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Meßmer Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. viertelsShrigsr A-onnementsprei»e 2 Mark 20 Pfg. wrtt Bringerlohn. Durch die Post bezogeU 2 Mark 50 Pfg. Redactton, Lxpedttio» und Druckerei: Kchnkstrahe Ar.L. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblertt für den Uveis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de» tft dttAfä Alle Lnnonccn-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« « folgenden Lag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. ^4lll-lS*Vvlluyv« ^fUUllUvnPlUHU« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeh. Das Dreiklassenwahlsystem in Preußen. ES war kein Geringerer als Fürst Bismarck, welcher daS preußische Wahlrecht daS schlechteste in Europa nannte; aber er hat doch nichts geihan, um eine Aeuderung herbei« zuführen, die ihm vielleicht keine allzugroßen Schwierigkeiten bereitet hätte und ihm bei seinem großen Einfluß jedenfalls leichter geworden wäre als einem seiner Nachfolger. Zwar ist seitdem die Wahlgesetznovelle vom 29. Juni 1893 erlassen worden, aber deren Wirkungen dürften Loch nur geringe fein; jedenfalls laffen sich die letzteren heute noch nicht übersehen, da die Bestimmung, daß bei der Bildung der Wahlabtheilungen auch die directen Gemeinde-, Kreis- und Provinzialsteuern in Anrechnung kommen, erst am 1. April 1895 in Kraft getreten ist, also bei den letzten Wahlen noch feinen Einfluß auSgeübt hat. Erst bei den im nächsten Jahre ftattfindenden Neuwahlen zum preußischen Abgeordnetenhause wird man in der Lage sein, zu erkennen, ob die Novelle ihren Zweck erreicht hat, der darin bestehen sollte, einer zu starken Verschiebung deS Wahlrechts nach der plutokratischen Seite hin entgegenzuwirken. Dann wird auch die Frage in Erwägung gezogen werden können, ob weitere Aenderungen im preußischen Wahlrechte vorgenommen werden müffen. Daß die Reform deS letzteren in der nächsten Zeit stark ventilirt werden wird, kann als sicher angenommen werden. Bekanntlich haben die Sozialdemokraten auf dem Hamburger Parteitage beschloffen, in die Agitation bei den preußischen Landtagswahlen eintreten zu wollen, uno ihr Schlagwort dürfte werden: „Allgemeines, gleiches und directeS Wahlrecht auch für die Landtag-wahlm." Die Bewegung für ein solches wird deßhalb wieder recht lebhaft werden, wenigstens während der Wahlagitation. ES ist ja kaum anzunchmen, daß die Sozialisten einen eigenen Eandidaten für das Abgeordnetenhaus durchbringen werden, aber sie dürften ihre Unterstützung eines bürgerlichen Eandidaten vorauSfichtlich von der Bedingung abhängig machen, daß dieser sür eine Abänderung deS preußischen Wahlrechts im Sinne der Sozialisten eintritt. Sie werden damit umsomehr Erfolg haben, als bereits jetzt einzelne Parteien das geltende System vollständig verwerfen, und zwar aus dem Grunde, weil unter den heutigen Umständen das Volk als solches im Abgeordnetenhause nicht richtig vertreten ist. Eenlrum und Freisinn haben schon immer dafür plaidirt, eine wirkliche Volksvertretung zu liefern, wie sie allein daS gleiche, directe Wahlrecht zu Stande bringen kann. Auch die Nationallibe- raten sind mit dem jetzigen System keineswegs zufrieden und bemängeln vor allen Dingen, daß heute nur der Besitz bei der Klaff fictrung der Wähler in Frage kommt, daß aber die geistige Bedeutung eines Individuums unberückfichiigt bleibt. Auch wenden sie gegen das herrschende System ein, daß es nur vom Zufall adhängr, ob ein Wähler zur ersten, zweiten ober dritten Klaffe gehört, ganz abgesehen davon, ob in den betreffenden Urwahlbtziiken sehr hoch besteuerte Personen vorhanden sind oder nicht. Man kann nicht verkennen, daß diese Bedenken Manches sür sich Haden und der Erwägung wohl werth find. Einen anderen Standpunkt nehmen die Conservativen ein; sie erkennen ein Narunecht auf gleiche Betheiligung des Bürgers an den Wahlen zum Parlament nicht an, sondern sie halten das StaatSintereffe für die Gestaltung des Wahlrechts für ausschlaggebend. Sie find sür ein auf Berufsgruppen aufgebautes Wahlverfahren, verneinen aber, da zur Zeit an die Einführung eines solchen nicht zu denken ist, jedes Bedürfniß zur Aeuderung deS jetzigen System-, wenn sie eben, wie schon gesagt, das letztere nicht für muftergiltig halten. Auch die Conservativen geben zu, daß heute der Belitz zu sehr, die Bildung aber nicht genügend zu ihrem Rechte kommt; aber sür die Ausdehnung des allgemeinen, gleichen und directen Wahlrecht-, wie es jetzt für die Reichstagswahlen besteht, auf die Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhause werden sie niemals zu haben sein. Welchen Einfluß die Betbeiligung der Socialdemokraten an den nächsten Landtagswahlen auf da- Resultat der letzteren haben wird, läßt sich heute noch nicht einmal annähernd schätzen. Vielfach ist die Vermuthung ausgesprochen worden, daß die Oppofltion höchstens einige Mandate erringen wird, waS auch unserer Ansicht nach zutreffend sein dürste. Deshalb wird eine wesentliche Verschiebung im Stätkeverhältniß der einzelnen Parteien nicht eintreten, womit auch da- Verlangen auf Abschaffung deS jetzigen Wahlrechts unerfüllt bleiben wird und es einer späteren Zeit überlaffen werden tmuß, Wandel zu schaffen, wo dies nothwendig erscheinen sollte. (xx) Wolff- telegraphische- Lorrefpondenz-Bureau. Berlin, 4. November. Der „Reichsanzeiger" meldet: Zweck- Vorbereitung und Begutachtung handelspolitisch er Maßnahmen bildere der Reichskanzler einen aus Vertretern der Industrie, der Laudwirthschast und deS Handels zusammengesetzten, auS 30 Mitgliedern bestehenden wtrth- schastlichen Ausschuß. — Nach einer anderen Meldung des „Reichsanzeigers" ist vom Reichsamt des Innern die Herausgabe einer Sonderstatistik de- auswärtigen Handels de- deutschen Zollgebietes nach Herkunst und Bestimmungsländern in den Jahren 1880 bi- 1896 eingeleitet. Die Statistik wird eine nach Ländern geordnete, die Etn- und Ausfuhr der wichtigsten Maaren nach der Menge und dem Werth darstellende Zusammenstellung enthalten. Berlin, 4. November. Heute Vormittag wurde die Leiche des Generalmajors v. Bülow in Gegenwart des Kaiserpaares, deS Prinzen Friedrich Leopold, des StaatS- mintsterS v. Bülow, des kaiserlichen Hauptquartiers, der obersten Hofchargen und vieler Mttgtieder der Generalität und des Offiziercorps, sowie zahlreicher Deputationen von Regimentern und Kriegervereinen deigefetzt. Nach der Trauerrede in der Capelle trugen Unteroffiziere der hessischen Dragoner den Sarg zur (Siuft; der Kaiser und die übrigen Herren folgten, während die Kaiserin mit den leidtragenden Damen in ver Capelle verblieb. Nach Verabschiedung von der Familie v. Bülow kehrte daS Kaiserpaar nach Potsdam zurück. Berlin, 4. November. Bei dem Entwurf der Bestimmungen über den Vollzug von Freiheitsstrafen, den der BundeSrath am 28. October angenommen hat, handelt eS sich, der „Nationalzeitung" zufolge, um einen etwa 40 Paragraphen umfassenden Entwurf von Grundsätzen, zu deren im Verwaltungswege zu erfolgender Einhaltung sich die einzelnen Bundesregierungen verpflichtet haben. Der Entwurf werde demnächst veröffentlicht werden. Er beseitige manche Härten in der Behandlung der Gefangenen in den einzelnen Bundesstaaten. Berlin,4. November. DaS Artilleriematerial der Süd- westafrikanifchen Schutztruppe soll dem Vernehmen der „Berl. N. Nachr." nach verstärkt werden, da das vorhandene sich in dringenden Fällen als nicht ausreichend erwies. Die bezügliche Forderung wird in den Etat für Südwest- afrtka eingestellt werden. Köln, 4. November. Die „Köln. VolkSztg." meldet auS Kaldenkirchen (Rheinland), in bet chinesischen Provinz Süd- Schautung seien die Missionare Nie- und Henle ermordet worden. Baden-Baden, 4. November. Der Großherzog von Sachsen-Weimar ist heute Nachmittag 5 Uhr hier eingetroffen und wurde vom Großherzog von Baden am Bahn- Hofe empfangen. München, 4. November. Die Kammer der Abgeordneten nahm heute den Militär etat mit 113 gegen 14 Stimmen an. Dagegen stimmten die Socialdemokraten, die Baucrubündler, der Demokrat Wießner und vom Centrum Dr. Heim. Im Laufe der Debatte wurde das Anwachsen der PenfionSlast und die Art der Osfizierpevsiouirung von Rednern aller Parteien bekämpft. Der Kriegsminister Freiherr v. Asch erklärte, von einem jungen OffiziercorpS könne man in Bayern nicht sprechen, da daS Durchschnittsalter der höheren Offiziere hier höher sei als anderswo. Das Anwachsen der PenfionSlast beklage auch er selbst, aber eine Aeuderung sei nicht möglich, denn alle PenfionSgesuche würden sorgfältig geprüft. Der Forderung, Offiziere doch im Truppendienst zu verwenden, welche fich dafür nicht mehr eignen, könne er nicht nachkommen. Ein Antrag Heim auf Streichung des Mehrbedarfs für OsfizierSpenfionen wurde abgelehnt, eine Resolution dagegen, auf Herabminderung der Zahl der pensionirten Offiziere hinzuwtrken, mit großer Mehrheit angenommen. Len», 4. November. In den Kohlengruben von Carviu ist ein Theil der Arbeiter in den Ausstand eingetreten. Konstantinopel, 4. November. ES werden hier Vorkehrungen getroffen für die Uederführung von 8000 Re- convaleScenten der thessalischen Armee. Eine Sammlung zur Beschaffung warmer Kleider wurde eröffnet. Der Sultan spendete 1000 Pfund. Dcpeich«, de- ibureee .Herold * Berit«, 4. November. Die Vereidigung der Truppen deS Gardecorps wird in Gegenwart des Kaisers in üblicher Weise am 16. d». in Potsdam und am 18. in Berlin statt- fiuden. Berlin, 4. November. Im Reichstagsgebäude ist heute die vom Reichseisenbahnamt ctnbtruftne Eisenbahn-Con- ferenz eröffnet worden, welche durch die neueren Eisenbahn' Unfälle veranlaßt ist. Berlin, 4. November. Der hiesige brafilianifche Gesandte, Baron v. Jtajuba, ist in vergangener Nacht Plötzlich, wahrscheinlich am Herzschlag, gestorben. Berlin, 4. November. Wie gemeldet wird, soll daS RetchStagS-Präsidia l-Gebäude bestimmt am Reichs- tagSufer gegenüber dem Reichstag errichtet werden. Der Bau soll Mitte nächsten Jahres beginnen. Berlin, 4. November. Die Civilprozeßorduung ist zwar formell noch nicht dem Bundesrathe zugegangen, die Einbringung deS Entwurfs soll unmittelbar bevorstehen. Berlin, 4. November. Die National-Socialen Haden beschloffen, auch in einem Berliner Wahlkreise einen Eandidaten für die nächsten R ichSiagswahlen aufzustellen. Wien, 4. November. B sher ist die VormittagSfitzung im Abgeordnetenhause ruhig verlaufen. Nur zwischen dem Abgeordneten Schönerer und dem Viceprästdeuten Abrahamowtcz hat eine kleine Cootrover^e wegen der Handhabung der GeschästSordnung stattgefunden, wobei der Abgeordnete Schönerer zur Ordnung gerufen wurde. Wie verlautet, soll die Tagesfttzung bald abgebrochen werden. Man ist allgemein der Ansicht, daß heute Abend stürmische Scenm folgen werden. Die Stimmung der Abgeordneten ist allgemein eine sehr erregte. Paris, 4. November. Die heute in der Deputaten- kammer zur Verthetlung gelangende Novelle der Wehtsteuer strebt nach mehreren Seiten eine Verschärfung an. Die Steuer wird gegenwärtig von Denen erhoben, welche ani irgend einer Ursache vom Dienste im acttven Heere ganz oder theilweise befreit sind. Athen, 4. November. Die Einberufung der Kammer ist auf den 15. November festgesetzt. Die griechische Regierung hat den Vertretern im Auslande eine Note zugehen lasten, tu welcher sie Protest erhebt gegen den Vorwurf der Verschleppung der FriedeuSverhaudlungen ihrerseits. Berlin, 5. November. Geheimerath Dr. v. Birch o w wurde gestern während einer Vorlesung in der Universität von einem Schwächeanfall betroffen. Er mußte die Vorlesung abbrechen und nach Hause fahren. Der Grund dcS Unwohlseins soll lediglich Überarbeitung sein. Berlin, 5. November. In der gestrigen Consereuz im Handelsministerium zur GetreidepreiSnotirungS- frage setzte dieselbe im Lause deS Nachmittags ihre Be- rathungen fort. Die Verhandlungen über eine offizielle GetreidepreiSnotirung werden eine Fortsetzung nicht finden, da derselben durch die ablehnende Haltung der Berliner Pro- ductenhändler die Vorbedingung fehle. Die Lonfereuz war in dieser Hinficht ergebnislos. Wien, 5. November. In den Abendstunden wiederholte« fich im Abgeordnetenhause die Scandalsceuen der letzten Sitzung. Gestern wurde mehrere Stunden geheim berathen und erst gegen y37 Uhr die Verhandlungen wieder öffentliche. Lueger, welchem zuerst da- Wort ertheilt wurde, konnte seine Rede nicht beginnen, trotzdem er eS zwei Stunden lang versuchte. Wolff und Schönerer sprachen abwechselnd, ohne da- Wort zu haben, gegen Lueger, wobei von beiden Seiten die größten Schimpfwörter fielen. Der Tumult wurde immer größer. Deutsch-Nationale und Christlich-Sociale nannten fich gegenseitig Schandbubeu, Schurken, LauSbuben u. s. w. Lueger wurde politischer Hanswurst Wiens geheißen. Um Mitternacht hatte fich der Sturm etwa- gelegt, die Sitzung dauert aber trotz allseitiger Ermüdung noch fort. WB. Wien, 5. November. Abgeordnetenhaus. Nach Wiederaufnahme der S tzung erhielt Lueger das Wort, was Lärm und Protestrufe der Linken hervorruft. Als fich der Lärm gelegt, spricht Lueger; wegen übergroßen Lärmes wurde die Sitzung unterbrochen. Nach Wiederaufnahme derselben fährt Lueger fort, es folgt erneuter Lärm, der bis gegen 11 Uhr Nachts dauert. Allmälig tritt mehr Ruhe ein. Lueger bekämpft da- Ausgleichsprovisorium. Der Antrag auf Schluß der Sitzung wird abgelehnt, der Antrag auf Debatteschluß unter ohrenbetäubendem Lärm in namentlicher Abstimmung angenommen. Hierauf wird Verweisung bei Ausgleichsprovisoriums an einen Ausschuß beantragt. Nachdem die Generalredner pro und contra gesprochen, folgte eine Reihe thalsächlicher Berichtigungen. Die Sitzung dauert um 71/, Uhr Morgen- noch fort. in b üfltt. * bei üi zux gü He nh liegt Are Ii Si S-i arb 18 H 51 n rfl 48 Di M M lyn inl ölt er? 16t wt 3. Die Stabt .... erhält für Betätigung der Straßen- Unterhaltung nach Maßgabe de» Artikel 2 eine, dem wirklichen UnterhaltuogSaufwand auf den Ehauffeen entsprechende Rente (Art. 21), sowie einen noch näher festzuftellenden Bei- trag zur Unterhaltung der gepflasterten Ortsdurchfahrten.— Beide Beträge können jederzeit durch Zahlung bei 25 fachen Betrag! adgefundeu «erden. 4. Die Zahlungsverpflichtung für Sofien der Ehaufieeunterhaltung nach dem Durchschnitt der letzten drei Jahre bleibt auch dann bestehen, wenn die Gemeinde zur Pflasterung eines vorher chausfirten Wegstücks aus eigenen Mitteln schreite.— Herr Wolff beantragt, der Städtetag wolle beschließen: 1. Soweit nicht bezüglich der früheren Staatsstraßen über die Unterhaltung der Ortsdurchfahrten Verträge bestehen, wird empfohlen, daß die Städte von der im Art. 21 bei Gesetze! vom 12. August 1896 gegebenen Möglichkeit Gebrauch machen und die Gesummt- Unterhaltung der Ortsdurchfahrten gegen eine Entschädigung übernehmen, welche sich auf die Länge dieser Ortsdurchfahrten nach den Aufwendungen des Kreises für die freien Strecken der betreffenden Straßenzüge berechnet. 2. ES soll bei der Staatlregierung dahin gewirkt werden, daß durch einen geeigneten Zusatz zu dem Gesetz vom 12. August 1896 den Städten die Möglichkeit eingeräumt wird, Eigenthum an den in eigene Unterhaltung übernommenen Ortsdurchfahrten zu erlangen. Während Herr Kuhn unter den Begriff »Ortsdurchfahrten" auch die freien Strecken innerhalb der Stadtgemarkungen eingliedern will, hält Herr Wolff die» all gegen die in Art. 21 del Kunststraßengesetzei von 1896 ausgesprochenen Grundsätze verstoßend und Herr Gnauth pflichtet dem bei, indem er auch die unter 1. (am Schluffe) bei Antrages des Correferenten angegebene Berechnungsweise der Entschädigung für die einfach richtige hält. Schließlich wurde noch Offenbach a. M. als Ort für den fiebeoteu Siädtetag im nächstjährigen Herbst gewählt und vor dem wie üblich gemeinsamen Mahle eine Befichti- gung unserer neueren städtischen Werke, wie eleetrische Bahn und ElectricitätSwerke, neue höhere Töchterschule u. s. w. unternommen, waS allgemeines Jntereffe fand. Die Der- Handlungen nahmen ca. 3 Stunden in Anspruch. ffli ibt j-1' eti bei Äu der lot fel wi U bi + Aul de« katholischen Dekanate Gießen, 5. November. Herr Pfarrer Kraiger zu Ruhlkirchen wurde all Verwalter unsere! aulgedehnten Dekanat! bestellt, vorher ist durch einen definitiven Dekan in der Person bei nach Bodenheim (Rheinhessen) versetzten Herrn Pfarrer Hilldorf zu Herbste!« da! erwähnie Amt versehen worden. + Sich. 4. November. Gestern hat fich die dritte Tochter bei hiesigen Fürsten, Prinzessin Marie, mit dem Grafen Dohna-Schlobitten verlobt, verschiebeue Gebäude hiesiger Stadt wurden infolge diese! freudigen Lr- eigniffel beflaggt. △ Mainz, 4. November. Unter dem Vorsitz del Ober- bürgermeifter! Dr. Gaßner trat gestern dal Eomitüe zur Veranstaltung der 500jährigen Geburtstagsfeier •• IahreSfest bei Oberhessische» Berel»! fix inere Mifsio«. Zur Ergänzung der früheren Mitteilung ist noch nachzutragen, daß bei der am 16. November, Nachmittag! 3 Uhr, in der Herberge stattfindenden Versammlung auch die Frage der Abhaltung eine! Jnstructionlcursu» über innere Mission für Frauen und Jungfrauen zur Beratung kommen wird. Für die Abendversammlung stehen intereffante Ansprachen von Pfarrer v. Hacken schm idt au! Straßburg (über Reformation und innere Mission), von Pfarrer Waldeck au» Darmstadt (Über Herrschaften und Dienstboten), von Pfarrer Trudt aul Frankfurt a. M. (über Kellner) in Aussicht. Auch der Waldenserpfarrer Dr. Giovanni ®rillt au» Italien hat sein Erscheinen zugesagt und wird über die Verbreitung de! Evangeliums in Italien berichten. •• Die Gesammlzahl bei Eoa»g Bundes beträgt nach lOjährigem Bestand jetzt über 1OOOOO Mitglieder. In unserem Heffenlande sind in der jüngsten Zeit neue Zweigvereine in Allfeld, Benlheim, Roßdorf und Wörrstadt entstanden. •* Segen die „Festere!". Der Oberbürgermeister von Weimar sprach fich unlängst öffentlich über da! Uebexmaß del Festen! in Deutschland wie folgt aul: »Man sollte darauf hinftreben, daß da! deutsche Volk endlich einmal aufhöre, fast allwöchentlich größere und kleinere Feste aller Art in allen Orten, bald da, bald dort, zu feiern, bet denen oft der Hauptzweck doch nur da! Vergnügen ist und der Festcommeri unö da! Festessen die Hauptsache bileen *r man müßte dahin streben, daß diese geradezu krankhafte Neigung endlich einmal eingeschränkt werbe. Ich glaube kaum, daß bei irgend einer anderen Nation so viele Feste größerer und kleinerer Art und oft au! den geringsten Veranlassungen in so großem Umfange gefeiert und bei jedem Feste und jeder Versammlung, auch ernsterer Art, immer Festessen und Festcommerse mit einer Menge anderer Vergnügungen gehalten werden. Dal sollte auch einmal tn Versammlungen, Zeitungen und Zeitschriften gegeißelt »erben.* ** Etwas Würfliges. Die Metzger-Innung zu Mainz hat In ihrer letzten Sitzung getadelt, daß el wieder zur Mode geworden fei, baß ein Theil bei Publikum! den täglichen Bedarf an Wurst für einen und denselben Haushalt in „so und so vielmal für 10 Pfg " abverlange. Diese Unsitte laffe fich keine andere Detailbranche gefallen, sei auch anderlwo nicht anzutreffen. Die Abschaffung dieser Unfitte sei wichtiger al! ein Ausschlag, durch welchen nur dal „nach Gewicht" kaufende Publikum einseitig getroffen werde. Nach langer Dilcuffion waren sämmtliche Anwesende mit den Ausführungen bei Vorstände! einverstanden. El soll auch in Zukunft die einzelne Portion zu 10 Pfg. abgegeben werden, jedoch da! so und so vielmal für 10 Pfg. für eine und dieselbe Haulhaltuvg, lediglich um mehr zu erhalten, abgeschafft werden. •* Invaliden- und Altersrente». Welchen Segen trotz aller Mängel im Einzelnen da! Invalidität!- und Alter!- verficherunglgesetz bereit! gebracht hat, zeigen wieder die zur Veröffentlichung kommenden Daten. Nach der im Reich»» Berficherungsamt gefertigten Zusammenstellung, welche auf den Mittheilungen der Vorstände der Invalidität!- und Altersversicherungs-Anstalten und der zngelaffenen Kaffen- einrichtungen beruht, betrug die Zahl der seit dem Inkrafttreten del Jnvaliditätl- und Alterlverficherunglgesetzel bi! einschließlich 30. September 1897 von den 31 verficherung»- anftalten und den 9 vorhandenen Kaffeneinrichtuogen bewilligten Invalidenrenten 277859. Davon find infolge Tode! oder Aulwanderung der Berechtigten, Wiedererlangung der Erwerblfähigkeit, Bezug! von Unfallrenten oder aus anderen Gründen weggefallen 79005, so daß am 1. October 1897 liefen 198854, gegen 185 935 am 1 Juli 1897» Die Zahl der während desselben Zeitraum! bewilligten Alter»- renten betrug 312708. Davon find infolge Tode! oder Aulwanderung der Berechtigten ober aul anderen Gründer» weggefallen 108 798, so daß am 1. October 1897 liefen 203910 gegen 203 659 am 1. Juli 1897. Beitrag!- erstattungen sind bi! zum 30. September 1897 bewilligt a) an weibliche versicherte, die in die Ehe getreten find, 140972 gegen 117 621, b) an die Hinterbliebenen von versicherten 36253 gegen 30 560, zusammen 177 255 gegen 148181 bi! zum 30. Juni 1897. ** Wetterbericht. Hoher Druck behauptet noch immer die Herrschaft über dem größten Theile Europa!. Derselbe weift heute zwei Kerne auf, von welchen der eine Süd-Skandinavien, bie Ostsee sowie die Ostsee-Provinzen bedeckt, während der zweite über dem äußersten Südosten lagert. Ein keilsörmigel Gebiet hohen Barometerftandes dringt über die Oftalpen und über bie nörbliche Adria in die Po-Ebene vor. Im Westen und Südwesten besteht relativ niederer Druck fort. Nachtdem Nacht! in Güddeutschland allgemein Reif gefallen war, herrschte am Morgen im Alpenvorlande noch nebelige! Wetter. Am vormittag trat jedoch bereit!, bet Luftdruck-Verteilung entsprechend, unter Föhnwirkung Aufklärung ein. — Voraulsichtliche Witterung: Zunächst noch ruhige!, am Morgen stellenweise nebelige» Wetter; unter Tag! Aufklärung und Temperatur-Steigerung. Bio Sa Sechster Städtetag für das Grostherzogthum Hessen. Y. Darmstadt. 4. November. Der sechste Städtetag für da! Großherzogthnm Hessen trat heute, zahlreich besucht au! Bingen, Gießen, Mainz, Offenbach, Kastel, ferner den hospitirenden Städten Gernsheim, Groß-Gerau und Heppenheim im Saalbau unserer Stadt unter dem Vorsitz de! Herrn Oberbürgermeister Morneweg (Darmstadt) und in Gegenwart de! Herrn Geh.-Rath v. Marquard zusammen. Nachdem die Stadt Friedberg, deren Vertreter anwesend waren, zum Städtetag mit einstimmigem Votum zugelaffen und Herr Oberbürgermeister Gnauth (Gießen) über die Verhandlungen und Er- gebniffe bei letzten Städtetage! in Gießen eine Ueberficht gegeben, berieth man zunächst die Frage: Ausschlag und Erhebung der Gemeindesteuern. Referent war Herr Oberbürgermeister Küchler (Worml), der auf ein gedruckt vorliegende! ausführliche! Referat Hinweisen konnte, da! in den Antrag aulläuft: Der sechste heffische Städtetag wolle beschließen, bei Großh. Ministerium bei Innern wiederholt zu beantragen, dasselbe wolle veranlassen: 1. daß in verfolg der Ministerial-Berfügung vom 30. October 1896 baldigst eiae Verlegung der Gemeindesteuerziele auf die Monate Mai, Juli, September, November, Januar und März erfolge; 2. daß den Gemeindesteuerzetteln die Umlage- coeffidenten für die Gemeinde- und die verschiedenen Kirchenfteuerv zugefügt werden und zwar in der Weise, daß bie Covfficienten ben Steuerzetteln aufgebrutft werden und demzufolge der Zielbetrag der allgemeinen evangelischen Kirchensteuer in Wegfall zu kommen habe; 3. daß in den Gemeinbesteuerzetteln besonberl darauf hingewiesen werde, daß die Staatlsteuerzettel der Pflichtigen die einzelnen Steuercapitalien enthalten und die gleiche Ordnunglnummer wie bie Gemeinbesteuerzettel an der Spitze führen; 4. baß in ben Oktlsteuerlisten der Städte die einzelnen Steuercapitalien, aul denen da! Gemeinbefteuercapital gebildet wird, getrennt aufgeführt werden. — Da! Eorreferat hatte Herr Oberbürgermeister Gnauth (Gießen) übernommen, der dem Küchler'schen Anträge im Allgemeinen zustimmte und einige Ergänzungen machte, zunächst bez. der Kirchensteuer dahin, daß auf jedem Steuerzettel die für den Pflichtigen jeweilig nicht in Betracht kommenden (Soeffidenten gestrichen und umgekehrt für denselben erkennbar gemacht wird, daß und zu welchen kirchlichen Ausschlägen er im Einzelnen herangezogen ist; auch soll in der Ueberschrift des Steuerzettel! erkennbar sein, daß auf Grund de! Zettel! nicht nur Gemeindesteuern, sondern auch kirchliche Umlagen erhoben werden sollen; eine dementsprechende Erläuterung, im Format bei Gemeindesteuerzettel! gedruckt, hatte Correferent beigefügt, um zu zeigen, wie er fich die Sache in praxi denke. Der Städtetag stimmte den Anträgen unter Punkt 1 und 4 zu (Punkt 2 und 3 waren durch entsprechende ministerielle Zustimmung inzwischen erledigt worden). Eine längere Debatte veranlaßte bie von Herrn Oberbürgermeister Dr. Gaßner (Mainz) im Referat behandelte Frage der Bestimmungen über die Besetzung von Subaltern- und Unterbeamtenstellen im communalen Dienst mit Militäranwärtern. Redner weiß fich von irgendwelcher Geringschätzung gegen die Miliiäranwärter frei, hält aber bie bei un! in Aussicht stehende Ausführung der Bestimmung bei betr. ReichlgefetzeS vom 22. Mai 1893 all bie Interessen der Gemeinden schwer schädigend und zwar, wie auSgesührt wird, in mehrfacher Beziehung, worin ihm städtische Vertreter au! Darmstadt, Worml, Offenbach und Bingen zustimmen. Der Correferent, Herr Bürgermeister Neff (Bingen) theilte in der Hauptsache den Standpunkt bei Referenten und hält eine Regelung der Materie, aber unter Beachtung der den Gemeinden eingeräumten Freiheiten, für wünschenswert. Schließlich wird der Antrag Gaßner angenommen, dahingehend, der Städtetag wolle die Großh. Regierung bitten, mit allen ihr Anstehenden Mitteln dahin zu wirken, daß der Entwurf über die Besetzung der Subaltern- und Uaterbeamtenstkllen tn der Verwaltung der Gemeinde-Verbände mit Militäranwärtern in der vorliegenden Fassung nicht zur Durchführung gelange, ferner ein Zusatzantrag acceptirt, worin die Großh. Regierung ersucht wird, ihren Einfluß tm Bundeirath dahin geltend zu machen, daß die betr. Bestimmungen del Gesetzes von 1893 aufgehoben werden. Ein weiterer Antrag Morneweg, der aulspricht, daß die eben angenommenen Anträge mit den Miliiäranwärtern selbst nichts zu thun haben und fich gegen sie richten, sand keinen Anklang; man hielt diel nach der obigen Erklärung des Referenten, der auch der Correferent beipflichtete, für nicht mehr nötig. Nach einer Frühstückspause beschäftigte fich der heffische btädtetag mit der Frage der Verpflichtung der Städte zur St aatlstraß en-Unt er Haltung innerhalb der Stadtbezirke, tn welcher Beziehung, namentlich ob die Frage zu einer definitiven Beschlußfassung schon genügend geklärt sei, die Anfichten verschieden waren, sodaß schließlich ein die Beschluhfaffung für jetzt aulsetzender Antrag von Herrn Oberbürgermeister Brink-Offenbach knappe Majorität er- hielt. Herr Beigeordneter Kuhn-Mainz erstattete dal Referat, Herr Beigeordneter Wolff-Gießen da! Korreferat. Erstere! kommt zu folgenden Schlußfolgerungen: Soweit zur Zeit Abkommen zwischen dem Staat und Sladtgemeinden noch nicht bestehen, dürften dieselben einheitlich auf folgender Grundlage anzustreben sein: 1. Da! Eigenthum an den Staatlstraßen wird innerhalb der Stadt an letztere übertragen. Da! Eigenthum an solchen Strecken der Kreilstraßen enb Staatsstraßen, welche mit vereinzelt liegenden Hofraithen besetzt sind und bie Verbindung der Stadt mit einer Vorstadt ober einem Vorort bilden, verbleibt nach wie vor der Stadt, bezw. wird auf letztere überschrieben. 2. Die Unterhaltung bei Pflaster», der Lhausfirung und der Ausrüstunglgegen- stände übernimmt auf ben derzeitigen Staats- und Kreil- straßen die Stadt Innerhalb ihrer Gemarkung (Art. 21). Gießen, 5. November 1897. ** Ehrenpromotion. Die juristische Facultät der Universität hat den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten, späteren preußischen Staatsminister Karl v. Hofmann au» Anlaß seine» am 4. b». stattgefundenen 70. Geburtstage! zum Doctor Joris honoris causa promovlrt. •• Kunstausstellung. Unsere Notiz, wonach die Ausstellung tm Thurmhau» am Brand mit einer neuen Serie von Gemälden auSgestattet Ist, und nur ein kleiner Theil der früheren Bilder belbehalten wurde, wollen wir heute vervollständigen mit dem versuch, in Nachstehendem einen kurzen Ueberblick der Ausstellung zu geben. Hatten wir tn unserem vorigen Bericht auf einige hübsche Manöoerbilder hingewiesen, so finden wir dieses mal, gleichsam als Pendant! zu jenen, vier Seestücke vor: „Holländische Fischer", „Se. Maj. Schulschiff Stosch", und „Motiv bet Riva" in zwei Ansichten. Diese kleinen Bildchen, von Sturm-Berlin aulgestellt, finden allgemein Anklang. Ein ergreifende! Bild führt un! Schmidt- Karllruhe vor: „Da! Ende vom Liede." Welche! Drama hier seinen Abschluß gefunden, läßt verschiedene Schlüffe zu, sehr treffend spiegelt fich da! Entsetzen der übrigen Personen über den Tod del Osfizierl, der den Revolver gegen fich selbst gerichtet hat. Da! sorgfältig aulgeardettete Bild verfehlt seinen Eindruck nicht. Im Gegensatz zu diesem ernsten Sujet feffelt unfern Blick ein überall! ansprechende!, in der Ausführung sehr duftig gehaltene! Bild von Dörrer-Köln: „Das erste Frühlingllied." Diese anmuthigen, jugendlichen Mädchengestalten mit der Sorglosigkeit in den Mienen begrüßen den herannahendcn Frühling mit einem fröhlichen Liedchen. Eine Anzahl Landschaftsdilder, welch letztere in ihren wechselvollen Slimmungen dem Künstler immer dankbare Motive bieten, zieren auch die jetzige Serie der Ausstellung. Unter den in größerem Rahmen angelegten Gemälden befinden fich solche von Hentschel-München: „Torfstich bei Weinheim", Leipold-München: „Winterlandschaft", Bonte- Berlin: „Sommer in Holstein", „Au! den Bergen Schottlands", Schweich.Düsseldorf: „Königsee" u. A. Nicht minder ausdrucksvoll und in der Abtönung vorzüglich gelungen find kleinere Gemälde von Gehrig-München: „Aus einem Gebirgl- dorf", „Abendlandschaft", Wex München: „Abend Im Moo! bei München", Büttger Holzminden: „Haidelandfchaft", Agthe- Berlin: „Motiv aus Bozen" u. s. w., Modersohn-Worpswede hat die Ausstellung mit zwei weiteren Bildern beschickt: „Frühling" und „Hexe vor ihrer Hütte". Letzteres dürfte die in unserem vorigen Bericht angedeutete Eigenart noch mehr In fich vereinigen. Daß wir durch die Bezeichnung des Bildes ein düstere- Gepräge desselben erwarten, wollen wir zugeben. „Schön" dürfte Indessen ein anderer Begriff fein. Der mehr ober weniger gelungenen Blumenstücke wollen wir nur in ihrer Gesammthelt gedenken, während Gaethe-Hamburg durch die beiden Gegenstücke „Veilchen bei sonnigem Wetter" und „Veilchen bei trübem Wetter" zu einem unwillkürlichen vergleich beider auffordert. Hervor- gehoben zu werden verdienen noch durch ihre Ausdruckswelse und prächtige Farbenwahl die Bilder von Usadel-Düffeldorf: „Abend im Burghof", v. Roeßler-Frankfurt a. Main: „Klosterblbliothek", v. Ernst - Düffeldorf: „Motiv au» der Porta nigra in Trier", Dörrer-Köln: „Feiner Besuch". Die einheimische Kunst ist vertreten durch Otto Fritz-Gießen mit zwei Studien und einem al» „Frühling" bezeichneten Gemälde, ferner durch vier von dem verstorbenen Künstler Achenbach Gießen ausgeführte Bilder, von denen „Alt-Katzenelnbogen" und „Christi Kreuzigung" besonders er- wähnenSwerth find. Wir wollen nicht nnterlaffen, die Au»- ftellung, welche wieder viel de» Schönen bietet, Jedermann zum Besuch zu empfehlen. SBeldjen Segen trotz iiltiti' unb altert- eigen wieder die znr ch der Im Reichs. n^ttUunfti t* tx in Wt bim Jnstast- ixstchnllvgSseletzeS bis den 31 verfichnultgS' laficnelnddjtnngin be» Davon find infolge gten, Wiednttlangnnß | Infattientm oder ans so dah am 1- Octo» 136 am 1 Joli 1897- ms bewilligten M-rS' . infolge Tode, ober । au, anderen Gründen ( October 1897 liefe" U 1897. Beitrag,' r 1897 bewilligt a) an - t«M. 140972Ä w ettM«*1”86 „ £» 148181 » M w ’14. 'S helle SaropaS. D ' n ' tySStf S-Zw KpÄ» *t t »«V 5Ä B hfl Obel' -^7.»K5 'te'”*. >tlch u. J» der hitii $9' _kw >te ,6, Für 6bl'l (Ä.?06 kotu), 6 '* «« -°°->> ?&» >”nl 9t|(n , “•ÄS l°>8t ul: jjm *' 8»« «*j ,1," 1 mb llilntti gifte . £*' »" Wit«, bei ‘ 8--,»hm ift u„b ! HMi Hu«, - »««M» taMe ««bt. gl ginnte •* 1° btili gefte ;i!« «Ktaifttn leiert und bei jtbuR masterer A«, immer Menge anderer Der« lQtt auch einmal in °en grgeihelt werden/ c'NiW0 zn Mainz & rS wieder znr Modi 'liknm, den täglichw denselben Haut-- IM abverlange. Diese >nche gefallen, sei auch Raffung dieser Unfltie «eichen nur da, „nach ettosfen werde. Nach vefendr mit bin »ul» n. ES soll auch in g. abgegeben werden^ 0 Psg. für eine und )u erhalten, abgeschasst für Gutenberg zusammen. Nach längerer Berathung beschloß man, zwei Ausschüsse zu bilden. Der eine Ausschuß übernimmt die Arrangements der Festlichkeiten, tritt aber jetzt noch nicht in Activität, und ist einstweilen nur ein Festact nebst Festspiel in der „Stadthalle" in Aussicht genommen, bei welchem Mainzer Bürger mitwirken sollen. Der zweite Ausschuß, dem der wissenschaftliche Theil obliegt, tritt mit den Gelehrten deS In- und Auslandes in Verbindung, und soll zunächst der Plan der Gründung einer Gutenberg-Gesellschaft im Sinne der Goethe-Gesellschaft inS Auge gefaßt werden. — Der Gemeinderath des an der Mainspitze gelegenen Dorfes Kostheim, daS mit Kastel und der GustavS- burg in Mainz einverleibt werden soll, hat sich in seiner gestrigen Sitzung im Prtncip mit der Eingemeindung einverstanden erklärt. ES herrscht in dem dortigen Gemeinderath die einstimmige Ueberzeugung, daß die Einverleibung in Mainz von großem wareriellen Bortheil für Kostheim sei. — Die von dem Ortsausschuß für deutsche Nationalfeste zur Erwerbung deS für die Feste nothwendigen GclävdeS zwischen Erbenhetm und Kastel von der Stadt Mainz beanspruchten 200000 Mark find von dem städtischen Finanz- auSschuß nicht bewilligt worden. Der Finanzausschuß hält die ganze Sache noch nicht für spruchreif und will der Frage erst dann näher treten, wenn die Gewißheit vorliegt, daß die für die Feste erforderlichen Millionen überhaupt aufgebracht werden. Aul Rheinhessen, 4. November. Da man die diesjährige Weinernte in unserer Provinz zu einem Drittel- Herbst annehmen kann, so dürften etwa 500 000 bi» 550000 Hectoliter Wein geherbstet worden sein. • Berlin, 22. October. Die „Fleischerzeitung" erhielt ein Telegramm aus Chicago in der Angelegenheit des dortigen Wurstfabrtkanteu Luetgert, von dem s. Z. behauptet wurde, daß er seine Frau ermordet und dann zu Wurfifletsch verarbeitet hätte. Die Angelegenheit kam vor die Geschworenen,- die Anklage lautete jedoch nur auf Ermordung der Frau, weil zur Zeit des Mordes die Wurstfabrtk bereits seit mehreren Monaten außer Betrieb war. Wie jetzt der „Fleischerzeitung" telegraphirt wird, ist die Jury wegen Uneinigkeit entlassen worden. Die Einleitung eines neuen Verfahrens ist fraglich. • Berlin. 3 November. Der Aluminiumballon von Schwartz ist heute Nachmittag auf dem Tempelhofer Felde aufgestiegen. Der Ballon erhob fich bis zu einer Höhe von 1000 Fuß und verschwand dann im Nebel. * 3» der Eeutralmarkthalle in Berlin wurden im Laufe des vorigen Jahres in 240 Fällen 3668,95 Kilogr. Fleisch, in 590 Fällen 11045,52 Kilogr. Wildpret und GiflÜgel und in 325 Fällen 14254,45 Kilogr. Fische beschlagnahmt, da die Maaren als verdorben, zur menschlichen Nahrung nicht geeignet befunden wurden oder mit dem Stempel einer städtischen Untersuchungsstation nicht versehen waren. Schrffsnachrichten. Der Postdampfer „Noordland" der „Red Star Eine- in Antwerpen ift laut Telegramm am 2. November wohlbehalten in New-Jork angekommen. Atrchliche Anzeige« öev Stadt «Sietzen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 7. November. 21. Sonntag nach Trinttmi). Gottesdienst. 3« der Aoha««e»ttrche. Vormittags 9'/« Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneS- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Montag den 8. November, Abends 8 Uhr: Bibelstnude im Confirmandensaal derJohanneskirche. Psalm 2. PfarrerDingeld ev. Mittwoch, den 1U November, Abends 6V4 Uhr, Festgottes- dienft zur Feier des JahresfefteS des Oberhessischen Vereins für innere Mission. Pfarrer Dr. Hackenschmidt aus Straßburg. In diesem Gottesdienst wird eine Collecie zum Besten der inneren Mission erhoben werden. I« der AriedhofSeapell«. Vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Dr. Nau mann. Im Eonfirmandensaal, «evfiadt 61. Vormittags 11 Uhr: Ktnderktrche für die MatthäuSgemeinde. Pfarrer Schlosser. Donnerstag den 11. November, Abends 8 Uhr: vivel- finnde. 1. Cor. 4, 1—13. Pfarrer Schlosser. Dienstag den 9. November, Abends 8 Uhr, erste Zusammenkunft der confirmirten Mädchen aus der MarcuSgemrinde im Schwesternhaus (Lonyftraße) Zu dieser Vereinigung werden die Theilnehmerinnen aus den früheren Jahrgängen, sowie die tn diesem Jahr confirmirten Mädchen freundlich eingeladen. Dr. Grein. »ath,lischt Gemeinde. SamSiag den 6. November. Nachmittags um 4 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl Beichte; Sonntag den 7. November. 22. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6f/e Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 7 Uhr erste hl. Messe; vor und in derselben A»S- theilung der heil Communion; „ um 8 Uhr zweite hl Messe; „ um 9Vs Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 67, Uhr Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen Abends um 8 Uhr in LonyS Saal: Versammlung des Volks- Vereins für das katholische Deutschland, wozu alle Herren der Gemeinde eingeladen find. ------ Möckgeskhte Stoffe för Meihoachtssescheuke. ----- 6 Meter soliden Stoff zum Kleid für Mk. 1.80, 6 Ä „ Frühjahr- u. 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Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________________Gnauth.__10222 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Birklar für 1898/99 liegt vom 8. November d. I. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei- Bureau zur Einsicht der Jntereffenten offen. Birklar, den 4. November 1897. 10201 Großh. Bürgermeisterei Birklar. Müller. Große Dohversteigerurig. Morgen Samstag, den 6. November, Nachmittags 1 Uhr, wird in der Löwengasfe eine große Partie 10221 Brennholz, alte Thüren, Zensier etc. gegen Baarzahlunq versteigert. Contentia (Wohlthätigkeitsverein) Gießen. Samstag den 6. d. Mts. findet auf der „Schönen Aussicht" Familienabend statt. 10205 Anfang 8*/z Uhr. Der Vorstand. Kunstverein. | Die Gemäldeausstellung im Thurmhaus am Brand bleibt Montag den 8. unb Dienstag den 9. d. Mts. gefchloffeu. Gasthof Riegelmann. Merweißer im besten Stadium. imi® Schellfische treffen heute ein bei 616 A. & G. Wallenfels.. Marktplatz 21. — Fernsprech-Nr. 4f. i BehördlicheAnzeigen Arbeitsvergebung. Die Lieferung von circa 5827,00 lfd. m Latteozauu zur Einfriedigung ber neubebauten Grundstücke an der Crednerstraße sollen vergeben werden. Voranschlag unb Bedingungen sind bei dem Architekten G. Hamann, Bleichftraße 3, einzusehen Offerten find bis zum 10. d. Mts., Abends 6 Uhr, bei demselben einzureicheu. Gießen, den 5. Novbr. 1897. Baugenossenschaft des evangel. Arbeitervereins zu Hießen. 10214 Eingetr. Gen. m. beschr. Haftpfl. D oer in g. I Empfehlungen. ÄL MlaWaus. Freibank. 10186 Heute und morgen: Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfd. 54 Pfg. Kuhsieifch licht labenrein, per Pfd. 4»Pfq. Winterpaletots u. Reife- decken, Untermenge und Wäsche, Cravatten, Handschuhe, Schirme, sowie 10209 tömintlidje nnbtrr Httren-Artikkl. Schuster & Co. Löwen-Orogerie Inh.: W Kilblnger — Seltersweg Nr. 52 — empfiehlt: Feinsten neuen Medicinal- ä Leberthran. | Frankfurter Würstchen empfiehlt 9111 Emil Fischbach. Stearinlichter empfiehlt 9994 P. Jos. Mobs, Seifenfabrik. 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Märchenspiel in b Aufzügen- Abends 8 Uhr: Hopsenrachs Erben. Volksstück mit Gesang in 5 Acten von Heinrich Wilken. Mufik von Gustav Michaelis. Montag, de« 8. Rovembrr 1897t Sb' Zum dritten Male! *SG Bocksprünge. Schwank in 3 Acten von Hlrsobberger und Kraatz. In Vorbereitung r Donna Diana (mit Anna Führing als Gast). Mieth-Gesuche. 10203] Eine 3- bis 4-Zimmerwohnung mit Zubehör von einer Wittwe für sofort gesucht. Gcfl. Offerten an die vedition dieses Blattes unter Nr. 102Q3. Gut miidl. Zimmer, womöglich mit Schlafcabinet, von einem Herrn bei freundlicher Hauswirthin für alsbald zu miethen gesucht. 10208 Gefällige Offerten mit Preisangabe unter P. F. 10208 an die Expedttion dieses Blattes erbeten. _____________ | Steilen-Angebote. | 10207] Ordentliche Lanffra« für eine Stunde des Tags gesucht. LSberfiratze 4> I». Stellen-Gesuche. 101981 Eine tüchtige Frau empfiehlt sich im Waschen und Dützen- _______________Löweagaffe 2, III 10212] Mädchen mit guten Zeugn. suchen alsbald Stellung. 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Wollene, gestrickte Jäckchen zu 35 H, 45 55 65 80 1,00 AL, 1,20 AL etc. Eigene Eigene mechanische r /JZ) r mechanische Strumplwaaren- «M. flotter non QJonne Strumplwaaren- Fabrik Fabrik In Folge eigener Fabrication und günstiger Einkäufe sind unsere Preise bei guten und soliden Qualitäten W auffallend, billig! = ZlntkroWeie hemitte Mummer umfaßt 6 Seitlü