'lu v. • ielPlätzen. • Ue dämlich. ! ®reau8derBrauerei T Per Olas 10 pfg ▼ Iteae Weine. G 5520 T Umgebung. ihiih Rse&Ritk) MtalR ».Bandagen, iflege. rt KeimGM, 'tt K. 6930 rßer Anlegung. f Ltahlwaaren. 1 Motorbetrieb. ährmittei. ittermilch. handlangen. - .diene, ganz vor- Indern. Kranke. 1897. Silbenrvtt \W» er Miecha von Amtenb. DbL 8150 104.30 22.60 9635 1887 36.10 10130 10225 l£)6L 101- jrt and KirtHwrU w*»,|V ;ht otw IW' . Sl ,wahl- .... 324 M Nr. 181 Erstes Blatt Donnerstag de« 5. August L8ÄF Der WUjencr Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener IlamikienStätter werden dem Anzeiger .Wächentlick dreimal beigelegl. Gießener Anzeig er Kmeral-Anzeiger. Vierteljähriger Avonoemeatspreisr 2 Mark 20 Pfg. weit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: -chntsiraße Ar.7. Fernsprecher 5^ 2lnrts- und Zluzergeblutt für den Kreis Gieren. Gratisbeilage: chießener Aamitienbtätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 llbr. Jnnerpolitisches. Niemand ?ann leugnen, daß wir in einer sehr nervösen Zeit leben; es har st cd unserer eine Unruhe bemächtigt, welche wir früher gar nickt kannten. Ueberall werden besondere Er- eignisie gewittert, waS am Besten daraus hervorgeht, daß bei Besprechungen des Kaisers mit den verantwortlichen Ministern immer gleich Meldungen über den vermuthlichen Inhalt der Berathungen verbreitet werden. Weilt der Kaiser in der Reichshauptstadt oder in seiner Sommerrefidenz Potsdam, so entziehen sich vielfach diese Conferenzen der Kenntniß der Oeffentlichkeit, wenn sie nicht gerade durch den amtlichen Hofbericht publicirt werden- ist aber der Monarch auf Reisen, so werden die Minister anscheinend — nach Tausch'schem Recrpte — mit einem Ring umgeben, und wenn sie diesen überschritten haben, so kann man sicher sein, daß am anderen Tage fett gedruckt in den Blättern zu lesen ist: „Der Minister N. hat fick nach L begeben, um dem Kaiser Vor- trag zu halten." Ebenso zuverläfiig darf man erwarten, daß am darauf folgenden Tage die Mutheilung fich vorfindet: „Wie wir auS zuverlässiger Quelle erfahren, hat es sich bei der Besprechung des Kaisers mit dem Minister N. um dieses oder jenes gehandelt." Daran knüpfen fich gewöhnlich einige Tage lang tieffinnige Betrachtungen, bis in mehr oder weniger officteller Weise zu erkennen gegeben wird, daß „alle an die Anwesenheit jenes Ministers beim Kaiser geknüpften Mittheilungen auf Combination beruhen." Dieser Vorgang wiederholt fich so oft, daß man den jedesmaligen Verlauf mit ziemlicher Gewißheit Vorhersagen kann. Und der Grund hierfür? Statt ruhig die Ereignisse abzuwarten, möchte man denselben weit vorauSeilen. Nicht verkannt darf werden, daß eine gewisic Ursache für die Nervosität vorhanden ist — nicht auf dem Gebiete der äußeren Politik, die ja so klar vorgezeichnet ist, daß ein Abschwenken kaum möglich erscheint, sondern auf innerpolitischem Terrain. Hier ist ja selbst durch den Ruf deS Herrn v. Miquel nach einer Sammlung die Klärung noch nicht erfolgt. Und wenn man glaubt, daß nach der Rückkehr des Kaisers von der Nordlandsceise wichtige Entscheidungen fallen würden, so hat man sich gründlich getäuscht. Die durch die Verwerfung der Vereinsgesetzvorlage geschaffene Situation sollte den Gegenstand deS Vortrages gebildet haben, den die Herren v. Miquel und v. d. Recke dem Kaiser in Kiel hielten. ES ist ja nicht unmöglich, daß auch dieser Gegenstand berührt worden ist, aber daß nun gleich Maßnahmen beschloflen sein sollten, welche die Regierung in ihrer künftigen Stellung zu dieser Frage festlegen, glauben wir nicht. ES darf sogar angenommen werden, daß die maßgebenden Kreise sich in dieser Angelegenheit große Mäßigung auferlegen werden, da man sehr gut mit dem bestehenden VeremSgesetz auskommen kann und da nach Schluß der nächsten ParlamentSseffion die Neuwahlen vor der Thür stehen, für welche seitens der Oppositionsparteien ein Versuch, das Vereins- und Versammlungsrecht weiter einzusckränken, als Parole benutzt werden würde. Für die nächsten Wochen dürfte eine gewisse Ruhe auf dem Gebiete der inneren Politik eintreten, was dadurch am Besten illustrirt wird, daß Herr v. Miquel seine unterbrochene Kur in Wiesbaden wieder aufnimmt und Stärkung sucht für die kommende Campagne, die fich jedenfalls sehr heiß gestalten wird. Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist auf der Fahrt nach Rußland begriffen, ebenso sein AdlatuS vom Auswärtigen Amte, und die übrigen Minister hqben die langersehnte Erholung angetreten. Erst wenn der Kaiser auS Rußland zurückgekehrt ist, wird das politische Leben wieder etwas reger werden, und dann muß es fich ja auch bald zeigen, ob die Ruhebedürftigkeit deS Fürsten Hohenlohe so groß ist, daß er dem „kommenden Mann" Platz macht. Eigentlich wäre hicfür Herr v. M quel eine ganz geeignete Persönlichkeit, da er fich in keiner Weise engagrrt hat, selbst nicht durch seine Pro- grammrede in der letzten Abgeordnetenhaussitzung, wo er als Ziel seines Strebens bezeichnete, „Jedem zu geben, was er- reichbar ist." Aber Niemand kann heute sagen, wie sich die Verhältnisse gestalten werden, und deshalb ist die Mahnung, mit weniger Nervosität den Verlauf der Dinge abzuwarten, wohl angebracht. An Kämpfen wird es im nächsten Winter 7° wie so nicht mangeln, und Derjenige, welcher dann an der Spitze unserer Regierung steht, wird eine sehr schwere Aufgabe vor sich haben. (xx) Wolffs telegraphisches Correspondaiz-Bureau. Berlin, 3. August. Dem „Reichsanzeiger" zufolge hörte -der Kaiser heute Vormittag außer dem Vortrag deS Kriegsministers auch den Vortrag deS Chefs des Civilcabinets v. LucanuS. Berlin, 3. August. Reichskanzler Fürst Hohenlohe reiste um 10 Uhr 55 Min. nach Petersburg. Rattbor, 3. August. Die „Oberschi. Ztg." meldet: Die Oder steigt rapide, seit gestern um 1,10Meter. Auch auS Oesterreich kommen Nachrichten von größerem Steigen, da gestern und heute Gewitter mit großen Niederschlägen stattgefunden haben. Tilsit, 3. August. Die „Tilsiter Nachr." melden : Infolge Hochwassers wurde die über die Memel führende auf Pontons ruhende Schiffbrücke, sowie drei Badehäuser von den auS Rußland heruntertreibenden Holzflöffen fortgeriffen. Menschen find nicht verunglückt- mehrere in den Badeanstalten befindliche Personen konnten sich durch Schwimmen retten. Biele Holzflöffe sind zerstört. Der Schaden ist sehr bedeutend. Dresden, 3. August. Der König und die Königin von Sacks en haben zum Besten der durch das Hochwaffer Geschädigten 20,000 Mk. gespendet. Dresden, 3. August. Amtlich wird bekannt gemacht: Der Gesammtverkehr auf den Linien Alt-Chemnitz—Stollberg, Wolkenstein—Jöhstadt, Wielischthal—Ehrenfriedersdorf und Hetzdorf—Eppendorf ist wieder ausgenommen. Auf den Linien Annaberg—Flöha, Nossen—Bienenmühle, Dresden—Bodenbach, Reitzenhain—Flöha, Zittau—Reichenberg und Klingenberg—Colmnitz—Chemnitz zwischen Falkenau und Flöha wird der Personenverkehr durch Umsteigen aufrecht erhalten. Prag, 3. August. Aus Bodenbach, Leitmeritz, Zwickau, Turnau, Budweis und anderen Orten werden wiederum bedeutende Ueberschwemmungen gemeldet, welche zahlreiche HauSeinftürze, Drmmbrüche und Eisenbahnverkehrsstörungen zur Folge hatten. Auch mehrere Personen find dabei umgekommen. Am Bodenbacher Landungsplätze find die mit großen Kosten aufgeführten Quaianlagen eiogestllrzt. AuS Linz meldet man, daß die oberösterreichischen Flüsse im Fallen begriffen sind. Der Bahuverkehr ist zum Theil wieder ausgenommen. Die Versorgung JschlS mit Lebensrnitteln ist im Gange. Lyon, 3. August. Präsident Faure ist von Orange kommend auf seiner Fahrt nach Grenoble hier eingetroffen. Der Präsident wurde unterwegs von der Bevölkerung überall freudig begrüßt. Christiania, 3. August. Das Storthing hob in sriner heutigen Sitzung den bisherigen Roggenzoll auf und nahm folgende neue Zollsätze an: Pferde 50 Kronen per Stück, Hornvieh 5 Oere per Kilo Lebendgewicht, Schafe 2 Kronen per Stück, Schweine 11 Oere per Kilo, Margarine 4 Oere per Kilo. Die neuen Zollsätze treten mit dem 5. ds. Mts. in Kraft. Petersburg, 3. August. Zur Begrüßung des deutschen Kaiserpaares treffen Abordnungen der deutschen Colonien in Riga, Revas< Moskau, Warschau und Odeffa hier ein. Konstantinopel, 3. August. (HavaS.) Eine türkische Flottendivision hat Befehl zur Abfahrt nach Canea erhalten. _____________ Depeschen deS Bureau .Herold.' Berlin, 3. August. Reichskanzler Fürst Hohenlohe begibt fich nach seinem Eintreffen Hierselbst zunächst zum Kaiser nach Kiel. Berlin, 3. August. Heute haben hier Besprechungen zwischen hervorragenden Persönlichkeiten der Stadtverwaltung und anderen hervorragenden Personen fiattgefunden, deren Ergebuiß ist, daß in Berlin ein Central-Comite gebildet wird, welches eine HilfSaction für alle von der WasferS- noth betroffenen Theile Deutschlands einleitet und sodann weitersühren soll. Der Sitz deS Central ComitvS wird Berlin fein und hierher sollen alle in anderen Städten gesammelten Mittel gesandt werden und an die Bedürftigen vtriheilt werden. DaS für Württemberg bereits bestehende Comits wird aufgefordert werden, fich dem Central-Comitö anzuschlirßen. Ein Aufruf des Central-ComiisS wird in den nächsten Tagen erscheinen. Herzog Ernst Günther zu Schleswig- Holstein spendete als Erster 500 Mk. Köln, 3. August. Die „Köln. Ztg." berichtet aus Konstantinopel, man befürchte bei der Räumungsfrage Schwierigkeiten der Türken, die Thessalien bis zur Pensuslinie räumen sollen, aber Volo besetzt halten wollen, wo die Zölle gute Einnahmen gewähren. Auch die Capitu- lationSfrage sei noch nicht definitiv gelöst. DuiSburg, 3. August. Der Duisburger Maler L e i p o 1 d, der fick auf einer Studienreise auf dem weißen Meere befindet, telegraphirte aus Archangel einem hiefigen Freunde, Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. daß Andree bei dem 69. Grade nördlicher Breite und 35. Grade westlicher Länge verunglückt sei. Kiel, 3. August. Der Kaiser nahm heute Vormittag 9 Uhr die Borträge deS KciegSmiuisterS v. Goßler und des Chefs des MilitärcabinetS General v. Hahnke entgegen. Die Abreise de» Kaisers auf der „Hohenzollern" nach Kronstadt erfolgt Mittwoch Abend. Kiel, 3. August. Der Stapellauf des im Bau befindlichen deutschen Panzers Kreuzer Ersatz Leipzig auf der hiefigen kaiserlichen Werft findet, wie nunmehr anläßlich der Anwefenheit des Kaiserpaares festgesetzt worden ist, Ende August statt. Sowohl der Kaiser wie die Kaiserin haben ihr Erscheinen zu der Feier zugesagt. Guben, 3. August. Der durch das Hock wasser au- gerichtete Schaden ist sehr groß. Auch viele Menschenleben find zu beklagen. Bei der Schützrninsel wurde eine Kinde»- leiche angeschwemmt. Ferner wurden dort zwei Knaben- leicheu mit Tornistern aufgestscht- ebenso au der Eisenbahnbrücke mehrere Leichen. Dresden, 3. August. Im Plauen'schen Grunde ist der Carola-Schacht völlig ersoffen- auch der Betrieb der Freiberger Erzgruben mußte eingestellt werden. Neuerdings ist wieder Regenwetter eingetreten. — Aus Hirsch - berg wird gemeldet, daß in Anwesenheit von Vertretern de- Ministeriums und des Oberpräsidenten eine Conferenz mit den Landräthen der am meisten geschädigten Kreise Nieder- schlesienS ftattgefunden hat, um über die Maßregeln zur Linderung der Roth der Ueberschwernrnten zu berathen. Wien, 3. August. Die große Eisenbahnbrücke der Südbahn bei Baden ist heute eingestürzt. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen aufrechterhalten. Wien, 3. August. Die auS Athen hierher gelangten Meldungen verfichern, der König von Griechenland habe geäußert, er würde eher zurücktreten, als eine internationale Finanzcontrole annehmen. Man erblickt darin aber nur den Versuch einer Beeinflussung der Großmächte, der aber keinen Erfolg haben dürfte. Triest, 3. August. AIS Protest-Kundgebung gegen die Verhaftung des hiefigen Arbeiterführers Cambert find gestern plötzlich etwa 10,000 Arbeiter aller Handwerke und vieler Fabriken in den Ausstand eingetreten. Es kam zu ernsten Zusammenstößen zwischen den Ausständigen und Ar- be tern deS Lloyd Arsenals. DaS zur Unterstützuung der Polizei herbeigerufene Militär vertrieb die Ruhestörer. Später mußte, da fich die Unruhen wiederholten, abermals Militär auSrücken. Viele Verhaftungen wurden vorgenommen. ES werden weitere Unruhen befürchtet. Die Stimmung ist äußerst erregt. Bern, 3. August. Zu dem hier tagenden internationalen Arbeiterschutz -Congreß find bis jetzt 154 Meldungen eingelaufen, darunter aus Oesterreich 13, aus Deutschland 27. Unter letzteren befindet fich Dr. Bödicker, Bebel, Liebknecht, Grillenberger, Sonnemann und Wagner aus Berlin. Brüssel, 3. August. Die Föderation Boraine hat be- schloffen, den Bergarbeitern der Bergwerke von Mons die Wiederaufnahme der Arbeit anheimzustellen, womit der Ausstand beendet ist. Lyon, 3. August. Der Gemeinderath hat mit 26 gegen 16 Stimmen beschlossen, das Carnot-Denkmal in der Nähe der Stelle zu errichten, wo Carnot ermordet wurde. Valence, 3. August. AIS gestern Abend Präsident Faure mit Gefolge in Roquemaure ans Land ging, um per Wagen nach Orange zu fahren, kam ein heftiger Platzregen, wodurch Alles in Unordnung gerieth. Im Theater wurde Faure auSgepfiffen und die Zuschauer warfen die Sitzkiffen nach der Mitte des Saales hin. Heute reist Faure nach Grenoble ab. Madrid, 3. August. Gestern Abend kam es in ben Vorstädten zu bedenklichen Unruhen, nachdem die Behörden die Reclamation der Einwohner wegen der Zehrsteuer abgelehnt hatten. AIS die Menge an die Plünderung der Magazine ging, griff die GenSdarmrrie ein und nahm zahlreiche Verhaftungen vor. Petersburg, 3. August. Von dem bevorstehenden Besuch des deutschen Kaisers verspricht fick fast die gelammte Presse einen raschen Abschluß deS griechisch-türkischen Krieges. ES werde, so führen die Blätter auS, dem Zaren gelingen, den deutschen Kaiser dahin zu bringen, daß die Friedensverhandlungen in.einer für Griechenland vortheilhaften Art ihrem endgültigen und raschen Abschluß zugeführt werden. Dann sollte sofort an die Lösung der kretensischen Frage geschritten werden. Volksversammlung wurde beschlossen, den König zu den die Heiterkeit Vollzieher allerhand baut von erwartete au» und energischem Widerstand gegen die Finaoz-Sontrole aufzufordern, eventuell den Krieg bis zum Aeußersten fortzuführe n. __________ Berlin, 4. August. Da» Katserpoar trifft, wie auS Cassel gemeldet wird, am 14. August in WtlhelmShöhe ein und gedenkt dort bi» zum 2. September zu refidtren. Berlin, 4. August. Für die Ueberlchwemmten gedenken auch die städtischen Behörden in thatkräftiger Weise etnzutreren uud eine größere UuterstützungSsumme zu bewilligen. Der Schlesische Bankverein in BreSlau überwies 6000 Mk. an deu Vaterländischen Fraueuverein für die Ueberschwemmteu bet Netffe. * Heber das Verhältniß der eriminalpolizei zur Presse äußert sich der Vertreter des Dresdener Polizeipräsidiums, RegierungSrath Höttig, in seinem kürzlich erschienenen BerwaltungSbericht der Polizetdtrection in solgender beachteoSwerther We.se: „Die Preffe ist und bleibt die ge- eignetste, schnellste und beste Vermittlerin zwischen Behörde und Publikum. Auf die Pflege guter Beziehungen zur Preffe wird daher eine umsichtige Lriminalpolizei jeder Zeit mit. ihr Augenmerk richten wüffen. Nicht als ob eS bei j'dem Crimiualfalle nun die erste Pflicht der Erimioalpolizrt wäre, vermittelst der Preffe sofort die Hilfe der Okffentlichkeit zu erbitten, aber von der Preffe wird el jedenfalls abhäogrn, ob da» Publikum über den einzelnen Sriminalfall in der für mann, Theodor Meynberg, eine entsprechende Aviskarre auf der Brust befestigt. Der Kleine ist körperlich gut entwickelt und intelligent, besitzt jedoch gar keine Schulkenntniffe, da er nie eine Schule besucht hat. Er kommt zu einem kinder- fand die BerappungSsceae statt. Der Gericht»- ging von Tisch zu Tisch und kassirte ein, während scherzhafte Aeußeruvgen fielen. Am wenigsten er» der Sache waren die Kellner, denn durch da» un- Juli 1897 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 32 Mann. Dieselben verthellen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 3; Königreich Preußen: Regierungsbezirk 1 Kassel 7, Regierungsbezirk Wiesbaden 3; Provinz Rheinlande 5, Provinz Sachsen 2, Provinz Hannover 1, Provinz Brandenburg 1, Provinz Berlin 1; Königreich Bayern 1, Großherzogthum Baden 2; thüringische Staaten 2; Freie Stadt Hamburg 1, Reichslande 1/ Ausland: Oesterreich 1, Rußland 1. Hiervon waren: Arbeiter 11, Anstreicher 2, Böttcher 2, Former 1, Gärtner 2, Kaufleute 2, Kellner 2, Klempner 1, Küfer 1, Kupferschmiede 1, Oeconom 1, Lederarbeiter 1, Maschinenzeichner 1, Schmiede 1, Schuh macher 1, Schneider 1. Gearbeitet wurde an 1112 Tagm. Verpflegt wurde an 1241 Tagen. Im Monat Juli 1897 wurden entlasten 23 Mann, und zwar in Arbeit durch die Colonie 2, auf eigenen Wunsch 11, wegen Arbeitsscheu 3, wegen Arbeitsunfähigkeit 2. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 3277, dagegen abgegangen im Ganzen 3245 Mann, bleibt Bestand am 31. Juli 1897: 32 Mann. Beerfelden, 2. August. Eine heitere Illustration unfreiwilliger Selbftetns chätzung der Einkommen- steuer dürfte solgender Vorfall abgeben: Bet einer kürzlich am hiesigen Schöffengerichte abgehaltenen Sitzung waren zwei Arbeiter aus Gammelsbach als Zeugen geladen. Bei Erhebung der Zeugengebühr wiesen sie die angebotene Summe als zu niedrig zurück und bemerkten, daß ihr regelmäßiger Tagesdienst durchschnittlich 4 Mk. betrage. Da diese Angabe unglaubwürdig erschien, dieselbe aber durch eine Be- scheintgung des Arbeitgebers bestätigt wurde, so folgte man den entsprechenden Betrag als Zrugengebühr aus. Was machten aber die betdeu Leutchen für sauere Gesichter, als nach wenigen Wochen ein Nachtragssteuerzettel angerückt kam, der bekannt gab, daß die Arbeiter, welche seither tu der niedrigsten Klaffe der Einkommensteuer eingeschätzt waren, um zwei Klaffen gestiegen sind. Die Differenz zwischen dem früheren und jetzigen Steuerziel beträgt in Folge besten Mk. 1.20, das sind in einem Jahre Mk. 7.20. Eine Reklamation gegen dt.se Einschätzung dürften die Beiden wohl nicht vornehmen wollen, denn die durch Vorspiegelung falscher Thalsachen erlangte Zeugengebühr ist dem Betrugsparagraphen des Reichsstrafgesetzes unterworfen. (Stb. Pr.) Mainz, 1. August. Am Freitag Abend kam aus dem Bahnhofe in Kastel ein lljährtger Knabe aus Porte Alegre in Brasilien an, welcher die 28lägige Seereise nach Hamburg und die Fahrt von dort nach hier ganz allein und, nur aus die Menschenliebe seiner Mitreisenden angewiesen, ausgeführt hatte. Dem Kinde, bas vor ca. 8 Jahren mit seinen vermögenden Eltern und drei Geschwistern von Hamburg auSgewandert war, hatte der Tod im fremden Lande alle Angehörigen entrissen und auch sein Vermögen war auf ein Minimum zusammengeschmolzen, so daß eS Arbeit in einer großen Spinnerei suchen mußte und auch fand. Ein Bruder seiner verstorbenen Mutter, welcher hier als wohlsituirter Kauf- mann lebt, hatte, nachdem er den Tod seiner Schwester er- fahren, den Knaben ausfindig gemacht und reclamirt. In Porte Alegre hatte ihm der St. Raphael-Verein zum Schutze deutscher Auswanderer und in Hamburg deren Vertrauens- Mucke, 3. August. Alsbald nachdem der Nachmittags nach Gleßen gehende Gülerzug die hiesige Station verlassen, gerieth auf dem Acker des Joh. Becker IV. zu Flensungen ein Ko roh aus en in Brand, so daß die Bermuthuog nahe liegt, derselbe sei durch aus der Locomottve herrührende Funken entzündet worden. Die Gefahr, daß die Ernre des ganzen Acker» vernichtet wurde, wurde glücklicherweise da- durch abgewendet, daß der Brand alsbald wahrgeuommeu und da» Feuer im Entstehen gelöscht wurde. —r. Büdiageu, 3. August. Da» Concert, welche» der evangelische Kirchengesangveretu zu Gießen am vergangenen Sonntag in hiesiger Stadtkirche gab, darf al» in jeder Hinsicht gelungen bezeichnet werden. Auch die hochgespanntesten Erwartungen wurden durch die Leistungen de» Vereins unter seinem tüchtigen Dirigenten, Herrn Lehrer Gör lach, bei Weitem übertroffen. Es waren wahre Perlen au» dem reichen Schatz alter und neuer Kirchenmusik, die hier mit einer Sicherheit uud Reinheit der Stimmen vorgetragen wurden, wie man solches nur bei einem Gesangverein findet, der über solch' vortreffliche Stimmen verfügt, wie der Gießener Kircheogesangveretn. Auch die beiden Solistinnen, Fräulein Cognot aus Hanau und Fräulein Krautze aus Gießen verdienen alle Anerkennung. Beide verfügen, eine jede in ihrer Art, über ganz vortreffliche Stimmen und trugen durch ihre herrlichen und tadellosen Sologesänge wesentlich mit zum schönen Verlauf des Concertes bei. Auch Herr Lehrer Trautmanu erwies sich als Meister auf der Orgel. Nach Beendigung de» Concertes, dessen Besuch ein j guter war, begaben sich die Gießener in Begleitung zahlreicher Freunde ins fürstliche Schloß, um hier die Sehens- Würdigkeiten zu besichtigen und von da auf den Wtldenstetn. Die Nachversammlung auf der Rosenhöhe verlief in sehr animtrter Weise und erfreute uns der Gesangverein hier nochmals durch Vortrag einiger Volkslieder. Nur zu rasch verflossen die schönen Stunden, die wir mit den Gießener Freunden verleben durften. Mit dem letzten Zuge kehrten die Gießener nach Hause zurück. Wir rufen ihnen einen I herzlichen Dank nach für den bereiteten Genuß. Auf baldiges Wiedersehen in Büdingen, der Perle Oberhessens. -6. Neu - Ulrichstein, 1. August. Monatsbericht I der Arbeiter - Colonie pro Juli 189 7. Ende 2. August mitgetheilr, daß dort die Glogauer Vorstadt, die Mallmitzer Chausseestraße und die Buschgasse mehrere Meter hoch unter Wasser gesetzt waren. Jetzt ist da» Wasser den inneren Theilen der Stadt zumeist zurückgetreten, der enorme Schaden fängt an zu Tage zu treten; in vcu äußeren Stadtthetlen aber wogt und braust eß noch wie aus wilder See. Von den städtischen Brücken dürfte nur die imposante Kaiser Friedrich.Brücke gänzlich unbeschädigt ge- blieben sein. Ein großer Theil der herrlichen Promenaden steht noch tief unter Wasser. • Düsseldorf, 2. August. Vier junge Leute versuchten gestern Nachmittag, mit einem Nachen über deu Rhein za setzen, um da» Neußer Wettrennen zu besuchen. Da sie des Fahrens nicht genügend kundig waren, collidirte der Nachen mit einem Schleppdampfer, schng um und alle vier Insassen ertranken. • Trier, 2. August. In schuldloser Weise ist ein dreijähriges Kind zur Mörderin seiner jungen Mutter geworden. Da» Kind vergnügte sich bei einem AuSfluge nach Schneidershof aus einer Schaukel. Die Mutter bemerkte plötzlich mit Schrecken, daß da» schaukelnde Kind ein Messer in der Hand hielt, und eilte rasch hinzu, um dem Kinde deu gefährlichen Gegenstand zu entreißen. Dabei wurde sie von der Schaukel und dem scharfen Messer so schwer getroffen, daß sie in der folgenden Nacht starb. • Der Gerichtsvollzieher dl Zählkellner. Unter dieser Spitzmarke wird der „Berl. VolkSztg." au» Posen geschrieben: In einem hiesigen Restaurant saßen an einem der letzten Abende eine Reihe Gäste, und außerdem tagte daselbst ein Verein. Plötzlich erschien ein Gerichtsvollzieher, bat um silentium und eine erwartungsvolle Stille trat ein. Mit lauter Stimme forderte der Gerichtsvollzieher sämmtliche Gäste auf, ihre Zeche nicht an die Kellner oder an den Wirth, sondern an ihn zu zahlen. Unter allgemeiner Erscheinen diese» ungewöhnlichen Zählkellners kamen sie in den meisten Fällen um ihre Trinkgelder. Nachdem der Herr Gerichtsvollzieher „Raffe gemacht", empfahl er sich. * Ein feuchtel Genrebild aus de» Militärleben. An I einem der heißen Tage sandte eine Berliner ® trauer ei I ein mit Flaschenbier beladenes Fuhrwerk nach Mittenwalde, I wo das Bier von dortigen Gastwirthen bestellt war. Daß I Fuhrwerk war bereit» einige Meilen von Berlin entfernt, I als es auf der Chaussee einer auf dem Marsche begriffenen I Jnfanterieabtheilung begegnete. Bald umdrängten die Leute den Bierwagen, dem ein Entkommen aus dieser Situation unmöglich war. Da sprengt der Commaudeur heran und befiehlt einem Unteroffizier und vier Mann, an dem Fuhrwerk Aufstellung zu nehmen und streng zu verhindern, daß Ge- tränk gefordert ober verabreicht wird. Al» die Abtheilung vorüber ist, schließt sich da» Commaudo an und der Bier- Wagen fährt weiter, dem Orte seiner Bestimmung entgegen. Allein kaum eine halbe Stunde später kommt eine Cavallerie- abtheilung desselben Weges/ ihr weit voran» sprengt der Rittmeister. „Kutscher, ist Ihr Bier sehr kalt?" — „Gerade zum Trinken, Herr Rittmeister!" — „Geben Sie mal ’ne ! Flasche her!" Der Offizier trinkt, fetzt die Flasche ab und ruft seinen langsam heranreitenden Leuten zu: „EScadron halt! Abgeseffen! Kutscher, geben Sie jedem Mann eine Flasche, aber jedem nur eine!" — Im nächsten Augenblick befand sich die leichte Reiterei im dichtesten Handgemenge und nahm die Bierbatterien mit stürmender Hand. Nach einigen Minuten wurde gerechnet. „Wieviel ist getrunken?" — „Elf Kasten, Herr Rittmeier." — „Na ja, also 330 Flaschen! Ich dachte mir's doch gleich, daß wieder Verschiedene nicht bi» Ein» zählen können!" Sprach'S, bezahlte dem Kutscher 33 Mark und ritt weiter. • BreSlau, 3. August. Fürchterlich gewüthet hat da» Unwetter, wie die „Schles. Ztg." meldet, aus der öfter reichischen Seite des RiefengebirgeS, am schlimmsten im Riesengrund, Dunkelthal und Niedermaschendorf/ eS wird hierüber folgendes mitgetheilt: Eine 700 Meter lange und 60 Meter breite Schuttmasse hat sechs Personen — keine Touristen — verschüttet. In einem andern Hause ertrank ein Kind in den Armen der Mutter, die, selbst bi» om Halse im Wasser stehend, erst im letzten Augenblick gerettet wurde. Die Leierfrau unter der Bergichmiede, sowie ein Mann kamen in den Fluthen, die im Riefengrunde abstürzten, um. In Groß Aupa ertrank eine Gemüsehändlerin/ in Nieder-Marschdorf werden, soweit bisher feftgefteüt ist, 17 Personen vermißt/ die Leichen wurden in Jungbuch gelandet. Man fürchtet, daß 70 biS 100 Menschen in den Fluthen ihren Tod gefunden haben. Zahlreiche Häuser deS AupathaleS find eingefiürzt, viele beschädigt. Im Dunkel- thal ist die Glasfabrik völlig zerstört, das Dix'fche Etablissement ist leidlich gut erhalten geblieben, da» Gerichtsgebäude, sowie das HauS be» Bürgermeister» nebst der Kasse mit Depositen und Waisengeldern im Werthe von 300 000 Fl. wurde fortgeschwemmt. — AuS Sprott au wird vom CocaUs nn6 Gießen, den 4. August. ** Der Kaiser in Gießen. Nach den Dispositionen, die für die bei Coblenz stattfilidende Parade de» 8. Armeecorps getroffen find, wird der Ratfer am 30. August Morgens in Gießen eintreffen. Die Abfahrt nach Coblenz wird Morgen» gegen 7 Uhr erfolgen. •• Gießener VolkSbad. Ueber den gegenwärtigen Stand de» Volks-Schwimmbades, welchem begreiflicher Weise au» allen Schichten der Bevölkerung das regste Interesse entgegengebracht wird, können wir heute berichten, daß die Bauarbeiten mit aller Energie gefördert werden, und bereits so weit gediehen find, daß Mitte September baß Erbgeschoß, welches bas eigentliche Schwimmbad, Badekabinen, Warte- raum, Kaffe 2C. umfaßt, im Rohbau vollendet fein wird. Eine weitere Zufuhrstratze nach der Baustelle ist von der Westanlage aus geschaffen worden, und diese Einfahrt, welche eine Ueberbrflrfung des SchoorgrabenS nöthig machte (währenb der Zugang zu letzterem burch einen an der Westanlage auß- mündenden Schacht gewahrt ist), gilt auch nach Fertigstellung des Baues als Eingang für Fuhrwerke, ist aber gleichzeitig al» zweiter Weg zum Schwimmbad zu betrachten, während der Haupteingang am Seltersweg ist. Die bereits früher schon in Erwägung gezogene gleichzeitige Herstellung von Dampfbädern rc., deren Mangel sich gewiß schon nach kurzer I Zett fühlbar machen wird, wußte vom Vorstand der Actien- gesellschaft von der Zeichnung weiteren Actiencapitalß seitens der Bürgerschaft abhängig gemacht werden. Es wäre zu wünschen, daß das zu den besten Hoffnungen berechtigende Unternehmen, welches mit allen practischen Einrichtungen versehen, in hygienischer Hinsicht von hervorragender Bedeutung I lein wird, an seiner Vollständigkeit nichts vermiffen ließe, und die Einwohnerschaft zur Zeichnung weiterer Actien ver- I anlassen möge. — Kurz vor Schluß der Redaction wird uns noch mitgetheilt, daß in Anwesenheit deS leitenden Architecten der Firma Stein & Meyer und des Vorsitzenden, Herrn Rechtsanwalt Dr. Fuhr, nunmehr die Grundsteinlegung diele» Etablissement» erfolgt ist. ES will dies indessen keineswegs sagen, daß jetzt erst mit dem Bau begonnen wird, die Arbeiten find vielmehr inzwischen schon bedeutend fortgeschritten, was nur mit Freuden begrüßt werden kann. *• Kriegervereiae bei der Kaiserparade. An der Kaiser- Parade bei Homburg v. d. H. nehmen die Kriegerkamerad- schüft „Haffia", der hessische Rrkgeroerbanb in Fulda, der Kriegerverband in Hessen und Waldeck, die KreiSkriegerver- bände 1 und 2 officiell Theil. Die Verbände fordern sämmt- I Uche ihnen unterstellte Vereine zum Entsenden von mindesten» einer Fahnensection auf. •• Ans dal Umsteigen in höhere Wagenklasten bezieht sich folgende Anordnung der preußischen Eisenbahn-Verwaltung: Im verflossenen Jahre siad während deS stärkeren Reise- Verkehrs wiederholt Fälle vorgekommen, in denen Reisende eigenmächtig wegen Uebersüllnng in einer höheren Wagen- klasse Plotz genommen haben, obwohl ihre Fahrkarten nur für eine niedere Wagenklasse lauteten. Die zeitweise Unterbringung von Reisenden in einer höheren Wagenklasse bei Platzmangel darf nur durch daß zuständige Eifenbahndienst- personal angeordnet werden. Reisende. welche hiergegen verstoßen, sind als solche, welche ohne gültige Fahrkarte betroffen werden, zu betrachten und nach § 21, Absatz 2 der Verkehrßordnung zu behandeln, d. h. sie müssen für die ganze zurückgelegte Strecke, mindesten» aber 6 Mk., nach- zahlen. Untersuchung von Nahrungsmitteln rc. Aus dem Be- richte der amtlichen chemischen Untersuchungßärnter des Lande» geht hervor, daß im abgelaufenen Jahre im Großherzogthum Hessen 7 944 Proben von Na hrun gS- und Genußmitteln, sowie Gebrauchsgegenständen untersucht und daß davon 582 Proben beanstandet worden find. Beanstandet wurden u. A.: 154 Proben von Milch, 134 von Essig, Gewürze und Specereiwaaren, 70 von Fleisch und Wurst- waaren, 44 von Kaffee, Cacao und Chocolade, 48 von Wein und Obstwein, 39 von Butter, Käse und 22 von Wasser. •• Wetterbericht. Ueber den britischen Inseln liegt heute der Kern eine» intensiven MoximumS, welche- den größten Theil Nordwest Europas bedeckt. Dagegen gehört der Süden und Osten des ContinentS noch einem ausgedehnten Depres- fionSgebiete an und sind besonders am Südfuße der Alpen noch Theilminima vorhanden. Unter dem Einfluß derselben dürfte die Witterung namentlich in den südlichen Theilen un- fere» Gebiete» noch den unbeständigen Character beibehalten. — Voraussichtliche Witterung: Für die westlichen und nördlichen Thetle heitere» Wetter/ im Süden und Osten bei wechselnder Bewölkung noch zeitweise Strichregen. Athen, 3. August. In einer gestern abgehaltenen'großen I außerdem werden für den Fall seh, schlechten Wetters Nacht- i quartiere vorgesehen. + Rlddo, 3. August. Unser Städtchen wird bei den bevorstehenden KaisermannÖvern ziemlich mit Einouar- -"UN bedach, -Im 24. LSR. Men nämltd, d.e eeflX Mn^^chVamber7' zwe te Batterie de» Hess. Feld.Artillerie-Regiments Nr. 11 8 nebst einer Abtheilung Stab dahier Marschquartier beziehen^ ---- itUttt'?*1 ""Mite 1 k. b|i "“**Ä 1 b'l U m ?'"<« $|t Butt*11■ •**A* "sch iiJ " *«t 1Ä ” sch-'s-^M,^ '"’M» k,?r k Ä u»» »* SftT- (Run 8 M”z öal Utt ®l™=»»«»-I«. to 8t« »ta m t„ ■JX **ta '»ita ein, «• «» »nin« „. „ b"'ch »«« UDi Ä J« Srtnfflelb.r. ’ "W giinachl", em» de« Mtnlrb», «D erltorr Vrauerei "k °°ch Mmualht, :n bestellt war. Dar von Berlin entfernt, ® Maischt btglisstvtv umdiLlltzten bvt Leute °uS bitHx Situation Mandeur heran und be» !am, an dem Fuhrwnk u verhindern, datz Ge> '■ AIS die Abtheilunz indo an unb der Bier- ' Bestimmung entgegen, kommt eine Caoallerik- it voraus sprengt der sehr kalt?" —„Gerade „Geben Sie mal 'ne setzt die Flasche ab und beuten zu: „Escadron Sie jtbtnt Wann eine n nächsten Sugeubliä chrnhand^ewev^urL x hemv. Nach einigen ei ist getrunken?" - 1 ja, also 330 Flaschen mder Verschiedene ach l( bezahlte dem Kutscher erlich gewllthet hat dak meldet, auf der östet- , am schlimmsten irr. nafchendors ; rS wird 700 Meter lange und ;d)6 Personen - keine andern Hause ertrank , die, selbst bi- °° jten Augenblick gereilet »«schmiede, sowie ein Kiesengrunde abstürzten, Gemiisehiindlerin/ » bisher vurden in £ 100 Menicheu^ [" den Zahlreiche Häuser eS 2sLt Qm Dunkel' ’e?al Dil'sche 1 ißi SeriMedSude, gaffe mH De» *““Ä ^Ä'd°« ®“H!I •"! SUv «" 11^’4 ui« «>' i, m «"‘i s-i--" hierin .öt Preße liU*1' ' (| bei jch'"' , 6rimlö°1' die polizeilichen Ermittelungen erwünschten Weise unterrichtet wird. Der Werth der Unterstützung durch die Presse für die Ermittelungen der Polizei wird daher nicht verkannt und unterschätzt werden dürfen". * Zürich, 3. August. Vom Montalin (Graubünden) stürzte der Uhrmacher Risch auS Chur ab und blieb tobt. Vom Hohenkasten (Appenzell) ist ein junger Mann auS Gais ab gestürzt,- er ist schwer verletzt. • Zermatt, 2. August. DaS Matterhorn wurde gestern von einer jungen Dame, Fräulein Schmidtboru- Mannheim, mit den Führern Clemens und Alois Zurbrücken aus SaaSgrund glücklich bestiegen. * Grüne Schuhe! Das Neueste auf dem Gebiete der Mode find Schuhe aus grünem Leder in verschiedenen helleren und dunkleren Farbeutönen. Wie der in Frankfurt erscheinende „Schuhmarkt", das maßgebende Fachblatt für Schuhhändler, in einem Bericht über die nächstjährige Schuhmode ausführt, bringen große Schuhfabriken zahlreiche Muster in grünen Schuhen heraus, sodaß im nächsten Jahre neben den beliebten Schuhen aus braunem Leder auch solche in grüner Farbe getragen werden dürsten. Wie dasselbe Blatt weiter mittheilt, find für Damenschuhe nicht mehr die niedrigen Absätze, sondern solche in der Höhe von mindestens 3 Centimetern und von geschweifter Form modern. Die Fotons der Schuhe für Damen bleiben vor wie nach lpitz, für Herren dagegen ist die quer abgeschniitene Spitze coTrect. Literatur uttfc Xunft. — Die wohlfeile GesammtauSgabe von Georg EherS gesammelte« Werke« (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstall) lchreltet in der neuen Folge rüstig vorwärts. Wie bekannt, war die Ausgabe ursprünglich nur auf 105 Lieferungen berechnet, aber wahrend ihres Ec scheinens schrieb der berühmte Dichter eine Reihe weiterer Werke, und auf das Ersuchen zahlreicher Subscribenien entschloß sich der Verlag, jene unter den gleich günstigen Bedingungen und in derselben gediegenen Ausstattung den früheren Schriften hinzuzu- Mgen. Nunmehr liegen die Lieferungen 106 bis 121 der erweiterten Gesammlausgabe vor, enthaltend den Roman „Kleopatra", der stch den fesselnden egypttschen Eulturbildern ebenbürtig anreiht, und den Roman „Im Schmtedefeuer", worin Georg Ebers wieder I. .c^^Üerschasl in der lebendigen Vorführung von Abschnitten deutscher Culiurgeschichte bekundet. Auf dem gleichen Gebiete bewegen sich die daran anreihenden Romane „Im blauen Hecht" und „Barbara Blomberg", während das den Schluß der neuen Folge bildende Märchen „Die Unersetzlichen" sich als eine Perle humoristischer Dichtung barstellt. Zum Schluß weisen wir noch darauf bin, daß Georg EberS gesammelte Werke in 135 Lieferungen • Mennig durch jede Buchhandlung nach und nach bezogen werden können. Eingesandt. Gieße«, den 3. August 1897. Die Handelskammer zu Erefeld gibt bekannt: „Der unterzeichneten Handelskammrr liegen folgende Anzeigen deS Seidenfabrikanten G. Henneberg in Zürich vor, überschrieben: 1) „Ein Ehrenwort" in Nr. 744 deS Wochenblattes „Fürs Haus" vom 3. Januar 1897. 3) „Die Seide ist verbrannt" tri Nr. 747 desselben Wochenblattes vom 31. Januar 1897. 3) „Jede Brautrobe zerfällt rc." in der „Allgemeinen Frauenzeilung" vom 1. April 1897. Es geht aus diesen Auslassungen fier hervor, daß Herr Henneberg daS bekannte Erschwerungsverfahren beim Färben von buntfarbigen Seiden durch Anwendung von Zinn, Phosphorsäure und Kieselsäure (sogenanntes Phosphat-Siltcai-Versahren) oerurthetlt und daß er im Publikum den Glauben erwecken will, daß er dieses Verfahren für die von ihm verkauften Seidenstoffe nicht anwendet; jedenfalls nicht mebr seit Frühjahr 1895 96, wo, wie er sagt, einzelne Partien irrthümlich so gefärbt und zu gestreiften und carrirten Taffetgeweben verarbeitet worden seien. Ferner liegt der Handelt kammer vor eine Faclura von G. Henneberg, daiirt Zürich, den 1. April 1897, über 9 Coupons Seidenwaaren der verschiedensten Art mit den Originalcoupons. Da stch darunter keine gestreiften und carrirten Stoffe befinden, so fallen diese 9 Coupons nickt unter die in der Anzeige Nr. 1 angeführten Ausnahmen. Die 9 Coupons sind dem Crefelder städtischen vereidigten Chemiker Herrn Dr. Bücking zur Untersuchung aus Erschwerung der Kette und des Einschlags übergeben worben. Seine Ermittelungen, die mit den in dem Laboratorium einer großen Färberei gesunkenen (siehe Nr. 29 des „Manusacturist") nahezu überetnstimmen, bringen wir tn Nachfolgendem im Auszug aus dem aussübrlicken wissenschaftlichen Gutachten zur Kenntniß. i E 3 E t Z Artikel Anwenduna deS 5. u: B rs c s Verfahrens Gewichk der reinen Seide ohne Bast ( 5 Trame- Etnschlag Erschwerung auf % 7. 62857 Damas Nouveauis ja 79 125 157 93400 dto. jc 79 119 166 93384 dlo. ja 79 119 166 83058 Cackemire 6amel6on 79 90 -100 141 96505 Taffetae changeant nein 79 90 -100 90—100 96496 dto. Org. 79 90 -100 90-100 nein Trame ic 6 dto. jc 79 105 106 67247 Taffetas ideal blanc ja 79 109 138 65705 Damas blanc j- 79 116 147 Aus dieser Ausstellung geht hervor, daß von den neun Seidenstoffen bei acht das von Henneberg verurtheilte PhoSpbat-Silicat- Versahren zur Anwendung gekommen ist und daß eine Erschwerung bis zu 110 o/o =• 66°/o über Part stattgesunden hat Die Handelskammer zu Creseld. gez. H Seyssardt. F. W. Deußen." Universität- - Nachrichten. Würzburg, 2. August. Profeffor v. Leube, Oberarzt am Juliusspital, beging gestern das 25jährige Jubiläum seiner akademischen Lehrtätigkeit. WöchenMche Ueberstcht der TodeSsäÜe tu Girier 31. Woche. Vom 25. Juli bis 31. Juli 1897. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 700 (incl. 1600 Mann Militär) SterblichkettSztsser: 32,91, nach Abzug der Ortsfremden 24,13%». Kinder Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwSrt» nach Gießen gebrachte Kranke kommen. ES starben an: Zusamwen: ( krwachlene: hn vom 1. Lebensjahr: 2. -Ib.Js-r: Lungenschwindsucht 2 (1) 2 (1) — — Lungencatarrh 1 1 — — Lungenentzündung 1 — — 1 Keuchhusten 1 — — 1 Darmcatanh 2 — 1 1 Brucheinklemmung 1 (1) 1 (1) — — Bösart. Neubildung 2 (l) 2 (1) — — Krämpfen 1 1 — Lebensschwäche 1 — 1 — Verunglückt 2 (1) 2 (1) — — Selbstmord 1 1 — — Summ«: 15 (4) 9 (4) 3 3 Verkehr, £an&» «nd Volkswirts schäft — Gieße«, 4. August. (Viebmarkibericht.) Der gestrige Kuhmarkt hatte einen Auftrieb von ca. 500 Stück, darunter etwa 100 Kälber. Das Geschäft machte sich, wie lange nicht, äußerst flott, trotzdem die von den Verkäufern geforderten Preise sehr hohe waren und auch ein Abbieten wenig Erfolg hatte. Schwere Milchkühe waren wieder wie bei jedem unserer Mäikte sehr gesucht. Es genügte der vorhandene Auftrieb nicht der Nachfrage. Doch darin wird für die Folge durch die gestrige Bekanntmachung Großh. Bürgermeisterei, betr. Zulassung des Viehes aus Preußen ohne die seitherigen lästigen Befchränkungin, Wandel geschaffen werden. Es wurden gehandelt: Kühe, frischmelkend und tragend, teste am Markt befindliche Maare, 450-500 Mk., zweite Qualität 350-400 Mk., geringere Waare ganz nach Wertb. Kälber zogen im Preise etwas an und kosteten erste Qualität 56 -60 Mk., zweite Qualität 50 bis 55 Mk. pro 100 Pfund Schlachtgewicht. Fette Rinder, die nur vereinzelt am Markte waren, wurden zu guten Preisen von hiesigen Metzgern verkauft. Der Markt war frühzeitig geräumt. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 4. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag«: Waffer 17°, Luft 24°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Bekanntmachung, betreffend: Absperrung der Wasserleitung. Wegen Umbaues der Frankfurterstraße sind wir genöthigt, am nächsten Freitag den 6. August, von Nachmittags 1 Uhr bis gegen 5 Uhr, die Wasserleitung in der oberen Arauk- furterstrafte (jenseits der Wilhelmstrafte) bis zur Jrren- klinik, in der Hofmauuftrafte, der Kliuikstrafte, der Zufuhr- strafte nach der Bahn, sowie in der Zufuhrstrafte nach der Jrrenkliuik abzusperren, was wir hiermit zur gefl. Kenntnißnahme der betreffenden Anwohner bringen. Gießen, den 4. August 1897. 7381 Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. _______________________I. A.: W. Förtsch. eine Vermiethungen. | Lvdwigffr. 14 Leute zu verm. Mieth-Gesuche, Eröffnung der NerrvaustreSe« Friedberg — Beienheim — Hungen und Beienheim—Nidda. Die Eröffnung der vorgenannten Neubaustrecken findet am 1. October d. I«. statt. Don den an denselben gelegenen Stationen Dorheim, Beienheim, Melbach, Wölfersheim—Södel, Berstadt—Wohndach , Obbornhofen — Bellersheim und Inheiden sowie Weckeöheim, Reichelsheim, Gettenau — Bingenheim, Echzell, Grund-Schwalheim, Häuserhos, Grts- Ridda und Salzhausen sind die Haltepunkte Inheiden und Salzhausen nur für Abfertigung von Personen und Reisegepäck eingerichtet, dagegen die übrigen Stationen für Abfertigung von Personen Gepäck, Gütern, Leichen und lebenden Thieren. Ausgeschlossen ist jedoch die Abfertigung von a. Eil- unb Frachistückgüiern in Grund' Schwalbeim, b. Sprengstoffen daselbst und in Häuserhof und von c. Fahrzeugen in Dorheim, Beienbeim, Weckesheim. Grund-Schwalheim und Häuserhof. Nähere Auskunft über die Ausdehnung deS direkten Verkehrs ertheilt vom 15. September b. Js. ab das hiesige Verkehrs-Bureau. Frankfurt a. M, den 29 Juli 1897. Königliche Eisenbahndirection. 7383 Arbeitsvergebung. Freitag den 6. d. M , Mittags 1 Uhr, (ollen auf der unterzeichneten Bürger- meisterei nachstehende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden: 1. Pflasterarbeit und Sand- lieseruug für ca. 240 Mark, 2. Weiftbmderarbeit für ca. 30 Mark. 7369 Oppenrod, 3. August 1897. Großh. Bürgermeister i. Balser. Gesucht möbl. Zimmer mit Kammer. Gefl. Off. I unter P. Q. an die Exped d. Bl- 7364 trifft auf dem Lindenplatz Sendung Gurken ein. Billigste Preise. Neues pa. Sauerkraut empfiehlt 7390 _______Hrch. Klotz, MäuSburg 17. 7395] Heute, den 5. August, 7384] Hammffr. 27 Wohnung im 2. Stock, 3 Zimmer mit Zubehör, neu hergerichtet, sofort zu vermtethen.________ 7380J Fravkfurterstratze 95 kleines und großes Logis zu vermietben. Näheres ___________________Ebelffratze 82. 7371] In Folge Versetzung 4-Ztmmer- wohnung per 1. October cr. eveml. früher zu vermtethen. 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Estmell, Teufelsluilgärtchen 20, Töchiigkr Schlosskrgesklle gtf. 7392 Marti« Dörr, Nordanlage 18. Textors Terrasse. Zu dem bevorstehenden Radfahrfest am 15. August suche 7319 20 tüchtige Kellner. Anmeldungen nimmt entgeaen __PH. Bob, Bahnhosstr. 11. 6829] Tüchtige Erdarbeiter sür Abräumungsarbeiteu am GietzenerBrauusteiubergwerk gegen hohen Lohn sofort gesucht. Anmeldungen beiAdam Buschuug,Gieften,Rhein.Hof. 7378] Freitag Morgen einige Mann an die Dreschmaschine gesucht. Carl Euler, Hammstr. 5. Tüchtiger Arbeiter, am liebsten vom Lande, für dauernde Arbeit per sofort gesucht. 7326 «atzenstei« & Tripp, Holzhdlg Einem verehrlichen Publikum, sowie der werthen Nachbarschaft die ergebene Mittheilung, daß ich die von Herrn August Guhr seither betriebene 7065 Arod- und Aeinbäckerei SW Steinstraße 33 käuflich erworben habe. Bei Versicherung der Verabreichung nur guter, schmackhafter Waare und zuvorkommender Bedienung halte ich mich bestens empfohlen und zeichne Hochachtungsvoll Jacob Horn, Bäckermeister. Geschäftsübernahme und Empfehlung. Hierdurch beehre ich mich ergebenst mitzutheilen, daß ich meine seither Neuenweg Nr. 60 betriebene Bäckerei mit dem Heutigen an Herrn A. Deibel käuflich übertragen habe und ersuche ich Sie höflichst, das mir erwiesene Vertrauen auf meinen Herrn Nachfolger gütigst über- tragen zu wallen. Hachachtnngsaall H. Klemmrath. Auf Obiges Bezug nehmend, theile ich der verehrlichen Nachbarschaft sowie meiner werthen Kundschaft mit, daß ich die früher H. Klemmrath'sche ©C5T" Bäckerei unterm Heutigen übernommen und unter der Firma H. Klemmrath (Inh.: A. Deibel) in unveränderter Weise fortführen werde. Es wird mein Bestreben sein, durch gute, gleichmäßige Lieferungen mir das Vertrauen meiner werthen Kundschaft zu erwerben und zu erhalten. Um geneigten Zuspruch bittend, empfehle ich mich Ihnen 7318 mit vorzüglicher Hochachtung ___________A. Deibel, Bäckermeister. Wallthor- Wallthor- 5 straße 5 5 firn&e 5 Allen Freunden und Bekannten sowie der verehr!. Nachbarschaft zur Nachricht, daß ich die Restauration „Zum Aquarium“ übernommen habe und werde stets bestrebt sein, alle mich beehrenden Gäste auf das Beste zu bedienen. Zum Ausschank kommt das berühmte Dortmunder Löwenbräu, sowie das ^sreiherrlich Riedesel'sche Lauterbacher Bier, außerdem achtes Berliner Weiftbier und Röhrles Porter. Für gute Küche und reingehaltene Weine ist bestens gesorgt. Meiner werthen Kundschaft zur K-nntnißnahme, daß das von mir betriebene Mineralwassergeschäst sowie Kohleusäurehandluug nach wie vor weiter geführt wird. 7075 Hochachtungsvoll Wilhelm Mayer, Wallthorftr. 5. rco 1S93. Telephon Nr. al. ....... iimif nivers.-Buch- und Steindruckerei llllllllll GIESSEN (Pietsch & Scheyda) ORIGINELl • II • ELEGANT dem Papierkorb zum Trotze, dem Gedächtniss zur Stütze L«^" Inserate finden die weiteste Verbreitung. Verlag des Billigste Herstellung von Massen- Auflagen. 7e sollen ^rueharbeiten, die der Empfehlung dienen, ausgestattet sein Druckerei und Expedition: 7 Schulstrasse (General-Anzeiger) €Uwt»6latt fiiz bau mit der Beilage Giessener Faniilienblätter. Eigene Buchbinderei vfjg Stereotypie, Galvanoplastik. 6108868 Papierlapr. 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Näheres Ludwigsplatz 10, Part., Gießen. 7368 •••••••• •• •• •• •••••••••• Hierdurch beehre ich mich einem verehrlichen Publikum, sowie meiner geschätzten Nachbarschaft ergebenst anzuzeigen, daß ich das altreuommirte Gasthaus 7216 „Deutscher Hof" ju Gießen, Neuenweg 5, übernommen habe. Gute bürgerliche Küche. Reiugehaltene Weine. Der Neuzeit entsprechend eingerichtete Zimmer. Vorzügl. Betten. Ausschank der beliebten, mit der goldenen Medaille und Ehrendiplom auf der Internationalen Bierausstellung zu München 1895 prämiirten Export- und Pilsener Biere der Actieubrauerei Gießen. Indem ich um freundlichen Besuch meiner Localitüten bitte, empfehle ich mich Hochachtungsvoll Gi-ben, Juli 1897. Hermann Otto. Im Zoologischen Garten ?u Icanksurt a. M. Bom 5. bis 23. August 1897, Täglich von 9 bis 12 */, und 21/a bis 8 Uhr. Schaustellung der Samoaner-Truppe 22 Frauen und Mädchen und 3 Männer. Vorstellungen um 91/,. 11, 3, 5 und 7 Uhr. Ciutrittsbediuguugen für den Zoologischen Garten wie gewöhnlich. Besonderes Eintrittsgeld zur Schaustellung 20 Pfg. _________________Reservate Sitzplätze 20 Psq. crlra.____________[7373 Zur Aufklärung dös Publikums verweisen wir auf das heutige (£tn gesandt, wonach von der Handelskammer zu Crefeld durch chemische Untersuchungen festgestellt wurde, dass das von der Schweizer Seidenfirma G. Henneberg in Zürich so sehr verurtheile Erschwerungsverfahren der Seide von dieser Firma selbst im schlimmsten Maaße angewendet wird. Man mutz es als im höchsten (tzrade verwerflich bezeichnen, wenn eine Firma ihre Eoncurrenz zwei felhafter Manipulationen beschuldigt, die sie sich selbst mit vollem Bewußtsein in hohem Maatze zu Schulden kommen läßt. Wir halten es nicht nur für unser Recht, son dern noch mehr für unsere Pflicht, das Publikum von einem solchen Gebühren dieser Firma in Kennt- nitz zu setzen und glauben, einem jeden die richtige Schlußfolgerung überlassen zu können. Der Vorstand des Vereins der Detaillisten zu Giessen. | Grünbcrgcr Pferdeverficherungsverein. Diejenigen Mitglieder von der Rabenau, welche ihre versicherten Pferde weder den 10. noch 17. Juli d. I. zur Besichtigung in Grünberg vorgeführt hatten, werden ersucht, ihren Pserdebeftaud Freitag de« (>. August, Bormittags 9 Uhr, in Londorf (Sammelplatz Restauration zur Stadt Gießen) zur Btsichtigung vorzuführen. Grünberg, 2. August 1897. 736) Der Director: .Georg Keil. Ätbactian: L. Schevda. — Druck imb Verlag btc Brübllchen llmorrfitdte.iüud). und S'emdruckern Pietlck A. 6 die Obe) in Gießen. Die öeutige Kummer umfaßt 6 Setten L «rlchnnt jntt tit 6 werdkN »' o6*flithC beic Innabn foigfflt01 Das iS Lor erregende Darin hei u. kl. - LSrn' fntn Leg Aeähen-Re inmitten Dl Sklaven man Sasen gel limngifltn ojfftetgen; Lastzug br V.ibtodjtnt emMrz« Lttfanbi■ btl Unaä dunkle u juchen, sichen 6 höhlen leben, fi itoito ist yibt iWytn fmti Hin Mbit Ich ■tt jenen, H M Ist Mote und in laugen Hal. 6: st hinab, er Luwprn ve Regen fern bunttll, da möglich »i Und f ttroal fnfd driögen täa °'"riger H »Aber S'el Da 2* begreif Mädchen ui Haier da» -°°>ü'l'ch Dl, nüch !?l sein IqD| vie bei aOt meint t 14 der §Qj wstkuch sahn. ""en 6tiQf ■yit 'n btm nnen Sag' aQt untetnj, '”tl dieser f Ul, Stauten bfl Ml ^elaui ;°'^gerus M i0 * 7 " °b«