Nr. 286 Viertes Blatt. Sonntag den 5. Deeember 1897 Mates incl. '""fähig, uchtkrast, do, W los» TW ■ugeln u. i'eijen Jabn^ X3OOQQQQCX ilen cd, Baretts le Arschuer- ien »ach Maaß : streng reell 9636 üOm, 6. [ roooooooc *T Neustadt U. kwvüe, QualRM, zu 10488 attatzen. EMMs. ’M •* **«" ien , Schaafk STIHE jkreicn. Lique«6, . h xoö°s jeder F|gCbb8cbl ■i-A6ent. ffcte ,xe» 'ÄAchaö pÄ?** Der ttc|ener A-r-igrr erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montags. Di« Gießener I«»ttle«vtLlter »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Generat-Mnzeiger. vierteljähriger Avounementrpretsr 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. ---------- 1 Redaction, Gxpeditio« und Druckerei: -chntstraße Ilr.r. Fernsprecher 61g Aints- und Anzergeblutt füv den Ttveis Gieszeir. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamilienökätter. DMersri Alle Annonceu-Bureaux deS In- und Auslandes nrham» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegE 2lmtiid?cr TheU. Nr. 51 bei Reichr-Gesetzblattl, aulgegeben am 1. d. M., enthält: (Rr. 2433.) Bekanntmachung, betreffend das Außerkrafttreten deS FreundfchaftS-, Handels- und Sch'fffahrtS- oertragS zwischen dem Deutschen Reiche und dem Freistaate Costa Rica. Dom 1. December 1897. Gießen, am 3. December 1897. Großherzogliches Kreilamt Gießen. v. (Sagern. vetr.: Jnvaliditäts- und Altersversicherung sog. unständiger Arbeiter. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehende Bekanntmachung wollen Sie noch besonders ortsüblich publiciren. v. (Saget». Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 5. Januar 1891 ordnen wir wiederholt auf Grund des S 126 des Jnval.- und Altersversicherungsgesetzes an, daß diejenigen Versicherten, welche nicht in einem regelmäßigen Arbeitsverhältniß zu einem bestimmten Arbeitgeber stehen, sog. unständige Arbeiter, innerhalb der letzten 7 Wochentage eines jeden Monats ihre Quittungskarten zum Zwecke der Controle dem Rechner der betr. Hebstelle vor- zulegen haben. Dies sind in den Landgemeinden die Gemeinderechner bezw. besondere örtlichen Hebstellen- in der Stadt Gießen die örtliche Stelle (Bürgermeisterei). Wird hierbei nachgewiesen, daß die Beiträge für einen oder mehrere Monate im Voraus entrichtet sind, so sind die Versicherten für diese Monate von der weiteren Vorlage der Karten entbunden. Die Zuwiderhandlung gegen diese Controlvor- schriften unterliegt der im § 126 bezeichneten Strafe. Wir bemerken dazu, daß der Vorstand der Versicherungsanstalt seine Controlbeamten angewiesen hat, jedesmal feftzu- stellen, welche Versicherten der Vorschrift nicht nachgekommen sind und Anzeige zur Bestrafung zu erstatten. Wir erwarten von den Inhabern der Hebstellen, daß sie keine Gelegenheit versäumen, die Verpflichteten auf die Befolgung der obigen Vorschrift aufmerksam zu machen, damit Verfehlungen möglichst verhütet werden. Gießen, den 1. December 1897. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v Gagern. Gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 goldene Broche, 1 Paar wollene Handschuhe, 6 Kragen, 1 Serviette, 1 Glacehandschuh, 1 Uhrkette, 1 Bettkolter (letzterer vor etwa 4 Wochen in der Ludwigstraße gefunden und jetzt erst angemeldet). Gießen, den 4. December 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. Bon der Unterstützungskaffe der Hessischen Landes-Jrren-Anstalten. Schon über 23 Jahre besteht und wirkt überaus segensreich die Unterstützungskasse der Hessischen Landes. ? Irrenanstalten. Wo die Kaffe helfend eingreifen, wen und wie sie unterstützen will, das besagt am schönsten ein im Jahresbericht der Unterstützungrkaffe für 1887/8 gegebenes Beispiel. Wir laffen den betreffenden Theil des Berichtes hier wörtlich folgen: „I. St., ein elfjähriger Bauernjunge aus einem kleinen Dorfe des Vogelsbergs, wurde am 15. August 1882 in die hiesige Anstalt ausgenommen. Der Vater war am Magenkrebs gestorben, die Mutter schlug sich mit den Kindern küm- «erlich durch, die Familie lebte in Mangel und Roth. Seit mehreren Wochen war I. St. aus unbekannten Ursachen, ! erbliche Anlage fehlte, geisteskrank geworden. Die Geistes- \ krankheit war schwer, der Ausgang erschien zweifelhaft. Ende Januar 1883 zeigten sich die ersten Erscheinungen der Befferung, am 25. Apil 1883 konnte der Kranke aus der Anstalt versuchsweise entlasten werden. Wie so oft bei unseren Pfleglingen, begannen auch in dem vorliegenden Falle mit dem Einttitt der Befferung und dem Ende der Krankheit die größten Sorgen und Schwierig- feiten. Schon vor etlichen Jahren haben wir in unseren Berichten wiederholt darauf hingewiesen, daß manche Geisteskranke nur dann völlig genesen oder doch den für sie möglichen Grad der Befferung erreichen, wenn sie, obwohl vielleicht noch sehr erheblich gestört, aus der Anstalt entlasten und den mächtigen Einflüssen des Lebens der Gesunden ausgesetzt werden. Gerade in dieser Beziehung offenbart sich ja ein großer Theil des Segens unserer Unterftützungskaffe, indem dieselbe in nicht wenigen Fällen allein die Mittel darbietet, um solche Entlassungsversuche zu ermöglichen. In dem vorliegenden Falle war von einer derartig begründeten Entlastung keine Rede, denn I. St. hatte seit einer Reihe von Wochen überhaupt keine deutliche Erscheinung von Geistesstörung mehr gezeigt. War er deshalb wirklich genesen? Konnte er unbedenklich nach Hause entlasten werden? Der sicheren Beantwortung dieser Fragen stellten sich schon deshalb Schwierigkeiten entgegen, weil es gar manche Fälle scheinbarer Genesung gibt, scheinbar deshalb, weil wohl innerhalb der Anstalt und unter dem Schutz und der täglichen und stündlichen Führung derselben Erscheinungen von Geistes- krankheit selbst während langer Zeit nicht mehr zu Tage treten, dagegen sehr bald nach der Entlastung, ja schon an dem Tage oder sogar in der Stunde derselben. Innerhalb der Anstalt frei von jeder deutlichen Störung, wird der Kranke rückfällig unter dem Einfluß bestimmter persönlicher und sachlicher Verhältniste der Vergangenheit sowohl, wie des Lebens außerhalb der Anstalt überhaupt; er war noch nicht genug gekräftigt, um diesen Reizen den erforderlichen ausgleichenden Widerstand sntgegenzm'etzen. Durfte man bei I. St. diese Kraft als vorhanden annehmen? Und wenn ja, auf welche Weise sollte zu Hause allen den Anforderungen entsprochen werden, welche das zarte Alter, die leibliche und geistige Erziehung, der Schulunterricht und die gesammte Zukunft des Kranken stellten? Richt um einen erwachsenen Menschen, der einfach in seine früheren Verhältniste zurückkehrte, handelte es sich, sondern um ein junges, im Werden und in der Entwickelung begriffenes und eben deßhalb, sowie mit Rücksicht auf die kaum überwundene schwere Erkrankung, nur nmsomehr vor jeder neuen Schädlichkeit zu behütendes Leben. Unserer schweren Verantwortlichkeit voll bewußt, konnten wir keinen Augenblick im Zweifel sein, daß die unmittelbare Rückkehr in die rauhen und ärmlichen Verhältniste der Heimath gleichbedeutend sein würde mit einer bedrohlichen Steigerung der Gefahr des Rückfalls und der Entwickelung der Unheilbarkeit. Richt minder rasch waren wir aber auch darüber einig, was statt besten zu geschehen habe. Unser kleiner Schützling mußte in völlig neue Verhältniste versetzt und zu biejem Zweck in einer braven geordneten Familie dahier in Heppenheim untergebracht werden. So konnten wir ihn bis auf Weiteres in der Nähe und unter unseren Augen behalten. Die geeignete Familie wurde gefunden. Sofort trat I. St. in die hiesige höhere Bürgerschule ein, und nun mußte es sich zeigen, wie seine natürlichen körperlichen und geistigen Anlagen geartet waren und ob namentlich die Fortentwickelung derselben mit dem Endziel einer selbstständigen Erwerbsfähigkeit in Folge der vorausgegange- nen Erkrankung keine bleibende Beschränkung erfahren habe oder gar unter dem störenden Einfluß eines nur scheinbar abgelaufenen Krankyeitsprocefsi S noch immer stehe. Die Mutter des Knaben war mit unseren Anschauungen dankbar einverstanden, er selbst überließ sich mit kindlichem Vertrauen unserer Führung und begann mit frischem Eifer und strenger Gewisteuhaftigkeit den ihm gestellten Anforderungen nachzukommen. Alles gerieth nach Wunsch. Die pflegende Familie ist mit unserem Schützling noch immer ebenso zufrieden, wie er selbst seinen Pflegeeltern dankbar ist, und es gereicht uns zur Freude, allen Familienglieder): und insbesondere der wackeren Pflegemutter unseren besten Dank auch an dieser Stelle auszusprechen. Was die Führung in der Schule betrifft, so gibt hierüber ein von der Großherzoglichen Direction der höheren Bürgerschule dahier unterm 12. l. Mts. ausgestelltes Zeugniß wohl die beste Auskunft. Dieses Zeugniß lautet: „3. St., Schüler der höheren Bürgerschule dahier, hat sich seit seinem Besuche genannter Schule eines untadelhaften Benehmens befleißigt; seinem unermüd- lichen, regen Eifer entsprechen seine guten Leistungen und hat sich derselbe in jeder Hinsicht die Zufriedenheit seiner Lchrer erworben". Wiederholt wurde unser Schützling durch ein Prämium ausgezeichnet. Endlich hat sich I. St. auch körperlich in erfreulichster Weise entwickelt. Er ist ein munterer frischer Bursche geworden. In den seit seiner Entlassung aus der hiesigen Anstalt verflossenen fünf Jahren war er sehr selten und bann immer nur vorübergehend unwohl. Bei der Aufnahme in die hiesige Anstalt (15. August 1882) betrug seine Körper- länge 137 Zentimeter, sein Körpergewicht 28,5 Kilo. Jetzt J (17. März 1888) ist er 171,5 Zentimeter groß und wiegt \ 55,5 Kilo. Hat I. St. die Schule durchlaufen (er tritt mit Beginn des neuen Schuljahres in die erste Klaffe über) und hat er : sich durch ein wohlbestandenes Schlußexamen die Berechtigung zum einjährigen Militärdienst erworben, so will und soll er zunächst auf dem Bureau der hiesigen Anstalt beschäftigt , werden, um alsdann die Laufbahn zu betreten, welche durch ' die Ableistung des sogenannten Finanzexamen der ersten ■ Kategorie eröffnet wird. Was die Zukunst unserem jungen Freunde jetzt noch ‘ verhüllt, wissen wir nicht. Das wissen wir aber, und Jedermann wird uns dies zugestehen, daß unsere Bemühungen, . seine Gesundheit und sein Leben zu retten, sowie der Zukunft ; unseres Schützlings eine feste und sichere Grundlage zu Der* ; schaffen, bis jetzt den gewünschten Erfolg in jeder Beziehung erreicht haben. Dieser Erfolg wurde mit den Mitteln unserer i Unterstützungskasse erreicht. Der hierbei seit dem 25. April 1 1883 bis heute erwachsene Geldaufwand beläuft sich auf < 2293 Mt. 12 Pfg. Dieser Ausgabe steht von Seiten des betreffenden Orts* i und Landarmenverbandes, sowie von Seiten der Sparkasse j Heppenheim, eine Einnahme unserer Kasse im Gesammt- ' betrage von 500 Mk. gegenüber. Mithin verrechnet sich der t bisherige Reinauswand unserer Unterstützungskasse auf s 1793 Mk. 12 Pfg. I. St. weiß sehr wohl, wieviel er ' unserer Kasse verdankt. Möge ihm unser heutiger Bericht : eine fruchtbare Mahnung fein. Was wäre aus ihm gewor- s den, ohne die Hilfe unserer Freunde?! . — Gewiß ein schönes Beispiel von Privatwohlthätigkeit! I Keine öffentliche Fürsorge hätte in dem Maße helfend eingreifen können, als dies hier unter Verwendung privater Unterstützungsmittel und in gleich durchgreifender, dabei doch schonender Art und Weise geschehen ist. Die Privatwohlthätigkeit ist nöthig; sie muß mit der Fürsorge des Staates und der Gemeinde für die Bedürftigen und Rothleidenden - Hand in Hand gehen. Zu Unterstützungen der vorstehenden Art, zur Reu» ; begründung von Existenzen und zur Unterhaltung der Familien * von Geisteskranken sind in den verflossenen 23 Jahren feit ; dem Bestehen der Kasse von dieser rund 201,000 Mk. auf* ■ gewendet worden. Aber nicht nur die Unterstützung noth- ’ leidender Geisteskranken, bedürftiger Pfleglinge und bedürfti- ? ger Angehöriger derselben erstrebt die Verwaltung der ; Unterstützungskasse, sie erstrebt vielmehr auch eine sachgemäße : Ausgestaltung der öffentlichen Jrrenpflege. Diese doppelte ■ Thätigkeit kann selbstverständlich ohne die ausreichende Unterstützung der Bevölkerung von Stadt und Land nicht erfolg- * reich sein. Zwar ist die Zahl der Geber im laufenden Jahre ' auf die Zahl 31,556 gestiegen, und die Summe der Jahreszuwendungen hat sich auf 18,368 Mk. 27 Pf. erhöht; da- : gegen steigern sich aber auch stets die Anforderungen an die ' Kasse, und eß gehen alljährlich der Kasse von ihren Freunden l und Gebern einige durch Tod, Wegzug rc. verloren. Diesen 5 Ausfall zu ersetzen, zugleich aber auch das Verständniß für die Zwecke der Kasse in immer weitere Kreise zu tragen, immer neue, hülfsbereite Freunde der Kasse zuzuführen, darauf ist das unausgesetzte Bemühen der Verwaltung der Kasse gerichtet. Vermischte-. • Wiesbaden, 2. December. Die hiesigen Wirthe beabsichtigen, aus eigenen Mitteln eine Acttenbrauerei ins Leben zu rufen. • Limburg, 2. December. Bei dem heute Morgen 5.15 von Limburg abgehenden Zug Nr. 321 explodirre zwischen Eppstein und Niedernhausen der Kessel der Locomotive. Die desecte Maschine wurde sofort nach Niedernhausen za- rückgebracht. Die Unfallstelle konnte nur sehr langsam Pasfirt werden. Der Zug Nr. 321 aal Fanksurt kam mit einer Stunde, und der von Limburg nach Frankfurt gehende Zag Nr. 330 mit einer halben Stunde Berspätung an. Personen find nicht verletzt. e Aschaffenburg, 1. Deeember. Am hiesigen Bahnhof kann man dal interessante Schauspiel beobachte«, wie ein ganzes Haus, das von seinem Fundament gehoben und । a-if Eisenschtenen, sowie auf hölzerne Balken gehoben wurde, \ von seinem Platze verschoben wird. Es handelt fich um i ein zweistöckiges Gebäude mit hohem Dach, das centimeter- j weise weitergeschoben wird. Am nächsten Sonntag soll den ganzen Tag ^geschoben" werden. Dir Prinzregent von Bayern wird bei der Rückkehr von der Jagd da» Schauspiel, da- zahlreiche Neugierige aolockt, ebenfalls in Augenschein nehmen. • Innsbruck, 29. November. Nachdem in letzter Zeit im Oberiunthal und am Arlberg verschiedene alpine Unter- kunfr-häuser, darunte» die „Konstanzer Hütte", das H@bmunb Graf Haus", die „Muttekopf Hütte", die ^Darmstädter Hüne" tm Moosthal usw. erbrochen und beraubt worden waren, ist eS nun endlich gelungen, eine» Hütten- EcbrecherS habhaft zu werden. Er wurde vor einigen Tagen vom reoowmirteu Bergführer Eduard Lechleituer von Boden im Bezirk Imst und einem Gemsjäger am Galtseitejoch im Parzingrbtete angetroffen, und da er dem Führer Lechleituer verdächtig vorkam, unauffällig beobachtet. Der fremde Manu schlug den Weg zur „Hanauer Hütte" ein, öffnete mit großer Gewandtheit die Thür und machte sich im Janeru bei Unter» kuuflShauses zu schaffen. All nun Lechleituer und sein Begleiter eiligst auf die Hütte loSftürmten, versperrte der Gauner die Thür und machte sich zum Widerstand bereit. Da er aber bald darauf au den Frustern schußbereit Gems- stutzen aufraucheu sah, fand er es doch für besser, zu capktu- liren. Der gefangene Hütleudieb, der nach Mitthetlung der „Tiroler Landeizeitung" einen fremdklingeudeu Dtalect spricht, wurde dem nächsten Geudarmerirpoften rtngeltefert. Auch auf dem Arlderge war ein berüchtigter Vagant all der Hütten-Dirbstähle verdächtig aufgegriffen worden, doch konnte demselben eine Antheiluahme au den Schutzhaus Einbrüchen nicht uachgewteseu werden. * Kopenhagen, 1. December. Gestern Abeud hat sich hier eine von ihrem Manne verlassene Frau nebst ihren vier Kindern das Leben genommen- man fand die Unglücklichen alle an demselben Haken aufgehängt. • Die Kunst des Viehzähfens. Aul Hechingen schreibt ein Mitarbeiter der „Fikf. Ztg.": Eine ebenso geistreiche all interessante Arbeit ist mir dieser Tage für den 1. December zugewiesen worden: Ich bin zum Biehzähler ernannt. Dal ist, ich versichere Sie, ein gar nicht so einfachel Geschäft. Man muß zunächst zu unterscheiden wissen, was ein Pferh, wie alt el ist und ob el „Militär" oder „Civil" ist, denn dal „Militär"- und dal „Ctvtlpserd" soll zusammen raugtren und dal dürste — auf der Zählkarte nämlich — letzterem besonder! schmeicheln. Man sieht, daß unser Statistische! Amt vom Militarismus noch nicht angekränkelt ist. vom Pferd, der höchsten Vieh-Intelligenz, steigt der Zähler herab auf die vieloerbreitete Rindviehklaffe. Die oberste Stufe nimmt da! naive Kalb eia. Seine zarte Jugend darf sechs Monate nicht überschreiten, sonst gehört el schon zum reiferen und stimmfähigen Jungvieh. Aber „schnell eilt sie hin", die schöne Jugendzeit: bei der Feier bei zweiten Geburtltage! ist man in jenen heufreffeaden Stallkcetsea bereit! eia „ältere! Rindvieh". Bet deu zu zählenden Schaflköpfen sieht el noch schlimmer aul: nach einem Jahr ist die „Lämmergeduld" zu Gude- vach einigen Sprüngen macht sich die Bedächtigkeit und der conservative Sinn bei „älteren" Schafe! geltenb. Einfacher steht el mit ben Schweinen aus- ob eia Schwein ein Ferkel ober „Einjährig" ist, thut nicht! zur Sache- nach dem ersten Flegeljahr ist es ein „alte! Schwein". Wer aber voa der Kuh „auf die Gail" gekommen ist, hat die fünfte Rubrik auszufüllen. Meisten! steht die Anzahl der Ziegen im umgekehrten verhäitntß zur Grund« uad Capttalfteuer- letstuag de! Besitzer!. Dal Federvieh schließt den Reigen wie bei einer guten Speisekarte: Gänse, Enten, Hühner. Es wird schwer sein, alle diese Thiere am 1. December auf'! Papier zu bringen. Manche werden in der Frühe bei Zähltagl ihr Leben lassen müssen, und dann ist ihnen die Freude verdorben, statistisch bearbeitet za werden. • Die elektrische Beleuchtung der Etseubahuwage» scheint in maßgebenden Kreisen erwogen zu werden- wenigstens bringt das Organ del Verein! der deutschen Eisenbahn- Verwaltungen einen Aufsatz, der auf die electrische Beleuchtung der neuen Hochbahn von Sirmen! und Hallte in Berlin verweist, die durch Accumulatoren bewirkt werden soll. Für die Berliner Stadt- und Ringbahn war seinerzeit die Einrichtung electrischer Beleuchtung bereit! in Aulficht genommen, wurde aber leider nicht aulgesührt in der Erwägung, daß die Stadt- vnd Ringbahn in absehbarer Zeit elektrischen Betrieb erhalten soll. El ist jedoch gar nicht mehr ersichtlich, weshalb man die Einrichtung elektischer Beleuchtung von der Einführung des elektrischen Betriebe! abhängig machen soll, da die gegenwärtige Leistunglfähigkeit der Akkumulatoren und dal Vorhandensein zahlreicher elektrischer Anlagen zur Beleuchtung der Bahnhöfe und einzelner Bahnstrecken die Einführung electrscher Beleuchtung der Bahnzüge leicht ermöglichen würden. Die Accumulatoren fin) die einzige geeignete Kraftquelle zur Beleuchtung von Eisenbahnzügen, wie aul folgenden Gründen zu ersehen: Ein Rangirea der Wagen ist ohne verlöschen del Lichte! nur möglich, wenn jeder Wagen seine besondere Lichtquelle besitzt. Wenn die Züge dauernd geschlossen bleiben könnten, könnte man ja auch die Stromführung zur Beleuchtung heranzteheo, aber da! Licht würde dann wegen der großen Spannunglveränderung del Strome! viel zu schwankend und für die Augen schädlich werden, auch für diejenigen Fahrgäste, die nicht während der Fahrt zu lesen pflegen. Sehr wohl aber kann die Stromzuführung, au! der die elektrische Beleuchtung der Strecken und Bahnhöfe gespeist wird, zur Ladung der Accumulatoren benutzt werden. In «mertka hat die elektrische Beleuchtung von Zügen keine größere Verbreitung gefunden, dal liegt aber nur an der Anwendung unzureichender Mittel. Die neuen deutschen Accumulatoren erfordern nur eine kurze Zeit zur Ladung, sodaß ein Auöwechseln derselben an den End« bahnhöfen nicht erforderlich sein würde. El wird angenommen, daß die gegenwärtige Fettgasbeleuchtung mehr Kosten verursacht, all durch die Mehrbelastung der schon vorhandenen elektrischen Kraflstationen entstehen würden. • Rekrutenprüfnngen im Deutsche» Reich. Im Ersatz» jahre 1896/97 wurde« 260,931 Rekruten in die Armee und Marine eingestellt brzw. aus ihre Schulbildung geprüft, von dieser Zahl hatten 250,083 Schulbildung in der deutschen Sprache, 563 Schulbildung nur in einer anderen Sprache und 285 waren ohne Schulbildung, d. h konnten weder lesen noch ihren Namen schreiben. • Ein thruerer Drineuhut. An! Braunschweig schreibt man: vor einiger Zett kaufte ein Ehepaar, da! von Braunschweig nach Hamburg verzog, bet einem hiesigen Kaufmann verschiedene Gegenstände ein. Schließlich wollte die Frau noch einen Hut kaufen, doch hatten Beide kein Geld mehr bet sich und boten deshalb dem Geschäftsinhaber ein achtel Loo! der hiesigen Lotterie in Zahlung. Der Kaufmann fltng darauf ein. Jetzt ist das Loos mtt der Prämie von 300,000 Mark gezogen worden. All der erste Besitzer de! Looses davon erfuhr, reiste er sofort hierher, um sich mit dem Kaufmann auleinonderzu'etzen. Natürlich wollte dieser auf den Gewinn nicht verzichten, hat jedoch dem früheren Besitzer del Looses einen Trostanthetl von 500 Mk. gegeben. * Wie lebt man möglichst Ungel Sir James Sawyer hat das G-h tmnlß der Langirbigkett soeben einem Birminghamer Auditorium preilgegeben. Es besteht, wie so viele andere Dinge darin, daß man „seine Anfmerksamkrtt einer Menge unbedeutender Einzelheiten zuwende". Hier ein verzeichnt dessen, waS der hygienisch lebende Mensch nach der Ueberzeugung Sawyer! zu thun und zu beachten hat: 1) Er soll acht Stunden schlafen. 2) Dabei auf der rechten Seite liegen. 3) Dal Fenster de! Schlafzimmer! die ganze Rächt offen haben. 4) Eine Strohmatte an die Schlafzimmerthür legen. 5) Da! Bett darf die Maner nicht berühren. 6) Er darf nicht in die kalte Wanne steigen, sondern muß ein Bad von der Temperatur del Körper! nehmen. 7) vor dem Frühstück Körperbewegung machen. 8) Wenig Fleisch essen und daraus achten, daß el gut gekocht ist. 9) Keine Milch trinken. 10) viel Feet essen, um diejenigen Zellen zu nähren, die kranke Keime ausftoßeu 11) Berauschende Gelränke vermeiden, die jene Zellen zerstören. 12) Tägliche Uebungen in freier Lust machen. 13) Keine Thlere io seinen Wohnzimmern dulden, die die Krankheitskeime vermehren könnten. 14) Wenn möglich ans dem Lande leben. 15) Auf die drei Droge: Trinkwasser, Feuchtigkeit, Abzugscanal achten. 16) Sich Abwechselung in der Arbeit verschaffen. 17) Häufige und kurze Ferien nehmen. 18) Seinen Ehrgeiz beschränken und 19) Sein Temperament zügeln. Wenn alle diese Regeln erfüllt werden, sieht Sir James Sawyer nicht ein, warum der betreffende Mensch nicht hundert Jahre alt werden sollte. Er lenkte zugleich die Auf- merkiamkeit seiner Hörer auf einen interessanten Punkt der LebenSstatistik. Die TodeSquote habe fich während der letzten beidru Jahrhunderte außerordentlich verringert- aber nur die Fälle blS zum fünfunddreißigsten Lebensjahre haben abge- oommen. Diejenigen nun, die diese! Lebensalter überschritten hätten, besäßen nicht dieselbe Chance für das Wetterleben, a s d.e Mens en vor zweihundert Jahren. Die Meinung gehe dahin, daß die Schwächlinge unter der Jugend jetzt weniger schnell dahinstürbev, als in früherer Zeit. Wal aber die Fünfunddre«ßigjährigen betrifft, so hätten unsere Urgroßväter den vortheil, in einer Zeit zu leben, wo e! keine Telephons und Telegraphen, feine Eisenbahnen, keine Cours blätter und keine Zeiturgen gab. El ist in Hinblick auf die Zukunft schon häufig angenommen worden, daß sanitäre Verbesserungen ein Geschlecht langlebiger M u chen heranziehen können. Aber w r haben noch keinen Beweis dafür, oder wenigsten! noch keinen abschließenden Beweil, und vielleicht werden wir diesen erst erlangen, wenn — wir Alle gelernt haben, ober in der Sage sein werden, uns den Vorschriften Sir James SawherS anzupassen. * Ans dem Familienleben eines österreichischen Abgeord- neten. Madame: „Warum weint denn der Bubi fortwährend?" Zimmermädchen: „Er sucht seine Trompete, seine Trommel, seine Mundharmonika, seine Pfeife — und ich suche die Feuerzange, den Trichter, das Reibeisen, den Teppichklopfer, die Gurtenspritze, die Closttbürste . . ." Madame (vorwurfsvoll): „Aber Kathi, Sie wessen doch, daß me n Mann heute Sitzung hat und die Sachen braucht I" • Aus derZnstructionsstnnde. Unteroffizier: „Und nun denkt immer daran, daß Ihr in jeder Kleinigkeit proper auszutreten habt, denn jeder von Euch ist ein Theil des ganzen HeereSwescns. Putschte, was habe ich gesagt? — Putschte: „Daß jeder von uns ein hehre! Wesen il." Cifcratur unb Aunft. — «m Sterbelager de» Aahrhanderts. Blicke eine! freien Denker! aus der Zeit in die Zett. Von Piofeffor Dr. Ludwig Büchner. Verfasser von »Kraft und Stoff ic. 8°, 24 Bozen in hocheleganter Ausstattung mit Bildniß und Facstmile des Verfassers. Brachtet 5 Mk., in elegantem Letnenband 6 Mk. Vertag von Emil Roth in Gießen. DaS ist ein interessante! Werk! würde Jeder urtheilen, dem Gelegenheit geboten wäre, eins oder da! andere von den darin auSgesührten 14 Eaptteln zu lesen. Schon ein Einblick in das JnhaltSoerzeichntß belehrt uns, daß der berühmte Versaffer bei seiner Rückschau auf datz sterbende Jahrhundert seinen krttifchen Brick auf alle die Gebiete gerichiet hat, von welchen daS geistige Leben der Völker zu jeder Zeit, in der Gegenwart aber ganz besonders lebhaft bewegt wird. Es sind die! die Religion, die Politik, die Wissenschaft, die Philosophie, die Literatur Aber auch diejenigen geistigen und moralischen Factorm, welche erst im 19 Jahr- hundert mehr und mehr in die Erscheinung getreten sind und nicht minder die geistige Entwickelung eine! Volkes mehr oder weniger beeinflussen, al«: SocialtSmuS, die Frauenfrage, der Materialismus, Spttttitmus, die Judenfrage u. a., haben darin eine auf Wissenschaftlichkeit gegründete Untersuchung unb Beleuchtung erfahren. ES ist nicht möglich, einem Werke, wie bem vorliegenden, t» feiet» reichen Gedankengängen und seinen scharfsinnigen Schlußfolgerungen auf dem Ingen Raume eine! ZettungsblotteS bei Beurlheilung gerecht zu werden oder auch nur annähernd den Eindruck zu schildern, den Büchner! .Blicke eine! freien Denkers au! der Zett in die Zeit' bei allen vorwärts strebenden Geistern hervorrufm wird. Wer bereits en ein von beengenden Lornrtheilen befreite! Denken gewohnt ist, wird an dem Buche seine Freude finden, und wer ben Muth in sich fühlt, den Schrttten eine! freien Denker! zu folgen, dem wird, wenn er da! Werk bis zu Ende gelesen, so mancherlei Dunkele!, das vor seinem geistigen Auge schwebte, wie Nebel vor der Sonne verschwinden Die einzelnen Abschnitte sind alle gleich interessant, mögen sie die Religion oder die Politik, die Philosophie oder den Materialismus, die Frauen- oder die Judenfrage behandeln: immer begegnen wir einem klaren unb freien Denker, der seine Urtheile nicht den Anschauungsweisen verschiedener Gesellschafts- schichtm angepaßt hat, sondern nur allein und ausschließlich den auf Vernunft und Wissenschaft beruhenden Ergebnissen aefolgt ist, mögen diese auch für Manchen noch so unbequem fein. Wir wünschen dem Werke, das fich auch In seiner Ausstattung hochfein präfentttt und fich zu einem ausgewLhlten Weihnachtsgeschenk eignet, daß e! eine» wett ausgedehnten Leserkreis finden möge. Der Prei! ist tm Ver- HLltntß zur Leistung ein Überaus billiger. ilttiverfitäts»Nachrichten. — Jena. Dr. Wilhelm Sleglin, Eusto! en der Universi lütSbibliothek in Leipzig, ist «18 außerordentlicher Professor an die Universität Jena berufen worden. — Der bisherige ordniliche Professor an der Universität Rostock, Dr. Stieda, ist zum otbentlidjcn Professor in der philosophischen Facultät der Universität G r e tf S w a Id ernannt worden. MssM- cm» ben bts (Mcb. Bafgtloti. November: 29. Peter Kuhn, Fabrikarbeiter von Marburg, mit H nrtelte Katharine Heldmann von Wetter. 30 Ludwig Seip, Eifenbahnb emfer zu Mainz, mit Katharine Schneider daselbst. December: 2. Wilhelm Konrad Preis, HtlfSheizer zu Gießen, mit Katharine Scheid zu Heuchelheim. November: 27. Bruno Hoheisel, Gerber dahier, mit Ottilie Johanna Lorenz von Striegau. 27. Franz Theodor Backhaus, Hoboist dahier, mit Friederike Johanneite Simon hierselbst. 30. Balthasar Erb, Arbeiter dahier mit Lina Kraft hierselbst. Btlonit*. November: 21. Dem OmnibuSkutscher August Velke eine Tochter. 21. Dem StationSgehilfen Heinrich Sonntag ein Sohn, Heinrich. 22. Dem Kaufmann Wilhelm Schomber eine Tochter, Marte. 23. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Reh eine Tochter, Margarethe. 25. Dem Gastwirth Christian Rfegelmann eine Tochter. 25. Dem Polsterer unb Tapezier Ludwig Offenbacher eine Tochter. 26. Dem Schuhmachermeister Jacob Gerhard ein Sohn, Heinrich Hans. 28. Dem Bäckermeister Georg Forbach ein Sohn. 28. Dem Briefträger Peter Ganß ein Sohn, Georg. Beflorteiit Novembor: 28. Ein Kind männllchm Geschlechts, 8 Tage alt, Sohn von Schutzmann Martin Erb dahier. 29 Eltfabethe Sittner, 32 Jahre alt, Haushälterin von Merkenfrttz. 30. Christoph Wilhelm Löwer, 7 Monate alt, Sohn von Weißbinder und Lacktrer Karl Löwer dahier. 30 Katharine Hüfner, geb. Reck, 65 Jahre alt, Wittwe von Lehrer Jacob Hüfner von Rodheim o. d. H. 30. Katharine Elifabetbr Jung, geb. Lenz, 76 Jahre alt, Wittwe von Philipp Jung VI. von Klein-Linden. 30. Luife Damm, geb. Weitz-l, 49 Jahre alt, Ehefrau von Gendarm Heinrich Damm zu RudloS, KreiS Lauterbach. December: 1. Ludwig Loy, 54 Jahre alt, von Weißenburg a. Sand, Condttor zu St. Petersburg. 1. Jean Schudt, 71 Jahre ah, Rentner dahier. 1. Margarethe Lolh, geb. Kauß, 44 Jahre alt. Ehefrau von Wirth Karl Loih dahier. 1. Karl Krombach, 48'/, Jahre alt, Steinhauer von Oberdresselndorf. 2. Ida Karoltne Wilhelmine Hüffell. geb. Weber, 64 Jahre alt, Wittwe von Pfarrer Hermann Hüffcll dahier. 2. Katharine Luife Luh, 7 Monate alt, Tochter von Bahnarbeiter Ludwig Lud dahier. 2 Amalie Friederike Phttippine Karoltne Elite Schttdköler, geb. Etaudtnger, 84 J«hre alt, Wittwe von Großh. Districtsttnnehmer Rendant Ludwig Schildköter dahier. 2. Katharine Flett, geb. Schäfer, 81 Jahre alt, Wittwe von Schuhmacher Philipp Flett dahier. Auszug aus den 2(ird>cnbäcbern der Stadt Siebe». Lvaug elifche Gemeinde. Mmaete. x JohanneSgemetnde. Den 30. November. Balthasar Erb, Arbeiter zu Gießen, unb Lina Kraft, Tochter des verstorbenen Landwtrth! Heinrich Straft ▼. zu Altenhaln. Militärgemeinde. Den 27. November. Franz Theodor Backhaus, Hoboist, unb Friederike Johannette Simon, Tochter bei verstorbenen Schuhmacher! Friedrich Simon. Matthäusgemeinde. Den 28. November. Dem Glafermetster Balthafer Bterau eine Tochter, Karoltne, geboren den 9. November. Markulgemeinde. Dm 28. November. Dem Wagner metfter Karl Lindenstruth eine Tochter, Lina Luife, geboren den 17. October. Denselben. Dem Taglöhner Ludwig Schmidt XII. eine Tochter, Marie, geborm ben 25. September. Denselben Dem Glafermetster Adolf Deutscher ein Soho, Adolf Theodor August, geboren den 4. October. Denselben. Dem Arbeiter Philipp Reuschltng ein Sohn, Albert Ludwig, geboren den 15. August. Lukalgemeinde. Dm 27. November. Dem Bauassessor August Becker eine Tochter, Adeline Marie Emma Katharine Ida, geboren ben 27. September. Mtliiärgemeinde. Den 30. Nsvember. Dem Hoboist Gustav Adolf Schwarz eine Tochter, Friederike Emilie, geboren dm 28. September. VaooVigU. Matth Sulgemeindc. Dm 2. December Katharine Hüfner, geb. Reck, Wittwe bei Lehrer! Jacob Hüfner, 65 Jahre alt, starb dm 30. November. JohanneSgemettide. Dm 28. November. Wilhelmine Pfeiffer, geb. Damm, Ehefron des Streckenarbeiter! Ludwig Pfeiffer, 27 Jahre all, starb den 25. November. Den 3. December. Margarethe Loth, geb. Paul, Ehefrau des Wirth! Earl Loth, 44 Jahre alt, starb ben 1. December. Auswärtige aus den Kliniken. Dm 1. December. Elise Sittner, lebig, au! Merkenfrttz, alt 32 Jahre, starb dm 29. November. Seltersweg. Ernst Bloedner Seltersweg. Empfehle für Weihnachten mein reichhaltiges Lager in: Teppichen, Tischdecken, Vorhängen, Reisedecken, Bettcoltern, Angorafellen und Bettvorlagen. Abgepasste Linoleum-Teppiche in allen Grössen. 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