iiinb. k,‘' 8 »!„, N-itkq Egaler 444 n«ar: L'ontrrt ^•ÜailtrlDiiitie” *ten U11(t ZL.KZ 8al L, $' H unk nh£t 30 M Januar, Hessen Lahntzein * Vorstand. sfest Vilderu Ab-nds 8 Mr. und vorn Vorstand ei» igenen Familie werbe», i nnb onjnlegen. 455 enkelter. liN-KtUMM lanische We’ne direct bezefl811' ! ärztlicher Seite em- pfbhJeB, n Äs“* liener «»**"' ——■ fein»! spanischen * wie »’th 1Utschen Cognac- —■** Rhei**,,. .„nelheW»'- «0thW61 ’ *' g «ueluwii") lochheimer * OBI Mo**,, ,i ß ,n ■ Rr« 8 Zweites Blatt. Sonntag den W Januar Der Gletzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener Aamitienvtälter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Wehmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. 1SO7 Vierteljähriger Aöonnementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schukstraße Kr.7. Fernsprecher 51. Zlints- «nd Anzeigeblatt für den "Kreis Giefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage; Gießener IamilienbläLter. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffenb die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1897. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Frühjahr 1897 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meldung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. Februar 1897 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe- riellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs - Com- Mission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Grohherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffe angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein- r. ein Uubeschollenheitszeuguiß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist,- d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. -d. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtouheitszeuguiß beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden .gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt ihr. 27 von 1894) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf specielle Ladung kann nicht gerechnet -«erden. Darmstadt, den 28. D cember 1896. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Kayser, Regierungs-Rach. ~ Bekanntmachung, betreffend: die Ausführung kies BauunfalloerficherungsgesetzeS vom 11. Juli 1887. Die nachstehenden Bekanntmachungen deS Großh. Ministeriums des Innern vom 11. December v. I. und des Reichsversicherungsamtes vom 5. December v. I. bringen wir hiermit zur Kenntniß der Betheiligten. Gießen, den 6. Januar 1897. GroßherzogltcheS KretSamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, bte Ausführung des BauunfallverficherungsgefetzeS, hier den Prämientarif für die Versicherungsanstalten der Heffen- Raflauifchen BaugewerkS-Berufsgenoffenfchaft und der Tiefbau- Berufsgenoffenschaft betreffend. Die im Auszug abgedruckte Bekanntmachung deS Reichs- versicherungsamtS vom 5. December l. I. bringen wir mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachungen vom 5. December 1893 und vom 18. September 1894 (Regierungsblatt Beilage Rr.31 von 1893 und Nr. 26 von 1894) hiermit zur öffent- ltchen Kenntniß. Darmstadt, den 11. December 1896. GroßherzogltcheS Ministerium deS Innern. Finger. Best. Bekanntmachung. Auf Grund des § 24 deS Bauunfallversicherungsgesetzes vom 11. Juli 1887 (Reichsgesetzblatt Seite 287 ff.) wird der nach Anhörung der GenoffenschaftSvorstände von dem ReichSverficherungSamt mit Wirkung vom 1. Januar 1897 festgesetzte Prämientarif für die Versicherungsanstalt der Heffen-Naffauifchen BaugewerkS-BerufSgenoffenschaft zu Frankfurt a. M. nachstehend bekannt gemacht. Für die Versicherungsanstalt der Tiefbau Berufsgenoffen- schaft bleibt der jetzt bestehende Tarif, abgedruckt in Beilage Nr. 31 deS Regierungsblatts von 1893, über den 1. Januar 1897 hinaus bis auf Weiteres in Kraft. Berlin, den 5. December 1896. DaS ReichSverficherungSamt. (gez.) Dr. Bödikrr. Prämientarif für die Versicherungsanstalt der Heffen-Naffauifchen Bau- gewerkS-BerufSgenoffeuschaft. Gültig für das Jahr 1897 uud folgende. । Lausende Nr. || Gefahrenklassen. tg Lohnprocente, S welche als 2 Prämie zu entrichten 2- find. Betrag der für jede Z angefangene halbe 5 Mark deS in Betracht 2. kommenden Lohnes zu ” entrichtenden Prämie. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12 13 14 15 16. 17 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25 26. 27. 28. 29 30. 31 ^Gefahrenklasse A. Ofensetzer; Siubenbohner. Gefahrenklasse B. Tapezierer; Glaser; Architekten, Ingenieure, Bausührer, Bautechntker, Bauwächter.; Gefahrenklasse C. Baulackirer, Baua> streicher, Weißbinder, Verputzer, Baumalcr, Gypser, Tüncher, Kunst- und Decorationsmaler; Stuckateure; Bühnenbauarbeiter; Aspbaltirer, Steinsetzer (Pflasterer); Bauschreiner. Gefahrenklasse D. Einrichter von GaS- und Wasseraulagen; Steinmetzen und Steinhauer; Bauschlosser; Ziegelei- und Kalkbrennereiarbeiten (Handbetrieb); Bauklempner. Gefahrenklasse E. Schiffsbauer; Maurer; Schornsteinfeger. Gefahrenklaffe F. Zimmerer; Bauunternebmungs- und Bauunter- haltungs-(Bauleitungs-)Arbeiten; Anbringung, Abnahme, Verlegung und Reparatur von Blitzableitern. Gefahrenklasse G. Mühlenbauer;' Brunnenmacher; Schornsteinbauer; Erd- und Grundarbeiten. Gefahrenkaffe H. Kies-, Lehm-, Mergel-, Sand- und Thongräberei; Dachdecker; Steinbrecher, Steinsprenger; Fuhrwerks- und Transportarbeiten. Gefahrenklasse I. Arbeiter zur Bedienung von Dampfkesseln, Kraftmaschinen und von Arbeitsmaschinen rc; Abbrucharbeiter. 2 3 4 5'. 68/4 8 9 10 12 1 17: 2 2«/g 3»/8 4 47: 5 6 Sonstige Bestimmungen. Hinfichtlich der in dem vorstehenden Prämieutarif nicht besonders aufgeführten Arten von Arbeiten (Nebenarbeiten) ist zunächst festzustellen, ob die Arbeit in dem berufSgenoffen- schastlichen Gefahrentartf aufgesührt worden ist. Trifft dies zu, so ist für die Arbeit die der betreffenden Gefahrenklaffe | des GefahrentarlfS entsprechende Prämie zu entrichten. Für alle übrigen im Gefahren- und Prämieutarif nicht aufgesührten ! Bauarbeiten ist der Prämiensatz der vorstebend-n Klaffe E mit 3% Pfennig für jede angesangene halbe Mark des ia Betracht kommenden Lohnes maßgebend. Festgesetzt gemäß § 24 des Gesetzes, betreffend die Unfallversicherung der bei Bauten beschäftigten Personen, vom 11. Juli 1887 (R-ichSgeletzblatt Seite 287). Berlin, den 5 December 1896. Das Reichsversicherungsamt, (aez.) Dr. Bödtker. Bekanntmachung, die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugniffen betreffend. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig-freiwillige« Dienst nachfuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs- Commission nur dann einzureichen, wem der sich Meldende im Großherzogthum gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen- (Wenn z B. mit Rücksicht auf das Lebensalter die Einreichung des Gesuchs nicht weiter hinausgeschoben, das vorschriftsmäßige Schulzeugniß aber erst am Schluffe des Schuljahres ausgestellt werden kann.) In solchen Fällen ist in dem Gesuch anzugeben, daß das Schulzeugniß bis 1. April nachfolgen werde. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden- Auch ist die nähere Adresse anzugeben. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburtszeugniß; d) Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer eisjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Real- gymnasien, Ober-Realschulen, Progymnasten, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürgerschulen und sonstigen militärberechtigten Anstalten) durch den Director der Anstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d) das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt fein muß. Zu pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugniffe für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugniffe für die Prima der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen, sämmtltch nach Muster 18 zur Wehr - Ordnung vom 22. November 1888 — Reg. - Bl. Nr. 27 von 1894 — ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehr-Ordnung verwiesen. Großh. Prüfungs - Commission für Einjährig-Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Kayser. ♦ Die Berliner Brodsabrik, Acttengesellschaft, wurde von dem Handelsmtnrster nuf Antrag der Preisjury der Berliner Gewerbe-Ausftcllung für ihre gewerblichen Leistungen auf dem Gebiete b?r R oggenmülleret durch Verleihung der silbernen Staatsmedaille auSg-zeichnet. Feuilleton. Eine Spazierfahrt nach Norwegen Reiseerlebnisse von Joseph Kahn, Ranstadt (Oberhtssen). Die folgende Schilderung meiner Erlebnisse auf einer vergnügung-reife nach dem Norden beansprucht für fich, bloS eine flüchtige Wiederholung der Eindrücke einer reizenden und manchesmal belehrenden Fahrt zu sein — nicht mehr und nicht weniger. Ich habe in dem kurzen Zeitraum von achtzehn Tagen viel gesehen und auch manche- gelernt, dennoch muß ich etngestehen, daß ich auch viele Theile Norwegen- und wa- seine Bewohner betrifft, nicht einmal durch die vorübergehendste Berührung, mit eigenen Augen und durch Selbfterfahrung habe kennen gelernt. Doch der Eindrücke waren so viele, die ich mit nach Hause brachte, daß ich die Ueberzeugung gewonnen habe, sie werden, wenn auch in dieser unvollkommenen Wetie, wie eS mir nur möglich ist, sie darzubieten, auch Anderen einige- bieten, da- nicht ohne In« tereffe sein wird. Ich werde den Leser nicht mit vielen geographischen Auszählungen ermüden, auch verzichte ich darauf, Dinge zu erzählen, die man zur Genüge in Büchern über Völker- und Länderkunde findet. In einfacher und schlichter Art habe ich niedergeschriebrn, waS ich in einem fremden Lande gesehen, gehört und empfunden habe. Kurz und gut, ich will in ernster und auch manchmal heiterer Manier erzählen, wie mir- da draußen girg Ich will den Lesern ein Land und deffen Bewohner vorsühren, welche vrrhältnißmäßig unter uns noch wenig bekannt sein dürften. Uud dann betrachte Ich eS al- einen Tdetl der Reise, daß man dieselbe nach der Vollendung entweder mündlich oder auf diese Weise wieder« gibt. Das bildet gewtffermaßen der Nachtisch eine- Mittag- effrns. Die schönste Tour kann wenig Wertb für den Menschen haben, wenn er fie mit dem Mantel des Schweigen- bedecken muß. In den letzteren Jahren hat ein großer Theil unserer reiselustigen Bevölkerung den hohen Norden zum zeitweiligen Aufenthalt gewählt. Unser Kaiser weiß seine Naturschön- beiten zu schätzen, denn fast jeden Sommer macht er eine Rordland-fahrt. Wer ging früher nach Norwegen? Theodor Mügge war einer der ersten, der die Reize jener Landschaften erkannte, und in seinem Romane „Afraja" begegnen wir den herrlichsten Schilderungen der Berge, der Seen, der Thäler und der Menschen. Während meine- langjährigen Auf« enthalt- in Amerika fand ich ost Gelegenheit, den schönen Wuchs, die Helle Gesichtsfarbe und die flachsigen Haare der norwegischen Männer und Frauen zu bewundern, nicht minder die Zäh'gkeit und Ausdauer derselben. Welche Kräfte in jenem Volksstamme liegen, beweist entschieden sein Erfolg in Amerika. Dort hat er, wo vor dreißig Jahren noch der Indianer den Büffel jagte, die schönsten Städte gebaut, wie z. B. St. Paul und Minneapolis, die b bi- 200,000 Einwohner zählen, fast alle Scandtaavter. Die stolzesten und solidesten Gebäude haben sie dort auf- gesührt, die größten und bedeutendsten Geschäfte liegen in ihren Händen, Leute, die einst mittellos ihre Heimath Der ließen. Der Norweger hat fich die nördlich gelegenen Staaten, wie Michigan und Minnesota, durch sein Vertrautsein mit dem kalten Klima fast ganz erobert, den großen Holzhandel monopolistrt er, die coloffalen Sägemühlen beschäftigen fast nur Männer vom Norden, tausende ziehen im Winter in die Wälder hinaus, um Bäume zu fällen, den Handel mit Hauten und Pelzen hat er sich fast ganz angeeignet. Amerika paßt dem Norweger, denn er liebt die Freiheit, er ist Republikaner durch uud durch. Als ich in einer Zeitung von einer geplanten Exoelition dorthin la-, erwachte in wir die schlummernde Sehnsucht aufs Reue. Die Tour war vorzüglich für Lehrer bestimmt, doch waren Laien nicht ausgeschlossen. DaS Programm war reichhaltig genug, es versprach, daß wir in acht Städte etnkehren sollien, daß die ganze Reise ab Stettin achtzehn Tage dauern würde, und daß wir in dieser Zett circa 3800 Kilometer zurückzulegen hätten. Norwegen wird bekanntlich von einer hohen Gebirgskette durchzogen, die Kjölen genannt wird oder die nordischen Alpen. Die Schönheit bildet eben diese- Gebirge und seine Zerklüftungen im Westen am Meere. Man findet hier eine Menge Einschnitte, Fjörden genannt. Dieser Theil von Norwegen, und er ist der interessanteste, wa- Naturschönheiten betrifft, war der für unsere Tour auserlesene. Ich reiste also eine- Tage- mit einem kleinen Handkoffer und einem großen Schirme von Frankfurt über Berlin nach dem alten, ächt preußischen Stettin. Am 3. Juli 1892, um */,2 Uhr Nachmittags, dampfte eine Gesellschaft, au- 22 Lehrern und einigen Laten bestehend, auf dem dänischen Schiffe „AxelhuuS" ab. Das Schiffscommando führte ein alter Norwege NamenS Goll, unser Leiter und Führer war der Lehrer Bandlo von TriebseeS, Pommern. DaS Wetter war bei unserer Abfahrt herrlich, der Himmel war unbewölkt, die Sonne schien recht heiß, und mir kam eS vor, als thue sie daS absichtlich, damit wir im frostigen Norden um so öfter an fie zurückdenken sollten. Wie waren die Wellen so glatt, fie sahen fich an wie eine große Fläche Seide. Zart und leicht tanzte unser kleine- Schiff an den Vororten vorüber. Wenn ich sage „klein", so meine ich im Vergleiche zu den transatlantischen Dampfern, den» unser „AxelhuuS" war 80 Meter lang uud 12 Meter breit, also immer kein Spielzeug. Wir fuhren an der Werft „Vulkan" vorbei, betrachtetem den kaiserlichen Waff.rpalast „Hohenzollern", herrliche Villa« wechselten ab mit Cementfabrikcn uud Sägewühlen, dann hielten wir un- ein halbe- Stündchen im schönen Badeorte Swtnemünde auf, sahen nachher von ferne die Insel Rügen mit ihrem Kreidefelsen und ihrem hohen, weit sichtbaren Leuchtthurm, dann lebe wohl, liebe deutsche Heimath, wir steuern langsam, aber gemüihltch deinem Nachbarn zu. Vou jetzt an bi- zur dänischen Hauptstadt ist die Scenerte eine sehr eintönige. Wir haben deßhalb Zeit, miteinander bekannt zu werden. O, diese Schiff-bekanntschaften! Man gewöhnt sich so schnell aneinander, sieht sich jeden Tag, ja fast zu jeder Stunde, denn man kann sich mit dem besten Willen nicht gut au- dem Wege gehen, wird sehr befreundet, dutzt fich sogar, verspricht, später Briefe zu wechseln, — bis endlich der böse Anker zum letztenwale auf dieser Reise in de- Wasser- Tiefe hinuntergeleiert wird — und mit «hm die ewige Freundschaft. Gewöhnlich scheidet man aus Nimmer» Wiedersehen. Also einstweilen gegenseitige formelle Vor« stellung. Dabei erzählt man sich allerhand und verwechselt gewöhnlich dabei die Namen der Angeredeten, wa- später natürlich seltener und lange vor Schluß der Reise gar nicht mehr vorkommt. Die Operngläser richteten fich nach allen Himmelsgegenden. Kleine Kinder können richt neugieriger sein. Wir schweben zwischen Ferngläsern und Bädrkern. Natürlich muß man so ein roth angestrichenes Buch haben, um al- echter Tourist zu gelten. Ich hatte vernachlässigt, wir einen solchen dickleibigen Führer anzuschaffen, da ich vorziehe, weine Reiieerfahrungen persönlich zu machen. D e meisten Mitglieder unserer Gesellschaft waren humoristisch angelegt. Da war z. B. vr. Zurmann, ein practtschcr Arzt au- dem Pommerischen, Herr Rosenstedt, Vater eine- Waisenhauses, Herr Schönhals aus Dresden, mit einem Dialekte, den er al- Paß mit fich herumtragen konnte, dann Bodow, Lehrer einer landwirthschastl'chen Schule, W ü r n er, Lehrer in Mittenfeld, t ie zwei Berliner, S ch n e i.d e r und Müller. Diese zwei Herren waren eS haupisächlich, die den Humor zur Geltung brachten. S!e bew tzelien alle- nach Berliner Schusterjungen-Wetse. Bodow war der Säuger. Beim Anblick deö Meeres sang er: „Im Wald und auf der Haide". Nur im Kattegat, wo eS ziemlich stürmisch herging, hörte ich von ihm da- melancholische „Ich weiß nicht, waS soll eS bedeuten". Am meisten amüsirte mich Würner, der stets von Politik sprach und sehr nercös wurde, wenn Jemand seinen BtSmarck Cultus nicht iheilen wollte. (Fortsetzung folgt.) Bekanntmachung. Laut Gesellschaftsvertrag vom 23. November 1896 hat sich mit Wirkung vom 1. Januar 1897 ab unter der Firma „Spar- und Darlehenskasse, Actiengesellschaft zu Steinbach" mit dem Sitze in Steinbach eine Actiengesellschaft gebildet, deren Eintragung in unser Handelsregister erfolgt ist. Gegenstand des Unternehmens ist die Uebernahme und Fortführung 1)28 seit 1. März 1865 in Steinbach unter der Firma „Spar- und Vor- schußverein zu Steinbach, E. G." bestehenden Geschäftes, Verabreichung von Darlehen und Gewährung von Hypotheken, Erwerb von Kaufschillingen, Empfang von Darlehen (Förderung von Credit und Erwerb). Das Grundcapital beträgt 20000 Mk. und ist in 20 auf den Namen lautende Actien von je 1000 Mk. eingetheilt. Der Vorstand bestehl, wenn nicht dieGeneral- versammlung, welche ihn auf die Dauer von je 6 Jahren wählt, ein anderes bestimmt, aus fünf Mitgliedern. Der Vorstand zeichnet mit seiner Namens^ Unterschrift unter der Firma der Gesellschaft. Zu gültigen Zeichnungen ist die Unterschrift von mindestens zwei Vorstandsmitgliedern erforderlich. Die Berufung der Generalversamm!ung erfolgt durch den Vorstand, soweit nicht nach dem Gesetze dazu auch andere Personen berufen sind und zwar mittels öffentlicher Bekanntmachung unter Angabe der Tagesordnung, welch' letztere auch in die außerdem vorgeschriebene besondere schriftliche Einladung an die einzelnen Actionäre aufzunehmen ist. Die von der Gesellschaft ausgehenden Bekanntmachungen werden mit der Firma der Gesellschaft als Ueberschrift und mit der Unterschrift „Der Vorstand" oder „Der Aussichtsrath" erlassen und zwar im „Deutschen Reichsanzeiger". Die Gründer der Gesellschaft, welche alle Actien übernommen haben, sind: 1. Ludwig Gerhard I. in Steinbach, 2. Karl Gerhard III., daselbst, 3. Philipp Haas L, daselbst, 4. Hans Heinrich Haas, daselbst, 5. Heinrich Haas XIII., daselbst, 6. Karl Haas III., daselbst, 7. Ludwig Horn IV., daselbst, 8. Karl Krämer IV., daselbst, 9. Johannes Mohr, daselbst, 10. August Prätorius in Gießen, 11. Hans Heinrich Walb in Steinbach, 12. Karl Gerhard IV., daselbst, 13. Ludwig Krämer I., daselbst, 14. Heinrich Rotb, daselbst, 15. Karl Balser II.. daselbst, 16. Heinrich Horn VI., daselbst, 17. Karl Horn I., daselbst, 18. Philipp Haas VI., daselbst, 19. Heinrich Krämer VII., daselbst, 20. Karl Horn VII , daselbst. Mitglieder des Aufsichlsraths sind: 1. Heinrich Krämer VII., 2. Karl Haas III., 3. Ludwig Horn IV., 4. Karl Krämer IV., 5. Hans Heinrich Walb, 6. Karl Balser II. — alle in Steinbach. Die erforderliche Prüfung des Gründungshergangs hat stattgefunden, er von den bestellten Revisoren, den Herren Bankvorstand v. Jungenfeld und Handelskammersecretär Gros, erstattete Prüfungsbericht befindet sich, dem Publikum zugänglich, bei unseren Acten. Gießen, den 2. Januar 1897. 445 Großherzogliches Amtsgericht. _________________ Neuenhagen.__ Bekanntmachung. Die Rechnung der Stadt Gießen pro 1895/96 nebst Verwalturigs- bericht, sowie die Rechnung des städtischen Gas- und Wasserwerks pro 1895/96 liegen in Gemäßheit des Art. 87 der Städteordnung während acht Tagen auf dem Bürgermeisterei-Büreau — Zimmer Nr. 15 — zu Jedermanns Einsicht offen. Gießen, den 8. Januar 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________________Gnauth._________________ 413 Spar- und Leihkasse Giessen. Nachdem uns auch in diesem Jahre wieder ein Betrag zur Ver- fügung gestellt worden ist, um im nächsten Sommer eine Anzahl armer scrophulöser Kinder in der Kiuderheilanftalt zu Bad- Nauheim unterbringen zu können, werden alle diejenigen Bewohner des Sparkassenbezirks Gießen, welche solche kranke Kinder haben und nicht selbst in der Lage sind, die Kosten bestreiten zu können, aufgefordert, sich bei ihrem Pfarramt oder der Bürgermeisterei baldigst zu melden. Bei der Anmeldung ist ein ärztliches Zeugniß vorzulegen, in welcher die Roth' wendigkeit einer Badekur bescheinigt sein muß. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Kindern, welche bereits aus Kosten der Sparkasse eine Badekur durchgemacht haben, die Kosten für eine weitere Kur bewilligt werden können. Die Pfarrämter und Bürgermeistereien ersuchen wir, uns die einlaufenden Meldungen mit den ärztlichen Attesten und einer Bescheinigung über die Bedürftigkeit der betreffenden Eltern bis längstens Ende Januar k. I. zusenden zu wollen. Gießen, am 8. December 1896. Die Direction des Spar- und Leihkassevereins. _______________________I. E.: Wiener.____________________150 Petrimarkt zu Büdingen am 23. und 24. Februar 1897. Vttloosung vou Vieh, landw. Kttäthen uud Gebrauchg- gegkußäuden uud Wniiirung von Vieh. Ziehung am 24. Aebruar a. c. im Aathhaussaate zu Mdingeu. ES kommen zrr Verloosung: 1 Erster Hauptgewinn im Wertbe von Mk. 800, 5 weitere lebende G Winne im G-sarnmtwerlhe von Mk. 600, 144 weitere Gewinne im Gesamrntwerthe von Mk. 600. Im (Samen werden 50(0 Loose ä 50 Pig. ausgegeben und ist der Verkauf für die Provinz Oberhtssen genehmigt Der Generaloertrieb der Loose ist Herrn Hofbuchhändler Heinrtiv Gberling in Büdingen übertragen und beliebe man Bestellungen auf Loose sowie bezügliche Anfragen an diesen Herrn zu richten. Großherzogliche Bürgermeisterei Büdingen. 446 __Knaf.________________ ■ ■ I ■ in jeder beliebigen Schriftart und Kartoneorte werdet 1 B | ft BWft v £4 ft zu mäeeigen Preisen angefertigt in der V lullndll lull Brühl’schen Univ.-Druckerei (Pietsch & Scheyda Schuletraeee 1. MttiwoL» den 20. Januar 1897, Vormittags 11 Uhr, soll im Garnison- Lazareth Gießen die Lieferung der für das Jahr 1897/93 erforderlichen Ber- pflegungsbedürsuisse und die Abnahme der gewonnenen Brotreste, Küchenabfälle und Knochen verdungen werden. Die Bedingungen sind während der Dienststunden im Geschäftszimmer deS Lazaretbs einzuseben 427 Grotzd. Garnison Lazareth. Srchh fjtffifdje Atgatsnlknbahnkn Verdingung der Anfertign' a und Ausstellung von cirea 85000 Hdm Holzeinfriediguvgen für die »««- baulinien Ariedberg-Hrrngeu «nd Beienheim-Nidda im Ganze« oder «ach de« 7 Bauloose« getrennt. Die Bedingungen sammt Zeichnung sind im Bureauztmmer Nr. 3 der unterzeichneten Behörde in Gießen (Frankfurterstraße 64) einzusehen oder von da zu beziehen gegen postfreie Einsendung von 1 Mark 80 Psg.; auch einzelne Stücke werden daselbst abgegeben gegen Entrichtung von 10 Pfg. für jeden Acten- bogen, bezw für jedes Artenblatt, und von von 50 Psg. für die Zeichnung. Angebote si d postsret und unter entsprechender Aufschrift an die unterz-ichnete Behörde bis zum Eröffnungs-Termin Montag de« 18. Januar 1897, Nachmittags 3 Uhr, einzureichen- Zuschlagsfrist vier Wochen. Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Oberhessen. 156 8roßh. Kksßlche Itoalskiskudahnk^ Verdingung der Lieferung und Befestigung der eirea 50 Stück hölzernen Brückenschwellen und eirea 130 qm Gedeckbohlen für die drei eisernen Ueberbauten der Reubaulinie Beienheim — Nidda im Ganzen oder nach Bauwerke» getrennt. Die Bedingungen sammt Zeichnungen sind im Bureauzimmer Nr. 3 der unterzeichneten Behörde in Gießen (Franksurter- straße 64) einzuseben oder von da zu beziehen gegen postfreie Einsendung von 4 Mark 90 Pfg.; auch einzelne Stücke werden daselbst abgegeb n gegen Entrichtung von 10 Pfg für jeden Acten- bogen, bezw. für jede- Actenblatt, und von 1 Mk. für jede Zeichnung in Normalformat, bezw 2 Mark für eine solche in Dopp-lnormolformat. Angebote sind postfrei und unter entsprechender Aufschrift an die unterzeichnete Behörde bis zum Eröffnungs Termin Montag de« 18. Jauuar 1897, Mittags 12 Ubr, einzureichen Zuschlagsfrist zwei Wochen. Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in Oberhesien. 158 Selo Der leih dem ast Dievstas Cormitt; Mgrrnm ft. l» - werden. Meße Srobherzo Ver Mittw »erben aui berg 57 v IlSKie 45 cm Du Länge mit 8 Stämme ju Eichen: md 8 mß Radellp 1420 Wellet Mniniei lauf dem Wc !Nahliimlerh Nähere A wiegen, Großh. Ol Holz! Tonnet 1897, von - BoO im Ann, den Abtheilm mnd 3 Teinpe mrsteignt roe A. Bau- 107 Eichet Dual 91,80 22 Fichtei Durch! 8,77 f 15 Fichten Länge, 6 rm Eic B. i tl29-6 rm Eicf 49 rm tziä ■1850 Eichel 820 AadelH «0 rm Eich 8 rm Naf «wrtt ®it «tat!» unh e, yWtfrneife i *2'"6« »au^i ?’"•»■ bt" । ** Ne fest Hi,er’*"« Inti.;, 1 °en s ^gliche- j ®ei f lw 1««» «tut 6le cvn, ,ö^ortt >. Ä> Rutsche AbS? , Z ”,* 1- |U ÄJ “Ä! Re fotmtttt b011 JQDb und vrwrchsell ^rrrdktro, war kl ;™*‘Ä *"’« fit na4 gtiin S™ ™‘ eibtlm. fffr »“Mita, W halte vkrvachlzfflL! Ä*‘ T* wotitn. Dr °°lk ro«in hmoristijq ®°DD/ ein praeter r«®ltnfttbt, Cater °16 °US Dnrdtv, Wil ^««tragen tonnte, vKWaWul Schuir, or^nliuer, Schnei,der iren e8 havp^sachlich,' blt b!e btto tzelten aller 8oboto war brr Sänger. *3® Wald unb ans der emlid) ftürwisch herging, U „Ich weih nicht, war tüfirle wich ffiüintr, bei hcö6 worbe, wenn Je> lheilen wollte. lßt.) IlicheAnzeigenj bra 10. ^axmat 1807, 1 Ubt, soll im Gainison- fccn die Liesenma btt iür »jfi triorderiichen 8tri MniRt unb bk Abnahme rtn Brotrtste. KilchmbMe otrbunfltn werben, ngungtn finb während btt n im «tfWImmtt bei nnftben. a ;b. »oraisov rorattid. Mk AtckkisklibOll. l«adNvvferttßvoaanb ,vov dw860U0 im™ idigvvgM für MtRw ^itddtrß-Hrrngeu tm> -Ribba iutzamm -btt f Beulioftti Smm<*3 bei unter. driteinSitßrnlFranktuttn. in (Hieben ober wn ba u Äde MenbunsM P'o auch dmtlne W dbft abgegeben ff » ::Viä*5 i Zllhr, einznreichen. ÄxS ober «•" ^ganßtn fam^l3S*^ KKr «rtJA» '«“tferlfi"!, W' ,’V»X S5S--S. Hrofil;. Kklßschk Sfaafstifruboljntn. Berdiugung der Lieferung und vefefligung der circa 200 Stück dSlzern-n ®rätvcacn und circa 700 qm Wtl>«fbobicn für den Rofentdal viaduct dei Friedberg der Reudanlinie Ariedberg — Hungen. Die Bedingungen sammt Zeichnung sind im B'ireauzimmer Nr 3 der unterzeichneten Behörde in Gießen (Fr ankfurter- straße 64) einzuseben oder von da zu beziehen gegen postfreie Einsendung von 1 Mark 70 Pfg; auch einzelne Stücke we'den daselbst abgegeben gegen Entrichtung von 10 Pfg. für jeden Acten bogen, bezw. für jedes Actenblatt, und von 1 Mark für b'e Zeichnung. Angebote find postfrei und unter ent» sprechender Au'schrift an die unterzeichnete Behörde bis zum Eröffiungs-Termin Montag den 18. Januar 1897, Bormi'iags 11 Uhr, einzureichen Zuschlagsfrist vier Wochen. Großh. Baubehörde für Nebenbahnen ____________in Oberbesten-__________157 Bekanntmachung. Der leihfällige Keller unter dem alten Rathhanse soll Dienstag den L2. d. Mts., Vormittags IO Uhr, auf dem Bürgermeisterei-Bureau — Zimmer Ar. 15 — anderw it verpachtet werden. Gießen, den 8. Januar 1897. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 441 Holz-Versteigerung. Mittwoch den 13. Januar werden aus dem District Buchenberg 57 versteigert: 112 Kiefernstämme von 22 bis 45 cm Durchmesser, 5 bis 14 m Länge mit 81,32 fm; hiervon mehrere Stämme zu Schnittholz geeignet. Eichen: 2 rm Knüppel, 50 Wellen und 3 rm Stöcke. Nadelholz: 68 rm Knüppel, 1420 Wellen, 38 rm Stöcke. Zusammenkunft Morgens 9*/2 Uhr ouf dem Watzenborner Weg bei dem Bahnwärterhaus. Nähere Auskunft erttzeilt Großh Forstwart Schlag zu Baumgarten. Gießen, den 2. Januar 1897. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. _________Heyer.__________226 Holzversteigerung. Donnerstag den 14. Januar 1897, von Vormittags 9^ Uhr an, soll im Anne rüder Gemeindewald, in beit Abteilungen 2 Garbenteicherthei! und 3 Tempel, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau- und Werkholz: 107 Eichenstämme, 30—71 cm Durchm., 4—12 m Länge, 91,80 fm haltend, 22 Fichtenftämme, 15—29 cm Durchm., 10 — 15 m Länge, 8,77 fm haltend, 15 Fichten-Derbstangen, bis 14 m Länge, 2,17 fm haltend, 5 rm Eichen-Nutzscheitholz. B. Brennholz: 129,6 rm Eichen-Scheitholz, 49 rm Eichen« u. Nadel Knüppel, 1850 Eichen-Wellen, 320 Nadel-Wellen, 60 rm Eichen-Stockholz, 8 rm Nadel-Stockholz. Bemerkt wird, daß das Eichen- Stammholz sich größtentheils zu Schnitt- und Schwellenholz eignet. Die Zusammenkunft ist in der Tempelschneise beim alten Pflanz garten bei Bauholz Nr. 1. Annerod, den 8. Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 429 Versteigerung. Die zur ^r. Frey'schen Eoncurs- mffe gehörige, in Gemarkung Lollar gelegene Mühle soll auf Antrag See Eoncursoerwalters und des Släubiger-Ausschuffes Donnerstag den 21. d. Mts., Nachmittags 2V3 Uhr, »ns dem Rathhaus dahier einer letzten Versteigerung ausgesetzt werden. Lollar, den 8. Januar 1897. NroßherzoglicheS Ortsgericht Lollar. E. Geißler. 440 Holzversteigerung im Wiesecker Gemeindewald. Dienstag den 12. Januar 1897, Vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Wiesecker Gemeindewald, im District Heide, ver« steigert werden: 49 Nadelstämme mit 24,52 fm, 167 rm Nadel-Scheitholz, 80 „ „ Knüppelholz, 26 „ „ Stockholz, 3016 Wellen Nadel-Reisig. Die Zusammenkunft ist an der Straße nach Daubringen. Wieseck, am 4. Januar 1897. Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck. 280 Sommerlad. Holzversteigerung. Montag den 11. und Dierrs tag den 12. Januar, jeoesmal des Morgens von 9 Uhr an, soll in dem Reiskirchener Gemeinde wald, Districten Schäferschneise und Fuchsbau, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 166,24 fm Bau« und Nutzholz, 3 rm Buchenscheiter, 5 „ Eichenknüppel, 193,4 rm Nadelknüppel, 38,2 hundert Nalnlwellen, 20,6 rm Nadelstöcke. Bemerkt wird, daß das Brennholz am ersten Tag, und das Bauholz am zweiten Tag zur Versteigerung kommt und daß sich unter dem Bauholz 97 Kiefernstämme befinden, welche sich zu schönen Balken eignen und das übrige größtentheils zu schönen Fichten- sparren und Rüststangen und eine Länge bis zu 23 m haben; auch find darunter schöne Fichtenstämme bis zu 25 m Länge und 15—34 cm mittleren Durchmesser. Die Zusammenkunft ist jedesmal in der Tränke beim Fuchsbcu. Reiskirchen, 5. Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen _________Wagner.______345 Donnerstag den 14. Januar d. I. kommen in hiesiger Waldung zur Versteigerung: 361 Kiefern-Stämme von 16—38 cm Durchmesser, 6—13 in lang, 120,47 fm. 17 Eichen-Stämme von 22—36 cm Durchm., 4—8 m lang, 3,85 fm. 1 Birken-Stammv 23 cm Durchm., 8 m lang, 0.33 fm. Der Anfang ist Vormittags 9l/zUhr im District Pfingsthain und wird fortgesetzt im District Oberholz. Zusammenkunft beim Steinbruch am Münzenberger Weg. Bellersheim, am 7. Januar 1897. Der Markmeister: 428_________Bopp.__________ Holzversteigerung Mittwoch den 13. Januar l. I., Vormittags 9 Uhr an fangend, werden in den Waldungen rer Gemeinde Allendorf a. d. Lumda, District Lehmgrube, Thal rc. folgende Holzsortimcnle versteigert: 226 Nadel-Stämme mit 91,70 fm, 76 „ Derbstangen „ 6,40 „ 677 „ Reisslängen „ 10,60 „ 5 rm Nadel-Scheitholz, 250 „ Nadel-Knüppelholz, 13100 Wellen Nadel Reisholz. Das Brennholz im District Keuls- köppel wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt. Zusammenkunft im District Laus Hppel bei Nr. 2111. Allendorf a.d.Lda., 8. Januar 1897. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. Lda. Rein. 438 Empfehlungen. Schlittschuhe in allen Größen und Systemen, wieder cmgetroffen. 260 FjJCuhne, Seltersioeg 26. Aecht englische Gummischuhe billigst bet 22 Ph. Schlatter. Warme Bäder 423 Q 0 0 0 hervorragend feinem Bouquet billigen Pressen auf Lager. 136 00 Gießen: 139 S OaDDOOOOOOOOOODDOO Zu haben bei: 135 Gehn. Adami, Giessen eröffnet habe. 133 372 zu allen Zügen. 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