Nr. 104 Erstes Blatt ' Mittwoch d-n 5 Mai 1897 $kr * Giessener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme be8 Montag». Die Gießener Aamikienvtäller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Lierteljähriger AvonncmeutspreiFr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: SchntstraßeAr.7. Fernsprecher 51. 21 tute* und Anzeigeblatt füv den Tiveis Gieszen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für d« folgenden Tag erscheinende« Nummer bi» vor». 10 Uhr. Hratisöeitage; Gießener Kamikienötätter. Alle Nmu»»ce«.EKrreaux de» In- und Auslandes nehm« । Aazeigen für den „Gießener Anzeiger"' entgeg«. Amtlicher Tbeit. Gießen, 3. Mat 1897. Betr.: Rückzahlung vterprocentiger Priorität-Obligationen der Hessischen Ludwlg-bahn- hier: Umtausch der. selben gegen dreiprocenttge Hessische Staatsschuld. Verschreibungen. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen die Gemeinde-, Kirchen- «ud unterstellte« Gtiftnugsrechuer. In Nr. 178 der „Darmstädter Zeitung" find die Be« dtnguugeu veröffentlicht, unter welchen der Umtausch der zum 1. Juni l. I gekündigten vierproeentigeo Hessischen LudwigSbahn-Priorität-Obligationen in dreiprocenttge Heff. Staatsschuldenverschreibungen vom 3. October 1896 statt, findet. Da dieselben als günstige zu bezeichnen find, so em« Pfehlen wir Ihnen, soweit Ihre Kaffen im Befitze der ge. kündigten vierproceuttgen LudwtgSbahn.PrioritätS Obligationen find, von diesem Angebote Gebrauch zu machen. __________v. Gagern. Gießen, den 3. Mai 1897. Betr.: Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung - hier: die Gebühren der BezirkSbauaufseher und Sachverständigen für Prüfung genehmtgungs« pflichtiger Bauten. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen «« die Großh. Bürgermeistereieu der Land- gemeiudeu deS Kreises. Wir erinnern Sie an Erledigung unserer Verfügung »am 24. v. Mt«. — Anzeiger Nr. 97 — binnen zwei Tagen. v. Gagern. Bekanntmachung, " betreffend: die Maul- und Klauenseuche- hier Abhaltung von Viehmärkten. Das Großherzogliche Ministerium deS Innern hat die Abhaltung eines Viehmarktes zu Nidda am 19. Mat l. I. Mater den nachstehenden Bedingungen genehmigt: 1. Für Auf« und Abtrieb ist je eine bestimmte Stelle zu schaffen. Der Marktort hat das nöthige Auf. fichtSpersonal zu stellen, damit den getroffenen An- ordnungen genau nachgekommeu wird. 2. Auf den Markt dürfen nur Thiere au- unverseuchten Orten des Großhezogthums Hessen, Thtere von Händlern nur dann, wenn sie mindesten- sieben Tage in unverseuchten hessischen Orten in seuche. freiem Zustande zugebracht haben, aufgetrieben werden. Beim Auftrieb der Thiere ist durch eine streng zu handhabende Eontrole der betreffenden Ursprungsscheine zu verhüten, daß andere Thiere auf den Markt gebracht werden. 3. Außer der Controle der Ursprungszeugnisse hat selbstverständlich auch die thierärztliche Besichtigung der Thiere vor dem Austrieb zu erfolgen. Büdingen, den 28. April 1897. Großherzogliches KreiSamt BDingen. Kltetsch. ■ ■ ■■1 1 —■■ —— ■.— „L. . Vergehe* Reichstag. 211. Sitzung. Montag, den 8. Mat 1897. Das Haus ist schwach besetzt. Am BundesrathStische: Fürst Hohenlohe und StaatSsecretär Vrhr. v. Marschall. Auf der Tagesordnung steht die Interpellation Graf Kanitz u. Gen.: „Beabsichtigen die verbündeten Regierungen — angesichts der bevorstehenden Erhöhung wichtiger Positionen des Zolltarif- der »ordamertkanischen Union, insbesondere der verschärften Differen- »irmig der deutschen Zuckeretnfubr — an dem Uebereinkommen mit den Bereinigten Staaten vom 22. August 1891 festzuhalten?' Abg. Graf Kanih (cons.) betont, daß seit wenigen Jahren dritten Male tief eingreifende Veränderungen am amerikanischen Zaütarif geplant seien, woraus für die deutschen Exporttndustrten Z*" neue schwere Gefahr erwachse. Allerdings sei der neue dortige r8«1.“. "och nicht vom Senat gutgehetßen, schon jetzt aber habe der Reichstag das Recht und die Pflicht, sich mti der drohende« defahr zu beschäftigen. In Oesterreich hätten die Industriellen ®erc”8 eine europäische Coalttton gegen Nordamerika angeregt, falls »n Diniiley-Tarif Gesetz werde. Auch er halte diesen Vorschlag für sehr erwägenswerth. Jedenfalls liege in dem Vorgehen Amerikas eine gewisse Demüthtgung für uns, die wir uns nicht gefallen lass« konnten. StaatSstcr. v. Marschall: Die vorliegende Angelegenheit ist » . der Schwebe, und die verbündeten Regierungen haben daher noch keine Stellung dazu genommen, was sie etwa zukünftig thun werde«. Ich bin außer Stande, ein Bild zu entrollen, was wir etwa thun werde«. Ich kann Ihnen nur sagen, waS von unserer I ©eite geschehen ist, um den zweifellos unserem Erwerbsleben drohenden Gefahren entgegenzutreten. WaS unser bestehendes Berhältniß zu Amerika anlangt, so sind wir stets der Ansicht gewesen, daß, ebenso wie mit Schweden und Norwegen, die früher von Preußen mit Amerika geschlossenen Verträge nicht durch die Gründung deS deutschen Reiches hinfällig geworden sind. Fürst Bismarck hat 1885 auf die Anfrage eines Abgeordneten ausdrücklich erklärt, daß die betr. Staaten ein Meistbegünstigungsrecht auf Grund von Sonderverträgen hätten. Der Vorredner übersteht, wenn er alle Schwankungen in unserem Handel mit Amerika lediglich auf die Tartf- verhältnisse zurückführt, die übrigen mitwirkenden Umstände. Ich fürchte allerdings, daß man vielfach drüben glaubt, wir hätten ein größeres Interesse an dem bestehenden Berhältniß als Amerika. Ich kann das nur als einen bedauerlichen Jrrthum bezeichnen. Und wenn man auf dieser Grundlage drüben zu gesetzgeberischen Maß- nahmen schreiten sollte, so könnten Enttäuschungen nicht ausbleiben. Der Notenaustausch von Saratoga bedeutete keme Erweiterung des bestehenden Meistbegünstigungsverhältnisses, sondern nur eine Festung desselben. In dem Zuschlagszoll auf Zucker 1894 sahen wir thatsächlich eine Beeinträchtigung unseres Rechtes; der Präfident der vereinigten Staaten hat dies auf unseren Protest hin auch anerkannt, aber seinem Vorschläge, den Zuschlagszoll wieder aufzubeben, hat der dortige Senat nicht stattgegeben. (Zurufe rechts.) Wenn wir unseren Protest nicht weiter verfolgt haben, so liegt das daran, daß stch hinterher herausstellte, daß unser Zucker-Export durch diesen Zuschlagszoll dennoch nicht gelitten hat. Infolge der neuen Vorgänge ist der Protest erneuert worden, und eS ist vorläufig die Antwort gekommen, daß der Protest dem Vorsttzenden des Senats übermittelt worden ist. WaS die Dingley - Bill anlangt, so bedroht dieselbe unS mit großen Schwierigkeiten hinsichtlich unseres Absatzes nach drüben. Es ist aber zunächst Sache der dortigen Interessenten, stch gegen die für sie entstehenden Zollerschwerungen zu wehren. Und ferner ist nicht zu übersehen, daß die Autonomie der beiderseitigen Tarifgesetzgebungen eine unbeschränkte ist. Es folgt daraus freilich nicht, daß sie eine völlig unbegrenzte ist. Es gehört zu den ungeschriebenen Gesehen, daß kein Staat der Welt, welcher seinen Martt gegen fremde Maaren verschließt, für seine eigenen Maaren Anspruch auf einen fremden Markt erheben kann. Kein Staat ist wtrth- schaftlich so sich selber genug, daß er sich diesem wirthschaftkichen Gesetze entzieh« kann. Jede Action, wenn sie die eigenen Grenzen überschreitet, ruft eine kräftige Reaction hervor. Es ist auch nicht zum ersten Male geschehen, daß, wenn eine Fluthwelle die höchste Höhe erreicht zu haben scheint, bereits in der Ferne die G^n- strömung da ist, welche die Welle bricht und vernichtet. Heute schon entschiedene Beschlüsse zu fassen, wäre der schwerste Fehler und die schwerste Versündigung gegen die Interessen, deren Schutz und Pflege den verbündeten Regierungen anvertraut ist. Ich kann in diesem Augenblicke nur bitten, der Reichstag möge zu der Regierung das Vertrauen haben, daß fie sich der Schwierigkeiten ihrer Aufgabe bewußt ist und daß fie ihre entscheidenden Beschlüsse fassen wird mit der Festigkeit, zu der uns unser Recht voll« Anlaß gibt, und auf welcher die weitverzweigten Interessen, die hier im Spiele sind, vollen Anspruch haben. (Lebhafter Beifall links.) Abg. Barth (srs. Vg.): ES wäre ein sehr großer Fehler, wenn Deutschland sich von der Grundlage unserer Beziehungen zu Amerika, dem Vertrage von 1828, abdrängen ließe. Halten wir an i diesem Vertrage fest, fo können wir auch verlangen, daß Amerika I uns die Meistbegünstigung gewähre. Wir können unS aber nicht beklagen, wenn Amerika uns in gleicher Weise behandelt wie die anderen Staaten, und wenn es von seinem autonomen Recht, den Zolltarif festzusetzen, Gebrauch macht. Gegen den Wilson-Tarif, den Zuckerzuschlag, waren wir allerdings zu protestiren berechtigt. Ich wundere mich, weshalb nicht der Versuch gemacht worden ist, den Protest auf dem Wege deS ProcesseS durchzusetzen. Eigenthümlicher- weise wird nun aber unsere Zuckerausfuhr durch die Wilson - Bill nicht einmal beeinträchtigt, sondern sogar begünstigt, da unsere Prämien niedrigere find, als die österreichischen und französischen; unser Zucker also einem niedrigeren Zuschläge unterliegt. Um so weniger brauchen wir diese Sache so sehr in den Vordergrund ju stellen und mit diplomatischen Kanonen zu schießen. Man sollte den Gedanken weiter verfolgen, solche internationalen Strettigkeiten durch ein internationales Schiedsgericht auLzutragen. Auch gegenüber dem Dingley.Tarif warnt Redner vor leidenschaftlichen Retorsions-Maßregeln. Werde der Dingley Tarif in dieser schroffen Form Gesetz, so werde derselbe, ebenso wie der Kinley - Tarif, nicht länger als 2 bis 3 Jahre in Kraft bleiben. Die in Amerika selbst eintretende Depresston werde sehr bald zu einer Wieberabschaffung führen. Andererseits aber werde der Dingley - Tarif sicher nur so lange dauern, je mehr das Ausland versuche, einen Druck auf Amerika auszuüben. Abg. v. Heyl zu Herrnsheim erklärt, seine Freunde hätten volles Vertrauen zu dem jetzigen Reichskanzler wegen seiner groß« diplomatischen Erfahrungen und Fähigkeiten. Zum früheren Reichskanzler hätten fie dies Vertrauen nicht gehabt. Im Gegensatz zum Vorredner meine er selbst, daß wir 1891 Amerika mehr zugestanden hab«, als wir an Zugeständnissen erhielten. Auch unterschätze der Vorredner die uns drohende Gefahr; werde doch auch bereits allen Ernstes in Amerika auf eine Zollunion zwischen Nord- und Südamerika hingearbeitet zum Nachthell der europäischen Importeure. Die Zollerhöhungen deS Dingley - Tarifs seien ganz ungeheuere. Solchen Zollzuschkägen gegenüber seien die Vollmachten, die der Bundesrath befitze, ganz ungenügend. Thatsache sei überdies, daß Amerika den Vertrag von 1828, unsere Meistbegünstigung, seit 1894 dauernd durch ben Zuckerdifferentialzoll verletze. Und ein so verletzter Vertrag sei doch für unS nicht mehr bindend. ES müffe unbedingt ein entschiedenes Vorgehen gegen Amerika verlangt werden. (Bravo rechts; Widerspruch links.) Gegenüber dem Petroleum- Monopol RockesellerS erscheine ihm ein deutsches Raffinerie Monopol viel weniger bedmklich für unsere Consumenten. DaS Rohöl könnten wir von Rußland beziehen. Staatsiecretär v. Marschall: Der Vorredner wünscht jebeS- mal Kündigung der Handelt vertrüge, aber er läßt uns jedeSmal im Stich, wenn wir ihn fragen, was wir denn an Stelle rer vertrüge setzen sollen? Und irgend etwas ist doch nöthig für ein Land, dessen Ausfuhr so viele Hunderte von Millionen beträgt. Abg. Richter »eist auf den Vorlheil hin, den wir von tat • MeistbegünstigungSoerträgen gerade jetzt in Kanada zögen. Graf Kanitz und Herr von Heyl wünschten lediglich eine Vertheuerung der LebenSmiltel. Was fie jetzt den Amerikanern vorwerfen, sei Alles ihr eigenes System. In den ZuckerzuschlagSzöllen, übet die man fich so beschwere, sollte man lieber die Aufforderung fefcen, die Zuckerprämien aufzubeben. In der Petroleumfrage, die überdies eine private Sache sei, vertraue er auf die natürliche Entwickelung. Anstatt an die nationalen Leidenschaften zu appelliren, appellire er an den gesunden Menschenverstand der Amerikaner und rechne darauf, daß sie einsehen werden, wie sehr sie fich selber durch solche hohen Zölle schädigen. Es wäre ein großes Unglück, wenn wir unS jetzt wechselseitig die Zölle in die Höhe schraubten, und ein noch größeres, wenn wir die Meistbegünstigung aufheben würden. Die Rechte treibe nur eine Politik der Sonderinteressen, welche die dortigen Projecie nur als Handhabe benutzt, um hier bei unS die Zölle zu erhöhen. (Beifall links; Widerspruch rechts.) Abg. d. Rarborff (Rp.) protestirt dagegen, daß eS stch hier um beabsichtigte Lebensmiltetoertheuerung handele. Der Staats- fecretär fordere Vertrauen für die Regierung, aber wenn dies Vertrauen vorhanden wäre, würde die Interpellation überhaupt nicht erst gestellt worden fein. Gegen Amerika müsse eine entschiedene Sprache geführt werden. Zu Bismarcks Zeit würde sich Amerika so etwas nickt erlaubt haben. Abg. Graf Limburg (cons.) wirft u. a. der Regierung vor, sich in der Zuckerzuschlagszollfrage gar zu bescheiden dem Beschluß des amerikanischen Senats gefügt zu Haden. Staatssecretür v. Marschall: Nicht aus Bescheidenheit, sondern weil der Präsident der Vereinigten Staaten unser Recht anerkannt hatte und weil außerdem außergewöhnliche Umstände eintraten, nämlich die starke Steigerung unserer Zuckerausfuhr. Abg. v. Stumm (Rp.) bemerkt, seine Unterschrift unter der Interpellation solle kein Mißtrauen gegen die Regierung bedeuten. Nach einigen Ausführungen deS Abg. Ahl warbt, der u. A. bem Abg. Barth oorwirft, in Amerika ben Freihünbler Bryan bekämpft zu haben, schließt bie Besprechung. Persönlich bezeichnet noch Abg. Barth ben eben erwähnten Vorwurf «IS absurb; ebenso eine Aeußerung v. KarborffS, daß er frlbst und Richter als ^Delegirte des Auslandes" hier aufträten. Präsident v. Buol bezeichnet ben Aukbruck „absurd" als unpaffenb. Morgen 2 Uhr: Seroistartf, Relictennovelle rc. (Schluß 5*/* Uhr.) Deutscher Reich. Berlin, 2. Mai. Die Schnellfeuergeschütze sollen der „BreSl. Ztg." zufolge demnächst in einer Anzahl von Feldartillerie-Regimentern — darunter wird eines der Garbe, ein bayerisches und das schlesische FeldartillerieRegiment von Peucker genannt — zur probeweisen Einführung gelangen. Bei dem letztangeführten Regiment ist ein Theil deS neuen Materials bereits eingetroffen und wird das GeschÜtzexerciren mit den alten Geschützen schon anSgesetzt. AlsrchGßchchE, Wolff» telegraphische« Lorrespvttbr»z-««rttm. Berlin, 3. Mat. Im EultuSministerinm trat heute Vormittag unter dem Vorfitz des Wirklichen Geheimen Ober- regierungSrath Dr. v. Bartsch eine aus Parlamentariern, VrrwaltungSbeamten und medicinischeu Sachverständigen bestehende freie Eommission zusammen zur Borberathung der Grundzüge der Umgestaltung der Medicinal- b eh ör den. Potsdam, 3. Mai. Se. Majestät der Kaiser begab fich Vormittags 9 Uhr vom Neuen Palais zu Pferde nach dem Bornstedter Felde und besichtigte hier die drei Bataillone bes 1. Garde-RegimentS z. F. Nach ber Besichtigung fand eine Gefechtsübung im Feuer statt, an welcher das Leib- Garde-Husaren-Regiment, eine Schwadron des GarbeS btt CorpS-RegtwentS, eine Schwadron des 3. Garde-Ulan en- RegimentS, vom 2. Feldartillerie-Regiment drei Batterien und zwei reitende Batterien theilnahmen. Nach einem zweimaligen Parademarsch trat das 1. Garde-Regiment z. F zu einem Viereck zusammen. Se. Majestät trat in die Mitte und hielt eine Ansprache. Alsdann setzte stch Se. Majestät der Kaiser an die Spitze deS Regiment-, führte es durch Potsdam, hielt am Offiziercasino des 1. Garderegiments einen nochmaligen Vorbeimarsch ab, begab fich hierauf in da- Offiziercastno und nahm hier das Frühstück ein. An demselben nahmen außerdem Theil Se. König!. Hoheit Prinz Friedrich Leopold, mehrere Generale und fremde Offiziere. London, 3. Mai. Unterhaus. Morton fragt an, ob die deutsche Regierung die Bestrafung Griechenland- oder die Znrückzwtngung Kretas unter die türkische Regierung angeregt habe, und ob die Regierung fich verpflichten wolle, Schritte zu thun, um die Ausführung solcher Vorschläge z« vereitel«. Parlament-untersecretär de- Aeußern Curzon erwidert, e- feien solche Vorschläge nicht eingegangen und eS sei unnöthig, Schritte zur Vereitelung von Vorschlägen zu thun, die nie gemacht werden dürften und von denen zu reden lächerlich erscheine. Athen, 3. Mai. HavaS. Einer Meldung au- volo zufolge reiste ein großer Theil der Bevölkerung nach Athen und der Insel EubSa. In volo ist eS heute ruhiger, infolge ber Ankunft von je einem französischen, englischen und italie- Nischen Kriegsschiffe sowie deS griechischen Geschwaders. 200 französische Marinemannschaften durchziehen die Straßen, waS zur Beruhigung beiträgt. Kou-auti»o-el, 3. Mai. Tine amtliche Mittheilung besagt: Der Bali von Lrapezunt meldet, daß nach Beröffeut- lichung deS JradeS, nach dem die Starke der mobilen Redifbataillone auf 1000 Mann zu erhöhen fei, in weniger als einer Woche sich mehr RedifS, MustahasizS und Freiwillige versammelten, als erforderlich find. Konstantinopel, 3. Mai. Reuter. TS ist Befehl ertheilt, alle MustahafizS (Landsturm) des dritten in Saloniki stehenden Corps einzubernfen. Kandis. 3. Mai. Reuter. Gestern fand eine Besprechung der Admirale mit den Führern der Aufständischen in Palaiokaftron statt. Die Admirale gaben daS Versprechen, es würde den Kretern vollständige Autonomie gegeben und die Ernennung des Gouverneurs der Insel der Nationalversammlung zur Bestätigung unterbreitet werden. Die Aufständischen brachen die Besprechung ab und wiederholten, fie blieben bei ihrem Wahlspruche: Entweder Annexion oder Lod! Depeschen deS Bureau .Herold." Berlin, 3. Mai. Auf Wunsch deS Kaisers wird die Königin von Württemberg am 11. d. M. in Danzig die Taufe des Panzers „Ersatz Freya" vollziehen. SS ist nicht auSgeschloffen, daß auch der Kaiser dem Festacte beiwohnen wird. Wien, 3. Mai. Nach Meldungen, die bei hiesigen Geschäftshäusern eingelaufen find, sollen in Sofia s oeia- listische Unruhen stattgefnnden haben. Eine offizielle Bestätigung hierüber liegt noch nicht vor. Wien, 3. Mai. Die katholische Volkspartei wird morgen im Abgeordnetenhause einen Gesetzentwurf auf Abänderung deS Reichs-Volksschulgesetzes einbringen. Die Tendenz deffelben geht dahin, eine länderweise Scheidung der Kinder nach ihrer Confesfion und die facultative Fort- bildungSschule als Anschluß an die sechsjährige Schulfrift einzuführen. Rom, 3. Mai. ES verlautet aufs Bestimmteste, daß der russische und der österreichische Kaiser im September in Monza mildem italienischen KönigSpaare zusammentreffen werden. Rom, 3. Mai. Unter Führung Menotti Garibaldis begeben sich morgen die Deputirten Tais, Fabi, Tocci und Gattorno, denen fich auch Eavalotti anschließen dürfte, nach Athen. Nom, 3. Mai. Gegen den Obersten Berthet, der daS italienische Freiwilligencorps für Griechenland organi- firte, wurde die militärgerichtliche Untersuchung eingeleitet. Brüffel, 3. Mai. Zwischen dem Könige und dem KriegSminifter ist ein seltsamer Conflict auSgebrochen. Der Kliegsminister verweigerte die Beförderung einiger höherer Osfiziere. Der König fordert die Demission deS interimistischen KrtegSministerS. Die Klerikalen finden jedoch keinen Nachfolger. Pari-, 3. Mai. Seit 24 Stunden find keine Athener Depeschen hier eingetroffen, offenbar, weil wichtige Bewegungen der griechischen Land- und Seemacht im Zuge find. — Frankreich lehnte den englischen Conferenz-Antrag ab, weil die Vorbedingung gestellt wurde, bei Ordnung der orientalischen Angelegenheit auch die egyptische Frage ihrer Lösung zuzuführen. Pari-, 3. Mai. Gestern trafen hier 215 amerikanische Freiwillige ein, welche mit Abzeichen versehen waren, auf welchen der Spruch: „Krieg, Sieg oder Tod!" stand. London, 3. Mai. Die „Times" meldet aus Larissa, daß gestern ein heftiger Kampf zwischen einer Abtheilung türkischer Caoallerie und 4000 Manu griechischer Infanterie in der Nähe von Volo stattgesunden habe. Die Griechen zogen fich zur Stadt zurück. London, 3. Mai. Der „Standard" meldet aus Athen: Die Vertreter der Mächte seien gestern zusammengekommen, um betreffs der Intervention der Mächte eine Be- rathurig abzuhalten. Athen, 3. Mai. Man befürchtet, daß am nächsten Mittwoch gelegentlich des NamenSfesteS des Königs anti» monarchische Kundgebungen statifinden werden. — Ferner wird hierher gemeldet, die Königin von England beabsichtige, gemeinschaftlich mit dem Kaiser von Rußland zu Gunsten Griechenlands zu interveniren, um einen ehrenvollen Frieden anzustreben. Athen, 3. Mai. Die Räumung PharsalaS durch die Griechen wird amtlich bestätigt. Konstantinopel, 3. Mai. Der französische Botschafter batte an die Mauern der Stadt Plakate anhesten laffen, worin den griechischen Untertanen mitgetheilt wird, daß sie fortan unter französischem Schutze stehen. Auf Befehl des Sultans wurden die PlaSate entfernt. Konstantinopel, 3. Mai. Gestern hat ein Minister- rath ftattgefunden. Die türkische Regierung ist überzeugt, daß fie unstreitig das AuSweisungSrecht besitzt und wird fernerhin jegliche fremde Einmischung nicht dulden. Berlin, 4. Mai. Siner Athener Meldung des »Local- avzeigers" zufolge schlug Edhem Pascha dem Obersten Smolewitz einen fünftägigen Waffenstillstand vor, welchen daS griechische General'Commando auch angenommen hat. Edhem Pascha motivirt da» Ruhen der Waffen damit, daß er seine lobten begraben wolle. Man vermuthet indeß, Edhem beabsichtige, nach der Schlappe bei Korditza weitere Truppen auS Macedonten heranzuz,eher', nach deren Eintreffen em Entscheidungskampf bei Beleftino oder Pharsala stattfinden dürste. — Oberst Dasso» wurde von Kreta abberufen. Mit dem Commando der griechischen BesatzungStruppen auf der Insel wurde Oberstlieutenant StaicoS betraut. Athen, 4. Mai. AuS dem bisher von ihre« Truppen besetzten Korditza wurden die Türken durch 12,000 ÄÜJ« ständische vertrieben. Die Türken hatten große 8er- luste. Die Regierung entsandte 2000 Moon Unterstützung. Nach dem EpiruS soll ein griechisches Regiment entsandt werden, um da» Bombardement der Flotte auf Prevesa an der Landseite zu unterftützeu. Unter dem Jubel der Bevölkerung gingen 1000 Freiwillige nach dem EpiruS von hier ab, an ihrer Spitze ein 18 jähriges Mädchen al» Fahnenträgerin. Der König wird sich demnächst von hier nach seinem Gute Tatoi begeben. Später wird der König, wie verlautet, eine Reise an die Höfe Europas behufs persönlicher Vermittlung für Griechenland unternehmen. Athen, 4. Mai. Die Ges-ndten Italiens und Oesterreichs hotten lange Unterredungen mit dem Ministerpräsidenten, betreffend die Vermittelung der Großmächte. nn, Darmstadt, 4 Mai. (Telephoumelb ) Die Zweite Stän bekomm er hat bie Berathunger, über blt Wahlprüfungen bis auf Weiteres ausgesetzt unb vertagte fich hierauf die Kammer auf unbestimmte Zeit. WB. London, 4. Mai. Der „Standard" meldet auS Athen: Ein BolkShaufen, durch Glockenläuten alarrnirt, drang am Sonntag in die Billa de» Kronprinzen in Achia, bemächtigte fich dort der für die königliche Wache auf- bewahrten Waffen, zertrümmerte die Möbel und verbrannte bie vorhanbenen Papiere. WB. Athen, 4. Mai. Oberst Bassos würbe von Kreta abberufen unb durch Oberst Staiko ersetzt. Locales unb provinzielles* Gieße«, den 4. Mai. **S. Zn der Kunstausstellung im ThurmhauS am Brand find gegenwärtig u. A. einige der prächtigen Publika- tionen ausgestellt, die von dem Director der Großh. badischen Kunftgewerbeschule, Prof. Götz in Karlsruhe, unserer Universität geschenkt und als „Götz-Schenkung" dem Institut für Kunstwiffenfchaft überwiesen worben find. DaS eine dieser Werke stellt die Festgabe bar, bie babische Stäbte unb Gemeinben zum 40 jährigen Regierungsjubiläum beS Groß- Herzog» barbrachten, einen von Prof Götz entworfenen Kunstschrein, ber in allen seinen schönen Einzelheiten, unter btnett in Silber gearbeitete allegorische Figuren unb Gruppen besonders hervortreteu, in vollendetem Lichtdruck vorgeführt Wirb, In ähnlicher Weise vereinigt ein zweiter Baub kunstgewerbliche Eotwürfe von Götz, die ihn alS vielseitigen, erfindungsreichen und geschmackvollen Meister vornehmer De- coratiouSkuust zeigen. Ein Band der internationalen Zeitschrift „Moderne Jnuenbecoration" gewinnt besonderes In- tereffe durch zahlreiche Ansichten aus dem ReichStagSgebäube. Endlich steht eine Publikation zur Schau, die sich hauptsächlich an die Besucherinnen wendet: Abbildungen alter und neuer Fächer, die auf der 1891 in der „Fächerstadt" Karlsruhe veranstalteten Fächerausstellung fich zusammenfanden. In erstaunlicher Mannigfaltigkeit wechseln hier die Gegenstände wie die Formen der Darstellung, und mit Entzücken sieht man dem graciösen Spiel ber Künstler zu. • • VolkSbad. Zur Concurrenz für da» Volksbad find vier Entwürfe, darunter zwei von Gießen, eingegangen, von denen allerdings der eine nicht ernst zu nehmen ist. Die BeurtheilungScommisfion wird voraussichtlich Mitte bes Monat» hier zusammen treten unb werben dann die Entwürfe öffentlich ausgestellt. • • Schuler Coucert. Vor geladenem Publikum hat am verflossenen Sonntag Herr Capellmeister P. Polster eine Aufführung seiner Schüler und Schülerinnen veranstaltet. Trotz des schönen Wetter» hatte fich eine stattliche Gesellschaft zusammengefunben, bie mit Jntereffe ben Dar- b'etungen folgte. Junge Damen unb Herren von fieben biß siebzehn Jahren unb darüber brachten Compofitionen von Czerny bi» Liszt zu Gehör, unb wir müssen gestehen, daß Pianisten wie Sängerinnen unb Sänger ihre Aufgaben mit bestem Gelingen lösten. Herr Polster kann mit bem Resultat ber Aufführung sehr zufrieden fein, viel mehr seine Schüler, die sich bei ihrem Lehrer in ben allerbesten Hänben befinben. * • Zu SteinS (Borten concertirt Mittwoch Abend bie Capelle deS Rhein. Dragoner-Regiments Nr. 5 unter Leitung deS Herrn Stabstrompeter Fritzik. Die Capelle, welche burch ihre guten Leistungen bei ihrem vorjährigen Concert dahier in bestem Andenken steht, wirb auch diesmal die Concertbesucher durch bie Ausführung eines gutgewählten Programms desriebigen. * • Verdorbenes Fleisch. Auf Grunb ber eingegangenen Verpflichtung brachte in der vergangenen Woche einer der RindSmetzger einen von außerhalb bezogenen geschlachteten Hammel auf den Schlachthof zum Zweck der Untersuchung. Herr Thierarzt Liebe erklärte daS Fleisch zur menschlichen Nahrung für ungeeignet unb Herr Prof. Dr. Winkler verwies dasselbe an den Wasenmeister. Der ländliche Fleischbeschauer hatte daS Fleisch für gesund erklärt. Wir hören, daß ber Fall bem Kreisamt zur Kenntnißnahme mitgetheilt worben ist. Damit ist allerbingS, selbst wenn der bitreffenbe Fleischbeschauer abgesrtzt unb bestraft wirb, immer noch die Gefahr nicht beseitigt, baß von außerhalb in unsere Stadt minderwerthigeS, ober wie der vorliegende Fall zeigt ungesundes Fleisch hlneingeschafft wird. Dieser Fall, der doch nun nicht mehr vereinzelt dastehr, mahnt, daß die Bürgerschaft verlangen kann, daß alles von draußen in unsere Stadt kommende Fleisch einer strengen Nachcontrole unterworfen wirb. *• Radau unb LaterueuauSlöscheu und feine Folgen. Heute Nacht vergnügten fich drei junge Leute in der Stadt mit Unfug unb Radaumachen aller Art, zuletzt mit Caternen* auSlüscken. Von Schutzleuten verfolgt, flüchteten büfelben in5 Gartfelb, einer bavon in bie Weserstraße. Hier nicht genügend localkundig, stürzte derselbe in einen Graben. AuS demselben würbe er, über unb über mit Schlamm bebeckt, I von bem ihn verfolgenden Schutzmann eit schwerer Mühe herauSgefischt und feine Personalien festgeftellt. Da» Schlammbad wird wohl seine ernüchternde Wirkung nicht verfehlt haben. ** Postalisches Für die Verlegung von Sprech- stellen innerhalb der einzelnen Stadtfemsprecheiurichtungen werden seit Beginn deS EtatSjahr» 1897/98 gleichmäßig für alle Orte nachstehend feste Gebühren erhoben : für Verlegung innerhalb desselben Raumes 4 Mk., für Verlegung innerhalb desselben Grundstückes 6 Mk., für Verlegung nach anderen Grundstücken 15 Mk. — Zwischen Nicaragua und Deutschland findet feit dem 1. Mai ein unmittelbarer Austausch von Postpack et en ohne Werthangabe statt. Fortan kivuen daher auch nach Nicaragua Postpackete ohne Werth bis zum Gewichte von 5 Kgr. für die Taxe von 2 Mk. 80 pro Packet durch Vermittlung der deutschen Postanstalten zur Versendung kommen. — Wegen der Schwankungen deS Wechselkurses (?) hat fich die portugiesische Postverwaltung ge- nöthigt gesehen, den Postanweisungsdienst für die Richtung nach Deutschland vorläufig einzustellen. Seitens der deutschen Postanstalten können dnher bis auf Weitere» Postaus- träge nach Portugal nicht angenommen werden. ** Der SaßwirlhSvereiN für Gießen und Umgegend hat bei dem heute in Offenbach a. M. stattfindenden Verband Stag de» Rhein-Main GastwirthS Verbände» ben Antrag eingebracht: Der Verband solle bei Großh. Ministerium und bei den ©tänbefammern beantragen, baß die Polizei- Verordnung vom Jahre 1868, betreffend baß Verbot von Lustbarkeiten am ersten Oster-, Pfingst- unb Weihnachtsfeiertage aufgehoben werbe. *• Wetterbericht. Währenb baß Depreffionßgebiet im Nordwesten allerdingß bet abnehmender Tiefe noch fortdesteht, hat fich ber hohe Druck weiter au»gebreitet, sodaß fich heute ein breiter Rücken über baß Festlanb nach bem Inner» RußlanbS zieht. Die Jntenfität dieses barometrischen Maximums ist aber eine-geringe und Haden fich noch Reste höheren Druckes al» flache Minima über ben unteren Donau- länbern sowie bem westlichen Mittelmeerbecken erhalte». Unter ber Herrschaft be« hohen Druckes bat eS zwar allenthalben wieder aufgeklärt, doch ist eS zweifelhaft, ob die Aufklärung von Dauer fein wirb. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch heiteres und wiebef etwas wärmereß Wetter. j&Z. 4“ Nidda, 2. Mai. Zum weiteren akademische» Lehrer an unserer höheren Bürgerschule wurde Herr Lehr» amtßaffeffor Hirsch von Mainz berufen; derselbe ist bereitS gestern durch den Anstaltßdirigenten Herrn P. Werner \u sein Amt eingeführt worben. — Die feit Freitag über unsere Gegend, bezw. bie Wetterau gezogenen Gewitter waren theilweise von Hagel begleitet unb haben nur un- bebeutenben Schaben in einigen Gemarkungen verursacht. E. Echzell, 3. Mat. Der heutige Markt war von prachtvollstem Mai- unb Flühlingßwetter begünstigt, daher erschienen auch zahlreiche Besucher auß ber Umgegenb, bie Confirmanbensachen unb andere Bedürfnisse ankauften. Recht flott ging eß auch auf bem Biehmarkre zu. BesonberS gesucht waren Milchferkel im Alter von sieden birtt>fd?aft Sktm, 4. Mai. Marktbericht. Aus bem heutigem Wochenmarft kostete: Butter pr. Psd. X 0,85—l 05, Hühnereier di. 6t. 0 4- 2 St. 10—11 X Enteneier 2 6t 11—12 X Gänse- der pr. ©LOO—11 H, Käse pr. 6t.5-8 X «äsematte pr. 6t. 3 4- Lrbsen pr. Liter 18 Linsen pr. Liter 27 X Tauben pr. Paar X 0,70 biß 0,90, Hühner pr. Stück 1,10 bi» 1,30, Hahnen pr. Stück X 1,20—1,50, Enten pr. Stück X 1,60-1,80, Gänse pr. Pstmd X 0,00-0,00, Ochsen fleisch pr. Psd. 66-74 X Kuh- unb Rindfleisch pr. Psd. 60-66 X Schweinefleisch pr. Psd. 66 biß 66 X Schwein«, fleisch, gesalzen, pr. Psd. 70 X Kalbfleisch pr. Psd. 50-00 X Hammelfleisch pr. Psd. 50-65 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4.50 bi» 5,00 X, Weißkraut pr. ©rück 0--00 X Zwiebeln pr. Eentner 8.00—9.00 Milch pr. giter 16 A__ Wo soll Doering» «eise mit dar «ul« »u stadea und im Gebrauch sein? MT In jeder Stadt. In jedem Dorfe. MT In jedem Herrenhanne. 2094 Auf jedem Gate. In jedem Hnunhalte. In Jedem Damen-Toiiettezimmer. fK* In Jeder Kinderatabe, überhaupt Ueberall da, wo man die Pflege der Haut »weckmüg'S, tdolgreiW unb baußbäUerrsch sparsam betreiben will. Doering» Geis« mit der «ult kostet nur 40 «ft* Ä"«>; * s»,.ch. >‘Ä'lüi 1la"" AS» -,'L; ;k?s» , 80 pro Pa»., ?» li- iit »y„. S?bn »«■ ”"«« tytaf. OCH, Nw bat TOnbtn 8er- °b°°drs ben an. Ministrriu« 7° dir Pv^ri- dos Verbot von uod Weihnacbtr- ^resfiovegebirt i» uoch sortbekeht, i i°dob fich hrute dew ^nntxx 8 buioottil^in =n fich nod) Reste !r> vvtereo Donau« erbeckeo erhalte», it es zwar aürvt« N, obbitN rauSiichtlichc ib viebrr etwaL 0 -AL tg&s SSsJg , pr. lOO ^ntnrt Zviebtl" pl- ;ti|t ,U akadewtlche« inibt Herr Lehr» erselbr tft brtttiS •n P. Wrrvrr iu iit Freitag über tntn Gewitter haben nut w en verursacht, tarkt war von begünstigt/ baher r llmfltgtnb/ bk ankausten. Recht . Brivvbn« %t» , VI achr vvchra, brrnb bir üitrren riucht vurbrn. boch ngeren Thiere. Die Influenz«/ eben zur schSnfteu >er extreme Wechsel i begünstigen. Se- iestigen Satarrhen rre Montun^ n, zu vrrzrichvea. ttonomtn Arnolb UvpMeu eines siarlrw Regen be- tbt nnb Gemarkung or dem strömenden , stehenden Lau«. nt,’l« dn»UV erschlug, isttreten bei nrm »<> «*"•' Ä itfMrtf y •* gt, ®w A, an e. Ä'> fpp‘* hoch, eine weitere Halle, ungefähr Gnauth. 4495 4477 4496 lebens- nnb Pkußons-Verßcheruugs-GesklWst empfiehlt 4487 Cognac Ahriing Hamburg, 2lpit( 1897. Coursberioht 1887 1807 Brief 16.24 4.20 4.16 Americ. 'ÄftOmnibus-VerbindungÄl1®’ Linie A Marburgerftraße— Markt—Bahnhof und zurück. Linie B Linie C 3616 Friedrich Kühne, Seltersweg 26 Linie D 4,423,784.17 1,389,452 78 Adam Köhler, Concursverwalter. 86.50 104.00 22.75 96 20 23.60 101.50 1(2.50 101.00 101.00 101.00 102.50 Oü Mk. Mk. 103.90 98.35 1(2.40 000.00 000.00 «en> 81.15 170.35 4.14«/, 29,102,163.62 1,573,000— 1,825,66017 20 Franken-St. Engl. Sovereigns Dollars in Gold 4461] GchSne Wohn««- von 4 ev. 6 Zimmern, Küche nebst Zubehör per 1. Juli oder 1. Angnft von ruhiger Be- amteniamilie zu mietben gesucht Gefl. Offerten mit Preisangabe unter X. Y. Z. alsbald an die Expediiion dieses Blattes erbeten. Grünberaerstraßc—Markt Bahnhof und zurück. Markt—LudwigSplaä-Schiffenberaerwald und zurück. 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Mai findet unter den am 13. April bekannt gegebenen Bedingungen Viehmarkt statt. 4463 Großh. Bürgermeiflerei. 4 Frkf. Ldw.Cred.Bk. unk. b. 1900 Bekanntmachung über die Beiträge zur laud- und forst- wirthschaftlicheu Berufsgeuoffenschaft für das Jahr 1896 von heute an während vierzehn Tagen auf der unterzeichneten BürgerEisterei zur Einsicht offen. Innerhalb einer weiteren Frist von x. n' « der Offenlegungsfrist, kann der in der Heberolle als beitragspflichtig in Anspruch Genommene gegen die Bettragsberechnung bei dem Vorstande der land- und forstwirthschaftltchen Berufsgenoffenschafl blatt ,(© gheben (s. § 21 der Verordnung vom 11. Juli 1888 Regierung«. ißrocmt 37i Deutsche ReichSanl. 3 Preutz. Consols 37i Gr. Hessische Obl. 4 Stadt Darmstadt v. 1891 4 Stadt WormS unk. b. 1901 3 Oesterr. Staatsbahn v. 1885 3 Jtal. staatsgar. Etsenb. vom 3. Mai 1897. Procent 4Vi Oesterr. Stlberrente 4 Ung. Gold-Rente 3 Portugiesen 6 Mexikaner 4 Monopol-Griechen von Mk. Mk. Mk. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß Großh. Mini- sterium des Innern die Abhaltung der Viehmärkte zu Gießen am 11. und 12., sowie 25. und 26. Mai d. Js. unter folgenden Bedingungen genehmigt hat: 1. Für den Auf- und Abtrieb ist den Anordnungen des Kreisveterinär- amte» gemäß je eine bestimmte Stelle zu schaffen. 2. Auf den Markt dürfen nur Thiere aus unverseuchten Orten des Großherzogthums Hessen, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn sie mindestens 7 Tage in unverseuchten hessischen Orten in seuchenfteiem Zustande zugebracht haben, aufgetrieben werden. 3. Außer der Controle der Ursprungszeugnisse hat selbstverständlich auch die thierärztliche Besichtigung der Thiere vor dem Auftriebe zu erfolgen. Gießen, den 3. Mai 1897. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Auskunft wird erlheilt und Prospecte und Antragsformulare werden gratis verabreicht in Frankfurt a. M. bet dem General- Agenteit H.rm Joh. M. Weber, Rossmarkt 11, sowie bet sämmllichen Agenten der Gesellschaft. Rührige Agenten, auch an kleinen Plätzen, werden gegen hohe Prooifion gesucpt. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Kypotheken-Capitalien zu 37|s pCt. zur ersten" Stelle gewährt in Höhe von 60 pCt. der ortsgerichtlichen Taxation Provisionsfrei zu coulanten Bedingungen die Rheinische Hypothekenbank in Mannheim durch ihren Vertreter Schöner Fox-Terrier zu verkaufen. 4499 Marktplatz 15. Carbolineum beste Qualität, empfehlen billigst A. 8t G. Wallenfels, Markt 21. [4497] Telephon 46. in ’/j, 7r und 7» Flaschen der Firma .ErsteTglllMS'EoMr'Kttuuerei jrih Scheller Söhne«, Homburg -- gegründet 1843 — mehrfach ärztlich preisgekrönt. empfohlen. Mosel-Cognac (reiches Aroma) Flasche zu Mk. 1.80, 2.40, 3— 4— und 5.— Französischer (alte gepflegte Waare) zu Mk. 3.—, 4.—, 5.— und 6 — Californischer (äusserst kräftig) zu Mk. 2.—, 3.— und 4.—. 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Ballotaae und sonstige BereinSanael gmhe ten 2 Bor» trag: To rren durch den bay rischen Wald Nächster ArrSstngr Sam-tag und Sonntag, den 1b. uob 16. Mit (nicht den 8. und 9.): Aeldbergtour. Ab» fasrt Sam-tag. 12 Uhr Mittig? 4175 Die 6#ciionetrituna. Section Giessen d'« pritsch, ii. Oesterreich. Alstkivereiis. (lertiiiliril: I«f6 Etzel) Donnerttag d 6. Mai 9 Uhr pünktlich Vortrag de- Herrn Dr. Markwald: Hochtouren im Zillerthal und in den Dolomiten Diejentgea Herren die stch an der Moseltour bet heiligen wollen, werden gebeten, sich zur endgiltig n i-est- sehung d rselb n efniuRnb-'H 4453 aus den Weingütern de* edler, absolut reiner Naturwein von hervorragend feinem Bouquet und Geschmack. 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Mai 1897, Abends 6 Ahr in der kleine« Aula der Universität. 4469 Tagesordnung: Aortrag von Kerrn ^rof. Dr. Speugel über die Iortpflansung -es Aales. Mein Geschäft bleibt wegen ein- getretenen Tranerfalls bis Sonntag den 9. Mai geschloffen. J. Grünewald, StmKgkschtilt. Gießen, den 4. Mai 1897. 4424 w Handarbeiten, Weiftuähen, Zu- UinCl lUlll fchneiden und Anfertige« jeglicher v Wäsche und Kleider nach Methode de» Lettevereins-Berlin ertheilt gründlich 4344 C. Köhler, Eintritt jederzeit. Bergstraße 17, 3. Stock. Wegen Geschäfts -Verlegung Ausverkauf in Haarschinuck, Broches, Portemonnaies, Cartonnagen und Parfums, Federstäubern, Markttaschen, Thürvorlagen, Waschseilen, Stearinlichten etc. etc.] 4494 A. Welz, Lindenplatz. In separatem Frühstückszimmer. 4393 2 3 □ Giessen. o 2 Oranienbrauerei Dillenburg (Karl Lenz). — Ausschank von ff. Exportbier, hell und dunkel. — Placat - Fahrplan enthalt, die Fahrzeiten der auf den Stationen Giessen, Frankfurt a. M., Cassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz. Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, Laubach und Londorf ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge zum Preise von SO Pfg. in der Expedition des „Giessener Anzeiger“ vorräthig. — Der Fahrplan kann auch durch die Austräger des „Anzeiger“ bezogen werden. Handlung (C. Koch). Kirchenplatz " JOüOOOOQOOOOOOOOOOOOOOOOO D O O Neuester vervollständigter o LtOmhO Ur. 1, UMM1. Bon heute an jeden Morgen warmes Frühstück von 8—10 Uhr Reichhaltiger Journallesezirkel ron Mk. 1.— ab. Journale nach eigener Auswahl. Nur gut erhaltene Hefte. — Preepeete gratis. Ferber'sche Univ.-Buch-, Kunst-, Musikalien- ttebeettoa; 1 vchetzd— Druck unk Verlag brr vsüdlichen Universtttll» ^uch- und Eteinbruckerci (Pietsch