i Dar, Hai am 1. rieber eröffnet. i allen darin, Wik wird durch den 1 Verßei Säwtag den Stolmiti vtMzm ich im ■eg 11, itfltn 6a 1 Mrd, 1 Vianino, 1 $ pult, 3 Mrtl flütle, Eopbc fchrünke, 1 C 3 «farteebtud . Jtien, den 9. $ »«ich, M S Wte Henle m Fafelot ■vty laöenrein, ] ’orben, ”^ttölage ds In btv tn, 6Q6eDVau6 ein. **»? Arn 2j ^ttrlst inUtin im ®löit Dnthr von 56t Ä" «‘»«ilt: Tafr'|Btl1« ■'ä8?-1' .M'Wtt, ?. »M. ®t »ItHHaft iln S4h" WLW '*!t Wtai m ®ml ,w lme Schotten. MW« Htitttüi Mipkapatz- statl. D« oericht über die MM :r60*, ba§ die orrao. :Dtn Rechnungsjahr einen ’n wtldjtm nach dem Du t 750 Mk. an die Oben Serband Gießen hat |a :n 1800 Mk. nach Mach tl HeUchen Frchtverrii», fit angelegt ist, bttrty :ntar (SammlMtkn .-c.) Die LorstaMivabi hatte fr Sinn erster vorsihut» ittr Sorsthektder, Äafitn- Nreaovorstrher Fourier ifflttt Hüttenterger illeur, Schreiner $hi| and deS Verbände- bt- »steu und äußersten Südwesten befl Ecdtheilr. In den conti« nentalen Lagen ist der Lustdruck zwar gestiegen, seine Der« theilung jedoch unregelmäßig geblieben. Die Witterung ist in Central'Europa noch immer unbeständig und kalt mit zeitweisen Niederschlägen. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch wenig Aenderung. Romrod, 8. April. Se. Kql. Hoheit der G r o ß h e r z o g, welcher zur Zeit der Auerhahnjagd im Grebenauer Forst obliegt, traf heute Nachmittag um 3 Uhr von AiSseld kommend zu mehrstündigem Aufenthalt im hiesigen Schlöffe ein. Im Gefolge befanden sich die Herren Hofstallmeifter v. Riedesel und Leibjäger Germann. Nach Einnahme deS Thees fand die Rückkehr nach Alsfeld statt. Das Wetter war sehr schön, die öffentlichen und auch Privatgebäude hatten geflaggt. Ruppertenrod, 8. April. Am 25. August 1883 verstarb hier plötzlich der Dragoner Hugo Allendorf aus Gebstadt bei Apolda (Thüringen) infolge eines unglücklichen Schlages eines Pferdes. Die Schwadron des Verunglückten befand sich damals in unserem Orte auf dem Durchmarsch. Der Vater deS Soldaten, der mit ihm sein einziges Kind verlor, hat seit dieser Zeit in hochherziger Weise unserer Gemeinde eine Reihe von Spenden zukommen lasien, die daS Andenken aa ihn und seinen unglücklichen Sohn zu einem bleibenden machen. Zur Verschönerung unseres Friedhofes vermachte Reinhold Allendorf die Summe von 100 Mk, den hiesigen Ortsarmen ein Capital von 200 Mk., dessen Zinsen alljährlich am Weihnachtsfeste zur Vertheilung gelangen, und dem Kriegerverein hier 100 Mk. Dieser Tage hat nun der edle Geber wiederum einen Betrag von 360 Mk. unserer Gemeinde zukommen laffen, wovon 130 Mk. bezw. die Zinsen dieses Betrages zur Instandhaltung der Grabstätte seines Sohnes bestimmt find, 50 Mk. erhält der hiesige Gesangverein, 50 Mk. der Militärverein und der übrige Betrag gelangt den Bestimmungen des Spenders gemäß an Privat« Personen. Die edle Gesinnung eines solch hochherzigen Stifters verdient auch in weiteren Kreisen bekannt zu werden. § Rieder Ohmen, 8. April. Nicht weniges Aufsehen erregt hier und in der Umgegend die Selbstentleibung des hiesigen Stationsbeamten D. Derselbe hat sich in einem unweiten Walde erhängt. WaS den in den vierziger Jahren stehenden Mann zum Tode veranlaßt, ist unbekannt. Vad-Rauheim, 4. April. Das von Frau SanitätSrath Müller gegründete und geleitete Kindersanatorium „Emma heim", da- im vorigen Sommer von 53 Kindern besucht war, hat am 1. April seinen diesjährigen Sommercursus wieder eröffnet. Leidende Kinder der beffereu Stände erhalten darin, wie bekannt, eine vorzügliche Verpflegung und wird durch den Aufenthalt in der segensreich wirkenden Anstalt die kostspielige Begleitung erwachsener Familien An- grhörigen erspart. Durch die Ausbildung von Kinder- pflegerinnen und Kinder-Krankenpflegerinnen wird zugleich uubemiitellen gebildeten Damen ein neuer, in der letzten Zeit immer mehr gesuchter Erwerbszweig geschaffen. Darmstadt, 7. April. Im hohen Alter von 95 Jahren ist wohl der älteste Mann unserer Stadt, Herr Wilhelm Justus Jost, Leh,er i. P., infolge eines Schlagaufalles ge- storbcn. Der Greis war noch überaus rüstig und unternahm bis in die jüngste Zett allein Spaziergänge. Viele Jahre war er in Oppenheim thätig, wo er auch Begründer und viele Jahre laug Letter dcs dortigen Gesangvereins war. Jost war stets sehr liberal gesinnt und hatte wegen dieser Gesinnung in den Zeiten der troffen Reaktion während der 30er Jahre viel zu leiden, ja sogar Gefäogniß blieb ihm nicht erspart, er blieb aber unwandelbar seiner Ueber- zeugung treu. Seit seiner Penfiontrung hatte er seinen Wohnsitz von Oppenheim nach Darmstadt verlegt, wo er noch viele Jahre eines gesegneten Alters sich erfreute. Welch' hoher Achtung und Verehrung der Lehrerveterau in weitesten Kreisen genoß, daS wurde so recht klar, als er seinen 90. Geburtstag feierte. Sein Andenken wird bei Allen, welche ihn kannten, stets in Ehren fortleben. WormS, 7. April Die Stadtverordneten-Bersammlung genehmigte ein Ortsstatut und Poltzeiverordnung über den Betrieb der Gast- und Schankwirthfchaften, wodurch die Bedürfnißfrage ganz beseitigt und eine Concesfio- uirung nur von den allgemeinen Bestimmungen der Gewerbeordnung und der Lage und Einrichtung des zu Schank« oder Gasthauszwecken zu verwendenden LocalS abhängig gemacht w>rd. Dermales« ♦ Tettnang. 4. April. Dor mehreren Monaten erlaubte sich ein junger, beim hiesigen Oberamtsgerichte als Schreiber verwendeter Mann den Spaß, durch unbefugtes Bremsen den Localzug Tettnang-Meckenbeuren zum Stehen zu bringen- tr wurde wegen dieses Unfugs zur Anzeige gebracht. Don der Ansicht ausgehend, daß eS sich hier um die Gefährdung eines Eisenbahntransportes handle und er unter einem Jahre nicht wegkomme (thatsächlich wurde er nur mit 4 Mk. bestraft), ergriff er die Flucht. Er wurde bei Kufstein erhängt aufgefunden. * Bern, 8. April. Im Lanton Bern ist die Landschaft überall mit Schnee bedeckt. * Starker Beweis. A.: „Ihr Sohn ist Musiker? Ist tr denn auch musikalisch?" — B.: „£), sehr, der schließt sogar mit'n Violinschlüssel die HauSthüre auf." Anzeige« de* Stadt Gietze«. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 11. April. Palmarum La«»eS Butz- und Bettag. Gottesdienst I« der AsriedhofSeapelle. Vormittags SV« Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Collecte für hilfsb.dürstige, evangelische Gemeinden unseres Landes unter vorwiegend katholischer evöikerung. Im Confirmandensaal, Neustadt 61. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MatthäuSgerneinde. Pfarrer Schlosser. Vorbereitung dazu: Samstag dm 10. April, Nachmittags 3 Uhr, im Eonfirmandensaal. An der Aodauueskiride. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Schlosser. Kindergottesdienst für die JohanneSgemeinde fällt aus. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey Collecte für hilfsbedürftige, eoang'lifche Gemeinden unseres Landes unter vorwiegend katholischer Bevölkerung. Am Gründonnerstag Abend« 8 Uhr Beichte und hei igeS Abendmahl; am Charfreitag Beichte und heiliges Abendmadl im Vormittagsgottesdienst; jedesmal für alle vier Gemeinden. Katholische Gemeinde. Samstag, den 10. April: Nachmittags von 3—6 Uhr und Abends vor und nach der Predigt Gelegenheit zur hl. Beichte; Abend« um 8 Uhr Predigt. Sonntag den 11. April. Vormittags von 6 Ubr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 6Vs Uhr erste hl. Meffe; , um 7V9 Uhr Austheilung der hl. Communion; , um 8 Uhr zweit: bl. Messe; , um 9 Uhr Palmweihe. Die Palmen müffen vorher ta die Sakristei gebracht werden; „ um 9V< Uhr Hochamt mit Predigt. Schluß- ««d Abschieds-Vortrag des P. Cyprian. Nachmittags um 5V3 Uhr Predigt; darauf Faftenandacht. Montag, Dienstag und Mittwoch ist die erste hl- Meffe um 7, die zweite um 7Vt Uhr. ___ GotteMeufi der israelitischen Religionsgesellschast. Freitag Abend 6« Uhr, Samstag Vormittag 8” Uhr, Predigt, Nachmittag 380 Uhr, SabbathauSgang 7« Uhr. Nachmittag 2« Uhr SchrifterklLrrrng in der Synagoge. Wochengottesdienst Morgens 630 Uhr, Abends 6M Uhr. Unsere Lieblinge essen es gern. Ein nahrhaftes und liebliches Gericht läßt fich leicht durch einfaches Kochen der Milch mit Mondamin bereiten. Eine solche Nahrung ist leicht verdaulich und reizt durch den eigenen Wohlgeschmack deS Mondamin Kinder und Kranke zu öfterem Genutz. 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