nti 1Bu”gen!_ im- schweren Nachmittags ^illrThnl- 11105 i Buhl. lds 6 Uhr, 11078 Netto: iorllhM. ein, Uhr präeis, oritr., aters, .tadttheater: Ib 'reitag. ,udolph’i Nacht), so- ites Parqaet Mk. 2,25. allerie Mk. 0,60. ites Parqaet Mk. 3-; 10942 bumrbWuno Swahl ttzierung britat), ktändtt. «: Schnee, blenbttib wet6e Wolle ChrtstbMi)- »b Licht«- ir. it MM 63. 1897. ifli berrcntr »ate 66 25 MO 2160 96.00 3650 10L60 1C0.60 rt*»»"1S” datb. DB bl »* 80.75 -I 16950 -I 1'7 1Ml 1906 10000 J-Sts- 6a* m gem* aldt, v iefiascW ****' >pe° Ibai®8 Nr. 287 Der •M«er A«jki-er erscheint täglich, »it Ausnahme deS Montags. Die Gießener y«wtrienl fälfrr werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal teigelegt. Viertes Blatt. pj Dienstag den 7. December 1897 Gießener Anzeig er Kenerak-Anzeiger. Viertelsährig« Avounemeutspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: -chutSraßeAr.r. Fernsprecher bP Amts- rmd Anzergei-lcitt für den TLveis Gieren. | Hratisöeitage: Hießener Aamilienötätter. Alle Aunonccn-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeige« für b« „Gießener ««zeiget entzge^». Anrtliche» Theil. Gießen, den 4. December 1897. Betr.: Die Aufnahme von Waisenkindern tu den hessischen Staatsverband und die hessische Landes-Waisen- Anstalt. Da» Srotzherzogliche Kreisamt Gießen M Mt GrsBH. BBrgrrmeMeretsn Des ftwiW. Ntchthesfische Waisen, welche in einer hessischen Gemeinde den Unterstützung-Wohnsitz besitzen, können nach vorgängiger Aufnahme tu deu hessischen StaatSverband au den Wohlthateu der Landes Waiseu-Anstalt theilnehmeu. Die Leistungen der Anstalt treten aber nicht, wie in SüchlerS Handbuch 3. Auflage 2. Band Sette 670 An* * merkung 1 angegeben, mtt dem Datum der Aufnahmeurkunde etu, sondern erst die Behändigung der Aufnahmeurkunde an den berufenen Vertreter deS betreffenden Watseoktude- begründet die damit verbundenen Rechte. v. Gageru. Gießen, den 4. December 1897. Betr.: Ausführung deS KrankenverficherungSgesetzeS. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen «m die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden deS Kreises. Das Ihnen kürzlich zugegangene Amtsblatt Nr. 7 über die Behandlung der Versicherungsbeiträge am Jahresschluß und bet Krankheitsfällen wollen Sie auch den Rechnern der Vemeiodekraukenverficheruug zur Keoutniß mittheilen. v. Gageru. Deutsches Reich. Berlin, 4. December. Ueber den heutigen Stand der deutsch - chinesischen Angelegenheit schreibt die „Post" anscheinend osfictöS: Ju den letzten Tagen schwirren wieder zahlreiche Gerüchte über die Kiao-Tschau-Angelegeuheit »«her, die von ausländischen Correspoodenten meist mit der Absicht in die Presse laocirt find, die Stellung Deutschlands in der öffentlichen Meinung zu dt-ereditiren. Neuerdings heißt e- sogar, daß Rußland Widerspruch gegen da- Borgeheu »usere- Reiche- in der Besetzung der Bat erhoben habe. Alle diese Nachrichten entbehren jeder tatsächlichen Unterlage. Zunächst geht die diplomatische Arbeit Deutschlands in dieser Angelegenheit rüstig fort. Gänzlich falsch und verkehrt würde e- sein, wenn namentlich die deutsche Presse, wie eö in letzter Zeit öfter» geschehen, die Arbeiten durch den Abdruck ander Luft gegriffener Meldungen stören wollte. Vorläufig liegt weder zu optimistischen noch pessimistischen Erwartungen ein Anlaß vor. Jedeusall- ist angesichts der von der Reichs« regierung ergriffenen Maßregeln nicht daran zu devken, als werde sich Deutschland mit einem sogenannten faulen Frieden begnügen. Bisher wird uvgethetlt an der Erwartung festgehalten, daß eS der deutschen Diplomatie gelingen werde, durch Verhandlungen mit den im Osten von Asien iuteresfirten Mächten die betreffende Angelegenheit ohne jeden störenden Zwischenfall ruhig zu Ende zu führen. Berlin, 4. December. Die „Post" schreibt, daß die tu ausländtscheu Blättern enthalten gewesene Mittheiluog, Deutschlaujd beabsichtige Haiti zu anectiren, auf Unwahrheit beruhe. Weiter schreibt baß anscheinend osficiöS iusptrtrte Blatt, über die Absichten der deutschen Regierung sei den anderen Großmächten volle Klarheit gegeben worden. Die von Haiti zu verlangende Entschädigung dürfe an Umfang nur den Kosten der maritimen Expedition Deutschlands gleich* kommeu. Sollte die Regierung Haitis dem deutschen Verlangen trotzen, so würden scharse Maßregeln auf dem Fuße folgen und zwar in der Weise, daß zunächst die Küsten und bei weiterer Renitenz die Stadt mit den Regierung-gebäuden beschoffen wird. Anscheinend ist aber begründete Hoffnung auf schnelle Unterwerfung Haiti- unter deu Willen Deutschland- vor Anwendung der stärksten Mittel vorhanden. Berlin, 4. December. Die Sentrum-fraction des Reich-tages nahm in einer gestern abgehaltenen Sitzung Stellung zu der Marineforderung. Ja der mehr einen informatorischen Charakter tragenden Debatte trat sehr stark die Neigung hervor, der Vorlage namentlich in Bezug auf die Festlegung der finanziellen Forderung für sieben Jahre erheblichen Widerspruch entgegenzusetzen. Namentlich wurde von süddeutscher Seite gefordert, die Fractiou auf Opposition festzulegeu. Es wurde jedoch diesem Vorschläge eatgegen- getreten und die Politik der freien Hand empfohlen. Man beschloß, sich nicht zu binden, sondern die Angelegenheit von Fall zu Fall zu erledigen. Berlin, 4. December. Zur Verstärkung der Lau- duvgs-Abtheiluug deSKreuzerge schwader- werden demnächst ein Bataillon Marineinfanterie und eine Compagnie Matlvseuartillerie nach Ostasien abgeheu. Da- Bataillon Marineinfanterie wird, wie die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt, zu vier Compagnien formtet und erhält eine Stärke von 23 Offizieren, Aerzten und Zahlmeistern und 1200 Unteroffizieren und Mannschaften. Die Compagnie Matrosen- artillerie wird 4 Offiziere und Aerzte und 200 Uvterosfiziere und Mannschaften stark sein. Dem Transport wird eine Anzahl Pferde, Geschütze und Maschinengewehre beigegebeu werden. Berlin, 4. December. Der „Märkischen Volkszeitung" zufolge ist der Pfarrer Neuber definitiv zum fürstbischöf- liehen Delegaten für Berlin, Brandenburg und Pommern zugleich zum Propst au der Berliner St. HedwtgSktrche ernannt worden. Berlin, 4. December. Der „Germania" zufolge wird der Abgeordnete Dr. Lieber bei der ersten Berathuug der Martnevorlage den Standpunkt des CentrumS zu derselben darlegen. Die Vorlage wird zweifelsohne der Budgetcommission zur Vorberathuog überwiesen. Wenigsten- wird da- Centrum einen Antrag auf commiffarische Berathung der Martnevorlage stellen. Berltn, 4. December. Heute Mittag fand im Locale deS Berliner Schriftstellerclubs eine allgemeine Ber * sammlung der Zeitungsbesitzer statt, um gegen die Erhöhung des deutschen PostzettungStartfeS Protest zu erheben. Eine Anzahl Verleger au- Berlin und anderen Städten des deutschen Reiches hatten sich eingefundeu. In der DiScusfion wurde allgemein die Ansicht auSgedrückt, daß die unparteiische Lectüre dem Volke nicht verteuert werden dürfe, da sonst sowohl die Verleger wie auch die Postbehörde deu Schaden haben würden. Die GeschäftScommission deutscher Zettungsverleger wurde deshalb amoristtrt, für die Aufrechterhaltung de- jetzt bestehenden PostzeitungStarif» einzutreteu. Man will jedoch einige Ergänzungen etwa im Sinne eine- MinimalposttartfeS zulaffen. Es soll eine Denkschrift dem UnterstaatSsecretär im Reichspostamt, dem Minister de- Innern und anderen Behörden überreicht werden. Etwa 1700 Zeitung-Verleger werden in diesem Sinne ihre Unterschrift geben. Frankfurt a. M., 4. December. Der „Franks. Ztg." wird aus Mühlhausen i. Thür, telegraphtrt: Der freisinnige Wahlverein hat einstimmig den Realghmnafial-Ober- lehrer Eickhoff zu Remscheid al- Reich-tag-candtdateu aufgestellt. Feuilleton. Die Mausefalle. Novelle von Frida Storck. (1. Fortsetzung.) Wie in Fieberschauern lauschte sie, die Augen geschloffen. Sin Rauschen geht durch die Zweige, sie will da- Schreck« liche nicht seheu, sie ist wie hypnotisier. Dann fällt es leicht »nd kühl auf ihre Hand. Sie schaut auf, ein Straußletu von Anemonen und Vergißmeinnicht ist eS. Also kein Traum der schwülen MtttagSgluth, fie hält Sichtbare- in den bebenden Fingern. Ihr scheuer Blick streift ringsum, die Stetucoloffe liegen in ihrer starren, tobten Rohe. Dennoch beschleicht fie unfaßbares Grauen, fie flieht dem Apollotewpel zu. Da- unvermeidliche: „Ist das schön!" tönt ihr entgegen, „Sie hätten mitkommeu sollen!" Erst am Bahnhof — der Schnellzug ist schon gemeldet — vermißt Theo ihren Kragen. „Wo ließen Sie ihn liegen? Können Sie sich besinnen?" forschte die alte Dame. „In der Moschee hatte ich ihn noch," beharrte Theo. „Weiter weiß ich nicht." „Gewiß haben Sie ihn verloren, als Sie die Blumen suchten." • „Nein, nein!" Sie kann sich nicht überwinden, von der geheimutßvolleu Spende zu berichten. Da biegt eine hohe Gestalt um die Ecke, der Fremde aus dem Vorhof der Moschee. Auf seine« Arme liegt der verlorene Kragen. Mit lächelndem Gruß tritt er auf die Damen zu. „Ich bin so glücklich, Ihnen die- zurückzngebeu. Ich sah den Mantel bei dem gnädigen Fräulein, da Sie ander Moschee traten und fand ihn später auf einer Bank beim Apollotempel." ES bleibt kaum Zeit, einen Dank zu stammeln, da braust der Zug heran. Theo sieht den Fremden dann, nochmals grüßend, zurücktreten, er fährt also nicht mit. „Nun sagen Sie, lieber Fräulein, haben Sie nicht Glück gehabt? Sogar deu verlorenen Mantel bringt man rechtzeitig zurück. Sie find ein zweiter PolhkrateS, daS Glück verfolgt Sie," plaudert die Reisegefährtin, behaglich in die Polster geschmiegt. «Glück?* Theo ist es eben durchaus nicht so zu Muthe. Wären nicht die Vergißmeinnicht, die fie sorglich am Busen gebettet, fie wähnte, eS sei alles ein toller Trau«. Und in diese« Traum ist nur eins klar: das Bild de- Fremden von Schwetzingen. • * Natürlich ist Taute nicht am Bahnhof in Karlsruhe. Sie hätte doch depeschiren sollen, denkt Theo besorgt. Die Reisegesährtiu verabschiedete fich fast herzlich. Sie gab Theo sogar ihre Schweizer Adreffe. „Fall- Sie mir in den nächsten Wochen etwa- Wichtiges zu melden hätten, liebes Fräulein I- Anf dem Bahnhofsplatze nimmt fie eine Droschke. Amaltenstrahe Rr. . . Der Wagen hält. Eine Stiege hoch. Als ob e- bei der verblüffenden Gleichförmigkeit dieser schlichten Häuserreihe mehr gäbe. Run steht fie vor der geschloffenen Gla-thüre. Nie» mand zu Hause. Wie fatal. Tante erwartete fie offenbar nicht mehr. Durch da- Holzgeländer sieht mau aus die zum Boden« raume sührende Treppe. DaS wäre ja ein Leichte-, da hinauf- -uturnen. Sie hat wenig Lust, auf der Treppe zu anti- chambrireu. Sie erinnert fich ihrer vorzüglichen Roten im Turnen, eigentlich immer die Glanznummer ihre- Zeugnisse-, die vou deu Ihrigen nie nach Gebühr gewürdigt wurde. In Summa, da hinüberzuklimmen, ist eine Kleinigkeit. Handtasche und Kragen fliegen hinüber, der Schirm läßt fich durchstecken. Dann steigte fie an dem Geländer hinauf und fitzt mit einem ficheren Schwung auf der oberen Handhabe. Noch ein Ruck und fie steht oben auf der inneren Treppe. Nur ein bischen warm ist ihr geworden. Gesehen hat eS Gottlob Niemand, Alle Thüreu find verschlossen, nur eine gibt dem Drucke nach. Seltsam! DaS steht aus wie ein Herrenzimmer. Ueber dem Schlafsopha hängen Pistolen, bunte Bänder und durchlochte Cereviskäppchen. Nachdenklich zaudert fie, aber fie hat ja TantenS Namen draußen auf dem Mesfingfchilde gelesen. Sicher, diese Dekoration ist eine Remintscenz au» deS verstorbenen Onkels Studienzeit. Taute har da» Zimmer pietätvoll so gelassen. Auf dem Schreibtisch liegen sogar die Schretbuteufilten, al» seien fie noch eben gebraucht. Da- Mädchen setzt fich auf den Armstuhl und sieht fich die Sache genau an. Eigentlich ist e» bewundern-werth, daß Taute die Collection hübscher Künstlerinnen großmüthig sanctionirte. Sollte, der gute Onkel noch in seinen alten Tagen solch ein Verehrer der leichtbeschwingten Muse gewesen fein ? „Da- würde ich bei meinem Manne nie dulden, — niemal»!" Ihre Stimme hallt heu^durch den leeren Raum. Dann muß sie selbst, ob ihrer Eifersucht auf einen noch unbekannten Gegenstand, lachen. Ihre Augen forschen weiter und haften daun ungläubig, zweifelnd auf dem erhöhten Aufsatz. Dort steht da- Bild einer sauftblickenden Matrone und dicht daneben — eine Mausefalle. Wunderlicher Schmuck für eine» Schreibtisch! Narrt fie ein Trugbild? Durch die Drahtstäbchen schimmert eS bunt und goldig, die zerfetzte Hülse eine- Knallbonbons. Sie faßt an den Kopf und beißt fich in den kleinen Finger. Sie fühlt den Schmerz, also ist fie bei klaren Ginnen. Wie viel Zeit über dem erfolglosen Grübeln verstrich, weiß sie nicht. Draußen wird eia Schlüssel gedreht und die Flurthür zugeschlagen. Endlich die Taute oder doch die Magd. Sie will hinauseilen, da fliegt die Thür schon anf, — der Fremde vou Schwetzingen steht auf der Schwelle. (Fortsetzung folgt.) Frankfurt L M, 4. December. Der „Franks. ßtg.* wird au« Rom telegraphier: Au« Anlaß der heute ersolgten Demission de- KriegSministerS herrschte tn den Wandelgängen der Kammer große Aufregung. Man glaubt, daß diese Demission eine allgemeine Reifte und die Umbildung deS Eabinet» herbeisühren werde. Win», 4. December. Die tnnerpolttische Situation hat sich infolge der Erklärung de- böhmischen Feudaladel-, jede Toncesfion in der Sprachenverordoung-srage ablehnen zu müssen, bedeutend verschlechtert. Die Aussichten auf Wiederaufnahme der parlamentarischen Thätigkeit find voll« ständig geschwunden. Wie», 4. December. Heute vormittag saud unter dem Vorsitz Ratser Franz Joses- ein gemeinsamer Minister- ratb statt, welchem auch Graf Goluchow-ky uod Baron Banffy beiwohnten. Prag, 4. December. Infolge der alarwirevden Nachrichten aus der Provinz ist die baldige Aufhebung des Standrecht- wieder fraglich geworden. Dasselbe dürfte noch auf wettere Srädte ausgedehnt werden. Prag, 4 December. Hier herrscht jetzt vollständige Ruhe- auch die Confltete mit den Militär-Patrouillen haben nachgelassen. Dagegen treffen au- Letschen, Tabor nvd Beraun bedrohliche Nachrichten ein. An letzterem Orte ist die etwa 500 000 Gulden enthaltende Raffe der Montan- Gesellschaft gefährdet. Aeder Len gegenwärtigen Stand der Knaben-Handfertigkeitssache in Deutschland giebt ein Bericht über die Vorstandssitzung des deutschen Vereins für Knaben-Handarbeit, die am 20. und 21. November 1897 in Görlitz tagte, nähere Mittheilung. In »hr wurden zugleich Fragen von grundlegender Bedeutung verhandelt. Der Vorsitzende von Schenckendorff machte im Eingänge der Verhandlungen Mittheilung über die Entwickelung der vom deutschen Verein angeregten Frage der versuchsweisen Einführung des Handfertigkeits-Unterrichts in einige Schulen und Lehrer-Seminare. Nach fast 17 jähriger Vorarbeit, nach Schaffung von Lehrgängen und einer wohlerprobten Lehrmethode, nach reicher Entwickelung der Handfertigkeits-Schulen in Deutschland, deren Zahl jetzt 600 bereits übersteigt, nach erfolgter Vorbildung von Lehrkräften im deutschen Seminar zu Leipzig und nach- dem von weiten Lehrerkreisen diese Frage gefördert ist, und der deutsche Lehrertag in Hamburg 1896 u. A. beschlossen hatte, daß die Schule dem Knaben Gelegenheit für diesen Unterricht geben sollte, — nach dieser langen und gründlichen Vorarbeit ist der deutsche Verein dazu übergegangen, diese versuchsweise Anlehnung des Unterrichts an den Schulorga- »ismus auf der Grundlage einer völlig freien Entwickelung, nämlich mit der Maßgabe zu fordern, daß solche Versuche nur auf besonderen Antrag der Gemeinden angeftellt, und auch nur da von den Schulaufsichtsbehörden genehmigt werden sollen, wo die Bedingungen hierfür vorhanden sind. Hiermit berichtigen sich die von einigen Schulzeitungen verbreiteten Mittheilungen, daß der deutsche Verein die allgemeine, obligatorische Einführung des Handfertig. keitS-UnterrichtS gefordert habe. Bei dieser Erörterung sind aber Ansichten hervorgetreten, welche weitab von denen liegen, die im deutschen Verein die leitenden sind. ES wird sich im Hinblick auf jene Lehrerkreise daher empfehlen, daß der deutsche Verein „Leitsätze des Knaben-Handfertigkeits- Unterricht»" aufstellt, die bezeugen, was derselbe wolle. Freilich läge dies offenkundig schon lange Jedem, der der Bewegung gefolgt sei, vor und sei nur auf die Beschlüsie hinzuweisen, die in einer Neben-Versammlung des deutschen Lehrertag» zu Hamburg 1896 angenommen seien. Als Grundlage für die Bearbeitung dieser Leitsätze stellte der Vorsitzende 6 Haupt-GesichtSpunkle auf. Danach ist der nach pädagogischen Grundsätzen ertheilte Handfertigkeits-Unterricht 1) körperlich fördernd, weil er einen heilsamen Wechsel zwischen geistiger und körperlicher Arbeit schafft, 2) geistig bildend, weil das Anschauungsvermögen vollkommener ausgebildet, das Erfahrungswiffen erweitert und das Urtheilsvermögen allgemeiner entwickelt und geschärft wird, 3) sittlich bewahrend, weil der Thätigkeitstrieb des Kindes genährt und in geordnete Bahnen gebracht wird. Zu diesem rein erziehlichen Werthe treten als Ausstrahlungen für das öffentliche Leben hinzu, daß der Handfertigkeit- Unterricht 4) eine social ausgleichende Wirkung ausübt, weil die Achtung vor der Arbeit der Hand in alle Kreise des Volkes hineingetragen, sowie ein Jntereffe und ein Verständniß für die werkthätigen Berufe des Lebens geschaffen wird, und 5) volkswirthschaftlich W». erheblicher Bedeutung ist, weil der heimische Gewervesteiß in dem gleichen Grade zunimmt, als die öffentliche Erstehung nicht allein den Geist, sondern auch Hand und Auge schult, und hiermit die technische Leistungsfähigkeit des deutschen Volkes erhöht. Es empfehle sich, auch den Ausbau der Unterrichts- Methode dahin ins Auge zu faffen. daß dem unterrichtenden Lehrer auf Grund der vom deutschen Verein gewonnenen reichen Erfahrungen in kurzer Darstellung angegeben werde, wie er die genannten Ziele des Handfertigkeits-Unterricht», die durch feine Ausübung mittelbar erreicht werden, auch unmittelbar fördern kann. Mit der Aufstellung dieser Lettiätze wurde der Vorsitzende, mit dem Entwurf dieser Methode Director Dr. Goetze beauftragt. Diese Ziele berühren aber nicht allein die pädagogischen Rreise, sondern, da wichtige öffentliche Interessen hier i» Frage kommen, auch solche Kreise, die au» socialen, volk». »irhschaftlichen und hygienischen Gründen sich auf die Sette einer werkthätigen Erziehung stellen muffen.— Hierüber berichtete der erste stellvertretende Vorsitzende Director Noeggerath- ! Hirschberg, der hervorhob, daß jetzt der EnkwickelungSpunkt gekommen sei, wo der Vorstand auch diese Kreise ;ur Mitarbeit heranziehen müsse. Nach längerer Debatte beschloß der Vorstand auf den Antrag de» Vorsitzenden, eine organische Angliederung an den deutschen Verein dahin gehend herbei- zusühren: den Gesammt Ausschuß zu reorganisiren, eine Verdoppelung seiner Mitglieder, also eine Verstärkung von 40 auf 80 in Aussicht zu nehmen, und in ihm drei Abtheilungen zu bilden, nämlich: 1) eine ethisch pädagogische Abtheilung, Vorsitzende: Gebeimer Regierung»- und Oberschulrath Rümelin- Deffau und Director Dr. Goetze Leipzig; 2) eine sociale und volkswirthschaftliche Abtheilung, Vorsitzende: Director Noeggerath-Hirschberg und Landesrath Schmeddrng-Münster und 3) eine hygienische Abtheilung, welche zugleich hervorragende Männer au» der Samariter-Bewegung heranmziehen hat, Vorsitzender: Director Dr. Goetze, sowie ein später noch zu wählender Hygientter. Der Vorstand stellte sodann eine vorläufige Liste derjenigen Personen auf, an welche die Aufforderung zum Eintritt in den Gesammt-Ausschuß gerichtet werden soll, und beschloß, diese Frage der Reorganisation auf die Tagesordnung der nächsten Vereins-Verhandlung zu setzen. Wenn sich hier und da noch die Ansicht geltend macht, daß diese Bestrebungen eine Veräußerlichung der Erziehung herbeiführen, und ihr einen materiellen Character geben mürben, so liegt darin doch eine vollkommene Verkennung derselben; vielmehr wollen sie die harmonische Entwickelung der Kräfte und An- lagen fördern, und durch die methodische Ausbildung dc» Thätigkeitstriebes einen ethischen Einfluß ausüben. Eine solche Erziehung wird aber von selbst auch Ausstrahlungen nach dem öffentlichen Leben haben, die sich nach den zuletzt angegebenen Richtungen geltend machen werden. In einer Reihe außerdeutscher Länder ist die Erkenntniß von dem hohen Werche der werkthätigen Erziehung der Jugend längst ein Gemeingut geworden, und hat dort auch schon zu gesetzlichen Maßnahmen und zum Theil zur Einführung des Handfertigkeits-Unterrichtes in den Schulen geführt. Bei der hervorragenden Veranlagung des deufchen Volke» zu kritischer Thätigkeit und bei seiner historisch begründeten einseitigen Schätzung geistiger Bildung ist der Boden für die Bestrebungen des deutschen Vereins ein wesentlich schwierigerer als anderswo. Er hofft, durch diese Reorganisation in innigere Beziehungen zum Volksleben zu treten, eine wesentlich breitere Grundlage für seine Thätigkeit zu schaffen und hiermit die Frage der werkthätigen Erziehung der Volksschuljugend kräftiger als seither zu fördern. Von weiter liegendem Interesse erscheint noch die Mittheilung, daß die unter Vorsitz des Director Dr. Götze von besonderen Commissionen ausgearbeiteten Normal-Lehr- gänge des deutschen Vereins für die Vorstufen und die Holzschnitzerei jetzt erschienen sind, daß der Normal-Lehr- gang für die Papp ar beit in einigen Wochen, und der für die Hobelarbeit zu Ostern n. I. erscheinen werden. Der nächstjährige Congreß des deutschen Vereins soll in der Pfingstwoche vom 31. Mai bis zum 2. Juni in Karlsruhe abgehalten werden. Neben einer Reihe innerer Fragen werden zur öffentlichen Verhandlung kommen: 1) die Reorganisation des deutschen Verein», 2) die Knaben-Handarbeit im Rahmen der pädagogischen Reform-Bestrebungen, 3) die hygienische Bedeutung der Knaben-Handarbeit, 4) die Beziehungen der Knaben-Handarbeit zum Handwerk und zur Kunst. Mit dem Congreß soll eine süd-westdeutsche Handfertigkeits-Ausstellung verbunden werden. _ Ocwt— wnO provinzielle Gieße», den 6. December 1897. •• Die Kaminfeger de» GloßherzogthumS haben bei der Zweiten Kammer eine Vorstellung eingereicht, worin die Bitte ausgesprochen wird, die Kammer wolle bei Großh. Hrsfischem Mmisternm dahin wirken, daß die derzeitige Em- iheilung der Rehrbezirke tn den größeren Städten de» Groß- herzogthum» aufgehoben unb eine Neueintheilung mit Vermehrung der Bezirke vorgenommen wird. Zur Begründung dieser Bitte wird darauf hingewtesen, daß infolge der Zunahme der Bevölkerung und damit auch der Häuserzahl in den Städten, die Rehrbezirke allmählich so groß geworden find, daß fie einen jährlichen Ertrag von mindesten- 4000 Mk., meist aber von 6—10,000 Mk. abwerfen. Darnach könnte in den Stätten Darmstadt, Gieße», Friedberg, Offenbach, WormS und Mainz noch je 1 oder 2 neue Bezirke geschaffen werden. Auch wolle hoher hessischer Landtag bei Großh. Hessischem Ministerium dahin vorstellig werden, daß bet Vergebung der Stellen mehr auf Alter und Fähigkeiten Werth gelegt wird, al» e» bisher anscheinend der Fall war. Jede Stelle müßte mit einer vierwöchent- lichen Meldefrist öffentlich ausgeschrieben, und el dürften nur solche Bewerber zugelaffen werden, die da» 24. Lebensjahr zurückgelegt, einen unbescholtenen Leumund haben, und als Ausweis über ihre Befähigung zum Raminfegermeistcr vorlegen können: 1) einen Lehrbrief, 2) ein dreijähriges Gesellenzeugniß von einem Meister, 3) ein Zeugniß über bestandene Meisterprüfung, 4) die betreffenden Zeugnisse über seine forilaufende Thätigkeit al- Raminseger. Dann sollte bei den Bewerbungen den älteren Bewerbern vnd denen die geborene Hessen find, der Vorzug gegeben werden. E- find Raminfeger-Gehülfen in Hessen, die da- 40. Lebensjahr schon zurückgelegt haben, verheirathet find, Familie besitzen und noch immer auf eine Anstellung warten. X Darmstadt, 2. December. In heutiger Stadtver- ordueten-Sitzuug sprach Stadtverordneter Osan» seine Entrüstung über einen unlängü im „Mainzer Journal" enthalten gewesenen, durch verschiedene Unrichtigkeiten entstellten und mit „Liebenswürdigkeiten" gegen ihn und die national- liberale Partei verbrämten Artikel über eine geheime Sitzung der Stadtverordneten au-, in der die Gelder sür die Festlichkeiten zur Einweihung der electrischen Bahn de- willigt wurden, hinzufügend, nur durch große Pflichtvergessen- heit eine» damaligen TdeilnehmerS könnten solche Mit- thetlungen au die breite Orffentlichkett gelangt fein und verlangend, daß künftig der § 3 der Geschäftsordnung strenger gehandhabt werde, wonach in jedem Etnzelsalle über die in geheimer Sitzung zu verhandelnden Gegenstände vorher ob- gestimmt werden wüffe, damit wenigsten- in bestimmten Fallen, wo eine Geheimhaltung nicht unbedingt erforderlich, k'ine so chermaßen entstellten, unwahren Berichte in die Orffentlichkett kämen. Von solchen Lügen, wie fie der in Rede stehende Artikel enthalte, bleibe immer Etwa» im Munde der Leute hängen und wirke dementsprechend. — Für da» Realghmnaslum wird die Einrichtung von GaSglühllcht- Beleuchtung beschlossen. — Den größten Theil der Sitzung füllte die Berathung der neuen Straßen-VerkehrS- ordnung für Darmstadt und Brffungen au», die, 64 Paragraphen enthaltend, sich im Wesentlichen aus den bezüglichen Bestimmungen de» Reichs-Strafgesetzes, des hi figen Polizei- strafgesetze» usw. zusammensetzt und die durch die neuen ver- kehrSoerhälimsse in Darmstadt bedingten Ergänzungen ent- hält. Die VerkehrS-Eowmlsfion hat deren Annahme mit einigen meist redactiooellen Zusätzen dezw. Abänderungen beantragt. Die Verkehrsordnung wird noch einige Sitzungen de» Plenum» in Anspruch nehmen. • Zweibrücken, 2. December. Bei dem Unglück, dar sich gestern Nachmittag kurz nach 4 Uhr auf der 7. Sohle 10. Flöz im westlichen Feld der Grube Fraukeuholz bei Mittelbexbach ereignet — infolge schlagender Wetter erfolgte eine Explosion —, find nach den bi-herigea Feststellungen 38 Bergarbeiter sofort getödtet und 43 größtenthellS schwer verletzt worden. In kurzer Zett waren sämmtliche Aerzte der Umgegend an Ort und Stelle, um Hülse zu leisten. Auch die SanitätScolonne von Zweibrücken wurde gerufen und griff thatkrästig ein. Einer dieser braven Männer weiß über da» Unglück dem „Pfälzischen Merkur" folgendes mitzutheileu: Al- wir zur Unglücksstätte kamen, belagerten dichte Schaareu das ZechenhauS, das Schlafhau- und da- Lazareth. Die Leute waren kaum eines Worte- mächtig, so furchtbar hatte das Ereigniß fie getroffen. Im Zechenhause lagen 22 tobte, im Lazareth 11, iw Schlafhau'e 6. Biele der verletzten dürften noch In der Nacht von ihren Leiden durch den Tod erlöst fein Vorzüglich find e- Jungverheirathete, die um gekommen find. Die Verwundungen find vorwiegend Brandwunden uod Arm- und Beinbrüche. Ein Mann von Waldmohr verliert zwei Söhne. Ein Bergmann war bi- dahin beurlaubt gewesen- um 4 Uhr fuhr er gestern zum ersten Male wieder an, eine viertel Stunde darauf war er eine Leiche. Wie furchtbar Schicksal-schläge abstumpfen, beweist folgender Fall: Neben mir stand etwa eine halbe Stunde lang am Förderfchacht ein bejahrter Mcmn und hörte nn» zu. Plötzlich sagte er ganz ruhig: „Ich habe auch einen dabei, droben liegt er, er ist tobt.* Reine Thräne, kein Jammern, nur stumme- Weh. Die Geistlichkeit war sofort zur Stelle unb fpenbete die letzten Tröstungen her Religion Die Körper find zumeist durch die Grubengase entsetzlich geschwollen. Bon den Söhnen der Wittwc Hein in Jägers- bürg sind drei verunglückt. Einer ist schwer verletzt, btr beiden andern find tobt. Um 12*/, Uhr Nacht» waren die Bergungsarbeiten unter Leitung des Bergamtmann» Kisten- leger au» Zweibrücken beendet. E» wird vermuthet, daß da» Unglück durch einen Sprengschuß hervorgerufen worden sei. Man nimmt an, daß die eben antretende Mannschaft noch Gestein sprengen wollte, damit bei Schichtwechsel die Arbeit fortgesetzt werden könnte. Die Explosion fand kurz nach 4 Uhr statt, al» die Bergleute eben abgerüstet und sich zur Au-fahrt bereit gemacht hatten. Die Aerzte, die Sanität»- colonne Zweibrücken und die Beamten der Grube, soweit sie nicht durch die Arbeiten unter Tage in Anspruch genommen, waren unausgesetzt thäiig, um die Leiden der Verletzten za mildern. Die Getödteten entstammen zum größten Theiie den Orten Waldmohr und Jäger-burg. lieber die Ent ftehung und den Verlauf der Katastrophe wird der „Saar- und BlieS-Ztg." geschrieben: „Man vermuthet Entzündung von Schlagwettern. Die von der Explosion betroffene Ab- theilung war gleich nachher wieder befahrbar- auch hatte die Wetterführung keine Beeinträchtigung erlitten, sodaß die Bergung der verunglückten in kürzester Frist erfolgen und auf die von der königlichen Berglnfpectiou VIII in Neunkirchen angebotene Hülfe verzichtet «erden konnte. Die ver nngiückten find meisten» verbrannt, zum Theil aber auch in den Nachschwaben erstickt, ober burch mechanische Wirkung bet Explosion verletzt. Im Ganzen genommen scheinen sich letztere Wirkungen weniger bemerkbar gemacht zu haben, woran» zu schließen sein würde, daß nicht nur Schlagwetter gewirkt haben, sondern auch die langsamere Flamme explodirenben Kohlenstaube». Laut amtlicher Mittheilung find alle in Frankenholz verunglückte» Bergleute geborgen- ihre Persona- lien konnten jedoch bisher noch nicht sestgestellt werden, da eine Reihe von Tobten ganz unkenntlich ist. Die Bergver- wattung von Frankenholz hat io Zweibrücken 20 Särge bestellt, da der Borrath in Frankenholz zur Beerdigung aller veruoglückien nicht au-reichte. Bergamtmann Kisteoseger in Zweibrücken ist amtlich mit der Untersuchung der Katastrophe hinsichtlich ihrer Ursache beauftragt worben. Die Grube hat eine Belegschaft von mehr al* 1000 Mann- während der Katastrophe waren indeß nur 117 Mann in da» betreffende Flöz eingesahrev. Der Regierungs-Präsident der Pfalz v. Auer, hat sich sofort a» die Unzlücksstelle begeben. Bergrath Ostler, Vorstand be» Bezirksamtes München, wird heute Abend in Frankenholz erwartet. > Ung(üi,ba8 >°f btt 1. Tohlr Fravkrvholj btt r Wetter ersolgte Jtn StßfttOungtn btevthetlS schiver Mvitliche Lnzte zu lrlstru. Auch be Ktnsru ml idnntx weiß über deS mitjüt^iltn. ev dichte Schanrv I Lazartth. Die jo surchüar hatte lafltn 22 Tadle, e der verletztea n durch den Tod die um witzrnb Brand- fatm Don Wald- war bl- dahin ;era zum ersten ms war er eine Mtzsin, devrift nt M SMdt R Uttb W M- habt auch riura tue ThrSue, lein ichkeit war sosoü gen der Religion, aalt entsetzlich ge° Hein in Jägers- bwit verletzt, die Nacht» waren die ganrtntantii Men- ‘mniitei, W* itufn W0!b» I«; „ «•* Wtltl 11= . fall tiirj »“* tüftti m* W l“* grab!, 1»e=lt oiprai I'"’1""1’! 1 W ‘"X wird der „®QaI ft°° “Jfi" IN' bl! SW ”’fc !ä®S' t*11. ® e4 (« d" *"• g ,1, i» f ®= ?’ 20 Särgr br 1(W 2tLttöfl aller ' , in ' P!-li iXfln^0' tnt, h ,n*m >Ä' Ä*«** 8 * Wii. "«“«hü. f flbtt die in lbe dorhn ob. ,n bestivAtrn W "forderlich, öte !le der tu Munde lb'~^ da» 'uTaSMichr. 111 Sitzung "'Verkehr,. ' dir, 64 Para- klbern bezüglichen dt'figrn Polizei, die neuen Per. tzänzuogen ent. Annahme mit bänderungen be« elvigr Sitzungen t vot2ü&V'C^v; besonder Jfiederhge^ö^^ Louis Katz liessen 56 Seltersweg 56. 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Mts., Abends 81/« Uhr, findet bei Wirth Georg Volk mann dahier General-Versammlung des Creditvereins Heuchelheim, E. G. m. u. H., mit folgender Tagesoidnung statt: 1. Bekanntgebung des Revisionsberichts. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes und Auffichtsrathe». Heuchelheim, den 5. December 1897. Der Aussichtsrath: 11087 Heinrich Volkmann II., Vorsitzender. __ Spar- und Ieihlraffe Gießen. Die verehrlichen Mitglieder des Spar« und Leihkassevereins werden I* der diesjährigen ordentlichen Generalversammlung, welche Dienstag den 7. December L I., Nachmittags 37a Uhr, im Saale der höheren Mädchenschule (Schillerstraße) dahier stattfindet, er« gebens! eingeladen. Tagesordnung: 1. Vorlage der von Großh. Oberrechnungskammer geprüften und abge« fchlossenen Rechnung für 1895. 2. Desgleichen der vorgeprüften Rechnung für 1896 nebst Rechenschafts, bericht. 3. Mitthetlung des Ergebnisses der ftattgehabten Kassenrevifion. 4. Bewilligung von Unterstützungen. 5. Desgleichen von Prämien an Dienstboten. ü. Das Gießener Volksbad. 7. Gesuch von Kassebeamten um Gehaltserhöhung. 8. Wahl des stellvertretenden Directors. >. Wahl von Ausschußmilgliedern. Gießen, am 6. November 1897. 10298 Die Directiou des Gpar- und Leihkassevereius Gießen. I. E.: Wiener. Spur« und Leihkasie Gießen. Im Monat December lfd. Js. werden bei der unterzeichneten Kasse außer den feststehenden Zahltagen — Mittwochs und Gamstags — auch noch jeden Dienstag und Donnerstag Geschäftslage abgehalten; Dienstag den 7. l. Mrs. jedoch ausgenommen, da an diesem Tage Gene- mlversammlung stattfindet. Die Einleger werden ersucht, unter Vorlage der Bücher ihre Zinsen in Empfang zu nehmen, oder beischreiben zu lassen. Zinsen, welche bis -um 1. Januar k. I. nicht erhoben sind, werden von diesem Tage in unseren Büchern ohne Weiteres zugeschrieben und als Eapitalzulage verzinst. Es brauchen hiernach alle diejenigen Einleger im December n cht zu erscheinen, welche nur Zinsen beischreiben lassen wollen, dies kann vielmehr ganz gelegentlich im nächsten Jahre erfolgen. Gießen, am 4. December 1897. Tpar- und Leihkasse Gießen. 11061 Doering._________________________ Tchulsteaße 6. Marktplatz 9. Einen großen Poften 5 theilige Waschgarnituren, Buntmalerei mit gedeckelten Seifen« und Zahnbürsten-Schalen, ä 3,85 Mk., sowie 11048 9 theilige Kaffeeservice, ächt Porzellan, ä 4,50 Mk., empfiehlt Adolf Baer, in Karl Eichmann 11017 BehördlicheAnzeigen erfolgen. 11080 Versteigerungen. Gießen, Schulstrahe 10 10975 Mk. 2.- Gustav Walter, Mävsburg 13. Buxkin-Rester unter 11022 Quälitäten, empfiehlt die 10972 2 — 1.50 2.75 1.50 1.50 -.50 vorstehende 7 ZLücher zusammen nur Wk. 10.— «MF Ausführliche Eatalsge gehen gratis zn Diensten. "WMB Hungen, 2. December 1897. Großh. Amtsgericht. Haftpflicht-Versicherung Einbruchdiebstahl-Versicherung. 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Hpp.-Creb. b.l905unkV27 Stülfffbl. v.1891 . . . — —— - — 37, S 29 ... 94 20 93.50 3'/, Franks, v. 1893 — _ 100 50 4 Lombardische . 101.— 101 — 47, Lbw. Ered.-Bk. 59 7C 59.— S‘/i 1 5)annft. 88 94 1007c 100.70 3 Lombardische . 78.30 78.50 4 Hamburg. Hyp. 103.7t 86.2E 104.05 86.6c 5‘ / 3‘ / 4 Gießen . . . . Mainz..... Ostend, v. 1892 WieSb. , 1887 100.5c 99.7! —.— 99.6t 5 4 3 Oeft. Staats b. do....... dol.VHI.Em. 116.55 103.50 95.6C 116.7' 103 35 96.1t 4 37, 4 do.unk. b. 1900 do....... Mein. Hyp. alte 84 7t 85.4t 81/ 4 81/ —_— —.— 3 do. IX. Em. . 93.3t 94.- 4 do. neue do...... do. uni. 1907 319t 21.5 —•- 21.8 LormS. . . WormS . . . 101.- 101.21 101.- 3 8 do. ». 1885 . . do. Grg.-Retz. 92.— 94.31 94.6t 37 137 r Lietzener rrichnnl mit $?oi perdende Innahu ««iamdtn 9” Verghi Bstswgrr Sret« F gebroch ao-eorbl 9° ist dir K fügten Si Str Sm die Ela.tt und Riete Seh' der H'tzur lagt die deu'sch Reich aterungen bisher dn)i frottt jU absolut jur 6fdlimg. 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