Mi Stecher Henst. lech Ma Brasilien ÄNL-- Kr. 156 Erstes Blatt Mittwoch d« 7. IM 1897 Der Htt»ener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener AamitlenSkälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger A0onnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Tlveis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamikienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen 1 Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. er 8 Tage. 2749/Ui Amtlicher Theil. Illi* M5 Deutsche» Reich» Berlin, 3. Juli. Nachdem der BundeSrath die Handwerks«Organisations-Vorlage angenommen hat, wird ihre Veröffentlichung kaum längere Zett auf fich warten laßen. Mir demselben Zeitpunkt dürfte dann daS Gesetz, soweit eS fich um die zu seiner Durchführung erfor- derlichen Maßnahmen handelt, in Kraft treten und an alle bei der Durchführung beteiligten Factoren die Pflicht heran« treten, zu, ihrem Theile den im Gesetze gestellten Anforde- rungeu zu genügen. Das Letztere hat nun nicht blos, soweit die Organisationen der facultativen ZwangStnnungen und der HaudwerkSkammeru in Frage kommen, Neuerungen im Gefolge, sondern wird auch für die jetzt schon bestehenden Juuungeu, selbst wenn fie nicht in ZwangSinnungen verwandelt werden, eine recht beträchtliche Menge Arbeit mit fich bringen. Die neueste Gewerbeordnungs Novelle enthält auch für die jetzt schon vorhandenen Innungen eine ganze Anzahl neuer Vorschriften. Wir erinnern nur an die Erweiterung deS Kreises der als Mitglieder aufnahmefähigen Gewerbetreibenden, an die Ausdehnung der Competenz der Innungs-Schiedsgerichte, sowohl was die gewerbegerichtliche Seite, als auch die Beiträge für die Krankenverficherung betrifft, an die nothwendig werdende Neugestaltung der Statuten und Nebenstatuten, welche die Bildung und Geschäftsführung des Gesellenausschusses, die Ueberwachung der für die Beschäftigung der Gesellen, Lehrlinge, Regelung des LehrlingsweienS rc. erlaffeuen Vorschriften betreffen, an die Neuwahl der Schiedsgericht-Vorsitzenden und «Belfitzer gemäß den Bestimmungen des Gewerbegerichtsgesetzes, an die Wahl von Beaustragren u. a. m. Die jetzt bestehenden Innungen werden fich alle mit der Durchführung dieser Neuerungen befassen müffen, und zwar in einer verhältnißmäßig kurzen Zeit. Sind die Innungen nämlich nicht so weit vorgeschritten, daß alle diese Neuerungen in dem Zeiträume eines Jahres nach der Inkraftsetzung der materiellen Vor- schriften deS Gesetze- erledigt sind, so kann die höhere Verwaltungsbehörde die erforderlichen Abänderungen anordnen. Der Zeitpunkt, mit welchem der materielle Theil des Gesetzes ganz oder theilweise in Kraft tritt, von dem an also die Jahresfrist rechnet, wird übrigens durch Kaiserliche Ver- ordnung mit Zustimmung des BundeSrath- festgesetzt. — Beim Reichsgericht macht sich, wie der „Köln. Zeitung" geschrieben wird, eine nicht unerhebliche Abnahme der Geschäfte bemerkbar. Wenn dies namentlich von Strafsachen gilt, so läßt es sich zu einem gewissen Theile wohl auf die allmählich als feststehend anzuerkennende Rechtsprechung in wiederkehrenden Formfragen zurückführen, der zur Folge neue Anfechtungen von vornherein als auSfichtSlos zu betrachten find und deshalb unterbleiben. Dasselbe mag auch von nicht wenigen Entscheidungen über die Anwendung 1,000 Liter. goldene Medaillen. indermeU bpnirer) i den ersten Autorität ihlee und ist das beliebtes ,1 Nahrungsmittel für kla-1 und Kranke. ndernahrun; imste Schweizermilch. ndernahmj and stets zuverlässig. * ndernahrwii lieh, verbötet Erbrechen öl chtert das Entwöhnen, i ndemahrun? rern genommen, ist fach zu bereiten. ,i«en Jahreszeit, in der f .hn-itld fQrf!±» ^-HANDLUNGEN- nkungen^ fortge,o^eerkullnt>etl111 Gießen, den 5. Juli 1897. Betr.: Ausführung des allgemeinen Bauordnung. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen en die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Hinweis auf § 101 der AuSsührungSverord mng zur allgemeinen Bauordnung (Regierungsblatt von 1882 S. 29) sehen wir bezüglich der in diesem Jahre revidirten Bauwesen alsbaldiger Berichterstattung entgegen, insoweit Sie hiermit im Rückstände sind. v. Gagern. Gießen, den 5. Juli 1897. Betr.: Ermittelungen bezüglich der im Großherzogthum sich aufhaltenden Kgl. spanischen Staatsangehörigen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an Gr. Polizeiamt Gießen und die Gr. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen binnen 8 Tagen hierher berichten, welche Königlich spanischen Staatsangehörige« sich in Ihren Gemeinden zur Zeit aufhalten. Bor» und Zuname, Alter, Eivilstand (ledig, verheirathet, verwittwet, geschieden), Zahl der lebenden Kinder, Stand brzw. Beruf, Aufenthalt dauernd in der Gemeinde oder vorübergehend, find hierher anzugeben. Für den Fall, daß sich spanische Staatsangehörige in den Gemeinden nicht aufhalten, ist ein Bericht nicht nöthig. v. Gagern. en**;,, x»brwertk 10 »' " i Milchfabriken: elfen ICHK-Cu., HANNOVER des Strafgesetzbuchs selbst gelten, die festen Rechtes geworden, neuere Erörterungen auSzuscheideu scheinen. Namentlich soll die Zahl der von Anklagebehörden ausgehenden Revi- fionen im Rückgänge begriffen sein oder richtiger, die von diesen Stellen auSgegangeueu gelangen weniger regelmäßig als früher zur Verhandlung, was damit zusammenhängt, daß neuerdings die Oberstaatsanwälte allgemein und nicht nur in Preußen eine genaue Vorprüfung der Strafacten vornehmen, die von der Staatsanwaltschaft bei den Landgerichten wegen der von ihr eingelegten Revision eingehen und fernerhin nicht mehr ohne Genehmigung und Zustimmung der OberftaatSanwaltschaft an daS Revifionsgericht weiter gegeben werden sollen. Auch in bürgerlichen Rechtsstreitig' ketten wird von der Revision seltener Gebrauch gemacht. DaS kann als ein gutes Zeichen für die Besserung der Er- werbSverhältniffe im Allgemeinen gelten. Wolff» telegraphisches Correfpondmz-Bureau. Berlin, 5. Juli. Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet: Gehetmerath Dr. Koch reiste am 25. v. MtS. vom Bombay nach Deutsch Ostafrika ab, uw wichtige sanitäre Fragen zu studiren und mit den Behörden zu besprechen. Potsdam, 5. Juli. Die Kaiserin empfing heute den Staatsminister v. Bötticher und Gemahlin. Laugeuhal«, 5. Juli. Im Westerwalddorfe Langen« Halm brannten heute 11 Gebäude ab. Rom, 5. Juli. Auf den Wunsch deS Königs wird der Ingenieur Marconi, der gegenwärtig im Marineministerium Versuche mit dem von ihm erfundenen Verfahren der Telegraphie ohne Drähte anstelle, im Quiriual eine Reihe Experimente mit seiner Erfindung in Gegenwart deS Königs und der Königin vorführen. Stockholm, 5. Juli. Von Andrees Nordpol- Expedition wird unterm 28. Juni von der Dänischen Insel telegraphisch gemeldet: Die Füllung deS Ballon» begann am 19. Juni Morgens und dauerte drei Tage. Die Herstellung des Gase» verlief ausgezeichnet. Die Dichtheit des Ballon», der jetzt 128 Stunden gefüllt gewesen, ist befriedigend. Der Wind war bisher überwiegend nördlich. E» ist alles bereit für baS Aufsteigen am 1. Juli. Petersburg, 5. Juli. Dem „Nowosti" zufolge theilt der Gouverneur von Petersburg mit, daß in einzelnen An- fiedelungen seines Gouvernements die sibirische Rinderpest ausgetreten sei, zu deren Unterdrückung der Bestand deS veterinärärztlichen Personals bedeutend verstärkt wurde. Gleiche Berichte find von den Gouverneuren der Gouvernement» Nowgorod und Olonez eingelaufen. Petersburg. 5. Juli. Der König von Siam ist heute Mittag 12 Uhr mit dem Dampfer „Alexandria" aus Neu-Peterhof hier eingetroffen. Der König war vom Großfürsten Alexander Michailowitsch, den Prinzen Svasti und Chira und dem Gefolge begleitet. Bei der Ankunft wurde er von den Admiralen Avellan und Nazimoff, sowie dem Präfecten und dem Commandanten von Petersburg empfangen. Der König fuhr alsdann nach der Peter-Paul- Festung, wo er die Grabmäler der Kaiser besuchte. Hierauf begab er fich ohne Gefolge mit dem Großfürsten nach dem Häuschen Peter» de» Großen und besichtigte dieses. Hierauf wurde im Winterpalais das Dejeuner eingenommen. Um 2 Uhr empfing der König das diplomatische Corp» und kehrte gegen 5 Uhr nach Peterhof zurück. Abends findet im dortigen Hostheater eine Galavorstellung statt. Depeschen deS Bureau „Herold." Berlin, 5. Juli. Der Kaiser hat heute Vormittag 10 Uhr an Boro der „Hohenzollern" von Travemünde die Nordlandreise angetreten. Berlin, 5. Juli. Der neue Staatssecretär deS Reichs- Postamts, Podbielski, hat heute die AnttSgelchäfte übernommen. Der Staatssecretär des NeichSpostarntS, Fischer, der einen halbjährlichen Urlaub angetreten hat, hatte vorher am Freitag mit dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe eine Unterredung, in der er sein Urlaubsgesuch mit neuralgischen Schmerzen begründete. Er hat die Geschäfte an den hier allein anwesenden Director, Geheimer Postrath Wittko abgegeben und ist nach Tirol abgereist. Die übrigen Directoren der einzelnen Abtheilungen befinden sich ebenfalls auf Urlaub. Berlin, 5. Juli. Nachdem der badische Finanzminister Buchenberger die Stelle als Staatssekretär des RetchS- schatzamte» endgültig abgelehnt hat, wird jetzt unter den Candidaten für dieses Amt auch der deutsche Botschafter in Washington, Freiherr v. Thiel mann, genannt. Berlin, 5. Juli. Gegenüber einer Bemerkung der „Franks. Ztg.", eS sei ein offenes Geheimniß, daß der W ech s e l im Reichskanzleramt beschlossene Sache sei, glauben die „Berl. Reuest. Nachr." zu wiffen, daß an Allerhöchster Stelle der Wunsch besteht, den Fürsten Hohenlohe so lange als irgend möglich im Amte zu erhalten. Berlin, 5. Juli. Reichskanzler Fürst Hohenlohe hat als Präsident de» Staatsministeriums den beiden Häusern des Landtages die übliche Mtttheilung zugehen laffen von den am 1. Juli erfolgten Aenderungen in der Zusammensetzung deS Staatsministeriums. Berlin, 5. Juli. Der Oberpräsident hat die Aeltestes der Kaufmannschaft zur Fortsetzung der Berathungen zwischen Landwirthen, Mitgliedern deS Aeltesten-CollegiumS und de» Vereins Berliner Getreidehändler wegen Reorganisation der Produktenbörse für nächsten SamStag aufgefordert. Einen Beschluß darüber, ob fie an den Berathungen theil- nehmen werden, haben die dabei in Betracht kommenden Vertreter noch nicht gefaßt. Berlin, 5. Juli. Am SamStag Abend hat der Bureau- Assistent Gelfert auS Berlin im Gasthofe „Zur Stadt Wittenberg" in Potsdam feine beiden Knaben im alter von 11 und 8 Jahren vergiftet und fich sodann die Puls« adern ausgeschnitten. Er wurde noch lebend in das^Kraukeu« hauS geschafft. Die Knaben waren tobt. Familienzerwürfuiffe sollen das Motiv zu der That sein. Frankfnrt a. M., 5. Juli. Die „Frankf. Ztg." berichtet au» Innsbruck: Bei dem großen Brande in Halming wurden 65 Häuser eingeäschert, 15 Häuser blieben erhalten. Der Schaden beträgt 240 000 Gulden. Versichert ist nur ein Werth von 110000 Gulden. Eine 52jährige Taubstumme ist, obwohl fie schon zweimal in Sicherheit gebracht worden war, abermals in ihre brennende Wohnung gelaufen und verbrannt. Köln, 5. Juli. Au» Kanea wird der „Köln. Ztg." telegraphirt, es bestehe die Abficht, die europäischen Flaggen aus der Sudainsel wegen der Fieberkrankheiten einzuziehen. — Den Consulaten werden Ausschreitungen Seiten- der türkischen Bevölkerung angekündigt. Hamburg, 5. Juli. Die Haupt-Versammlung des Vereins der deutschen Gartenkünstler beschloß die Betheiligung an der Pariser Weltausstellung. Die nächstjährige Versammlung findet in Köln statt. Wien, 5. Juli. Kaiser Franz Josef, der fich feit dem 1. Juli in Ischl aufhält, stattete heute dem König von Dänemark in Gmunden bei der Familie des Herzogs von Cumberland einen Besuch ab. Prag, 5. Juli. Anläßlich eines von den Tschechen gestern in Brüx abgehaltenen Volksfestes kam eS zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen Tschechen und Deutschen. Die intervenirenden Gendarmen wurden zurückgedrängt. ES wurden schließlich Dragoner requirirt, denen eS nach großer Anstrengung gelang, die Ruhe wtederherzustellen. Rom, 5. Juli. Der Fürst von Bulgarien trifft am Freitag mit der Fürstin hier ein und nimmt im Quirinal Wohnung. Rom, 5. Juli. Der König von Schweden wurde von der Univerfität Bologna zum Ehrendoktor ernannt. Paris, 5. Juli. Die Minister-Veränderungen in Preußen werden in den Pariser Blänern in Leitartikeln und in Berliner Briesen lebhaft erörtert. DaS Unheil geht allgemein dahin, daß Fürst Bismarck, der größte Feind Frankreichs, wieder auferstanden ist. Ans diesem Grunde sei die Reise deS Präsidenten Faure nach Rußland und die Befestigung deS franco-rusfifchen Bündniffes doppelt nothwendig und nützlich. „Petit Journal" erinnert an daS Abschiedswort Bismarcks: „Der König sieht mich wieder und erklärt, Bismarck sei ein guter Prophet gewesen, denn der Kaiser habe seinen jetzigen Kanzler, sowie den neuen Minister deS Aeußern nach FriedrtchSruh gesandt, wa» den Anschein hat, als wolle der Kaiser fich vor seiner Abreise nach Rußland die Billigung des ExkanzlerS für den aller- neuesten Cnrs einholen. BtSmarck habe bif Genugthuung, noch während seine- Leben- seiner Auferstehung beizuwohnen. Pari», 5. Juli. Minister Hanotaux brachte heute Nachmittag in der Kammer ein Gesetzesproject ein bezüglich einer Forderung von 500000 Franc- für die Reise de» Präsidenten Faure nach Petersburg. Hanotaux Vena» einen Theil des Briese- deS Zaren. (Minutenlanger Beifall.) Während der Begründung wollten mehrere Socialisten Unterbrechungen herbeiführen, ließen aber angesichts der ®t9eifierung davon ab. DaS Gesetz wurde der Budgetcommisfion über* wiesen. Pari», 5. Juli. Ministerpräsident Mäline hielt gestern in Besoul eine Ansprache, worin er erklärte, mit dem ColleetiviSwuS kurzen Proceß machen zu wollen. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß es gelingen werde, die auf das Glend fpeculirenden Personen an die Seite zu drücken. Pari», 5. Juli. Der Congreß der vom franzöfischeu Staate beschäftigten Tabak- und Cigarren-Arbeiter beschloß, den allgemeinen Ausstand zu erklären, falls die tägliche Arbeitszeit nicht vermindert würde. Die Wortführer veröffentlichen ärztliche Berichte, welche beweisen, daß infolge der jetzigen langen Arbeitszeit Herz- und Lungevkrankheiteu fowte Blutvergiftungen durch Nicotin zahlreiche Opfer fordern. London, 5. Juli. Vorgestern ist ein Ausstand der Mechaniker ausgebrochen, welcher eine große Calamität für den Schiffsbau werden dürfte. Gegenwärtig ftrtkeu 5000 Personen. Wenn der Ausstand nicht in den nächsten Tagen beigelegt wird, so dürften 50 000 Mann in den Strike eiutreten. Petersburg, 5. Juli. RusfischerseitS wird bestimmt ver- sichert, Kaiser Wilhelm treffe am 7. August, Mittags 12 Uhr, in Petersburg ein und reise am 11. August Nachmittags wieder ad. Rewyork, 5. Juli. Der Ausstand der Kohlenarbe it er breitet sich über Pennsylvanien, Indiana, West- vtrginten und Illinois aus. 250000 Arbeiter find ausständig, dieselben verlangen Lohnerhöhung. Berlin, 6. Juli. Die Kaiserin ist gestern Abend mit den Prinzen und der Prinzessin nach Tegernsee abgereist. Vor der Abreise empfing die Kaiserin die Gräfin Schuwalow. Die Kaiserin wird heute früh 9 Uhr, über Gmund kommend, zu Wagen in Tegernsee etntreffen und bevor fie nach dem Semperschloß hiuauffährt, zunächst von Herzog Carl Theodor und den übrigen in Tegernsee weilenden Fürstlichkeiten am Schloß begrüßt werden. Berlin, 6. Juli. Die „Berliner Neuesten Nachrichten" heben hervor, daß die Initiative zur Ernennung Pod- bielSktS zum Staatssekretär des ReichSpostamtS nicht vom Kaiser, sondern vom Fürsten Hohenlohe ausgegangeu sei. Berlin, 6. Juli. Die Zimmerer Berlins und der Umgegend beschlossen gestern Abend in einer Versammlung den Generalstrike. 43 Zimmermeister haben den geforderten Stundeulohn von 60 Pfennig bereits bewilligt, während 70 Ztmmermetfter die Forderung ablehnten. Etwa 500 antworteten überhaupt nicht. Der Strikefond beträgt etwa 6000 Mk. Berlin, 6. Juli. Das „Kleine Journal" meldet au» Lille: Die französische Zollverwaltung hat den Expreßzug Brüssel—Lille beschlagnahmt, welcher am Sonntag hier einlief, weil das Zugpersonal Schmuggel in großartigem Umfange betrieb. Die Locomotive war voll mit Cigarren gestopft. Der Locomotivführer und der Zugführer wurden verhaftet. Belgien hat sich bereit erklärt, eine große Schadenersatzsumme zu zahlen, wenn der Zug bald wieder freigegeben wird. Cotales und provinsiclle», Gießen, den 6. Juli 1897. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Berfammluug Donnerstag den 8. Juli 1897, Nach- mittags 31/8 Uhr: 1. Gesuch der Firma Heyligenstaedt u. Co. um Erlaubntß zur Aufführung eines Erweiterungsbaues bei ihrer Fabrik. 2. Das Gäßchen auf dem Neuenweg- hier: GaS- und Wafferzuführung. 3. Gesuch des Herrn Weidmann, Wasserleitung für die Kornblumengafle betr. 4. Gesuch der Anwohner des SchtffeudergerwegS um Herstellung eines erhöhten Trottoirs längs desselben. 5. Wirth- schaftSplan der Waldungen der Stadt Gießen für 1898/99. 6. Vertilgung der der Landwirthschast schädlichen Vögel. 7. Neuordnung des Museum» deS Oberhesfischen Geschichte- Vereins. 8. Die Ferien bei der Stadtverordneten Versammlung. 9. Gesuch deS Löb Grünewald um Erlaubntß zum GastwirthschastSbetrieb im Hause Ktrchenplatz Nr. 5. 10. DeSgl. des W. Meyer zum WirthschaftSbetrieb im Haufe Wall- thorstraße 5. •• Jahresfest. Nächsten Dienstag und Mittwoch den 13. und 14. Juli d. I. hält der Hauptverein der Gustav- Adolf-Stiftung im Großherzogthum Hessen seine 53. Jahresversammlung tu dem Städtchen Butzbach ab. Am Hauptfesttag, Mittwoch, beginnt der Festgottesdienst um 10 Uhr Vormittags in der Stadtktrche, bei welchem Herr Pfarrer Schwörer tu Osthofen die Festpredigt halten wird. Da Butzbach an der frequcutirten Main-Weferbahu liegt, hofft man auf eine recht zahlreiche Betheiligung bei der Festfeter. ** Jubiläum. Aus Veranlassung des zeitlich 75 jährigen Bestehens der Buchhandlung Ferber—Roth hier, hat das Personal der Verlagsbuchhandlung Emil Roth dem jetzigen Inhaber derselben, Herrn Otto Roth in diesen Tagen zum Andenken an das Jubeljahr eine prächtige Gedenktafel tu künstlerischer Ausführung, nebst einem hochfeinen Album mit den Photographien aller mit dem Verlag in Verbindung stehender Autoren — darunter eine Reihe illustrer Namen — überreicht. Herr Otto Roth war von dieser Aufmerksamkeit überrascht und nahm die Angedenken mit innigem Danke entgegen. Auch waren zahlreiche Glückwunsch-Tele- gramme von Autoren, Geschäftsfreunden und Verwandten, denen unter der Hand Kunde von dem Vorhaben des Ge- schäftSPerfonalö wurde, etngelaufen. Möge die Firma Emil Roth weiter wachsen, blühen und gedeihen! ** Die hiesigen Schuhmachermetster unternahmen am Sonntag eine zweitägige Rheintour. An derselben nahmen auch eine größere Anzahl Frauen Thetl. Die Tour er- streckte fich auf Frankfurt, Bingen, da» Ntederwalddenkmal, RüdeSheim, Königswinter mit Drachenfels und Köln, von wo au» die Rückfahrt über Betzdorf erfolgte. Alle Theilnehmer waren sowohl von dem Gesehenen, wie von der Bewirthung, desgleichen auch von der geschickten Führung durch Herrn Berg sehr befriedigt. ** Die Kriegsfreiwillige» von 1870/71, daS heißt alle Diejenigen, welche, ohne auSgehoben zu sein, zwischen dem 16. Juli und 30. September 1870 freiwillig zu den Fahnen geeilt waren, wollten daS in großer Zeit gemeinsam gewesene, inzwischen vielfach locker gewordene Band in einem ganz Deutschland umfassenden Verbände wieder enger schließen, die gegenseitigen Beziehungen wieder wach rufen und wach zu erhalten suchen. Alle freiw lltgen Soldaten von damals, auch die freiwillig eiugetretenen Aerzte, Johanniter, Seelsorger nsw. werden gebeten, sich dem Verbände auzugliedern. Der Centralvorstand besteht aus Männern, welche den verschiedensten Lebensstellungen angehören- Vorsitzender ist Landbautnspector Wilhelm Wulff-Lankwitz-Berliu. Behufs Eintritts in den Verband wolle man sich an den Schatzmeister Ernst Ze eben, Derfltngerstraße 19a in Berlin, wenden. Als Tag der Jahresfeier ist der 22. März, der Geburtstag weiland Kaiser Wilhelm- I., festgesetzt. ** Weiße Eisenbahn - Milchtransporlwage». Zum Versandt de» Bieres, namentlich der echten bayerischen Biere aus München, Nürnberg und Kulmbach, werden schon seit einigen Jahren weiß gestrichene Eisenbahnwagen benutzt, deren Farbe wesentlich den möglichst kühlen Transport begünstigt. Jetzt hat der Eisenbahnminister angeordnet, daß auch die Waggons, die ausschließlich zur Beförderung leicht verderblicher Nahrungsmittel, wie Milch, Butter, Fische rc. dienen und doppelte oder mehrfache Wände haben, nicht mehr einen rothbraunen, sondern einen weißen Anstrich erhalten sollen. Die äußeren Anschriften, Zeichen und Nummern find auf solchen Wagenkasten in schwarzer Farbe auszuführen. ** Wetterbericht. Der größte Theil Europas gehört noch einem DepresfionSgebtete an, welches zwei Hauptcentra im Norden und ein secundäreS Minimum im Süden aufweist. Vom Westen her ragt zwar ein Rücken hohen Druckes wieder nach Central Europa herein, doch bleibt eS sehr fraglich, ob das barometrische Maximum zur vollen Herrschaft gelangen wird. Bei der vorhandenen Luftdruck-Vertheiluog trägt daher die Wetterlage einen sehr unsicheren Character. — Voraussichtliche Witterung: Bei wechselnder Bewölkung und wenig veränderter Temperatur, Neigung zu einzelnen Strichregen. ____________ -f- Rodheim, 4. Juli. Heute fand dahier das 7. Bezirks fest des Kriegerverbands Hungen, sowie die Fahnenweihe unsres Kriegerverein» statt. Dem Zapfenstreich am Vorabende war heute früh eine Tagrevetlle gefolgt, wonach man fich zum Empfange der auswärtigen Vereine und Gäste rüstete. Um 2 Uhr stellte fich an der Staatsstraße der Festzug auf, welcher unter den Klängen der Mufik durch den schön geschmückten Ort nach dem geschmackvoll hergerichteten Festplatz fich bewegte, wo nach einer Begrüßung der Theilnehmer unser Pfarrer, Herr Cullman die Weiherede hielt, der ein erhebender GesangSvortrag folgte. Hierauf wurde Seiten» der Festjungfrauen die sich al» prächtiges Verein»- banner entfaltende neue Fahne mit einer finnigen Widmung dem hiesigen Kriegervereiue überreicht, welcher fie dankend entgegennahm. Hieran schlossen fich Ansprachen und Concert- Vorträge, sowie Tanzvergnügen und dergl. Volksbelustigungen. Morgen findet bet günstiger Witterung noch eine kleine Nachfeier auf dem Festplatze statt. Butzbach, 3. Juli. Das vom Garnisons-Commandeur Herrn Major Dommerich arrangirte Waldfest im District Zipfen auf dem vom Gastwirth zum „Hessischen Hof" hier von der Stadt gepachteten Belusttgungsplatz, zu dessen Betheiligung die hiesige Einwohnerschaft öffentlich etngeladen wurde, war vom schönsten Wetter begünstigt und die Betheiligung der Einwohnerschaft, reich wie arm, sehr stark. Die Musik spielte bis gegen 12 Uhr Nacht», und es wurde auf dem dort befindlichen Tanzboden, der mit Lampion» beleuchtet war, flott getanzt. Da» gute Einvernehmen, das zwischen den von hier geschiedenen Dragonern und den hiefigen Einwohnern Jahrzehnte lang herrschte, hat fich nun auch erfreulicher Weise bei dem neuen Truppenkontingent bewiesen. Darmst. Ztg. §§ Rnperlenrod, 5. Juli. Der zahme Reh bock, von dem wir jüngst berichteten, welcher sich in benachbarten Waldungen aufhielt, hat seinen Freiheitsdrang mit dem Tode büßen müssen. Alle Mühe seines Besitzers, der herbeigeeilt war, das entlaufene Thier wieder einzufangen, erwies fich umsonst. Auf Ersuchen de» EigenthümerS brachte ein hiefiger Jager den zahmen Wildling zur Strecke. § Dom HoherodSkopf. 5. Juli. DaS Wetter war dem gestrigen HoherodSkopffeste, obwohl eS nicht regnete, nicht besonders günstig. Ging schon in den Thälern deS Vogelsbergs ein kühles Lüftchen, die Temperatur war von durchschnittlich 20 Grad R. auf 10 herabgegangen, so durchdrang die Festbesucher auf der ohnehin zugigen Höhe deS HoherodskopfS geradezu ein Frösteln. Diesem Umstand mag es auch zuzuschreiben sein, daß die Besucherzahl deS Festes gegen frühere Jahre eine Abnahme zeigte. Nur die Freunde des Radsports waren zahlreicher denn jemals vertreten und selbst ca. ein Dutzend Radfahrerinnen hatten mit ihren Stahl- rößlein die Höhe erklommen. Die hinaufgestülpten Kragen und Umhängetücher der Fefttheilnehmer und Theilnehmerinnen zeigten, wa» für ein kühler Wind wehte- alle drängten dem Clubhause zu, daS bald überfüllt war. Früher als sonst verließen darum viele Festgäste die gastliche Höhe mit ihrer reizenden AuSficht. Von dem unfreundlichen Wetter abgesehen, nahm daS Bergfest sonst seinen gewohnten schönen Verlauf. Worms, 2. Juli. Hohe sociale Bedeutung hat eine Bekanntmachung, betreffend die Errichtung einer Grund - und HauSerwerbSkasse, die gestern in den Werkstätten der Fabriken deS Cornelius Heyl angeschlagen wurde. Auf die Segnungen der deutschen Social- und Verficherungspolttik zurückgreifend, wird bekannt gegeben, daß die LandeSverfichc» rungSanstalt in Darmstadt sich bereit erklärt hat, unter gewissen Bedingungen zu dem sehr niedrigen Zinsfuß von 3 pCt. Arbeiterhäuser bis zu 3/s des SchätzungSwertheS Dcmtifdfrtcs* • Hamburg, 1. Juli. Ein Gerücht, daß der Circus Renz mir Ende seiner Spielzeit in Hamburg überhaupt zu bestehen aufhört, ist heute bestätigt worden. Dem Personal hat CommisfionSrath Director Franz Renz seine Absicht kund gegeben, fich in daS Privatleben zurückzuziehen, und diese Abficht damit begründet, daß seine Gesundheit ihm eine Fortführung des gewaltigen Betriebes nicht mehr gestatte und daß ihm in seinen Kindern leider kein Nachfolger erstanden sei, der geeignet wäre, das Erbe seines Vaters anzutreten und den Ctrcu» Renz in bisheriger Weise fortzuführen. Schweren Herzens unternahm er dann den ersten zur Durchführung feines Entschlusses nöthigen Schritt und kündigte dem gesammteu Personal zum 31. Juli. Mit diesem Tage wird dann ein Kunstinstitut von der Bildfläche verschwinden, daS, au» kleinsten Anfängen heraus — Altmeister Ernst Renz begann fein Unternehmen mit einem einzigen Schimmel — vom Vater Ernst großgezogen und vom Sohne Franz Renz im Sinne des Alten fortgeführt, in den letzten Jahrzehnten an der Spitze aller CircuSunter- uehmungen marschirte. * Fingerzeige für nufere Eommerreiseziele gibt Dr. Max Flohr in einer recht zeitgemäßen Plauderei deS „Feuilleton- Redacteurs". Für Diejenigen, schreibt er, die auf Reisen besonders Ruhe und Bequemlichkeit lieben, sollten Städte wie Karlsruhe, Friedberg, auch Baden-Baden verlockende Reiseziele sein- wer seinem Magen einen Gefallen thuu will, gehe nach Essen oder Deutsch-Brodt, nicht aber nach Schmalkalden- wer mehr dem Trinken zugethan ist, nach Gießen. Nur halte er hübsch Maß und übertreibe nicht, damit er nicht gegen seinen Willen über Elend nach Oberkotzau und schließlich nach Blankenese kommt. Für solche Reisende, die Zerstreuung und Geselligkeit suchen, müssen ein wahre» Eldorado sein Orte wie Sanssouci, Nhmphenburg, Mägdesprung, Ludwigslust, Kalau, Rummelsburg. Im Gegensatz zu Regensburg verspricht Sonnenberg gutes Wetter- dringend abrathen muß ich au» naheliegenden Gründen vor dem längeren Aufenthalt in Motten bürg, Ratze bürg, Wanzleben, der Laufitz und Flöha. In vielen Fällen werden besondere EigensLaften deS Reisenden, wie auch sein Beruf für die Wahl de» gewünschten Zieles ausschlaggebend fein. So rathe ich den Begüterten nach Reichenhall, Reichenbach, MoSbach, Klingenthal zu gehen, während die Geldgierigen nach Erlangen und Nimmersatt, die Schmarotzer nach Nassau und die Raufbolde nach Wildemann gehören. Kahlköpfe mögen nach Harburg reisen, nicht etwa nach Glatz, Jagdliebhaber nach Wildbad, Hirschberg, Reh» bug, Eberswalde und Schnepfenthal. Für Lavdwrrthe und Viehhändler eignen sich zum Aufenthalt besonders Hameln, Kalbe, Schaffhausen, Roßbach, Ziegenhain, für Geistliche Bischofsheim, Münster, Partenkirchen und Heiligenstadt. Wer dem Spiele fröhnen will, braucht fich nicht in Monaco unglücklich zu machen, bieten ihm doch weit günstigere Chancen Schweinfurt» Sauingen und Glückstadt. Wer Freund der edlen Bacchus- gäbe ist — und wer wäre es nicht? — gehe nach Weinheim, Weinsberg, meide aber daS Sauerland. Sn besonderen Weinsorten empfehle ich ihm Marken wie Auslese, Rheingold, Liebfrauenmilch, dagegen meide er Niersteiner, Affenthaler, Bocksbeutel und Ausbruch. — Zuletzt noch einige Rathschläge für da» schöne Geschlecht. Die jungen Mädchen werden unter Umständen fich heimisch fühlen in Magdeburg, Fraustadt, Kemnate- heirathSlustige Jungfrauen finden gewih in Siebenen, Freiburg oder Mannheim daS Ziel ihrer Wünsche, während noch nicht ausgewachsene Backfische nach Gänserndorf ober Göhren zu senden find. Alte ia Ehren grau gewordene Jungfrauen finden auf der Wartburg passenden Aufenthalt. Die böse Schwiegermutter aber, ohne die doch nun einmal solche Betrachtung nicht enden kann, schicke man nach Zorndorf, Bitterfeld, Schlangenbad und auf den Drachenfels. Probatum est! ♦ Die Hauptsache. A.: „Nun, Frau CommerzienrLthin, soll denn Ihre jüngste Tochter auch studiren?" — B.: „Nein, die kann das Biertrinken nicht vertragen?" gegen hypothekarische Einschreibung an erster Stelle zu be leihen. Um ihren Arbeitern zu ermöglichen, von diesem sehr vortheilhasten Anerbieten Gebrauch zu machen, hat nun die Firma Heyi beschlossen, in Verbindung mit den bestehende» Sparkassen eine „Grund- und HauSerwerbSkasse" zu gründen. Der Chef deS Hauses hat dieser Kaffe 100,000 Mk. Überwiesen, die er s. Zt. für die Erbauung von Arbeiterhäusern au-gesetzt hatte. Dieses Capital soll hauptsächlich zur Erwerbung deS nöthigen Baugeländes und außerdem zur Deckung deS Fehlbetrags zwischen der BeleihungShöhe der Lande»- verficherüngSanftalt und der von den Kassenmitgliedern zu leistenden Anzahlungssumme dienen. ES ist inS Auge gefaßt, denjenigen Arbeitern, welche schon ein HauS besitzen, ohne daß dasselbe bt» jetzt ihr freies Eigenrhum geworden tftr i Geld zu 3 pCt. zu vermitteln. Diese Häuser werden an bte Arbeiter zum Selbstkostenpreis abgegeben. Mitglied können nur solche Arbeiter werden, die 2 Jahre in fester Stellung und solide sind. Wöchentliche Beträge werden je nach den wirthschaftlichen Verhältnissen der Arbeiter bezahlt und mit 5 pCt. verzinst. Die Firma ersucht alle diejenigen in hesfi-- schen Orten wohnenden Arbeiter, die fich der Kasse bedienen wollen, ihren Eintritt in der Zeit vom 1. bi» 15. Juli Vormittags von 11 bi» 12 Uhr anzumelden Au» Rheinhessen, 6. Juli. Die Landwirthe klagen hier sehr über die geringen Futterpreise, Wiesen- und Kleeheu hat e» in dieser Ernte soviel gegeben, daß manche Scheune zur Aufbewahrung nicht auSreicht. Die meisten Lieferungen gehen an das kgl. Proviantamt zu Mainz, das^ zum Tagespreise von 2 Mk. bi» 2 Mk. 20 Pfg. jedes Quantum aufkauft. Univ« _ Söllingen Mc fit auf «Int i ifi nach M 6tuk MÜckgelehrl. - Zur Ehrung gürjbnrg, der moi( junni btr SRagtftrat o. Wicker alle Ehrun W gt W ’>»4t S*"8, „ furttbari« < VÄ""" l »II»»» ® W Air U verMt hat, °° ° ift nillksomeN' Die erhallt"" einigen VBHaiiMvtrt ® Di- Adgtt' 8ee. Die öeitullgi° Ausrufe- erfüdjt. Die gjpebition gegtnjunetmen uni Daß bei btm lat Verletzungen und Uni Wunder nehmen, es Ifl Drei UnglückSfülle ab« aut ganz drrselber leicht zu vermeiden ift t! ift der Aweck diese Warnung tüt die Zu! Ein blühende vor bin Äugen des ei ganz ähnlicher Unfall । Verwundungen ab, un Freibe Heule uud s Ochsen M ladenrein, per photog Apparate, Troekenpla Photogi leirtaj 160 Pi Baa'°nlb9l«W 8nMofa bi| E6] 6ilo mjf A. ^cob Sten,, Ari-Kl.-. ePll ’ Ti** ethm per Sluck 40 Pfg 2094 werden um rasche Berbreltuug diese- Gkslhästs- und HunsuklKauf 5989 6494 Nachnahme ZU und unter Einkauf. Zu verkaufen. | Settersweg 85 Settersweg 85 Plockftr. 2 6507 Hand- 6300 Mk. 7.50, vorräthig bei 'Tateqtirtundjwnu^^^ jVährmiffeL diese- Blattes ist bereit, Beiträge ent- dieselben an einen der Odengenannten Betz. Spieß. Zeitungen ersucht. Expedition gegenzunehmen und adzuliefern. Die Aufrufes Die Neue Schiffchen Nähmaschine, zum Auß- und Kandbetrieö billig unter Garantie abzugeben. Ph. 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Wenn ein Radfahrer dicht hinter einem Fuhrwerk fährt und dann plötzlich in aller Geschwindigkeit demselben vorzufahren sucht, und der unglückliche Zufall fügt es, daß ein entgegenkommendes Gespann zur selben Zett die Höhe des ausweichenden ersten Fuhrwerkes passtrt, dann ist d,r unvermeidliche Zusammenstoß fertig — der Radfahrer verunglückt, denn er sieht vorher das entgegenkommende Gefährte ebensowenig, als der Lenker des letzteren den Radfahrer. Genau dasselbe geschieht, wenn ein Radfahrer dem ersten mehrerer htnt^reinanderfahrender, ihm entgegenkommender Fuhrwerke ohne die nothwendige Vorsicht ausweicht und der Lenker des zweiten Wagens nicht zu gleicher Zett mit dem ersten über Seite gefahren ist — und das wird er meistens unterlassen, da er den Radfahrer zu spät erblickt, auch hier ist der Zusammenstoß unvermeidlich. Darum die größte Vorsicht beim Vorfahren und Ausweichen! Es gibt recht viele unverschuldete Unfälle bei dem Radfahren, die oben erwähnten wären aber durch Vorsicht zu vermeiden gewesen. K. darunter reinseidene Foulards, Shanghai etc ä 75, 90 Pfg., 1,10, 1,25 Mk. Aufruf zur Hilfe! In der Nacht vom 30. Juni auf 1. Juli find die Bezirke Heilbronn, Neckarsulm, Weinsberg, Brackenheim, Oehringeu, Künzelsau, Gerabronn und Hall von furchtbarem Hagelschlag und Wirbelsturm heimgesucht worden, Menschenleben find zum Opfer gefallen, die Ernte ist vernichtet, die Obstbäume zersplittert, die Reben zerfetzt, auf viele Jahre ertragSunfähig gemacht. Die Noth ist groß, klagend, dem Nötigsten beraubt, sehen die schwer Betroffenen der Zukunft entgegen. Wir wenden unS an Alle, welche diese SchreckenSnacht verschont hat, an alle Menschenfreunde, auch die kleinste Gabe ist willkommen. Die erhaltenen Gaben, über welche wir seiner Zeit bescheinigen werden, führen wir an die Ceutralleitung deS Wohlthätigke'tSvereinS des Landes ab. Die Abgeordneten der betroffenen Bezirke: 6497j Frische Milch und Dtckmilch. Earl Guter, Hammflr. b. Schöne Ausfichten, sagte die noch jugendliche Nachbarin. So jung und schon diese Erscheinungen: etgenihlimliches Roth, Hautbiuthchen, welke, rissige und rauhe Haut, was soll das erst später werden? WaS muß ich thun. Sehr einfach. Verwenden Sie mehr Sorgfalt auf die Pflege der Haut. Veim-tden Sie ernstlich den Gebrauch scharfer Seifen. Waschen Sie stch mit nichts Anderem als Doerings Seile mit der Eule. Diese vortreffliche Damen- und Kinder-Seife, die in der Ncuzeil durch Zusatz von edlen Ingredienzien wesentlich verbess it worden ist, sollte auf keinem Waschtisch fehlen, denn sie ist wirklich das, was zur Erhaltung der Schönheit, Frische und Reinheit der Haur nothwendig und dienlich ist. Erhältlich überall Seidenstoffe etwrm billig, CARL N0WACK Mewaaren und Dunlkn-Eulifection, Wegen eingetret'.nen Todesfalls ist ein altes, bestrenommirtes Mauufaeturwaaren-Gefchäft (ca. 110000 Mk. Umschlag pro Jahr) in einer Provinzialhauptstadt des Großherzogthums Hessen zu verkaufen. 6476 Näheres unter Chiffre L. 10O an die Exp. d. Bl. 1. Gießen, den 6. Juli 1897. In der „Hess. Landes-Ztg." wird wiederholt auf die Umuträg- lichkeiten htngewiesen, die für die Kinder daraus entstehen, daß fie zu früh aus dem Bette müffcn, um punkt 7 Uhr in der Schule zu sein. Auch Einsender dieses ist der Meinung, daß der frühe Beginn der Schule den Kindern einen Theil des ihnen so nothwendigen Schlases raubt. Man könnte nun einwenden, auf dem Lande müssen die Kinder doch auch so früh ober noch früher aus den Federn, allein dort liegen die Verhältnisse wohl anders; im Allgemeinen tritt auf dem Lande auch die Abendruhe früher ein, während in der Stadt das geräuschvolle Treiben sich weiter in die Nacht hinein erstreckt. Besonders hart werden durch den Siebenuhrbeginn die Kinder der ärmeren Klassen betroffen; ihnen stehen keine Dienstboten, die ihnen beim Ankleiden behilflich sind, zur Verfügung, ja recht oft fehlt überhaupt jegliche Hilfe, wo die Muster entweder ganz fehlt ober genöthigt ist, mit auf Verdienst »uSzugehen. Die älteren Kinder mästen oft die jüngeren anfleiben, nachdem sie selbst erst noth- bürftig stch angekleibet, bie Zeit reicht kaum hin, ein Frühstück ein- zunehmen unb bie Folge ist, baß die abgehetzten, nur oberflächlich gewaschenen unb gekleibeten, mit nüchternem Magen erscheinenben Kinber nur unvollkommen bem Unterricht folgen können. Hoffentlich treten berufene Männer unserer Stabt der Sache näher; Einsender ist überzeugt, daß sie des Dankes Aller sicher sind, denen die Verhältntste es nicht gestatten, ihre Kinder in höheren Schulen unterrichten zu lassen. fkM gibt Dr. Mox erst bei „gtulDtton* n, bit auf M« bin, Mn Stabte rbrn'Baden tw lagen einen Gefallen M-Lrodt/ nicht tut Trinken Methan sch Mah unb Übel- Villen über Elend glaokeaese kommt. ab Geselligkeit suchen.- n>ie TanSsouci, ntolgltnft, IM*"' i «initats t*™1 i ®»6 ™ I .,««««ufint^aU t> ra ter S««f» (0Blere We«Mlw btt »°»> w «" 6, a* « tt ww |. Schwarotztt "aß Ub...» t, ”'4VtwV-- P.idich, 8*1!11 ft r, ¥»'«” i •*'Ä* । -V f - ißt bo* lll»la,*blll»«'“ rrfibchrn ® ajflip >>> (du i«* >' e; fin»-" r „ »•"' i»#'" .mutter f*1*' |! i'»“'" e4i«”' II ,fi« Stellt , ML ** "L * ** « K I®* ti-neu f'fn Sieftw, ' 1' Md) len ’Wminilt . I« helft. 15- 3ult Bor. '"’Me Haßen hin Stilen- mb ■ftiitu, utaneke 'Hl- Sie meifttn 20 $|8. jtbt, Jnnentur= Jiiöiirrliniif. 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