1S97 Sonntag den 6 Juni Drittes Blatt Amts- und Anzeigeblutt für den Urei« Giefzen. Hralisöeikage: Gießener Kamikienbtätter s Gefchäftszweig. s; stätten, Fabriken ufro. 2. 5—9 Uhr Vorm. wie an den Sonntagen Bäckereien L wie an den Sonntagen Condttoreien 2. 3872 wie an den Sonntagen 3. 4. 5. isse. Bierbrauereien 6j 7. 8. 9. 10. 13. 14. 131 1 1 1 Hönes, Da die o bieten ) hohem Beile in Umrahme vo» Anzeigen zu der Nachmittag» für de» felflrnbm Lag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Cement« nd selbst nneiftnb, ri Regen Alle Annoncen-Burcaux deL Irr- und Au-lande» nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. A'ch Metzgereien Gärtnereien Milchhandel wie an den Sonntagen 5—9 Uhr Vormittag 11—12 Uhr Mittag Versorgung d. Kundschaft 8—9 Uhr Vormittag 11-12 Uhr Mittag Versorgung d. Kundschaft Abliefern bestellter Sachen bis 9 Uhr Vormittags Abliefern bestellter Sachen bis 9 Uhr Vormittags Abltesern bestellter Sachen bttz 9 Uhr Vormittags Abliefern brstellter Sachen bis 9 Uhr Vormittags wie an den Sonntagen litten hl. rgesührt. Schneiderhandwerk Schuhmacher, Handwerk Putzmacherei Wäscherei und Färberei Barbiere.Frtseure Tabak-, Cigarren- und Rauch Uten- stlien-Geschäft Colonialwaaren- Geschäft Bier- und Wein- Geschäft Buch (biblische Geschichte). Zngefiogeu: 1 Kanarienvogel. Gießen, den 5. Juni 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. die Militärpflichtigen, den Ladungen entsprechend, eine Stunde vor Beginn des Geschästs zur Stelle sind. Gießen, am 29. Mai 1897. Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Commission des Kreises Gießen. Dr. Wallau. die Meisten bis jetzt immer noch die letzte Zufluchtsstätte, und ein bewegtes Leben entwickelt sich dort infolge dessen I vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Anerkennen muß man ja, daß, seitdem die Stadtverwaltung und der sogenannte „WoogSoerein" sich der Sache angenommen haben, die Berhältniffe dort erheblich gebessert worden find. Man har gesorgt und ist fortgesetzt darum bemüht, daß der große Weiher von allem Schmatz frei ist', man hat für öfteren Zufluß an Waffer aus der städtischen Wasierleitung Sorge getragen, ebenso den Abfluß geregelt. Kalte Douchen und eine genügende Anzahl Badehäuser find angelegt worden und ist genügendes AusfichtS« und Bedienungspersonal vorhanden. Indessen, bei dem riesigen Besuche der Anstalten — die ganze Garnison badet ebensallS fast täglich im Woog und hat außerdem ihre besoudere Schwimmschule darin — ist bei WitterungSverhältnisseo, wie fie jetzt herrschen, und die möglicherweise lange anhalten, daS Baden im Woog doch ein zweiselhasteS Vergnügen und die baldige Errichtung eines großen BadeetablifiementS ein unabweisbares Bedürfniß. Die häufig hier schon erwähnten BezirkSvereine der Stadt haben in den letzten Tagen wiederum ver- schiedeoe Sitzungen abgehalten, von denen namentlich eine besonders bemerkenSwerth ist. Ihre Tagesordnung zeigte nämlich eine Besprechung über die dringend oothwendige Er« baullng einer Markthalle. Noch findet hier der Wochen- markt stets unter freiem Himmel statt, wenig zur Aunehm- lichkeit der Käufer uud noch weniger zu der der Verkäufer. Außerdem ist aber noch der Mißstand dabei, daß alljährlich während der Frühjahrs, uud Herbstmeffe der Markt gar nicht an der gewöhnlichen Stelle — dem Marktplatz — abgehaltev werden kann, da dieser von den Meßfremden zur Aufstellung ihrer Buden occupirt wird, sondern nach dem für die meisten Besucher noch entfernter gelegenen Luisenplatz verlegt werden muß. Nun hat die Stadtverwaltung die Gebäulichkeiten des alten Schlachthofes und die an diese grenzenden alten Häuschen niederlegen lasten und dadurch der sogenanuteu Altstadt zwar manchen geschästlichen Vortheil entzogen, dasür ihr aber Luft und Licht, zwei für einen so dicht bevölkerten Stadttheil recht werthvolle Dinge, in Fülle gebracht. Die Bezirk-Vereine glaubten nun in dem durch den Abbruch geschaffenen freien Raume einen guten Platz für die zu erbauende Markthalle gefunden zu haben und petitioniren bei der Stadtverordueteu-Versammluog um Errichtung de- Instituts an jener Stelle. Was die Lage deS Platzes angeht, fo ist diese als recht günstig zu bezeichnen, ob aber in sanitärer Hinficht der Ort zu empfehlen ist, daS ist eine Frage, die erst noch von berufener Stelle zu entscheiden sein wird. Mit dem kommenden Pfiagst-Montag wird Darmstadt wieder in den Genuß theatralischer Darbietungen gelangen. Ein Director Joseph Eorneck aus St. Gallen hat die Bühne des städtischen SaalbaueS gepachtet und gedenkt im Laufe des Sommers eine Reihe von Vorstellungen zu geben, die namentlich solche Stücke bieten, die von der Hosbühne nicht aufgeführt werden. Die bereit» verauS- gabten Spielprogramme weisen eine stattliche Anzahl neuer Schau« und Lustspiele, ferner viele Operetten auf- auch das anderwärts fo beifällig aufgrnommeue „Fliegende Ballet" wird hier gastiren. Ueber die Veranstaltungen wird Ihren Lesern s. Zt. Bericht zugehen. viertkljährigtr x >»ottetmt»bprie nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über >ie Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Anschlags von Fünf vom Hundert pro Monat Mai 1897 ür den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg betragen: Hafer Mk. 15,75, Heu Mk. 7,60, Stroh Mk. 6,30. Gießen, 3. Juni 1897. GroßherzogltcheS Kreisamt Gießen. V. Gag ern. 11-12 „ Mittags. 5—9 Uhr Dorm. 11-12 „ Mittags. 5—9 Uhr Vorm. 11-12 „ Mittags. 5—9 Uhr Vorm. 11-12 „ Mittag«. 5—9 Uhr Vorm. 11—12 „ Mittags. Verkauf von Bier. 8—9 Uhr Vorm. 11-12 „ Mittags. 8—9 Uhr Vorm. 11—12 „ Mittags. 8—9 Uhr Vorm. 11-12 „ Mittags. 8—9 Uhr Vorm. 11-12 „ Mittags. Der Oktener A»zeiger erscheint täglich, ertt Ausnahme de» Montag». Dir Gießener WamikienSlStter •abtn dem Anzeiger »Hchattlich dreimal beigelrgt. Feuilleton. Wochendriese aus der Residenz. (Originalbericht deS „Gießener Anzeigers"). Z. Darmstadt, 3. Juni. Badefaifo». AuS den BezirkSvereineu. Bom bommertheater. Mit fast afrikanischer Hitze hat der Juni seinen Einzug gehalten, und was dem Mai, namentlich in seiner ersten halste, an Sonnenschein und Wärme versagt blieb, daS hat sein Nachsolger doppelt und dreifach gebracht! Dank diesem Umstande hat denn auch die Badesaison dahier sehr bald ihren Anfang genommen, die bekanntermaßen in Darmstadt stet» eine etwas prekäre Sache gewesen ist. Schon lange agitixen hier die auch weiter unten zu erwähnenden Bezirksvereine, die, seit fie bestehen, bereits Manches Gute zu Wege gebracht haben, für die Errichtung eines großen BolkSbadeS, desien Befitz die schöne Musenstadt Gießen, obwohl sie nur halb soviel Bewohner zählt und sogar an einem Flusse liegt, fich in absehbarer Zeit wohl erfreuen darf. In der Residenz ist man leider soweit noch nicht und gerade in der jetzigen Zeit zeigt eß fich, wie nöth'g ein der- artiges Institut hier wäre. Ein großer Theil der Stadt- bewohner sucht sein Bedürfniß nach einem kalten Bade im entfernt gelegenen Stockstadt am Rhein zu befriedigen, roogtn zeitweilig eigene Badezüge gingen. Indessen dazu hat nicht Jedermann Zeit und schließlich, was hat man für einen Genuß von einem kalten Bade, wenn diesem ein längerer Aufenthalt in den um diese Zeit bekanntlich nicht sehr an* g mehmen EisendahncoupsS folgt? So ist denn der „große Woog", das alte, vielgelästerte Wahrzeichen Darmstadts, für Verkaufszeit. s. ’rei*0; uooteo^ unsere » g0,, „rth «lifj Gießener Anzeig er Keneral-Anzeiger. Amtlich-- Tbeil. Bekanntmachung, betreffend. das Ober-Ersatzgeschäft sür 1897. Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1897 wird im Kreise Gieße« DienStag den 15. Juni im Rathhause zu Sich, Vormittags 8 Uhr, Mittwoch den 16. Juni daselbst, Vormittags 8 Uhr, Freitag den 18. Juni in der Restauration „Zum LonyS Bierkeller", Westanlage, zu Gieße«,Vormittags 8 Uhr, Eamstag de« 19. Juni daselbst, Vormittags 8 Uhr, Montag den 21. Juni daselbst, Vormittags 8 Uhr, Dienstag den 22. Juni im Gasthaus „Zum Rappen" zu Grünberg, Vormittags 8 Uhr, stattfinden. Es haben sich nach Maßgabe der besonders ergehenden Vorladungen an den genannten Tagen vor der Großherzoglichen Ober-Ersatz-Commission im Bezirk der 49. Infanterie- Brigade in sämmtttche« Aushebungsorten zu ge- stellen: a. die für dauernd untauglich befundenen Militärpflichtigen, soweit denselben eine besondere Ladung zugeht; b. die zum Landsturm I in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen; c. die zur Ersatz-Reserve in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen ; d. die von der Ersatz-Commission als tauglich und einstellungsfähig erkannten Militärpflichtigen, einschließlich derjenigen aus früheren Jahrgängen; e. die von den Truppentheilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlaffenen Soldaten; f. die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien werden beson- dere Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugehen, welche den Betreffenden unverzüglich zuzustellen sind. Der Vollzug der Ladungen ist innerhalb 5 Tagen anzuzetgen. Die Ml- litärpflichtigen sind außerdem anzuweisen, ihre Loosungsscheme mit zur Stelle zu bringen. . Die zur Beurtheilung von Reclamattonen in Betracht kommenden Personen haben ebenfalls zu erscheinen. Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ist der Grund hiervon berichtlich anzuzeigen und ist, wenn ein Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte weg- gczogen ist, zugleich auzugcben, wohin derselbe verzogen ist. Die Großherzoglichen Bürgermeister haben bei dem Ober- Ersatz-Geschäfte bis zum Schluß des gesammten Geschäfts selbst anwesend zu sein, um bei der Untersuchung von Felddienstuntauglichen sowie Invaliden ev. Auskunft geben zu können, auch haben sich dieselben darum zu bemühen, daß Abends eleetrische r W eeJ0W_ M « iw. Ute HarteMrtd st in empM'- d?Vrailtrr> W* N T WG S1S5 ®etr.: Die Sonntagsruhe. Bekanntmachung. Die nachstehende Ueberficht über die am 1. Pfingstfeiertag gestatteten Ausnahmen vorn Geschästsfchluffe und von dem Verbote der Beschäftigung von Gehilfen, Gesellen u. s. w. (§ 105 b der Gewerbe-Ordnung) bringen wir zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, den 4. Juni 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold.__________ Befchäftigungszeit von Gefellen, Lehrlingen und Arbeitern über 16 Jahren. «l*1 SS** MagslisÜ b) tm Betriebe von Werk- gewerbe tägliche ' Unter dem Beifall des Hauses theilt der Finanzminister mit, daß die Regierung von der Einstellung dec Wein steuer Abstand genommen habe. Tr stellt dabet fest, daß der Mehrertrag der Einnahme auS Staats- steuern trotz der neu eingeführten ProgreffionSfcala nur ein Mehr von 117,254 Mk. geliefert habe. Dank dieser günstigen Finanzlage sei eS möglich geworden, die Mehrforderungen für Gehaltsaufbesserungen einer Anzahl Beamten, für StaatSbauten und für Unterstützung von Handel, Gewerbe und Landwirthschaft ins Staatsbudget einzustellen. Bezüglich weiterer Einstellung von GehaltSaufbefferungen für Staatsbeamte hat die Regierung es für richtig gehalten, auch wenn eine Aufbesserung noch so dringlich erscheine, davon abzusehen. Eine Remedur sei erst demnächst in Aussicht zu stellen. Mit dem Wunsche, daß daS Haus seine Ausführungen mit Befriedigung entgegengenommen habe, legt der Finanzmintster der Kammer das neue Budget vor. Abg. Sch roeder refertrt über den Beschluß de-AuS- schuffeS wegen des Antrags der Abgg. Möllinger und Ge- noffeu wegen weiterer Prorogation des Finanzgesetzes. Der Antrag wird für dringlich erklärt und wird heute noch zur Berathung gelangen. Das Budget für die vedürfniffe Zweiter Kammer wird im Betrag von 128,000 Mk. ohne Debatte genehmigt. Nunmehr erfolgt die Vorlage des Großb. Ministeriums, den Gesetz-Entwurf die Kündigung und Umwandlung 4 pCt. StaatSanlehen. Abg. Schroeder wünscht, daß die Regierung Bedacht darauf nehme, daß die Tonvertirung und die Kündigung nicht auf einen Termin erfolgt. ES sei da» nöthig im Interesse deS Publikums den Maklern gegenüber. Abg. Ulrich bedauert, daß die Converttrung nicht schon früher gekommen sei, gegenüber anderen Staaten. Dadurch habe die Regierung einen großen Theil der Zinsen verloren. Nachdem noch die Abgg. Dr. David und Glaser zur Sache gesprochen, wird der Antrag des Ausschusses auf Kündigung und Tonvertirung der 4pEt. StaatSanlehen genehmigt. Für den Ausbau eines zweiten Geleises der Eisenbahnlinie Frankfurt a. M. nach Mannheim hat die Großh. Regierung einen Gesetz-Entwurf dem Hause vorgelegt und den Betrag von 2,350,000 Mk. angefordert. Der Ausschuß beantragt Genehmigung der Regierungsforderung. Abg. Köhler erklärt, et habe für die Forderung im Ausschuß gestimmt, damit Süddeutschland mit Preußen immermehr verbunden werde und eine bessere Ausgestaltung der preußischen Bahnen herbeigeführt werde. Eigentlich hätte er gegen eine solche Forderung stimmen sollen, wenn er sehe, wie auf der einen Sette Millionen auSgegeben würden, gegenüber kleineren Forderungen, wofür kein Geld da sei. Er verweist insbesondere auf die Errichtung einer Ausladestelle in Langsdorf, und bedauert, baß die Regierung so wenig Rücksicht auf die Wünsche der Bevölkerung nehme. Abg. Hechler hat der Forderung zugestimmt, weil er die neue Bahnlinie für ein im BerkehrSinteresse liegende» Bedürfniß gehalten hat. Die Forderung wird einstimmig genehmigt. Zur Berathung gelangt der Antrag deS Abg. Euler, den Bau einer normalspurigen Nebenbahn Bensheim—Lind enfels betr. Der Ausschuß beantragt, den Antrag vorerst für erledigt zu erklären. Nach warmer Befürwortung durch Abg. Euler und nach Einreichung eines Gegenantrages des Abg. Schönberger wird der Antrag des Ausschusses angenommen. Die Errichtung einer weiteren Professur für Maschinenbau an der Technischen Hochschule wird ohne Debatte genehmigt. ES erfolgt die Beantwortung der Anfrage der Abgeordneten David und HaaS-Mainz, den ReltgionS- unterricht in den Volksschulen zu Mainz betr. Staatsminister Finger gibt einen eingehenden Bericht Über die Handhabung deS Religionsunterrichts im Allgemkinen und insbesondere in Mainz. Die Besprechung der Sache wird auf Antrag Dr. Davids vertagt. Eine weitere Interpellation der Abgeordneten Reinhardt und Möllinger über die Weiterführung der Nebenbahn Worms—Offstein nach Grünstadt beantwortet Finanzminister Weber dahin, daß der Regierung die Gründe über die Verzögerung des Ausbaues wohl bekannt feien. Schwierigkeiten beim Grunderwerb und Feststellung eine» neuen Entwurfes für die Einführung in die Nebenbahn Offstein feien die Ursache. Ferner feien Verhandlungen mit der bahertschen Regierung nöthig gewesen, die jetzt abge- schloffen feien. Abg. Reinhardt bespricht in eingehender Weise die Mißstände, die durch die Verschleppung des Baues der Bahn eingetreten sind. Er bittet bte Regierung, der Frage etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken, damit den BevölkerungSkrelsen dort mehr Rechnung getragen würde. Der dringliche Antrag der Abgeordneten Ulrich und Köhler, die Regierung zu ersuchen, ihren Bevollmächtigten im BundeSrath dahin zu Instruiren, daß er für das vom Reichstage befchloffene VereinSgefetz stimmen möge, wird, nachdem Staatsminister Finger erklärt hatte, daß er eS ablehnen müsse, eine bindende Zusage bezüglich der Instructionen an die Vertreter HeffenS zu geben, einstimmig angenommen. Ein weiterer Antrag der Abgeordneten Möllinger und Schröder auf Pr orogation deS Finanzgesetze» auf weitere sechs Monate wird ohne Debatte genehmigt. Damit ist die Sitzung beendigt und vertagt sich daS Hau» auf unbestimmte Zelt. Thierschutz-Verein in Gießen. (RechmfchaftSbericht.) Gießen, im Juni 1897. In der am 1. Juni d. I». stattgehabten Generalversammlung erstattete der Vorsitzende, Lehrer 1. P. Herr Turschmann, den nachstehenden Rechenschaftsbericht: I „Meine Herren! Da» 15. BerelnSjahr liegt hinter | uns, und nach § 7 unserer Statuten bin ich verpflichtet, zum neunten Male an die ehrenvolleÄufgäbe heranzutreten, Ihnen über dieses BerelnSjahr Bericht zu erstatten. Ohne für unbescheiden zu gelten, darf ich meinen kurzen Berich: mit der Versicherung beginnen, daß der Ausschuß auch in diesem Jahre nach Kräften bemüht war, die schütz- und wehrlose Thierwelt vor Mißhandlung zu bewahren, und da» Barm- Herzigkeitsgefühl für dieselbe in weiteren Kreisen zu wecken und zu pflegen. Der Ausschuß hat in diesem Jahre sechs Sitzungen, in denen durchschnittlich zehn Mitglieder anwesend waren, im „Hotel Schütz" abgehalten, und die Sitzungen waren demnach recht gut besucht, woraus man doch wohl schließen darf, daß diese Herren ein großes Interesse für unsere humane, höchst wichtige Sache bewährten. In diesen Sitzungen wurden alle hervorragenden Tagesfragen, die den Thierschutz betreffen, ausführlich und lebhaft besprochen, und der Verein nahm Stellung zu denselben. Wollte ich über sämmtliche da gepflogenen Berathungen refertren, so würde dies zu weit führen, und Sie erlauben mir nur, einige Punkte, die von allgemeinem Interesse sind, heraus zu greifen. Beim Beginn des Jahres zählte der Verein 468 Mitglieder. ES find im Ganzen 15 Mitglieder ausgetreten, verzogen oder durch den Tod au-geschieden, und 12 Mitglieder haben im abgelaufenen Jahre die Zahlung ihres Beitrages verweigert, obgleich dieses Verhalten dem § 9 der Statuten widerspricht, worin eß heißt: „Der Austritt ist bei dem Vorsitzenden schriftlich zu erklären, der Beitrag für daS laufende Jahr aber noch zu entrichten." Der Ausschuß hat jedoch davon Abstand genommen, da dies nur zu unliebsamen Erörterungen führen würde, und derselbe hat auch keinen Grund, Mitglieder, die so wenig Interesse für die Thierschutzsache besitzen, dem Vereine zu erhalten. In der Sitzung vom 20. November v. I. erstattete Herr Lehrer Eifert in eingehender Weife Bericht über die neuen Thier- schutzkalender, und eS wurde beschlossen, 1000 Exemplare von dem Kalender des Berliner ThierschutzvereinS und 2000 Exemplare von dem vom Verbände der Thierschutzvereine de» deutschen Reiches herauSgegebenen, in der That allerliebst außgeftatteten Kalender zur Verkeilung an die Schulkinder, anzuschaffen. Dieser Beschluß ist gewiß mit Freuden zu begrüßen, denn der Ausschuß schlägt damit, um den Thierschutz zu fördern, einen ganz richtigen Weg ein, indem er sich bemüht, die Jugend für unsere heilige Sache zu gewinnen, eingedenk der Lesfing'schen Worte: „Wer die Welt bessern will, muß bei der Jugend anfangen." Die Kalender wurden in der gewohnten Weise vertheilt: Die Mitglieder unsere» Vereins erhielten je ein Exemplar, dem Gymnasium wurden 100, dem Realgymnasium und der Realschule 300, der höheren und erweiterten Mädchenschule 500 Stück zu- gewiesen und den Rest erhielten zu gleichen Theilen die Herren Oberlehrer Fuhr und Hahn zur Vertheilung an die Schuljugend. Au» eigener Erfahrung weiß ich, daß die Kinder über dieses kleine Geschenk stets hoch erfreut find, und der Ausschuß kann fich getrost der angenehmen Hoffnung hingeben, daß die hierfür verwandten Mittel sehr gut angewandt find und der durch diese» Büchlein außgeftreute Samen sicherlich gute Früchte tragen wird. Dies wird aber um so mehr der Fall sein, wenn die Herren Lehrer fich ernstlich bemühen, die Kinder mit dem schönen Inhalte der Kalender vertraut zu machen. Da alle Thierschutzvereine zur Erreichung ihrer Ziele vor allen Dingen der Unterstützung der Behörden und insbesondere der öffentlichen AuffichtSorgane bedürfen, so hielt es der Ausschuß in derselben Sitzung für geboten, auch in diesem Jahre wieder Prämien an Gendarmen und Schutzmänner, die fich um den Thierschutz verdient gemacht haben, zu verabreichen, und der Beschluß in der vorigen Sitzung, daß nur Gendarmen und Schutzleute, die zwei ober mehrere erfolgreiite Anzeigen wegen Thierquälerei machten, prämiirt werden sollten, wurde dahin abgeändert, daß auch eine Anzeige mit Erfolg zu berücksichtigen fei. Der Vorstand wandte sich nun an die Herren Dberftlieutenant Cullmann und Polizei- amtmann v. Bechtold mit der Bitte, uns diejenigen Gendarmen resp. Schutzmänner zu bezeichnen, die tm laufenden Jahre Fälle von Thierquälerei zur Anzeige brachten, die bestraft wurden. Beide Behörden beantworteten unser Gesuch ausführlich, und ich spreche hiermit denselben für diese» Entgegenkommen unseren schönsten Dank au». Infolge dieser Beantwortung erfuhren wir, daß das öffentliche Aufsichts- Personal auch in diesem Jahre für unsere Sache seine volle Schuldigkeit gethan hat, und wir waren daher in der Lage, folgende Herren Gendarmen und Schutzmänner zu prämiieren: Fabian und Egly mit je 1 Mk. für eine gemeinschaftliche Anzeige, Kuhl, Schäfer und Heppner mit je 2 Mk., Bleßing 3 Mk., Becker, Buchhammer und Heinrich je 4 Mk., Kaiser 6 Mk. und Hamel 11 Mk., Ktmmel, Pfeffer und Dörr je 2 Mk., Göbel, Lang und Schäfer je 4 Mk., Wolf, Schmidt und Gemmecker je 6 Mk., Schädel 8 Mk. und Otterbein 18 Mk. Die Summe der Prämien im Betrage von 102 M? wurden denselben einige Tage vor Weihnachten von unserem Thierschutzdiener eingehändigt. In Bezug auf Vogelschutz haben wir in der früheren erprobten Weise weiter gearbeitet. Die Fütterung der Vögel nahm hier nur 31 Tage in Anspruch, allein diese- waren für die armen Vögel, um mit Falb zu reden, sehr kritische Tage, denn dicke», harte» Glatteis überzog mehrere Tage den Boden, viel Duft überlagerte die Bäume, tiefer Schnee bedeckte die Erde, sodaß die hungernden Vögel absolut keine Nahrung finden konnten. Unsere 16 an verschiedenen, geeigneten Stellen angebrachten Futterbretter wurden täglich durch unseren BereinSdieoer Schneider reichlich mit Futter versorgt- eine sehr große Anzahl von vögeln, namentlich Staate stellten fich auf denselben ein, um ihren Hunger zu stillen, und es war wieder eine große Lust, da» emsige Thun und Treiben der hungernden Sänger auf den Brettern zu betrachten. Die Kosten dafür belaufen fich auf 65 Mk. Auch haben wir nicht versäumt, die Bewohner unserer Stadt für die Fütterung zu gewinnen, und die beiden hier erscheinenden Zeitungen haben un» dabei durch kostenlose Aufnahme von zweckentsprechenden, kleinen Artikeln tn sehr dankbar an» zuerkennender Weise unterstützt. Beide Blätter find über- Haupt ft et» bereit, zum Schutze der leidenden Thierwelt ihre Spalten zu öffnen und die gequälten Thiere warm zu ver- theidigen. Mit großer Freude kann ich nun hier aussprechen, baß recht viele hiesige Einwohner in ihren Höfen Futterbretter oder Futterplätze angebracht haben, auf die täglich von mu» leidigen Kindern oder von Erwachsenen guteß Futter ge- streut wird für die darbenden Vögel. Ganz besonders muß ich nun noch die Herren Gastwlrth Feldei, Schlachthaus- Verwalter Möhl und Metzgermelfter Pirr erwähnen, die uns durch Zuwendung von Flelfchresten so überaus reichlich unterstützten. Für die Vogelfütterung geschieht demnach in unserer Stadt sehr viel und ich glaube annehmen zu dürfen, daß Gießen in dieser Beziehung hinter den Städten Frank furt a. M. und Köln, die, waS Vogelfütterung anbelangt, al» Muster zu betrachten find, nicht zurückfteht. Ferner bemühte sich der Verein, für hen Schutz der Vögel durch Anbringung von Nistkästchen, sowohl tn unseren Anlagen, auf dem hiesigen Friedhöfe, al» auch an anderen geeigneten Plätzen Sorge zu tragen. Durch mehrere kleinere Artikel, die öfter» in den beiden Localblättern erschienen, haben wir die Einwohner unserer Stadt und auch die Landbewohner zur Anbringung von Nistkasten für die Höhlenbrüter, namentlich für die Staare zu veranlaffen gesucht. Diese Anregungen hatten eiten recht schönen Erfolg, denn alle n von dem Herrn Schretnermelfter Kutzer wurden von hiesigen Bewohnern 182 verschiedene Kästen bezogen, und wenn ich die von andern Meistern angefertigten Kästen dazu rechne, so kann ich bestimmt behaupten, daß im Ganzen nahezu 300 Stück aufgehängt worden sind, gewiß eine recht stattliche Anzahl. Der Herr Bauunternehmer Ehr. Petri lenkte durch einen Brief an den Vorsitzenden die Aufmerksamkeit auf Mißstände bezüglich der von Seiten der Polizei eingefan* genen, herrenlosen Hunde. Benannter Brief wurde dem Ausschüsse vorgelegt und derselbe beschloß tn der Sitzung vom 16. März bei dem Polizeiamte auf die Abstände dieser Mißstände hinzuwirken, und nachdem blei geschehen, hat hoch- verehrliche Polizeibehörde tn dankeuSwerther Weise sich bereit erklärt, die eingefangenen Hunde von den Schutzleuten sorgfältig überwachen zu taffen, namentlich sollen dieselben fich öfters davon überzeugen, ob die armen Gefangenen auch reichlich mit Nahrung versorgt werden. In der Sitzung vom 4. Mal legte Herr Oberlehrer Fuhr, Rechner de» Verein», die Rechnung vor, dieselbe wurde statutengemäß vom AuSschuffe einer Prüfung unterzogen, und Herr Kaufmann Wo.f, AuSschußmitglied, führte dabei die Eontrolle. Mit einer weiteren Prüfung wurden die Herren Rentner Groß und Tommerzienrath Koch betraut. Von den vier Vorträgen über den Fliegenschnäpper, die beiden Zwergvögel Deutschland» (Goldhähnchen und Zaunkönig), den Steinkauz und Schutz und Schonung der Bögcl, die 'ch in diesem VereinSjahre in den Sitzungen gehalten habe, etwa» zu bemerken, verbietet mir die Bescheidenheit. Alle haben Abdruck tn den beiden hiesigen Blättern, auch tn der Thierschutz.Zeitschrift gefunden, und e» find mir, was Ich wohl ohne Ueberhebung sagen darf, von vielen Seiten Anerkennungen zu Theil geworden. Zum Schluffe meines Berichtes erlauben Sie mir, daß ich mich noch der angenehmen Pflicht entledige, allen Denen meinen herzlichsten Dank darzubringen, die unferWerk durch Wort und That, sowie auch durch finanzielle Beihülfe unterstützten und förderten. Insbesondere gilt mein Daok der hiesigen, verehrltchen Sparkaffe, die un» auch in dieser" Jahre wieder eine überaus reichliche Unterstützung (100 Mk.) zu Theil werden liefe. Möge nun unser Verein auch im kommenden Jahre nicht müde werden, für eine humane und barmherzige Behandlung der Thierwelt, wo fich irgend welche Gelegenheit dazu bietet, nach allen Kräften einzutreten!" -f- Bon der Lahn, 4. Juoi. Jubiläum von D. Steffen* bad) tn Schlitz. Der hochverehrte Mann, zu dessen Ehren im engeren Kreise der Amtsbrüder und Freunde tn Lauter- bad) Dienstag den 8. Juni eine Fe'er geplant ist, ist wie durch sein amtliche» Wirken und feine Mitwirkung bei der hessischen LandtSihnode uad manchen Eonferenzverhandlungen, so noch besonder» durch seine ungemein fleifeige literarische Thätigkelt Bielen im Hessenlande wie über seine Grenzen hinaus bekannt und zum reichen Segen geworden. Seine tm Jahre 1895 in fünfter Auflage erschienene Hau- Agende, seine Kranken- und Trostbläiter, sein „Hochzeit-strauß au» Gotte- Garten und von den Wiesen der Welf (Barmen, sechste Auflage) fammt einer ganzen Reihe von erbaulichen Schriften und Bibelauslegungen, sei eß in besonderen ungemein praktisch veranlagten Büchern, sei e» In Zeitschriften, find in weite Kreise gedrungen und haben viele dankbare Herzen gelobt, erquickt und erbaut. Die Freunde de- Jubilar» — fie feiern, um ihn geschaan, am dritten Pfingsttag fein 50 jährige- Amt-jubiläurn — freuen fich herzlich, daß Gott der Herr dem 74jährigen (D. ist geboren zu Schlitz am 4. Decernber 1822) große geistige und körperliche Frische und Elast'cität erhalten hat. Wie der verehrte Mann mit der Jugend zu reden weiß, wie er seine „kinderliebe" Ge- finnung bi- heute in Liedern, Berken und Geschichten au»- strömt und kundgibt, da- weiß die Jugend selber, e» w ff en» die Lehrer, die Eltern Seiner Ueberzeugung nach war D. Diessenbach, dem s. Zt. Greifswald (Zöckler l) den Doctot der Theologie verliehen hat, vom Anfang keine» Wirken» an Lutheraner. Die Grünberger Conferenz (Mitte Jul« jeden Jahre») zählt D. zu ihren Vätern. Seine freundliche con- ctliante Art hat ihm Bieler Sympathieen und Werthschätzung zugewandt- die Synoden schätzen die Schlagfertigkeit, Formvollendung und Sachlichkeit feiner Reden. Die Freunde er- bitten zum 8. Juni freundliche Kundgebungen der Liebe u»d Anhänglichkeit. LA: zu der. "•«ft* , ««*!« ’ txtoähnfH . LrÄ £*"S , *?”0 anbtlan. ».: 4' , $ol>i bM ' "">«-° »nlajtr Wtttn, habrr, »jr m ^brwvhlln hihleudM«, 7. 1*. Ditit btnn allen Butbtn von und to5nQ ld) dazu nchvk, J« Tanzrn nahrju 8 t,nt 'echt ftattüd). lioftt bllkch Slufmeitfamhit auf ,r Polizei eiDgefoD. Pries wur-k bim iloö in btr @fyung f M Wtinb( bltftt MN«b hat hach. 6“ Stift sich btxtii 1 schutzlrunn foty fotten bitftibtn fit n Gefangenen aut e Herr Oberlehrer Eg vor, diefelb: tx Prüfung unter' chutzmttglitd, führte a Prüfung wurden ienrath Koch betraut, n Fliegetifchnöpper. (Goldhähnchen uno 1 und Schonung der 1 den Sitzungen gekittet wir die Dt> | btn beiden hiesigen chrift gefunden, w erhebuug sagen bar, lheil geworden. rlauben Sie mit, dog ntltbigt, allen Denen die unier Werl durL gieüe VeMfe unter- jilt mein IW j uni auch i° » ttnftü-on, MKk-f tim* Mu B b-'whtrzigr Br- 1BI welche Gelegenheit Mi" ____ rann, zu* * b ffreunbe in ^outt t bl1 in fldfMt literarii«' 'Ä «72A ÄttZ , IrW« Kj * 1 f* *W '®dW ? uno ru.;t. Mann » 1101 >!--« A. 9*1* txrundil^ , Stink -SS w k v4L $ 21573.51 1762.75 . 283 5513 H. Meyer, Director. A. Henß, Lagerhalter. Meyer. 5514 Heyer. 5499 2310 Butzbach. Ge- und Zuber Passiva: Reservefond aus 1895 . Geschäftsantheile . . . Reingewinn aus 1896 . Waarenschulden an Lieferanten . . . . Roch zu zahlender Gehalt Mankovergütung . . . Activa: Waarenbeftand am 31. De- cember 1896 . . Kaffebestand am 31. De- cember 1896 . . Ausstände bei Mitgliedern am 31. Dec. 1896 Manko...... Sich, zusammen circa 10 Morgen, fammenkunft im Schloßgarten an Eisenbahnbrücke Freitag de« 18. Juni, Vormittag« präci» 8 Uhr von den Fürstlichen Wiesen in den 16373.07 849.— 4883.67 Freiwillige Mobjliar-Dkrsteigelung. Nächsten Dienstag, 8. Juni l I., von Morgens 8 Uhr an, versteigert Bürgermeister Meyer zu Großen-Buseck: 1 Rind 1>/, Jahr alt, trächtig, 1 Rind Va Jahr alt. Nach diesem läßt Christoph Meyer versteigern: Wagen, Pflug u. s. w., Häckselmaschine, Hobelbank, Schnitzbänke, sämmtliches Schreiner- und Küferwerkzeug, angefangene Küfer- waaren u. s. w., auch Heu. Großen-Buseck, am 4. Juni 1897. Großh. Ortsgericht Großen-Buseck. Mitgliederzahl Ende 1895 . . . Zugang in 1896 . 20 Abgang in 1896 . 25 weniger Bestand Ende 1896 ..... Großen-Buseck, den 4. Juni 1897. jittldwirthschaftlicher Eousumverew, 8 8. m. u. tz. Srohtn-K«srck. Der Borstand: Kartoffeln | 4U verkaufen. «berste. 6. Bilanz am 31. December 1896 5506] Wege« Aufgabe de» Geschäft» lassen die Erben Maurermeister (Earl Schlag in Wetzlar, Steinweg 37, Dienstag, de« 8. Juni, Nachm. 1 Uhr: ca. 500 Gerüst- und andere Stangen, 200 Bohlen, 30 Lettern, 18 dto. Karten, Saug, und Druckpumpe, Aufzugwinde mtt Drahtseil, Nioellir- instrument und dio. Handwerkszeug meistbietend versteigern. 5506 Ernst Boecksr, AuctionScommiffar. markungen Mühlsachsen, Ober- ____ Riederbesstngen im Ganzen 130 Mor- : WollenSieJhrerTochter oder Ihrer Freundin oder sich selbst ein nützliche« Geschenk machen, dann lassen Sie sich den Katechismus für das feine Haus- und Stubenmädchen aus Berlin senden. Jedes junge Mädchen, wenn es auch nicht die Absicht hat, tn den herrschaftlichen Dienst zu gehen, kann aus dem Büchlein lernen: 1. Ser- Viren und Tifchdecke«, 2. Anstand und Höstichkett, Aneignung guter Manieren, 3. Behandlung der Wäsche, Glanzplätten, 4. Tägliche» Reinmache«, 5. Grotz-Reiamache«, 6. Etwa» vom Koche«, 7. Etwa» für Stütze der Haasfra«, 8. Goldene Mahnworte a« junge Mädchen. Bon dem Werth des Büchleins zeugt die That- sache, daß in zwei Jahre.i fünfzig Tausend Exemplare davon verkauft wurden. Die aus dem Büchlein zu lernenden Kenntnisse sind eine Zierde an jedem jungen Mädchen, deshalb sollte man, so lange noch der Vorrath reicht, sich ein Exemplar von der Verfafferin Ara« ErnaGraneo- horst, Vorsteherin der HansmLdche«- schule z« Berlin, »ilhelmstratze 10, senden lassen. Der Prei» ist nur 65 Pfg. Gegen Einsendung des kleinen Betrages in Briefmarken folgt sofortige Zusendung franco. 5512 Ihre Majestät die deutsche «ai- feri« hat der verfafferin in einem huidvollenDankschreiben Anerkennung gezollt. Wagenverkauf: Laudauer, Mylord, Halbverdeck, Break, Selbstfahrer, Geschäftswagen, neu und gebraucht, reichhaltig auf Lager. Fr- Grauer, Wsskllbaurr, 3499.97 406.78 27243.01 GefSl”det Magdeburger XnÄ'X’ Lebens - Versicherungs - Gesellschaft hat äußerst günstige Einrichtungen zur Versicherung von Personen, welche ohne direct krank zu sein, zu gewöhn!. Bedingungen keine Aufnahme finden. Vertreter für Gießen: General-Agent H. Krüeb. 2<80 Bekanntmachung. Samstag, den 12. d. SRI»., kommen 1300 St. alte Bahnschwellen zur Versteigerung. Anfang 9 Uhr an der Riemer'schen Wirthschaft. 5526 Großherzogl. Hess. Eisenb.-Betr -Jnsp. 1. Heugras- Versteigerungen der Fürstlich Solmsischkn Rrntci Lich Das Heugras von den Fürstlichen Wiesen rc. wird versteigert: Donnerstag de« 17. Juni, vormittags Präeis 8 Uhr, von den Wiesen tn der Gemarkung Lich oberhalb der Stadt, zusammen 115 Morgen Zusammenkunft an der Saudrücke nächst der Peinmühle. An demselben Tage, Rachmittags präci» 1 Uhr, von den Wiesen «nterhald der Stadt 5 . 278 3536.02 1251.25 350.— 27243.01 gen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. Montag de« 21. Juni, vormittag» präci» 9 Uhr, von der Fürst!. Mönch- und Strauchwaldwiese, Gemarkung Burkhardsfelden, zusammen 70 Morgen. Zusammenkunft in der Mönchwtese. Die Ausgebote geschehen in Abthei- lungen von 1 bis 2 Morgen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Marttm d. I. gestattet. «ich, am 4. Juni 1897. Fürstlich Sslmfifche Reutet. _____________Kreiling._______ 5509 Versteigerung von Heugras, GkhöH und Mngeyscken. Mittwoch, den 9. d. Mts., wird das HeugraS von den fisca- lischen Wiesen in den Gemarkungen Schiffenberg, Watzenborn - Steinberg und Leihgestern, sowie das von den Schneisen innerha b der Forstwartei Baumgarten sammt zerstreut liegendem Gehölz daselbst versteigert. Dabei kommen auch 83 Stück gebrauchte Düngersäcke zum Ausgebot. Die Versteigerung beginnt Morgens 9 Uhr, sie findet auf dem Rathhaus zu Watzenborn statt. Nähere Auskunft ertheilen Güler- aufseher Mack zu Hausen und Focstwart Schlag zu Baumgarten. Gießen, den 2. Juni 1897. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Abschreiben kann Jeder! Wenn eine Hausfrau das weltbekannte, millionenfach bewährte Dr. Oetker'» Backpulver a 10 Pfg. verlangt und erhält dann eine mtnderwerthige Nach ahmung, so wird jede kluge Hausfrau die Annahme verweigern! Das echte Dr. Oetker'» Backpulver ist oorräthtg bet Gebr. Adami, Siehe«. 5447 Vermiethungen. 5516] Eine Manfardea-Wohnnng zu vermiethen._________«üerweg 6. 5501 «i« Jcrmilieulogi» an ruhige Leute zu vermietben. S. Weimersheim Rachs. Kreuzplatz. 40u4] Ein Logis, 3 Zimmer nebst allem Zubehör, sowie Wasserleitung und Gartenantheil, zu vermiethen. ______Grü«bergerftratze 81. 5358! I« schöner freier Lager 6 Zimmer (Balcon und Badezimmer). Zubehör und Gartenantheil per 1. September eoentl. früher zu nenn. Göthestr. 29. 4509] Stetttstr. 19 ist die Mansarde mtt 5 Zimmern und allem Zubehör nebst Gartenantheil per 1. August a. c. zu verm. A«dr. 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