•wä "° “ Nili’i bai te nächst,' .""tlichr, *' - l'ti“". •«» d|tn c 011 ift«,s* *• ■* >«>, Ä J attej »eil diese tüchtig in fi rtBta‘" • "«»h*’*'iel ‘® 0Wbtn, gibt derselben treu, ehrlich M ,lce,t W«, die mit Btr ™'n gebient, tannen llWnz fie sei ordeutlich r uuauftündig mit Mmk traun-Neustadt bekackt ilenbkfiher Dörr na^ der h»z die Bondio habe einen Februar diese- Kr« sei !°d habe erklärt, sie bestndk ’ in guter Hoffnaag. Wr t er, der Zeuge, alr zmeS- , daß während fie aus der !lagte ihnen unfittlich na-t r Angeklagte streitet jneifi er aifft diese rhatsachea iKortsrpog folgt.) es nächsten 4-monati. Kursus .«ov.E.-M Dr. Doemen's. [ranke ei Cobienz a, Rh. Minderbemittelte bei mimen Besitzer Dr. med. wu* >r. Brehmers Heilanstalt^ 6auptquMl^or-'Vtrt»r' L und eeimwtmUt Mt langt bekannt durch und iWU * , ob 6lutat«utt), BIW ü-keiner der Quellen »ndm Mübe vuwlßtt «alt iß LE als , vorzügliches 16er der trofie”: nult »* ÄN* ft«** 9184 E- «r, 285 Erstes Blatt Sotuicrütao de» 7, October 1897 Der £itftentr Anzeiger erscheint täglich, »it Ausnahme deS Montags. Die Gießener AttmirienStättee werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Abonnementspreis^ 2 Mark 20 Psg. utt Bringerlohn. Durch die Post bezog«, 2 Mark 50 Pf-. «edaction, Expedition und Druckerei: Kchntstratze Ar.r. Fernsprecher 61. Amts- und Anzeigeblntt für den Kreis Giefzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de, folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Hratisöeitage: Hießener Kamikienökätter. Alle Annoucen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» t Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgtgw. Amtlicher Lheil. Gießen, den 5. October 1897. Betr.: Lehrerconferenz. Die Grrßh Kreis-Schulcommisßon Gießen an die Tchulvorstände und Bürgermeistereien des Kreises. Wir beauftragen Sie, die Lehrer Ihrer Gemeinde zu benachrichtigen, daß in diesem Herbste folgende Conferenzen stattfinden werden: 1. Montag, den 18. Oktober, Borm. SVirUhr, im Hotel zur Traube zu Hungen: Conferenz für den Bezirk Lich-Hungen, 2. Dienstag, den 19. October, Borm. 10 Uhr, im Cafe Ebel zu Greßen: Conferenz für den Bezirk Gießen. 3. Mittwoch, den 20.October, Borm.d'^Uhr, im Hotel zum wilden Mann zu Grünberg: Conferenz für den Bezirk Grünberg. Die Herren Referenten werden ersucht, ihre Referate zu vorstehenden Conferenzen bereit zu halten. v. G a q e r n. Gicßen, d:n 4 Oktober 1897. Betr.: Die eingeschriebenen Hilfskaffen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr. Bürgermeistereien und Krankenkassenvorstände des Kreises. Aus Grund der Gesetze vom 7. April 1876 und 1. Juni 1884 über die eingeschriebenen Hilfskaffen theilen wir Ihnen nachstehend ein Verzeichniß der im Kreise Gießen zugelaffenen eingeschriebenen Hlfekassen unter dem Bemerken mit, daß die Kaffen dem § 75 des Gesetzes vom 15. Juni 1883 „die Krankenversicherung der Arbeiter betr." entsprechen und daß die Mitglieder dieser Kaffen von dem Beitritt zur Gemeindekrankenoersicherungskaffe befreit sind. v. lagern. Zusammenstellung der eiugeschriedeakN HilfSkassen des Kreises Gießen. Ord.-Rr. Bezeichnung der Kaffe. 1. Kranken, und Sterbekaffe zu Watzenborn-Steinberg. 2. Kranken- und Sterbekaffe zu Garbenteich. 3. Kranken- und Sterbekaffe zu Rödgen. 4. Kranken- und Sterbekaffe zu Wieseck. 1 Die Allgemeine Arbeiter-Kranken- und Sterbekaffe in Großen-Linden genügt den Erforderniffen des § 75 des citirten Gesetze« nicht; es sind daher deren Mitglieder vom Beitritt zur Gemeinde-Krankenversicherung nicht befreit. Gießen, den 4. October 1897. Betr.: Ernennung eines Vertrauensmannes der Berufsgenoffenschaft der Schornsteinfegermeister des Deutschen Reichs. Section X. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises. Wir theilen Ihnen mit, daß der Schornsteinfegermeister Franz Rebl zu Gießen zu Folge der Vorschriften des Unfalloersicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 für die in der Provinz Oberheffen belegenen Schornsteinfegerbetriebe zum Vertrauensmann für die Zeit vom 1. October 1897 bis 30. September 1899 gewählt worden ist und ihm in dieser Eigenschaft alle in der Geschäftsordnung enthaltenen Rechte zustehen. v. (Sagern. Gießen, den 2. Ociober 1897. Betr.: Den Wiesengang. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Nach Art. 7 der WiesenpoliLeiordnung ist in diesem Monat der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung der Feldschützen und Wiesenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Sie deshalb, dieselben hierzu baldigst aufzufordern und uns die über den Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis längstens 15. November d. IS. vorzulegen. In diesen Protokollen haben die Wiesenvorstände, was «Sie denselben noch besonders eröffnen wollen, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: 1) ob die Anordnungen, welche sie bei dem letzten Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nichts 2) welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseitigung der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel - von ihnen getroffen worden find oder vorgeschlagen toerben; hierbei wird den Wiesenvorständen besonders empfohlen, ihr Augenmerk namentlich auch auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos rc., auf die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs aus den Be- und Entwässerungsgräben, auf die Verebenung der Maulwurfshügel und dergleichen und auf die Unterhaltung der Be- und Entwässerungsgräben zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren^ 3) Verbesserungsvorschläge in Bezug auf größere Wiesenfluren, namentlich solche, zu deren Ausführung die Bildung von Wassergenossenschaften nach dem Gesetze vom 30. Juli 1887 über die Bäche und nicht ständig fließenden'Gewässer (Regierungs-Blatt S. 159) erforderlich ist. Zn Nr. 2 erläutern wir, daß Sie in der Regel, insofern kein besonderer Anstand vorliegt, jedem der betreffenden Wiesenbesitzer speciell eröffnen wollen, welche Mängel der Wiesenvorstand vorgefunden hat und daß diese Mängel binnen der vom Wiesenvorstand zu bestimmenden Frist so gewiß zu beseitigen wären, als sonst die nöthigen Herstellungen auf Kosten der Säumigen angeordnet würden. Nach fruchtlosem Ablauf der gesetzten Frist wollen Sie nach Anhörung des Wiesenvorstandes weitere Anträge stellen. Jedenfalls sind die von Ihnen getroffenen Anordnungen in den von Ihnen einzusendenden Protokollen einstweilen zu erwähnen. Das Protokoll über den Rundgang ist von allen Theil- nehmern zu unterzeichnen. War ein Mitglied des Wiesen- vorstandes verhindert, am Rundgange Theil zu nehmen, so ist dieses am Schluffe des Protokolles zu bemerken. Sollte der Wiesenvorstand der außer dem Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten, mindestens noch aus zwei Ortseinwohnern, welche Wiesen besitzen oder solche zu benutzen oder zu verwalten haben, bestehen soll, nicht mehr vollständig sein, so wollen Sie den Gemeinderath wegen Ergänzung des Wiesenvorstandes vernehmen und uns die Anträge des Gemeinderathes in besonderer Verhandlung vorlegen. v. (Sagern. Das Cabirret Sagasta. Wir haben schon bet der Bildung des UebergangS- miuisteriums Azcarraza unserer Verwunderung darüber Ausdruck gegeben, daß nach dem Tode Canovas' nicht der liberale Parteiführer Sagasta an die Spitze der Regierung berufen wurde. Denn ähnlich wie ihn England, wechseln auch tn Spanien die conservativen und die liberalen Cabtnette mit einander ab, und seit einer Reihe von Dtctnnten war man es schon — einige wenige Ausnahmen abgerechnet — gewohnt, daß ein Cabinel Sagasta das Cabtnet Canovas ab» löste. Was war deßhalb natürlicher, alö daß man nach der Ermordung deS Letzteren es für selbstvirständlich ansah, wenn nun sofort Sagasta aus der Berienkung erschien, in der er vor wenigen Jahren verschwunden war. Welche Einflüffe mitgewirkt haben, um die Königin zu veranlaffen, ein lieber» gangsmimsterium zu bilden mit dem General Azcarraza an der Spitze, ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Jedenfalls kamen ihr die Ereignisse zu überraschend, wenn sie auch vielleicht schon längere Zett mit dem Gedanken der Nothwendig. kett eines SystemwechselS sich getragen haben mochte. Die Königin-Regentin soll seit Jahren völlig selbstständig und unabhängig die politischen Vorgänge verfolgen und sich ihre eigene Meinung über die Verhältnisse bilden, um danach ihre Beschlüsse zu faffen. Eigentlich müßte fie bann auch erkannt haben, daß eS schon vor Jahresfrist höchste Zett war, daS Cabinet Canovas zu verabschieden und dem Lande e ne andere Regierung zu geben. Die Verdienste, welche sich der con- servatrve Partelführer um Spanten erwoiben hat, wollen wir nicht herabsetzen, aber wir können ihm den Vorwurf nicht ersparen, daß er — den Zeitverhällnisstn keine Rewnung tragend — sein Vaterland tn der cubantschen Frage in einen Kampf geführt hat, aus dem ein Entrinnen ichwer möglich fein wird. EtwaS mehr Entgegenkommen gegenüber den be» rechtigten Wünschen der Kubaner, weniger starres Beharren auf veralteten Standpunkten würde Spanien viel Schaden an Nationaleigcnthum und große Opfer an Menschenleben erspart haben. DaS Ausbcutesystem, das man seit vielen Jahren auf Cuba betrieben hat, die Vernachlässigung und Hintansetzung aller Jntereffen der Eingeborenen dieser Insel hat böse Früchre getragen. Lange Zett wird erforderlich sein, um die Wunden, welche dem Mutterlande geschlagen worden find, zu heilen. Deshalb ist die große Frage, welche heute alle Welt bewegt und nicht nur in Spanien allein ventilirt wird, die: „Wird Sagasta auch in der Lage sein, erfolgreich Hülfe zu bringen und Spanien einer Genesung in politischer und wirth- schaftlicher Hinsicht entgegenzuführen? Um hierauf eine richtige Antwort zu fiideu, ist eß nöthig, die frühere Thätigkeit SagastaS einer kurzen Beleuchtung zu unterziehen. Wie wir schon zu Anfang erwähnt haben, hat er schon oft an der Spitze der Regierung gestanden und bezüglich der Behänd» lang der Colonien immer eine milde und veriönliche Politik getrieben, aber auch nichts zu erreichen vermocht, um die Stimmung in den Colonien zu ändern, was jedenfalls darin seinen Grund hatte, daß er nicht energisch genug da» Raub- system der Spanier auf den Inseln zu verhindern gewußt hatte. Als Königin Maria Christina die Regentschaft über» nahm, betraute fie Sagasta mit der Regierung, und sein erste» Werk war die Einführung des allgemeinen Wahlrecht» und die Organisation des Gerichtswesens. Beide Reformen hatte er einige Jahre vorher bekämpft unter dem Vorwande, daß das spanische Volk noch nicht reif genug dafür fei. Sonstige Reformen hat Sagasta nicht durchzusetzen vermocht; wenn er auch den besten Willen dazu hatte, so bildeten die eigenartigen Verhältnisse in Spanien doch ein zu große- Hinderniß, dem Volke die Culturfortschritte anderer Länder zugänglich zu machen. UeberdteS waren die Finanzen des Landes schon von jeher in solch desolatem Zustande, daß vielfach die Mittel zur Durchführung nothwendiger Reformen fehlten. Da htute die Verhältniffe in Spanien noch viel complicirter liegen als früher, so kann man leicht ermessen, vor welch schwierigem Werke Sagasta steht. Freilich kommt ihm zu Statten, daß heute Jedermann von dem Ernst der Lage Überzeugt ist und von der Nothwendigkeit mithelfen zu müffen, um das Vaterland vor dem vollständigen Ruin zu retten. Hierzu gehört vor Allem, daß dem Aufstande auf Cuba ein Ende gemacht wird, was Sagasta durch Einführung von Reformen auf der Insel und durch Gewährung einer weitgehenden Autonomie an dieselbe zu erreichen suche« wird. Da er hierbei deS moralischen Beistandes der Vereinigten Staaten sicher ist, so dürfte e» ihm gelingen, wieder Ruhe und Ordnung auf den Antillen herzustellen und damit den G-und zu legen für eine Sanirung der Verhältniffe im Innern Spaniens. Die Arbeit, welche Sagasta bevorsteht, fordert einen ganzen Mann, und als ein solcher wird sich hoffentlich der neue Ministerpräsident bewähren. (xx) Deutsches Reich» Darmstadt, 5 October. Seine Majestät der Kaiser und Seine Königliche Hoheit der Großherzog begaben sich gestern Mittag zu Fuß nach der Mathildenhöhe zur Besichtigung des Platze», welcher für öte Erbauung der Griechi- scheu Capelle in Aussicht genommen ist. — Seine Majestät der Kaiser vonRußland empfingen heute Mittag 12 Uhr Se. Excellenz den Großh. StaatSmivister Dr. Finger in Audienz. — Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin haben Allergnädigst geruht, das Protectorat über die von Ihrer Königlichen Hoheit der Höchstseligen Prinzesfin Carl inS Leben gerufene Stricklchule zu Bcffungen zu übernehmen und derselben einen jährlichen Beitrag au« Allerhöchstihrer Privatichatulle zu gewähren. Darmst. Ztg. Darmstadt, 5. October. Ihre Majestät der Kaiser und die Kaiserin von Rußland, Ihre König!. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin und die übrigen Höchsten Herrschaften waren gestern Nachmittag von 4 biS 5 Uhr zum Thee bei Ihrer Großherzogltchen Hoheit der Prinzessin Ludwig von Battenberg im Palais am Louisenplatz. SoIffB telegraphische» Correspondmz-Bureau. Danzig, 5. October. Der Stapellauf deS für den Norddeutschen Lloyd in Bremen auf der Werft von Schichau neu erbauten DopPelschrauben-SchnelldampferS ging heute in Gegenwart des Kaisers glücklich von Statten. DaS Schiff erhielt den Namen „Kaiser Friedrich". Schwerin, 5 October. Heute Nachmittag 4*/8 Uhr wurde die Leiche des Herzogs Friedrich Wilhelm in ber Fürstengrnft des Domes beigesetzt. Nach dem Gottesdienst wurde der Sarg von Marineoffizieren zur Gruft getragen und in Anwesenheit der Fürstlichkeiten und der Minister des Großherzoglichen Hauses öeigesetzt. 8ger, 5. Ociober. Anläßlich der gkstrigen Haftentlassung des Redacteurs Hofer wurde Abend» in der Straße, In welcher Hofer» Wohnung liegt, eine Anzahl Häuser illumiuirt, was eine Ansammlung von etwa 200 Personen zur Folge hatte- dieselben brachten wiederholt Heilrufe aus. Durch das Einschreiten de- Bürgermeisters und der städtischen Polizei wurde die Kundgebung bald beendet, worauf die Menge ruhig auSetuandergtug. Depeschen deS Burean .Herold/ Berlin, 6. Oktober. Die „StaatSb. ßtg.* will wissen, daß sich da- preußische Staat-Ministerium bereit- in der nächsten Sitzung behuf- Jnstruirung der preußischen Stimmen für den Bunde-rath sich mit der neuen Marine- Bo »läge beschäftigen dürfte. Berlin, 5. October. Die „Post" schreibt zu der R e f o r m 1« höheren Postdieust: Die vom StaatSsecretär an« geordnete Einschränkung bei der Zulassung von Eleven zum Postdieust habe ihren Grund in dem bei dem bisherigen System fich bemerkbar wachenden zu großen Andrang zu den höheren Poststellen. Bon einer vollständigen Ausschließung der Eleven sei keine Rede. Ueberhaupt sei eine Aenderuug de- Personal-Systems sür den höheren Retch-postdtenst wohl kaum vor Beginn de- nächsten Jahre- zu erwarten. Berlin, 6. Oktober. Anläßlich der Blättermeldung, daß von einem im Reich-marine-Awt eigen- zu diesem Zwecke errichteten Preßbureau Marine-Artikel im ganzen Laude verbreitet würden, um künstlich eine Agitation sür die Ber« mehrung der Flotte Hervorzurusen, versichert die „Nordd. Allgem. Zig.", daß ein Preßbureau tu vorstehendem Sinne in ReichSmarineamt nicht thätig sei. Elbing, 5. Oktober. Der kaiserliche Souderzug tras Nachmittag- 4 Uhr von Trakehneu vor der Schtchau'scheu Werft ein, wo der Kaiser abstieg. Born Eingang der Werst bi- zu dem zu tausenden Dampfer de- Norddeutschen Lloyd „Kaiser Friedrich" bildete eine Schwadron de- Leib-Husaren- Regiment- Nr. 1 Spalier. Um 6 Uhr fuhr der Kaiser nach Langsuhr, wo im Osfiztercafino de- 1. Leib-Husareu-Regiment- rin Diner stattfand. Um 8 Uhr Abend- erfolgte die Rückreise nach HubertuSstock. Hamburg, 5, Oktober. In der heutigen Sitzung de« soctal demokrotts cheu Parteitage- wurde die Diskussion über die Presie fortgesetzt. Fischer-Berlin versuchte die „Vorwärts"-Buchhandlung gegen die Angriffe Hoffmann- Berlin und Katzenstein-Matnz zu vertheidigeu. Es kam zu einer erregten Debatte, in der Fischer den Hoffmann als einen Literaten Trottel bezeichnete und deffen Broschüre als Schundliteratur. In demselben Sinne äußerte sich Zetkin über Hoffmann. Dieser erwiderte mit dem Hinweise auf die große Auflage der Broschüre und den Umstand, daß sie in der ganzen Parteipreffe mit Ausnahme des „Vorwärts" ab- gedruckc worden sei. Der Streit zwischen dem „Vorwärts" und dem „Hamb. Echo" wegen deS Berichts über den letzten Parteitag wurde durch den Beschluß erledigt, daß der Parteivorstand verpflichtet wird, den osfictellen Parteibericht allen Parteiblättern gleichzeitig zu überlassen. AuS dem weiteren Verlauf der Verhandlungen ist noch zu bemerken, baß der Ueberschuß de« „Vorwärts" und „Hamb. Echo" auf 48000 bezw. 102 000 Mk. angegeben wurde. Nach Erledigung des Kassenberichts wurde den Kassenführern Decharge erthetlt. Hamburg, 5. Oktober. In der heutigen NachmittagS- sttzung des focialdemokrattscheu Parteitages erstattete Abg. Schippel-Berlin Bericht über die parlamentarische Thätigkeit der Fraktion. Derselbe erwähnte, daß im letzten Jahre bei Gelegenheit der Debatten Abg, Auer bekannt gab, e« sei die Mitth-ilung geworden, daß eine Reihe Ange« höriger der Berliner Polizei in süddeutsche Fabriken als Arbeiter versetzt seien, um die dortigen Arbeiter zu überwachen. In einem Falle sei eS dem Genossen DreeSbach-Maunhelm, den er damit beauftragt habe, gelungen, das Vorhandensein eines solchen Spions festzustellen. Abg. Bebel sprach alsdann zur Erläuterung des Verhaltens der socialdemokratischen Partei gegenüber der Bewilligung der neuen Geschütze. Bei Besprechung de« Verhalten« der Partei zu den Reichstags- wählen brachte Referent Bebel folgende Resolution ein: Betreff« die Stellung der Partei zu den ReichStagSwahlen beschließt der Parteitag: 1. Es ist Pflicht aller Parteigenossen, soweit die« noch nicht geschehen ist, sofort in die Vorbereitungen für die allgemeinen ReichStagSwahlen einzutreten. In allen Wahlkreisen, in welchen organifirte Parteigenossen vorhanden sind, sind ohne Rücksicht auf die Zahl der zu erwartenden Stimmen von der Partei Eandidaten aufzustrllen. 2. Im Falle einer engeren Wahl in einem Wahlkreise, bei welchem der Eandidat der Partei nicht in Frage kommt, find die Parteigenossen gehalten, demjenigen Eandidaten einer bürgerlichen Partei die Stimme zu geben, der fich verpflichtet, im Falle seiner Wahl sür Folgendes im Reichstage einzutreten: a. die Aufrechterhaltung de- allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts in seiner jetzigen Gestalt, eS sei denn, daß eS fich um den Antrag auf Erweiterung und größere Sicherung desselben handle- b. sür Aufrechterhaltung deS unverkürzten Budgetrechts de« Reichstages (kein Septennat rc.)- o. für Sicherung des allgemeinen Vereins«, BersammlungS- und CoalitionSrechtS durch den Reichstag- d. gegen die Einführung von Ausnahmegesetzen und gegen die Verschärfung de« bestehenden Strafrecht«, soweit e« sich um politische Ver» ,rhen oder Verbrechen handelt- e. gegen jede Verschärfung de- bestehenden Preßgrsetze«; f. gegen die Einführung neuer oder gegen Erhöhung bestehender indirekter Steuern und Zölle und gegen Vertheuerung nothwendiger Leben«- und Genuß- mittel. 3. ES kommt kein Eandidat io Frage, der fich diesen Forderungen gegenüber ablehnend verhält. Daun ist stricte Stimmenthaltung zu proclamtren. Karttruhe, 5. Oktober. Die Landtags w ahl en dürsten um 10. November erfolgen. Turin, 5. Oktober. Die „Gazzetta Piemontese" meldet: Prinzessin Elvira von Bourbon, welche vor JahreS- frist mit dem Maler Folcht geflohen war, strengte gegen ihren Vater Don EarloS durch zwei Mailänder Advokaten einen Procrß wegen Herausgabe des Erbe- ihrer Mutter an. Mailand, 5. Oktober. Die großen Bank« und Getreide- firmen Luigi Bottaliga in Ancona und Laudalo Padovans in Sinigaglia find mit V/t, bezw. l®/4 Millionen Passiven in ZahlungSstockung gerathen. Vorwiegend betheiligt ist die Banca d’Italia. Taruopol, 5. Oktober. Hier und in ganz Podolien find heftige Regengüsse, Kälte und Schneefall ein- getreten. Berlin, 6. Oktober. Die Kaiserin reiste heute Morgen 8 Uhr nach HubertuSstock ab, woselbst sie mit dem Kaiser zusammentrisst. Sie gedenkt daselbst bis zum 15. d. MtS. zu verweilen. Berlin, 6. Oktober. Zum Fall Grütter veröffentlicht daS „B:rl. Tagebl." eine Mitthetlung der Eifenbahndirrction zn Danzig. In derselben heißt eS u. A., daß nach einer bestehenden Verordnung dem betreffenden Zuge ein Schaffner hätte beigegeben werden müffen. Die« fei leider infolge eines bedauerlichen Versehens der Station Schwetz unterlassen worden, wofür der schuldige Beamte zur Rechenschaft gezogen sei. Nach Ansicht der Eisenbahn-Direktion würde die Beigabe de- Schaffners bei dem Unglückszuge den Tod des Lehrers Grütter schwerlich verhindert haben. Aller Wahrscheinlichkeit nach würde eS in diesem Falle nicht ein oder zwei Tode zu beklagen sein. _________ Schwurgericht. W. vietzen, 6. Oktober. Heute wird in die am Montag voriger Woche vertagte Verhandlung gegen den Keffelschmted Georg EverS von Schwetzingen wegen TodtschlagS, TodtschlagSversuch und gefährlicher Körperverletzung eingetreteu. Bei AuSloosung der Geschworenen wird ein Ersatzgeschworener mit auSgeloost, weil die Verhandlung voraussichtlich erst am Freitag zu Ende kommt. ES find 50 Zeugen zu hören. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Dr. Güngerich. Als Ver- tbeidiger de« Angeklagten ist Rechtsanwalt Metz erschienen. Die drei medtcinischen Sachverständigen Dr. Lorenz und Dr. Weckerling, beide von Friedberg, und Dr. Hirsch von Bad-Nauheim, find wieder zur Stelle. Der Angeklagte ist bisher in Ober-Wöllstadt gewesen, derselbe ist 22 Jahre alt und wegen Körperverletzung und Landstreicherei zweimal vorbestraft. Demselben wird zur Last gelegt, daß .er in der Nacht vom 15. bi- 16. August d. I. zu Rödgen bei Bad-Nau- hetm den Bürgermeister Chr. Hartmann mittels eines Meffers vorsätzlich getödtet, daß er gegen den P h. S e ck t n g e r einen TodtschlagSversnch unternommen, und den Knecht PH. Amt hör mittels deS Messers schwer körperlich verletzt habe. Der Angeklagte hat als Kesselschmied, bei der Dreschmaschine, auf einem Seeschiff 7 Monate als Kohlenzteher immer schwer gearbeitet. Er kam zuletzt, im Juli d. I., vor der in Rede stehenden That zum Dreschmaschinenbefitzer Beith nach Rieder-Wöllstadt. Der Anaeklagte erzählt, daß er vor zwei Jahren eine gewisse Elise Oehm kennen gelernt und mit betreiben verkehrt. Diese habe ihm häufig geklagt, der PH. Seckinger verfolge sie und sage dann Schlechtes gegen ihn aus. Darauf will der Angeklagte nur geäußert haben, wenn der das sage, schlage er ihn, wenn er ihn treffe, aufS Maul. Am 8. August will der Angeklagte die Oehm gefragt haben, ob sie mit Seckinger Etwas habe, da (et die Gefragte ohne ihm Antwort zu geben fortgelaufen. Dann fei er mit dem Seckinger zusammen getroffen, der habe geschimpft und habe den Angeklagten angefaßt und derselbe sei in die Goffe gefallen. Der Angeklagte verwahrt fich gegen die Beschuldigung, daß er überhaupt in der Zeit des Monats August Jemand mit dem Messer bedroht habe, wenn er lm betrunkenen Zu- stände etwa eine Drohung gegen Seckinger ausgestoßen, so wisse er dies nicht. Der Angeklagte kommt nun auf den Tag am 15. August- er sei au dem Tage mit den zu vernehmenden Zeugen Debu« und Teiß zusammen gewesen. Sie waren in Friedberg, und da gingen fie beim Messerschmied Schäfer vorbei und zwar zufällig, da will er feinen Kameraden gesagt haben, er habe sein Messer verloren und wolle ein neue« Messer kaufen, wa- er auch gethan habe. Man hatte im Laufe des Tage- in verschiedenen Orten getrunken. (Fortsetzung folgt.) CoceUs ttitö prrohtjielteSo Gießen, den 6. Oktober • • Kirchliche Dieustuachricht. Seine Königs. Hoheit der Großherzog Haden Allergnädigst geruht, am 2. Oktober dem Pfarrassistenten Lio. theol. Leonhard Jacob zu Mainz die neu errichtete (vierte) evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen. • • Gewerbegertcht. Im laufenden Monat Oktober find als Beisitzer für daö Gewerbegertcht (eiten- der Arbeitgeber Spenglermeister Faber, seitens der Arbeitnehmer Bäckergeselle Strobel bestimmt. Die AuSloosung dr Betfitzer, deren Mandat in zwei Jahren abläuft, hat nunmehr auf« Neue auf ein weiteres Jahr zu erfolge». ♦ ♦ Da« Präsidium bei „hassia" gibt bekannt, daß durch Ministerialerlaß den Kriegerveretven deS Verbandes nun daS Schießen bei Begräbnissen ohne vorherige Einholung behördlicher Erlaubniß gestattet sei. Trotzdem haben wiederholt, namentlich iu letzter Zeit, Kriegervereine die Erlaubniß auch auf Schießen bet Hochzeiten ausgedehnt. Gerade die Kriegervereine seien verpflichtet, ein gutes Beispiel zu geben tu Bezug auf Unterordnung unter die Gesetze. E« wird daher nochmal« zur Kenntuiß gebracht, daß e- zum Schießen bei allen anderen Veranlassungen als Beerdigungen der besonderen Erlaubniß des KreiSamtS bedarf, die vorher ein» zuholeo ist. Entschuldigungen werden in der Folge von den Behörden nicht mehr angenommen. — Die Grogherzogliche Staatsregierung hat dem Präfidinm der „Hasfia" auch für daS nächste Jahr die Abhaltung einer Geldlotterie gestattet, deren Reinertrag zu Gunsten hilfsbedürftiger Veteranen zu verwenden ist. Prüfung. Am Montag nahm die Prüfung der Gerichtsschreiber-, Gerichtsvollzieher - und Poli- zeico mmissLr-ASpiranten, zu welcher fich 33 Cau- btbaten angtmelbet, aber nur 31 erschienen waren, im Iustiz- gebäude zu Darmstadt ihren Anfang. M Die commiffarifche» Verathuugen ber hessische» Bleie: refonufrage gelangten, wie der „Fr. Ztg.- geschri-beu wird, am Samstag zum Abschluß. Die Commission erklärte fich mit der Tendenz der Steuerreform — Umgestaltung der Grund- und Gewerbesteuer, höhere Heranziehung be« funbirtex Llnkommeus, sei eS durch eine vorausbesteueruug ober durch Zuschläge zur Einkommensteuer, Berücksichtigung ber Leistungsfähigkeit und insbesondere Gestattung deS SchuldenabzugS — eiuverstanbeu und erklärte einstimmig, daß daS Ziel der Reform auf dem Wege ber Beibehaltung der Grund- und Gewerbesteuer als Rcalsteuern nicht zu erreichen, fei. Mit derselben Einstimmigkeit verwarf die Eommisfion die in Erwägung gezogene Umwandlung der Grund- und Gewerbesteuern in ErgänzungSsteuern aus funbirtem Einkommen vom Charakter ber Eapitalrentensteuer unb erklärte geschlossen die Vermögenssteuer als den besten Ersatz der bestehenden ErtragSsteuero. Entgegen irrthümlichen Auffassungen muß hierbei betont werden, daß diese Vermögenssteuer nicht al» eine solche nach preußischem Muster, die bekanntlich vermöge» jeder Art mit einem einheitlichen Steuersatz belegt, gedacht tst, daß im Gegentheil dieser Beschluß lediglich eine Anerkennung deS BermögenSsteuerprinzipS bedeutet und im Uebrigen bie Frage, ob die verschiedenen BermögenSgattungeu — Grundbesitz, Gewerbe, Kapitalvermögen — einheitlich oder verschieden zu belasten seien, offen läßt. Dem entsprechend wurde der Antrag deS Provinzialdirictor« Frhrn. v. Gageri, getrennte Werthkataster für die verschiedenen Vermögensgattungen aufzustellen, angenommen, da dieser Antrag beide Möglichkeiten — Belastung mit einheitlichem und verschiedenem Steuersuße — gestattet. Einstimmig bejahte ferner die Commiifion, ob eine Entlastung der durch bie ErtragSsteueru unb bie Vermögenssteuer aufzubringenden Summe erwünscht sei, wobei insbesondere Wetnfteuer und Staatslotterie diScutirt wurden. Während die Weinsteuer, die aufS Energischste von den rheinhessischen Mltgliedern der Commission bekämpft wurde, sehr gecheckte Ausnahme fand, wird die Staatslotterie mit allen gegen 7 Stimmen als sehr beachtenSwertheS Ersatzmittel empfohlen. Eine Verschärfung der Progression der Einkommensteuer wird dagegen nicht alS thunltch erachtet, da nach dem hessischen Steuersysteme jederzeit durch Erhöhung deS EinkommensteuerauSschlagS-Coösficienten eine höhere Belastung der Einkommersteuerpflichtigen erzielt werden könne unb es fich nicht empfehle, an dem mit unendlichen Schwierigkeiten 1895 zur Verabschiedung gelangten Gesetze wieder za rütteln. — In der Frage der Gemeindesteuerreform wurde vielfach die Anficht vertreten, daß eS angebracht erscheine, auf diesem Gebiet erst dann reformatorisch vorzugek», wenn die Ergebniffe der Staatssteuerreform zu übersehen wären. AuS diesem Grunde sah die Commission von Beantwortung der hier seitens der Regierung gestellten speciellea Fragen ab und begnügte fich, einstimmig die Anficht auSzu- sprechen, daß im Anschluß an die Staatssteuerreform die Gemeindesteuerreform vorzunehmen und hierbei ein angemessener Anschluß an die Veranlagung der Staatssteuern in« Auge zu fassen sei. Allgemein verworfen wurde dagegen die Nach- ahmung des Beispiels de» preußischen Staate«, der Staats- unb Gemeinbedesteuerung auf völlig verschiedenen Grundlagen sich vollziehen läßt. * * Die Schwiibfuchttbekämpfoug in Deutschland hat eine» neuen wichtigen Fortschritt zu vrrzetchoen. Die Hanseatische Versicherungsanstalt, deren Direktor Gebhardt al« einer der rührigsten Vorkämpfer für die frühzeitige Behandlung der Lungenschwindsüchtigen bekannt ist, hat ihre Heilstätte Oderberg nunmehr in vollem Umfange in Betrieb gefetzt. Die Bedeutung der Eröffnung derselben liegt außer auf dem Felde der öffentlichen Gesundheitspflege darin, daß eS sich habet um bie erste Schöpfung dieser Art handelt, welche auf Grund der socialpolitischen Gesetzgebung entstanden ist. Wenn alS deren Aufgabe zunächst angesehen wurde, bie durch Krankheit, Unfälle und Siechthum herbeigeführte Noth zn mindern und womöglich zu beseitigen, so erfuhr fie in folgerichtiger Entwickelung bald die wichtige Erweiterung, dem Eintritte dieser Noth vorzubeugen. Daraus entsprang eine vorsorgende Handhabung der Krankenpflege für die der Kranken- verficherung unterstehenden Volkskreise, wie fie vorher alt Aufgabe gesetzgeberischer Maßnahmen in dem jetzigen Umfange unbekannt war- daraus die Maßnahmen der Unfallverhütung und die Bemühungen, den durch Unfall Geschädigten wieder der ErwerbSihätigkeit zuzuführen- daraus nunmehr auch die Maßnabmen dem mit Erwerbsunfähigkeit infolge innerer Krankheit Bedrohten frühzeittg beizufpringeki, den in feiner Arbeitsfähigkeit Gefährdeten durch rechrzeifge» Eingreifen vor dem versinken in den Nothstand der Erwerbsunfähigkeit zu schützen. Hier sollen die Heilstätten für langen- kranke versicherte einsetzen. Der Bekämpfung der Lungen- tuberkulöse, dieses am Marke deS Volke« fressenden Schaden», werden auf diese Weise Seiten« der Träger der Arbeiter- Versicherung Kräfte zugeführt, die weit über dasjenige Matz hinausgehen, welche« noch vor wenigen Jahren auch bet kühnsten Hoffnung erreichbar erschienen. Au« dem Wesen der Arbeiterverficherung folgt ober auch wieder die Begrenzung, in welcher die Organe derselben fich der Fürsorge füi Lungenkranke zu widmen berechtigt find. Nicht nur, daß der Personenkrei«, dem fie zu dienen bestimmt find, nur einen Theil deS Volke« umfaßt, unb fie den übrigen BolkSgenoffen zu bienen nicht berufen find - eS liegt die Beschränkung vor allem darin, baß die Träger der Arbeiterverficherung immer nur Aufwendungen für Heilstätten zu machen berechtigt fink, fie ober nicht Pflegestätten für Sieche zu schaffen Hoden. Derjenige, dessen liebevolle« Herz dem Elendesten unter den Kranken t t ergiebigste Hülfe gewähren möchte, empfiadet e» al« etwa'- Befremdende«, daß die Arbeiterverficherung diese»- möglicher Weise ihre Hülfe versagen muß, um sie Demjenigen» I Mk ‘•‘•Uljtatal l»i mit Ä*," °l- T” d-kmR^z ÄV1* M „'S”6 l!dl,!lch ein, jJ, leimtet uni j» Ä'v1"6*6''« yJ56, $™ »chichwi Mtautortjtjm.i. Sagen « beridjiebenen Vennögeu- ®«/ da bitlet Antrag beibt '^k"ltchem unb verschied»« "WO bejahte jeraer die der durch die Grhagtfuucin ixingcnben Summe nwüvscht n» unb StaaMottrrie leiasteuer,bie aus« Energischste etn der Commisfiou btfäoipft taub, wirb bie StaatSlottnie S sehr beachtruSwertbek tzr- Icharsuug der Progression tti nicht a!s thmlich erachtet, It ut jeduzeit durch Erhöhung Cossficienteu eine höhere Ie- ichtig» erzielt werden köure dem mit unendlichen Schviech gelangten Gesetze wieder gr Gemkindeflenerrefor« tttü, daß t9 angebracht renn reformatorisch vorzugebei,, gsteuerreform » ßbtrffbe die Eommession von Vs tegicrung gestellten specieüem chimmig die Ansicht autw tztMisirume^M M» unb hücküüvgWmssmr n TtMisievern in» Auge P n wurde dagegen dir Nach Gchrn Staate-, der Staats eMg verschttdrnen Gruudlago «ifoiitiMNW*1 »in*«. »$** Hector @<6faelt «U* , Ml M|iW0'8*bg tarn, ist, 6«f ü,! 6* Umfans« I” ®‘‘,lcb d„IB-° IW* ” « i.ifihfit« darin, dah er p» , 5 jo »e»6- 6' ™ iinttW mWfj®1 i( «e »»1« ,s HMK«'< t®' ™ 11- ■" w in*1’ ! M< ®o6n5 UofoB „gen, d-° W J laearl n W ti. bi**. :roh«° f* ’4 * W*“* fo0‘«bl,y m Der ®ll,”?' flenMi ®4ob,‘ ’ »I «s«S»Ä,bs «1» »“Vier 3*!» J r*?:sfe zu gewähren, der verhältnißmäßig leicht erkrankt erscheint unb vielleicht sogar im Besitze seiner vollen Erwerbsfähigkeit ist. Unb doch waltet auch bei diesem Borgehen der Grundsatz der Nächstenliebe. Denn werthvoll für die BolkSwohlfahrt ist die Pflege der einzelnen Elenden und Kranken- werth- voller aber die Sorge, daß künftiges Elend großer Volks« kreise vermieden oder wenigstens hiuausgeschoben werde, und daß künftige Generationen immer mehr davor bewahrt bleiben. ** Wetterbericht. Nachdem die Depression über Italien sich noch vertieft hat und gleichzeitig daS Barometer im Norden erheblich gestiegen ist, bestehen heute auf dem Con« tiuent ganz beträchtliche Druckuuterschtede, so dah vielfach starke bis stürmische Luftbewegung meist auS nordöstlicher Richtung herrscht. Die Witterung ist daher auf unserem Gebiete trübe unb sind allenthalben Niederschläge gefallen, in den höheren Lagen als Schnee. An den Hochstatiouen liegen auch die Temperaturen überall unter dem Gefrierpunkte. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch uu« ruhiges, kühles Wetter, im Süden und Osten zeitweise Niederschläge. ____________ Heuchelheim, 5. October. In den festlich geschmückten Räumen der Wtrthschaft „gum Treppchen" feierte am Samstag den 2. d. MtS. die Firma Rinn L Cloos, Cigarrenfabrtk, ihr diesjähriges Stiftungsfest durch Tafel, Concert und Tanz. Die Festlichkeit wurde um 8 Uhr durch einige schöne Musikstücke eröffne», worauf sich das gemeinsame Mahl an- schloß, welches durch diverse Toaste die uöthige Würze erhielt. Im Besonderen richtete Herr L. ClooS aus Wetzlar in feiner Ansprache einen Rückblick auf daS verfloffeue Geschäftsjahr, woraus hervorging, daß auch in diesem Jahre die Firma einen hedemendeu Aufschwung genommen hat. Nicht allein daß die Firma ihr Personal seit dem I^jährigen Be« stehen der Fabrik umS dreifache vermehrt hat, muhte neuerdings die Thärigkeit auf Ueberstunden verlängert werden, da die Räumlichkeiten der Fabrik die Anstellung von weiteren Arbeitskräften nicht gestatteten. Durch den ungeahnten erfreulichen Aufschwung find somit die Inhaber der Firma veranlaßt worden, eine Ftltalfabrtk in Erda bet Hohensolms zu errichten, welche kommenden Sommer ihrer Vollendung ent- gegenfirht- gewiß ein deutlicher Beweis von der thatkräftigen Führung deS gesammten Unternehmens, wie auch von der Beliebtheit der Fabrikate. Redner hob noch weiter hervor, daß daS Berhältniß zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern daS denkbar günstigste und der Gesundheitszustand ein ver- hältnißmäßig guter gewesen fei. Das Andenken einer verstorbenen Arbeiterin wurde durch Erheben von den Sitzen geehrt. Nach Beendigung der Tafel begann zur Freude fämmtlichrr Anwesenden der Tanz und sobald erst Terpsichore Einzug gehalten, wurde die au und für sich fröhliche Stimmung um Vieles gehoben. Vorträge, Tavzbelustiaungen und Cottllon 2C wechselten mit einander ab und ließen nicht nur den schönen Verlauf deS ArbetterfesteS, sondern auch das gute Einvernehmen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern deutlich erkennen. Dos Fest, ein Arbeiterfest im wahren Sinne deS Wortes, dauerte bis zum frühen Morgen- jeder Theil- uelmer wird gern an die schön verlebten Stunden zurückdenken und den Veranstaltern dankbar sein. « u? dem Kreise «l-feld, 4. October. Wie an fflt Radfahrer gefährlichen Strahenstellen im oberen Vogelsberg, so hat der deutsche Radsahrerbuud auch zwei Warnungstafeln im Walde zwischen Ermenrod und Romrod anbringen lassen. Am sogen. Schellnhäuser Berg und im Thüringer Grunde fällt nicht nur die Straße äußerst steil, sondern wacht auch eine sehr scharfe B eguug, die aber dem Auge durch den Wald nicht gleich bemerkbar erscheint. Die betreffenden Warnungstafeln sind mithin hier sehr am Platze für Rad- fahrer, dürften aber auch für andere- Fuhrwerk einen be- achtenSwerthen Fingerzeig bilden. -1- Salzhausen, 4, October. Die Badesaison ist jetzt definitiv zu Ende- obgleich die Witterung der verflossenen Saison, insbesondere diejenige de- MonatS September, sehr schlecht war, wurden doch so viel Bäder verabreicht, als tm Vorjahre. Auch unbemittelte Kranke wurden diese- Jahr wieder bedacht. — Auf den neuen Bahnlinien durch die Wetterau zeigt sich ein sehr lebhafter Verkehr, und zwar nicht auS Neugierde, sondern weil die Leute ihren Ge- schästen nachgehen. Die 4. Wagenklaffe wird besonder- fleißig benutzt. Mainz. 4. October. Nach einer soeben hier etngelaufenen Depesche au» Berlin hat StaatSminister v. Thielen einer Deputation von Buchdruckereibesitzern die Zusicherung gegeben, daß die Etsenbahndrucksachen-Verwaltung in Mainz verbleibe. Dop.tz dlo. Frkf. Ldw.LredAk. unk. b. 1900 •db; Haute. Au ertragen 9287 Rordanlag« 18. pari. 4.16 Ämeric. >1906 -.1906 amt«: mann 103.16 97.85 1C215 000.0t 101.50 auf 1 anberi tnnab fetgmbt' <’/i 4 3 6 4 20 Frankm-St. v?npL vovereigns Dollars ta ®otb WCk'U 111 tn Kulscher-Derein Gießen. Tamstag den 16. Cctober, im Gießener Fkstsaal (6afe Leib): d belegen Schön Ci J. C. Schmidts Reform-Hyacinthengläser, praktisch, btgukm, erfolgreichste Kultur, hübsches Aussehea. 15 Ehrend iplome. 1782 Ccftcrr. Silberrmtr Ung. Gold-Rente Portugiese» Mexicaner Monopol-Griech« von Eilend. Rentenb. DM. Buderus DbL 86.86 03.66 22 85 93 CO 36 26 101.50 1 0.60 100 50 1(X .60 101.03 102.00 92^0] Sofort ein fungtS Mädchen, da« gut naben kann, für einige Htd. des Tigls ges «Sthestr. 29,11, 8—9 Vorm 929u Herren, welche in befferen Kreisen Verkehren. werden zur Uebernobme einer Vertretung für dedeutende Lebens-Ver*.tiesell- schaft, für welche durch neuere Winridft. leicht Erfolge zu erziele« find gesucht. Anlernen und «in führung erfolgt gern. Meld, an W. Napaam. Mainz, Bah«, dofstratze 8 ist un&bertroflen in Leuchtkraft, Brenndauer und Gasverbrauch. Feier des 5« Stiftungsfestes, verbunden mit Fahnenweihe. Herrenkarteu ä 80 Pfg., Damenkarteu i 30 Pfg., zu habe« im Vorverkauf bei den Herren Friseur Rüger, Wallthorstraße; Frise« Stier, Schulstr.; Friseur Wahl, Neustadt; Rühl, Marktür.; Tichy, SelterSweg; Handschuhfabrik. Wirsig, SelterSweg, u. bei Peter Berg, schlag zu haben oder, wo nicht vorhanden, direct vom Erfinder J. C. Schmidt, Hoß., Erfurt. Prelaverzeichalsa mit Abbildungen Ober Blumenzwiebel!, Herbstaee- saateo eto. zu Diensten. 00.00 I 20.39 i 4.20 ! yichf' rrsä-k«' -ft «u $1 Jährliche Production der Nestle’schen Milchfabriken: 30,000,000 Büchsen. Täglicher Milch verbrauch: 100,000 Liter. in bett We vegm j thnligt fttUung Zeichne •nirooitl punkte enteigne Men 3 f° steht °us ein G . Ui 9 Ctioin »(tfcgflr °° den -.35 — 25 Jede Partie 9304 Zwetschen- und Birnbaumholz wird angekauft. Offerten mit Preisangabe an Konr. Stephan III., GroßenBuseck. 3i Bürgen gestellt Danksagung. Für die vielen Bewe-se herzlicher Theilnahme bei dem un- betroffenen harten Verluste, wie für die zahlreichen Kranzspenden sagen innigsten Dank 9293 Familien Arnold und Scheel. Grüningen u. Gießen, 6. October 1897. Frankfurter Storno 31/, Deutsche RetchSanl. 3 Preuß. Coniols WirthschaftS Uebernahme. Hierdurch beehre ich mich, dem verehrlichen Publikum von Gieße« und Umgegend, sowie meiner geschätzten Nachbarschaft ergebenst anzuzeige«, daß ich die altreuommirte Restauration 22 Marktstrasse 22 übernommen habe. ES wird mein Bestreben sein, das altbekannte gute Renommv der Restauration durch Verabfolgen nur vorzüglicher Speisen und Getränke Hochachtungsvoll Frau K. Aubel, Grünbergerstraße 8, 1. Stock, Kodes und Confection. Oesterr. Staatsbehn v. 1885 93 35 I 4 Jtol. staatsgar. Etseub. 58 101 4 Ausschank der beliebten Hellen und dunklen Biere aus der Brauerei Textor (Inhaber G. Bichler). Reingehaltene Weine. Achtungsvoll August Fel sing1. Indem ich um geneigten Zuspruch bitte, versichere ich meiner werthen Kundschaft die Lieferung vorzüglicher Backwaare bei promptester Bedienung. Hochachtungsvoll Heinrich Plank, Bäckermeister. (Joursbericht in J. Kurz & Co., Giessen, Mädchen welche das Kleidermachen gründlich erlernen wollen, werden federzeit Bett. N solche (|.B liche den j Wohnungs-Veränderung. Meiner werthen Kundschaft, sowie den hochverehrten Damen Gießen» und Umgegend, die eraebene Mittheilung, daß mein Confections-Geschäft von Seltersweg 81 nach Grünbergerstr. 8,1. Stock verlegt habe. Mit den neuesten Moden stets aufs Beste vertraut, halte ich mich im Unfertigen von Costümes jeder Art bei reeller Bedienung an» gelegentlichst empfohlen. Äebattion; «. Echrhda. — Druck ’mb Srrlaa brr ' ühl'schen UnivkrsttütS-vucki. und Etrindrnckrrei (Pietsch A Sd)rt)ba) ta Gießen. Die heutige Dummer umfaßt 6 Seiten Zwiebeln Heute Donnerstag trifft ein Waggon Zwiebeln zu billigem Preise ein Alle Bestellungen frei ins Haus. Rüstl. (llilchpnlver) wird seit 30 Jahren von den ersten Autoritäten der ganzen Welt empfohlen und ist das beliebteste und weitverbreitetste Nahrungsmittel für kleine Kinder und Kranke. Nestle8 Kindernahrung enthält die reinste Schweizermilch. 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