1881 ALvlv-lo' bio. Nach. 6t 12 H. 299 it Svbattotr Gold-Siaitt SgirfCB S&*1“* 86.85 104.10 25.55 949» 31.65 101.50 104.00 ^ge. ’4t Menh a, Hoflieferant i. M. gen X 1.60, 1.70 und ^fische» Thee in be: i Rodungen. 215 •d Dort, Gießen. * I. Ä M'ttheilen. 4er. 'i Mtnbieittt. A°"' Ste“e" Simlwtz. DbL «u6 CbL ,hl905 101.00 «ssi SIS .cht «w***®- onuar 1M Brte| । S.85 ;di60 116 wtrfftä^granenninil io T6g 262 1 bi WM*» Ä»wi. St KMchlis, r ein Manuiactuilvaaren' it £anb!unb$aft gesucht, iter J. H. mit NM- unb ÄntzLbr an tot ^ptb. b. A. 283 ne Kliniken. Kochen erfahrenes. krLsüges n auf sofort gesucht. 296 «sucht ein WgtS Dienst- nditi tßitn kann. Zu ienM von 7-9115t. mdihm gesucht. ,Vesteir»dalle.i igjgkS Uädchtii. s Hausarbeit ve'st-h' unb etwa« ^bpHlö-Sanuariutinet m-aesucht.V'va'-tageiSiU. 7 iunflrf rtmstmävchm so- t jrau SUdtth S-ut S, J Kahnho'fM^L,^— gesucht in»M 5 tzavsmidLe«, drei iLd»'ra ߣ0'n Ä än 290 32O.Vs jdoifl ■■ n-# 1Ä” 1SOT Donnerstag den 7. Januar Nr. 5 Meßmer Anzeiger Aenerat-Mnzeiger. Amts- unb Anzeigeblatt für den Weis Gieren chratisßeikage: Gießener Jamitienökätter^ Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger Abonnementspreis r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohu. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Aamitienbtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Hteßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Alle Annoncen-Burcaux des In- und Auslände- nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Anrtlicyer Theil. Gießen, den 6. Januar 1897. Betreffend: Die Vertilgung der der Landwirthschast schädlichen Vögel. Das Grohherzogliche Kreisamt Gießen ** die Grptzh. Bürgermeistereie« des Shreifed. Einer uns auS landwirthschaftlichen Kreisen gewordenen Anregung stattgebend, machen wir Sie darauf aufmerksam, daß jetzt die beste Zett ist zur Vertilgung der Sperlinge, da sich solche nunmehr au- dem freien Felde nach den Hofraithen und Gärten verzogen haben. Wir beauftragen Sie deshalb entweder, nach Anhörung des Gemeinderaths für Lieferung von Sperlingen im Allgemeinen eine gewisse Vergütung fest« zusetzen oder im Besonderen dazu geeignete Persönlichkeiten mit deren Vertilgung durch Fangen oder Schießen in den Hofraithen und Gärten zu ermächtigen. Für das Schießen mittelst Feuergewehr in den Hofraithen und geschlossenen Garten während der Monate Januar uab Februar d. I ist unsere specielle Ermächtigung hiernach nicht etnzuholen, wir machen Ihnen aber zur Pflicht, bei der Auswahl der hierzu geeigneten Persönlichkeiten sehr sorgfältig zu Werke zu gehen und denselben die größte Vorsicht bet Gebrauch der Feuerwaffe anzuempsehlen. Ihrem Berichte, waS in Ihren Gemeinden zu rubr. Zwecke beschloffen wurde, sehen wir innerhalb 14 Tagen entgegen. v. Gagern. Wolff» telegraphische« SorresporrdrVL-B«re«r. Berlin, 5. Januar. DaS Aelteften-Co llegium der Berliner Kaufmannschaft wählte gestern das bisherige Präsidium Herz, Kaempf und Kochhann wieder. Berlin, 5. Januar. Der „Post" wird aus Kamerun mitgetheilt, daß drei Häuptlinge, die dort Unruhen stiften wollten, kurzer Hand vor das Gericht gestellt, zu fünfjähriger Verbannung verurtheilt und bereit- nach Logo überführt worden. München, 5. Januar. Der „Münch. Allgem. Ztg." zufolge setzt ein im Wortlaute dem kaiserlichen gleicher Erlaß des Prinz-Regenten vom 1. Januar 1897 die neuen Bestimmungen über die militärischen Ehrenräthe auch für die bayerische Armee vom gleichen Zeitpunkte an in Kraft. Nom, 5. Januar. Bei den Meldungen über Unruhen in Sictlien handelt eS sich um örtliche Ausschreitungen von Bauern, die wegen mißverständlicher administrativer Anordnungen ein Steu-rhäuschen in Brand setzten. Die Ruhe ist wieder hergestellt. Die Vorfälle sind ohne wettere Bedeutung. Rom, 5. Januar. Entgegen anders lautenden Gerüchten ist das Befinden deS Papstes fortdauernd ein so gutes, als bet dem hohen Alter möglich ist. Der Papst obliegt den gewöhnlichen Geschäften. Er läßt morgen eine Anzahl Personen zu der von ihm gelesenen Messe zu, wonach er den Vorsitz in der Versammlung der Congregation der Riten führt. Leibarzt Lappont bestätigt Vorstehendes. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 5. Januar. Die Abendblätter besprechen die CabinetSordre desKaiserS über die Ehrengerichte und geben ihrem Erstaunen darüber Ausdruck, daß dieselbe zurrst gletchzeitig in der „Köln. Ztg." und der „Köln. Volkszeitung" veröffentlicht wird. Die „Berl. Reuest. Nachr." find der Ansicht, daß dir Armee und da- Land einen Anspruch darauf haben, kaiserlichr Kundgebungen von solcher Bedeutung durch daS „Armee-Verordnungsblatt" und den „RetchSanzriger" zu erfahren. Die „Nat.-Zig." meint, es fei nicht zu bezweifeln, daß die Anordnung die Zahl der Duelle einschränken werde. Die „Post" sagt, man werde mit Sicherheit erwarten können, daß die vom Kaiser beabsichtigte Wirkung, der Duell Leidenschaft ein Ende zu bereiten, soweit Offiziere in Betracht kommen, erzielt werden wird. Die „Deutsche TageSztg." führt auS, sicher fei, daß die wohlerwogene und ernste Bestimmung ihre volle Wirksamkeit nur entfalten könne, wenn sie in dem Geiste gehandhabt werde, den die Verfügung achmet. Dem Kaiser gebührt für die ernste, maß- und verständnißvolle Verfügung der Dank drS Heeres und des Volke-. Die „StaatSb. Ztg." schreibt, daß nun mit einem Schlage die Duelle aus der Welt geschaffen werden, wird natürlich kein einsichtiger Mensch av- nehmen, aber die wohlthuende Wirkung dieser neuen kaiser- lichen Verordnung wird nicht auSbleiben und Kaiser Wilhelm II. hat fich damit den wärmsten Dank seines Volkes verdient. Die „Voff. Ztg." führt auS, die CabinetSordre könne qU eine Abschlagszahlung auf eine unzweifelhafte Schuld willkommen geheißen werden. Ihre Tragweite würde vornehmlich von dem Geiste abhängen, in dem sie ausgeführt wird. Einen Erfolg habe die CabinetSordre schon jetzt: sie mache allem Gerede einzelner Vertheidiger des Duells, aller Schönfärberei, als gebe der bisherige Zustand zu keinerlei Bedenken Anlaß, ein Ende, und räume mit der verkehrten Anschauung auf, als bilde die blutige Unsitte deS ZweikampfeS die Grundlage der Tüchtigkeit unseres OsfiziercorpS und der Leistungsfähigkeit der Armee. DaS „Berl. Tagebl." erkennt dankbar den Schritt deS Kaisers als eine That an, die vielleicht den Bruch mit einer altpreußischen Tradition, dafür aber eine Versöhnung mit der durch den OsfizierSstaud verübten Blutthaten der letzten Zeit bis ins Innerste aufgewühlten Volksseele bedeute. Berlin, 5. Januar. Die gestrige Blättermeldung, betreffend die Stellungnahme des BundeSrathS zur Militär- Strafprozeß. Ordnung wird von der „Post" als falsch bezeichnet. Die Ausschüsse seien nicht zum 8., bezw. 12. d. Mts. einberufen, sondern haben bereits heute wieder getagt. Die nächste Plenarfitzung findet schon übermorgen statt. Auf ihrer Tagesordnung stehen eine Rrihe von neu eingegangenen Vorlagen u. s. w., welche zunächst an die Ausschüsse gehen würden. Dagegen werde die Militär- Strafprozeß Ordnung den BundeSrath in dieser Sitzung noch nicht beschäftigen, und zwar weil im Gegensätze zu der bereits bekannten Mtttheiluug dieselbe von den Ausschüssen noch nicht erledigt ist. Berlin, 5. Januar. Wie die „Post" ersahrt, werden gelegentlich der zweiten Lesung des Etats des Innern in der ersten RetchStagSfitzung nach den Ferien am 12. dss. Mts. landwirthschaftliche Fragen zur Sprache kommen. Berlin, 5. Januar. Entgegen anderweitigen Meldungen thrilt die „Poft" unter Vorbehalt mit, daß tu Sachen von Tausch noch ein so umfangreiches Material zur Unter- suchung vorltege, daß vor Ende März kaum die Voruntersuchung abgeschlossen werden dürfte. Berlin, 5. Januar. In der heutigen Nacht hat der Kesselschmied Grünow einen Mordversuch gegen seine Wirthin verübt. Die Wirthin ist durch Mefferstiche in die Brust lebensgefährlich verletzt. Hamburg, 5. Januar. Die Polizei verhaftete zwei aus Köln nach Unterschlagung großer Summen entflohene junge Bankbeamte, die fich in Begleitung zweier Halbwelt-Damen in St. Pauli durch ein verschwenderisches Auftreten verdächtig machten. Hamburg, 5.Januar. Heute find zur Unterstützung der Striken-en 162,000 Mk. ausbezahlt worden. Mit dieser Zahlung beläuft fich die Gesammtsumme auf rund eine Million. Weißeufett, 5. Januar. In der hiefigen Schuhwaareu- Industrie ist eine Lohnbewegung zum Ausbruch ge- kommen. Die Specialarbeiter verlangen einen höheren Lohntarif. In einer der ersten hiesigen Schuhfabriken wurde von den Zwickern die Arbeit niedergelegt. Man befürchtet die Ausdehnung des StrikeS auf alle Fabriken. Wien, 5. Januar. Im Abgeordnetenhause erlitt heute die Regierung unerwartet eine Niederlage, indem in namentlicher Abstimmung der Budgetposten für das slowenische Ghmnafium in Cllli abgelehnt wurde. Paris, 5. Januar. Ein Lieutenant des 12. Alpen- RegimentS stürzte während eines Auszuges in eine 150 Meter tiefe Schlucht. Seine Leiche wurde nach Annecy gebracht. _____________ Berlin, 6. Januar. Wie der „Localanzeiger" aus Wien meldet, hat Kaiser Wilhelm die Einladung seines österreichischen Husaren-RegimentS zu dessen hundertjähriger Jubelfeier nunmehr angenommen. Berlin, 6. Januar. Zur Affaire von Tausch meldet ein Berichterstatter: Ju der früheren Wohnung von Lützows hat neuerdings wieder eine Haussuchung stattgefunden, be welcher eine Kiste mit Schriftstücken und Büchern aufgefunden wurde. Unter den Schriftstücken befanden sich angeblich auch Briefe v. Tausch'- an Lützow, au« welchen zur Evidenz hervorgeht, daß letzterer von Herrn v. Tausch auch zur Inspiration politischer Artikel gebraucht toutbe. Berlin, 6. Januar. Unter außerordentlich starker Be- theiligung wurde gestern Nachmittag in der neuen Halle die von fast allen kaufmännischen, gewerblichen und industriellen Vereinen Berlins gemeinsam veranstaltete öffentliche Protest-Versammlung gegen die Polizei Verordnung vom 10. October 1896, betreffend die Sonntagsheiligung, abgehalten. Nach längerer lebhafter Debatte wurde eine Resolution fast einstimmig angenommen, welche Verwahrung gegen diese Polizei Verordnung einlegt und die Bitte an die Behörden der Stadt und deS Staates ausspricht, die sofortige Aufhebung der Verfügung herbetzuführen. Prag. 6. Januar. Gestern Nachmittag fanden hier große Excesse beschäftigungsloser Arbeiter statt. Trotz Verbots versammelten fich 500 Arbeiter und riesen: „ES lebe die Anarchie!" Die Polizei wurde mit Steinen beworfen. Nach einer Stunde konnte die Polizei erst die Maffe zersprengen. Kiew, 6. Januar. Während einer Vorlesung drang der General Nawicki mit Gensdarmen in die Universität ein und nahm eine Durchsuchung derselben trotz des Proteste« des Professors vor. Der General fand hierbei ein Manifest der Moskauer Studenten, eine Proclamation des Arbeiterbundes und socialtstifche Broschüren. Zahlreiche Kiewer Studenten wurden verhaftet.__ Sitzung der Stadtverordneten am 5. Januar 1897. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi, Grüneberg und Wolff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Emmelius, Flett, Dr. Gaffkh, Grünewald, I)r. Gutfleisch, Habenicht, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Heyligenstaedt, Homberger, Jughardt, Keller, Kirch, Löber, LooS, Orbig, Petri, Dr. Ploch, Scheel, Schiele, Schmoll, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Bor Einiritt in die nur die Vieh markt frage zum Gegenstand habende Tagesordnung theilte Herr Ob-rbürger- meister Gnauth mit, daß Herr Stadtverordneter Dr. Schä fe r fich wegen eingetretenen Todesfalles einer Anverwandten entschuldigt habe, daß er der Sitzung fernbleiben müsse. Der Versammlung wohnte eine große Anzahl hiesiger Einwohner bei, die der nahezu fünsstündigen Verhandlung mit gespanntem Interesse folgte. Wie wir gleich vorauS- schicken wollen, endigte die Sitzung mit Annahme folgenden von Herrn Stadtverordneten Grünewald gestellten Antrages: „Die Stadtverordneten-Versammlung wolle unter Aufhebung des Beschlusses vom 18. Juni 1896 beschließen, daß die Verlegung der Viehmarkte nicht auf einen Platz hinter den Bahnhöfen erfolgen soll, und daß Gr. Bürgermeisterei ein Projekt vorlegen möge, das die Verlegung der Viebmärkte auf einen Platz nahe dem jetzigen Viehmarktplatz möglichst unter Herstellung einer Schienen- Verbindung mit der Bieberthalbahn und möglichst hinter das Schlachthaus bezweckt." Es wurde zunächst die Eingabe verlesen, welche vierzehn Stadtverordnete im vorigen Monat an Herrn Oberbürgermeister Gnauth gerichtet- ferner die Entscheidung deS Kreis- auSschusses zu Friedberg, an welchen die s. Zt. gegen den Beschluß vom 18. Juni v. I. eingelegte Rrclamation hiesiger Interessenten verwiesen worden war. Der Bescheid deS gen. KreiSauSschusseS besagt, daß der Recurs als recht- lich unbegründet zurückzuweisen sei, da weder formell noch sachlich ein Anlaß zur Aushebung dieses Beschlusses vorliege.— Die Rccurrenten haben hieraus den Provinzialausschuß angerufen, dessen Bescheid noch nicht erfolgt ist. — Weiter wurden verlesen Petitionen von Viehhändlern und deS Vereins der Detaillisten, welche fich fämmtlich gegen Verlegung des ViehhofeS nach dem Güterbahnhofe richten. Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkte einleitend, daß von Seiten der Rccurrenten neues Material feit dem 18. Juni beigebracht worden sei, weshalb er es für noth- wendig erachtet habe, eine Commissionssitzung der Verhandlung im Plenum vorauSgehen zu lassen- dieser CommisfionS- sitzung habe Herr Prof. Dr. Winkler, dessen Gutachten s. Z die 14 Unterzeichner der Eingabe gewünscht, beigewohnt, weshalb wohl auf dessen Anwesenheit in der Plenarverhand- lung verzichtet werde. Herr Pros. Dr. Winkler habe fich dahin geäußert, daß die Ansteckungsgefahr von Seuchen und die damit zusammenhängenden Widerwärtigkeiten wüchsen mit der Größe der Stallungen, er habe kleinere Stallungen, etwa süc je 20 Stück Vieh, vorgesehen, waS die Stallsperre bei Ausbruch einer Seuche erleichtere. Ein Ausbruch der Seuche auf dem Markt sei nicht zu befürchten, weil dann daS Vieh vorher untersucht werde- die Bedenken gegen Errichtung eines Viehmarktes neben dem Schlachthause schlage er nicht hoch an, er sei für Wahl eines Platzes hinter dem Sctlachthause, auch im Interesse der Besitzer von Gast- stallungen. Die Commission habe unter der Erklärung der Hintansetzung von Erörterungen beschloffen, der Versammlung die Ablehnung des auf erneute Beschlußfassung gerichteten Antrages zu empfehlen und daS nach dem Project deS Stadt- bauamtcs erforderliche Gelände hinter drm Bahnhöfe zu erwerben. Bekanntlit enthielt die von 14 Mitgliedern der Stadtverordneten Versammlung eingereichte Petition folgende dre Fragen: 1) Ob es richtig ist, daß der Beschluß der Stadt- verordneten-Bersammluug vom 18. Juni 1896, obwohl derselbe von Interessenten im Instanzenwege angefochten und über seine Rechtswirksamkeit noch nicht entschieden ist, bereits zur Ausführung, insbesondere durch Geländeankauf gebracht wird? 2) AuS welchem Grunde die Petition einer dahier stattgehabten Bürgerversammlung, die au die Stadtverordnetenversammlung gerichtet ist, noch nicht zur Vorlage gebracht wurde? 3) Auf welchem Grunde eine gleiche Unterlaffuug hinsichtlich einer von Viehhändlern auSgegangeneu Petition beruht? Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkte zu Frage 1: Rach Artikel 46 der Städteordnung hat der Bürgermeister u. A. aach die Beschlüsse der Stadtverordueteu-Versammlung auSzuführeu- derselbe hat dabet (abgesehen von dem Falle der ihm zustehendeu Beanstandung der Ausführung eines Beschlusses) mit Ausführung eines solchen weder den Ablauf der vterwöcheutlicheu ElnsprachSfrtst noch die endgültige Entscheidung über eine dagegen etwa von Privatinteresseuteu eingelegte Beschwerde abzuwarten. — Im vorliegenden Fall war eS schon mit Rücksicht auf die im kommenden Spätsommer bevorstehende Verlegung des Güterbahnhofeö auf die Westseite der Bahn und auf die geplante Anlage öffentlicher Lagerhäuser und Lagerplätze eine besondere Pflicht des Bürgermeisters, die Ausführung deS gedachten, auf den Erwerb deS erforderten Geländes gerichteten Beschlusses nach Kräften zu fördern. — Geländeankäufe find daselbst übrigens noch nicht erfolgt, würden auch nur mit Vorbehalt der Genehmigung der Stadtverordneten-Verfammlung oder nach den für Ankäufe des StadterweiteruugSfondS geltenden Vorschriften erfolgt sein. Zu Frage 2 theilt Herr Oberbürgermeister Gnauth Folgendes mit: Die hier gemeinte Eingabe der Herren Hanau u. Gen. vom l.Jultv. I. „gibt" lediglich „Kenntuiß" von der mißbilligenden Resolution einer am 27. Juni v. I. stattgehabten Bürgerversammlung und „macht Mittheilung" von der erfolgten Einlegung des RecurseS gegen den Beschluß der Stadtverordveteu-Bersammlung. Diese Eingabe ist ausweislich des ProtocolleS in der Sitzung der Stadtverordneten- Verfammlung vom 16. Juli v. I. zur Keuntniß derselben gebracht worden,- von den 14 Interpellanten waren 12 in jener Sitzung anwesend. Die dritte Frage wurde von Herrn Oberbürgermeister Gnauth wie folgt beantwortet: Die Eingabe der Herren Euler und Genossen vom 27. Ociober v. IS., enthaltend die gleichlautenden Petitionen auswärtiger Viehhändler, sollte — wie die meisten für die Stadtverordueteu-Versammlung bestimmten Einläufe, und wie beispielsweise auch daS den erhobenen RecurS abweisende Erkenutniß des KretSauSschuffeS — der Stadtverordueteu-Versammlung mitgetheilt werden, sobald eine weitere sachliche Beschlußfassung derselben zur Frage der Verlegung deS ViehmarkteS veranlaßt und vorbereitet war. — Zn einer früheren Mittheilung jener Eingabe lag um so weniger Grund vor, als der wörtliche Inhalt der Petitionen und die Zahl ihrer Unterschriften gleichzeitig mit ihrer Einreichung in den hiesigen Tagesblättern veröffentlicht worden waren. Zum CommtsfionSbefchluß bemerkte Herr Oberbürgermeister Gnauth, daß man das Vorhandensein eines RormalbahnanschluffeS an einen Vtehhof für erforderlich erachtet, weil der größte Thetl des Viehes mit der Bahn die Stadt verlaffe, und nur der Platz, am künftigen Güterbahnhof ermögliche diesen Bahnanschluß. Die Möglichkeit des Anschlusses eines in der Nähe deS Schlachthauses belegenen ViehmarkteS an die Bieberthalbahn sei zuzugeben, doch müsse dabei mit Umladung des Viehes gerechnet werden- die Möglichkeit, die schmalspurig zu erbauende Bteber- thalbahn mit Normalspurwagen zu befahren, sei ausgeschlossen wegen der ungünstigen Curvenverhältuisse an der Lahnbrücke und deS Umstandes, daß bet Normalwagen mit mindestens 4 Meter lichtem Raum in der Brette gerechnet werden müsse. Ein nicht außer Betracht zu lassender Vortheil sei bet einer Verlegung des Viehmarktes hinter die Bahnhöfe deffen gemeinsamer Betrieb mit den projectirten öffentlichen Lagerhäusern gewesen, der Vortheil größeren Gelänbeerwerbs^ liege ferner in der Möglichkeit deS Austausches zu Baulich- ketten geeigneter Plätze zwischen Biehmarkt und Lagerhäusern. DaS Project deS StadtbaumeisterS sehe eine Geländefläche von 28,000 Meter vor, wovon 4000 auf die GeletS- anlagen entfallen, der Diehmarktplatz links der Rodhetmer- straße meffe 4474 Q-Meter, der rechts 3448 Q Meter, daS in der letzten Petition von Juda Katz u. G. erwähnte Jung- blut'sche Befitzthum umfaffe 1800 Q Meter, daS Herz- berger'fche 2160 Q Meter. Alles in allem genommen, biete demnach das in der Neustadt in Frage kommende Gelände nicht annähernd die räumlichen Berhältniffe wie der hinter dem Bahnhofe,- hierzu komme noch, daß die DiSpofitiou über da» rechts der Rodhetmerstraße gelegene Gelände noch durch Gebäude beeinträchtigt werde. Die beiden genanoten Besitzungen feien mit 72,130 Mk. in die Braudversicherung eingetragen, so daß nach Abzug des GebäudewertheS der Platz noch belastet bleibe mit circa 50,000 Mk. Die Eommisston hat bezüglich der Maffenpetitiouen erklärt, daß fich die Petenten darin wegen der Lage des künftigen Viehhofes nur negativ geäußert, nirgends sei gesagt, daß «an den Vtehhof hinter daS Schlachthaus verlegen solle. Die auf dem Vtehhof zu errichtenden Stallungen würden, wenn «ach Anficht des Herrn Prof. Winkler angelegt, weniger Gefahr für Ansteckung und Verbreitung von Seuchen bieten, als Prtvatstülle. Herr Oberbürgermeister Gnauth ging auf die weiteren Punkte der Petitionen des Näheren ein und erklärte, er ziehe daraus das Fazit, daß es angesichts deS sich öfter widersprechenden Inhalts derselben das Richtige sei, wenn die Stadtverordneten ihrer Ueberzeugung folgten. Die Wünsche und Besorgnisse hiesiger Interessenten und Local- intereffen köauten berücksichtigt werden, aber mau könne nicht zugeben, daß daS Gesammtinteresse gefährdet werde. Die Einkäufe Auswärtiger seien in den seltensten Fällen Gelege» heitSkäuse, fast jeder Käufer werde sich darüber klar, waS er kaufen wolle, ehe er nach Gießen gehe. Der geltend gemachte Unterschied im Umsatz an den Markttagen sei zu ziehen zwischen Dienstags- und Mittwochsmarkt, der letztere bleibe erhalten und damit auch der Verkehr in der Altstadt. Was die heutige Behandlung der Ma^ktfrage in der Stadtverord- ueten-Bersammlung selbst betreffe, so stelle er zunächst die Frage zur Erörterung, in wieweit der § 43 der Städte- ordoung Anwendung finde auf diejenigen Herren Stadtverordneten, bezüglich deren der Gedanke auftauchen könnte, daß sie als befangen betrachtet werden könnten, da hier Interessen ihrer Anverwandten berührt würden. Herr Oberbürgermeister Gnauth theilt hierauf die Namen derjenigen Stadtverordneten mit, deren Competenz bet der Berathung und Beschlußfassung über die Marktfrage auf Grund des angezogeneu Paragraphen in Frage zu stellen sei. Besonders sei die» bet Herrn Stadtverordnete Grünewald der Fall, weil die Folge des Beschlusses vom 18. Juvi der Erwerb von Gelände des Herrn Bergwerkdirector- Pascoe, der Schwiegervater des Herrn Grünewald ist, sei. Er habe fich für verpflichtet erachtet, darauf hinzuweisen, daß vor Eintritt in die Berathung über die Frage entschieden werde, ob Jemand aus der Versammlung aus dem in § 43 der Städteordnung erfichtlicheu Grunde verhindert sei, an der Berathung und Beschlußfassung theilzunehmen. Herr Löb er erklärt hierauf, daß er die Petition lediglich im Interesse der Bürgerschaft unterschrieben, nicht im Interesse seines Geschäfts,- ebenso erklärt Herr Schwall, daß er wegen eines Kunden, den er in der Neustadt habe, die Jntereffen der Stadt nicht hintansetzeu wolle. Herr Grünewald behandelt hierauf eingehend die Frage, ob ein Stadtverordneter aus den vom Herrn Oberbürgermeister mitgetheilten Gründen verhindert werden könne, tu der Angelegenheit zu votiren. Jedenfalls fei nicht nach den Interessen Derjenigen geforscht worden, die s. Zt. für die Verlegung des ViehmarkteS gestimmt; vor die Frage, ob dabet die Jntereffen seines Schwiegervaters berührt werden, sei er das erste Mal durch das eben Gesagte deS Herrn Oberbürgermeisters gestellt worden,- sei dieses Interesse für die Abstimmung maßgebend, so hätte er eigentlich für die Verlegung stimmen sollen; eS liege zum Aufwerfeu der Frage, ob hier daS Interesse einiger Stadtverordneten mit- sptele, kein Anlaß vor. Herr Dr. Gutfleisch selbst habe, als »S fich um den Beschluß handelte, die OmntbuSgesell- schäft zu subvrutiouiren, erklärt, daß das Interesse einzelner Stadtverordneten an der Gesellschaft fie nicht unfähig mache, mit abzustimmeu. Herr Haubach, dessen Verwandtschaft mit dem Interessenten Euler vorher betont wurde, erklärte, daß ihn kein anderes Interesse an der Sache leite, als das der Allgemeinheit. Herr Dr. Gutfleisch hält die Bezugnahme des Herrn Grünewald auf feine Meinung in der die Subvention der OmnibuSgesellschaft betreffenden Sitzung nicht für richtig- der angezogene Fall habe anders gelegen. Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärt, daß nicht zu prüfen sei, ob ein Mitglied sein Interesse zur Richtschnur seiner Handlung mache, sondern ob ein Privattnteresse eines seiner Angehörigen vorliege, wobei eS ganz gleich sei, ob daS betreffende Mitglied mit seinen Angehörigen in Feindschaft lebe oder in Freundschaft- die Berhältniffe müßten geklärt werden, ehe in der Sache weiter verhandelt werden könne; er sei bezüglich der Theilnahme deS Herrn Grünewald in Zweifel - Herr PaScoe habe sein Gelände für unverkäuflich erklärt, eS stehe also da» Enteignungsverfahren bevor und damit würden Privatintereffeu eines Angehörigen des Herrn Grünewald berührt. Herr Grünewald bemerkt, durch den Beschluß über die Viehmarktfrage, einerlei wie er ausfalle, würde die Expropriation von Grundeigenthum nicht berührt, da darüber eine andere Behörde zu entscheiden habe, eS handle fich nur um Verlegung des Marktes und da habe er daS Recht, mttzusttmmen. Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkt, daß die Commtsfion die Expropriation bereits ins Auge gefaßt habe. Herr Dr. Gutfleisch vertritt die Ansicht, daß die Herreu Löber, Schwall und Haubach nicht an der Sache tuteresfirt eien, ebenso sei nach Herrn Grünewalds Erklärung für seine Person an deffen Befangenheit nicht zu glauben, dagegen sei deffen Schwiegervater tuteresfirt und somit sei Herr Grünewald auf Grund des § 43 der Städteordnung zur Abstimmung und Berathung nicht zuzulassen. Herr Grünewald erklärt unter Darlegung seiner Ansicht über die Auslegung des § 43, es scheine, als wolle man ihn beseitigen - er rufe den Gerechtigkeitssinn der Stadtverordnetenversammlung au und verwahre sich entschieden legen jede Unterstellung der Vertretung des Interesses einer hm verwandten Person. Herr Löber bestreitet ebenfalls, daß Herr Grünewald Privattnteressen vertreten werde. Herr Dr. Gaffky erklärt, seine Instruction zur Ab- itmmung über die Zulassung deS Herrn Grünewald lediglich aus der Städteordnung nehmen zu wollen. Herr Jughardt erklärt, wenn man Herrn Grünewald ausschließe, müsse man dies auch mit Herrn Haubach thuu. Herr Dr. Gutfleisch widerlegt den Vorwurf, den Gegner rechtlos machen zu wollen, seine Abstimmung würde gerade so lauten, wenn Herr Grünewald auf seiner Seite wäre. , Herr Oberbürgermeister Gnauth wendet fich gegen ! Herrn Grünewald wegen des Vorwurfes der illoyalen Behandlung der Sache- er stellt in Aussicht, daß die Zulassung des Herrn Grünewald bei allenfallsiger Anfechtung de- heutigen Beschlusses berührt werden würde. Herr Grünewald wendet fich gegen die Herren Dr. Gutfletsch und Dr. Gaffky, und wiederholt, daß hier Privat- iuteressen nicht in Betracht kämen. Herr Dr. Gut fleisch legt dar, daß durch den heutigen Beschluß das Eateignungsverfahren etngeleitet werde und constatirt, daß dadurch daS Interesse des Herrn PaScoe ein recht reales werde. Herr Schwall tritt für die Zulassung des Herrn Grünewald ein. Herr Grünewald erklärt, eine führende Rolle in der Bewegung gegen den Beschluß vom 18. Jani nicht gespielt zu haben, er habe deshalb jede Vertretung, die ihm angetragen, abgelehnt. Herr Walle n felS ist gegen den Ausschluß Grünewalds. Herr Dr. Gaffky erklärt, von jeder Animofilät gegen Herrn Grünewald frei zu sein. Die Abstimmung über die Frage, ob Herr Grünewald nach Vorschrift deS Art. 43 der Städte Ordnung verhindert sei, an der Abstimmung theilzunehmen, ergab Verneinung derselben. (Schluß folgt.) _ CoceUs nnt> provinzielle«. Gießen, den 6. Januar 1897. ** Kredit erfrier. Der kommende Sonntag, 10. Januar, ist der hundertjährige Geburtstag des Theologen D. Karl August Credner, welcher von 1832 an bis zu seinem 1857 erfolgten Tode der theologischen Facultät unserer Ludewig» Universität angehört und eine erfolgreiche Wirksamkeit entfaltet hat. Eine Anzahl seiner ehemaligen Schüler hat seinem Andenken eine Marmortafel gewidmet, welche an dem Hause, in welchem Credner während seines Hierseins gewohnt hat und gestorben ist, Frankfurterftraße 11, (Besitzer: A. Austerlitz), zum bleibenden Gedächtniß angebracht werden soll. Die Uebergabe dieser Tafel findet kommenden Sonntag in Verbindung mit einem Feftacte statt, durch welchen die theologische Facultät das Andenken ihres verdienten ehemaligen Mitgliedes feiert und dessen Mittelpunkt die Gedächtuißrede des Herrn Prof. D. Baldensperger, der CrednerS Fächer jetzt vertritt, bilden wird. Die Feier ist von Gesängen deS evangelischen Ktrchengesaug Vereins umschlossen, der seine Mitwirkung in dankenSwerther Weise zugesagt hat. Wie wir hören, werden sich zahlreiche Mitglieder der Familie Credner zu der Feier etnfinden. Wie aus der Einladung der theologischen Facultät erfichtlich, ist dieselbe auch wetteren Kreisen zugänglich und find die Verehrer deS hervorragenden Gelehrten und seiner hier noch unvergessenen Familie zu dem Festact freundlich eingeladen. * * Steins Eaalbau. Morgen Donnerstag Abend findet ein großes Bierconcert, von unserer RegimentSmufik auSgeführt, statt. Da» Programm ist für einen recht vergnügten Abend zusammengestellt. * * Panorama. Marocco und der Einzug des Sultan in Tanger gelangt im Panorama in den Neuenbäueu zum ersten Male zur Ausstellung. Ferner werden die Besucher mit den Straßen, Moscheen, Gebäuden, Bewohnern der Städte Tanger, Tetuan, Fez und Marrakesch bekannt gemacht. Diese Serie bleibt nur bis SamStag stehen. Am 24. Januar wird das Panorama geschlossen. • * Evangelischer Arbeiterverein. Eine interessante Statistik über die Ausdehnung der evangelischen Arbeiter- vereine Deutschlands hat soeben der „Evangelische Arbeiterbote" veröffentlicht. Darnach besteht der Gesammtverdand evangelischer Arbeitervereine Deutschlands aus 237 Vereinen mit 52,402 Mitgliedern, wovon 32,822 dem Arbeiter-, 9470 dem Handwerker und 10,110 einem anderen Stande angehören. Von den einzelnen Verbänden aus dem Gesammt- verbande sei der rheinisch-westsälische Verband mit seinen elf Vereinen und 28,245 Mitgliedern, wovon 19,148 dem Arbeiter-, 4070 dem Handwerker- und 5027 anderem Stande angehören, erwähnt. In diesem Verbände bestehen 96 BereinSbiblio- theken mit 20,547 Bänden. Die Vereine haben ein Ge- sammtvermögen von 152,233 Mk. baar, dann 62,858 Mk. Mobtliarvermögeu und 337,500 Mk. Immobiliarvermögen. Bauwesen. Gutem Vernehmen nach tritt am 1. April lfd. IS. eine neue Organisation unseres Bauwesens ins Leben. Die Straßenbauämter gehen ein- die Staatsstraßen gehen in die Verwaltung der Kreise über, für jeden Kreis wird ein Bauinspector bestellt, deffen Reffort tie Kreis- und Staatsstraßen, das Gemeinde Hochbauwesen und die Begutachtung der Baugesuche der Privaten unterstellt werden. Bisher wurden die KreiSstraßen durch Kreis-, die Staatsstraßen durch staatliche Beamten verwaltet. Die Hochbau- und Wasserbau-Aemter bleiben, wenn auch mit verminderter Competenz, fortbeftehen. • • Patent Umschreibung. Vorrichtung zur Feststellung drehbarer Sägeblätter usw.: Karl Dörmer, Forstgartrn bei Gießen. Neber den neuen PrSstdeute« der zweite« hessische« Kammer wird der „Franks. Ztg." aus Darmstadt berichtet: Unter den Mitgliedern der Nationalliberaleu Partei besteht die Absicht, Herrn Kreisrath HaaS-Offenbach zum Präfi- deuten der zweiten Kammer zu wählen. Diese Candidatur hat nunmehr die beste Aussicht, da auch die Mitglieder der CentrumSpartei für Herrn Haas stimmen werden. - o- AuS der Wetterau, 5. Januar. Seit einigen Wochen grasfirt die DiphtheritiS wieder ziemlich stark in hiesiger Gegend. Besonders in Södel find so viele Familien von dieser tückischen Krankheit betroffen, daß die beiden Schulen bereit» seit Mitte December v. IS. geschloffen find. Dank der fürsorglichen Behandlung deS dort ansässigen tüchtigen Arztes, Herrn Dr. Scriba, und dank der vortrefflichen Wirkung deS neuen Heilserums, welches tu den allermeisten Tftg v k 1 h M» ,ö6 dlirih kn e °'7'« 6,n- <2 : »-« h-n. »"lagrv, 'SSÄ-S L°LL?> ^0«. Itn 6' 3’«uw 1897 X 1882% £Ä ’i1' SrontfaneiftroBt 11 Tasrl fiildrt tommenfa “ Hatte ftm, durch 68 Renten istrr» vn, ““Ufa MittrlpM D- 8albtnft)tiflCt bil^ »irb. Dlr nchevgrsaogHrrrtkiS u», anhnitontfa Weise zu. sich zahlreiche Mitzlieder rtnfinbtn. Wie aus der at ersichtlich, ist dieselbe b siod die Verehrer des : hier noch unvergessenen ingdabiB. DonnerSlag Abend findet llnserer RegiventSmfik ist für tinta recht der« brr tS SawStag stehen. 8m eschlofa. l tont ioteressaotr er evmgeltschku Slbetter« .Lvavgrltschr Lrbeiter- istt btt Tesamntverbanb jlanbl aus 237 Vereinen 32,822 dem 8rbeiter>, ) einem anderen Stande Räuden anS dem Gesammt- e verband mit seinen elf »von !S,U8 dem Arbeiter-, öderem Stande angehörro, estehrn 96 öereinsbiblio- Brreiue haben ein ®t* S *■ 62‘808 * W >06111«»* »°-M tritt ,i(II *1 «“** .rtnrto; H- i, trfftnN-t* h,d)bauliil« Me b“ld> . 'Dte hochbav' S5S SB btt teettei WM* ilt“ L,Lt berichtet: aul «artet besteht .•'«•Ä Uw«“1 * Ä* * *• Sä*®“. - boB die - b Dank »ort •"Krtr.ll* id 1«“' ' « »MU * * Fälle» zur Anwendung gebracht wurde, ist trotz des raschen Umsichgreifens der Epidemie nur ein einziges Kind zum Opfer gefallen, während früher bet ähnlichem Auftreten der Diphtherie stets eine größere Anzahl von Sterbefällen vorzukommen pflegten. Also hat auch diese so gefürchtete Krankheit einen Theil ihrer Schrecken verloren, sobald beben ersten Anzeichen sofort ärztliche H lfe etugeholt wird. Gewiß eine angenehme Beruhigung für Eltern! -h- Wolfersheim, 5. Januar. Das alte Jahr sollte für eine hiefige Familie nicht zu Ende gehen, ohne einen schweren Ungücks fall gebracht zu haben. Ein 28jähriger Bursche hatte das Pferd zur Schmiede geführt, um es be schlagen zu lasten, was bet dem betreffenden Thier wegen seine- unbändigen Wesens immer eine schwere und gefahc- volle Arbeit bedeutet. Nachdem zwei Hufeisen mit Mühe abgerissen waren, schien sich das Pferd beim dritten nicht mehr fügen zu wollen. Der in Rede stehende Bursche lieh ihm daher erst einmal eine wohlverdiente Züchtigung angedeihen - aber schon im nächsten Augenblick nahm das Thier furchtbare Rache für die empfangenen Hiebe. Als der Mann im Begriffe war, das ZüchtigungSinstrument bet Sette zu stellen, erhielt er einen so wuchtigen Tritt wider die Magengrube, daß er besinnungslos zu Boden fiel und für tobt weggetragen werden mußte. Nachdem er wieder zu Bewußtsein gekommen, stellte der alsbald herbetgeholte Arzt fest, daß der Getroffene eine Verletzung der Leber da- vongetragen und außerdem sich eine ganz bedeutende Menge Bl«t in die Bauchhöhle ergossen hat. Obwohl der Unglückliche sehr geschwächt darniederltegt, so ist doch Hoffnung vorhanden, ihn am Leben zu erhalten. F. Au» dem Kreise Friedberg, 4. Januar. Es kommt vor, daß Leute Wltze wachen, indem fie behaupten: Dieser oder Jener habe die Maul- oder Klauenseuche bekommen. Die Sache hat eine sehr ernste Seitz, denn eS ist auch in unserem Kreise vorgekommen, daß Leute, die mit verseuchtem Vieh zu thun hatten, ohne die nöthige Vorsicht zu beachten, angefteckt wurden und recht empfindlich darunter zu leiden hatten. Wir rathen daher dringend au, mit diesen ernsten Dingen nicht zu spaßen, sondern recht vorsichtig bei Behandlung der erkrankten Thiere zu sein. □ Ruppertenrod, 4. Januar. Die Unsitte deS Schießens in der Neujahrsnacht hat hier bet einem jungen Burschen tldle Folgen nach sich gezogen. Derselbe, der Sohn einer ohnehin vom Schicksal schwer heimgesuchten Wittwe, versuchte in einer Gastwirthschaft, auf ein geladenes Terzerol ein Zündhütchen zu setzen. Hierbei hielt er die Hand vor die Mündung des geladenen Laufes. Plötzlich krachte ein Schuß, die Waffe hatte sich entladen und die ganze Ladung war dem unreifen und unvorsichtigen Schützen mitten durch die Hand gegangen. Die Verletzung ist nicht leicht, da der Knochen des Mittelfingers zerschmettert wurde. Möglichen Falls behält der Junge für sein Leben eine steife Hand und damit die Warnung für sich und Andere: spiele nicht mit Schießgewehr! Darmstadt, 2. Januar. Prinz Ludwig von Battenberg wurde zum Ehren - Marineadjutanten der Königin von England ernannt. Offenbach a. M., 5. Januar. Der allgemeine Verband der deutschen landwirthschaftltchen Genossenschaften petitionirt bei dem preußischen Staatsministerium wtib dem Abgeordnetenhaus^ darum, die landwirthschastlichen Heuoffenschasten in der Handelskammer-Novelle von der Beitrag,pflicht zu den Handelskammern zu befreien, dagegen die staatlich bestätigten Revifionsverbäude der Genossenschaften als GeuoffenschaftSkammern zu behandeln und den Handelskammern gleichzustellen. Aul Rheinhessen, 3. Januar. Der landwirthschaftliche Verein für die Provinz Rheinhessen hat beschlossen, bei der in diesem Jahre in Hamburg stattfindenden Ausstellung der deutschen Landwirthschaftsgesellschaft eine Weinkosthalle für rheinhessische Weine zu errichten. Im Ganzen sollen höchstens 10 Sorten sorgfältig ausgewählter typischer rheinhesfiscker Weine zur Beschickung zugelaffen werden. Citeratur und Aunft. — De» nette Jahrgang btt »Gartenlaube.* Jahrzehnte find verflossen, fetldem die „(Gartenlaube* In raschem Fluge zu dem beliebtesten deutschen Volks- und Familienblatie geworden ist und unter den Deutschen nicht nur in der H/irnath, sondern auch in allen Erdthetlen eine geradezu beispiellose Verbreitung erlangt hat. Jahrzehnte sind verflossen und die Zetten haben sich geändert, aber trotzdem ist die „Gartenlaube" das verbreitetste llluUrirte Famtlien- blatt, nach wie vor ein Lteblingsgast im deutschen Hause. Ein so dauernder Erfolg kann nicht auf einem Glück ssall beruhen, er ist der Lohn einer ernsten, pflichtbewußten Arbeit. In der Thal haben die Leiter der „Gartenlaube" ihre schwierige Ausgabe stets mit der wärmsten Hingabe für die Jntereffen des deutschen Volkes und der deutschen Familie zu erfüllen gewußt. Das Ziel, weiteste, verschiedenartig zusammengesetzte Volksschichten durch guten Lesestoff zu f ffeln, fie nach des Tages Last und Mühe zu unterhalten und zugleich durch Belehrung zu erheben, hat die „Gartenlaube" niemals aus den Augen verloren und auch glücklich von Jahr zu Jahr erreicht. Am 1. Januar begann ein neuer Jahrgang der „Gartenlaube" und aus dem Prospect, den Redaction und Verlag veröffentlichen, können wird mit Genugthuung ersehen, daß die „Gartenlaube" auch im nächsten Jahrgang ihren alten Ruf bewähren wird. Wie statistische Erhebungen in Leih« und VolkSbtbliotheken gezeigt haben, werden gegenwärtig die Romane und Novellen von W. Heimburg vom Publikum am häufigsten verlangt und gelesen. Weiteste Leserkreise werden also mit Freuden die Nachricht entgegennehmen, daß „Trotzige Herzen", der neueste Roman von W. Heimburg, den nächsten Jahrgang der „Gartenlaube" eröffnen wird. Daran werden sich u. A. anschließen: „Hildegard", Roman aus der Zeit der Hexen- proceffe von Ernst Eckstein, „Die Hansebrüder", Zeitroman von Ernst Muellenbach (Ernst Lenbach), „Unter der Linde" Novelle von Wilhelm Jensen, „Auf dem Kynast", Erzählung auS den Befreiungskriegen von R. v. Gottschall und „Das Tagebuch", Humoreske von Hans Arnold. Schon aus diesen Beispielen kann man ersehen, wie die Romane und Novellen der „Gartenlaube" frei von jeder Einseitigkeit in der Auswahl, nach verschiedenen Richtungen hin das LesebedÜrfniß befriedigen sollen. Das Programm des belehrenden Theiles der „Gartenlaube" ist nicht minder glücklich ausgefallen. Wir begegnen in ihm Namen von bestem Klange, denn es ist der „Gartenlaube" gelungen, einen Kreis hervorragender Gelehrten für die Mitarbeit an der Belehrung des Volkes zu gewinnen. Wir heben hier nur einige der angekündigten Beiträge hervor: „Gesundheit und Kleidung" von Prof. H. Buchner (München), „Die traumatische Neurose" von Prof. Paul Fürbringer (Berlin), „Die Sehschärfe der Naturvölker" von Prof. Herrn. Cohn (Breslau), „Der Liebeszauber" von Prof. Max Haushofer (München), „Auf den Goldfeldern Australiens", nach Mittheilungen von Bergrath Schweißer (Aachen) und „Die Südpolforfchung" von Prof. Sophutz Rüge (Dresden). Das Programm verspricht ferner, daß die so allgemein beliebte Rubrik der kleinen illustrirten Mittheilungen und Winke für allerlei nützliche Beschäftigungen und Arbeiten im Hause bedeutend erweitert werden wird. Dieser so reichhaltige Inhalt, der noch durch einen sorgfältig hergestellten künstlerischen Bitderschmuck gehoben wird, muß auch den weitgehendsten Ansprüchen genügen, und so können wir unseren Lesern die „Gartenlaube" an der Jahreswende mit gutem Gewissen als ein gediegenes, Belehrung und Unterhaltung im reichsten Maße bringendes Familienblatt empfehlen. Eingesandt. Gieße«, den 6. Januar 1897. — DaS „Eingesandt" des Herrn Pfarrer Schlosser in Nr. 3 dieser Zeitung enthält eine ganze Reihe unwahrer Behauptungen. Zur Feststellung und Zurückweisung derselben wird der geeignete Weg betreten werden, wenn diese Angelegenheit auf dem Verwaltungswege, woselbst fie am 15. December vorgelegt wurde, ihre Entscheidung gesunden hat. Bayer, Pfarrer. — Von einer Reise zurückgekehrt, lese ick soeben Herrn Pfarrer SchlofserS Anrempelung in Ihrem geschätzten Blatte vom 5. d. Mts. Dieselbe hat mir nur ein mitleidiges Lächeln entlocken können. Alles, was „der Eaplan" nach jenem „Weckruf des öffentlichen Gewissens" an „römischen Practiken" verbrochen haben soll, ist vom ersten bis zum letzten Buchstaben aus der Luft gegriffen und unwahr, ob mit oder ohne befiere Kenntniß deS Verfasser-, laffe ich dahing-stellt. Im Uebrtgen lehne ich es ab, Herrn Pfarrer Schlosser als Richter meiner Thäligkeit anzuerkennen. Dazu hat et weder ein Reckt noch den Beruf; auch dürfte es gar sehr am noch» wendigen Verständnitz fehlen, wie die letzte Leistung bekundet. Ebensowenig kann ich mich natürlich auf den von ihm ausosuchten Balg- platz zu ihm berablaffen. Also möge er sich in Zukunft weitere phrasenreiche Ergüsse seiner Römerangst sparen. Kronenberger, Caplan. — In einer Villa auf dem Seltersberge wird ein, übrigens schöner, weißer Foxterrier gehalten. Gegen diese Tbatsache ist nun nichts einzuwendcn, im Gegentheil ist Einsender dieses der Ansicht, daß besonders für alleinstehende, ältere Frauen ein treuer, wachsamer Hund einen nicht gering anzuschlagenden Schutz bildet und außerdem durch seine selbstlose Anhänglichkeit (bei guter Behandlung!) zur Quelle mancher Freude wird. Dagegen können wir uns nicht damit einverstanden erklären, daß besagter Hund seit einiger Zeit jeden Morgen von ca. 6 bis 7 Uhr durck fein anhaltendes rauhes und nichts weniger als melodisches Bellen die Nachbarschaft im Morgenschlummer stört. Besonders unseren Kleinen, die durch die Schule recht sehr angestrengt werden, ist es absolut nicht zuträglich, wenn ihnen durch jenes nervenaufregende Gekläff eine Stunde des so überaus nothwendigen Schlafes entzogen wird. Mancher Kranke — wie wir hören, wohnt sogar in genannter Villa eine schwerleidende Dame; dieselbe ist jedoch nickt die Besitzerin des Hundes — findet erst gegen Morgen kurzen Schlummer und hat durck diese tägliche Störung unsagbar zu leiden. Wir glauben deshalb mit Fug und Recht darauf dringen zu dürfen, daß Bern gerügten Uebelftanb abgeholfen werde und geben der Eigen- thümerin des Köters den Rath, denselben in der Dunkelheit und Kälte des frühen Morgens, wo es ihn offenbar friert, nur für einige Augenblicke ins Freie zu laffen; hinter dem warmen Ofen wird er sicherlich zufrieden fein, und der Nachbarschaft keinen Anlaß »u Klagen geben. Ein Menschen- und Thierfreund. Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gieße». 53. Woche. Vom 27. December bis 31. December 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tnd. 1600 Mann Militär). SterblichkettLztffer: 29,39, nach Abzug der Ortsfremden 13,56°/«. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1.Lebensjahr: L—IL.Jahr: KrebS 3 (2) 3 (2) — — Gehirnleiden 1 (1) 1 (1) — — Lungenschwindsucht 1 1 — — Lungencatarrh 2 — 2 — Herzfehler 1 1 — — Zellgewebsverhärtung 1 (1) — 1 (1) — Diphtheritis 2 (2) — — 2 (2) Summa: 11 (6) 6 (3) 3 (1) 2 (2) 1. Woche. Vom 1. bis 2. Januar 1897. Sterblichkettsziffer: 20,35°/«. Lungenschwindsucht 11 — — Lebererkrankung 11 — — Unbekannte Krankh. 1 1__~ Summa: 3 3 —. — Anm. Die in Klammern gesetzter: Ziffern gebe« an, wie viele bet Todesfälle in der betreffenber. Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. MechttcheAnzeigen de» evangGeinernde. Donnerstag den7.Januar, Abends 8Uhr, im Confirmandens saal (Neustadt 61): Missto«»stu«de Über: Das Christenthum in Japan. Pfarrer Schlosser. Verkehr, Canft* rrrrd stmpur- 5. Januar. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 13.85, weißer Weizen X 00.00, Korn ** 9.85, Gerste X 0.00, Hase X 5.30. Kunst-Ausstellung, M.Y'M Nähme des Samstags, von 11 bis 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. GormtagS unrrnterbroche« von II bi» 3 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfzs., an Sonntagen 20 Pfg. Holzversteigerung. Montag bett 11. und Dienstag den 12. Januar, jedesmal des Morgens von 9 Uhr an, soll in dem Reiskirchener Gemeindewald, Dtstricten Schäferschneise und Fuchsbau, nachverzeichnetes Holz Der* steigert werden: 166,24 fm Bau- und Nutzholz, 3 rm Buchenscheiter, 5 „ Eichenknüppel, 193,4 rm Nadelknüppel, 38,2 hundert Nadelwellen, 20,6 rm Nadelstöcke. Bemerkt wird, daß das Brennholz twt ersten Tag, und das Bauholz am zweiten Tag zur Versteigerung kommt tnb daß sich unter dem Bauholz 17 Kiefernstämme befinden, welche sich zu schönen Balken eignen und das übrige größtentheils zu schönen Fichten* fparren und Rüststangen und eine Länge bis zu 23 m haben; auch find darunter schöne Fichtenstämme bis zu 25 m Länge und 15—34 cm mittleren Durchmesser. Die Zusammenkunft ist jedesmal m der Tränke beim Fuchsbau. Reiskirchen, 5. Januar 1897. Vroßh. Bürgermeisterei Reiskirchen. W a g n e r. 345 | Empfehlungen. Bürger!. Mittagstisch m 50 im .Rebstock*. Stöbt Schlachthaus. Freibank. 344 Heute und morgen: Dchs-nfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. «> PI» Kalbfleisch nicht ladenrein, per Pfd. 3v Wg. Schellfisch u. Cabliau 334_____________frisch im -Rebstock*. Heuchelheimer Mühle. Heute Donnerstag MetzelsiW Nachmittags 3 Uhr: Wellfleisch. ends: Wurstsuppe. Schöne Aussicht. Heute Donnerstag: Metzelsuppe. Morgens r 349 Wellfleisch mit Kraut, wozu freundlichst einladet Albert Kuhnd. Gummi-Schuhe, beste Marke, für Herren und Damen, empfiehlt 322 H. Rübsamen. Lebende Karpfen, alle Sorten fylvtz- urb Geestsche zu haben Tiefeaweg 18. 327 Berliner Pfannkuchen, Kreppelu, Cafv und Thee- Gebäck, große Auswahl in Kuchen und Torten empfiehlt täglich frisch in nur besten Qualitäten 275 ConditOrei H. Bettler, Ecke Frankfurterstraße-Süd-Anlage. 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Avril zu vermiethen. __________________vleichstraste »4 421 Svdwigstraste 6: zweiter Stock mit 7 Zimmern nebst Küche und Zubehör alsbald zu vermiethen, sowie Riegel» Pfad 86 u. 87 ist eine Wohnung mit 3 Zimmern und Küche, sowie zwei Wob» nunqen mit 3 Zimmern, Cabinet und Küche zu vermiethen- Näheres bei ________». Pfaff, Wetzsteinstraße 46. 53] Woh««ng, zweiter Stock, be* stehend aus 7 Zimmern mit allem Zubehör, in der Svdwigstraste 42 per 1. April zu vermiethen. WUH. Seipp I.» Ludwigstraße 28. 122| Parterrewohnung, 4 Zimmer mit allem Zubehör, per 1 AprU 1897 zu vermiet Herr.______Westarrla g e 88. 1241 Dritter Stock, 4 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. Februar zu ver- mietben._________Dammstraste 8V. 19a] Schöne, frei gelegene Wohnung, 4 Zimmer mit allem Zubehör, großer Blelchplatz mit Trockenballe, auf Wunsch Gartenantheil, zu vermiethen. _________________Asterwea 55. 43] Weserstratze 28: Mansarden- wohnung, 3 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen bei 8otiii Hrllmold, Steinstraße 31. Stereotypie, Galvanoplastik, Buchbinderei Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste, besonders für die zahlreichen Blumenspenden, sowie dem Herrn Pfarrer Schlosser für die trostreichen Worte unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Schleuuing. Gießen, den 5. Januar 1897. 312 BrüM’sche Universitäts-Buch- und Steindrnekerei (Pietsch & Scheyda) Verlag des Giessener Anzeigers 7 SchnJotrasse 7 empfiehlt eich xor Anfertigung aller Buchdruck-Arbeiten in elegantem Schwari- und Farbendruck. DerDersn der theoloflischen FsruUät. 3 mtelhen. Marktplatz 18, IN. tetr: Q meines nächsten Cursus ist am Bit lute nehme. Hochachtungsvoll Stellen-Angebote 325 350 in und außer dem Hause. Südanlage 7, 2. Et. Seitenbau. 325 Blattes erbeten. •288 Kaplansgasse 14, II. W. Heirnlmrg von ® e t r.: Leh 278 Westendhalle Marrekesch rc- 313 Verloren u. Gefunden den 11. ds. 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